Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Berichte in den Lokalzeitungen u.a.: 


Meldung von Verstößen gegen Umwelt- und Naturschutz-Bestimmungen, die infolge von Windkraft-Genehmigungen begangen werden

Einschaltung der Umwelt-Meldestelle beim BW-Umweltministerium

  

(wm / 240215) - Wir unterstützen die BI „Rettet den Klosterwald, Creglingen“ und veröffentlichen deren Anzeige von Verstößen gegen Umwelt- und Naturschutz-Bestimmungen, die infolge von Bauland-Freimachungen für den Bau eines Windparks im Klosterwald  festzustellen waren.

Die Anzeige wurde bei der Umwelt-Meldestelle des Landes Baden-Württemberg erstattet, die sich im BW-Umweltministerium befindet.

Eine Umwelt-Meldestelle besteht nur in Baden-Württemberg.

Wir empfehlen allen Bürgerinitiativen in Baden-Württemberg, gegen durch Windkraft-Unfug verursachten Natur- und Landschaftsfrevel zur Ahndung Anzeige bei der Umwelt-Meldestelle zu erstatten.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de


Eckehard Bach                                                                                  Creglingen, den 11.2.2015

Frauental 51

97993 Creglingen-Frauental

 

An die

Umweltmeldestelle der Landesregierung    vorab via Fax: 0711 / 222 4957 2626

Kernerplatz 9                                                 vorab via Mail: umwelt.meldestelle@um.bwl.de

70182 Stuttgart                                             Einschreiben mit Rückschein

 

Betr.: Meldung von schwerwiegenden Verstößen gegen Umwelt- und Naturschutz-Gesetzen im Bereich des Klosterwalds von Creglingen / Gesuch um sofortiges Einschreiten zur Vermeidung von durch Verstöße gegen Umwelt- und Naturschutz-Gesetzen geschaffene vollendete Tatsachen (Dringlich: „Gefahr im Verzug“)

 

 Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit zeigen wir gravierende Verstöße gegen zwingend einzuhaltendes Umwelt- und Naturschutzrecht an und bitten um sofortiges Tätig-Werden der Umweltmeldestelle, damit verhindert wird, daß durch Verstöße gegen zwingend einzuhaltendes Umwelt- und Naturschutzrecht unumkehrbare vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Der Sachverhalt geht im Detail aus nachfolgenden Seiten hervor.

Parallel hierzu haben wir auch eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen / Jagst erstattet.

Wir bitten Sie, unabhängig vom dort jetzt in Gang gesetzten Verfahren gemäß Richtlinien und Verfahrensabläufen der Umweltmeldestelle unverzüglich tätig zu werden, da die umwelt- und naturzerstörenden Maßnahmen bereits gestern begonnen haben und der Umfang der Umwelt- und Naturzerstörung vor Ort im Klosterwald von Creglingen sukzessive zunimmt, falls vonseiten der für die Einhaltung des Umwelt- und Naturschutzes verantwortlichen Behörden nichts unternommen wird und die dafür vorgesehenen Stellen untätig bleiben.

Falls Rückfragen bestehen, stehen wir jederzeit zur Verfügung. Für Ihre Bemühungen bedanken wir uns.

Mit freundlichen Grüßen

Eckehard Bach

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W i d e r s t a n d  in der Ingersheimer Bevölkerung gegen eine zweite, noch näher an K l e i n i n g e r s h e i m heranrückende Windindustrieanlage und die damit verbundene U m w i d m u n g bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen in w i n d k r a f t-industriell geprägte         G e w e r b e f l ä c h e n  -  bei denen allerdings wegen relativer               W i n d a r m u t wie schon bei der ersten WKA keine Gewerbesteuer-Einnahmen anfallen  -  nimmt immer mehr zu

 

Weitere, nur noch als „S c h w a c h s i n n“ zu bezeichnende Windkraft-Pläne von Bürgermeister und Gemeinderat im vergleichsweise w i n d a r m e n Ingersheim stoßen auf 
b r e i t e Ablehnung in der Bürgerschaft

 Bietigheimer Zeitung (BZ) veröffentlicht am 9.4.2013 weiteren 
„c o n t r a-Windkraft“ - L e s e r b r i e f

 Bei immer mehr Ingersheimer B ü r g e r n entsteht der Eindruck, als wollten Bürgermeister und der wieder einmal  -  wie so oft  -  eingeschüchterte und daher nur noch abnickende Gemeinderat

I n g e r s h e i m  zu  L a s t e n  der e i g e n e n  Bevölkerung zum  -  wegen relativer Windarmut allerdings bedeutungslosen - „W i n d k r a f t-M e k k a“ umfunktionieren…

 …Gibt es wegen Streit-Thema „Windkraft-Nachteile in Ingersheim“ einen
„h e i ß e n  T a n z“ bei der K a n d i d a t e n-A u f s t e l l u n g zur nächsten 
K o m m u n a l w a h l  bzw. werden einzelne Windkraft-J a-S a g e r-G e m e i n d e r ä t e  von der erbosten Ingersheimer Bürgerschaft durch  A b w a h l  a b g e s t r a f t …?


(wm / 120413) - Den Windkraft-Plänen der Ingersheimer Gemeindeverwaltung zum Bau einer zweiten, inmitten eines regionalen Grünzugs belegenen und mit ca. 500 m - 600 m Abstand deutlich näher an die eigene Wohnbevölkerung in Kleiningersheim heranrückenden, dann womöglich bis zu 230 m hohen Windindustrieanlage  -  damit deutlich höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  stoßen in der negativ betroffenen Ingersheimer Bürgerschaft schon von Beginn an ab Bekanntwerden bisher nur vager Planungen auf deutliche Ablehnung.

Vor allem in der durch das Gefahrenpotential der in unmittelbarer Nachbarschaft am Kleiningersheimer Ortsrand verlaufenden Ethylen-Pipeline  -  deren durch Gutachteneinholung betroffener Bürger nachgewiesenes Risikopotential an anderen vom Pipelineverlauf tangierten Orten schon zu Gerichtsverhandlungen bzw. Baustopps und deshalb zu erheblichen Verzögerungen beim Baufortschritt geführt hat  -  schon arg strapazierten Kleiningersheimer Bevölkerung wird es unruhig und der Ingersheimer Gemeindeverwaltung dürfte erheblicher Gegenwind ins Gesicht wehen, wenn die bisher nur vage bekannt gewordenen Windkraftpläne tatsächlich Gestalt annehmen sollten.

Während immer mehr Kommunen im ohnehin sehr windschwachen und deshalb für dauerhaft  
w i r t s c h a f t l i c h e n  W i n d k r a f t-B e t r i e b  v ö l l i g  ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg
wegen

·         jahresdurchschnittlich viel zu geringem Windaufkommen bzw.

·         wegen Verstoß gegen zwingend einzuhaltende Landschafts-, Natur- und Artenschutzbestimmungen u.a.    

vom  A u s w e i s  von Windkraft-V o r r a n g-Gebieten auf ihrer Gemarkung  a b s e h e n und den „bitteren Windkraft-Kelch“ im Interesse ihrer Bürger an sich vorüberziehen lassen, scheint die Ingersheimer Gemeindeverwaltung und die dort vermutlich vorherrschende Weltklima-Verbesserungs-Mentalität im Gegensatz zur weit überwiegenden Mehrheit der Kreis-Kommunen geradezu besessen davon zu sein, weiteren W i n d k r a f t-U n f u g auf Ingersheimer Gemarkung  -  wie „das Licht die Motten anziehend“  -  anzusiedeln, obwohl der Ingersheimer Bürgermeister in einer im März 2010 anberaumten öffentlichen Windkraft-Propaganda-Veranstaltung auf Befragen kleinlaut zugeben mußte, daß man  -  mangels jahresdurchschnittlich benötigtem Windaufkommen und deshalb mangels Wind- bzw. mangels Gewerbeertrag  -  (schon „vor dem 1. Spatenstich“) davon ausgehe, daß man aus dem ab April 2012 in der Nähe des Besigheimer Husarenhofs laufenden Windkraft-Betrieb mit k e i n e r l e i  
G e w e r b e s t e u e r e i n n a h m e n  zugunsten des Ingersheimer Kommunalhaushalts
rechne.

Wie bekannt, lehnt ein Großteil der 39 Kommunen im windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg aufgrund oben genannter Hinderungsgründe und trotz des von der „grün-rot“ - geführten BW-Landesregierung wegen politischer Vorgaben „von oben herab“ entfachten Drucks den Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete ab, nachdem selbst windkraft-freundliche Gutachter eingestehen mußten, daß der relativ windschwache Landkreis LB mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen weitestgehend ungeeignet für potentielle WKA-Standorte ist.


Durch Windwahn gestörte Dorf-Idylle in Kleiningersheim

© Foto: Hans-Jürgen Steinwedel

So haben z.B. die größten Städte wie Ludwigsburg, Kornwestheim, Remseck oder Marbach / N. und eine Reihe weiterer Kommunen wie Benningen, Freudental, Erdmannhausen, Erligheim, Löchgau, Murr, Pleidelsheim  -  um nur einige zu nennen  -  den Ausweis von Windvorrang-Gebieten  -  zum Vorteil ihrer Bürger  -  abgelehnt.   

Ohnehin ist bei einem Großteil der Ingersheimer Bevölkerung ob dieser Windkraft-Fehlinvestition

·         einerseits angesichts des von immer mehr windkraft-kritischen Bürgern wahrgenommenen „Vergaloppierens“ des Ingersheimer Bürgermeisters in die Ingersheimer „Windkraft-Sackgasse“ und

·         andererseits wegen einer dramatisch sich verschlechternden  -  auch von der Bürgerschaft mit großem Unbehagen wahrgenommenen  -  durch stagnierende bzw. zurück gehende Gewerbesteuereinnahmen und höherer Verschuldung zu charakterisierende Haushaltsituation        

der Eindruck entstanden, als kümmere sich die Ingersheimer Gemeindeverwaltung  -  ähnlich ideologisiert wie die Leitungsgruppe der Ingersheimer Wind-Genossen  -  viel zu sehr um die Belange der vor allem auswärtigen Windkraft-Lobby bzw. um die Zielerreichung norddeutscher Windkraft-Konzerne auf Ingersheimer Gemarkung anstatt sich auf die wirklich wichtigen Probleme Ingersheims hinsichtlich seiner Zukunftsfähigkeit auch für die nachfolgende Generation zu fokussieren…

…Probleme wie der von vielen Ingersheimern im Zusammenhang mit dem Ausweis eines neuen, zum Großteil auf Ingersheimer Gemarkung liegenden ca. 16 ha großen Gewerbegebiets (bei dem allerdings die Nachbarkommune Bietigheim-Bissingen über ihre Dominanz im gemeinsamen Verwaltungsverband mehrheitlich das Sagen hat  -  entgegen vieler „Sonntagsreden“ z.B. des Landrats  -  ) verursachte…

·         …extrem anfallende Flächenverbrauch / Bodenversiegelung

·         …das dadurch unweigerlich zu Lasten der Ingersheimer Bürger weiter erheblich steigende Verkehrsaufkommen im deswegen schon jetzt übermäßig strapazierten Ort, zu einem weiteren Verlust der Lebensqualität zu Lasten der Bürger vor allem innerorts führend

·         …Verdrängung der innerörtlichen Einkaufsmöglichkeiten bzw. das vorprogrammierte innerörtliche Ladensterben

·         …sowie die infolge der Finanzierung zusätzlich notwendig werdender Infrastrukturmaßnamen noch weiter erheblich steigende kommunale Verschuldung, deren Reduzierung durch Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe / Handel u.a. nicht garantiert ist, vor allem dann nicht, wenn es sich bei den neu anzusiedelnden Betrieben ebenfalls um ertragsschwache bzw.  -  wie bei den Windkraft-Betrieben  -  um Verlustbetriebe handelt, die keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen abwerfen…          

und die dadurch für lange Jahre vorgezeichnete, für Ingersheim nicht allzu rosige Langfrist-Entwicklung lassen schon jetzt manchen, mit Weitblick ausgestatteten Ingersheimer Bürger nur noch unruhig schlafen…

Diese in der Ingersheimer Bevölkerung zu den Windkraft-Ausbau-Plänen der Gemeindeverwaltung vorherrschende, weitgehend ablehnende Stimmung gibt ein Leserbrief einer Ingersheimer Bürgerin  -  kein Mitglied unserer Bürgerinitiative wieder  -  den wir mit freundlicher Genehmigung der Leserbrief-Schreiberin nachfolgend in unserer Homepage veröffentlichen.

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



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Leserbrief in der Ludwigsburger Kreiszeitung (L K Z) / Neckar- und Enzbote (N E B) zu dem am 6.4.2013 veröffentlichten Bericht:
 

    „Fluch und Segen des Exportschlagers“ über in Deutschland erzeugten         S t r o m, der wegen v i e l zu h o h e r, von  a l l e n Stromverbrauchern über h ö h e r e Stromrechnungen zu tragenden Subventionen (=Einspeisevergütungen) am Bedarf vorbei produziert wird und der deshalb  - mangels Speicherfähigkeit  -  regelrecht ans Ausland „verhökert“ und oft „kostenlos“ verschenkt werden muß…  


(wm / 060413) - Immer mehr kritische Bürger = Stromverbraucher durchschauen das Spiel, das mit ihnen schon vor der sogenannten Energiewende, aber wegen der im ganzen Ausmaß jetzt publik gewordenen Exzesse zur jährlichen Explosion der Strompreise erst recht danach getrieben wird und das für die im weltweiten Wettbewerb stehende deutsche Wirtschaft sowie für private Stromverbraucher = Allgemeinheit zu oft mehrmals pro Jahr mit zweistelligen Strompreiserhöhungen steigenden Stromrechnungen führt.

Oftmals kommt es vor, daß durch den ungezügelten Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen bei Sonne und Wind ein viel zu großes Stromangebot besteht,…

·         …das im Zeitpunkt der Stromproduktion auf eine viel zu kleine Stromnachfrage trifft (z.B. wegen Ferienzeit, wenn die Bürger im Urlaub sind oder an Wochenenden / Feiertagen oder in der Rezession, wenn die Wirtschaft ihren Strombedarf deutlich herunterfährt etc.)

 

·         …und das mangels Speicherfähigkeit von Strom dazu führt, daß der überflüssig und am Bedarf vorbei produzierte Strom zur Vermeidung einer Netz-Instabilität nicht ins Stromnetz eingespeist werden kann und daher verfällt oder ins Ausland unter Gewährung von Subventionen / Zuschüssen / Rabatten „unter Preis“ verhökert oder gar ganz „umsonst“ abgegeben wird, während auf der anderen Seite die Einspeiser = Profiteure des überflüssigen, nicht benötigten und daher ins Ausland verschenkten Stroms durch Einsatz der Windkraft-Lobby und ihrer grün-roten bzw. rot-grüner Helfershelfer in der Politik  -  auch für diesen überflüssig produzierten Strom  -  ihre Einspeisevergütung (quasi als entgangener Gewinn) erhalten, die von den Stromkunden über entsprechend höhere Stromrechnungen zu bezahlen sind… 

Ein Ende dieses Unfugs und der zu Lasten der Allgemeinheit stattfindenden Strompreiserhöhungen ist nicht absehbar, im Gegenteil. Die jährlichen, aus Sicht der Profiteure = Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms als regelrechte „cash-cow“ sich darstellenden und zu Lasten der Stromverbraucher  immer stärker sprudelnden Einspeisevergütungen werden unter der 20 Jahre lang laufenden Förder-Garantie des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) weiter stark zunehmen, weil…

·         …der Zubau mit Photovoltaik-, Biogas-, Wasserkraft-, Geothermieanlagen  -  insbesondere aber mit Windindustrieanlagen  -  und die sich zu Lasten der Bürger daran anschließende, 20 Jahre lang laufende, viel zu hohe Förder-Garantie unvermindert anhält und gar noch durch rot-grüne / grün-rote Politiker  -  unterstützt und aus dem Hintergrund geleitet durch die Windkraft-Lobby  -  jetzt auch im vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland (z.B. Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz…) unter Beeinträchtigung des Landschafts-, Natur- und Umweltschutzes  -  insbesondere zu Lasten des Vogelschutzes und der Artenvielfalt  -  weiter forciert wird, wie die jüngsten zur Energiepolitik in Deutschland geführten Debatten im Deutschen Bundestag, Bundesrat und in den Landtagen, z.B. im Landtag von Baden-Württemberg, klar belegen…

·         …wo im Deutschen Bundestag durch die CDU / FDP-geführte Bundesregierung zur Eindämmung dieses Subventions-Unfugs eingebrachte Gesetzesvorlagen zur Einführung einer Strompreisbremse und zur steuerlichen, die Haus- und Wohnungseigentümer finanziell etwas entlastenden Förderung der energetischen Sanierung / Wärmedämmung von der rot-grünen Bundestags-Opposition durch ihre Mehrheit im Bundesrat in bester Lafontaine’ scher Blockadehaltung (auch unter Mitwirkung von Baden-Württemberg) ausgehebelt wurden, angeleitet durch die im Hintergrund geräuschlos agierende Windkraft-Lobby…   

Wie bekannt, plant die grün-rot geführte baden-württembergische Landesregierung den Bau von bis zu 150 künftig bis zu 230 m hoher Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  pro Jahr; bis zum Jahr 2020 sollen so zu den schon jetzt bereits bestehenden rd. 390 Windindustrieanlagen weitere 1200 Windkraftanlagen hinzukommen.



An Ostern sind 100 Prozent Ökostrom möglichWunschdenken und die Realität hier:

Grafik: Wilfried Heck

Bundesweit bestehen bereits rd. 26 000 Windindustrieanlagen, die zu rd. 85 % in den deutlich windstärkeren „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (z.B. Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg u.a.) konzentriert sind; Tendenz weiter stark steigend wegen des unvermindert anhaltenden Zubaus und der Windkraft-Forcierung jetzt vor allem auch im eher windärmeren Binnenland, das wegen jahresdurchschnittlich viel zu schwachem Windaufkommen völlig ungeeignet ist für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb.

Bei den windkraft-versessenen, die negativen Windkraft-Produktionsbedingungen verdrängenden Standort-Kommunen, Grundstücksverpächtern und Öko-Kapitalanlegern  -  wie z.B. in Ingersheim, Bönnigheim, Kirchheim / N., Gaildorf, Michelbach, im Schurwald und im Bottwartal / Kreis Ludwigsburg und anderswo gilt auch hier: „…Gier frißt Hirn…“.

Nur gut, daß angesichts der schlimmsten Windkraft-Exzesse und der dadurch zu Lasten der Bürger entstehenden Nachteile bzgl….

·         …durch Windkraft-Betrieb verursachter Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall, Schattenschlag u.a. und dadurch möglicherweise entstehender Gesundheitsrisiken, vor allem bei im Wirkungskreis der WKA (Radius ca. 5 Km ab WKA-Standort) lebenden Personen mit angegriffenem Gesundheitszustand…

·         …schwerer Beeinträchtigung des Landschafts-, Natur- und Umweltschutzes / Verspargelung und visuelle Zerstörung Jahrhunderte alter Kulturlandschaften…

·         …Störung des ökologischen Gleichgewichts durch jetzt beginnende Rodungen quadrat-kilometer großer Waldflächen… 

·         …Wertverlusten bei den Verkehrswerten im Immobilieneigentum zu Lasten der Grundstückseigentümer, deren Grund und Boden, Häuser und Wohnungen im Umfeld von jetzt in Sichtweite platzierten Windindustrieanlagen stehen…, wobei die „über Nacht“ eintretenden Wertverluste einer „kalten Enteignung“ gleich kommen…

·         entgegen vollmundiger Versprechungen der Windkraft-Lobby wegen jahresdurchschnittlicher Windarmut zu Lasten der Standort-Kommunen ausbleibenden Gewerbesteuer-Einnahmen… 

d.h., angesichts dieses Schindluders immer mehr kritische Bürger aufwachen, sich wehren und sich an Gegenwind-Aktionen beteiligen, Gegenwind-Bürgerinitiativen gründen oder beitreten…, damit wenigstens im windschwachen Baden-Württemberg das Schlimmste verhindert werden kann…  

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

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Leserbrief: „Handwerkliche Fehler“  -  Antwort auf den LKZ-Bericht zur W i n d k r a f t „Schmiedel knöpft sich die Landräte vor“

(wm / 040313)  -  Angesichts einer nach Ansicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden im baden-württembergischen Landtag, Claus Schmiedel / MdL (Ludwigsburg), ins Stocken geratenen Realisierung der von „Grün-Rot“ in Baden-Württemberg politisch vorgegebenen Windkraft-Ausbaupläne hat der SPD-Fraktionsvorsitzende in Verkennung der Rechtslage zu einem mehr oder weniger unqualifizierten, aber öffentlichkeitswirksamen Rundumschlag ausgeholt, wobei es dieses Mal vor allem die baden-württembergischen Landräte und die für die Genehmigung von Windkraft-Standorten zuständigen Landratsämter trifft, denen der ehemalige Berufsschullehrer Schmiedel  -  oberlehrerhaft, wie es nun einmal seine Art ist  -   eine bewußte Blockadehaltung und u.a. ein „Quälen der Windkraft-Initiatoren“ vorwirft.

Wie bekannt, sehen die seit 2011 bekannten Pläne der von Grüne / SPD-geführten baden-württembergischen Landesregierung vor, bis zum Jahr 2020 den Anteil des in BW durch Windkraft erzeugten Stroms von jetzt rd. 1 % auf 10 % zu erhöhen. Zur Umsetzung dieser politischen Zielsetzung sollen zusätzlich zu den bereits in BW installierten rd. 400 Windindustrieanlagen jährlich landesweit flächendeckend bis zu 150 weitere Windkraftanlagen errichtet werden. Zusätzlich zu den bereits im „Ländle“ bestehenden 400 Windmühlen sollen so bis zum Jahr 2020 weitere ca. 1200 künftig bis zu 
230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  hinzukommen.

Zur Realisierung dieser Ausbaupläne wurde am 9.5.2012 und mit Wirkung zum 1.1.2013 das Landesplanungsgesetz mit grün-roter Mehrheit im BW-Landtag verabschiedet. Dieses sieht vor, daß bis dahin alle bestehenden Windvorranggebiete aufgehoben und durch neue Windvorranggebiete ersetzt werden, die nach dem Gesetz von jeder Kommune auf ihrer Gemarkung auszuweisen sind.



Der Widerstand wächst - um den Erhalt des Schurwalds wird stark gekämpft

© BI Gegenwind-Husarenhof

Unterläßt eine Kommune den Ausweis eines oder mehrerer Windvorranggebiete, könnte ein x-beliebiger Windkraft-Investor  -  quasi an der Kommune vorbei  -  nach Einigung mit einem Grundstücksverpächter eine Windkraftanlage auf Gemarkung der Kommune bauen, falls Immissionsschutz- und baurechtliche Belange dem nicht entgegen stehen.

Da in diesen Fällen die Kommunen ihre Planungshoheit für im Außenbereich geplante Bauvorhaben verlieren, werden die Kommunen zur Aufrechterhaltung ihrer Planungshoheit faktisch gezwungen, auf eigener Gemarkung  -  selbst an eigentlich wegen relativer Windarmut für Windkraft-Betrieb ungeeigneter Stelle  -  mindestens ein Windvorranggebiet auszuweisen, wenn diese aus Sicht der Kommune negativen Konsequenzen vermieden werden sollen.

Gegen diese politischen Vorgaben, insbesondere jedoch gegen deren Realisierung und vor allem dort, wo  -  oft an landschaftssensiblen Stellen, an Stellen im Wald oder in Landschafts-Natur- und Vogelschutzgebieten u.a., wo der Landschafts- und Naturschutz einmal mehr „böse unter die Räder kommen“ würde  -  es vor Ort zu Lasten der im Umfeld wohnenden Bevölkerung zu schwerwiegenden Nachteilen kommen würde, regt sich heftiger Widerstand, meistens organisiert durch Gegenwind-Bürgerinitiativen und „echte“, nicht ideologisierte und noch an der Basis tätige Landschafts- und Naturschützer.

Deren Widerstand richtet sich vor allem auch gegen die zur Umsetzung der politisch vorgegebenen Windkraft-Pläne von der BW-Landesregierung allen Ernstes ins Auge gefaßten Außerkraftsetzung bzw. Aushebelung nationaler und europäischer Landschafts-, Natur- und Vogelschutzgesetze und -Richtlinien.

Gegen dieses Unterfangen wurde in den Medien heftige Kritik geübt. Die Bietigheimer Zeitung (BZ), die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) sowie deren Regionalausgabe Neckar- und Enzbote (NEB) haben am Samstag, den 2.3.2013 einen Leserbrief veröffentlicht, den wir nachfolgend in unsere Homepage übernehmen.

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ 



www.gegenwind-husarenhof.de




            
            
            
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„Goldenes Ei der Gewinnmaximierung“

Die Jahrzehnte lang erfolgte, milliardenschwere und zu Lasten des deutschen Steuerzahlers aus Steuermitteln finanzierte, letztlich erfolglose Subventionierung der Steinkohle in NRW  läßt grüßen…

 

(wm / 301112) - Ein in der Bietigheimer Zeitung vom 14.11.2012 veröffentlichter Leserbrief bringt es auf den Punkt: Die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) über eine Laufzeit von 20 Jahren dem Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms  -  gewonnen aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft, Biogas, Geothermie  -  staatlich garantierten Einspeisevergütungen sind schon längst „aus dem Ruder“ gelaufen und sind die Hauptursache für die seit mehreren Jahren jährlich zweistellig steigenden Strompreise. Die von den Stromunternehmen an die Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms kraft Gesetzes weitergeleiteten Einspeisevergütungen stellen von den Stromverbrauchern finanzierte Subventionen dar,

·    die zuvor von den Stromunternehmen über höhere Umlagen kalkuliert werden,

·         die dadurch zu höheren Strompreisen führen

·         und die dadurch über (höhere) Stromrechnungen von den Stromverbrauchern zu bezahlen sind

Seit Inkrafttreten des von der SPD / Grüne geführten Bundesregierung „Schröder / Fischer“ beschlossenen EEG im Jahr 2001 wurden in den vergangenen 12 Jahren bis 2012 Einspeisevergütungen von mehr als 80 Milliarden € an die Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms  -  zu Lasten der Stromverbraucher  -  bezahlt; allein im Jahr 2012 betrugen die Einspeisevergütungen rd. 18 Milliarden € und in den nächsten 1 bis 2 Jahren werden die Einspeisevergütungen die Schallmauer von 100 Milliarden € übersteigen.

Ein Ende dieses zu Lasten von Bürgern und der Wirtschaft bestehenden Subventionsunfugs ist auch nach den jetzt von der Bundesregierung beschlossenen, zur Schonung der Stromverbraucher längst überfälligen, jedoch viel zu moderat ausgefallenen Kürzung der Einspeisevergütung nicht in Sicht, weil durch den vor allem in den letzten 5 Jahren bereits erfolgten und auch weiterhin erfolgenden Zubau von Anlagen (Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik, Biogas, Geothermie) die über eine Laufzeit von 20 Jahren über das EEG garantierten Einspeisevergütungen weiter „explodieren“ und in die Höhe schnellen werden, zu Lasten der Stromverbraucher eine spürbare Erhöhung der Strompreise  -  wie bisher  -  nach sich ziehend.

Einen derartigen, in Deutschland praktizierten milliardenschweren Subventionsunfug leistet sich weltweit kein anderes Land, schon gar nicht ein im weltweiten Wettbewerb um kostengünstige Industriestandorte stehendes Industrieland.

Schon überlegen immer mehr energieintensive  -  und daher durch den Subventionsunfug in Deutschland im Vergleich zu ihrer ausländischen Konkurrenz mit Energiekosten übermäßig belastete  -  Unternehmen, Standortverlagerungen ins energiekostengünstigere Ausland  -  mit allen nachteiligen Folgen für die Arbeitsplätze und für die Sicherheit der Sozialversicherungssysteme  -  vorzunehmen oder zumindest Neu-Investitionen nicht mehr in Deutschland, sondern im energiekostengünstigeren Ausland zu tätigen… Einige besonders energieintensive Unternehmen haben den Schritt bereits vollzogen. Diese Überlegungen dürften in den Chefetagen deutscher energieintensiver Unternehmen vor allem dann stark zunehmen, wenn sich die Konjunktur abkühlen und  -  zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit  -  ein Abbau der Kostenstrukturen anstehen sollte…  


gekauft von goldenen Eiern?

© Thomas Schöller

Im Interesse der Stromverbraucher bleibt zu hoffen, daß der jetzt beschlossenen Kürzung der Einspeisevergütungen = Subventionen möglichst bald weitere Kürzungen folgen werden, auch deshalb, damit die im Segment der regenerativen Energieerzeugung tätigen Unternehmen  -  ebenfalls längst überfällig  -  gezwungen werden, für eine schnellere Marktreife / Innovationsfähigkeit / schlanke Kostenstruktur u.a. ihrer Produkte im weltweiten Wettbewerb zu sorgen; ein Ziel, das bisher sträflich vernachlässigt wurde, wie die in letzter Zeit eingetretenen Insolvenzen und finanzielle Schieflagen vieler im Segment der regenerativen Energieerzeugung tätigen Unternehmen beweisen, die in den letzten Jahren durch viel zu hohe Subventionen „hoch gepäppelt“ und damit vor weltweitem Wettbewerb geschützt wurden, wodurch viel zu hohe Kostenblöcke aufgebaut worden sind, die sich jetzt  -  bei starker internationaler Konkurrenz  -  gegenüber den deutlich kostengünstigeren, im Ausland ansässigen Wettbewerbern als Nachteil herausstellen…

Daß Jahrzehnte lang zu Lasten des deutschen Steuerzahlers gewährte, milliardenschwere Subventionen kein Garant und daher  ungeeignet sind, für ein dauerhaftes Überleben eines kränkelnden  -  allein und aus eigener Kraft nicht wettbewerbsfähigen  -  Industriezweigs zu sorgen, beweist u.a. das Jahre lange Siechtum des vorwiegend in NRW betriebenen Steinkohle-Bergbaus, der durch zig Milliarden Subventionen des Bundes und des Landes NRW und damit zu Lasten des deutschen Steuerzahlers lange Jahre „über Wasser“ gehalten wurde... …letztlich ohne Erfolg, denn die letzte Zeche im Ruhrgebiet ist längst geschlossen und kann jetzt als Museum besichtigt werden…  

Und „die Moral von der Geschicht“: Windkraftanlagen an Standorten im vergleichsweise windschwachen Binnenland  -  wie beispielsweise im nur 298 m über Meereshöhe belegenen Ingersheim  -  sind für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeignet und führen unter Verzehr des investierten Anlegerkapitals  -  trotz Einspeisevergütungen = Subventionen, die ursächlich sind für übermäßige Strompreissteigerungen zu Lasten der Allgemeinheit  -  zu einem dauerhaften Verlustbetrieb und zu Jahresfehlbeträgen im Jahresabschluß der Windkraft-Betriebsgesellschaft, wobei noch nicht einmal Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten des kommunalen Haushalts der Standort-Gemeinde erzielt werden, von weiteren gravierenden Nachteilen zu Lasten der im Umfeld der WKA lebenden Bürger ganz abgesehen… 

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de


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Bietigheimer Zeitung vom 17.1.2013: „Viele Windradstandorte bestehen den Test nicht“ - „Nur bei zwei Flächen keine Vorbehalte“

Bleibt der ohnehin vergleichsweise windschwache und in Baden-Württemberg waldärmste  L a n d k r e i s L u d w i g s b u r g  von einer Verspargelung durch künftig bis zu 2 3 0 m hohen Windindustrieanlagen verschont ?

Kater-Stimmung bei Windkraft-Enthusiasten nach ernüchternder Bilanz bei Windkraft-Standortsuche im Landkreis Ludwigsburg: Vogel- und Landschaftschafts-Schutzgebiete, Naturparks, regionale Grünzüge, Biotope und die Beachtung artenschutzrechtlicher Bestimmungen verhindern im Interesse der Bevölkerung weitere Windwahn-E x z e s s e

Kaum zu glauben: R ü c k k e h r  zur  V e r n u n f t  beim Landratsamt Ludwigsburg (= Genehmigungsbehörde) ?

 Beeinflußen die Windkraft-Entscheidungen vor Ort die kommenden B u n d e s t a g s- oder K o m m u n a l w a h l e n (Gemeinderat / Kreistag / Regionalversammlung) in 2 0 1 3 bzw. 2 0 1 5 ?

  

(wm / 290113) - Die Bietigheimer Zeitung (BZ) zieht in ihrem Beitrag vom 17.1.2013 unter der Überschrift „Viele Windradstandorte bestehen den Test nicht“ unter Bezug auf Hintergrundinformationen des Landratsamts Ludwigsburg (LRA LB), das für Windkraft-Bauten im Landkreis LB die zuständige Genehmigungsbehörde ist, eine überaus ernüchternde Bilanz. Danach gebe es bei insgesamt 8 im Landkreis Ludwigsburg vom LRA LB ins Auge gefaßten und durchgeprüften Standorten nur bei 2 davon keine Vorbehalte, alle übrigen hielten einer fachlichen Überprüfung n i c h t stand und sind quasi aus verschiedenen Gründen „durch den Rost gefallen“.

Die BZ schreibt: „Geht es nach dem Landratsamt Ludwigsburg, werden im Kreis weit weniger Windräder gebaut als von der Region geplant. Eine entsprechende Stellungnahme liegt der Stuttgarter Behörde seit Dezember vor.“

Die BZ weiter in ihrem Beitrag: „Energiewende hin oder her: Im Landkreis Ludwigsburg wird es wohl auch in Zukunft keine Windräder in Massen geben. Im Gegenteil: Mit Blick auf die Planung des Verbands Region Stuttgart (VRS), der im Kreisgebiet acht potenzielle Vorranggebiete (jeweils für mehrere Windräder) zur Errichtung von Windkraftanlagen ausgemacht hat, gibt sich das Landratsamt Ludwigsburg sehr zurückhaltend. In mehreren seiner Fachbehörden sind die einzelnen Standorte in den vergangenen Monaten geprüft worden. Fazit: Fast alle sind auf die eine oder andere Art durchgefallen.

Dass es bei vielen Arealen Bedenken gibt, hatte sich bereits im Herbst abgezeichnet. In einer offiziellen Stellungnahme, die die Landkreisverwaltung, die in letzter Instanz über den Bau von Windrädern (ab 50 Metern Höhe) entscheidet, der Stuttgarter Behörde im Dezember übermittelt hat, sind die Vorbehalte bestätigt worden. Hintergrund: Fast alle der Flächen liegen in einem Landschaftsschutzgebiet (LSG) oder einem Vogelschutzgebiet (VSG). Teilweise ist beides der Fall, oder ein Biotop spielt mit rein.

Sicher ist nun: Für die beiden Standorte "Hohe Reute" und "Baiselsberg", die beide auf Sachsenheimer Gemarkung liegen, sieht die Landkreisverwaltung keine Zukunft. Und auch im dritten Gebiet im Naturpark "Stromberg-Heuchelberg" bei Gündelbach/Ensingen wird es wohl so schnell kein Windrad geben. Die Ludwigsburger Fachleute sehen eine Ausweisung als Vorranggebiet zumindest überaus kritisch.

Tiefgreifendere artenschutzrechtliche Untersuchungen fordert die Landkreisverwaltung derweil für die von der Region angedachten Standorte "Haghof" auf der Gemarkung Kirchheim, "Südlich Rotenacker" in Markgröningen und "Abendberg" in Bietigheim-Bissingen. Alle drei Areale stehen auf der Kippe. Wobei Markgröningen nach heutigen Stand die schlechtesten Chancen hat, Windradstandort zu werden, denn der Fachbereich "Forsten" ist gegen eine Ausweisung als Vorranggebiet….“


Nonnengänse im Wybelsumer Polder
Das Michael-Otto Institut schätzt die Todesfälle bei Vögeln auf 100.000 Exemplare p.A.

Und zum Bau einer z w e i t e n Windindustrieanlage in der bisher schon bundesweit zu eher traurigem Windwahn-Ruhm gelangten Windkraft-Gemeinde  I n g e r s h e i m schreibt die BZ: „Das meiste Potenzial für das nächste Windrad im Landkreis hatte Thomas Kiwitt, der Chefplaner des VRS, im vergangenen Jahr noch für ein weiteres Windrad in Ingersheim gesehen. In puncto Naturschutz hat der Landkreis hier auch keine Einwände. Wenn es um den Immissionsschutz geht, allerdings schon. Das Vorranggebiet rücke, anders als die bestehende Anlage, zu nahe (unter 300 Meter) an den Birkenhof heran. Die Errichtung eines zweiten Rades erscheine an der dortigen Stelle daher als "wohl nicht realisierbar", heißt es in der Stellungnahme des Landratsamtes….“ Soweit die Windkraft- Berichterstattung in der Bietigheimer Zeitung vom 17.1.2013.

Bleibt es bei dem aus Immissionsschutzgründen schon im Vorstadium ablehnendem Votum des LRA LB für den nahe der ersten Windkraftanlage ebenfalls auf Ingersheimer Gemarkung liegenden Standort Birkenhof, würde wenigstens ein zweiter bitterer Windkraft-Kelch an den durch den Bau der ersten, rd. 180 m hohen Windindustrieanlage schon stark benachteiligten Bewohnern des unweit entfernt liegenden Besigheimer Weilers Husarenhof vorüberziehen, wobei selbst bei diesen an sich eindeutigen Ablehnungsgründen  -  die Erfahrungen der Vergangenheit beim Ausweis des Ingersheimer Windvorrang-Gebiets in den Jahren 2000 ff belegen es  -  bezüglich eines möglichen Birkenhof-Standorts „noch nicht aller Tage Abend ist“ bzw. „das letzte Wort noch nicht gesprochen ist“, denn:

Wie bekannt, haben LRA LB und der Verband der Region Stuttgart (VRS) in den Jahren 2000 ff. insgesamt rd. 20 als Windvorranggebiete im Landkreis Ludwigsburg  -  darunter auch den jetzt bebauten Standort in Ingersheim auf der jetzt mit einer WKA überbauten Gemarkung  -   ins Auge gefaßte WKA-Standorte abgelehnt, weil nach einschlägiger Prüfung schon damals gutachterlich ein viel zu schwaches jahresdurchschnittliches Windaufkommen festgestellt wurde und darüber hinaus schon damals zwingend einzuhaltende Bestimmungen des Natur- und Landschaftsschutzes gegen den Ausweis von Windvorranggebieten sprachen.

Diese eindeutigen, auch für den Standort Ingersheim zutreffenden Ablehnungsgründe haben den Ingersheimer Bürgermeister  -  angetrieben durch seine Bürgermeister-Stellvertreterin / Gemeinderätin und einigen ideologisierten Windkraft-Enthusiasten auch außerhalb von Ingersheim   -  jedoch nicht davon abgehalten, durch Hinterzimmer-Entscheidungen, bei zum Nachteil der Ingersheimer Bürger völlig auf der Strecke gebliebener Transparenz und weitgehend geräuschlos an der Ingersheimer Bürgerschaft vorbei  -  aber mit Unterstützung auf der rot-grünen Polit-Schiene im Kreistag Ludwigsburg u.a.  -  beim VRS solange zu insistieren, bis dieser entnervt umgefallen ist, in bester Wendehals-Manier eine 180-Grad Kehrtwendung vollzogen hat und seine zuvor zum Ausweis eines Ingersheimer Windvorranggebiets aus nachvollziehbaren Gründen getroffene Ablehnung „kassiert“ hat, wodurch es letztlich zum Ausweis des jetzt bebauten Ingersheimer Windvorranggebiets kam ( die Geschichte ).

Aufgrund dieser negativen Erfahrungen befürchten manche Husarenhof-Bewohner und Ingersheimer Bürger nun ebenfalls  -  trotz eindeutiger, dagegen sprechender Gesetze und Richtlinien auf dem Gebiet des Landschafts- und Naturschutzrechts  -  einen weiteren Umfall des LRA LB bzw. des VRS bzgl. des Ausweises weiterer Windvorrangebiete in Ingersheim, insbesondere dann, wenn wiederum einzelne ideologisierte Windkraft-Enthusiasten aus Ingersheim und dem ganzen Kreisgebiet alles daran setzen und versuchen  -  wie schon „erfolgreich“ beim ersten Mal und wiederum bei Unterstützung auf der politischen, grün-roten Schiene  -  Druck auszuüben auf den VRS und das LRA LB, damit doch noch ein zweites Windvorranggebiet auf Ingersheimer Gemarkung ausgewiesen wird, entgegen der ablehnenden Haltung eines Großteils der negativ betroffenen Ingersheimer Bürger, die sich angesichts der bisher bekannt gewordenen Negativ-Schlagzeilen zur ersten Ingersheimer Windindustrieanlage wohl immer stärker dem contra-Windkraftlager in Ingersheim anschließt.   

Wohl als Ersatz für einen abgelehnten Windkraft-Standort nahe des Birkenhofs kursieren in der Ingersheimer Bevölkerung bereits w e i t e r e  A l t e r n a t i v-Standorte, die teilweise auch von der Gemeindeverwaltung Ingersheim ins Spiel gebracht wurden, die jedoch alle eines gemeinsam haben: 
Sie rücken n o c h  n ä h e r  an die Bevölkerung in Groß- und Kleiningersheim heran und verursachen  -  in noch größerem Umfang als bei der ersten Windindustrieanlage  -  gravierende Nachteile z u  L a s t e n  der Ingersheimer Bürger.

Als Alternativ-Standort im Gespräch ist wohl eine als Windvorranggebiet vorgesehene Fläche im Ingersheimer Gemarkungsbereich „S a a l e n“, der jedoch ebenfalls in einem regionalen Grünzug liegt und der daher nach den jetzt landesweit  -  auch für den Landkreis Ludwigsburg  -  geltenden Bestimmungen als Windkraft-Standort ausscheidet. Außerdem liegt in diesem Bereich ein Wasserschutz-/ Quellgebiet, dessen Bestände der durch Versorgungsleitung schon Jahrzehnte lang gespeisten Wasserversorgung in Besigheim dienen und der bei einer auf diesem Areal gebauten Windkraftanlage buchstäblich „das Wasser abgegraben“ würde…

Als weiterer Alternativ-Standort und wohl von der Gemeindeverwaltung Ingersheim für den Bau einer zweiten, künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlage  -  damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  angesichts der für die anderen Alternativ-Standorte bestehenden Ablehnungsgründe favorisiert sind Ackerflächen in der Nähe der von Kleiningersheim aus führenden Straße nach Hessigheim. Dumm nur, daß dieser für den Ausweis von Windvorranggebieten angedachte, noch niedriger und damit gegenüber der bereits gebauten WKA  noch windschwächer liegende Standort sich in lediglich ca. 400 - 500 m (!!) Entfernung von der Wohnbebauung in Kleiningersheim entfernt befindet… … auf die im Falle der WKA-Realisierung einiges zukommen dürfte…


In Sachen Windkraftstandorte im Landkreis Ludwigsburg brennt die Hütte bereits

Windrad-Brand bei Rochefort (Frankreich)

Auffallend an den jetzt diskutierten und auf Ingersheimer Gemarkung von der Gemeindeverwaltung vorgesehenen Alternativ-Standorten ist, daß die jetzt neu ins Auge gefaßten WKA-Standorte  -  natürlich rein zufällig  -  dem Vernehmen nach gemäß in der Ingersheimer Bevölkerung kursierenden Gerüchten wohl größten Teils dem Ingersheimer Landwirt Karl Seitz gehören, der gleichzeitig Gemeinderat in Ingersheim ist und damit an der Info-Quelle sitzt, wenn in der Ingersheimer Gemeindeverwaltung neue Windkraft-Pläne  -  zum Vorteil Einzelner, aber zum Nachteil der übrigen Ingersheimer Bürger  -  „ausbaldowert“ werden…  

Träfen diese Befürchtungen zu und würde auf diesem Areal eine zweite oder gar dritte Windindustrieanlage auf den einem Landwirt und Gemeinderat gehörenden Ackerflächen gebaut, hätten Gemeindeverwaltung und Gemeinderat nichts  -  aber auch gar nichts  -  aus den negativen Begleitumständen beim Bau der ersten Ingersheimer Windindustrieanlage gelernt, wo vor allem auf Betreiben einer Ingersheimer Gemeinderätin eine 180 m hohe WKA gebaut wurde auf Ackerflächen, die ihrem Bruder gehören, der jetzt als Grundstücksverpächter ca. 20 - 25 Jahre lang Windkraft-Pachterlöse erzielt, die risikolos und vermutlich weit über den aus Kartoffel- oder Getreideanbau normalerweise erzielbaren Erlösen liegen, jedoch erkauft durch eine Vielzahl von Nachteilen, die zu Lasten der übrigen Ingersheimer Bürger eingetreten sind oder noch eintreten werden… …von den wegen dauerhaftem Windkraft-Verlustbetrieb ausbleibenden Gewerbesteuer-Einnahmen  -  wie die Ingersheimer Gemeindeverwaltung bei einer öffentlichen Veranstaltung im Jahr 2010 selbst kleinlaut zugeben mußte 
- ganz zu schweigen…

Zu den auch an den diskutierten Alternativ-Standorten durch Windkraft-Betrieb eintretenden 
N a c h t e i l e n zitieren wir aus unserem Homepage-Bericht vom 23.11.2012:

·         Alle v o r Genehmigung und Bau der 180 m hohen Ingersheimer Windindustrieanlage geäußerten B e f ü r c h t u n g e n hinsichtlich des A u s s t o ß e s von durch Ingersheimer Windkraft-Betrieb  v e r u r s a c h t e n Schad-Immissionen und daraus zu Lasten der im Wirkungskreis wohnenden Bürger zu befürchtender  N a c h t e i l e  wie

·         L ä r m (je nach Windrichtung von Bewohnern des Husarenhofs, Lerchenhofs in ca. 600 m bzw. 450 m  und von Ingersheimer Bürgern in ca. 1000 m Entfernung vor allem nachts und im Sommer bei geöffneten Fenstern bei ansonsten vorherrschender absoluter Nachtruhe wahrgenommen)

·         S c h a t t e n s c h l a g (nach der Wahrnehmung auf dem Lerchenhof nun auch  -  wegen während der einzelnen Jahreszeiten geänderter Laufbahn der Sonne  -  von Bewohnern auf dem Husarenhof wahrgenommen)

·         K l i m a s c h ä d l i c h k e i t (wegen mangelnder Grundlastfähigkeit und oftmaligem, infolge totaler Windstille bzw. Windflaute eintretendem  -  jetzt für jedermann ersichtlichen  -  Stillstand dieser und vieler anderer Windindustrieanlagen und wegen ausbleibender Sonne ebenfalls keinen Strom produzierende Photovoltaikanlagen müssen andere, wegen Klimaschädlichkeit und viel zu hohem CO2-Ausstoß längst stillgelegte, konventionell und mit ungünstigem Wirkungsgrad betriebene Kohle- und Öl-Kraftwerke (= „CO2-Dreckschleudern“)  -  mit hohen, von den Stromverbrauchern über Umlagen und in die Stromrechnungen einkalkulierten Zusatzkosten zu finanzieren  -  wieder reaktiviert werden, um den Strombedarf von Bürgern und Wirtschaft befriedigen bzw. um einen im  -  möglicherweise harten und länger andauernden  -  Winter steigenden Strombedarf decken bzw. durch Stromausfall verursachten „Black-Out“ verhindern zu können

·         I n f r a s c h a l l (tieffrequenter Schall; der vom Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachte und im Radius des ca. 5 Km umfassenden Wirkungskreis der Windindustrieanlage sich niederschlagende Infraschall kann sich  -  statt vieler: vgl. hierzu wissenschaftliche Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts, Berlin  -  vor allem bei Personen mit angegriffenem Gesundheitszustand  -  über Langzeitwirkung  -negativ bemerkbar machen)

·         und die jetzt für jedermann ersichtliche L a n d s c h a f t s v e r s c h a n d e l u n g  sowie die zu befürchtende Beeinträchtigung des  N a t u r- und U m w e l t s c h u t z e s  -  insbesondere den Vogel- und Fledermausschutz (Stichwort: R o t m i l a n) betreffend  -

haben sich in vollem Umfang bestätigt bzw. konnten nicht widerlegt werden.

·         Auch für die  -  wie bundesweit bei den allermeisten, in der Nähe (Sichtweite) von Windkraftanlegen belegenen Immobilien bereits eingetreten  -  zu befürchtende und zu einer 
S e n k u n g der V e r k e h r s w e r t e führende W e r t m i n d e r u n g  bei 
I m m o b i l i e n
(Grund + Boden, Häuser, ETW, Freizeit-„Stückle“ u.a.) gibt es  e r s t e  
I n d i z i e n
, wobei dieser Schaden durch geschickte, rechtzeitig vor WKA-Bau erfolgten Verkäufen von gemeindeeigenen, im Neubaugebiet „Brühl“ belegenen Bauplätzen an der Gemeinde vorüberging und der jetzt wohl (endgültig) bei den Ingersheimer Grundstückskäufern verbleibt…;

Zum Punkt Verluste bei Immobillien-Werten vgl. die  Stellungnahme  des Verbands Haus & Grund  
S c h l e s w i g-H o l s t e i n 
sowie die  Pressemitteilung  vom 17.11.2011 , der gravierende Wertverluste bei den Verkehrswerten von im Wirkungskreis von Windkraftanlagen liegenden Immobilien (Grund und Boden, Häuser, Wohnungen etc.) konstatiert und deshalb eine Entschädigung für Immobilen-Eigentrümer fordert, deren Immobilien-Vermögen von  durch Windkraft-Betrieb verursachten Wertminderungen geschmälert wurden.

Spannend bleibt die Frage, ob und inwieweit vor allem in negativ betroffenen Windkraft-Kommunen die jetzt in der breiten Öffentlichkeit immer bekannter werdenden, durch Windkraft-Betrieb zu Lasten der Bürgerschaft verursachten Nachteile sich auswirken bei den anstehenden Bundestags- und Kommunalwahlen in den Jahren 2013 bzw. 2015, insbesondere bei Wahlveranstaltungen, bei der Aufstellung von Kandidaten zur Kommunalwahl etc.  

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


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Zeitungsberichte über unsere Pressemitteilung wegen Windindustrieanlagen-Standort auf dem Lemberg (Gemarkung Ludwigsburg): „Das Windrad ist nur eine Idee  -  und unbeliebt“ 

Wie hoch werden die Windindustrieanlagen noch ?

(wm / 140411) - Unter dieser oben in Zitierform geschilderten Schlagzeile berichten sowohl die Stuttgarter Nachrichten als auch die Marbacher Zeitung in ihren Ausgaben vom 14.4. über unsere am Dienstag, 12.4.2011 an mehrere Tageszeitungen versendete Pressemitteilung, in der wir Stellung nehmen zu vom Tüv Süd ins Auge gefaßten und von der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) in ihrer Ausgabe vom 12.4.2011 verbreiteten Vorschlägen für mögliche Windindustrieanlagen-Standorte in Ludwigsburg.

Im LKZ-Zeitungsartikel wurde besonders auf den Standort „Lemberg“  -  eine ehemalige Deponie  -  eingegangen, der zwischen Ludwigsburg und Affalterbach  -  jedoch noch auf Ludwigsburger Gemarkung  -  liegt und bei dessen Realisierung wohl weniger Ludwigsburger als vielmehr Affalterbacher Wohngebiete in ihrem Wert negativ tangiert würden….

Wie bekannt, hat sich zwischen Besigheim und Ingersheim nach ähnlicher Ausgangslage ein heftig eskalierender Nachbarschaftsstreit entwickelt, als in Vorjahren (Jahre 2001 ff) mehrere Anträge zum Bau einer damals „nur“ ca. 60 m hohen Windindustrieanlage auf Besigheimer Gemarkung vom Gemeinderat Besigheim, Landratsamt Ludwigsburg, Regierungspräsidium Stuttgart und Staatsministerium Stuttgart abgelehnt wurde, worauf auf Betreiben des Ingersheimer Bürgermeisters erst im 2. Anlauf und nach einem äußerst fragwürdigen Verfahren vom  -  zunächst den Standort ablehnenden  -  Verband der Region Stuttgart (VRS) ein Windvorrang-Gebiet auf Ingersheimer Gemarkung an der Grenze zu Besigheim ausgewiesen wurde, obwohl besagtes Gebiet  z u v o r   -  zusammen mit rd. 20 weiteren zunächst als „Eignungsgebiet“ im Landkreis LB eingestuften Gebieten  -  in einer objektiven Prüfung vom VRS wegen relativer Windarmut mehr oder weniger „mit Glanz und Gloria“ durchgefallen und daher abgelehnt worden war (vgl. Berichterstattung der Lokalpresse).

Vor allem die Besigheimer Seite  -  zwischenzeitlich aber auch viele Ingersheimer Bürger  -  fühlen sich verschaukelt, als die zunächst ebenfalls „nur“ mit ca. 60 m Höhe geplante und so der Öffentlichkeit „verkaufte“ Windindustrieanlage einerseits vom zunächst der Öffentlichkeit suggerierten Standort nahe der Birkenhöfe  -  zunächst also  w e i t  w e g  vom Besigheimer Husarenhof  -   dann aber (entgegengesetzt) immer weiter von Ingersheim weg i n  Richtung Besigheimer Husarenhof / Wartturmsiedlung rückte und andererseits  -  parallel zum technischen Fortschritt  -  immer  h ö h e r wurde und daher von zunächst „nur“ rd. 60 m Höhe (im Jahr 2003: Planungsphase) auf jetzt rd. 180 m Höhe (im Jahr 2010 / 2011: Realisierungsphase)   -   also dem dreifachen Ausgangswert und fast so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm  -  anwuchs.

Dieser angesichts der Höhen-Dimension eingetretene und für viele im Hinblick auf die dadurch entstehenden Nachteile nicht mehr vertretbare Gigantismus sowie die in der Vergangenheit zum Ausweis des Ingersheimer Windvorrang-Gebiets „hinter den Kulissen“ erfolgten, aber dennoch bekannt gewordenen Abläufe sind zwischenzeitlich selbst vielen Ingersheimer Bürgern  -  insbesondere den Bewohnern in den an das Ingersheimer Windvorrang-Gebiet angrenzenden Neubaugebieten Holder / Süd, Brühl und Kleiningersheim sowie in Pleidelsheim -  aber auch vielen außerhalb der Region wohnenden Bürgern nicht mehr geheuer, dürfte sich doch der Wert ihrer im Umfeld und in Sichtweite zum geplanten Standort gelegenen Grundstücke und Gebäude stark vermindern und daneben noch weitere Nachteile hervorrufen, …erst recht dann, wenn noch weitere Windindustrieanlagen im Ingersheimer Windvorrang-Gebiet  -  wie von den Grünen, SPD und Linke in ihren Kreisparteitagsbeschlüssen und anderen Verlautbarungen vorgeschlagen  -  realisiert würden…

 Nachdem aufgrund der „großpolitischen Wetterlage“ seit dem 27.3.2011 damit zu rechnen ist, daß auch in einzelnen  -  entgegen den vom für ganz Baden-Württemberg nach objektiven Kriterien durch den vom Tüv Süd erstellten Windatlas  -  wegen relativer Windarmut nicht empfohlenen Gebieten  -  aufgrund politischer Vorgaben, die nicht unbedingt auf Wirtschaftlichkeitsüberlegungen basieren, Windvorrang-Gebiete ausgewiesen werden sollen, ist besorgten und angesichts der durch unkontrollierten Zubau an relativ windarmen Binnenland-Standorten entstehenden Nachteile der Windkraft skeptisch gegenüber tretenden Bürgern in den betroffenen Gemeinden zu raten, rechtzeitig  -  d.h. vor  Beginn des Verfahrens zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets  -  Erkundigungen über ggfs für sie nachteilige Konsequenzen einzuholen, um dann ggfs Schritte gegen den  A u s w e i s  eines Windvorrang-Gebiets einleiten zu können.

In der letzten Zeit ist der eine oder andere Bauwillige oder am Grundstückskauf in einer Kreis-Gemeinde Interessierte an uns herangetreten und hat um Informationen gebeten, ob  -  und wenn ggfs ja  -  wo möglicherweise weitere Windvorrang-Gebiete im Kreisgebiet LB ausgewiesen werden könnten.

Diesbezüglich weisen wir darauf hin, daß wir dazu z. Zt. keine konkreten Informationen besitzen, daß aber aufgrund der seit dem 27.3. (BW-Landtagswahl) geänderten politischen Rahmenbedingungen wohl damit zu rechnen ist, daß in dem einen oder anderen Fall von interessierter Seite aus Anträge zum Bau von Windindustrieanlagen gestellt werden könnten… Wegen Details sollten sich Bauinteressenten daher nicht an uns, sondern an die Bauämter der Gemeinde ihrer Auswahl wenden, die ggfs konkretere Informationen über Bebauungspläne  -  aber auch ggfs zu Anfragen / Anträgen von Gemeinderatsmitgliedern oder von potentiellen Windkraft-Investoren besitzen…

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Zu den am 14.4.2011 veröffentlichten Zeitungsartikeln  hier  



www.gegenwind-husarenhof.de
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Berichterstattung der Bietigheimer Zeitung vom 3.2.2011 über das eingeleitete Widerspruchsverfahren zur Verhinderung eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim - Immer häufiger gestellte Fragen nach der  V o r g e s c h i c h t e :

„Wie kam es überhaupt zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets an dieser landschaftssensiblen Stelle ?“

(wm / 160311) - Seit unserer Einstellung von Musterschreiben zur Einlegung eines Widerspruchs gegen den Genehmigungsbescheid des Landratsamts Ludwigsburg ist die Besucherfrequenz auf unserer Homepage  www.gegenwind-husarenhof.de  sprunghaft angestiegen. Ein weiterer Anstieg war zu verzeichnen, nachdem die Bietigheimer Zeitung in einem ausführlichen Artikel über das Widerspruchsverfahren berichtete und wir die Ingersheimer Bevölkerung in einer im Amtsblatt veröffentlichten Anzeige informierten.

Wie bekannt, hat das Landratsamt Ludwigsburg den Antrag zum Bau eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim in unmittelbarer Nähe zum Besigheimer Weiler Husarenhof und zu mehreren Ingersheimer Aussiedlerhöfen genehmigt.

Hiergegen regt sich starker Widerstand vor allem von Bürgern, die im unmittelbaren Wirkungskreis im Radius von ca. 5 km zum geplanten Standort wohnen, zumal sich der Standort in einem Windvorrang-Gebiet befindet, das Platz hat für weitere 2 - 3 weitere Windräder gleichen Ausmaßes und das relativ nahe an die Wohngebiete in Groß- und Kleiningersheim heranreicht….

Aber auch außerhalb des Wirkungskreises der geplanten Anlage  -  vor allem in den Anrainergemeinden Ingersheims (Pleidelsheim, Freiberg / N, Bietigheim-Bissingen und Besigheim)  -  nimmt der Widerstand der Bevölkerung gegen die an dieser Stelle vorgesehenen Windkraft-Pläne immer mehr zu.

Andererseits belegen in den letzten Monaten veröffentlichte Pressemitteilungen (Kreisparteitagsbeschlüsse, Leserbriefe, Stellungnahmen von Landtagskandidaten u.a.) von

  •        SPD
  •        Grünen und
  •        Linke

daß der Bau des Windrads und ggfs weiterer Windräder im Windvorrang-Gebiet auf Ingersheimer Gemarkung von diesen Parteien unterstützt wird, während das bürgerliche Lager mehrheitlich Windrad-Pläne an dieser landschaftssensiblen und relativ windarmen Gegend im wesentlichen wegen Landschaftsschändung, mangelnder Wirtschaftlichkeit, Verfall von Grundstückswerten und drohender Gesundheitsrisiken u.a. (mögliche Langzeitwirkung) ablehnt.

Immer öfters werden wir auch mit Fragen nach der Vorgeschichte konfrontiert, insbesondere, wie es überhaupt zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets an dieser vergleichsweise windarmen, nur 298 m über Meereshöhe im relativ dicht besiedelten Mittleren Neckarraum kommen konnte, wo es doch auch in Baden-Württemberg erheblich besser geeignete Standorte  -  d.h. Standorte mit deutlich höherem Windaufkommen und viel geringerer Siedlungsdichte bzw. größeren Abständen zur Bevölkerung, nicht zuletzt bestätigt durch den vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg beim TÜV Süd in Auftrag gegebenen und seit 8.12.2010 vorliegenden BW-Windatlas  -  gebe. Darin empfiehlt der TÜV Süd Gebiete in Hohenlohe / Franken, Albaufstieg, Schwäbische Alb und die Höhenrücken im Südschwarzwald für Windrad-Standorte, da dort das in BW durchschnittlich höchste Windaufkommen herrsche.

Wie weiter bekannt und der Presseberichterstattung der Lokalzeitungen aus den Jahren 2001 / 2002 zu entnehmen, wurde das Windvorrang-Gebiet 2002 erst im 2. Anlauf in einem sehr fragwürdigen Verfahren ausgewiesen, nachdem die Fläche zuvor in einem objektiven Prüfverfahren vom Verband Region Stuttgart (VRS) wegen damals schon festgestellter relativer Windarmut  -  heute bestätigt durch die Ergebnisse des vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen und von unabhängigen Gutachtern des TÜV Süd erstellten und seit 8.12.2010 vorliegenden Windatlas  -  „mit Glanz und Gloria“ durchgefallen war.

Neben dem Ingersheimer Standort bestanden  -  der damaligen Presseberichterstattung zufolge  -  alle übrigen ca. 20 im Kreis Ludwigsburg liegende und in die Wind-Messprüfung des VRS zur Findung eines Windrad-Standorts einbezogenen Standorte den Geeignetheits-Test ebenfalls nicht.

Während jedoch die Bürgermeister dieser Kommunen den „bitteren Kelch“ eines vom VRS ihrer Gemeinde und gegen den Widerstand der Bevölkerung aufoktroyierten Windvorrang-Gebiets erleichtert an sich vorbeiziehen sahen, sah sich der Ingersheimer Bürgermeister als einziger der zunächst in das Auswahlverfahren einbezogenen Bürgermeister genötigt, seine Bemühungen zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets weiter zu forcieren, damals schon hauptsächlich unterstützt durch SPD und Grüne (vgl. damalige Berichterstattung in der Lokalpresse).

Gemäß damaliger Presseberichterstattung und nach Augenzeugenberichten damals Anwesender hatte es zu dieser Frage zuvor schon im Ingersheimer Gemeinderat erhebliche „Turbulenzen“ gegeben, die den Ingersheimer Bürgermeister Godel jedoch nicht davon abhielten, trotz zuvor wegen relativer Windarmut durch den VRS erfolgter Ablehnung des Gebiets einen 2. Anlauf beim damals „händeringend“ im windarmen Stuttgarter Raum nach Windrad-Standorten suchenden VRS zu wagen.

Dieser 2., durch hartnäckiges Nachfassen des Ingersheimer Bürgermeisters erfolgte Anlauf hatte  -  wie wir alle wissen  -  „Erfolg“, nachdem der VRS seinen zuvor aufgrund objektiver, negativer Wind-Messergebnisse zustande gekommenen Ablehnungsbescheid auf Betreiben des Ingersheimer Bürgermeisters wieder kassierte und zurücknahm.

Wie bekannt, wurde der Ingersheimer Bürgermeister damals wie heute unterstützt durch die FWV-Gemeinderätin Hanne Hallmann, deren Ehemann zu den Hauptinitiatoren des Windrad-Baus und deren Bruder als Verpächter des Standort-Ackers ebenfalls zu den Nutznießern der geplanten Anlage gehören.

Umlaufende Gerüchte und damals mit dem Vorgang befaßte Ingersheimer Gemeinderatsmitglieder behaupten nach wie vor, daß der Ingersheimer Bürgermeister bei seinem „Nachfassen“ beim VRS kein Mandat seines Gemeinderats hatte, u.a. auch deshalb, weil ein rechtskräftiger, in einer ordnungsgemäß (nämlich öffentlich) angekündigten  -  der Öffentlichkeit zugänglichen  -  Sitzung gefaßter Gemeinderats-Beschluß auf Beantragung zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets auf Ingersheimer Gemarkung damals nicht gefaßt wurde und daher bis heute fehle…

Träfe dies zu, wäre nicht nur die im Juni 2010 in öffentlicher Sitzung des Ingersheimer Gemeinderats erfolgte Zustimmung, sondern auch die Genehmigung des Landratsamts Ludwigsburg ohne rechtliche Grundlage erfolgt und im Falle des Baus stünde das Windrad von Anfang an auch auf relativ „wackeligem“ rechtlichem Fundament, nachdem schon die Akzeptanz in der breiten Bevölkerung immer mehr schwindet …wobei sich für juristisch versierte Beobachter die spannende Frage stellt, wie dieser Punkt im Widerspruchsverfahren von den Juristen des Regierungspräsidiums Stuttgart und  -  ggfs im weiteren Instanzenzug  -  von den Richtern am Verwaltungsgericht Stuttgart  -  neben den übrigen gegen den Bau sprechenden Fakten  -  gewürdigt würde…

  

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

  

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Immer mehr Experten sehen den geplanten Bau eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim als Unfug an

(wm / 120311)  -  Bereits in der Vergangenheit hat die Mehrheit der Bevölkerung im Landkreis Ludwigsburg  -  insbesondere die im direkten Wirkungskreis der geplanten Anlage lebenden Bewohner in Ingersheim, Pleidelsheim und Besigheim  -  den geplanten Bau eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim abgelehnt.

Unsere von der Mehrheit der Bevölkerung in der Ablehnung eines Windrad-Standorts bestärkte Bürgerinitiative hat seit ihrer Gründung im Januar 2010 Argumente zusammengetragen, die gegen diesen Unsinn an einem derart windschwachen Windrad-Standort sprechen (vgl. hierzu unsere Beiträge unter Rubrik „Aktuelles“ der letzten Monate). Der Besucherfrequenz auf unserer Homepage nach zu urteilen, wird die Unterstützung wöchentlich größer und viele Bürgerinitiativen aus Baden-Württemberg und anderen Bundesländern holen sich bei uns und auf unserer Homepage Rat bei ihrem Kampf gegen geplante unsinnige Windrad-Standorte in ebenfalls windschwachen Gebieten.

Immer mehr Experten schließen sich dieser Haltung an; vgl. die Meldung der Bietigheimer Zeitung vom 12.3.2011: „Im Landkreis Ludwigsburg sei die Energiegewinnung mittels Riesen-Rotoren aus professioneller Sicht nicht wirtschaftlich, weil der Wind nicht ausreichend stark weht. Das meint zumindest Windkraft-Befürworter Dr. Hartmut Brösamle. Er ist Projektentwickler der weltweit tätigen WPD, des größten deutschen Betreibers von Windkraftanlagen und errichtet gerade ein großes Windrad auf der Alb.“

Jedem mit „normalem“ Sachverstand ausgestattetem Betrachter müßte es eigentlich zu denken geben, wenn selbst ein Windkraft-Befürworter und zugleich Projektentwickler des größten deutschen Windkraftanlagen-Betreibers (der eigentlich im eigenen Interesse und im Interesse seines Arbeitgebers an jedem zusätzlichen Windrad-Standort interessiert sein müßte) mangels Windaufkommens zu einer eindeutigen Ablehnung des in Ingersheim geplanten Standorts  -  ohne „Wenn und Aber“  -  kommt.

Die wesentlichen Ablehnungsgründe, die gegen einen Windradbau an diesem Standort sprechen, sind unverändert:

  • irreparable Landschaftsverschandelung zu Lasten der Allgemeinheit
  • drohende Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung) wegen schädlicher Immissionen (Infraschall, Lärm u.a.)
  • spürbare Wertminderungen von Grundstücken und Gebäuden zu Lasten der Grundstückseigentümer am geplanten Standort Ingersheim bzw. in Sichtweite zum Windrad
  • Beschneidung der Zukunftsfähigkeit Ingersheims, da ein großes Arreal bzw. die unter mehr oder weniger dubiosen Umständen in der Vergangenheit zum Ausweis als Windvorrang-  Gebiet gelangte Fläche für Wohnbaumaßnahmen der kommenden Generationen nicht mehr zur Verfügung steht
  • den insgesamt viel zu hohen Nachteilen zu Lasten der Allgemeinheit keinerlei  -  bzw. wenn überhaupt, nur marginale Vorteile gegenüberstehen: Wegen Ertragslosigkeit käme es nach Inbetriebnahme noch nicht einmal zu Gewerbesteuerzahlungen zu Gunsten der am stärksten mit Nachteilen belasteten Gemeinde Ingersheim, wie der Ingersheimer Bürgermeister in einer öffentlichen Veranstaltung am 12.3.2010 in der Ingersheimer SKV-Halle zugeben mußte  -  Vorteile zu Gunsten der Allgemeinheit gegenüberstehen
  • mangelndem Windaufkommen; der seit kurzem für Baden-Württemberg für Windräder mit Nabenhöhe von 100 m bzw. 140 m vorliegende Windatlas empfiehlt Windrad-Standorte in

-  Hohenlohe,

-  Albaufstieg

-  Schwäbischen Alb oder im

-  Südschwarzwald

   
Wegen zu geringem Windaufkommen und dadurch vorgegebener Ertragslosigkeit ist danach im Mittleren Neckarraum kein einziger Standort empfehlenswert. 

  • Verlust wertvollen Ackerlands am geplanten Standort und in unmittelbarer Nähe
  • Kostenintensive Infrastrukturmaßnahmen zu Lasten kommunaler Finanzen zur Erweiterung, Instandhaltung und ggfs späterem Rückbau eines zusätzlichen Feldwegenetzes zur Aufrechterhaltung der Logistik am geplanten Standort
  • zu befürchtende Nachteile für die Umwelt infolge irreparabler Eingriffe, insbesondere verbunden mit schwerwiegenden Nachteilen für die Vogelwelt und dem zu befürchtenden Verlust von in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Naturschutzgebieten (Bietigheimer Forst, Besigheimer Enzaue, Besigheimer / Hessigheimer Neckarhäldenwald, Pleidelsheimer Wiesental u.a.)
Wie bekannt, brüten in unmittelbarer Nachbarschaft zum geplanten Standort eine Reihe der seltensten Vogelarten wie z.B. der Rotmilan u.a., deren Bestand schon seit geraumer Zeit als stark gefährdet gilt und die auf allen Schutzlisten stehen. Nach Stellungnahmen namhafter Ornithologen gilt das Gebiet als Vogelzugkorridor. Die Evolution hat die Tiere nicht auf die mit dem Drehen von Rotoren  -  je nach Windanfall mit unterschiedlicher Geschwindigkeit  -  verbundenen Gefahren vorbereitet.

Viele Beispiele an anderen Windrad-Standorten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg u.a. zeigen, daß bereits Tausende von Vögeln durch Rotorschlag von Windrädern umgekommen sind.
  • Der langsam aber stetig sich entwickelnde sanfte Tourismus (Fahrrad-Tourismus) entlang von Neckar und Enz oder im Zabergäu entlang der Schwäbischen Weinstraße wäre negativ betroffen, käme es zum Bau dieser an diesem Standort völlig überdimensionierten Anlage.

Wie bekannt, befürworten

-          SPD,

-          Grüne und

-          Linke

(belegt durch Kreisparteitagsbeschlüsse u.a.) aus vorwiegend ideologischen Gründen ohne Rücksicht auf das Allgemeinwohl den Bau der Anlage in Ingersheim und auch an anderen windschwachen Standorten, während die deutlich überwiegende Mehrheit des bürgerlichen Lagers

-          CDU

-          FDP

-          Freie Wähler und

-          unabhängige Wählervereinigungen

 

den Bau der Anlage an dieser Stelle ablehnt. Immer mehr überzeugte Natur- und Umweltschützer scheren überdies aus der durch Ideologie gekennzeichneten Meinung ihrer Verbände aus und lehnen den geplanten Standort ebenfalls ab.

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“
 

                                
Windanlagen-Profis machen um den Landkreis Ludwigsburg einen Bogen


www.gegenwind-husarenhof.de


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Für Öko-Strom fehlen Kunden

Analyse von Kundenwünschen der Stadtwerke Fellbach

(wm / 080111) - Was sich auf den ersten Blick wie ein verzweifelter Hilferuf eines Unternehmers anhört, dem die Kunden weglaufen, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als nüchterne Feststellung des Geschäftsführers der Stadtwerke Fellbach, die dieser einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten vom 8.1.2011 entsprechend aufgrund einer betriebswirtschaftlichen Analyse mit bisher kaum gekannter Offenheit zur Strombelieferung von Kunden der Stadtwerke Fellbach von sich gab.

Danach steigt die Eigenproduktion regenerativ erzeugten Stroms zwar ständig. Sollte allerdings die vor allem von der SPD und den Grünen im Fellbacher Gemeinderat geforderte Quote auf 60 % steigen, müßten die Stadtwerke Fellbach zur Realisierung dieser Quote 80 Mio € investieren, ein Betrag, der angesichts der Kassenlage kommunaler Haushalte völlig undenkbar erscheint und der nur durch massive Steuererhöhungen und / oder durch größere Kreditaufnahmen finanziert werden könnte. Beides ist wohl aus Sicht der Bevölkerung unerwünscht.

Weiter heißt es: „Finanziell tragbar sei die Umstellung auf ökologische Erzeugung schon jetzt nur durch Umlagen, die auf der Grundlage des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) bei den Stromkunden“ zwangsweise „erhoben werden“. „Nur wenige Kunden zahlen freiwillig die Mehrkosten. Um mehr Öko-Strom verkaufen zu können, fehlen dem Stadtwerke-Chef die Kunden. Unter 27 000 Stromlieferverträgen finden sich nur 183 für Ökostrom, weitere 106 Verbraucher in Fellbach beziehen Ökostrom von Fremdanbietern. Den größten Teil des Stroms aus Wasserkraft, den die SWF von einem Kraftwerk am Hochrhein bezieht, nimmt die Stadtverwaltung ab, etwa 500 Privatkunden könnten die Stadtwerke zusätzlich noch mit Strom aus Wasserkraft beliefern. Doch der überwiegende Teil der Verbraucher sucht die Energie so günstig wie möglich zu beziehen. Würden wir nur Ökostrom anbieten, wie viele Kunden hätten wir dann noch ?“

Mit anderen Worten:             Wenn von 27 000 Stromkunden sich lediglich 183 (0,0068 %) bzw. - unter Einbezug von 106 Kunden, die Ökostrom von Fremdanbietern beziehen  -  gerade einmal 289 (0,011 ) Kunden freiwillig für Öko-Strom entscheiden, dann zeigt dies überdeutlich das ganze Dilemma, in der die gesamte Ökostrom-Branche steckt, denn: Das Verhalten der Stromkunden in Fellbach ist kein Einzelfall, sondern repräsentativ und zeigt, daß der völlig überteuerte Öko-Strom überhaupt nur durch Zwangs-Umlagen, die auf den Strompreis in der Stromrechnung umgelegt werden, finanzierbar ist.

Diese Zwangs-Umlagen, die aus den völlig überhöhten Subventionen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) herrühren, sind der Grund, warum in Deutschland europaweit die mit Abstand höchsten Strompreise existieren, obwohl der Anteil des regenerativ erzeugten   -  und von den Öko-Protagonisten jahrelang als „kostenlos“ (Wind und Sonne weht bzw. scheint „umsonst“)  -  Stroms ebenfalls europaweit mit großem Abstand am höchsten ist.

Nachdem Deutschland jetzt schon die europaweit höchsten Strompreise hat und der ungezügelte, oftmals am Bedarf vorbeigehende Ausbau der regenerativ erzeugten Energie zu  vielen Nachteilen  in der betroffenen Bevölkerung geführt hat, sollte dem weiteren ungezügelten Ausbau regenerativ erzeugten Stroms  -  vor allem an wegen Windmangel denkbar ungeeigneten Standorten im Binnenland  -  Einhalt geboten werden.

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


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Nachlese: „Windkraftanlage spaltet sogar Naturschützer“  

Zwischenzeitlich eingetretene Ereignisse geben Wolfgang Huber (BUND-Vorsitzender Ingersheim) Recht und bestätigen eindrucksvoll seine bereits im April 2010 geäußerte ablehnende Meinung zum geplanten Windrad-Standort Ingersheim

(wm/271210) - Die Stuttgarter Nachrichten haben in ihrem Artikel vom 26.4.2010 darüber berichtet, daß der stellvertretende BUND-Vorsitzende im Kreis Ludwigsburg, Wolfgang Huber (zugleich BUND-Ortsvorsitzender an seinem Wohnort Ingersheim) sein Amt im Kreisverband Ludwigsburg ruhen läßt.

Im Bericht werden die Gründe Hubers für sein Minderheitsvotum wie folgt genannt: „Die geplante Windkraftanlage macht mehr kaputt, als sie einen Effekt für die Energiewende hat… Mehr als 1 100 solcher Windräder seien erforderlich, um das Kernkraftwerk Neckarwestheim zu ersetzen. Huber ist für jede Form der regenerativen Energieerzeugung, auch für die Windkraft. Aber nicht an dieser Stelle in Ingersheim. Als Naturschützer müsse er auch den Arten- und Landschaftsschutz berücksichtigen, vor allem Vögel und Zugvögel seien gefährdet. Mit 179 Metern sei die größte Anlage der Region überdimensioniert, der Wind zu gering, andere Standorte seien besser geeignet…“

Die zwischenzeitlich eingetretenen Ereignisse haben die Position Hubers eindrucksvoll bestätigt.

So weist der vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg beim unabhängigen TÜV SÜD in Auftrag gegebene und seit 8.12.2010 für ganz Baden-Württemberg vorliegende Windatlas unmissverständlich darauf hin, daß geplante und nur ca. 300 über Meeresspiegel liegende Windkraft-Standorte im Mittleren Neckarraum wie Ingersheim wegen relativer Windarmut als Standort denkbar ungeeignet seien.

Deutlich besser geeignet seien viel windstärkere Standorte in

  • Hohenlohe / Franken
  • am Albaufstieg
  • auf der Schwäbischen Alb sowie
  • im Südschwarzwald

wo das jahresdurchschnittlich viel höhere Windaufkommen zu einer entsprechend höheren Stromerzeugung führe.

Neben dem deutlich höheren Windaufkommen hätten die vom TÜV SÜD empfohlenen Standorte im Vergleich zu Ingersheim einen weiteren bedeutenden Vorteil: Sie liegen außerhalb von Ballungsräumen in eher bevölkerungsärmeren Gebieten. Aufgrund erheblich größerer Abstände zwischen potentiellem Standort und der Bevölkerung haben von den Windrädern verursachte Immissionen (Infraschall, Lärm, Schattenschlag) und dadurch möglicherweise zu Lasten der Bevölkerung entstehende Gesundheitsrisiken nicht die zentrale Bedeutung wie am geplanten Standort Ingersheim im bevölkerungsreichen Landkreis Ludwigsburg. Außerdem handelt es sich vorwiegend um Standorte auf weniger wertvollem Gelände in der Nähe von Autobahnen u.a. (Albaufstieg, Hohenlohe / Franken, Schwäbische Alb).

Die von Huber schon im April 2010, als der Windatlas für Baden-Württemberg noch nicht einmal beauftragt war, zum Windaufkommen am Standort Ingersheim getätigten Aussagen  -  wonach das Windaufkommen in Ingersheim viel zu gering sei  -   wurden von den unabhängigen Gutachtern des TÜV SÜD nunmehr eindrucksvoll bestätigt. Sie decken sich auch mit den Aussagen der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“, die diese bereits kurz nach ihrer Gründung im Januar 2010 erhoben und in Flugblättern sowie auf ihrer Homepage unter www.gegenwind-husarenhof.de publiziert hat.

Auch der den Standort Ingersheim befürwortende Ingersheimer Bürgermeister Godel musste bei einer bereits am 12.3.2010 in der Ingersheimer SKV-Halle abgehaltenen Informationsveranstaltung der Windrad-Initiatoren eingestehen, daß die Gemeinde Ingersheim im Falle eines Windrad-Betriebs keinerlei zusätzliche Gewerbesteuer-Einnahmen in ihrem kommunalen Haushalt einplane.

Wer die Zusammenhänge kennt, weiß, daß ein zuvor erzielter Gewerbeertrag  -  als Voraussetzung für die Besteuerung  -  die Bemessungsgrundlage für die Festsetzung der Gewerbesteuer darstellt, oder anders ausgedrückt: Wenn es wegen relativer Windarmut und mangels Windaufkommen zu keiner nennenswerten Stromproduktion eines Windrads und damit auch zu keinem Stromertrag  in Ingersheim käme, entstünde auch kein Gewerbeertrag aus dem Betrieb der Anlage und damit fehlt es an den Voraussetzungen zur Festsetzung einer Gewerbesteuer für den gewerblichen Windrad-Betrieb am Ingersheimer Standort.

Die im Herbst 2010 von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken  -  insbesondere die dadurch ermöglichte Verlängerung der Laufzeit des Blocks 1 von Neckarwestheim um weitere 8 bis 12 Jahre  -  bestätigt ebenfalls die schon im April 2010 geäußerte Meinung Hubers, wonach „die geplante Windkraftanlage mehr kaputt“ mache, „als sie einen Effekt für die Energiewende hat“.

Schon weit vor der Entscheidung der Bundesregierung musste jedem den Realitäten ins Auge Sehenden klar sein, daß die am Netz befindlichen Kernkraftwerke als Bestandteil einer Brückentechnologie über eine mittelfristige Laufzeit von ca. 10 - 15 Jahren solange weiter am Netz bleiben müssen, bis das jetzt noch ungelöste Problem der industriellen Speicherfähigkeit regenerativ erzeugten Stroms technisch gelöst ist. Erst bei industrieller Speicherfähigkeit der regenerativ erzeugten Energie ist es möglich, den Anteil der bis auf weiteres durch Kernkraft erzeugten Energie durch regenerative Energie zu ersetzen. Alles andere ist Augenwischerei.

Ein von Rot / Grün / Rot gefordertes vorzeitiges Abschalten der Kernkraftwerke  -  ohne daß zuvor das Problem der Speicherfähigkeit regenerativ erzeugten Stroms zufriedenstellend gelöst worden wäre  -  würde die Energiesicherheit des Industriestandorts Deutschland in höchstem Maße gefährden mit allen absehbaren und unabsehbaren Konsequenzen für den Lebensstandard der Bevölkerung, Sicherheit der Arbeitsplätze u.a. Dies kann nicht im Interesse verantwortungsvoll handelnder Personen liegen.

Spätestens mit der Entscheidung der Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung musste daher jedem klar sein, daß der Bau eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim keinerlei „Effekte für die Energiewende“ hat, denn selbst im Falle des Windrad-Baus würde Block 1 des Kernkraftwerks Neckarwestheim nicht eine Minute früher als geplant vom Netz gehen.

Damit verkommt der geplante Bau eines mit 180 m Höhe die Landschaft irreparabel verschandelnden Windrads zur reinen Symbolik, die vermutlich von einer Handvoll Ingersheimer Windkraft-Aposteln und einigen dahinter stehenden ideologisierten Öko-Kapitalanlegern  -  denen vermutlich jeglicher Realitätssinn abhanden gekommen ist  -  auch weiterhin angestrebt wird, allerdings gegen den Willen der breiten Öffentlichkeit und insbesondere gegen den Willen der im unmittelbaren Wirkungskreis der geplanten Anlage lebenden Bevölkerung von Ingersheim, Besigheim und Pleidelsheim.

Auch hinsichtlich der zwischenzeitlich eingetretenen bundespolitischen Entwicklung wurde die schon im April 2010 geäußerte Meinung Hubers, wonach „die geplante Windkraftanlage mehr kaputt“ mache, „als sie einen Effekt für die Energiewende hat“, im Nachhinein eindrucksvoll bestätigt.

Ob die zwischenzeitlich hinsichtlich der Energiepolitik im Bund eingetretenen und hier geschilderten Ereignisse einen Einfluß auf die Haltung der übrigen Funktionäre des BUND-Kreisverbands Ludwigsburg zum geplanten Windrad in Ingersheim haben, ist bisher in der Öffentlichkeit nicht bekannt.

Angesichts der bisher über die in letzter Zeit von BUND-Aktionen gewonnenen Eindrücke zu urteilen, ist zu vermuten, daß die Mehrheit der eher orthodoxen BUND-Funktionäre im Kreis Ludwigsburg nach wie vor  -  trotz zwischenzeitlich geänderter Rahmenbedingungen  -  von ihrer ab dem Zeitpunkt ihrer „pro Windrad“-Stellungnahme bezogenen Haltung nicht abweichen werden, denn dann müssten sie ja von ihrer Ideologie bzw. von der geplanten Symbolik Abstand nehmen…

Ideologen nehmen jedoch  -  wie wir wissen  -  eher eine massive Zerstörung des Landschafts-, Natur- und Vogelschutzes zu Lasten der Allgemeinheit in Kauf, beharren auf ihrer vorgefassten Meinung  -  und sei sie noch so falsch  -   und akzeptieren, „daß die geplante Windkraftanlage mehr kaputt“ macht, als daß sie von ihrer Ideologie bzw. von einer geplanten Symbolik abrücken….


Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


 
Chef (FDP): Viele Gründe sprechen gegen Windrad

Monika Chef bleibt bei Ihrem Nein zum Windrad auf dem Husarenhof. Die FDP-Landtagskandidatin sieht eine Reihe von Nachteilen

(wm / 311210) - Einem Bericht der Bietigheimer Zeitung vom 31.12.2010 zufolge sieht sich die Gemmrigheimer Bürgermeisterin Monika Chef / MdL, FDP-Landtagsabgeordnete und erneut im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen bei der Landtagswahl am 27.3.2011 kandidierend, in ihrer ablehnenden Haltung zum geplanten Ingersheimer Windrad durch die gutachterliche Stellungnahme des TÜV SÜD vollauf bestätigt.

Im vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen und jetzt für ganz Baden-Württemberg vorliegenden Windatlas attestieren die unabhängigen Gutachter des TÜV Süd geplanten Standorten im Mittleren Neckarraum wegen vergleichsweise zu geringem Windaufkommen denkbar schlechte Standortbedingungen und empfehlen stattdessen aufgrund des deutlich besseren Windaufkommens Standorte in Hohenlohe / Franken, am Albaufstieg, auf der Schwäbischen Alb oder im Südschwarzwald.



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