Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Berichte von Lokalzeitungen 2010



Gemeinde Neuweiler / Schwarzwald lehnt Antrag  auf Bau von 5 lediglich 10 m hohen Rotormasten ab  -  Vorerst „Windkraft nein danke


(wm / 291110) - Selbst lediglich nur 10 m hohe Rotormasten konnten den Gemeinderat von Neuweiler-Breitenberg nicht überzeugen: Der Rat lehnte den Antrag eines privaten Investors auf Bauerlaubnis für 5 knapp 10 m hohe Rotormasten am Ortsrand ab. Er erließ auf den Bauantrag eines privaten Investors hin eine Veränderungssperre für den fraglichen Bereich. „Daß der Rat einstimmig nicht nur einen Bebauungsplan, sondern auch eine auf 2 Jahre befristete Veränderungssperre für den fraglichen Bereich „Im Wadel“ beschloss, zeigt, daß dieser bis auf weiteres Landwirtschaft und Tourismus vorbehalten bleiben soll“, so der Schwarzwälder Bote vom 16.9.2010.

„Die Anwohner sind massiv dagegen“, so ein Gemeinderatsmitglied. Wohl dem, der solch einen Gemeinderat hat, der sich dem Wohl der ganzen Gemeinde und nicht vorrangig den Interessen einer Handvoll Windkraft-Aposteln und privaten Anlegern verpflichtet fühlt.

Fazit des Schwarzwälder Boten: „Auf lange Sicht sind also vielleicht auch kleinere Windkraftanlagen im Neuweiler Gemeindegebiet nicht ausgeschlossen. Nur werden sie sicher nicht an einer Stelle errichtet werden, an der sie Anwohner stören könnten.“

Dieses Fazit und die Diskussion im Neuweiler Gemeinderat zeigt anschaulich, in welcher Reihenfolge laut der dortigen Gemeindeverwaltung und Gemeinderat Prioritäten gesetzt werden sollten: Zumindest in Neuweiler haben die Interessen der Anwohner  -  die durch den Bau auch noch so kleiner Windkraftanlagen nicht gestört werden sollen  -  sowie die positiv besetzten und am Gemeinwohl orientierten Bereiche „Landwirtschaft und Tourismus“ absolute Priorität vor den Kapitalanlageinteressen privater Investoren, deren Durchsetzung zu Lasten des Allgemeinwohls der Gemeinde ginge.



Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

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Rekordbesuch beim Wiesental-Film des Ludwigsburger Ornithologen Prof. Claus König  -  mehr als 1 000 Besucher im Freiberger Prisma  -  Ahnen die Besucher die durch drohenden Windrad-Bau eventuell bevorstehende Zerstörung des Vogel-Naturschutzgebiets im Pleidelsheimer Wiesental ?


(wm / 291110)  -  Mit über 1 000 Besuchern war das Freiberger Prisma wieder bis auf den letzten Platz besetzt, als der weit über die Grenzen unserer Region bekannte Vogelkundler Prof. Claus König bereits zum 3. Mal bei der vom Freiberger BUND-Vorsitzenden Conrad Fink organisierten Veranstaltung seinen Dokumentarfilm „Naturparadies im Neckartal“ zeigte.

Dem in der Bietigheimer Zeitung veröffentlichten Bericht zufolge „haben Claus und Ingrid König zu verschiedenen Jahreszeiten eine einzigartige Filmdokumentation über die Vielfalt der Arten, vor allem der Vogelwelt des Wiesentals zwischen Freiberg, Ingersheim und Pleidelsheim geschaffen. Auch neueste Beobachtungen aus dem Vorjahr waren in dem Film zu sehen. So haben 2009 etwa die Mittelmeermöwe und der Nachtreiher in dem bedeutsamen Feuchtgebiet zum ersten Mal Junge großgezogen.“

Im Film waren herausragende Naturaufnahmen zu sehen, etwa „…der Haubentaucher oder ein junger Eisvogel, der übt, seinen ersten Fisch zu verspeisen, die singende Nachtigall, Kormorane und Reiher.“

Sowohl der Freiberger BUND-Vorsitzende Conrad Fink als auch Prof. Claus König treten vehement für den Erhalt dieses einzigartigen Naturschutzgebiets ein, dessen Existenz sie durch den von der Ingersheimer und Pleidelsheimer Gemeindeverwaltung befürworteten Bau eines nur in ca. 2 - 3 Km Entfernung geplanten und 180 m hohen Windrads ernsthaft gefährdet sehen. Entsprechend treten beide  -  wie viele zwischenzeitlich aufgeschreckte Bürger auch  -  für die Verhinderung des in Ingersheim geplanten Windrads ein.

Mit seinen Bestrebungen zum Erhalt des Wiesentals als Naturschutzgebiet war Prof. König „zunächst auf einige Skepsis gestoßen, doch mit der Entdeckung von seltenen Tieren und der Vielfalt der Natur im Wiesental hatte er den damaligen Bürgermeister und die Gemeinderäte so sehr beeindruckt, daß diese ihre Meinung änderten: Ein Baggersee war zwar zugeschüttet worden, doch das Wiesental, wie wir es heute kennen, war gerettet und konnte 1965 zunächst vorläufig zum Naturschutzgebiet erklärt werden. Noch manche Widerstände… waren zu überwinden gewesen, bevor das „Naturparadies aus zweiter Hand“ 1977 endgültig als Naturschutzgebiet und später als FFH-Gebiet mit Schutzstatus von europäischem Rang ausgewiesen wurde.“

Vor diesem Hintergrund können die Pläne einer Handvoll Ingersheimer Windkraft-Initiatoren nicht anders als frevelhaft gebrandmarkt werden, nehmen sie doch mit dem geplanten Bau eines an dieser Stelle mit 180 m Höhe völlig überdimensionierten, mangels Windaufkommen vergleichsweise unrentabel arbeitenden Windrads und der dadurch verursachten Immissionen (Lärm, Schattenschlag, Infraschall) sehenden Auges billigend die dann im Zeitablauf vermutlich einsetzende schleichende Zerstörung dieses einzigartigen Vogel-Naturschutzgebiets in Kauf, da Flugrouten zur Nahrungsmittelsuche, Einflugschneisen und Rückzugsgebiete den Lebensraum der dort bisher weitgehend von der Zivilisation unberührt lebenden Vogelwelt weiter einschränkt und mit großer Wahrscheinlichkeit zur Verdrängung dieser Vogelarten führt.

Wohltuend ist es zu wissen, daß neben dem Besigheimer Bürgermeister auch der indirekt gegen das geplante Windrad eintretende Freiberger Bürgermeister Stellung bezieht, wenn er in seinem Schlusswort „die Einzigartigkeit des Wiesentals mit dem Naturschutzgebiet Altneckar und die Verantwortung für dieses Kleinod hervorhebt, derer sich Freiberg durchaus bewußt sei.“

Zu hoffen bleibt, daß das Landratsamt Ludwigsburg als Genehmigungsbehörde diesem Unfug ein Ende setzt und den immer weiter zunehmenden Eingriffen in die Natur durch verantwortungslos handelnde Investoren zumindest im Kreis Ludwigsburg ein für alle Mal „einen Riegel vorschiebt.“

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart Gegenwind Husarenhof


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Ernüchterung über erneuerbare Energiegewinnung  -  Umdenken der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen bei der Energieversorgung ?  


(wm / 031210) - Gemäß einem am 4.12.2010 in der Bietigheimer Zeitung erschienenen Bericht zur künftigen Strategie der Stadtwerke ist den Aussagen von Geschäftsführer Rainer Kübler  -  zumindest „zwischen den Zeilen“  -  zu entnehmen, daß die mit 3,5, Mio € valutierende  Beteiligung der Stadtwerke am Bau eines unter der Regie des Tübinger Unternehmens Südweststrom (SWS) geplanten Kohlekraftwerks in Brunsbüttel an der Unterelbe  -  an dem sich angabegemäß rd. 70 Stadtwerke beteiligen wollen  -  auf der Kippe steht.

Dem Bericht zufolge planen weitere, mit „spitzem Bleistift rechnende“ Stadtwerke den Ausstieg, nachdem sich die energiepolitische Landschaft aufgrund des von der CDU/FDP-Bundesregierung neu aufgelegten Energieprogramms seit September 2009 grundlegend geändert hat und Mrd-Investments in Energieversorgung auf Basis fossiler Energieträger wie Kohle oder Öl -  allein schon wegen viel zu hoher CO2-Schadstoffimmissionen  -  in der Öffentlichkeit kaum mehr vermittelbar und daher  -  übrigens auch schon weit vor dem September 2009  -  politisch unerwünscht waren.

Wie bekannt, soll ein Großteil der zusätzlich anfallenden Milliardengewinne  -  die durch die Laufzeitverlängerung bereits voll abgeschriebener Kernkraftwerke entstehen  -  steuerlich abgeschöpft und für die Bildungspolitik sowie zur Finanzierung der Forschung von Stromspeicherkapazitäten eingesetzt werden, die benötigt werden, um die bisher nach wie vor nicht speicherbare, regenerativ gewonnene Energie auch dann einsetzen zu können, wenn der Zeitpunkt der Stromerzeugung und der Zeitpunkt des (späteren) Strombedarfs zeitlich auseinander fallen, denn:

Die große Schwäche regenerativ erzeugter Energie ist nach wie vor, daß oftmals der durch Sonnenstrahl (Photovoltaik) oder durch starken Wind (Windkraft) erzeugte Strom zeitweilig im Übermaß vorhanden ist und im Zeitpunkt der Stromproduktion mangels Abnehmer kein Bedarf  besteht, z.B. an windreichen oder sonnenintensiven Tagen an Wochenenden oder an Feiertagen bzw. in den Betriebsferien u.ä., an denen die Industrie aufgrund von Betriebsruhe als Stromabnehmer weitgehend ausfällt bzw. der industrielle Strombedarf  deutlich geringer ist. In diesen Fällen wird regenerativ erzeugter Strom am Bedarf vorbei produziert.

Bisher bleibt dieser durch regenerative Energie jetzt erzeugte, aber nicht benötigte  Strom weitgehend ungenutzt, verfällt oder wird zum Nulltarif  bzw. sogar zu Negativpreisen ( = Subvention; z. B. an ausländische Stromabnehmer) verschleudert, obwohl bei dessen Erzeugung Kosten angefallen sind und den Betreibern regenerativer Energieanlagen über das EEG (erneuerbare Energiengesetz)  -  auch im Falle verschenkten, regenerativ erzeugten Stroms  -  über die von allen privaten Stromkunden via Stromrechnung zu entrichtende Einspeisevergütung Milliardensubventionen „hinterher geworfen“ wurden.

Wie bekannt, wird den regenerativen Stromerzeugern durch staatliche Garantie 20 Jahre lang eine Einspeisevergütung gewährt, die von allen privaten Stromkunden via Stromrechnung zu zahlen ist, und zwar auch dann, wenn der regenerativ erzeugte Strom keine Abnehmer findet bzw. verschenkt werden muß.

Im umgekehrten Fall sind Situationen denkbar, wo der mangels Sonnenstrahlung oder mangelndem Windaufkommen (vor allem im windarmen Binnenland) in viel zu geringem Umfang regenerativ erzeugte Strom bei weitem nicht ausreicht, um den gerade an diesem Zeitpunkt benötigten Strombedarf  -  z.B. bei anziehender Wirtschaft  -  decken zu können: Teure Stromzukäufe aus dem Ausland sind die Folge und bisher in „angedrosseltem / standby“-Betrieb vorgehaltene konventionell betriebene Kraftwerke müssen hochgefahren werden, um den kurzfristig eintretenden, von Windmühlen und Photovoltaik-Anlagen bei weitem nicht zu deckenden Strombedarf zu gewährleisten. Wie Sachkundigen bekannt, führen die aus Gründen der Sicherheit der Energieversorgung im „standby“  / Parallelbetrieb geführten konventionellen Kraftwerke zu überflüssigen, die Umwelt belastenden CO2-Immissionen.

Die Änderung der Rahmenbedingungen auf dem Energiesektor ist nicht „über Nacht“ eingetreten, sondern hat sich bereits im Vorfeld zur Bundestagswahl (September 2009) schon seit längerem abgezeichnet, Einzelheiten hierzu waren rechtzeitig vorher in den Wahlprogrammen der jetzt im Bund regierenden Parteien nachzulesen; der Machtwechsel war lange vor der Bundestagswahl im September 2009 absehbar.

Insofern konnten sich alle Teilnehmer und Wettbewerber  -  auch die Stadtwerke Bietigheim- 
Bissingen -  auf die sich seit längerem abzeichnende Veränderung der Wettbewerbsbedingungen auf dem Energiemarkt rechtzeitig einstellen.

Weshalb sich die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen und mit ihr weitere kommunale Stadtwerke unter Führung des Tübinger Unternehmens Südweststrom trotzdem und entgegen dem Trend der absehbaren politischen Rahmenbedingungen für ein milliardenschweres, jedoch wegen zu hoher CO2-Immissionen und wegen Unwirtschaftlichkeit von Beginn an äußerst fragwürdiges Investment in ein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel an der Unterelbe und damit  g e g e n  eine Investition in die seit Jahren wachsende regenerative Energiegewinnung  an windstarken off-shore-Standorten in der Nordsee oder vor der englischen Küste entschieden haben, bleibt allein Geheimnis der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen und anderer in Brunsbüttel engagierter kommunaler Stadtwerke aus Baden-Württemberg.

Es wäre nicht das erste Mal, daß staatliche und allein durch Steuergelder finanzierte Investitionsentscheidungen kommunaler Eigenbetriebe  -  aus welchen Gründen auch immer  -  später zu einem Milliardengrab bzw. zu einem Millionengrab zu Lasten der Bevölkerung (in Bietigheim-Bissingen) würden, deren Steuergelder verschwendet würden, weil staatliche Entscheidungsträger gar nicht oder viel zu spät auf sich ändernde Wettbewerbsbedingungen reagiert haben.

Nach Aussage von Geschäftsführer Kübler solle in Brunsbüttel nur gebaut werden, „wenn man die Kapitalkosten zurück bekomme und schwarze Zahlen geschrieben werden können“.

Nach den jetzt geänderten energiepolitischen Rahmenbedingungen dürfte die Erreichung dieses Ziels unrealistisch geworden sein, selbst eine “schwarze Null“ dürfte kaum mehr erreichbar sein. Vor diesem Hintergrund bleibt zu hoffen, daß die Stadtwerke noch rechtzeitig „die Reißleine ziehen“ und das für den Bietigheim-Bissinger Stadtsäckel bezüglich dieser Beteiligung drohende finanzielle Debakel weitgehend vermeiden können, denn ansonsten stünde wohl zu befürchten, daß den Ausflügen von ausschließlich durch Steuergelder finanzierten Staatsbetrieben ins private Unternehmertum ein weiteres unrühmliches Kapitel im Bereich „Pleiten, Pech und Pannen“ hinzugefügt werden muß…

Sollten die Stadtwerke tatsächlich Geld übrig haben für ein Investment auf dem Energiesektor, wäre die Beteiligung an einem off-shore-Windpark in der Nordsee oder vor der englischen Küste  -  also an wegen des dauerhaften und sehr starken Windaufkommens optimalen Standorten  -  überlegenswert und vermutlich viel erfolgversprechender.

Diese Gelegenheit haben 40 andere, größere kommunale Stadtwerke ergriffen nachdem sie zuvor ihre im Vergleich zu deutlich windstärkeren Standorten im Norden bisher im windarmen Binnenland in Baden-Württemberg gehaltenen Beteiligungen an Windparks aufgelöst haben, um im Norden eine deutlich höhere und sicherere Rendite zu erzielen.

Auch die seit den Kommunalwahlen im Jahr 2009 stärkste Fraktion der Grünen / Bündnis 90 im Stuttgarter Gemeinderat haben der Stuttgarter Stadtverwaltung empfohlen, eine Beteiligung an einem off-shore-Windpark in der Nordsee zu zeichnen. Sie begründen dies angesichts angabegemäß sehr guter Renditen von 8 % p.a. und höher bei größtmöglicher Sicherheit des eingesetzten Kapitals.

In ihrem an die Stuttgarter Stadtverwaltung gerichteten Vorschlag nicht enthalten ist eine Beteiligung am 180 m hohen Windrad, das auf der Ingersheimer Höhe an der Gemarkungsgrenze zu Besigheim in der Nähe von Lerchenhof und Husarenhof  in viel zu geringer Nähe zur Bevölkerung geplant ist und im Falle des Baus an einem raumbedeutsamen, im Vergleich zum Norden deutlich windärmeren S#D2B48Cdort zu einer weit über die Kreisgrenzen hinaus sichtbaren, irreparablen Landschaftsverschandelung führen würde.

Im Vergleich zu diesen bzw. an den übrigen windstarken Standsorten im Norden erzielbaren Renditen  ist die in Ingersheim erzielbare  -  und von den WKA-Initiatoren immer noch zu hoch in Aussicht gestellte  -  Verzinsung geradezu kümmerlich bei deutlich schlechterer Sicherheit des von den Zeichnern eingesetzten privaten Kapitals.

Daneben käme es im Falle des Baus zu einer Reihe weiterer, gravierender und nicht mehr gut zu machender Nachteile (vgl. hierzu unsere Homepage, Rubrik „Nachteile in Ingersheim“).

Zwar wäre es theoretisch denkbar, daß im Falle des Ausstiegs aus der Beteiligung in Brunsbüttel der dann durch Verkauf freiwerdende noch verfügbare Nettoverkaufserlös in das Ingersheimer Windrad investiert würde.

In diesem Falle hätten die händeringend nach weiteren zeichnungswilligen Investoren suchenden Ingersheimer WKA-Initiatoren sicherlich eine Sorge weniger. Ob allerdings die Aufsichtsgremien der Stadtwerke nach einem etwaigen Ausstieg des sich als Fehlinvestition darstellenden Engagements in Brunsbüttel ohne weiteres bereit sind, einem Engagement bei der sich noch vor dem ersten Spatenstich mangels Windhöffigkeit abzeichnenden Fehlinvestition am Ingersheimer Windrad  -  und damit vor der eigenen Haustür  -  zuzustimmen, darf getrost bezweifelt werden.

Dem Bericht zufolge scheint denn auch eine Beteiligung der Stadtwerke an der sich immer mehr zur Fehlinvestition entwickelnden Ingersheimer Windkraftanlage undenkbar, wenn man die kritischen Passagen zur regenerativen Energie in den letzten Abschnitten des Zeitungsberichts liest, aus der die Meinung von Geschäftsführer Kübler hervorgeht:

„…Auch fehle es an technisch ausgereiften Speichermöglichkeiten, wenn etwa überschüssiger Strom produziert wird. Unklar sei ebenso, wer solche Anlagen überhaupt bauen und bezahlen soll. Und wenn, wie in hiesigen Gefilden nicht unüblich, die Sonne gar nicht scheint und der Wind nicht weht ? Durch Verbrauchsverlagerung lässt sich nach Meinung Küblers nur ein kleiner Teil des Problems lösen. Den Menschen zuzumuten, ihre Wäsche nur zu waschen, wenn sich die Windräder drehen, sei fern jeder Lebensrealität und die finanziellen Anreize dafür zu gering. So werde in der nächsten Zeit bei den Erneuerbaren…Ernüchterung eintreten, weil die hohen Ziele des Energieprogramms nicht leicht erreichbar seien…“

Dieser insoweit sehr realistischen Einschätzung des Geschäftsführers der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen ist eigentlich nichts mehr hinzu zufügen.

Nach den bisherigen Erfahrungen bleibt jedoch fraglich, ob der auf Seiten der Ingersheimer Gemeindeverwaltung oder bei den teilweise ideologisierten Verfechtern einer mit 180 m Höhe an diesem raumbedeutsamen Standort völlig deplatzierten Windkraftanlage ggfs noch vorhandene Realitätssinn ausreicht, um die im Vergleich zum Norden am vergleichsweise windarmen Binnenland-Standort Ingersheim geplante Enercon E-82 zu verhindern…

Die Hoffnung stirbt zuletzt !

Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart Gegenwind Husarenhof

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Wo ungeahnte Kräfte Strom fließen lassen


In Flüssen und Quellwasserrohren, aber auch in warmemAbwasser steckt Energie,

die sich nutzen lässt.
 
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zurzeit auf einer Lernreise durch die Republik unterwegs. Sie richtet ihr Augenmerk in diesem Sommer auf die Energiegewinnung - vor allem auf Methoden, die Alternativen zu den fossilen Brennstoffen und zur Atomenergie bieten.

der Artikel in der Marbacher Zeitung vom 24.08.2010



Heimatbund stellt sichgegen Windrad

Stadtanzeiger, Lokalausgabe Ludwigsburg  vom 25.08.2010

zum Artikel



Naturschützer uneins


Ingersheim: das geplante Windrad steht erneut in der Kritik

Der Standort für die geplante Windkraftanlage auf der Gemarkung Ingersheim sei "untragbar", findet die Ludwigsburger Umweltstiftung NatureLife International. Landes und Kreisverband des BUND halten den Standort jedoch für "unbedenklich"



Heimatbund: 180 Meter sind zu hoch


Der Schwäbische Heimatbund appelliert an den Ludwigsburger Landrat, die geplante Windkraftanlage am Husarenhof nicht zu genehmigen. Der Schwäbische Heimatbund appelliert an den Ludwigsburger Landrat, die geplante Windkraftanlage am Husarenhof nicht zu genehmigen."Die geplante Anlage wäre nahezu aus dem gesamten Kreisgebiet und darüber hinaus sichtbar", sagt der Vereinsvorsitzende Fritz-Eberhard Griesinger. "


der ganze Artikel in der Bietigheimer Zeitung vom 14.8.2010 hier:


Rotoren werden zur tödlichen Falle


Der Ornithologe Professor Claus König fürchtet um seltene Vögel in den Naturschutzgebieten Altneckar und Pleidelsheimer Wiesental. 

Professor Claus König ist ein Umweltschützer der ersten Stunde. Von Windkraft und alternativen Energien hält der Ludwigsburger viel - wenn dadurch nicht andere schützenswerte Lebewesen oder Landschaften gestört werden.

zum Artikel der Stuttgarter Nachrichten vom 12.8.2010 hier:


Naturschützer machen gegen Windrad Front


NatureLife-International: Windkraftwerk gehört nicht auf die Ingersheimer Höhe

 
Ornithologe Prof. König befürchtet negative Auswirkungen auf die international geschützten
Neckarauen zwischen Freiberg, Ingersheim und Pleidelsheim. Sowohl was den Standort als auch
was die Dimension des geplanten Windkraftwerkes anbetrifft, stößt dieses bei der Umweltstiftung NatureLife-International auf Ablehnung.

Die Stiftung, welche auch verschiedene Naturschutzprojekte im Kreis Ludwigsburg und im
Neckartal betreut, hält den Standort auf der Ingersheimer Höhe für untragbar und fordert zum
Verzicht auf.

Mit Rückenwind

Ludwigsburger Stadtanzeiger vom 14. Juli 2010

Die Gemeinderäte in Pleidelsheim stimmten dem geplanten Windrad auf der Gemarkung Ingersheim mit kanpper Mehrheit zu. In Ingersheim wollen alle Räte für frischen Wind sorgen - bis auf einen.


Besigheim hält still

Stuttgarter Zeitung, Lokalausgabe v. 15.7.2010

Keine Aussage ist manchmal auch eine Aussage. Für viele überraschend hat sich der Besigheimer Gemeinderat am Dienstagabend dafür ausgesprochen, sich zu dem geplanten Windrad im Nachbarort Ingersheim nicht zu äußern.


Der ganze Artikel hier:


Rauschen im Blätterwald

Es gibt für die Presse wieder was zu schreiben:


Zum Bericht der Bieitgheimer Zeitung: (nicht mehr online)


Natur- und Umweltschützer gegen Windkraftanlage am Ingersheimer Standort   -   Offener Brief des BUND-Ortsvorsitzenden Wolfgang Huber, Ingersheim


den offenen Brief finden Sie hier:


"Windrad-Gegner sprechen von Befangenheit"

Marbacher Zeitung vom 02.07.2010

Pleidelsheim Kommunalaufsicht hat den Fall geprüft und beschieden, dass der Vorwurf haltlos ist. 


Vor 14 Tagen hatte der Pleidelsheimer Gemeinderat eine Stellungnahme zur geplanten Windkraftanlage auf der Nachbargemarkung Ingersheim zu beraten (wir berichteten). 





Viel Wind in Ingersheim

Stuttgarter Stadtanzeiger, Lokalausgabe LB vom 26.05.2010


Windkraft: Genehmigungs- oder Petitionsverfahren - der Kampf an zwei Fronten


Die einen planen ein  Bürgerbeteiligungs- windrad auf der Gemarkung Ingersheim.

Die anderen wollen es mit aller Kraft ver- hindern. Am Montag letzter Woche haben beide Bürgerinitiativen zu einer jeweiligen Informationsveranstaltung eingeladen.




der ganze Artikel

Foto: Thomas Schöller


Spektakuläre Hubschrauber-Demo mit großer Publicity

Bietigheimer Zeitung (BZ) vom 19.05.2010

(wm) - Die am Montagabend, 17.5. auf der Ingersheimer Höhe vor ca. 400 Zuschauern in der Nähe des Husarenhofs bzw. Lerchenhofs durchgeführte Helikopter-Demo hat eine sehr große und selbst von der Bürgerinitiative "Gegenwind Husarenhof" nicht erwartete Öffentlichkeitswirksamkeit erzeugt:

Kein Wunder, war es doch für viele Schaulustige vor Ort bisher unvorstellbar gewesen, wie hoch 180 m sind und wie negativ landschaftsprägend eine Enercon E-82 im Falle ihres Baus an diesem Standort wäre. Mindestens genauso interessant war diese Visualisierungsktion für diejenigen, die in weiterer Entfernung aus ihren Wohnungen in Klein- und Großingersheim sowie vom Husarenhof und Lerchenhof bzw. von der Besigheimer Wartturmsiedlung aus - oft mit Fernglas ausgestattet - die beeindruckende Höhensimulation beobachteten.

Die Bürgerinitiative wertet diese spektakuläre Aktion und die daraufhin erfolgte Presseberichterstattung als vollen Erfolg. Die Aufklärungsarbeit in diesem Sinne wird fortgeführt. Schon sind Anfragen gestellt worden von Personen, die nicht dabei sein konnten, ob an weitere Höhenvisualisierungen gedacht werde...Hierzu wird auf die kommenden Pressemitteilungen der Bürgerinitiative verwiesen. Unser ausführlicher Bericht wird in Kürze in unsere homepage unter "Berichte der Bürgerinitiative" eingestellt.


der Artikel der BZ ist nicht mehr verfügbar


Kontroverse Diskussion auf freiem Feld

Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) vom 19.05.2010

Mit einer spektakulären Aktion hat die Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ gegen den Bau einer Windkraftanlage (WKA) zwischen Ingersheim und Besigheim demonstriert.




Klares Nein zur Windkraf#D2B48Clage


Bericht aus der Sindelfinger Zeitung vom Dienstag, 11.5.2010

„Ostelsheim: Gemeinderat entscheidet einstimmig 

Von unserer Mitarbeiterin Bettina Bausch

Die Würfel sind gefallen: Der Ostelsheimer Gemeinderat entschied sich nach längerer Diskussion einstimmig gegen die Pläne der Karlsruher Firma Altus AG, im Bereich des Ostelsheimer Lochwaldes Windkraftanlagen zu errichten. 

Wie schon bei der Vorstellung des Projektes durch einen Vertreter der Firma vor zwei Wochen (die SZ/BZ berichtete), hatten sich auch zur entscheidenden Sitzung zahlreiche interessierte Zuhörer im Sitzungssaal des Ostelsheimer Rathauses eingefunden. Der Gemeinderat hatte es sich mit seinem Beschluss nicht leicht gemacht. Er war eigens nach Simmersfeld gefahren und hatte sich vor Ort die dortigen Windkraftanlagen angesehen, ihre Auswirkungen auf das Landschaftsbild und selbst ihre typischen Geräusche aus nächster Nähe wahrgenommen. 

In der Sitzung galt es nun abzuwägen, ob die finanziellen Einnahmen für die Kommune den in den Augen vieler Bürger schwerwiegenden Eingriff in das idyllische Landschaftsbild zwischen Ostelsheim und der Nachbargemeinde Gechingen aufwiegen. 

Neben der „Verschandelung der Landschaft“ hatten viele Bürger bereits bei der Informationsveranstaltung große Bedenken, wie zum Beispiel Auswirkungen auf die Lebensräume der Tierwelt, vorgebracht. Bürgermeister Jürgen Fuchs erläuterte, ein Windpark in Ostelsheim sei in seinen Augen kaum wirtschaftlich und im Unterschied zu Simmersfeld, wo der Abstand zur nächsten Bebauung 2,1 Kilometer betrage, seien die geplanten 500 Meter Abstand zu den Häusern der Ostelsheimer viel zu gering. „Als Bürgermeister bin ich stolz auf unsere gute Gemeinschaft“, unterstrich Fuchs und eben diese sehe er durch einen etwaigen Windpark nachhaltig gefährdet. 

Gemeinderat Günter Walz zeigte mit einer selbst gefertigten Skizze die Größenverhältnisse beim Lochwald auf. Darauf wurde deutlich dargestellt, wie weit sich die Windkraftanlage mit rund 190 Metern Höhe über die Gipfel der rund 35 Meter hohen Bäume erheben würde. Gemeinderat Matthias Kröner argumentierte zunächst für das Windkraftprojekt und erklärte, dass „zwei Seelen in seiner Brust schlagen“. Einerseits sie er für alternative Energien, andererseits sei die Verwirklichung in Ostelsheim zurzeit äußerst schwierig. Er könne sich jedoch vorstellen, dass in einigen Jahren, wenn die Technik mehr ausgereift sei, weniger störende Anlagen realisierbar seien.“   

                                    
   Ende des Zeitungs-Berichts


Bürgerinitiative besichtigt Windräder

Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) vom 30.04.2010

Die Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ hat zwei Windkraftanlagen in Franken besichtigt, baugleich der, die in Ingersheim geplant ist und von der Initiative abgelehnt wird.

Die 44 Teilnehmer der Exkursion hielten sich in unterschiedlich großen Entfernungen von den zwei Windrädern bei Wilhermsdorf auf „und haben das notorische Rauschen der Rotorblätter und des Ringgenerators selbst wahrgenommen“, heißt es über die Erkenntnisse der Ausfahrt.

Der „am stärksten betroffene Bewohner, dessen Haus zirka 1100 Meter von einem Windrad entfernt steht, schilderte eindrucksvoll die vor allem nachts durch Rotorschlag und Ringgenerator entstehende und zu dieser Zeit als besonders störend empfundene Lärmbelästigungen“, teilt die Initiative weiter mit. Sein Haus habe erheblich an Wert verloren. Weil hier weitere vier Windräder gebaut werden sollen, gehe er davon aus, dass sein Anwesen bald unverkäuflich sein werde.

Diese Aussagen hätten „zu großer Nachdenklichkeit“ unter den Teilnehmern der Exkursion geführt, „von denen viele selbst Immobilienbesitz im Wirkungskreis der geplanten Ingersheimer Anlage haben“, schreibt „Gegenwind Husarenhof“ weiter. Zumal sich die Anzeichen verdichteten, „dass am Standort zwischen Ingersheim und Husarenhof weitere Windräder gebaut werden sollen, wenn die erste Anlage erst einmal in Betrieb ist“.

Bestätigt sahen sich die Besucher auch in ihrer Auffassung, dass der in Ingersheim vorgesehene Abstand zur Wohnbebauung (Lerchenhof) zu gering, die Anlage „mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“ nicht genehmigungsfähig sei.



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