Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Berichte über andere Standorte

CDU-Kreisrat und die Mehrheit des Markdorfer Gemeinderats g e g e n  Windkraft auf dem  G e h r e n b e r g  im  B o d e n s e e - R a u m  und    V o r a l p e n g e b i e t

„Windkraft: Neue Zahlen, Daten und Fakten“

 Wie eine vom  T o u r i s m u s  im Bodenseeraum lebende Region durch Windkraft-Infrastrukturmaßnahmen unweigerlich und auf Dauer  z e r s t ö r t  würde und zum Wegfall der Existenzgrundlage für viele vom „sanften Tourismus“ lebende Kleinbetriebe führt…

„Wir wollen die Bürger rechtzeitig informieren und die Dimensionen verdeutlichen. Und nicht erst, wenn es zu spät ist.“

 …Anregungen für  B ü r g e r m e i s t e r  und  G e m e i n d e r ä t e  im Gemeindeverwaltungsverband (GVV)  B e s i g h e i m  und im
GVV  B i e t i g h e i m-B i s s i n g e n, I n g e r s h e i m, T a m m…

 
(wm / 170412) - Die Schwäbische Zeitung berichtet in ihrer im Bodenseeraum erscheinenden Ausgabe vom 17.4.2012 über die Pläne des Regionalverbands Donau-Iller zum Ausweis eines Windvorrang- 
Gebiets an landschaftssensibler Stelle auf dem Gehrenberg bei Markdorf / Bodensee. Der CDU-Kreisrat Ernst Arnegger hat sich zusammen mit weiteren Persönlichkeiten vor Ort zur „Interessengemeinschaft gegen Windkraftanlagen auf dem Gehrenberg“ zusammen geschlossen und informiert in regelmäßigen Gesprächsrunden („…I mein halt…“) die Bevölkerung über die D i m e n s i o n e n  eines  
g e p l a n t e n W i n d p a r k s, der zu vielen  N a c h t e i l e n  für die  d o r t  im  B o d e n s e e- und  V o r a l  p e n g e b i e t  lebenden  B ü r g e r  führen würde.

Themen…wie Landschaftsschutz, Wege, Zuwege und Erschließung, Standsicherheit (Arnegger: „Es ist ein Unterschied, ob man Anlagen in der norddeutschen Tiefebene erstellt oder im Melasse-Untergrund auf dem Gehrenberg“) aber auch Windhöffigkeit und Auswirkungen auf Flora und Fauna sollen bei „I mein halt“ angesprochen werden. Dazu hat die Interessengemeinschaft Fakten, Daten und Zahlen gesammelt. Ein Windpark besteht aus mindestens drei, vier Anlagen. Auf dem Gehrenberg, so befürchtet die IG, könnten bis zu 12 Windräder geplant werden – von bis zu 200 Metern Höhe. „Diese Dimension wollen wir anhand einer Montage verdeutlichen“, so Arnegger. Und er nennt weitere Ängste und Befürchtungen: Wald und Berg könnten durch den Bau der Windkraftanlage so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sie zerstört würden. Allein für die Installation des Raupenkrans zum Bau der Windräder müsste eine große Fläche Baumbestand abgeholzt werden; die Standfläche terrassenförmig eingeebnet und mit Beton versehen werden – auf 150 mal 20 Metern Standfläche. Ein weiteres Problem: die Zufahrt. Die einzige Möglichkeit für die Versorgungs- und Transportfahrzeuge sei es, den Gehrenberg über Wittenhofen und Roggenbeuren anzufahren. Dabei benötige allein der Transport eines Rotorenblatts rund 30 Lkw-Fahrten….“

Für weiteren Diskussionszündstoff sorgen die in den  B u n d e s l ä n d e r n  nach wie vor u n t e r 
s c h i e d l i c h e n  Abstandsregelungen zu Windindustrieanlagen bzw. Windparks.

Dabei ist festzustellen, daß in grün-rot bzw. rot-grün regierten Bundesländern (z.B. NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) die  A b s t a n d s r e g e l u n g e n  (zu  L a s t e n  der betroffenen Wohn-Bevölkerung)  g e r i n g e r  sind als bei CDU / FDP-geführten Bundesländern.

Blick nach Dithmarschen – 1. Dezember 2009 – keine Fotomontage!

Weiter festzustellen ist, daß die S i c h e r h e i t s- / M i n d e s t a b s t ä n d e  bei eher agrarwirtschaftlich geprägten und weniger dicht besiedelten Bundesländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen) im Interesse der im Windrad- / Windpark-Wirkungskreis lebenden Bevölkerung größer sind als z.B. in eher dichter besiedelten Bundesländern bzw. in Bundesländern mit einer größeren Industriedichte (NRW, Baden-Württemberg).

Dies sieht auch die IG in Markdorf / Bodensee und ihre Mitstreiter so, wenn sie gemäß Schwäbischer Zeitung feststellt: „…An den Abstandsbestimmungen von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung stört sich die Interessengemeinschaft auch wegen der großen Unterschiede der Länder. Ernst Arnegger nennt ein Beispiel: Baden-Württemberg schreibe 700 Meter vor, Bayern 800, Brandenburg 1000 Meter und Sachsen zehn Mal die Höhe der Anlage. Und ernsthaft anzweifeln tut sie die im Windatlas für den Gehrenberg maximal ermittelte Windstärke im Jahresschnitt von 5,5 bis 6,2 Meter pro Sekunde in 140 Metern Höhe. Eigene Berechnungen auf Grundlage einer Messstation in Friedrichshafen hätten zwei Meter pro Sekunde erbracht. „Unser Engagement hat nichts mit dem Sankt-Florians-Prinzip gemein“, verdeutlicht er. Es gebe ja Gemeinden, wie zum Beispiel im Bereich Pfullendorf und Illmensee, die gerne Anlagen haben wollen. Ernst Arnegger: „Also: Dann doch bitte dahin.“

Zum Punkt S i c h e r h e i t s- / M i n d e s t a b s t a n d  ist festzuhalten, daß die Weltgesundheits- organisation (W H O) im Interesse der im Windkraft-Wirkungskreis (Radius ca. 5 km  a b  Windrad-Standort) lebenden Bevölkerung einen Sicherheitsabstand von mindestens  2 0 0 0  m empfiehlt; in G r o ß b r i t a n n i e n  fordern die Gesetze einen Sicherheitsabstand von mindestens des 1 0-f a c h e n  der  G e s a m t h ö h e  (z.B.: Windrad-Gesamthöhe in  I n g e r s h e i m  179 m: 179 m x Faktor 10 = 1790 m Sicherheits-abstand), mindestens jedoch 3 0 0 0  m und in vielen anderen Industrieländern gelten ähnlich  g r o ß e  Sicherheitsabstände (nur  n i c h t  in Baden-Württemberg bzw. in Ingersheim…)

… und leitende  K l i n i k-Ä r z t e  einer  K l i n i k  für  P a r k i n s o n-P a t i e n t e n  haben durchgesetzt, daß der Sicherheitsabstand eines Windparks zur Klinik von ursprünglich geplanten 1400 m auf jetzt 3000 m  v e r g r ö ß e r t  wurde… ( Beitrag vom 16.11.2011 / Beelitz )

...diese beliebig erweiterbaren Fakten sollten…

 ·         dem baden-württembergischen  W i n d r a d-G e s e t z g e b e r

·         den vor Ort mit dem Thema befaßten   B ü r g e r m e i s t e r n  und  G e m e i n d e r ä t e n

·         den mit Windrad-Genehmigungen befaßten  B e h ö r d e n  (Landratsämter) sowie den

·          mit Windkraft-Streitfällen befaßten  V e r w a l t u n g s g e r i c h t e n

 zu denken geben…  

Vor diesem Hintergrund ist es  n i c h t  akzeptabel, wenn bezüglich landwirtschaftlich geprägter Weiler (wie den Besigheimer Weiler Husarenhof), Gehöfte, Aussiedlerhöfe u.a. für in der Nähe ausgewiesene Windkraft-Standorte in Baden-Württemberg noch geringere als die im Vergleich zu den anderen Bundesländern und im internationalen Vergleich ohnehin schon viel zu geringen, für Wohngebiete geltenden Sicherheitsabstände gelten sollen, denn die in den Weilern und Aussiedlerhöfen  -  d.h. außerhalb von Wohngebieten  -  lebenden Bewohner sind keinesfalls schlechter zu stellende Menschen 2. Klasse… …denen man  -  wegen der noch geringeren Sicherheitsabstände zum Windrad-Standort  -  nicht eine noch höhere Windkraft-Immissions-Schadstoff-Dosis zumuten sollte… 

Angesichts der jetzt am 16.4.2012 im Besigheimer Rathaus erfolgten  A u f t a k t b e r a t u n g  im Gemeinde-Verwaltungsverband (GVV)  B e s i g h e i m  -  zu dem

·         neben Besigheim die Gemeinden

·         Freudental

·         Gemmrigheim

·         Hessigheim

·         Löchgau

·         Mundelsheim und

·          Walheim

gehören  -  und im Hinblick auf die in Kürze anstehenden Beratungen in den Gemeinderäten bieten die im Bodenseegebiet jetzt diskutierten Punkte den einen oder anderen Fingerzeig, unter welchen Gesichtspunkten das Thema

 „Windkraft im eher windschwachen, aber landschaftssensiblen südlichen Binnenland“

auch im Bereich des  G V V  B e s i g h e i m  diskutiert und einer für die  A l l g e m e i n h e i t  und für die  M e h r h e i t  der  B ü r g e r  akzeptablen  E n t s c h e i d u n g  zugeführt werden kann, damit es  n i c h t  zu einer  f ü r  die  B ü r g e r  mit  v i e l  z u  v i e l e n  N a c h t e i l e n, mit  K a p i t a l - V e r l u s t  zu Lasten der oft blauäugigen Anleger aufgrund einer schon von Beginn an feststehenden  W i n d r a d-F e h l i n v e s t i t i o n, am  B ü r g e r w i l l e n  vorbei und  z u  L a s t e n  der  n a c h f o l g e n d e n  G e n e r a t i o n  -  wie in Ingersheim  -  getroffenen Windkraft-Fehlentscheidung kommt.

Das Motto der Windkraft-Beratungen in vielen Gemeinden im Bodensee- und Voralpengebiet heißt:

 „Wir wollen die Bürger rechtzeitig informieren und die Dimensionen verdeutlichen. Und nicht erst, wenn es zu spät ist.“

Unter diesem Motto könnten auch die Windkraft-Beratungen in den Gemeinderäten im windarmen und daher für Windkraft-Standorte völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg ablaufen, wobei es geboten ist, der Bevölkerung nicht nur einseitig die durch den Einfluß der Windkraft-Lobby  g e s c h ö n t e n  (in der Realität niemals eintretenden) Wind-Zahlen zu präsentieren, sondern schonungslos auch die Nachteile  -  = die „Kehrseite der Windrad-Medaille“  -  aufzuzeigen (vgl, hierzu die in letzter Zeit in unsere homepage eingestellten Beiträge) !

 
Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de

Hinweis in eigener Sache !

 Stellungnahme unserer Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zum „Internationalen Protesttag gegen Windkraftwerke“

vom 3. April 2012

unter Bezugnahme auf die Pressemitteilung der
„European Platform Against windfarms“ (EAPW)

 Unterstützung aller Ziele der EAPW durch unsere Bürgerinitiative !

 „Herr schmeiß Hirn ra‘…“

(wm / 040412)  -  Die EAPW hat zum „Internationalen Protesttag gegen Windkraftwerke“ am 3.4.2012 eine Pressemitteilung (PM) herausgegeben, deren Feststellungen und Ziele wir uneingeschränkt und inhaltlich in vollem Umfang unterstützen. Die vollständige EAPW-PM haben wir am 3.4.2012 in unsere homepage eingestellt ( Download hier ).

Mit schonungsloser Offenheit und in dieser Form bisher einer breiteren Öffentlichkeit außerhalb der betroffenen Gebiete kaum bekannt, zieht die deutsche Sektion der EAPW zur Situation der „klassischen“ Windkraft-Bundesländer im Norden + Osten Deutschlands eine Tatsachen-Bilanz über die in den letzten 20 Jahren durch forcierte Windkraft-Erschließung dort eingetretenen Veränderungen.

Unter  G e g e n ü b e r s t e l l u n g  von „K o s t e n / N u t z e n“ bzw. von „V o r- u n d  N a c h t e i l e n“ kommt sie zu  v e r n i c h t e n d e n  Ergebnissen.

Da sich diese vor allem  z u  L a s t e n  der  d o r t  l e b e n d e n  B e v ö l k e r u n g  
niederschlagen,
kommt es seit einigen Jahren  -  und seit ca. 3 - 4 Jahren verstärkt  -  vor Ort auch zu immer stärker werdenden Bürgerprotesten, Gründung von Bürgerinitiativen etc..

Wie bekannt, befinden sich ca.  8 0  % - 8 5  % der bisher in Deutschland rd. 22500 gebauten Windindustrieanlagen im  N o r d e n  +  O s t e n  Deutschlands (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Brandenburg, nördliche Teile von Hessen + NRW).

Dies deshalb, weil  d o r t  das jahresdurchschnittliche  W i n d a u f k o m m e n 
(= w i c h t i g s t e r  +  e n t s c h e i d e n d e r  I n d i k a t o r  für  d a u e r h a f t  w i r t s c h a f t -
l i c h e n  Windkraft-Geschäftsbetrieb am investierten Standort) ca. 2 - 3 mal  h ö h e r  und daher der  W i n d s t r o m-E r t r a g  je Windrad erheblich größer ist als im vergleichsweise  w i n d a r m e n  Süden / Südwesten (Baden-Württemberg, Bayern).

Der massive Windkraft-Ausbau im an sich für Windindustrieanlagen wegen der

·        geringeren Siedlungsdichte, geringerer Industriedichte

·         der vorwiegend agrarwirtschaftlich strukturierten Regionen

·         der Nähe zum Meer und

·         wegen des höheren Windaufkommens

eher prädestinierten Norden + Osten hat dort jedoch in vielen Landstrichen zum Überschreiten der  
W i n d k r a f t-S ä t t i g u n g s g r e n z e
 geführt, mit der Folge, daß die ursprünglich in der Bevölkerung vorhandene pro-Windkraft-Akzeptanz vielerorts in contra-Windkraft-Stimmung gekippt ist.

Aufgrund der erreichten Windkraft-S ä t t i g u n g s g r e n z e  sehen die meist im Norden angesiedelten Windkraft-Konzerne, ihre Zulieferer und die vereinte Windkraft-Lobby dort  -  wenn überhaupt  -  weitere Expansionsmöglichkeiten vor allem durch Bau von off-shore-Anlagen (Windparks im Meer) bzw. im Wege des Repowerings, d.h. im Austausch der alten, vorwiegend nur 50 m - 80 m hohen Anlagen der 1. Generation durch 180 m - 230 m hohe Windindustrieanlagen der 2. Generation. Letzteres führt regelmäßig zu noch stärkeren Bürgerprotesten vor Ort.

Beides stößt jedoch auf zunehmenden Widerstand in der dortigen Bevölkerung und die für Windkraft-Anlagen z. Zt. gerade stark abkühlenden Weltmärkte bzw. der vor allem von chinesischen Windkraft-Firmen aufgrund von Kostenvorteilen eingeleitete Verdrängungswettbewerb tun ein übriges dafür, daß die Zukunftsaussichten der deutschen  -  vorwiegend im Norden angesiedelten  -  Windkraft-Unternehmen z. Zt. nicht gerade rosig erscheint. 


Blick nach Dithmarschen – 1. Dezember 2009 – keine Fotomontage!

Aus Sicht der Windkraft-Lobby und angesichts der Suche nach neuen Absatzmärkten „kommt es gerade recht“, wenn die bei den letzten Landtagswahlen in NRW, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz neu gewählten, rot-grünen bzw. grün-roten Landesregierungen  -  eher Ideologie, Symbolik und Vorgaben ihrer Parteiprogramme folgend und weniger abgestützt auf Wirtschaftlichkeitsüberlegungen  -  durch Änderung von Landesgesetzen u.a. den Weg bereiten für die flächendeckende Windkraft-Erschließung im an sich wegen relativer Windarmut weniger geeigneten südlichen Binnenland, oft noch medienwirksam unterstützt durch die  -  zwar fachlich angesichts der Komplexität der Materie oftmals überforderte, jedoch dem grün-roten Zeitgeist unkritisch folgende und die Öffentlichkeit über die Auswirkungen der Windkraft-Ausweitung oft nur einseitig informierende  -  Lokal- und Regionalpresse vor Ort.

So sollen allein in Baden-Württemberg im Rahmen des 5-Jahreszeitraums der Legislaturperiode 2011 - 2015 zu den bereits vorhandenen rd. 380 Windindustrieanlagen jährlich bis zu 150 (insgesamt: 5 Jahre x 150 Windräder pro Jahr = 750) weitere hinzukommen und bis zum Jahr 2020 sollen gar 1200 neue, bis zu 230 m hohe Windkraftanlagen „im Ländle“ errichtet werden.

Da die Filet-Standorte an den für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstärkeren Regionen in BW bereits weitgehend durch die jetzt schon 390 installierten Windindustrieanlagen belegt sind und die dort noch freie Standort-Kapazität bei weitem nicht ausreicht, um weitere 1200 noch zu errichtende Windindustrieanlagen aufzunehmen, wird es  -  falls die Pläne tatsächlich umgesetzt werden sollten  -  dazu kommen, daß der Großteil der neu geplanten Windindustrieanlagen an noch schlechter geeigneten  -  weil windärmeren  -  Standorten errichtet werden muß.

In jedem Fall muß davon ausgegangen werden, daß neues Konfliktpotential entsteht, wenn weitere Windindustrieanlagen noch näher an die Wohnbesiedlung heranreichen oder in Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebieten oder gar im Wald errichtet werden.

Daß dieses Konfliktpotential nun auch bei Umsetzung der Windkraft-Pläne der BW-Landesregierung im relativ windarmen, jedoch dichter besiedelten Baden-Württemberg droht, zeigen die Ergebnisse der EAPW-Untersuchungen für den vergangenen 20-Jahreszeitraum im Norden + Osten. In der EAPW-PM heißt es hierzu auszugsweise:

„Seit mehr als 20 Jahren verändern Windkraftanlagen das Landschaftsbild und die Horizonte im ländlichen Raum, zunehmend auch in den Meeren, weltweit.

Heute belasten allein in Deutschland 22.300 WKA Mensch und Natur – Tendenz stark
steigend.

 Jede einzelne Industrieanlage verschandelt nicht nur Landschaft und Horizonte an Land und auf dem Meer, sondern auch unser Kulturerbe, schädigt die Gesundheit der Anwohner und die Natur durch Zerstörung von Lebensräumen seltener Arten, mindert die Lebensqualität für Mensch und Tier, entwertet die Immobilien der Anrainer und vernichtet Ihre Alterssicherung.

 Viele Bewohner am Meer, in den Bergen, in Landschaften, die zur Erholung einladen,
mussten die Vermietung von Ferienwohnungen aufgeben, weil sich ihre Feriengäste andere, von Windkraftnutzung unbelastete Gegenden für ihren Urlaub suchten.

Wo Wälder für Windkraftwerke abgeholzt, Moore, Marschen und liebliche Hügel in lärmende Industriezonen umgewandelt und der einst erholsame Blick aufs Meer mit dauerblinkenden Rotorbewegungen quittiert wird, mag niemand Ferien machen und das Leben wird zur Qual.

 Der Artenrückgang in den einst für die Natur wertvollen Räumen wie z.B. Wäldern, Küsten und Feuchtgebieten ist bedenklich. In Schleswig-Holstein sind innerhalb der letzten 20 Jahre  zunehmender Industrialisierung durch Windkraftwerke und Maismonokulturen 60% aller vorkommenden Arten der Avifauna (Vögel, Fledermäuse, Insekten) verschwunden.
Zugvogelrouten wurden durch riesige Windindustriezonen abgeriegelt, viele Vogelarten
kommen in den Rotoren um, Fledermäusen platzen die Lungen durch Unterdruck und
Schweinswale verlieren ihr Echolot durch den Unterwasserlärm und somit ihre Fähigkeit

Futter und Artgenossen zur Paarung zu finden.

Die nächtlich blinkenden WKA im Meer ziehen Hochsee- und Zugvögel magisch an und lassen auch diese zu Tausenden in den Rotoren sterben. Die Avifauna wird durch Rotorbewegungen, Lärm und Vibrationen aus ihren Brut-, Nahrungs- und Rastplätzen verscheucht. Das Aussterben ohnehin bereits gefährdeter Arten wie z.B. Rotmilan, Schrei- und Fischadler, Schwarzstorch, Uhu, Teich- und Bechsteinfledermaus ist nur eine Frage der Zeit.

Bei einem Flächenverbrauch von 8,5 ha und Entwaldung von 3-6000 m² pro Windkraftwerk
von 200m Höhe im Wald ist das nicht verwunderlich...

Vielerorts hat in Regionen mit hoher Windenergienutzung, die oft mit einer Zusatzbelastung durch Monokulturen von Energiepflanzen einhergeht, eine „Verslumung“ eingesetzt. Wer es sich leisten kann, fortzugehen, obwohl seine Immobilie nur noch die Hälfte wert oder gar unverkäuflich geworden ist, wird das tun.

Die Verwahrlosung, zunehmende Leerstände und damit die wirtschaftliche Schädigung dieser Region folgt auf dem Fuße. Um 400 Meter Abstände zu Wohnbebauungen einzuhalten, werden heute Hausbesitzer aus ihren Immobilien gekauft, um diese dann abzureißen und damit Platz für mehr WKA zu gewinnen.

Für welchen Preis?

Als großartige Leistung zur Stromerzeugung und zur Rettung des Klimas werden uns stets
die „rein rechnerischen“, also nie erreichbaren Zahlen technisch erzeugbarer Kilowattstunden
präsentiert. Nur wer selber forscht erfährt die Wahrheit: 17 % der ausgelobten Strommenge wird durchschnittlich produziert und 7,6 % betrug in 2011 der Anteil an der gesamten Strommenge in Deutschland. Effizienz sieht anders aus!“

Und weiter: „Gerade erst in 2011 belohnt mit milliardenschweren Fördergeldzusagen zugunsten tausender Offshore-Anlagen, wurden nun vonseiten der deutschen Politiker Subventionen für die Erforschung von 300 Meter hohen Windkraftwerken zugesagt.

Das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) mit seinen garantierten Einspeisevergütungen sichert finanzstarken Investoren und Konzernen 20 Jahre lang feste Einkommen, die von allen 
Stromkunden durch ständig steigende Stromkosten bezahlt werden. Verteilung von arm nach  reich.

Pachtgelder von 50.000 € pro WKA und Jahr ermöglichen Landbesitzern ein entspanntes
Leben bei hohen Einkommen, ohne dafür arbeiten zu müssen.

In diesen zwei Jahrzehnten und nach dem sog. Repowering noch viel länger, bescheren sie
den betroffenen Nachbarn nicht nur Gesundheitsschäden wie z.B. Schlaf- und
Herzrhythmusstörungen, Geschwüre und Risse in Mund und Bronchien, Bluthochdruck und
Übelkeit durch Infra- und Niederfrequenzschall (Windrotoren Syndrom –WTS und
Vibrationsakustische Erkrankung – VAD) und den Verlust von Lebensqualität und Wohnwerten, sondern zusätzlich den Verlust ihrer Grundrechte.

Politiker mit eigenen Windkraftinteressen schreiben sich die passenden Gesetze und sichern sich ihre Pfründe. So hat der derzeitige Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, im Jahr 1990 als Bundestagsabgeordneter und Windkraftbetreiber das Vorläufergesetz zum EEG auf den Weg gebracht, welches bereits seit 1991 den Profit durch Windkraftnutzung befördert.

Der jahrzehntelang im Landesamt (LLUR) in Schleswig-Holstein für die Genehmigungen von

Windkraftwerken nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) zuständige, heute

pensionierte Beamte Andreas Kunte fand umgehend mit dem Eintritt in den Ruhestand einen lukrativen Platz auf der Expertenliste des Bundesverbandes Windenergie und reist als Berater für windkraftambitionierte Bürgermeister durch die Gemeinden, um für mehr Flächen zu werben oder um Fachvorträge zu halten.

Die Gier nach dem schnellen Geld steigt täglich. Verschleiert durch gutmenschelnde
Weltrettungsideologien fällt sie weniger auf.“…

Korrupte Nachtwächter-Politiker in den Landesparlamenten und in Berlin und sich von der Windkraft-Lobby korrumpieren lassende Beamte sind hauptverantwortlich für diese nur in Deutschland und weltweit in keinem anderen Staat  -  nicht einmal in den sogenannten Bananenrepubliken  -  sich jetzt zeigende Windkraft-Mißstände.

Angesichts dieses nun auch im windärmeren südlichen Binnenland drohenden Windwahn-Unsinns bleibt zweierlei zu hoffen, nämlich…

 …e r s t e n s…

 …daß auch die breite Öffentlichkeit in Baden-Württemberg und Bayern angesichts dieses von der Politik inszenierten Unfugs noch stärker als bisher „auf die Barrikaden geht“, um sich ihrem Ärger durch gewaltfreien Protest Luft zu machen… und

 …z w e i t e n s…

 „…Herr schmeiß Hirn ra‘…“

  
Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

zur vollständigen Pressemitteilung der EAPW  hier klicken  

 

www.gegenwind-husarenhof.de

Mossautal – Wander- und Naturparadies von Windpark bedroht

Bis zu 30 Windkraftanlagen auf ca. 292 Hektar

Wie in Ingersheim – Abstände zur Wohnbebauung unter 1000 Meter

(ts / 060412)  –  Nachdem wir erst vor wenigen Tagen, hauptsächlich in Zusammenarbeit mit der BI-Stauferland, eine  Liste  der wichtigsten und aktivsten Bürgerinitiativen in Deutschland erstellt haben, muß die Liste schon nach kurzer Zeit weiter ergänzt werden. Nach der aus Baden- 
Württemberg stammenden  BI „Umwelt und Zukunft in Gailingen“, kommt nach wenigen Tagen gleich die nächste Windkraft-Initiative hinterher. Diesmal aus Hessen und genauer aus dem wunderschönen Mossautal. Die am 28. Dezember 2011 gegründete Bürgerinitiative hat nun seit kurzem auch eine Homepage erstellt (Link dazu am Schluß).

Das Naherholungsgebiet Mossautal ist auch Teil eines Geo-Naturparks. Auf der Eingangsseite steht zu lesen: „Mossautal ist ein Erholungsgebiet, das die Wanderer und Naturbegeisterten mit einer reichen Flora und Fauna erwartet. Neben einem großen Vogelbestand gibt es hier die Nachfahren der Drachen auf dem Drachenweg zu bestaunen: Feuersalamander, Echsen, Kröten, Frösche. In den hier durch die Windkraftanlage bedrohten Gelände gibt es seltene Fledermäuse, Vögel, Rot- und Schwarzwild – und auch der Fuchs fehlt nicht in diesem herrlichen Reservat der Ruhe.“

Die Ablehnungsgründe für diesen Windpark sind letztendlich identisch mit denen in Ingersheim/Husarenhof

·        Windräder zu nahe an der Wohnbebauung

·        Lärm, tieffrequenter Lärm, Schattenschlag

·        Wertverluste der Immobilien

·        Probleme beim Natur- und Vogelschutz

Stichwort Wertverlust-   Die Blitzabfrage der BI bei Maklern im Odenwaldkreis brachte Preisabschläge bis zu 30 Prozent mit sich. Teilweise werden Objekte gar nicht erst zur Vermittlung angenommen.

Weiterhin sind auf der Webseite interessante Details zum Thema tieffrequenter Lärm zu erfahren und das ist auch unter dem Aspekt zu sehen, dass der Verantwortliche von dieser BI ein Mediziner mit breit gestreuten medizinischen Kenntnissen ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft die Stellungnahme des für diesen Ort zuständigen Regierungspräsidiums auf einige Fragen der Darmstädter ECHO-Redaktion im März 2012 - im Anschluss an eine Bürgerversammlung vom 21.3.2012.

Es wird jetzt deutlich, dass der Flächennutzungsplan zur Ausweisung von Windparkflächen keineswegs die Genehmigung von Windrädern an anderen Standorten ausschließt. Die BI schreibt dazu: „ Das war bisher das stärkste Argument, sich an den Planungsverfahren zu beteiligen. Da dies nun wegfällt, wird sicher einigen Verantwortlichen deutlich, dass hier eine Umstrukturierung der gesamten bergigen Odenwaldregion in ein Windenergieindustriegebiet droht. Oder wie es der ehemalige Landrat Horst Schnur zusammengefaßt hat: "Nun soll der waldreiche, ländliche Odenwald offensichtlich im Zuge einer Regionalkolonialisierung die Elektrizität für die Metropolen erzeugen.“

In Baden-Württemberg ist der Sachverhalt genauso.  Ein unserer  BI vorliegender Schriftverkehr zur Problematik von Ausschlußgebieten in BW läßt nur die Erkenntnis zu, dass im Endeffekt nach und nach überall Windkraftanlagen gebaut werden können, wenn die Abstandsregeln eingehalten werden und auch sonst keine wichtigen Belange dagegen sprechen. Dem Wildwuchs ist also, entgegen den Versprechungen der Grün/Roten Landesregierung, Tür und Tor geöffnet. Es gibt hierzu also noch Diskussionsbedarf.

Foto: Bernd Korthaus

Nachdem auch die auf der Informationsveranstaltung im März 2010 getätigten Versprechungen der Initiatoren des Ingersheimer Windrads, es wäre von ihrer Seite aus k e i n  weiteres Windrad geplant, schon vor Inbetriebnahme der ersten Windkraftanlage offensichtlich Makulatur sind, darf man gespannt sein wie viele Windkraftanlagen den Ingersheimer Bürgern und den Bewohnern des Husarenhofs in nächster Zeit noch zugemutet werden.

Es steht zu befürchten, dass die Bewohner des Husarenhofs nun auch noch von der Besigheimer Seite aus, unter der tatkräftigen Mitwirkung einiger bekannter Windkraft-Heilsbringer zusehends eingekreist werden, mit den dann von uns immer wieder beschriebenen und auf unserer Homepage nachzulesenden Folgen.

 Homepage der BI Mossautal 


Neue Aufgabengebiete für Feuerwehren in Baden-Württemberg: Feuerwehreinsätze wegen Windrad-Havarien werden zunehmen

Sind  I n g e r s h e i m e r  F e u e r w e h r  und die anderen Feuerwehren des Kreises Ludwigsburg sowie der benachbarten Landkreise auf diese Fälle  -  bzw. auf den     „F a l l  d e r  F ä l l e“ in Ingersheim  -  vorbereitet ?  

 Abgefackelte Windräder bald auch in Baden-Württemberg ?

  
(wm / 170312) - Einen Vorgeschmack dessen, was auf die  F e u e r w e h r e n  des Landes angesichts der von der grün-roten Landesregierung forcierten  W i n d k r a f t-Ausbaupläne in  B a d e n - 
W ü r t t e m b e r g  zukommen könnte
, zeigt eine ins Internet eingestellte Bildergalerie über bundesweit erfolgte  F e u e r w e h r e i n s ä t z e  der letzten Jahre, zu denen es aufgrund von Windrad-Havarien  -  in den meisten Fällen  a u s g e l ö s t  d u r c h   B r ä n d e  infolge technischer Defekte in der Windrad-Gondel  -  gekommen ist. Zu weiteren detaillierten, ins Internet eingestellten Berichten über durch Windrad-Brand ausgelöste Feuerwehr-Einsätze gelangt man durch Google-Eingabe der Suchwörter „Windrad Brand Feuerwehr“ o.ä.

Wie bekannt, sind bundesweit z. Zt. rd.  2 2 5 0 0  Windkraftanlagen in Betrieb. Tendenz weiter steigend wegen des weiter erfolgenden Zubaus, der vor allem durch  f a l s c h e, vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgehenden Anreizen durch EEG-Subventions-Überförderung angeregt wird.

Wie ebenfalls bekannt, werden wegen der nach wie vor über das EEG erfolgenden Subventions-Ü b e r f ö r d e r u n g  nach dem  G i e ß k a n n e n p r i n z i p  Subventionen in die regenerative Energien-Branche gepumpt, die jetzt schon jährlich rd. 13 Milliarden €  (!!) betragen und die wegen des weiter erfolgenden Zubaus und wegen der 20 jährigen Subventions-Laufzeit noch weiter ansteigen werden; bisher wurden zu  L a s t e n  der  S t r o m v e r b r a u c h e r  in Deutschland rd.  8 0
Milliarden an Einspeisevergütungen = Subventionen
 - die diesen Subventions-Unfug über
h ö h e r e Strompreise
zwangsweise finanzieren müssen  -  an die Einspeiser ausgeschüttet.

Das EEG  g a r a n t i e r t  den Einspeisern regenerativen Stroms  2 0  Jahre lang ab Inbetriebnahme eine  -  auch nach den letzten Kürzungen  -  immer noch viel zu hohe Einspeisevergütung, die über gesetzlich festgelegte Zwangsumlage zu  h ö h e r e n  Stromrechnungen zu  L a s t e n  der  S t r o m v e r b r a u c h e r  führt, die diese Einspeisevergütungen „aus dem  e i g e n e n  Geldbeutel“ finanzieren müssen.

Nicht zuletzt durch diese über  f a l s c h e  Subventions-Anreize ausgelöste Fehlentwicklung hat Deutschland  w e l t w e i t  die  z w e i t h ö c h s t e n  Strompreise… die als Standortnachteil Gift sind für ein hochentwickeltes und im weltweiten Wettbewerb um kostengünstige Standorte stehendes Industrieland…

Wegen des im Vergleich zum relativ  w i n d a r m e n  Binnenland wie Baden-Württemberg  -  an dessen Windrad-Standorten in den allermeisten Fällen aufgrund topografischer Gegebenheiten und wegen relativ schwachem Windaufkommen  k e i n  wirtschaftlicher Windrad-Geschäftsbetrieb möglich ist  -  rd. 2 - 3 Mal  h ö h e r e n  jahresdurchschnittlichen Windaufkommens und des dadurch je installierter Windkraftanlage deutlich  h ö h e r e n Windstromertrags stehen rd.  7 5  %  der bis
j e t z t  installierten rd. 22500 Windkraftanlagen in den „k l a s s i s c h e n“ Windkraft- 
Bundesländern im  N o r d e n  und  O s t e n  -  und  n i c h t  im windschwächeren Süden  -  Deutschlands
(Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen), während die nach Wirtschaftlichkeitsüberlegungen ihre Investitionsentscheidungen treffenden und „mit spitzem Bleistift rechnenden“ privaten Windkraft-Investoren bisher um Baden-Württemberg herum wegen vergleichsweiser Windarmut und dadurch drohender Windrad-Fehlinvestition  -  verständlicherweise  -  „einen weiten Bogen“ gemacht haben….

 Vor allem aufgrund dieser überwiegend  -  wie im nur 298 m  über Meereshöhe und daher relativ windarm gelegenen  Ingersheim  -  u n w i r t s c h a f t l i c h e n  Standort-  Bedingungen ist es zu erklären, daß bisher in  Baden-  Württemberg  -  angesichts der vergleichsweise  schlechten  Windverhältnisse  l o g i s c h e r w e i s e  -  n u r  3 8 2  Windkraftanlagen  i n  B e t r i e b  sind, obwohl  angesichts  der bisher in BW ausgewiesenen  Windvorrang-Gebiete ohne  weiteres deutlich mehr  Windspargel hätten gebaut werden  können… Und: Es spricht sich „im Ländle“ immer mehr herum, daß selbst die an vermeintlich für baden-württembergische Verhältnisse windstärkeren Regionen bisher aufgestellten Windspargel  - z.B….

  •   …auf den Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds

  •   …auf der Hohenloher Ebene und

  •    …auf der Schwäbischen Alb

Jahr für Jahr und in schöner Regelmäßigkeit höchst  u n b e f r i e d i g e n d e  -  weil tiefrote Betriebsergebnisse erwirtschaftende  -  Windstrom-Ergebnisse  e r z i e l e n  und die einstmals von der Windkraft-Lobby im Auftrag der Windkraft-Konzerne bewußt unter den blauäugigen, meist „grünen“ Windkraft-Kapitalanlegern gestreuten, von „gekauften“ Wind-Gutachtern „schön gerechneten“, viel zu optimistischen Windstrom-Ertrags-Hochrechnungen sind heute nicht einmal mehr das Papier wert auf dem sie stehen, denn zwischen den völlig  ü b e r h ö h t e n  P r o p h e z e i u n g e n  der Windrad-Apostel und den  n a c h  Inbetriebnahme erwirtschafteten Ist-Ergebnissen  k l a f f t  n i c h t  s e l t e n eine  L ü c k e  von durchschnittlich ca. 40 %, die in Einzelfällen sogar noch höher ist…

K l a s s i s c h e s  Beispiel für eine  W i n d k r a f t-F e h l i n v e s t i t i o n  ist der im Jahr 2006 / 2007 in Betrieb gegangene, aus 14 Windmühlen auf den  H ö h e n r ü c k e n  im Nordschwarzwald bei  
S i m m e r s f e l d (Freudenstadt) bestehende und mit ca. 700 m - 800 m (!!) über Meereshöhe
v e r m e i n t l i c h  windgünstig gelegene Windpark, der sich für die „g r ü n e n“ Kapital-Anleger immer mehr zu einem  f i n a n z i e l l e n  F i a s k o  entwickelt
!

Dieser als  b a d e n-w ü r t t e m b e r g i s c h e s  Vorzeige-Projekt seinerzeit unter großem „ballyhoo“ von

  • windkraft-euphorisierten Landes- und Kommunal-Politikern (unter anderem in Anwesenheit der damals amtierenden BW-Umweltministerin Tanja Gönner / CDU)

  • unkritisch und überschwänglich berichtenden Redakteuren lokaler und regionaler Zeitungen

  •  sowie  -  ebenfalls meist blauäugigen, fachlich inkompetenten -  Behördenvertretern (die n i c h t ihr eigenes Geld, sondern die von den Bürgern + Unternehmen erwirtschafteten Steuergelder  - oftmals fragwürdig…, z.B. bei völlig unrentablen Windparks  -  ausgeben…)

eingeweihte Windpark weicht hinsichtlich seiner bis jetzt im vergangenen 5-Jahreszeitraum jährlich und insgesamt erzielten Windstrom-Ergebnisse  m e i l e n w e i t  nach  u n t e n  -  d.h. jährlich durchschnittlich um bis zu 50 %  -  von seinen  z u v o r  von der Windkraft-Lobby  v o l l m u n d i g
versprochenen
Windstrom-Prognosen ab… und die bis jetzt dort aufgelaufenen Verluste können  -  zum Nachteil der blauäugigen, meist „grünen“ Kapitalanleger, die ihr eingesetztes Eigenkapital „dahin schmelzen“ sehen (ohne Aussicht, es jemals wieder zurück zu erhalten)  -  in der verbleibenden Restlaufzeit niemals mehr ausgeglichen werden… (vgl. Stuttgarter Nachrichten vom 16.6.2011 „Laues Lüftchen statt steifer Brise“ und unser Beitrag vom 9.7.2011

Bisher zumindest haben sich die meisten der meist „grünen“ Windkraft-Kapitalanleger im relativ windarmen Binnenland in Baden-Württemberg oder Bayern auch vom durch die public-relations-Abteilungen der Windkraft-Konzerne inszenierten und durch die Fußtruppen der Windkraft-Lobby wie BUND oder NABU noch unterstützten „Getöse“ um den weiteren Windkraft-Ausbau angesichts der meist desaströsen Ist-Windstrom-Ergebnisse bei den bisher in BW installierten Windkraftanlagen „vornehm“ zurück gehalten…kein Wunder: Wer will als Windkraft-Investor schon sehenden Auges mit ansehen müssen, wie sein „sauer verdientes“ Eigenkapital angesichts der jährlich an den meisten baden-württembergischen Windkraft-Standorten auflaufenden „tiefroten“ Betriebsergebnisse wie „Schnee in der Sonne zusammen schmilzt…“

Allerdings setzt die neue grün-rote Landesregierung seit den Landtagswahlen vom 27.3.2011  
a l l e s  d a r a n, ihre überwiegend in den „g r ü n e n“ und „r o t e n“ Parteiprogrammen stehenden  Z i e l e  zum Windkraft-Ausbau zu forcieren.

So sollen nach dem jetzt noch im Anhörungs-Stadium befindlichen neuen Landesplanungsgesetz innerhalb der 5 Jahre umfassenden Legislaturperiode 2011 - 2015 jährlich bis zu 150  -  insgesamt 750 -
n e u e  Windindustrieanlagen gebaut werden
.

Im nächsten 8-Jahres-Zeitraum sollen offiziellen Verlautbarungen entsprechend insgesamt gar bis zu 1200  n e u e  Windkraftanlagen errichtet werden; zusammen mit den jetzt bereits installierten würden dann rd.  1 6 0 0  Windindustrieanlagen in Baden-Württemberg  -  die meisten davon wegen relativer Windarmut unrentabel und (symbolisch) als Fehlinvestition für die nachfolgende Generation anzusehen  -  stehen: Baden-Württemberg wäre an vielen  l a n d s c h a f t s -
s e n s i b l e n  Stellen regelrecht verspargelt…

Da die meisten als vermeintlich windstark angesehenen „Filet-Standorte“ auf den Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds, in Hohenlohe oder auf der Schwäbischen Alb bereits durch einen Großteil der  3 8 2  schon bestehenden Windräder belegt ist, und die  Aufnahmekapazität dieser Gebiete die neu geplanten Windkraftanlagen auch  n i c h t  nur annähernd aufnehmen kann, bedeutet dies, daß  -  bei Realisierung der Windkraft-Ausbaupläne  -  viele  n e u e  Windrad-Standorte auf deutlich  w i n d ä r m e r e n, den Wohnsiedlungen  noch  n ä h e r e n  oder auf  W a l d-, L a n d s c h a f t s- und N a t u r s c h u t z g e b i e t e n  liegenden Flächen hinzukommen… Dies belegt die jetzt schon „vom Zaum gebrochene“ Debatte… 

Damit würde der  l a n d s c h a f t s z e r s t ö r e r i s c h e n  Windrad-Verspargelung nun auch in Baden-Württemberg  -  wie schon in den  w i n d r a d-v e r s e u c h t e n Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands zuvor  -  „Tür und Tor“ geöffnet werden…

 P a r a l l e l  zum dort in der Vergangenheit erfolgten  m a s s i v e n  Windkraft-Ausbau haben sich dort jedoch auch die  F e u e r w e h r-E i n s ä t z e  aufgrund  b r e n n e n d e r  W i n d r ä d e r 
erhöht, wie ein Blick auf die im Internet abrufbaren Videos und Berichte der Lokalzeitungen, Feuerwehren etc. zeigt.

Sollten die Windrad-Ausbaupläne auch in Baden-Württemberg weiter forciert werden, ist von einer ähnlichen Entwicklung  -  was Feuerwehr-Einsätze bei brennenden Windrädern betrifft  -  auszugehen…

Die in Windkraft-Bundesländern wie Brandenburg zu beobachtende Entwicklung stößt bei F e u e r w e h r-E x p e r t e n  immer  s t ä r k e r  auf  K r i t i k , so z.B. bei einem Kreisbrandmeister aus Herzberg / Brandenburg, der angesichts eines kürzlich erfolgten Windradbrands die  n i c h t 
ausreichende  F e u e r w e h r-T e c h n i k  kritisierte
: „…Wir kommen gar nicht in solche Höhen. Die im Landkreis stationierten Hubretter reichen maximal bis 23 Meter. Bei Wohnbebauung kommen wir damit bis in den 4. oder mit viel Glück auch bis in den 5. Stock. Das ist für unsere Region hier ausreichend. Vor Windkraftanlagen sehe so ein Fahrzeug jedoch ziemlich mickrig aus, erst recht, wenn diese immer weiter gen Himmel ragen. Weder an Löschen sei dann zu denken, noch an Retten von Monteuren, die sich vielleicht zu Wartungszwecken gerade an der havarierten Anlage aufhalten.

Und weiter: „Ein zweiter bedenkenswerter Aspekt sei das Risiko für die Kameraden. Beim Brand im September seien die herunterfallenden Teile im Umkreis von 300 Metern zu Boden gegangen. In einem solchen Fall können die Kameraden nur großflächig abschirmen“; …“…Glück im konkreten Fall in Großrössen: Auf dem Stoppelfeld hielten sich nur kleinere Glutnester.“… „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn im Umkreis Wald gewesen wäre“ … „Es hätte auch schon gereicht, wenn das Feld noch nicht abgeerntet gewesen wäre. Der Wind hätte das Feuer womöglich bis zum nächsten Dorf getrieben“, so der Falkenberger Stadtbrandmeister, der den Einsatz im September leitete.

 „…Für weiteres Gefahrenpotenzial sorgt … noch ein anderer Umstand. …Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich bei Windkraftanlagen, genau so wie übrigens auch bei Solaranlagen, um Bauwerke handelt, an denen Spannung anliegt. Wir können also im Brandfall nicht so einfach drauflos löschen, sondern müssen zuvor sicher sein, dass sie vom Netz genommen worden sind.“ …

In diesem Zusammenhang weisen Feuerwehr-Experten in letzter Zeit verstärkt auf mögliche Windrad-Brände in im  W a l d  -  wo künftig nach dem Willen vorwiegend grüner Politiker, Naturfrevler und fachlich oft inkompetenter Behördenleiter auch in Baden-Württemberg verstärkt in Windkraft investiert werden soll  -  befindlichen W i n d p a r k s hin, bei denen die Feuerwehr mit ihrem schwerem Gerät mangels ausreichender Feld- und Waldwege-Infrastruktur kaum zum Brandherd durchkomme. Auch gebe es dort nicht genügend Löschwasser für die Bekämpfung des Brandherds….

Abschließend  k r i t i s i e r t  der  K r e i s b r a n d m e i s t e r: „Vor dem Bau solcher Anlagen werden alle möglichen Partner gehört, aber der Brandschutz steht hintenan. Die Feuerwehr wird jedenfalls nicht nach ihrer Meinung gefragt.“

 Einen eher originellen Einfall hatte die Feuerwehr in Leopoldshöhe: Da das Feuer in lediglich 35 m Höhe im Windrad-Turm ausgebrochen war, hatte sie einen Teil des Windrad-Turms „ausgeklebt.“ Allerdings dürfte diese Methode in den meisten Fällen untauglich sein, da Feuer i.d.R. wegen technischer Defekte im ungleich höheren Generator in der Windrad-Gondel ausbricht und daher vom Boden aus kaum gelöscht werden kann: In diesen Fällen empfiehlt der D e u t s c h e  
F e u e r w e h r v e r b a n d
 in seiner im Jahr 2008 heraus gegebenen Stellungnahme „Vorgehen bei Windkraftanlagen“ ein „K o n t r o l l i e r t e s  A b b r e n n e n“. 

Ihre Erfahrungen bei einer Großübung „Brand einer Windkraftanlage geriet außer Kontrolle“ schildert der Einsatzbericht der Feuerwehr in Dingstede .

Die Internet-Plattform „ad-hoc-news“ berichtete am 2.23.2009 über einen in Hanstedt (Landkreis Uelzen) bei einer Windkraftanlage im Motor in 100 m Höhe infolge eines technischen Defekts während der Wartung ausgebrochenen Brand, der zu einem Schaden i.H.v. 750000 € führte. Die Feuerwehr sperrte weiträumig ab und ließ das havarierte Windrad kontrolliert abbrennen.

Das Internet-Portal „localxxl“ berichtete unter der Schlagzeile vom 19.3.2012 „Windrad-Brand in Basedow - Feuerwehr machtlos“ wie folgt : „Eine Windkraftanlage in der Nähe von Basedow (Landkreis Uckermark) ist ausgebrannt. Eine Autofahrerin hatte das Feuer in der Nacht zu Montag, 19. März, entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert, wie die Polizei mitteilte. Da das Maschinenhaus am oberen Ende des Windrads in Flammen stand, gelang es der Feuerwehr nicht, den Brand zu löschen. Sie sicherte lediglich die Umgebung ab und verhinderte so, dass zwei Flügel, die während des Brandes abstürzten, keinen Schaden anrichteten. Offenbar war ein technischer Defekt der Auslöser für das Feuer. Verletzt wurde niemand.”

dpa und mehrere Tageszeitungen -  so auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung  -  berichteten am 2.1.2011 vom Brand einer Enercon-Windkraftanlage, der sich in der Neujahrsnacht 2010 / 2011 in Norden (Landkreis Aurich) unweit der Konzernzentrale von Enercon in Aurich zugetragen und zu einem Schaden von rd. 3 Millionen € geführt hat. 

„...Rund 80 Feuerwehrkräfte rückten an und ließen das Windrad kontrolliert abbrennen. Eine Brandbekämpfung sei bei einer solchen Anlage bei lichterlohen Flammen nicht möglich, so die Feuerwehr. Nach rund sieben Stunden war der Einsatz beendet. Verletzt wurde niemand. Bei dem Feuer wurde hochgiftiger Qualm freigesetzt.“… „Der Qualm zog aber über unbewohntes Gebiet hinweg. So wurde niemand gefährdet“, so ein Sprecher der Feuerwehr. ( Kreiszeitung.de 2.01.2011 )

AZ-online berichtet: „Erst Feuer - dann Einsturz: In diesem Windrad steckt der Wurm“:  „...tm Uelzen-Hanstedt II. Knapp ein Jahr nach dem spektakulären Brand eines Windrades bei Hanstedt II steht jetzt die Ursache fest: Ein technischer Defekt in einem Transformator hat das Feuer in 100 Metern Höhe ausgelöst. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über eine Million Euro. Und bei der Reparatur der Anlage kam es jetzt erneut zu einem Unfall: Beim Aufsetzen eines Turmteils in fast 100 Metern Höhe brach der Turm ab“.

Auch  Ö s t e r r e i c h  blieb von Windkraft-Bränden nicht verschont: So mußte die Feuerwehr am 6.6.2011 ausrücken, um einen Windrad-Brand in Vösendorf zu bekämpfen; Der letzte spektakuläre Windkrad-Brand in Österreich erfolgte erst am 27.2.2012 in Gols am Neusiedler See. Wie das Internet-Portal „oe24.at“ am 27.2.2012 berichtete, soll ein technischer Defekt Ursache des Feuers gewesen sein, das zu einem Schaden von 2,5 Millionen € geführt hat.

Abschließend verweisen wir noch auf einen Einsatzbericht der Feuerwehr Pritzwalk vom 2.6.2011, der unter dem Titel „Auslaufende Betriebsstoffe, abgestürzte Gondel Windkraftanlage“ die technischen Details des bei einem Windrad-Brand erfolgten Einsatzes schildert.

Diese Schilderungen könnten beliebig fortgesetzt werden. Die hier geschilderten und viele weitere Fälle deuten darauf hin, daß im Zuge des in den klassischen Windkraft-Bundesländern im Norden + Osten Deutschlands erfolgten Windkraft-Ausbaus die durch Brand verursachten Windrad-Havarien deutlich zugenommen haben. Ähnliches steht nun auch in Baden-Württemberg bevor, falls der von grün-rot geplante Windkraft-Ausbau Realität wird.

Besonders augenfällig ist, daß die in den letzten Jahren vermehrt bekannt gewordenen Windrad-Brände vorwiegend Anlagen der ab 2010 ff. auf dem Markt befindlichen 2. Generation betreffen, die i.d.R. deutlich höher sind als die Windkraftanlagen der 1. Generation. Letztere sind i.d.R. nur zwischen ca. 50 m - 80 m hoch und werden jetzt vermehrt im Wege des Repowerings durch die deutlich höheren und bis zu 180 m hohen Windindustrieanlagen der 2. Generation ersetzt.

Das Problem hierbei ist wohl, daß der  t e c h n i s c h e  F o r t s c h r i t t  des  F e u e r w e h r- 
Geräts
(den Ausführungen von Feuerwehr-Experten zufolge) nicht Schritt gehalten hat mit dem  t e c h n i s c h e n  F o r t s c h r i t t  -  insbesondere der  H ö h e  -  der Windkraft-Anlagen der 2. G e n e r a t i o n, die jetzt verstärkt im eher windschwachen Binnenland und mit deutlich  g e r i n g e r e m 
Sicherheitsabstand
zur  W o h n b e v ö l k e r u n g  als im Norden + Osten errichtet werden sollen….

 An derartig hier nur bruchstückhaft skizzierten Szenarien haben die vielfach und bei diesen Fragen oft „hoffnungslos“ überforderten Behördenleiter bei ihren Windrad-Genehmigungsprozeduren  -  vor allem bei Standorten im bisher land- und forstwirtschaftlich genutzten Gebieten  -  nicht gedacht…

 Im Interesse der „grünen“ Kapitalanleger ist zu hoffen, daß in den geschilderten Fällen wenigstens ausreichender Versicherungsschutz besteht….

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

 www.gegenwind-husarenhof.de


EnBW Windenergieanlage Schopfloch: Windkraftanlage Enercon E-82 offiziell in Betrieb genommen
Standort Ingersheim verliert den Höhen - Wettlauf gegen EnBW

(ts / 14032012) - Wie EnBW am 14. März 2012 per Pressemitteilung verlauten ließ, wurde am gleichen Tag eine Enercon E-82 mit einer Gesamthöhe von rund 180 Metern in Schopfloch (Nordschwarzwald) offiziell in Betrieb genommen. Zahlreiche Lokalzeitungen berichteten darüber, unter anderem auch die LKZ Ludwigsburg. Damit verliert Ingersheim nun den Wettlauf als erste Gemeinde in Baden- 
Württemberg eine E-82 in dieser Größenordnung in Betrieb nehmen zu können. Wie EnBW weiter berichtet, soll die Enercon-Anlage des Typs E-82 E2 mit einer Leistung von zwei Megawatt künftig den jährlichen
Strombedarf von 1.180 Haushalten decken. Diesen letzten Satz kann man so natürlich nicht unwidersprochen stehen lassen.

Es sollte sich langsam herum gesprochen haben und darum werde ich heute nicht im Detail darauf eingehen, dass eine Windkraftanlage den B e d a r f  von wie viel Haushalten auch immer, n i c h t decken kann und das gleich aus mehreren Gründen. Bitte lesen Sie hierzu den am Schluß verlinkten Artikel von Prof. Dr. Joachim Grawe. Von den sogenannten „Erneuerbaren“ kann das ansatzweise z.B. eine Biogasanlage. Allerdings schützt auch dieses Bedarfs-Privileg nicht vor einer Pleite wie  2011 im bayrischen  Ort Pliening  oder gar vor der drastischen Lösung einer Selbstzerstörung wie 2007 im oberschwäbischen   Ort Daugendorf . Das auch ein Energiekonzern wie EnBW per Pressemitteilung eine solche F a l s c h a u s s a g e wider besseren Wissens verbreitet ist schon bedenklich. Von unserer Lokalpresse bin ich das ja gewohnt, die ist in solchen Fragen oft auf der Überholspur, wie es z.B. in der LKZ Ludwigsburg am 24. Februar 2012 aus dem Kommentar zur Kürzung der Solarförderung ersichtlich ist. Der Schreiber lobte in Bezug auf die Auslastung von Windkraft und Solarenergie, die Windkraft in den höchsten Tönen. Zitat:

„Solarmodule liefern wetterbedingt nur etwa 900 Stunden im Jahr Energie, die weit geringer bezuschussten Windräder dagegen zwischen 4000 und 9000 Stunden.“

Ich weiß nicht wo der Mann diese Zahlen her hat, die Stundenangabe bezgl. der Windkraft ist total daneben (in Baden-Württemberg momentan zwischen ca. 960 und vereinzelt auch mal bis 2000 Volllaststunden) und wird nicht mal bei Offshore-Anlagen erreicht. Weitaus interessanter ist aber, der Verfasser des Kommentars hat auch noch gleichzeitig das Jahr (8760 Stunden) um 2 4 0  Stunden verlängert. Vielleicht auch für Umweltminister Franz Untersteller eine interessante Variante um die Energiewende doch noch zu schaffen.

Nächster Punkt: Vergleicht man die Aussagen von  EnBW und der EG Ingersheim zur (unmöglichen Deckung) der Haushalte, dann stellt man fest, dass am Standort Schopfloch mit nahezu den gleichen Zahlen operiert wird, nämlich ebenfalls mit der Angabe von rund 1200 Haushalten (wobei nach Angaben der Ingersheimer Initiatoren anfangs sogar von bis zu 1400 Haushalten ausgegangen wurde). Also entweder ist der Ingersheimer Standort überdurchschnittlich gut oder der von EnBW ausgesuchte Standort taugt nichts. Wahrscheinlich sind sogar beide Standorte völlig überbewertet, wenn man sich den am 3. März 2012 in der Badischen Zeitung erschienenen Artikel ansieht. Wohl inspiriert von dem im letzten Jahr vom Tüv Süd erstellten Windatlas für Baden-Württemberg, wollten zwei Privatinvestoren auf der Fürsatzhöhe bei Titisee-Neustadt ebenfalls eine E-82 mit rund 180 Meter Gesamthöhe und einer Nennleistung von 2 Megawatt errichten. Laut besagten Windatlas sollte dort eine Windgeschwindigkeit von 6,25 -6 ,50 Meter pro Sekunde vorherrschen, was nach Angaben der Betreiber einer Energieausbeute von 3,5 – 4,5 Millionen Kilowattstunden gleich kommen sollte.

Dann kam die Überraschung, denn das Gutachten das die Firma Enercon höchstselbst gefertigt hatte, geht von einer Energieausbeute von nur 2,6 Millionen Kilowattstunden jährlich aus. Entgegen den Angaben aus dem Windatlas kam Enercon an diesem exponierten Standort auf 1100 Metern Höhe nur auf 5,2 Meter je Sekunde. Der Investor dazu:

In der Branche gelten 5,5 Meter je Sekunde als Mindestanforderung. Unter diesen Umständen wäre, sagt Straub, "eine wirtschaftliche Realisierung des Standorts mit allen heute gängigen Windkraftanlagen nicht möglich.

und weiter stand zu lesen:

„Zweifel an der Vorgehensweise hegt er nicht: Enercon sei Marktführer, habe Anlagen in der Umgebung und verfüge über die entsprechenden Werte. Nicht zuletzt sei es ja auch Enercon-Interesse, realistische Daten zu ermitteln.“

Weiterhin kommt man jetzt zur Erkenntnis, dass die Angaben der Winddaten im Windatlas an Genauigkeit zu wünschen übrig lassen und die Menge an Winddaten bei weitem für eine verlässliche Angabe der Windgeschwindigkeit vor Ort nicht ausreichen. Um also am Standort Ingersheim, auf knapp 300 Meter Höhe gelegen, eine Windgeschwindigkeit von angeblichen 5,7 Metern pro Sekunde zu haben, braucht es wahrlich viel Glaube. Lassen wir uns also überraschen, die Mühle soll ja bald mahlen.

Wie die Schwäbische Zeitung berichtete, stand das Windrad in Schopfloch mangels Windaufkommen während der gesamten Zeremonie still. Das wird nicht das letzte mal gewesen sein.

Thomas Schöller

Mitglied und Webmaster der Bürgerinitiative


Pressemitteilung der EnBW

Bericht der Badischen Zeitung

Die Wahrheit über die Versorgung der Haushalte





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