Berichte
über andere Standorte
CDU-Kreisrat und die Mehrheit des Markdorfer
Gemeinderats g e g e n Windkraft auf dem G e h r e
n b e r g im B o d e n s e e - R a u m
und V o
r a l p e n g e b i e t
„Windkraft:
Neue Zahlen, Daten und Fakten“
Wie eine vom
T o u r i s m u s im Bodenseeraum lebende Region
durch
Windkraft-Infrastrukturmaßnahmen unweigerlich und auf Dauer
z e r s t ö r t würde und zum
Wegfall der Existenzgrundlage
für viele vom „sanften Tourismus“ lebende
Kleinbetriebe führt…
„Wir
wollen die Bürger rechtzeitig informieren und die Dimensionen
verdeutlichen.
Und nicht erst, wenn es zu spät ist.“
…Anregungen
für B ü r g e r m e i s t e r und
G e
m e i n d e r ä t e im
Gemeindeverwaltungsverband (GVV) B e s i
g h e i m und im
GVV B i e t i g h e i m-B i s s i n g e n, I n g e
r s h e i m, T a m m…
(wm /
170412) - Die Schwäbische
Zeitung
berichtet in ihrer im Bodenseeraum erscheinenden Ausgabe vom 17.4.2012
über die Pläne des
Regionalverbands Donau-Iller zum Ausweis eines Windvorrang-
Gebiets an
landschaftssensibler Stelle auf dem Gehrenberg bei Markdorf / Bodensee.
Der
CDU-Kreisrat Ernst Arnegger hat sich zusammen mit weiteren
Persönlichkeiten vor
Ort zur „Interessengemeinschaft
gegen
Windkraftanlagen auf dem Gehrenberg“ zusammen
geschlossen und informiert in
regelmäßigen Gesprächsrunden
(„…I mein halt…“) die
Bevölkerung über die D i m e n s i o n e n
eines
g
e p l a n t e n W i n d p a r k s, der
zu vielen N a c h t e i l e n für die
d o r t im B o
d e n s e e- und V o r a l p e n g e b i e
t lebenden B ü r g e r
führen würde.
Themen „…wie Landschaftsschutz,
Wege, Zuwege und Erschließung, Standsicherheit (Arnegger:
„Es ist ein
Unterschied, ob man Anlagen in der norddeutschen Tiefebene erstellt
oder im
Melasse-Untergrund auf dem Gehrenberg“) aber auch
Windhöffigkeit und
Auswirkungen auf Flora und Fauna sollen bei „I mein
halt“ angesprochen werden.
Dazu hat die Interessengemeinschaft Fakten, Daten und Zahlen gesammelt.
Ein
Windpark besteht aus mindestens drei, vier Anlagen. Auf dem Gehrenberg,
so
befürchtet die IG, könnten bis zu 12
Windräder geplant werden – von bis zu 200
Metern Höhe. „Diese Dimension wollen wir anhand
einer Montage verdeutlichen“,
so Arnegger. Und er nennt weitere Ängste und
Befürchtungen: Wald und Berg
könnten durch den Bau der Windkraftanlage so in
Mitleidenschaft gezogen werden,
dass sie zerstört würden. Allein für die
Installation des Raupenkrans zum Bau
der Windräder müsste eine große
Fläche Baumbestand abgeholzt werden; die
Standfläche terrassenförmig eingeebnet und mit Beton
versehen werden – auf 150
mal 20 Metern Standfläche. Ein weiteres Problem: die Zufahrt.
Die einzige
Möglichkeit für die Versorgungs- und
Transportfahrzeuge sei es, den Gehrenberg
über Wittenhofen und Roggenbeuren anzufahren. Dabei
benötige allein der
Transport eines Rotorenblatts rund 30
Lkw-Fahrten….“
Für weiteren
Diskussionszündstoff sorgen die in den B u n d e s l
ä n d e r n nach wie vor u n t e r
s c h i e d l i c h e n Abstandsregelungen zu
Windindustrieanlagen
bzw. Windparks.
Dabei
ist festzustellen,
daß in grün-rot
bzw. rot-grün regierten
Bundesländern (z.B.
NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) die
A b s t
a n d s r e g e l u n g e n (zu L
a s t e n der
betroffenen Wohn-Bevölkerung) g e r i
n g e r sind
als bei CDU / FDP-geführten
Bundesländern.
Blick
nach Dithmarschen – 1. Dezember 2009 – keine
Fotomontage!
Weiter
festzustellen ist,
daß die S i c h e r h e i t s- / M
i n d
e s t a b s t ä n d e bei
eher
agrarwirtschaftlich geprägten und weniger dicht besiedelten
Bundesländern
(Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen) im Interesse der im
Windrad- /
Windpark-Wirkungskreis lebenden Bevölkerung
größer sind als z.B. in eher
dichter besiedelten Bundesländern bzw. in
Bundesländern mit einer größeren
Industriedichte (NRW, Baden-Württemberg).
Dies
sieht auch die IG in Markdorf / Bodensee und ihre Mitstreiter so, wenn
sie
gemäß Schwäbischer Zeitung feststellt:
„…An
den Abstandsbestimmungen von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung
stört sich die
Interessengemeinschaft auch wegen der großen Unterschiede der
Länder. Ernst
Arnegger nennt ein Beispiel: Baden-Württemberg schreibe 700
Meter vor, Bayern
800, Brandenburg 1000 Meter und Sachsen zehn Mal die Höhe der
Anlage. Und
ernsthaft anzweifeln tut sie die im Windatlas für den
Gehrenberg maximal
ermittelte Windstärke im Jahresschnitt von 5,5 bis 6,2 Meter
pro Sekunde in 140
Metern Höhe. Eigene Berechnungen auf Grundlage einer
Messstation in
Friedrichshafen hätten zwei Meter pro Sekunde erbracht.
„Unser Engagement hat
nichts mit dem Sankt-Florians-Prinzip gemein“, verdeutlicht
er. Es gebe ja
Gemeinden, wie zum Beispiel im Bereich Pfullendorf und Illmensee, die
gerne
Anlagen haben wollen. Ernst Arnegger: „Also: Dann doch bitte
dahin.“
Zum
Punkt S i c h e r h e i
t s- / M i n d e s t a b s t a n d ist
festzuhalten, daß die Weltgesundheits- organisation (W H O)
im Interesse der im
Windkraft-Wirkungskreis (Radius ca. 5 km a b
Windrad-Standort)
lebenden Bevölkerung einen Sicherheitsabstand von mindestens 2 0 0 0 m
empfiehlt; in G r o
ß b r i t a n n i e n fordern
die Gesetze einen Sicherheitsabstand
von mindestens des 1 0-f a c h e n der
G e s a
m t h ö h e (z.B.:
Windrad-Gesamthöhe in I
n g e r s h e i m 179
m: 179 m x Faktor 10 = 1790 m Sicherheits-abstand),
mindestens jedoch 3 0 0 0 m
und in
vielen anderen Industrieländern gelten ähnlich g r o ß e Sicherheitsabstände
(nur n i c h t in
Baden-Württemberg bzw. in
Ingersheim…)
…
und leitende K l i
n i k-Ä r z t
e einer K l i n i k für P a
r k i n s o n-P a t i e n t e n haben
durchgesetzt, daß der Sicherheitsabstand eines Windparks zur
Klinik von
ursprünglich geplanten 1400 m auf jetzt 3000 m v e r g r ö
ß e r t wurde…
(
Beitrag
vom 16.11.2011 / Beelitz )
...diese
beliebig
erweiterbaren Fakten sollten…
·
dem
baden-württembergischen W
i n d r a d-G e s e t z g e b e r
·
den vor
Ort mit dem Thema befaßten
B ü r g e r m e i s t e r n und
G
e m e i n d e r ä t e n
·
den mit
Windrad-Genehmigungen befaßten
B e h ö r d e n
(Landratsämter) sowie den
·
mit
Windkraft-Streitfällen befaßten
V e r w a l t u n g s g e r i c h t e n
zu denken
geben…
Vor
diesem Hintergrund ist es n i c h t akzeptabel,
wenn bezüglich
landwirtschaftlich geprägter Weiler (wie den Besigheimer
Weiler Husarenhof), Gehöfte,
Aussiedlerhöfe u.a. für in der Nähe
ausgewiesene Windkraft-Standorte in
Baden-Württemberg noch geringere als die im Vergleich zu den
anderen
Bundesländern und im internationalen Vergleich ohnehin schon
viel zu geringen,
für Wohngebiete geltenden Sicherheitsabstände gelten
sollen, denn die in den
Weilern und Aussiedlerhöfen - d.h. außerhalb
von Wohngebieten - lebenden
Bewohner sind keinesfalls schlechter zu stellende Menschen 2.
Klasse… …denen
man - wegen der noch geringeren
Sicherheitsabstände zum Windrad-Standort
- nicht
eine noch höhere Windkraft-Immissions-Schadstoff-Dosis zumuten
sollte…
Angesichts der jetzt am 16.4.2012 im Besigheimer Rathaus
erfolgten
A
u f t a k t b e r a t u n g im
Gemeinde-Verwaltungsverband (GVV) B
e s i
g h e i m
- zu dem
·
neben
Besigheim die Gemeinden
·
Freudental
·
Gemmrigheim
·
Hessigheim
·
Löchgau
·
Mundelsheim
und
·
Walheim
gehören
- und
im Hinblick auf die in Kürze
anstehenden Beratungen in den Gemeinderäten bieten
die im Bodenseegebiet jetzt
diskutierten Punkte den einen oder anderen Fingerzeig, unter welchen
Gesichtspunkten das Thema
„Windkraft im
eher windschwachen, aber landschaftssensiblen südlichen
Binnenland“
auch
im Bereich des G V V B
e s i g h e i m diskutiert
und einer für die A l l g e m e i
n h e i t und
für die M
e h r h e i t der B ü
r g e r akzeptablen
E n t s
c h e i d u n g zugeführt
werden kann, damit es n i c h
t zu einer f ü r die B
ü
r g e r mit v i e l z
u v i
e l e n N a c h t e
i l e n, mit K a p i
t a l - V e r l u s t zu
Lasten der oft
blauäugigen Anleger aufgrund einer schon von Beginn an
feststehenden W i n
d r a d-F e h l i n v e s t i t i o n, am B
ü r g e r w i l l e n vorbei
und z u L a
s t e n der n a c h f o l g e n d e n G e n e r a t i o n -
wie
in Ingersheim - getroffenen
Windkraft-Fehlentscheidung kommt.
Das
Motto der Windkraft-Beratungen in vielen Gemeinden im Bodensee- und
Voralpengebiet heißt:
„Wir
wollen die Bürger rechtzeitig informieren und die Dimensionen
verdeutlichen.
Und nicht erst, wenn es zu spät ist.“
Unter
diesem Motto könnten auch die Windkraft-Beratungen in den
Gemeinderäten im
windarmen und daher für Windkraft-Standorte völlig
ungeeigneten Landkreis
Ludwigsburg ablaufen, wobei es geboten ist, der Bevölkerung
nicht nur einseitig
die durch den Einfluß der Windkraft-Lobby
g e s c h ö
n t e n (in
der Realität niemals eintretenden) Wind-Zahlen
zu präsentieren, sondern schonungslos auch die Nachteile -
=
die „Kehrseite der Windrad-Medaille“ -
aufzuzeigen (vgl, hierzu die in
letzter Zeit in unsere homepage eingestellten Beiträge) !
Walter
Müller / Pressewart
„Gegenwind Husarenhof“

www.gegenwind-husarenhof.de
Hinweis in eigener Sache !
Stellungnahme
unserer Bürgerinitiative „Gegenwind
Husarenhof“ zum
„Internationalen Protesttag gegen Windkraftwerke“
vom 3. April 2012
unter Bezugnahme auf
die Pressemitteilung der
„European
Platform Against windfarms“ (EAPW)
Unterstützung
aller Ziele der EAPW durch unsere Bürgerinitiative !
„Herr
schmeiß Hirn ra‘…“
(wm
/
040412) - Die EAPW hat zum „Internationalen
Protesttag gegen Windkraftwerke“ am 3.4.2012
eine Pressemitteilung
(PM) herausgegeben, deren
Feststellungen und Ziele wir
uneingeschränkt und inhaltlich in vollem Umfang
unterstützen. Die
vollständige EAPW-PM haben wir am 3.4.2012 in unsere homepage
eingestellt ( Download hier ).
Mit
schonungsloser Offenheit und in dieser Form bisher
einer breiteren Öffentlichkeit außerhalb der
betroffenen Gebiete kaum bekannt,
zieht die deutsche Sektion der EAPW zur Situation der
„klassischen“
Windkraft-Bundesländer im Norden + Osten Deutschlands eine
Tatsachen-Bilanz
über die in den letzten 20 Jahren durch forcierte
Windkraft-Erschließung dort
eingetretenen Veränderungen.
Unter G
e g e n ü b e r s t e l l u n g von
„K o s t e n / N u t z e n“ bzw. von „V o
r-
u n d N a c h t e i
l e n“ kommt sie zu v
e r n i c h t e n d e n Ergebnissen.
Da sich diese vor allem z u L
a
s t e n der d o r t l
e b e n d e n B e v
ö l k e r u n g
niederschlagen, kommt es seit einigen
Jahren - und seit ca. 3 - 4 Jahren
verstärkt - vor Ort auch zu immer
stärker
werdenden Bürgerprotesten, Gründung von
Bürgerinitiativen etc..
Wie
bekannt, befinden sich ca. 8
0 % -
8 5 % der bisher in
Deutschland rd.
22500 gebauten Windindustrieanlagen im N
o r d e n + O s t e n Deutschlands (Schleswig-Holstein,
Niedersachsen,
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen,
Brandenburg,
nördliche Teile von Hessen + NRW).
Dies deshalb, weil d o r t das
jahresdurchschnittliche W
i n d a u f k o m m e n
(= w i c h t i g s t
e r + e n t s c h e i d e n d e r I n d
i k a t o r für d a u e r h a f t w i r t s c h a f t -
l i c h e n Windkraft-Geschäftsbetrieb
am investierten
Standort) ca. 2 - 3 mal h
ö h e r und
daher der W i n d s
t r o m-E r t r a g je
Windrad erheblich größer ist als im
vergleichsweise w i
n d a r m e n Süden
/ Südwesten (Baden-Württemberg, Bayern).
Der
massive Windkraft-Ausbau im an sich für Windindustrieanlagen
wegen der
·
geringeren
Siedlungsdichte, geringerer Industriedichte
·
der vorwiegend agrarwirtschaftlich
strukturierten Regionen
·
der Nähe zum Meer und
·
wegen des höheren
Windaufkommens
eher
prädestinierten Norden + Osten hat dort jedoch in vielen
Landstrichen zum Überschreiten der
W i n d k r a f t-S ä t t i g u n g s g r e n z
e geführt,
mit der Folge, daß die
ursprünglich in der Bevölkerung vorhandene
pro-Windkraft-Akzeptanz vielerorts
in contra-Windkraft-Stimmung gekippt ist.
Aufgrund
der erreichten Windkraft-S ä t t i g
u n
g s g r e n z e sehen
die meist im
Norden angesiedelten Windkraft-Konzerne, ihre Zulieferer und die
vereinte
Windkraft-Lobby dort - wenn überhaupt -
weitere Expansionsmöglichkeiten vor
allem durch Bau von
off-shore-Anlagen (Windparks im Meer) bzw. im Wege des Repowerings,
d.h. im
Austausch der alten, vorwiegend nur 50 m - 80 m hohen Anlagen der 1.
Generation
durch 180 m - 230 m hohe Windindustrieanlagen der 2. Generation.
Letzteres
führt regelmäßig zu noch stärkeren
Bürgerprotesten vor Ort.
Beides
stößt jedoch auf zunehmenden Widerstand in der
dortigen Bevölkerung und die für
Windkraft-Anlagen z. Zt. gerade stark abkühlenden
Weltmärkte bzw. der vor allem
von chinesischen Windkraft-Firmen aufgrund von Kostenvorteilen
eingeleitete
Verdrängungswettbewerb tun ein übriges
dafür, daß die Zukunftsaussichten der
deutschen - vorwiegend im Norden
angesiedelten - Windkraft-Unternehmen z.
Zt. nicht gerade rosig erscheint.
Blick
nach Dithmarschen – 1. Dezember 2009 – keine
Fotomontage!
Aus Sicht der
Windkraft-Lobby und angesichts der Suche
nach neuen Absatzmärkten „kommt
es
gerade recht“, wenn die bei den letzten
Landtagswahlen in NRW,
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz neu gewählten,
rot-grünen bzw. grün-roten
Landesregierungen - eher
Ideologie,
Symbolik und Vorgaben ihrer Parteiprogramme folgend und weniger
abgestützt auf Wirtschaftlichkeitsüberlegungen -
durch Änderung von
Landesgesetzen u.a. den Weg bereiten für die
flächendeckende Windkraft-Erschließung im an sich
wegen relativer Windarmut weniger geeigneten
südlichen Binnenland, oft noch medienwirksam
unterstützt durch die - zwar
fachlich angesichts der Komplexität der Materie oftmals
überforderte, jedoch
dem grün-roten Zeitgeist unkritisch folgende und die
Öffentlichkeit über die
Auswirkungen der Windkraft-Ausweitung oft nur einseitig informierende -
Lokal- und Regionalpresse vor Ort.
So sollen allein in
Baden-Württemberg im Rahmen des 5-Jahreszeitraums der
Legislaturperiode 2011 -
2015 zu den bereits vorhandenen rd. 380 Windindustrieanlagen
jährlich bis zu
150 (insgesamt: 5 Jahre x 150 Windräder pro Jahr = 750)
weitere hinzukommen und
bis zum Jahr 2020 sollen gar 1200 neue, bis zu 230 m hohe
Windkraftanlagen „im
Ländle“ errichtet werden.
Da
die Filet-Standorte an den für baden-württembergische
Verhältnisse vermeintlich
windstärkeren Regionen in BW bereits weitgehend durch die
jetzt schon 390
installierten Windindustrieanlagen belegt sind und die dort noch freie
Standort-Kapazität bei weitem nicht ausreicht, um weitere 1200
noch zu
errichtende Windindustrieanlagen aufzunehmen, wird es
- falls
die Pläne tatsächlich umgesetzt werden sollten -
dazu
kommen, daß der Großteil der neu geplanten
Windindustrieanlagen an noch
schlechter geeigneten - weil windärmeren -
Standorten errichtet werden muß.
In jedem Fall muß davon
ausgegangen werden, daß neues Konfliktpotential entsteht,
wenn weitere Windindustrieanlagen
noch näher an die Wohnbesiedlung heranreichen oder in
Landschaftsschutz- oder
Naturschutzgebieten oder gar im Wald errichtet werden.
Daß
dieses Konfliktpotential nun auch bei Umsetzung der
Windkraft-Pläne der
BW-Landesregierung im relativ windarmen, jedoch dichter besiedelten
Baden-Württemberg droht,
zeigen die Ergebnisse der EAPW-Untersuchungen für den
vergangenen
20-Jahreszeitraum im Norden + Osten. In der EAPW-PM heißt es
hierzu
auszugsweise:
„Seit
mehr als 20 Jahren verändern Windkraftanlagen das
Landschaftsbild und die
Horizonte im ländlichen Raum, zunehmend auch in den Meeren,
weltweit.
Heute
belasten allein in Deutschland 22.300 WKA Mensch und Natur –
Tendenz stark
steigend.
Jede
einzelne Industrieanlage verschandelt nicht nur Landschaft und
Horizonte an
Land und auf dem Meer, sondern auch unser Kulturerbe, schädigt
die Gesundheit
der Anwohner und die Natur durch Zerstörung von
Lebensräumen seltener Arten,
mindert die Lebensqualität für Mensch und Tier,
entwertet die Immobilien der
Anrainer und vernichtet Ihre Alterssicherung.
Viele
Bewohner am Meer, in den Bergen, in Landschaften, die zur Erholung
einladen,
mussten
die Vermietung von Ferienwohnungen aufgeben, weil sich ihre
Feriengäste andere,
von Windkraftnutzung unbelastete Gegenden für ihren Urlaub
suchten.
Wo Wälder
für Windkraftwerke abgeholzt, Moore, Marschen und liebliche
Hügel in lärmende
Industriezonen umgewandelt und der einst erholsame Blick aufs Meer mit
dauerblinkenden Rotorbewegungen quittiert wird, mag niemand Ferien
machen und
das Leben wird zur Qual.
Der
Artenrückgang in den einst für die Natur wertvollen
Räumen wie z.B. Wäldern,
Küsten und
Feuchtgebieten ist bedenklich. In Schleswig-Holstein sind innerhalb der
letzten
20 Jahre zunehmender Industrialisierung durch Windkraftwerke
und
Maismonokulturen 60% aller vorkommenden Arten der Avifauna
(Vögel, Fledermäuse,
Insekten) verschwunden.
Zugvogelrouten
wurden durch riesige Windindustriezonen abgeriegelt, viele Vogelarten
kommen in
den Rotoren um, Fledermäusen platzen die Lungen durch
Unterdruck und
Schweinswale
verlieren ihr Echolot durch den Unterwasserlärm und somit ihre
Fähigkeit
Futter
und Artgenossen zur Paarung zu finden.
Die
nächtlich blinkenden WKA im Meer ziehen Hochsee- und
Zugvögel magisch an und
lassen auch diese zu Tausenden in den Rotoren sterben. Die Avifauna
wird durch
Rotorbewegungen, Lärm und Vibrationen aus ihren Brut-,
Nahrungs- und
Rastplätzen verscheucht. Das Aussterben ohnehin bereits
gefährdeter Arten wie
z.B. Rotmilan, Schrei- und Fischadler, Schwarzstorch, Uhu, Teich- und
Bechsteinfledermaus
ist nur eine Frage der Zeit.
Bei einem
Flächenverbrauch von 8,5 ha und Entwaldung von 3-6000
m² pro Windkraftwerk
von 200m
Höhe im Wald ist das nicht verwunderlich...
Vielerorts
hat in Regionen mit hoher Windenergienutzung, die oft mit einer
Zusatzbelastung
durch Monokulturen von Energiepflanzen einhergeht, eine
„Verslumung“
eingesetzt. Wer es sich leisten kann, fortzugehen, obwohl seine
Immobilie nur
noch die Hälfte wert oder gar unverkäuflich geworden
ist, wird das tun.
Die
Verwahrlosung, zunehmende Leerstände und damit die
wirtschaftliche Schädigung
dieser Region folgt auf dem Fuße. Um 400 Meter
Abstände zu Wohnbebauungen
einzuhalten, werden heute Hausbesitzer aus ihren Immobilien gekauft, um
diese
dann abzureißen und damit Platz für mehr WKA zu
gewinnen.
Für
welchen Preis?
Als
großartige Leistung zur Stromerzeugung und zur Rettung des
Klimas werden uns
stets
die „rein
rechnerischen“, also nie erreichbaren Zahlen technisch
erzeugbarer Kilowattstunden
präsentiert. Nur wer selber forscht erfährt die
Wahrheit: 17 % der ausgelobten
Strommenge wird durchschnittlich produziert und 7,6 % betrug in 2011
der Anteil an
der gesamten Strommenge in Deutschland. Effizienz sieht anders
aus!“
Und
weiter: „Gerade erst in 2011 belohnt mit milliardenschweren
Fördergeldzusagen
zugunsten tausender Offshore-Anlagen, wurden nun vonseiten der
deutschen
Politiker Subventionen für die Erforschung von 300 Meter hohen
Windkraftwerken zugesagt.
Das
Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) mit seinen garantierten
Einspeisevergütungen sichert
finanzstarken Investoren und Konzernen 20 Jahre lang feste Einkommen,
die von allen
Stromkunden durch ständig steigende Stromkosten bezahlt
werden. Verteilung von
arm nach reich.
Pachtgelder
von 50.000 € pro WKA und Jahr ermöglichen
Landbesitzern ein entspanntes
Leben bei
hohen Einkommen, ohne dafür arbeiten zu müssen.
In
diesen
zwei Jahrzehnten und nach dem sog. Repowering noch viel
länger, bescheren sie
den
betroffenen Nachbarn nicht nur Gesundheitsschäden wie z.B.
Schlaf- und
Herzrhythmusstörungen,
Geschwüre und Risse in Mund und Bronchien, Bluthochdruck und
Übelkeit
durch Infra- und Niederfrequenzschall (Windrotoren Syndrom
–WTS und
Vibrationsakustische
Erkrankung – VAD) und den Verlust von Lebensqualität
und
Wohnwerten, sondern zusätzlich den Verlust ihrer Grundrechte.
Politiker
mit eigenen Windkraftinteressen schreiben sich die passenden Gesetze
und
sichern sich ihre Pfründe. So hat der derzeitige
Ministerpräsident des Landes
Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, im Jahr 1990 als
Bundestagsabgeordneter und Windkraftbetreiber das
Vorläufergesetz zum EEG auf
den Weg gebracht, welches bereits seit 1991 den Profit durch
Windkraftnutzung
befördert.
Der
jahrzehntelang im Landesamt (LLUR) in Schleswig-Holstein für
die Genehmigungen
von
Windkraftwerken
nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) zuständige,
heute
pensionierte
Beamte Andreas Kunte fand umgehend mit dem Eintritt in den Ruhestand
einen lukrativen
Platz auf der Expertenliste des Bundesverbandes Windenergie und reist
als Berater
für windkraftambitionierte Bürgermeister durch die
Gemeinden, um für mehr
Flächen zu werben oder um Fachvorträge zu halten.
Die Gier nach dem schnellen Geld
steigt
täglich. Verschleiert durch gutmenschelnde
Weltrettungsideologien fällt sie
weniger auf.“…
Korrupte
Nachtwächter-Politiker in den Landesparlamenten und in Berlin
und sich von der
Windkraft-Lobby korrumpieren lassende Beamte sind hauptverantwortlich
für diese
nur in Deutschland und weltweit in keinem anderen Staat
- nicht
einmal in den sogenannten Bananenrepubliken
- sich
jetzt zeigende Windkraft-Mißstände.
Angesichts
dieses nun auch im windärmeren südlichen Binnenland
drohenden Windwahn-Unsinns
bleibt zweierlei zu hoffen, nämlich…
…e r s t e n
s…
…daß
auch die breite
Öffentlichkeit in Baden-Württemberg und Bayern
angesichts dieses von der
Politik inszenierten Unfugs noch stärker als bisher
„auf die Barrikaden geht“,
um sich ihrem Ärger durch gewaltfreien Protest Luft zu
machen… und
…z
w e i t e n s…
„…Herr
schmeiß Hirn ra‘…“
Walter
Müller / Pressewart
„Gegenwind Husarenhof“
zur
vollständigen Pressemitteilung
der EAPW hier klicken
www.gegenwind-husarenhof.de
Mossautal – Wander- und Naturparadies
von Windpark bedroht
Bis
zu 30 Windkraftanlagen auf ca.
292 Hektar
Wie
in Ingersheim – Abstände zur
Wohnbebauung unter 1000 Meter
(ts /
060412) – Nachdem wir erst vor wenigen
Tagen, hauptsächlich in Zusammenarbeit
mit der BI-Stauferland, eine Liste der wichtigsten und aktivsten
Bürgerinitiativen
in Deutschland erstellt haben, muß die Liste schon nach
kurzer Zeit weiter
ergänzt werden. Nach der aus Baden-
Württemberg
stammenden BI
„Umwelt und Zukunft in Gailingen“, kommt nach
wenigen Tagen gleich die nächste Windkraft-Initiative
hinterher. Diesmal aus
Hessen und genauer aus dem wunderschönen Mossautal. Die am 28. Dezember 2011
gegründete Bürgerinitiative hat nun seit kurzem auch
eine Homepage erstellt
(Link dazu am Schluß).
Das
Naherholungsgebiet
Mossautal ist auch Teil eines Geo-Naturparks. Auf
der Eingangsseite steht zu
lesen: „Mossautal
ist ein Erholungsgebiet,
das die Wanderer und Naturbegeisterten mit einer reichen Flora und
Fauna
erwartet. Neben einem großen Vogelbestand gibt es hier die
Nachfahren der
Drachen auf dem Drachenweg zu bestaunen: Feuersalamander, Echsen,
Kröten,
Frösche. In den hier durch die Windkraftanlage bedrohten
Gelände gibt es
seltene Fledermäuse, Vögel, Rot- und Schwarzwild
– und auch der Fuchs fehlt
nicht in diesem herrlichen Reservat der Ruhe.“
Die
Ablehnungsgründe für diesen Windpark sind
letztendlich identisch mit denen in
Ingersheim/Husarenhof
·
Windräder
zu nahe an der Wohnbebauung
·
Lärm,
tieffrequenter Lärm, Schattenschlag
·
Wertverluste
der Immobilien
·
Probleme
beim Natur- und Vogelschutz
Stichwort
Wertverlust-
Die
Blitzabfrage der BI bei Maklern im Odenwaldkreis brachte
Preisabschläge bis zu 30
Prozent mit sich. Teilweise werden Objekte gar nicht erst zur Vermittlung
angenommen.
Weiterhin
sind auf der Webseite interessante Details
zum Thema tieffrequenter Lärm zu erfahren und das ist auch
unter dem Aspekt zu
sehen, dass der Verantwortliche von dieser BI ein Mediziner mit breit
gestreuten medizinischen Kenntnissen ist.
Ein
weiterer
wichtiger Punkt betrifft die Stellungnahme des für diesen Ort
zuständigen Regierungspräsidiums auf einige Fragen
der
Darmstädter ECHO-Redaktion im März 2012 - im
Anschluss an
eine Bürgerversammlung vom 21.3.2012.
Es
wird jetzt deutlich, dass der Flächennutzungsplan
zur Ausweisung von Windparkflächen keineswegs die Genehmigung von
Windrädern an anderen Standorten ausschließt.
Die BI schreibt dazu: „
Das war bisher das stärkste Argument, sich an den
Planungsverfahren zu beteiligen. Da dies nun wegfällt, wird
sicher
einigen Verantwortlichen deutlich, dass hier eine Umstrukturierung der
gesamten bergigen Odenwaldregion in ein Windenergieindustriegebiet
droht. Oder wie es der ehemalige Landrat Horst Schnur
zusammengefaßt hat: "Nun soll der waldreiche,
ländliche
Odenwald offensichtlich im Zuge einer Regionalkolonialisierung die
Elektrizität für die Metropolen erzeugen.“
In
Baden-Württemberg ist der Sachverhalt genauso. Ein
unserer BI vorliegender Schriftverkehr zur Problematik von
Ausschlußgebieten in BW läßt nur die
Erkenntnis zu,
dass im Endeffekt nach und nach
überall Windkraftanlagen
gebaut werden können, wenn die Abstandsregeln eingehalten
werden
und auch sonst keine wichtigen Belange dagegen sprechen. Dem Wildwuchs ist also, entgegen den Versprechungen
der Grün/Roten
Landesregierung, Tür und Tor geöffnet. Es gibt hierzu
also noch Diskussionsbedarf.
Foto:
Bernd Korthaus
Nachdem
auch die auf
der Informationsveranstaltung im März 2010 getätigten
Versprechungen der Initiatoren des Ingersheimer Windrads, es
wäre
von ihrer Seite aus k e
i n
weiteres Windrad geplant, schon vor Inbetriebnahme der ersten
Windkraftanlage offensichtlich Makulatur sind, darf man gespannt sein
wie viele Windkraftanlagen den Ingersheimer
Bürgern und den Bewohnern des Husarenhofs
in nächster Zeit noch zugemutet werden.
Es
steht zu
befürchten, dass die Bewohner des Husarenhofs nun auch noch
von
der Besigheimer Seite aus, unter der tatkräftigen Mitwirkung
einiger bekannter Windkraft-Heilsbringer zusehends eingekreist werden,
mit den dann von uns immer wieder beschriebenen und auf unserer
Homepage nachzulesenden Folgen.
Homepage der BI
Mossautal
Neue Aufgabengebiete für
Feuerwehren in Baden-Württemberg: Feuerwehreinsätze
wegen Windrad-Havarien werden zunehmen
Sind I
n g e r s h e i m e r F
e u e r w e h r und
die anderen Feuerwehren des Kreises
Ludwigsburg sowie der benachbarten Landkreise auf diese Fälle -
bzw.
auf den „F a l l d e r F
ä l l e“ in Ingersheim
- vorbereitet
?
Abgefackelte
Windräder bald auch in Baden-Württemberg ?
(wm /
170312) - Einen Vorgeschmack dessen, was
auf die F e u e r w
e h r e n des
Landes angesichts der von der grün-roten
Landesregierung forcierten W
i n d k r a
f t-Ausbaupläne in B
a d e n -
W ü r t t e
m b e r g zukommen
könnte, zeigt
eine ins Internet eingestellte Bildergalerie
über bundesweit erfolgte F e u e r w e h r e i n s
ä t z e der
letzten Jahre, zu denen es aufgrund von
Windrad-Havarien - in
den
meisten Fällen a
u s g e l ö s t d
u r c h B r ä n
d e infolge
technischer Defekte in der
Windrad-Gondel - gekommen ist. Zu weiteren
detaillierten, ins
Internet eingestellten Berichten über durch Windrad-Brand
ausgelöste
Feuerwehr-Einsätze gelangt man durch Google-Eingabe der
Suchwörter „Windrad
Brand Feuerwehr“ o.ä.
Wie bekannt, sind bundesweit z.
Zt. rd. 2 2 5 0 0 Windkraftanlagen in Betrieb. Tendenz weiter steigend wegen
des weiter erfolgenden Zubaus, der vor allem durch f a l s
c h e, vom Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) ausgehenden Anreizen durch
EEG-Subventions-Überförderung angeregt
wird.
Wie
ebenfalls
bekannt, werden wegen der nach wie vor über das EEG
erfolgenden Subventions-Ü b e r f ö r d e r u n g nach dem G
i e ß k a n n e n p r i n z i p Subventionen
in die regenerative Energien-Branche gepumpt, die jetzt schon
jährlich rd. 13
Milliarden € (!!)
betragen und die wegen des weiter
erfolgenden Zubaus und wegen der 20 jährigen
Subventions-Laufzeit noch weiter
ansteigen werden; bisher wurden zu L a s t e n der S
t
r o m v e r b r a u c h e r in
Deutschland rd. 8 0
Milliarden an
Einspeisevergütungen =
Subventionen -
die diesen
Subventions-Unfug über
h ö h e r e Strompreise
zwangsweise finanzieren
müssen - an die Einspeiser
ausgeschüttet.
Das
EEG g
a r a n t i e r t den
Einspeisern
regenerativen Stroms 2 0 Jahre
lang ab Inbetriebnahme eine
- auch
nach den letzten Kürzungen
- immer
noch viel zu hohe Einspeisevergütung, die über
gesetzlich festgelegte
Zwangsumlage zu h
ö h e r e n Stromrechnungen
zu L a s t e n der S
t
r o m v e r b r a u c h e r führt,
die diese Einspeisevergütungen „aus
dem e i g e n e n Geldbeutel“
finanzieren müssen.
Nicht
zuletzt durch diese über f a l s c h e Subventions-Anreize
ausgelöste Fehlentwicklung hat
Deutschland w e l t
w e i t die z w
e i t h ö c h s t e n Strompreise…
die
als Standortnachteil Gift sind für
ein hochentwickeltes und im weltweiten Wettbewerb um
kostengünstige Standorte stehendes
Industrieland…
Wegen
des im Vergleich zum relativ w i n d a r m e n Binnenland
wie Baden-Württemberg
- an
dessen Windrad-Standorten in den allermeisten Fällen aufgrund
topografischer
Gegebenheiten und wegen relativ schwachem Windaufkommen k e
i n wirtschaftlicher
Windrad-Geschäftsbetrieb möglich ist
- rd. 2 - 3 Mal h
ö h e r e n jahresdurchschnittlichen
Windaufkommens und
des dadurch je installierter Windkraftanlage deutlich h
ö h e r e n Windstromertrags stehen rd. 7
5 % der bis
j e t z t installierten rd. 22500
Windkraftanlagen in
den „k l a s s i s c h e n“ Windkraft-
Bundesländern im N
o r d e n und O s
t e n - und n
i c h t im
windschwächeren Süden
- Deutschlands
(Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern,
Brandenburg, Sachsen,
Sachsen-Anhalt, Thüringen), während die nach
Wirtschaftlichkeitsüberlegungen
ihre Investitionsentscheidungen treffenden und „mit spitzem
Bleistift
rechnenden“ privaten Windkraft-Investoren bisher um
Baden-Württemberg herum wegen
vergleichsweiser Windarmut und dadurch drohender Windrad-Fehlinvestition -
verständlicherweise
- „einen
weiten Bogen“ gemacht haben….
Vor
allem aufgrund dieser überwiegend
- wie
im nur 298 m über Meereshöhe und daher
relativ windarm gelegenen Ingersheim
- u n w i r t s c h a f t l i c h e n Standort-
Bedingungen ist es zu erklären,
daß bisher in Baden-
Württemberg - angesichts der
vergleichsweise
schlechten Windverhältnisse l o g i s c h e r w e i s e -
n u r 3
8 2 Windkraftanlagen
i n B
e
t r i e b sind,
obwohl angesichts
der bisher in BW ausgewiesenen Windvorrang-Gebiete
ohne weiteres deutlich mehr
Windspargel hätten gebaut werden
können… Und: Es spricht sich
„im Ländle“ immer
mehr herum, daß selbst die an vermeintlich für
baden-württembergische
Verhältnisse windstärkeren Regionen bisher
aufgestellten Windspargel - z.B….
-
…auf den
Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds
-
…auf der Hohenloher
Ebene und
-
…auf
der
Schwäbischen Alb
Jahr für Jahr und in
schöner
Regelmäßigkeit höchst u
n b e f r i e d i
g e n d e - weil tiefrote
Betriebsergebnisse
erwirtschaftende - Windstrom-Ergebnisse e r z i e l e n und die einstmals von der
Windkraft-Lobby im Auftrag der
Windkraft-Konzerne bewußt unter den blauäugigen,
meist „grünen“
Windkraft-Kapitalanlegern gestreuten, von
„gekauften“ Wind-Gutachtern
„schön
gerechneten“, viel zu optimistischen
Windstrom-Ertrags-Hochrechnungen sind
heute nicht einmal mehr das Papier wert auf dem sie stehen, denn zwischen den völlig ü
b e r h ö h t e n P
r o p h e z e i u n g e n der
Windrad-Apostel und den n
a c h Inbetriebnahme
erwirtschafteten
Ist-Ergebnissen k l
a f f t n i c h t s e l t e n eine L ü c k e von durchschnittlich ca. 40
%, die in Einzelfällen
sogar noch höher ist…
K l a s s i s c h e s Beispiel für eine W i n d k r a f t-F e h l i
n v e s t i t i o n ist
der im Jahr 2006 / 2007
in Betrieb
gegangene, aus 14 Windmühlen auf
den H ö h
e n r ü c k e n im
Nordschwarzwald bei
S i m m e r s f e l d (Freudenstadt)
bestehende und mit ca. 700 m - 800 m (!!) über
Meereshöhe
v e r m e i n t l
i c h windgünstig
gelegene Windpark, der sich für
die „g r ü n e n“ Kapital-Anleger immer
mehr zu einem f i n
a n z i e l l e n F
i a s k o entwickelt
!
Dieser
als b
a d e n-w ü r t t e m b e r g i s c h e s Vorzeige-Projekt
seinerzeit unter
großem „ballyhoo“ von
-
windkraft-euphorisierten Landes-
und Kommunal-Politikern
(unter anderem in Anwesenheit der damals amtierenden
BW-Umweltministerin Tanja
Gönner / CDU)
-
unkritisch
und überschwänglich berichtenden
Redakteuren
lokaler und regionaler Zeitungen
-
sowie
-
ebenfalls meist blauäugigen, fachlich
inkompetenten -
Behördenvertretern (die n
i c h
t ihr
eigenes Geld, sondern die von
den Bürgern + Unternehmen erwirtschafteten
Steuergelder
- oftmals fragwürdig…, z.B. bei
völlig
unrentablen Windparks -
ausgeben…)
eingeweihte
Windpark weicht hinsichtlich seiner bis jetzt im vergangenen
5-Jahreszeitraum jährlich
und insgesamt erzielten Windstrom-Ergebnisse
m e i l e n w e i t nach
u n t e n -
d.h.
jährlich durchschnittlich
um bis zu 50 % - von seinen z u
v o
r von der
Windkraft-Lobby v o l l
m u n d i g
versprochenen
Windstrom-Prognosen ab… und die bis jetzt dort aufgelaufenen
Verluste
können - zum Nachteil der
blauäugigen, meist
„grünen“ Kapitalanleger, die ihr
eingesetztes Eigenkapital „dahin schmelzen“ sehen
(ohne Aussicht, es jemals
wieder zurück zu erhalten)
- in
der verbleibenden Restlaufzeit niemals
mehr ausgeglichen werden… (vgl. Stuttgarter Nachrichten vom
16.6.2011 „Laues
Lüftchen statt steifer Brise“ und unser
Beitrag vom 9.7.2011
)
Bisher
zumindest haben sich die meisten der meist
„grünen“ Windkraft-Kapitalanleger im
relativ windarmen Binnenland in Baden-Württemberg oder Bayern
auch vom durch die
public-relations-Abteilungen
der Windkraft-Konzerne inszenierten und durch die Fußtruppen
der
Windkraft-Lobby wie BUND oder NABU noch unterstützten
„Getöse“ um den
weiteren Windkraft-Ausbau angesichts der meist desaströsen
Ist-Windstrom-Ergebnisse bei den bisher in BW installierten
Windkraftanlagen
„vornehm“ zurück gehalten…kein
Wunder: Wer will als Windkraft-Investor schon
sehenden Auges mit ansehen müssen, wie sein „sauer
verdientes“ Eigenkapital
angesichts der jährlich an den meisten
baden-württembergischen
Windkraft-Standorten auflaufenden „tiefroten“
Betriebsergebnisse wie „Schnee in
der Sonne zusammen schmilzt…“
Allerdings
setzt die neue
grün-rote Landesregierung seit den Landtagswahlen vom
27.3.2011
a l l e s d a r a
n, ihre überwiegend in den „g r ü n e
n“
und „r o t e n“ Parteiprogrammen stehenden Z i e l e zum
Windkraft-Ausbau zu forcieren.
So
sollen nach dem jetzt noch im Anhörungs-Stadium befindlichen
neuen
Landesplanungsgesetz innerhalb der 5 Jahre umfassenden
Legislaturperiode 2011 - 2015
jährlich bis zu 150 - insgesamt 750 -
n
e u e Windindustrieanlagen
gebaut werden.
Im
nächsten 8-Jahres-Zeitraum sollen offiziellen
Verlautbarungen entsprechend insgesamt gar
bis zu 1200 n e u e
Windkraftanlagen
errichtet werden; zusammen
mit den jetzt bereits installierten würden dann rd. 1 6 0 0 Windindustrieanlagen
in Baden-Württemberg - die
meisten davon wegen relativer Windarmut unrentabel und (symbolisch) als
Fehlinvestition
für die nachfolgende Generation anzusehen -
stehen: Baden-Württemberg wäre
an vielen l a n d s
c h a f t s -
s e n s i
b l e n Stellen
regelrecht verspargelt…
Da
die meisten als vermeintlich windstark angesehenen
„Filet-Standorte“ auf den
Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds,
in Hohenlohe oder auf der
Schwäbischen Alb bereits durch einen Großteil der 3 8
2 schon
bestehenden Windräder belegt ist, und
die Aufnahmekapazität
dieser Gebiete die neu
geplanten Windkraftanlagen auch n
i c h t nur
annähernd aufnehmen kann,
bedeutet dies, daß -
bei
Realisierung der Windkraft-Ausbaupläne
- viele n
e u e Windrad-Standorte
auf deutlich w i n
d ä r m e r e n, den Wohnsiedlungen noch n ä h e r e n oder
auf W a l d-, L a n
d s c h a f t s- und N a t u r
s c h u t z g e b i e t e n liegenden
Flächen hinzukommen… Dies belegt die
jetzt schon „vom Zaum gebrochene“
Debatte…
Damit
würde der l a n d s c h a f t s z e r s t ö r e r i
s c h e n Windrad-Verspargelung
nun auch in
Baden-Württemberg - wie
schon in den w i n
d r a d-v e r s e u c
h t e n Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands zuvor -
„Tür
und Tor“ geöffnet werden…
P a r a
l l e l zum dort in
der Vergangenheit erfolgten m
a s s i v e n Windkraft-Ausbau
haben sich dort jedoch auch
die F e u e r w e h
r-E i n s ä t z e aufgrund
b r e n
n e n d e r W i n d
r ä d e r
erhöht, wie ein Blick auf die im Internet
abrufbaren Videos und Berichte der Lokalzeitungen, Feuerwehren etc.
zeigt.
Sollten die
Windrad-Ausbaupläne auch in
Baden-Württemberg weiter forciert werden, ist von einer
ähnlichen
Entwicklung - was
Feuerwehr-Einsätze bei brennenden
Windrädern betrifft - auszugehen…
Die in
Windkraft-Bundesländern
wie Brandenburg zu beobachtende Entwicklung stößt
bei F e u e r w e h r-E x p e
r t e n immer s t ä r k e r auf K
r
i t i k
, so
z.B. bei einem Kreisbrandmeister aus Herzberg /
Brandenburg, der angesichts eines
kürzlich erfolgten
Windradbrands die n
i c h t
ausreichende F e u e r w e h r-T e c h n
i k kritisierte:
„…Wir kommen gar nicht in
solche Höhen. Die im Landkreis stationierten Hubretter reichen
maximal bis 23
Meter. Bei Wohnbebauung kommen wir damit bis in den 4. oder mit viel
Glück auch
bis in den 5. Stock. Das ist für unsere Region hier
ausreichend. Vor Windkraftanlagen
sehe so ein Fahrzeug jedoch ziemlich mickrig aus, erst recht, wenn
diese immer
weiter gen Himmel ragen. Weder an Löschen sei dann zu denken,
noch an Retten
von Monteuren, die sich vielleicht zu Wartungszwecken gerade an der
havarierten
Anlage aufhalten.
Und
weiter: „Ein zweiter bedenkenswerter Aspekt sei das Risiko
für die Kameraden.
Beim Brand im September seien die herunterfallenden Teile im Umkreis
von 300
Metern zu Boden gegangen. In einem solchen Fall können die
Kameraden nur
großflächig abschirmen“;
…“…Glück im konkreten Fall in
Großrössen: Auf dem
Stoppelfeld hielten sich nur kleinere
Glutnester.“… „Nicht auszudenken, was
passiert wäre, wenn im Umkreis Wald gewesen
wäre“ … „Es hätte auch
schon
gereicht, wenn das Feld noch nicht abgeerntet gewesen wäre.
Der Wind hätte das
Feuer womöglich bis zum nächsten Dorf
getrieben“, so der Falkenberger Stadtbrandmeister,
der den Einsatz im September leitete.
„…Für
weiteres Gefahrenpotenzial sorgt … noch ein
anderer Umstand. …Wir dürfen nicht vergessen, dass
es sich bei
Windkraftanlagen, genau so wie übrigens auch bei Solaranlagen,
um Bauwerke
handelt, an denen Spannung anliegt. Wir können also im
Brandfall nicht so
einfach drauflos löschen, sondern müssen zuvor sicher
sein, dass sie vom Netz
genommen worden sind.“ …
In
diesem Zusammenhang weisen Feuerwehr-Experten in letzter Zeit verstärkt auf mögliche
Windrad-Brände in im W
a l d - wo
künftig nach dem Willen vorwiegend grüner Politiker,
Naturfrevler und fachlich
oft inkompetenter Behördenleiter auch in
Baden-Württemberg verstärkt in
Windkraft investiert werden soll - befindlichen
W i n d p a r k s hin, bei denen die Feuerwehr mit ihrem
schwerem Gerät
mangels ausreichender Feld- und Waldwege-Infrastruktur kaum zum
Brandherd
durchkomme. Auch gebe es dort nicht genügend
Löschwasser für die Bekämpfung des
Brandherds….
Abschließend
k r i t
i s i e r t der K r
e i s b r a n d m e i s t e r: „Vor dem Bau solcher Anlagen
werden alle möglichen
Partner gehört, aber der Brandschutz steht hintenan. Die
Feuerwehr wird
jedenfalls nicht nach ihrer Meinung gefragt.“
Einen
eher originellen Einfall hatte die Feuerwehr in Leopoldshöhe: Da das Feuer
in lediglich 35 m Höhe im Windrad-Turm
ausgebrochen war, hatte sie einen Teil des Windrad-Turms „ausgeklebt.“
Allerdings dürfte diese Methode in den meisten Fällen
untauglich sein, da Feuer i.d.R. wegen
technischer Defekte im
ungleich höheren Generator in der Windrad-Gondel ausbricht
und daher vom
Boden aus kaum gelöscht werden kann: In diesen Fällen
empfiehlt der D e u t
s c h e
F e u e r w e h r v e r b a n d in seiner im Jahr 2008
heraus gegebenen Stellungnahme „Vorgehen bei Windkraftanlagen“
ein „K o n t r o l l i e r t e s A b
b r e n n e n“.
Ihre Erfahrungen bei einer
Großübung „Brand
einer Windkraftanlage geriet außer Kontrolle“
schildert der Einsatzbericht der Feuerwehr in Dingstede .
Die
Internet-Plattform „ad-hoc-news“ berichtete am
2.23.2009 über einen in Hanstedt
(Landkreis Uelzen) bei einer Windkraftanlage im Motor in 100 m
Höhe infolge
eines technischen Defekts während der Wartung ausgebrochenen
Brand, der
zu einem Schaden i.H.v. 750000 €
führte.
Die Feuerwehr sperrte weiträumig ab und ließ das havarierte Windrad
kontrolliert abbrennen.
Das
Internet-Portal „localxxl“ berichtete unter der
Schlagzeile vom 19.3.2012
„Windrad-Brand in Basedow - Feuerwehr machtlos“ wie folgt : „Eine
Windkraftanlage in der Nähe von Basedow (Landkreis Uckermark)
ist ausgebrannt.
Eine Autofahrerin hatte das Feuer in der Nacht zu Montag, 19.
März, entdeckt
und die Rettungskräfte alarmiert, wie die Polizei mitteilte.
Da das
Maschinenhaus am oberen Ende des Windrads in Flammen stand, gelang es
der
Feuerwehr nicht, den Brand zu löschen. Sie sicherte lediglich
die Umgebung ab
und verhinderte so, dass zwei Flügel, die während des
Brandes abstürzten,
keinen Schaden anrichteten. Offenbar war ein technischer Defekt der
Auslöser
für das Feuer. Verletzt wurde niemand.”
dpa
und mehrere Tageszeitungen - so
auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung -
berichteten am 2.1.2011 vom Brand
einer Enercon-Windkraftanlage, der
sich in der Neujahrsnacht 2010 / 2011
in Norden (Landkreis Aurich) unweit der Konzernzentrale von Enercon in
Aurich
zugetragen und zu einem Schaden von rd. 3 Millionen €
geführt hat.
„...Rund
80 Feuerwehrkräfte rückten an und ließen
das Windrad kontrolliert abbrennen.
Eine Brandbekämpfung sei bei einer solchen Anlage bei
lichterlohen Flammen
nicht möglich, so die Feuerwehr. Nach rund sieben Stunden war
der Einsatz
beendet. Verletzt wurde niemand. Bei dem Feuer wurde hochgiftiger Qualm
freigesetzt.“… „Der Qualm zog aber
über unbewohntes Gebiet hinweg. So wurde
niemand gefährdet“, so ein Sprecher der Feuerwehr. (
Kreiszeitung.de 2.01.2011 )
AZ-online
berichtet: „Erst Feuer - dann Einsturz: In diesem
Windrad steckt der
Wurm“: „...tm Uelzen-Hanstedt II. Knapp
ein Jahr nach dem spektakulären Brand eines Windrades bei
Hanstedt II steht
jetzt die Ursache fest: Ein technischer Defekt in einem Transformator
hat das
Feuer in 100 Metern Höhe ausgelöst. Der Gesamtschaden
beläuft sich auf über
eine Million Euro. Und bei der Reparatur der Anlage kam es jetzt erneut
zu
einem Unfall: Beim Aufsetzen eines Turmteils in fast 100 Metern
Höhe brach der
Turm ab“.
Auch
Ö
s t e r r
e i c h blieb von
Windkraft-Bränden
nicht verschont:
So
mußte die Feuerwehr am 6.6.2011 ausrücken, um einen Windrad-Brand in Vösendorf
zu bekämpfen; Der letzte
spektakuläre
Windkrad-Brand in Österreich erfolgte erst am
27.2.2012 in Gols am
Neusiedler See. Wie das Internet-Portal „oe24.at“ am 27.2.2012
berichtete, soll
ein technischer Defekt Ursache des Feuers gewesen sein, das
zu einem Schaden von 2,5 Millionen € geführt hat.
Abschließend
verweisen wir noch auf einen Einsatzbericht
der Feuerwehr Pritzwalk vom 2.6.2011, der unter dem Titel
„Auslaufende
Betriebsstoffe, abgestürzte Gondel Windkraftanlage“
die technischen Details des
bei einem Windrad-Brand erfolgten Einsatzes schildert.
Diese
Schilderungen könnten beliebig fortgesetzt werden. Die hier
geschilderten und
viele weitere Fälle deuten darauf hin, daß im Zuge
des in den klassischen
Windkraft-Bundesländern im Norden + Osten Deutschlands
erfolgten
Windkraft-Ausbaus die durch Brand verursachten Windrad-Havarien
deutlich
zugenommen haben. Ähnliches steht nun auch in
Baden-Württemberg bevor, falls
der von grün-rot geplante Windkraft-Ausbau Realität
wird.
Besonders
augenfällig ist, daß die in den letzten
Jahren vermehrt bekannt gewordenen Windrad-Brände vorwiegend
Anlagen der ab
2010 ff. auf dem Markt befindlichen 2. Generation betreffen, die i.d.R.
deutlich höher sind als die Windkraftanlagen der 1.
Generation. Letztere sind
i.d.R. nur zwischen ca. 50 m - 80 m hoch und werden jetzt vermehrt im
Wege des
Repowerings durch die deutlich höheren und bis zu 180 m hohen
Windindustrieanlagen der 2. Generation ersetzt.
Das
Problem hierbei ist wohl, daß der
t e c h n i s c h e F o r t s c h r i t t des F
e
u e r w e h r-
Geräts (den Ausführungen von
Feuerwehr-Experten zufolge)
nicht Schritt gehalten hat mit dem t e c h n i s c h e n F
o r t s c h r i t t - insbesondere
der H ö h e -
der Windkraft-Anlagen
der 2. G e n e r
a t i o n, die jetzt verstärkt
im eher windschwachen Binnenland und mit deutlich
g e r i
n g e r e m
Sicherheitsabstand
zur W
o h n b e v ö l k e r u n g
als im
Norden + Osten errichtet werden sollen….
An
derartig hier nur bruchstückhaft skizzierten Szenarien haben
die vielfach und
bei diesen Fragen oft „hoffnungslos“
überforderten Behördenleiter bei ihren
Windrad-Genehmigungsprozeduren - vor allem bei Standorten
im bisher land- und
forstwirtschaftlich genutzten Gebieten
- nicht
gedacht…
Im
Interesse der „grünen“ Kapitalanleger ist
zu hoffen, daß in den geschilderten
Fällen wenigstens ausreichender Versicherungsschutz
besteht….
Walter
Müller / Pressewart
„Gegenwind Husarenhof“
www.gegenwind-husarenhof.de
EnBW Windenergieanlage Schopfloch:
Windkraftanlage Enercon E-82 offiziell in Betrieb genommen
Standort Ingersheim
verliert den Höhen - Wettlauf gegen
EnBW
(ts / 14032012) - Wie
EnBW am 14. März 2012 per
Pressemitteilung verlauten ließ, wurde am gleichen
Tag eine Enercon E-82 mit einer Gesamthöhe
von rund 180 Metern in Schopfloch
(Nordschwarzwald) offiziell in Betrieb genommen. Zahlreiche
Lokalzeitungen
berichteten darüber, unter anderem auch die LKZ
Ludwigsburg.
Damit verliert Ingersheim
nun den Wettlauf als erste Gemeinde in Baden-
Württemberg eine E-82 in dieser
Größenordnung in Betrieb nehmen zu können.
Wie EnBW weiter berichtet, soll die
Enercon-Anlage des Typs E-82 E2 mit einer Leistung von zwei Megawatt
künftig
den jährlichen Strombedarf
von 1.180 Haushalten
decken. Diesen letzten Satz
kann man so natürlich nicht unwidersprochen stehen lassen.
Es
sollte sich langsam herum gesprochen haben und darum werde ich heute
nicht im Detail darauf eingehen, dass eine
Windkraftanlage den B e
d a r f von wie viel Haushalten auch immer, n i c h t
decken
kann und das gleich aus mehreren Gründen. Bitte lesen Sie
hierzu
den am Schluß verlinkten Artikel von Prof. Dr. Joachim Grawe.
Von
den sogenannten „Erneuerbaren“
kann das ansatzweise z.B. eine Biogasanlage. Allerdings
schützt
auch dieses
Bedarfs-Privileg nicht vor einer Pleite
wie 2011
im bayrischen
Ort Pliening oder
gar vor
der drastischen Lösung einer Selbstzerstörung wie
2007 im oberschwäbischen
Ort Daugendorf . Das auch ein Energiekonzern
wie EnBW
per
Pressemitteilung eine solche F
a l s c h a u s s a g e wider besseren Wissens verbreitet
ist schon bedenklich. Von unserer Lokalpresse
bin ich das ja gewohnt, die ist
in solchen Fragen oft auf der Überholspur, wie es z.B. in der LKZ Ludwigsburg am
24. Februar 2012 aus dem Kommentar zur Kürzung der
Solarförderung ersichtlich
ist. Der Schreiber lobte in Bezug auf die Auslastung von
Windkraft und Solarenergie,
die Windkraft in den höchsten Tönen. Zitat:
„Solarmodule
liefern
wetterbedingt nur etwa 900 Stunden im Jahr Energie, die weit geringer
bezuschussten
Windräder dagegen zwischen 4000 und 9000 Stunden.“
Ich
weiß nicht wo der Mann diese Zahlen her hat, die
Stundenangabe bezgl. der Windkraft ist total daneben (in
Baden-Württemberg momentan zwischen ca. 960 und vereinzelt
auch
mal bis 2000 Volllaststunden) und wird nicht mal bei Offshore-Anlagen
erreicht. Weitaus interessanter ist aber, der Verfasser des Kommentars
hat auch noch gleichzeitig das
Jahr (8760 Stunden) um 2
4 0 Stunden verlängert. Vielleicht auch
für Umweltminister Franz
Untersteller eine interessante Variante um die
Energiewende doch noch zu
schaffen.
Nächster
Punkt: Vergleicht man die Aussagen von EnBW und der EG
Ingersheim
zur (unmöglichen Deckung) der Haushalte, dann stellt
man
fest, dass am Standort Schopfloch mit nahezu den gleichen Zahlen
operiert wird, nämlich ebenfalls mit der Angabe von rund 1200 Haushalten
(wobei nach Angaben der Ingersheimer Initiatoren anfangs sogar von bis
zu 1400 Haushalten ausgegangen wurde).
Also entweder ist der Ingersheimer Standort
überdurchschnittlich
gut oder der von EnBW ausgesuchte Standort taugt nichts. Wahrscheinlich
sind sogar beide Standorte völlig überbewertet, wenn
man sich
den am 3. März 2012 in der Badischen Zeitung erschienenen
Artikel
ansieht. Wohl inspiriert von dem im letzten Jahr vom Tüv Süd
erstellten Windatlas
für Baden-Württemberg,
wollten zwei Privatinvestoren auf der
Fürsatzhöhe bei
Titisee-Neustadt ebenfalls eine E-82 mit rund 180 Meter
Gesamthöhe
und einer Nennleistung von 2 Megawatt errichten. Laut besagten
Windatlas sollte dort eine Windgeschwindigkeit von 6,25 -6 ,50 Meter pro Sekunde
vorherrschen, was nach Angaben der Betreiber einer Energieausbeute von 3,5 – 4,5 Millionen
Kilowattstunden gleich kommen sollte.
Dann
kam die Überraschung, denn das Gutachten das die Firma Enercon
höchstselbst gefertigt hatte, geht von einer Energieausbeute
von nur 2,6 Millionen
Kilowattstunden jährlich aus. Entgegen den
Angaben aus dem Windatlas
kam Enercon an diesem exponierten
Standort auf 1100 Metern
Höhe nur auf 5,2
Meter je Sekunde. Der Investor dazu:
„In der Branche
gelten
5,5 Meter je Sekunde als Mindestanforderung. Unter diesen
Umständen wäre, sagt Straub, "eine wirtschaftliche
Realisierung des Standorts mit allen heute gängigen
Windkraftanlagen nicht möglich.“
und
weiter stand zu lesen:
„Zweifel
an der
Vorgehensweise hegt er nicht: Enercon sei Marktführer, habe
Anlagen in der
Umgebung und verfüge über die entsprechenden Werte.
Nicht zuletzt sei es ja
auch Enercon-Interesse, realistische Daten zu ermitteln.“
Weiterhin
kommt man jetzt zur Erkenntnis, dass die Angaben der Winddaten im
Windatlas an Genauigkeit
zu wünschen übrig lassen und die Menge
an Winddaten bei weitem für eine verlässliche Angabe
der Windgeschwindigkeit vor Ort nicht
ausreichen. Um also am Standort Ingersheim,
auf knapp 300 Meter Höhe gelegen, eine Windgeschwindigkeit von
angeblichen
5,7 Metern pro Sekunde zu haben, braucht es wahrlich viel Glaube. Lassen wir
uns also überraschen, die Mühle soll ja bald mahlen.
Wie
die
Schwäbische Zeitung berichtete, stand das Windrad in
Schopfloch
mangels Windaufkommen während der gesamten Zeremonie
still. Das
wird nicht das letzte mal gewesen sein.
Thomas
Schöller
Mitglied
und Webmaster der Bürgerinitiative
Pressemitteilung der EnBW
Bericht der Badischen Zeitung
Die Wahrheit über die Versorgung
der Haushalte