Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlagen zwischen Ingersheim und Husarenhof

Berichte über andere Standorte


Umwelt-Meldestelle Baden-Württemberg versagt !

„Zahnloser Tiger“, wenn es um die Meldung / Ahndung massiver und planmäßig durchgeführter        V e r s t ö ß e von Umwelt- und Naturschutz-Tatbeständen geht, die durch Windkraft-Unfug in der  N a t u r  verursacht werden

 

Gibt es „gute“ und deshalb  n i c h t  zu ahndende Verstöße gegen Umwelt- und Naturschutz-Bestimmungen, nur weil sie als zwangsläufige Konsequenz einer Ideologie folgenden, „grün angehauchten“ Windkraft-Gesetzgebung begangen werden ?

  

(wm / 080315) - Auf der Homepage des BW-Umweltministeriums wird die dort angesiedelte Umwelt-Meldestelle überschwänglich und in den höchsten Tönen als einzigartige Einrichtung gelobt, die sonst in keinem der 16 Bundesländer existiert: „.... Wenn Sie Umweltbeeinträchtigungen durch Luftverschmutzung, Lärm, Gewässerverunreinigung, Abfallablagerung oder andere Schäden an Natur und Landschaft feststellen, können Sie sich an die Umweltmeldestelle der Landesregierung wenden. Wir veranlassen die zuständigen Behörden, ihre Meldung zu prüfen und die Umweltbeeinträchtigungen möglichst zu beseitigen… Für die Bearbeitung Ihrer Umweltmeldung benötigen wir Informationen zur Art der Umweltbeeinträchtigung, den Ort der Umweltbeeinträchtigung…).“

Zur Aufgabenstellung heißt es dort weiter: „Die Umweltmeldestelle im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft leitet die bei ihr eingehenden Meldungen, die auch anonym erfolgen können, an die zuständigen Behörden weiter und fordert diese auf, den Sachverhalt zu prüfen und gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Wenn die Meldung nicht anonym erfolgt ist wird ihr Erstatter auch über den Ausgang des Verfahrens, insbesondere über die in die Wege geleiteten Abhilfemaßnahmen, informiert…“.

Und auch BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne) stimmt in die Lobeshymnen ein und lobt die so gepriesene Einrichtung „über den grünen Klee“: „Die bundesweit einzigartige Einrichtung ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern, schnell und unbürokratisch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz im Land zu leisten… …Ich hoffe, dass die Menschen im Land unsere Umweltmeldestelle auch weiterhin rege nutzen werden und so ihren ganz persönlichen Beitrag dazu leisten, die schöne und lebenswerte Umwelt in Baden-Württemberg zu schützen“.

Nach so viel eigener  -  das alte Sprichwort „Eigenlob stinkt“ außer Acht lassend  -   Lobhudelei ist es einmal an der Zeit, die genaue Arbeitsweise der Umwelt-Meldestelle näher zu betrachten, um diese den selbstgewählten Ansprüchen gegenüber zu stellen.



Amphibien-Laich im Klein-Biotop direkt an Zuwegung für Windkraft-Monster:
Überlebens-Chance gering !


Leider muß man danach ernüchtert konstatieren, daß die viel gepriesene BW-Umweltmeldestelle auf der ganzen Linie versagt, nämlich dann, wenn es um die Meldung gravierender Verstöße gegen den Natur- und Umweltschutz geht, die durch Windkraft-Unfug an oft hochsensiblen und für das ökologische Gleichgewicht der Region sehr wichtigen Standorten  -  oft nach großflächiger Abholzung Jahrzehnte alter Bäume  -  verursacht werden, oft dazu noch an vergleichsweise windarmen Standorten, die wegen viel zu geringer jahresdurchschnittlicher Windgeschwindigkeit von vornherein und schon vor dem „ersten Spatenstich“ als Fehlinvestition und Millionengrab zu Lasten der Kapitalanleger feststehen…

Stellvertretend für den jetzt vonseiten der BW-Landesregierung oft an den schönsten Natur-Regionen vorgegebenen Windwahn und daraus von den Behörden (Landratsämter / Untere Naturschutzbehörde bzw. Regierungspräsidien / Obere Naturschutzbehörden) via Sofort-Vollzug genehmigten Natur- und Landschaftsfrevel seien die an der Natur vollzogenen Exzesse im Klosterwald / Creglingen genannt, die sich dazu noch unter verschämtem Wegsehen der selbst ernannten, aber schweigenden Naturschutz-Gruppen wie BUND / NABU oder der Naturschutzgruppe Taubergrund e.V. vollziehen, von deren Mitglieder die meisten weitgehend ideologisierte Parteigänger der Grünen sind, die ihren Partei-Kollegen in der BW-Landesregierung nicht „weh“ tun wollen und die vermutlich deshalb „still halten“, um die Sache  -  nach bester Politiker-Manier  -  auszusitzen…

Um durch Windkraft-Exzesse verursachten Landschafts- und Naturfrevel zu sehen, muß man nicht mehr  -  wie noch vor ca. ein / zwei Jahren  -  in den Soonwald (Ellern / Simmern / Hunsrück / Rheinland-Pfalz; oder in den Norden Deutschlands fahren, man kann die durch Windkraft jetzt bereits verursachten bzw. sich abzeichnenden Verbrechen an der Natur nun auch in immer stärkerem Umfang vor der eigenen Haustür in Baden-Württemberg sehen, bspw. in…

·         den Limpurger Bergen bei Michelbach a.d.B.

·         Gaildorf (Naturstromspeicher Gaildorf / Kochertal)

·         Kirchberg / J. (Hohenlohe)

·         Boxberg

·         Bad Mergentheim / Apfelbach

·         Buocher Höhe / Korb / Remshalden

·         Schurwald / Aichschieß / Baltmannsweiler / Esslingen

·         Weikersheim / Nassau

·         Hardheim / Brötzingen

·         Langenburg (Brüchlinger Wald) / Blaufelden

·         Frankenhardt (Schäferwald)

·         Hardthausen (Hardthäuser Wald) / Möckmühl / Jagsthausen / Widdern / 
 Forchtenberg

·         Zollstock-Springstein / Backnanger Bucht / Weissach i.T. / Murrhardt im Naturpark
 Schwäbisch-Fränkischer Wald

·         Rotenberg / Großer Saukopf (Bönnigheim / Freudental) im Naturpark
 Stromberg-Heuchelberg

·         Engelsbrand bei Pforzheim / Nord-Schwarzwald

·         Biosphärengebiet Schwäbische Alb

·         Südbaden / Glottertal / Freiburg i.Br.

·         Isny / Beuren / württembergisches Allgäu/ Bodenseeraum / Voralpengebiet u.v.m.

 
„Die Umweltmeldestelle wurde 1974 auf Rechtsgrundlage eines Kabinettsbeschlusses eingerichtet“. Die in 1974 sicherlich in guter Absicht handelnden Kabinettsmitglieder konnten damals bei Gründung der Umwelt-Meldestelle und ihrer organisatorischen Anhängung unter dem Dach des Dienstvorgesetzten BW-Umweltministeriums freilich nicht ahnen, daß sie komplett versagt, wenn es um ihr von besorgten Bürgern gemeldete massive Naturschutz-Verstöße geht, die ihre Ursache in Planung, Genehmigung und Realisierung von Windpark-Vorhaben an meist natursensiblen Standorten auf Basis von „Grün-Rot“ mit Landtags-Mehrheit beschlossenen Gesetzen haben, wo es infolge der Errichtung windkraft-industrieller Gewerbegebiete zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur und zum Nachteil der nachfolgenden Generation zur Abholzung Jahrzehnte alter, oft hochwertiger Wälder kommt, die sowohl für das Erreichen der Klimaschutz-Ziele als auch für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts der Region wichtig gewesen wären.

In diesen Fällen gleicht die Umwelt-Meldestelle / Stuttgart einem „zahnloser Tiger“, denn die ihr von Bürgern zugetragenen Meldungen über durch Windkraft-Bau verursachten Natur-Frevel läuft ins Leere, wenn sie von Stuttgart an die Behörden vor Ort = Landratsamt gemeldet werden.

Spätestens dann dürften die von Bürgern gemeldeten und von der Umwelt-Meldestelle ans Landratsamt vor Ort weiter geleiteten Verstöße ins Leere laufen, denn welches Landratsamt geht den Verstößen nach und ermittelt quasi gegen sich selber, wenn die jetzt gemeldeten Naturschutz-Verstöße ihre rechtliche Grundlage in einem Genehmigungsbescheid haben, der wenige Wochen zuvor eben gerade von diesem Landratsamt als Genehmigungsbehörde erlassen worden ist. 

Aufgrund dieses Sachverhalts gibt es in Baden-Württemberg  -  zumindest was durch Windkraft-Bau verursachte Naturschutz-Verstöße betrifft  -  zweierlei Kategorien von an die Umwelt-Meldestelle gemeldeten Verstößen:

·     Einmal sind es die „herkömmlichen“ Natur- und Umweltschutz-Verstöße wie Lärm in der Natur, „wilde, d.h. ungenehmigte Ablagerungen etc; diesen werden die eingeschalteten Landratsämter wie bisher nachgehen, denn hier stehen sie nicht im Gewissen-Konflikt mit eigenen, zuvor erlassenen, zum Naturfrevel führenden  Genehmigungen… …dies sind die „schlechten“ Natur-Verstöße, die es zu ahnden gilt…

·    Bei den von Bürgern als Folge von Windkratt-Bauten gemeldeten Natur- und Umweltschutz-Verstößen hingegen verpuffen die Meldungen, weil weder das vor Ort eingeschaltete Landratsamt dagegen einschreitet (es müßte faktisch ja gegen sich selbst vorgehen / ermitteln, weil der Naturfrevel aufgrund der zuvor vom LRA erlassenen Genehmigung von ihm ausgegangen ist), noch wird die Umwelt-Meldestelle gegen das im eigenen Haus sitzende, ihm übergeordnete Umweltministerium vorgehen… …dies sind die „guten“ und daher nicht zu ahndenden Natur-Verstöße, denn sie basieren ja schließlich auf einer im wesentlichen von den Grünen beeinflußten, übergeordneten Ideologie…

Empfehlung:   Um die durch Windkraft-Unfug vor Ort verursachten Umwelt- und Natur-Verstöße bei der BW-Umwelt-Meldestelle  -  trotz allem  -  aktenkundig zu machen und um sie in der dort geführten Statistik zu erwähnen, empfehlen wir, ab sofort jeden durch Windkraft-Planung und -Bau in BW verursachten Naturfrevel an die BW-Umwelt-Meldestelle (BW-Umweltministerium Stuttgart) zu melden.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de

Nachfolgend z. Ktn. und als Muster die Meldung der BI „Rettet den Klosterwald, Creglingen an die BW-Umwelt-Meldestelle.


Eckehard Bach                                                                                  Creglingen, den 16.2.2015

Frauental 51

97993 Creglingen-Frauental

 

 

An die

Umweltmeldestelle der Landesregierung    vorab via Fax: 0711 / 222 4957 2626

Kernerplatz 9                                                 vorab via Mail: umwelt.meldestelle@um.bwl.de

 

70182 Stuttgart                                             Einschreiben mit Rückschein

 

 

Betr.: Creglingen / Klosterwald: Meldung von schwerwiegenden Verstößen gegen Umwelt- und Naturschutz-Gesetzen im Bereich des Klosterwalds von Creglingen / Gesuch um sofortiges Einschreiten zur Vermeidung von durch Verstöße gegen Umwelt- und Naturschutz-Gesetzen geschaffene vollendete Tatsachen (Dringlich: „Gefahr im Verzug“) / hier: Zusendung weiterer Unterlagen bzgl. neuer Sachverhalte

 

 

Sehr geehrter Herr Lunkenheimer,

 

aus einem am Samstag in der Lokalpresse erschienenen Bericht geht hervor, daß Sie zuständig sind für unsere Meldung von Verstößen gegen Umwelt- und Naturschutzgesetze.

Bisher sind Ihnen unsere Strafanzeige sowie die Anlagen 1 - 10 zugegangen. Ergänzend zu den im Betreff genannten Sachverhalt und den Ihnen bereits vorliegenden Informationen gehen Ihnen vorab über Mail weitere Unterlagen zu, die Sie auch postalisch vermutlich morgen erhalten.

Im Einzelnen handelt es sich um die gutachterliche Stellungnahme (Anl. 11) von Herrn Dr. Dieter Mahsfeld  (Dipl.-Biologe / Akademischer Direktor an der Universität Würzburg / Biozentrum, Zool. III).

Eine im Wortlaut geringfügig aktualisierte Fassung der Ihnen bereits vorliegenden Strafanzeige (Aktualisierung in „grün“ markiert) sowie die am Samstag, den 14.2.2015 in der Tauber-Zeitung und in den Fränkischen Nachrichten erschienenen Beiträge sind ebenfalls beigefügt.

Mit Bestürzung haben wir der Tauber-Zeitung vom 14.2.2015 entnommen, daß Sie den Vorgang zur Klärung bzw. zur Abgabe einer innerhalb eines Monats erwarteten Stellungnahme an die Genehmigungsbehörde, „…in diesem Fall das Landratsamt Main Tauber…“, weitergleitet haben.

Mit dieser Vorgehensweise wird „der Bock zum Gärtner gemacht“, denn: Das Landratsamt Main Tauber ist als Genehmigungsbehörde Auslöser und direkt Betroffener und hat unsere fundierte, auf mehrere objektive Beweismittel gestützte, rechtzeitig im Genehmigungsverfahren vorgelegte Einwendungen ohne Angabe von Gründen zurückgewiesen und mit Genehmigungsbescheid vom 12.8.2014 die Genehmigung des Windparks unter Einräumung des zwischenzeitlich vollzogenen Sofort-Vollzugs erlaubt.

Nach der Einlegung unseres Widerspruchs beim Landratsamt Tauberbischofsheim hat die Behörde erklärt, daß Sie bei ihrem Genehmigungsbescheid bleibe und das Verfahren ins Widerspruchsverfahren beim Regierungspräsidium Stuttgart überstellt worden sei.

Es mag sein, daß bei Meldung von Verstößen gegen Umwelt- und Naturschutzbestimmungen die Meldung zur Klärung und Einholung einer Stellungnahme normalerweise der vor Ort zuständigen Behörde zugeleitet wird.

Diese Fälle dürften jedoch i.d.R. solche Vorgänge betreffen, bei denen es um von fremden Dritten zu verantwortende Verstöße handelt, bspw. die Ablage („Entsorgung“) von chemischen Stoffen im Wald etc.

In diesen Fällen ist das als zuständig eingeschaltete Landratsamt neutral, unvoreingenommen und objektiv und kann unbeeinflußt bzgl. der Klärung des Sachverhalts tätig werden, ohne daß sich das Landratsamt hinsichtlich einer zuvor von ihm selbst getroffenen Entscheidung in Zweifel ziehen und sich durch  Klärung / Stellungnahme zu seiner früher einmal getroffene Entscheidung möglicherweise selbst belasten müßte.

In dem hier der Umwelt-Meldestelle  gemeldeten Angelegenheit ist der Sachverhalt jedoch grundlegend anders gelagert, da das Landratsamt Main Tauber durch seinen Genehmigungsbescheid / Einräumung des Sofort-Vollzugs faktisch selbst Auslöser der jetzt vor Ort durch Beginn der Erd-Arbeiten etc. zu beobachtenden Verstöße gegen Umwelt- und Naturschutzbestimmungen ist.

Durch die jetzt von Ihnen eingeleitete Überstellung des Sachverhalts an das Landratsamt Main Tauber zur Stellungnahme wird eine Behörde mit der Prüfung gemeldeter, gegen Umwelt-Auflagen verstoßender Sachverhalte beauftragt, die aufgrund der Vorgeschichte sich auch im Fall des Klosterwalds / Creglingen „ohne Wenn und Aber“ eindeutig „pro-Windkraft“ festgelegt hat und die derart massive, schon rechtzeitig vorher sich abzeichnenden Verstöße im Vorfeld sehenden Auges akzeptiert und die daraus zwangsläufig folgenden Konsequenzen  -  nämlich die drohende weitgehende Vernichtung der dort entlang der Zuwegung etc. konzentrierten Amphibien-Population und die Zerstörung des in unmittelbarer Nachbarschaft zum Windpark bestehenden Wespenbussard-Horsts und dessen Vertreibung aus seinem angestammten Brut-Revier nach dessen Ende April / Mai 2015 zu erwarteten Rückkehr aus seinem Winterquartier  -  billigend in Kauf genommen hat.  

Mit der Überstellung des Sachverhalts an das Landratsamt Main Tauber wird eine Prüfung eines äußerst strittigen Sachverhalts durch dieselbe Behörde vorgenommen, die ursächlich an dem den Verstößen zugrundeliegenden Sachverhalt durch ihre Genehmigung maßgebend mitgewirkt hat und quasi Auslöser war.

Bei einer derartigen Vorgehensweise (…Behörde prüft strittigen, von ihr ausgelösten Sachverhalt selbst…) ist kaum eine ergebnisoffene, neutrale, objektive, unvoreingenommene und sorgfältige, nach allen Prüfungsrichtungen sich ausdehnende Sachverhalts-Ermittlung zu erwarten. Hingegen ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten, daß das Landratsamt Main Tauber sich bei Abfassung seiner Stellungnahme nicht selbst belastet und sich selbst einen „Persilschein“ ausstellt, der ein weiteres Mal die im Genehmigungsverfahren rechtzeitig vorliegenden Beweismittel „unter den Teppich kehrt“…

Aufgrund dieses Sachverhalts legen wir bzgl. der von Ihnen getroffenen Entscheidung, die Angelegenheit zur Klärung bzw. Abgabe einer Stellungnahme an das hinsichtlich seiner Entscheidung vorbelastete und nur noch befangen urteilende Landratsamt Main Tauber zu überstellen, Beschwerde ein und bitten dringend darum, die Prüfung dieser Angelegenheit dem Landratsamt Main Tauber zu entziehen und einer unvoreingenommen, bisher nicht mit der Sache befassten neutralen Behörde zu übergeben.  

Unabhängig davon bitten wir Sie daher nochmals, unabhängig vom dort jetzt in Gang gesetzten Verfahren gemäß Richtlinien und Verfahrensabläufen der Umweltmeldestelle unverzüglich tätig zu werden, da die umwelt- und naturzerstörenden Maßnahmen bereits am 9. / 10.2.2015 begonnen haben und der Umfang der Umwelt- und Naturzerstörung vor Ort im Klosterwald von Creglingen sukzessive zunimmt, falls vonseiten der für die Einhaltung des Umwelt- und Naturschutzes verantwortlichen Behörden nichts unternommen wird und die dafür vorgesehenen Stellen untätig bleiben.

Bitte teilen Sie uns Ihre Entscheidung mit. Falls Rückfragen bestehen, stehen wir jederzeit zur Verfügung. Für Ihre Bemühungen bedanken wir uns.

  

Mit freundlichen Grüßen

Eckehard Bach


Info-Mail und Hilferuf der Bürgerinitiative „Rettet den Klosterwald, Creglingen“ an das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (Abt.  9) beim Regierungspräsidium Freiburg

Bürgerinitiative deckt Vertuschungen der Stadtverwaltung Creglingen und des Landratsamts Main Tauber auf

 Besteht die Gefahr einer Verunreinigung des Grundwassers wegen einer Strom-Trassenführung, die durch einen Schuttplatz verlaufen soll, der vermutlich mit Schadstoffen kontaminiert ist ?

  

(wm / 250315) - Durch Recherchen der BI „Rettet den Klosterwald“ ist bekannt geworden, daß die Ableitung des aus dem Windpark Klosterwald / Creglingen gewonnenen Windstroms über eine hochriskante Strom-Trasse erfolgen soll, deren Führung im Erdreich durch Kabel-Verlegung über einen bzw. hart an dessen Grenze und auf Gemarkung Creglingen-Reinsbronn liegenden Schuttplatz geplant ist.

Bei dem mittlerweile durch Jahrzehnte lange Vegetation überwucherten Schuttplatz handelt es sich nach Auskünften langjährig dort wohnender Bürger um eine in den Nachkriegsjahren Jahre lang ohne jegliche Umwelt-Standards mißbräuchlich und ohne Genehmigung benutzte „wilde Müllkippe“.

Aufgrund der dort sehr lange Zeit von Gewerbe, Handwerk und Bürgern „wild“ entsorgten Stoffe vermuten Einheimische, daß auch aufgrund von dort im Boden möglicherweise lagernden Gefahrstoffen eine „Zeitbombe tickt“, bei der das Risiko besteht, daß sie aufgrund der im Zuge der zur Verlegung der Strom-Kabel mit schwerem Gerät verursachten Erdbewegungen „hoch gehen“ könnte, wodurch es möglicherweise zu einer Kontaminierung des Grundwassers durch Gefahrstoffe kommen könnte.

Diese mit „heißer Nadel gestrickte“ Strom-Trassenführung ist

·         den Initiatoren

·         und der stark unter Einfluß der Windkraft-Lobby stehenden Stadtverwaltung Creglingen

·         und dem noch stärker unter dem Einfluß der Windkraft-Lobby stehenden Landratsamt Main Tauber ( = Genehmigungsbehörde)

wohl als allerletzte Möglichkeit verblieben, nachdem zuvor andere alternative Trassen-Führungen ausgeschieden sind, weil die betreffenden Grundstücks-Eigentümer ihre Grundstücke  -  trotz erheblichen Drucks der Behörden  -  nicht zur Verlegung der Stromkabel verpachtet haben.

Obwohl diese hochriskante und mit für die Allgemeinheit erheblichem Gefahrenpotential versehene Trassen-Führung bis zum 24.2.2015 bei Stadtverwaltung Creglingen und Landratsamt Main Tauber längst bekannt war, wurde dieser aus Sicht der Bürger hochbrisante Sachverhalt bis dahin vor der Öffentlichkeit  -  zur Vermeidung negativer Publizität  -  bewußt verschwiegen und „unter den Teppich gekehrt“, wohl in der Hoffnung, die derart risiko-behaftete Strom-Trassenführung geräuschlos, „ohne viel Federlesens“ und an der Bürgerschaft bzw. am Ortschaftsrat vorbei und ohne öffentliche Gemeinderats-Sitzung durchwinken zu können.



Die im Klosterwald durch Windkraft-Unfug geschlagenen Wunden

Foto:  Petra Sendel


Erst nach Aufgreifen des Sachverhalts im Rahmen einer am 24.2.2015 der Gemeinderats-Sitzung vorgeschalteten Bürgerfragestunde durch die zuvor von verunsicherten Bürgern informierte Bürgerinitiative mußte der Creglinger Bürgermeister notgedrungen die ganze Wahrheit offenbaren. Diesbezüglich verweisen wir auf unseren Homepage-Beitrag vom 15.3.2015 .

Verwerflich ist das wenig Vertrauen erweckende Verhalten der Stadtverwaltung Creglingen und des Landratsamts Main Tauber aus Sicht vieler Bürger vor allem auch deshalb, weil eine derart  hochriskante Strom-Trassenführung mit großer Wahrscheinlichkeit durch mit Schadstoffen kontaminiertem Erdreich führen soll, wodurch es möglicherweise zur Kontaminierung des Grundwassers kommen könnte, ohne daß diese Alternative zuvor  -  trotz Kenntnis  -  auch nur annähernd von den Behörden auf ihr Gefahren-Potential hin überprüft worden wäre.

Die Anordnung einer Sonderprüfung durch das Landratsamt Main Tauber erfolgte erst, nachdem die Vorgänge durch die Bürgerinitiative am 24.2.2015 bei der Bürgerfragestunde publik gemacht wurden, bei der auch ein entsprechender umfangreicher Fragenkatalog an Bürgermeister und Gemeinderäte als hand-out übergeben wurde, der am Tag danach auch mehreren den für diesen Sachverhalt zuständigen Ämtern innerhalb des Landratsamts via Mail zugeleitet wurde.

Wir unterstützen die Bürgerinitiative in ihrem Bestreben um Aufklärung der von den Behörden vertuschten Tatbestände und bringen daher diese Vorgänge auf unserer homepage, um auch einer breiteren Öffentlichkeit Abläufe und Hintergründe der von der Windkraft-Lobby in Creglingen zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur beeinflußten Sachverhalte näher zu bringen.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de


Nachfolgend das an das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau gerichtete Mail vom 25.3.2015 mit der Bitte um Einschaltung in die in Creglingen zur Strom-Trassenführung bestehenden Sachverhalte…

 

  

Bevorstehende Erd-Arbeiten in Creglingen, die möglicherweise im mit Schadstoffen kontaminierten Grund und Boden durchgeführt werden sollen

 Information und Einschaltung des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Freiburg (Abteilung 9) in die Abläufe vor Ort in Main Tauber (Mail vom 25.3.2015)

 

 

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Watzel, sehr geehrter Herr Dr. Ruch,

 

im Creglinger Klosterwald soll ein mit Genehmigungsbescheid des Landratsamts Main Tauber vom 12.8.2014 genehmigter und aus 10 WEA' s bestehender Windpark gebaut werden, für dessen Bau die Waldfläche Anfang November 2014 gerodet wurde. Z. Zt. werden vorbereitende Baumaßnahmen und die Arbeiten zur Zuwegung durchgeführt.

Im Zusammenhang mit der Planung der Infrastruktur hat sich vor kurzem und vor einer am 24.2.2015 durchgeführten öffentlichen Gemeinderatssitzung vorgeschalteten  Bürgerfragestunde erst auf Befragen der vor Ort tätigen, gegen den Windpark vorgehenden Bürgerinitiative "Rettet den Klosterwald" herausgestellt, daß hinsichtlich der geplanten Ableitung des aus dem geplant Ende 2015 in Betrieb gehenden Klosterwald-Windpark gewonnenen Windstroms eine wohl als letzte Möglichkeit verbliebene Alternative vom Landratsamt Tauberbischofsheim genehmigt wurde, nachdem andere Alternativen zur im Erdboden verlaufenden Strom-Trassenführung trotz zuvor auf die Grundstücks-Eigentümer von den Initiatoren und der Stadtverwaltung ausgeübten Drucks zur Überlassung der benötigten Grundstücke abgelehnt wurden und daher ausgeschieden sind.

Der bisher bis zum 24.2.2015 wohl bewußt vor dem Ortschaftsrat Reinsbronn und vor den Bürgern (zur Vermeidung von Protesten) verschwiegene Verlauf und die ohne Prüfung erfolgte Genehmigung des Landratsamts Main Tauber der jetzt gefundenen Strom-Trassenführung ist aus Sicht vieler in der dortigen Umgebung wohnenden Bürger hoch riskant und birgt ein erhebliches Konflikt-Potential in sich, weil die Strom-Trassenführung wegen der bisher unterdrückten, jetzt jedoch nach öffentlichem Druck gemäß den bisher leider nur scheibchenweise von den Behörden zu erhaltenden Informationen im Erdboden über das Gelände oder hart an der Grenze eines in den Nachkriegs-Jahren als "wilde" Müllkippe vom Gewerbe "aus nah und fern" zweckentfremdet genutzten Schuttplatzes / Deponie verlaufen soll.

Nach Auskünften der dort seit Jahrzehnten wohnenden Bürger, die in den Nachkriegs-Jahren die dort vorgenommenen Ablagerungs-Exzesse mit eigenen Augen wahrgenommen haben, ist wohl davon auszugehen, daß das dortige Erdreich mit Schadstoffen kontaminiert ist, über dessen Ausmaß bisher  -  d.h. bis zum 24.2.2015  -  mangels Prüfung / Untersuchung keine exakten Kenntnisse vorliegen, weshalb  daher im jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden kann.

Verwunderlich und grob fahrlässig aus Sicht vieler Bürger ist es, daß das Landratsamt TBB in Kenntnis dieses Konflikt-Potentials (vgl. beigefügte Presse-Berichte) die Strom-Trassenführung genehmigt hat, ohne daß zuvor eine qualifizierte, neutrale und objektive Prüfung des Sachverhalts von einem unabhängigen, d.h. nicht aus dem Einflußbereich der Windkraft-Lobby kommenden "Gefälligkeits-Gutachter" durchgeführt wurde, dessen "gewünschtes" Ergebnis bereits bei Auftragserteilung feststeht.

So jedenfalls sind die Hintergrund-Kenntnisse der BI einzustufen und die gestern Abend (24.3.2015) bei einer öffentlichen Gemeinderats-Sitzung in Creglingen vom Bürgermeister und dessen Stadtbaumeister  -  gezwungenermaßen nach unserer Aufdeckung der bisher bewußt unter Verschluß gehaltenen Mißstände  -  gegebenen Detail-Auskünfte zu verstehen, wo die Strom-Trassenführung detailliert anhand vieler Karten / Detailmaterial etc. als endgültig und damit als vom Landratsamt genehmigt dargestellt wurden.

Nur so ist es zu verstehen, daß das jetzt wohl durch die in der Lokalpresse veröffentlichten Sachverhalte (vgl. Anhänge) und durch den am 24.2.2015 anläßlich der Gemeinderats-Sitzung dem Bürgermeister und kurz danach dem Landratsamt TBB via Mail durch die Bürgerinitiative übergebenen Fragen-Katalog aufgeschreckte Landratsamt gemäß heutigen Presse-Berichten nunmehr auf einmal "Knall auf Fall", überstürzt und "Hals über Kopf" eine "Sonderprüfung" angeordnet hat, die gemäß Lokal-Presse von der Umspannwerk Nassau GmbH & Co. KG, Weikersheim, durchzuführen ist.

Da wir die Umspannwerk Nassau GmbH & Co KG als zur regionalen Windkraft-Lobby zugehörig und damit stark an der Realisierung des Projekts interessiert betrachten, haben wir allergrößte Bedenken, wenn diese unserer Meinung nach befangene Gesellschaft auf Veranlassung des Landratsamts zum jetzigen Zeitpunkt eine Sonderprüfung bei einem eventuell dieser Gesellschaft genehmen Gutachter beauftragt, da wir aufgrund des vor Ort gegebenen, sich aus der Interessenlage ableitenden Gemengelages die Befürchtung haben, daß die Sonderprüfung weder neutral, noch objektiv, sondern zielorientiert und auf ein von den Initiatoren gewünschtes Ergebnis gerichtet durchgeführt werden soll.

Aufgrund dieser Interessenlage werden wir die Ergebnisse einer vom Umspannwerk Nassau GmbH & CoKG beauftragten "Sonderprüfung" nicht anerkennen, weil unserer Meinung nach bzw. nach unseren bisher mit den dort vor Ort tätigen Behörden gemachten Erfahrungen und in Kenntnis der geschilderten Ausgangslage möglicherweise zu befürchten ist, daß aufgrund der Sonderprüfung  -  wenn überhaupt  -  getroffene und eventuell zur Ablehnung dieser Trassen-Alternative führende Feststellungen verschleiert und "unter den Teppich gekehrt" werden, um das Gesamt-Projekt nicht zu gefährden.

Um einem aufgrund dieses Sachverhalts möglicherweise erneut vorprogrammierten "Windkraft-Schwindel" allein schon organisatorisch vorzubeugen, bitten wir das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Freiburg,  -  insbesondere das Referat 95  -  kraft Amtes der ihm auferlegten gesetzlichen Verpflichtungen einzuschreiten und sich in die Prüfung vor Ort einzubringen.

Was ebenfalls stark verwundert, sind die in den beigefügten Presseberichten enthaltenen Auskünfte des Landratsamts Main Tauber, wonach das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau angeblich vor längerer Zeit (Jahr 1994) in eine Prüfung involviert gewesen sei und damals keine Vorbehalte abgegeben habe.

Selbst wenn dies so gewesen sein sollte, was wir bezweifeln, könnte man daraus keine Genehmigung für eine jetzt über vermutlich kontaminiertes Erdreich verlaufende Trassen-Führung ableiten, so wie es bisher Lesart der Behörden war.

Denn wenn überhaupt damals qualifizierte Untersuchungen stattgefunden haben sollten, was zu bezweifeln ist, kann aus einem damals eventuell erstellten Prüfungsergebnis niemals 20 Jahr später (d.h. im März 2015) "blind", d.h. ohne weitere, aktuelle Prüfungen des kontaminierten Erdreichs (dessen Zustand durch klimatische Einflüsse / Verwitterung bzw. zwischenzeitlich ausgelöste chemische Prozesse etc. sich gegenüber damals noch verschlechtert haben könnte) eine mit "Persilschein" unterlegte, zu einem Risiko für die Allgemeinheit führende  Genehmigung ausgestellt werden.

Dies widerspräche allen Sorgfaltspflichten einer zur Gefahrenabwehr für die Bevölkerung verpflichteten Behörde.

Weitere Details gehen aus den beigefügten Anhängen hervor. Dabei handelt es sich neben den heute erschienen Berichten in der Lokalpresse um eine Pressemitteilung des BI-Vorsitzenden Eckehard Bach, die vor wenigen Tagen der Lokalpresse (Tauber-Zeitung und Fränkische Rundschau) zugeleitet wurde. Deren Veröffentlichung ist in den heutigen Zeitungs-Ausgaben erfolgt (vgl. Anhänge; hier und hier ).

Die Pressemitteilung und ein von mir verfasstes Vorwort wurde in die Homepage von "www.gegenwind-husarenhof.de" und dort unter Rubrik "Aktuelles" eingestellt; ich gehe davon aus, daß diese Beiträge auch in der Homepage der Creglinger BI "Rettet den Klosterwald" eingestellt werden.

Im Auftrag und in Vertretung von Herrn Eckehard Bach (BI-Lenkungsgruppe "Rettet den Klosterwald, Creglingen) bitte ich Sie, möglichst umgehend ("Gefahr im Verzug") tätig zu werden und sich in die hier aufgezeigten Vorgänge vor Ort einzuschalten.

Falls Rückfragen entstehen, stehen Herr Bach oder ich jederzeit via hier mitgeteilter email-Nr für weitere Auskünfte zur Verfügung.

Ich bedanke mich für Ihre Bemühungen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Walter Müller (Unterstützer der BI „Rettet den Klosterwald“, Creglingen)



PS:     Bezüglich des Kontakts mit dem Referat 95 bin ich über die unten angehängte und in der Homepage ersichtliche Aufgaben-Stellung des Referats 95 gekommen. Bei mehreren in den letzten 2 Wochen mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau geführten Telefonaten wurde mir das Referat 95 als für diese Fragestellungen zuständig empfohlen.


  • Die Ingenieurgeologie als eine Fachdisziplin der Angewandten Geologie bildet die Schnittstelle zwischen den Erkenntnissen der klassischen geowissenschaftlichen Landesaufnahme und den Anforderungen des praktischen Ingenieurwesens. Im Vordergrund steht die sachgerechte Beurteilung der geotechnischen Eigenschaften von geologischen Einheiten, um so eine möglichst zuverlässige Grundlage für die Planung und Realisierung von Bauvorhaben, Sanierungs- oder Sicherungsmaßnahmen bereitzustellen.

  • Ingenieurgeologische Fachberatung für Landesbehörden Baugrundberatung staatlicher Bauämter Ingenieurgeologische Sofortberatung bei Schadensfälle Deponiebau

  • Ingenieurgeologische Landesaufnahme Erhebung und Darstellung landesweiter ingenieurgeologischer Schadensrisiken (Georisiken) wie Massenbewegungen, Quell- und Schwindverhalten, Setzungsverhalten oder Erdfälle, Erstellen von   Baugrundkarten und Erläuterungen

  • Bei Planungsvorgängen wird das Referat landesweit als Träger öffentlicher Belange angehört.



Informationen und Anregungen für Bürgerinitiativen, die sich bei Windkraft-Streitigkeiten ebenfalls  -  wie die BI „Rettet den Klosterwald, Creglingen“  -  mit stark von der Windkraft-Lobby beeinflußten Bürgermeistern, Gemeinderäten, Landratsämtern, Oberen und Unteren Naturschutzbehörden, Regionalverbänden, Behörden wie BW-Forst etc. „herumschlagen“ müssen…

  

(wm / 140315) - Die Fälle häufen sich, in denen vor Ort gegen Windkraft-Unfug und dadurch zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur verursachten Natur- und Landschaftsfrevel kämpfende Bürgerinitiativen gegen unter mehr oder weniger starkem Einfluß der Windkraft-Lobby stehende

·         (Ober)Bürgermeister

·         Gemeinderäte

·         Landratsämter

·         Obere (Regierungspräsidien) und Untere Naturschutzbehörden

·         Regionalverbände

·         Behörden wie BW-Forst (Wald-Standorte)

vorgehen, um wenigstens die schlimmsten Natur-Exzesse doch noch verhindern zu können.

In diesem Stadium befindet sich seit mehreren Monaten auch die BI „Rettet den Klosterwald“, die sich in Creglingen (Main Tauber) gegen den von der „grün-rot“ geführten BW-Landesregierung politisch zu vertretenden Windkraft-Unsinn und den damit zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur vor Ort eintretenden Nachteilen wehrt.


Keine Windkraft - so muss es bleiben !

Foto: Thomas Schöller

Wir unterstützen die Creglinger Bürgerinitiative und veröffentlichen nachfolgenden Fragenkatalog, der den darin genannten Adressaten zur Beantwortung bisher bewußt verheimlichter Antworten vorgelegt und deren Beantwortung anläßlich einer Gemeinderats-Sitzung am 24.2.2015 durch den Creglinger Bürgermeister „innerhalb von 2-3 Wochen“ zugesagt wurde.

Einige der dort genannten oder ähnliche Fragen dürften sich auch an anderen Windkraft-Standorten stellen. Diesbezüglich sollen die nachfolgend genannten Fragen Hilfestellung für andere BI‘ s leisten, die sich ebenfalls mit unter starkem Einfluß der Windkraft-Lobby stehenden Personen, kommunalen Entscheidungsträgern und Behörden herumschlagen müssen.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de


Pressemitteilung (aktualisiert, i.d.F.v. 2.3.2015)

 

Windpark Klosterwald

Unklarheiten bei Trassenführung und Zuwegung

 

I           Vorbemerkungen

 

An unserem im Rahmen des Creglinger Pferdemarkts am 11.2. geöffneten Info-Stand und im Nachgang dazu haben uns Bürger zum „Windpark Klosterwald“ Informationen u.a. zur Trassenführung und Zuwegung zukommen lassen. Andere Bürger haben entsprechende Fragen gestellt.

Aus den erhaltenen Informationen, Fragestellungen und unseren zwischenzeitlich vorliegenden Kenntnissen schließen wir, daß die Themen „Zuwegung“ und „Trassenführung“ nach wie vor  -  zumindest am 11.2.2015  -  nicht abschließend (insbesondere nicht notariell) geklärt sind.

Weitere Bürger fühlen sich als Grundstückseigentümer von den Projektierern unter Druck gesetzt, weil sie ihr Grundstück für die zur Anlieferung der Teile u.a. vorgesehene Zuwegung bzw. für die Stromtrassen-Kabelverlegung im Erdreich weder verkaufen, verpachten noch mit einer langfristig über 20 - 30 Jahre lang laufenden Grunddienstbarkeit belasten wollen.

Mit Hinweis auf die in Boxberg seinerzeit vor 28 Jahren im Zusammenhang mit den Plänen zum Bau einer Auto-Teststrecke bekannt gewordenen Bestrebungen zur Enteignung nicht verkaufswilliger Grundstückseigentümer wurde von beunruhigten Bürgern vereinzelt die Frage an uns heran getragen, ob sich solche Vorgänge wie einst in Boxberg auch in Creglingen wiederholen könnten. Zur Erinnerung: In Boxberg hatte erst das Bundesverfassungsgericht die Enteignung der Grundstücks-Eigentümer verhindert.

Weiterhin sind Hinweise bekannt geworden, wonach nach Absagen von Grundstücks-Eigentümern und dem dadurch bedingten Ausscheiden anderer Trassen-Alternativen eine bereits planerisch nach angeblich ablehnendem Ergebnis eines Gutachtens verworfene, zur Umspann-Station für die Einspeisung ins Netz führende Trassenführung bezüglich im Boden zu verlegenden Stromkabeln wieder aktiviert werden soll, obwohl die dort im Erdboden zu verlegenden Stromkabel über ein der Stadt Creglingen gehörendes, früher lange als Schuttplatz genutztes und daher mit erheblichen Altlasten kontaminiertes Grundstück auf Creglinger / Reinsbronner Gemarkung führen soll.

In diesem Kontext werden wir bei der am 24.2.2015 in Creglingen-Schwarzenbronn stattfindenden Gemeinderats-Sitzung unter TOP 1 / Bürgerfragstunde nachfolgende Fragen stellen.

Der guten Ordnung halber bitten wir, die jeweils gestellte Frage und die hierauf gegebene Antwort im Protokoll festzuhalten.

Nach Erstellung des Protokolls bitten wir, die unsere Fragen und gegebene Antworten betreffenden Passagen des Protokolls uns zur Verfügung zu stellen.

Am 25./26./27.2. bzw. am 2.3.2015 wurden Ergänzungen eingearbeitet. Diese sind fett hervorgehoben.

 

II         Fragestellungen

 

1         Wie ist der Sachverhalt (Stand heute: 24.2.2015) bezüglich Zuwegung (Anlieferung der Teile, Betonmischer-Fahrten zur Betonierung des Fundaments u.a.) und Trassenführung (Kabel-Verlegung zum Ab-Transport des Stroms zur Umspann-Station) ?

2         Liegen Vereinbarungen mit allen zur Zuwegung / Strom-Trassenführung betroffenen privaten und kommunalen Grundstücks-Eigentümern bzw. Landes-Stellen vor und ist die notarielle Beurkundung erfolgt ?

3         Falls bzgl. Zuwegung / Strom-Trassenführung im Eigentum der Stadt Creglingen liegende Grundstücke, Straßen, Wege etc. betroffen sind: Wurden und wenn ja, wann (Datum ?) wurden entsprechende Gemeinderats-Beschlüsse in öffentlicher bzw. nicht-öffentlicher Sitzung gefaßt ?

4 a      Zu 3: Falls hierzu bereits öffentlich bzw. nicht-öffentliche GR-Beschlüsse gefaßt worden sein sollten: Wurden die GR-Beschlüsse gesetzeskonform unter Berücksichtigung des Gesichtspunkts „Ausschluß befangener Gemeinderats-Mitglieder“ gefaßt ?

4 b      Zu 3 und 4 a: Falls auch hier befangene Gemeinderäte fälschlicherweise  -  wie bei bisherigen Gemeinderats-Beschlüssen in Creglingen  -  an der Beschlußfassung mitgewirkt haben sollten, wäre die Konsequenz daraus, daß diese GR-Beschlüsse rechtsfehlerhaft  zustande gekommen und daher nur schwebend wirksam / unwirksam wären. Falls dies der Fall wäre, teilen wir schon jetzt vorsorglich mit, daß wir diesbezüglich die Kommunalaufsicht (Landratsamt Main Tauber und Regierungspräsidium Stuttgart) einschalten würden.

4 c      Zu 3: Wurden die unter Ziff. 3, 4 a und 4 b beschriebenen Vorgänge von der Kommunalaufsicht (LRA TBB und / oder Regierungspräsidium Stuttgart) geprüft ? 

4 d      Zu 4 c: Falls ja, wie lautet das Ergebnis ?

4 e      Zu 4 c: Falls nein: Ist beabsichtigt, daß die Vorgänge noch von der Kommunalaufsicht beim LRA TBB und / oder vom RP Stgt geprüft werden ?

4 f      Zu Fragen 1 - 4 e: Welche internen Stellen / Ämter / Abteilungen innerhalb der Stadtverwaltung Creglingen und beim Landratsamt Main Tauber wurden mit den Vorgängen „Zuwegung“ und „Strom-Trassenführung“ befasst ?

4 g:    Zu 4 f: Falls nein: Ist geplant, interne Stellen / Ämter / Abteilungen in die 
Vorgänge einzuschalten ?

4 h      Zu 4 f: Falls ja, ab wann (Datum) sind die internen Stellen / Ämter / Abteilungen 
(zu 4 f) mit den Vorgängen befaßt ?

4 i       Zu 4 f und 4 h:  Liegt ein Ergebnis / Stellungnahme der internen Stellen / Ämter / Abteilungen vor ? Wenn ja, seit wann ? Wie lautet das Ergebnis ?

5         Zu 3: Falls noch keine GR-Beschlüsse gefaßt worden sein sollten: Wann ist mit einer Beschlußfassung im Gemeinderat in öffentlicher bzw. nicht-öffentlicher GR-Sitzung zu rechnen  ?

6         Zu 2 und 3: Wenn nicht, wann ist mit der notariellen Beurkundung bzw. der Eintragung von Grunddienstbarkeiten ins Grundbuch etc. zu rechnen ?

7         Wie sieht die geplante bzw. (falls Einigung erzielt wurde) endgültige Zuwegung aus ?

8         Wie sieht die geplante bzw. (falls Einigung erzielt wurde) endgültige Strom-Trassenführung aus ?

9         Trifft es zu, daß die Strom-Trassenführung nach Ausscheiden anderer Alternativen wegen Ablehnung von Grundstückseigentümern etc. über ein (oder in der Nähe zur betreffenden Grundstücksgrenze) der Stadt Creglingen gehörendes Grundstück führt, das früher längere Zeit als Schuttplatz auch für unkontrollierte „wilde Ablagerungen“ großen Umfangs genutzt wurde, weshalb mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, daß es in erheblichem Umfang mit Altlasten / Schadstoffen kontaminiert ist ?

10       Falls 9 zutrifft: Wie lange wurde der als „wilde Müllkippe“ unbeaufsichtigt belassene Schuttplatz als solcher benutzt und gibt es Bodenuntersuchungen, die etwas über die Art der dort vermutlich im Boden befindlichen Schadstoffe aussagen ?

11       Zu 8 und 9: Falls 9 zutrifft und zu 10 keine Kenntnisse vorliegen: Denkt die Stadt Creglingen daran, vor Beginn der Trassen-Verlegung entsprechende qualifizierte Bodenuntersuchungen durch einen objektiv arbeitenden Sachverständigen (d.h. keine Beauftragung eines „gekauften“ Gefälligkeits-Gutachters) einzuholen oder die Projektierer zu veranlassen, eine Bodenuntersuchung durch einen objektiv arbeitenden Sachverständigen (d.h. keine Beauftragung eines „gekauften“ Gefälligkeits-Gutachters) durchzuführen ?

12       Falls 11 zutrifft: Wer trägt die Kosten dieser Untersuchungen ?

13       Falls 9 zutrifft: Trifft es zu, daß bzgl. dieser Alternative hinsichtlich des mit Altlasten kontaminierten Schuttplatzes ein Erst-Gutachten / Stellungnahme vorliegt ?

14       Falls 13 zutrifft: Wer hat das Erst-Gutachten / Stellungnahme beauftragt und welchen Untersuchungszeitraum umfaßt das Erst-Gutachten / Stellungnahme ?

15       Falls 13 zutrifft: Unter welchem Datum wurde das Erst-Gutachten / Stellungnahme erstellt und seit wann hat die Stadtverwaltung Creglingen hiervon Kenntnis ?

16       Falls 13 zutrifft: Hatte der Gemeinderat und / oder ggfs. Ortschaftsräte in den einzelnen Dörfern davon Kenntnis ?

17       Falls 13 zutrifft: Wie lautet die Kern-Aussage des Erst-Gutachtens / Stellungnahme ?

17 a    Falls 13 zutrifft: Wer trägt die Kosten des Erst-Gutachtens / Stellungnahme ?

18       Falls 13 zutrifft und das Erst-Gutachten / Stellungnahme wegen mit Schadstoffen kontaminiertem Boden eine Strom-Trassenführung im Boden dieses belasteten Grundstücks oder über ein Nachbar-Grundstück in unmittelbarer Nähe bzw. über Liegenschaften in unmittelbarer Nähe ablehnt: Wurde danach ein zweites Gutachten beauftragt ?

18 a    Falls 18 zutrifft: Welchen Zweck hatte die Beauftragung eines nachfolgenden Zweit-Gutachtens / Stellungnahme ?

19       Falls 18 zutrifft:

19 a    Wie lautet der Name des beauftragten Zweit-Gutachters ?

19 b    Wann erfolgte die Auftragserteilung ?

19 c    Welcher Untersuchungszeitraum wurde zugrunde gelegt ?

19 d    Unter welchem Datum wurde das Zweit-Gutachten / Stellungnahme erstattet ?

19 e    Wie lautet die Kernaussage dieses Zweit-Gutachtens / Stellungnahme ?

19 f     Hatte der Gemeinderat und / oder Ortschaftsräte Kenntnisse über das Zweit-Gutachten / Stellungnahme ?

19 g    Zu 19 f: In welcher öffentlichen oder nicht-öffentlichen Gemeinderats-Sitzung wurde über den Sachverhalt beraten ? Hinsichtlich einer möglichen „Befangenheit“ verweisen wir auf unsere unter 4a) und 4b) enthaltenen Ausführungen.

19 h    Wer hat das Zweit-Gutachten / Stellungnahme beauftragt ?

19 i     Wer trägt die Kosten für das Zweit-Gutachten / Stellungnahme und wie hoch sind die Kosten ?

20       Falls 16 (Kenntnis des Gemeinderats über Erst-Gutachten) und / oder 18 (Kenntnis des Gemeinderats über Zweit-Gutachten) zutreffen: Nach welchen Abwägungs-Kriterien hinsichtlich des die Trassenführung möglicherweise ablehnenden Erst-Gutachtens bzw. des der Trassenführung möglicherweise zustimmenden Zweit-Gutachtens hat die Stadtverwaltung und / oder der Gemeinderat entschieden ?

21       Liegen der Stadtverwaltung Creglingen und / oder dem Gemeinderat Informationen vor, wonach das

·         Landratsamt Tauberbischofsheim / Untere Naturschutzbehörde / Kreisbauamt und andere Stellen im Landratsamt Main Tauber (z.B. Straßenverkehr etc.)

·         BW-Forst (Kreis-Forstbehörde Tauberbischofsheim) / BW-Forst Tübingen)

Kenntnis hat / hatten über den Sachverhalt „Zuwegung“ und „Strom-Trassenführung“ sowie über die hier genannten Hintergrund-Aspekte ?

22      Nachtrag zur Gemeinderats-Sitzung in Creglingen vom 24.2.2015: Bürgermeister Hehn hat auf unsere im Rahmen der Bürgerfragestunde gestellten Fragen hin mitgeteilt, daß der Stadt ein zwischenzeitlich eingeholtes Gutachten eines Rechtsanwalts vorliege, das Verkehrswege-Untersuchungen zur „Zuwegung“ bzw. zur „Trassenführung“ beinhalte, nachdem wohl klar ist, daß die auch dort geltende Straßenverkehrsordnung das Befahren durch Schwertransporte (12-Achser-Tieflader, Spezial-Kräne, Betonmischer-Fahrten etc.) der dort vorhandenen und im wesentlichen nur für landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge ausgelegten Dorfstraßen und der Feld- und Waldwege-Infrastruktur verbietet.

Wir und einige Bürger in den von der Zuwegung möglicherweise betroffenen Dörfern gehen davon aus, daß sich die Rechtsanwalts-Stellungnahme wohl mit Zuwegungs-Alternativen befaßt, nachdem klar geworden sein dürfte, daß die aus engeren, teilweise unbefestigten und für über einen Zeitraum von ca. 8 Monaten (Bauphase) vorgesehenen 1 000 – 3 000 Schwertransporte (Betonmischer-Fahrten) dieser Art völlig ungeeigneten und nur für landwirtschaftlichen Betrieb / Anlieger-Betrieb eingerichteten bzw. nur gemäß Straßenverkehrsordnung dafür freigegebenen Kreis-Straßen, Brücken-Führungen, Wald- und Feldwegen etc. nicht für diese Schwertransport-Logistik ausgelegt ist.

22 a    Wer war Aufraggeber des Rechtsanwalts-Gutachtens ?

22 b    Wie lautet der Untersuchungsauftrag ?

22 c    Wie lauten die Ergebnisse des Rechtsanwalts-Gutachtens / Stellungnahme ?

22 d    Wann wurde der Auftrag an die Rechtsanwalts-Kanzlei erteilt ?

22 e    Wie heißt die beauftragte Rechtsanwalts-Kanzlei ?

22 f    Wurde geprüft und war vor Auftragsvergabe sichergestellt, daß die Rechtsanwalts-Kanzlei keine geschäftsmäßigen und / oder privaten Verbindungen zu den Windkraft-Initiatoren oder deren Familienangehörige etc. hat und war sichergestellt, daß die RA-Kanzlei bisher nicht für die Windkraft-Lobby tätig war, damit ausgeschlossen ist, daß dies möglicherweise sich dahingehend ausgewirkt haben könnte, daß ein von den Initiatoren gewünschtes Ergebnis der Expertise erstellt worden wäre („Gefälligkeits-Gutachten“) ?

22 g    Wer trägt bzw. hat die Kosten für die Erstellung des Rechtsanwalts-Gutachtens getragen ?

22 h    Wann und wo ist das Rechtsanwalts-Gutachten auf Basis der Vorschriften des UIG (Umweltinformationsrechtsbehelfsgesetz) einsehbar ?

22 i    Wurden der Gemeinderat und die Ortschaftsräte der von der Zuwegung betroffenen Dörfer von der Existenz und über den Inhalt des Rechtsanwalts-Gutachtens informiert ?

22 j     Ist daran gedacht, die Bürger in einer öffentlichen Gemeinderats-Sitzung über den Untersuchungs-Auftrag und die Ergebnisse des Rechtsanwalts-Gutachtens zu informieren ?

22 k    Hatten andere Behörden / Ämter Kenntnis von der Beauftragung eines Rechtsanwalts-Büros und wenn ja, welche ?

22 l     Den betroffenen Bürgern  -  und möglicherweis auch den Gemeinde- und Ortschaftsräten  -  wurden bisher die Existenz eines Rechtsanwalts-Gutachtens, die Beweggründe zu dessen Einholung sowie die wesentlichen Ergebnisse verschwiegen (vgl. Fragen zu 22 / 22 a) – 22 k). Wurden die Ergebnisse des Rechtsanwalts-Gutachtens an die Windkraft-Initiatoren mitgeteilt ? Wenn ja, an welche (namentliche Aufzählung) und zu welchem Zeitpunkt ?

23       Nach zwischenzeitlich beim Ortsvorsteher / Ortschaftsrat von Reinsbronn eingeholten Auskünften wurde uns glaubhaft versichert, daß dem Ortschaftsrat von Reinsbronn bis zu seiner durch Mitglieder der Bürgerinitiative am 25. / 26.2.2015 erfolgten Information keinerlei Kenntnisse zu dem hier unter Ziff. 22 beschriebenen Sachverhalt vorgelegen haben; insbesondere wurden von der Stadtverwaltung Creglingen / Bürgermeister Hehn dem Ortschaftsrat Reinsbronn bzw. den Bürgern von Reinsbronn bisher Informationen bzgl. der wohl weit fortgeschrittenen bzw. eventuell schon beschlossenen Pläne zur Zuwegung / Strom-Trassenführung vorenthalten, obwohl nach den jetzt nur auf unsere Anfragen hin scheibchenweise erhaltenen Informationen es wohl beabsichtigt ist, daß Reinsbronn durch die Zuwegung / Strom-Trassenführung in erheblichem Umfang negativ betroffen sein könnte, falls diese Pläne tatsächlich realisiert würden.

         Was ist der Grund, weshalb die Stadtverwaltung Creglingen / Bürgermeister Hehn es bisher unterlassen bzw. es verheimlicht hat, den Ortschaftsrat Reinsbronn und damit die betroffenen Bürger rechtzeitig von den Plänen zur auf ihrer Gemarkung verlaufenden Zuwegung / Strom-Trassenführung zu unterrichten, obwohl diese Informationen ihm bzw. den Windpark-Initiatoren  -  insbesondere der zur Betriebsführung des Windparks vorgesehenen und für die Pläne zur Zuwegung und Strom-Trassenführung federführenden Umspannwerk Nassau GmbH & CoKG, Weikersheim  -  schon wochen- und monatelang vorher vorgelegen haben ?

24       Auf Gemarkung einer Kommune vorgesehene Windkraft-Planungen müssen in einem Anhörungsverfahren / „Verfahren Träger öffentlicher Belange“ / Anhörung von Bürgern etc. zur Beteiligung der Bürger am Verfahren öffentlich ausgelegt werden, damit die Bürger sich informieren und ggfs. Einwendungen geltend machen können.

Ein sehr wesentlicher, einen Großteil der Bürger berührender Sachverhalt ist auch die im unmittelbaren Umfeld des vorgesehenen Windparks geplante Zuwegung und Strom-Trassenführung / Infrastruktur-Maßnahmen, die den unmittelbar von der Planung betroffenen Bürgern / Ortschaften bekannt zu geben und öffentlich auszulegen ist.

Wann und wo erfolgt die öffentliche Auslegung der wohl jetzt getroffenen Entscheidung zur Zuwegung / Strom-Trassenführung ?


Die nachfolgenden Fragen wurden am 2.3.2015 ergänzt. Sie wurden der Stadtverwaltung Creglingen z. Ktn. und dem LRA TBB und dort im Umweltschutzamt dem Sachgebiet „Wasserwirtschaft“ zur Beantwortung vorgelegt.


25       Waren die zuständigen Sachgebiete "Wasserwirtschaft", „Naturschutz, Bodenschutz, Altlasten“ und „Immissionsschutz, Abfallrecht“ im LRA TBB in diese Entscheidung vor der Entscheidung prüferisch einbezogen und wenn ja, welche Überlegungen haben Sie dazu bewogen, eine Freigabe zu dieser Strom-Trassenführung zu geben ?

26       Falls die in 25 genannten Sachgebiete nicht einbezogen gewesen sein sollten: Wie beurteilen Sie als für diese Sachgebiete verantwortliche Ansprechpartner die jetzt ins Auge gefasste Strom-Trassenführung ?

27       Falls Sie bzw. die in 25 Sachgebiete nicht in die Entscheidung einbezogen gewesen sein sollten: Sind Ihrer Meinung nach prüferische Schritte bzw. die Einholung von Expertisen notwendig, falls die Entscheidung Bestand haben sollte ?

28       Liegen Ihnen bzw. in den unter 25 genannten Sachgebieten Detail-Kenntnisse über den Zeitraum vor, in welchem die früher als Schuttplatz / "wilde Müllkippe" genutzte Deponie für "wilde" Entsorgungen genutzt wurde ?

29       Liegen Ihnen bzw. Ihrem Sachgebiet Kenntnisse über das Volumen bzw. die Art / Gefahrenstufe der Stoffe vor, die dort Jahre lang "wild" entsorgt wurden ?

 

Die nachfolgenden Fragen wurden am 2.3.2015 ergänzt. Sie wurden der Stadtverwaltung Creglingen z. Ktn. und dem LRA TBB und dort im Umweltschutzamt dem Sachgebiet „Naturschutz, Bodenschutz, Altlasten“ zur Beantwortung vorgelegt.


30       War das zuständige Sachgebiet "Naturschutz, Bodenschutz, Altlasten" im LRA TBB in diese Entscheidung v o r  der Entscheidung (insbesondere Stichwort "Altlasten" betreffend) prüferisch einbezogen und wenn ja, welche Überlegungen haben Sie dazu bewogen, eine Freigabe zu dieser Strom-Trassenführung zu geben ?

31       Falls das Sachgebiet "Naturschutz, Bodenschutz, Altlasten" nicht enbezogen gewesen sein sollte: Wie beurteilen Sie als für dieses Sachgebiet verantwortlicher Ansprechpartner die jetzt ins Auge gefasste Trassenführung ?

32       Falls Sie bzw. das Sachgebiet "Naturschutz, Bodenschutz, Altlasten" nicht in die Entscheidung einbezogen gewesen sein sollten: Sind Ihrer Meinung nach prüferische Schritte bzw. die Einholung von Expertisen notwendig, falls die Entscheidung Bestand haben sollte ?

33       Liegen Ihnen bzw. im Sachgebiet "Naturschutz, Bodenschutz, Altlasten" Detail-Kenntnisse über den Zeitraum vor, in welchem die früher als Schuttplatz / "wilde Müllkippe" genutzte Deponie für "wilde" Entsorgungen genutzt wurde ?

34       Liegen Ihnen bzw. Ihrem Sachgebiet Kenntnisse über das Volumen bzw. die Art / Gefahrenstufe der Stoffe vor, die dort Jahre lang "wild" entsorgt wurden ("Altlasten") ?

 

Die nachfolgenden Fragen wurden am 2.3.2015 ergänzt. Sie wurden der Stadtverwaltung Creglingen z. Ktn. und dem LRA TBB und dort im Umweltschutzamt dem Sachgebiet „Immissionsschutz, Abfallrecht, Gewerbeaufsicht“ zur Beantwortung vorgelegt.


35       War das zuständige Sachgebiet "Immissionsschutz, Abfallrecht, Gewerbeaufsicht" im LRA TBB in diese Entscheidung v o r der Entscheidung (insbesondere Stichwort "Altlasten / Abfall" betreffend) prüferisch einbezogen und wenn ja, welche Überlegungen haben Sie dazu bewogen, eine Freigabe zu dieser Strom-Trassenführung zu geben ?

36       Falls das Sachgebiet "Immissionsschutz, Abfallrecht, Gewerbeaufsicht" nicht enbezogen gewesen sein sollte: Wie beurteilen Sie als für dieses Sachgebiet verantwortlicher Ansprechpartner die jetzt ins Auge gefasste Strom-Trassenführung ?

37       Falls Sie bzw. das Sachgebiet "Immissionsschutz, Abfallrecht, Gewerbeaufsicht" nicht in die Entscheidung einbezogen gewesen sein sollten: Sind Ihrer Meinung nach prüferische Schritte bzw. die Einholung von Expertisen notwendig, falls die Entscheidung Bestand haben sollte ?

38       Liegen Ihnen bzw. im Sachgebiet "Immissionsschutz, Abfallrecht, Gewerbeaufsicht" Detail-Kenntnisse über den Zeitraum vor, in welchem die früher in Reinsbronn als 
Schuttplatz / "wilde Müllkippe" genutzte Deponie für "wilde" Entsorgungen genutzt wurde ?

39       Liegen Ihnen bzw. Ihrem Sachgebiet Kenntnisse über das Volumen bzw. die Art / Gefahrenstufe der Stoffe vor, die dort Jahre lang "wild" entsorgt wurden ("Altlasten") ?

40       Ist mit einer fachgerechten, den heutigen Gesetzen entsprechenden Entsorgung der dort in Vorjahren "wild" angelegten Müllkippe zu rechnen, falls es bei der jetzt ins Auge gefassten Lösung zur Strom-Trassenführung bleibt ?

41       Zu 40: Falls ja, wie hoch sind die überschlägig geschätzten Kosten hierfür und wer übernimmt diese Kosten der Entsorgung ?

In diesem Zusammenhang weisen wir auch gesondert auf Haftungstatbestände hin, die latent vorhanden sind und die sich daraus ergeben, wenn sich im Falle der Realisierung dieser Pläne zur Zuwegung / Strom-Trassenführung etc. ergeben sollte, daß es infolge der Erd-Bewegungen / Befahren mit schwerem Gerät / Instandhaltungs- Wartungsarbeiten etc. zur Beeinträchtigung der Grundwasser-Qualität und anderer Schadstoff-Belastungen / Immissionen kommen sollte...

Abschließend teilen wir mit, daß zum Komplex „Windpark Creglingen“ neben dem Landratsamt Main Tauber, Regierungspräsidium Stuttgart (Widerspruchsverfahren), Petitions-Ausschuß des baden-württembergischen Landtags auch die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Umwelt-Meldestelle des baden-württembergischen Umweltministeriums eingeschaltet ist.

Wir behalten uns vor, diese Pressemitteilung / Fragenkatalog den genannten Stellen ebenfalls zuzuleiten; der genaue Verteiler ergibt sich nachfolgend. Des weiteren werden wir diese Pressemitteilung / Fragenkatalog in unsere homepage einstellen.

Außerdem behalten wir uns vor, auf Grundlage der Vorschriften zum UIG (Umweltinformationsrechtsbehelfsgesetz) weitere Einsichtnahme bei den mit diesem Fragen-Komplex befaßten Stellen zu nehmen.

Nachdem die Bewerbung zur Zeichnung von Kommandit-Beteiligungen durch die Initiatoren angelaufen ist und die dort in den Anlage-Prospekten enthaltene Darstellung zur geplanten Entwicklung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage aus unserer Sicht einige wesentliche, die Wertentwicklung der gezeichneten Kapital-Anlagen vermutlich stark negativ beeinflußenden Risiko-Faktoren nicht bzw. nicht in gebührendem Umfang enthält, behalten wir uns auch die Information der hiermit von Amts wegen befassten Stellen (Bafin etc.) sowie der Wirtschaftspresse vor.


Nachrichtlich am 26.2.2015 ergänzt:

Die Pressemitteilung wurde in der ursprünglichen Fassung am 22. / 23.2.2015 erstellt und am 24.2.2015 bei der Gemeinderatssitzung in Creglingen-Schwarzenbronn an den Bürgermeister, an die anwesenden Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie an die anwesende Lokalpresse ca. 30-fach als hand-out verteilt.

Die aktualisierte Fassung dieser Pressemitteilung / Fragenkatalog wurde am 26. / 27.2.2015 und am 3.3.2015 via Mail wie folgt verteilt:

 

·         Stadtverwaltung Creglingen

z. Hd. v. Herrn Bürgermeister Uwe Hehn (mit der Bitte um Weitergabe an alle Gemeinderäte und Ortschaftsräte in allen zu Creglingen gehörenden Dörfern)

z. Hd. v. Herrn Bernd Scheiderer (Stadtbaumeister)

·         Landratsamt Main Tauber

                        z. Hd. v. Herrn Landrat Reinhard Frank

                        z. Hd. v. Herrn Dr. Ulrich Derpa (Erster Landesbeamter)

                        z. Hd. v. Herrn Günter Siegl (Amtsleiter Kreisbauamt Main Tauber)

                        z. Hd. v. Herrn Lorenz Flad (Untere Naturschutzbehörde)

                        z. Hd. v. Herrn Karl-Heinz Geier (Untere Naturschutzbehörde)

                        z. Hd. v. Herrn Michael Haas (Kommunalaufsicht)

                        z. Hd. v. Frau Heike Kademann (Amtsleiterin Umweltschutzamt)

                        z. Hd. v. Herrn Ralf Killian (Umweltschutzamt / Wasserwirtschaft)

              z. Hd. v. Herrn Franz Pichler (Umweltschutzamt / Naturschutz, Bodenschutz,

   Altlasten)

                         z. Hd. v. Herrn Ludwig Hasenfuß (Umweltschutzamt / Immissionsschutz,

  Abfallrecht, Gewerbeaufsicht)

 

·         Staatsanwaltschaft Ellwangen / Jagst mit der Bitte um Einbeziehung ins Verfahren  zur eingelegten Strafanzeige der hier genannten, möglicherweise gegen Straftatbestände im Hinblick auf Umweltschutz- und Straßenverkehrsgesetze verstoßenden Sachverhalte

·         Naturschutzgruppe Taubergrund e.V., z. Ktn.

·         BW-Forst Main Tauber

z. Hd. v. Herrn Jürgen Weihmann, z. Ktn.

z. Hd. v. Herrn Lothar Achstetter, z. Ktn.

·         BW-Forst Tübingen-Bebenhausen, z. Ktn.

·         Regierungspräsidium Stuttgart, z. Ktn.

·         Petitionsausschuß beim baden-württembergischen Landtag, z. Ktn.

·         Umwelt-Meldestelle beim Umweltministerium Baden-Württemberg

Herr Uwe Lunkenheimer

·         Regionalverband Heilbronn-Franken, z. Ktn.

·         Mitgliedern der Vollversammlung beim Regionalverband Heilbronn-Franken, z. Ktn.

·        den baden-württembergischen Leitungs-Gremien des BUND und NABU in Stuttgart, z. Ktn.

·        Dialog-Forum des BUND / NABU Baden-Württemberg, z. Ktn. 

·        Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe; z. Ktn.

·        Gegenwind-Bürgerinitiativen, mit Schwerpunkt im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken (Heilbronner Land, Hohenlohe, Main Tauber), z. Ktn.

·         den Kreis-Geschäftsstellen der Parteien in Main Tauber, z. Ktn.

·         den Büros der Bundestags- und Landtagsabgeordneten in den Wahlkreisen Main Tauber, z. Ktn.

·         Abgeordnetenbüro von Herrn Daniel Renkonen / MdL (Grüne; Mitglied im BW-Landtagsausschuß für Umwelt und Verkehr), z. Ktn.

·         den Fraktions-Führungen der im Kreistag Main Tauber vertretenen Fraktionen, z. Ktn.

·         SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Landesverband Baden-Württemberg, Stuttgart, z. Ktn.

·         SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., Kreisverband Main Tauber, Tauberbischofsheim, z. Ktn.

·         Kreisjägervereinigung Mergentheim e.V., Bad Mergentheim, z. Ktn.

·         Presse

 

Eckehard Bach, Creglingen-Frauental, im Februar / März 2015

Mitglied der BI-Lenkungsgruppe „Rettet den Klosterwald“, Creglingen




Gaildorf: Naturstromspeicher erhält neben 2 0 Jahre lang laufender Subventions-Förderung aus dem E E G (Einspeisevergütung) eine zusätzliche Förderung durch verlorenen Zuschuß i.H.v. 7 150 000 M i o  

 

S P D-„Spendierhosen“-Politikerinnen verteilen Bürger‘ s Geld in Millionen-Höhe vorab als Wahlkampf-Geschenke zu Lasten des Steuerzahlers  -  Wie eine von Anfang an kritische und auf wackeligen Windkraft-Beinen stehende Wirtschaftlichkeit nachträglich durch S P D-Wahl-Geschenke „aufgehübscht“ wird

 

Gaildorf / Kochertal: Falsches S P D-Signal  -  Staatlicher Fehl-Anreiz zur Natur-Zerstörung  -  S P D prämiert gigantische, durch Pumpspeicher-Kraftwerk und Windpark verursachte Natur- und Landschafts-Zerstörung mit 7 150 000 € Millionen-Zuschuß

 

Nachträglich auf Betreiben der S P D gewährter 7 150 000 € Millionen-Zuschuß kaschiert Unwirtschaftlichkeit eines ursprünglich vor allem von Grünen und SPD hoch gelobten Naturstromspeicher-Prestige-Projekts in Gaildorf


(wm / 260215) - In der nordbayerischen Presse im Einzugsgebiet des Baukonzerns Max Bögl (Neumarkt / Oberpfalz) wird das von einer Tochtergesellschaft geplante Pilot-Projekt in Gaildorf (Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald) überschwänglich „über den grünen Klee“ gelobt; Ingenieure, Energie-Planer und natürlich die Bögl-Geschäftsführer bekommen leuchtende Augen.

Für die Presse ist das aus einer Kombination von Windpark und Pumpspeicher bestehende Konzept beeindruckend: „…Auf den Limpurger Bergen bei Gaildorf oberhalb des Kochertales sollen vier Windkraftanlagen mit je fünf Megawatt Leistung und einer Nabenhöhe bis zu 172 Meter entstehen. Doch die Windräder sehen etwas anders als herkömmliche aus: Am Fuß bekommen die Bögl-Türme bis zu 45 Meter hohe „Speicherfundamente“. Diese können bis zu 25 000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. An jedem Rad gibt es auf den Rodungsflächen Wasserbecken mit 15 000 Kubikmeter Volumen. Bergseits steht so ein Wasserreservoir von 160 000 Kubikmetern Fassungsvermögen zur Verfügung. Drunten im Kochertal soll eine geplante Flutmulde zu einem Speichersee mit einer Fläche von vier Hektar ausgebaut werden. Auch dort soll es Raum für 160 000 Kubikmeter Wasser geben. Zwischen den Windpark und das talseitige Reservoir soll ein Wasserkraftwerk geschaltet werden. Bläst der Wind sehr stark zu Zeiten, in denen der Öko-Strom wegen eines Überangebotes auf dem Markt oder wegen geringer Abnahmemengen nicht im offerierten Maß gebraucht wird, dann kann die überschüssige Energie dazu verwendet werden, Wasser aus dem Tal nach oben zu pumpen. Herrscht Flaute bei entsprechendem Strombedarf, dann fließt Wasser talwärts und erzeugt mit Hilfe einer Turbine und eines Generators Strom.“

So faszinierend die theoretische Funktionsweise des Pilot-Projekts sich für grenzenlos Technik-Verliebte anhört, so nebulös bleiben die Aussagen der Initiatoren, wenn es um die Frage der Wirtschaftlichkeit geht. Zwar versichert der Chef-Planer, daß die Anlage von Anfang an wirtschaftlich  -  d.h. kostendeckend  -  zu betreiben sei.

Auf Nachfragen nach konkreten, seriösen Wirtschaftlichkeitsberechnungen und nach der Höhe der Investitionssumme blieb er jedoch bisher Antworten schuldig, was darauf schließen läßt, daß auch dieses auf den ersten Blick „auf dem Reißbrett“ von vielen vorschnell als faszinierend eingestufte Werk deutscher Ingenieurskunst  -  wie schon viele andere, im Entwicklungs-Stadium zunächst als höchst innovativ hochgelobte Prestige-Projekte zuvor  -  tiefere „Kratzer im Lack“ erhält, wenn es konkret um die Frage der Wirtschaftlichkeit geht, denn eines braucht eine nachhaltige, auf dem Prinzip der Versorgungssicherheit basierende deutsche Energiewirtschaft mit Sicherheit nicht: Prestige-Objekte, die zwar technisch als hoch-innovativ angesehen werden, die jedoch mangels Wirtschaftlichkeit niemals zur Marktreife gelangen und die sich aus eigenem Antrieb kaum „über Wasser halten“ können, ohne am dauerhaften und die Allgemeinheit finanziell belastenden Subventions-Tropf zu hängen.

Vor diesem Hintergrund erscheint es problematisch, wenn  -  auf der Erlösseite  -  den Netz-Einspeisern des durch die 4 Windindustrieanlagen erzeugten Windstroms (1. Erlös-Standbein) 20 Jahre lang über das EEG garantierte, von vielen als viel zu hoch angesehene  und von den Stromkunden über erhöhte Stromrechnungen zu finanzierende Einspeisevergütungen gewährt werden.



Blick vom Altenbergturm nach Nordwesten über die Limpurger Berge

von Rainer Ebert from Heidelberg, Germany (View from the Altenbergturm) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Selbst diese überhöhten, 20 Jahre lang und damit viel zu lang garantierten Subventionen werden zum Erreichen der Wirtschaftlichkeit wenig beitragen können, wenn die „Windhöffigkeit“ vor Ort  -  d.h. die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit  -  wie von vielen Beobachtern prognostiziert unter den als notwendig angesehenen 6 m / sek bleibt, denn: Wenn wegen länger anhaltender Wind-Flaute oder bestenfalls nur „lauer Lüftchen“ die Rotor-Blätter sich nur unter-tourig drehen oder gar „still“ stehen, wird kein oder kaum Windstrom erzeugt, der dann auch nicht (auf der Erlösseite) via Einspeisvergütung subventioniert wird.

Noch kritischer wird die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit des Konzepts, wenn auf der Erlösseite das 2. Standbein  -  die Stromerlöse aus dem Pumpspeicher-Betrieb  -  betrachtet werden.

Der durch Ablassen des in den höher gelegenen 4 Windkraft-Türmen gespeicherten Wassers via Turbinen-Betrieb erzeugte Strom wird  -  im Gegensatz zum Windstrom  -  nicht über das EEG subventioniert, sondern zu  -  je nach Angebot und Nachfrage schwankenden  -  Marktpreisen vergütet, die sich täglich aus Angebot an Strom und Nachfrage nach Strom am Strommarkt bilden.

Die Strom-Marktpreise sind auf absehbare Zeit wegen des durch die EEG-Subventionierung, dadurch ausgelösten Fehl-Anreizen und deshalb erzeugtem Strom-Überangebot aus Photovoltaik-, Windstrom etc. auf Jahre hinaus dauerhaft „im Keller“.

Diese auf der Erlös-Seite aus Initiatoren-Sicht völlig unbefriedigende Situation führt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit dazu, daß auch dieses 2. Erlös-Standbein des Konzepts wegen durch Überangebot dauerhaft auf dem Strom-Markt vorhandener Tief-Preise  große Löcher in die Kalkulation reißt und die Wirtschaftlichkeit des Konzepts insgesamt in Frage stellt, wenn die durch Investition (Abschreibungen) und laufendem Betrieb verursachten Kosten nicht durch mindestens kostendeckende Erlöse gedeckt werden.

Vor diesem Hintergrund einer mit großer Wahrscheinlichkeit jetzt immer mehr sich  abzeichnenden dauerhaften Unwirtschaftlichkeit eines  -  wie schon so oft  -  vorschnell hoch gelobten Prestige-Objekts regenerativer Strom-Erzeugung erscheint es als äußerst fragwürdig und ist es  -  auf „gut schwäbisch“  -  mit einem „G‘ schmäckle“ behaftet, wenn ein von SPD, Grünen und anderen Befürwortern einer flächendeckend regenerativen Strom-Erzeugung in der Planungs-Phase unter Ausblenden kritischer Wirtschaftlichkeits-Analysen hoch gelobtes Prestige-Objekt bei jetzt verstärkt sich abzeichnender Unwirtschaftlichkeit nachträglich durch einen vom SPD-geführten Bundesumweltministerium (Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks / MdB) ausgereichten verlorenen Zuschuß i.H.v. 
7 150 000 Mio € „aufgehübscht“ wird, um die drohende, schon in der Planungsphase sich abzeichnende, jedoch vor allem von der SPD und Grünen damals kaum zur Kenntnis genommene Unwirtschaftlichkeit zu kaschieren.

Diese Zusammenhänge werden jedoch auf der Homepage der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Sawade (Bundestagswahlkreis Schwäbisch Hall / Hohenlohe) geflissentlich verschwiegen, wo der Zuschuß wie folgt kommentiert wird: „Die Förderung zeigt, dass der Naturstromspeicher ein einmaliges, innovatives Projekt ist, das den Umweltschutz voranbringt und verschiedene Technologien sinnvoll und zukunftsweisend miteinander verknüpft“, so Annette Sawade / MdB (SPD). „Der Naturstromspeicher setzt damit Maßstäbe für alle derartigen Projekte in Deutschland.“

Diese Kommentierung zeugt von einer völlig einseitigen, realitätsfernen Betrachtung der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Sawade, die den vor Ort in Gaildorf

·         im Zuge des Windpark-Baus

·         der im Kochertal geplanten Flutmulde

·         und weiterer hierfür benötigter Infrastruktur-Maßnahmen

an ökologisch äußerst sensibler Stelle verursachten, durch Wald-Abholzung etc. eintretenden Natur- und Landschaftsfrevel mit keinem Wort erwähnt.

Angesichts des jetzt auch für die breite Öffentlichkeit immer stärker ins Bewußtsein rückenden Naturfrevels  und der immer deutlicher zutage tretenden Nachteile für Mensch, Landschaft und Natur erscheint es höchst fraglich, ob die vor Genehmigung im Jahr 2011 in Gaildorf durchgeführte und damals noch mit 57 % Ja-Stimmen pro-Naturspeicher ausgegangene Bürgerbefragung auch heute noch mit 57 % Ja-Stimmen ausgehen würde.

Nach der zwischenzeitlich in breiten Bevölkerungskreisen in Gaildorf und Umgebung / Hohenlohe und in angrenzenden Regionen angesichts des Natur- und Landschaftsfrevels eingetretenen Ernüchterung kann vielmehr davon ausgegangen werden, daß sich heute bei erneuter Befragung die Anzahl der jetzt noch verbleibenden Ja-Stimmen eher bei ca. 20 % - 35 % einpendeln dürfte, einer Quote, die ziemlich exakt dem heutigen Stimmen-Reservoir von SPD und Grünen in Gaildorf und Umgebung entsprechen dürfte…


Blick auf den Einkorn / Limpurger Berge

Michael Hanselmann [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Wenn Annette Sawade / MdB (SPD) die auf ihrer Homepage enthaltene Ankündigung wahrmacht und sie die SPD-Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks / MdB zur Besichtigung des Windparks / Naturstromspeicher nach Gaildorf einlädt, ist zu hoffen, daß sie der Ministerin auch die dort durch Realisierung des Konzepts eingetretene gigantische Umwelt- und Naturzerstörung vor Augen führt, damit der Ministerin im fernen Berlin auch einmal die noch immer allzu oft verschwiegene Kehrseite der „Windkraft-Medaille“ vor Augen geführt wird, um zu vermeiden, daß es der SPD-Bundesumweltministerin so ergeht wie lange Jahre dem früheren SED-Staatsrats-Vorsitzenden Erich Honecker, dem bei seinen von der Partei-Propaganda ausgewählten Reisen durch die frühere DDR nur ausgesuchte, aufgepäppelte und  -  fern jeglicher Realität  -  einseitig in die Propaganda passende Schau-Objekte mit ausgesuchten Partei-Hoch-Jublern und Schulter-Klatschern vorgeführt wurden…wie wir alle wissen, zu einem Realitäts-Verlust ohnegleichen führend…

Auch die auf ihrer Homepage enthaltene Einschätzung von Annette Sawade / MdB, „Der Naturstromspeicher setzt damit Maßstäbe für alle derartigen Projekte in Deutschland.“, beruht auf einer völligen Fehl-Einschätzung und entspricht nicht der Realität:

So berichten viele Zeitungen, so bspw. die FAZ in einem Beitrag vom 30.4.2014 unter der Überschrift „Energiewende RWE steigt aus Pumpspeicherkraftwerk im Schwarzwald aus“: „Dämpfer für die Energiewende: Der Karlsruher Energieversorger ENBW muss die Planung für das Pumpspeicherkraftwerk Atdorf künftig alleine durchziehen. Der Essener Energieversorger RWE steigt aus dem Milliardenprojekt in Südbaden aus. „Wir haben einfach einen anderen Blick auf die momentane Situation“ begründete RWE den Ausstieg. „Pumpspeicherkraftwerke rechnen sich nicht.“, so die Einschätzung von RWE.  Das Prestige-Objekt und völlig unwirtschaftliche Vorhaben in Südbaden / Schluchsee bei Atdorf dürfte damit am Ende sein, denn die nach jahrelanger Politik-Einflußnahme zum Spielball politischer Interessen gewordene und deshalb in erhebliche finanzielle Schieflage geratene EnBW dürfte viel zu schwach sein, um das Prestige-Objekt allein durchziehen zu können.

Und auch in Bayern hat Wirtschaftsministerin Ilse Aigner / CSU angesichts heftiger Kritik von Natur- und Landschaftsschützern und mangels Wirtschaftlichkeit vom Projekt eines Naturstromspeichers am Walchensee Abstand genommen und die Reißleine gezogen. Kritische Zeitgenossen rechnen angesichts des starken Bürgerprotests mit einer endgültigen Bestätigung des vorläufig für einige Jahre verhängten Planungsstopps am Jochberg / Walchensee und am Poschberg bei Bad Reichenhall.

Merke: In der Theorie auch noch so schon sich anhörende Prestige-Objekte stehen hinsichtlich ihrer Umsetzung immer unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit… Wer diese Grundregel  -  auch als Politiker  -  nicht beachtet, ist vor kostenträchtigen Eigentoren (i.d.R. zu Lasten der Allgemeinheit / des Bürgers) nicht gefeit…

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de


 

Bürgerinitiative „Windkraft Mittleres Jagsttal e.V.“ stellt größte Gruppe beim Pferdemarkt-Festumzug in Dörzbach 

Tausende Bürger aus nah und fern säumen die Straßen und werden als Zuschauer über Wind-Wahn im Mittleren Jagsttal informiert

  Ca. 150 BI-Mitglieder mehrerer BI‘ s formieren sich zum Trauermarsch hinter einer von einem Pferde-Gespann gezogenen Sarg-Kutsche und tragen die durch Windkraft-Unfug irreparabel zerstörte Landschaft und Natur in Hohenlohe, Heilbronner Land, Taubergrund und anderswo symbolisch zu Grabe

Hat der Windkraft-Freund Freiherr von Eyb / MdL (CDU) die Botschaft in seinem Landtags-Wahlkreis verstanden ?


(wm / 140215) - Mitglieder aus 8 Gegenwind-Bürgerinitiativen haben unter der Organisation der BI „Windkraft Mittleres Jagsttal e.V.“ mit insgesamt rd. 150 Personen als zahlenmäßig weitaus größte Festzugs-Gruppe am traditionellen Pferdemarkt-Umzug am Samstag-Nachmittag, den  14.2.2015  teilgenommen. Den größten Anteil stellte naturgemäß die einheimische BI aus Dörzbach, die u.a. von BI-Abordnungen aus Creglingen, Bad Mergentheim / Althausen, Jagsthausen / Möckmühl / Forchtenberg / Hardthausen, Sindeldorf, Besigheim und Boxberg unterstützt wurde. Eine ihrer an den Bürgermeister Andy Kümmerle gerichteten Parolen lautete: „Andi überspann den Bogen nicht…“.

Den größten Anteil stellte naturgemäß die einheimische BI aus Dörzbach, die u.a. von BI-Abordnungen aus Creglingen, Bad Mergentheim / Althausen, Jagsthausen / Möckmühl / Forchtenberg / Hardthausen, Sindeldorf, Besigheim und Boxberg unterstützt wurde. Eine ihrer an den Bürgermeister Andy Kümmerle gerichteten Parolen lautete: „Andi überspann den Bogen nicht…“.



Bei schönem Winterwetter zog der von in „schwarz“ gekleideten BI-Teilnehmern formierte, hinter einer von 2 Pferden gezogenen Kutsche her laufende Trauerzug in 3-er Gruppen an Tausenden, an der Straße stehenden Umzugs-Besuchern vorüber, wobei zahlreiches Info-Material über die zum Nachteil von Mensch, Landschaft und Natur im Mittleren Jagsttal und angrenzenden Regionen führenden Windkraft-Pläne verteilt wurde. Auf der Kutsche war ein Sarg aufgebahrt, in dem die Landschaft und Natur im Mittleren Jagsttal symbolisch zu Grabe getragen wurde… …eine Botschaft, die von jedem Umzugs-Besucher sofort verstanden wurde und die eindringlich auf die Nachteile des jetzt auch „im Ländle“ an meist auch noch relativ windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standorten sich ausbreitenden Windkraft-Unsinns hingewiesen hat…

Vor der mit kommunalen Entscheidungsträgern, Honoratioren und dem CDU-Landtagsabgeordneten Freiherr von Eyb besetzten Ehrentribüne wurde Halt gemacht, um bei nochmals stark aufgedrehter Lautstärke des einschlägig bekannten „Windkraft-Lieds“  -  dem Prinzip des „Gehört-Werdens“ entsprechend  -  Info-Blätter, Broschüren etc. an die Ehrengäste zu verteilen.



Zu hoffen bleibt, daß der von lokalen BI-Gruppen als Windkraft-Freund angesehene CDU-Landtagsabgeordnete Freiherr von Eyb sich die Botschaft der Trauermarsch-Teilnehmer noch rechtzeitig zu Herzen nimmt, insbesondere vor dem Hintergrund, daß im nächsten Frühjahr 2016 Landtagswahlen in Baden-Württemberg stattfinden, bei dem neben sicherlich vielen anderen Themen auch die Energiepolitik und hier die Windkraft-Pläne des Landes eine eventuell wahlentscheidende Rolle  -  vor allem an Windkraft-Brennpunkten  -  spielen wird…

…ihm sollte noch die letzte Landtagswahl 2012 in Nordrhein-Westfalen in Erinnerung sein, bei der der bis dahin als Bundes-Umweltminister amtierende und als „Mutti‘ s Liebling“ mit Avancen zu höheren Weihen angesehene, bei der NRW-Landtagswahl 2012 als CDU-Spitzen-Kandidat angetretene Dr. Norbert Röttgen / MdB noch bis zum Wahltag gemeint hat, im NRW-Wahlkampf mit stark an das Programm der Grünen angelehntem CDU-Wahlprogramm im fremden „grünen“ Revier auf Stimmenfang gehen zu müssen… …eine völlige Fehl-Einschätzung des CDU-Spitzenkandidaten, die zu einem klassischen Röttgen-Eigentor wurde und zur schlimmsten CDU-Niederlage bei einer Landtagswahl in NRW seit 1947 führte…keine 2 Tage später wurde er von höchster Stelle zurückgetreten und fristet jetzt sein Dasein als Hinterbänkler im Deutschen Bundestag…


alle Fotos von und mit Dank an BI Mittleres Jagdttal

…Merke: Der Wähler „läßt sich nicht für dumm verkaufen“… …anstelle von bei der Partei-Konkurrenz (in diesem Fall bei den Grünen) abgekupferter Parolen wählt er lieber das Original, in diesem Fall die Grünen, die 2012 in NRW ihren Stimmenanteil deutlich auf 12,1 % erhöhten, während die CDU wegen starker, ihrem Spitzenkandidaten Dr. Norbert Röttgen angelasteten Verluste auf nur noch 34,6 % absackte und dadurch die Regierungsmehrheit in NRW verfehlte… …es wird spannend bei der BW-LTW 2016 im nächsten Frühjahr…

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“  

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de


Befahrung von Windkraft-Wald-Standorten mit Schwerem Gerät / Fundament-Betonierung von Windindustrieanlagen / Anlage von Straßen / Ausbau des Feldwege-Netzes / Schotter-Piste und Eisen-Tonnage etc. / Wer zahlt die K o s t e n für Bau und Unterhalt ?

 

Ist dies die nächste Stufe des vom Creglinger Bürgermeister und vom Landratsamt Tauberbischofsheim zu verantwortenden Klosterwald-Naturfrevels ? Wann kommen die Bagger, Spezialkräne, 1 2-Achser-Tieflader und Betonmischer ?

Die Umwandlung des C r e g l i n g e r  Klosterwald-Standorts in ein Windkraft-industrielles G e w e r b e g e b i e t und seine irreparablen Folgen…


Erfahrungen aus bereits bestehenden Windkraft-Wald-Standorten zeigen: Der C r e g l i n g e r 
Klosterwald würde bei Realisierung der Windkraft-Pläne weitgehend z e r s t ö r t, seine Umwandlung in ein Windkraft-industrielles Gewerbegebiet hätte eine schwerwiegende Beeinträchtigung des Natur- und Landschaftsschutzes zur Folge und eine Reihe seltener, auf der „Roten“ EU-Artenschutzliste stehender  Vogel- und Fledermausarten und Amphibien  wäre hochgradig in seiner Population gefährdet.

Die Zukunftsfähigkeit und die Entwicklung der umliegenden Dörfer und nicht zuletzt von 
C r e g l i n g e n selbst wäre über Jahrzehnte eingeschränkt, verbunden mit weiteren Nachteilen wie: Minderung der Lebens-qualität und des Erholungswerts zu Lasten der Bürger, Rückgang der Verkehrswerte von Immobilien bis hin zur Unverkäuflichkeit (= „kalte Enteignung“) führen zu Löchern in der Altersvorsorge, Torpedierung des „sanften Tourismus“, visuelle Zerstörung einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft… …und dies alles für einen mit großer Wahrscheinlichkeit schon von vornherein feststehenden W i n d p a r k-V e r l u s t b e t r i e b, nachdem der Creglinger Bürgermeister offen zugibt, daß er aus dem geplanten Windkraft-Betrieb im Klosterwald (wegen relativer Windarmut) 
k e i n e  nennenswerten Gewerbesteuer-Einnahmen erwarte…

Die D i m e n s i o n der durch Windkraft an u n s i n n i g e n Wald-Standorten verursachten Landschafts- und Naturzerstörung geht aus nachfolgenden  F u n d s t e l l e n  deutscher 
T a g e s z e i t u n g e n und T V-Berichterstattungen hervor.

Helfen Sie mit und setzen Sie sich dafür ein, daß es bei uns auf C r e g l i n g e r  Gemarkung  n i c h t so weit kommt: Noch ist es n i c h t zu spät ! Zeigen Sie R ü c k g r a t und Z i v i l c o u r a g e und unterstützen Sie uns bei der V e r h i n d e r u n g  des  W i n d w a h n - U n f u g s! Kein Bau von 1 0 Wind-Monstern in Creglingen !

F u n d s t e l l e n zum Naturfrevel infolge Wald-Rodung wegen Windwahn-Unfug:





Der Naturschutzbund Deutschland e.V., Kreisgruppe Rhein Hunsrück lehnt die jetzt von JUWI beantragten 12 Windkraftanlagen auf dem Soonwaldkamm entschieden ab.  

 

„…Uralte Bäume, streng geschützte Vögel und Fledermäuse, die Wildkatze, Kulturdenkmäler und der mittlerweile zertifizierte Soonwaldsteig würden in ihrer Existenz bedroht wenn demnächst über Monate Rodungsmaschinen, Bagger, Betonmischer und Schwertransporter den Wald in eine der größten Baustellen des Rhein-Hunsrück Kreises umwandeln. Für ein einziges Fundament der Riesenanlagen werden bis zu 1400 Kubimeter Beton benötigt wozu alleine etwa 150 Betonmischer in den Wald fahren müssten; für Wegebau und Kranstellflächen werden nach unserer Schätzung über

30 000 Tonnen Schotter benötigt….“

„…Betonmischer an Betonmischer rollte am Freitag von morgens 5 Uhr bis in den späten Abend hinein in Richtung "Grahberg", einem von sechs Windkraft-Standorten des im Bau befindlichen Windparks zwischen Bad Laasphe und Hesselbach (Siegener Zeitung berichtete). Die Tagesaufgabe war klar definiert: Das mit 93 Tonnen Eisen bestückte Fundament war mit sage und schreibe 1050 Kubikmeter Spezialbeton auszufüllen. Macht unter dem Strich rund 830 Fahrten, alle sechs Minuten rollte ein Lkw der Betonwerke Ober-Lahn und Wagner zur Baustelle…“.

    • Mittelbayerische Zeitung: „…Um Windräder aufstellen zu können, müssen die Wege passen – Bürger haben sich über die Schneisen durchs Heiligenholz bei Neumarkt beschwert…Gut befestigte Wege müssen sein…“

„…In ihren Reaktionen haben sich vor allem Spaziergänger über die Schneisen aufgeregt, die sich seit kurzem durch das Waldgebiet „Heiligenholz“ ziehen. Einigen nahe an den geschotterten Wegen stehenden Bäumen wurden die Wurzeln gekappt. Einige sehen mit ihren abgebrochenen Ästen zerschunden aus. Über die breiten Wege, die mit „Schotter“ befestigt wurden, sind schon Betonmischer gerollt. Denn es mussten massive Fundamente gegossen werden. Diese fangen die Kräfte ab, die etwa bei Sturm auf ein bis 200 Meter hohes Windrad einwirken. Bald gelangen noch schwerere Fahrzeuge in diesen Wald: Denn auf jeweils 40 Tonnen schweren Tiefladern werden bis zu 30 Tonnen wiegende Einzelteile heran gefahren, mit denen der Masten einer Windkraftanlage Stück für Stück aufgetürmt wird. Und dann müssen auch noch die drei, jeweils 60 Meter langen Rotorblätter in den Wald gefahren werden. Für diese Gefährte müssen die Waldwege genügend Radius aufweisen. Im „Heiligenholz“ habe man ausnahmsweise eine 90-Grad-Kurve gebraucht, um an einen Standort zu kommen, sagte der Pressesprecher der Firmengruppe…“

So genannte Rüttelstopfsäulen sollen den Boden mit stabilen Gesteinsschichten im Untergrund verbinden. Hierfür haben die Monteure Löcher in die Erde gebohrt, sie mit Schottergranulat aufgefüllt und das Granulat immer wieder fest gepresst. Dadurch sind nicht nur Säulen entstanden. Der gesamte Boden hat sich zu einem stabilen Untergrund verdichtet. 7000 Tonnen müsste er problemlos tragen können. Hier drauf entsteht dann das Fundament der E-126. 

Die Kraft des Windes wird durch den Turm, wie bei einem hundertdreißig Meter langen Hebel, bis in den kleinsten Winkel des Fundamentes übertragen. Deshalb muss das Fundament wesentlich mehr als nur das Gewicht der Anlage aushalten. 

    • 1400 Kubikmeter hochfester Stahlbeton

Diesen Belastungen waren die Fundamente alter Anlagen nicht immer gewachsen. Den Ingenieuren fehlte anfänglich noch die Erfahrung, einige Windräder sind einfach umgekippt. Damit das bei der E-126 nicht passiert, bekommt sie ein stabiles Fundament aus hochfestem Stahlbeton. Die Füllung liefern 140 Betonmischer im Stundentakt. Verzögerungen würden den Beton nicht gleichmäßig aushärten lassen, dadurch wäre er weniger belastbar. Zudem kommen die 140 Mischer aus verschiedenen Betonwerken. Projektleiter Fink fürchtet Qualitätsschwankungen. Deshalb lässt er jede Fuhre mit dem so genannten Konsistenztest überprüfen. Wenn sich die Kelle Beton dabei mehr als 50 Zentimeter ausbreitet, dann wäre der Beton zu dünn.

Damit das Fundament sprichwörtlich aus einem Guss entsteht, haben die Bauarbeiter 1400 Kubikmeter Beton in zwei Tagen gleichmäßig eingefüllt. Jetzt muss der Beton vier Wochen aushärten. Erst dann können die Arbeiter mit dem Turmbau beginnen.“

 

Ende der Fundstellen

 

W i r  b i t t e n  u m  I h r e  U n t e r s t ü t z u n g !

Gehen Sie auf den Bürgermeister, die Gemeinde- und Ortschaftsräte zu 

und stellen Sie unbequeme Fragen !

Mobilisieren Sie die Bürger in Ihrem Umfeld mit unseren besseren Argumenten !

 

Bürgerinitiative „Rettet den Klosterwald“; Eckehard Bach, Creglingen-Frauental (v.i.S.d.P.; Ex.i.d.F.v.25.1.15)




Auf die Bäume Ihr Affen  …

Massive Rodungen auf einem von Windkraft bedrohtem Waldstandort ?

 

(ts/140115) -  Vom an der K1608 (Autobahnzubringer Backnang A81 /Abzweigung beim Forsthof) gelegenen Waldparkplatz aus, können wunderbare kurze Wanderrunden durch das Mischwaldgebiet des Hardtwalds begonnen werden. Wer hier nicht blind durch die Gegend läuft, wird in diesem Waldstück an vielen Stellen sehen, was den Wert eines Waldes ausmacht. Nicht umsonst wurde vor noch nicht allzu langer Zeit ein kleiner Waldlehrpfad rund um den Feuersee installiert.

Eine Route führt nun hinauf zur rund 400 m hoch gelegenen Sinzenburg, einem kleinen Teilort von Aspach, in der Nähe des Segelflugplatzes Völkleshofen. Auf dem Weg dorthin streift man auch den Griesberg (393m). Das ist genau jener Ort, der von verschiedener Seite mit dem sinnigen Slogan „Windkraft im Bottwartal“ beworben wird und den man unbedingt beim Regionalverband Stuttgart als Standort für zwei Wind-Industrieanlagen durchboxen möchte.

Das man an diesem Standort je Wind-Industrieanlage 6 Millionen Kilowattstunden an Ertrag erwartet sei mal, weil völlig utopisch wenn man Vergleiche von anderen Standorten heranzieht, nur am Rande erwähnt. Vielmehr fällt auf, dass auf dem Gelände des Griesbergs in diesem Jahr erhebliche Abholzungen vorgenommen wurden. Teilweise sind durch Abholzung Stellen im Wald sichtbar geworden, die man bislang sonst auch im Winter entlang der Waldwege aus, nicht einsehen konnte. Nur am Rande bleibt auch die völlig übertriebene Zurückschneidung der am Feldrand bestehenden Schutzgehölze zu erwähnen. Wie da im Frühjahr Nistplätze von den Vögeln gebaut werden können, soll uns mal einer beantworten.

Die nachfolgenden Bilder belegen, dass das Gebiet Griesberg ein riesiger Wasserspeicher ist. Auch vier Tage nach dem letzten größeren Niederschlag trieft das Gelände noch förmlich vor Feuchtigkeit und das Wasser fließt noch direkt an der Oberfläche hinab ins Tal. Würden hier wie geplant zwei Wind-
Industrieanlagen gebaut werden, wird das erhebliche Folgen für den Wasserkreislauf zur Folge haben. Das ist bedingt durch die Verdichtung und Versiegelung der Waldflächen durch die Stellflächen und Zuwegung für diese Dinger. Je nach Anlagenstandort wird eine Fläche zwischen 2.500 und 5.500 m2 als Arbeitsraum und für die Erschließung benötigt. (Quelle: Energieportal Mittelhessen).

Es kann also nicht sein (wenn sich der Verdacht bestätigen sollte), dass hier im Vorfeld eines noch nicht 
einmal ansatzweise in der Planungs- und Genehmigungsphase stehenden Windkraftprojekts, eine über das normale Maß der Waldbewirtschaftung hinausgehende Abholzung stattfindet, nur um dann vielleicht später sagen zu können, das Gelände hätte keinen schützenswerten Baumbestand und weitere Natur- und Artenschutzrechtliche Gutachten könne man dann eher laxer angehen. Unsere Bürgerinitative wird die Planungen und den weiteren Verlauf des Standorts am Griesberg weiter aufmerksam verfolgen und auf mögliche Mißstände aufmerksam machen.

Es bleibt also zu hoffen, dass sich nicht nur die Segelfliegergruppe Backnang, die das dem möglichen Standort sehr nahe gelegene Segelfluggelände bei Völkleshofen nutzt , wie im letzten Jahr schon von deren Seite angekündigt wurde, erfolgreich gegen diesen Standort zur Wehr setzen wird, sonst wird es dort womöglich bald so aussehen:


Klick auf das Bild für größere Aufnahme:

Quelle: Bürgerinitiative Windkraftfreier Bocksrück - Ralf Grusa


Bilder vom Griesberg - klicken für größere Aufnahme



Der Waldboden hat sich vollgesogen.
Das Wasser läuft nach vier Tagen ohne Regen immer noch an der Oberfläche ab. 








Der Wald - auf dem eigenen Scheiterhaufen der Energiewende gelandet.



Z e n s u r  und Behinderung der Meinungs- und Pressefreiheit in C r e g l i n g e n / Taubergrund

 

L o k a l p r e s s e  unterdrückt Windkraft-kritischen Leserbrief, der  I r r w e g e  der  G r ü n e n  im Kreisverband Bad Mergentheim anprangert

 

(wm / 220614) - Zur Unterstützung der BI „Rettet den Klosterwald“, Creglingen, haben wir nachfolgend geschilderten Vorgang (Leserbrief) in unsere Homepage eingestellt. Der Sachverhalt wird in einem Info-Blatt festgehalten, das vermutlich in den nächsten Tagen durch Briefkasteneinwurf an Haushalte in Creglingen verteilt wird.

  

I    Vorbemerkungen: Unterdrückung unbequemer Fragen durch Lokalpresse (Fränkische Nachrichten) / Unterbliebene Veröffentlichung eines Windkraft-kritischen Leserbriefs

 

Den Lokalzeitungen „Fränkische Nachrichten“ und „Tauberzeitung“ wurde vor wenigen Tagen von einem Sprecher unserer Bürgerinitiative „Rettet den Klosterwald“, Eckehard Bach (Frauental), ein Leserbrief nachfolgenden Inhalts zugeleitet, der einige unserer Meinung nach bestehende und über Homepage-Kommentare belegbare Irrwege der Grünen / Ortsverband Bad Mergentheim in Sachen „Windkraft“ kritisiert.

Die Veröffentlichung des Leserbriefs unterblieb in beiden Lokalzeitungen. Von der Tauberzeitung liegt uns bisher noch keine Begründung für die Nicht-Veröffentlichung vor. Die FN hat ihre Absage in einem Mail u.a. sinngemäß damit begründet, daß der Leserbrief-Inhalt gegenüber den bisherigen Leserbriefen keine neuen Erkenntnisse bringe und Leserbriefe unsrer BI schon häufig genug gebracht worden seien.

Wir vermuten, daß die Veröffentlichung des Leserbriefs in den „Fränkischen Nachrichten“ vom Chef-Redakteur möglicherweise vor allem deshalb abgelehnt wurde, weil der Chef-Redakteur der FN parteipolitisch möglicherweise den „Grünen“ nahesteht und eine Publizierung Windkraft-kritischer und gegen die „Grünen“ gerichteter Punkte womöglich nach Ansicht des FN-Chef-Redakteurs deren Erfolgsaussichten so kurz vor den am 25. Mai stattfindenden Wahlen eventuell negativ beeinflußen könnte…     

Wir sehen die Unterdrückung unseres Windkraft-kritischen Leserbriefs und dessen Nichtveröffentlichung als Zensur und Verstoß gegen die Meinungs- bzw. Pressefreiheit an. Die Einschätzung des FN-Chefredakteurs, wonach im Leserbrief wenig Neues enthalten sei, teilen wir nicht, ganz im Gegenteil: Der FN-Chefredakteur sollte diese Einschätzung allein der interessierten Öffentlichkeit bzw. den FN-Lesern überlassen und jede Bevormundung der Leser unterlassen.

Um einem angesichts der in jüngster Zeit zu den Vorgängen in Creglingen / Klosterwald publik gewordenen Begleitumstände immer größer werdenden Teil der Bürgerschaft die Möglichkeit zur unzensierten = freien eigenen Meinungsbildung über ein die Zukunftsfähigkeit von Creglingen stark berührendes Thema zu geben, haben wir uns kurzerhand entschlossen, den durch Zensur der FN-Lokalredaktion unterdrückten Leserbrief durch Druck eines Info-Blatts und Briefkastenwurf sowie durch Rund-Mails an die Creglinger Haushalte, kommunale Entscheidungsträger, Kreisgeschäftsstellen der Parteien und an befreundete Bürgerinitiativen zur Verbreitung in deren Netzwerken zu verteilen.

  

Eckehard Bach;  Creglingen-Frauental, den 22.5.2014



Kein Naturfrevel in Creglingen und im Taubergrund
Brunnen by lessi2306, on Flickr
Creative Commons Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 Generic License   by  lessi2306 


II    Irrwege der Grünen beim Thema „Windkraft im Creglinger Klosterwald“

 

Die Grünen sind bekanntermaßen glühende Verfechter eines noch stärkeren Ausbaus der Windkraft, wobei sich die Grünen-Ortsverbände nun sogar im relativ windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen WKA-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland Baden-Württemberg für Windkraft-Forcierung stark machen. Stellvertretend dafür steht der Grünen-OV Bad Mergentheim, der sich auch für WKA-Standorte im ökologisch hochsensiblen und daher für Windkraft-Betrieb ungeeigneten Wald wie bspw. im Creglinger Klosterwald einsetzt.

Auf der  Homepage des Ortsverbands  wird dies damit begründet, daß der Ausstoß klimaschädlicher CO2-Treibhausgase  reduziert werden soll, um zu einer Reduzierung des Temperaturanstiegs bzw. der Weltklima-Erwärmung zu kommen. Dieses Ziel ist vorbehaltslos zu begrüßen.

Wer allerdings denkt, daß dies mit dem weiteren, nur durch 20 Jahre lang garantierten und von den Stromkunden zu tragenden EEG-Milliarden-Subventionen verursachten WKA-Ausbau an zuvor großflächig abgeholzten Wald-Standorten erreicht wird, befindet sich auf dem Irrweg. Denn: Jeder auch nur mittelmäßig begabte Schüler weiß schon nach der ersten Stunde Biologie-Unterricht, daß Wald und Bäume wichtig sind für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt, weil sie als Luftfilter Schadstoffe absorbieren, kühle Luft an angrenzende wärmere, waldfreie Regionen abgeben und so für das ökologische Gleichgewicht in der Region sorgen.

Eindringlich hat darauf auch Dr. Till Backhaus (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mecklenburg-Vorpommern) aus Anlaß des kürzlich begangenen „Tag des Baumes“ hingewiesen: „Bäume produzieren wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. 
Eine 100jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 kg Sauerstoff frei und bindet 2,35 kg CO
2; Durch die Verdunstung von Wasser tragen die Bäume erheblich zur Verbesserung des Klimas bei. Eine Eiche verdunstet an einem Sommertag durchschnittlich 43 Liter und kühlt damit die Umgebung; 100 m³ Holz schaffen bzw. erhalten einen Arbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft; Standortgerechte Gehölze schaffen den notwendigen Lebensraum und sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleintiere. In naturnahen Buchenwäldern leben beispielsweise bis zu 7.000 Tierarten.“

Diese dem Klimaschutz dienenden Funktionen liegen allesamt auch beim Creglinger Klosterwald vor, wie die vor kurzem von Förster Heisig im Beisein von rd. 300 Teilnehmern geleitete Klosterwald-Exkursion eindrucksvoll gezeigt hat und vor dessen zu Natur- und Landschaftsfrevel führenden Abholzung alle dort vor Ort berufsmäßig verkehrenden Fachleute eindringlich warnen.

Ganz auf dem Irrweg sind die Grünen mit ihren Ausführungen unter „Warum Windräder bei uns ?“, wenn sie suggerieren, daß Windkraft in Baden-Württemberg bisher von Vorgänger-Regierungen blockiert worden sein soll. Sie scheinen noch immer nicht zu wissen, daß das jahresdurchschnittliche Windaufkommen als wesentliche Einflußgröße für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb einem starken Nord-Süd-Gefälle unterliegt, wie alle Langzeit-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) der letzten 20 Jahre belegen. Danach ist die „Windhöffigkeit“ in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands um ca. 2 – 3 Mal h ö h e r als im relativ windschwachen Baden-Württemberg.

Dementsprechend sind von den bisher bundesweit ca. 25 000 installierten Windkraftanlagen auch rd. 80 % im Norden und Osten Deutschlands konzentriert, während im windarmen BW gerade mal ca. 400 WKA‘ s stehen. Von diesen erwirtschaften wiederum ca. 80 % - 90 % Jahr für Jahr ununterbrochen seit ihrer Inbetriebnahme „tiefrote“ Verlust-Betriebsergebnisse und ein Großteil der schon jetzt arg gebeutelten Kapitalanleger dürfte  -  wenn überhaupt -  nur noch einen Bruchteil ihres Eigenkapitals „am Ende des Tages“ wiedersehen, von Gewinnausschüttungen und Gewerbesteuer-Zahlungen an die Standort-Kommune ganz zu schweigen. Vor allem diese Fakten sind maßgebend dafür, daß nur relativ wenige WKA‘ s im windarmen Südwesten stehen.    

 

Eckehard Bach, Creglingen-Frauental, den 16.5.2014





                Schwappt Heilbronner Bestechungsskandal nun auch auf                  Z E A G-Windpark-Auftragsvergabe in B o x b e r g über ?
Bürgerinitiative kritisiert mangelnde Transparenz bei Windpark-Auftragsvergabe an Heilbronner Energieversorger Z E A G
Zensur und Behinderung der Meinungsfreiheit: Lokalpresse unterdrückt Windkraft-kritischen Leserbrief, der offenkundige Missstände und mangelnde Transparenz bei Auftragsvergabe an Z E A G anprangert

  

I            Vorbemerkungen: Unterdrückung unbequemer Fragen durch Lokalpresse / Unterbliebene Veröffentlichung eines Windkraft-kritischen Leserbriefs, der fehlende Transparenz und offenkundige Verstöße bei der Auftragsvergabe an  Z E A G  zum Bau von 3 Windparks auf Boxberger Gemarkung anprangert

 

Den Lokalzeitungen „Fränkische Nachrichten“ und „Tauberzeitung“ wurde Anfang Mai 2014 vom Vorsitzenden unserer Bürgerinitiative, Egon Fahrbach (Bobstadt), ein Leserbrief nachfolgenden Inhalts zugeleitet, der die Begleitumstände der Auftragsvergabe zum Bau von 3 Windparks an den Heilbronner Energieversorger ZEAG kritisiert. Die für Dienstag, den 6.5.2014 in gekürzter Form vorgesehene und zunächst in Aussicht gestellte Veröffentlichung des Leserbriefs unterblieb in beiden Lokalzeitungen.

Wir sehen die Unterdrückung unseres Windkraft-kritischen Leserbriefs und dessen Nicht-Veröffentlichung als Zensur und Verstoß gegen die Meinungs- bzw. Pressefreiheit an.

Um einem angesichts der jetzt publik gewordenen Begleitumstände immer größer werdenden Teil der beunruhigten, von der Stadtverwaltung bisher nur einseitig „pro-Windkraft“ informierten Bürgerschaft die Möglichkeit zur unzensierten, objektiven  = freien und eigenen Meinungsbildung über ein die Zukunftsfähigkeit von Boxberg stark berührendes Thema zu geben, haben wir uns kurzerhand entschlossen, den wesentlichen Inhalt unseres Leserbriefs durch Druck eines Info-Blatts und Briefkastenwurf an die Boxberger Haushalte zu verteilen, denn m e r k e: Jede Medaille, auch die „Windkraft-Medaille“, hat 2 Seiten… 

  

II       Sachverhalt  -  unsere Kritik

 

Angesichts der jetzt durch die Medien bekannt gewordenen Vorgänge um die Heilbronner Korruptionsaffäre (hier und hier), stellen sich nicht nur Mitglieder der Bürgerinitiative „Keine Windkraftanlagen im Boxberger Wald“ die Frage, ob der Heilbronner Bestechungsskandal um ZEAG / EnBW nun auch nach Boxberg überschwappt, nachdem die Umstände der Auftragsvergabe an den Heilbronner Energieversorger ZEAG (Tochtergesellschaft der EnBW, Stuttgart) zum Bau von 3 Windparks auf Boxberger Gemarkung aus Sicht vieler Bürger immer nebulöser erscheinen und mehr Fragen als Antworten liefern.

Wie bekannt, sollen an Boxberger Wald-Standorten durch ZEAG insgesamt 12 künftig bis zu 
230 m hohe Windindustrieanlagen errichtet werden; jede einzelne wäre höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom. Bürgermeister Kremer und Gemeinderat sind bisher  -  trotz Nachfrage  -  befriedigende Antworten schuldig geblieben; Stellungnahmen der Stadtverwaltung, des Gemeinderats und des Bobstadter Ortschaftsrats-Vorsitzenden jedenfalls lassen  -  aus Sicht der beunruhigten Bürgerschaft  -  viel zu viele Fragen offen.        

Wie Ende April / Anfang Mai 2014 im SWR und in der Presse berichtet, hat die Staatsanwaltschaft vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Stuttgart Anklage gegen einen Heilbronner Bauunternehmer erhoben. Im wesentlichen geht es um illegale Preisabsprachen und Bestechung bei kommunalen Aufträgen. Im Mittelpunkt der Anklage steht auch ein ZEAG-Mitarbeiter und der mittlerweile nicht mehr bei ZEAG tätige Vorstand der ZEAG, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, mehrere 10 000 € Bargeld als Schmiergeld angenommen zu haben.

Spätestens nach Bekanntwerden dieser Machenschaften sehen sich viele BI-Mitglieder aus Boxberg, umliegenden Dörfern und benachbarter BI‘ s in ihren schlimmsten Vermutungen bestätigt. Sie befürchten schon länger, daß auch bei der Auftragsvergabe an den Heilbronner Energieversorger ZEAG (Tochtergesellschaft der EnBW, Stuttgart) zum Bau von 3 Windparks mit insgesamt 12 künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen und im Vorfeld zu entsprechenden Gemeinderatsbeschlüssen nicht „alles mit rechten Dingen“ zugegangen sein könnte.


Boxberg (Baden) - Blick von Burg Boxberg
cc-by-sa 3.0 - Peter Schmelzle


In ihrer Ansicht sehen sie sich vor allem durch widersprüchliche Aussagen von Bürgermeister Kremer bestätigt, der als Begründung für die Auftragsvergabe an ZEAG in öffentlichen Vertrags-Werbeveranstaltungen und bei seiner Promotion-Tour zur Bürgermeisterwahl die Aussage getroffen habe, ZEAG habe gegenüber den beiden Mitbewerbern

·         Stadtwerke Mergentheim und

·         Bürgerenergie-Genossenschaft Tauber-Franken

„das beste Angebot abgegeben.“

 

Genau diese Aussage des Boxberger Bürgermeisters sehen wir jedoch als widerlegt und unzutreffend an, nachdem sowohl Vertreter der Stadtwerke Mergentheim als auch der Bürgerenergie-Genossenschaft Tauber-Franken Mitgliedern unserer Bürgerinitiative gegenüber zweifelsfrei, glaubhaft  und mehrfach versichert haben, daß es  -  obwohl man starkes Interesse gehabt habe  -  gar nicht zur Abgabe eines Angebots gekommen sei.

So hat die Bürgerenergie-Genossenschaft Tauber-Franken uns gegenüber mitgeteilt, daß man trotz frühzeitigem zweimaligem Anschreiben bis heute keine Antwort von der Stadtverwaltung Boxberg erhalten habe. Nachdem die Stadtwerke Mergentheim ebenfalls schriftlich ihr Interesse bekundet und daraufhin sogar persönlich vorgesprochen hätten, sei ihnen sofort beschieden worden, daß man sich nicht mehr um den Auftrag zu bemühen brauche, da die Entscheidung schon gefallen sei. Letztlich habe man Monate später aus der Zeitung erfahren, daß ZEAG den Auftrag zum Windpark-Bau erhalten habe.

Aufgrund dieses Sachverhalts schließen wir, daß es entgegen der Aussage von Bürgermeister Kremer kein Angebotsverfahren, und schon gar nicht unter Einbezug der Stadtwerke Mergentheim und der Bürgerenergie-Genossenschaft Tauber-Franken, gegeben haben kann.

Damit ist auch obsolet, daß ZEAG „das beste  Angebot abgegeben habe“, denn diese Aussage impliziert ja gerade, daß „das beste Angebot“ von Stadtverwaltung und Gemeinderat zum Wohl der Bürger über ein objektives, transparentes und aus mehreren Angeboten bestehendes Angebotsverfahren ausgewählt wurde, angekündigt in der Tagesordnung zu Gemeinderatssitzungen und  -  vom Ergebnis her  -   festgehalten in entsprechenden Protokollen zu abgehaltenen GR-Sitzungen etc., was beim tatsächlichen Ablauf eben gerade nicht der Fall gewesen ist. Vielmehr ist zu befürchten, daß der Auftrag zum Bau der Windparks auf Boxberger Gemarkung vom Bürgermeister im Wege der „Vetterleswirtschaft“ und Kungelei „von langer Hand geplant“, ohne vorherige Beratung im Gemeinderat und daher am Gemeinderat vorbei auf Basis gut „geschmierter“ Beziehungen zu kommunalen Entscheidungsträgern sowie unter Verstoß gegen zwingend einzuhaltende Bestimmungen bzgl. der kommunalen Auftragsvergabe der ZEAG regelrecht „zugeschanzt“ wurde.

Parallelen zu diesem „Windkraft-Sumpf“  -  man kann es nicht anders nennen  -  sind an anderen geplanten Windkraft-Standorten im Bereich des Regionalverbands HN-Franken ebenfalls erkennbar, so insbesondere in Königheim, Langenburg, Blaufelden, Krautheim oder Harthausen, wo EnBW / ZEAG und die im Hintergrund diskret „undercover“ agierende, den politisch „grün-roten“ Vorgaben geräuschlos folgende Windkraft-Lobby sich anschicken, wie Heuschrecken unter eklatantem Verstoß gegen Naturschutzgesetze bzw. europäisches Naturschutzrecht über eine z. Zt. weitgehend noch intakte Natur herzufallen, nach Waldrodung und Umwandlung in ein Windkraft-industrielles Gewerbegebiet zum Nachteil der dort lebenden Bürger einen Natur- und Landschaftsfrevel ohnegleichen hinterlassend.

In Abstimmung mit den dort ansässigen Bürgerinitiativen werden wir in Kürze weitere Schritte ins Auge fassen.                 

 

Bürgerinitiative „Keine Windkraftanlagen im Boxberger Wald“

Egon Fahrbach, Bobstadt; (Vorsitzender der Bürgerinitiative; v.i.S.d.P.; Ex. i.d.F.v. 14.6.2014)

Walter Müller (Berater der BI)


Keine künftig 2 0 0 m – 2 3 0 m (!!) hohe Windindustrieanlagen = Windmonster auf L a n g e n b u r g e r  G e m a r k u n g !

 

Keine großflächige Waldabholzung und Baum-Rodung wegen Windwahn- U n f u g: Kein N a t u r f r e v e l im Brüchlinger Wald!

 Wir bitten um Ihre Mithilfe: Unser Nutz- / Erholungswald darf nicht fallen !

 

W i s s e n  S i e…

 

...dass die Stadtverwaltung Langenburg den Bau eines W i n d p a r k s mit 18 (in Worten: achtzehn !!) Windindustrieanlagen im Brüchlinger Wald aktiv unterstützt, dem inklusive Infrastrukturmaßnahmen höchstwahrscheinlich eine Waldfläche in der Größe mehrerer Fußballfelder zum Opfer fallen würde und dessen WKA‘ s vermutlich annähernd so hoch oder noch höher würden als der S t u t t g a r t e r Fernsehturm, das U l m e r Münster oder der 
K ö l n e r Dom ?

...dass im Brüchlinger Wald auch seltene und vom Aussterben bedrohte Vogel- und Fledermausarten leben, von denen viele (ausdrücklich geschützt !) auf der „Roten 
E U-Artenschutzliste“
stehen ? ...und dass aus diesen Gründen viele andere Windkraft-Standorte wegen  V e r s t o ß  gegen Naturschutzgesetze schon abgelehnt wurden, und zwar von (verantwortungsvollen) Naturschutz-Behörden und oftmals auch vor den Verwaltungsgerichten ? …und daß das Umweltzentrum Schwäbisch Hall den Bau eines Windparks dort rigoros 
ablehnt ?  

...dass nach einer neuen, bewußt „unter Verschluß“ gehaltenen Studie (in Zusammenarbeit mit dem Windkraft-Konzern Enercon; Aurich, Niedersachsen) durch Windkraft-R o t o r s c h l a g allein in Deutschland jedes Jahr Zehntausende F l e d e r m ä u s e getötet und z i g-Tausende V ö g e l regelrecht zu T o d e  geschreddert werden und zum Teil  -  unweit und am Fuße der Windindustrieanlage  -  qualvoll verenden ?

...dass laut einer neuen Studie des Michael-Otto-Instituts (NABU nahestehend) WKA‘ s  n i c h t in Wälder gehören, weil es hier zu den m e i s t e n Todesfällen / Vogelschlag von Vögeln + Fledermäusen kommt?

...dass es mit der R u h e  +  E r h o l u n g im Wald auf Dauer ein Ende haben wird, weil nach Betonisierung der Landschaft, Flächenversiegelung  + Umwandlung von Wald in ein windkraft-industrielles G e w e r b e g e b i e t  durch Rotor-Betrieb großer L ä r m (bei Wind: tags und nachts) entsteht und deshalb dort auch die J a g d kaum mehr möglich sein wird, weil es nichts mehr zu jagen gibt (…wenn das letzte Wild vertrieben ist…) ?

…dass unsinnige W a l d r o d u n g auch im Brüchlinger Wald zur K l i m a e r w ä r m u n g / 
V e r s t o ß gegen Klimaschutzziele führt
, weil Wald das klimaschädliche C O
2 absorbiert, als Luftfilter dient, für das ökologische Gleichgewicht und für den Luftaustausch (Schattenspender; Abgabe kühler Luft an die Umgebung…) auch in der Region Hohenlohe sorgt… …der Wald verliert seine Klimaschutz-Funktion, wenn er abgeholzt würde…

...dass dort  -  unter anderem  -  der unter besonderem Schutz stehende, vom Aussterben bedrohte 
R o t m i l a n etc. (Beobachtungen von Förstern, Jägern, Naturschützern etc…) gefährdet ist und mit einer h o h e n Tötungsrate der Tiere (Vögel und Fledermäuse) durch WKA-Betrieb zu rechnen ist?


...dass das jetzt noch weitgehend intakte Waldgebiet zur Befahrung mit schwerem Gerät (9-Achser-Tieflader; Spezialkräne) mit breiten Straßen bebaut werden müsste und für den Bau einer (!!) Windindustrieanlage nach Erfahrung an anderen Windkraft-Standorten im Wald mindestens ca. 7.000 qm - 10.000 qm (!!) Wald abgeholzt werden müssen und j e einzelner WKA je nach Größe des Fundaments / Statik und nötiger Infrastrukturmaßnahmen (Straßen) 2 0 0 0 – 4 0 0 0 (Betonmischer-) Fahrten anfallen ?

…dass die weitgehende Zubetonierung des Brüchlinger Walds bzw. auf den Höhenzügen des Jagsttals an den WKA-Standorten + aufgrund der Infrastrukturmaßnahmen (Befestigung bestehender Straßen / Feldwege; Erschließung neuer Trassen etc.) möglicherweise zur Gefährdung des Grundwassers führt und den natürlichen Hochwasserschutz einschränkt, indem der dann zubetonierte Waldboden nicht mehr als Speicher für schnell und intensiv niedergehende Wassermassen / Schneeschmelze zur Verfügung steht, wodurch die Niederschläge zu schnell in die bereits überfluteten Fließgewässer stürzen und damit die Hochwassergefahr erhöhen…

...dass Untere + Obere Naturschutzbehörden eine bereits aufgebaute Kinderschaukel oder kleinere Geräte-Unterstell-Hütten bspw. in Streuobstwiesen / „Stückle“ (Natur) etc. rigoros wieder entfernen ließen, da sie angeblich nicht „in das Landschaftsbild“ passten… …während jetzt ca. 200 m hohe Windmonster im Brüchlinger Wald und anderswo in Hohenlohe / Taubergrund „ohne viel Federlesens“ von den nach Meinung Vieler unter Einfluß der Windkraft-Lobby stehenden Behörden mehr oder weniger „geräuschlos durchgewunken“ werden sollen...

...dass insbesondere der Teilort Atzenrod in unmittelbarer Nähe und damit viel zu nah am geplanten WKA-Standort liegt und dessen Bürger daher besonders negativ durch Lärm, Schattenschlag und Infraschall betroffen wären, wodurch dessen Zukunftsfähigkeit auf Generationen hinaus zerstört wäre… …und daß die Verkehrswerte der dort bzw. auch im weiteren Umfeld befindlichen Häuser + Grundstücke vermutlich „ins Bodenlose“ fallen, damit ggfs. als Altersversorgung ausfallen und unverkäuflich werden, wegen „über Nacht“ eintretendem Verlust einer „kalten Enteignung“ gleichkommend ?

…dass der Langenburger Bürgermeister selbst zugegeben hat, daß der bisherige Windkraft-Betrieb auf Langenburger Gemarkung  -  wie an anderen WKA-Standorten in der Region ebenfalls  -  entgegen den ursprünglichen vollmundigen Versprechungen der Windkraft-Lobby zu keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen im kommunalen Haushalt geführt hat, was belegt, daß das dort jahresdurchschnittlich nur spärlich vorhandene Windaufkommen wegen relativer Windarmut viel zu gering ist, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb zu garantieren…und Verlustbetrieb, Millionengrab + Kapitalverzehr auch bei dem neu geplanten Windpark zu Lasten der oft uninformierten + blauäugigen Kapitalanleger und zu Lasten der Standort-Kommune Langenburg und ihrer Bürger und auch zu Lasten der weiteren Umgebung in Hohenlohe vorprogrammiert ist…

…dass die 18 im Brüchlinger Wald geplanten WKA‘ s bei Realisierung zur Umwandlung eines Erholungswalds in ein windkraft-industrielles Gewerbegebiet  -  neben dem Bau jetzt (auf der „Schokoladenseite“) weiter geplanten WKA‘ s  -  zu einer Windkraft-Umzingelung von Langenburg und seiner Teilorte führen, u.a. zu einer schweren Beeinträchtigung des im Aufwind befindlichen „sanften Tourismus“ führend ?

…daß es sich bei den Investoren / Projektierern / Finanzierern etc. um einen auswärtigen Energiekonzern = EnBW / Stuttgart handelt, der den  -  wenn wegen Windschwäche überhaupt anfallenden   -  Gewinn zu seinen Gunsten abschöpft, während den Grundstücksverpächtern und der Kommune nur der Rest = „Brosamen“ verbleiben, jedoch mit viel zu vielen Nachteilen zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur versehen…sicherlich zu einer Beschränkung der Zukunftsfähigkeit von Langenburg, seiner Bürger und der nachfolgenden Generation führend…

M e r k e: Gemeinwohl geht v o r Eigennutz ! Keine Durchsetzung von Partikularinteressen Einzelner (Grundstücksverpächter) zu Lasten der Allgemeinheit / Bürger !

 

Fazit:   J a zu Windindustrieanlagen – aber nur dort, wo Windkraft-Betrieb Sinn macht und sie
 keine Gefahr und Beeinträchtigung für Mensch, Landschaft und Natur bedeuten!

               

N e i n zu künftig bis zu 200 m hohen Windindustrieanlagen im relativ windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Erholungswald in Langenburg!

       

N e i n zu 200 m hohen Wind-Monstern auf Langenburger Gemarkung, denen mit großer Wahrscheinlichkeit mehrere Fußballfeld-große Waldflächen mit „zig“ Jahre alten Bäumen geopfert werden müßten und die dem ohnehin schon vielfach am Boden liegenden Natur- und Artenschutz nach Meinung vieler besorgter Bürger nun auch in Hohenlohe einen weiteren schweren, dann irreparablen Schlag versetzen würden ! 

 
 

Bürger von Langenburg und in Hohenlohe: Setzen Sie ein Zeichen, zeigen Sie Rückgrat + Zivilcourage ! Bringen Sie sich ein und beteiligen Sie sich an unseren friedlichen Aktionen !

D a h e r: „Flagge zeigen“! Denn: Es geht um  u n s e r e  Natur -  es geht um u n s !

K e i n Natur- und Landschaftsfrevel in unserer H e i m a t !

Hände weg vom Brüchlinger Wald ! Auch Ihre Kinder werden Sie später danach fragen…


 

v.i.S.d.P.: Walter Müller, „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

(Berater der BI‘ s; Ex.i.d.F.v. 20.6.2014)

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW





Erneuerbare Energien: 4500-Seelen-Gemeinde F r e i a m t / Südbaden wird von der baden-württembergischen Landesregierung „über den grünen Klee“ als Windkraft-Vorzeige-Kommune gelobt  -  Vorspiegelung falscher Tatsachen

 Wie sieht die Realität aus ? Blick hinter die („Windkraft“)Kulissen in Südbaden

  

(wm / 060514) - Auf der Homepage der 4500-Seelen-Gemeinde Freiamt / Südbaden heißt es unter der Überschrift u.a.:

„Erneuerbare Energien in Freiamt  -  Wind, Sonne, Wasser: Fünf Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 9.700 kW tragen ebenfalls zur positiven Energiebilanz bei. Etwa 350 Anteilseigner betreiben die Windkraftanlagen, sie sind in einer GmbH & Co. KG organisiert. Ein Verein zur Förderung der Windenergie in Freiamt betreibt umfangreiche Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.“

Freiamt wird landesweit als Vorzeige-Modell für die Energieversorgung gelobt, deren Energiebedarf nahezu ausschließlich aus Erneuerbaren Energien  -  dort über Windkraft, Wasserkraft und Sonne  -  gedeckt wird. Windstrom wird von insgesamt 5 Windkraftanlagen geliefert, die über ein Bürger-Beteiligungsmodell unter der Bezeichnung „Freiamt Windmühlen GmbH & Co. Beteiligungs KG“ finanziert wurden.

Kein Wunder, dass ob dieser Lobpreisungen auch die stark am Ausbau der erneuerbaren Energien „im Ländle“ interessierte BW-Landesregierung aufmerksam wurde.

Seither wird die Gemeinde  F r e i a m t  auf der Homepage der BW-Landesregierung als Leuchtturm-Projekt und Vorzeige-Kommune dargestellt, wo es gelungen sei, durch geschickte Kombination einzelner Varianten der erneuerbaren Energien weitgehend energieautark zu werden, indem man die benötigte Energie ausschließlich selbst erzeuge und man damit unabhängig von fossilen = endlichen Energieträgern geworden sei. Ziel der grün-rot-geführten BW-Landesregierung ist es, dieses bisher wegen seiner Rarität noch als „exotisch“ zu betrachtende Modell landesweit möglichst flächendeckend auch an anderen Orten  -  vorwiegend wohl ebenfalls auf dem „flachen Land“  -  durchzusetzen.

Zu diesem Zweck tritt die Gemeinde F r e i a m t, vertreten durch ihre Bürgermeisterin, regelmäßig  -  zuletzt vor Mitte April 2014 in Creglingen / Taubergrund und jetzt auch am 23.6. im Rahmen einer vom BW-Umweltministerium in Langenburg veranstalteten Windkraft-Propaganda-Messe  -  im Schlepptau zu den von der BW-Landesregierung neuerdings vor allem an Windkraft-Brennpunkten organisierten Windkraft-Messen auf, deren Ziel es ist, den gegen Windkraft wegen der damit verbundenen Landschafts- und Naturzerstörung und weiterer Nachteile vor Ort immer stärker in der Bürgerschaft um sich greifenden Widerstand zu brechen.

Wenn sich eine Bürgermeisterin eines 4500-Seelen-Dorfes so vor den Karren der Windkraft-Lobby spannen läßt, ist hiergegen zunächst grundsätzlich nichts einzuwenden, vor allem dann nicht, wenn sich die Lobhudeleien auf die eigene Gemeinde Freiamt / Südbaden beziehen.


Problematisch wird es jedoch spätestens dann, wenn sich die Bürgermeisterin oder deren Vertreter zu Behauptungen  -  wie in Creglingen erfolgt und anhand von Power-Point-Präsentationen dort eindrucksvoll an die Wand geworfen  -  versteigen, wonach die in Freiamt gegenüber der Forcierung erneuerbarer Energien angeblich vorhandene positive Grundstimmung der Bürger repräsentativ sei für die ganze Region Südbaden. Als Indiz dafür wurden u.a. auch Steigerungsraten beim Übernachtungs-Tourismus in der Region Südbaden herangezogen, wodurch den staunenden Messe-Teilnehmern  -  sicherlich bewußt  -  suggeriert werden soll, dass Ausbau des Tourismus und Forcierung der Windkraft keine Gegensätze darstellen.

Nun mag dies auf die Gemeinde Freiamt mit gerade mal 5 Landgasthäusern / Hotels / Pensionen zutreffen. Es ist jedoch ein starkes Stück, wenn die jährlich mit stolzen Steigerungsraten und bzgl. der Übernachtungen lt. Geschäftsbericht 2012 der Schwarzwald Tourismus GmbH (Seite 8) mit jährlich insgesamt 20 488 745 Übernachtungen aufwartende Hotellerie in Südbaden als Indiz dafür herangezogen wird, dass eine Forcierung der Windkraft angeblich nicht zu einer Gefährdung des Tourismus-Potentials führt, an dem der Wohlstand der ganzen Region hängt. Tourismus-Experten in Freiburg oder Titisee-Neustadt und anderswo weisen bei entsprechenden Veranstaltungen der Tourismus-Verbände regelmäßig darauf hin, dass derartige Zahlen u.a. gerade nur deshalb zustande kommen, weil „Störfaktoren“ wie der Bau landschaftsverspargelnder Windindustrieanlagen im eher windgeschützt liegenden Südbaden, aber auch auf den Höhenrücken im Schwarzwald bisher nicht forciert worden seien.     

Die Realität bestätigt daher, dass genau das Gegenteil der von der Bürgermeisterin wohl beabsichtigten Suggestion der Fall ist. So weisen Tourismus-Experten der Schwarzwald Tourismus GmbH darauf hin, dass man schwere Einbrüche beim Tourismus befürchte, wenn die Windkraft gerade in bundesweit bekannten Ferien-regionen wie im Schwarzwald weiter forciert werde; eine Befürchtung, die bspw. auch vom Bürgermeister von Lauda-Königshofen, Thomas Maertens (CDU; Mitglied beim Regionalverband HN-Franken), angesichts der drohenden Windkraft-Überfrachtung des „Lieblichen Taubertals“ zu Recht immer wieder ins Feld geführt wird.

In den letzten Jahren hat sich, e n t g e g e n den Aussagen der Gemeinde Freiamt, der in Tourismus-Kreisen in Südbaden / Hochschwarzwald ohnehin schon stark vorhandene Protest gegen Windkraft noch weiter ausgeweitet: So hat bspw. ein Hotelier am Schluchsee eine 2,8 Mio-Investition wegen Windkraft-Plänen in unmittelbarer Nachbarschaft zu seinem Hotel-Betrieb verschoben und der Gemeinderat von Schluchsee hat  -  wie auch anderswo  -  Windkraft-Pläne am Schluchsee rundweg abgelehnt. (siehe  hier ,  hier  und  hier )

Eine äußerst windkraft-kritische Stellungnahme hat auch der Vorsitzende des Schwarzwald-Vereins in einer Anhörung vor dem BW-Landtag abgegeben.

Auch die Hochschwarzwald Tourismus GmbH befürchtet schwere Einbrüche beim Tourismus und lehnt Windkraft in Tourismus-Regionen ab. (siehe  hier

Kein Wort hat die Bürgermeisterin auch über den sehr schnellen vorzeitigen Abbau einer Windkraftanlage auf dem Ittenschwander Horn bei Fröhnd in der Nähe von Lörrach verloren. Von 2 erst im Jahr 2006 auf dem Ittenschwander Horn an vermeintlich windgünstiger Stelle installierten WKA‘ s mußte eine WKA bereits im darauffolgenden Jahr wegen relativer Windarmut, dadurch entstandenem dauerhaftem Verlustbetrieb und daher kurzfristig bevorstehender Insolvenz wieder abgebaut werden.

In Südbaden bringen Windkraft-Investments Zeitungsberichten zufolge durchweg nicht den zuvor von der Windkraft-Lobby vollmundig versprochenen Ertrag, weshalb sich geprellt fühlende Anleger der Freiburger Regiowind Kommanditgesellschaft auf Konfrontationskurs gehen und die Geschäftsführung verklagen, nachdem mehrere Jahre lang versprochene Ausschüttungen ganz ausgeblieben sind und zusätzlich bekannt wurde, dass die Windkraft-Betriebsgesellschaften mehrere Jahre lang die zur Finanzierung der Anlagen ausgereichten Kredite nicht bedienen konnten und deshalb mehrfach von anderen Firmen der Öko-Branche finanziell gestützt werden mußten. Grundsätzliches Manko: In der Planungsphase viel zu optimistisch erstellte „Gefälligkeitsgutachten“, die mit der Realität zum tatsächlich vorhandenen jahresdurchschnittlichen Windaufkommen  -  wesentliche Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb  -  nichts, aber auch gar nichts gemein haben. Presseartikel dazu  hier  und  hier )

F a z i t:  Vor diesem Hintergrund erscheint es verwerflich, wenn sich die Bürgermeisterin einer 4500-Seelen-Gemeinde vor den Karren der Windkraft-Lobby spannen läßt und den nichtsahnenden Bürgern in anderen BW-Regionen ein Bild von der angeblich heilen Windkraft-Welt in Südbaden vorgaukelt, das bestenfalls in ihrem 4500-Seelen-Dorf Freiamt zutreffen mag, aber keinesfalls repräsentativ ist für die ganze Region Südbaden. 

 

v.i.S.d.P.: Walter Müller, „Gegenwind Husarenhof Besigheim/Ingersheim“ (Berater der BI‘ s)

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW

(Ex.i.d.F.v. 20.6.2014)





Wind-WAHN-Nein-Danke Bad Mergentheim e.V.

Infoveranstaltung am 16.01.2014 in Bad Mergentheim, Neunkirchen

Einführende Rede von Bertram März, Vorstand und Sprecher der Bürgerinitiative (Bad Mergentheim, Bereich Apfelbach)


Meine Damen und Herren,

 

wie schon Herr März und Herr Ulmrich anmerkten, führen wir seit einem Jahr diesen Kampf – einen Kampf  „Mensch und Natur contra Profit“.

Dieser Kampf aber ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kampf gegen Windmühlen.
Denn die Gegenspieler ducken sich weg, sie gehen der öffentlichen Diskussion aus dem Wege, sie bleiben unsichtbar.

MdB Alois Gehrig und MdL Wolfgang Reinhard halten es offensichtlich nicht für notwendig, sich mit der immer größer werdenden Protestbewegung auseinanderzusetzen  - sie schweigen.

OB Udo Glatthaar zeigte sich zunächst gesprächsbereit. Da wir aber konsequent auf unserem Prinzip „Mensch vor Profit“ beharren, ist für Glatthaar unser Engagement reiner Populismus.

Landrat Reinhard Frank nimmt heute noch nicht den Unmut und die Sorgen der Menschen wahr und spricht in Interviews stolz von 200 Windmonstern, die im Kreis erstellt werden sollen und merkt dabei nicht, dass er mit seinem Stolz allein auf weiter Flur steht.

Unsere politisch Verantwortlichen weigern sich, die R e a l i t ä t e n zur Kenntnis zu nehmen:

 

·         R e a l i t ä t ist die relative Windschwäche in unserem Bundesland:

 

Als es kürzlich um die Diskussion der Anpassung bzw. Reform des EEG ging, witzelte der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gegenüber: Der schwächste Wind bei uns ist immer noch um ein vielfaches stärker als der stärkste Wind in Baden-Württemberg !

Gewinne sind  -  wenn überhaupt  -  im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg nur über EEG-Subventionen möglich ! 

Der im Jahr 2006 mit „großem Bahnhof“ unter Anwesenheit der damaligen baden-württembergischen Umweltministerin Tanja Gönner eingeweihte und bis heute größte baden-württembergische, aus 14 jeweils 160 m - 170 m hohen Windkraftanlagen bestehende, für BW-Verhältnisse mit ca. 900 m über NN vermeintlich windgünstige und überschwänglich als „Leuchtturm-Projekt“ für ganz BW gepriesene  Windpark in Simmersfeld / Nord-Schwarzwald (Kreis Calw, Nähe Freudenstadt) hat seit seiner Inbetriebnahme ununterbrochen bis heute jedes Jahr und zu Lasten seiner Anleger erhebliche Verlustergebnisse erwirtschaftet, die sich in den 7 Jahren seines Betriebs bis heute auf mehrere Millionen € kumuliert haben. Ein Ende des Verlustbetriebs ist  -  wegen Windarmut am Standort  -  nicht abzusehen. 

 

·         R e a l i t ä t ist die Unzuverlässigkeit der Windatlanten:

 

Die in den Windatlanten  -  auch für Baden-Württemberg -  enthaltenen Zahlen zur jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit sind viel zu hoch und damit falsch. Überall dort, wo bisher Windkraft-Standorte im eher windarmen Binnenland realisiert wurden, weicht die tatsächliche Windgeschwindigkeit ab Inbetriebnahme um durchschnittlich ca. 30 % nach unten  -  teilweise noch stärker  -  von der im Windatlas für diesen Standort enthaltenen, zu hohen Windgeschwindigkeit ab.

Belegt wird dies anhand einer Vielzahl von bisher eingetretenen Insolvenzen von Windparks. Jüngster spektakulärer Fall ist die drohende Insolvenz von PROKON in Itzehoe, wo an vielen PROKON-Windkraft-Standorten eine viel zu hohe Windgeschwindigkeit und daraus abgeleitet, viel zu hohe Windstrom-Erträge versprochen wurden. (In Bad Mergentheim keine Windmessung !).

An vielen Windkraft-Standorten, bspw. in Freiburg / Br. oder in Niedersachsen und anderswo in Deutschland sind Schadensersatzprozesse anhängig, weil sich geprellt fühlende Anleger von den viel zu optimistischen, von der Windkraft-Lobby zur Anleger-Gewinnung gezielt gestreuten Windertrags-Prognosen getäuscht und „über den Tisch gezogen“ fühlen.

           

·         R e a l i t ä t ist das Klimaschutzproblem:

 

Allein im Jahr 2012 wurden rd. 20 Milliarden € als EEG-Subventionen an die Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms ausgezahlt, für das Jahr 2013 werden rd. 22 Milliarden € ausgegeben und im Jahr 2014 werden es nach Regierungsangaben wegen des weiteren Zubaus und der für 20 Jahre garantierten Subventionslaufzeit voraussichtlich 23,5 Milliarden € sein. Regierungsangaben zufolge haben sich die über das EEG gezahlten und von den Stromkunden über höhere Stromrechnungen finanzierten Gesamt-Subventionen ab Inkrafttreten des EEG im Jahr 2002 bis heute auf insgesamt 120 Milliarden € erhöht.

Obwohl bisher bundesweit  -  vor allem wegen üppiger, 20 Jahre garantierter  EEG-Subventionierung  -  rd. 24 000 Windkraftanlagen installiert sind (Tendenz wegen des anhaltenden Zubaus  weiter steigend) und auf Hundertausenden Dächern Photovoltaik-Anlagen gebaut wurden, hat sich der klimaschädliche CO2-Ausstoß nicht   -  wie uns die „Weltklima-Verbesserer“ Glauben machen wollten  -  vermindert, sondern im Gegenteil, er hat sich jedes Jahr weiter erhöht, wie die regierungsamtlichen Statistiken belegen.

Dies deshalb, weil wegen der nach wie vor nicht möglichen Speicherung von Strom und der viel zu unsteten Erzeugung von Wind- oder Sonnen-Strom (…mal weht der Wind, mal weht er nicht….mal scheint die Sonne, mal scheint sie nicht…) konventionell betriebene „Schatten-Kraftwerke“ (Öl, Kohle, Gas) zur Sicherheit der Stromversorgung als Ersatz im stand-by-Betrieb vorgehalten werden müssen, die dann „hochgefahren“ werden, wenn Wind oder Sonne als Stromerzeuer ausfallen.

Der parallel laufende, als „Kalt-Reserve“ kostenintensiv vorzuhaltende stand-by-Betrieb bestehender konventioneller Kraftwerke und die aus gleichem Grund erfolgende Reaktivierung alter, wegen viel zu hoher CO2-Schad-Immissionen schon längst vom Netz genommener „CO2-Dreckschleudern“ ist verantwortlich dafür, daß trotz Rekord-Zahlen von in Betrieb genommenen, regenerativen Strom erzeugenden Anlagen der klimaschädliche CO2-Ausstoß jährlich weiter steigt, wie die Statistiken der Bundesregierung belegen.    

 

·         R e a l i t ä t ist die Speicherungsproblematik:

 

Da Strom nach wie vor nicht speicherbar ist, verschenken wir unseren mit vielen Milliarden der Bürger subventionierten, oft am Bedarf vorbei produzierten Strom ins Ausland (z.B. nach Österreich) und kaufen ihn von dort, wenn der Bedarf ansteigt, für „teures Geld“ (zu Lasten der deutschen Stromkunden) zurück oder kaufen von Frankreich Atomstrom ein („Fessenheim / Elsaß“ oder „Cattenom“ etc.).

 

·         R e a l i t ä t ist das Investitionsrisiko:

 

Trotz mit dem „Füllhorn“ ausgeschütteten EEG-Subventionen von bisher 120 Milliarden € und einer gesetzlich gemäß EEG garantierten Subventionslaufzeit von 20 Jahren hat die Stromerzeugung aus regenerativer Energie noch immer nicht die Marktreife erreicht, im Gegenteil: Die Anzahl der wegen üppiger Subventionierung künstlich „gepushten“ Arbeitsverhältnisse ist in den letzten beiden Jahren deutlich zurückgegangen, vor allem in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands, nachdem dort eine Reihe von mittelständischen Windkraft-Firmen insolvent wurden und aufgegeben haben.

Welt-Konzerne wie bspw. Robert Bosch haben erst jüngst ihre Geschäftsfelder „regenerative Energie“ aufgegeben, als sich die Verluste auf rd. 4 Milliarden € angehäuft haben und der weltweit führende Technologie-Konzern Siemens hat erst vor wenigen Monaten seinen Vorstandsvorsitzenden verloren, nachdem er einen vor allem im Bereich „Windkraft“ angefallenen Jahresverlust von 1,7 Milliarden € verantworten mußte. Diese wegen viel zu optimistischen, letztlich jedoch nicht haltbaren Prognosen jetzt vollzogene Marktbereinigung hat Tausenden von Arbeitnehmern den Job gekostet… …und nur abseits der Realität stehende, nicht mehr „ernst zu nehmende“ Träumer nehmen noch das Wort von der „Wertschöpfung durch Windkraft“ in den Mund…

Nach der vor wenigen Wochen eingetretenen Pleite der Windreich AG, Wolfschlugen, bei der mittlerweile die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf die Delikte „Bilanzfälschung“ etc. ausgedehnt hat, ist die jetzt drohende Insolvenz der Windkraft-Kapitalanlage-Firma  PROKON der vorläufig letzte in einer Reihe spektakulärer Zusammenbrüche in der Windkraft-Branche, wobei dieser Fall besonders bitter ist, denn: 75 000 vorwiegend Klein-Anlegern droht der  -  zumindest teilweise  -  Verlust ihres dort angelegten Kapitals von 1,4 Mrd. €…

 

·         R e a l i t ä t sind auch die Bürgerproteste

 

Wir haben derzeit etwa 100 Bürgerinitiativen gegen Windkraft in unserem
            Land, Tendenz wegen des anhaltenden Zubaus weiter steigend.

Trotz dieser Alarmsignale beharren unsere Politiker auf ihrem Standpunkt „Profit vor Natur und Mensch“ und verschanzen sich weiterhin hinter den Mauern des Schweigens.

Meine Damen und Herren, wir lassen uns aber nicht täuschen! Hinter diesen Mauern herrscht hektische Betriebsamkeit. Es gilt, die noch üppig fließenden Subventionen abzuschöpfen.

Unser Landrat hat deshalb eine „task force“ eingerichtet, um das Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und um die Bauanträge durch die Prüfinstanzen „zu peitschen.“

Dabei wird oftmals auch nicht davor zurückgeschreckt, offenkundig auf dem Gebiet des Landschaftsschutzes bzw. des Naturschutzrechts liegende Hinderungsgründe durch vom Windkraft-Investor beauftragte (sogenannte) „Gutachter“  -  meist aus dem Dunstkreis der Windkraft-Lobby und daher befangen  -  und von diesen erstellten „Gefälligkeitsgutachten“ auszuhebeln, durch Gutachten also, die einer fachlichen Überprüfung durch unabhängige, neutrale und objektiv urteilende Sachverständige nicht standhalten würden, wie bundesweit zahlreiche und vor den Verwaltungsgerichten landende Fälle zweifelsfrei belegen.

Das Landratsamt Tauberbischofsheim hat zusätzlich Fachkräfte eingestellt, die  -  mit Steuergeldern bezahlt  -  wegen drohendem Fristablauf  im Eiltempo für die Privatinvestoren die notwendigen Anträge ausfüllen sollen. Eine solche Serviceleistung ist rechtlich äußerst bedenklich!

Hinter verschlossenen Türen wurden zwischen den Investoren und wahrscheinlich in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt auch schon die Standorte und die Anzahl  der Windräder festgelegt.

Uns wurde bei jedem Gespräch und jeder Veranstaltung mitgeteilt, dass der genaue Standort und die Anzahl erst nach den Ergebnissen der Gutachten festgelegt werden können. Was sind Gutachten wert, die auch noch von den Investoren bezahlt werden, wenn sie nur Alibi-Funktion haben?

Im Landratsamt soll schon eine Kreiskarte existieren, die die Standorte der Windräder ausweist. Dies ist sehr wahrscheinlich, denn der Landrat ist zwar stolz auf seine 200 Windräder, will aber nicht, dass diese Windmonster von der Talaue aus sichtbar sind, denn diese würden dann den Tourismus im lieblichen Taubertal zum Erliegen bringen.

Auch die katholische Kirchengemeinde in Bad Mergentheim plant im Verborgenen mit 2-3 Windräder in ihrem sog. Spitalwald.

Diese verdeckten Aktivitäten lassen darauf schließen, dass hier mit gezinkten Karten gespielt wird. Die Gefahr ist groß, dass wir eines Tages vor vollendete Tatsachen gestellt werden, mit dem Hinweis, dies sei alternativlos!

Wir sind über die weitere Entwicklung sehr besorgt und deshalb sehr misstrauisch!

Auch die Gemeinderäte und Kreisräte halten sich offiziell sehr zurück.

Hinter vorgehaltener Hand allerdings bekommen wir starke Zustimmung. Deshalb kann man schon die Frage stellen: Ist das Netzwerk der Windkraftlobby so stark, dass es freie Meinungsäußerung verhindern kann - nicht nur im politischen Raum sondern auch in der Geschäftswelt?

Anzeichen in diese Richtung sind erkennbar!

Unsere Bürgerinitiative wird diese in Bad Mergentheim und Umgebung jetzt immer stärker zu Lasten der Bürgerschaft im Zusammenspiel zwischen Behörden und Windkraft-Lobby sich abzeichnenden Machenschaften auch weiterhin konsequent anprangern und dafür sorgen, daß der Bürger auch künftig die „Kehrseite der Windkraft-Medaille“ zu sehen bekommt !  

  

Franz Adam – Bad Mergentheim



Wind-WAHN-Nein-Danke Bad Mergentheim e.V.

Infoveranstaltung am 16.01.2014 in Bad Mergentheim, Neunkirchen

Einführende Rede von Bertram März, Vorstand und Sprecher der Bürgerinitiative (Bad Mergentheim, Bereich Apfelbach)

 

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich möchte Sie heute Abend hier in Neunkirchen zu unserem Infoabend recht herzlich begrüßen.

Vorab möchte ich mich erst einmal kurz vorstellen, da ich bei unserer Infoveranstaltung, Anfang Oktober letzten Jahres, aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte und mich, auch deshalb, die meisten Anwesenden nicht kennen werden.

Mein Name ist Bertram März, ich bin geboren und lebe in Apfelbach und bin Mitglied der vor ca. einem dreiviertel Jahr gegründeten Bürgerinitiative Wind-WAHN-Nein-Danke Bad Mergentheim mit den Abteilungen Althausen und Apfelbach und, nebenbei bemerkt, in der Zwischenzeit mit über 300 Mitgliedern.

Ich bin, neben Klaus Ulmrich, einer der beiden Vorsitzenden der Bürgerinitiative. Es ist mir ein besonderes Vergnügen, gemeinsam mit ihm, heute Abend ein paar Worte an Sie zu richten und Sie herzlich willkommen zu heißen.

Vor einem Jahr hätten wir nicht gedacht, dass wir uns einmal so intensiv mit dem Thema Windkraft und damit einhergehend mit der Politik auseinander setzen müssten.

Wir alle sind Bürgerinnen und Bürger, die ihre Heimat und ihren Lebensmittelpunkt in der ländlichen Region um Bad Mergentheim haben und hier auch tief verwurzelt sind.

Ende 2012, erst heimlich still und leise, dann mit einer unglaublichen Vehemenz ist etwas über uns hereingebrochen, das ich persönlich nicht für möglich gehalten hätte... …der Ausverkauf unserer Heimat.

Recht schnell haben wir erkannt, dass das Einzige, das unsere Region wirklich zu bieten hat und von unseren Vorfahren auch über Jahrzehnte liebevoll bewirtschaftet und gepflegt wurde, nämlich unsere intakte Natur -und Kulturlandschaft, verramscht werden soll.

Fast unsere gesamte Freizeit wird seither durch die Themen Energiewende und damit einhergehend der Windkraft bestimmt.

Unser Ziel ist es, den überhasteten und ungezügelten Ausbau von Windkraftanlagen an einerseits natur- und landschaftssensiblen und andererseits relativ windschwachen Standorten wie Bad Mergentheim zu verhindern und somit langfristig den Erhalt unserer Natur und Umwelt und damit unserer Heimat zu sichern. 

Wir, die Bürgerinitiative, sehen unsere Aufgabe u.a. darin, die Kehrseite der Medaille der Bevölkerung aufzuzeigen und den verschiedenen Gremien und Institutionen mit kritischer Grundhaltung entgegen zu treten und deren gegen einen Großteil der vor Ort lebenden Bürger gerichteten Planungen und Beschlüsse zu hinterfragen.

Gerade hier, in den ländlich geprägten Landkreisen Main-Tauber, Hohenlohe und Neckar-Odenwald ist seitens der Bürger besondere Wachsamkeit geboten. Hat doch die baden-württembergische Landesregierung die genannten drei Landkreise zur „Hot-Spot-Region“ auserkoren, d.h. hier sollen ca. die Hälfte der geplanten 1200 Windkraftanlagen in Baden Württemberg errichtet werden.

Dass es sich hierbei um relativ bevölkerungsschwache Landkreise handelt, ist kein Zufall, ist doch hier, und das ist von den Verantwortlichen durchaus ins Kalkül einbezogen, mit den vermeintlich geringsten Widerständen zu rechnen… …wenn die Schreibtisch-Verantwortlichen und fern der Bürger Agierenden sich hier nur nicht ein weiteres Mal  -  wie schon an vielen anderen Windkraft-Brennpunkten zuvor, wo die Bevölkerung „aufgestanden“ ist und sich erfolgreich gegen Windkraft-Planungen gewehrt hat  -  vergaloppiert haben…

Doch ich frage Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sollen wir unsere Heimat, für eine Technik, deren tatsächlicher Beitrag zur Energiewende stark bezweifelt werden darf, dem Ausverkauf preisgeben?

Ich denke nicht!

Wir, die Bürgerinitiative wehren uns dagegen, dass unsere Heimat sowie die notwendige Energiewende vorwiegend durch wirtschaftliche Interessen sowie voreiligen politischen Aktionismus gefährdet werden.

Eigentlich wollte ich in meiner Ansprache heute Abend nicht näher in Details gehen, aus aktuellem Anlass möchte ich jedoch zum Schluss meiner Ausführungen noch eine Anmerkung zu einem Artikel in der heutigen Ausgabe der Fränkischen Nachrichten machen, der mit folgender Schlagzeile überschrieben ist: „Das Fass ist voll, wir laufen über“.

Der Artikel befasst sich mit dem Thema Netzausbau durch die ENBW und passt eigentlich nur am Rande zum Thema des heutigen Abends, verdeutlicht aber aufs Neue, dass zur ganzen Thematik Windkraft häufig nur die halbe Wahrheit kommuniziert wird.

Ich zitiere aus den Fränkischen Nachrichten (FN) vom heutigen Donnerstag (16.1.2014):

Im Landkreis Schwäbisch Hall und im Hohenlohekreis, der auch das Umspannwerk Niederstetten mit einschließt, überschreitet die in den kommenden Jahren zu erwartende Einspeisung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen die jetzige Netzkapazität um ein Vielfaches. „Das Fass ist voll, wir laufen über und es kommt immer mehr erneuerbare Energie hinzu. Die Rückeinspeisung wird also in der Zukunft unser Hauptproblem", so das Zitat der FN über aktuell getroffene Aussagen des Geschäftsführers der Netzgesellschaft Ostwürttemberg GmbH, einer Tochtergesellschaft der E n B W…  

D.h. im Klartext, bei optimalem Projektablauf wird die notwendige Trasse frühestens in sieben Jahren zur Verfügung stehen. Sollten Einsprüche o.ä. das Verfahren verzögern, und damit ist lt. Stellungnahme der ENBW zu rechnen, können dies auch ganz schnell 10 Jahre werden. Das wiederum heißt: Viele der jetzt „Hals über Kopf“ und vorschnell  errichteten WKA‘ s werden Ihre erzeugte Energie die nächsten Jahre nicht einmal ins Netz einspeisen. 

Wir als Bürgerinitiative haben die Verantwortlichen bei mehreren Veranstaltungen immer wieder auf dieses Thema und den sich schon jetzt abzeichnenden, kostenintensiven und von den Bürgern = Stromverbrauchern zu zahlenden Fehlplanungen angesprochen... …diese Fakten wurden aber konsequent als unproblematisch abgetan.

Dieser Artikel in der heutigen FN spricht aber eine ganz andere Sprache und bestätigt erneut, dass eine erhöhte Wachsamkeit und Skepsis seitens der Bürger zwingend erforderlich ist.

Damit wünsche ich Ihnen einen informativen Abend und übergebe das Wort an meinen Kollegen Klaus Ulmrich.

Dankeschön.



Wind-WAHN-Nein-Danke Bad Mergentheim e.V.

Infoveranstaltung am 16.01.2014 in Bad Mergentheim, Neunkirchen

Einführende Rede von Klaus Ulmrich, Vorstand und Sprecher der Bürgerinitiative (Bereich Althausen)

 

Sehr geehrte Anwesende, liebe Mitbürger,

 

im Namen unserer Bürgerinitiative begrüße ich sie ebenfalls recht herzlich.

Mein Name ist Klaus Ulmrich. Wie schon von Bertram März erwähnt, bin ich mit ihm zusammen Vorstand und Sprecher unserer Bürgerinitiative. Ich bin hier in Neunkirchen geboren und wohne in Althausen.

Das Thema Windkraft polarisiert unsere Gesellschaft, weil von Seiten der Politik in Bezug auf die chaotisch verlaufende Energiewende eine Entwicklung eingeleitet wurde, die Sieger und Verlierer produziert.

Sieger sind die Profiteure  -  vor allem die Windkraft-Konzerne und Firmen aus dem Dunstkreis der Windkraft-Lobby, wie z.B. die REW Frankenwind, die sich nach Ansicht vieler besorgter Bürger mehr oder weniger rücksichtslos und quasi „wie Heuschrecken“ auf die vielerorts noch weitgehend intakte Landschaft und Natur stürzen und sie als Beute betrachten    Verlierer sind die Menschen, also wir Bürger, und die Natur.

Wir engagieren uns seit ca. knapp 2 Jahren nach dem Motto „Mensch und Natur vor Profit“.

Dank des großen Einsatzes unserer Mitglieder sowie außenstehender Unterstützer und Sympathisanten aus Bad Mergentheim und Umgebung  konnten wir im letzten Jahr durch viele Aktivitäten auf die Problematik der WKA‘ s in unserer vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Region aufmerksam machen.

Wir haben zwei Info-Veranstaltungen durchgeführt. 

  • Dabei haben wir mit Hilfe eines Heißluftballons in Apfelbach und eines Hubschraubers in Althausen den Menschen die unglaublichen Dimensionen der Windindustrieanlagen vor Augen geführt, die künftig bis zu 230 hoch sein werden, und damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom.
  • Wir haben mit Infoständen auf dem Mergentheimer Marktplatz auf die Sorgen und Ängste der betroffenen Menschen aufmerksam gemacht, und dabei intensive und ausführliche Gespräche mit der besorgten Bürgerschaft geführt.
  • Unsere Menschenkette-Aktion, ebenfalls auf  dem Mergentheimer Marktplatz, hatte zum Ziel, mit den  Bürgerinnen und Bürger intensiv ins Gespräch zu kommen, um sie von unseren Argumenten überzeugen zu können.
  • Bedanken möchte ich mich bei den vielen Leserbriefeschreibern, deren Leserbriefe zum Teil auch in der lokalen Presse veröffentlicht wurden und die es erreicht haben, die Menschen für das Thema Windkraft zu sensibilisieren.

Soweit es der Resonanz im Vorfeld zu dieser Veranstaltung zu entnehmen ist, wird diese heutige Veranstaltungen neben unserer Region in Hohenlohe / Taubergrund auch überregional Signale weit ins Land und insbesondere auch nach Stuttgart  aussenden.

Wenn nicht alles täuscht, sind unsere Bestrebungen hier vor Ort und die Aktivitäten vieler jetzt nahezu 100 Bürgerinitiativen  -  Tendenz weiter steigend  -  allein in Baden-Württemberg nicht ungehört verhallt, denn:

Nicht zuletzt durch die jüngst getroffenen Koalitionsvereinbarungen in Berlin, wo

  • eine Heraufsetzung des Windkraft-Referenzertrags je Anlage von bisher 60 % auf künftig 75 % zu einem Wegfall von 50 % = ca. 600 der insgesamt 1200 in Baden-Württemberg geplanten Windkraftanlagen führt, weil sie die jetzt schon bestehende Unwirtschaftlichkeit an vielen windschwachen und deshalb unsinnigen Standorten noch deutlich vergrößert

  • und die längst überfällige, uns alle als Stromkunden jedes Jahr ca. 20 Milliarden €  kostende Reform des EEG beschlossen wurde, die zu einer noch größeren Unwirtschaftlichkeit der ohnehin jetzt schon vielfach defizitären Windindustrieanlagen vor allem im windschwachen Binnenland Baden-Württemberg führt,

  • sowie die Beschlüsse der bayerischen Staatsregierung unter Ministerpräsident Seehofer (CSU) sowie in Sachsen zur deutlichen Vergrößerung der Sicherheits- und Mindestabstände, um die von Windkraft-Betrieb zweifelsfrei ausgehenden Schad-Immissionen wie Infraschall, Lärm oder Schattenschlag zu vermeiden. Die jetzt in Bayern und Sachsen beschlossenen Regelungen werden hoffentlich und rechtzeitig über unsere Region hinaus auch nach ganz Baden-Württemberg ausstrahlen

  • und sie bewirken hoffentlich auch ein Umdenken in der grün-rot dominierten Energiepolitik in Baden-Württemberg, damit die jetzt durch Windkraft-Betrieb an vielen Orten in Baden-Württemberg und auch in Bad Mergentheim noch drohenden Nachteile zu Lasten von Mensch, Natur und Landschaft doch noch vermieden werden können.

Wir sind überzeugt, dass der heutige Abend mit Enoch Freiherr zu Guttenberg dazu beiträgt, unsere Heimat vor dieser naturzerstörenden und menschenverachtenden Technologie zu bewahren.

Nun begrüße ich, im Namen aller Anwesenden, ganz herzlich unseren Ehrengast und Hauptredner Enoch Freiherr zu Guttenberg, der zusammen mit so renommieren, dem Naturschutz verbundenen  Persönlichkeiten wie Horst Stern, Bernard Grzimek und Hubert Weinzierl im Jahr 1974 Gründungs-Mitglied des BUND war und der im Mai 2012 nach über 37-jähriger Mitgliedschaft im BUND in einer vielbeachteten Rede seinen Austritt aus dem BUND erklärt hat, weil er sich mit dessen natur- und landschaftszerstörerischen Vorstellungen zur Forcierung der Windkraft nicht länger identifizieren konnte.

Ihr Vortrag zum Thema:

„Besitzt unsere Landschaft und Natur in unserer profitorientierten Gesellschaft noch einen Eigenwert ?“    

stößt, wie Sie sehen können, auf sehr großes Interesse.

Ganz herzlich begrüße ich auch Prof. Dr. Wolfgang Freiherr von Stetten (früherer, langjähriger CDU -Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Schwäbisch-Hall / Künzelsau), der es sich nicht nehmen ließ, trotz Terminnot, den Abend mit uns zu verbringen, um mit einem Grußwort und Referat unser Anliegen zu unterstützen.

Ebenso freut es uns sehr, dass der Bürgermeister und  Kreisrat Thomas Maertens aus Lauda-Königshofen hier ist und uns in unserem Bemühen, das „liebliche Taubertal“ zu erhalten, ebenfalls mit einem Grußwort und Referat, unterstützt.

Herzlich willkommen heißen möchten wir auch die von uns eingeladenen und hier anwesenden Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft.

Ganz herzlich begrüße ich Ferdinand Fürst Hohenlohe-Bartenstein, Vorsitzender des Bundesverbands Landschaftsschutz (BLS) sowie Johannes Prinz zu Hohenlohe-Jagstberg, beide ebenfalls schon seit langem gegen Windkraft in Hohenlohe eingestellt.

Last but not least begrüße ich Herrn Walter Müller, Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften und Pressewart der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“, Besigheim, der uns und viele andere Bürgerinitiativen  -  vor allem in der Region Heilbronn-Franken und im Großraum Stuttgart und darüber hinaus  -  von der ersten Stunde an sehr stark unterstützt hat.

 

 

Feuerwehren machtlos bei Bränden von Windindustrieanlagen !

Sieht so eine s i c h e r e Energieversorgung durch Windkraft aus ?

Immer mehr H a v a r i e n an bundesdeutschen Windindustrieanlagen führen zu „kontolliertem Abbrennen“ (Feuerwehr-Jargon) und deuten auf konstruktionsbedingte technische Defekte hin, die vor allem bei neueren Windkraft-Maschinen auftreten

B r ä n d e von künftig bis zu 2 3 0 m hohen Windindustrieanlagen bereiten der auf derartige H a v a r i e n nicht vorbereiteten Feuerwehr Kopfzerbrechen, weil deren technisches Gerät nicht ausreicht, um die meist in Nabenhöhe von 140 m und höher ausbrechenden Brände bekämpfen zu können

Machtlose und tatenlos zusehende F e u e r w e h r e n können nichts anderes tun als das Brandgebiet großräumig abzusperren, damit Gefahren für Menschen minimiert werden

Sind die Feuerwehren in B a d e n-W ü r t t e m b e r g angesichts der von der B W-Landesregierung verordneten Windkraft-Forcierung für Brände / Havarien an Windindustrieanlagen  -  insbesondere an Wald-Standorten  -  gerüstet ?

Recherchen der P r e s s e zum B r a n d s c h u t z in Baden-Württemberg bei havarierten Windindustrieanlagen wären sicher mal interessant…


(wm / 301113) - Z. Zt. sind b u n d e s w e i t ca. 24000 Windindustrieanlagen in Betrieb, wegen des weiter anhaltenden Zubaus vor allem in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, nördliche Teile von NRW und Hessen) dürfte spätestens in ca. 3 - 4 Jahren die 30000-Grenze überschritten werden.

Auch in B a d e n-W ü r t t e m b e r g soll der Windkraft-Ausbau forciert werden. Nach den Plänen der „grün-roten“ BW-Landesregierung sollen  -  obwohl BW gegenüber dem Norden und Osten Deutschlands wegen eines ca. 2 - 3 Mal geringeren jahresdurchschnittlichen Windaufkommens vergleichsweise windarm und daher keine geeignete Region für dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung ist  -  bis zum Jahr 2020 zusätzlich zu den bereits installierten 395 weitere ca. 1200 künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  hinzukommen.

Parallel zum Windkraft-Ausbau nimmt auch die Anzahl der für Zuschauer meist spektakulär ablaufenden Havarien / Brände an Windindustrieanlagen zu. Der in diesen Fällen zwar alarmierten, aber meist m a c h t l o s e n Feuerwehr bleibt nichts anderes übrig, als ihren Richtlinien entsprechend die havarierte Windindustrieanlage „kontrolliert abbrennen“ zu lassen und beschränkt sich  -  zusammen mit der Polizei  -  auf die großräumige Absperrung des WKA-Standorts, um Personenschäden durch herabstürzende WKA-Teile zu verhindern.

Eine aktive Brandbekämpfung bleibt den Feuerwehren i.d.R. versagt, weil für die meist in Nabenhöhe von bis zu 140 m Höhe infolge eines technischen Defekts / Getriebeschadens ausbrechenden Brandherde und deren Bekämpfung das t e c h n i s c h e  G e r ä t der Feuerwehren völlig unzureichend ist.

Dieser Gesichtspunkt gewinnt vor allem für W K A-Standorte in Baden-Württemberg an Bedeutung, denn: Die jetzt zur Auslieferung kommenden Windindustrieanlagen der 3. Generation mit künftigen Höhen bis zu 2 3 0 m Höhe (!!) wurden eigens für das windschwache Binnenland (BW, Bayern) entwickelt, um das hier i.d.R. ohnehin jahresdurchschnittlich relativ schwache Windaufkommen in höheren Sphären „abgreifen“ zu können, was sich jedoch in den allermeisten Fällen als Trugschluß erweist, denn: Wenn es am Boden / in 50 m / 100 m Höhe relativ windstill ist und dort allenfalls  -  für dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Produktion völlig unzureichende  -  „laue Lüftchen“ wehen, ist es  - so die Erfahrung an den allermeisten, jährlich mit tiefroten Betriebsergebnissen = Verlust abschließenden Windkraft-Betriebsgesellschaften in Baden-Württemberg  -  auch in 150 m / 200 m Höhe ebenfalls relativ windarm.     

Da es in diesen Fällen zu durch Brand verursachten M i l l i o n e n s c h ä d e n kommt, ist jede Windkraft-Gesellschaft gut beraten, im Interesse ihrer Öko-Windkraft-Kapitalanleger für einen optimalen Versicherungsschutz zu sorgen, damit die Investoren von Vermögensschäden / Haftpflicht-Regulierungen infolge WKA-Bränden verschont bleiben. Aufgrund der immer größer und damit im Zeitablauf auch immer teurer werdenden Windindustrieanlagen sowie wegen der Zunahme der durch WKA-Brände verursachten Versicherungsschäden dürften die Versicherungssummen und -prämien allerdings künftig vermutlich stark ansteigen.

Im Hinblick auf eine a k t i v e Brandbekämpfung stellt sich vor allem für Feuerwehren in Baden-Württemberg noch ein weiteres Problem, denn: Nach Auskunft / Schätzung der 12 baden-württembergischen Regionalverbände werden rd. 4 0 % (!!) der jetzt neu regionalplanerisch auszuweisenden Windvorrang-Gebiete oft unwegsame Waldstandorte (Staatsforsten)  -  i.d.R. ohne Wasserversorgung / Löschwasser zur Brand-Bekämpfung 
betreffen.



Problematisch ist dies weniger für die ohnehin nicht zu löschende, „kontrolliert abbrennende“ WKA als vielmehr für den angrenzenden Wald, den es  - vor allem im Sommer bei wochenlang anhaltenden Hitzeperioden und ausbleibenden Regen-Niederschlägen  -  vor dem Übergriff des WKA-Brands zu schützen gilt… …leichter gesagt als getan, wenn kein Löschwasser zur Verfügung steht…

Ob man sich diesbezüglich im B W-Innenministerium, bei den Feuerwehren / Leitzentralen bzw. Kommunalverwaltungen / Stadtwerken in

·         Bönnigheim / Freudental (Waldgebiet Rotenberg / Großer Saukopf)

·         Bad Mergentheim (Stadtwald / Kirchenwald in Althausen, Apfelbach)

·         Creglingen (Klosterwald)

·         Esslingen (Aichwald / Schurwald), Baltmannsweiler

·         Gaildorf / Michelbach an der Bilz (Wald-Standort in den Limpurger Bergen)

·         Harthausen (hardthäuser Wald)

·         Künzelsau

·         Ingersheim

·         Sachsenheim (Kirbachtal)

·         Waiblingen (Buocher Höhe / Stadtwald)

·         sowie im Nord- und Süd-Schwarzwald, Allgäu, an der Bergstraße oder im Bodenseeraum / Hochrhein und anderswo       

schon Gedanken gemacht hat ?

Ein für die Windkraft-Szenerie in Baden-Württemberg bisher weitgehend unbeachteter Sachverhalt  -  nämlich der Brand von Windindustrieanlagen  -  wurde durch den spektakulären Brand einer WKA am  25.9.2013  in L a h r  schlagartig in den Mittelpunkt des Interesse gerückt, nachdem die Medien tagelang ausführlich berichtet hatten, so z.B. die Mittelbadische Presse / TV.

TV Südbaden berichtete am  26.9.2013  wie folgt: „Der Großbrand einer Windanlage bei Lahr ist wohl auf einen technischen Fehler zurückzuführen. Vermutlich hat ein Getriebeschaden das Feuer ausgelöst, teilte die Stadt mit. Der angerichtete Schaden wird auf bis zu drei Millionen Euro geschätzt. Feuerwehren aus Lahr und Seelbach waren gegen die Flammen machtlos und ließen das Windrad gestern kontrolliert abbrennen. Rund um die Anlage besteht wegen möglicher herabstürzender Teile weiter Lebensgefahr. Ein brennender 9-Tonnen schwerer Rotor ist bereits auf den Boden gestürzt.
Das Gebiet im Umkreis von 500 Metern bleibt auch über das Wochenende gesperrt. Die Stadt Lahr befürchtet, dass auch die anderen beiden Rotorblätter abbrechen könnten. Es besteht also weiter Lebensgefahr.”

Der Südkurier berichtete in seiner Ausgabe vom  25.9.2013 : „Während des Brandes im Rotorgehäuse der Anlage sei ein Flügel des Windrades abgebrochen und aus 90 Metern Höhe auf den Boden gestürzt. Der Kunststoffflügel ist 38 Meter lang und wiegt rund neun Tonnen. Insgesamt ist die Windkraftanlage Nordex S-77 nach Angeben des Betreibers Regiowind plus Lahr/Seelbach 128,5 Meter hoch. Wie eine baugleiche Nachbaranlage gehört sie 130 Teilhabern. «Wir sind bestürzt, dass der unwahrscheinliche Fall eines Mühlenbrandes eingetreten ist», sagte Geschäftsführer Andreas Markowsky. Die acht Jahre alte Anlage sei regelmäßig gewartet worden - besondere Auffälligkeiten habe es nicht gegeben. Da weitere Teile der Anlage herabstürzen könnten, sollten Spaziergänger die Region um die Anlage am Berg Langenhard meiden, riet die Polizei.”

Und die Badische Zeitung (BZ) vom  25.9.2013   zitiert den Einsatzleiter der Feuerwehr: „Wir können da nur zuschauen", sagte er. "Ich schick’ da keinen Mann hin. Das Risiko ist unkalkulierbar. Wenn da was runter kommt, besteht in 100 Meter Umkreis Lebensgefahr durch umherfliegende Splitter." Der Kommandant wollte nicht ausschließen, dass es in unmittelbarer Nähe des Windrads zu einem Waldbrand gekommen sein könnte. "Den löschen wir, wenn alles abgefackelt ist."

Die BZ weiter: “Nach Informationen der BZ wurden in Seelbach Landwirte zusammengetrommelt, um Wasser vom Litschentalbach in ihre Tanks zu füllen und mit dem Traktor zur Brandstelle zu transportieren. Möglicherweise sollten mit dem Wasser eventuelle Brandherde im Wald gelöscht werden, wenn vom Windrad nur noch das Stahlgerüst steht. Bis zum Abend war nicht bekannt, ob diese Sicherheitsvorkehrung tatsächlich nötig war.“

Nachfolgend der Einsatzbericht der Feuerwehr:  hier  ;
zur Beurteilung durch den Einsatzleiter der Feuerwehr vgl. BZ-youtube-Video vom  25.9.2013 

Der WKA-Brand in Lahr war auch Gegenstand einer Kleinen Anfrage (Landtags-Drucksache 15 / 4120) vom 7.10.2013 des FDP-Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Rülke / MdL (Pforzheim) im baden-württembergischen Landtag, die am 28.10.2013 vom BW-Innenministerium und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft beantwortet wurde. ( zur Anfrage )

Aufschlußreich ist die Antwort des BW-Innenministeriums zu Fragen des Einsatzes der Feuerwehr (Frage 1).

Auf die Frage 2 zur Bereitstellung von L ö s c h w a s s e r im Zusammenhang mit Befürchtungen, daß der Brandherd sich auf den benachbarten W a l d ausdehnen könnte, antwortete das Innenministerium: „Da ein Löschangriff im Maschinenraum der WEA nicht möglich war, wurde kein Löschwasser benötigt. Für einen eventuellen Einsatz bei einem Waldbrand in der Umgebung der Anlage standen präventiv zwei Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren und gefüllte Wasserfässer von örtlichen Landwirten in einem Bereitstel-
lungsraum zur Verfügung. Sie mussten nicht eingesetzt werden.“

Diese und die Fragen Nr. 3, 4 und 5 sowie die dazugehörenden Antworten des IM seien den oben genannten, mit Windkraft-Standorten im Wald bzw. in der Nähe von Waldgebieten liebäugelnden Kommunalverwaltungen, Stadtwerken und Feuerwehren zur Lektüre wärmstens empfohlen…



Auch außerhalb von Baden-Württemberg kam es in letzter Zeit zu einigen spektakulären WKA-Bränden, so bspw. gemäß MDR-Bericht vom  28.10.2013  in Wanzleben-Börde, Sachsen-Anhalt, wo sich vermutlich der Generator infolge der Orkan-Böen überhitzte und zu einem technischen Defekt geführt hat, der zu einem Schaden von schätzungsweise 1,2 Millionen € führte. Dem MDR-Bericht zufolge wurden Anwohner durch die Polizei wegen möglicherweise ausströmender Giftgase gewarnt.

Bereits am  4.2.2011  hat sich ein nicht minder spektakulärer WKA-Brand in Steimke-Wettendorf (Obernholz) zugetragen, der in einem von 566000 Aufrufern nachgefragten youtube-video festgehalten wurde.

Noch spektakulärer ist ein  NDR-youtube-Video  über einen WKA-Brand in Neukirchen-Heiligenhafen anzusehen, das auch aufschlußreiche Kommentare der Feuerwehr-Einsatzleitung enthält.

Auch vor dem Hintergrund der hier beschriebenen, durch WKA-Brände entstandenen Szenarien und im Hinblick auf die von der Polizei / Feuerwehr an die umliegende Wohn-Bevölkerung ausgegebenen Warnungen vor von der brennenden Windindustrieanlage ausströmenden 
G i f t g a s e n
zeigt sich einmal mehr, daß die von der BW-Landesregierung im Windkraft-Erlass vorgegebenen Sicherheits- / Mindestabstände von lediglich

·         700 m (Wohnbevölkerung)

·         400 m (Weiler, Aussiedlerhöfe etc.)

·         und 300 m (Gewerbegebiete)

-  auch im Vergleich zu nahezu allen Bundesländern, wo im Interesse der Bevölkerung deutlich höhere Sicherheitsabstände gelten  -  viel zu niedrig sind und weiteres Risikopotential zum Nachteil der vor allem im WKA-Wirkungskreis (Radius ca. 5 km ab WKA-Standort) lebenden Bürger darstellen…

  

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



www.gegenwind-husarenhof.de



            Naturscheck Ausgabe Herbst 2013:            „Bürgerinitiativen machen gegen Windparks mobil“

 

Windpark-Planungen in Hohenlohe: Verliert „das Land der Burgen, Schlösser und Biobauernhöfe“ und das „liebliche Taubertal“ irreparabel seine Jahrhundere alte Identität als einzigartige, von den Vorfahren über viele Generationen mit viel Liebe und Menschenhand gepflegte und weit über die Grenzen der Region hinaus bekannte Kulturlandschaft ?

„Kippt“ Hohenlohe / Taubergrund ebenso um wie bereits viele durch Windkraft regelrecht irreparabel „verhunzte“ Regionen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg) ?

Wieviele Windparks verträgt die Region Hohenlohe / Taubergrund ?  Wann ist der Windkraft-Sättigungsgrad erreicht ?

 Welche Windpark-Opfer sollen Mensch, Landschaft und Natur von der Politik im Regionalverband Heilbronn-Franken und anderswo in Baden-Württemberg zugemutet werden ?

 Langenburg / Hohenlohe verliert seine Zukunftsfähigkeit, wenn es tatsächlich zur Realisierung des dann landesweit größten baden-württembergischen, von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg zusammen mit der EnBW geplanten Windpark-Projekts käme…

 „Herr, schmeiß Hirn ra…“


(wm / 051013) - „Die Energiewende ist auf politischer Ebene beschlossene Sache. Beim Ausstieg aus der Atomenergie hin zu mehr Erneuerbaren Energien geht es aber nicht nur um ökologische Stromerzeugung, sondern auch um viel Geld – speziell bei der Windenergie. Hohenlohe – das Land der Burgen, Schlösser und Biobauernhöfe – soll nach dem Wunsch der Politik bei der Windkraftenergie eine überregionale Vorzeigefunktion einnehmen. Gegen die geplanten Windräder regt sich in der Bevölkerung immer mehr Widerstand – so auch im Limpurger Land.“

Mit dieser Anmoderation auf Seite 5 von NATURSCHECK („Das Magazin für ein neues ökologisches Bewußtsein“; Herbst-Ausgabe Württemberg-Nord vom 19.8.2013  ) beginnt ein überaus lesenswerter Bericht über Bürgerinitiativen in Baden-Württemberg, die g e g e n Windparks und den dadurch entstehenden Natur- und Landschaftsfrevel und gegen weitere durch Windkraft-Betrieb zweifelsfrei zu Lasten der im Windkraft-Wirkungskreis lebenden Bevölkerung verursachte Nachteile mobil machen , dargestellt an groß dimensionierten Windpark-Planungen in Hohenlohe / Taubergrund / Limpurger Berge (Region Heilbronn-Franken;).

Wie bekannt, sehen die politischen Vorgaben der „grün-rot“ geführten baden-württembergischen Landesregierung vor, bis zum Jahr 2020 zusätzlich zu den bereits jetzt schon installierten 395 Windindustrieanlagen noch ca. weitere 1200, künftig bis zu 230 m hoch (!!)  -  und damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -   werdende und eigens für das vergleichsweise windschwache Binnenland im Süden (Bayern) und Südwesten (BW) konstruierte WKA‘ s zu errichten.

Obwohl die Region Hohenlohe / Taubergrund (Heilbronn-Franken) jetzt schon ca. 40 % - 50 % der bereits 395 in BW Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen umfasst und damit schon jetzt den Löwenanteil trägt, sehen die von der BW-Landesregierung diktierten und von den Regionalplanern umzusetzenden Vorgaben vor, daß von den 1200 „von oben“ und zentral aus Stuttgart insgesamt vorgegebenen noch einmal weitere rd. 50 % = ca. 600 Windindustrieanlagen derselben Größe in Hohenlohe / Taubergrund „platziert“ werden sollen und manche in der Region sprechen angesichts dieser zum Nachteil für Mensch, Landschaft und Natur von „Grün / Rot“ aufoktroyierten Belastungen bereits von einem „Sonderopfer Hohenlohe / Taubergrund.“      

Daß sich nach Bekanntwerden dieser Pläne nicht nur an den betroffenen Standorten, sondern in der gesamten Region Hohenlohe / Taubergrund starker Widerstand gegen diese „Windkraft-Inflationierung“ und die damit verbundene WKA-Konzentration regt, war vorauszusehen.


bei Bad-Mergentheim: noch ohne Windindustrieanlagen...

Bad Mergentheim by dmytrok, on Flickr
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Z. Zt. vergeht kaum eine Woche, ohne daß bekannt wird, daß sich an den Windkraft-Brennpunkten in der Region Heilbronn-Franken neue Bürgerinitiativen gründen, die „wie Pilze aus dem Boden schießen“ und zu friedlichen, gewaltfreien Protesten und letztlich zur Besinnung bei den Entscheidungsträgern auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene aufrufen, denen ob dieser Pläne von den aufgeschreckten Bürgern an vielen WKA-Plan-Standorten aufgrund mangelnder Transparenz, wegen ihres bisherigen, oft am Bürgerwillen vorbei erfolgten Agierens und wegen nicht von der Hand zu weisender Interessenverflechtungen ein regelrechtes „Gekungel“ mit der Windkraft-Lobby vorgeworfen wird, das sich zu Lasten der gesamten Region auswirken könnte und das sich auf den Schultern der Bevölkerung niederschlägt. 

Bereits bestehende Bürgerinitiativen wie bspw. die erst im Mai 2013 gegründete „WIND-WAHN-Nein-Danke Bad Mergentheim e.V.“ verzeichnen schon nach kurzer Zeit weit über 300 BI-Mitglieder, Tendenz  -  wie anderswo in Baden-Württemberg und darüber hinaus  -  weiter stark steigend, und führen bei steigendem Medieninteresse unter Wahrnehmung durch große Teile der Bevölkerung (wie bspw. in Bad Mergentheim / Althausen / Apfelbach) spektakuläre Aktionen durch

·         wie das Steigen eines Hubschraubers (Sportplatz Althausen) oder

·         eines Heißluft-Ballons (Apfelbach)

um die tatsächliche Höhe dieser über 200 m hohen Wind-Monster zu simulieren, nachdem die dort und an anderen geplanten WKA-Standorten von den Windkraft-Befürwortern i.d.R. an sogenannte, oft im Dunstkreis der Windkraft-Lobby angesiedelte „Gutachter“ in Auftrag gegebenen Visualisierungen von der irritierten Bevölkerung bei oft auf kommunaler Plattform stattfindenden Windkraft-Propaganda-Veranstaltungen relativ schnell als verniedlichend, einseitig und nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend entlarvt wurden.

Andere Bürgerinitiativen aus dieser Region…

  • …bilden samstags sternförmig auf den Marktplatz unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zulaufende Menschenketten (bspw. in Bad Mergentheim;)

  • …verteilen Flugblätter auf den Wochenmärkten (bspw. in Schwäbisch Hall)

  • …organisieren Bürger-Informationsversammlungen zu den von Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachten Schad-Immissionen Lärm, Schattenschlag sowie Infraschall (Berichte unter Rubrik „Kriterien WKA-Standorte“)

  • …oder rufen zu Protest-Demonstrationen auf, so z.B. die Michelbacher BI „Pro Limpurger Berge“ und die BI „Für Gaildorf“, die beide am 26.10.2013 einen Protestmarsch zu den geplanten WKA-Standorten inmitten des von großflächiger Abholzung bedrohten Walds an der Kohlenstraße organisiert hat, der jedem Teilnehmer den einmal mehr hier behördlich verfügten Windwahn-Unfug deutlich vor Augen geführt hat, zu einem Naturfrevel ohnegleichen führend und sich zutragend unter verschämtem Wegsehen der eigentlich für die Belange des Naturschutzes zuständigen, jedoch von ihren Leitungsinstanzen „an die Kandarre“ genommenen und mit Maulkorb versehenen Oberen und Unteren Naturschutzbehörden, vom Versagen der selbst ernannten, sogenannten  -  jedoch weitgehend ideologisierten  -  sich oft noch von der Windkraft-Lobby korrumpieren lassenden „Naturschützer“ in BUND und NABU ganz zu schweigen…   

Immer mehr verantwortungsvoll, im Interesse ihrer Bürger und des Gemeinwohls argumentierende Bürgermeister sprechen von einem nicht mehr zu steigernden Windkraft-Sättigungsgrad und lehnen weitere Windkraft-Projekte im Taubergrund kategorisch ab, so z.B. der Bürgermeister Thomas Maertens aus Lauda-Königshofen bei der 3. Netzwerkkonferenz der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber Mitte September 2013 in Mulfingen, vgl. Fränkische Nachrichten vom  12.9.2013 :

·        Der Bürgermeister von Lauda-Königshofen, Thomas Maertens, sah die Region als Ganzes und warnte vor einer brachialen Veränderung des Taubertales. Im Main-Tauber-Kreis drehen sich bereits 83 Windräder. Das sind rund 20 Prozent aller Windkraftanlagen in Baden-Württemberg. Der Kreis hat aber nur 3,6 Prozent Anteil an der Landesfläche. Zusammen mit den vorhandenen Photovoltaik- und Biogasanlagen gewinne man im Taubertal bereits heute 40 Prozent der Energie aus regenerativen Quellen. Damit seien die Ziele der Bundesregierung hier längst erreicht. Wenn alle 44 Stadt- und Landkreise so viele Windräder hätten wie der Main-Tauber-Kreis, wäre auch das Ziel der Landesregierung erreicht, so Maertens. Der weitere Zubau von Windenergieanlagen stellt nach seiner Ansicht eine große Gefahr für die Grundlagen des landschaftsbezogenen Tourismus im Taubertal dar. Immerhin werden auf diesem Sektor 350 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaftet und rund 2500 Arbeitsplätze gesichert. Das Stadtoberhaupt sprach sich auch für eine schnelle Korrektur der Subventionen für die erneuerbaren Energien aus.“     

Die Zukunftsfähigkeit der mit großen Potential im Bereich des „sanften“, naturverträglichen Tourismus und mit hohem Erholungs- und Freizeitwert versehenen Kommune Langenburg / Hohenlohe wäre wohl auch für die nachfolgende Generation endgültig verbaut, wenn es tatsächlich zur Realisierung des von der EnBW und von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg geplanten, von der Stadt unterstützten und aus ca. 20 künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen bestehenden Windparks im Brüchlinger Wald käme.   



... in den Limpurger Bergen: noch ohne Windindustrieanlagen...
Limpurg by Jens-Olaf, on Flickr
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Allen vom groß angelegten Windkraft-Unfug an meist viel zu windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb völlig ungeeigneten Standorten in
Baden-Württemberg Betroffenen empfehlen wir, sich zeitnah in Bürgerinitiativen zusammen zu schließen, um organisiert, friedlich und gewaltfrei gegen die durch Windkraft-Betrieb zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur verursachten, meist irreparablen und zu Natur- und Landschaftsfrevel ungeahnten Ausmaßes führenden Nachteile vorzugehen.

Schon jetzt empfehlen wir allen „klar“ denkenden, mit einem gesunden Menschverstand ausgestatteten und deshalb gegen meist ideologisierte Windwahn-Überlegungen von Parteifunktionären vor allem aus dem „grün-roten“ Lager sich wehrenden Bürgern, das Datum 25.5.2014 im Kalender unbedingt vorzumerken, denn an diesem Tag finden in Baden-Württemberg Kommunalwahlen statt, wo der Bürger als letztlich entscheidender Souverän in freier und geheimer Wahl „sein Kreuzchen“ an „der richtigen Stelle“ machen kann…   

  

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



www.gegenwind-husarenhof.de


Hubschrauber-Aktion am Sa, 13.7.2013 in Bad Mergentheim

Bürgerinitiative „WIND-WAHN-NEIN-DANKE e.V.“ läßt zum Zweck der Visualisierung Hubschrauber steigen

 

Als „Eigentor“ einzustufende Windkraft-Pläne von OB Udo Glatthaar (CDU) gefährden Sicherheit der Arbeitsplätze und damit den Wohlstand in der Kur- und Bäderstadt Bad Mergentheim  -  Denn: Wer will schon Kur / Urlaub und Erholung in landschaftsverschandelter Natur und im Angesicht von 230 m hohen Windindustrieanlagen verbringen ?  Kur- und Feriengästepotential wird verdrängt…

 

Wann erkennen überforderte und der Windkraft-Lobby „auf den Leim gegangene“ Landes- und Kommunalpolitiker den Windkraft-Unfug im vergleichsweise windschwachen Binnenland ?

 

Großes Windkraft-Protestpotential läßt Gegenwind-Bürgerinitiativen in Hohenlohe und im übrigen Baden-Württemberg „wie Pilze aus dem Boden schießen“


(wm / 080713) - Die erst vor einigen Wochen gegründete Bürgerinitiative „WIND-WAHN-NEIN-DANKE e.V.“, Bad Mergentheim, mit ihren beiden Abteilungen „Zukunft, Mensch, Natur - Althausen“ und „Wind-Wahn-nein-Danke - Apfelbach“ führt am Samstag, 13.7.2013 ab 17.00 Uhr am Bolzplatz in Bad Mergentheim-Althausen, Bobstadter Straße, eine spektakuläre Hubschrauber-Demo durch, bei der den anwesenden Besuchern durch Visualisierung veranschaulicht werden soll, wie hoch die von der Stadtverwaltung Bad Mergentheim und einigen Landes- und Kommunalpolitikern am vorgesehenen Standort in BMH-Althausen gewünschten, künftig ca. 200 m - 230 m hohen Windindustrieanlagen sein werden, wenn es tatsächlich zum Bau des dort dann voraussichtlich aus 5 - 7 Windindustrieanlagen  -  die höher wären als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  bestehenden Windparks käme.

Um den sicherlich zahlreich erscheinenden Zuschauern die von den Windindustrieanlagen erreichten Höhen zu visualisieren, soll der Hubschrauber einige Zeit demonstrativ am Standort des geplanten Windparks in ca. 200 m Höhe in der Luft „stehen bleiben“.

Ein weiterer, aus ca. 10 ebenfalls 200 m - 230 m hohen Windindustrieanlagen bestehender Windpark soll in BMH-Apfelbach errichtet werden.

Die von der Bad Mergentheimer Stadtverwaltung unter OB Udo Glatthaar (CDU) favorisierten Pläne haben im Taubergrund für gehörigen Wirbel gesorgt. Das angesichts voluminöser Windkraft-Pläne im „lieblichen Taubergrund“  -  so die Werbung der Kur- und Bäderstadt Bad Mergentheim auf ihrer homepage  -  unter den Bürgern erweckte Protestpotential wird immer stärker und die Ruhe im „lieblichen Taubergrund“ ist angesichts der OB-Pläne schon jetzt nachhaltig gestört.

Dies zeigt sich auch an der Mitgliederentwicklung der Bürgerinitiative: Die bereits nach wenigen Tagen ab Bekanntwerden der Windkraft-Pläne mit 42 Gründungsmitgliedern sich konstituierende BI hat schon nach wenigen Wochen deutlich mehr als 100 Mitglieder und die Mitgliederzahlen nehmen wöchentlich kontinuierlich weiter zu. Damit dürfte diese BI die am rasantesten wachsende Gegenwind-Bürgerinitiative „im Ländle“ sein.

In den vergangenen Wochen wurden bereits einige öffentlichkeitswirksame Aktionen durchgeführt, so eine Flugzettelverteilung auf dem Wochenmarkt bzw. Briefkasteneinwürfe oder die Übergabe einer Protest-Resolution an den CDU-Politiker Bosbach, der anläßlich des Bundestags-Wahlkampfauftakts der örtlichen CDU im Kursaal von Bad Mergentheim gesprochen hat. Weitere Aktionen sind geplant. 

Während andere Kommunen landauf / landab aufatmen, wenn der bittere Windkraft-Kelch an ihnen vorübergeht, schütteln immer mehr ob der ausufernden Windkraft-Pläne ihres OB Udo Glatthaar (CDU) aufgeschreckte Bürger in der Region Bad Mergentheim - Tauberbischofsheim „nur noch den Kopf“.


So geht es los - erste Zuwegung für einen Windpark im Landkreis St. Wendel im Wald  Gesamtrodung ca. 11 ha für 3 WKA 140 Nabenhöhe

Foto: Hans Peter Schmitt, 76855 Annweiler

Auch in anderen Regionen, wo „sanfter Tourismus“, Kur, Erholung, Natur und Urlaub die Haupteinkunftsquelle für die Bevölkerung darstellt, reibt man sich verwundert die Augen und hat schon Mitleid mit der Bad Mergentheimer Bevölkerung, weil man andernorts sieht, daß die Region im Taubergrund „drauf und dran ist“ und Gefahr läuft, das in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten unter großer Anstrengung aufgebaute Renommee als „Kur- und Bäderstadt Nr. 1 in Süddeutschland“ leichtfertig zu verspielen und mancher Konkurrent freut sich wohl schon insgeheim darüber, wenn verschreckte und erholungssuchende Kur- und Feriengäste um Bad Mergentheim herum einen großen Bogen machen, um künftig woanders Ruhe und Erholung zu finden…      

Immer größer werdende Bevölkerungsteile im Taubergrund sehen vor allem folgende Nachteile auf sich zukommen, falls die Windkraft-Pläne realisiert werden):

  • Verlust großer Teile der Natur zum Nachteil der Bürger und Kurgäste, wenn große, bisher naturbelassene bzw. weitgehend land- oder forstwirtschaftlich genutzte, der Erholung dienende Landschaftsflächen in ein windkraft-industriell genutztes Gewerbegebiet umgewandelt werden sollen, auch mit allen Nachteilen bzgl. des ökologischen Gleichgewichts, des Klimaschutzes etc. / Verlust einer Jahrhunderte alten, von den Vorfahren vor allem durch Menschenhand erhaltenen und gepflegten Kulturlandschadt 

  • Rückgang des „sanften Tourismus“ und Gefahr der Verdrängung des jetzt noch vorhandenen Tourismus-Potentials in einer durch Kur- und Bäderbetrieb charakterisierten, bundesweit bekannten Region: Arbeitsplatzrisiken / Stagnation der Einkommen sind zu befürchten…

  • Verlust der Lebensqualität bei der einheimischen Bevölkerung, insbesondere in der Nähe der geplanten Windpark-Standorte durch lärm, Schattenschlag und Infraschall

  •  zweifelsfrei durch Windkraft-Betrieb verursachte und auch von Windkraft-Befürwortern eingestandene Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag oder Infraschall (niederfrequenter Schall) können gemäß Forschungsergebnissen renommierter wissenschaftlicher Institute (z.B. Robert-Koch-Institut, Berlin) und Auskünften von Ärztlichen Direktoren) zu Gesundheitsstörungen  -  insbesondere bei Personen mit ohnehin schon angegriffener Gesundheit (Langzeitrisiken)  -  führen

  • Durchschnittlich bis zu 30 % betragende  Wertverluste  bei den Verkehrswerten (im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit) von Immobilien, die im Einzugsgebiet von Windindustrieanlagen liegen, sind zu befürchten; dies wurde von Immobilienmaklern, Kreditabteilungen von Banken, Bausparkassenvertretern, Gutachterausschüssen von Gemeinden, wissenschaftlichen Untersuchungen an Lehrstühlen der Wohnungswirtschaft bei Universitäten / Fachhochschulen an anderen Windkraft-Standorten im Norden und Osten Deutschlands nachgewiesen. Dadurch kommt es in vielen Fällen zu einer „kalten“ Enteignung quasi „über Nacht“ und viele ältere Personen, haben ein Problem, wenn sie nach dem durch Windkraft verursachten Wertverlust nur noch einen gesunkenen Verkehrswert beim Verkauf ihrer Immobilie erzielen, der in vielen Fällen dann nicht mehr ausreichend sein wird,  um sich in einen Platz im „Betreuten Wohnen / Altersheim“ einkaufen zu können…

  • Tod von Fledermäusen, Klein-Lebewesen und Vögeln, die durch sich drehende Rotorblätter zu Tode kommen; dadurch sind auch seltene und geschützte, auf der „roten Liste“ und vom Aussterben bedrohte Fledermaus- oder Vogelarten  -  wie der Rotmilan  -  betroffen.

Demgegenüber stehen  -  wenn überhaupt  -  nur marginale Vorteile.

An vielen Standorten im vergleichsweise windschwachen Binnenland kommt es noch nicht einmal zu den durch die Windkraft-Lobby viel zu vollmundig versprochenen Gewerbesteuer-Einnahmen, weil die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit  -  und nur auf diese kommt es an  -  viel zu schwach ist, um einen dauerhaft wirtschaftlichen, d.h. kostendeckenden Windkraft-Betrieb gewährleisten zu können. Vielmehr schreiben rd. 80 % aller in Baden-Württemberg bis jetzt rd. 400 in Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen Jahr für Jahr „tiefrote“ Betriebsergebnisse und die bisher aufgelaufenen Verluste haben  -  zum Nachteil der Kapitalanleger  -  zu einem Verzehr des investierten Eigenkapitals geführt, von Gewinnausschüttungen und Verzinsungen ganz zu schweigen.

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit trifft dies auch für Bad Mergentheim zu, denn auch dort ist die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit nicht ausreichend, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Gewerbebetrieb gewährleisten zu können. Daher wird sich auch dort die Hoffnung auf zusätzliche, durch Windkraft-Betrieb zugunsten des Kommunalhaushalts ausgelöste Gewerbesteuerzahlungen in „Schall und Rauch auflösen“, denn nur durch Windkraft-Betrieb erwirtschaftete Gewinne / Gewerbeerträge führen zu Gewerbesteuer-Einnahmen, nicht jedoch Gewerbeverluste…

Daher gilt auch für Bad Mergentheim:   

 „…Herr, schmeiß Hirn ra…“



Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften i. Gr.

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Oberriexingen / Landkreis Ludwigsburg: Kein Ausweis von Windvorrang-Flächen auf Oberriexinger Gemarkung  -  Bitterer Windkraft-Kelch geht an Oberriexinger Bürgern vorüber und führt zu „Aufatmen“ bei den Bürgern

Oberriexingen folgt damit den Windkraft-Absagen der größten Städte und einer Reihe weiterer Gemeinden im windarmen Landkreis Ludwigsburg, die ebenfalls keinen Windkraft-Unfug auf ihrer Gemarkung wollen

 

(wm / 280613) - Immer mehr Bürger im vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg bleiben von den zweifelhaften „Segnungen“ der Windkraft weiterhin verschont. Nun hat auch die Gemeinde Oberriexingen Windkraft-Plänen auf ihrer Gemarkung eine Abfuhr erteilt, die dort wohnenden Bürger können „aufatmen.“

Die Bietigheimer Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe vom  27.6.2013 : „ Mehrheitlich bei drei Enthaltungen beschloss der Oberriexinger Gemeinderat zudem, keine Untersuchungen möglicher Standorte für Windenergieanlagen auf der Gemarkung zu aktivieren. Sogenannte Positivflächen sollen in der Fortschreibung des Flächennutzungsplans ebenfalls Berücksichtigung finden. Wie der Bürgermeister erläuterte, weist die Regionalplanung keine Windkraftflächen auf Oberriexinger Gemarkung aus. Aus Gutachten ersichtlich sei, dass bei einer Nabenhöhe von 140 Metern wirtschaftlich vertretbare Standorte denkbar wären. Wobei Abstandsflächen zur Wohnbebauung und der Bebauung im Außenbereich sowie Segelflugplatz und der regionale Grünzug eine Ausweisung für Oberriexingen erheblich einschränken oder gar ausschließen würden. Geeignete Flächen für die Gewinnung von Windenergie innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Vaihingen sind mit Problemen verbunden. So werden die beiden Stromberg-Höhenzüge zwischen Ensingen und Gündelbach sowie Gündelbach und Horrheim mit entsprechender Windhöffigkeit, also höherem Windvorkommen, gut beurteilt, weisen jedoch besondere Nachteile in Sachen Erschließung, Bewaldung, Naturschutz und Landschaftsbild auf.“

Zuvor hatten bereits die größten Städte im äußerst windschwachen Landkreis Ludwigsburg wie Ludwigsburg, Kornwestheim, Remseck / N., Marbach / N., Freiberg / N. sowie eine Reihe weiterer Kommunen wie Affalterbach, Benningen, Erdmannhausen, Freudental, Löchgau, Murr, Pleidelsheim u.v.m. aus verschiedensten Gründen wie bspw.

·         Verstößen gegen Natur- und Landschaftsschutzbestimmungen

·         zu geringer „Windhöffigkeit“ = unrentabler Windkraft-Betrieb

·         zu geringer Sicherheitsabstände zur Bürgerschaft u.a.

den Bestrebungen der Windkraft-Lobby zum Bau von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  größer als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  eine Abfuhr erteilt, nachdem zuvor schon Energie- bzw. Windkraft-Experten der gesamten Fläche im Landkreis Ludwigsburg eher ein nur „laues Lüftchen“ und damit eine ungenügende „Windhöffigkeit“  -  d.h. ein viel zu geringes jahresdurchschnittliches Windaufkommen und daher völlig mangelhafte Voraussetzungen für einen dauerhaft wirtschaftlich zu betreibenden Windkraft-Betrieb  -  attestiert hatten.



dunkle Wolken über der Windkraft im Landkreis Ludwigsburg

© Foto: Hans-Jürgen Steinwedel

So hat bspw. der Chef der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen, Dipl.-Ing. Kübler, bezüglich einer Beteiligung an der in nur 298 m über NN und allein schon deshalb relativ windarm gelegenen Ingersheimer Windindustrieanlage mit dem Hinweis auf das Stichwort „Wirtschaftlichkeit…“ (bei einer Beteiligung der Stadtwerke Bietigheim-Bissingen stünde die Frage der Wirtschaftlichkeit an erster Stelle…) dankend abgewunken und auch der Chef der deutschlandweit größten Windkraft-Projektierungsgesellschaft WPD AG,  Dr. Hartmut Brösamle , macht bei der Suche nach windhöffigen, d.h. dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Standorten um den völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg einen weiten Bogen, wie die Bietigheimer Zeitung in ihrer Ausgabe vom 12.3.2011 berichtet: „Um den Landkreis Ludwigsburg macht WPD jedoch einen Bogen. Hier gibt es nicht ausreichend Wind, "dass sich ein Projekt unter professionellen Bedingungen wirtschaftlich betreiben lässt."  

Weitere Städte und Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg und in den angrenzenden, ebenfalls relativ windschwachen Nachbarkreisen dürften im Interesse ihrer Bürger dem Beispiel der hier genannten Kommunen folgen.

Den „schwarzen Peter“ haben solche Gemeinden wie Ingersheim, wo den Bürgern im Besigheimer Weiler Husarenhof bzw. in Ingersheim hauptsächlich von vor allem ideologisch gesteuerten Windkraft-Initiatoren (zu einem großen Teil selbst noch nicht einmal in Ingersheim ansässig, sondern im Großraum Stuttgart wohnend)  -  die einen relativ großen Einfluß auf die Ingersheimer Gemeindeverwaltung ausüben  -  eine 180 m hohe Windindustrieanlage Enercon E 82 „vor die Nase gesetzt“ wurde, zu vielen Nachteilen der direkt Betroffenen führend (vgl. hierzu unsere unter die einzelnen Rubriken eingestellte Homepage-Beiträge).

 

Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 
Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften i.Gr.

 
Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



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Markus Nessler, Mitglied der Bürgerinitiative „Natürlich für‘ s Allgäu e.V.“ verfaßte einen Leserbrief, der am 5.3.2013 in der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht wurde - er befaßt sich mit der Kritik von Claus Schmiedel (SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg) an den Landräten, denen er die Schuld gibt am zögerlichen Ausbau der Windkraft in BW  

 

„Energiepolitik ohne Konzept“

 

(wm / 030513) - Im Februar 2013 holte SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel / MdL „die Keule raus“ und drosch mit großem Rundumschlag auf die baden-württembergischen Landräte ein, die zuständig sind für die Genehmigung von Windindustrieanlagen und denen er Verhinderungsplanung beim Ausweis neuer Windvorranggebiete vorwarf.

Die Landräte und der Landkreistag wiesen die Kritik postwendend zurück, wie u.a.  DIE WELT  berichtete: „Der Landkreistag wies die Blockade-Vorwürfe zurück. «Wir müssen uns an Recht und Gesetz halten bei der Beurteilung von Standorten für Windräder», sagte Verbandssprecher Jan-Ole Langemack. Die im Windenergieerlass der Landesregierung verankerten Belange des Naturschutzes, des Verkehrs und des Baurechts würden geprüft, erläuterte Langemack. «Wenn man den Naturschutz nicht berücksichtigt, beschweren sich die Grünen.»



Allgäuer Kühe - lieber von Rindviechern umzingelt als von Windkraftanlagen
Do You Love Me .. by Harald52, on Flickr
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Rechtsanwalt Markus Nessler, aktives Mitglied der vor kurzem unserem „Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften“ beigetretenen Bürgerinitiative „Natürlich für‘ s Allgäu e.V.“ hat einen Leserbrief verfasst, der in der Schwäbischen Zeitung am 5.3.2013 veröffentlicht wurde. Wir schließen uns der Meinung von Herrn Nessler vorbehaltslos an.



Walter Müller /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


 

zum Leserbrief  hier klicken  




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Neu gegründete BI „1 0 0 0 m Abstand“ in Künzelsau wird Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften (i. Gr.)

 

Flächendeckender Widerstand der Bevölkerung gegen unsinnige Windindustrieanlagen in Baden-Württemberg wird größer

Bürgerinitiativen sprießen wie „Pilze aus dem Boden“

 Bürgermeister Neumann, Künzelsau: „Da drehen sich Windkrafträder zum Teil direkt an der Ortsgrenze  -  Da kriegst du eine Macke“ … „Von Siedlungsflächen brauchst du einen Abstand von 1000 m - ich halte nicht den Kopf hin für Dinge, die die Landesregierung nicht richtig gemacht hat“  

Heilbronner Stimme: „Die Dinger werden ja nicht kleiner“… „sagt er und sorgt sich sowohl um das Landschaftsbild als auch um die Wohnqualität in der Stadt, ihren Dörfern, Weilern und Höfen“

…Künzelsau kann sich glücklich schätzen, daß es nicht den Ingersheimer Bürgermeister hat…

(wm / 010613) - Die am 17.5.2013 in Künzelsau gegründete BI „1000 m Abstand“ hat ebenfalls ihren Beitritt zum vor wenigen Wochen gegründeten „Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften“ erklärt. Sie hat z. Zt. ca. 75 Mitglieder. Weitere Beitritte von Bürgerinitiativen, die „im Ländle“ angesichts des jetzt immer stärker publik werdenden Windkraft-Unfugs „wie Pilze aus dem Boden schießen“, stehen unmittelbar bevor.

Einem Bericht der Heilbronner Stimme vom  11.5.2012  zufolge steht der Künzelsauer Bürgermeister Stefan Neumann  -  als aus der Uckermark im windkraft-übersäten Brandenburg  stammend und daher ein „windkraft-gebranntes Kind“  -  Windkraftplänen auf Gemarkung seiner Kommune äußerst reserviert gegenüber. Angesichts der in seiner Heimat Brandenburg gemachten negativen Windkraft-Erfahrungen legt er bei seiner eigenen Standortanalyse im Interesse der Bevölkerung Mindestabstände von 1500 m bzw. von 1000 m zugrunde, und zwar unabhängig davon, ob es sich um Wohngebiete oder um Weiler, Höfe etc. handelt.    

Die Bürgerinitiative wehrt sich gegen Windkraftanlagen, die in nur ca. 700 m - 800 m Entfernung von der Ortsgrenze errichtet werden sollen. Sie wird in ihrer ablehnenden Haltung vom Bürgermeister und der Mehrheit des Gemeinderats unterstützt.


einfach zu nahe am Fenster - der Blick aus 700 Meter Entfernung

© Thomas Schöller


Bekanntlich sieht der baden-württembergische Windkraft-Erlass Sicherheitsabstände von lediglich 700 m (Wohngebiete), 450 m (Weiler, landwirtschaftliche Anwesen) und 300 m (Gewerbegebiete) vor. Baden-Württemberg hat damit bundesweit die geringsten Sicherheitsabstände vom Standort von Windindustrieanlagen. Dies vor allem deshalb, weil bei größeren, zum Schutz der Bevölkerung vor

·         Lärm

·         Schattenschlag und

·         Infraschall und damit verbundenen Gesundheitsrisiken

und deshalb angemessenen Sicherheitsabständen das von der grün-roten Landesregierung vorgegebene Programm zum Bau von 1200 neuen Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2020 zum Scheitern verurteilt wäre.

Künzelsau kann sich glücklich schätzen, einen Bürgermeister zu haben, der Windkraft-Unfug im vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland und die dadurch verursachten Nachteile von seiner Bevölkerung fern halten will, im Gegensatz zum Ingersheimer Bürgermeister, der Windkraft am ebenfalls völlig ungeeigneten Standort Ingersheim zu Lasten seiner Bürger anzieht „wie das Licht die Motten…“

 
 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

  
Presse-Nachlese zum Ende Mai 2013 erfolgten Besuch des britischen Thronfolgers Prinz Charles (Herzog von Wales) auf Schloß Langenburg / Hohenlohe

Unsere Demo gegen durch Waldrodungen zugunsten von Windparks verursachten Naturfrevel

 

(wm / 080613) - Wie berichtet, hat der britische Thronfolger Prinz Charles anläßlich seines Verwandtenbesuchs auf Schloß Langenburg / Hohenlohe auch an einer von der Stiftung des früheren Bundesaußenministers Joschka Fischer (Bündnis 90 / Die Grünen) mit organisierten Tagung des Langenburg-Forums teilgenommen, das unter dem Motto

„Towards sustainable regional food systems”

stand, wobei es u.a. um Themen wie

·         Grundsätze der Nachhaltigkeit

·         Förderung der Erzeugung regionaler Lebensmittel

·         ökologisch orientierte Land- und Forstwirtschaft

ging.

Wir haben den Besuch zum Anlaß genommen, um gegen die von seinem Gastgeber und Verwandten (Großvetter), Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg auf fürstlichem Waldbesitz in Hohenlohe geplanten großflächigen Waldrodungen zu demonstrieren, die notwendig würden, wenn die zusammen mit der EnBW avisierten Pläne umgesetzt werden, die den Bau eines 24 Windindustrieanlagen umfassenden Windparks in Wäldern der Fürstenfamilie in der Umgebung von Langenburg / Hohenlohe vorsehen.

Käme es zur Umsetzung, würde der neu entstehende Windpark in Hohenlohe den im Jahre 2006 / 2007 in Simmersfeld (Kreis Calw; Nähe Freudenstadt) mit 14 Windindustrieanlagen und 900 m über NN auf den Höhenrücken des Nord-Schwarzwalds belegene, bisher wegen Windmangel jährlich „tiefrote“ Betriebsergebnisse erwirtschaftende Windpark in seiner Eigenschaft als größten Windpark Baden-Württembergs ablösen, bei dem in der bisherigen 7-jährigen Laufzeit Millionenverluste zu Lasten seiner Öko-Kapitalanleger aufgelaufen sind, die bisher schon zum Verzehr eines Großteils der Eigenkapital-Einlagen geführt haben, von Gewinnausschüttungen oder Verzinsungen ganz zu schweigen… …und die dort engagierten Kapitalanleger werden wohl einen Großteil ihrer Kapitalanlage buchstäblich „in den Wind schreiben“ müssen…  

Wie bekannt, hat sich die der Vater von Prinz Charles, Prinz Philipp (Herzog von Edinburgh) in Vorjahren strikt gegen Windindustrieanlagen in Großbritannien ausgesprochen, obwohl dort ein deutlich höheres Windaufkommen als bspw. in Deutschland vorliegt.   

Nachfolgend eine Presseschau zum Besuch von Prinz Charles in Langenburg / Hohenlohe.

 

Walter Müller/Pressewart (kommissarisch) Landesverband baden-württembergischer

 Bürgeinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften (i.Gr.)

 

 Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


        Presseschau SWP      1      2      3      4     


 
Wenn Du das gesehen hast, weißt Du wieder, wofür du kämpfst…“

You tube Video (10 min): Die Rodung des Soonwalds

Exkursion zum Windpark S o o n w a l d im Hunsrück  -  Immer mehr Gegenwind-Bürgerinitiativen vor allem aus Baden-Württemberg besichtigen bundesweit einmaligen Windkraft-N a t u r f r e v e l  im H u n s r ü c k (Rheinland-Pfalz)

„R o t / G r ü n“ in R h e i n l a n d-P f a l z verursacht beispiellosen Windkraft-W a h n s i n n  ohnegleichen  -  Auch für Ingersheim: Abschreckung und Mahnmal zugleich

 Die Wälder des „S c h i n d e r h a n n e s“ im H u n s r ü c k  werden auf Veranlassung „g r ü n e r“ Landesministerien und Behörden durch großdimensionierte  Windindustrieanlagen g e s c h l e i f t  und „platt gemacht“…

 Ehrenamtlich an der B a s i s tätige, „e c h t e“ N a t u r s c h ü t z e r von B U N D, N A B U und anderen Natur- und Landschaftsschutz-Organisationen verurteilen den großflächig im S o o n w a l d zu Lasten von Mensch und Natur realisierten Naturfrevel, im Gegensatz zu deren weitgehend ideologisierten, von der Basis längst abgehobenen und vom r o t-g r ü n e n  Z e i t g e i s t benebelten F u n k t i o n ä r e n, die auch hier wieder nur noch verschämt w e g s e h e n…


(wm / 220313) - Nicht ohne Grund fahren Woche für Woche immer mehr Gegenwind-Bürgerinitiativen in den Hunsrück (Rheinland-Pfalz), um sich mit eigenen Augen ein Bild davon machen zu können, zu welchem N a t u r f r e v e l die dort nach mehreren Polit-Eskapaden nur noch krampfhaft sich an der Macht haltende Landesregierung von Rheinland-Pfalz  -  aber nach einer zu Lasten des deutschen Steuerzahlers von „Rot / Grün“ in Rheinland-Pfalz maßgeblich und anfängerhaft verursachten 
300 €-Millionenpleite am Nürburgring und angesichts des jetzt dort täglich zutage tretenden Windkraft-Naturfrevels auf dem „absteigenden Ast“ sitzend  -  fähig ist.

Auffällig ist, daß besonders viele  -  schon länger aktive als auch neu gegründete  -  Gegenwind-Bürgerinitiativen aus dem Süden / Südwesten Deutschlands  -  insbesondere aus Baden-Württemberg  -  vor allem am Wochenende sich auf den Weg machen, um sich mit eigenen Augen (sonst würde man es nicht glauben…) davon zu überzeugen, w i e  w e i t sich eine S P D / G r ü n e n (!!) -geführte  
r h e i n l a n d-p f ä l z i s c h e
 und zumindest nach ihren  -  jedoch nur „auf dem Papier“ existierenden, wie sich an der Windkraft-Praxis in der Realität zeigt  -  Parteiprogrammen an sich für die Belange von Natur und Umwelt verpflichtet fühlende L a n d e s r e g i e r u n g  vom  N a t u r- und 
U m w e l t s c h u t z  in der R e a l i t ä t entfernt hat.

Die vor Ort im Soonwald ehrenamtlich tätigen Naturführer haben alle Hände voll zu tun, um das Volumen der vor allem an Wochenenden in zig Bussen anreisenden und in langen Reihen durch die in den Wald gehauenen, zur Befahrung mit schwerem Gerät angelegten Schneisen marschierenden Exkursions-Teilnehmer organisatorisch bewältigen zu können.


So bedauerlich der Anblick des durch Windkraft-Infrastruktur irreparabel und großflächig zerstörten Soonwalds einerseits auch ist, und so verwerflich die Beeinträchtigungen des dort  -  wie bundesweit überall, wo großdimensionierte Windparks vor allem in Wäldern, Natur-, Vogel- und Landschaftsschutzgebieten die Natur auf Jahrzehnte zerstören   -  wieder einmal „böse unter die Räder“ gekommenen Natur- und Landschaftsschutzes auch sein mögen, einen „Vorteil“ haben die bisher von tausenden Bürgern wahrgenommenen Naturzerstörungen in jedem Fall, wenn die ob des Ausmaßes der  Naturzerstörung entsetzten Exkursions-Teilnehmer sich die ganze Dimension des besichtigten Naturfrevels auf der Rückfahrt im Bus noch einmal an ihren Augen vorüber ziehen lassen:

Ihnen wird sehr anschaulich vorgeführt, welches Schindluder eine „rot-grün“ geführte Landesregierung in der Realität  -  zur Volksverdummung unter dem Deckmäntelchen der sogenannten Energiewende sich abspielend  -  mit der Natur treibt bzw. welches Verständnis „Rot-Grün“ oder „Grün-Rot“ bezüglich des Naturschutzes hat und allen Exkursions-Teilnehmern wird mit schonungsloser Offenheit klar gemacht, welche Dimension an windkraft-industrieller Naturzerstörung nun auch künftig in Baden-Württemberg bevorsteht, nachdem jetzt auch im seit 2011 „grün-rot“ regierten Baden-Württemberg  -  gegenüber dem schon eine Landtags-Legislaturperiode früher von rot-grünen Segnungen „beglückten“ Rheinland-Pfalz mit 5 Jahren im Rückstand  -  immer stärker die vom „grün“ geführten baden-württembergischen Umweltministerium zu verantwortenden Windwahn-Exzesse in den Regionen

·         am Bodensee

·         Nord- und Südschwarzwald

·         Hohenlohe

·         auf der Schwäbischen Alb und im Voralbgebiet

·         im Allgäu

·         und an anderen natur- und landschaftssensiblen Stellen in Baden-Württemberg

publik werden…   

Zu hoffen bleibt,…

·        

Limpurg by Jens-Olaf, on Flickr
Creative Commons Attribution-Noncommercial 2.0 Generic License  by  Jens-Olaf

…daß allen an den Exkursionen in den Soonwald teilnehmenden Bürgern der Naturfrevel im für windkraft-industrielle Infrastrukturmaßnahmen weitgehend durch Wald-Rodungen „platt“ gemachten Soonwald  -  als Mahnmal und Abschreckung zugleich  -  im Gedächtnis haften bleibt   

  •        …und der ob dieses Naturfrevels nur noch ohnmächtig dreinschauende Bürger als Souverän = Wähler bei künftigen, auf allen Ebenen (Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen) durchgeführten Wahlen spätestens im Wahllokal sich daran erinnert, wer bzw. welche Mandatsträger und  welche Partei hauptverantwortlich für diesen Naturfrevel ist, um danach sein Kreuzchen an der „richtigen“ Stelle machen zu können… …in der Hoffnung, daß bis zum Wahlabend noch nicht alles bezüglich der bis jetzt geplanten Naturzerstörung in der Realität irreparabel vollzogen ist… …und der eine oder andere zum Windkraft-Naturfrevel bereits ausgesuchte Standort noch durch geänderte politische Machtverhältnisse „in letzter Minute“ gerettet werden kann, noch bevor „Hand an die Axt gelegt“ wird und bevor die Motorsägen zur Wald-Rodung gestartet werden…

 Angesichts des im Soonwald und an anderen Stellen bundesweit ersichtlichen  Naturfrevels stellt sich dem kritischen Betrachter  -  nachdem er erkannt hat, daß die  bisher durch Windwahn realisierten Naturfrevel-Exzesse nichts, aber auch gar nichts  mit der sogenannten Energiewende zu tun hat  -  die Frage, inwieweit bzw. in  welchem Umfang „rot-grüne“ bzw. „grün-rote“ Landesregierungen, insbesondere  „grün“ geführte Landesministerien und Behörden bereits von der Windkraft-Mafia  -   insbesondere auch schon im windschwächeren und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb eher ungeeigneten Binnenland  -    unterwandert sind… …die Frage, „ob“ dies zutrifft, kann man nach Meinung vieler Bürger angesichts der von dort ausgehenden und abgenickten Windkraft-Pläne getrost und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bejahen…

Damit auch unsere Mitglieder sich mit ihren eigenen Augen vom in Rheinland-Pfalz in vollem Gange befindlichen Windkraft-Naturfrevel ein eigenes Bild verschaffen können, plant unsere Bürgerinitiative ebenfalls eine Bus-Ausfahrt in den Soonwald, die voraussichtlich an einem sonnigen Wochenende im Mai 2013 stattfinden wird und auf die wir im Vorfeld rechtzeitig zur Anmeldung über unsere Homepage hinweisen.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 
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