Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Tierwelt - Vogelschutz


L a n d t a g  Baden-Württemberg: Kleine Anfrage von Dr. Friedrich Bullinger / MdL (FDP / DVP; Wahlkreis Schwäbisch Hall) zu Windkraftplänen im Landkreis Schwäbisch Hall, insbesondere zu Totfunden von Rotmilanen und anderer seltener Vogelarten, die in der Nähe geplanter Windkraft-Standorte durch kriminelle Handlungen von Menschenhand zu Tode gekommen sind (Vergiftung)

 

Antwort des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 20.6.2014 Landtagsdrucksache 15 / 5184 vom 12.5.2014

 Inwieweit sind Behörden (bspw. Untere Naturschutzbehörden; in diesem Fall: Landratsamt Schwäbisch Hall bzw. VGG Crailsheim) mitschuldig am kriminell herbeigeführten Tod seltener Vogelarten ?

Warum schweigen BUND / NABU bzw. wann reagieren die Naturschutzverbände ?


(wm / 250614) - Das Hohenloher Tagblatt hat in seiner Ausgabe vom  21.6.2014  über das Untersuchungsergebnis berichtet, wonach behördlich festgestellt wurde, daß die im März 2014 in der Nähe eines von der Verwaltungsgemeinschaft (VGG) Crailsheim geplanten Windvorrang-Gebiets am Schäferwald vier tot aufgefundenen Rotmilane das Opfer eines Giftmischers wurden, der die Greifvögel durch Auslegen von mit dem hochgiftigen Insektizid 
„E 605“ getränkten Fleischködern zu Tode gebracht hat

Wir haben hierüber bereits in unserem Homepage-Beitrag vom  24.6.2014  berichtet.

Wie bekannt, sehen Pläne der baden-württembergischen und von „Grün-Rot“ geführten Landesregierung vor, daß neben den bereits in BW ca. 400 installierten Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2020 weitere ca. 1 200 künftig bis zu 230 m hohe Windkraftanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  gebaut werden sollen.

Nach den Plänen soll der im Regionalverband Heilbronn-Franken (Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund) zusammengefasste Bereich den durchgesickerten Planungen zufolge mit rd. 40 % - 50 % = 480 - 600 WKA‘ s den Löwenanteil des baden-württembergischen Windkraft-Ausbaus tragen. Auch dann, wenn dort nicht alle Windkraft-Pläne verwirklicht werden sollten, sprechen sich immer mehr in dieser Region lebende Bürger strikt gegen jede weitere zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur sich auswirkende Windkraft-Forcierung aus.

Begründet wird dies vor allem mit den viel zu großen, irreparablen und massiv zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur sich auswirkenden Nachteilen  -  denen keine oder wenn überhaupt, dann nur marginale Vorteile gegenüberstehen  -  sowie mit der ohnehin dort schon bestehenden Überfrachtung mit Anlagen der regenerativen Energieerzeugung.

So stehen bereits jetzt bspw. allein im „Lieblichen Taubertal“ 82  -  wegen relativer Windarmut zu Lasten ihrer Investoren meist hochdefizitäre   -  Windindustrieanlagen und die insgesamt dort installierten Biogas- und  Photovoltaik-Anlagen sowie die meist wegen relativer Windarmut nur mit Verlust laufenden WKA‘ s produzieren jetzt schon  - an Tagen, wenn der Wind weht bzw. die Sonne scheint  -  einen Strom-Überschuß, der in der Region gar nicht verbraucht wird.

Nach den dort in letzter Zeit verstärkt in der Nähe geplanter Windvorrang-Gebiete registrierten Totfunden seltener Vogelarten ist  -  vor dem Hintergrund der gerade in der Region „Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund“ geplanten Windkraft-Forcierung  -  zu befürchten, daß gewissenlose Kriminelle (Giftmischer, Horst-Zerstörer, Fallensteller…) aus dem Dunstkreis der Windkraft-Lobby (Projektierer, Grundstücksverpächter…) zur rücksichtslosen Durchsetzung ihrer Windkraft-Pläne auch weiterhin Verstöße gegen Naturschutzgesetze begehen und womöglich noch stärker als bisher versuchen werden, „Genehmigungs-Hindernisse“ wie das Vorkommen seltener Arten kurzerhand „auf eigene Faust“ zu lösen, indem man mit gesetzeswidrigen Methoden versucht, diese streng geschützten und vom Aussterben bedrohten Arten vom Standort / Umfeld des geplanten Windvorrang-Gebiets „mit allen Mitteln“ zu entfernen (es quasi „vogelfrei“ zu machen…), sei es 

·         im Wege der Tötung / Vergiftung durch Auslegen vergifteter Futterköder wie jetzt im Schäferwald / Frankenhardt und bereits anderswo vorgekommen

 ·        oder durch Zerstörung des Horstes

 ·        bzw. durch ständiges Aufsuchen („Krachmachen“) des geplanten Windvorrang-Gebiets, um „Verscheuchungseffekte“ zu erzielen etc….

Angesichts dieser Vorkommnisse befürchten immer mehr in der Nähe geplanter Windvorrang-Gebiete lebende Bürger, daß aufgrund der von der BW-Landesregierung ausgerufenen Windkraft-Forcierung die Zahl der durch unnatürliche Weise in der Nähe geplanter Windvorrang-Gebiete zu Tode gekommenen Vögel künftig deutlich ansteigen wird…



Schlagopfer bei Uiffingen (Boxberg, Main-Tauber-Kreis)

Kollateralschaden des imaginären Klimaschutzes oder was?

Foto: Verena Schöntag - Augenzeugin des Vorfalls


Zu diesen in seinem Landtags-Wahlkreis in Frankenhardt / Schäferwald jetzt festgestellten Vorkommnissen hat der Schwäbisch Haller Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger / MdL (FDP / DVP) im Landtag am 7.5.2014 eine Kleine Anfrage gestellt, die vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (Ministerialdirektor Wolfgang Reimer) am 20.6.2014  (vgl. Landtags-Drucksache 15/5184 vom 12.5.2014) beantwortet wurde.

Seine Anfrage ist in 10 Teilfragen untergliedert, die wir Ihrer Lektüre empfehlen.

Die in Frage 5 enthaltene Frage / Aussage, wonach das Umweltzentrum Schwäbisch Hall bereits im Jahr 2013 gegen die Errichtung von Windkraftanlagen im Schäferwald unter Hinweis „auf die dortige Sichtung von Rotmilanen, Wespenbussarden und Schwarzstörchen Widerspruch eingelegt hat“ mußte das Ministerium bestätigen, daß das „…Umweltzentrum Schwäbisch Hall auf das Vorkommen windenergieempfindlicher Vogelarten im Schäferwald hingewiesen und diesen als Standort für Windenergieanlagen abgelehnt“ hat.

Auch die in seiner Frage 6  aufgeführten Tatbestände („Trifft es zu, dass dort im vergangenen Winter in einem Radius von 1.000 Metern um eine Potenzialfläche für Windenergieanlagen etwa 20 Greifvogelhorste gesichtet wurden“) mußte das Ministerium bestätigen.

Die in Frage 9 aufgeworfenen Punkte deuten auf die wohl „unter der Hand“ zwischen einer vermutlich an der Realisierung der dortigen WKA-Pläne stark interessierten Genehmigungsbehörde (Landratsamt Schwäbisch Hall) und dem Investor möglicherweise bestehenden Verfilzung hin. Die Frage 9 lautet: Trifft es zu, dass im April von einem Investor für die Zeit bis Juni 2015 eine Fahrerlaubnis für den Schäferwald beantragt wurde, obwohl dies die Brut- und Aufzuchtzeit von Greifvögeln beeinträchtigt?“

Obwohl die in dieser Frage zum Ausdruck kommende Befürchtung („Beeinträchtigung der Brut- und Aufzuchttzeit streng geschützter Vögel“ / „Verscheuchungsgefahr“ / Gefährdung der Population etc…) für jeden „Fünft-Klässler“ bzw. selbst für dem Naturschutz nicht unbedingt nahestehende Personen offenkundig ist, scheint man es diesbezüglich bei der Unteren Naturschutzbehörde (LRA SHA) -  vermutlich mit eindeutiger Absicht  -  nicht besonders „ernst“ zu nehmen, denn, wie bzgl. der auch in der Bürgerschaft mittlerweile bekannten windkraft-freundlichen Einstellung des LRA SHA nicht anders zu erwarten, lautet die Antwort des Ministeriums:

„Der unteren Forstbehörde im Landratsamt Schwäbisch Hall liegt ein Antrag zur Ausstellung von Fahrgenehmigungen für zwei Pkw der Fa. W.I.N.D. Energien GmbH für die Dauer von zwei Jahren vor, um Erhebungen zur Planung von Wind energieanlagen durchzuführen. Das Landratsamt beabsichtigt, die Erlaubnis auf der Grundlage von § 37 Absatz 4 Landeswaldgesetz für zunächst zwei Jahre zu erteilen. Nach Auffassung des Landratsamts führt eine zusätzliche Befahrung mit ein bis zwei Autos zu keiner erheblichen Störung der Bruttätigkeit nach § 44 Absatz 1 Nr. 2 BNatSchG….“.

Was dieser „Freifahrt-Schein“ zur 2-jährigen Befahrung  -  auch während der Schon- und Brutzeit  -  eines äußerst natursensiblen und von einer Reihe der seltensten Vogelarten frequentierten Standorts in der Hand eines vor allem an der Durchsetzung seiner Windkraft-Pläne interessierten Investors bewirken könnte, dürfte für alle mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattete Personen offenkundig sein… …und das Ergebnis dieser „Alibi-Pseudo-Untersuchungen“ (man kann sie nicht anders bezeichnen)  -  später natürlich versehen mit dem „Persil-Schein“ der Unteren Naturschutzbehörde beim LRA SHA  -  dürfte jetzt schon bekannt sein: „…es ergeben sich keine oder nur vernachlässigbar geringe Einwendungen gegen die Genehmigung des Windvorrang-Gebiets Schäferwald…“. Dies oder ähnlich dürfte der Tenor sein… 

Dem Fragesteller Dr. Bullinger / MdL (FDP / DVP) bzw. den Antworten des Ministeriums ist es zu verdanken, daß der ganze hier aufgezeigte und auch für andere geplante, äußerst natursensible WKA-Standorte in BW exemplarische Schwachsinn  -  anders ist dieser behördlich zum geplanten Windvorrang-Gebiet Schäferwald / Frankenhardt verfügte Windwahn-Unfug nicht zu bezeichnen  -  der im Landkreis Schwäbisch Hall

·         von VGG Crailsheim,

·         insbesondere aber von der Unteren Naturschutzbehörde (LRA SHA)

zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets an einem äußerst sensiblen Natur-Standort an den Tag gelegten Vorgehensweise für jedermann ersichtlich wird.

Zu fragen bleibt auch, warum nicht schon längst  -  spätestens jedoch mit Bekanntwerden der Vergiftung als Todesursache von 4 Rotmilanen am 20. / 21.6.2014  -  die Naturschutz-Organisationen wie BUND, NABU das Wort ergriffen und diese Vorgehensweise „Ohne Wenn und Aber“ verurteilt haben ?

Zwar sind die am Verfahren beteiligten Behörden

·         VGG Crailsheim

·         Untere Naturschutzbehörde (Landratsamt Schwäbisch Hall)

aus strafrechtlicher Sicht nicht zu belangen.

Angesichts der jetzt spätestens durch die Landtags-Anfrage des Abgeordneten Dr. Bullinger / MdL(FDP / DVP) bekannt gewordenen Hintergrund-Abläufe sind die genannten Behörden jedoch zumindest moralisch mitverantwortlich für den Gift-Tod der 4 Rotmilane, denn allerspätestens durch die gutachterlich durch qualifizierte Naturschützer (Umweltzentrum Schwäbisch Hall, Natur- und Vogelschützer / Bürgerinitiative Uhlberg und Umgebung etc.) dort in relativer Häufigkeit beweiskräftig festgestellten seltenen Arten hätten diese frühzeitig bekannten Feststellungen „Ohne Wenn und Aber“ zur endgültigen, behördlich verfügten  Niederschlagung aller dort für den Schäferwald / Frankenhardt laufenden Windkraft-Planungen führen müssen… …mit der Folge, daß der unsinnige Gift-Tod der Greifvögel mit sehr großer Wahrscheinlichkeit unterblieben wäre…    

Angesichts der hier für den Landkreis Schwäbisch Hall beschriebenen Vorkommnisse ist zu hoffen, daß an geplanten WKA-Standorten, an denen der gleiche oder ähnliche Sachverhalte auftreten bzw. dort, wo sich ein Naturfrevel abzeichnet

·        die Bürger „aufstehen“ und derartige, auf Verstoß gegen zwingend einzuhaltende Naturschutzgesetze beruhende Machenschaften schonungslos anprangern, um die in den dafür zuständigen Behörden und daher für den Naturfrevel verantwortlichen Personen zur Rechenschaft zu ziehen…

·        verantwortliche Politiker auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene  -  wie hier im Landkreis Schwäbisch Hall mit der Anfrage von Dr. Bullinger / MdL geschehen  -  ebenfalls „aufstehen“, und die in ihrer Befugnis stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, damit dieser durch Windkraft-Unfug verursachte Naturfrevel umgehend aufhört… …und sich die Bürger ob solcher Machenschaften verstärkt an verantwortlich handelnde Politiker wenden…

·        eine unabhängige, d. h. nicht „vor den Karren“ einer Windkraft-Lobby sich spannen lassenden  Presse sich ihrer Verantwortung bzgl. einer informativen, objektiven Berichterstattung bewußt ist, derartige Sachverhalte aufgreift und die Verantwortlichkeiten klar benennt…

·        spätestens unabhängige Richter an den Verwaltungsgerichten diesen Naturfrevel aufgreifen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, wenn der Sachverhalt vor den Gerichten landet…

Darüber hinaus hat es der Bürger spätestens bei der BW-Landtagswahl im Frühjahr 2016 selbst in der Hand, als Wähler angesichts des „im Ländle“ an vielen geplanten, landschafts- und natursensiblen Windkraft-Standorten immer stärker ersichtlichen Windkraft-Unfugs in freier und geheimer Wahl in der Wahl-Kabine sein „Kreuzchen an der richtigen Stelle“ zu machen…

Abschließend passt es ins Bild, daß sich die Frage 10 des Abgeordneten Dr. Bullinger / MdL (FDP / DVP) Wahlkreis Schwäbisch Hall) mit den dort wohl erstatteten „Gefälligkeits-Gutachten“ befasst, denn nicht anders ist seine Frage zu verstehen: „Ist sie bereit dazu, ein unabhängiges Artenschutzgutachten für die Windkraftpotenzialfläche im Schäferwald einzuholen?“

Die Antwort des Ministeriums bestätigt die Vermutung: „Ein Gutachten in Form einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung wird sowohl im Zuge der Erstellung des Teilflächennutzungsplans der VVG Crailsheim, als auch in einem gegebenenfalls nachfolgenden immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren nach den Vorgaben der Hinweise der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz erstellt.“

Wir dürfen alle gespannt sein, ob dies dann tatsächlich n i c h t  -  wie vielerorts eingetreten  -  zu einem von den Auftraggebern = WKA-Investoren etc. gekauften „Gefälligkeits-Gutachten“ führt, dessen Ergebnisse bereits schon bei Auftragserteilung feststehen… Angesichts der an vielen anderen BW-Standorten bekannten Praktiken darf der geneigte Leser dieser Zeilen zu Recht skeptisch sein… 

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ (Besigheim / Ingersheim)

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW

Berater der BI‘ s





Breaking News: Alarmierender Totfund von 4 durch das hochgiftige Insektizid “E 605” getöteten Rotmilanen

 

Hohenloher Tagblatt vom 21.6.2014: „Frankenhardt: Windpark im Schäferwald - Giftmischer tötet Rotmilane“

Qualvoller Tod von auf der EU-Artenschutzrichtlinie stehenden und in ihrer Population stark gefährdeten Greifvögeln

Landtagsabgeordneter Dr. Friedrich Bullinger / MdL /(Schwäbisch Hall) richtet im Landtag Kleine Anfrage an BW-Landesregierung

 Forderung nach einem 2-jährigen Planungs-Moratorium an geplanten Windkraft-Standorten, an denen es aufgrund krimineller, durch Menschenhand herbeigeführter Totfunden seltener Arten kommt

Thematisierung des Vorgangs in Gesprächen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sowie BUND und NABU, die wir anläßlich unserer Demonstration am 28.6.2014 in Fellbach / Schwabenlandhalle führen werden    


(wm / 240614) - Mit dieser nicht nur alle „echten“ und an der Basis ehrenamtlich arbeitenden Naturschützer, sondern auch für große Teile der Bevölkerung alarmierenden Schlagzeile wartet das Hohenloher Tagblatt vom 21.6.2014 auf.

Danach belegt das jetzt vorliegende, behördlich bestätigte Untersuchungsergebnis zweifelsfrei, daß der Tod von 4 in der Nähe eines von der Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim geplanten Windvorranggebiets im Schäferwald bei Frankenhardt aufgefundenen Rotmilane durch das hochgiftige und von der EU bereits seit dem Jahr 2002 verbotene Insektizid „E 605“ verursacht wurde, nachdem die Greifvögel von einem Giftmischer ausgelegte und wohl mit dem Gift durchtränkte Fleischköder bei ihrer Nahrungssuche gefressen hatten.

Die vor Ort tätige, sich gegen Windparks wehrende und mit uns befreundete „IG Uhlberg und Umgebung“ prangert den durch einen kriminellen Giftmischer verursachten Tod der Rotmilane an und fordert ein Planungs-Moratorium für das dort vorgesehene Windvorrang-Gebiet.

Obwohl auch den Behörden und in der Bevölkerung sowie nicht zuletzt auch in Naturschutzkreisen seit langem bekannt war, daß im und im Umkreis des Schäferwalds  -  also unmittelbar am Standort des geplanten Windvorrang-Gebiets  -  seltene und streng geschützte Vogelarten wie Wespenbussarde, Rotmilane und Schwarzstörche ihr Habitat haben und obwohl das Umweltschutzzentrum Schwäbisch Hall aus eben diesen Gründen den Ausweis eines Windvorrang-Gebiets an dieser Stelle kategorisch abgelehnt hat, haben gewissenlose Windkraft-Planer, Projektierer etc. unter verschämtem Wegsehen der vermutlich hohe Gewerbesteuer-Einnahmen witternden Standort-Kommunen (Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim) und der eigentlich dafür zuständigen Naturschutzbehörden rücksichtslos ihre Planungen weiter betrieben.

Nachdem der vor allem durch „IG Uhlberg und Umgebung“ stärker werdende Widerstand und die Veröffentlichung der dort vorgefundenen seltenen Arten  sich als immer größer werdendes Hindernis für die Genehmigung der Windkraft-Pläne entpuppte, hat wohl ein krimineller Giftmischer der Windkraft-Lobby „die Sache selbst in die Hand genommen“.


Wieviele Rotmilane, Schwarzstörche, Wespenbussarde etc. verlieren
in Baden-Württemberg wegen Windkraft-Unsinn noch ihr Leben ?

Quelle: http://www.windradfreies-dietramszell.de - Foto: T. Fuchs

Der Schwäbisch Haller Landtagsabgeordnete Dr. Friedrich Bullinger (FDP) hat zu diesen Vorgängen eine Kleine Anfrage im BW-Landtag gestellt, über die wir gesondert berichten werden.

Wir schließen uns den Forderungen der „IG Uhlberg und Umgebung“ nach Neu-Beauftragung eines nach objektiven Kriterien   -  d.h. nicht durch einen „gekauften Gefälligkeits-Gutachter“ aus dem Umfeld der Windkraft-Lobby  -  zu erstellenden „realistischen Artenschutzgutachten“ und nach einem mindestens einjährigen Planungsstopp von Windkraft-Vorhaben in der dortigen Region an.

Unabhängig davon fordern wir generell ein 2-jähriges Planungs-Moratorium für Windkraft-Planungen an den Standorten, an denen es zuvor unter Verstoß gegen Naturschutzgesetze durch kriminelle Handlungen von durch Menschenhand verursachten Totfunden von geschützten Arten kommt.

Zu befürchten ist, daß es infolge der von der BW-Landesregierung geplanten Forcierung zum weiteren Windkraft-Ausbau zu einem deutlichen Anstieg weiterer Totfunde seltener und auf den EU-Artenschutzlisten stehenden Arten kommt, und zwar insbesondere dort, wo in der Nähe festgestellter Habitate durch rücksichtslos vorgehende, sich über Naturschutzgesetze hinweg setzender Windkraft-Planer / Projektierer / Grundstücksbesitzer etc. und bei gleichzeitigem verschämtem Wegsehen unfähiger, von ihren Vorgesetzten „an die Kandarre“ genommenen Behörden weitere Windkraft-Standorte realisiert werden sollen.

Aus aktuellem Anlaß ist unsere Forderung nach einem 2-jährigen Planungs-Moratorium auch Teil einer Pressemitteilung / Resolution, die wir im Rahmen unserer am 28.6. in Fellbach / Schwabenlandhalle geplanten Demonstration an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) übergeben werden; vgl. hierzu unsere nachfolgenden homepage-Beiträge.

Dieser Beitrag geht auch den Genehmigungsbehörden im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken, Abgeordneten, kommunalen Entscheidungsträgern in dieser Region sowie den Mitgliedern der Vollversammlung beim RV-HN/Franken zu.

 

  

Walter Müller           Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ (Besigheim / Ingersheim)

 
Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen unsinnige Windkraftstandorte in BW (Berater der BI‘ s)   




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