Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Leserbriefe 





Leserbrief von Herrn Conrad Fink, veröffentlicht in der Print-Ausgabe
der Stuttgarter Zeitung
 am 13.11.2013

Die Energiewende an die Wand gefahren


Derzeit sind die Medien voll vom Jubel über die sogenannte Energiewende, wobei sich niemand die Mühe macht, mal zu definieren, was das eigentlich sein soll.

    In Wikipedia steht dazu Folgendes: Als Energiewende wird die Realisierung einer Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bezeichnet. Erneuerbare Energien ersetzen die fossilen Energieträger. Das wird in der Öffentlichkeit auch vereinfacht so wahrgenommen - oft auch als grüne Symbolik: Sonne ersetzt Atomkraft. Dass wir unseren Umgang mit Energie und Energieträgern dringend überdenken müssen, darüber wird kein Wort verloren. Das Weiter-so dominiert auch hier die öffentlich verbreitete Meinung. Wir machen weiter wie bisher mit dem Verbrauch von Öl, Gas, Kohle und Uran, nur kommen halt jetzt noch Windparks, Solarfelder, maisbetriebene Biogasanlagen und Palmöl hinzu.

    Weltweit wird der Verbrauch von Energie bis 2030 voraussichtlich um rund 40 Prozent steigen. Weder im Wahlkampf noch auf Parteitagen waren die Themen Energie, Rohstoffvergeudung und Klimawandel einen relevanten Beitrag wert. Weder bei der Regierung noch bei den Parteien noch bei den Umweltverbänden existieren realisierbare Konzepte, wie eine auch immer geartete Energiewende umgesetzt werden soll. Nur eines hat die schwarz-gelbe Koalition erst einmal erreicht. Sie hat die Wende an die Wand gefahren. Von Schwarz-Rot ist hier nicht viel zu erwarten, und die Grünen haben mit dem Thema Umwelt leider auch nichts am Hut.


Conrad Fink

Freiberg am Neckar



Leserbrief/Kommentar von Frau Elke Förster, veröffentlicht in der Online-Ausgabe
der Bietigheimer Zeitung (BZ)
 am 23.03.2013

Ingersheims Bürgermeister Volker Godel treibt Windrad-Planung voran


Bürgermeister Godel spricht, denkt wie ein Vertriebsleiter der Wind AG. "Parameter werden abgearbeitet, ... nichts spricht gegen ein weiteres Windmonster vor Kleiningersheim...."

Dass er als Bürgermeister einzig und allein dem Wohl und der Gesundheit der 6000 Einwohner seiner Gemeinde verpflichtet ist, interessiert ihn nicht. Unzählige Gespräche, Bürgerproteste, 1400 gesammelte Unterschriften gegen seine ausufernden Windradpläne ignoriert er. Geforderte längst überfällige Bürgerentscheide jagen ihm Angst ein. Denn er weiß, die Mehrheit der Ingersheimer ist entschieden gegen diese Windwahnpläne - weniger als 25 % der wahlberechtigten Bürger stimmten 2012 für ihn und seine Monsterbauten im windarmen Umland. Jetzt leiden wir nicht nur unter Neckerwestheim, dass noch lange betrieben wird. Lärm, Infraschall, und katastrophale Umweltzerstörung durch zwei E182 auf unseren Fluren lassen uns krank werden. Eine Zerstörung an Kulturgut, wie es sie seit 1945 hier im Ort nicht mehr gab.“


   

Elke Förster

Ingersheim





Leserbrief von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Frhr. von Stetten, veröffentlicht in den
Fränkischen Nachrichten vom 20.06.2013

Schlichtweg irreführend


Prof. Dr. Wolfgang Frhr. v. Stetten

Die öffentliche Aufforderung von Bürgermeister Hehn aus Creglingen, mich aus der Diskussion um die Windkraft herauszuhalten, "weil es mich nichts angehe", zeugt von wenig Demokratieverständnis.

Die Schönheit des Taubertales (immer gepriesen als "Liebliches Taubertal", sanfter Tourismus etc.), das Wohlbefinden der Menschen und das Recht auf Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen geht uns alle an.

Ich verstehe, dass Berater, Projektplaner, Anlagenbauer und Grundstückseigentümer Geld verdienen wollen, aber nicht auf Kosten anderer.

Es ist auch schlichtweg irreführend, wenn Frau Prof. Dr. Klärle "erklärt", dass die geplanten 14 Windkrafträder von Althausen den Strombedarf der Bürger der Stadt Bad Mergentheim und ihrer Industrie decken könnten.

Das ist falsch, denn wenn kein Wind weht, ist es in Bad Mergentheim duster und die Räder der Industrie stehen still.

Und der Wind weht oft nicht! Also müssen herkömmliche Kraftwerke den Strom erzeugen. Nach den neuesten Zählungen wurde bestätigt, dass die Bevölkerung in ländlichen Gebieten zurückgeht.

Wir beklagen das alle und versuchen mit Millionen dem entgegenzuwirken mit Dorfentwicklungsprogrammen, Landschaftschutzprogrammen, Fahrradwegen etc.

Wir schützen mit großem Aufwand Eidechsen und Juchtenkäfer - und wo bleibt der Mensch?

Niemand soll sich das Feigenblättchen - auch nicht die CDU-Mitglieder - umhängen und sagen, die Bundeskanzlerin Merkel wolle dies so.

Energiewende ja - aber mit Augenmaß und Rücksicht auf die Menschen. Die Energiewende wird nicht im Taubertal entschieden.

Die Grün-Rote Regierung hat sich dieses Programm vorgenommen und versucht, es durchzudrücken. Diejenigen, die daran verdienen, traben fröhlich hinterher.

Landschaft erhalten und Menschen zu schützen ist unsere Aufgabe. Der Bau dieser Riesen-Windkraftanlagen ist die "Lizenz zur Landflucht".







Leserbrief von Herrn Rechtsanwalt Markus Nessler aus Beuren, veröffentlicht in der
Schwäbischen Zeitung am 05.03.2013

Energiewende ohne Konzept



Zum Bericht: „Wenig Windräder: SPD gibt Landräten die Schuld 27.2.):

 

Die Energiewende ist gescheitert, und ihr Grundgedanke ist irreparabel beschädigt. Der Grund: Stimmungsmacher wie Herr Schmiedel haben seit Fukushima in sachen energiewende den Mund viel zu voll genommen und den Bürgern energiepolitische Wolkenkuckucksheime in den Kopf gesetzt. Heute wissen wir: Dieser Karren ist vor die Wand gefahren.

Energiewende ja, aber nur wenn es ein durchdachtes Konzept mit einem bezahlbaren Finanzplan, fertig gestellten Leitungen und verfügbaren Speichern gibt. Solange das alles noch nicht mal ansatzweise zur Verfügung steht, macht der Zubau weiterer Windräder, Biogas- oder Photovoltaikanlagen keinen Sinn. Ich empfinde es vor diesem Hintergrund als Blenderei, wenn Politiker wie Herr Schmiedel weiterhin ihren politischen Aktionismus als Problemlösungskompetenz verkaufen wollen.

Energiewende ja, aber nicht um jeden Preis. Natur- und Artenschutz sind in zahlreichen Gesetzen und Vorschriften verbrieft. Vom Schutz der Menschen ganz zu schweigen. Offenkundig sind inzwischen auch die negativen Folgen erneuerbarer Energien für Natur, Artenschutz und Landschaft. Windkraftindustrieanlagen und Biogasproduktion führen zu brutalen Einschnitten. Dass der dadurch erzielte energetische Nutzen die negativen Folgen für Mensch und Tier rechtfertigt, kann vermutlich auch Herr Schmiedel nicht belegen.

Mit der Novellierung des Landesplanungsgesetzes und dem unsäglichen Winderlass hat die grün-rote Landesregierung die Rechtsposition der Bürger und Gemeinden dramatisch verschlechtert. Daher bin ich froh und dankbar, dass die Landratsämter diesem elenden politischen Aktionismus standzuhalten versuchen.


Markus Nessler, Beuren                 





Leserbrief von Frau Uta Winter aus Ingersheim, veröffentlicht in der

Bietigheimer Zeitung (BZ) am 29.05.2013

Widersprüchlich oder scheinheilig ?


ZU "Kirche bleibt im Dorf"

Unsere SWR-Fernseh-Schwabenserie "Die Kirche bleibt im Dorf" spielt unter anderem in Kleiningersheim. Dem idyllischen Dorf mit Blick ins Neckartal, tollen Wanderwegen und Fahrradtouren auf der Höhe... 

Ja, und der Neckar soll vielerorts für die freilufthungrigen Städter renaturiert werden - alles soll im grünen Sinne schön und grüner werden.

Da sagt unser Bürgermeister Volker Godel recht süßlich, er tue und tat alles, um diese Idylle zu erhalten. Aber beim ersten riesigen Windrad weit und breit (180 Meter hoch und somit das höchste in ganz Baden Württemberg) meldete er sich, bevor es überhaupt vom Land gefordert wurde - mit dem Hinweis "wir sprechen nur über das eine Windrad und sonst gar nichts."

Dabei die Befürchtung - wo eines steht, da kommen auch noch mehr? Nun wird wieder vorgeprescht, und es wird noch über ein weiteres oder gar noch mehr so lässig und selbstverständlich geredet, dass einem die scheinheiligen Tränen fließen könnten. Ach Wanderer, kommst du nach Ingersheim, schau in die richtige Richtung, ansonsten überkommt dich in naher Zukunft das Grauen.

Uta Winter

Ingersheim





Leserbrief von Herrn Manfred Hönig aus Freudental, veröffentlicht in der
Bietigheimer Zeitung (BZ) am 04.05.2013


Energiewende sollte auch anders gehen


ZUM ARTIKEL "GROßES INTERESSE AN STROMBETEILIGUNG" VOM 23. APRIL

Ich gebe Herrn Blasenbrei-Wurtz recht: Der Windrad-Standort auf dem Rotenberg (und auf dem Saukopf  - beides unweit der Pfeifferhütte) ist der beste im Landkreis Ludwigsburg - im Bezug auf den zu erwartenden Profit. Im Bezug auf die Eingriffe in der Natur ist er mit Sicherheit einer der schlechtesten.

Es gibt im Landkreis Ludwigsburg sicher besser geeignete, unbewaldete, ungeschützte Gebiete.

Man muss sich hier schon die Frage stellen, wie viel Waldfläche und zudem Schutzgebiete wir bereit sind, für diesen maximalen Profit zu opfern.

Begehen wir damit nicht dieselben Fehler, wie in der Vergangenheit? Ich denke, Energiewende sollte auch anders gehen.

In Ihrem Artikel schreiben Sie, Bäume müssen gefällt und die Wege ausgebaut werden. Mich würde interessieren, wie viele Bäume gefällt werden müssen und wie groß die waldfreien Flächen auch in der Zukunft sein müssen (etwa für Zufahrten, Freiflächen für Wartungsarbeitenund so weiter).

Wie müssen die Zufahrtswege aussehen? Schwerlastfähig geschottert, fünf bis sechs Meter breit, beidseitig baumfrei - insbesondere in den Kurven, um die Schwertransporte zu ermöglichen? Ständig, auch im Winter, befahrbar für Kontrollfahrten, etc.?

Wenn der Standort genehmigt werden sollte, wäre das nicht auch ein Präzedenzfall für weitere bewaldete Schutzgebiete im gesamten Naturpark Stromberg-Heuchelberg (wie Baiselsberg , Schönenberg, usw.)?

Was sagen hierzu das grüne Umweltministerium, die Naturparkverwaltung, oder der BUND?

Die neue Landesregierung sprach seit S 21 viel von Bürgerbeteiligung. Vielleicht sollte man die Bürger einmal befragen, wie viel geschützte Waldflächen sie bereit sind zu opfern, oder wäre das zu riskant für das ehrgeizige Ziel unserer Landesregierung: 1000 Windräder bis 2020?


Manfred Hönig,

Freudental




Leserbrief von Herrn Dipl-Oec. Ekkehard Möller (Wirtschaftsprüfer) aus Freiberg-Geisingen, veröffentlicht in der LKZ  / NEB am 06.04.2013


Die „Spendierfreudigkeit: Zum Bericht „Fluch und Segen des Exportschlagers“ über in Deutschland erzeugten StromQuittung kommt


Jetzt ist es raus und hört sich an wie ein übler Aprilscherz. Die Deutschen zahlen und bürgen nicht nur bei der Euro- und Schuldenkrise, sondern verbrennen ihr Geld mittlerweile auch bei der Wind- und Solarstromerzeugung. Weil Angela Merkel schon nahezu hysterisch dem linken Zeitgeist nachhechelt und die Energieversorgung aus wahltaktischen Gründen nur zwei Wochen nach Fukushima völlig planlos herumwarf, geht es den Leuten wieder einmal ans Eingemachte. Auch die uns Bürgern überall aufgedrängte Wärmedämmung durch energiesparende Maßnahmen und Bauvorschriften kostet ein Vermögen und wird sich niemals in einem Leben amortisieren. Die Ausländer jedenfalls freuen sich insgeheim schon königlich über unsere Geschenke und wissen unsere Spendierfreudigkeit ihnen gegenüber bei der Euro- und Energiekrise zu schätzen, auch wenn sie ab und zu ein wenig mit der Nazi-Keule nachhelfen müssen. Bei der Verteilung unserer Stromüberschüsse in die Nachbarländer jedenfalls funktionieren die Gesetze der Marktwirtschaft prächtig  -  sehr zum Verdruss der linken Ideologen. Wenn zu viel Saft auf der Leitung ist, muss er eben zum Nulltarif oder sogar gegen negative Preise abgegeben werden. Für die steten und steigenden regulierten Einnahmen dagegen sorgen ja ganz im Sinne einer sozialistischen Misswirtschaft die Bundesbürger.

 

Ekkehard Möller, Freiberg“





Leserbrief von Herrn Dieter Schönwald, Besigheim
vom 04.03.2013, veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) und Neckar u. Enzbote (NEB)


Die Quittung kommt


Zum Bericht „Schmiedel knöpft sich die Landräte vor“ über Windkraft


Man kann nicht genug darauf hinweisen, dass Windkraft eine extreme Belastung für Mensch und Natur ist. Wenn die genannten Herren und auch der derzeitige Landeschef es anders sehen, dann kann man nur noch den Kopf schütteln. Die Quittung kommt sicher eines Tages, nur leider zu spät für die bis dahin unter dem Wahnsinn leidenden Menschen und Tiere. Unser hoch geschätzter ehemaliger Ministerpräsident Erwin Teufel hatte wahrlich die richtige Einstellung in dieser Frage, denn nachhaltige Energieversorgung kann auf anderem und besserem Wege erreicht werden.

 

Dieter Schönwald, Besigheim





Leserbrief von Herrn Conrad Fink, Freiberg/N.
vom 02.03.2013, veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung (BZ), der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) und Neckar u. Enzbote (NEB)


Handwerkliche Fehler


Zum Bericht „Schmiedel knöpft sich die Landräte vor“ über Windkraft


Der SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel wirft den Landratsämtern eine Blockade des Ausbaus der Windkraft vor und hat sich für den Bau von Windmasten in Landschaftsschutzgebieten ausgesprochen. Er will dabei Naturzerstörung über Naturerhaltung stellen. Der Hardliner in Sachen Großprojekte ist vielen Bürgern als sturer Verfechter des Kellerbahnhofs in Stuttgart bekannt. Auch hierbei wird viel Natur zerstört. Schmiedel und die SPD reihen sich damit klar in die Phalanx der umweltzerstörenden Parteien CDU, FDP und FWV ein. 

Die Förderung der Umweltzerstörung und die Ausbeutung auf Kosten der Menschen und kommender Generationen im kapitalistischen Sinn sind das Fundament auf dem die SPD heute steht. Auch der forcierte Bau von Windkraftwerken in einem Niedrigwindland ist Teil dieser Ideologie und hat mit einer seriösen Energiewende nichts, aber auch gar nichts zu tun. Bei ihrer einseitigen Bevorzugung der Windkraft im Land hat die grün-rote Landesregierung schwere handwerkliche Fehler gemacht. Denn sie erlaubt durch den neuen Erlass den Bau der Anlagen in verschiedensten Schutzgebieten, die zum Erhalt von Natur und Landschaft eingerichtet und rechtskräftig ausgewiesen sind.

Es sind dies etwa Natura-2000-Gebiete wie FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete, regionale Grünzüge und Landschaftsschutzgebiete. Letztere verlieren durch den Bau der Windtürme ihre Schutzwürdigkeit. Das wurde von den Ministerialbeamten beim Schreiben des Erlasses falsch eingeschätzt. Claus Schmiedel hat der verkorksten Anordnung im Landtag zugestimmt und hackt nun auf den Landkreisen, die gar keine Ausnahmegenehmigung geben können, herum. Das ist nicht nur unredlich, sondern zeugt auch von fachlicher Unkenntnis. Meiner Meinung nach sind Claus Schmiedel und seine SPD schon längst ein Fall für die Politrente.

 

Conrad Fink, Freiberg





Leserbrief von Herrn Karl-Wilhelm Lindner,
vom 14.11.2012, veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung (BZ)


Goldenes Ei der Gewinnmaximierung


ZU DEN STROMPREISEN



Die Entrüstung über die ansteigenden Strompreise ist gewaltig. Manch einer hat verstanden, dass erneuerbare Energien teurer sind. Warum versteht eigentlich niemand, dass die Errichtung von Fotovoltaikanlagen das goldene Ei für Gewinnmaximierung darstellt. Man spricht gern von einer "Sonnenrente" durch PV-Anlagen. Man erhält 19,5 Cent pro erzeugter Kilowattstunde für Strom, den in der Regel niemand verwerten kann. Dieser Strom wird derzeit für drei bis fünf Cent ins Ausland verhökert.

Leider ist diese Erwerbsquelle auch gefährdet. Die Werbung verspricht weiterhin attraktive Gewinnmargen für Strom vom Dach. Offensichtlich sind diese "Sonnenrentner" auch die, die sich über die Strompreiserhöhung entrüsten. Sie können sich beruhigt zurücklehnen, die überhöhte Vergütung wird noch etliche Jahre gezahlt. Es wäre an der Zeit, die Väter der Einspeisevergütung für diesen Schwachsinn zur Verantwortung zu ziehen.

Karl Wilhelm Lindner

unabhängiger Gebäude-Energieberater, Sachsenheim




Leserbrief von Frau Ingrid Maier,

vom 28.02.2013, veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung (BZ)

Wo bleibt der Aufschrei?

Ein trauriger "Juchtenkäfer" saß heute Morgen auf einer Solaranlage im Kastanienweg. Der "Käfer" lebt immer noch, die Solaranlagen sind nicht beschädigt, aber sein Lebensraum ist abhanden gekommen, denn fünf 30 Jahre alte Laubbäume fielen der Axt zum Opfer. Auf Nachfragen wurde mir erklärt, dass die Bäume krank wären (das Holz sah aber kerngesund aus), aber auch ehrlicherweise, dass es wegen der Solaranlagen sei. Da verstehe einer grüne Politik... ich nicht mehr. Fast könnte man sagen, in einer Nacht- und Nebel-Aktion wurden Fakten geschaffen. Angeblich sollen neue Bäume gepflanzt werden. Wir werden es genau beobachten. Leider werde ich es nicht mehr erleben, wenn die Bäume wieder 30 Jahre alt sind. Wo bleibt der Aufschrei, wo sind die Park(Alleen)schützer?


Ingrid Maier,

Ingersheim




Leserbrief von Frau Ingrid Maier,

vom 26.01.2013, veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung (BZ)

Ein Windrad steht im Walde


Zum Mitsingen, das Windradlied: Ein Windrad steht am Walde ganz still und....

Die Euphorie um das erste Windrad im Kreis und Windräder allgemein scheint sich jetzt endlich normalisiert zu haben. Zustandsbericht Januar 2013: Einige freuen sich, dass in Ingersheim ein Windrad steht, weil sie nun endlich wissen, wo sie zu Hause sind (vorher waren sie anscheinend desorientiert), andere freuen sich, weil es oft "steht"!

Auch wenn Herr Kiwitt begeistert über ein zusätzliches Windrad wäre, scheint das Landratsamt ihm jetzt mit seiner Stellungnahme "den Wind aus den Segeln" zu nehmen, da der Abstand nicht eingehalten wird.

So sind fast alle zufrieden, und auf ein zweites Windrad kann getrost verzichtet werden..., späte Einsicht, aber nicht zu spät!


Ingrid Maier

Ingersheim




Leserbrief von Herrn Hermann Dambach,
vom 14.12.2012, veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ)

Missionarischer Eifer


Zum Bericht „Windräder -  Mahnmale für sauberen Strom“


Die Interessengemeinschaft Pro-Windkraft Bottwartal hat sich zum Ziel gesetzt, im Bottwartal die Wald- und Berghöhen mit 200 Meter hohen Windrädern zu bekränzen. Dagegen steht die Aussage des Verbandes der Region Stuttgart, der keinen geeigneten Standort im Bottwartal (Naherholungsgebiet) erkennen kann. Die Interessengemeinschaft hat elf mögliche Standorte gefunden und scheut auch nicht davor zurück, die Lagen Harzberg, Benning und Köchersberg mit einzubeziehen.

Eine Sensibilität für die Landschaft und Natur ist seitens der IG nicht erkennbar beziehungsweise spielt keine Rolle. Selbst die von den betroffenen Kommunen eingeschalteten Planungsbüros raten von diesen Standorten ab. Die Interessengemeinschaft tritt vielmehr als Heilsbringer auf und will mit missionarischem Eifer das Bottwartal mit Windrädern  -  im Bericht Mahnmale genannt  -  beglücken.

Wir sind eine der dichtbesiedelsten Regionen und unsere Aufgabe ist es, diese natürliche Landschaft und dieses Naherholungsgebiet den zahlreichen Besuchern zu erhalten. Oder möchte man einem Verkehrstourismus in weiter weg liegende unberührte Landschaften Vorschub leisten und damit die Arbeit der Tourismusgemeinschaft Marbach-Bottwartal in Frage stellen ?



Hermann Dambach, Steinheim“




Leserbrief von Herrn Ewald Nägele,
vom 14.08.2012, veröffentlicht in der Südwestpresse Göppingen
zum Artikel vom 6. August 2012  
Link  

Windräder schaden mehr als ein Licht


Es ist löblich, wenn die Herren vom Naturschutzbund sich wegen einem Licht auf dem Hohenstaufen sorgen und Angst haben, dass die Eulen Ihre Mäuse nicht mehr finden und sich Falter verirren.

Allerdings ist geplant, im Welzheimer Wald, im Schurwald, auf der Gemarkung Wäschenbeuren, am Kaisersträßle, neben dem Kloster Adelberg, zwischen Bezgenriet und Hattenhofen, auf dem Fuchseck, auf dem Kuhnberg und auf weiteren Gebieten im Kreis Göppingen und darüber hinaus bis zu 500 Windräder aufzustellen. Diese werden 200 Meter hoch, und eine Maschine überstreicht mit den Flügeln 11000 Quadratmeter,  das sind 1,1 Hektar. Die Flügel rotieren dann mit 300 km/h.

Nicht auszudenken, was dies für unsere Tag- und Nachtfalterarten bedeutet. Auch weiß man, dass für ein Windrad noch 1 Hektar Wald  gerodet werden muss, für das Fundament über 100 Lkw-Ladungen Beton nötig sind und die Räder zudem unsere letzten Milane schreddern, Fledermaus-Lungen zum Platzen bringen und den Vogelzug massiv gefährden.

Von diesem Eingriff in die Naturräume und in die Avifauna haben die Herren wohl noch nichts gehört. Vielleicht schließen sie auch beschämt die Augen, die Ohren und den Mund.

So sind sie eben, die Herren vom Naturschutzbund. Es wäre zu wünschen, dass sich die Augen, die Ohren und der Mund wieder öffnen würden zu einem Aufschrei gegen das Landesplanungsgesetz und gegen die Machenschaften der Windindustrie.

 

Ewald Nägele, Birenbach




Leserbrief von Herrn Hermann Dambach,

vom 28.06.2012, veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ)

Mathematikaufgabe

Zum Bericht „Die ganze Welt schreit nach Windkraftanlagen“


Mit solch saloppen Aussagen zog ein Vertreter des Windenergieanlagenbauers Enercon in einer Podiumsdiskussion der Volks- und Raiffeisenbanken vom Leder. Es ist natürlich nachvollziehbar, daß er diese Art der Energieerzeugung favorisiert. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Mit großen Fragezeichen ist seine Aussage „Noch unsere Kinder werden ihre große Freude an den Windrädern haben“ zu sehen.

Sieht er in der Verspargelung mit 200 Meter hohen Windrädern im Naherholungsgebiet Bottwartal und im wunderschönen Neckartal eine rosige Zukunft ? Aufgrund seiner Behauptung, es gebe viele Standorte im Ländle, die vom Windaufkommen her über Küstenniveau verfügten, ist zu folgern, daß wir uns eigentlich viele Milliarden Investitionskosten für neue Stromtrassen von Nord- und Ostsee in den Süden ersparen könnten.

Das Ingersheimer Windrad soll den Strom für 1200 Haushalte produzieren. Um einen Vergleich zu haben: Der Landkreis Ludwigsburg hat 226 900 Haushalte. Hinzu kommt noch die Industrie, die circa 46 Prozent Stromanteil benötigt.

Dies wäre nun die Ausgangsbasis für eine Mathematikaufgabe einer Schulklasse: Wie viele Windräder müssen im Landkreis Ludwigsburg gebaut werden ?

Bei der derzeitigen großen Euphorie für Windräder, wir gehören hier im mittleren Neckarraum zu den am dichtesten besiedelten Gebieten. Es will doch sicherlich niemand eine inakzeptable Veränderung des Landschaftsbildes sowie die Konfrontation mit immer höheren Stromkosten. Laut Experten stehen wir aber erst am Anfang der Preisspirale. Schauen wir mal, ob die Treiber für diese überstürzte Energiewende und deren Folgen eines Tages auch die Verantwortung übernehmen werden.


Hermann Dambach, Steinheim“




Leserbrief von Herrn Sebastian Krug,
vom 18.06.2012, veröffentlicht im Neckar-Enz Boten

Der Gemeinderat hat richtig entschieden

Zum Kommentar über die Suche nach einem Windkraft-Standort

„Durch staatlich geförderte Maßnahmen verließen in den 1950er Jahren die ersten Landwirte die Ortschaften und siedelten sich mit Haus und Hof vor den Toren des Dorfes an, um mit ihrer Arbeit die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung in der Nachkriegszeit sicherzustellen. Gleichzeitig verbesserten sie so ihre wirtschaftliche Lage und für die jeweilige Gemeinde reduzierte sich die Belastung durch Lärm, Geruch und Schmutz. 

Heute, 60 Jahre später, wird davon ausgegangen, daß die Menschen, die auf diesen Höfen wohnen, scheinbar eine höhere Leidensfähigkeit besitzen, wenn gesetzliche Unterschiede hinsichtlich des Mindestabstands zu bebauten Flächen von Windkraftanlagen gemacht werden.

Als Familienvater und Bewohner einer dieser Aussiedlerhöfe kann ich von mir sagen, daß mir eine nachhaltige Umwelt- und Energiepolitik sehr am Herzen liegt.

Vielleicht sollten wir jedoch zunächst darüber nachdenken, wie Energie eingespart werden kann und wo es sinnvollere Standorte für Windkraftanlagen gibt. Denn mit Subventionen rechnet sich bestimmt auch der Weinbau in den Höhenlagen des Erzgebirges unserer Republik, aber ob er dadurch sinnvoller wird ?  

Unabhängig von der Thematik über den Standort einer Windkraftanlage bin ich froh, daß hier in den Entscheidungsgremien der Gemeinde Löchgau, überparteilich, mit gesundem Menschenverstand und Verantwortungsbewußtsein für alle Bewohner der Gemeinde eine Entscheidung getroffen wurde, und sie somit einer Ungleichbehandlung ihrer Bürger durch die aktuelle Gesetzeslage der Landesregierung entgegengetreten sind.

 

Sebastian Krug, Löchgau“  



Leserbrief von Herrn Rolf Ihsen,
vom 2.12.2011 (Veröffentlichung unbekannt)

Die Macher der Klima- und Energiewende


Die Macher der Klima- und Energiewende wissen, dass die deutsche "Schuld" an diesem globalen CO-2-"Mißstand" exakt 0,0000.4712 Prozent beträgt. Erst wenn in Deutschland niemand mehr atmet und arbeitet, und nur dann, haben wir der Welt einen Bruchteil von 0,00004712 Prozent  CO-2 erspart.  Um diesen Umstand zu erreichen,  erfinden Politiker und Pseudo-Wissenschaftler immer neue Steuern, Abgaben und Umweltvorschriften und befürworten die "Verspiegelung" und "Verspargelung" unseres Landes. Pünktlich vor der UN-Kyoto-Folgekonferenz in Durban betritt  Climategate 2.0 die "Bühne, um zu belegen, wie  die  "Wissenschaftler"  um der  politischen  Korrektheit  willen  Daten  fälschen  und 
manipulieren, um die Erderwärmung, die es nicht gibt, zu belegen. Wahrscheinlich werden Politiker und Wissenschaftler Climategate 2.0 genau so ignorieren wie vor  zwei  Jahren Climategate  1.0  und  ihre  Verschwörungstheorie  vom angeblichen  Klimawandel  auch weiterhin  verbreiten.  Die  herrschende  Bevormundung,  politische  Gängelung  und Opportunismus geht munter weiter - bis zum bitteren Ende.


Rolf Ihsen

Enger



Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
von der LKZ (wieder einmal) nicht veröffentlicht (22.11.2011)

Der Wald ist nicht allen genug


Artikel vom 18.11.2011  -  Das Eschentriebsterben bereitet Sorgen

Der Artikel über den Beilsteiner Stadtwald war insgesamt sehr informativ und die momentan aufgetretenen Probleme in diesem Waldgebiet wurden nicht wie sonst eigentlich auf der Tagesordnung stehend, auf den Klimawandel geschoben. Wie üblich werden kurz vor den nichtsnutzigen und auf Kosten der Steuerzahler stattfindenden Klimakonferenzen, diesmal im Südafrikanischen Durban, die schrecklichsten Szenarien zeitgleich in allen Medien verbreitet. Damit nicht gleich alle Bürger aus dem Fenster springen, hat man den Weltuntergang lieber gleich auf das Jahr 2100 verlegt. Es gibt aber offensichtlich noch vernünftige Leute, nicht nur in Beilstein. Auch aus dem Steinheimer Hardtwald wurde mir durch ein Gespräch mit dem dortigen Revierförster, ein zuversichtliches und positives Bild vermittelt. Sorgen machen anscheinend nur die Wildschweine. Diese sind wohl zunehmend die Antwort der Natur auf die agroindustrielle Monokultur, den vielen Biogasanlagen sei Dank.

So ist es also nicht verwunderlich, wenn das Kreisforstamt von den Naturschutzverbänden wie Nabu und BUND Lob erntet und dieses Waldgebiet sogar Vorbildcharakter hat. Wohlwollend dann auch der Beilsteiner Gemeinderat mit der Aussage, dass der Revierleiter Herr Muth nicht nur aufs Geld schaue und dieser dafür sorgt, dass der Wald in den Köpfen der Menschen einen Platz hat. Es hätte so schön enden können, wenn nicht Stadtrat Günter Wanner an diesem Tag dabei gewesen wäre. Für solche Gefühlsduseleien hat er anscheinend keinen Zugang. Er möchte nun unbedingt auch ein Windrad im Stadtwald haben und nimmt wohl gerne  in Kauf, dass der Beilsteiner Stadtwald dann seinen Vorbildcharakter verliert und zum Teil  abgeholzt wird, vielleicht sogar in größerem Ausmaß, denn wo erst mal eine Windkraftanlage steht, kommen meistens neue hinzu. Beilsteins Bürgermeister Günter Henzler ist also gut beraten, nicht auf vermeintliche Experten zu hören. Das hat er wahrscheinlich auch schon getan und sich anderweitig informiert, denn es gibt ohne Übertreibung in der Tat bessere Standorte wie den Beilsteiner Stadtwald als Tourismus- und Naherholungsgebiet.

Thomas Schöller
Marbach


Leserbrief von Herrn Wolf-Dieter Haecker,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 08.09.2011

Taugt nicht als Vorzeigeobjekt für die Energiewende

Durch die Entscheidung des Bundes, die Kernenergie zu eliminieren, entfällt diese hilfreiche Übergangsenergie bis zur Bereitstellung von wirtschaftlichen alternativen Energiesystemen in Kombination mit leistungsfähigen Infrastrukturen. Solche Systeme stehen für den deutschen Raum nur sehr begrenzt zur Verfügung.

Eine für die ausgerufene Energiewende prinzipiell interessante Alternative wäre die Windenergie. Um die Kosten für die Wende im volkswirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu halten, müssen jedoch unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

Bereitstellung der Nennleistung mit hoher Zeitkonstanz und eine Einspeisung der Spitzenleistung nur dann, wenn sie im Netz benötigt wird. Dies erfordert leistungsfähige Speicher. Ein hohes CO2-Einsparungspotenzial, bezogen auf die Betriebskosten unter Wegfall von Subventionen, muss geringe CO2-Vermeidungskosten sichern.

Eignung zur streng dezentralen Wirksamkeit, um neue Stromtrassen zu vermeiden und schließlich soll der Landschaftseingriff gering sein. Solche Anforderungen vor Augen, hat der fachkundige Protagonist alternativer Energien, Professor Vahrenholt (derzeit Chef von RWE Innogy GmbH für Alternative Energien) schon vor etlichen Jahren darauf hingewiesen, dass die interessanten Windkraft-Standorte auf dem deutschen Festland besetzt sind. Seither wurden jedoch weitere Vorrang-Gebiete ausgewiesen, deren Eignung für wirtschaftlichen Betrieb fast durchweg auf der Inanspruchnahme subventionierter Stromeinspeisung beruht.

Das vorgesehene Ingersheimer Windrad schafft es noch nicht einmal in diese zweifelhafte Liga. Es ist nicht nachvollziehbar, ein Windrad solchen Ausmaßes in einer Gegend erstellen zu wollen, die nach Windstärke und Windkonstanz gerade einmal "Kreisklasse" darstellt.

Dies zeigt der Zuschnitt der Anlage. Für einen wirtschaftlichen Betrieb werden 180 Meter Höhe als notwendig erachtet, um die relativ mäßige Spitzenleistung von 2000 kW - bei weit darunter liegender dauerstandsverträglicher Nennleistung - zu erreichen. Abgesehen davon, dass die Spitzenleistung nur dann von Nutzen ist, wenn sie im Netz benötigt wird, steht auch die Konstanz der Windstärke im Nennleistungsbereich in Frage. Insgesamt dürften die voll durchgerechneten CO2-Vermeidungskosten unvertretbar hoch sein.

Eine an sich interessante dezentrale Wirkung der Anlage ist sehr kritisch zu sehen, weil der abgegebene Strom im weitreichenden öffentlichen Netz verschoben wird. Echte dezentrale Anlagen benötigen einen lokalen, kostengünstigen Energiespeicher. Solche Speicher werden auch im nächsten Jahrzehnt nicht verfügbar sein. Schließlich wäre der Landschaftseingriff im bereits übermäßig zersiedelten und damit immer weniger attraktiv werdenden mittleren Neckarraum unerträglich.

Die Ingersheimer Anlage erfüllt die oben angegebenen Anforderungen in keinem Fall. Die Betreiber können eine Wirtschaftlichkeit - sofern dies der windarme Standort überhaupt zulassen sollte - nur durch die bekannten EE-Subventionen, die letztlich dem Verbraucher und Steuerzahler aufgebürdet werden, erreichen.

Sollten solche Projekte Schule machen, wäre das für die notwendige, bei möglichst geringer Belastung der deutschen Volkswirtschaft zu erreichende Energiewende kontraproduktiv. Das Ingersheimer Beispiel taugt nicht als Vorzeigeprojekt für die Energiewende und setzt ein falsches Zeichen.

Dr. Wolf-Dieter Haecker; Bietigheim-Bissingen


Leserbrief von Herrn Adolf Eisenmann,

veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 28.07.2011

Landschaftseingriff nicht zu rechtfertigen

Windkraft ist ein wichtiger Beitrag zur Energiegewinnung. Aber es muss der Eingriff in die Landschaft durch eine vernünftige Energieausbeute zu rechtfertigen sein. Gegenwärtig entstehen aufgrund der steuerlichen Möglichkeiten Windräder auch an Standorten, die weder volkswirtschaftlich noch energiepolitisch Sinn machen und auf die Landschaft keine Rücksicht nehmen. Es wurden Vorranggebiete ausgewiesen, in denen die Energieausbeute den Schaden in der Landschaft in keiner Weise rechtfertigen kann. Es wäre vernünftiger, sich auf solche Gebiete zu konzentrieren, die kontinuierlich hohe Windgeschwindigkeiten vorweisen. Ansonsten zahlen alle Verbraucher über den Strompreis eine Vergütung, mit deren Hilfe letztlich Abschreibungsmodelle zuLasten einer schützenswerten Landschaft regelrecht hersubventioniert werden.

Adolf Eisenmann,

Besigheim


 
Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 26.07.2011

grünes Dreigestirn

Die Panik muss bei den Grünen-Abgeordneten, in Person des Umweltministers Franz Untersteller, sowie den weiteren Beteiligten von Werner Wölfle als Petitionsvorsitzenden und Daniel Renkonen aus dem Wahlkreis Bietigheim-Bissingen, wohl jetzt schon groß sein. Letzterer hatte vor einigen Tagen allen Ernstes öffentlich verkündet, dass der Protest gegen die Ingersheimer Windkraftanlage nicht die Energiewende in Baden-Württemberg scheitern lassen dürfe. Alle erklärten mehr oder weniger, dass es für die Landesregierung um die Glaubwürdigkeit gehe. 

Das sind schon bemerkenswerte Aussagen. Die Glaubwürdigkeit ist aber jetzt schon dahin, wenn man die Ereignisse der letzten Wochen Revue passieren lässt. In diesem Zusammenhang möchte ich den hierzu am 16. Juli in der LKZ erschienen Artikel des dortigen Ressortleiters Landkreis Günter Bächle (,,Kreisläufe'') erwähnen, der die ganze Sache auf den Punkt gebracht hat. Herr Bächle hat sich in der Vergangenheit eigentlich als Befürworter des Projekts Ingersheim zu erkennen gegeben und wird es immer noch sein.

Hier ist ihm aber wohl doch (zu Recht) die Art und Weise der Petitionsentscheidung in Form einer Laus über die Leber gelaufen. Herr Bächle bemängelt, dass die erneuerbare Energie offensichtlich nun einen Sonderstatus bekommen hat und die Grundsätze der Gleichbehandlung bei einer Petition nicht mehr gelten und jetzt nur noch fehlt, dass auch der Rechtsweg gleich noch mit verkürzt wird. Es fällt das Stichwort ,,Farce" und genau das war dieses Verfahren auch. Vorsichtig ausgedrückt - hier wurden meiner Meinung nach rechtliche und demokratische Vorgänge arg in Mitleidenschaft gezogen, damit gewisse Kreise ihr Ziel erreichen.

Die ,,Schuldigen" sind oben benannt. Hinzu kommt noch Landrat Dr. Rainer Haas, der sich mit seiner vorgespielten Empörung nun auch noch für eine höhere Aufgabe empfohlen hat. Nicht zu vergessen ist der Vorsitzende des Petitionsausschusses Werner Wölfle, der sich im Juni 2010 schon in Form eines offenen Briefs an die Bürgerinitiative Gegenwind gewendet hatte und in missionarischer Weise zur Aufgabe des Protestes aufrief. Bei einem Petitionsverfahren gibt es wohl leider keine Möglichkeit einen Befangenheitsantrag zu stellen. Es hätte seiner Reputation dennoch gut getan, in diesem einen Fall auf den Vorsitz zu verzichten und sich der Diskussion zu enthalten.

Abschließend kann nur eine Schlussfolgerung gezogen werden: Das Petitionsverfahren zur Windkraftanlage Ingersheim mußte unter allen Umständen negativ im Sinne der Antragsteller ausfallen. Damit nimmt man weiteren Versuchen dieser Art den Wind aus den Segeln. Egal welche berechtigten Gründe ein Petent hat, er wird sich nun nicht mehr trauen, ein Petitionsverfahren in Gang zu setzen. Das ist dann gelebte Demokratie, sauber eingefädelt vom  grünen Dreigestirn. Noch so ein paar Aktionen und die Rücktrittsforderungen werden ihren Anfang nehmen.

Thomas Schöller

Marbach

Anmerkung: Die gedruckte Version entspricht nicht dem Originaltext.



Leserbrief von Herrn Erich Grimm,

veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 16.07.2011

Beelzebub

Zum Bericht „Wohl nächste Woche grünes Licht fürs Windrad“: Eine Krankheit breitet sich aus. Unser kleinstrukturiertes Ländle ist von der Windkraftanlagen-Seuche befallen. Der heutige, in seinem Habitus stark technisch überlagerte Mensch, ist offensichtlich nicht mehr in der Lage, tiefgründig naturnah zu denken und zu handeln. Die Atomkraftmisere wird durch naturschädliche Eingriffe durch monströse Windkraftanlagen fortgesetzt. Man kann sagen, der Teufel Atomkraft wird durch den Beelzebub Windkrafträder ausgetrieben.


Erich Grimm, Großbottwar



Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,

veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 15.04.2011

Heroische Gründe

Der Windatlas des TÜV-Süd entstand, nach eigenen Angaben, durch die „enge“ Zusammenarbeit mit Betreibern, Anlagenherstellern, dem Bundesverband Windenergie und mehreren Ministerien, damit man eine möglichst hohe Qualität der Daten gewährleisten könne. Ob dieses Datenmaterial der Windkraftbetreiber auch einer Überprüfung durch eine neutrale Stelle standhält, bleibt offen.

Betrachtet man nur mal die Jahre 2009 und 2010, kommen mir schon Zweifel ob sich die im Windatlas angegebenen Windgeschwindigkeiten eher am guten Ertragsjahr 2007 anlehnen. Die Ergebnisse der  Windkraftanlagen z.B. in 2010 sprechen eine andere Sprache. Ausgerechnet der von den Windkraftbefürworten  so gerne zitierte „ Grüne Heiner“ bei Weilimdorf erzielte im vergangenen Jahr mit nicht einmal 590 000 Kilowatt, den schlechtesten Ertrag seit der Inbetriebnahme im März 2001. Die Erträge waren außer 2007 stets unter den Erwartungen, die Anlage dient aber den Windgutachtern als Referenzanlage für den Standort Ingersheim. Die beiden Standorte und die Windkraftanlagen miteinander zu vergleichen und dann ein Betriebsergebnis hochzurechnen, kann eine hohe Fehlerquote zur Folge haben. 

Wer in ein Bürgerwindrad im Landkreis Ludwigsburg Geld investiert muss schon heroische Gründe haben. Merke: Immer wenn man bei solchen Projekten die Bürger mit ins Boot holt, droht das Boot zu kentern. Das gilt auch für den von den Ludwigsburger Grünen ins Gespräch gebrachten Standort beim oder auf dem  Lemberg. Ein Anruf beim Bürgermeisteramt in Affalterbach könnte da hilfreich sein. Dort wird man den Grünen und Oberbürgermeister Spec erklären, warum es diesen Standort nicht geben wird.

Thomas Schöller
Marbach

hier der Originaltext


Leserbrief von Herrn Dr. Peter Vittali,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 21.01.2011

Glaubensbekenntnisse, mit denen Naherholungsgebiet zerstört wird


ZUR GENEHMIGUNG EINES WINDRADES IN DER GEMARKUNG INGERSHEIM


Windrädchen sollen technischer Fortschritt sein, sehr gewagt. Die ältesten Windmühlen standen nach dem Gesetzbuch des Königs Hammurapi schon um 1750 v. Chr. in Babylon. In Alexandria wurde eine Orgel damit betrieben. Statt der Mühlsteine einen Dynamo anzuhängen, ist nun wirklich kein technischer Fortschritt. Die Verbesserungen durch Erfahrung, Werkstoffe und neue 
Werkzeugmaschinen sind Weiterentwicklungen. Neue Arbeitplätze zu versprechen, ist Unsinn.

Die größten Werke stehen in den USA und China, wo die Rotoren in den Wüsten stehen, um die umgebenden Städte zu versorgen, was Sinn macht. Hat einer dieser Träumer eigentlich schon über die Kosten einer sinnvollen Anlage nachgedacht, die auf alle umgelegt werden! Einzelne Flattergetüme wie in Ingersheim sind ein Witz und politische Glaubensbekenntnisse, mit denen ein
schönes Naherholungsgebiet zerstört wird.

Es ist geplant, die großen Off-Shore-Anlagen der Küstenländer untereinander und mit einem Pumpspeicherkraftwerk in Norwegen zu verbinden. Danach müssen nur noch Tausende von Kilometern spezielle Leitungen zu den Verbrauchen verlegt werden, in Wohngebieten und "landschaftlich sensiblen Gebieten" unter der Erde, was dreimal so teuer ist als mit Masten. Das kostet zig Milliarden und zig Jahre Bauzeit, abgesehen von dem juristischen Albtraum der Bestimmung "sensibler Gebiete", denn es wird gegen den Willen der Bürger gebaut. Das macht doch
keinen Sinn!

Ziel ist die Senkung des CO2-Ausstoßes. Die Kohlekraftwerke, vor allem die mit Braunkohle betriebenen, können in ungefähr zwei Jahren durch die neuen, hocheffizienten und gut steuerbaren Gasturbinen ersetzt werden, wie sie beispielsweise Siemens baut. Der CO2-Ausstoß kann so in kurzer Zeit um mindestens 25 Prozent abgesenkt werden. Und da ist noch das Harmagedon der Grünen, die Kernkraft. Die neuen Anlagen kommen mit einer Füllung 30 Jahre aus, 
sind effizienter und kommen, vor allem in den kleinen Versionen, mit geringerem Steuerungs-
aufwand aus. Im Moment sind 64 im Bau oder Aufträge vergeben. China hat jetzt zwölf Anlagen, weitere 24 sind im Bau, mit den beiden Wiederaufbereitungsanlagen reichen die Füllungen 300 Jahre. Wirkt da der Widerstand in Deutschland nicht etwas museal?

Schließlich ist da noch die Brennstoffzelle. Ihre Entwicklung wird noch einige Jahre dauern, ist aber die ideale Energiequelle - in jeder Hinsicht. Man schaue sich einmal den Fliegenkleks Deutschland auf dem Globus an und dann die südliche Halbkugel inklusive Nordamerika mit rund sechs Milliarden Menschen, die alles in die Luft pusten, was flüchtig ist. Ziel muss doch sein, preiswerte abgasfreie
Antriebsmittel und Kochgelegenheiten zu entwickeln, um die Hauptquellen und -gebiete der Verschmutzung zu sanieren. Die Gelder, die hier mit "nachhaltig" verbraten werden, sollten wirkungsvoller in die Forschung gesteckt werden. Vielleicht ist es aber auch Zeichen einer vergreisenden Zivilisation, dass sie sich nur mit der Vergangenheit beschäftigt - Windrädchen - statt vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken - Brennstoffzellen, vielleicht Kernfusion.

Peter Vittali

Bietigheim-Bissingen



Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 21.01.2011

Anmerkung der BI: Der Leserbrief wurde gekürzt und es wurde eine Textpassage zum Thema Auflagen geändert. Es wird dadurch der Eindruck erweckt, dieser Leserbrief wäre erst weit nach der Entscheidungsverkündung des Landratsamts geschrieben worden. Dem ist nicht so. Der Leserbrief wurde am 10. Januar 2011 an die BZ übermittelt. Wir veröffentlichen daher die Originalversion. Warum die BZ mit der Veröffentlichung 11 Tage gewartet hat, bleibt wohl ihr Geheimnis.

Die Zeichen für Kreis und Region können auch negativ sein

Zum Beitrag SPD und Windrad vom 7. Januar 2011

Das von Thorsten Majer so sehnlichst erwartete wichtige positive Zeichen für Kreis und Region kann sich auch schnell ins Negative umkehren. Dann nämlich, wenn die Bevölkerung der Region merkt, dass durch das Aufstellen von fast 180 m hohen Windkraftwerken nicht der gewünschte Erfolg erzielt wird und immer mehr Bürger mit den negativen Folgen dieser Industrieanlagen konfrontiert sind, wie es schon in weiten Teil Nord- und Ostdeutschlands der Fall ist.

Ob die betroffenen Bürger durch Auflagen geschützt werden können ist fraglich. Auflagen sind an anderen Standorten von den Betreibern der Windkraftanlagen vielfach nicht eingehalten worden. Die Einhaltung von Einhaltung musste zum Teil durch weitere langwierige und für die Betroffenen zermürbenden gerichtlichen Prozesse erzwungen werden. Eines ist aber sicher, wenn das Landratsamt Auflagen erteilen wird und ohne Auflagen kann es im Fall einer positiven Entscheidung m. E. nicht gehen, dann sinkt die ohnehin schon knapp bemessene und aus meiner Sicht immer noch viel zu optimistisch berechnete Rentabilität noch weiter. Letztendlich gibt Thorsten Majer durch seine Aussage, die Wirtschaftlichkeit ginge nur die Betreibergenossenschaft etwas an, auch zu erkennen, dass die wirtschaftlichen Voraussetzungen an so windschwachen Standorten wie in Ingersheim, alles andere als rosig sind. Wären diese gut, hätte er das mit Sicherheit als weiteren herausragenden positiven Aspekt in seinen zustimmenden Begründungen immer wieder aufgeführt.

Bei seinen Ausführungen bleibt nur ein fader Beigeschmack übrig, indem er die Bürger seiner Umgebung in der er wohnt, wohl nicht richtig ernst nimmt. Diese haben ihre Bedenken und Ängste klar und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Das wird nun von Thorsten Majer mit dem sehr negativ besetzten Ausdruck „Unkenrufe“ tituliert. Ich fürchte, Thorsten Majer wird diesbezüglich jetzt wohl noch so manche Kröte schlucken müssen.

Abschließend sei die Frage erlaubt, wo denn seiner Meinung nach dieses Windrad stehen müsste, damit er im Umkehrschluss die allgegenwärtige Wolke des AKW gegenüber dem Anblick eines Windrads vorzieht? Dieser kindische Windrad – AKW-Wolke Vergleich wird noch getoppt, indem Thorsten Majer einer  Ackerbau-Landschaft gegenüber meines Erachtens seine Geringschätzigkeit zum Ausdruck bringt. Für eine technische, ökologische und ökonomische Diskussion zum Thema erneuerbare Energien sind solche Gemeinplätzchen gänzlich ungeeignet.



Leserbrief von Herrn Günter Heitel,

veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 17.01.2011

Wind und Solarstrom erzeugen dort, wo es sinnvoll ist

Zum Leserbrief von Dr. Hans-Jakob Kock, vom 12. Januar,
über das Ingersheimer Windrad

Da war kürzlich die Feststellung des SPD-Kreisvorsitzenden Thorsten Majer aus Ingersheim zu lesen: "Die in Frage gestellte Wirtschaftlichkeit des Projekts habe aus Sicht der Kreis-SPD außer der Betreibergenossenschaft niemanden zu interessieren." Jetzt ist das auch im Leserbrief von Dr. Hans-Jakob Kock so enthalten.

Dem muss widersprochen werden. Solange die Erzeugung erneuerbarer Energien mit Milliarden durch die Verbraucher subventioniert wird, ist die Wirtschaftlichkeit nicht alleine Sache von Wind- und Solar-Investoren. Die Verbraucher zahlen die gesamte Zeche der unwirtschaftlichen Erzeugung und die "Renditen" für die Profiteure über die Preise dazu.

Aktuell belastet die EE-Umlage jede Kilowattstunde Strom mit 4,20 Cent und das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet zu einer sicheren, preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten und umweltverträglichen leitungsgebundenen Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas. Man sollte Gesetze endlich ernst nehmen und diese Ziele verfolgen. Übertreibungen, Missbrauch und Einseitigkeiten führen zu nachhaltigen Schäden, wie das in Deutschland nicht mehr zu übersehen ist.

Nicht alles was unter dem Deckmantel der "erneuerbaren Energien" geschieht ist gut und akzeptabel. "Bio" und "Öko" sind nicht per se vorteilhaft für Umwelt, Klima und die Menschen. Der Einsatz von Schwermetallen bleibt auch hier giftig.

Es geht daher nicht, dass die Entscheidungen Investoren und Profiteuren überlassen bleiben und Bürgern und Verbrauchern gesagt wird, das gehe sie nichts an. Die deutsche Extremförderung beschert uns schon Mais- und Solarfelder von Flensburg bis Passau. Die Hälfte der weltweit produzierten Solarzellen werden hierzulande am nördlichen 49./50. Breitengrad verbaut.

Wir sind Solarweltmeister mit den höchsten Strompreisen. Mit dem ungebremsten Maisanabau schädigen wir unsere Böden nachhaltig für "Bio"-Sprit und "Bio"-Gas. Nutzlosen Windstorm gibt es zunehmend im Osten und Norden der Republik, der wegen fehlender Netze und Speicher-
möglichkeiten nicht zu den Verbrauchern gelangen kann und so keine Verwendung findet.

Nicht nur konventionelle Kraftwerke, auch Windräder müssen so gedrosselt oder abgeschaltet werden. EE-Strom wird regelrecht an ausländische Pumpspeicherbetreiber verschenkt.

Der "veredelte" Strom wird dann bei Bedarf wieder teuer als "Öko"-Strom  eingekauft. Der überschüssige deutsche Sonnenstrom vom Augustsonntag kann eben nicht gespeichert werden, um die Christbäume zu beleuchten. Der weitere ungebremste Ausbau ohne ausreichende Speicher und Netze hat eine Milliardenverschwendung zur Folge, die alleine die Verbraucher bezahlen sollen und nicht die Betreiber von Photovoltaik0 oder Windkraftanlagen.

 
Günter Heitel


Bietigheim-Bissingen



Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,

veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 05.01.2011

6 MW Windkraftanlagen ungeeignet

Die im Leserbrief von Herrn Dr. Kock avisierten 100 – 200 Windkraftanlagen dürften bei weitem nicht ausreichen um die bis 2020 neu zu installierende Leistung , von ihm linear gesehen, fünf TWh zu erreichen. Vielmehr müssten es bei einer Anlage der sechs Megawattklasse mindestens 300 Stück sein und das ist wahrscheinlich noch zu niedrig angesetzt. Letztendlich sind die in dem Leserbrief angesprochenen 6 MW Windkraftanlagen aber für ein in weiten Teilen windschwaches Bundesland wie  Baden-Württemberg ungeeignet. Diese fast 200 Meter hohen Anlagen können ihre volle Stärke erst ab einer Windgeschwindigkeit größer 9 - 10 m/s ausspielen. Solche Windgeschwindigkeiten sind in unserem Bundesland die absolute Ausnahme.

Es kommt noch ein weiterer Punkt hinzu, nämlich die Kosten für solche monströsen Anlagen. Betragen die Baukosten für z.B. eine Enercon E-82 mit 2 MW um die 3,5 Millionen Euro, so sind es bei einer Enercon E-126 schon 10 -11 Millionen Euro. Die Stromproduktion müsste sich also im Vergleich zu einer E-82 ebenfalls etwa verdreifachen. Wer sich die Datenblätter dieser Anlagen ansieht, wird zu der Erkenntnis kommen, dass dies nicht möglich ist wenn man weiß, dass die (geplanten) Windkraftstandorte in Baden-Württemberg bestenfalls um die 6 m/s liegen. In der Regel sind die Windgeschwindigkeiten aber zum Teil deutlich darunter, zudem weht an den meisten Standorten ein eher gleichmäßiger Wind, was den Stromertrag zusätzlich negativ beeinflusst. Wer also schnell Pleite gehen möchte, bestelle sich eine 6 MW Windkraftanlage.

Windkraftanlagen und ihre Probleme kommen immer hinzu und nicht anstatt zu herkömmlichen Kraftwerken. Daher sind auch die Sicherheits- und Umweltfragen bezüglich der Standorte und Installationen eben nicht immer geklärt, das zeigen die bundesweit immer heftiger werdenden Prostete der vom Bau von Windkraftanlagen betroffenen Bevölkerung. Diese wird vermehrt unterstützt  von Natur- und Umweltschützern und vielen anderen Organisationen und vermehrt auch von immer mehr Teilen des BUND und NABU.


Thomas Schöller

Marbach





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