Leserbrief von Herrn Rolf Ihsen,
vom 2.12.2011 (Veröffentlichung unbekannt)
Die Macher der Klima- und Energiewende
Die Macher der Klima- und
Energiewende wissen, dass die deutsche "Schuld" an diesem globalen
CO-2-"Mißstand" exakt
0,0000.4712 Prozent beträgt. Erst wenn
in Deutschland niemand mehr atmet und arbeitet, und nur dann, haben wir der
Welt einen Bruchteil von 0,00004712 Prozent
CO-2 erspart. Um diesen Umstand
zu erreichen, erfinden Politiker und
Pseudo-Wissenschaftler immer neue Steuern, Abgaben und Umweltvorschriften und befürworten
die "Verspiegelung" und "Verspargelung" unseres Landes.
Pünktlich vor der UN-Kyoto-Folgekonferenz in Durban betritt Climategate 2.0 die "Bühne, um zu
belegen, wie die "Wissenschaftler" um der
politischen Korrektheit willen
Daten fälschen und
manipulieren, um die
Erderwärmung, die es nicht gibt, zu belegen. Wahrscheinlich werden Politiker
und Wissenschaftler Climategate 2.0 genau so ignorieren wie vor zwei
Jahren Climategate 1.0 und
ihre Verschwörungstheorie vom angeblichen Klimawandel
auch weiterhin verbreiten. Die
herrschende Bevormundung, politische
Gängelung und Opportunismus geht
munter weiter - bis zum bitteren Ende.
Rolf Ihsen
Enger
Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
von der LKZ (wieder einmal) nicht veröffentlicht (22.11.2011)
Der Wald ist nicht allen genug
Artikel vom 18.11.2011 - Das Eschentriebsterben bereitet Sorgen
Der Artikel über den
Beilsteiner Stadtwald war insgesamt sehr informativ und die momentan
aufgetretenen Probleme in diesem Waldgebiet wurden nicht wie sonst
eigentlich auf der Tagesordnung stehend, auf den Klimawandel geschoben.
Wie üblich werden kurz vor den nichtsnutzigen und auf Kosten der
Steuerzahler stattfindenden Klimakonferenzen, diesmal im
Südafrikanischen Durban, die schrecklichsten Szenarien zeitgleich
in allen Medien verbreitet. Damit nicht gleich alle Bürger aus dem
Fenster springen, hat man den Weltuntergang lieber gleich auf das Jahr
2100 verlegt. Es gibt aber offensichtlich noch vernünftige Leute,
nicht nur in Beilstein. Auch aus dem Steinheimer Hardtwald wurde mir
durch ein Gespräch mit dem dortigen Revierförster, ein
zuversichtliches und positives Bild vermittelt. Sorgen machen
anscheinend nur die Wildschweine. Diese sind wohl zunehmend die Antwort
der Natur auf die agroindustrielle Monokultur, den vielen Biogasanlagen
sei Dank.
So ist es also nicht verwunderlich, wenn das Kreisforstamt von den
Naturschutzverbänden wie Nabu und BUND Lob erntet und dieses
Waldgebiet sogar Vorbildcharakter hat. Wohlwollend dann auch der
Beilsteiner Gemeinderat mit der Aussage, dass der Revierleiter Herr
Muth nicht nur aufs Geld schaue und dieser dafür sorgt, dass der
Wald in den Köpfen der Menschen einen Platz hat. Es hätte so
schön enden können, wenn nicht Stadtrat Günter Wanner an
diesem Tag dabei gewesen wäre. Für solche
Gefühlsduseleien hat er anscheinend keinen Zugang. Er möchte
nun unbedingt auch ein Windrad im Stadtwald haben und nimmt wohl
gerne in Kauf, dass der Beilsteiner Stadtwald dann seinen
Vorbildcharakter verliert und zum Teil abgeholzt wird, vielleicht
sogar in größerem Ausmaß, denn wo erst mal eine
Windkraftanlage steht, kommen meistens neue hinzu. Beilsteins
Bürgermeister Günter Henzler ist also gut beraten, nicht auf
vermeintliche Experten zu hören. Das hat er wahrscheinlich auch
schon getan und sich anderweitig informiert, denn es gibt ohne
Übertreibung in der Tat bessere Standorte wie den Beilsteiner
Stadtwald als Tourismus- und Naherholungsgebiet.
Thomas Schöller
Marbach
Leserbrief von Herrn Wolf-Dieter Haecker,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 08.09.2011
Taugt nicht als Vorzeigeobjekt für die Energiewende
Durch
die Entscheidung des Bundes, die Kernenergie zu eliminieren,
entfällt diese hilfreiche Übergangsenergie bis zur
Bereitstellung von wirtschaftlichen alternativen Energiesystemen in
Kombination mit leistungsfähigen Infrastrukturen. Solche Systeme
stehen für den deutschen Raum nur sehr begrenzt zur Verfügung.
Eine für die ausgerufene Energiewende prinzipiell interessante
Alternative wäre die Windenergie. Um die Kosten für die Wende
im volkswirtschaftlich vertretbaren Rahmen zu halten, müssen
jedoch unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
Bereitstellung der Nennleistung mit hoher Zeitkonstanz und eine
Einspeisung der Spitzenleistung nur dann, wenn sie im Netz
benötigt wird. Dies erfordert leistungsfähige Speicher. Ein
hohes CO2-Einsparungspotenzial, bezogen auf die Betriebskosten unter
Wegfall von Subventionen, muss geringe CO2-Vermeidungskosten sichern.
Eignung zur streng dezentralen Wirksamkeit, um neue Stromtrassen zu
vermeiden und schließlich soll der Landschaftseingriff gering
sein. Solche Anforderungen vor Augen, hat der fachkundige Protagonist
alternativer Energien, Professor Vahrenholt (derzeit Chef von RWE
Innogy GmbH für Alternative Energien) schon vor etlichen Jahren
darauf hingewiesen, dass die interessanten Windkraft-Standorte auf dem
deutschen Festland besetzt sind. Seither wurden jedoch weitere
Vorrang-Gebiete ausgewiesen, deren Eignung für wirtschaftlichen
Betrieb fast durchweg auf der Inanspruchnahme subventionierter
Stromeinspeisung beruht.
Das vorgesehene Ingersheimer Windrad schafft es noch nicht einmal in
diese zweifelhafte Liga. Es ist nicht nachvollziehbar, ein Windrad
solchen Ausmaßes in einer Gegend erstellen zu wollen, die nach
Windstärke und Windkonstanz gerade einmal "Kreisklasse" darstellt.
Dies zeigt der Zuschnitt der Anlage. Für einen wirtschaftlichen
Betrieb werden 180 Meter Höhe als notwendig erachtet, um die
relativ mäßige Spitzenleistung von 2000 kW - bei weit
darunter liegender dauerstandsverträglicher Nennleistung - zu
erreichen. Abgesehen davon, dass die Spitzenleistung nur dann von
Nutzen ist, wenn sie im Netz benötigt wird, steht auch die
Konstanz der Windstärke im Nennleistungsbereich in Frage.
Insgesamt dürften die voll durchgerechneten CO2-Vermeidungskosten
unvertretbar hoch sein.
Eine an sich interessante dezentrale Wirkung der Anlage ist sehr
kritisch zu sehen, weil der abgegebene Strom im weitreichenden
öffentlichen Netz verschoben wird. Echte dezentrale Anlagen
benötigen einen lokalen, kostengünstigen Energiespeicher.
Solche Speicher werden auch im nächsten Jahrzehnt nicht
verfügbar sein. Schließlich wäre der
Landschaftseingriff im bereits übermäßig zersiedelten
und damit immer weniger attraktiv werdenden mittleren Neckarraum
unerträglich.
Die Ingersheimer Anlage erfüllt die oben angegebenen Anforderungen
in keinem Fall. Die Betreiber können eine Wirtschaftlichkeit -
sofern dies der windarme Standort überhaupt zulassen sollte - nur
durch die bekannten EE-Subventionen, die letztlich dem Verbraucher und
Steuerzahler aufgebürdet werden, erreichen.
Sollten solche Projekte Schule machen, wäre das für die
notwendige, bei möglichst geringer Belastung der deutschen
Volkswirtschaft zu erreichende Energiewende kontraproduktiv. Das
Ingersheimer Beispiel taugt nicht als Vorzeigeprojekt für die
Energiewende und setzt ein falsches Zeichen.
Dr. Wolf-Dieter Haecker; Bietigheim-Bissingen
Leserbrief von Herrn Adolf Eisenmann,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 28.07.2011
Landschaftseingriff nicht zu rechtfertigen
Windkraft ist ein wichtiger Beitrag zur
Energiegewinnung. Aber es muss der Eingriff in die Landschaft durch
eine vernünftige Energieausbeute zu rechtfertigen sein.
Gegenwärtig entstehen aufgrund der steuerlichen Möglichkeiten
Windräder auch an Standorten, die weder volkswirtschaftlich noch
energiepolitisch Sinn machen und auf die Landschaft keine
Rücksicht nehmen. Es wurden Vorranggebiete ausgewiesen, in denen
die Energieausbeute den Schaden in der Landschaft in keiner Weise
rechtfertigen kann. Es wäre vernünftiger, sich auf solche
Gebiete zu konzentrieren, die kontinuierlich hohe Windgeschwindigkeiten
vorweisen. Ansonsten zahlen alle Verbraucher über den Strompreis
eine Vergütung, mit deren Hilfe letztlich Abschreibungsmodelle
zuLasten einer schützenswerten Landschaft regelrecht
hersubventioniert werden.
Adolf Eisenmann,
Besigheim
Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 26.07.2011
grünes Dreigestirn
Die Panik muss bei den
Grünen-Abgeordneten, in Person des Umweltministers Franz
Untersteller, sowie den weiteren Beteiligten von Werner Wölfle als
Petitionsvorsitzenden und Daniel Renkonen aus dem Wahlkreis
Bietigheim-Bissingen, wohl jetzt schon groß sein. Letzterer hatte
vor einigen Tagen allen Ernstes öffentlich verkündet, dass
der Protest gegen die Ingersheimer Windkraftanlage nicht die
Energiewende in Baden-Württemberg scheitern lassen dürfe.
Alle erklärten mehr oder weniger, dass es für die
Landesregierung um die Glaubwürdigkeit gehe.
Das sind schon bemerkenswerte Aussagen. Die
Glaubwürdigkeit ist aber jetzt schon dahin, wenn man die
Ereignisse der letzten Wochen Revue passieren lässt. In diesem
Zusammenhang möchte ich den hierzu am 16. Juli in der LKZ
erschienen Artikel des dortigen Ressortleiters Landkreis Günter
Bächle (,,Kreisläufe'') erwähnen, der die ganze Sache
auf den Punkt gebracht hat. Herr Bächle hat sich in der
Vergangenheit eigentlich als Befürworter des Projekts Ingersheim
zu erkennen gegeben und wird es immer noch sein.
Hier ist ihm aber wohl doch
(zu Recht) die Art und Weise der Petitionsentscheidung in Form einer
Laus über die Leber gelaufen. Herr Bächle bemängelt,
dass die erneuerbare Energie offensichtlich nun einen Sonderstatus
bekommen hat und die Grundsätze der Gleichbehandlung bei einer
Petition nicht mehr gelten und jetzt nur noch fehlt, dass auch der
Rechtsweg gleich noch mit verkürzt wird. Es fällt das
Stichwort ,,Farce" und genau das war dieses Verfahren auch. Vorsichtig
ausgedrückt - hier wurden meiner Meinung nach rechtliche und
demokratische Vorgänge arg in Mitleidenschaft gezogen, damit
gewisse Kreise ihr Ziel erreichen.
Die ,,Schuldigen" sind oben
benannt. Hinzu kommt noch Landrat Dr. Rainer Haas, der sich mit
seiner vorgespielten Empörung nun auch noch für eine
höhere Aufgabe empfohlen hat. Nicht zu vergessen ist der
Vorsitzende des Petitionsausschusses Werner Wölfle, der sich im
Juni 2010 schon in Form eines offenen Briefs an die
Bürgerinitiative Gegenwind gewendet hatte und in missionarischer
Weise zur Aufgabe des Protestes aufrief. Bei einem
Petitionsverfahren gibt es wohl leider keine Möglichkeit einen
Befangenheitsantrag zu stellen. Es hätte seiner Reputation dennoch
gut getan, in diesem einen Fall auf den Vorsitz zu verzichten und sich
der Diskussion zu enthalten.
Abschließend kann nur
eine Schlussfolgerung gezogen werden: Das Petitionsverfahren zur
Windkraftanlage Ingersheim mußte unter allen Umständen
negativ im Sinne der Antragsteller ausfallen. Damit nimmt man weiteren
Versuchen dieser Art den Wind aus den Segeln. Egal welche berechtigten
Gründe ein Petent hat, er wird sich nun nicht mehr trauen, ein
Petitionsverfahren in Gang zu setzen. Das ist dann gelebte Demokratie,
sauber eingefädelt vom grünen Dreigestirn. Noch so ein
paar Aktionen und die Rücktrittsforderungen werden ihren Anfang
nehmen.
Thomas Schöller
Marbach
Anmerkung: Die gedruckte Version entspricht nicht dem Originaltext.
Leserbrief von Herrn Erich Grimm,
veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 16.07.2011
Beelzebub
Zum Bericht „Wohl nächste Woche grünes
Licht fürs Windrad“: Eine Krankheit breitet sich aus. Unser
kleinstrukturiertes Ländle ist von der Windkraftanlagen-Seuche
befallen. Der heutige, in seinem Habitus stark technisch
überlagerte Mensch, ist offensichtlich nicht mehr in der Lage,
tiefgründig naturnah zu denken und zu handeln. Die Atomkraftmisere
wird durch naturschädliche Eingriffe durch monströse
Windkraftanlagen fortgesetzt. Man kann sagen, der Teufel Atomkraft wird
durch den Beelzebub Windkrafträder ausgetrieben.
Erich Grimm, Großbottwar
Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
veröffentlicht in der Ludwigsburger Kreiszeitung am 15.04.2011
Heroische Gründe
Der Windatlas des
TÜV-Süd entstand, nach eigenen Angaben, durch die
„enge“ Zusammenarbeit mit Betreibern, Anlagenherstellern,
dem Bundesverband Windenergie und mehreren Ministerien, damit man eine
möglichst hohe Qualität der Daten gewährleisten
könne. Ob dieses Datenmaterial der Windkraftbetreiber auch einer
Überprüfung durch eine neutrale Stelle standhält, bleibt
offen.
Betrachtet man nur mal die Jahre 2009 und 2010, kommen mir schon
Zweifel ob sich die im Windatlas angegebenen Windgeschwindigkeiten eher
am guten Ertragsjahr 2007 anlehnen. Die Ergebnisse der
Windkraftanlagen z.B. in 2010 sprechen eine andere Sprache.
Ausgerechnet der von den Windkraftbefürworten so gerne
zitierte „ Grüne Heiner“ bei Weilimdorf erzielte im
vergangenen Jahr mit nicht einmal 590 000 Kilowatt, den
schlechtesten Ertrag seit der Inbetriebnahme im März 2001. Die
Erträge waren außer 2007 stets unter den Erwartungen,
die Anlage dient aber den Windgutachtern als Referenzanlage für
den Standort Ingersheim. Die beiden Standorte und
die Windkraftanlagen miteinander zu vergleichen und dann ein
Betriebsergebnis hochzurechnen, kann eine hohe Fehlerquote zur Folge
haben.
Wer in ein Bürgerwindrad im Landkreis Ludwigsburg Geld investiert
muss schon heroische Gründe haben. Merke: Immer wenn man bei
solchen Projekten die Bürger mit ins Boot holt, droht das Boot zu
kentern. Das gilt auch für den von den Ludwigsburger Grünen
ins Gespräch gebrachten Standort beim oder auf dem Lemberg.
Ein Anruf beim Bürgermeisteramt in Affalterbach könnte da
hilfreich sein. Dort wird man den Grünen und
Oberbürgermeister Spec erklären, warum es diesen
Standort nicht geben wird.
Thomas Schöller
Marbach
hier der Originaltext
Leserbrief von Herrn Dr. Peter Vittali,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 21.01.2010
Glaubensbekenntnisse, mit denen Naherholungsgebiet zerstört wird
ZUR GENEHMIGUNG EINES WINDRADES IN DER GEMARKUNG INGERSHEIM
Windrädchen sollen technischer Fortschritt sein,
sehr gewagt. Die ältesten Windmühlen standen nach dem
Gesetzbuch des Königs Hammurapi schon um 1750 v. Chr. in
Babylon. In Alexandria wurde eine Orgel damit betrieben. Statt
der Mühlsteine einen Dynamo anzuhängen, ist nun wirklich
kein technischer Fortschritt. Die Verbesserungen durch Erfahrung,
Werkstoffe und neue
Werkzeugmaschinen sind Weiterentwicklungen. Neue Arbeitplätze zu versprechen, ist Unsinn.
Die größten Werke stehen in den USA und
China, wo die Rotoren in den Wüsten stehen, um die umgebenden
Städte zu versorgen, was Sinn macht. Hat einer dieser
Träumer eigentlich schon über die Kosten einer sinnvollen
Anlage nachgedacht, die auf alle umgelegt werden! Einzelne
Flattergetüme wie in Ingersheim sind ein Witz und politische
Glaubensbekenntnisse, mit denen ein
schönes Naherholungsgebiet zerstört wird.
Es ist geplant, die großen Off-Shore-Anlagen der
Küstenländer untereinander und mit einem
Pumpspeicherkraftwerk in Norwegen zu verbinden. Danach müssen
nur noch Tausende von Kilometern spezielle Leitungen zu den
Verbrauchen verlegt werden, in Wohngebieten und "landschaftlich
sensiblen Gebieten" unter der Erde, was dreimal so teuer ist als
mit Masten. Das kostet zig Milliarden und zig Jahre Bauzeit,
abgesehen von dem juristischen Albtraum der Bestimmung
"sensibler Gebiete", denn es wird gegen den Willen der Bürger
gebaut. Das macht doch
keinen Sinn!
Ziel ist die Senkung des CO2-Ausstoßes. Die
Kohlekraftwerke, vor allem die mit Braunkohle betriebenen,
können in ungefähr zwei Jahren durch die
neuen, hocheffizienten und gut steuerbaren Gasturbinen ersetzt
werden, wie sie beispielsweise Siemens baut. Der CO2-Ausstoß
kann so in kurzer Zeit um mindestens 25 Prozent abgesenkt werden.
Und da ist noch das Harmagedon der Grünen, die Kernkraft. Die
neuen Anlagen kommen mit einer Füllung 30 Jahre aus,
sind effizienter und kommen, vor allem in den kleinen Versionen, mit geringerem Steuerungs-
aufwand aus. Im Moment sind 64 im Bau oder Aufträge
vergeben. China hat jetzt zwölf Anlagen, weitere 24 sind im
Bau, mit den beiden Wiederaufbereitungsanlagen reichen die
Füllungen 300 Jahre. Wirkt da der Widerstand in Deutschland
nicht etwas museal?
Schließlich ist da noch die Brennstoffzelle. Ihre
Entwicklung wird noch einige Jahre dauern, ist aber die ideale
Energiequelle - in jeder Hinsicht. Man schaue sich einmal den
Fliegenkleks Deutschland auf dem Globus an und dann die
südliche Halbkugel inklusive Nordamerika mit rund sechs
Milliarden Menschen, die alles in die Luft pusten, was
flüchtig ist. Ziel muss doch sein, preiswerte abgasfreie
Antriebsmittel und Kochgelegenheiten zu entwickeln, um die Hauptquellen
und -gebiete der Verschmutzung zu sanieren. Die Gelder, die hier
mit "nachhaltig" verbraten werden, sollten wirkungsvoller in die
Forschung gesteckt werden. Vielleicht ist es aber auch Zeichen
einer vergreisenden Zivilisation, dass sie sich nur mit der
Vergangenheit beschäftigt - Windrädchen - statt
vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken - Brennstoffzellen,
vielleicht Kernfusion.
Peter Vittali
Bietigheim-Bissingen
Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 21.01.2010
Anmerkung der BI: Der
Leserbrief wurde gekürzt und es wurde eine Textpassage zum Thema
Auflagen geändert. Es wird dadurch der Eindruck erweckt, dieser
Leserbrief wäre erst weit nach der Entscheidungsverkündung
des Landratsamts geschrieben worden. Dem ist nicht so. Der Leserbrief
wurde am 10. Januar 2011 an die BZ übermittelt. Wir
veröffentlichen daher die Originalversion. Warum die BZ mit der
Veröffentlichung 11 Tage gewartet hat, bleibt wohl ihr Geheimnis.
Die Zeichen für Kreis und Region können auch negativ sein
Zum Beitrag SPD und Windrad vom 7. Januar 2011
Das von Thorsten Majer so sehnlichst erwartete wichtige positive
Zeichen für Kreis und Region kann sich auch schnell ins Negative umkehren. Dann
nämlich, wenn die Bevölkerung der Region merkt, dass durch das Aufstellen von
fast 180 m hohen Windkraftwerken nicht der gewünschte Erfolg erzielt wird und immer
mehr Bürger mit den negativen Folgen dieser Industrieanlagen konfrontiert sind,
wie es schon in weiten Teil Nord- und Ostdeutschlands der Fall ist.
Ob die betroffenen Bürger durch Auflagen geschützt werden
können ist fraglich. Auflagen sind an
anderen Standorten von den Betreibern der Windkraftanlagen vielfach nicht
eingehalten worden. Die Einhaltung von Einhaltung musste zum Teil durch weitere
langwierige und für die Betroffenen zermürbenden gerichtlichen Prozesse
erzwungen werden. Eines ist aber sicher, wenn das Landratsamt Auflagen erteilen
wird und ohne Auflagen kann es im Fall einer positiven Entscheidung m. E. nicht
gehen, dann sinkt die ohnehin schon knapp bemessene und aus meiner Sicht immer
noch viel zu optimistisch berechnete Rentabilität noch weiter. Letztendlich
gibt Thorsten Majer durch seine Aussage, die Wirtschaftlichkeit ginge nur die
Betreibergenossenschaft etwas an, auch zu erkennen, dass die wirtschaftlichen
Voraussetzungen an so windschwachen Standorten wie in Ingersheim, alles andere
als rosig sind. Wären diese gut, hätte er das mit Sicherheit als weiteren
herausragenden positiven Aspekt in seinen zustimmenden Begründungen immer
wieder aufgeführt.
Bei seinen Ausführungen bleibt nur ein fader Beigeschmack
übrig, indem er die Bürger seiner Umgebung in der er wohnt, wohl nicht richtig
ernst nimmt. Diese haben ihre Bedenken und Ängste klar und unmissverständlich
zum Ausdruck gebracht. Das wird nun von Thorsten Majer mit dem sehr negativ
besetzten Ausdruck „Unkenrufe“ tituliert. Ich fürchte, Thorsten Majer wird diesbezüglich
jetzt wohl noch so manche Kröte schlucken müssen.
Abschließend sei die Frage erlaubt, wo denn seiner Meinung
nach dieses Windrad stehen müsste, damit er im Umkehrschluss die
allgegenwärtige Wolke des AKW gegenüber dem Anblick eines Windrads vorzieht?
Dieser kindische Windrad – AKW-Wolke Vergleich wird noch getoppt, indem
Thorsten Majer einer Ackerbau-Landschaft
gegenüber meines Erachtens seine Geringschätzigkeit zum Ausdruck bringt. Für
eine technische, ökologische und ökonomische Diskussion zum Thema erneuerbare
Energien sind solche Gemeinplätzchen gänzlich ungeeignet.
Leserbrief von Herrn Günter Heitel,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 17.01.2010
Wind und Solarstrom erzeugen dort, wo es sinnvoll ist
Zum Leserbrief von Dr. Hans-Jakob Kock, vom 12. Januar,
über das Ingersheimer Windrad
Da war kürzlich die
Feststellung des SPD-Kreisvorsitzenden Thorsten Majer aus Ingersheim zu
lesen: "Die in Frage gestellte Wirtschaftlichkeit des Projekts habe aus
Sicht der Kreis-SPD außer der Betreibergenossenschaft niemanden
zu interessieren." Jetzt ist das auch im Leserbrief von Dr. Hans-Jakob
Kock so enthalten.
Dem muss widersprochen werden. Solange die Erzeugung erneuerbarer
Energien mit Milliarden durch die Verbraucher subventioniert wird, ist
die Wirtschaftlichkeit nicht alleine Sache von Wind- und
Solar-Investoren. Die Verbraucher zahlen die gesamte Zeche der
unwirtschaftlichen Erzeugung und die "Renditen" für die Profiteure
über die Preise dazu.
Aktuell belastet die EE-Umlage jede Kilowattstunde Strom mit 4,20 Cent
und das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Das
Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet zu einer sicheren,
preisgünstigen, verbraucherfreundlichen, effizienten und
umweltverträglichen leitungsgebundenen Versorgung der
Allgemeinheit mit Elektrizität und Gas. Man sollte Gesetze endlich
ernst nehmen und diese Ziele verfolgen. Übertreibungen, Missbrauch und Einseitigkeiten
führen zu nachhaltigen Schäden, wie das in Deutschland nicht
mehr zu übersehen ist.
Nicht alles was unter dem Deckmantel der "erneuerbaren Energien"
geschieht ist gut und akzeptabel. "Bio" und "Öko" sind nicht per
se vorteilhaft für Umwelt, Klima und die Menschen. Der Einsatz von
Schwermetallen bleibt auch hier giftig.
Es geht daher nicht, dass die Entscheidungen Investoren und Profiteuren
überlassen bleiben und Bürgern und Verbrauchern gesagt wird,
das gehe sie nichts an. Die deutsche Extremförderung beschert uns
schon Mais- und Solarfelder von Flensburg bis Passau. Die Hälfte
der weltweit produzierten Solarzellen werden hierzulande am
nördlichen 49./50. Breitengrad verbaut.
Wir sind Solarweltmeister mit den höchsten Strompreisen. Mit dem
ungebremsten Maisanabau schädigen wir unsere Böden nachhaltig
für "Bio"-Sprit und "Bio"-Gas. Nutzlosen Windstorm gibt es
zunehmend im Osten und Norden der Republik, der wegen fehlender Netze
und Speicher-
möglichkeiten nicht zu den Verbrauchern gelangen kann und so keine Verwendung findet.
Nicht nur konventionelle Kraftwerke, auch Windräder müssen so
gedrosselt oder abgeschaltet werden. EE-Strom wird regelrecht an
ausländische Pumpspeicherbetreiber verschenkt.
Der "veredelte" Strom wird dann bei Bedarf wieder teuer als
"Öko"-Strom eingekauft. Der überschüssige deutsche
Sonnenstrom vom Augustsonntag kann eben nicht gespeichert werden, um
die Christbäume zu beleuchten. Der weitere ungebremste Ausbau ohne
ausreichende Speicher und Netze hat eine Milliardenverschwendung zur
Folge, die alleine die Verbraucher bezahlen sollen und nicht die
Betreiber von Photovoltaik0 oder Windkraftanlagen.
Günter Heitel
Bietigheim-Bissingen
Leserbrief von Herrn Thomas Schöller,
veröffentlicht in der Bietigheimer Zeitung am 05.01.2010
Die im Leserbrief von Herrn Dr. Kock avisierten 100 – 200
Windkraftanlagen dürften bei weitem nicht ausreichen um die bis 2020 neu zu
installierende Leistung , von ihm linear gesehen, fünf TWh zu erreichen. Vielmehr
müssten es bei einer Anlage der sechs Megawattklasse mindestens 300 Stück sein
und das ist wahrscheinlich noch zu niedrig angesetzt. Letztendlich sind die in
dem Leserbrief angesprochenen 6 MW Windkraftanlagen aber für ein in weiten
Teilen windschwaches Bundesland wie
Baden-Württemberg ungeeignet. Diese fast 200 Meter hohen Anlagen können
ihre volle Stärke erst ab einer Windgeschwindigkeit größer 9 - 10 m/s
ausspielen. Solche Windgeschwindigkeiten sind in unserem Bundesland die
absolute Ausnahme.
Es kommt noch ein weiterer Punkt hinzu, nämlich die Kosten
für solche monströsen Anlagen. Betragen die Baukosten für z.B. eine Enercon
E-82 mit 2 MW um die 3,5 Millionen Euro, so sind es bei einer Enercon E-126
schon 10 -11 Millionen Euro. Die Stromproduktion müsste sich also im Vergleich
zu einer E-82 ebenfalls etwa verdreifachen. Wer sich die Datenblätter dieser
Anlagen ansieht, wird zu der Erkenntnis kommen, dass dies nicht möglich ist
wenn man weiß, dass die (geplanten) Windkraftstandorte in Baden-Württemberg bestenfalls
um die 6 m/s liegen. In der Regel sind die Windgeschwindigkeiten aber zum Teil
deutlich darunter, zudem weht an den meisten Standorten ein eher gleichmäßiger
Wind, was den Stromertrag zusätzlich negativ beeinflusst. Wer also schnell
Pleite gehen möchte, bestelle sich eine 6 MW Windkraftanlage.