Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

STZ vom 22.6.2011: Das Windrad im Garten

Dezentrale Energieversorgung für Windrad-Fans durch Kleinwindräder auch in Ingersheim möglich  -  Möglichst viele Kleinwindräder machen die Aufstellung der 180 m hohen Enercon E 82 überflüssig und vermeiden viele Nachteile in Ingersheim und Umgebung

(wm / 020711) - “Jedem Windrad-Enthusiasten sein eigenes Windrad“… Dieser Traum der Windkraft-Anhänger könnte schon bald  -  auch in Ingersheim  -  Realität werden, wenn man den Bericht der Stuttgarter Zeitung über Forschungsergebnisse des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel betrachtet. Danach erfreuen sich Kleinwindräder für das Hausdach oder den Garten wachsender Beliebtheit.

Die Forscher kommen zwar zum Ergebnis, daß  sich das System selbst  -  bei rein wirtschaftlicher Betrachtung  -   i.d.R. für die eigene Energiegewinnung eher nicht eigne und „sich der Spaß nur in wenigen Fällen rentiere“. Weiter: „Und doch sagte die Mehrheit, nochmals ein Windrad aufstellen zu wollen  -  die Freude an der Technik spielt hier eine größere Rolle als der Wunsch, das eingesetzte Geld wieder zurückzubekommen.“ Auch baurechtlich gebe es keinerlei Schwierigkeiten, denn neben Bayern und Sachsen bestehe auch in Baden-Württemberg Baugenehmigungsfreiheit für Kleinwindanlagen mit einer Größe bis zu 10 Meter Nabenhöhe und bis zu 40 qm Rotorfläche.

Auch das in letzter Zeit von grün / rot so gerne zitierte Kriterium der dezentralen Energieversorgung könnte ideal und vor allem landschaftsverträglich umgesetzt werden, denn für ein im eigenen Garten direkt am Haus auch bei geringster Windgeschwindigkeit  -  im Gegensatz zur geplanten Enercon E 82  -  womöglich Tag und Nacht noch laufendes Kleinwindrad wird keine neue, landschaftsverschandelnde Stromtrasse und kaum neue Stromleitungen benötigt und auch der Natur- und Umweltschutz  -  insbesondere der Vogelschutz  -  ist nicht  -  wie beim mit 180 m Höhe geplanten Windrad  -  negativ betroffen, denn weder Fledermäuse, noch andere Vogelarten und schon gar kein auf der roten FFH-Schutzliste an oberster Stelle als absolut schutzwürdig stehender Roter Milan müßten um ihr Leben fürchten, da deren künftige  -  womöglich lebensgefährlich zu befliegende  -  Jagdreviere und Flugrouten allesamt sich zwar am jetzt geplanten und für sie lebensgefährlichen Windrad-Standort der 180 m hohen E 82, aber eben nicht  -  allein schon wegen in nur 10 m Höhe fehlender Thermik  -  im Ziergarten direkt am Wohnhaus befinden…

Die auch durch den Betrieb eines Kleinwindrades ausgehenden Schad-Immissionen sind nach Angaben der IWES-Forscher wesentlich geringer als die von einer E 82 ursächlich produzierten und der weitere gravierende Vorteil wäre, daß aufgrund der nur 10 m hohen, nahe am eigenen Haus aufgestellten Kleinwind-Räder und deren nur geringer Schad-Immissions-Streuung vor allem nicht  -  wie bei der geplanten E 82  -  fremde und unbeteiligte Dritte, sondern „nur“ die eigene Familie des die Schad-Immissionen verursachenden Investors im direkten Wirkungskreis der Anlage durch Infraschall, Schattenschlag oder Lärm betroffen wäre…

Sollte das Kleinwindrad nachts dann doch zu laut rauschen, könnte der Investor den Nachtbetrieb individuell abschalten oder durch Nachrüstung seines Hauses durch Schall- und Lärm-Dämmungsmaßnahmen für Abhilfe sorgen… wobei man als eingefleischter Windkraft-Fan wegen des möglicherweise entstehenden Nacht-Lärms dann doch nicht allzu empfindlich sein sollte, denn man könnte sich ja vielleicht daran gewöhnen und  -  so die Argumentation der Windkraft-Initiatoren gegenüber den Husarenhof-Bewohnern im Falle der Enercon E 82  -  jedes vorbei fahrende Auto oder das Rauschen der Bäume im Wind verursache mehr Lärm als andächtig im Wind rotierende Windrad-Flügel…   

Eine Baugenehmigung wäre in BW aufgrund der geringen Höhe nicht erforderlich, langwierige Genehmigungsverfahren mit dem LRA LB u.a. würden auch nicht anfallen, das Einholen viel zu optimistischer, weit überzogener Wind-Prognosen von „Gutachtern“ der Windkraft-Lobby bliebe erspart und ein möglicherweise renitenter Grundstücks-Nachbar könnte sicherlich von den Segnungen des Kleinwindrads eher überzeugt werden als ganze (skeptische) Bevölkerungsteile in Ingersheim und in umliegenden Gemeinden…

Und auch kein Bewohner des Husarenhofs oder der Besigheimer Wartturm-Siedlung hätte etwas dagegen, wenn anstelle der 180 m hohen und mit viel zu vielen Nachteilen zu Lasten der Allgemeinheit  versehenen Enercon E 82 viele Kleinwindräder in den Gärten nahe am eigenen Haus der Ingersheimer Windkraft-Enthusiasten „aus dem Boden sprießen“ würden. 

Womöglich gelingt es durch Überzeugungsarbeit der Windkraft-Initiatoren  -  von denen die wenigsten aus Ingersheim selbst stammen  -  sogar, einen Großteil der in der Ingersheimer Windrad-Genossenschaft organisierten Kapitalanleger davon zu überzeugen, angesichts der hier nicht abschließend aufgeführten Vorzüge selbst ein Kleinwindrad in den eigenen Garten nahe am Wohnhaus aufzustellen… Auch die Investitionskosten halten sich dem Bericht zufolge mit lediglich ca. 3 000 € in überschaubarem Rahmen und vielleicht gelingt es sogar, durch besonders geschickte Verhandlungen und bei Mehrfachbestellungen, einen (Mengen-) Rabatt herauszuschlagen, der die Anschaffungskosten noch weiter senken würde… die ohnehin nicht höher als ein gezeichneter Windrad-Genossenschaftsanteil wären…..

Zwar dürfte sich das Aufstellen von Kleinwindrädern ebenfalls negativ auf die Ingersheimer Immobilienwerte auswirken… vermutlich allerdings bei weitem nicht in dem Umfang wie bei der geplanten 180 m hohen Enercon E 82; aufgrund der nur geringen Höhe von lediglich maximal 10 m dürften sich hauptsächlich die Werte des dem Investor gehörenden Grundbesitzes  -  und ggfs dem seiner Nachbarn  -  mindern, auf dem das Kleinwindrad steht. In jedem Fall wären jedoch Grundstückswertminderungen unbeteiligter fremder Dritter weitgehend ausgeschlossen.

Wie bekannt, kommt es den Ingersheimer Windkraft-Initiatoren beim Aufstellen einer 180 m hohen Enercon E 82 an raumbedeutsamer Stelle hauptsächlich auf Ideologie und Symbolik (einem Mail der Haupt-Initiatorin zufolge strebe man ja „keinerlei finanzielle Interessen an“) und weniger auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb an.

Diesem Ziel  -  nämlich das Herausstellen von Ideologie und Symbolik  -  kämen die Initiatoren erheblich näher, wenn jeder Windrad-Initiator anstelle der geplanten E 82 sich ein eigenes Kleinwindrad in den eigenen Garten nahe am Haus aufstellen lassen würde; verstärkt würden Ideologie und Symbolik sicherlich noch dadurch, wenn die im Juli 2010 in einer öffentlichen Ingersheimer Gemeinderatssitzung für den Bau einer 180 m hohen E 82 stimmenden Gemeinderäte sich ebenfalls dazu entschlössen, ein Kleinwindrad im eigenen Garten nahe am oder gar auf dem Haus aufzustellen und mit diesem vorbildlichen Verhalten würden die Ingersheimer Windrad-Initiatoren, ihre Kapitalanleger von in- und außerhalb Ingersheims und nicht zuletzt die mehrheitlich für die E 82 stimmenden Gemeinderatsmitglieder bundesweite Vorbildfunktion übernehmen mit der sicherlich großen Chance, daß Ingersheim als Modellcharakter den Startschuß geben könnte für den flächendeckenden Bau von Kleinwindrädern…  

Man darf gespannt sein, wann die ersten Kleinwindräder in Ingersheim aus dem Boden sprießen…


Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


zum Zeitungsbericht hier klicken


www.gegenwind-husarenhof.de


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Kieler Nachrichten (KN): „Windkraft hat Nübbel gespalten“

Weiterer Bürgerentscheid im windstarken „hohen Norden“ ergibt wiederum  -  wie schon an anderen Orten  -  Votum  g e g e n  Windmühlen !

Ingersheim wegen Windrad gespalten !

(wm / 300411) - Einem Bericht der KN vom 26.3.2010 zufolge geht ein tiefer Riss durch die  1650-Seelengemeinde Nübbel in Schleswig-Holstein, nachdem sich die Bürger  -  wie zuvor schon in anderen Orten  -  nun auch in dieser Gemeinde in einem  B ü r g e r e n t s c h e i d  mit knappem Votum  g e g e n  die weitere Verspargelung ihrer Heimat durch einen Bürger-Windpark ausgesprochen haben.

Was sind die  B e w e g g r ü n d e  breiter und immer größer werdender Teile der Bevölkerung bei  ihrer A b l e h n u n g  der Windkraft ?

Auf den ersten Blick mag dieses ablehnende Votum vor allem für Betrachter aus dem fernen und beschaulichen Süden doch etwas überraschend sein, zumal allein schon von den Standortbedingungen her der im Gegensatz zum windschwächeren südlichen Binnenland doch deutlich windstärkere Norden eigentlich prädestiniert wäre für den weiteren Ausbau der Windkraft.

Auch sind die zur  S i c h e r h e i t  der Bürger bestehenden  M i n d e s t a b s t ä n d e  zwischen Windrad-Standort und Zivilbevölkerung in den nord- und ostdeutschen Bundesländern aufgrund der aufgelockerteren Wohnbebauung bzw. wegen geringerer Siedlungs- und Industriedichte und deshalb größerer zur Verfügung stehender Fläche  -  nicht zuletzt auch aufgrund vieler hierzu ergangener Gerichtsurteile  -  i.d.R. größer als in den südlichen Bundesländern wie z.B. in Baden-Württemberg.

Die Mindestabstände im Norden und Osten dürften an manchen Orten  -  insbesondere bei Standorten mit Windrädern der 1. Generation (Bj. 1980 ff.), bei denen die Gesamthöhen lediglich zwischen rd. 40 m - 80 m betrugen und deren Gefährdungspotential daher im Vergleich zu den jetzt bis zu 220 m hohen Windindustrieanlagen der 2. Generation aufgrund der geringeren „Strahlungsreichweite“ der Immissionen geringer sein dürfte  -  ausreichend sein, um das Restrisiko der von  M e d i z i n e r n  als  g e s u n d h e i t s g e f ä h r d e n d eingestuften schädlichen Immissionen aus

  • Infraschall (kann sich im Umkreis von Windindustrieanlagen  -  je nach Entfernung, Intensität und Strahlungsrichtung / Windrichtung  -  schädlich auf die Psyche und das Nervensystem der Menschen auswirken; Langzeitauswirkung)
  • Lärm
  • Schattenschlag u.a.

an diesen Standorten als noch tolerierbar einstufen zu können, im Gegensatz zu Windkraft-Standorten im windärmeren Süden, wo aufgrund

•    höherer Siedlungs-, Industrie- und Verkehrsinfrastrukturdichte
•    schlechterer topografischer Bedingungen und wegen
•    mangels Windaufkommen überwiegend  -  wie in Ingersheim  -  ungeeigneter Standorte

ein deutlich geringerer Flächenanteil des Bundeslandes als Windvorrang-Gebiet in Frage kommt.

Um aus der Sicht der Windkraft-Konzerne die danach im vergleichsweise windarmen südlichen Binnenland noch verbleibenden Windkraft-Standorte zu optimieren, müssen  -  zum Nachteil der dort lebenden Bevölkerung  -   möglichst viele Windkraftanlagen auf diesen kleineren Flächen konzentriert werden. Aus Sicht der Windkraft-Kapitalanleger und der Grundstücksverpächter läßt sich dies vor allem durch


•    eine Reduzierung der Mindestabstände zur Bevölkerung und
•    eine Reduzierung des Abstands von Windrad zu Windrad (dichtere Bebauung)

erreichen, wodurch das „Fassungsvermögen“ bzw. die Kapazität vorhandener Windvorrang-Gebiete für Windrad-Standorte optimiert  -  d.h. noch weiter erhöht  -  werden kann…

Allerdings wird der Widerstand der betroffenen Zivilbevölkerung selbst an den weitaus „geräumigeren“ Standorten im Norden und Osten Deutschlands ebenfalls immer stärker, nachdem immer mehr alte und mit geringeren Höhen versehene Windmühlen der 1. Generation im Wege des „Repowering“ durch jetzt bis zu 220 m hohe Windindustrieanlagen der 2. Generation ersetzt werden, von denen dann auch ein entsprechend höheres Gefährdungspotential der durch den Windrad-Betrieb verursachten Immissionen (vgl. oben) zu Lasten der im Umfeld wohnenden Bürger ausgeht.

Wenn unabhängig davon selbst an windstarken Windrad-Standorten im Norden und Osten Deutschlands angesichts der dort jetzt schon eingetretenen Landschaftsverschandelung sich immer größere Teile der Bevölkerung gegen die weitere Verspargelung ihrer Heimat zur Wehr setzen, zeigt dies überdeutlich, daß die Mehrheit der dort lebenden Bevölkerung erkannt hat, daß dort den nur wenigen Nutznießern (meist zum großen Teil wie in Ingersheim auswärts wohnende Kapitalanleger + Grundstücksverpächter)  -  im Vergleich zur dort wohnenden gesamten Bürgerschaft  -   zufließenden Vorteilen ein deutliches Übergewicht der zu Lasten der Allgemeinheit entstehenden Nachteile (siehe weitere Berichte auf dieser Seite) gegenübersteht wie

  • Minderung der Lebensqualität bei den im Umkreis (Sichtweite) von bis zu 5 Km wohnenden Bürgern
  • Schädliche Immissionen (Infraschall, Lärm, Schattenschlag)
  • Schwere Beeinträchtigung von Umwelt, Natur und Tierwelt
  • Wertminderung von Grund und Boden + Gebäuden bis hin zur Unverkäuflichkeit
  • Umwidmung bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen in gewerblich genutzte Flächen               (Verlust wertvollen Ackerlandes)
  • Landschaftsverschandelung
  • Einbrüche bzw. Verlagerungen beim Tourismus u.a.

Im übrigen bleiben nahezu alle Gewinn-Ausschüttungen auch in den klassischen Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten  in schöner Regelmäßigkeit und deutlich  h i n t e r  den von den Windkraft-Initiatoren in Hochglanzbroschüren großspurig und als viel zu optimistisch verkündeten Prognosen zurück und viele unter einstmals hehren Klimaschutz-Zielen gestartete Windkraftanlagen dümpeln in nachhaltiger Verlust-Situation unter Aufzehrung des eingesetzten Kapitals und sich schon kurz nach Inbetriebnahme

  • wegen völlig falscher Standort-Wahl und
  • wegen gutachterlich völlig falsch  -  weil (mit eindeutigen Absichten) viel zu optimistisch  -  eingeschätztem Windaufkommen und die Landschaft schändend
als Fehlinvestition herausstellend trostlos vor sich hin, wobei die  K l i m a s c h u t z - Bilanz jedes  e i n z e l n e n  als  F e h l - I n v e s t i t i o n  sich herausstellenden Windrads geradezu verheerend ist,

-   wenn man den bei  d i e s e m  Windrad beim Herstellungsprozess anfallenden und zu              CO2-Ausstoß führenden umweltschädlichen, ressourcenverzehrenden Verbrauch fossiler               Rohstoffe („Input“)
-   die von  d i e s e m  Windrad stammende, wegen Windarmut (wenn überhaupt anfallende)            nur spärliche CO2-freie Stromproduktion („Output“)

gegenüberstellt.

Bei den zu einer Fehl-Investition führenden Windrädern handelt es sich in den allermeisten Fällen um solche, bei denen auf Seiten der Windkraft-Initiatoren eine vorwiegend durch Ideologie und Symbolik bestimmte Sichtweise die eigentlich wegen relativer Windarmut gegen den Standort sprechenden Wirtschaftlichkeitsüberlegungen  -  wie in Ingersheim  -  überlagern…

So sind nach Feststellungen des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg bei allen bisher in Baden-Württemberg ausgewiesenen Windvorrang-Gebieten rd. 30 % der ausgewiesenen Standorte  -  deren Bebauung aus nachvollziehbaren Gründen bisher unterblieb  -  mangels Windaufkommen völlig ungeeignet für den dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb von Windkraftanlagen, deren Bebauung selbst mit noch so hohen Windmühlen unweigerlich zu Fehl-Investitionen führen würden….

Der Ausweis dieser für Windräder völlig ungeeigneten Standorte ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß bei der Entscheidung zum Ausweis  -  ähnlich wie in Ingersheim  -  kaum Wirtschaftlichkeitskriterien zugrunde gelegt wurden bzw. Wirtschaftlichkeitsüberlegungen  -  soweit sie überhaupt angestellt worden sind  -  letztlich über durch Ideologie und Symbolik überlagerte Gesichtspunkte „ausgehebelt“ wurden…     

Vom Klimaschutz bzw. der Erreichung von Klimaschutzzielen sprechen  -  im Zusammenhang mit Windkraft  -  selbst „eingefleischte“ Windkraft-Enthusiasten und Klima-Weltverbesserer schon seit längerem nicht mehr…, nachdem wohl auch dem letzten Klimaschutz-Träumer bei realitätsbezogener Betrachtung  -  um nur einige wenige Argumente zu nennen  -  klar geworden sein dürfte, daß

  • nationale deutsche Alleingänge sich  -  wenn überhaupt  -  nur auf deutschem Hoheitsgebiet umsetzen lassen und darüberhinaus größtenteils wirkungslos „verpuffen“; nennenswerte Fortschritte beim Klimaschutz werden sich  -  wenn überhaupt  -  nur dann ergeben, wenn alle führenden Industrienationen einschließlich der aufstrebenden Schwellenländer parallel die zur Realisierung weltweit notwendigen Standards zeitgleich und „ohne Wenn und Aber“ übernehmen; diese Vorstellung grenzt derzeit an Utopie, weil die Umsetzung dieser Standards Milliarden-Kosten zu Lasten ihrer Volkswirtschaften verursacht und die genannten Länder deshalb auch nicht im entferntesten dazu bereit sind, diese Investitionen durchzuführen…
Wie viele am Rande der Weltklima-Konferenzen geführte Verhandlungen gezeigt haben, wären viele Länder  -  insbesondere die am stärksten gegen Klimaschutz-Ziele verstoßenden Schwellenländer  -  nur dann bereit, milliardenschwere Klimaschutz-Investitionen in ihren Ländern durchzuführen, wenn die „reichen“ Industrieländer im Westen  -  allen voran Deutschland, USA u.a.  -  die Rolle des „Zahlmeisters“ übernähmen… dies ist allerdings der Mehrheit der „klar denkenden“ Bürger dieser „reicheren“ Länder nicht vermittelbar und scheidet daher aus politischen Gründen bis auf weiteres aus…
  • die großen „Klimasünder“ wie USA, Osteuropa, südamerikanische Länder wie Brasilien u.a., China sowie nahezu alle weiteren Länder im asiatischen Raum  -  gegen deren Klimaschutz-Verstöße sich die deutschen Anstrengungen als „Kampf gegen Windmühlen-Flügel“ darstellen und die sich daher noch nicht einmal als „Tropfen auf dem heißen Stein“ auswirken  -  in ihrem Streben nach Wirtschaftswachstum und Wohlstand für ihre Bevölkerung sich auch nicht im entferntesten von der Parole „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ der deutschen Weltverbesserer leiten lassen, sondern  -  verständlicherweise  -  ausschließlich eigene nationale Interessen verfolgen, wie bisher jede mit großen Erwartungen gestartete, anschließend jedoch nahezu ergebnislos ausgegangene und daher  -  gemessen an den Erwartungen  -  nach Ansicht fast aller Fachleute gescheiterte Weltklimakonferenz belegt
  • die Klimaschutz-Bilanz der zwischenzeitlich rd. 22 000 in Deutschland installierten Windräder äußerst dürftig  -  nach Meinung von Fachleuten sogar negativ  -  aussieht, wenn man den bei vor der Installation von Windrädern zuvor bei Abbau, Herstellung und Transport anfallenden Verbrauch von Rohstoffen und daraus resultierender Umweltschäden (Link zu Beitrag „Neodym“)  -  insbesondere CO2-Immissionen betreffend  -  die von Windrädern erzeugte, am Gesamtstromverbrauch in Deutschland gemessene, vergleichsweise bescheidene CO2-freie Stromproduktion gegenüberstellt, die überdies wegen unstetem Anfall und Nicht-Planbarkeit oftmals am Bedarf vorbei produziert wird und daher an Abnehmer im Ausland verschenkt oder gar noch unter Gewährung von Subventionen „verscherbelt“ werden muß, eine Tatsache, die die ohnehin bescheidene Klimaschutz-Bilanz der Windkraft noch weiter schmälert…
  • die Klimaschutz-Bilanz der deutschen Windräder sich vollends  -  ebenfalls nach Meinung von Fachleuten  -  ins  N e g a t i v e  verkehrt, wenn man die CO2-Schadstoff -Immissionen konventioneller, mit Kohle, Öl oder Gas  betriebener Kraftwerke berücksichtigt, die als Ersatz- bzw. „Schattenkraftwerke“ nicht unter Volllast-Beitrieb, sondern in nur „angedrosseltem“ Zustand („stand-by“) und nur deshalb betrieben werden müssen, damit im Notfall die Energieversorgung von privatem Sektor und „unter Volldampf“ stehender Wirtschaft auch dann gesichert ist, wenn die regenerative Stromerzeugung aus Wind und Sonne  -  wie schon oft in wind- und sonnenschwachen Zeiten vorgekommen  -  nahezu vollständig ausfällt…
…jeder weiß, daß der durch unstete bzw. unsichere regenerative Stromproduktion ausgelöste schwankende Betrieb („Hoch- und Runterfahren“) eines konventionell betriebenen Kraftwerks zu höheren CO2-Schadstoff-Immissionen je erzeugter Stromeinheit führt als dies bei konstant stabilem Betrieb der Fall wäre…

Diese Überlegungen sind der Grund dafür, daß selbst an Windkraft-geeigneten Standorten im windstärkeren Norden und Osten Deutschlands sich immer größer werdende Bevölkerungskreise gegen die Windkraft aussprechen, den Rückbau bereits bestehender Windindustrieanlagen fordern, Bürgerinitiativen gründen und den Klageweg beschreiten…

Viele Gemeindeverwaltungen dort  -  aber auch in anderen Bundesländern, wo der Bau von Windindustrieanlagen forciert werden soll  -  haben ihre Bürger zum Votum über Bürgerentscheide
aufgerufen, wobei es in erstaunlich vielen Fällen zur eindeutigen Ablehnung von Windkraftanlagen gekommen ist, die oftmals noch verstärkt wurde durch ein ebenfalls ablehnendes und „gegen Windkraft“ gerichtetes Votum von Bürgermeister und Gemeinderat, die sich auch durch noch so großspurige  -  und später oftmals wegen ausbleibendem Wind nicht haltbaren  -  Versprechungen über höhere Gewerbesteuer-Zahlungen zu Gunsten ihrer Kommune nicht von ihrer ablehnenden Haltung gegen Windkraft abbringen ließen…

Auffallend dabei ist, daß die Fälle  -  wie hier am Beispiel des Ortes „Nübbel“ geschildert  -  offenbar zunehmen, in denen sich die Bevölkerung  g e g e n  die Windkraft ausspricht, obwohl Bürgermeister und Gemeinderäte z u v o r   -  wohl von der Windkraft-Lobby beeinflußte  -  Empfehlungen „pro-Windkraft“ abgegeben haben:

Dem unten angehängten Zeitungsbericht zufolge haben sich in Nübbel  -  den „Ingersheimer Verhältnissen“ entsprechend  -  Bürgermeister und nahezu der komplette Gemeinderat  -  mit nur einer gegen Windkraft gerichteten Ausnahme  -  zuvor für den Bau von Windrädern auf ihrem Gemeindegebiet ausgesprochen.

Umso größer war die Überraschung, als die danach angesichts der Tragweite vor Ort allein zur Entscheidung berufene Instanz  -  nämlich der  B ü r g e r  als  S o u v e r ä n  und als alles entscheidende und demokratisch legitimierte Institution  -  sich mit seinem Mehrheitsvotum  g e g e n  Windkraft auf Gemeinde-Territorium ausgesprochen hat, wobei es in diesen Fällen Bürgermeister und Gemeinderäten hoch anzurechnen ist, daß sie diese Streitfrage nicht selbst im „stillen Kämmerlein“ und ohne Votum der Bürger am Bürgerwillen vorbei  -  wie in Ingersheim  -  getroffen haben, sondern der Bürgerschaft selbst über Durchführung eines oftmals auch für die Gemeindeverwaltung „unbequemen“  Bürgerentscheids die Mehrheitsentscheidung überlassen haben….

Entgegen der in vielen Orten geübten Praxis, die Bürger  s e l b s t  durch Bürgerentscheid über den Bau eines Windrads auf Gemeindegebiet entscheiden zu lassen, halten Bürgermeister und die Mehrheit des Gemeinderats die Ingersheimer Bürgerschaft wohl für  u n m ü n d i g  und trauen den Ingersheimer Bürgern wohl  n i c h t  zu, in einer derart für die gesamte Gemeinde und für das Wohl  a l l e r Bürger  -  und nicht allein nur für das Wohl einiger ideologisierter Initiatoren und der von ihnen zum großen Teil auch noch von außerhalb Ingersheims geworbenen Kapitalanleger  -  wichtigen Entscheidung das „richtige“ Votum zu treffen.

Aufgrund der großen Vorbehalte der Ingersheimer Bürgerschaft  -  dokumenteiert über Unterschriftensammlungen u.a.  -  gegen den geplanten Windrad-Bau befürchteten wohl Bürgermeister als auch die Mehrheit des Gemeinderats ebenfalls eine Ablehnung des Windrad-Plans durch die Bürger, falls es  -  wie andernorts  -  über Bürgerentscheid zu einer freien und geheimen Wahl käme.

Die nicht durch die Bürger sondern an ihnen vorbei getroffene Entscheidung für den Bau einer 180 m hohen gigantischen und landschaftsverschandelnden Windindustrieanlage auf Ingersheimer Gemarkung bedeutet, daß Bürgermeister und Mehrheit des Gemeinderats in dieser Frage sich weniger für die Gesamtbelange der Ingersheimer Bürgerschaft sondern sich vorrangig für das Wohl einer Handvoll vorwiegend ideologisierter und sich der Symbolik verpflichtet fühlenden Windkraft-Initiatoren eingesetzt haben.

Sie haben sich mit dieser Haltung vor allem als Interessenvertreter einer Handvoll Windkraft-Initiatoren sowie für die von ihnen geworbenen Kapital-Anleger  -  die zum großen Teil noch nicht einmal in Ingersheim wohnen  -  entpuppt.

Die Entscheidung von Bürgermeister und Mehrheit des Gemeinderats für den Ingersheimer Standort bedeutet weiter  -  falls die Windindustrieanlage je gebaut würde  -  daß ein Standort  entgegen  den klaren Empfehlungen des für ganz Baden-Württemberg vom Tüv Süd in einem neutralen, nach objektiven Kriterien  -  ohne „dahinter stehendem“ und mit eindeutigen Absichten erteilten Auftrag  -  erstellten Windatlas ausgesucht wurde, der im Vergleich zu den im Windatlas enthaltenen Empfehlungen relativ windarm ist und nur 298 m über Meereshöhe im Mittleren Neckarraum liegt, so daß wegen Mißachtung von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen von vornherein mit großer Wahrscheinlichkeit die Gefahr einer Fehl-Investition vorliegt.

Die Entscheidung des Bürgermeisters und der Mehrheit des Gemeinderats bedeutet weiter, daß ein in den Jahren 2001 ff unter äußerst fragwürdigen Bedingungen ausgewiesenes Windvorrang-Gebiet einen  -  falls es zum Bau käme  -  Windrad-Standort erhält, der unter Beachtung objektiver Prüfkriterien beim Verband der Region Stuttgart (VRS) niemals zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets geführt hätte, denn:

Wie wir alle wissen, hat der VRS in einem objektiven Verfahren und nach intensiver Prüfung  -  wie alle anderen in der Auswahl befindlichen Gebiete im Kreis Ludwigsburg auch  -  den vorgesehenen Ingersheimer Standort wegen Windarmut als Windvorrang-Gebiet abgelehnt. 

Erst nachhaltiges Insistieren des Ingersheimer Bürgermeisters und im 2. Anlauf  -  unter starker Beeinflußung vor allem durch SPD und Grüne, wie die seinerzeitige Lokalpresseberichterstattung belegt  -  hat den VRS dazu bewogen, seine zuvor ausgesprochene Ablehnung des Ingersheimer Standorts unter „Über Bord werfen“ all seiner zuvor aufgestellten objektiven Prüfkriterien zu kassieren und das insoweit schon damals wegen relativer Windarmut unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten als völlig ungeeignet eingestufte und daher abgelehnte Gebiet auf von einer Handvoll Ingersheimer Windkraft-Initiatoren entfachtem Druck  -  dem sich der Ingersheimer Bürgermeister und die Mehrheit des Gemeinderats gebeugt hat  -  zu akzeptieren, nachdem zuvor schon die Bestrebungen derselben Windkraft-Initiatoren, in geringer Entfernung zum jetzt geplanten Ingersheimer Standort  -  aber auf Besigheimer Gemarkung  -  ein Windrad zu errichten, einstimmig von 

•    Besigheimer Gemeinderat
•    Landratsamt Ludwigsburg
•    Regierungspräsidium Stuttgart und
•    Staatsministerium Stuttgart

ebenfalls u.a. mangels Wirtschaftlichkeit, Verstößen gegen Landschafts-, Tier- und Umweltschutzbestimmungen u.a. abgelehnt wurde.

Dieses in den Jahren 2001 ff praktizierte Verfahren zeigt, „wie es geht“: Man „schmeißt“ einfach  -  auf mehr oder weniger sanften politischen Druck von SPD und Grünen  -  die zuvor allein nach objektiven  .  d.h. nach sachlichen und wirtschaftlichen  -   Kriterien aufgestellten Spielregeln „über Bord“ und schon werden Entscheidungen ermöglicht, die eher der Ideologie und der Symbolik geschuldet sind und weniger sachlichen und wirtschaftlichen Überlegungen, bei deren Beachtung und Nicht-Außerkraftsetzung im Zusammenhang mit der Auswahl eines Windvorrang-Gebiets ein derartiger Unfug am nur 298 m über Meereshöhe geplanten Standort  nicht möglich gewesen wäre….

Zu hoffen bleibt, daß die unter äußerst fragwürdigen Umständen und unter Ausschaltung des Ingersheimer Bürgerwillens  -  da ohne Bürgerentscheid  -  getroffene Entscheidung

•    im Widerspruchsverfahren beim Regierungspräsidium Stuttgart oder
•    im beim Landtag Baden-Württemberg anhängigen Petitionsverfahren oder
•    ggfs beim im später eingeleiteten Klageverfahren beim Verwaltungsgericht Stuttgart

keinen Bestand haben werden…


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



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Gegen die Windkraft-Lobby  -  Von der Umzingelung der Grebbiner Holländermühle durch Windspargel  -  Denkmalschutz und Schutz einer Kulturlandschaft versus Landschafts-Verspargelung  -  Wer lichtet den Paragraphen-Dschungel ?

Wer sorgt für ausreichende Sicherheitsabstände zur Bevölkerung ?

(wm / 030411) - In ihrer Ausgabe vom 1.4.2011 (kein Aprilscherz…) berichtet die Schweriner Volkszeitung (SVZ) über einen noch laufenden  -  kurz vor der Gerichtshängigkeit stehenden  -  Fall, wo sich ein in einer alten denkmalgeschützten holländischen Mühle auf Dargelützer Gemarkung (Mecklenburg-Vorpommern = MV)  wohnender Bürger unter Unterstützung großer Teile der dort wohnenden Bevölkerung gegen die weitere Umzingelung mit Windspargeln wehrt.

Nicht nur für Verwaltungsjuristen ist interessant, wie der Fall unter Berücksichtigung sich teilweise widersprechender Regelungen 

·         im Bebauungsplan der Gemeinde Dargelütz / Grebbin (MV)

·         im Regionalplan

·         im Flächennutzungsplan

·         im Raumentwicklungsplan (RREP)

·         in Vorschriften des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg /            Schwerin ( StaLU) zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung

·         in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur gemeindlichen Planungshoheit          bei der Bauleitplanung

·         in Vorschriften des Denkmalschutzes und Richtlinien der Unteren Denkmalschutzbehörde

·         gesetzlicher Bestimmungen des Natur-, insbesondere des Vogelschutzes und

·         unter Einschaltung des Petitionsausschusses im Landtag von MV sowie

·         gutachterlicher Empfehlungen

entschieden wird.

Hoffnung macht dem als Eigentümer und Bewohner einer denkmalgeschützten Mühle betroffenen Bürger ein letztinstanzliches Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.

Laut SVZ „wird ihm als Eigentümer eines geschützten Kulturdenkmals das Recht zugestanden, die denkmalrechtliche Genehmigung eines benachbarten Vorhabens anzufechten, wenn davon die Denkmalwürdigkeit seines Anwesens möglicherweise erheblich beeinträchtigt ist“. Und weiter: „Denkmalschutz braucht Substanz- und Umgebungsschutz“…

Der sich im Hinblick auf die massive Verschandelung einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft mit Windindustrieanlagen (WIA) als Exzess zeigende Fall  -  der jedoch kein Einzelfall ist, wie viele uns bekannte Fälle belegen, die wir bereits in unsere Homepage eingestellt haben bzw. die wir in Kürze ebenfalls in unsere Homepage einstellen  -  belegt einmal mehr, welcher Unfug

  • eine Fehlanreize verursachende und nach
  • dem Gießkannenprinzip ausgeformte  -  sinnigerweise von den eigenen (!!!) Interessenverbänden mehrfach als  ü b e r h ö h t  bezeichneten (!!!)

und Windmühlen- / Photovoltaikanlagen-Betreibern über 20 Jahre garantierten  -  Subvention gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach sich zieht, wodurch bis jetzt rd. 22 000 Windindustrieanlagen und unzählige Photovoltaik-Anlagen gebaut wurden, wovon jedoch  o h n e derart überzogene, Fehlanreize setzende und von der Allgemeinheit über höhere Strompreise zu finanzierende Subventionen (allein im Jahr 2009: netto rd. 12 Mrd €) vermutlich  k a u m  e i n e dieser Anlagen erstellt worden wäre, und wodurch Ziele des

•    Landschafts-

•    Umwelt- sowie des

•    Natur- und Vogelschutzes

über Jahre hinweg bei gleichzeitigem (bewußtem ?) Wegsehen vieler an sich mit der Wahrung dieser Ziele via Gesetz beauftragten Behörden quasi „über Bord geworfen“ werden, bis es zur irreparablen „Umwidmung“ und zum „Umkippen“ ganzer Kulturlandschaften kommt, vom verschämten „Wegsehen“ der wohl nur noch am Schreibtisch sitzenden Leitungsorgane von BUND und NABU oder sonstiger selbst ernannter „Naturschützer“ ganz zu schweigen….


Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, daß sich immer größer werdende Bevölkerungsteile  -  vor allem im Norden und Osten Deutschlands, wo die Sättigungsgrenze mit Windspargeln schon längst überschritten ist  -  vom weiteren unkontrolliert erfolgenden Ausbau der Windenergie distanzieren,

  • sich an Aktionen beteiligen

  • Bürgerinitiativen gründen und

  • den Klageweg  -  mit guten Aussichten auf Erfolg, wie eine Reihe von in letzter Zeit ergangenen Verwaltungsgerichts-Urteilen belegt  -  beschreiten…

eine Entwicklung, die jetzt auch in Bayern, BW, Hessen und vor allem in NRW  -  nach dem in 2010 zu Rot / Grün erfolgten Regierungswechsel  -  zunehmend an Fahrt gewinnt…

Die gleiche Entwicklung des gewaltlosen bürgerlichen Protests gegen die Verspargelung Jahrhunderte alter Kulturlandschaften hat daher seit einigen Jahren auch im vergleichsweise windarmen Westen und Süden Deutschlands begonnen, nachdem die großen Windkraft-Konzerne und ihre Helfershelfer  -  teilweise auch noch unterstützt durch die publizistischen und oftmals „blauäugig“ bzw. relativ einseitig „pro-Windkraft“ berichtenden Hilfstruppen vor Ort  -  auch mit der „Marktbearbeitung“ im eher windarmen Binnenland begonnen haben…

Wann berichtet die Regional- und Lokalpresse  k r i t i s c h  über diese in der Bevölkerung höchst umstrittenen Entwicklungen, insbesondere auch über die  N a c h t e i l e  geplanter gigantischer und völlig überdimensionierter Windindustrieanlagen an gemäß BW-Windatlas relativ  w i n d s c h w a c h e n  Standorten wie Ingersheim und vor allem über die regelmäßig wie  S e i f e n b l a s e n   p l a t z e n d e n  Versprechen der Windkraft-Lobby bezüglich aufgrund tatsächlichem Windaufkommen erzieltem   g e r i n g e r e m Stromertrag, der in schöner Regelmäßigkeit mit größerer Abweichung an den meisten Windrad-Standorten  -  insbesondere an relativ windschwachen Binnenland-Standorten  -  deutlich  u n t e r  dem in Hochglanzbroschüren suggerierten Stromertrag bleibt ?

Nachdem sich hier aufgrund der unserer Meinung nach relativ einseitigen Presseberichterstattung ein Informationsdefizit zum Nachteil der interessierten Öffentlichkeit ergibt, greifen wir diese Themen bis auf weiteres verstärkt auf und bringen in unserer Homepage  www.gegenwind-husarenhof.de  unter den Rubriken

•    „Aktuelles“
•    „Berichte“
•    „Berichte von anderen Standorten“
•    „politische Entwicklung“
•    „Umwelt- und Landschaftsschutz“
•    „Wirtschaftlichkeit“ u.a.

künftig verstärkt Berichte über derartige, unserer Meinung nach stattfindende Fehlentwicklungen, damit sich die interessierte Öffentlichkeit wenigstens über unsere Homepage und zeitnah ein Bild über diese Fehlentwicklungen verschaffen kann…

Die immer weiter ansteigende Besucherfrequenz  -  vor allem auch von

•    Ministerien
•    Landesbehörden
•    Parteien
•    mehrerer Zeitungs- und Fernseh-Redaktionen

und anderer Institutionen  -  auf unserer Homepage sowie in letzter Zeit verstärkt eingegangene Anfragen bestätigen uns jedenfalls in unserer kritischen Berichterstattung.

Abschließend soll noch auf einen weiteren Aspekt aus dem unten angehängten Zeitungsartikel hingewiesen werden: Die vor Ort  -  d.h. in Mecklenburg-Vorpommern  -   geltende Regionalplanung „sehe unter anderem einen Mindestabstand von 1 000 m zwischen einem Rotormast und nächstgelegener Bebauung…vor“.

Dieser  -  zum Schutz der im Umkreis einer Windindustrieanlage lebenden Bevölkerung vor schädlichen Immissionen (Infraschall, Lärm, Schattenschlag u.a.) dienende  -  Mindestabstand beträgt in anderen Bundesländern  1 500 m (z.B. NRW), vereinzelt wird ein noch größerer Sicherheitsabstand (Brandenburg, Bayern: 2 000 m) gefordert.

Diese schon seit Jahren unverändert bestehenden Sicherheitsabstände / Mindestabstände wurden seinerzeit in den Bundesländern mit „Vorreiterfunktion“ in Sachen Windkraft  -  d.h. die nördlichen und östlichen Bundesländer betreffend  -  in Abhängigkeit von der Naben- bzw. der Gesamthöhe der damals installierten Windindustrieanlagen (WIA) der 1. Generation ermittelt.

Aufgrund des damals bei weitem noch nicht so weit entwickelten technischen Fortschritts betrugen die Naben- bzw. Gesamthöhen bei der 1. Generation der WIA lediglich zwischen ca. 40 m - 60 m bzw. zwischen ca. 50 m - 80 m. Während jedoch die Naben- bzw. die Gesamthöhen bei den Windindustrie-
anlagen der 2. Generation immer höher wurden, wurden die zum Schutz der Zivilbevölkerung seinerzeit festgelegten Mindestabstände nicht vergrößert.

Die Mindestabstände wurden seinerzeit von den einzelnen Bundesländern zum Schutz der im Umkreis einer Windindustrieanlage lebenden Zivilbevölkerung eingeführt, wobei folgender Zusammenhang gesehen und zugrundegelegt wurde:

Je  h ö h e r  eine Windindustrieanlage ist, desto  g r ö ß e r  ist die  R e i c h w e i t e  und damit das  G e f ä h r d u n g s p o t e n t i a l  der durch ihren  B e t r i e b  verursachten und zu  L a s t e n  der in ihrem Umfeld wohnenden  Z i v i l b e v ö l k e r u n g  und der Natur sich negativ auswirkenden  s c h ä d l i c h e n  Immissionen wie z.B.:

  • Infraschall (kann sich nach einschlägigen medizinischen Gutachten je nach Intensität negativ auf die Psyche bzw. auf das Nervensystem von Menschen auswirken / Langzeitwirkung; Gefährdungspotential vor allem im Umkreis von bis zu 5 Km ab Standort einer Windindustrieanlage…)
  • Lärm
  • Schattenschlag
  • Elektrosmog u.a.

Nicht zuletzt aufgrund dieser in der Bevölkerung größtenteils bekannten Zusammenhänge kommt es  -  den bisherigen  E r f a h r u n g e n  an nahezu allen Windkraft-Standorten entsprechend  -  zu einem mehr oder weniger starken  W e r t v e r l u s t  und Preisverfall bis hin zur Unverkäuflichkeit von  G r u n d s t ü c k e n  und  G e b ä u d e n, die im Umkreis von Windindustrieanlagen bzw. in der  N ä h e  ausgewiesener  W i n d v o r r a n g-Gebiete liegen.

Dieser Rechenformel zufolge  -  aus der ein  G e f ä h r d u n g s p o t e n t i a l  hinsichtlich schädlicher, von der WIA verursachter Immissionen (Lärm, Infraschall, Schattenschlag u.a.) ableitbar ist  -   müßten bei Festlegung der Mindestabstände bei der 2. Generation der WIA  -  deren Höhen gegenüber der 1. Generation noch einmal deutlich höher sind (höchste Windindustrieanlage z. Zt.: Enercon E 126 mit rd. 220 m) -  Rechnung getragen werden und zwar auch in Baden-Württemberg, d.h., das im Umkreis von Windindustrieanlagen bestehende Gefährdungspotential müßte auch in Baden-Württemberg zu einer deutlichen Erhöhung der jetzt noch als viel zu gering einzustufenden Mindestabstände führen, falls es tatsächlich  -  wie von Grün / Rot angekündigt  -  zum Bau weiterer 150 Windspargel in BW kommen sollte… die dann wohl rd. 180 m - 220 m hoch sein werden….

Die höhere Bevölkerungsdichte und die größere Industrieansiedlungsdichte in BW und der dadurch in geringerem Umfang zur Überbauung mit WIA zur Verfügung stehende Raum jedenfalls dürfen kein Hinderungsgrund sein für die aufgrund dieses Sachverhalts gebotenen höheren Mindest- / Sicherheitsabstände geplanter WIA-Standorte zur Zivilbevölkerung.

Vor diesem Hintergrund ist es unserer Meinung nach verständlich und leicht nachvollziehbar, wenn sich negativ und direkt Betroffene als im Umkreis geplanter Windkraftanlagen lebende Bürger mit allen rechtsstaatlich zur Verfügung stehenden Mitteln  -  und dazu gehören auch Eingaben an den Petitionsausschuß des neu gewählten baden-württembergischen Landtags  -  zur Wehr setzen, um derart große für sie und die Allgemeinheit sich negativ auswirkenden Nachteile (siehe auch die weiteren Berichte auf dieser Seite) zu verhindern, denen ohnehin mangels Wirtschaftlichkeit nur sehr geringe  -  wenn überhaupt aufgrund des vergleichsweise windarmen Standorts entstehende  -  Vorteile gegenüberstehen, die sich  -  wenn sie eintreten  -  dann hauptsächlich nur zu Gunsten einiger  -  auch noch zu einem Großteil auswärts wohnender Kapitalanleger  -  und des Grundstücksverpächters auswirken…    


Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de

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Vor allem in Ingersheim - aber auch in Pleidelsheim und Besigheim -
zu Lasten der Bevölkerung eintretende  N a c h t e i l e,
falls ein 180 m hohes Windrad in Ingersheim gebaut würde

(wm / 060211) - Nachdem wir in letzter Zeit immer mehr von besorgten Bürgern wegen Nachteilen, die im Falle des Windrad-Baus zu Lasten der im Wirkungskreis der Anlage lebenden Zivilbevölkerung eintreten könnten, angerufen wurden, zählen wir nachfolgend noch einmal die aus unserer Sicht gravierendsten Nachteile auf.

Zuvor sei jedoch noch einmal an den seit dem 8.12.2010 für ganz Baden-Württemberg vorliegenden Windatlas erinnert, der vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg beim TÜV Süd in Auftrag gegeben wurde und dessen alleiniges Ziel es war, windstarke Standorte im eher windschwachen Binnenland Baden-Württemberg zu suchen, bei denen das durchschnittliche jährliche Windaufkommen so hoch ist, daß eine Windkraftanlage mit Aussicht auf Erfolg einigermaßen wirtschaftlich betrieben werden kann.

Wie bekannt, entpuppten sich rd. 30 % - 40 % der bisher in Baden-Württemberg ausgewiesenen Windvorrang-Gebiete bei näherem Hinsehen mangels Windvorkommen als völlig ungeeignet für einen Standort zum dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb eines Windrads. (Hierzu gehört auch der vorgesehene Standort in Ingersheim nach der ursprünglichen Einschätzung des Verbands der Region Stuttgart (VRS), die nach objektiver Prüfung zunächst zu einer Ablehnung des Windvorrang-Gebiets durch den VRS geführt hat.)

Aus diesem Grund  -  d.h. aus ökonomischen Gesichtspunkten  -  unterblieb ein Windrad-Bau an diesen völlig ungeeigneten Standorten, denn: Potentielle, sich allein am Kriterium „Wirtschaftlichkeit“ orientierende und weniger mit ideologischen Scheuklappen durch die Welt laufende Investoren haben sehr schnell die Sinnlosigkeit ihrer Pläne eingesehen.

Ihnen war klar, daß das am geplanten Standort vorherrschende Windaufkommen allein ausschlaggebend ist für Erfolg oder Misserfolg einer Windrad-Investition. Sie haben weiter - auch aus Gründen der Nachhaltigkeit - eingesehen, daß es sinnvoller ist, das von ihnen bereit gestellte Investitionskapital an Standorten mit deutlich höherem Windaufkommen  -  d.h. vorwiegend an Standorten in Nord- und Ostdeutschland oder im Meer  -  zu investieren als an windarmen und dichtbesiedelten Binnenland-Standorten.

Die unabhängigen Gutachter des TÜV Süd kamen im Teil 1 ihres Gutachtens vom 8.12.2010 zu dem Ergebnis, daß für den Betrieb von Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von bis zu 100 m Höhe Standorte

  • in Hohenlohe / Franken
  • am Albaufstieg
  • auf der Schwäbischen Alb sowie
  • auf den Höhenrücken des Südschwarzwalds

aufgrund des dort in Baden-Württemberg jahresdurchschnittlich vorherrschenden höheren Windaufkommens  -  im Vergleich zu anderen Gebieten in Baden-Württemberg  -  am geeignetsten wären.

Des weiteren  wird im TÜV-Gutachten vom 8.12.2010 ausgeführt, daß Standorte im 
n i e d r i g e r   gelegenen und daher eher  w i n d a r m e n   Mittleren Neckarraum  -  der von Plochingen / Stuttgart bis nach Kirchheim/ Neckar reicht und daher auch den Landkreis Ludwigsburg umfaßt  -  eher  u n g e e i g n e t   sind für ein dauerhaft wirtschaftlich zu betreibendes Windrad.

Bei Einschaltung des gesunden Menschenverstands und unter Berücksichtigung physikalisch- 
naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten ist bekannt, daß die Windgeschwindigkeit  -  und damit ein durch den Windrad-Betrieb erzielbarer Ertrag  -   im allgemeinen umso  s t ä r k e r  ist, je
h ö h e r  ein Standort liegt.

Wie bekannt, liegt der geplante Standort in Ingersheim lediglich 298 m über Meereshöhe, während die oben genannten und vom TÜV Süd empfohlenen Standorte deutlich höher liegen.

Zwar wird Teil 2 des TÜV-Gutachtens  -  Windräder mit einer geplanten Nabenhöhe > 100 m betreffend  -  wohl erst in der 2. Hälfte Februar / Anfang März 2011 veröffentlicht.

Im Teil 1 des Gutachtens kommen die TÜV-Gutachter jedoch schon zum Vorab-Ergebnis, daß sich die oben genannten Empfehlungen / Feststellungen auch bei Windrädern mit einer Nabenhöhe
> 100 m  - das in Ingersheim geplante Windrad hat eine Nabenhöhe von 138 m  -  n i c h t ändern, und zwar deshalb nicht, weil sich das Windvolumen bzw. die Windgeschwindigkeit im Bereich zwischen 100 m und 500 m Höhe  -  in diesem Intervall liegt mit 138 m die Nabenhöhe des geplanten Ingersheimer Windrads  - nicht bzw. nur marginal erhöht im Vergleich zum Bereich von Nabenhöhen bis zu 100 m Höhe.

Allein aus Gründen der Symbolik geplante Prestigeobjekte, die den Nachweis eines Betriebs auf Basis einer betriebswirtschaftlich gebotenen Rentabilität  -  z. B. wegen relativer Windarmut an völlig ungeeigneten Binnenland-Standorten  -  schuldig bleiben, müssen gestoppt werden, damit die von einer Handvoll ideologisch verblendeter Windkraft-Apostel durch einen Windrad-Bau zu Lasten der Allgemeinheit verursachten Nachteile nicht eintreten:

  • Verminderung der Lebensqualität der in Sichtweite bzw. innerhalb des unmittelbaren Wirkungskreises (Radius von ca. 5 Km ab geplantem Standort) der Windkraftanlage lebenden Bevölkerung:
Wer möchte schon in Sichtweite eines Windrads bzw. in Nachbarschaft eines Windvorrang-Gebiets seine Freizeit bzw. seinen Ruhestand verbringen, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, daß neben dem jetzt geplanten 180 m hohen Windrad noch weitere 2 - 3 Windräder ähnlichen Kalibers  -  die vom Standort her dann noch näher an Groß- und Kleiningersheim heranrücken würden  -  gebaut werden ?

Das Windvorrang-Gebiet Ingersheim könnte weitere 3 Windräder aufnehmen; werden die Abstände zwischen den einzelnen Windrädern gekürzt, könnten insgesamt bis zu 5 Windräder erstellt werden…
Wie bekannt und der Lokalpresse zu entnehmen, haben sich

SPD

Bündnis 90 / Die Grünen sowie

DIE LINKE

auf Kreisebene in Kreisparteitagsbeschlüssen und entsprechenden Verlautbarungen eindeutig und mehrfach neben dem Bau dieses Windrads auch für den Bau weiterer Windräder am Standort Ingersheim und im übrigen Kreisgebiet ausgesprochen, wenn erst einmal das erste Windrad steht. Am Standort Ingersheim entstünde ein Windpark.

Auf Landes- und Bundesebene treten die genannten Parteien ebenfalls für einen forcierten Ausweis weiterer Windkraft-Standorte  -  auch im windarmen Binnenland  -  ein. 

  • Vermeidung drohender, durch Immissionen (Lärm, Infraschall) ausgelöster Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung), die sich mit großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die im Wirkungskreis von ca. 5 Km ab geplantem Standort lebende Bevölkerung auswirken; da die Hauptwindrichtung am geplanten Standort von West nach Ost ist, lägen vor allem Kleiningersheim und Teile Großingersheims im Einflußbereich der schädlichen Immissionen.

Diese Gesundheitsrisiken erhöhen sich, wenn mehrere Windräder gebaut würden.

Wegen weitgehender Ertragslosigkeit ist zu vermuten, daß die Betreiber-Genossenschaft nach weiteren Einnahmequellen suchen wird, um die dürftigen Jahres-Ergebnisse zu verbessern. Wie an anderen Windrad-Standorten bereits des öfteren vorexerziert, ist zu befürchten, daß auch am geplanten Windrad-Standort Ingersheim Antennenanlagen für den Mobilfunkverkehr installiert werden. Dies würde wegen Elektrosmog und Schallwellen zu weiteren Schadstoff-Immissionen (Gesundheitsgefährdung / Langzeitwirkung) führen.

In diesem Zusammenhang wird verwiesen auf die Bürgerproteste in Poppenweiler, die sich dort gegen den Bau einer Antennenanlage und gegen weiteren Elektro-Smog richten.

  • Verlust wertvollen Ackerlands; der Verlust wertvollen Ackerlands betrifft nicht nur den unmittelbaren Standort, sondern auch dessen Umgebung, weil die für Bau / Aufbau von Fundament und Turm und späteren eventuellen Rückbau des Turms benötigte Infrastruktur und deren Instandhaltung auch das gesamte Feldwegenetz und ggfs weitere Zufahrtswege umfaßt. Das jetzt vorhandene Feldwegenetz ist für ein derartiges Bauvorhaben nicht ausgelegt.

Durch diese Infrastrukturmaßnahmen wandelt sich das jetzt ausschließlich landwirtschaftlich genutzte Gelände zu einem eher industriell geprägten Gebiet.

Am geplanten Standort muß das Beton-Fundament ein Gesamtgewicht von ca. 7 000 Tonnen tragen.

Die damit verbundene dauerhafte Zerstörung der Ökologie im Erdreich läßt sich nach Lektüre des 3sat-hitec-Berichts „Grenzenlose Windkraft ?“ erahnen, der die Fundamentarbeiten in Estinnes / Belgien beschreibt, wo ein ähnliches Windrad vom Typ E 126 gebaut wurde.

  • Beeinträchtigung der in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort Ingersheim ausgewiesenen Natur- und Landschaftsschutzgebiete (Bietigheimer Forst, Besigheimer Neckarhäldenwald, Pleidelsheimer Wiesental; Besigheimer Enzaue;) mit der Folge, daß die ohnehin weiter dezimierten Rückzugsgebiete für die Tierwelt, insbesondere Vogelwelt noch weiter beschnitten werden.

  • Beim Bau des Windrads: Drohende Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden, die im Umfeld des geplanten Windrads bzw. in Nachbarschaft zum Windvorrang-Gebiet liegen; hiervon wären vor allem Grundstückseigentümer in Groß- und Kleiningersheim sowie im Besigheimer Weiler Husarenhof betroffen.

 Die Eingabe des Suchbegriffs „Wertminderung Grundstücke“ in die Google-Suchmaschine  ergibt rd. 70 000 Einträge in 0,69 Sekunden !

Überall dort, wo Windräder gebaut bzw. wo Windvorrang-Gebiete ausgewiesen wurden, kommt es zu Lasten der Grundstückseigentümer zu teilweise gravierenden Wertverlusten bei den Verkehrswerten von Grund und Boden und Immobilien.

Dies wird gemäß Feststellungen von Immobilien-Maklern, Bausparkassen-Agenturen, Banken (schlechtere Beleihungsgrenzen, höhere Zinszuschläge aufgrund des höheren Verwertungsrisikos), aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen von Universitäts- 
Lehrstühlen (Fachbereich Wohnungswirtschaft), Protokollen von Gemeinderatssitzungen in den betroffenen Kommunen (Verkehrswert-Ausschüsse), Urteilen höherer Gerichte, Verfahren vor Finanzgerichten (Anträge auf Herabsetzung von Einheitswerten für Grundstücke / Festsetzung niedrigerer Grundsteuern), Berichten von Lokalzeitungen u.a. bestätigt.

Die Wertverluste betragen durchschnittlich rd. 20 % - 40 % und reichen im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit (Wertminderung 100 %). Ein hoher volkswirtschaftlicher Schaden ist die Folge.

Die oben genannten Fundstellen stammen im Wesentlichen aus Windrad-Gebieten, in denen die großflächige Verspargelung ganzer Landschaften aufgrund des deutschlandweit höchsten Windaufkommens vor ca. 30 Jahren begonnen hat: Niedersachsen, Schleswig- 
Holstein, Brandenburg u.a.

In Baden-Württemberg dürften die durch weitere Forcierung des Windrad-Baus entstehenden Wertverluste beim Grundvermögen aufgrund der im Vergleich zum Norden und Osten deutlich höheren Grundstückspreise entsprechend höher liegen.

Dem Risiko von Wertverlusten bei Grundstücken ist die Gemeinde Ingersheim bei ihrem gerade noch rechtzeitig abgeschlossenen Verkauf ihrer Bauplätze im Neubaugebiet „Brühl“ entgangen.

Falls das Windrad tatsächlich gebaut würde, haben neben den dort schon wohnenden Grundstückseigentümern vor allem die neuen privaten und jetzt investierenden Grundstückskäufer den „Schwarzen Peter“ in der Hand, denn die Grundstückspreise und die Werte der neu entstehenden Einheiten im dortigen Neubaugebiet dürften fallen, beginnend mit dem dann für jedermann sichtbaren „Hochziehen“ des Windrad-Turms und sich hinziehend über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer eines Windrads) oder länger, falls anschließend im Wege des „Repowering“ noch höhere Windräder im dann ggfs bereits ausgebauten Ingersheimer Windpark gebaut würden; mit dem auf Betreiben des Ingersheimer Bürgermeisters erfolgten Ausweis des Windvorrang-Gebiets liegen diese Voraussetzungen schon heute vor.

Die Tendenz zur Abkopplung der Ingersheimer Grundstückspreise von der allgemeinen Grundstückspreisentwicklung dürfte sich vermutlich verstärken, wenn nach dem Bau des Windrads Fragen in der Öffentlichkeit laut würden, wie nah das jetzt ausgewiesene Windvorrang-Gebiet an die Ingersheimer Wohnbebauung heranreicht… Wie aus vergleichbaren Fällen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, NRW oder Hessen u.a. zur Genüge bekannt, tendiert das Interesse (späterer) potentieller Käufer von Immobilien  -  und damit die Nachfrage  -  gegen „Null“, wenn die Lage des Grundstücks bzw. dessen Wohnwert durch derartige Belastungen negativ eingeschätzt werden.

Der Wertverfall trifft diejenigen Grundstückseigentümer besonders hart

  • die ihre Immobilie als Teil ihrer Altersversorgung oder Pflegefinanzierung ansehen und die später im Ruhestand einmal ihre Immobilie zu einem auskömmlichen Preis verkaufen möchten, um sich mit dem dabei erzielten (möglichst hohen) Verkaufserlös z. B.  in ein Seniorenheim einzukaufen und / oder

  • die später einmal nicht ihren Kindern finanziell zur Last fallen wollen oder

  • die in jungen Jahren bei teilweise relativ hoher Verschuldung nach ca. 10 Jahren  -  nach Auslauf der Festzinsbindung  -  eine Anschlußfinanzierung anstreben, die dann eventuell aufgrund der wegen einem Windrad-Standort (Windvorrang-Gebiet) ungünstigen Standort-Eigenschaften nur zu dann ungünstigeren (weil höheren) Zinskonditionen gewährt würde

  • Vermeidung einer dauerhaft irreparablen Landschaftsverschandelung (…den Landschafts-Horizont hat man nur einmal…)

Landschaftsbild  -  Raumbedeutsamkeit

Aufgrund ihrer Größe und der Tatsache, dass die Windkraftanlagen windgünstige Stellen nutzen müssen, haben diese zwangsläufig eine herausgehobene Stellung. Die Windkraft- 
anlagen verändern nachhaltig den Landschaftscharakter. Ein wichtiger Faktor ist also die Sichtbarkeit. Es ist kein Geheimnis, dass Windkraftanlagen mit zunehmender Höhe die Landschaft überproportional verändern.

Der Standort in Ingersheim ist sehr transparent, von vielen Seiten einsehbar und durch die Gesamthöhe - Bergrücken und Höhe der Windkraftanlage - von rund 480 m Höhe (Gelände: 298 m über Meereshöhe + 180 m Windrad E 82)  über dem Meeresspiegel hat der Standort eine herausragende Stellung nicht nur in der näheren Umgebung. Höhere Erhebungen finden sich erst wieder Richtung Nordschwarzwald im Westen und Schwäbischer Wald im Osten, sowie die südlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb. Die Fernwirkung der Ingersheimer Windkraftanlage dürfte somit auch an Tagen mit normaler Sicht über 50 km betragen.

Das Gelände zwischen Ingersheim und Besigheim verliert an Naturnähe und bekommt damit zusehends einen eher industriellen Charakter. Dieser verstärkt sich, falls weitere Windräder hinzukämen, wie von SPD, Grüne und Linke gewünscht. Der regionale Grünzug gehört somit der Vergangenheit an.

Bevölkerungsumfragen in Ostdeutschland haben ergeben, dass nur 37% der befragten Personen die landschaftliche Wirkung einer Windkraftanlage als positiv empfunden haben. Personen die in ihrem Wohnumfeld Windkraftanlagestandorte hatten, urteilten wesentlich empfindlicher. Es wäre also auch in Ingersheim und Umgebung (Pleidelsheim, Besigheim) dringend angeraten gewesen, die Bevölkerung schon im Planungsprozess mit einzubinden.

Landschaftsbild  -  Bewegungselement

Windkraftanlagen bringen das Element der Bewegung in die Landschaft ein.  Die Landschaft, die ein Betrachter als ruhige Idylle ansah, bekommt jetzt eine fremde Dynamik. Es ist nun einmal so, dass sich bewegende Objekte dem Betrachter unmittelbar auf sein gesamtes Gesichtsfeld ausbreiten. Solche Objekte drängen sich förmlich in den Mittelpunkt, ob man will oder nicht. Erholungssuchende wollen nun einmal die Ruhe und die Weite einer Landschaft erleben und nicht mit jedem weiteren Blick ein neues Bewegungsobjekt sehen.

  • drohender Verlust bäuerlicher Existenzen wegen möglicherweise nach Inbetriebnahme des Windrads entstehenden Immissionen (Lärm, Infraschall, Schattenschlag), die ein wirtschaftliches Fortbestehen des Betriebs fraglich erscheinen lassen

  • Beschneidung der weiteren Zukunftsfähigkeit Ingersheims
    Zwar dürfte in Ingersheim in absehbarer Zeit kein weiteres Baugebiet erschlossen werden. Denkt man aber in längerfristigen Zeiträumen, ist nicht ausgeschlossen, daß auch in Ingersheim einmal ein weiteres Baugebiet erschlossen wird.

Einzig hierfür in Frage kommendes Gebiet dürfte das jetzt als Windvorrang-Gebiet ausgewiesene Areal sein, das allerdings mit diesem Ausweis und mit dem Windrad-Bau  -  falls er realisiert würde  -  für die weitere Entwicklung der Zukunftsfähigkeit Ingersheims nicht mehr zur Verfügung steht.

Durch den Windrad-Bau käme es daher zu einer Beeinträchtigung der Zukunftsfähigkeit Ingersheims.

Dies war auch der Grund, warum seinerzeit viele Bürgermeister der übrigen in das Auswahlverfahren zur Findung eines Windvorrang-Gebiets im Kreis Ludwigsburg einbezogenen Gemeinden erleichtert aufatmeten, als der „bittere Kelch“ an ihnen bzw. ihren Kommunen vorüberging und feststand, daß das zum Ausweis als Windvorrang-Gebiet einbezogene Gebiet ihrer Kommune mangels Windarmut nicht in die Auswahl kam.

Im übrigen zeigt die Auswahl von Windkraft-Standorten in anderen Ländern eindrucksvoll, worauf es bei der Standort-Suche ankommt: So erfolgt die Standort-Auswahl z.B. in den USA (Wüstengebiete, wie z. B. Sierra Nevada) nur in Gebieten, die

  • entweder nicht oder nur sehr dünn besiedelt sind (in diesem Fall mit sehr weiten Sicherheitsabständen zur nächsten Besiedelung)

  • auf relativ „wertlosem“, nicht bewirtschaftungsfähigem Gelände, z.B. in Wüstengebieten und weit ab von großen Städten (z.B. Wüstengebiet vor Las Vegas) und nur 

  • in Gebieten, wo der Wind „pfeift“, d.h., in relativ windstarken Gebieten, die einen wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten

Ähnlich wird auch bei der Standort-Suche in Indien oder in Rußland vorgegangen.

  • Einschränkung des sanften Tourismus; an vielen Windkraft-belasteten Standorten in Norddeutschland hat sich der Tourismus verlagert in Gebiete, die von der flächendeckenden Verspargelung mit Windrädern verschont geblieben sind oder stagniert bzw. ist ganz abgewandert. 

Zwar spielt der Tourismus in BW nicht eine dominierende Rolle wie in Niedersachsen oder Schleswig-Holstein. Nach der jüngsten Entwicklung jedoch zu urteilen, ist der Tourismus nun auch in BW  -  insbesondere im Großraum Stuttgart  -  auf dem Vormarsch.

Auch in einzelnen Regionen des Landkreises Ludwigsburg steigen die Übernachtungszahlen, wie Berichten der Lokalzeitungen zu entnehmen ist, insbesondere in Weinbaugebieten (Kirbachtal / Hohenhaslach; Neckar- und Enzregion u.a.). Die Region wirbt verstärkt auf Messen (z. B. CMT, „3 B“).

Der Weinbauverband Baden-Württemberg empfiehlt angesichts immer größer werdenden Kostendrucks und wegen weiter drohenden Belastungen (Wegfall des Anbaustopps von Weingebieten in der EU: Gefahr der Verdrängung des Steillagenweinbaus u.a.) den Aufbau eines zweiten Standbeins im Weinbau-Tourismus (Übernachtungsmöglichkeiten u.a.).

Diese Entwicklung zum weiteren Ausbau des sanften Tourismus in der Region wird durch den allein Symbol-Zwecken dienenden Windrad-Bau konterkariert

Den hier genannten großen Nachteilen zu Lasten der Allgemeinheit stehen  -  wenn überhaupt  -  nur marginale Vorteile Einzelner gegenüber.

Schon längst ist die Mär vom Bürgerwindrad für Ingersheimer Bürger verstummt: Viele der Genossen haben ihren Erstwohnsitz nicht in Ingersheim und immer mehr Ingersheimer Bürger erkennen, daß die aufgrund relativer Windarmut nur spärliche Stromproduktion mangels direkter Netzverbindung vom geplanten Standort zu Ingersheimer Haushalten  keineswegs - wie von den Initiatoren fälschlicherweise suggeriert - Ingersheimer Bürgern zugeleitet wird, sondern im allgemeinen „Nirwana“ des bundesdeutschen Leitungsnetzes verschwindet….

Das relativ spärliche Windaufkommen  -  zur Unwirtschaftlichkeit bzw. Ertragslosigkeit der Anlage führend  -  ist verantwortlich dafür, daß die Gemeinde Ingersheim  -  wie bei der Versammlung am 12.3.2010 in der SKV-Halle offiziell bekannt gegeben  -  keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen erwarten kann, denn Sachkundige wissen: Nur dort, wo ein gewerblicher Betrieb einen Gewerbeertrag erwirtschaftet, fällt Gewerbesteuer zu Gunsten einer Kommune an. Dies wäre bei einem gewerblichen Windrad-Betrieb in Ingersheim eben gerade nicht der Fall.

Damit dient das Windrad ausschließlich der Symbolik.

Allein der reinen Symbolik wegen sollte die Allgemeinheit es jedoch nicht zulassen, daß eine Handvoll irregeleiteter, ideologisch verblendeter Ingersheimer Windkraft-Apostel zur irreparablen Landschafts-Schändung ungeahnten Ausmaßes schreitet….

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

  

www.gegenwind-husarenhof.de



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Ein Fundament für 7 000 Tonnen Gesamtgewicht  an geplanten Standort Ingersheim

3sat hitec-Sendung „Grenzenlose Windkraft ?“


(wm / 030111) - In der Erstsendung am 11.1.2010 sowie am 19.4.2010 hat 3sat in seiner hitec-Sendereihe über das Thema „Grenzenlose Windkraft ?“ in einem äußerst kritischen Beitrag über die Arbeiten zum Erdaushub und zur Betonierung eines Fundaments in Estinnes / Belgien berichtet. An diesen Ort hätte Ingersheim  -  falls diese E-82-Industrieanlage gebaut würde -  seinen Höhenweltrekord verloren, denn die dort mittlerweile gebauten Windräder vom Typ E 126 sind mit rd. 200 m Höhe noch einmal rd. 20 m höher als das in Ingersheim geplante Enercon-Windrad E 82.

Nach wie vor ist einem Großteil der in der Region um Ingersheim lebenden Bevölkerung die gigantische Dimension des mit 180 m Höhe geplanten Windrads noch völlig unbekannt. Vor allem ältere Menschen, die von uns in letzter Zeit über das wahre Ausmaß und über die im Falle des Baus hauptsächlich für die Bevölkerung im unmittelbaren Wirkungskreis (5 Km Radius ab geplantem Standort) drohenden Nachteile

  • Schadstoff-Immissionen: gesundheitliche Risiken, verursacht durch Lärm, Infraschall / Langzeitauswirkungen, Schattenschlag u.a.

informiert wurden, meinen noch immer, daß das auf der Ingersheimer Höhe geplante Windrad „doch nur 30 m hoch werde“ oder doch nur „so hoch wird wie der Wald“ (Bietigheimer Forst, Neckarhäldenwald).

Es ist daher davon auszugehen, daß der schon jetzt in der Bevölkerung stark vorhandene Widerstand gegen den mit aller Gewalt und gegen jede Vernunft von einer Handvoll Ingersheimer Windkraft-Protagonisten am windarmen Standort Ingersheim geplanten Unfug sich zum Orkan entwickelt, wenn im Falle des Baus mit jedem täglich entsprechend des Baufortschritts „gewonnenen“ Höhenmeter das wahre Ausmaß dieser irreparablen Landschaftsverschandelung ersichtlich wird.

Noch gänzlich unbeachtet sind die Ausmaße, die sich aus dem Verlust wertvollen Ackerlands und der im B o d e n jetzt noch vorhandenen Ökologie und Artenvielfalt ergeben.

Gemäß 3sat-Bericht wurde die „idyllische Landschaft“  -  deren Idylle nach Beginn der gigantischen Bauarbeiten unwiederbringlich verloren war  -  „allerdings schon vor Baubeginn zum Problem,“ denn es sei nicht einfach gewesen, gute Fundamente zu bilden.

Im 3sat-Bericht heißt es weiter: „Schon das Fundament der E-126 soll 3 500 Tonnen wiegen. Darauf ein hundertdreißig Meter hoher Turm aus Stahlbeton, macht noch mal 2 800 Tonnen. Maschinenhaus und Generator werden mit fast 320 Tonnen zu Buche schlagen , die Nabe mit Flügeln noch mal so viel  -  Werte wie bei einem Fernsehturm. Eine 200 m hohe Windkraftanlage mit 7 000 Tonnen Gesamtgewicht. Wie läßt sich dieser Koloss stabil verankern ?“

Im weiteren Verlauf des Berichts wird über das technische Verfahren zur Verfestigung des Bodens sowie darüber berichtet, wie 1 400 Kubikmeter hochfester Stahlbeton aus 140 Betonmischern im Stundentakt angeliefert wurden.

Angesichts dieser Schilderungen sollte jedem klar sein, daß sich das Ausmaß der in Estinnes / Belgien zu Tage getretenen Landschafts-Zerstörungen mit der Umwidmung bisher wertvollen, landwirtschaftlich genutzten Ackerlands  -  nicht nur am Standort selbst, sondern auch bezüglich der übrigen Infrastruktur, z.B. das bestehende Feldwegenetz betreffend, das für derartige Tonnagen an Erdbewegungen nicht ausgelegt ist  -  hin zu einer Industrieanlage auch am geplanten Standort auf der Ingersheimer Höhe wiederholen wird.

Im übrigen ist der nach wie vor über das wahre Ausmaß ökologischer Zerstörungen weitgehend uniformierten Öffentlichkeit nicht bewußt, daß das aus ca. 1 400 Kubikmeter (Standort Estinnes / Belgien, vgl. oben) hochfestem Stahlbeton bestehende Fundament  -  dessen Kubatur je nach Bodenbeschaffenheit am geplanten Standort Ingersheim noch voluminöser werden könnte  -  für immer  i m  B o d e n  bleibt, d.h. auch  n a c h  Ablauf der 20 Jahre dauernden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, wenn das Windrad nach den Versprechungen der Initiatoren wieder abgebaut werden soll (falls das Geld der Genossenschaftsmitglieder hierzu ausreicht, um die dann relativ hohen Entsorgungskosten finanzieren zu können)

Bedenklich stimmt es in diesem Zusammenhang, daß angesichts der immer deutlicher werdenden Dimension dieser geplanten Umweltzerstörung sich bisher mit Conrad Fink (BUND-Ortsvorsitzender Freiberg / N) und Wolfgang Huber (BUND-Ortsvorsitzender Ingersheim) nur zwei BUND-Funktionäre von der ersten Minute an  -  allerdings sehr deutlich  -  gegen diesen gegen elementare Grundsätze des Umwelt, Natur- und Landschaftsschutzes verstoßenden Unsinn im windarmen Binnenland ausgesprochen hat, während die übrigen  -  teilweise ideologisch verblendeten  -  BUND-Funktionäre und selbst ernannten Umweltschützer „in sicherer Entfernung“ und vermutlich in Schockstarre hinter ihrem Schreibtisch verharrend verschämt wegsehen, nach dem Motto „Augen zu und durch“…

Die Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ ruft daher die Bevölkerung weiter dazu auf, ihrem Unmut gegen diesen im bevölkerungsreichen Landkreis Ludwigsburg geplanten Unsinn  -  wie schon bisher  -  gewaltlos „Luft zu verschaffen“.

Bitte tragen Sie sich weiterhin in die Unterschriftslisten zur Verhinderung eines Windrads auf der Ingersheimer Höhe ein. Diese sind weiterhin an den bekannten Orten ausgelegt und sollen im Rahmen eines Petitionsverfahrens dem Petitionsausschuß des baden-württembergischen Landtags übergeben werden.

Da das Bundesland Baden-Württemberg aufgrund der relativen Windarmut und der damit verbundenen Standort-Nachteile  -  entgegen dem Willen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linke - wohl auch künftig kein „Windkraft-Bundesland“ werden wird und daher mit Sicherheitsabständen noch keine umfangreichen Erfahrungen wie z.B. Hessen, Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein u.a. hat (die größere Sicherheitsabstände als Baden-Württemberg haben bzw. dabei sind, diese umzusetzen), wurden  -  im Gegensatz zu den genannten Ländern  -  nur relativ geringe Sicherheitsabstände zur Bevölkerung festgelegt, wohl auch deshalb, weil in Baden-Württemberg im Umfeld ausgewiesener Windvorrang-Gebiete eine deutlich stärkere Bevölkerungsdichte gegeben ist als an Standorten der genannten Bundesländer, die eher landwirtschaftlich geprägt sind mit Windkraft-Standorten, die weniger bevölkerungsreich sind.

Bei größeren Sicherheitsabständen wie in anderen Bundesländern wäre manches jetzt mangels Windaufkommen nur noch vor sich hin dümpelndes Windrad von vornherein erst gar nicht gebaut worden.

Die Ungleichbehandlung von Sicherheitsabständen in einzelnen Bundesländern stellt einen Verstoß gegen den im Grundgesetz festgelegten Gleichbehandlungsgrundsatz dar.

Hinsichtlich der im direkten Wirkungskreis einer Windkraftanlage lebenden Bevölkerung ist nicht einzusehen, warum baden-württembergische Bürger - z.B. in Ingersheim, Pleidelsheim oder Besigheim  -  aufgrund von im Vergleich zu anderen Bundesländern geringeren Sicherheitsabständen einer drohenden stärkeren Gesundheitsgefährdung und weiteren Nachteilen ausgesetzt sein sollen, als Bürger in Bundesländern, in denen größere Sicherheitsabstände gelten.

Last but not least:       Immer öfter erreichen uns Anrufe und Mails interessierter Bürger, die fragen, weshalb die Lokalpresse oder die überregionale Stuttgarter Presse entweder gar nicht oder überwiegend unkritisch und einseitig aus der Sicht des Hofberichterstatters berichtet während über kritische Punkte oder Nachteile des geplanten Bauvorhabens so gut wie nicht berichtet werde.

Diesen Anrufern teilen wir mit, daß wir diese Kritikpunkte kennen. Auch wir haben den Eindruck, daß nicht immer nach objektiven Kritierien berichtet wird, teilweise versucht wohl der eine oder andere Redakteur, seine Privatmeinung zu Lasten einer objektiven Berichterstattung „an den Mann zu bringen“. Auch bestehen wohl in dem einen oder anderen Fall persönliche Kontakte zu einem Teil der Windrad-Initiatoren bzw. zur Ingersheimer Gemeindeverwaltung, die vermutlich den Blick für eine objektive Berichterstattung trüben.

Unsere Bürgerinitiative hat jedoch keinerlei Einflußmöglichkeiten auf die Berichterstattung der Zeitungen, daher bleibt uns nur die Hoffnung, daß sich journalistische Berufsgrundsätze wie der „Grundsatz einer objektiven Berichterstattung“ durchsetzen, wonach neutral berichtet und sowohl auf Vor- wie auch auf Nachteile eingegangen werden sollte.

Im übrigen:     Die nicht immer objektive Berichterstattung dürfte auch dazu geführt haben, daß die Anzahl der täglichen Besucher unserer homepage sich kontinuierlich nach oben entwickelt hat. Z. Zt. besuchen unsere homepage täglich durchschnittlich 150 Besucher, wir gehen davon aus, daß sich diese Zahl in der nächsten Zeit auf 200 - 250 tägliche Besucher steigern wird.

Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

Damit niemand behaupten kann: „…das habe man ja nicht gewußt…“, „…wenn ich das gewußt hätte…“ usw.  -  Bedenken des Ludwigsburger Ornithologen und Naturschützers Prof. Dr. Claus König gegen den Bau eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim  -  „Rotoren werden zur tödlichen Vogelfalle“

(wm / 271210) - Wie in der Lokalpresse berichtet, steht die Entscheidung des Landratsamts Ludwigsburg über den Antrag zum Bau eines 180 m hohen Windrads an raumbedeutsamer Stelle in Ingersheim unmittelbar bevor.

Die in der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zusammengeschlossenen Gegner des Windradbaus an dieser Stelle haben mehrfach durch Gegenüberstellung von  -  wenn überhaupt  -  nur marginal vorhandenen und lediglich den Interessen Einzelner dienenden Vorteilen und der durch den Bau verursachten Nachteile belegt, daß die zu Lasten der Allgemeinheit entstehenden Nachteile deutlich überwiegen.

Daher lehnen die in der Bürgerinitiative zusammengeschlossenen Bürger und mit ihnen ein Großteil der im direkten Wirkungskreis der geplanten Anlage wohnenden Bevölkerung in Ingersheim, Pleidelsheim und Besigheim den Bau eines 180 m hohen Windrads an einem relativ windschwachen Standort innerhalb eines dicht besiedelten Umfelds im Mittleren Neckarraum ab.

Die in Rekordzeit gegen den Bau eingesammelten ca. 1 400 und am 13.12.2010 dem Landrat Dr. Rainer Haas übergebenen Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Diese Unterschriftenaktion geht weiter. Die gesammelten Unterschriften werden im Rahmen eines Petitionsverfahrens dem Petitionsausschuß des Landtags von Baden-Württemberg übergeben, wobei es Ziel ist, aus Gründen der Gleichbehandlung die aus Sicht der betroffenen Zivilbevölkerung in Ingersheim völlig unzureichenden Sicherheitsabstände den deutlich größeren Sicherheitsabständen in anderen Bundesländern anzupassen, damit die besonders innerhalb des Wirkungskreises von ca. 5 Km durch Immissionen (Infraschall) drohenden Gesundheitsrisiken weitgehend vermieden werden, falls es zum Bau bzw. zur Genehmigung käme.

Eine auch aus Sicht der Bürgerinitiative unerwartet starke Stellung in der Ablehnungsfront nimmt der Natur-, Tier- und Landschaftsschutz ein. Weit über die Region hinaus bekannte Experten wie der Ludwigsburger Ornithologe Prof. Dr. Claus König, die BUND-Ortsvorsitzenden von Freiberg /N. und Ingersheim (Conrad Fink und Wolfgang Huber), der Schwäbische Heimatbund (Stuttgart; Vorsitzender Eberhard Griesinger; ca. 5 500 Mitglieder) oder die Stiftung NatureLife International von Claus-Peter Hutter (Präsident der Umweltakademie Baden-Württemberg) und viele mehr haben in eindeutigen Statements gegen den naturzerstörerischen Bau einer an dieser Stelle in Ingersheim inmitten von Landschafts- und Naturschutzgebieten geplanten 180 m hohen Windkraftanlage Stellung bezogen.

In einem eindringlichen Plädoyer hat sich der Ludwigsburger Ornithologe Prof. Dr. Claus König am 13.12.2010 noch einmal im Rahmen der Übergabe von 1 400 Unterschriften an Landrat Dr. Haas gewandt und auf die aus Sicht des Naturschutzes sprechenden Bedenken gegen den Bau der Anlage hingewiesen.

Nachfolgend und stellvertretend für alle gegen den Bau des Windrads in Ingersheim eingestellten Naturschützer ein Bericht der STN, der diese Bedenken noch einmal deutlich aufzeigt.

Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 




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