Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

 Natur und Umweltschutz


Nachhilfe für grüne Märchenerzähler wie BW-Ministerpräsident Winfried Kretschmann / MdL und Umweltminister Franz Untersteller / MdL

Sie haben nichts, aber auch gar nichts dazu gelernt, ebenso wie viele unkritische Schreiberlinge und Besserwisser in der Lokal- und Regionalpresse…

 Das erbärmliche Resultat aller bisher abgehaltenen 20 (!!) Weltklima-Konferenzen:…Außer Spesen nichts gewesen…

 Auch die 21. Weltklima-Konferenz in Paris ist zum Scheitern verurteilt !

 Fazit: „Solar- und Windenergie sind zu teuer …wenig Nutzen für das Klima…“


(wm / 150515) - Alle bisher abgehaltenen Weltklima-Konferenzen sind trotz weltweit großer Erwartungen, endlos langen Abstimmungsrunden und zahlreicher Nacht-Sitzungen an den viel zu großen Interessen-Gegensätzen der Konferenz-Teilnehmer gescheitert, die völlig unterschiedlichen Ansichten der auf Öko-Standards bedachten Industrienationen wie Deutschland oder Schweden waren mit den divergierenden Ansichten der Entwicklungsländer in Afrika oder Asien bzw. mit den Vorstellungen der nach Wachstum und Wohlstand strebenden Schwellenländern nicht unter einen Hut zu bringen; so wurde bei fast allen Konferenzen noch nicht einmal ein „kleinster gemeinsamer Nenner erreicht.“

Ein am  15.5.2015  in der FAZ erschienener Gastbeitrag von Björn Lomborg veranschaulicht das Desaster und die unterschiedlichen Sichtweisen.

In seinem FAZ-Gastbeitrag heißt es u.a.: „Trotz des Hypes ist der Anteil der Solar- und Windenergie am Energiemix im Grunde verschwindend gering. Heute bezieht die Welt ungeachtet endloser Klimakonferenzen, guter Absichten und großzügiger Subventionen nur 0,4 Prozent ihrer Energie aus Solar- und Windkraftanlagen, so die IEA. In 25 Jahren werden erneuerbare Energien immer noch unbedeutend sein.

Im optimistischen, „grünen“ IEA-Szenario werden Solar- und Windenergie in 40 Jahren bloß 2,2 Prozent der weltweiten Energieversorgung ausmachen. Trotz der in unserer Kultur allgegenwärtigen Auffassung, dass Solar- und Windenergie kurz davor seien, den Klimawandel aufzuhalten, wissen sogar Schwarzseher wie der Klimaberater von Al Gore, Jim Hansen, dass dies nicht der Fall ist: „Wer glaubt, dass wir uns in den Vereinigten Staaten, in China, Indien oder auf der ganzen Welt dank erneuerbarer Energien kurzfristig von fossilen Brennstoffen verabschieden können, der glaubt auch an den Osterhasen und an die Zahnfee.“

Die einfache unbequeme Wahrheit lautet, dass Solar- und Windenergie noch nicht ausgereift sind: Sie sind zu teuer und benötigen teure Reserven, wenn der Wind nicht bläst oder die Sonne nicht scheint. Solange wir es nicht schaffen, Kosten und Effizienz erneuerbarer Technologien dramatisch zu verbessern, bleibt es bei selbstgefälliger Schönfärberei für westliche Gutmenschen. Genauso wenig werden wir die Entwicklungsländer überzeugen können, von günstigen und zuverlässigen fossilen Brennstoffen auf unzuverlässige und teure erneuerbare Energien umzusteigen.“ …so der dänische Politologe und Statistiker Björn Lomborg.


Windkraft:  Hände weg von der Natur!

Quelle: www.dawipaderborn.bplaced.net
Der Ort Dahl bei Paderborn

Bekannt ist, daß Ideologen in einer Scheinwelt leben und die Realität verdrängen, wenn sie nicht ihrer Ideologie entspricht.

Daher wäre es vermessen zu glauben, daß ideologisierte grüne Klimaschutz-Politiker wie der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann / MdL oder BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL und die Reige der im Landtag sitzenden Grüne-Politiker von ihren wahnwitzigen, gegen Arten- und Klimaschutz gerichteten Vorstellungen über Windkraft in Baden-Württemberg  -  mit deutlichem Abstand windschwächstes Bundesland aller 16 Bundesländer, damit an letzter Stelle stehend und für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeignet -  abrücken.

Auch besteht kaum Hoffnung, daß

  • ebenfalls ideologisch verblendete, „grün angehauchte“ Gutmenschen an Windkraft-Brennpunkten bspw. in Bönnigheim (Naturpark Stromberg-Heuchelberg), Ingersheim, Backnang (Zollstock-Springstein / Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald), Esslingen (Schurwald), Engelsbrand, Malsch und Straubenhardt (jeweils Nordschwarzwald), Stuttgart (Tauschwald)
  • und mindestens genauso  -  allerdings aus reiner Geldgier  -  verblendete Windpark-Grundstücksverpächter an vielen anderen Standorten in Baden-Württemberg

noch gedanklich in der Lage sind bzw. die Kraft haben, den von ihnen beschrittenen Irrweg selbst zu erkennen.

Angesichts des jetzt an vielen Windkraft-Standorten auch in BW bereits ersichtlichen, durch Windkraft verursachten Landschafts- und Naturfrevels bleibt jedoch die Hoffnung,

  • daß die eine oder andere Genehmigungsbehörde diesem Treiben auf Basis bestehender Naturschutzgesetze Einhalt gebietet
  • und der so seiner Heimat, Natur und Landschaft beraubte Bürger rechtzeitig vor der nächsten BW-Landtagswahl im März 2016 die Verantwortlichen in der Politik erkennt, um dann bei der BW-Landtagswahl im März 2016 sein Kreuzchen an der „richtigen Stelle“ machen zu können…


Walter Müller    / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“


Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de



Grünbuch der Bundesregierung zur Energiewende:    Aufforderung an Bundesbürger zur Diskussion

Prof. Dr. Frank Endres ist ordentlicher Professor am Energiezentrum der TU Clausthal-Zellerfeld und forscht auf dem Gebiet der Energiewende

Analyse eines Naturwissenschaftlers führt zum „Verriss“ pseudo-wissenschaftlicher Phrasen weitgehend ideologisierter Politiker,  Partei-Funktionäre und Gutmenschen

Kritik an der Energiewende

Hinweis an Weltklima-Verbesserer, Sektierer und Schwärmer: Die Grundsätze in Physik und Chemie werden        n i c h t durch Parteitags-Mehrheitsbeschlüsse realitätsferner und von den Bürgern meilenweit entfernter Partei-Funktionäre aufgehoben und außer Kraft gesetzt !


 

(wm / 060315) - Die Bundesregierung hat die Bevölkerung aufgefordert, zu dem von ihr veröffentlichten Grünbuch über die Energiewende Stellung zu nehmen. Eine von sehr zahlreichen Stellungnahmen wurde vom  Naturwissenschaftler Prof. Dr. Frank Endres , Professor am Energiezentrum der TU Clausthal-Zellerfeld abgegeben.

Die sehr zu empfehlende Stellungnahme geht mit den von meist ideologisierten Partei-Funktionären und vorwiegend dem grünen Spektrum nahestehenden, selbst ernannten, aber an der Basis vor Ort größtenteils jämmerlich versagenden Naturschützern vorwiegend auf der Leitungsebene des BUND und NABU hart ins Gericht, wenn sie sich wieder einmal  -  oft unqualifiziert  -  zu Themen wie CO2-Schadstoffe, Klimaerwärmung, Treibhausgase etc. äußern und völlig überzogene, kaum haltbare Weltuntergangs-Szenarien in die Welt setzen.




Viele dieser im gesetzten Alter als Klima-Propheten sich berufen fühlende Warner haben in ihrer Schulzeit naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Physik, Chemie oder Biologie geschwänzt bzw. abgewählt und haben sich eher den schöngeistigen Fächern zugewandt. Entsprechend fallen ihre Äußerungen zu naturwissenschaftlichen Themen aus. Daher weisen sie allein schon deshalb erhebliche Wissensdefizite auf, die sie auch im fortgeschrittenen Alter nicht mehr aufholen, getreu dem Motto: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr !“. Überdies kommt bei vielen Personen aus diesem Personenkreis ab einem gewissen Alter und längerer Parteizugehörigkeit eine gewisse Beratungsresistenz vor, die verhindert, daß logische Gesichtspunkte rational betrachtet und Eingang in die eigenen Überlegungen finden.

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“


Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



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Nachfolgend die Stellungnahme von Professor Dr. Endres im Wortlaut.

Prof. Dr. Frank Endres, TU Clausthal

Grünbuch zur Energiewende

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat ein "Grünbuch" zur Energiewende vorgelegt und eine breite, lösungsorientierte Diskussion eingefordert. Professor Endres gibt nachfolgend eine sachkundige Stellungnahme dazu ab wie vom Ministerium gewünscht.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Sie fordern zu Stellungnahmen zum "Grünbuch" der Energiewende auf.

Die Energiewende wird in diesem Buch mit dem sog. "Klimaschutz" begründet. Ich möchte festhalten, dass es in der Physik und in der Physikalischen Chemie kein einziges Experiment gibt, das den sog. "atmosphärischen Treibhauseffekt" belegen kann.  Die "Kindergartenversuche" mit CO2-gefüllten "Treibhäusern" ergeben ähnliche Erwärmungsraten, wenn sie bspw. mit dem Infrarot-inaktiven Argon gefüllt sind. Die Erwärmung seit der letzten kleinen Eiszeit um 1650 wird seit Gründung des IPCC mit anthropogenen Emissionen von Kohlenstoffdioxid in Verbindung gebracht. Es ist richtig, dass sich die Erde seit der letzten kleinen Eiszeit erwärmt hat, ein Blick in die Geschichtsbücher und die publizierten Temperaturkurven ergibt jedoch keinerlei Hinweis, dass diese Erwärmung unnatürlich ist. In von Kollegen veröffentlichten Persistenzanalysen gibt es keinerlei Hinweis auf ein anthropogenes Signal, vom städtischen Wärmeinseleffekt einmal abgesehen.

Unter Berücksichtigung der El Nin(j)o Bedingungen im Pazifik war das Jahr 2014 nun wirklich kein Rekordjahr, und abgesehen von lokalen Unterschieden gibt es seit beinahe 20 Jahren keine Erwärmung mehr. Deutschland erlebt vielleicht einen nicht zu strengen Winter, die USA sind dagegen mehr oder weniger eingefroren mit Minusrekorden – sieht so eine globale Erwärmung aus?

Auch die angebliche Versauerung der Ozeane ist nur Politik, denn die leicht basischen Ozeane werden höchstens weniger basisch, für eine "Ozeankatastrophe" gibt es keinerlei Hinweise. Lebende Organismen kommen mit leicht sauren Bedingungen besser zurecht als mit basischen, das hat einfache chemische Gründe. Nach den Erdbahnparametern und allen bekannten natürlichen Zyklen sollte die Erwärmung, singuläre Ereignisse ausgenommen, zu Ende sein - über die sog. "Klimasensitivität" von Kohlenstoffdioxid besteht kein Konsens, auch wenn dieser suggeriert wird.

Diese sog. Klimasensitivität wird in Experimenten bestimmt, die eine Atmosphäre nicht abbilden können. Den atmosphärischen Treibhauseffekt, der auf Arbeiten aus dem 19. Jahrhundert beruht, gibt es nur in Computer-Simulationen, die zudem den adiabatischenHöhengradienten der Temperatur sowie den Energieaustausch über Verdunstung und Kondensation ignorieren.  Die Frage stellt sich, warum die Bundesregierung den in international begutachteten Zeitschriften veröffentlichten Temperaturstillstand ignoriert.

Als Hochschullehrer muss ich Studierende auf internationale Publikationen aufmerksam machen, und dann kommt die Frage auf, warum die Bundesregierung und einige Institutionen eine einseitige Auswahl treffen - dieser Ansatz ist unwissenschaftlich und ein verheerendes Signal für die Qualität von Bildung und Ausbildung. Nachvollziehbar ist für mich jedoch, dass die Politik ohne naturwissenschaftliche Kenntnisse angesichts des internationalen Drucks kaum eine andere Wahl hatte, als davon auszugehen, es gäbe eine schlimme anthropogene Erwärmung. Da diese jedoch mit jedem Jahr des Temperaturstillstandes unwahrscheinlicher wird, sollte die Politik auch in Betracht ziehen, dass die Computer-Modelle die Wirklichkeit vielleicht doch nicht so abbilden können wie in den einschlägigen Kreisen angenommen wird.

Abgesehen von der CO2-Diskussion, die in den "etablierten Kreisen" jegliche reflektierende wissenschaftliche Diskussion vermissen lässt (Wissenschaftler mit abweichender Meinung als "Leugner" zu bezeichnen, ist jenseits des Akzeptablen), halte ich die Energiewende aus technischen  Gründen für unverantwortlich. Das heutige Stromnetz ist noch stabil, weil in Kohle-, Wasser- und Kernkraftwerken in den Turbinen eine sehr hohe Rotationsenergie gespeichert ist. Die Stabilität des Stromnetzes wird über die Frequenz auf 50 Hz geregelt, wobei die Spannung durchaus variieren kann, ich habe Werte zwischen 220 und 240 Volt gemessen. Mit Windkraftanlagen oder Solarmodulen ist ein stabiles Netz ohne die Einbindung von Speichern und virtuellen Schwungrädern unmöglich, denn nachts scheint die Sonne nicht, und der Wind weht nicht einmal "offshore" konstant, wie die von Tennet bereit gestellten Daten zeigen.

Die Phasensynchronität im Stromnetz ist ein weiterer kritischer Aspekt. Die Prognosen sind so ungenau, dass bei dem Sturm im Januar Planung und Einspeisung um mehrere Gigawatt abwichen. 1 Gigawatt entspricht ungefähr der Leistung eines großen Kraftwerks. Es gibt trotz rund 80 GW installierter WKA und PVA Tage, an denen die Leistung dieser Anlagen bei einem Bedarf von bis zu 80 GW auf weniger als 1 GW absinkt und das Netz ohne die Kohle- und noch bestehenden Kernkraftwerke (zusammen mit den Schweizer Kernkraftwerken übrigens die sichersten der Welt) zusammenbrechen würde.

Eine Vollversorgung mit "Erneuerbaren" erfordert daher enorme Speicher. Bei einem jährlichen Strombedarf von ca. 600 TWh, der sicher nicht sinken wird, es sei denn, Deutschland wird völlig deindustrialisiert, gehen die Schätzungen von 20 – 100 TWh Speicherbedarf aus. Alle heutigen und künftigen deutschen Pumpspeicherkraftwerke werden ca. 0,15 TWh Strom speichern können, auch das Nordlink-Kabel wird daran nicht viel ändern, zumal Norwegen im Winter Stromimportland ist. In der Konsequenz bleiben nur noch chemische und elektrochemische Speicher übrig. Am sinnvollsten wären bei allen angestoßenen Maßnahmen vielleicht noch die Gewinnung von Wasserstoff sowie Großbatterien, wenn Kosten keine Rolle spielen. Die Rückverstromung von Wasserstoff erfordert diffusionsstabile Speicher und neue Materialien für Großmotoren oder Gasturbinen (Stichwort: Wasserstoffversprödung), und alle Batterien unterliegen einer Alterung. Auch wenn in manchen Prospekten Lebensdauern von 30 Jahren für Batterien angegeben werden, ist wegen der unvermeidlichen Alterung Skepsis angebracht. Zyklenstabile, preiswerte (ca. 10 EUR/kWh) und dauerhaltbare Batterien sind eher in der weiteren Zukunft zu erwarten, und würde die Bundesregierung wirklich an die Umsetzung der Energiewende und die Klimakatastrophe glauben und Kernkraftwerke weiterhin ablehnen, müsste sie mehrere Milliarden Euro pro Jahr alleine in die Speicherforschung investieren, und zwar ohne lange und ermüdende Beantragungsverfahren.

In der Tat könnte man schon mit der heutigen Technik die "Stromwende" realisieren, wenn man dafür in Kauf nimmt, dass der Strompreis dann irgendwo im Bereich von 1 – 2 EUR/kWh liegt und ca. 15x mehr WKA aufgestellt werden müssen. Vielleicht könnte Deutschland dann seinen Strombedarf im Lande decken, der Bedarf an Heizenergie wird jedoch nicht "regenerativ" zu decken sein (auch nicht, wenn alle Häuser gedämmt wären), und wo dann die Nahrungsmittel herkommen sollen, steht auf einem anderen Stück Papier.

Die häufig verbreitete Annahme, dass der Strom kostenlos ist, wenn erst einmal genügend WKA und PVA installiert wurden, wurde bis heute lediglich schön gerechnet, wobei jegliche naturwissenschaftlichen und technischen Aspekte ausgeblendet werden. Leider wird in diesem Grünbuch kaum irgendein Wort zu den technischen Aspekten gesagt, die Bundesregierung suggeriert, dass es nur den richtigen Markt braucht, um die Energiewende zum Erfolg zu führen, was Minister Gabriel auf verschiedenen Veranstaltungen so schon gesagt hat. Das Fass der "Energiespeicher" will er vor der kommenden Bundestagswahl wohl nicht öffnen, denn seine Wähler könnten ihm, der SPD und der CDU davon laufen. Der Traum vom kostenlosen Strom ist eine Fehleinschätzung, die wohl nur diejenigen unterstützen werden, die direkt von der Energiewende profitieren, sei es an den einschlägigen Forschungsinstitutionen oder in der Industrie.

Viele Kollegen wie auch ich, haben der Bundesregierung angeboten, sie technisch neutral zu beraten. Anstatt kritische Stimmen anzuhören, verlässt sich die Bundesregierung ausschließlich auf Energiewende-Protagonisten, die den Kurs der Bundesregierung stützen.  Dieser Ansatz ist unwissenschaftlich, denn eine weitsichtige, politische Entscheidung sollte auch gegensätzliche Meinungen anhören, denn die Physik und die Chemie werden nicht durch Mehrheitsbeschlüsse außer Kraft gesetzt.

Die Mehrzahl der Deutschen wünscht wohl noch immer die Energiewende und ist wohl bereit, für den angeblich sauberen Strom mehr zu zahlen, nur sollte sich die Bundesregierung so langsam auch des Infraschall-Problems annehmen. Bei der "100-%"-Stromwende wird Deutschland bei einer heutigen WKA-Auslastung von ca. 12 % etwa 600 GW an installierter Windkraftleistung benötigen, gestützt durch gigantische Speicher zwischen 20 und 100 TWh. Ganz Deutschland wird dann von Windkraftanlagen überzogen sein, mit nur in "Flauten" endendem Infraschall. Im Bereich der thermischen Nutzung "erneuerbarer Energien" gibt es dagegen viel Potential, sinnvolles zu tun.

Leider ist auch in diesem Punkt die Bundesregierung an alternativen Ideen offenbar nicht interessiert. Der Minister versendet eher Standardbriefe als sich die Meinung von kritisch denkenden Wissenschaftlern anzuhören. Da der Rest der Welt die Kernenergie ausbaut und China mittlerweile eigene Kernkraftwerke entwickelt, stellt sich die Frage, wie lange die deutsche Wirtschaft international noch konkurrenzfähig bleiben wird, zeigen doch viele Firmen heute schon still und leise Deutschland den Rücken.

Mit freundlichem Gruß

Prof. Dr. Frank Endres


Prof. Dr. Frank Endres ist Professor am Energie-Forschungszentrum  
der TU Clausthal-Zellerfeld und forscht im Bereich der Energiewende 

02. März 2015 




U n g l a u b l i c h  -  Windpark Klosterwald / Creglingen: Verletzung von Umweltschutz-Standards durch das Landratsamt Main Tauber nicht nur bei Windpark-Genehmigung, sondern auch bei Festlegung bzw. Genehmigung der im Boden zu verlegenden Verkabelung der Strom-Trassenführung ?

 

Strom-Trassenführung soll im Erdreich eines vermutlich mit Giftstoffen kontaminierten, in der Nachkriegszeit viele Jahre lang von Gewerbe und Bürgern als „wilde Müllkippe“  mißbrauchten Schuttplatzes bzw. in unmittelbarer Nähe davon verlaufen !

 

Risiko-Potential wegen möglicherweise durch Erdarbeiten ausgelöster Verbreitung der bisher im Erdreich seit vielen Jahren „schlummernden“ Giftstoffe  -  Droht Grundwasser-Verseuchung durch längst verrottete, eventuell auslaufende Gift-Fässer etc.?

 

Verheimlichte Genehmigung und Auswahl zur Stromtrassen-Führung durch LRA TBB einmal mehr vergleichbar mit Verhältnissen in einer Bananen-Republik…


(wm / 150315) - Ein weiteres unrühmliches Kapitel der „Windkraft-Story“ in Creglingen wurde publik, nachdem der Creglinger Bürgermeister Uwe Hehn erst auf Nachfrage von Vertretern der Bürgerinitiative „Rettet den Klosterwald“ bei einer am 24.2.2015 vor der öffentlichen Gemeinderats-Sitzung abgehaltenen Bürgerfragestunde zugeben mußte, daß die mit hohem Konflikt-Potential versehene und daher wohl von den Genehmigungs-behörden bewußt so lange wie möglich „unter Verschluß“ gehaltene Strom-Trassenführung zur Ableitung des erzeugten Windstroms zur Umspann-Station (Einspeisung ins Netz) im Erdreich über einen Schuttplatz bzw. in dessen unmittelbarer Nähe verlaufen soll, der nach dem 2. Weltkrieg viele Jahre lang vor allem vom Gewerbe aus nah und fern völlig unkontrolliert als „wilde Müllkippe“ mißbraucht wurde.

Viele in der Nähe wohnende Bürger sehen diese Umgebung als „tickende Zeitbombe“ an, die möglicherweise dann „hoch gehen“ könnte, wenn wegen den im Boden unter Einsatz schweren Geräts zu verlegenden Strom-Kabeln Arbeiten zu umfangreichen Erdbewegungen durchgeführt werden, die deshalb als hochriskant angesehen werden, weil es dadurch möglicherweise bei geringster Bewegung / Verschiebung des Bodens zum erneuten Auslaufen von Giftstoffen aus mittlerweile nach Jahrzehnten im Erdreich stark verrotteten, dort „wild“ lagernden  Behältnissen kommen könnte.

Einmal mehr erscheint die auch hier unrühmliche Haltung des Landratsamts Main Tauber zum wiederholten Mal  -  zumindest für Außenstehende  -  in schlechtem Licht, denn es ist nicht nachvollziehbar, weshalb im Genehmigungsverfahren nach den von uns beim LRA TBB in 2014 eingesehenen Genehmigungsunterlagen nicht geprüft wurde, ob im Genehmigungszeitpunkt (12.8.2014) den WEA-Bauanträgen überhaupt eine rechtskräftige und einschlägigen Umweltschutz-Standards entsprechende Strom-Trassenführung zugrunde liegt. Diese Voraussetzung liegt wohl bis heute nicht vor.

Sodann hätte allerspätestens vor Beginn bzw. vor Freigabe der Wald-Rodungsarbeiten Ende Oktober / Anfang November 2014 geprüft werden müssen, ob die benötigte Strom-Trassenführung von ihrem Verlauf her im Boden bzgl. Risiko-behaftetem Untergrund überhaupt den heutigen gesetzlichen Bestimmungen, Richtlinien und Umweltschutz-Auflagen entspricht. Diese Prüfung wurde wohl bis heute nicht durchgeführt.


By Enzo Carretta (Own work)
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via Wikimedia Commons

Außerdem hätte die auf Creglinger / Reinsbronner Gemarkung geplante, gegenüber dem Reinsbronner Ortschaftsrat vom Bürgermeister bewußt verschwiegene Trassenführung gemäß § 70 Abs. 1 Gemeindeordnung Baden-Württemberg schon längst dem Ortschaftsrat zur Information und Anhörung vorgelegt werden müssen. Dies ist bisher ebenfalls nicht erfolgt.

Aufgrund dieses Sachverhalts und wegen der Insidern bzw. Kennern der Materie zwischenzeitlich bekannten Hintergründe kann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, daß die jetzt von den Verantwortlichen „mit heißer Nadel“ gestrickte und „1 vor 12“ gefundene Lösung auf Konflikt-trächtigem Gelände nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Zu verstehen ist dieses erneute Versagen des Landratsamts Main Tauber  -  wenn überhaupt  -  nur, wenn man die während der Genehmigungs- und Widerspruchsphase ersichtliche Haltung des LRA TBB kennen gelernt hat, die Anlaß zur Vermutung gibt, daß die Genehmigungsbehörde relativ stark unter dem Einfluß der Windkraft-Lobby steht und man deshalb dort wohl der Meinung ist, man könne „auch mal eine 5 gerade sein lassen…“.

Wir unterstützen die BI „Rettet den Klosterwald“ und bringen nachfolgend auf unserer homepage die von der BI den Lokalzeitungen in Main Tauber zugeleitete Pressemitteilung zu diesem Sachverhalt.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



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Pressemitteilung der Bürgerinitiative

„Rettet den Klosterwald“

 

BI „Rettet den Klosterwald“ lehnt vom Landratsamt Main Tauber zur Feststellung der Kontaminierung mit Giftstoffen beauftragte Firma ab und fordert neutral und objektiv durchzuführende Probe-Bohrungen auf ehemaliger Reinsbronner, mit Giftstoffen kontaminierter Müll-Kippe, wo in unmittelbarer Nähe die im Boden zu verlegende Verkabelung der Strom-Trassenführung zur Ableitung des Windstroms erfolgen soll

 

Mitglieder des Ortschaftsrats Reinsbronn haben uns informiert, daß das LRA TBB nunmehr, wohl aufgrund unseres seit ca. 4 Wochen vorliegenden, am 24.2. im Rahmen einer Bürgerfragestunde / Gemeinderatssitzung in Creglingen an Bürgermeister Hehn übergebenen Fragen-Katalogs nachträglich plane, Probebohrungen im Bereich der geplanten Stromtrassen-Führung durchführen zu lassen.

Die jetzt von der Stadtverwaltung Creglingen und LRA TBB „in höchster Not“ und unter großem Zeitdruck wohl als „letzte Rettung“ gefundene Trassen-Führung war nach mehreren zuvor gescheiterten Anläufen bzw. nach  -  trotz ausgeübtem Druck  -  Ablehnung von Grundstücks-Eigentümern quasi zwar wohl als letzte, aber aufgrund des dadurch möglicherweise entstehenden Gefahren-Potentials äußerst fragwürdige Möglichkeit verblieben, da sie auf dem Gelände bzw. hart an der Grenze zu einem ab Ende des 2. Weltkriegs bis vermutlich weit in die 60-er Jahre hinein lange Zeit als „wilde Müllkippe“ unkontrolliert genutzten Schuttplatz verlaufen soll.

Seit Jahrzehnten dort wohnende Bürger schildern anschaulich, daß Bürger, Handwerks- und andere Betriebe  aus Reinsbronn und Umgebung über Jahre hinweg dort „alles“ entsorgten, „was man nicht mehr benötigt hat“, in einer Zeit, wo keinerlei Umweltschutz-Standards gegolten haben.  Andere mit den Vorgängen vor Ort vertraute Augenzeugen erinnern sich uns gegenüber, daß dort bspw. an einem Tag allein zehn Autowracks „wild entsorgt“ wurden.

Viele Einheimische sehen das jetzt schwer zugängliche, durch unkontrollierte Vegetation viele Jahre lang überwucherte Gelände als hochgradig mit giftigen Schadstoffen wie Altöl, Herbiziden etc. kontaminiert und daher als „tickende Zeitbombe“ an, die sich auf Reinsbronner Gemarkung befindet. Immer mehr mit den Internas vor Ort vertraute Bürger verstehen nicht, wie eine Behörde ohne zuvor von neutralen und unabhängigen Sachverständigen objektiv durchgeführter Prüfung eine derart hochriskante und gegen einschlägige Umweltschutz-Standards verstoßende, im Boden verlaufende Strom-Trassenführung überhaupt genehmigen konnte, die eventuell im mit Giftstoffen verseuchtem Boden bzw. in unmittelbarer Nähe des vermutlich hochgradig mit Schadstoffen kontaminierten Erdreichs verlaufen soll.

Nach Kenntnis der Hintergründe geht unsere BI davon aus, daß die Genehmigungsbehörde bei ihrer Entscheidung, die Strom-Trassenführung ohne ausreichende Prüfung zu genehmigen   -  wie schon im Genehmigungs- / BImSchG-Verfahren  -  stark von der regionalen Windkraft-Lobby und den Windpark-Initiatoren beeinflußt wurde.

Für den Fall, daß jetzt auf Veranlassung des Landratsamts Main Tauber nachträglich das Erdreich im Umfeld der geplanten Strom-Trassenführung geprüft werden sollte nachdem wir das Verhalten des LRA TBB angeprangert haben, fordern wir, daß die Prüfung durch einen neutralen, unabhängigen und gerichtlich vereidigten Sachverständigen durchgeführt wird, um von vornherein auszuschließen, daß ein „gekauftes“ und daher bzgl. seiner Prüfungsergebnisse wertloses „Gefälligkeits-Gutachten“ („Persilschein-Gutachten“)  erstellt wird.

Wir behalten uns vor, diesen Sachverhalt übergeordneten staatlichen Aufsichtsbehörden mitzuteilen; des weiteren werden wir den Sachverhalt dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau beim Regierungspräsidium Freiburg melden mit der Bitte, sich in die Prüfung einzuschalten.

Im übrigen gehen wir davon aus, daß alle durch eine Sonderprüfung des kontaminierten Erdreichs veranlaßte Kosten ausschließlich von den Windkraft-Initiatoren getragen werden, um zu vermeiden, daß die Bürgerschaft über allgemeine Steuermittel finanziell belastet wird.

 

Eckehard Bach, Creglingen-Frauental (Mitglied der BI-Lenkungsgruppe „Rettet den Klosterwald“)



Aufruf: Kein Windkraft-Unfug im NaturparkStromberg-Heuchelberg !

Man sägt nicht den eigenen Ast ab, auf dem man selber sitzt !

Appell an alle, die dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg nahestehen und sich dem Natur- und Landschaftsschutz verpflichtet fühlen !

 

Sehr geehrte Freunde des Naturparks Stromberg-Heuchelberg,

dieser Aufruf in Mail-Form geht an die Kommunalverwaltungen in Bönnigheim, Brackenheim, Cleebronn, Freudental, Güglingen, Pfaffenhofen, Sachsenheim (Hohenhaslach, Häfnerhaslach, Ochsenbach, Spielberg), Sersheim, Sternenfels, Zaberfeld und an alle übrigen Mitglieds-Kommunen des Naturpark-Vereins, an die dortigen Gemeinderäte, Vorsitzenden der Vereine, lokalen Naturschutz-Gruppen, Naturpark-Verwaltung, Naturpark-Führer, den Zabergäu-Verein, Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins, Tourismus-Organisationen und an Einrichtungen in diesen Kommunen z. Ktn. Es geht ebenfalls an die Landratsämter in den Landkreisen Ludwigsburg, Heilbronn, Karlsruhe und im Enzkreis, an die Regionalverbände in Stuttgart (VRS) und RV Nord-Schwarzwald sowie an das Land Baden-Württemberg (vertreten durch das Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung Forstdirektion); diese sind ebenfalls Mitglieder des Naturpark-Vereins.

In den nächsten Tagen geht ein ähnliches Mail auch an Kommunen und an die Naturpark-Verwaltungen aller übrigen Naturparke in Baden-Württemberg, Landratsämter etc. bzw. an deren Mitglieder. Das im Anhang beigefügte Info-Blatt haben wir am Sonntag auf dem Parkplatz der Naturpark-Verwaltung in Zaberfeld / Ehmetsklinge unter sehr großem Zuspruch der Bürger / Wanderer verteilt. Es wird auch in unsere Homepage unter www.gegenwind-husarenhof.de unter „Aktuelles“ eingestellt.



herrlicher Wald und Wanderweg in der Nähe der Pfeiferhütte

Foto: Thomas Schöller

Gegenstand des Mails (vgl. Anhang) sind die Pläne der BW-Landesregierung  -  und daraus abgeleitet die Pläne des Regionalverbands Stuttgart (VRS) und der anderen Regionalverbände  - die bisher von den Vorgänger-Regierungen aus gutem Grund (nämlich aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes) in Vorjahren im Interesse von Mensch, Landschaft und Natur verabschiedeten Landschaftsschutzgebiets- und Naturpark-Verordnungen in entscheidenden Punkten zu "modifizieren" = "auszuhebeln" und sie so umzuformulieren, daß ab sofort auch an ökologisch äußerst sensiblen Standorten im Wald aller 7 baden-württembergischen Naturparke übermäßig dimensionierte Windparke errichtet werden.

Was die Errichtung eines Windkraft-industriellen Wald-Gewerbegebiets  für den Wald, die Naturparke und bisher vor diesem Unfug geschützten Landschaften bedeutet, ist selbstredend und braucht hier nicht mehr näher dargestellt zu werden.

Der bisher schon an vielen Stellen "am Boden liegende" Natur- und Landschaftsschutz erhält einen weiteren, entscheidenden und wohl irreparablen "Schlag unter die Gürtellinie". Ein bisher in BW noch nicht dagewesener Natur- und Landschaftsfrevel an meist windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen = kostendeckenden Betrieb völlig ungeeigneten Standorten ist die Folge, wenn hochwertige und für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtige Flächen in der Größe mehrerer Fußball-Felder im Wald abgeholzt werden und einem Windkraft-industriellen Gewerbegebiet zum Opfer fallen.

Hiergegen gilt es, mit friedlichen Mitteln aber scharfen Argumenten zu protestieren.



Interessantes Hinweisschild am Wanderweg unterhalb des Rotenbergs
Einmal mehr eine deutliche Warnung, warum Windindustrieanlagen im Wald 0
nichts zu suchen haben  (auf Bild klicken für große Version)

Foto: Thomas Schöller

Immer mehr Bürger kommen auf uns zu und bitten um Hilfestellung, vor allem aus Bönnigheim und Umgebung, wo auf Bönnigheimer Gemarkung im Naturpark-Wald mit dem Windkraft-Unfug am Rotenberg / Großen Saukopf unter Wegsehen des unter starkem Einfluß der lokalen Windkraft-Lobby stehenden Bürgermeisters und der diesbezüglich versagenden, völlig überforderten Gemeinderats-Mehrheit wohl begonnen werden soll.

Im Namen vieler, um die Zukunft des Naturparks Stromberg-Heuchelberg besorgter Bürger appellieren wir an Sie, sich für den Erhalt des Naturparks Stromberg-Heuchelberg in seiner jetzt noch bestehenden Form, für einen intakten Wald und gegen einen durch unwirtschaftlichen Windkraft-Unfug verursachten, von verantwortungslosen kommunalen Entscheidungsträgern / Abgeordneten / Mitgliedern der Regionalversammlungen etc. zu verantwortenden unvergleichlichen Natur- und Landschaftsfrevel einzusetzen.

  

Mit freundlichen Grüßen

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 


www.gegenwind-husarenhof.de


Geplanter Windpark Zollstock-Springstein im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald / Backnanger Bucht:

Vernichtende Kritik der Naturschutz-Verbände im Rems-Murr-Kreis

 

(wm / 280215) - Der Kreisverband Rems-Murr von BUND und NABU sowie der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV), Arbeitskreis Rems-Murr, haben am 9.1.2015 eine gemeinsame, äußerst kritische, und an das Landratsamt Rems-Murr-Kreis / Waiblingen im Anhörungsverfahren nach BImSchG gerichtete Stellungnahme zu den Windpark-Planungen am Zollstock-Springstein im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald abgegeben, die in ihrer Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt.

Der Stellungnahme haben sich die

·         LNV-Mitgliedsverbände

·         die NaturFreunde Rems-Murr-Kreis

·         der Schwäbische Albverein Rems-Murr-Gau

·         und der Kreisverband Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW)

angeschlossen

Einleitend bekennen sich die Naturschutzverbände im Rems-Murr-Kreis zur Energiewende und zum Ausbau regenerativer Energien.

Sie „erwarten aber, dass beim Bau von Windkraftanlagen, speziell in Waldgebieten, der gesetzliche Artenschutz vollumfänglich nach dem Stand der Wissenschaft streng berücksichtigt wird.“

Weiter heißt es: „ Im vorliegenden Fall erfolgen die Planungen in einem 1979 gegründeten Naturpark, dessen grundlegende Zielsetzungen andere sind als eine Energieerzeugung. Mit dem Prädikat "Naturpark" wurde 1979 eine naturnahe und reich strukturierte Kultur- und Erholungslandschaft ausgezeichnet. Das grüne, waldreiche Herz des Naturparks bilden die fünf Naturräume: Welzheimer Wald im Süden, Murrhardter und Mainhardter Wald im Zentrum sowie Löwensteiner und Waldenburger Berge im Norden. Wenn in ein solches Gebiet eingegriffen werden soll, müssen nach Ansicht der Naturschutzverbände besonders hohe Maßstäbe an das Genehmigungsverfahren angelegt werden.“



Brunnen in der Nähe des geplanten Windparks
Der natürliche Wasserspeicher Schwäbischer Wald durch Windkraft-Unfug in Gefahr?

Bild: Thomas Schöller

Konkret wird kritisiert, daß eine Zerschneidung des Lebensraumes eintrete und Auswirkungen auf Fauna und Flora aus den Antragsunterlagen nicht ableitbar seien. Außerdem ließen sich die vorhandenen Waldwege kaum nutzen, es müßten eine Vielzahl neuer Wege angelegt werden, die zu Baum-Rodungen und Bodenverdichtungen führen würden. Und weiter: „Es fehlen Untersuchungen, wie sich die Windkraftanlagen mittel- und langfristig auf den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald auswirken. Dies gilt für das Landschaftsbild und die Akzeptanz der Anlagen durch Naherholungsuchende und Bewohner.“

Des weiteren werden die Windmessungen als nicht repräsentativ und daher als wenig aussagefähig kritisiert.

Hinsichtlich der Kosten wird eine erhebliche Intransparenz moniert: „Es muss verbindlich festgelegt werden, dass Windkraftanlagen nach ihrer Nutzungszeit vollumfänglich zurück-gebaut werden und nicht für Industrieanlagen anderer Art umgenutzt werden dürfen. Bei den Planungen müssen die Gesamtkosten für Wege- und Anlagebau korrekt kalkuliert werden. Berücksichtigt werden müssen aber auch die Abschaltzeiten zur Einhaltung der Lärmemission, des Vogel- und Fledermausschutzes. Ebenfalls berücksichtigt werden müssen die Kosten für Ausgleichsmaßnahmen, CEF-Maßnahmen und Monitoringberichten.“

In ihren weiteren Ausführungen gehen die Naturschutzverbände detailliert auf die Bereiche

„Artenschutzrecht und Vogelschutz“, „Artenschutz und Fledermäuse“, „Artenschutz und Haselmaus“, „Artenschutz und Amphibien“, „Artenschutz und Reptilien“, „Artenschutz und Schmetterlinge“ sowie auf „Landschaftsbild und Eschelhof“

ein.

Zu jedem einzelnen dieser Bereiche äußern die Naturschützer im Rems-Murr-Kreis überwiegend massive Kritikpunkte wie bspw.

·         eine viel zu geringe Zahl von vor-Ort-Begehungen und daraus entstandene falsche, im Vergleich zur Realität unhaltbare Rückschlüsse der Gutachter, z.B. beim Brutverhalten

·       gravierende Diskrepanzen beim Vorkommen seltener Vogel- und Fledermausarten, so bspw. beim Baumfalken, Schwarzmilan, Schwarzstorch, Wespenbussard, Rotmilan, Schwarzspecht, Wanderfalke, Turmfalke und Hohltaube

·     unvollständige Kartierung windkraft-relevanter Vogelarten

·     erhebliche Abweichungen zwischen den Nachweisen / Dokumentationen der Naturschutzverbände und „nebulösen“ Ausführungen der von den Windkraft-Initiatoren beauftragten Gutachter… In diesem Zusammenhang heißt es in der Stellungnahme: „Dafür sind die „Deutungen“ und Interpretationen im Bericht sehr nebulös und erklärungsbedürftig und lassen darauf schließen, dass hier etwas einfach nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Raumnutzung und das Verhalten des Baumfalken speziell in einem solch etwas unübersichtlichen Gebiet zu erforschen sind sicher nicht ganz einfach, aber bei dauerhafter Anwesenheit der Art sicherlich lösbar.“

Daneben werden schwere handwerkliche Fehler bei der Durchführung der Untersuchungen geschildert, wie bspw. ein zu kleines Untersuchungsgebiet (1000 m Radius anstelle 1500 m Radius wie von der Landesarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten gefordert).

Ähnliche Verstöße wurden auch bei den übrigen Bereichen festgestellt. Bzgl. mehrerer Bereiche fordern die Naturschützer die Durchführung von CEF-Maßnahmen.

Im Ergebnis enthält die Stellungnahme der Naturschutzverbände eine vernichtende Kritik an dem von den Windkraft-Initiatoren beauftragten, wohl mit eindeutiger Absicht erstellten  Artenschutz-Gutachten.

Nach Lektüre der von den Naturschutzverbänden des Rems-Murr-Kreises erstellten, mit zahlreichen Kritikpunkten versehenen Stellungnahme ist es nicht verwunderlich sondern sogar naheliegend, daß man fast zwangsläufig zu dem Eindruck kommt, als handele es sich bei dem von den Windkraft-Initiatoren beauftragten Gutachten  -  wie schon so oft  -  um ein „gekauftes“, nicht ergebnisoffen erstelltes, sondern mit einem schon vorher feststehenden = von den Auftraggebern gewünschten Ergebnis (= „Persilschein“) angefertigtes „Gefälligkeits-Gutachten“, das nach dem Motto erstellt wurde: „Wes Brot ich ess‘ des Lied ich sing…“.


Standort in unmittelbarer Nähe der geplanten WKA`s
Dem Wanderheim Eschelhof droht Ungemach

Foto: Thomas Schöller

Die Stellungnahme der Naturschutzverbände im Rems-Murr-Kreis läßt darüber hinaus in mehrerlei Hinsicht aufhorchen:

Einmal ist es begrüßenswert, wenn alle im Kreis vertretenen Naturschutz-Gruppen sich zu einer gemeinsam getragenen Stellungnahme zusammenschließen und an einem Strang ziehen. Dadurch erhöht sich die Aussagekraft der Expertise gewaltig; sie erhält dadurch im BImSchG-Verfahren bei der Genehmigungsbehörde (LRA Rems-Murr-Kreis) ein deutlich stärkeres Gewicht als wenn jeder einzelne Naturschutzverband seine Meinung separat geäußert hätte.

Weiterhin ist es wohltuend, feststellen zu können, daß in diesem konkreten Einzelfall des am Zollstock-Springstein geplanten Windparks die in anderen Fällen oftmals alle Gegenargumente überdeckende ideologisch pro-Windkraft geprägte Sichtweise hier nicht zum Tragen gekommen ist, indem die Aussage bzw. das Ergebnis der Naturschützer im Rems-Murr-Kreis ausschließlich aus sachlichen Erwägungen auf Basis von Natur- und Landschaftsgesichtspunkten abgeleitet wurde… …eine Vorgehensweise, die an anderen Windkraft-Brennpunkten leider viel zu selten praktiziert wird mit der dort nachteiligen Folge, daß der Natur- und Landschaftsschutz leider immer noch viel zu oft zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur auf dem Altar der geräuschlos im Hintergrund die Fäden ziehenden Windkraft-Lobby geopfert wird…

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“  

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de


Zur Stellungnahme der Naturschutzverbände hier klicken


Bedrohung des J a g s t t a l s durch Windkraft-Giganten -Jagsttal Wiesen-Wanderung 2 0 1 4: Kritische Anmerkungen zum in Langenburg am 16.5.2014 gehaltenen Vortrag von Harald Ebner / MdB (Grüne)

(wm / 150614) - Die Jagsttal Wiesen-Wanderung 2014 wurde Mitte Mai zum 5. Mal durchgeführt. Sie ist mittlerweile nicht nur bei Natur-Liebhabern und Wanderern aller Altersgruppen weit über Hohenlohe hinaus bekannt und erfreut sich jährlich zunehmender Beliebtheit. Dies belegen kontinuierlich steigende Teilnehmer-Zahlen und die Besucher-Anfragen aus nah und fern zeigen, daß der „sanfte Tourismus“ entlang der Jagst und im weiteren Hohenloher Umfeld als Alleinstellungs-Merkmal ein Kapital zugunsten der Region und seiner Bürger darstellt, das noch lange nicht gehoben ist. Im Gegenteil: Das Konzept der Initiatoren, abseits des Massen-Tourismus verstärkt auf naturnahen Individual-Tourismus mit Erlebniswanderungen, Fahrrad-Touren u. ä. inmitten einer einzigartigen, Jahrhunderte alten und von den Vorfahren seit Generationen mit viel Liebe gepflegten und „in Ehren“ gehaltenen Kulturlandschaft zu setzen, scheint aufzugehen.

Die Erfolgs-Story jedenfalls dürfte erst am Anfang stehen, wenn es den Veranstaltern zusammen mit den neu zertifizierten Natur- und Landschaftsführern gelingt, bspw. das quasi „vor der Haustür“ in der Nachbar-Region in den bevölkerungsdichten Wirtschafts-Ballungsräumen im Mittleren Neckarraum Waiblingen / Esslingen / Stuttgart / Ludwigsburg / Heilbronn und anderswo liegende Potential an Natur-Liebhabern zu heben. Denn: Große Teile der dort lebenden Bevölkerung sehnen sich in ihrer Freizeit / Urlaub / Ruhestand immer stärker nach einer weitgehend noch intakten Natur wie bspw. im Heilbronner Land / Jagsttal / Hohenlohe / Taubergrund, weil sie in einer Region lebt, deren Orte bereits stark durch eine schon größtenteils „ausgeräumte“ Landschaft charakterisiert sind und wo der Naturschutz u.a. durch unaufhaltsam vordringenden Flächenfraß und Bodenversiegelung vielerorts schon irreparabel „am Boden liegt“.

Das zarte Pflänzchen des aufkeimenden und dort vor einer vermutlich großen Zukunft stehenden „sanften Tourismus“ könnte jedoch sehr schnell zertreten werden, wenn Pläne realisiert würden, die den Bau groß dimensionierter Windparks entlang des Jagsttals bzw. in der weiteren Hohenlohe Ebene oder im Taubergrund vorsehen, deren Windindustrieanlagen künftig bis zu 230 m hoch und damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom werden sollen.

Denn: Wer will schon seine Freizeit bzw. seinen Urlaub  -  für viele Bürger die schönste und daher wichtigste Jahreszeit  -  im Angesicht / Sichtweite derartiger Wind-Monster verbringen und die Begeisterung der nach Erholung in der Natur suchenden Wanderer dürfte sich stark in Grenzen halten, wenn die Wanderung durch Windparks und Windpark-industriell geprägtes Gewerbegebiet führt, begleitet vom monotonen „Wusch-Wusch“ der Rotoren, sollte im vergleichsweise windarmen Binnenland gerade einmal der Wind wehen…

Über diese entlang des Jagsttals durch Windkraft drohenden visuellen Zerstörung von Landschaft und Natur und zu einem Landschafts- und Naturfrevel ohnegleichen führenden Pläne sowie daraus entstehender Risiken hat der in Vertretung des kurzfristig absagenden Rezzo Schlauch (Grüne) als Gast-redner eingesprungene Wahlkreisabgeordnete Harald Ebner / MdB (Grüne) in seinem anläßlich der Eröffnungs-Veranstaltung am 16.5.2014 in Langenburg gehaltenen Vortrag jedoch kein einziges Wort verloren.



Kein Naturfrevel im Jagsttal / Hohenlohe durch Windkraft-Unfug
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Creative Commons Creative Commons Attribution 2.0 Generic License   by  jockiehoo  (Foto unverändert)

Vielmehr pries er  -  zu Recht  -  die Einzigartigkeit der Natur in Hohenlohe, sprach vom „Schmecken der Wiesen“, der erwanderbaren Landschaftsgeschichte etc. Gut wäre es allerdings, wenn er diese seine Gedanken sowie die durch Windkraft in der Region Hohenlohe zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur zweifelsfrei entstehenden Nachteile auch einmal seinen bzgl. Windkraft vorwiegend ideologisch geprägten Parteifreunden in Stuttgart vortragen würde, denn die Pläne der grün-rot geführten BW-Landesregierung sehen bis zum Jahr 2020 zusätzlich zu den bereits in BW bestehenden rd. 400 WKA‘ s den Bau weiterer ca. 1 200 WKA‘ s vor, von denen ein Großteil im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken  -  auch an den schönsten Standorten im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund  -  konzentriert werden soll, bei Realisierung zu unabsehbaren Nachteilen der dort lebenden Bürger und zum sicheren Ruin von Landschaft und Natur führend…

Die Reaktion der aus nah und fern zur Teilnahme an der Jagsttal Wiesen Wanderung 2014 anreisenden Wanderer jedenfalls war eindeutig: Sowohl die in Unterregenbach bzw. in Klepsau an beiden Tagen bei wunderschönem Wander-Wetter mit Informations-Ständen vertretenen Bürgerinitiativen „BBL Besorgte Bürger Langenburgs  / Heimatvogelschutz Langenburg e.V.“, „Interessengemeinschaft Lebensqualität Blaufelden-Langenburg“ und „Bürgerinitiative Mittleres Jagsttal e.V.“ hatten die ganze Zeit über regen Zulauf zu verzeichnen und konnten viele Protest-Unterschriften verbuchen.

Nahezu jeder am Stand über die Windkraft-Pläne sich informierende Wanderer dürfte nachdenklich nach Hause gegangen sein und viele Natur-Liebhaber schüttelten nur verständnislos den Kopf, sich die Frage stellend, wie es dazu kommen konnte, daß wegen überbordender Windkraft-Pläne den Natur- und Landschaftsschutz „mit Füßen“ tretende Stadtverwaltungen in Langenburg und in der Verbands-gemeinschaft Krautheim / Dörzbach / Mulfingen und Ailringen  -  aber auch in Bad Mergentheim, Boxberg, Creglingen und anderswo  -  ihr Jahrhunderte altes und über Generationen von den Vorfahren gepflegtes „Tafelsilber“  -  nämlich eine unvergleichlich in Hohenlohe und im Taubergrund schöne Natur-Landschaft  -  irreparabel auf dem Altar der Windkraft-Lobby opfern wollen…      

M e r k e: Wer in Südamerika oder in Südostasien  -  also Zehntausende Kilometer von hier entfernt  -  aus Klimaschutzzielen sich f ü r den Erhalt des Regenwaldes bzw. g e g e n dessen Rodung ausspricht, macht sich völlig unglaubwürdig, wenn er vor der eigenen Haustür einer groß dimensionierten Waldrodung an natur- und landschaftssensibler Stelle sowie an einem überdies vergleichsweise windarmen und deshalb für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland-Standort wie dem Jagsttal / Hohenlohe das Wort redet.

Prof. Dr. Hans Werner S i n n (Nationalökonom und Präsident des Ifo-Instituts, München): „Die Windmühlen in Norddeutschland sind irrationale Sakralbauten zur Befriedigung grüner Glaubensbekenntnisse, doch nicht das Ergebnis rationaler Energiepolitik für die Bevölkerung und die Wirtschaft.“



Werner von S i e m e n s: „Für augenblicklichen

Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht !“

 

Mahatma G a n d h i: „Die Welt hat genug für jedermanns

Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“


Reinold M e s s n e r: „Alternative Energie ist unsinnig,

wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich

durch sie bewahren will: DIE NATUR“

 

Walter Müller, Besigheim (v.i.S.d.P.; Ex. i.d.F.v. 19.6.2014; Mitglied und Berater von Bürgerinitiativen in Baden-Württemberg; Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen an unsinnigen BW-Standorten; Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V.; Pressewart BI „Gegenwind Husarenhof, Besigheim“)     



Erinnerung auch in BW:  25.4.2014 = „Tag des Baumes“
     Überlegungen vor dem Hintergrund des wegen Windkraft-Unfug im Heilbronner            Land / Hohenlohe / Taubergrund vor allem durch Wald-Abholzung geplanten     N a t u r f r e v e l s
Martin Luther: „Wenn ich wüßte, daß morgen die Welt unterginge, so würde ich noch heute einen Baum pflanzen…“
(wm / 200514) - In Deutschland und weltweit wird alljährlich am 25.4. durch Politik und Naturschutzverbände feierlich an den „Tag des Baumes“ erinnert. Er wurde am 25.4.1952 erstmals durch Bundespräsident Theodor Heuss begangen. Hierzu heißt es in Wikipedia:
„Der internationale Tag des Baumes geht auf Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück. 1872 beantragte er bei der Regierung von Nebraska die Arbor Day-Resolution, die binnen 20 Jahren in allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten angenommen wurde. Ursprünglich am 10. April werden seither Bäume gepflanzt. Der Tag des Baumes wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Der Tag des Baumes wurde am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Der deutsche „Tag des Baumes“ wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn. In Deutschland wirbt der Naturschutzbund Deutschland am Tag des Waldes für seine Aktion „Wald-Pate“…“.

Auch im Bereich des RV HN-Franken und anderswo in BW wurde dem „Tag des Baumes“ gedacht: „ Zum 25-jährigen Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung und zum heutigen Tag des Baumes hat die Verwaltung Obersulm drei Bäume gepflanzt. Außerdem wurde ein Findling mit einer Gedenktafel aufgestellt. Damit folgt die Verwaltung einem Vorschlag der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die als Erinnerung an das historische Ereignis der Wiedervereinigung vorgeschlagen hatte, am "Tag des Baumes" an einem Gedenkort eine Buche, Kiefer oder Eiche zu pflanzen.

Dessen ungeachtet und stellvertretend für viele geplante Windkraft-Wald-Standorte im Heilbronner Land  / Hohenlohe / Taubergrund und anderswo in Baden-Württemberg planen gewissenlose, meist auswärtige, oft ideologisch fehlgeleitete und wie Heuschrecken übers Land und seine oft noch nichts ahnenden Bürger einfallende Projektierer, Investoren und Finanzierer wie EnBW / ZEAG (Stuttgart / Heilbronn) und / oder nur an den eigenen Profit denkende Grundstücksverpächter etc.  -  wie bspw. im Brüchlinger Wald in Langenburg  -  einen zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur sich katastrophal auswirkenden Raubbau an der Natur, der durch Umwandlung eines bisher noch weitgehend intakten Waldes in ein Windkraft-industriell geprägtes Gewerbegebiet verursacht wird, das durch Abholzung Fußballfeld-großer Waldflächen entstünde. Erfahrungen an anderen, bereits realisierten WKA-Standorten im Wald belegen, daß je einzelner WKA inkl. notwendiger Infrastrukturmaßnahmen (Straßen- bzw. Feldwegeausbau, Trafo-Stationen, Stromleitungen etc.) eine Waldfläche von ca. 7 000 qm - 10 000 qm abgeholzt werden muß.

Aus Anlaß der am 25.4.2014 zum „Tag des Baumes“ erfolgten Feierlichkeiten sei Dr. Till Backhaus (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mecklenburg-Vorpommern) zu den Funktionen des Waldes zitiert: „Jeder Baum dient uns Menschen somit auf unschätzbare Art und Weise. Dies sollte beim nächsten Waldsparziergang aber auch beim täglichen Umgang mit Holzprodukten nicht vergessen werden“. Und weiter: „Kein anderes Symbol in der Menschheitsgeschichte steht derart für Zukunftsvertrauen, Beständigkeit und Wachstum wie die Pflanzung eines Baumes…Wie wichtig Bäume und Wälder für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt sind, mögen folgende Beispiele verdeutlichen:

·         Bäume produzieren wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. Eine 100jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 kg Sauerstoff frei und bindet 2,35 kg CO2; Durch die Verdunstung von Wasser tragen die Bäume erheblich zur Verbesserung des Klimas bei. Eine Eiche verdunstet an einem Sommertag durchschnittlich 43 Liter und kühlt damit die Umgebung; 100 m³ Holz schaffen bzw. erhalten einen Arbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft; Standortgerechte Gehölze schaffen den notwendigen Lebensraum und sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleintiere. In naturnahen Buchenwäldern leben beispielsweise bis zu 7.000 Tierarten.“

Erinnert sei auch an das zu Beginn der 1980-er Jahre durch Luftverschmutzung („saurer Regen“) bundesweit einsetzende Waldsterben. Dieses wurde durch Gegenmaßnahmen, die „zig“ Milliarden gekostet haben, erfolgreich vermieden.


Keine Naturzerstörung durch Windkraft-Unfug in BW

Foto: Thomas Schöller


Nun soll der seinerzeit durch Einsatz von Milliarden von Steuermitteln vor dem Waldsterben gerettete und jetzt weitgehend intakte Wald in vielen Regionen in Baden-Württemberg  -  so auch im Brüchlinger Wald / Langenburg  -  durch Umsetzung des Programms der grün-rot geführten BW-Landesregierung „ohne Not“ zum Vorteil einiger weniger Profiteure wie Grundstücksverpächtern etc.  -  aber zum Nachteil der Allgemeinheit  -  endgültig auf dem Altar der Windkraft-Lobby geopfert werden, wenn deren Pläne zum Bau weiterer ca. 1 200 künftig bis zu 230 m hoher Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  realisiert würden, davon ein Großteil meist windarme und daher nur dauerhaft unwirtschaftlich = unter Verlust zu betreibende Wald-WKA-Standorte betreffend, wie anhand der allermeisten im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund in Betrieb befindlichen WKA‘ s belegt.

Der in Brackenheim 1984 geborene, lange Zeit in Heilbronn und damit im Bereich des jetzigen Regionalverbands Heilbronn-Franken lebende und 1963 in Stuttgart verstorbene „Papa Heuss“ würde sich vermutlich „im Grabe herumdrehen“, wenn er jetzt, d.h. am 25.4.2014 und 62 Jahre nach dem von ihm erstmalig am 25.4.1952 für die Bundesrepublik Deutschland feierlich in Bonn proklamierten „Tag des Baumes“ mit ansehen müßte, welcher durch Windkraft-Unfug vor allem im Wald bzw. an landschafts- und natursensiblen Stellen verursachte Naturfrevel von

·         verantwortungslosen, schlafmützigen, wieder einmal völlig versagenden und oft ideologisierten Politikern,

·         sich von der Windkraft-Lobby über den Tisch ziehen lassenden und damit gegen das Gemeinwohl handelnden (Ober)Bürgermeistern,

·         angesichts der Komplexität der Materie völlig überforderten Gemeinderäten und Mitgliedern der Kreistage sowie der Regionalversammlungen

·         unter verschämtem Wegsehen der von den Behördenleitern nach Druck von oben „an die Kandarre genommenen“ und deshalb „in die Knie gehenden“ Unteren und Oberen Naturschutzbehörden

heute geplant wird.

Im Interesse einer durch Politik- und Behördenversagen vielfach bereits schon jetzt stark geschundenen Landschaft und Natur bleibt zu hoffen, daß wenigstens die betroffenen Bürger „aufstehen“, gewaltfreien Widerstand leisten und Zivilcourage und Rückgrat beweisen, damit ein durch unwirtschaftlichen Windkraft-Betrieb an dafür völlig ungeeigneten, weil relativ windschwachen Standorten verursachter Naturfrevel doch noch vermieden werden kann.            

        

B ü r g e r i n i t i a t i v e n
 
„Interessengemeinschaft Lebensqualität Blaufelden-Langenburg“ (Sandra Metzger)
„BBL Besorgte Bürger Langenburgs e.V.“ (Edith und Johann Pollanka, Susanne Weiß-Neidlein)  
„Rettet den Klosterwald“, Creglingen (Eckehard Bach)
„Wind-WAHN-Nein-Danke Bad Mergentheim e.V.“ (Klaus Ulmrich, Bertram März)
„Keine Windkraftanlagen im Boxberger Wald“ (Egon Fahrbach)
„Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“ (Walter Müller, v.i.S.d.P.) u.v.m.
 
Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen

„Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW

         


  
Die Energiewende wirkt und wirkt
Deutsche Wälder werden platt gemacht

(ts / 150314) In einem Blog-Beitrag auf dem Onlinemagazin politropolis beschreibt Hans Udo Sattler sehr treffend den Zustand in den deutschen Wäldern. Er spricht hier ganz offen von wahren Plünderungen. Wer auch hierzulande, z.B. im waldarmen Landkreis Ludwigsburg mit offenen Augen durch die Wälder geht, kann das ebenfalls schnell selbst feststellen. Der Wald wird auch hier seit etwa 2-3 Jahren regelrecht ausgekehrt.

Die an allen Orten anzutreffenden Weltverbesserer und Klima-Alarmisten haben doch immer davon geschwärmt, dass nur grüne Energie Zukunft hat und die fossilen Rohstoffe wie Öl, Gas und Kohle verschwinden müssten.

Klimaschutz, Umweltschutz und vor allen Dingen natürlich Nachhaltigkeit waren und sind immer noch die Stichwörter, nur funktioniert das nicht. Auch hier braucht man nur den Spuren des Geldes zu folgen, dann wird einem schnell klar, dass auch grüne Energie, Klimaschutz und was noch alles, nur weitere Geschäftsmodelle sind. Wen kümmern da die schönen alten Buchen, verbuchen (von Gewinnen) ist da wohl eher angesagt. So wandern dann des Geldes wegen die deutschen Hölzer munter um den Globus, vornehmlich nach China.

Brennholz wird zum knappen Gut, titelte die Badische Zeitung am  10.01.2014 . Es verwundert daher auch nicht, dass das mittlerweile in der Insolvenz befindliche Unternehmen Prokon auch hier mitmischte und gleich ein ganzes Palettenwerk auf die Beine stellte. Ob das den Anlegern bekannt war?



Da fehlen nur noch die blauen Autobahnschilder - Windkraftfrevel im Taunus

Quelle:  Taunusreiter.de 


Was in dem Artikel von Herrn Sattler noch gar nicht angesprochen wurde ist die Tatsache, dass zu diesem Raubbau an der Natur, nun auch noch das massenhafte Aufstellen von bis zu 230 Meter hohen Windkraftanlagen im Wald dazu kommt.

Wie verhalten sich zu diesem Sachverhalt nun unsere selbsternannten obersten Naturschützer aus dem politischen Spektrum, nämlich hauptsächlich die GRÜNEN? Na, sie mischen munter mit in diesem Geschäft und kurbeln diesen Raubbau mit an.  Die grüne rheinlandpfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken hatte im  letzten Herbst die Forstämter dazu aufgefordert, keine Ersatzaufforstungen in den Wäldern zu tätigen ( Rhein-Zeitung ). Vielleicht ist das ja grüne Logik; wo weniger Wald ist, da gibt es auch weniger Proteste aus der Bevölkerung, wenn es um neue Windparks geht.

Eine etwas seltsame Ansicht dazu hat auch Siegfried Schuch, Landesvorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu). Er meinte, seit Jahrzehnten nehme der Landschaftsverbrauch durch Städte, Straßen und Gewerbegebiete zu, und weil der Waldanteil bislang nie reduziert worden sei. Das würde immer zulasten von Äckern, Wiesen und Weiden gehen.

Aha, der Wald ist an allem Schuld. Zulasten von Wiesen und Äckern geht auch das massenhafte Aufstellen von Windkrafträdern und gigantisch großen Solarmodulfeldern. Ein Ende dieser missratenen Energiewende würden unsere heimischen Wälder jedenfalls sehr begrüßen.






www.gegenwind-husarenhof.de


19.1.: Schwäbischer Albverein Langenburg organisiert Wanderung im durch geplanten W i n d p a r k-B a u bedrohten Brüchlinger Wald

 

Aufruf an die Bevölkerung in Langenburg und Umgebung bzw. in Hohenlohe: „Schützt den Brüchlinger Wald“

Mitgliederzuwächse beim Heimatvogelschutz Langenburg e.V.:

Mehr als 20 neue Mitglieder in kurzer Zeit

 

(wm / 100114) - Die Ortsgruppe Langenburg des Schwäbischen Albvereins organisiert 
am Sonntag, 19.1.2014 einen ca. 8 Km langen Fußmarsch rund um den Brüchlinger Wald
der von Wanderführer Martin Brandtner geleitet wird.

Treffpunkt um 13.30 Uhr ist der Parkplatz Farmbau, von wo es dann mit dem Auto zum Parkplatz Tränkbuck geht, wo die Wanderung startet. Der Abschluß ist am Wind-Messmast, der Ende Oktober / Anfang November 2013 von der dort als Projektierer und Investor auftretenden E n B W aufgestellt wurde und der zur Messung des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens in 100 m Höhe über einen repräsentativen Mess-Zeitraum von 12 Monaten stehen bleiben soll. 

Die Wanderung, bei der voraussichtlich auch viele besorgte und unter dem Dach des Heimatvogelschutzes Langenburg e.V. zusammengeschlossene Bürger und Windpark-Gegner teilnehmen werden, findet bei jedem Wetter statt. Interessierte sind willkommen.

Im Verlauf der durch das dortige Naturschutzgebiet führenden Wanderung werden ca. 11 der im Brüchlinger Wald von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg  -  zusammen mit der auch aus anderen Gründen „mit dem Rücken zur Wand“ stehenden E n B W  -  insgesamt 18 - 20 geplanten und von der Stadtverwaltung Langenburg unterstützen Windkraft-Standorte angelaufen, an denen künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen der Firma Nordex / Hamburg (Tochtergesellschaft; mehrheitlich im Besitz eines Konzerns aus Indien stehend)  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -   der 3. Generation stehen sollen.

Der Großteil der für den Langenburger Windpark vorgesehenen Fläche im Brüchlinger Wald steht im E i g e n t u m der Familie von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg.

Die für Rodungen zur Disposition stehende Waldfläche umfaßt u. a. auch 4 Radwege und 6 stadteigene Wanderwege, die von der Bevölkerung wegen des auch als Erholungswald zu charakterisierenden Mischwalds gerne frequentiert werden.

Daneben verlaufen dort mit dem Hauptwanderweg HW 8 und dem in Rothenburg o.d.T. beginnenden und als Pilgerweg auch überregional bekannten Jakobsweg zwei mehrere Hundert Kilometer lange Fernwanderwege, die bei Umwandlung des Brüchlinger Walds in ein Windkraft-industrielles Gewerbegebiet  -  neben der damit einhergehenden schweren Beeinträchtigung des Naturschutzes  -  schwer in Mitleidenschaft gezogen würden.



Jagst unterhalb der Stadt Langenburg - kein Windkraft-Unfug in Langenburg

  von Olof Hreiðarsson (Eigenes Werk) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)],
via Wikimedia Commons

Ob der Windkraft-Pläne aufgeschreckte und deshalb besorgte Bürger innerhalb und außerhalb

·         des Schwäbischen Albvereins Langenburg und

·        des Heimatvogelschutzes Langenburg  -  sowie in letzter Zeit nach dem Bekanntwerden der Windpark-Pläne verstärkt aus ganz Hohenlohe  - 

befürchten schwerwiegende, durch Windkraft-Betrieb zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur verursachte N a c h t e i l e wie bspw….

·         …mögliche Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung), die im Zuge zweifelsfrei durch Windkraft-Betrieb verursachter S c h a d-I m m i s s i o n e n (Lärm, Schattenschlag, Infraschall) insbesondere bei Personen mit schon angegriffenem Gesundheitszustand  (vor allem bei im Windkraft-Wirkungskreis lebenden Personen: Radius bis zu ca. 5 Km ab WKA-Standort) entstehen können…

·         …den V e r l u s t der Lebensqualität vieler  -  auch wegen der Naturnähe in der Vergangenheit neu zugezogener  -  Langenburger Bürger (insbesondere in Atzenrod), wenn es zur großflächigen Rodung des Brüchlinger Walds und den durch Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachten Schad-Immissionen käme…

·         …schwere B e e i n t r ä c h t i g u n g e n beim Natur- und Landschaftsschutz infolge Fußballfeld-großer Waldrodungen und Bodenversiegelungen (1 Fußballfeld = ca. 100 m Breite x ca. 100 m Länge…), denen viele zig Jahre alte Bäume zum Opfer fallen würden und zu einem V e r s t o ß  gegen K l i m a s c h u t z z i e l e führend, da jedermann weiß, daß Waldgebiete einen L u f t f i l t e r zur Absorbierung des klimaschädlichen, in der Luft befindlichen  CO2 darstellen, als Kühle- und Schattenspender  -  vor allem in der heißen Jahreszeit  -  die Klimaerwärmung dämpfen und vor Ort für das ökologische Gleichgewicht in der Region sorgen; daneben dient der W a l d b o d e n als natürlicher Hochwasserschutz, weil er bei intensiven und in kurzer Zeit anfallenden Niederschlägen und / oder bei schneller Schneeschmelze das Wasser quasi „wie ein Schwamm aufsaugt“ (um es in trockeneren Zeiten wieder an die Vegetation abzugeben), es speichert  -  damit den Grundwasserspiegel sichernd  -  und damit verhindert, daß schnell abfließendes Wasser zu mit oft immensen Schäden verbundenen Überschwemmungen in den tiefer gelegenen Regionen führt; aus Erfahrungen an anderen Windkraft-Waldstandorten ist bekannt, daß je einzelnem WKA-Standort eine Waldfläche zwischen 0,7 ha - 1 ha gerodet werden müßte…

·        …schwere Einbrüche beim „sanften Tourismus“, dem in Langenburg aufgrund der Nähe zur Natur und wegen seiner Jahrhunderte alten, unter Denkmalschutz stehenden Stadtkulisse u.a. eigentlich ein großes Zukunftspotential innewohnt, das nach Ansicht besorgter Bürger durch die voluminösen Windpark-Pläne quasi „über Nacht“ leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden würde…

·         …erhebliche W e r t m i n d e r u n g e n bei den Verkehrswerten von Immobilien-Eigentümern (Grund und Boden, Häuser, Wohnungen, Bauplätze etc.), die nach bundesweiten Statistiken und aufgrund von Universitäts-Instituten durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen an Windkraft-Standorten durchschnittlich ca. 30 %  -  im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit gehend  -  betragen (belegt durch Erfahrungen von Bausparkassen-Vertretern, Immobilienmaklern, Auskünften von Banken und Versicherungen bei Finanzierungs-Gesprächen / Ermittlung von Beleihungswerten, Auskünften von Gutachter-Ausschüssen der Kommunen, Stellungnahmen der Haus- und Grundbesitzerverbände etc.) und die an anderen WKA-Standorten bei mancher aus der eigenen Immobilie bestehenden Altersversorgung wegen des Wertverlusts und daher niedrigerem Verkaufserlös zu starken finanziellen Löchern / Unterfinanzierungen geführt haben…

·         …wegen jetzt schon nach Wind-Messung an in der Nähe bereits realisierten Windkraft-Standorten feststehendem, jahresdurchschnittlich viel zu schwachem Windaufkommen und daraus resultierendem dauerhaftem Windkraft-Verlustbetrieb mangels Gewerbeerträgen / Gewinnen zu keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen zu Gunsten des kommunalen Haushalts führend…

·         …wegen des n i c h t im Eigentum der Stadt Langenburg , sondern in Privateigentum stehenden Grundbesitzes noch nicht einmal zu Grundstücks-Pachterlösen führend, während andererseits für den Bau, Erhaltungsaufwand und ggfs. späteren Rückbau wegen infolge Windpark-Bau neu durchführender Infrastruktur-Maßnahmen (Bau neuer bzw. Aufrüstung bestehender Straßen und Feldwege, Stromtrassen, Umspann-Stationen zum Befahren mit schwerem Gerät wie 9-Achser-Tieflader und Spezialkränen zur Montage, Instandhaltung, Repowering und ggfs. späterem Rückbau etc.) finanzielle Belastungen zu Lasten des kommunalen Haushalts der Stadt Langenburg anfallen… u.v.m.

 

Der Heimatvogelschutz Langenburg e.V. verzeichnet angesichts…

·         …des durch Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg zusammen mit der EnBW auf dem Rücken der Langenburger Bevölkerung rücksichtslos geplanten,

·         …von der Stadt Langenburg gegen die Bürger-Interessen noch unterstützten Windkraft-Unfug

im Wald und in der Landschaft drohenden Naturfrevels ein reges Interesse aus der Bürgerschaft, das jetzt schon in relativ kurzer Zeit zu einem Beitritt von mehr als 20 neuen Mitgliedern geführt hat. Weitere Beitritte zeichnen sich ab.    

Sowohl Schwäbischer Albverein als auch Heimatvogelschutz Langenburg planen, entsprechende Veranstaltungshinweise im Amtsblatt / Mitteilungsblatt der Stadt Langenburg zu veröffentlichen. 

 

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“




www.gegenwind-husarenhof.de




Verspielen B ü r g e r m e i s t e r Wolfgang C l a s s und seine G e m e i n d e r ä t e mit ihrer Unterstützung der Windkraft-Pläne von F ü r s t  P h i l i p p zu Hohenlohe-Langenburg im windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Brüchlinger Wald die Zukunftsfähigkeit von L a n g e n b u r g und der ganzen Region, eine der schönsten Landschaften in H o h e n l o h e?

 

B a u eines voluminösen, von F ü r s t  P h i l i p p  zu Hohenlohe-Langenburg zusammen mit der EnBW geplanten Windparks führt zur großflächigen W a l d r o d u n g in der Größe mehrerer Fußballfelder, verursacht irreparablen Natur- und Landschaftsfrevel und weitere N a c h t e i l e zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur, denen  keinerlei  Vorteile gegenüberstehen 

 Bürgermeister C l a s s bleibt Antworten auf viele Fragen schuldig - „K o p f     s c h ü t t e l n“ bei vielen Langenburger Bürgern  -  B ü r g e r p r o t e s t e  und Unmutsäußerungen gegen Stadtverwaltung, Gemeinderat und Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg werden immer umfangreicher

Heimatvogelschutz Langenburg e.V. bekommt Unterstützung aus der Bürgerschaft und wehrt sich gegen Natur- und visuelle Landschaftszerstörung in Langenburg

 Verdrängung von Potential beim „sanften Tourismus“


(wm / 201213) -  Die Pläne von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg, einen mit ca. 18 - 20 künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen der 3. Generation  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  groß dimensionierten Windpark auf seinem Grundbesitz inmitten des Brüchlinger Walds  -  = „Grüne Lunge“ Langenburgs, von vielen Bürgern geschätztes Naherholungsgebiet und durchzogen von Wald- und Wanderwegen  -   an natur- / landschaftssensibler Stelle und in Sichtweite zur auch überregional bekannten Stadt- / Schloß-Silhouette zu bauen, schlägt nicht nur in Langenburg und Umgebung, sondern mittlerweile in der ganzen Region Hohenlohe / Taubergrund und darüber hinaus hohe Wellen.  

Wir haben bereits frühzeitig in mehreren Homepage-Beiträgen auf die weit überwiegenden und zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur entstehenden N a c h t e i l e hingewiesen, falls es zur Realisierung der Windkraft-Pläne in Langenburg käme. (Beiträge vom  2.11.2013  / Naturscheck…, 15.10.2013  / Vorschau Soonwald-Exkursion…,  12.6.2013  / Presse-Nachlese…, 9 .6.2013  / Englischer Thronfolger…,  3.6.2013  / Adel verpflichtet…,  2.6.2013  / An Bürgermeister und Gemeinderäte…)

Der seit Konkretisierung der Windkraft-Pläne und deren Bekanntwerden immer stärker werdende Widerstand wird von einem Kreis besorgter Bürger und insbesondere auch vom „Heimatvogelschutz Langenburg e.V. - Vereinigung für Naturschutz“ organisiert, der im Jahr 1957 zunächst als Ortsgruppe Langenburg des DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz = Vorgänger-Organisation des NABU) gegründet wurde und der sich im Jahr 1974 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vom DBV abgespalten hat, um sich in einem eigenständigen, neu gegründeten  Verein für die heimische Natur- und Vogelwelt einzusetzen, so die Broschüre auf Seite 3 des mittlerweile ca. 140 Mitglieder umfassenden Vereins.  

Der Verein ist allein schon von seinem Gemeinnützigkeitsstatus bzw. von der Satzung her gehalten, sich für

·         den Erhalt der Jahrhunderte alten, von den Vorfahren über Generationen hinweg gepflegten und „in Ehren“ gehaltenen  Kulturlandschaft in Langenburg und

·         den Schutz der Natur  -  insbesondere heimischen Vogelschutz betreffend  - 

einzusetzen.

Der Bau eines mit großflächigen Waldrodungen, Landschaftsverspargelungen und Bodenversiegelungen verbundenen Windparks, einhergehend mit einer Umwandlung eines Landschafts- / Vogelschutzgebiets in ein Windkraft-industrielles Gewerbegebiet und damit dem Naturschutz ein weiteres Mal einen „KO-Schlag unter die Gürtellinie“ versetzend, von dem er sich dort kaum mehr erholen dürfte, würde diesen Satzungszielen diametral zuwiderlaufen.

Immerhin ist aus Erfahrungen an anderen, bereits realisierten Windkraft-Wald-Standorten bekannt, daß je e i n z e l n e r Windindustrieanlage inklusive der hierzu notwendigen Infrastrukturmaßnahmen eine Wald-Fläche von 0,7 ha - 1 ha (= 100 m Breite x 100 m Länge = 1 Fußballfeld) gerodet werden muß. Jedem Betrachter dürfte klar werden, daß bei einem aus 18 - 20 WKA bestehenden Windpark im Brüchlinger Wald eine Gesamtfläche an Wald in der Größe von 10 - 20 Fußballfeldern zu roden wäre.

Nach der Umwandlung eines jetzt noch weitgehend intakten, auch als Erholungswald genutzten Mischwalds in ein windkraft-industrielles Gewerbegebiet dürfte vom Brüchlinger Wald in seiner bisherigen Form daher nicht mehr viel übrig bleiben; vgl. 

Unterstützt wird der Heimatvogelschutz-Verein von vielen Bürgern aus dem Ortskern und den umliegenden Gemeinden  sowie insbesondere aus dem Teilort Atzenrod, denen der Windpark in relativ geringem Abstand quasi „über Nacht vor die Nase“ gesetzt würde. Viele der sich jetzt betroffen fühlenden Bürger hat sich vor Jahren ganz bewußt für den Zuzug bzw. den Kauf oder den Bau eines Hauses in dieser vergleichsweise weitgehend noch naturbelassenen, mit wenig Industrie versehenen Gegend entschlossen und nicht nur dieser Personenkreis sieht sich jetzt angesichts der nach Meinung vieler in Langenburg völlig ausufernden Windkraft-Plänen in seinen eigenen Planungen bzgl. seines Wohnsitzes im Ruhestand und inmitten der Natur in seinen Zukunftsplanungen ganz massiv gestört; entsprechend groß ist das Protestpotential.

Der jetzt mit einer Gesamtfläche von 540 ha von der Stadtverwaltung vorgesehene Ausweis eines Windvorrang-Gebiets betrifft den zum Großteil im Grund-Eigentum von  -  vor nicht allzu langer Zeit noch sich radikal g e g e n Windkraft in Langenburg aussprechenden  -  Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg stehenden Brüchlinger Wald, der wohl jetzt angesichts des auch im relativ windschwachen Binnenland in Baden-Württemberg ausbrechenden Windkraft-Hypes „schwach“ geworden und „umgefallen“ ist und eine Kehrtwendung von 180 Grad hin zu „pro-Windkraft“  -  allerdings zu Lasten seiner Langenburger Mitbürger  -   vollzogen hat.   

Sollten die von der Stadtverwaltung und  -  zumindest jetzt noch  -  mehrheitlich vom Gemeinderat unterstützten Pläne von Fürst Philipp realisiert werden, würde in Langenburg / Hohenlohe der dann größte baden-württembergische Windpark entstehen, der jedoch vermutlich das gleiche Schicksal erleiden würde wie…

·         …der im Jahr 2006 / 2007 unter Anwesenheit der damals amtierenden BW-Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) als damals bis heute größter baden-württembergsicher Windpark eröffnete,

·         …mit viel Vorschuß-Lorbeeren und als „Leuchtturm-Projekt für ganz Baden-Württemberg“ gepriesene,

·         …aus 14 bis zu 170 m hohen VESTAS-Windindustrieanlagen bestehende

·         …und in ca. 800 m - 900 m über NN auf den Höhenrücken des Nord-Schwarzwalds vermeintlich windstark gelegene

Windpark in S i m m e r s f e l d (Kreis Calw / Nord-Schwarzwald, Nähe Freudenstadt), der jedoch wegen jahresdurchschnittlicher Windarmut bereits

·         ab dem Tag seiner Inbetriebnahme

·         bis jetzt ununterbrochen nun auch im 7. Jahr seines Bestehens

Jahr für Jahr t r o t z staatlich über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 20 Jahre lang garantierten Subventionen = Einspeisevergütungen tiefrote Betriebs- = Verlustergebnisse erwirtschaftet, die sich bis jetzt zu Millionenverlusten kumuliert haben und die zu Lasten seiner in geschlossenen Windkraft-Fonds „gefangenen“ Öko-Kapitalanleger gehen, die „mit gebundenen Händen“ und „zähneknirschend“ mit ansehen müssen, wie ihr gutgläubig  -  aber auch blauäugig  -   investiertes Eigenkapital wie „Schnee in der Sonne“ zusammen schmilzt, wegen dauerhafter Verlustfinanzierung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit und mit „Karacho“ auf einen Totalverlust des Eigenkapitals zusteuernd und mancher Öko-Windkraft-Kapitalanleger dürfte auf eine vorzeitige Insolvenz hoffen nach dem Motto: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“, denn ein Ende der Verlustfinanzierung ist wegen weiter ausbleibendem bzw. viel zu schwachem Wind nicht abzusehen und kein Kapitalanleger dürfte dem bereits „verbrannten“ schlechten Geld auch noch „gutes Geld“ zur Finanzierung weiterer Verluste  -  einem „Faß ohne Boden“ gleichend  -  hinterher werfen…

In unserem Beitrag zur am  1.11.2013  durchgeführten Soonwald-Exkursion haben wir geschrieben:

„ Mittlerweile ist auch hier „der Lack ab“ („Massiver Zuschussbetrieb“, vgl.  hier  ), denn das vermeintliche „Leuchtturm-Projekt“ hat bisher aufgrund mangelhaftem, viel zu geringem Windaufkommen ununterbrochen seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2006 / 2007 nun auch im 7. Jahr seines Bestehens „tiefrote“ Betriebsergebnisse = Verluste in Millionenhöhe zu Lasten seiner leidgeprüften Öko-Kapitalanleger angehäuft, die in der Restlaufzeit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von noch ca. 13 - 15 Jahren niemals mehr egalisiert werden können, denn die Windkraftanlagen dümpeln auch im Jahre 2013 größtenteils nur noch trostlos vor sich hin… …von Gewinnausschüttungen, Verzinsungen an die Kapitalanleger oder Gewerbesteuer-Zahlungen an die Standort-Gemeinde Simmersfeld ganz zu schweigen… (vgl. auch Reutlinger Generalanzeiger vom  24.3.2012 ):

…im Gegenteil, die Millionenverluste im Simmersfelder Windpark werden wegen weiter bestehendem Windmangel Jahr für Jahr weiter steigen, es sei denn, es kommt zu einer vorzeitigen Insolvenz und zu einer Einstellung des Windkraft-Betriebs, weil die jährliche Verlustanhäufung zum Kapitalverzehr und deshalb zu einer immer dünner werdenden Kapitaldecke führt, die  -  ohne Zuführung frischen Kapitals von außen (die jedoch wegen anhaltender Unwirtschaftlichkeit in weiter Ferne liegen dürfte, denn „wer schmeißt sein gutes Geld dem schlechten, bereits verbrannten Geld hinterher“)  -  bald nicht mehr ausreichen dürfte, die dauerhaften Betriebsverluste zu finanzieren… …und so könnte es zum vorzeitigen Totalverlust der Kapitalanlagen von gutgläubigen, aber auch oft blauäugigen Öko-Kapitalanlegern kommen, nach dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“.

Daß der Bau des dann größten baden-württembergischen Windparks an landschaftssensibler Stelle auch zwangsläufig zu erheblichen N a c h t e i l e n beim aufgrund der weitgehend noch intakten Natur / Landschaft und wegen des historischen Stadtkerns etc. eigentlich mit großem Potential in der Region versehenen „sanften Tourismus“ führt, dürfte jedem mit gesundem Menschenverstand ausgestatteten Betrachter einleuchten, denn: Wer will schon seine(n) (Wochenend)Urlaub / Freizeit / Erholung  im Angesicht eines aus 18 - 20 bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen bestehenden Windparks verbringen und nicht nur direkt Betroffene befürchten, daß Langenburg angesichts der relativ dünn angesiedelten Industrie / Gewerbe etc. gerade im Begriff ist, den einzigen und wichtigsten Ast  -  nämlich den des mit Zuwachs-Potential versehenen „sanften Tourismus“  -  „abzusägen“, auf dem es selber sitzt…

Diesbezüglich kann auf Verlautbarungen von Tourismus-Organisationen verwiesen werden, die vor einem Einbruch bzw. einer spürbaren Verdrängung von Tourismus-Potential in Gegenden verweisen, in denen Windkraft-Pläne bekannt wurden und wo Windparks gebaut werden… (siehe auch  hier  und  hier )

Ob Langenburgs Bürgermeister Class, seinem Gemeinderat und Fürst Philipp diese für die Zukunftsfähigkeit Langenburgs bedrohlichen, durch Windkraft-Betrieb verursachten Risiken in ihrer vollen Tragweite bewußt sind, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden…

Nicht ohne Grund werden im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt) oder in Bayern Windindustrieanlagen in gehöriger Entfernung, von Touristen im Normalfall nicht frequentierten Regionen gebaut… …und angeblich kommt es immer häufiger vor, daß bei Telefonanrufen im Tourismus-Büro einer Ferien-Region hauptsächlich im Norden / Küstengebiet vor Buchung dezent angefragt wird, ob Windkraftanlagen in Sichtweite stehen…

…bestätigt wird dies auch von den Tourismus-Marketing-Gesellschaften bspw. in Freiburg i. Br., Hochschwarzwald (z.B. in Titisee-Neustadt) und auch in der Bevölkerung vor Ort sehr stark regional verankerte Vereine wie z.B. der mit ca. 30000 Mitgliedern sehr mitgliederstarke Pfälzerwald-Verein in Rheinland-Pfalz lehnen in ihrem Vertretungsgebiet den Bau von Windindustrieanlagen kategorisch ab… ( hier  und  hier ), und ebenfalls bestätigt werden diese Aussagen auch in Gesprächen mit Stand-Personal von im Norden und Osten Deutschlands gelegenen Tourismus-Regionen, die wir in den letzten beiden Jahren im Rahmen der CMT  -  der in Europa besucherstärksten Urlaubs- / Tourismus- / Freizeitmesse, die alljährlich im Januar von der Messe Stuttgart durchgeführt wird  -  geführt haben.

Auch der Bürgermeister von L a u d a-K ö n i g s h o f e n (Taubergrund), Thomas Maertens, hat bei einer Mitte September 2013 in Mulfingen von HOT veranstalteten Energie-Konferenz eindringlich davor gewarnt, im bereits jetzt schon mit Windkraft-Standorten weitgehend übersättigten Hohenlohe / Taubergrund noch weitere Windparks zu bauen, da dies mit großer Wahrscheinlichkeit sich sehr negativ auf die weitere Entwicklung des Tourismus-Potentials in dieser Region auswirken werde…

Ähnliche Aussagen bestätigt die FAZ in ihrer Ausgabe vom  28.9.2013 .

Die Teilnehmer der vom Heimatvogelschutz Langenburg am  1.11.2013  organisierten Soonwald-
E x k u r s i o n
konnten sich mit eigenen Augen davon überzeugen, welches Zerstörungspotential von einem ungezügelten und alle Dimensionen sprengenden Windkraft-Ausbau auf die bis dahin noch weitgehend intakte Landschaft und Natur ausgeht


Kein Natur- und Landschaftsfrevel durch Windkraft in Langenburg

Foto: Langenburg - Christian Spannnagel
[CC-BY-SA-2.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons


Andererseits ist Bürgermeister Class die in Hohenlohe vielfach unbefriedigende Wirtschaftlichkeit von Windkraft-Betrieben bekannt, denn bei der am 1.11.2013 durchgeführten Sonnwald-Exkursion äußerte er gegenüber Teilnehmern sinngemäß, daß er nach wie vor gespannt sei, wann denn Gewerbesteuerzahlungen aus den in der Umgebung von Langenburg betriebenen Windkraftanlagen einsetzen, auf die er bis heute vergeblich gewartet habe… Diesbezüglich muß man wissen, daß eine Gewerbesteuer erst dann festgesetzt wird und vom Gewerbebetrieb  -  z.B. einem Windkraft-Betrieb  -  an die Standort-Kommune zu entrichten ist, wenn als Geschäftsjahres-Ergebnis ein Gewinn = Gewerbeertrag erwirtschaftet wird… …bei einem Gewerbeverlust fällt keine Gewerbesteuer an…

Auch hat seine bei der Bürger-Info-Versammlung am 16.11.2013 gegenüber dem Publikum abgegebene Äußerung, wonach die Stadt Langenburg aus dem im Brüchlinger Wald geplanten Windkraft-Gewerbebetrieb k e i n e r l e i finanzielle Vorteile erwarte und die Stadt Langenburg keinerlei finanzielle Interessen verfolge, aufhorchen lassen…, denn mit diesem mehr oder weniger klaren Bekenntnis dürfte der Langenburger Bürgermeister landauf landab in Baden-Württemberg so ziemlich eine Alleinstellungs-Position einnehmen, erwarten doch seine Bürgermeister-Kollegen an jetzt neu geplanten Windkraft-Standorten als Ausgleich für die zweifelsfrei zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur durch Windkraft-Betrieb eintretenden Nachteile zumindest teilweise einen finanziellen Ausgleich durch Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten des kommunalen Haushalts und / oder Pachterlöse aus der Verpachtung des Grund und Bodens, die in Langenburg jedoch ausscheiden, da der Grund und Boden im Brüchlinger Wald weitgehend Privateigentum von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg ist…       

Angesichts dieser in Langenburg und Umgebung vorherrschenden Gemengelage schütteln immer mehr  -  auch alteingesessene  -  Bürger nur noch verständnislos den Kopf und fragen sich, ob Stadtverwaltung und Gemeinderat eigentlich bekannt ist, daß sich deren Handlungen / Entscheidungen allein am Gesamtwohl der Bürgerschaft zu orientieren und nicht den Partikularinteressen Einzelner unterzuordnen haben…

Immer mehr Bürger können sich „beim besten Willen“ nicht erklären, warum

·         Stadtverwaltung

·         Gemeinderat und

·         Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg

sich als „Steigbügelhalter“ bei der zu Natur- und Landschaftsfrevel größeren Ausmaßes führenden Zerstörung einer Jahrhunderte alten, von den Vorfahren über Generationen mit viel Herzblut gepflegten und „in Ehren“ gehaltenen Kulturlandschaft mißbrauchen lassen… Sie befürchten schon jetzt, daß Langenburg auch überregional als abschreckendes Beispiel in einem Atemzug mit der durch Windkraft-Betrieb bereits weitgehend erfolgten Zerstörung des Soonwalds / Hunsrück (Ellern / Simmern in Rheinland-Pfalz) genannt wird… (Video)

Diese Bürger stellen an Bürgermeister, Gemeinderat und Fürst Philipp die Frage: „Welche Vorteile ergeben sich für Langenburg und seine Bürger, wenn die Windkraft-Pläne von Fürst Philipp und der EnBW auch nur annähernd so realisiert werden, wie gegenüber der Bürgerschaft am 16.11.2013 in einer Bürger-Info-Versammlung dargelegt ?“

Dies bleibt bisher allein ein Geheimnis von Bürgermeister, Gemeinderat und Fürst Philipp  -  auf diese große Teile der Bürgerschaft brennend interessierende Fragen sind Stadtverwaltung, Gemeinderat und Fürst Philipp bisher alle Antworten schuldig geblieben…


Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”


Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



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S o o n w a l d-Rodung wegen W i n d k r a f t  -  NABU: „Nicht nur Fledermäuse, sondern auch Rehe, Schwarzstörche, Greifvögel, Eulen und Spechte verlieren ihren Lebensraum für immer“

 

„Allianz aus grüner Politik und unternehmerischer Macht hebelt Natur- und Landschaftsschutz aus“

Menschen im Soonwald / Hunsrück (Rheinland-Pfalz) beklagen Verlust an Lebensqualität, verlieren ihren Erholungsraum und befürchten schwere Einbrüche beim „sanften Tourismus“

S o o n w a l d-Windpark  -  T e i l e r f o l g: Naturschützer ziehen Klage zurück, nachdem Projektierer „j u w i“ Abstand nimmt von weiteren WKA-Bauten im Soonwald  -  Fledermausschutz: Zeitweilige Abschaltung des Windparks und  umfangreiches Fledermaus-Monitoring

Steht ein derartiger, durch W i n d k r a f t-U n f u g verursachter Natur- und Landschaftsfrevel nun auch an vielen Stellen in B a d e n - W ü r t t e m b e r g bevor, u.a. in Bad Mergentheim (Althausen, Apfelbach), Bönnigheim / Freudental (Rotenberg / Großer Saukopf  -  Naturpark Stromberg-Heuchelberg), Creglingen (Klosterwald), Esslingen / Aichwald (Schurwald), Hardthäuser Wald, Ingersheim ( 2. WKA ?), Langenburg (Brüchlinger Wald), Sachsenheim (Kirbachtal), Schwäbisch Hall / Gaildorf / Michelbach an der Bilz (Limpurger Berge), Waiblingen (Buocher Höhe), auf der Ostalb und der Schwäbischen Alb, im Allgäu und Bodenseeraum, an der Bergstraße sowie im Nord- und Süd-Schwarzwald, am Hochrhein und im Voralb-Gebiet  ?

FAZ: „Windräder im Soonwald beflügeln Katastrophentourismus“

 

(wm / 301113) - Nachdem der Protest gegen Windkraft-Unfug selbst in den „klassischen“ = windstarken und daher eigentlich mit besten Rahmenbedingungen ausgestatteten Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands immer stärker wird und seit ca. 2 – 3 Jahren verstärkt auch dort dazu geführt hat, daß ganze Regionen bzw. die Stimmung in der betroffenen Bevölkerung in Richtung „contra-Windkraft“ regelrecht „umgekippt“ ist, hat die bundesweite „contra-Windkraft-Bewegung“ nun auch weite Kreise der Bevölkerung  im ohnehin wegen relativer Windarmut für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) erreicht, nachdem nun bspw. auch in Rheinland-Pfalz der von „rot-grüner“ Politik zu verantwortende Windkraft-Unfug und der dadurch verursachte Natur- und Landschaftsfrevel zu vielen, oft irreparablen Nachteilen für Mensch, Landschaft und Natur geführt hat.

Mittlerweile sind  -  mit großen Erfolgen  -  bundesweit ca. 900 Gegenwind-Bürgerinitiativen aktiv; allein in Baden-Württemberg bestehen derzeit rd. 100 Gegenwind-Bürgerinitiativen und monatlich neue „schießen wie Pilze aus dem Boden“, nachdem jetzt auch die „grün-rote“ baden-württembergische Landesregierung ihre  -  wie zuvor schon die „rot-grünen“ Landesregierungen in NRW und Rheinland-Pfalz  -  vorwiegend ideologisch beeinflußte Energiepolitik mit Schwerpunkt „Windkraft“ jetzt auch im „Ländle“ forcieren will.

Ein Ende dieser Protest-Bewegung ist nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil, denn die Gegenwind-Protestbewegung sieht sich in ihrer ablehnenden Haltung zur weiteren Forcierung der Windkraft im vergleichsweise windschwachen Binnenland vollauf durch den Rückenwind aus den Koalitionsvereinbarungen zur Bildung einer Großen Koalition (CDU / SPD)  bestätigt, die eine Aufhebung der bisher nach dem „Gießkannenprinzip“ an die Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms verteilten und über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EE) 20 Jahre  -  viel zu lange  -   garantierten Milliarden-Subventionen = Einspeisevergütungen vorsehen, die zuvor den Stromverbrauchern / Allgemeinheit durch die Stromkonzerne über höhere Stromrechnungen abkassiert und „aus der Tasche gezogen“ wurden.

So wurden allein im Jahr 2012 rd. 21 Milliarden € über diese „etwas andere Art“ der Umverteilung  -  von den Stromkunden / Allgemeinheit  -  zu den Einspeisern umverteilt; wegen des weiter erfolgenden Zubaus regenerativer Anlagen und wegen der gemäß EEG ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang garantierten Einspeisevergütungen (Bestandskraft) wird dieser Subventions-Unfug zu Lasten von Bürgern und Wirtschaft weiter explosionsartig ansteigen. Bisher wurden ab Inkrafttreten des von der SPD / Grüne-geführten Bundesregierung verabschiedeten EEG ab 2001 ff bis jetzt kumuliert bereits rd. 100 Milliarden an Einspeisevergütungen = Subventionen aus den Taschen der Stromkunden gezogen, die  -  umverteilt  -  in die Taschen der Einspeiser gewandert sind, eine „staatlich erteilte Lizenz zum Gelddrucken“ darstellend, in keinem vergleichbaren Industrieland der Welt vorkommend und den in einer „Bananenrepublik“ vorherrschenden Verhältnissen gleichend…    

Insbesondere die unter dem Gesichtspunkt einer Effizienzsteigerung anzusehende, von den Koalitionären unter dem Aufgeheul (vor allem im windschwachen BW und Bayern) von Grünen, SPD und der bundesdeutschen Windkraft-Lobby  - die jetzt „ihre Felle davon schwimmen sehen“  -  beschlossene Erhöhung des für Windkraft-Bau zu erfüllenden  -  vom jahresdurchschnittlichen Windaufkommen am Standort abhängenden  -  EEG-Referenzertrags von derzeit lediglich 60 % auf künftig 75 % geht in die richtige Richtung.

Denn: Dies dürfte in vergleichsweise windschwachen Bundesländern (BW, Bayern) dazu führen, daß bspw. von den von der BW-Landesregierung bis 2020 neu geplanten 1200 Windindustrieanlagen die Pläne für rd. 50 % = ca. 600 WKA’s wegen dauerhafter Windschwäche und deshalb von vornherein, d.h. schon „vor dem 1. Spatenstich“ als Fehlinvestition einzustufenden, daher unrentablem und zu einem Millionengrab zu Lasten der Öko-Kapitalanleger führenden Windkraft-Betrieb „eingestampft“ werden.           

Und: So sehr die Ernennung des SPD-Vorsitzenden Siegmar Gabriel zum Superminister für Wirtschaft und Energie angesichts seiner aus der Opposition bekannt gewordenen Vorschlägen zu Umverteilungsszenarien / Zusatzbelastungen der Wirtschaft / Steuererhöhungen etc. aus Sicht der Wirtschaft als „glatte Fehlbesetzung“ anzusehen ist, eines an dieser Nominierung dürfte aus Sicht der windschwachen Binnenländer Baden-Württemberg und Bayern von Vorteil sein: Als aus einem „klassischen“ Windkraft-Bundesland stammender Wirtschaftsminister dürfte der aus Goslar / Harz kommende Niedersachse Siegmar Gabriel alles daran setzen, die jetzt in den Koalitionsvereinbarungen mit der CDU beschlossene…

·         …Konzentration von EEG-Subventionen = Einspeisevergütungen auf die windstarken Bundesländer im Norden und Osten Deutschlands und

·         …die Aufgabe des „Gießkannenprinzips“, von dem vor allem windschwache und bzgl. der Windstrom-Ausbeute völlig ineffiziente Bundesländer wie Baden-Württemberg oder Bayern profitiert haben,

auch umzusetzen.      

Als besonders abschreckendes Beispiel für Windkraft-Exzesse zum Nachteil von Mensch, Landschaft und Natur außerhalb der „klassischen“, weitgehend schon in Richtung contra-Windkraft umgekippten Regionen hat sich der Soonwald / Hunsrück in Ellern / Simmern (Rheinland-Pfalz) heraus kristallisiert ( hier ).

Aufgrund der in Rheinland-Pfalz von „rot-grün“ vorgegebenen und nachgeordneten Behörden  -  unter verschämtem Wegsehen der „Unteren“ und „Oberen“ Naturschutzbehörden  -  genehmigten Vollzug dient der dort durch Windkraft-Forcierung verursachte Natur- und Landschaftsfrevel mittlerweile bundesweit als abschreckendes Symbol, und an vielen Wochenenden  -  vor allem im Frühjahr, Sommer und Herbst  -  setzt ein regelrechter „Windkraft-Katastrophen-Tourismus“ ein, wenn zahlreiche Windkraft-Gegner / Bus-Exkursionen / Gegenwind-Bürgerinitiativen  -  angesichts des jetzt im Ländle „Fahrt aufnehmenden“ Windkraft-Schwindels auch verstärkt aus Baden-Württemberg  -  die schmalen Zufahrtsstraßen bevölkern und die Soonwald-Windparks ansteuern, um unter fachkundiger Führung durch die vor Ort ehrenamtlich als „Windkraft-Führer“ tätigen Bürgerinitiativen einen „Marsch durch den schon weitgehend Windkraft-verhunzten Soonwald“ zu beginnen, um den dort regierungsamtlich vollzogenen Natur- und Landschaftsfrevel mit eigenen Augen ansehen zu können.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) schreibt in ihrer Ausgabe vom  28.9.2013  zutreffend: „Wer heute über die Höhen des Kandrich, einem Abschnitt des Soonwaldsteigs zwischen Rheinböllen und Bingen, läuft und in einer der angepriesenen Schutzhütten mit Blick auf den Rhein verweilen möchte, der sieht vor allem eines: Windräder. Begleitet werden sie von gerodeten Flächen, für Zufahrtswege wurden riesige Schneisen in den Wald geschlagen, offenbar nicht mehr benötigte Zäune sind aufgehäuft und bilden einen Berg aus Maschendraht und Holzpfosten. An jenem Wandertag versteht man in der Schutzhütte mit Weitblick sein eigenes Wort nicht, ein Bagger bewegt nur einige Meter weiter Erdaushub hin und her.“

Die FAZ weiter: „Dass diese Vorgänge in dem Ausflugsgebiet nur Touristen vertreiben, stimmt so nicht ganz. Als „Vorreiter der Windkraft im Wald“, wie es die Bund-Länder-Initiative Windenergie (BLWE) in einer Präsentation bezeichnet, beflügeln die Windräder nämlich auch das, was der Sprecher der Initiative Soonwald, Jörg Rehmann, als „Katastrophentourismus“ bezeichnet. Vor allem aus Baden-Württemberg, wo sich die Genehmigung der Errichtung von Windkraftanlagen derzeit nach ähnlichen Maßstäben wie in Rheinland-Pfalz vollzieht, kommen Interessierte in den Soonwald. „Hier sehen die Leute die Reinstform dessen, was sie erwartet“, betont Rehmann. Ende August empfing er zu einer Führung die tausendste Besucherin, eine Bürgerin aus Tuttlingen. Insgesamt waren allein im August drei Gruppen im Hunsrück, um sich ein Bild von den Windkraftanlagen zu machen. „Bis Mitte nächsten Jahres sind wir ausgebucht“, berichtet Rehmann.“

Und weiter: „Wer im Internet nach Windkraft im Soonwald sucht, der findet jede Menge Links zu Bürgerinitiativen etwa aus dem Taunus, aus dem Siegtal oder aus Völkersbach-Malsch in Baden-Württemberg. Alle waren sie schon im Soonwald. „Insgesamt hat dieser Besuch dazu beigetragen, unsere Sorgen und Bedenken noch zu vergrößern“, heißt es auf  www.rettet-den-taunuskamm.de . „Wenn man heute den Soonwald besucht, eine alte Waldkulturlandschaft und ein landschaftliches Kleinod im Hunsrück, sieht man das (gewollte) Ergebnis dieser Rechtslage: Windkraftanlagen, wohin das Auge blickt“, schreibt etwa die BI „ProNaturRaum“.

Der gegen Windkraft-Unfug im Brüchlinger Wald vorgehende „Heimatvogelschutz Langenburg e.V.“ hat am 1.11.2013 ebenfalls eine Soonwald-Exkursion unternommen (siehe Beitrag vom  2.12.2013 ), um sich mit eigenen Augen davon überzeugen zu können, was Langenburg und seine Bürger erwartet, wenn die von Langenburgs Bürgermeister Class unterstützten Pläne von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg wahr werden, der zusammen mit der EnBW auf seinem Grundbesitz im Brüchlinger Wald den dann aus 18 - 20 künftig bis zu 230 m hoch werdenden Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  größten baden-württembergischen Windpark errichten möchte, wobei schon jetzt manchen Bürger aus Langenburg und Umgebung angesichts der geplanten Dimension und der zu befürchtenden Nachteile für Mensch, Landschaft und Natur ein „mulmiges Gefühl“ beschleicht…   

Der in den letzten beiden Jahren immer stärker werdende Widerstand von Soonwald-Bürgerinitiativen und vor Ort an der Basis (Ortsverein) ehrenamtlich tätigen Naturschutzorganisationen (NABU / BUND) hat jetzt zumindest zu einem  -  aus Sicht der Soonwald-Bewohner mit gemischten Gefühlen aufgenommenen  -  Teilerfolg geführt:


Wehret den Anfängen:Keine Windkraftverschandelung an unsinnigen Standorten

Der Einkorn bei Schwäbisch-Hall - Michael Hanselmann [CC-BY-SA-2.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Obwohl der bereits großteils windkraft-verhunzte Soonwald in seiner Erholungsfunktion für die einheimische Bevölkerung und für den Tourismus bereits weitgehend irreparabel zerstört ist und niemals mehr in seinen ursprüngliche Zustand zurück versetzt werden kann, haben die dagegen klagenden NABU- / BUND-Naturschutzorganisationen durch das Zurückziehen ihrer Klage und den Abschluß eines außergerichtlichen Vergleichs erreicht, daß das bisher maßgeblich an der Sonnwald-Zerstörung beteiligte Windkraft-Projektierungs-Unternehmen „juwi“ (Bad Wörrstadt / Rheinland-Pfalz) nach dem Rückzug der Klagen (vgl. Rhein-Zeitung vom  19.3.2013 ),

·         …eine verbindliche Zusage abgegeben hat, wonach es keine weiteren Windindustrieanlagen im Soonwald plant und

·         …wonach es im Interesse des Fledermausschutzes zu einem temporären Abschalten des Windkraft-Betriebs nachts im Zeitraum von April – Oktober unter bestimmten klimatischen Voraussetzungen kommt, wobei die Einhaltung dieser Vereinbarungen durch ein intensives Fledermaus-Monitorung eines Freiburger Fledermaus-Experten überwacht wird   

Damit ging eine mehr als zweijährige, erbittert geführte Auseinandersetzung vorläufig zu Ende, wobei die dabei in der Bevölkerung gerissenen Wunden  -  davon konnten sich die Exkursions-Teilnehmer des Heimatvogelschutz Langenburg e.V. am 1.11.2013 in den Gesprächen mit betroffenen Bürgern / BI-Mitgliedern überzeugen  - bei weitem noch nicht verheilt sind.   

Die Rhein-Zeitung hatte am  6.3.2012  zu Beginn der Auseinandersetzungen unter der Schlagzeile berichtet: „Soonwald-Rodung -  Politik auf der Anklagebank !
Hunsrück - Die Rodung auf der Nordseite des Soonwaldkamms hinterlässt tiefe Spuren im Wald und Wunden bei vielen Naturschützern. Auf der Anklagebank sitzen nicht nur die Firma Juwi, die mit der Rodung acht Windrädern den Boden bereitet, die Kreisverwaltung, die die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erteilt hat (wir berichteten), sondern auch die rot-grüne Landespolitik, die Windkraft im Landschaftsschutzgebiet und im Wald erlaubt.“

Am  30.4.2012  berichtete die Rhein-Zeitung über eine von NABU, BUND zusammen mit der BI „Gegenwind“ organisierte Bürgerversammlung: „Bürgerprotest gegen Windkraft - Simmern - Einen sofortigen Planungs- und Baustopp für Windkraftanlagen im Soonwald haben mehr als 400 Teilnehmer einer Bürgerversammlung am Donnerstagabend in der Simmerner Hunsrückhalle gefordert. Dort wurde eine Resolution verabschiedet, die zum einen Windräder im Soonwald und Lützelsoon und damit auch auf dem Hochsteinchen und Katzenkopf, wo bereits gerodet wurde, verhindern will.“

Ebenfalls die Rhein-Zeitung berichtete am  11.3.2012 : „NABU macht viel Wind gegen Anlagen im Soonwald“, wodurch die Bevölkerung und Bürgerinitiativen starke Unterstützung bei der Auseinandersetzung vor Ort erhalten hat.

Am  2.3.2012  hatte die Rhein-Zeitung über den Beginn der Waldrodungen berichtet:
„Juwi beginnt, den Soonwald zu roden - Rheinböllen/Ellern - Seit Freitagmorgen knattern auch auf der Nordseite des Soonwaldkamms die Motorsägen. Nachdem das Wörrstädter Energieunternehmen Juwi schon vor wenigen Tagen am südlichen Hochsteinchen im Kreis Bad Kreuznach mit Rodungsarbeiten für drei Windkraftanlagen begonnen hat, hat nun auch die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück dem vorzeitigen Baubeginn in den Gemarkungen Ellern und Rheinböllen zugestimmt. Insgesamt acht bis zu fast 200 Meter hohe Windräder will Juwi auf Hochsteinchen (vier Anlagen) und Katzenkopf aufstellen – den Antrag für ein neuntes haben die Wörrstädter zurückgezogen.“

Schließlich kommt auch die für den durch Windkraft-Bau im Soonwald verursachten Natur- und Landschaftsfrevel verantwortliche rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) in der Rhein-Zeitung vom  15.3.2012  zu Wort: „Ministerin Höfken hält Windpark für sinnvoll“. In einer mehr als armseligen Begründung versucht sie, den angesichts der Dimension bundesweit wohl einmaligen, durch Windkraft verursachten Natur- und Landschaftsfrevel unter Bezugnahme auf  -  wohl entsprechend beeinflußte  -  „Gutachter“, nachgeordnete Behörden, vermutlich „von oben“, d.h. durch politische, ideologisch beeinflußte Prüfungen zahlreicher Behörden / Instanzen etc. zu rechtfertigen; Fazit: Persilschein ausgestellt, Motto: „Alles paletti….keinerlei Beanstandungen…“.

In ihrer Begründung fehlt eigentlich nur noch die Empfehlung ihrer Parteifreundin Eveline Lemke (Grüne / stv. rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin / Wirtschaftsministerin), die in einem mit der Frankfurter Rundschau am  6.5.2011  geführten Interview allen Ernstes  -  und außerhalb der Karnevalszeit geäußert  -  das Anbringen von Aussichtsplattformen an den in Rheinland-Pfalz inmitten von „Wein und Reben“  -  d.h. in beliebten Tourismus-Regionen zu bauenden Windindustrieanlagen vorschlägt, um eine Akzeptanz der nach wie vor in der Bevölkerung unbeliebten Windparks zu erreichen („Schöne Windräder als Aussichtspunkte“).      
Als F a z i t aus der Nachbetrachtung der Auseinandersetzungen um W i n d k r a f t im Soonwald ergibt sich:

·         Bei sich vor Ort anbahnenden Windkraft-Auseinandersetzungen sollten sich besorgte Bürger möglichst zeitnah zusammenschließen / organisieren, um möglichst frühzeitig eine Einflußnahme generieren zu können, die Windkraft-Pläne  -  insbesondere an unsinnigen (d.h. im Wald, in Landschafts-, Natur-, Vogel-, Wasserschutz-, FFH-, Natura2000-Gebieten) und vergleichsweise windschwachen Standorten  -  zu Fall zu bringen oder sie zumindest in ihrem Sinne zu beeinflußen…

·         Hinsichtlich der ohnehin „auf dem absteigenden Ast“ befindlichen rot-grünen Landesregierung in Rheinland-Pfalz: Angesichts des in Rheinland-Pfalz  -  insbesondere im Soonwald  -  ersichtlichen, von „Rot-Grün“ zu verantwortenden Windkraft-Unfugs und des dadurch zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur verursachten Natur- und Landschaftsfrevels umgehende, d.h. bei der nächsten Landtagswahl / Kommunalwahlen etc. erfolgende Abwahl von „Rot-Grün“, nachdem neben Windkraft-Exzessen auch noch Finanzskandale wie die ebenfalls von der SPD/Grüne geführten Landesregierung zu verantwortende Nürburg-Ring-Pleite (330 Millionen € zu Lasten des Steuerzahlers) „am Lack“ der Landesregierung von Rheinland-Pfalz „kratzen“   

·         Empfehlenswert ist eine Exkursion in den Soonwald zur Inaugenscheinnahme des dort durch Windkraft verursachten Landschafts- und Naturfrevels; daran sollten neben besorgten Bürgern vor allem auch kommunale Entscheidungsträger (Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte, Mitglieder der Regionalversammlungen etc.) teilnehmen…

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“


www.gegenwind-husarenhof.de



1.11.2013: „Heimatvogelschutz Langenburg e.V.“ besichtigt Windparks und organisiert Bus-E x k u r s i o n in den Soonwald / Hunsrück (Ellern - Simmern, Rheinland-Pfalz)

 

Windindustrieanlagen im Soonwald / Hunsrück: Mittlerweile bundesweit a b s c h r e c k e n d e s Beispiel für infolge Windkraft-Infrastruktur durch Fußballfeld-große Abholzung Jahrhunderte alter Wälder verursachten Natur- und Landschaftsfrevel z u  L a s t e n von Mensch, Landschaft und Natur  

Für die zahlreichen Exkursionsteilnehmer  -  unter ihnen auch Langenburgs Bürgermeister Class und mehrere Gemeinderäte  -  bekommen einen Vorgeschmack dessen, was der Stadt Langenburg und ihren Bürgern „blüht“, wenn es zum Bau eines groß dimensionierten, aus 18 - 20 Windindustrieanlagen bestehenden und von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg zusammen mit der EnBW geplanten Windparks auf Langenburger Gemarkung im Brüchlinger Wald käme, dem ein Großteil des Waldgebiets  -  wie im Soonwald geschehen  -  zum Opfer fallen würde…

Empfehlung an baden-württembergische kommunale Entscheidungsträger (Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte, Regionalplaner, Abgeordnete, Mitglieder der Regionalverbände / Planungsausschuß…) mit Hang zum Ausweis von Windkraft-Standorten, an einer Exkursion zur Besichtigung des durch Windkraft-Betrieb weitgehend und irreparabel verschandelten Soonwalds teilzunehmen, um durch eigene Inaugenscheinnahme geeignete Rückschlüsse ziehen zu können…


(wm / 161113) - Eine von der Vorsitzenden des Heimatvogelschutzes Langenburg e.V., Edith Pollanka, bestens organsierte Bus-Ausfahrt führte die Exkursionsteilnehmer im bis auf den letzten Platz voll besetzten Bus bis zum Treffpunkt am Autohof Rheinböllen, wo Vertreter der lokalen Bürgerinitiativen zugestiegen sind, um unter deren fachkundiger Führung einzelne Standorte der aus mehreren Windparks bestehenden Windkraft-Standorte inspizieren zu können, die bisher  -  zum Nachteil der Bevölkerung  -  zu einer regelrechten Umzingelung der Soonwald-Kommunen Simmern , Ellern und mehrerer kleinerer Gemeinden geführt haben.

An der Exkursion haben neben dem Langenburger Bürgermeister Class und mehreren Gemeinderäten auch wir teilgenommen.

In der lokalen Pressevorschau des Hohenloher Tagblatts vom  30.10.2013  heißt es hierzu: „Wichtig ist es den Langenburger Vereinsmitgliedern, sich mit betroffenen Bürgern zu unterhalten. Sie sollen davon berichten, "wie das Leben aussieht, wenn man mehrere Windturbinen im Abstand von 500, 700 oder 1000 Metern um sein Grundstück herum hingestellt bekommen hat", so der Verein in einer Pressemitteilung.“

Die Ausfahrt wurde von besorgten, zwischenzeitlich aufgeschreckten Langenburger Bürgern unter Leitung des Heimatvogelschutzes Langenburg e.V. organisiert, nachdem seit ca. Anfang des Jahres 2013 Pläne von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg bekannt geworden sind, auf dem ihm gehörenden Grundbesitz im Brüchlinger Wald  -  unweit der Wohnbevölkerung im Langenburger Teilort Atzenrodt und in naher Sichtweite zum wegen seiner imposanten Stadtkulisse mit Schloßansicht auch überregional als „Postkartenmotiv“ bekannten Ortskerns entlang der Hauptstraße  -  zusammen mit der EnBW einen aus 18 – 20 künftig bis zu 230 m hohen (höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom) Windindustrieanlagen der 3. Generation bestehenden Windpark zu bauen, der  -  käme es zum Bau  -  den Charakter der dort seit Jahrhunderten bestehenden, von den Vorfahren gepflegten und mit Menschenhand aufrecht erhaltenen Hohenloher Kulturlandschaft schlagartig  -  quasi „über Nacht“  -  zum Nachteil für die vor allem im Frühjahr / Sommer / Herbst vom „sanften“ Tourismus profitierende Stadt Langenburg und seiner Bürger verändern würde.       

Der dort im Brüchlinger Wald neu geplante wäre der größte Windpark in Baden-Württemberg.

Er würde dann den bisher wegen aufgrund dauerhafter Unwirtschaftlichkeit infolge Windmangels und den dadurch bisher angehäuften Millionenverlusten in die Negativ-Schlagzeilen geratenen und deshalb landesweit zu zweifelhaftem Ruhm gelangten, aus 14 bis zu 170 m hohen VESTAS-Windindustrieanlagen bestehenden und angesichts seiner angeblich windkraft-exponierten Lage in ca. 800 m – 900 m über NN als vermeintlich windstark eingestuften Windpark in Simmersfeld / Nord-Schwarzwald (Kreis Calw, Nähe Freudenstadt) ablösen, der bei der Eröffnung im Jahr 2006 / 2007 in Anwesenheit der damals noch amtierenden baden-württembergischen Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) in salbungsvollen Reden noch als „Leuchtturm-Projekt“ für ganz Baden-Württemberg in den höchsten Tönen gelobt und der in den Jahren zuvor vom für die Windkraft-Regionalplanung zuständigen Regionalverband durch eine glatte planerische Fehleinschätzung erst ermöglicht wurde.



Keine Windkraft-Verschandelung in Langenburg
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Mittlerweile ist auch hier „der Lack ab“ („Massiver Zuschussbetrieb“), denn das vermeintliche „Leuchtturm-Projekt“ hat bisher aufgrund mangelhaftem, viel zu geringem Windaufkommen ununterbrochen seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2006 / 2007 nun auch im 7. Jahr seines Bestehens „tiefrote“ Betriebsergebnisse = Verluste in Millionenhöhe zu Lasten seiner leidgeprüften Öko-Kapitalanleger angehäuft, die in der Restlaufzeit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von noch ca. 13 – 15 Jahren niemals mehr egalisiert werden können, denn die Windkraftanlagen dümpeln auch im Jahre 2013 größtenteils nur noch trostlos vor sich hin… …von Gewinnausschüttungen, Verzinsungen an die Kapitalanleger oder Gewerbesteuer-Zahlungen an die Standort-Gemeinde Simmersfeld ganz zu schweigen… (vgl. auch Reutlinger Generalanzeiger vom  24.3.2012 ):

…im Gegenteil, die Millionenverluste im  Simmersfelder Windpark  werden wegen weiter bestehendem Windmangel Jahr für Jahr weiter steigen, es sei denn, es kommt zu einer vorzeitigen Insolvenz und zu einer Einstellung des Windkraft-Betriebs, weil die jährliche Verlustanhäufung zum Kapitalverzehr und deshalb zu einer immer dünner werdenden Kapitaldecke führt, die  -  ohne Zuführung frischen Kapitals von außen (die jedoch wegen anhaltender Unwirtschaftlichkeit in weiter Ferne liegen dürfte, denn „wer schmeißt sein gutes Geld dem schlechten, bereits verbrannten Geld hinterher“)  -  bald nicht mehr ausreichen dürfte, die dauerhaften Betriebsverluste zu finanzieren… …und so könnte es zum vorzeitigen Totalverlust der Kapitalanlagen von gutgläubigen, aber auch oft blauäugigen Öko-Kapitalanlegern kommen, nach dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“

Schon bei der Anfahrt und insbesondere bei Passieren des Rheins ab Speyer beschlichen den einen oder anderen Exkursionsteilnehmer gemischte Gefühle, als vom Bus aus für jeden wahrnehmbar ersichtlich wurde, wie die Konzentration von Windindustrieanlagen in Windparks, deren Häufigkeit entlang der Autobahn und sich weit hinein ins Land verstreuend zu einer Änderung des Charakters der ursprünglich durch Land-, Forst- und Weinwirtschaft geprägten Landschaft geführt hat. ( Video )

Die schon bei der Bus-Anfahrt aufkommenden Bedenken gegen eine gigantische, nach Meinung vieler viel zu massierten Häufigkeit monströser Windkraftanlagen wurden noch verstärkt, als man den Zielort Ellern am Eingang zum dortigen Windpark erreicht hatte und man zum „Marsch in den Soonwald-Windpark“ aufbrach, geleitet von und informiert durch die sachkundigen Kommentare von Mitgliedern ortsansässiger Bürgerinitiativen und begleitet vom monotonen, die Luft zerschneidenden und nie aufhörenden Rauschen der sich drehenden Rotorblätter, vergleichbar einem „Wusch – Wusch – Wusch“ bzw. ähnlich dem Brummton eines im Anflug befindlichen, aber nie landenden Flugzeugs... ( Video )

Angesichts des in Abhängigkeit von der Windrichtung und der Intensität des Winds hörbaren dort tags und nachts vorhandenen Geräuschpegels war es für die meisten Exkursionsteilnehmer nachvollziehbar, wenn Familien ihren seinerzeit eigentlich zum Altersruhesitz in naturbelassener Landschaft in Vorjahren gekauften Grundbesitz liebend gern  -  eher gestern als heute  -  verkaufen würden, um diesem Geräuschpegel und der damit verbundenen Minderung des Erholungswert bzw. der dauerhaften Beeinträchtigung der Lebensqualität zu entgehen… …und nachvollziehbar ist es auch, wenn dort lebende, beruflich im Außendienst in Koblenz, Mainz etc. arbeitende Bürger nach dem Ende ihrer täglichen Arbeit nicht abends  -  wie früher  -  nach Hause an ihren Wohnort in den Soonwald gefahren sind, sondern (bei besonders starker Windintensität) freiwillig eine Nacht länger im Hotel übernachtet haben…

…aufgrund dieser durch Windkraft zum Nachteil von Mensch, Landschaft und Natur entstehenden Nachteile ist ein Großteil der im Einzugsbereich / Sichtweite von Soonwald-Windindustrieanlagen liegenden Immobilien (Wohnungen, Häuser, Grundstücke) stark im Wert gemindert bzw. gar  unverkäuflich  geworden, wie besonders exemplarisch am Beispiel des schon älteren Hotelbesitzer-Ehepaars geschildert, dessen Stammgäste „von heute auf morgen“ weggeblieben sind, als Windkraft-Pläne im Umfeld / Sichtweite des Hotels realisiert wurden und als deren Folge das Hotel mehr oder weniger unverkäuflich wurde, wegen Wertverfalls noch dazu die finanziell darin gebundene Altersvorsorge des Hotelbesitzer-Ehepaars gefährdend…     


So darf es im Brüchlinger Wald niemals aussehen
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Die meisten Exkursions-Teilnehmer bestiegen gegen Abend ob der sicherlich bleibenden Eindrücke mit beklemmenden Gefühlen den Bus zur Rückfahrt und die dort durch Inaugenscheinnahme unmittelbar  aufgenommenen Eindrücke  dürften mittlerweile nicht nur bei den Mitgliedern des Heimatvogelschutzes Langenburg e.V., sondern auch im beruflichen und privaten Umfeld aller Exkursions-Teilnehmer für großen Gesprächsstoff gesorgt haben, steht doch jetzt in Langenburg selbst angesichts der Windkraft-Pläne von Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg an äußerst natur- und landschaftssensibler Stelle im Brüchlinger Wald eine im Falle „pro-Windkraft“ ausgehende, generationsübergreifende, die Zukunftsfähigkeit von Langenburg und seiner Bürger stark beeinträchtigende Entscheidung an, die bis zur Entscheidung und sicherlich auch noch danach für weiteren Gesprächsstoff sorgen dürfte…

Vor allem im Interesse der Langenburger Bevölkerung ist zu hoffen, daß Stadtverwaltung und Gemeinderat sich der Tragweite ihrer bevorstehenden Entscheidung bewußt sind und sich klar machen, daß das am Interesse der gesamten Bürgerschaft ausgerichtete Gemeinwohl den Partikularinteressen eines Einzelnen immer vorzugehen hat…

Den andernorts in Baden-Württemberg tätigen kommunalen Entscheidungsträgern (Bürgermeister, Gemeinde- und Kreisräte, Landratsämter, Mitglieder der Regionalversammlungen, Regionalplanern etc.) ist zu empfehlen, daß sie vor weitreichenden „pro-Windkraft-Entscheidungen“ sich einmal selbst durch eigene Inaugenscheinnahme ein umfassendes Bild über Windkraft-Betrieb und deren Nachteile verschaffen und ebenfalls einmal eine Windkraft-Exkursion in den Soonwald unternehmen, bevor sie ihre Windkraft-Entscheidungen treffen, denn merke: Jede Medaille  - auch die Windkraft-Medaille  -  hat zwei Seiten und angesichts des in Baden-Württemberg auch an vielen vermeintlich windkraft-günstigen Standorten vielerorts vorherrschenden Windmangels sollte verstärkt und intensiv geprüft werden, ob ein wahrscheinlich dauerhafter Windkraft-Verlust-Betrieb und die hieraus entstehenden Nachteile es gerechtfertigt erscheinen lassen, zusätzliche zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur noch entstehenden Nachteile zu verursachen…      

 

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”



Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



www.gegenwind-husarenhof.de


Liebherr-Werk in Ehingen konstruiert neuen S p e z i a l-K r a n für die Montage von Windindustrieanlagen

 

Erstauslieferung des neuen, 750 to schweren LTM 1750-9.1 erfolgte nach Berlin  -  Entwicklung und Konstruktion schweren Geräts parallel zu immer höheren Windindustrieanlagen…

„Der neue LTM 1750-9.1 montiert Windkrafttürme“

 Schweres Gerät im Einsatz bei der Umwandlung weitgehend noch intakter Naturgebiete in ein windkraft-industrielles Gewerbegebiet

 

(wm / 261013)  -  Einem Bericht der Schwäbischen Zeitung vom  21.10.2013  zufolge hat das Liebherr-Werk in Ehingen einen neuen Spezialkran vom Typ LTM 1750-9.1 erstmals an einen Kunden, den Krandienstleister BTB Logistik GmbH in Berlin ausgeliefert. Der vor allem für die Montage von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  vorgesehene Spezialkran ist ca. 
7 5 0 to (!!) schwer.

Derartige Spezialkräne dürften künftig vor allem im vergleichsweise windschwachen Binnenland wie Baden-Württemberg bei der Montage von Windindustrieanlagen eingesetzt werden, die eigens für die an vergleichsweise windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb eigentlich völlig ungeeigneten Binnenland-Standorte vorgesehen sind, in der Hoffnung, daß über entsprechend hohe Windkraftanlagen das in höheren Sphären vermutete größere Windaufkommen „abgegriffen“ werden kann.

Allerdings hat sich diese Hoffnung an den allermeisten Binnenland-Standorten in Baden-Württemberg mehr oder weniger doch sehr schnell als Trugschluß erwiesen, so bspw. in Simmersfeld / Nord-Schwarzwald (Kreis Calw, Nähe Freudenstadt), wo im Jahr 2006 / 2007 der „mit großem Bahnhof“ unter Teilnahme der damals amtierenden BW-Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) eingeweihte, mit 14 bis zu 170 m hohen Windindustrieanlagen vom Typ VESTAS nach wie vor größte baden-württembergische, ca. 800 m - 900 m über NN und daher vermeintlich windgünstig gelegene  Windpark  errichtet wurde.

Trotz vermeintlich für baden-württembergische Verhältnisse windoptimalem Standort hat sich der mit Millionenaufwand finanzierte Windpark jedoch als Millionen-Flopp bzw. als Millionen-Grab zu Lasten seiner Öko-Anleger herausgestellt, denn der Windpark Simmersfeld hat ab seiner Inbetriebnahme ununterbrochen in den 7 Jahren seiner bisherigen Laufzeit Millionenverluste angehäuft, die in der noch verbleibenden Restlaufzeit von ca. 13 Jahren niemals mehr abgetragen werden können, und die leidgeprüften Anleger müssen  -  da in geschlossenen Windkraft-Fonds keine vorzeitige Verkaufsmöglichkeit besteht  -  mit gebundenen Händen Jahr für Jahr mit ansehen, wie ihr dort gebundenes Kapital auch weiter „wie Schnee in der Sonne“ zusammenschmilzt, mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder auf eine vorzeitige Insolvenz zusteuernd, von Gewinnausschüttungen, Verzinsungen oder gar Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommune ganz zu schweigen… …auch im Wind-Geschäftsjahr 2013 dürfte sich dieser Negativ-Trend fortsetzen, dem bisher in 50 Wochen vorherrschenden, gegenüber 2012 jahresdurchschnittlich weiter rückläufigen Windaufkommen zufolge und gemäß skeptischer Aussagen baden-württembergsicher Windmüller entsprechend…  


Bau von Windkraftanlagen am Oberroder Knoten (Greifenstein/Arborn - Hessen)
unbedingt das Panorama-Foto ansehen - Klick auf das Bild
Unsere Überschrift dazu: Ende Gelände

Quelle: www.bi-knoten.de

Angesichts der immer schwerer werdenden Tonnage des bei Montage von Windindustrieanlagen eingesetzten schweren Geräts und der Tonnage des vor Ort zu verbauenden Materials dürfte jedem Laien sehr schnell klar werden, welche irreparable, zerstörerische Eingriffe in sensible Naturgebiete wie Wald, Regionale Grünzüge etc. erfolgen, wenn zum Transport und Montage von Turmteilen, Rotorblättern, Gehäuse, Leitstand etc. schweres Gerät eingesetzt werden muß, und deshalb…

  • …neue Straßen, ein neues Feldwegenetz, Schlagen von Waldschneisen etc. nötig werden

 damit…

  •  …Trafo-Stationen gebaut, Leitungen verlegt und Fundamente betoniert werden können   

Erfahrungen an anderen Windkraft-Standorten wie z.B. im Soonwald / Hunsrück (Ellern, Rheinland-Pfalz;  hier  und  hier ) zeigen, daß an Wald-Standorten wie bspw. im Bönnigheimer Stadtwald am Rotenberg / Großer Saukopf im Naturpark Stromberg-Heuchelberg  bei der Umwandlung eines bisher noch weitgehend intakten Waldgebiets hin zu einem windkraft-industriellen Gewerbegebiet j e  e i n z e l n e r  Windindustrieanlage…

  • …mehrere Fußballfeld-große Waldflächen abgeholzt werden müssen…

  • …und zwischen 3000 - 4000 Betonmischer-Fahrten zur Betonierung des Fundaments und       der Zu- und Abfahrtswege notwendig werden… 

Zur Spezifikation dieser Ausführungen und um eine Vorstellung über die durch Windkraft-Bau verursachten Eingriffe in die Natur zu erhalten sei verwiesen auf die 3sat-Sendung hitec „Grenzenlose Windkraft ?“


Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

 Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen  Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen  „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen  Standorten in BW“



www.gegenwind-husarenhof.de




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