Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Politische Entwicklung -  Parteien, Politiker und Experten zur Energiefrage



Windkraft im Großraum Stuttgart

 

„Offener Brief“: F r e i e  W ä h l e r als „Zünglein an der Waage“ bei der Entscheidung zur Fortschreibung des Regionalplans, Teilfortschreibung Windkraft am 30.9.2015 beim Verband der Region Stuttgart !

Versetzen die F r e i e n  W ä h l e r mit ihrem Votum zum Ausweis von mehr als 4 0 (!!) Windvorrang-Gebieten im bevölkerungsdichten und windarmen Großraum Stuttgart zusammen mit den G r ü n e n,   S P D und L i n k e n dem Natur- und Landschaftsschutz den endgültigen T o d e s s t o ß ?

Einschaltung des B W-Landesrechnungshofs… 

 …wegen drohender F e h l-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen durch Zugrundelegung eines falschen, weil mit überhöhten und am „Grünen Tisch“ schön gerechneten Zahlen versehenen BW-Wind-Atlas


(wm / 200915)  -  Wenn nicht alles täuscht, spielen die oft als „Bürgermeister-Partei“ bezeichneten Freien Wähler mit ihren 13 Regionalräten bei der entscheidenden Sitzung der VRS-Vollversammlung am 30.9.2015 das „Zünglein an der Waage“.

Wir haben diesen „Offenen Brief“ im Vorfeld zur am 30.9.2015 stattfindenden VRS-Vollversammlung jedem einzelnen FW-Regionalrat sowie  -  aus Gründen der informellen Gleichbehandlung  -  auch allen Regionalräten der anderen Regional-Fraktionen via Mail zukommen lassen.

Nach den aktuellen Positionierungen fordern die CDU bzw. die FDP bzgl. der jetzt noch „im Topf“ befindlichen 44 Windvorrang-Gebiete die Streichung weiterer 10 bzw. 11 Flächen, während die SPD immer noch ca. 50, die Freien Wähler zwischen 40 – 50 Standorte und die Grünen und Linken ca. 70 Windvorrang-Gebiete ausweisen wollen, obwohl der Großraum Stuttgart für effiziente Windstrom-Produktion der völlig falsche Standort ist, weil die Region

·         einerseits die am dichtesten besiedelte Region Europas und

·         andererseits die windschwächste Region in Deutschland

ist.

Für eine erfolgreiche Windstrom-Produktion hauptsächlicher Einfluß-Faktor ist das am Standort vorhandene jahresdurchschnittliche Windaufkommen bzw. die dort festgestellte jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit. Unter Fachleuten ist klar, daß zur dauerhaft wirtschaftlichen Windstrom-Produktion eine jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von 
6 m / sek dauerhaft überschritten werden muß.

Liegt dies nicht vor, kommt es zu nachhaltigen jährlichen Betriebsverlusten mit der Folge, daß das Eigenkapital der Investoren aufgezehrt wird, wie dies an den allermeisten in Betrieb befindlichen Windkraft-Standorten in Baden-Württemberg bereits der Fall ist.

Zur Identifizierung windhöffiger Standorte hat die Verwaltung der Region Stuttgart seit Beginn des Auswahl-Verfahrens vor ca. 4 Jahren bis jetzt den seinerzeit vom TÜV Süd eigens erstellten baden-württembergischen Windatlas herangezogen.

Die darin zur Windgeschwindigkeit zugrunde gelegten Werte sind jedoch durch keine einzige reale Windmessung vor Ort  -  z.B. durch Aufstellen eines Windmess-Masts über einen repräsentativen Zeitraum  -  ermittelt worden. Die darin enthaltenen Werte wurden vielmehr durch ein von der Realität abstrahierendes Verfahren modellhaft durch formelmäßige Hochrechnungen ermittelt.

In den letzten Jahren hat sich jedoch immer stärker herausgestellt, daß bei auf Basis der im BW-Windatlas durchgeführten Windkraft-Investitionen nach ihrer Inbetriebnahme die real erwirtschafteten Windstrom-Erträge i.d.R. meilenweit hinter den ursprünglich von der Windkraft-Lobby zur Anlegergewinnung viel zu optimistisch versprochenen Zahlen zurückgeblieben sind.

Mittlerweile steht fest, daß die Soll- / Ist-Abweichung durchschnittlich ca. 30 % beträgt, im Einzelfall ist sie sogar deutlich höher. Aufgrund dieser Erkenntnisse an vielen Standorten verstärkt zur realen Windmessung über einen repräsentativen Zeitraum eingesetzte Windmess-Masten bestätigten erhebliche vom BW-Windatlas „nach unten“ abweichende Ergebnisse (bspw. in Messkirch, Pfullendorf und anderswo), Windkraft-Investitionen unterblieben unter Ausbuchung erheblicher Vorlauf-Kosten.

In Südbaden / Freiburg sind seit längerem Prozesse anhängig, weil sich von den viel zu optimistisch geschätzten Zahlen des BW-Windatlas sich geprellt fühlende Anleger „über den Tisch gezogen“ fühlen. Vor allem in Südbaden wurden nach Bekanntwerden dieser Divergenzen Windkraft-Investitionen in Millionenhöhe dauerhaft „auf Eis gelegt“, ebenfalls oft unter Ausbuchung erheblicher sechs-stelliger Beträge über vergebliche Vorlaufkosten. 

Von dieser Entwicklung wußte die VRS-Verwaltung bzw. hätte davon wissen müssen. Einzig logische Konsequenz hätte es schon bereits vor ca. 2 Jahren sein müssen, daß der für Zwecke der Identifizierung windhöffiger Windkraft-Standorte völlig ungenügende BW-Windatlas durch ein anderes Auswahl-Verfahren hätte ersetzt werden müssen.



Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald (Zollstock-Springstein):
Bevorstehender Naturfrevel durch Windkraft-Beschluß mit den Stimmen der Freien Wähler

Foto: Thomas Schöller

Dies ist jedoch nicht erfolgt, weil die unter politischem Druck von „Grün-Rot“ stehende VRS-Verwaltung unter allen Umständen die Erwartungshaltung erfüllen wollte / mußte. Aufgrund dieser Beibehaltung des BW-Windatlas ist jetzt schon festzuhalten, daß alle in den jeweiligen Steckbriefen zu den einzelnen Windvorrang-Gebieten angegebenen Windgeschwindigkeiten um durchschnittlich ca. 30 % zu hoch sind.

Im Hinblick auf die jetzt am 30.9.2015 durch den VRS festzulegenden Windvorrang-Gebiete besteht für alle jetzt noch „im Topf“ befindlichen 44 Windvorrang-Gebiete hinsichtlich der Rentabilität ein stark erhöhtes Unsicherheits-Risiko, d.h. das Risiko des Kapitalverlusts.

Die allermeisten dieser Standorte stellen schon vor dem „ersten Spatenstich“ eine millionenschwere „Fehl-Investition“ zu Lasten der oft blauäugigen Anleger dar, die dazu noch mit erheblichen Nachteilen zu Lasten von Mensch,  Landschaft und Natur verbunden sind.

Auch im Hinblick darauf, daß andere BW-Regionalverbände mit einem deutlich größeren Flächenbestand, einer erheblich geringeren Besiedelung sowie einem deutlich stärkeren Windaufkommen erheblich weniger Windvorrang-Gebiete ausgewiesen haben, wäre die einzig logische Konsequenz für verantwortlich handelnde Regionalräte gewesen, eine gegenüber den jetzt noch diskutierten 44 Flächen erheblich geringere Anzahl von maximal ca. 10 Windvorrang-Flächen an ökologisch eher unproblematischen Standorten auszuweisen, zumal das Gebot der Zurverfügungsstellung eines „substantiellen Raums“ auch bereits bei Ausweis von nur ca. 10 Windvorrang-Gebieten erfüllt worden wäre.

Wir werden diesen zur Vernichtung volkswirtschaftlicher Ressourcen in erheblichem Umfang führenden Sachverhalt dem BW-Landesrechnungshof zur Prüfung vorlegen.

Des weiteren werden wir diesen Sachverhalt und die hier bekannten Begleitumstände bei den nachfolgenden Wahlen  -  vor allem an den jetzt sich abzeichnenden Windkraft-Brennpunkten  -  insbesondere

·         bei der am 13.3.2015 stattfindenden BW-Landtagswahl,

·         bei der in 2017 stattfindenden Bundestagswahl und

·         bei den im Jahr 2018 in Baden-Württemberg stattfindenden BW-Kommunalwahlen

thematisieren, mit dem Ziel, diejenigen, die für den sich jetzt abzeichnenden Landschafts- und Naturfrevel Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Abschließend appellieren wir an die das „Zünglein an der Waage“ spielenden Freien Wähler, sich ihrer Verantwortung für die Region Stuttgart bewußt zu sein mit der Folge, einen Großteil der jetzt noch offenen, aber viel zu windschwachen und mit einem viel zu hohen ökologischen Opfer verbundenen Standorte abzulehnen.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de

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„Offener Brief“ an die S P D-Regionalfraktion im Verband der Region Stuttgart (VRS)

 

S P D fordert den Ausweis von mehr als 50 (!!) Windvorrang-Gebieten im Großraum Stuttgart, einer der am dichtesten besiedelten und zugleich eine der windschwächsten Regionen Europas !

 Realitätsferne und Ideologie-behaftete S P D-Forderung zeigt einmal mehr: Die S P D hat völlig den Draht zur Realität und den Kontakt zu den Bürgern verloren !

 Politik „des Gehört-Werdens“ bekommt von der S P D  -  wie von den Grünen und den Freien Wählern  -  einen Fußtritt: Alle 3 Regional-Fraktionen stellen sich im Vorfeld zur VRS-Beschluß-Fassung  -  im Gegensatz zur CDU und FDP  -  n i c h t den Bürgern vor Ort !

 Die Konsequenz wird sich bei den nächsten Urnengängen zeigen !

Sprichwort: „…wer nicht hören will, muß fühlen…“

  Aktuelle Wahl-Meinungsumfrage für die BW-LTW am 13.März 2016:    S P D ist „im freien Fall“ auf einen historischen Tief-Punkt abgesackt und dümpelt bei nur noch 17 % vor sich hin…


(wm / 190915)  -  Die Vollversammlung des Verbands der Region Stuttgart (VRS) trifft am 30.9.2015 mit der Beschlußfassung zum Regionalplan  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  eine für die Bürger und deren Zukunftsfähigkeit im Großraum Stuttgart äußerst wichtige Entscheidung. Nach dem Beschluß des VRS-Planungsausschusses vom 16.9.2015 sind noch 44 Windvorrang-Gebiete „im Topf“.

Wir haben diesen „Offenen Brief“ im Vorfeld zur am 30.9.2015 stattfindenden VRS-Vollversammlung jedem einzelnen SDP-Regionalrat sowie  -  aus Gründen der informellen Gleichbehandlung  -  auch allen Regionalräten der anderen Regional-Fraktionen via Mail zukommen lassen.

Während die Regional-Fraktionen der Grünen und Linke den Ausweis von mehr als 70 Windvorrang-Gebieten einschließlich Bagatell- / Kleinst-Standorten fordern und damit einmal mehr eindrucksvoll  -  für die Bürger = Wähler  „Gott sei Dank“ wahrnehmbar  -  dokumentieren, daß sie völlig „den Boden unter den Füßen verloren haben“, fordern CDU, FDP und AfD eine weitere Streichung der jetzt noch verbliebenen 44 Windvorrang-Gebiete.

Die SPD-Regionalfraktion tritt für den Ausweis von mehr als 50 (!!) 
Windvorrang-Gebieten ein.

Während man zu den völlig abstrusen Maximal-Forderungen der Grünen und Linke kein Wort mehr verlieren muß  -  deren Bewertung übernimmt der Bürger = Wähler spätestens bei Wahlen (vor allem an den BW-Windkraft-Brennpunkten)  -  zeugt die Haltung der SPD ebenfalls von einem starken Realitätsverlust, denn sie verdrängt völlig die Tatsache, daß der Großraum Stuttgart

·        einerseits eine der am dichtesten besiedelten Großräume Europas und schon deshalb für Windkraft-industrielle Gewerbe-Gebiete ungeeignet ist (die meisten dazu noch an für das ökologische Gleichgewicht der Region wertvollen Standorten im Wald, der großflächig abgeholzt werden müßte…)

·         und andererseits eine der windschwächsten Regionen Deutschlands

ist und die Region deshalb allein wegen dieser für Windkraft negativen topografischen Voraussetzungen völlig ungeeignet ist für dauerhaft wirtschaftlichen = mindestens kostendeckenden Windkraft-Betrieb; oder m.a.W., wegen schlechter Produktions- / Standort-Bedingungen macht es keinen Sinn, „Ananas in Alaska zu produzieren“ oder „einen Staudamm in die Wüste Gobi zu stellen…“.

Bei den weitgehend Windkraft-ideologisierten SPD-Regionalräten scheint es sich immer noch nicht herumgesprochen zu haben, daß das von den Menschen „Gott sei Dank“ nicht beeinflussbare jahresdurchschnittliche Windaufkommen als wichtigste Einflussgröße für Erfolg oder Misserfolg eines Windkraft-Betriebs nicht über alle Bundesländer bundesweit gleichverteilt ist, denn: Hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens besteht ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle.

Nach allen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) über seriöse Langzeit-Windmess-Erhebungen erhältlichen Statistiken ist das jahresdurchschnittliche Windaufkommen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, nördliche Teile NRW) und Osten Deutschlands (Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen) um ca. 2 - 3 Mal höher als im relativ windarmen Südwesten.

Ein Windkraft-Investor, der für eine WKA je nach Anlagen-Typ ca. 4 - 5 Millionen € „auf den Tisch des Hauses legen“ müßte, wird dies unter sonst gleichen Bedingungen und bei Einschaltung seines gesunden Menschenverstands  -  dem ökonomischen Prinzip folgend  -  natürlich dort tun, wo er für seine Investition (= Geld-Input) aufgrund einer größeren Windgeschwindigkeit / höherem Windaufkommen eine höhere Rendite (Geld-Output) erzielen kann. Dies ist in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten der Fall, wo die Windstrom-Renditen aufgrund des ca. 2 - 3 Mal höheren Windaufkommens deutlich höher als im windarmen Südwesten sind.

Dies ist auch der Grund dafür, daß nach den Statistiken des Bundesverbands Windenergie (BWE) ca. 85 % aller bisher ca. 27 000 bundesweit installierten Windkraftanlagen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern und eben nicht im windarmen Südwesten konzentriert sind. Auch die aktuellen Genehmigungs- / Planzahlen bestätigen die noch weiter zunehmende Konzentration der Windparks im Norden / Osten Deutschlands.

Wegen des deutlich höheren Windaufkommens werden dort einigermaßen befriedigende Jahresergebnisse / Gewinnausschüttungen / Verzinsungen / Gewerbesteuerzahlungen zugunsten des kommunalen Haushalts der Standort-Kommune erzielt, während die allermeisten  -  ca. 80 % - 90 %  -  der bei uns in BW ca. 400 installierten WKA‘ s Jahr für Jahr und wegen Windarmut ohne Aussicht auf Besserung „tiefrote“ Verlust-Betriebsergebnisse erzielen, das Anleger-Kapital aufzehrend, von Gewinnausschüttungen / Verzinsungen oder gar Gewerbesteuer-Zahlungen zugunsten der Standort-Kommunen gar nicht zu reden…



Schurwald / Buocher Höhe u.a.:
Bevorstehender Naturfrevel durch Windkraft-Beschluß mit den Stimmen der SPD
Dreitälerblick Richtung NO zum Remstal
Der Blick geht über das Strümpfelbachtal, das Beutelsbachtal zum Remstal
und die es begrenzende Buocher Höhe. LSG „Kappelberg, Kernen, Haldenbach-, Strümpfelbach-
und Beutelsbachtal mit angrenzenden Höhen“
von R.kaelcke (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Lediglich Ideologen und Symboliker, die wohl etwas „Spielgeld“ übrig haben und denen es auf die Sicherheit ihres eingesetzten Kapitals weniger ankommt, oder unter Einfluß dieser Personengruppe stehende kommunale Eigenbetriebe / Stadtwerke, die nicht mit eigenem Geld sondern mit Bürger‘ s Geld arbeiten, sind bereit, Millionen-Summen an wirtschaftlich völlig ungeeigneten Windkraft-Standorten zu riskieren… …das schmerzliche Ergebnis  -  nämlich das millionenschwere Verbrennen von Geld  -  ist in diesen Fällen die unausweichliche Folge, wie viele Fälle aus der jüngsten Vergangenheit gezeigt haben (bspw. Prokon-Pleite mit 750 Millionen € endgültigem Verlust von Anleger-Kapital oder die Millionen-Verlust-Ergebnisse der Stadtwerke Erlangen und Mainz bei ihren Windkraft-Engagements etc....)

Ebenfalls noch nicht bis zur SPD in Stuttgart herum gesprochen haben dürfte sich die Meinung des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Torsten Albig (SPD), der die baden-württembergischen Windkraft-Standorte wegen viel zu großer Ineffizienz abqualifiziert hat. 

Bei den im Oktober / November 2013 in Berlin durchgeführten Koalitionsvereinbarungen zur Bildung der Großen Koalition hat er bei der Diskussion zur Ausgestaltung der Energiewende laut Medienberichten unwidersprochen gegenüber seinem dabei auch anwesenden baden-württembergischen Ministerpräsidenten-Kollegen Winfried Kretschmann / MdL (Grüne) gesagt: „Der schlechteste Windkraft-Standort in Schleswig-Holstein ist bzgl. der Effizienz immer noch deutlich besser als der beste Windkraft-Standort in Baden-Württemberg.“ Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen.

Auch die unter Federführung des für die Energiepolitik / Energiewende zuständigen Bundeswirtschaftsministers / Vizekanzlers Sigmar Gabriel (SPD)  -  dem eigenen Parteifreund also  -  mit der vom Bundesrat und der EU begrüßten EEG-Novellierung und deren in Kraft treten am 18.2014 verfolgten Ziele scheinen den SPD-Genossen im Großraum Stuttgart völlig unbekannt zu sein: Eines der Hauptziele der EEG-Novellierung war, das „Gießkannen-Prinzip“  -  nämlich die 20 Jahre garantierte Ausschüttung von Millionen-Beträgen / Subventionen / Einspeise-Vergütungen vor allem an wegen relativer Windarmut völlig ineffizienten Windkraft-Standorten im windarmen Binnenland (Südwesten)  -  im Interesse der mit immer höheren Stromrechnungen konfrontierten Stromkunden ersatzlos und möglichst schnell abzuschaffen. 

Selbst die im benachbarten Regionalverband Heilbronn-Franken im Vorfeld zur und bei der Beschlußfassung der RV-Vollversammlung am 25.7.2014 in Tauberbischofsheim ersichtliche windkraft-kritische Haltung der dortigen SPD-Regionalfraktion scheint den Stuttgarter SPD-Genossen völlig unbekannt zu sein: Dort kam es mit überzeugender Begründung ihres SPD-Fraktionssprechers Harald Friese (Heilbronn) zur mehrheitlichen Ablehnung der Windkraft-Pläne durch die SPD-Regionalfraktion !

Zu wünschen wäre daher, daß sich innerhalb der VRS-Vollversammlung am 30.9.2015 der dort als Sprecher der SPD-Regionalfraktion fungierende Matthias Hahn die Argumente seiner Windkraft-Unfug im Bereich des RV HN-Franken ablehnenden Kollegen in der SPD-Regionalfraktion des RV HN-Franken zu Herzen nimmt und dazu übergeht, daß die SPD-Vorstellungen von mehr als 50 Windkraft-Standorten in einer der am dichtesten besiedelten und zugleich windärmsten Regionen Europas im Großraum Stuttgart „ohne Wenn und Aber“ ad acta gelegt werden.

Das bisher sture Festhalten an einer der Maximal-Planung der VRS-Verwaltung orientierten Haltung ist vermutlich auch darauf zurückzuführen, daß sich die SPD-Regionalfraktion ebenso wie die Grünen, Linke und Freien Wähler im Vorfeld der VRS-Vollversammlung geweigert haben, sich den kritischen Fragen der vor Ort im Wirkungskreis der geplanten Windparks wohnenden Bürger zu stellen, so, wie dies die CDU und FDP Ende Juli / Anfang August 2015 gemacht haben. Einmal mehr hat sich gezeigt, daß die viel beschworene „Politik des Gehörtwerdens“ / Bürgernähe vor allem bei der CDU und FDP, nicht aber bei den Grünen, SPD, Linken und auch nicht bei den Freien Wählern  praktiziert werden…

Ein letzter „Wink mit dem Zaunpfahl“ könnte die aktuelle Meinungsumfrage zur am 13.3.2016 bevorstehenden baden-württembergischen Landtagswahl gewesen sein: Dort ist die BW-SPD weiter regelrecht abgesackt und nunmehr in BW auf einem historischen „Allseits-Tief“ von lediglich noch 17 % angelangt… mit ein Teil dazu beigetragen haben könnte auch die realitätsferne Haltung der SPD-Regionalfraktion/VRS bei der Frage, welche / wieviele und an welchem Standort im Großraum Stuttgart Windparks  -  entgegen dem Willen der Bürger  -  ausgewiesen bzw. gebaut werden sollen…

Bei der jetzt am 30.9.2015 anstehenden Entscheidung hat es die SPD-Regionalfraktion selbst in der Hand, ihren „freien Fall“ zu stoppen und einer aus Sicht der übergroßen Mehrheit der Bürgerschaft sinnvollen Lösung zur Mehrheit zu verhelfen… …man müßte nur seine ideologisierte Haltung aufgeben und „über den eigenen Schatten springen“…

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 

www.gegenwind-husarenhof.de

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16.9.2015: Mit Spannung erwartete Sitzung des Planungsausschusses beim Verband der Region Stuttgart (VRS)   

 

 Vorentscheidung zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten im Großraum Stuttgart

44 Windvorrang-Gebiete bleiben „im Topf“

Freie Wähler sind das „Zünglein an der Waage“:

FW lehnen 9 von 10 Windkraft-Standorte im Landkreis Ludwigsburg und den Tauschwald in Stuttgart ab  -  werfen sich aber bei den Abstimmungen um die Standorte in Waiblingen, Esslingen, Göppingen und Böblingen „um den Hals“ von Grünen, SPD und Linken und bewirken, daß der Natur- und Landschaftsschutz an dort oft ökologisch sensiblen Stellen großflächig „unter die Räder kommt…“

Wie reagiert der Bürger = Wähler bei den nächsten BW-Kommunalwahlen im Jahr 2018 auf den von den Freien Wählern zu verantwortenden Natur- und Landschaftsfrevel an den jetzt „unter die Räder“ gekommenen Standorten ?...



(wm / 180915)  -  Der Planungsausschuß des VRS hat in einer mit Spannung erwarteten Sitzung am 16.9.2015 eine Vorentscheidung zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten im Großraum Stuttgart getroffen Aufgrund des zu erwartenden großen Andrangs hat die VRS-Verwaltung die Sitzung in die Liederhalle Stuttgart verlegt. Tatsächlich waren ca. 200 Besucher  -  vorwiegend Abordnungen von im Großraum Stuttgart ansässigen Gegenwind-Bürgerinitiativen  -  anwesend; der Silchersaal war bis auf den letzten Platz besetzt, so daß viele Besucher mit Stehplätzen vorlieb nehmen mußten.

Das Auswahl-Verfahren startete im Jahr 2011 zunächst mit 96 Windvorrang-Gebieten, der Strategie der VRS-Verwaltung folgend, die eine „Maximal-Kulisse“ vorsah. Im Verlauf der Zeit reduzierte sich die Anzahl der Windvorrang-Gebiete dann weiter auf 85, 77 und  -  bis zum 16.9.2015  -  letztlich auf 70 Vorrang-Gebiete, sicherlich auch stark beeinflußt vom Begleit-Protest der im Raum Stuttgart ansässigen Bürgerinitiativen, die im Laufe des Auswahl-Verfahrens immer stärkeren Zulauf bekamen, vor allem dort, wo es sich abzeichnete, daß der diskutierte Standort vermutlich bis zum Schluß „im Topf“ bleiben würde…

In der am 16.9.2015 durchgeführten Marathon-Sitzung wurde jedes einzelne noch „im Topf“ befindliche Windvorrang-Gebiet einzeln vorgestellt. Bewertungs-Kriterien waren u.a.

·         Konflikte bzgl. der zu erwartenden Eingriffe in Natur und Landschaft,

·         die Anzahl der eingegangenen Einwendungen (Einstellung der Bevölkerung),

·         die Windhöffigkeit gemäß BW-Windatlas,

·         bereits bestehende Vorbelastungen aufgrund schon bestehender Windkraftanlagen (Vermeidung der Umzingelung),

·         Vorbehalte von Firmen in der Nähe der geplanten Windkraft-Standorte (Behinderung der Infrastruktur; Verlagerung von Standorten, Verlust von Arbeitsplätzen etc.) etc.

Schon im Vorfeld zeichneten sich 2 gegeneinander gerichtete Lager ab:

·         Während CDU, FDP, Innovative Politik und AfD wegen relativer Windarmut, großem Landschaftsverbrauchs, starker Eingriffe in die Natur und des damit verbundenen Verlusts der Lebensqualität der dort wohnenden Bürger eine eher restriktive Haltung einnahmen,

·         plädierten Grüne, SPD und Linke  -  aufbauend auf ihrer ideologischen Sichtweise  -  für einen Maximal-Ausweis von Windvorrang-Gebieten, der auch Bagatell-Standorte wie die meisten der im Kreis Ludwigsburg diskutierten, äußerst windarmen Standorte vorsah.

Im Vorfeld zur Sitzung des Planungsausschusses hatten die Bürgerinitiativen noch einmal regelrecht „mobil“ gemacht und versucht, „hinter den Kulissen“ Einfluß auf die Entscheidung der Regionalräte zu nehmen. Dazu heißt es bspw. in der STZ vom 15.9.2015:

·        „Die Bürgerinitiative „Pro Schurwald“ hat am Montag nochmals ihre Befürchtung geäußert, dass die geplante große Zahl von Windrädern in der ohnehin stark belasteten Region Stuttgart zu einer massiven Verschlechterung der Lebensqualität führe. Der Sprecher Bertram Feuerbacher appellierte an die Regionalräte, die Ausweisung von Windkraftstandorten auf das absolute Minimum zu beschränken. Auf kleine und windschwache Standorte soll ganz verzichtet werden: Wenn man nur die 26 größten und windstärksten Standorte beschlösse, so die Bürgerinitiative, käme man dennoch auf 70 Prozent der bisher geplanten Fläche für Windräder. „Die Regionalversammlung hat einen sehr großen Ermessensspielraum“, so Feuerbacher. Den müssten die Regionalräte jetzt auch nutzen.“

Und der Sprecher der BI „Pro Schurwald“, Michel Haueis, gab in derselben STZ-online-Ausgabe folgenden Kommentar ab:

·         „Windenergieland Baden-Württemberg – ein Schildbürgerstreich: Windkraftanlagen sind gewaltige Industrieanlagen; sie sind 200 Meter hoch, so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm und die Rotoren überstreichen die Fläche von 2 Fußballfeldern. In der Region Stuttgart werden derzeit 70 potentielle Windkraftstandorte mit einer Gesamtfläche von 3.000 Hektar diskutiert; 80% dieser Flächen liegen in weniger als 1.000 Meter Abstand zu Wohnsiedlungen. Hier wird es zu einem massiven Verlust an Lebens- und Wohnqualität kommen. Baden-Württemberg ist ein sehr windarmes Land; die Auslastung von Windkraftanlagen liegt nur bei 13%. Der geringe Nutzen der Windkraft rechtfertigt hier nicht die großen Beeinträchtigungen für Landschaft und Natur, sowie den hohen Verlust an Lebens- und Wohnqualität. Pro Schurwald fordert deshalb die Regionalversammlung auf, die Interessen der Region und ihrer Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und sich bei der Ausweisung von Windkraft-Standorten auf das rechtlich erforderliche Minimum zu beschränken; dies ist etwa ein Viertel der jetzt diskutierten Fläche (ca. 800 ha). Insbesondere sollte auf kleine und windschwache Standorte, sowie Standorte mit hochwertigem Landschaftsbild und hoher Erholungsqualität verzichtet werden. Baden-Württemberg zu einem Windenergieland machen zu wollen ist ein Schildbürgerstreich; das ist vergleichbar, als wenn man Alaska zu einem Weinanbauland machen wollte. www.pro-schurwald.com“

Wir selbst haben ebenfalls unsere Kontakte zu den bürgerlichen Parteien gesucht, um den von Grüne, SPD und Linke programmatisch angestrebten Kahlschlag der Landschaft und Natur im Großraum Stuttgart und insbesondere im windarmen Lkrs Ludwigsburg möglichst zu verhindern.

Letztlich hat dies  -  zumindest im Lkrs LB  -  zum Erfolg geführt, denn die aus CDU, FDP, Innovative Politik und AfD gebildete „Widerstandslinie“ hielt auch den stärksten ideologisch verbrämten Angriffen stand, so daß 9 von 10 geplante Windvorrang-Gebiete in für jeden Standort einzelner Abstimmung mit deutlicher Mehrheit abgelehnt wurde. Bei den übrigen zur Wahl gestandenen Standorten waren die FW-Stimmen ebenfalls maßgebend, wodurch es zur weiteren Reduzierung auf jetzt noch 44 Standorte kam, während die Gegenseite aus Grüne, SPD und Linke an möglichst allen 70 Standorten festhalten wollte.



Ingersheimer Windwahn-Unfug bleibt einziger Windkraft-Schandfleck im Kreis Ludwigsburg

© Hans-Jürgen Steinwedel


Insbesondere in

·         Hessigheim, wo die dort gebildete Bürgerinitiative in kurzer Zeit 600 Unterschriften sammelte, und wo die Wengerter, Wanderer und Touristen in den Hessigheimer Felsengärten und in Mundelsheim am Käsberg ihren Blick nicht auf eine noch weiter verschandelte Landschaft am anderen Ufer des Neckars / Neckarhäldenwald richten müssen

·         Ingersheim (LB-06), wo die ursprünglich gegen die 1. WKA gesammelten 1400 Unterschriften sich auch gegen die Planungen zum 2. Windrad richteten

·         Lauffen / N. (LB 01-Haghof), wo man sich gegen das „hart“ an die (wie in Ingersheim) Gemarkungsgrenze geplante Windrad auf dem Haghof wehrte

·         Freudental / Bönnigheim / Cleebronn (LB-X 03 Rotenberg / Saukopf), wo sich vor allem Bürger aus Freudental, Cleebronn aber auch aus Bönnigheim gegen den bevorstehenden Naturfrevel im Naturpark Stromberg-Heuchelberg zur Wehr setzten sowie in

·         Steinheim / Grießberg (LB-A)

·         Bietigheim-Bissingen (LB 05-Abendberg)

·         Gündelbach / Ensingen (LB-04)

·         Tamm (LB-07, südlich Rotenacker)

·         Sachsenheim (LB-B, Salenhau)

·         Sachsenheim (LB-C, Schlierkopf)

atmete man hörbar und erleichtert auf, als mit der Entscheidung des Planungsausschusses der bittere Kelch des Windkraft-Unfugs vorübergezogen war.

Am einzig im Lkrs LB noch verbliebenen Standort LB-08 / Ried-See / Korntal-Münchingen / Schwieberdingen regt sich bereits Widerstand, den wir künftig mit unserem Know-How tatkräftig unterstützen werden.

Mit der Entscheidung des Planungsausschusses ist zwar eine Vorentscheidung, aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Diese wird durch die am 30.9.2015 stattfindende VRS-Vollversammlung getroffen. Bis dahin gilt für alle BI’ s und ihre Mitstreiter: „Holzauge sein wachsam“.

Ob sich allerding die Freien Wähler unter Ihrem „Vorturner“ und als Waiblinger OB Windkraft-Interessen auf der Buocher Höhe (Remshalden, Korb) verfolgenden Andreas Hesky damit einen Gefallen getan hat, aus der Phalanx des bürgerlichen Lagers auszubrechen, um sich bei jeder „auf der Kippe“ stehenden Einzel-Entscheidung um den Hals von pro-Windkraft-Unfug stimmenden Grünen, SPD und Linken zu werfen, wird die Zukunft zeigen…

…zwar treten die Freien Wähler bei der BW-LTW am 13.3.2016 nicht an… …es soll aber jetzt schon nicht wenige Stimmen geben, denen zufolge sich die Freien Wähler   -   falls sie ihre Grünen- / SPD- / Linken-freundliche Haltung auch bei der am 30.9. tagenden VRS-Vollversammlung unverändert beibehalten  -  spätestens bei der BW-Kommunalwahl im Jahr 2018 „einen heißen Tanz“ prophezeien…“ …also dann, wenn an dem einen oder anderen geplanten Standort

·         das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist

·         die benötigte Waldfläche abgeholzt wurde

·         die Windkraft-industrielle Großbaustelle / Gewerbegebiet eingerichtet ist

·         die Infrastruktur durch Autobahn-breite Wald-Schneisen erstellt wurde

·         Schweres Gerät (Spezial-Kräne, 12-Achser-Tieflader etc.) zur Baustelle anrollt

·         Waldwege umgewandelt werden in befestigte und verbreiterte Straßen

·         Je nach Größe des Windparks ca. 2000 – 6000 Betonmischer-Fahrten in Gang gesetzt werden zur Befestigung von Straßen, Beschotterung  und zur Erstellung der Fundamente

·         und der besorgte dort im Umfeld wohnende Bürger die ganze Dimension der durch Windwahn-Unfug ausgelösten Landschafts- und Natur-Zerstörung tagtäglich durch Inaugenscheinnahme präsentiert bekommt

·         und die diesen Unfug größtenteils ablehnenden Parteien aus dem bürgerlichen Lager gegenüber den aufgebrachten Bürgern auf Grüne, SPD und Linke verweisen sowie auf die  -  als die Hauptverantwortlichen  -  Freien Wähler, an der Spitze auf Andreas Hesky, zeigen…

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe




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R e s o l u t i o n

Ü b e r g a b e  einer gegen  W i n d k r a f t  an unsinnigen

B W-Standorten gerichteten Resolution an den

FDP-Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg

 

Michael Theurer / MdEP

und an den

 FDP-Fraktionsvorsitzenden im B W-Landtag 

 

Dr. Hans-Ulrich Rülke / MdL

 

anläßlich des FDP-Sommerfests  am Sonntag, den 30.8.2015in 74193 Schwaigern / Stetten, Alte Kelter

 

                F o r d e r u n g e n  der                   BW-Gegenwind-Bürgerinitiativen,insbesondere im Hinblick auf den in der Region Heilbronn-Franken und Verband Region Stuttgart und in den übrigen 10 BW-Regionalverbänden durch Windkraft-Unfug sich anbahnenden Natur- und Landschaftsfrevel 

 

  Oftmals unsinnige W i n d k r a f t - S t a n d o r t e  beeinflussen die Zukunftsfähigkeit der Regionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund und Stuttgart (u.a. Rems-Murr) und anderswo in B W  existenziell und wirken sich negativ auf die nachfolgende Generation aus !

Windkraft-Betrieb an den geplanten, oft viel zu windschwachen Windkraft-Standorten in Baden-Württemberg führt zu viel zu großen Nachteilen zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur, denen keine  -  bzw. wenn überhaupt, dann nur marginale  -  Vorteile gegenüberstehen

 Deshalb: A p p e l l  zur Verhinderung weiteren Windkraft-Unfugs in Baden-Württemberg !

 Werden Sie Ihrer V e r a n t w o r t u n g für die gesamte Region gerecht und treten Sie „ohne Wenn und Aber“ gegen weiteren W i n d k r a f t - U n f u g  in B W ein!

 Die Bürger dieser Regionen und  die nachfolgende Generation danken es Ihnen !

 

 

I       Sachverhalt  -  „Stoßrichtung“ der Resolution gegen „grün-rote“ Pläne zur weiteren Windkraft-Forcierung an unsinnigen 
B W-Standorten

(wm / 250815)  -  Wie bekannt, sehen die Pläne der „Grün-Rot“ geführten BW-Landesregierung vor, zusätzlich zu den bereits ca. 400 „im Ländle“ bestehenden Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2020 noch weitere ca. 1 200 Windindustrieanlagen zu bauen, die künftig bis zu 230 m hoch werden, damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom.

Den Plänen zufolge sollen die in den Regionalverbänden HN-Franken und Region Stuttgart zusammengefassten Regionen (Heilbronner Land, Hohenlohe, Main-Taube, Rems-Murr, Göppingen, Esslingen, Waiblingen, Backnang, Schorndorf, Voralb-Gebiet) den Löwenanteil von ca. 50 % - 70 % (= 600 - 850 WKA‘ s; Maximal-Planung im VRS) dieser Ausbau-Pläne tragen, obwohl dort bereits an vielen Standorten schon jetzt eine Überfrachtung mit Windkraftanlagen bzw. von Anlagen der regenerativen Energie-Erzeugung besteht (Windkraft-, Photovoltaik-, Biogasanlagen).

Die im Wirkungskreis der Anlagen dort lebenden Bürger können bzgl. der davon ausgehenden Belastungen „ein Lied davon singen“.

Selbst dann, wenn manche hochfliegenden Windkraft-Pläne wegen Verstoßes gegen Natur- und Landschaftsschutzgesetzen u. ä. (zunächst) nicht gebaut werden bzw. vor den Verwaltungsgerichten scheitern und der WKA-Ausbau nicht sofort „mit voller Wucht“ sondern eher „schleichend“ und daher zeitlich gestreckt  -  um die Bürger „ruhig zu stellen“ bzw. um sie daran zu gewöhnen  -  realisiert werden sollten, bliebe zu befürchten, daß die weitgehend ideologisch geprägten Ausbau-Pläne der grün-rot geführten BW-Landesregierung „nach und nach“ umgesetzt würden.

Wir bitten Sie in Ihren herausgehobenen Stellungen als  FDP-Landesvorsitzender, als FDP-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg, stellvertretender FDP-Landesvorsitzender und künftig ab dem 13.3.2016 (BW-Landtagswahl) als nach einem Machtwechsel hoffentlich die Leitlinien der Landespolitik bestimmender und damit für das Gesamtwohl des Landes Baden-Württemberg und seiner Bürger maßgebend verantwortliche Entscheidungsträger, sich g e g e n  die vorwiegend aus ideologischen Gründen von „Grün-Rot“ geplante Windkraft-Forcierung an meist unsinnigen, oft raumbedeutsamen sowie natur- und landschaftssensiblen Stellen einzusetzen !

Ihre Entscheidung  -  zustimmend oder ablehnend  -  betrifft die Zukunftsfähigkeit (positiv oder negativ) an vielen geplanten Windkraft-Brennpunkten in den genannten Regionen sowie in ganz Baden-Württemberg.


II     Aufruf an alle Entscheidungsträger auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zum „Nein“ gegen weiteren Windkraft-Unfug im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund, im Bereich des Verbands der Region Stuttgart (VRS) und in den übrigen 10 BW-Regionalverbänden


Setzen Sie sich bitte im Interesse von Mensch, Landschaft und Natur gegen weiteren regierungsamtlich von „Grün-Rot“ verordneten und ideologisch beeinflußten Windkraft-Unfug in Ihrer Heimat bzw. im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken, im VRS und anderswo in Baden-Württemberg ein !

 

Die Bürger und die nachfolgende Generation danken es Ihnen!

 

Es geht um die Frage, ob die Zukunftsfähigkeit einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund entlang von Tauber, Jagst und Kocher sowie im Bereich des VRS (inkl. Rems-Murr) und in den anderen BW-Regionen auch noch für die nachfolgende Generation gewahrt bleibt oder ob es zu einer weiteren „Ausräumung“ einer bisher dort noch weitgehend intakten Landschaft und Natur zu Lasten der Allgemeinheit und zugunsten einiger Profiteure kommt, dem ohnehin schon vielfach „am Boden liegenden“ Landschafts- und Naturschutz einen weiteren „Schlag unter die Gürtellinie“ versetzend…

Dieser Aufruf mit der Bitte um Unterstützung wird Herrn Michael Theurer / MdEP, Herrn Dr. Hans-Ulrich Rülke / MdL sowie den Mitgliedern der Vollversammlung beim RV HN-Franken und beim VRS und an die in diesen Regionen

·         befindlichen Kreisgeschäftsstellen und Ortsverbände der Parteien

·         an die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region

·         Landes-Geschäftsstellen der Parteien und Fraktions-Vorsitzenden der im BW-Landtag vertretenen Parteien

·         Entscheidungsträger auf kommunaler und Landesebene, (Ober)Bürgermeister, Gemeinde- und Ortschaftsräte, Landräte / Landratsämter (Untere Naturschutzbehörden), Regierungspräsidium Stuttgart (Obere Naturschutzbehörde, Referate 55 und 56), Mitglieder der Kreistage, Einrichtungen des öffentlichen Lebens vor Ort, weitere Multiplikatoren vor Ort (u.a. Vereinsvorsitzende, Tourismus-Verbände, Gewerbetreibende / Selbständige / Freiberufler, Naturschutz-Organisationen vor Ort, dem Naturschutz nahestehende Vereine und Organisationen wie Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Ortsgruppen der Schwäbischen Albvereine, Schwäbischer Heimatbund (SHB) u.v.m.) 

·         sowie an die Medien

übergeben.


III       Windkraft-Forcierung: Nachteile für die ganze Region                          HN-Franken und VRS

 

1         Irreparable Natur- und Landschaftszerstörung

 

Die geplante Windkraft-Forcierung führt zu einer Natur- und visuellen Landschaftszerstörung in einem völlig unbekannten und bisher in der Region noch nie dagewesenen Ausmaß.

Erfahrungen an bereits realisierten WKA-Standorten in Rheinland-Pfalz (Soonwald / Hunsrück etc.) sowie in Nord- und Ost-Deutschland und anderswo zeigen klar, daß pro einzelner WKA eine Fläche von durchschnittlich ca. 7 000 qm - 10 000 qm benötigt wird. Diese wird versiegelt / zubetoniert.

Dieser Raubbau an der Natur droht nun auch in BW bzw. an vielen geplanten Standorten im Bereich des RV HN-Franken, bspw. in Creglingen / Klosterwald, in Bad Mergentheim / Apfelbach, in Langenburg, Boxberg, in den Limpurger Bergen, im Harthäuser Wald, im Mittleren Jagsttal sowie beim VRS (bspw. im Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald oder im Naturpark Stromberg-Heuchelberg) und an vielen anderen BW-Standorten.

Je nach benötigter Infrastruktur (neues Straßen- und Feldwegenetz, Bau von Zu- und Ableitungen, Trafo- / Umspann-Stationen, Verbreiterung / Befestigung bestehender Straßen- und Feldwege zur Befahrung mit schwerem Gerät u.a.) ist der Flächenverbrauch je einzelner WKA noch größer;  (siehe hier und hier)

Reinhold Messner (2002):  „Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“.

 

2        Verstoß gegen bestehende Naturschutzgesetze / Aushebelung und „Biegung“ von Natur-. Wasser- und Landschaftsschutzrichtlinien und -verordnungen

 

Zur Wahrung des Natur- und Landschaftsschutzes und im Interesse der Bürger hat der Gesetzgeber in der Vergangenheit und aus gutem Grund eine Reihe von Natur- und Landschaftsschutzgesetzen erlassen; Behörden haben darauf aufbauend konkrete Richtlinien etc. erstellt.

Zur mehr oder weniger rücksichtslosen Durchsetzung der von Bündnis 90 / Die Grünen und SPD geführten BW-Landesregierung vorgegebenen und von der Windkraft-Lobby tatkräftig unterstützten Ausbauziele  -  auch an besonders sensiblen und für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtigen Wald-Standorten und in Natur-, Wasser-, Landschafts-, (Europäischen) Vogelschutz-, Natura2000, FFH-Gebieten, Regionalen Grünzügen etc.  -  wird sehenden Auges immer stärker gegen bestehende Natur- und Landschaftsschutz-Gesetze verstoßen und die eigentlich von Amts wegen bzw. von ihrer Aufgabenstellung her zur Bekämpfung des Naturfrevels ins Leben gerufenen Oberen und Unteren Naturschutzbehörden schauen „auf Druck von oben“ verschämt weg bzw. werden von ihren Behördenleitern „an die Kandarre genommen“ bzw. „mit Maulkorb“ versehen und schweigen verschämt.

Bestehende Richtlinien und Verordnungen werden mit eindeutigen Absichten umgeschrieben, „gedehnt“ bzw. neu „interpretiert“ und oftmals wird die höchstrichterliche Rechtsprechung zum Natur-, insbesondere zum Vogel- und Fledermausschutz (seltene Arten) nicht beachtet.

Mitarbeiter dieser Pseudo-Naturschutz-Behörden und anderer Dienststellen werden auf Seminare geschickt, die von Windkraft-nahen Veranstaltern vor allem mit dem Ziel angeboten werden, behördlich geplante pro-Windkraft-Entscheidungen „am Natur- und Landschaftsschutz vorbei“ möglichst „geräuschlos in trockene Tücher zu bringen.“ Zu hoffen bleibt, daß derart gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßende Entscheidungen im Rechtsweg von unabhängigen Richtern an den  -  „Gott sei Dank“ nicht auch noch unter dem Einfluß der Windkraft-Lobby bzw. von „Grün-Rot“ stehenden  -   Verwaltungsgerichten wieder „kassiert“ werden.


3       Verstoß gegen Klimaschutzziele  -  Bäume / Wald absorbieren das klimaschädliche CO2  -  wegen Windkraft-Unfug abgeholzter Wald verliert diese Funktion

 

Ein Großteil des WKA-Ausbaus ist an Wald-Standorten geplant. Für den Bau von Windparks im Wald müßten oft ein über 100 Jahre alter, gewachsener und für das ökologische Gleichgewicht der Umgebung wertvoller Baum-Bestand / Mischwald mit der Fläche mehrerer Fußballfelder großflächig abgeholzt werden.

Wald / Bäume sind Schattenspender, absorbieren das klimaschädliche CO2 und bauen es ab, filtern die Luft, sorgen für den Luftaustausch, produzieren kühlere Luft und geben sie an die wärmere waldfreie Umgebung ab. Wald / Bäume dienen daher den Klimaschutz-Zielen und verhindern deshalb den weiteren Anstieg der Klimaerwärmung.

Diese Ziele werden durch die an vielen Windkraft-Standorten unsinnigen und allein Profit-Interessen einzelner Personen (Grundstücksverpächter, Projektierer, Service-Gesellschaften etc.) dienende Waldabholzung konterkariert.

Der beste Klimaschutz besteht in der Aufrechterhaltung der Funktionen des Waldes und nicht in dessen großflächiger Abholzung.

Wer gegen die aus reiner Profitgier erfolgende großflächige und die Lebensgrundlage der dort lebenden Bevölkerung zerstörende Abholzung des tropischen Regenwalds Zehntausende Kilometer entfernt von hier in Südamerika oder in Südostasien eintritt, macht sich völlig unglaubwürdig, wenn er vor der eigenen Haustür in Baden-Württemberg bzw. im Bereich des RV HN-Franken bzw. VRS und anderswo in BW der großflächigen Wald-Rodung für  -  i.d.R. dazu noch wegen relativem Windmangel oft hoch-defizitäre  -  Windparks das Wort redet.

Eindringlich hat darauf auch Dr. Till Backhaus (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mecklenburg-Vorpommern) aus Anlaß des Ende April 2014 begangenen 
„Tag des Baumes“ hingewiesen:

„Bäume produzieren wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. Eine 100jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 kg Sauerstoff frei und bindet 2,35 kg CO2; Durch die Verdunstung von Wasser tragen die Bäume erheblich zur Verbesserung des Klimas bei. Eine Eiche verdunstet an einem Sommertag durchschnittlich 43 Liter und kühlt damit die Umgebung; 100 m³ Holz schaffen bzw. erhalten einen Arbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft; Standortgerechte Gehölze schaffen den notwendigen Lebensraum und sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleintiere. In naturnahen Buchenwäldern leben beispielsweise bis zu 7.000 Tierarten.“

Diesem Gesichtspunkt kommt besondere Bedeutung zu, weil von der in allen 12 BW-Regionalverbänden geplanten Fortschreibung  -  Windkraft betreffend  -  ca. 40 % der der für Windvorrang-Gebiete vorgesehenen Standorte auf Waldflächen entfallen, die  -  falls die Pläne realisiert würden  -  großflächig abgeholzt werden müßten, wie andere Beispiele (bspw. im Soonwald / Hunsrück / Rhld-Pf) zweifelsfrei belegen;


4       Möglicherweise durch Windkraft-Betrieb verursachte Gesundheitsrisiken  -  Klinik-Direktoren und Chef-Ärzte warnen vor durch Windkraft-Betrieb verursachten Gesundheitsgefahren 

 

Windkraft-Betrieb verursacht zweifelsfrei Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag und Infraschall, von denen insbesondere die im Wirkungskreis (Radius bis zu 5 km ab WKA-Standort) der WKA lebenden Bürger betroffen sind. Besonders dort und vor allem bei Menschen mit ohnehin schon angegriffenem Gesundheitszustand können diese Immissionen zu Gesundheitsrisiken (Langzeit-Effekt) führen, wie wissenschaftliche Untersuchungen renommierter Institute (bspw. Robert-Koch-Institut, Berlin) belegen.

Klinik-Direktoren und Chef-Ärzte verlangen daher für ihre bestehenden Kliniken  -  insbesondere bei Patienten, die vorwiegend altersbedingte Krankheitssymptome wie „Alsheimer“ / „Demenz“ / „Parkinson“ o.ä. haben oder bei Reha-Kliniken, in denen neurologische Behandlungen durchgeführt werden  -  einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu neu geplanten Windparks von mindestens
5 000 m.

Jedem kritischen Betrachter sollte es daher zu denken geben, wenn Ärztliche Direktoren im Interesse ihrer Patienten einen deutlich größeren Sicherheitsabstand fordern, als im BW-Windkraft-Erlass (700 m) vorgeschrieben… …denn es ist nicht auszuschließen, daß diese durch WKA-Betrieb verursachten Gesundheitsrisiken sich auch bei gesunden, im Wirkungskreis der Windindustrieanlagen lebenden Bürgern „über kurz oder lang“ niederschlagen…
(siehe hier, hier, hier und hier auch)


5       Kein ausreichender Sicherheitsabstand an vielen in BW geplanten WKA-Standorten  -  Deutliche Schlechterstellung im Vergleich zu anderen Bundesländern; Forderung: Deutliche Erhöhung des Mindest-Abstands  

 

Der vom BW-Windkraft-Erlass für BW vorgeschriebene Mindest-Abstand ist mit 700 m bei Wohngebieten (450 m bzw. 300 m bei Gewerbegebieten / Weilern, landwirtschaftlichen Anwesen, Aussiedlerhöfen etc.) deutlich zu niedrig.

Er dient allein der Realisierung politischer Zielvorgaben der BW-Landesregierung zum Bau von ca. 1 200 neuen WKA‘ s und führt daher zum „Auspressen“ der verfügbaren BW-Landesfläche; jede   -  im Interesse von Mensch, Landschaft und Natur an sich sachlich gebotene  -  Vergrößerung der Mindest-Abstände führt zu einer Verringerung des zahlenmäßig angestrebten WKA-Ausbaus von ca. 1 200 neuen WKA‘ s und würde daher die politischen Ziele von „Grün-Rot“ unterlaufen.

Im Gegensatz zu Baden-Württemberg bestehen in allen anderen Bundesländern seit längerem deutlich höhere Sicherheitsabstände, erst recht im Ausland.

Bundesrats-Initiativen der Bundesländer Bayern und Sachsen forderten eine Öffnungsklausel im Bundes-Baurecht, die es den Bundesländern erlaubt, im Interesse ihrer Landesbürger individuelle, größere Sicherheitsabstände festzulegen.

Ministerpräsident Seehofer / CSU und die in Bayern amtierende CSU-Alleinregierung sind im Wege von Erlassen vorweg gegangen und haben einen Mindestanstand vom 10-fachen der Gesamthöhe der Windindustrieanlagen festgelegt (10-H-Regel, d.h. bei 200 m Gesamthöhe = Mindest-Abstand 2000 m).

Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß die 3. Generation der heute gebauten WKA‘ s mit Gesamthöhen von 200 m - 230 m um das ca. 3-fache höher sind als die vor ca. 20 - 30 Jahren noch mit einer Gesamthöhe von ca. 50 m - 70 m gebauten WKA‘ s. Es ist nicht einzusehen, weshalb in Baden-Württemberg und zum Nachteil seiner Bürger vorwiegend ideologisch beeinflußte, nur ein der Durchsetzung politischer Ziele geschuldeter und daher viel zu geringer Mindest-Abstand gelten soll.

Im Zuge der jetzt von der Bundesregierung vorgelegten, im Deutschen Bundestag verabschiedeten und im Bundesrat am 11.7.2014 ohne Anrufung des Vermittlungs-Ausschusses sowie von der EU vor wenigen Monaten abgesegneten und daher wie vorgesehen zum 1.8.2014 in Kraft getretenen EEG-Novellierung wurde diese Öffnungsklausel beschlossen. Damit kann jedes Bundesland  -  d.h. auch Baden-Württemberg  -  im Interesse seiner Bürger individuelle = höhere Sicherheitsabstände definieren.

Wir fordern daher im Interesse aller baden-württembergischen Bürger  -  und insbesondere im Interesse der schon übermäßig mit Windkraft-Betrieb belasteten Bürger im Bereich des RV HN-Franken unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungs-Grundsatzes  -  die sofortige Erhöhung des Mindest-Abstands auf das 10-fache der WKA-Gesamthöhe, so wie in Bayern bereits praktiziert.

Ohne gesetzliche Durchsetzung  -  jetzt via im Bundesrat am 11.7.2014 beschlossener Öffnungsklausel nun auch durch Ländergesetze möglich  -  eines deutlich vergrößerten Mindest-Abstands wie beschrieben darf keine Beschlußfassung, weder in den BW-Regionalverbänden noch auf landespolitischer Ebene,   -  auch nicht in HN-Franken und im VRS bzw. in den übrigen BW-Regionen erfolgen ! 


6       Beeinträchtigung des an vielen Stellen im Aufwind befindlichen „sanften Tourismus“ durch Windkraft-verursachten Natur- und Landschaftsfrevel

 

An vielen Stellen im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund und im Bereich des VRS (insbesondere im Naturpark Schwäbisch Fränkischen Wald und im Naturpark Stromberg-Heuchelberg) sowie in den übrigen BW-Regionen ist der „sanfte Tourismus“ (Wochenend-, Fahrrad-, Wander-, Natur-Tourismus etc.)  -  auch in Creglingen / Lieblichen Taubertal sowie in Rems-Murr  -  stark im Aufwind; der Anstieg der aus den überfüllten, weitgehend „ausgeräumten“ und dichter besiedelten Anrainer-Ballungsräumen zuströmenden Gäste belegt diesen seit mehreren Jahren stabilen Trend.

Das zarte Pflänzchen des aufstrebenden „sanften Tourismus“ würde jedoch sehr schnell wieder zertreten, käme es auch nur annähernd zur Umsetzung der vom Regionalverband HN-Franken oder vom VRS aufgrund Vorgaben der BW-Landesregierung erstellten Beschluß-Vorlage bzw. zur Umsetzung der Windkraft-Pläne.

Alle Untersuchungen von Tourismus-Verbänden in allen Bundesländern und Aussagen der Tourismus-Manager an den Ständen der Tourismus-Messen belegen, daß das Tourismus-Potential  -  selbst bei Stammgästen  -  nach WKA-Bau verdrängt wird und sich in andere, Windkraft-freie Regionen verlagert.

Regelmäßig und alljährlich bestätigt wird dies bspw. vom Stand-Personal aus allen Tourismus-Gebieten Deutschlands

·         bei der im Januar in der Stuttgarter Messe stattfindenden Urlaubs- und Freizeit-Messe CMT

·         durch Aussagen des Schwarzwald-Tourismus

·         des Schwarzwald-Vereins

·         oder des Pfälzer-Wald-Vereins (50 000 Mitglieder) u.v.m.

und die Verlagerung des bundesdeutschen Tourismus-Potentials  -  auch aus dem Bereich des RV HN-Franken und des VRS   -  in das vor allem seine Tourismus- / Naherholungs-Gebiete Windkraft-frei haltende Bayern und anderswo dürfte noch weiter zunehmen, wenn es zur unsinnigen Windkraft-Forcierung nun  -  wie schon im Norden und Osten Deutschlands  -  auch in diesen BW-Regionen käme…


7       Windkraft-Überfrachtung der im RV HN-Franken zusammengefassten Region / „Sättigungsgrad“ zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur ist bereits weit überschritten

 

Insbesondere die Region im Bereich des RV HN-Franken ist bereits jetzt schon mit einer Vielzahl regenerativen Strom erzeugender Anlagen überfrachtet. Dies träfe auch für Rems-Murr bzw. für die Landkreis ES / GP und WN zu, wenn die Windkraft-Pläne der VRS-Verwaltung realisiert würden.

Bereits jetzt produzieren Biogas-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen  -  wenn der Wind gerade mal weht oder die Sonne gerade mal scheint  -  weit über den Bedarf der Region HN-Franken hinausgehenden Strom, der mangels Speicherfähigkeit entweder im Zeitpunkt seiner Erzeugung wegen drohender Instabilität der Netze zur Einspeisung abgewiesen wird und so „umsonst“ verfällt oder an der Leipziger Strombörse wegen Strom-Überangebot und zu geringer Strom-Nachfrage zu weit unter den von uns allen über höhere Stromrechnungen zu bezahlenden, überhöhten und 20 Jahre garantierten  Einspeise-Vergütungen liegenden Dumping-Preisen regelrecht „verramscht“ oder sogar ins Ausland  -  oft noch unter Gewährung weiterer Zuschüsse  -  verschenkt wird, wo er bspw. in Österreich oder der Schweiz zum Hochpumpen des Wassers in höher gelegene Stauseen verwendet wird, das dann bei Strombedarf in Deutschland in den tiefer gelegenen See über Turbinenbetrieb zur Stromerzeugung abgelassen wird, damit der so im Ausland unter Gewährung deutscher Subventionen billig und weitgehend „kostenlos“ erzeugte Strom teuer nach Deutschland zurück importiert werden kann.

Insbesondere der Main-Tauber-Kreis / „Liebliches Taubertal“ / Lauda-Königshofen / Königheim / Brehmen / Pülfringen etc. und dort vor allem Creglingen und Umgebung ist jetzt schon mit Anlagen (Biogas, Photovoltaik, Windkraft) zur regenerativen Strom-Erzeugung deutlich und viel zu stark überfrachtet.

So beträgt der Anteil der Gesamtfläche von Main-Tauber an der Gesamtfläche Baden-Württembergs lediglich 3,7 %, während allein der Anteil der in Main-Tauber jetzt schon 82 stehenden Windkraftanlagen an den insgesamt in BW installierten 400 WKA‘ s bereits  20,5 % beträgt. Ähnlich sieht es in anderen Gebieten der Region HN-Franken aus. Daher lehnen immer mehr Bürger eine weitere Windkraft-Forcierung in ihrer Heimat ab.

Ähnliches droht jetzt auch in der erheblich dichter besiedelten Region Großraum Stuttgart / VRS, wenn die jetzt von der VRS-Verwaltung vorgelegten Windkraft-Pläne auch nur annähernd realisiert würden.


8       Rotor-Drehungen führen jährlich zum Tod zig-Tausender Vögel und Fledermäuse

 

Die Evolution hat Vögel und Fledermäuse nicht auf die von Rotor-Drehungen ausgehenden Todesrisiken vorbereitet. Wissenschaftliche Untersuchungen von den Naturschutz-Organisationen nahe stehenden Instituten belegen, daß Vögel und Fledermäuse jährlich durch die mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 km / h – 400 km / h sich drehenden Rotor-Blätter getötet werden können, wenn diese sich  -  wenn gerade mal der Wind weht  -  mit entsprechender Wind-Geschwindigkeit drehen;

Repräsentativ über einen längeren Zeitraum durchgeführte Erhebungen zeigen, daß die jährliche Todesrate sowohl für Vögel als auch für Fledermäuse mit einem auf die Anzahl bestehender Windkraftanlagen zu multiplizierenden Faktor 10 ermittelt werden kann.

Bei z. Zt. bundesweit in Betrieb befindlichen ca. 27 000 WKA‘ s beträgt die jährliche Todesrate demnach

270 000 Vögel und 270 000 Fledermäuse; Tendenz wegen des weiter forcierten WKA-Zubaus noch weiter ansteigend. Naturschützer weisen auf eine möglicherweise noch erheblich höhere Dunkelziffer hin, weil schon kurze Zeit nach WKA-Inbetriebnahme regelrechte, zum WKA-Standort führende „Fuchs-Pfade“ festgestellt wurden.

Dies deutet darauf hin, daß sich Fuchs, Dachs, Marder, Iltis etc. die am Fuße der WKA nach Rotorschlag jämmerlich verendeten Tierkadaver oft nachts geholt haben, bevor später tagsüber vorbeikommende Naturschützer diese durch Rotorschlag getöteten Tiere statistisch erfassen konnten;


9         Wer trägt die Folgekosten ? Die Kommunen und damit der Bürger…

 

Nicht nur für die Windkraft-Anlagen selbst fallen Instandhaltungs- und Wartungskosten an, die im Zeitablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über 20 - 30 Jahre immer weiter ansteigen.

Auch für die zum WKA-Standort führende Infrastruktur (Straßen, Feldwege, Standort, Depots, Leitungen etc.) fallen parallel zur WKA-Betriebslaufzeit weitere Unterhaltungskosten an, die an windschwachen Standorten im windarmen Binnenland wie Baden-Württemberg oft von der Standort-Kommune notgedrungen und entgegen den ursprünglichen Zusagen der Windkraft-Lobby übernommen werden müssen, weil die oft infolge Verlust-Betrieb chronisch unterfinanzierten Windkraft-Betriebs-Gesellschaften aufgrund des durch die Verluste bereits weitgehend aufgezehrten Anleger-Kapitals keine Liquiditäts-Reserven mehr haben, um derartige Infrastruktur-Instandhaltungsaufwendungen aus der eigenen Tasche finanzieren zu können. In diesen Fällen muß die Standort-Kommune und damit der Bürger in die Bresche springen, ohne daß der Standort-Kommune zuvor  -  wegen nachhaltigen Windkraft-Verlustbetriebs  -  auch nur „eine einzige Mark“ an Gewerbesteuer-Einnahmen zugeflossen wären…


10     Windkraft-V e r l u s t-Betrieb an den allermeisten Windkraft-Standorten in B W und insbesondere auch im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund  und im V R S-Gebiet  -  Jahresdurchschnittliches Windaufkommen ist wichtigste Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb

 

BW ist laut seriös und über Langzeit-Winddaten des Deutschen Wetterdiensts (DWD) erhobenen Windmessungen das mit Abstand windschwächste aller 16 Bundesländer und steht damit in der Tabelle zum durchschnittlichen Windaufkommen mit großem Abstand an letzter = 16. Stelle.

Das durchschnittliche Windaufkommen ist im windschwachen BW im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands um ca. 2 - 3 Mal geringer. Nicht zuletzt aus diesem Grund stehen ca. 80 % aller bisher in Deutschland rd. 27 000 WKA‘ s in diesen klassischen Windkraft-Bundesländern und eben nicht im relativ windschwachen BW.

Von den bisher rd. 400 in BW an vermeintlich windgünstigen Standorten installierten WKA‘ s erwirtschaften ca. 80 % - 90 % vom ersten Tag ihrer Inbetriebnahme an bis heute  -  ohne Aussicht auf Besserung  -  hochdefizitäre Verluste und „tiefrote“ Betriebsergebnisse, das Anlegerkapital Jahr für Jahr weiter aufzehrend und viele der anfangs gutgläubig und blauäugig aufgelegten Bürger-Windräder, Genossenschafts- oder KG-Modelle werden nach Aufzehrung des Anlegerkapitals durch jährliche Verluste geradewegs auf eine vorzeitige Insolvenz zusteuern, zu einem endgültigen Kapitalverzehr führend, von Gewinnausschüttungen / Verzinsungen an die Kapital-Anleger oder Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommune ganz zu schweigen…

… auch viele der im angeblich für baden-württembergische Verhältnisse windgünstigen Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund stehenden WKA‘ s liegen meilenweit unter den von der Windkraft-Lobby zuvor zur Anleger-Gewinnung vollmundig versprochenen Prognosen und erwirtschaften bestenfalls „eine schwarze Null“ und viele der Standort-Kommunen wie bspw. Langenburg / Hohenlohe, Simmersfeld (Nord-Schwarzwald, Nähe Freudenstadt / Calw) und anderswo warten nach den Aussagen ihrer Bürgermeister noch heute auf die einst vollmundig versprochenen Gewerbsteuer-Einnahmen. Auch der Bürgermeister von Creglingen erwartet lt. in öffentlicher Veranstaltung getroffener Aussage keine nennenswerten Gewerbesteuer-Einnahmen aus einem geplanten Windkraft-Betrieb im Klosterwald !

Jeder, der diese Zusammenhänge kennt, weiß, daß bei „Null-Gewerbesteuer-Festsetzung“ auch deren Bemessungsgrundlage = der Gewerbeertrag = Gewinn = „Null“ ist bzw. Verluste aus Windkraft-Betrieb erwirtschaftet werden. Bei Verlusten aus Windkraft-Gewerbebetrieb wird keine Gewerbesteuer festgesetzt.

Fazit:   Die allermeisten der hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens von der Windkraft-Lobby und ihr nahe stehender Kreise mit eindeutiger Absicht viel zu optimistisch prognostizierten Windkraft-Standorte  -  vor allem auch die jetzt vom RV HN-Franken / VRS ausgewählten Standorte  -  entpuppen sich in schöner Regelmäßigkeit und sehr schnell als dauerhafte Windkraft-Verlust-Standorte.

Ähnliches droht jetzt auch an den allermeisten der aufgrund einer „Maximal-Planung“ von der VRS-Verwaltung ausgewählten Windkraft-Standorte: Eine Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen in Millionen-Höhe und Fehl-Investitionen zu Lasten der Anleger sind schon  „vor dem ersten Spatenstich“ vorprogrammiert.

Um diesen „Erfolg“ zu erreichen, dürfen große Teile der Landschaft und Natur im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund bzw. im VRS und anderswo in BW nicht irreparabel und zu Lasten der nachfolgenden Generation ruiniert werden ! (siehe hier, hier, und hier auch)


11     Oft vorzeitige Insolvenz des Windkraft-Betriebs an relativ windarmen Standorten ! Wer trägt die Folgekosten ? Den Letzten ( = die Standort-Kommune = der Bürger) „beißen die Hunde…“

 

In BW  -  auch im Bereich des RV HN-Franken  -  kommt es vermehrt zu vorzeitigen Liquidationen / Insolvenzen  bzw.  -  zu deren Vermeidung  -  zum vorzeitigen Abbau von WKA‘ s, um den vollständigen Kapitalverlust zu vermeiden.

In diesen Fällen bleiben die Standort-Kommunen oft auf den Rückbau-Kosten / Kosten der Entsorgung der WKA‘ s „sitzen“, weil die an einem windarmen Standort notleidend gewordene WKA-Betriebsgesellschaft keine ausreichenden finanziellen Mittel mehr hat, um diese Kosten finanzieren zu können. Dieses Schicksal droht auch vielen WKA-Standort-Kommunen, auf deren Gemarkung die vom Regionalverband HN-Franken auf Basis eines fehlerhaften  -  weil mit viel zu hohen = unrealistischen Prognosen zur Windgeschwindigkeit versehen  -  BW-Windatlas ausgesuchten Windvorrang-Gebiete stehen.


12       Windkraft versus Hochwasser-Schutz (vgl. Ziff. 1 und 3)

 

Der Bau von Windparks führt zur großflächigen Bodenversiegelung / Betonierung. Diese fällt an, wenn die für WKA-Standorte benötigte Infrastruktur (Standort / Fundamente, Neubau bzw. Ausbau vorhandener Straßen, Feldwege, Leitungsnetz, Umspann-Stationen etc.) gebaut wird. Durch den dabei anfallenden Flächenfraß geht wertvolles Ackerland oder Waldfläche endgültig verloren.

Infolge Windpark-Bau anfallende Bodenversiegelungen wirken sich auch konträr zum Ziel „Hochwasserschutz“ aus, denn vor allem Waldböden etc. wirken als Wasserspeicher, indem sie bei in kurzer Zeit stark anfallenden Niederschlägen / Schneeschmelzen etc. die Wassermassen im Boden wie ein Schwamm aufsaugen und diese nach Ende der Niederschläge nach und nach an die Vegetation abgeben. Durch diese Speicherung der Niederschlagsmenge wird verhindert, daß das Wasser zu schnell in die niederliegenden und oft schon bereits überfluteten Fließgewässer fließt, wodurch die Hochwasser-Gefahr in den Tal-Auen noch verstärkt würde. 

Die Region Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund bzw. VRS ist neben Kocher, Jagst und Tauber bzw. Neckar, Enz, Rems, Murr auch durch eine Vielzahl kleinerer Fließgewässer charakterisiert, die bei Hochwasser ebenfalls oft übertreten und mehr oder weniger große Schäden anrichten. Durch Bau von Windparks an dazu noch mangels Windaufkommen vielfach ungeeigneten Standorten und dabei entstehender Bodenversiegelung erhöhen sich die Hochwasser-Risiken zu Lasten der Bürger in den genannten Regionen.


13       Wertverluste Immobilien

 

Der in einem „klassischen“ Windkraft-Bundesland angesiedelte Landesverband von Haus & Grund in Schleswig-Holstein hat bereits in seiner Pressemitteilung vom 17.11.2011 auf empfindliche Wertverluste von Immobilien hingewiesen, die bei Errichtung von WKA‘ s in der Nähe / Sichtweite von Wohn-Grundstücken entstünden.

Dessen von Kredit-Abteilungen der Banken, Versicherungen, Bausparkassen, Immobilien-Maklern und Gutachter-Ausschüssen der Kommunen bestätigten Erkenntnissen zufolge durch Lärm, Schattenschlag, Eis-Wurf sowie durch die bedrängende Wirkung und durch die baunutzungsrechtlich in Baden-Württemberg viel zu geringen Mindest-Abstände kommt es durchschnittlich zu Wertminderungen von ca. 30 % der Immobilien-Verkehrswerte.

Diese können im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit (100 % Wertminderung) gehen. Im Alter können oft Finanzierungslücken entstehen, wenn der dadurch gesunkene Immobilien-Wert beim späteren Verkauf nicht mehr ausreicht, um den Aufenthalt im Altenheim / Betreutes Wohnen / Pflegefall etc. auf Dauer finanzieren zu können. Käme es dazu und kommen nahe Angehörige für diese möglicherweise im Alter entstehenden Finanzierungslücken nicht auf, droht  -  mangels Finanzierbarkeit  -  eine Absenkung des Lebensstandards im Alter.

Parallel zur jetzt auch in BW anstehenden Windkraft-Forcierung weisen die Haus- und Grundbesitzervereine in Baden-Württemberg bei ihren Mitglieder-Versammlungen auf diese Wertverlust-Risiken hin.



Windkraft-freier Blick eines Wanderers in eine bezaubernde Natur

14     Jetzt endgültig beschlossene und zum 1.8.2014 in Kraft getretene EEG-Novellierung treibt die allermeisten der in B W bzw. in 
H N-Franken geplanten WKA-Standorte in eine noch größere Unwirtschaftlichkeit  -  Fehl-Investitionen zu Lasten der Kapital-Anleger sind vorprogrammiert 

 

Der Bundesrat hat der zuvor im Deutschen Bundestag beschlossenen EEG-Novellierung am 11.7.2014 ohne Anrufung des Vermittlungsausschusses zugestimmt; auch die EU akzeptiert die EEG-Reform. Damit ist die EEG-Novellierung wie geplant zum 1.8.2014 in Kraft getreten.

Ziel der EEG-Novellierung war eine stärkere Marktnähe und die damit verbundene schrittweise Abkehr von einer Subventionspraxis, die wegen damit verbundener Fehlanreize zu jährlich steigenden Einspeisevergütungen = Subventionen und damit zu immer stärker steigenden Stromkosten geführt hat.

Die Stichtags-Regelung bleibt bestehen. Danach besteht Bestandsschutz für alle bis zum 22.1.2014 genehmigten und bis zum 31.12.2014 gebauten Windkraftanlagen, die auch weiterhin die jetzt noch geltenden höheren Fördersätze / Subventionen erhalten.

Alle nach dem 22.1.2014 genehmigten Windkraftanlagen erhalten im Zeitablauf durchschnittlich niedrigere Fördersätze / Subventionen / Einspeise-Vergütungen, die sich im Interesse der Bremsung des Kostenanstiegs von durchschnittlich 17 Cent je kwh auf 12 Cent je kwh vermindern (degressiver Verlauf).

Außerdem wird der ungeplante, allzu starke Zubau durch einen „atmenden Deckel“ begrenzt, wonach der jährlich einen Deckel von 2,5 Gigawatt Leistung (kwh) übersteigende Windkraft-Zubau „on-shore“ einen dann gekürzten Fördersatz über die Laufzeit von 20 Jahren erhält.

Um die Kosten auf möglichst viele Schultern zu verteilen, werden künftig auch alle Eigenversorger mit der EEG-Umlage belastet („Soli“). Sie werden ab Ende 2015 mit 30 %, ab Ende 2016 mit 35 % und schließlich ab Ende 2017 mit 40 % der regulären EEG-Umlage belastet. Für weiter unter Bestandsschutz stehende Alt-Anlagen wird wie bisher keine EEG-Umlage erhoben. Bisher konnten Öko-Stromerzeuger entscheiden, ob sie ihren regenerativ erzeugten Strom zu einem festen Preis an den örtlichen Stromhändler verkaufen oder ihn direkt vermarkten. Künftig werden größere Ökostrom-Erzeuger (Wind- und Solarparks) via Übergangsregelung zur Direktvermarktung verpflichtet.

Die jetzt für neue WKA‘ s beschlossene stärkere Heranführung an die Marktnähe / Wettbewerb und die schrittweise Abkehr von allzu üppigen Fördertöpfen soll zu einer höheren Effizienz neuer 
WKA‘ s und zu deutlich niedrigeren Stromkosten führen.

Für im windschwachen Binnenland Baden-Württemberg  -  auch im Bereich des RV HN-Franken und beim VRS sowie im Bereich aller anderen 10 BW-Regionalverbände   -  neu geplante Windkraft-Standorte führt die EEG-Novellierung dazu, daß sich die vielfach schon jetzt  -  d.h. selbst bei jetzt noch geltenden höheren Fördersätzen  -  zu erwartende Unwirtschaftlichkeit wegen künftig verminderter Subventionen zu Lasten der Kapital-Anleger noch einmal spürbar erhöht; weitere Windkraft-Verlust-Standorte sind vorprogrammiert; bei allen nach dem 22.1.2014 genehmigten WKA‘ s wird sich das Jahresergebnis gegenüber der ursprünglichen Planung noch einmal verschlechtern.


15     Ministerpräsident  Torsten Albig (SPD), Schleswig Holstein: Abqualifizierung baden-württembergischer Windkraft-Standorte wegen viel zu großer Ineffizienz

 

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig (SPD), hat bei den im Oktober / November 2013 in Berlin durchgeführten Koalitionsvereinbarungen zur Bildung der Großen Koalition bei der Diskussion zur Ausgestaltung der Energiewende laut Medienberichten unwidersprochen gegenüber seinem baden-württembergischen Ministerpräsidenten-Kollegen Winfried Kretschmann / MdL (Grüne) gesagt: „Der schlechteste Windkraft-Standort in Schleswig-Holstein ist bzgl. der Effizienz immer noch deutlich besser als der beste Windkraft-Standort in Baden-Württemberg.“ Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen.


16     Nord-Süd-Stromtrassen sind bereits seit ca. 3 Jahren endgültig gesetzlich geregelt und würden auch durch Dezentralisierung / Bau von Windparks an unwirtschaftlich zu betreibenden WKA-Standorten im relativ windarmen Südwesten nicht verhindert

 

Die CDU / FDP-Vorgänger-Bundesregierung hat bereits vor ca. 4 Jahren den Bau von Nord-Süd-Stromtrassen endgültig gesetzlich geregelt. Die neue CDU / SPD-Bundesregierung hat an diesen Gesetzen festgehalten.

Sie sind notwendig, um den im Vergleich zum windarmen südlichen Binnenland wegen deutlich höherem Windaufkommen wirtschaftlicher erzeugbaren Windstrom vom bevölkerungs- und industrieärmeren Norden in den windärmeren, aber bevölkerungsdichteren und industriestärkeren Süden / Südwesten zu transportieren. Ohne den Bau dieser vom Norden nach Süden führenden Strom-Trassen könnte der dort regenerativ erzeugte Strom nicht ins bundesdeutsche Stromnetz eingespeist werden; viele dort mit Milliarden-Aufwand on-shore und off-shore errichtete Windparks würden quasi „über Nacht“ zu einem Milliarden-Grab.

Bei den jetzt in Bayern geführten Diskussionen geht es lediglich um die Frage der Kabel-Verlegung ins Erdreich sowie um eine Korrektur des Ausgangspunkts der Trassenführung vom Norden nach Bayern. Diese soll näher an die im Norden belegenen Windparks und weiter weg vom Braunkohlabbau gelegt werden. Die Nord-Süd-Trassen werden benötigt, um den in den mit zig Milliarden € neu gebauten Meeres-Windparks in der Nord- und Ostsee erzeugten Windstrom in den Südwesten / Süden durch zu leiten. Nach wie vor erfolgt der weitere Windkraft-Zubau wegen des dort deutlich höheren Wind-Volumens im Norden und Osten Deutschlands. Dies ist aus allen Planungs- und Genehmigungszahlen ableitbar.

Allein schon deshalb, d.h., weil die Nord-Süd-Trassen endgültig und unumkehrbar beschlossen sind, wären unter unglaublichem Natur- und Landschaftsfrevel an oft völlig unwirtschaftlichen Binnenland-Standorten geplante Windparks  -  auch im Bereich des RV HN-Franken (bspw. in Creglingen / Klosterwald, MGH-Apfelbach, Limpurger Bergen, Langenburg / Brüchlinger Wald, Kirchberg / Jagst, im Mittleren Jagsttal (Krautheim, Dörzbach, Mulfingen, Ailringen, Boxberg, Königheim, Widdern, Hardthausen etc.) bzw. im Bereich des VRS (insbesondere im Schwäbisch Fränkischen Wald, Naturpark Stromberg-Heuchelberg) und anderswo in BW  -  ohne weiteres verzichtbar, ohne daß die beschlossene Energiewende auch nur annähernd ernsthaft gefährdet wäre.  


17     Der mit der E E G-Novellierung angestrebten Zielsetzung „Höhere Effizienz“ von WKA-Standorten können sich auch die B W-Regionalverbände und politische Entscheidungsträger bei ihrer Beschlußfassung zum Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete nicht entziehen (Regionalplan-Änderung, Teilfortschreibung Windkraft betreffend und in vielen Orten parallel laufende kommunale FNP-Verfahren)

 

Hauptziel der zum 1.8.2014 in Kraft getretenen EEG-Novellierung war eine stärkere Effizienz der neu „on-shore“ zu bauenden WKA‘ s; die Subventions-Ausschüttung nach dem „Gießkannen-Prinzip“ vor allem an windschwache und daher vielfach ineffiziente Binnenland-Standorte im Süden / Südwesten sollte deutlich zurückgefahren werden. Dies war die politische Zielsetzung der Bundesregierung bzw. von Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD), die der zum 1.8.2014 in Kraft getretenen EEG-Novellierung zugrunde lag. Erreicht werden soll dies durch die Heraufsetzung des für Binnenland-Standorte geltenden Referenzertrags von 60 % auf künftig 75 % einer in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands stehenden WKA.

Dieser Zielsetzung können sich auch die BW-Regionalverbände und die politischen Entscheidungsträger bei ihren jetzt auf dem Gebiet der Energiepolitik anstehenden Beschlußfassungen nicht entziehen.

Waren die Auswahl-Kriterien der BW-Regionalverbände (Verwaltung) zur Findung geeigneter WKA-Standorte schon vor der jetzt beschlossenen EEG-Novellierung veraltet und führten zum Ausweis relativ windschwacher und für dauerhaft wirtschaftlichen WKA-Betrieb völlig ungeeigneter Windvorrang-Gebiete, so sind die von den RV-Verwaltungen zur „Wirtschaftlichkeit“ gemäß BW-Windatlas unverändert zugrunde gelegten Kriterien nunmehr erst recht völlig überholt und würden bei weiterer Zugrundlegung zu einer möglicherweise gigantischen  Fehl-Investition von mehreren 100 Millionen € führen (Millionengrab zu Lasten der oft gutgläubigen, jedoch oft blauäugigen Klein-Kapitalanleger), falls WKA‘ s an den auf Basis des falschen BW-Windatlas von den BW-Regionalverbänden ausgewählten Windvorrang-Gebieten realisiert würden..


18     Zur Identifizierung von Windvorrang-Gebieten bzw. zum Bau von WKA‘ s zugrundegelegter BW-Windatlas führt wegen falschen (weil überhöhten) Wind-Daten im Vergleich zu den real vor Ort  -  auch in der Region HN-Franken und beim VRS  -  deutlich niedrigeren  jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit zu Fehl-Investitionen in Millionenhöhe

 

Der bspw. vom RV HN-Franken und den anderen Regionalverbänden zur Identifizierung wirtschaftlicher  -  d.h. mindestens kostendeckend  -  zu betreibenden Windkraft-Standorte zugrunde gelegte BW-Windatlas führt in nahezu allen Fällen zu Fehl-Entscheidungen beim Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete.

Die im BW-Windatlas in den Jahren 2010 / 2011 modellhaft durch Abstrahierung von der Realität zugrunde gelegten Winddaten wurden ohne eine einzige echte, real vor Ort erhobene Windmessung zugrundgelegt.

Das lediglich „am Grünen Tisch“ entwickelte Modell hatte zum Ziel, im Interesse des in BW geplanten Windkraft-Ausbaus und unter Berücksichtigung politischer Vorgaben möglichst viele in Frage kommende Standorte zu finden. Insoweit mußten die im BW-Windatlas enthaltenen und zur Findung von Windvorrang-Gebieten zugrunde gelegten Wind-Daten hoch und in jedem Fall höher als das in Wirklichkeit dort tatsächlich vorhandene Windaufkommen sein. Hätte man die vor Ort an den vermeintlich windgünstigsten Standorten real vorhandenen Winddaten zugrunde gelegt, wäre dieses Ziel niemals  -  wegen dann vorab festgestellter jahresdurchschnittlicher Windschwäche  -  erreicht worden.  (hier)

An nahezu allen bisher realisierten und auf Basis des BW-Windatlas umgesetzten Windkraft-Standorten beträgt die Soll-Ist-Abweichung bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens durchschnittlich ca. 30 % (im Einzelfall noch höher), m.a.W., das dort beim Windkraft-Echtbetrieb real vorgefundene jahresdurchschnittliche Windaufkommen weicht erheblich vom durch die Windkraft-Lobby / Projektierer etc. „am Grünen Tisch“ prognostizierten Windaufkommen nach unten ab. Entsprechend erwirtschaften die auf Basis des BW-Windatlas gefundenen WKA-Standorte in den allermeisten Fällen Jahr für Jahr Verlust-Betriebsergebnisse, die „meilenweit“ von den Windkraft-Lobby-Prognosen nach unten abweichen

An vielen in BW geplanten WKA-Standorten hat dies zur Folge, daß  -  wie bspw. an mehreren Orten in Südbaden und anderswo  -  millionenschwere Windkraft-Investitionen „auf Eis liegen“ und wohl auch nicht mehr realisiert werden, nachdem man in Südbaden bei den ersten auf Basis des BW-Windatlas definierten und in Betrieb  genommenen WKA-Standorten erhebliche Abweichungen festgestellt hatte. Immer mehr von der Windkraft-Lobby sich geprellt fühlende und mit Verlusten konfrontierte Windkraft-Kapitalanleger ziehen deshalb vor Gericht;

Nach bei öffentlichen Veranstaltungen bspw. von BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne) oder von Dirk Güsewell (EnBW-Vorstand für Erneuerbare Energien) getroffenen Aussagen sollten Windkraft-Investitionen an den Orten unterbleiben, an denen die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit unter 6 m pro sek bleibt (und zwar real durch Windmess-Mast gemessen und nicht abgeleitet aus dem falschen BW-Windatlas). In der Branche ist anerkannt, daß ein dauerhaft wirtschaftlicher = kostendeckender Windkraft-Geschäftsbetrieb erst bei einem Überschreiten dieser Untergrenze > 6 m / sek zur jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit im Echt-Betrieb erreicht wird.

Diese Voraussetzung liegt bei keinem einzigen der in den Planungs-Unterlagen des RV HN-Franken bzw. des VRS und bei anderen Regionalverbänden aufgeführten Windvorrang-Gebieten vor. Die dort aus dem falschen (weil mit „hoch“ gerechneten Werten versehenen) BW-Windatlas übernommenen  -  nicht auf Basis eines Real-Betriebs ermittelten  -  und lediglich „am Grünen Tisch“ bzw. „auf dem Papier“ modellhaft „schön gerechneten“ Daten zur jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit liegen schwerpunktmäßig zwischen 5 m / sek - 
5,5 m / sek, im Einzelfall bei 6 m / sek.

Damit ist klar, daß allein schon bei Zugrundelegung der Aussagen (jahresdurchschnittliches Überschreiten einer Untergrenze von > 6 m / sek notwendig)

·         von BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne)

·         und des EnBW-Vorstands Dirk Güsewell

nahezu alle vom RV HN-Franken, vom VRS und anderswo in die engere Auswahl einbezogenen Windvorrang-Gebiete schon vor dem „ersten Spatenstich“ als ein Millionengrab zu Lasten der durch geschönte Prognosen getäuschten Kapital-Anleger zu charakterisieren sind.

Berücksichtigt man jetzt noch zusätzlich die an den allermeisten auf Basis des BW-Windatlas realisierten WKA-Standorten vorgefundene Negativ-Abweichung von durchschnittlich ca. 30 % und wendet man diesen 30 %-Abschlag auf die völlig überhöhten, im BW-Windatlas zur Findung von geeigneten Windvorrang-Gebieten (zu hoch) zugrunde gelegten Windgeschwindigkeiten an, nähert man sich der tatsächlichen, vor Ort an den einzeln in der Beschluß-Vorlage aufgeführten Windvorrang-Gebieten real vorhandenen jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit, die tatsächlich und real vor Ort nur noch 3,5 m / sek – 3,85 m / sek, im Einzelfall nur noch 4,2 m / sek betragen und damit viel zu niedrig sind, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb zu gewährleisten.

Fazit:   Diese real gegenüber den in der Beschlußvorlage ausgewiesenen Windvorrang-Gebieten niedriger vorhandene jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeiten weichen meilenweit von der für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb zu überschreitenden Untergrenze von > 6 m / sek ab.

Im Hinblick auf die mit der EEG-Novellierung verbundenen Zielsetzung („höhere Effizienz“ etc.) und vor dem Hintergrund der jetzt an nahezu allen auf Basis des mit falschen Zahlen ausgestatteten BW-Windatlas realisierten Windkraft-Verlust-Standorten ist es geboten, daß dieser Sachverhalt zu einem klaren „Nein“ bei den anstehenden Beschlußfassungen führt.

Im übrigen werden diese Aussagen auch durch die jüngst bekannt gewordenen Ergebnisse aus realen  -  d.h. durch Messungen via Windmess-Mast  -  Windmessungen bestätigt,

·        bspw. in Esslingen / Schurwald (Aichschieß / Lichtenwald etc.), wo ein Konsortium aus EnBW und Stadtwerke Esslingen ihre Windpark-Planungen eingestellt haben (…nachdem überflüssige / vergebliche Planungskosten von ca. 200 000 € – 300 000 € externe Kosten + ca. 800 000 € geschätzte interne Kosten = geschätzte Gesamtkosten von ca. 1 Mio € angefallen sind / Vollkosten-Betrachtung… …und Bürger‘ s Geld vor allem vom Windkraft-besessenen Esslinger OB Zieger in dieser ca.- Höhe wohl endgültig „in den Sand gesetzt wurden…“)

·        oder beim ebenfalls mangels Wind nach realer Windmessung aufgegebener Windpark-Planung am Standort „Goldboden“… …bei dem ebenfalls „Bürger‘ s Geld“ in vermutlich sechsstelliger Höhe „in den Sand gesetzt“ wurde…


19     Wertschöpfungs-Märchen: Oft von der Windkraft-Lobby, verblendeten Bürgermeistern und überforderten Abgeordneten zur Irreführung der Bürger ins Spiel gebracht

 

Windkraft-Protagonisten führen oftmals die angeblich durch Windkraft-Investitionen vor Ort entstehende Wertschöpfung als Vorteil an.

Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich diese Behauptung jedoch als Märchen, denn: Windkraft-Anlagen sind von der Technik her spezielle Investments, deshalb kommen hier ausschließlich vom WKA-Hersteller beauftragte Spezial-Firmen mit entsprechend geschulten Service-Technikern / Anlagenbauern zum Einsatz. Dies trifft auch auf Wartungsarbeiten zu. Allein schon aus Gründen des Versicherungsschutzes werden hier keine örtlichen Handwerker beauftragt. Dies trifft auch auf die Firmen zu, die Spezialkräne zum Auf- und Rückbau bereit stellen. Belegt wird dies an allen bisher realisierten Windkraft-Standorten.

Darüber hinaus kommt es durch laufenden Windkraft-Betrieb vor Ort nur dann zu Wertschöpfung, wenn Gewinne erzielt werden, die dann als Gewinne / Verzinsungen an die (örtlichen) Kapitalanleger ausgeschüttet werden bzw. die dann als Bemessungsgrundlage zur Festsetzung einer Gewerbesteuer führen, die dem kommunalen Haushalt der Standort-Kommune zufließt.

Dieser Sachverhalt trifft wegen des dort um ca. 2 - 3 Mal höheren Windaufkommens an vielen WKA-Standorten im Norden und Osten Deutschlands zu.

Im Gegensatz dazu werden wegen relativer Gewinnschwäche an ca. 80 % - 90 %  der in Baden-Württemberg in Betrieb befindlichen ca. 400 WKA-Standorten keine Gewinne, sondern dauerhafte Verluste erwirtschaftet. In Verlustfällen entsteht jedoch keine Wertschöpfung, sondern ein Wertverlust / Wertvernichtung, weil das eingesetzte Anlegerkapital durch Verluste aus dem Windkraft-Betrieb aufgezehrt und deshalb vernichtet wird.

Im übrigen ist das im Sektor „Erneuerbare Energien“ vorhandene Arbeitskräfte-Potential nicht im harten Wettbewerb, sondern ausschließlich durch jährliche Subventionen i.H.v. 23 Milliarden € (allein Jahr 2013)  -  davon ca. 6 Milliarden € allein auf Windkraft entfallend  -  entstanden. Das dadurch in den letzten Jahren künstlich entstandene Strohfeuer ist bereits weitgehend wieder „gelöscht“, weil der am Markt durch Subventionen künstlich angeheizte Windkraft-Hype bereits wieder auf dem Rückzug ist und weil immer mehr Firmen aus dem Segment „Erneuerbare Energien“ mangels Nachfrage etc. sich endgültig zurückziehen.

So hat der Technologie-Weltmarktführer Robert Bosch seine Erneuerbare-Energien-Sparte mit ca. 3 000 hochmodernen Arbeitsplätzen endgültig aufgegeben. Die Sparte wurde sogar noch unter Millionen-Zuschüssen an die bereits mehrfach vor der Insolvenz gestandenen und letztlich nur durch einen für die Kapital-Anleger sehr schmerzhaften Kapitalschnitt geretteten Solarworld verschenkt. Aktuellen Wirtschafts-Informationen entsprechend sucht Robert Bosch für seinen bei seinem Maschinenbau-Unternehmen Rexroth in Lohr / Main (Tochtergesellschaft) angehängten Bereich „Windkraft-Steuerungsanlagen“ einen Käufer.

Siemens mußte in den vergangenen Jahren insbesondere im Sektor Windkraft Sonder-Abschreibungen und Verluste in Milliardenhöhe verkraften bzw. „Gewinnwarnungen“ verkünden; im Segment „Windkraft“ wurden Tausende von Arbeitsplätzen endgültig abgebaut. Über ähnlich schlechte Zahlen im Windkraft-Geschäft haben auch der Getriebe-Hersteller ZF Friedrichshafen und andere Unternehmen berichtet; (über Siemens hier u. hier)

Der  Windpark-Projektierer Windreich AG, Wolfschlugen, wurde im Herbst 2013 insolvent, nachdem er zur Finanzierung seiner Windpark-Bauten aufgenommene Anleihen i.H.v. 360 Millionen € nicht mehr bedienen konnte. Zwischenzeitlich ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Insolvenz-Verschleppung, Bilanzfälschungs-Delikten u.a. (hier und hier);

In letzter Zeit spektakulärster Fall von Wertvernichtung im Sektor Windkraft war Prokon AG, Iztehoe. Nach kürzlicher Eröffnung des Insolvenz-Verfahrens verloren ca. 300 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und ca. 74 000 vorwiegend Kleinanleger müssen von ihren dort gutgläubig angelegten ca. 1,4 Milliarden € nach Auskünften des Insolvenzverwalters rd. 750 Millionen € endgültig „in den Wind“, d.h. abschreiben. (über Prokon hier, hier und hier)

Viele der mit großen Hoffnungen gestarteten und an der Börse gehandelten Windkraft-Firmen dümpeln als „penny-stocks“ und „junk-bonds“ mit Cent-Werten wegen nachhaltiger Verlust-Situation nur noch zu einem Bruchteil ihres einstigen Börsenkapitals vor sich hin (100 % - Wertverlust des ursprünglich investierten Anlegerkapitals) und sind bestenfalls eine hochspekulative Anlage für Börsen-Zocker und viele in diesem Segment angetretene Mittelständler haben sich angesichts einbrechender Nachfrage nach WKA‘ s schnell wieder zurückgezogen.

Die einzigen, bei denen sich tatsächlich eine „Wertschöpfung“ einstellt, sind die

·         Windkraft-Hersteller / Konzerne

·         Projektierer

·         Finanzierende Banken, Versicherungs-Gesellschaften

·         Service-Gesellschaften und

·        Grundstücks-Verpächter, die über eine Vertragslaufzeit von i.d.R. 20 Jahre oder länger Pachterlöse für die Verpachtung ihrer Grundstücke bekommen, jedoch auch nur so lange, wie der Windkraft-Betrieb in der Lage ist, die Pachterlöse aus den durch Windstrom-Erzeugung zugeflossenen Erlösen zu bestreiten.

Gerade an windschwachen Standorten in einem relativ windarmen Binnenland wie Baden-Württemberg mehren sich jedoch die Informationen, wonach es wegen nachhaltiger Verlust-Situation zur vorzeitigen Liquidation bzw. zu einer weit vor Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer liegenden Insolvenz kommt.

In diesen Fällen fallen Grundstücks-Pachterlöse aus und der Grundstücks-Verpächter muß  -  wenn es „schlecht läuft“  -  evtl. auch noch für den Rückbau der insolventen bzw. liquidierten Anlage aufkommen, wenn die Windkraft-Betriebsgesellschaft keine liquiden Mittel mehr hat und auch von den Kapitalanlegern „nichts mehr zu holen ist…“

So viel zum Märchen von der Wertschöpfung durch Windkraft. 


20     Mehrheitliche Ablehnung der Windkraft-Pläne durch S P D / Sitzung des RV H N-Franken (Planungs-Ausschuß) in Vellberg / Vollversammlung des Regionalverbands Heilbronn-Franken am 25.7.2014 in Tauberbischofsheim / Begründung der Ablehnung durch Fraktionssprecher Harald Friese / SPD (Heilbronn)

 

Die SPD-Fraktion hat bei der am 7.4.2014 erfolgten Sitzung des Regionalverbands (Planungsausschuß) und bei der RV-Vollversammlung am 25.7.2014 in Tauberbischofsheim die Vorschläge der RV-Verwaltung nach überzeugender, nichts zu wünschen übrig lassender Beg

Dies haben wir in unseren Netzwerken kommuniziert. Diese Haltung der SPD-Fraktion in der Regionalversammlung Heilbronn-Franken hat bei vielen unserer BI-Mitglieder einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen. Auch bei den anderen Fraktionen kommt es nach unseren Wahrnehmungen verstärkt zu Diskussionen  -  Ausnahme: Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90 / Die Grünen - ÖDP - Die Linke  -  und in der BW-Parteienlandschaft nehmen Windkraft-kritische Stimmen immer stärker zu; dies könnte der näher rückenden Landtagswahl 2016 geschuldet sein.

Wir hoffen, daß die hier aufgezeigten contra-Windkraft-Argumente bei allen Mitgliedern der einzelnen BW-Regionalversammlungen dazu führen, daß es bei den jetzt anschließenden Beschlussfassungen im Interesse der dort lebenden Bürger zur Ablehnung der vielfach unsinnigen, nur politischen Vorgaben  der BW-Landesregierung geschuldeten Beschlussvorlagen kommt.

Insbesondere zu wünschen wäre, daß sich innerhalb der VRS-Vollversammlung am 30.9.2015 der dort als Sprecher der SDP-Regionalfraktion fungierende Matthias Hahn die Argumente seiner Windkraft-Unfug im Bereich des RV HN-Franken ablehnenden Kollegen in der SDP-Regionalfraktion des RV HN-Franken zu Herzen nimmt und dazu übergeht, daß die SPD-Vorstellungen von mehr als 50 Windkraft-Standorten in einer der am dichtesten besiedelten und zugleich windärmsten Regionen Europas im Großraum Stuttgart „ohne Wenn und Aber“ ad acta gelegt werden.


21     Entscheidende Beschluß-Fassung am 30.9.2015 durch Vollversammlung beim Verband der Region Stuttgart / Exkus (Nachtrag vom 16.9.2015)

 

Am 30.9.2015 steht die entscheidende Beschlußfassung im Bereich des Verbands der Region Stuttgart bevor. Am 16.9.2015 hat der VRS-Planungsausschuß beschlossen, daß von den in der Ausgangslage enthaltenen 70 Windvorrang-Gebieten noch 44 in der weiteren Auswahl sind.

Die jetzt noch „im Topf“ befindlichen Windvorrang-Gebiete wurden nach Einzel-Darstellung und Aufruf zur Abstimmung nach äußerst konträrer Debatte beschlossen. Dabei sollten nach den zuvor bekannt gewordenen Positions-Papieren der in der VRS-Regionalversammlung vertretenen Fraktionen Windvorrang-Gebiete in folgender Anzahl ausgewiesen werden:

CDU                Ausweis von ca. 30 Windvorrang-Gebieten

Freie Wähler   Ausweis von ca. 50 Windvorrang-Gebieten

FDP                 Ausweis von ca. 14 Windvorrang-Gebieten

SPD                 Ausweis von ca. 50 - 60 Windvorrang-Gebieten

Grüne             Ausweis möglichst aller ca. 70 Windvorrang-Gebiete

Linke               Ausweis möglichst aller 70 Windvorrang-Gebiete

AfD                 Ausweis von ca. 10 – 15 Windvorrang-Gebieten

Die im VRS-Planungsausschuß am 16.9.2015 gefassten Beschlüsse der Regionalräte führten dazu, daß jetzt noch 44 Windvorrang-Gebiete „im Topf“ sind und damit der endgültigen Beschlußfassung der am 30.9.2015 abgehaltenen VRS-Vollversammlung vorbehalten sind.


22     B W-Landtagswahl 2016  -  Energiepolitik (Windkraft-Ausbau) wird wichtiges Wahlkampf-Thema

 

Unsere Bewegung erhält immer stärkeren Zulauf, sei es durch Gründung neuer Gegenwind-Bürgerinitiativen oder sei es durch neu in BI‘ s eintretende Mitglieder. Die meisten BI‘ s werden durch Rechtsanwälte unterstützt.

Viele BI-Mitglieder haben bei den am 25.5.2014 in BW abgehaltenen Kommunalwahlen erstmals und erfolgreich auf den etablierten Listen kandidiert. Teilweise kam es sogar zur erstmaligen Aufstellung eigener Listen, die ebenfalls recht gute Ergebnisse erzielt haben und künftig am Ratstisch vertreten sind. Damit wird unsere Meinung an vielen Windkraft-Brennpunkten in BW auf kommunalpolitischer Ebene  -  aber auch auf Landes- und Bundesebene  -  noch deutlich stärker als bisher wahrgenommen. Generell ist festzuhalten, daß unsere aus BI‘ s heraus antretende Kandidaten in allen Fällen erfolgreich waren und Stimmen vor allem geholt haben von Kandidaten / Listen, die sich für Wind kraft vor Ort eingesetzt haben… …diese Tendenz dürfte auch bei künftigen Urnengängen anhalten…

Wir werden diese Auseinandersetzung zumindest bis zur baden-württembergischen Landtagswahl am 13.3.2016 mit noch deutlich verstärkter Intensität weiter fortsetzen.

Es ist damit zu rechnen, daß die Auseinandersetzungen um die Windkraft-Pläne der „Grün-Rot“ geführten BW-Landesregierung in vielen Regionen in BW zu einem wichtigen Wahlkampf-Thema werden und möglicherweise sogar wahlentscheidend sein könnten…

 

 

IV    Abschließende Bemerkungen  -  Appell die politischen Entscheidungsträger und an die Mitglieder der Vollversammlung bei den BW-Regionalverbänden zum 
„N E I N“ bei den jetzt anstehenden Abstimmungen

 

Wir bitten, unsere hier gegen den weiteren Windkraft-Ausbau an unsinnigen Windkraft-Standorten im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund, im Verband der Region Stuttgart und an anderen BW-Regionen geäußerten Bedenken bei der Entscheidung zu den nun anstehenden Beschlußfassungen zu berücksichtigen !

Wir appellieren daher an alle verantwortlich denkenden Entscheidungsträger auf der politischen Ebene und an alle Mitglieder der Vollversammlung bei den BW-Regionalverbänden, bei den Abstimmungen zum weiteren Ausbau der Windkraft in BW angesichts der hier vorgebrachten Bedenken mit einem klaren „NEIN“  -  insbesondere unsinnige, d.h. Wald-Standorte und Standorte an raumbedeutsamer sowie natur- und landschaftssensibler Stelle betreffend  -  zu stimmen, damit es zur Ablehnung der Beschlussvorlagen kommt.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ (Besigheim / Ingersheim); 
v.i.S.d.P. 29.8.2015; Ex.i.d.F.v.29.8.2015

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 

http://lvbw-wka.de/       www.gegenwind-husarenhof.de



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30.8.2015: Übergabe einer  R e s o l u t i o n  gegen die an den allermeisten B W-Standorten unsinnige Windkraft-Forcierung  -  Landes-F D P positioniert sich gegen Windkraft-Unfug im windärmsten Bundesland B W

 

FDP Baden-Württemberg  -  30.8.2015 in Schwaigern: Liberales Sommerfest der Südwest-FDP

FDP-Spitzenpolitiker zu Gast in der Alten Kelter:

Michael Theurer / MdEP (FDP-Landesvorsitzender BaWü)

 

Dr. Hans-Ulrich Rülke / MdL

FDP-Fraktionsvorsitzender im BW-Landtag

Stv. FDP-Landesvorsitzender BaWü

FDP-Spitzenkandidat zur baden-württembergischen Landtagswahl am 13.3.2016

Katja Suding

(FDP-Fraktionsvorsitzende Hamburger Bürgerschaft)

 Michael Link

FDP-Kreisverbandsvorsitzender Heilbronn

Direktor Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, Warschau

Staatsminister im Auswärtigen Amt a.D.

(wm / 070915)  -  Die Südwest-FDP veranstaltet alljährlich ihr liberales Sommerfest traditionsgemäß in der Alten Kelter in Schwaigern / Stetten. Bei sommerlichem Wetter, zünftiger Blasmusik und bester Bewirtung strömten auch in diesem Jahr wieder viele Besucher zu dem vom FDP-Ortsverband Schwaigern wie jedes Jahr sehr gut vorbereiteten FDP-Sommerfest in der schon herbstlich geschmückten Alten Kelter.

Neben zahlreichen Bürgern aus der liberalen Hochburg Schwaigern, den umliegenden Ortschaften, aus der Region Stuttgart und dem ganzen Heilbronner Unterland waren auch viele Parteimitglieder von FDP-Orts- und Kreisverbänden anwesend, die im Vorfeld zur am 13.3.2016 stattfindenden BW-Landtagswahl von den Spitzenpolitikern hören wollten, welche Punkte die FDP in den Vordergrund stellt, um bei der BW-Landtagswahl einen Machtwechsel unter Regierungsbeteiligung der FDP herbeizuführen.

Am Rande bestand ausreichend Gelegenheit, mit den beiden FDP-Spitzenpolitikern

·         Michael Theurer / MdEP

·         und Dr. Hans-Ulrich Rülke / MdL

über das Thema „Windkraft“ ins Gespräch zu kommen.

In jeweils ca. 10-minütigen Gesprächen haben wir die Haltung unseres „Landesverbands baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“ dargestellt, die neben unserem Landesverband von mittlerweile ca. 35 im BW-Landesverband organisierten bzw. kurz vor dem Beitritt stehenden Bürgerinitiativen vertreten wird.

Dabei haben wir auch eine Resolution übergeben, die wir in einem nachfolgenden Beitrag in unsere Homepage einstellen.

Sowohl Michael Theurer / MdEP als auch Dr. Hans-Ulrich Rülke / MdL haben die äußerst kritische Haltung der baden-württembergischen FDP zur von grün-rot in Baden-Württemberg geforderten Windkraft-Forcierung dargestellt.

In diesem Zusammenhang wiesen beide auf die mangelnde Grundlast-Fähigkeit, Volatilität und auf die nach wie vor nicht vorhandene Speicherfähigkeit regenerativ erzeugten Stroms und daraus resultierenden Nachteilen hin und betonten, daß ein Hoch-Technologieland und in weltweiter Konkurrenz stehendes Bundesland wie Baden-Württemberg es sich nicht leisten könne und es deshalb „Gift“ wäre, durch Windkraft-Experimente die Sicherheit der Energieversorgung zu Lasten seiner Bürger und der Wirtschaft weiter aufs Spiel zu setzen und damit letztlich den Wohlstand seiner Bürer zu gefährden.

Außerdem kritisierten beide die durch jährliche, von den Stromkunden durch höhere Stromrechnungen zu bezahlenden Subventionen / Einspeisevergütungen. Diese haben allein im Jahr 2014 bereits ca. 27 Milliarden € (insgesamt ab dem Jahr 2000 ca. 127 Milliarden €)  -  davon allein ca. 6 Milliarden auf Windkraft entfallend  -  betragen und werden wegen des weiter bundesweit zunehmenden Zubaus und des gemäß EEG garantierten, 20 Jahre lang laufenden Subventionszeitraums künftig vermutlich noch weiter deutlich  ansteigen.

In den Gesprächen wurde ins Auge gefaßt, daß die bereits zu einigen FDP-Ortsverbänden an Windkraft-Brennpunkten lose bestehenden Kontakte im Zuge der sicherlich vor Ort härter werdenden Auseinandersetzungen weiter intensiviert werden sollen. Dies betrifft auch ausdrücklich den baden-württembergischen FDP-Landesverband.



Kein Windkraft-Unfug auf dem Heuchelberg
Seasons 2010-August-28 by armin_vogel, on Flickr

Ähnliche, ebenfalls schon bestehende lockere  Kontakte sollen auch mit Mandatsträgern der CDU weiter ausgebaut und mit den Freien Wähler begonnen sowie mit den übrigen Parteien geplant werden, falls letztere sich einer rationalen  -  und weniger ideologiebehafteten Diskussion  -  nicht verschließen.     

Dr. Hans-Ulrich Rülke / MdL vertritt seinen Landtagswahlkreis Pforzheim 44 (Enzkreis) im BW-Landtag, er ist bei der am 13.3.2016 stattfindenden BW-Landtagswahl FDP-Spitzenkandidat.

In seinem Heimat-Wahlkreis Pforzheim / Enzkreis unterstützt er  -  auch als Gemeinderat in Pforzheim und FDP-Kreisvorsitzender  -  die dort im Nord-Schwarzwald ansässigen Bürgerinitiativen

·         BI Engelsbrand          

·         BI Langenbrand

·         BI Gegenwind Straubenhardt           

·         BI Abstand zur Windkraft Büchenbronn      

·         AG für eine windradfreie Heimat

in ihrem Bestreben, Windkraft-Unfug an ökologisch hoch-sensiblen und zugleich relativ windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-betrieb völlig ungeeigneten Wald-Strandorten zu verhindern, deren Baum-Bestand bei Umsetzung der Pläne großflächig gerodet werden müßte.

Michael Theurer / MdEP kennt aus seiner Zeit als ehemaliger Oberbürgermeister von Horb / Neckar die dortigen unter seinem Nachfolger sich abspielenden Auseinandersetzungen um einen an einem Wald-Standort („Großer Hau“) inmitten des Naturparks Schwarzwald-Mitte geplanten Windpark, die letztlich aus Sicht der dort ansässigen BI „Waldjuwel Horb“ -  zusammen mit dem NABU-Ortsverband Horb  -  erfolgreich zu Ende gebracht wurden, nachdem sowohl das Regierungspräsidium als auch der zuständige Regionalverband  aufgrund des nachgewiesenen Vorkommens seltener Arten (Rotmilan etc.) ihr Veto eingelegt hatten.

Die gegen die Windkraft-Pläne opponierende Bürgerinitiative „Waldjuwel Horb“ und der ebenfalls sich dagegen auflehnende NABU-Ortsverband wurde unterstützt von Timm Kern / MdL (FDP), der als einer der wenigen politischen Mandatsträger bereits sehr frühzeitig „Flagge gezeigt“ und sich hinter die dort ansässigen Windkraft-Gegner gestellt hatte.

In einem am 2.6.2013 im Schwarzwälder Boten veröffentlichten Beitrag („30 Milane kreisen am Himmel…“) heißt es hierzu:

·         „So unterstrich auch der FDP-Landtagsabgeordnete Timm Kern bei der Vorstellung des Höhepunkts des Waldfests, der Premiere des Films "Das Jahr des Rotmilans", seine Ablehnung des Windpark-Standorts. "Ich setze mich vehement für den Erhalt des Großen Haus ein. Aus artenschutzrechtlichen Gründen, aber auch gegen die Zerstörung eines der letzten zusammenhängenden Waldgebiete auf dem Gebiet der Stadt Horb." Kern sagte, er werde sich vehement "für das Naturschutzerholungsgebiet, für Menschen und den Rotmilan" einsetzen.

Vor dem Hintergrund des jetzt durch Beschlußfassung in den einzelnen 12 BW-Regionalverbänden bevorstehenden bzw. schon beschlossenen Ausweises von Windvorrang-Gebieten  -  davon am 30.9.2015 beim Verband der Region Stuttgart  -  und  dem dadurch zu befürchtenden Landschafts- und Naturfrevel an vom Naturschutz her hoch-sensiblen und für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtigen Standorten wäre es zu begrüßen, wenn…

·         …neben der äußerst windkraft-kritischen B W-F D P, deren Mandatsträger sich immer mehr als die „wahren“ Landschafts- und Naturschützer herausstellen, im Gegensatz zu vielen selbst ernannten (sogenannten) „Naturschützern“ wie bspw. die hauptamtlichen, weitgehend ideologisierten Funktionäre auf der Leitungsebene von BUND und NABU, denen allzu oft vorgeworfen wird, daß sie sich von der Windkraft-Lobby bereitwillig korrumpieren lassen…

·         …auch Mandats- und Entscheidungsträger vor allem bei der CDU, Freien Wähler und der AfD sich ähnlich windkraft-kritisch äußern und sich dafür einsetzen würden, daß am 30.9.2015 bei der VRS-Vollversammlung  und später bei anderen BW-Regionalversammlungen noch weitere, vor allem von den weitgehend windkraft-ideologisierten  Grünen, SPD und Linke unterstützte Vorschläge im Verfahren zur Fortschreibung des Regionalplans  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  zu Fall gebracht werden könnten…

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de


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Verband der Region Stuttgart:

Windkraft-Sitzung des VRS-Planungsausschusses am 16.9.2015  /  Festlegung von Windvorrang-Gebieten

im Großraum Stuttgart

 

Auf die CDU kommt es an !

 

Wahl-Aussagen des C D U-Spitzenkandidaten

Guido Wolf / MdL zur W i n d k r a f t !

 

Erinnert sich die C D U-Regionalfraktion noch an die im August 2015 gemachten Aussagen ihres bei der BW-LTW am 13.3.2016 antretenden Spitzenkandidaten Guido Wolf / MdL

zur W i n d k r a f t im relativ windarmen „Ländle“…?

 

 

(wm / 120915)  -  Dieser Slogan könnte nicht nur der Wahl-Slogan der CDU für die am 13.3.2016 anstehende BW-Landtagswahl sein. Er könnte vielmehr auch für die entscheidende Sitzung des VRS-Planungsausschusses am 16.9.2015 gelten, wo die CDU die stärkste Fraktion 
stellt ! An diesem Tag soll der Planungsausschuß beschließen, welche der jetzt noch „im Topf“ für die Region Stuttgart verbliebenen Windvorrang-Gebiete übrig bleiben und welche „durch‘ s Sieb fallen“ sollen…

Sind den im VRS-Planungsausschuß sitzenden CDU-Regionalräten die Anfang August 2015 im Rahmen seiner Wander-Tour durch‘ s „Ländle“ vom CDU-Spitzenkandidaten für die BW-Landtagswahlen Guido Wolf / MdL abgegebenen Statements zur Windkraft in Baden-Württemberg noch bekannt ?

Beim Besuch von Windkraft-Standorten hatte Guido Wolf / MdL ausgesagt, daß es im Falle eines Regierungswechsels unter einer CDU-geführten BW-Landesregierung unter seiner Führung

·         im Vergleich zu den Planungen der grün-rot geführten Landesregierung, die bis zum Jahr 2020 10 % der erzeugten Energie durch Windkraft abdecken will,

·         mit ihm als CDU-Regierungschef lediglich maximal „5 %“  -  also maximal nur die Hälfte  -  der von der grün-rot vorgegebenen Zielsetzung geben werde 

Bei dieser Festlegung dürften dem CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf noch die Aussagen des SPD-Ministerpräsidenten Thorsten Albig (Schleswig-Holstein) in Erinnerung gewesen sein, als dieser bei den kurz nach der letzten Bundestagswahl abgehaltenen Koalitionsverhandlungen seinen in der Kommission zur künftigen Energiepolitik sitzenden Ministerpräsidenten-Kollegen Winfried Kretschmann / MdL (Grüne) daran erinnert hat,

·         daß „…selbst der schlechteste Windkraft-Standort in Schleswig-Holstein vom jahresdurchschnittlichen Windaufkommen her immer noch weit besser sei als der beste Windkraft-Standort im relativ windarmen Binnenland Baden-Württemberg…“;

…m.a.W., man könnte diese Aussage des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten auch so verstehen, daß es mangels topografischer und geo-physikalischer Voraussetzungen keinen Sinn macht, „…Ananas in Alaska anzubauen…“ und es deshalb hinsichtlich einer erfolgreich durchzuführenden Energiewende in BW nicht zielführend sein kann, mangels ausreichendem Windaufkommen und deshalb ungenügendem Leistungsgrad der installierten Windkraftanlagen Baden-Württemberg flächendeckend mit Windkraftanlagen zu überziehen, die überwiegend nur eines bewirken, nämlich

·         (zu Lasten ihrer Anleger) Verlust-Ergebnisse zu erwirtschaften

·         und zu einer weiteren Beeinträchtigung des Natur- und Landschaftsschutzes führen…

Verifiziert man die Aussagen des CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf, ergibt sich folgendes:

·         Um das von grün-rot vorgegebene Ziel zur Produktion eines 10 %-igen Windkraft-Anteils am insgesamt in BW erzeugten Strom bis zum Jahr 2020 zu erreichen, sind nach den Berechnungen von Grün-Rot ca. 1 200 neu zu errichtende Windkraftanlagen zu bauen (…wobei wir die Prüfung der Richtigkeit dieser Annahmen hier einmal „außen vor“ lassen, obwohl derartige von Grün-Rot gemachte Aussagen in den meisten Fällen nicht haltbar sind und eher Wunschdenken gleichen, wie die Vergangenheit sehr oft gezeigt hat…)

·         Bezieht man den vom CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf in Aussicht gestellten, maximal  5 %-Windkraft-Ausbau   -  von ihm wohl bewußt projiziert auf die 10 %-Windkraft-Planung von grün-rot  -  linear auf die von grün-rot angestrebten, neu zu bauenden ca. 1200 WKA‘ s (= 10 %), würde die CDU nach seinen Vorstellungen die Hälfte = ca. 600 neue WKA’ s für BW  anstreben… (5 % = die Hälfte von 10 %)…

·         Nach einem am Rande des Mitte Mai 2014 in Tauberbischofsheim stattgefundenen Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel / CDU durchgeführten Meinungsaustausch mit dem damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden im BW-Landtag, Peter Hauk, hat dieser die ca.-Angabe von rd. 600 neu zu bauenden WKA‘ s als CDU-Position einerseits schon damals bestätigt. Er hat jedoch gleichzeitig mitgeteilt, daß davon ca. die Hälfte, nämlich rd. 300 WKA‘ s auf „off-shore“, d.h. auf Windkraft-Standorte im Meer entfallen, die von BW-Investoren wie EnBW aufgrund des weitaus höheren Windaufkommens vor der Küste in Nord-Deutschland geplant würden…

·         Berücksichtigt man diese Spezifikation des damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Peter Hauk / MdL, würden aufgrund der heute bereits in BW installierten ca. 400 Windkraftanlagen und aufgrund der 5 % Forderung von Guido Wolf / MdL nach den Vorstellungen der BW-CDU = insgesamt neue 600 WKA‘ s davon ca. 3 0 0 WKA‘ s „off-shore“ und 300 WKA‘ s „on-shore“, d.h. direkt in Baden-Württemberg gebaut werden…

·         Berücksichtigt man weiter, daß Baden-Württemberg sich in 12 Regionalverbände aufteilt, von denen jeder selbst eigene Windkraft-Planungen, die zum Teil bereits endgültig abgeschlossen sind, durchführt, ist bzgl. der bereits in anderen BW-Regionalverbänden abgeschlossenen Fortschreibung des Regionalplans  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  festzuhalten, daß bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein Großteil der nach den Vorstellungen der CDU „an Land“ / „on-shore“ in Baden-Württemberg zu bauenden ca. 300 Windkraftanlagen umgesetzt und damit erfüllt ist…, denn:

·         …so hat bspw. der Regionalverband Heilbronn-Franken bei seiner Vollversammlung am 25.7.2014 den Ausweis von 25 neuen Windvorrang-Gebieten beschlossen, wobei aufgrund großflächigen Flächenausweises auf jedem neu ausgewiesenen Windvorrang-gebiet ca. 
7 - 13 Windkraftanlagen platziert werden können, wie die ersten Bauanträge / Genehmigungen zeigen (bspw. im Harthäuser Wald / Crailsheim / Creglingen etc.)…

·         …ähnliches gilt für die Regionalverbände in der äußerst windarmen Region Oberschwaben / Bodensee, wo 24 Windvorrang-Gebiete ausgewiesen wurden oder für andere Regionalverbände, wo Beschlüsse ebenfalls bereits vorhanden sind, wie z.B. auf der Ostalb…

 

Fazit:

·         Unter Berücksichtigung der bereits erfolgten Beschlüsse in anderen BW-Regionalverbänden und zwischenzeitlich ebenfalls schon erfolgten Genehmigungen ist die Forderung des CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf / MdL nach insgesamt ca. 600 weiteren WKA‘ s  -  davon auf ca. 300 neue WKA‘ s „on-shore“ in Baden-Württemberg entfallend  -  bereits deutlich übererfüllt…

·         …berücksichtigt man die aufgrund des am 9.5.2012 neu gefassten BW-Landesplanungsgesetzes jetzt zusätzlich bestehende Möglichkeit, wonach Windkraft-interessierte Kommunen losgelöst und unabhängig von einer etwaigen Ablehnung im Regionalplan-Verfahren „auf eigene Faust“ in einem parallel laufenden kommunalen Flächennutzungsplan-Verfahren (FNP) weitere Windvorrang-Gebiete ausweisen können und wenn man sich vergegenwärtigt, daß von dieser Option  -  wie von grün-rot gewünscht  -  bereits schon umfangreich in Baden-Württemberg Gebrauch gemacht wird, wird erst recht deutlich, daß der vom CDU-Spitzenkandidaten erhobenen Forderung von 
„5 %-Windkraft-Ausbau“ in BW schon längst Rechnung getragen wurde…

·         …vor diesem Hintergrund wäre auch der Ausweis von ca. 50 Windvorrang-Gebieten ( bei durchschnittlich 5 WKA‘ s je Windvorrang-Gebiet = ca. 250 neue WKA‘ s)   -  wie im Vorfeld zur Sitzung am 16.9.2015 kolportiert und aus einzelnen Positions-Papieren der Regionalrats-Fraktionen ableitbar  -  überflüssig…

·         …ob diese Überlegungen von den CDU-Mitgliedern im VRS-Planungsauschuß bei ihrer Entscheidung am 16.9.2015 berücksichtigt werden und ob es ihnen bewußt ist, daß ihre Haltung zum flächendeckend von grün-rot geplanten Windkraft-Unfug Basis ist für eine Wahl-Empfehlung vieler unserer Bürgerinitiativen an ihre Mitglieder / Umfeld?



Kein Windwahn in der baden-württembergischen Natur

 

Foto: Thomas Schöller

Ergebnis:

Die im „Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“ zusammen geschlossenen Bürgerinitiativen werden jede Partei / Gruppierung auf ihr Abstimmungsverhalten im Verband der Region Stuttgart als auch bei den anderen 11 BW-Regionalverbänden

·         im Vorfeld zur am 13.3.2016 stattfindenden BW-Landtagswahl

·         und rechtzeitig vor der nächsten BW-Kommunalwahl in ca. stark 3 Jahren

ansprechen und untersuchen, und zwar vor allem dort, wo es aufgrund unverhältnismäßiger, wegen Windkraft verursachter Eingriffe in Landschaft und Natur zu einer Natur- und Landschaftszerstörung ohnegleichen kommt.

 

Abschließend:    

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am 19. / 20.8.2015 mit einem prall gefüllten Koffer voll von deutschen Steuergeldern nach Brasilien gereist und hat dort 500 Mio € an ein bis in die brasilianische Regierung hinein zutiefst mafiös-korruptes System ausschüttet mit der Auflage,

·         …dieses Geld zur Verhinderung weiterer, nicht genehmigter = illegaler und daher krimineller Abholzung des Regenwalds im Amazonas-Gebiet einzusetzen mit dem Ziel, dadurch die weltweite K l i m a -Erwärmung zu verlangsamen...

·         ...während Politiker / Sonntagsredner / Klimaschutz-Schwafler / Windkraft-Fuzzies und nachgeordnete, in der 3. und 4. Reihe sitzende Chargen aller Parteien / Feierabend-Politiker vor der eigenen Haustür in Baden-Württemberg schweigen, verschämt wegsehen und es zulassen,

·         daß der mindestens ebenso dem K l i m a s c h u t z dienende heimische Wald in Jahrhunderte alten Kulturlandschaften im Regionalverband Stuttgart, am Albaufstieg, im Schwäbisch-Fränkischen Wald, im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und allen anderen BW-Naturparks, Natur- und Landschaftsschutz-Gebieten, an der Bergstraße, im Heilbronner Land, Hohenlohe, Main Tauber, auf der Ostalb, im Bodenseeraum / Oberschwaben / Hegau / Allgäu, Nord- und Süd-Schwarzwald und an anderen Orten irreparabel abgeholzt und dem Erdboden gleichgemacht wird, dem heimischen Natur-, Landschafts- und Artenschutz einen weiteren, dann wohl endgültigen "Schlag unter die Gürtellinie" versetzend..

 

Merke:

Wer aus Klimaschutz-Gründen gegen die R e g e n w a l d-Abholzung

·         in Südamerika

·     und Süd-Ost-Asien

eintritt, der darf nicht verschämt zur Seite sehen, wenn zuhause vor der eigenen Haustür Jahrhunderte alte und für das ökologische Gleichgewicht der Region wertvolle Wälder wegen Windkraft-Unfug zugunsten Windkraft-industrieller Gewerbegebiete abgeholzt werden sollen… …dies zumeist an Stellen, die wegen relativem Windmangel i.d.R. völlig ungeeignet sind für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb, wie es die Statistiken des Bundesverbands Windenergie (BWE) und die Ergebnisse an Windkraft-Standorten in Baden-Württemberg belegen…

 

Reinhold Messner (2002):  „Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die N a t u r“.

Denjenigen, die am 16.9.2015 für die großflächige Abholzung von Wäldern im Bereich des Verbands der Region Stuttgart stimmen, seien aus Anlass des in jedem Jahr am 25.4. feierlich begangenen „Tag  des  B a u m e s“ an die Ausführungen von Dr. Till Backhaus (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mecklenburg-Vorpommern) zur F u n k t i o n  des  W a l d e s  erinnert:

„Jeder Baum dient uns Menschen somit auf unschätzbare Art und Weise. Dies sollte beim nächsten Waldspaziergang aber auch beim täglichen Umgang mit Holzprodukten nicht vergessen werden“.

Und weiter: „Kein anderes Symbol in der Menschheitsgeschichte steht derart für Zukunftsvertrauen, Beständigkeit und Wachstum wie die Pflanzung eines Baumes…Wie wichtig Bäume und Wälder für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt sind, mögen folgende Beispiele verdeutlichen: Bäume produzieren wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. Eine 100jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 kg Sauerstoff frei und bindet 2,35 kg CO2; Durch die Verdunstung von Wasser tragen die Bäume erheblich zur Verbesserung des Klimas bei. Eine Eiche verdunstet an einem Sommertag durchschnittlich 43 Liter und kühlt damit die Umgebung; 100 m³ Holz schaffen bzw. erhalten einen Arbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft; Standortgerechte Gehölze schaffen den notwendigen Lebensraum und sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleintiere. In naturnahen Buchenwäldern leben beispielsweise bis zu 7.000 Tierarten.“

 

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 



www.gegenwind-husarenhof.de


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Rundmail in verschiedene Netzwerke

  

Werte Mitstreiter + Unterstützer,


(wm / 080915)  -  … der Verband der Region Stuttgart / Planungsausschuß entscheidet am 16.9. über die endgültige Auswahl der jetzt noch 70 "im Topf" befindlichen Windvorrang-Gebiete im Großraum Stuttgart,

·         einem der am dichtesten besiedelten Wirtschaftsräume Europas

·         und zugleich eine der windschwächsten Regionen Deutschlands

Die Region Stuttgart ist neben Südbaden / Bodenseeraum im windarmen und vom jahresdurchschnittlichen Windaufkommen her von allen 16 Bundesländern an letzter Stelle stehenden Baden-Württemberg mit großem Abstand die windschwächste BW-Region, sie liegt tiefer gelegen und geradezu windgeschützt

·         zwischen dem höher liegenden Schwarzwald im Westen

·         und der südlich höher liegenden Schwäbischen Alb

·         sowie der ebenfalls höher liegenden Ostalb

und ist daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb denkbar ungeeignet. Dies weiß jedes "kleine Kind"...

Selbst demjenigen, der seinen gesunden Menschenverstand ausschaltet, ist klar, daß es eine Lachnummer ohnegleichen darstellt, wenn diese Region im Großraum Stuttgart künftig die meisten Windvorrang-Gebiete in BW ausweisen soll.

Federführend für diesen Unfug sind die ideologisch belasteten und nach Gehirnwäsche durch die Windkraft-Lobby nicht mehr rational erreichbaren Mandatsträger der Grünen, SPD und Linke. Leider ist zu beobachten, daß diesem Unfug nun auch Teile der CDU, der FDP und  -  erstaunlich  -  große Teile der Freien Wähler nacheifern. Lediglich die AfD scheint sich diesem Unfug zu verschließen....


Kein weiterer Windkraft-Unfug in Ingersheim und im Kreis Ludwigsburg

Foto: Thomas Schöller - Am Fuße des Griesbergs

Unabhängig, wie die Entscheidung am 16.9. in Stuttgart ausgeht: Wir werden überall dort, wo weitgehend inkompetente und angesichts der Komplexität der Materie völlig überforderte Feierabend-Politiker der 3. oder gar 4. Garnitur  -  egal welcher Partei-Coleur angehörend -  einem derartigen Unfug zustimmen und damit verantwortlich sind für eine irreparable Zerstörung Jahrhunderte alter, von den Vorfahren liebevoll gepflegter und "in Ehren" gehaltenen Kulturlandschaften, unabhängige Listen gründen, die bei der nächsten BW-Kommunalwahl gegen diese Landschafts- und Naturfrevler antreten.

Wir werden alles daran setzen, daß diese Versager beim nächsten Urnengang hinweg gefegt und "aus dem Verkehr" gezogen werden, so wie es teilweise bei der vergangenen BW-Kommunalwahl am 25.5.2014 an manchen Windkraft-Brennpunkten schon erfolgt ist.

Schon die vergangene BW-Kommunalwahl am 25.5.2014 hat zur Genüge gezeigt: Überall dort, wo sich aus unseren Bürgerinitiativen heraus parteiunabhängige Listen gebildet haben oder wo BI-Mitglieder als partei-unabhängige Kandidaten auf die Listen anderer Parteien gegangen sind, wurde ein durchschlagender Erfolg erzielt, so bspw. in Langenburg / Hohenlohe, wo 4 Kandidaten der erstmals angetretenen Liste "LENA" auf Anhieb und aus dem Stand heraus in den Gemeinderat gewählt wurden oder in Engelsbrand bei Pforzheim / Nord-Schwarzwald, wo ebenfalls aus dem Stand heraus 6 neu angetretene Kandidaten aus dem Umfeld der dortigen BI zur stärksten Gemeinderats-Fraktion avancierten und wo die Grünen deshalb geradezu pulverisiert wurden…  Ähnliche Erfolge wurden auch an anderen Windkraft-Brennpunkten erzielt. ...und einige BI' s arbeiten schon jetzt an Listen, sprechen Kandidaten für die nächste BW-Kommunalwahl an und können es kaum erwarten, bis es richtig "los" geht...



... es soll auch ein Sträßchen bleiben und zu keiner Windkraft-Autobahn werden !!

Foto: Thomas Schöller

Bei jetzt bereits 35 in unserem „Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“ und weiteren kurz vor dem Beitritt stehenden Bürgerinitiativen (in Gründung) sind wir landesweit vertreten, so daß wir in der Lage sein werden, an Windkraft-Brennpunkten bei den nächsten BW-Kommunalwahlen anzutreten, vor allem dort, wo Windkraft den Bürgern vor Ort trotz deren starken Widerstand von der grün-roten BW-Landesregierung in Stuttgart aufoktroyiert wurde,

Der Unfug in seiner ganzen Tragweite zeigt sich an der im April 2012 fertig gestellten Ingersheimer Windindustrieanlage, die jetzt  -  nach einem Drei-Jahreszeitraum 2012 bis 2014  -  eine geradezu erbärmliche Performance abgibt und nur durch Stützungen und Sonderaktionen den durch permanente Windarmut verursachten Ertragseinbruch notdürtig kaschieren kann...; vgl. hierzu unseren Beitrag / Pressemitteilung vom 7.9.2015, den wir in unsere Homepage unter  "www.gegenwind-husarenhof.de"  und dort unter "Aktuelles" eingestellt haben... und den ich Ihrer Aufmerksamkeit empfehle... ...bitte führen Sie ähnliche Mailings auch in Ihren Netzwerken durch...

Bitte gehen Sie im Vorfeld zur am 13.3.2016 stattfindenden baden-württembergischen Landtagswahl zu den Vorstellungen der Kandidaten und zu den Parteiveranstaltungen und sprechen Sie die Kandidaten auf deren Vorstellungen zum weiteren Ausbau der Windkraft in Ihrer Region an.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe




www.gegenwind-husarenhof.de


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Schreiben besorgter Ingersheimer Bürger an die Verwaltung des Regionalverbands Stuttgart im Hinblick auf die am 16.9.2015 anstehende Entscheidung des VRS-Planungsausschusses zum Ausweis weiterer Windvorrang-Gebiete im Großraum Stuttgart

Elke Förster                                                                                        Ingersheim, den 10.9.2015

Blumenstraße 16

74379 Ingersheim                 

 

c / o:    Wolfgang Huber                    c / o:    Ingrid Maier

            Kehrsbachstraße 19                           Heinrich-Bach-Straße 20

            74379 Ingersheim                             74379 Ingersheim

 

c / o:    Peter Bareiß                           c / 0:    Uta Winter

            Robert-Sieber-Straße 27                   Heckenstraße 1

            74379 Ingersheim                              74379 Ingersheim

 

 

 

An den

Verband der Region Stuttgart

z. Hd. v. Herrn Thomas Kiwitt, Leitender Technischer Direktor

Kronenstraße 25

70174 Stuttgart                                            


Einschreiben mit Rückschein

 

  

Betr.:   Abgabe von Unterschriften gegen den Ausweis weiterer Windvorrang-Gebiete auf       Ingersheimer Gemarkung / Sitzung des VRS-Planungsausschusses am 16.9.2015

 

 

Sehr geehrter Herr Kiwitt,

 

der VRS-Planungsausschuß wird wohl am 16.9.2015 eine endgültige Entscheidung über die noch für den Großraum Stuttgart „im Topf“ befindlichen 70 Windvorrang-Gebiete treffen.

Bei der letzten Sitzung des Planungsausschusses haben Sie für jedes einzelne Windvorrang-Gebiet neben einer Kurz-Darstellung auch angegeben, wieviele Einwendungen von Bürgern gegen dessen Ausweis eingegangen sind.

Die Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“ hat im Jahr 2010  -  leider erfolglos  -  eine Unterschriftenaktion gegen den Bau der im April 2012 fertig gestellten Ingersheimer Windkraftanlage durchgeführt. Die damals von besorgten Bürgern aus Besigheim, Ingersheim und Umgebung abgegebenen 1 382 Unterschriften wurden seinerzeit an den Ludwigsburger Landrat Dr. Haas übergeben.

Zwar haben sich die damals abgegebenen 1 382 Unterschriften vorrangig gegen den Bau der ersten Ingersheimer Windkraftanlage gerichtet; dies vor allem deshalb, nachdem damals von den Ingersheimer Windkraft-Initiatoren auf entsprechende Fragen hin  -  auch vom Ingersheimer Bürgermeister Volker Godel  -  glaubhaft und öffentlich versichert wurde, daß man nur „diese eine“ Windkraftanlage auf Ingersheimer Gemarkung planen und bauen werde.

Dies hat sich, wie jetzt bekannt, als Unwahrheit herausgestellt, zumindest was den jetzt geplanten Ausweis eines weiteren Windvorrang-Gebiets betrifft.

Hätten die Ingersheimer Windkraft-Initiatoren damals mit „offenen Karten gespielt“, hätte die in 2010 von uns durchgeführte Unterschriften-Aktion sich selbstverständlich nicht nur gegen den Bau der ersten Ingersheimer Windkraftanlage, sondern gegen diese erste und jede weitere sowie gegen den Ausweis weiterer Windvorrang-Gebiete auf Ingersheimer Gemarkung gerichtet.

Aufgrund dieses Sachverhalts gehen Ihnen hiermit die Kopien der damals 1 382 geleisteten Unterschriften zu, da die Unterschriften sich auch

·         gegen den Bau jeder weiteren Windkraftanlage

·         sowie gegen den Ausweis weiterer Windvorrang-Gebiete

auf Ingersheimer Gemarkung gerichtet haben.

Im übrigen teilen wir Ihnen mit, daß sich alle damals von uns vorgebrachten Bedenken weitgehend bestätigt haben.

So sind anstelle der gemäß Presseberichten vollmundig je Jahr versprochenen 4 300 000 kwh im Drei-Jahresdurchschnitt wegen relativer Windschwäche lediglich knapp 3 000 000 kwh / Jahr erzielt worden (Minus-Abweichung / Unterdeckung – 30 % !). Dies mußte bei einem kürzlich mit der FDP-Regional-Fraktion in Ingersheim abgehaltenen Vor-Ort-Termin von den Windkraft-Initiatoren eingestanden werden (youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=FWnoxU8sHg8).

Aufgrund der dadurch bisher dauerhaft im Dreijahres-Zeitraum 2012-2014 realisierten Ertragsschwäche konnte ein ausgeglichenes bzw. leicht positives Ergebnis nur deshalb erzielt werden, weil die ursprünglich mit 20 000 € / Jahr vereinbarte Grundstücks-Pacht notgedrungen zunächst auf 5 000 € / Jahr und dem Vernehmen nach jetzt sogar noch weiter reduziert werden mußte.

Die im Genehmigungsbescheid des Landratsamts Ludwigsburg vom 14.1.2011, Seite 3, für die später anfallenden Rückbaukosten i. H.v. 50 000 € festgesetzte selbstschuldnerische Bürgschaft stellt eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung dar, die nach den insoweit eindeutigen Bilanzierungsvorschriften des HGB i.V.m. dem GenG als Rückstellung in der jeweils zum 31.12. eines abgelaufenen Geschäftsjahrs aufzustellenden Bilanz der Energiegenossenschaft Ingersheim zu passivieren sind.

Gemäß seriösen Kalkulationen an anderen Windkraft-Standorten betragen die Rückbau-Kosten 
in vergleichbaren Fällen schon heute ca. 150 000 € und höher. Dies ist belegt durch Pressemitteilungen und Genehmigungsbescheide von anderen Windkraft-Orten. Unter Berücksichtigung durchschnittlicher jährlicher Preis- / Kostensteigerungen werden sich die tatsächlich anfallenden Rückbau-Kosten für Turm und Beton-Fundament in ca. 20 - 25 Jahren auch in Ingersheim insgesamt auf rd. 300 000 € oder höher belaufen.

Eine Rückstellungs-Bildung zum Bilanzstichtag in der gebotenen Höhe ist in den im Bundesanzeiger pflichtgemäß zu veröffentlichenden Jahresabschlüssen der Energiegenossenschaft Ingersheim für die Jahre 2012 ff. unterblieben. Bei korrekter und gesetzeskonformer Bilanzierung hätte sich das Jahresergebnis noch weiter  -  und zwar erheblich  -  verschlechtert.

Hält die relative Windschwäche und der dadurch verursachte Ertragseinbruch weiter an, dürfte die Energiegenossenschaft Ingersheim wegen anhaltender Verlust-Finanzierung und deshalb weitgehend aufgezehrtem Eigenkapital der Genossen kaum in der Lage sein, den Rückbau in 20 - 25 Jahren aus eigener Kraft zu finanzieren.

Nach Gesetz und Rechtsprechung haftet In diesem Fall der Grundstücks-Verpächter für den Rückbau.

Fällt auch dieser aus, ist letztlich die Standort-Kommune für den Rückbau und dessen Finanzierung verantwortlich; in diesem Fall kämen auf die Gemeinde Ingersheim in ca. 20 - 25 Jahren  erhebliche finanzielle Belastungen für den Rückbau einer schon „vor dem ersten Spatenstich“ wegen allseits bekannten schlechten Wind-Voraussetzungen und ungenügender Rahmenbedingungen feststehenden Fehl-Investition zu.


Kein weiterer Windkraft-Unfug in Ingersheim und im Kreis Ludwigsburg

© Hans-Jürgen Steinwedel

Ähnliche Belastungen kämen auf die Beteiligten zu, wenn jetzt  -  trotz jetzt nachgewiesener ungünstiger Rahmenbedingungen  -  ein weiteres Windvorrang-Gebiet ausgewiesen würde und es anschließend zum Bau einer weiteren Windkraftanlage käme.

Die Ertragssituation würde sich beim Bau einer zweiten und jeder weiteren Windkraftanlage in Ingersheim gegenüber der ersten WKA noch einmal erheblich verschlechtern, weil die Anschaffungskosten im Vergleich zur ersten, gemäß Preisverhältnissen des Jahres 2010 / 2011 bestellten Windkraftanlage deutlich gestiegen sind und weil sich aus höheren Anschaffungskosten auch deutlich höhere Jahres-Abschreibungen ergeben, die sich im Jahresabschluß ergebnisverschlechternd in erhöhten Aufwendungen niederschlagen.

Darüber hinaus wurden die Anschaffungskosten der ersten Ingersheimer Windkraftanlage  i.H.v. 
ca. 3 700 000 €  relativ kostengünstig zu ca. 78 % mit Eigenkapital und nur zu ca. 22 % mit Fremdkapital finanziert, wodurch die Belastungen aus dem Schuldendienst (Zins und Tilgung) vergleichsweise moderat sind.

Eine derart günstige, zum größten Teil über Eigenkapital erfolgende Finanzierung ist nach Auswertung aller bisher knapp 27 000 bundesweit installierten Windkraftanlagen nicht repräsentativ. Denn: Im Durchschnitt werden Windkraft-Investitionen lediglich mit ca. 20 % - 30 % Eigenkapital und mit ca. 70 % - 80 % Fremdkapital finanziert, woraus sich wegen höherer Fremdkapitalzinsen und höherer Tilgung ein deutlich höherer Schuldendienst ergibt.

Nach den bisherigen, auch in Ingersheim und Umgebung bekannten ernüchternden Jahres-Ergebnissen der ersten Ingersheimer Windkraftanlage dürfte es unrealistisch sein, daß bei Finanzierung einer zweiten WKA ebenfalls ein derart hoher Eigenkapitalanteil von annähernd 78 % zustande kommt. Bei einer üblichen 30 %  EK- / 70 % FK-Finanzierung würde sich die Verlust-Situation bei einer zweiten WKA in Ingersheim im Vergleich zur jetzt schon unbefriedigenden Ergebnis-Situation der ersten Ingersheimer Windkraftanlage noch einmal erheblich verschlechtern.

Darüber hinaus beklagen sich Bürger auf dem nur ca. 700 m entfernten Husarenhof  -  wo kleine Kinder nachts wegen des Lärms nicht mehr durchschlafen können  -  sowie selbst Bürger aus dem weiter entfernten Ingersheim über die Störung der Nachtruhe, wenn der Wind in einer bestimmten Intensität und aus einer bestimmten Richtung weht.

Mit derartigen negativen Feststellungen muß auch beim Bau jeder weiteren Windkraftanlage auf Ingersheimer Gemarkung gerechnet werden.

Wie soll die Energiewende in Baden-Württemberg bei einem derartigen, jetzt in Ingersheim bzgl. der ersten, seit April 2012 in Betrieb befindlichen Windkraftanlage offenkundigen „Murks“ und den dafür verantwortlichen Fehlentscheidungen der Verantwortlichen bei  

·         der Gemeinde Ingersheim (Bürgermeister und Gemeinderat)

·         der Genehmigungsbehörde Landratsamt Ludwigsburg

·         der Verwaltung beim Verband der Region Stuttgart

·         den Mitglieder des Regionalverbands Stuttgart (insbesondere Planungsausschuss)

gelingen, wenn sich die hier  -  bei der ersten Ingersheimer Windkraftanlage  -  ersichtliche Inkompetenz der Entscheidungsträger auch bei den jetzt anstehenden Entscheidungen niederschlägt bzw. wiederholt ?

Da die zuvor von uns geschilderten Nachteile bei der ersten Ingersheimer Windkraftanlage  -  wie befürchtet  -  weitgehend eingetreten sind und aufgrund der hier in einem kurzen Abriss geschilderten Feststellungen appellieren wir zur Vermeidung aller weiteren, mit dem Ausweis von Windvorrang-Gebieten und dem Bau weiterer Windkraftanlagen in Ingersheim eintretenden Nachteile, vom Ausweis eines weiteren Windvorrang-Gebiets auf relativ windarmer und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Ingersheimer Gemarkung abzusehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 
Elke Förster       Wolfgang Huber        Ingrid Maier        Peter Bareiß          Uta Winter



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Planung von Windkraft-Standorten im Kreis Ludwigsburg: Unglaubliches „Schurkenstück“ im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Bönnigheim / Landkreis Ludwigburg

 

Bönnigheim und Kirchheim/N. planen Windkraft-Standorte weit weg von der eigenen Bevölkerung „hart“ an der Gemarkungsgrenze und wollen Nachbar-Kommunen  -  ungefragt  -  künftig bis zu 230  m hohe Windkraft-Monster „vor die Nase setzen“ 

 Brüskierung der Nachbar-Kommunen  -  Bürgermeister und Bürger von Lauffen/N., Cleebronn und Freudental wehren sich

 Lauffener Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger (parteilos) nimmt kein Blatt vor den Mund und kritisiert öffentlich Bönnigheimer Bürgermeister Kornelius Bamberger (Freie Wähler) und Kirchheimer Bürgermeister Uwe Seibold mit scharfen Worten !

 

(wm / 200815) - Die am 16.9.2015 terminierte und an vielen Windkraft-Brennpunkten in der Region Stuttgart mit Spannung erwartete Sitzung des V R S-Planungsausschusses wirft schon seit geraumer Zeit ihre Schatten voraus. Kein Wunder, daß die Diskussionen um Sinn und Unsinn der Windkraft

·         in einem der europaweit am dichtesten besiedelten

·         und gleichzeitig bundesweit windschwächsten Räume

·         und an deshalb für großflächige Windkraft-Forcierung denkbar am wenigsten geeigneten Standorten

mit näher rückendem 16.9. immer weiter zunehmen und hitziger werden, denn immer größer werdenden Bevölkerungskreisen wird klar, daß die Realisierung von Windkraft an den allermeisten der noch 70 „im Topf“ befindlichen VRS-Standorte zu erheblichen Nachteilen für Mensch, Landschaft und Natur führen würde, denen an den meisten Standorten wegen relativer Windarmut  - wenn überhaupt  -  nur marginale Vorteile gegenüberstünden, die sich darüber hinaus zugunsten ausschließlich Partikular-Interessen verfolgender Einzelner (bspw. Grundstücks-Verpächter), aber zu Lasten des Gemeinwohls und zu Lasten der nachfolgenden Generation auswirken würden.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, daß sich der Widerstand der Bürger landesweit verstärkt in einer Gründung neuer Bürgerinitiativen sowie in einem regen Zulauf von Bürgern in bereits bestehende Bürgerinitiativen niederschlägt: Der erst seit Mitte 2014 bestehende und mit 14 BI‘ s gegründete „Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V.“ zählt nur ein Jahr später bereits 35 Mitglieds-BI‘ s, weitere BI-Beitritte stehen unmittelbar bevor.

Haupt-Befürworter und damit Haupt-Gegner der Bürgerinitiativen sind die Grünen, SPD und die LINKE, die sich zur Umsetzung des von der „grün-rot“ geführten BW-Landesregierung verordneten Regierungsprogramms verpflichtet fühlen, wonach bis zum Jahr 2020 der Anteil der Windkraft von jetzt 1 % auf dann 10 % steigen soll.

Dies soll  -  zusätzlich zu den „im Ländle“ bereits bestehenden ca. 400, an vermeintlichen „Filet-Standorten“, meist jedoch hoch-defizitären Windkraftanlagen  -  landesweit durch den Bau von ca. 1200 neuen WKA‘ s gewährleistet werden.

Die bürgerlichen Parteien  -  insbesondere die CDU und die FDP  -  haben demgegenüber ein deutlich kritischeres Verhältnis zum Ausbau der Windkraft in BW.

Während die C D U  -  zumindest nach den Worten ihres bei der baden-württembergischen Landtagswahl am 13.3.2016 antretenden Spitzenkandidaten Guido Wolf / MdL  -  maximal „5 %“ des Stromverbrauchs durch Windkraft abdecken will, lehnt die F D P-Spitze in BW  -  so bspw. der F D P-Fraktionsvorsitzende im BW-Landtag, Dr. Hans-Ulrich Rülke und FDP-Spitzenkandidat für die anstehende BW-Landtagswahl  -  Windkraft solange kategorisch als nicht sinnvoll ab

·         bis geeignete Speicher-Technologien für den bis jetzt nicht speicherbaren regenerativ erzeugten Strom zur Verfügung stehen

·         und weil der regenerativ erzeugte, hinsichtlich des Zeitpunkts und des Volumens der Stromerzeugung nicht planbare Strom nicht Grundlast-fähig ist

Eine Sonderstellung nehmen oft die nur auf kommunaler Ebene, nicht aber bei der BW-LTW antretenden Freien Wähler ein.

Die oft als „Bürgermeister-Partei“ charakterisierten Freien Wähler treten bei Windkraft-Fragen erstaunlich oft für die Haltung der Grünen / SPD / Linken ein, vermutlich jedoch weniger aus den „hehren“ Gründen des Klimaschutzes als vielmehr in ihrer Funktion als Bürgermeister und oberster Kassenwart ihrer Standort-Kommune, die sich möglicherweise aus der langfristigen Verpachtung von oft in kommunalem Besitz stehenden (Wald-)Flächen und dadurch anfallenden Pacht-Erlösen eine fixe und lange Jahre sprudelnde Einnahme-Quelle versprechen, mit der man die eine oder andere soziale Wohltat finanzieren und „unters Volk“ bringen könnte… …wenn auch oft zum Nachteil von Landschaft und Natur, die beim Ausweis neuer Windpark-industrieller Gewerbeflächen einen weiteren, irreparablen „Schlag unter die Gürtellinie“ erhalten…

An dieser Stelle soll nicht verschwiegen werden,  daß an dem einen oder anderen Ort und in dem einen oder andere Fall verantwortungsvolle kommunale Mandatsträger / Parteimitglieder der Grünen / SPD und den Freien Wählern vom pro-Windkraft eingestellten „main-stream“ abweichen und im Interesse von Mensch, Landschaft und Natur gegen Windkraft an unsinnigen Standorten stimmen… …jedoch leider noch viel zu wenig…

…gespannt darf man in diesen Fällen sein, wie der Bürger bzgl. seines Wahlverhaltens bei künftigen Urnengängen entscheidet, wenn die infolge Windkraft für Natur- und Landschaftsfrevel verantwortlichen Mandatsträger sich erneut zur Wahl stellen und der durch Windkraft vor Ort irreparabel verursachte Natur- und Landschaftsfrevel für jedermann durch Inaugenscheinnahme offenkundig geworden ist…

Vor dem Hintergrund dieses Gemengelages ist es nachvollziehbar, wenn es an vielen Windkraft-Brennpunkten in BW zu immer heftigeren Scharmützeln kommt, wobei sich oft ganze Kommunen in Windkraft-Gegner und -Befürworter spalten. Innerhalb der Kommunen geht oft ein tiefer Riss durch bisher intakte Familien, Freundschaften gehen zu Bruch und am Arbeitsplatz und in den Vereinen kommt es zu hitzigen Diskussionen.

Eine ganz besondere Ausprägung erfährt der Windkraft-Streit mit den näher rückenden Entscheidungen vermehrt dort, wo bisher mehr oder weniger harmonisch miteinander verkehrende Nachbar-Kommunen sich quasi „über Nacht“ den „Fehde-Handschuh hinwerfen“ und aufeinander „losgehen“, weil der eine Windkraft-freundliche Bürgermeister Windvorrang-Gebiete auf seiner Gemarkung  -  aber i.d.R. weit weg von den eigenen Bürgern und außerhalb der Sichtweite  -  hart an der Gemarkungsgrenze, aber im Sichtfeld von Bürgern der Nachbar-Kommune und oft mit deutlich geringerem Mindest-Abstand zu deren Bürgern als zu den Bürgern der eigenen Kommune, errichten will, die von der Nachbar-Kommune jedoch vehement abgelehnt werden.

Ein derartiges, aus Sicht der sich benachteiligt fühlenden Nachbar-Kommunen nicht akzeptables Verhalten spielt sich bspw. in

·         Remshalden / Korb / Waiblingen und

·         in Bönnigheim / Kirchheim / Freudental / Cleebronn / Lauffen am Neckar

·         beide Male unter Federführung von (Ober-)Bürgermeistern der Freien Wähler

ab.

Als negatives „Vorbild“ hierfür könnte man die Umstände bezeichnen, die im Jahr 2012 maßgebend für den Bau der Ingersheimer WKA waren.

Dort hat sich der Ingersheimer Bürgermeister Volker Godel (FDP) Jahre lang vor den Karren der örtlichen Freien Wähler, CDU und SPD spannen lassen, wodurch trotz zuvor vom Verband der Region Stuttgart wegen Windschwäche festgestellter Ungeeignetheit das Windkraft-Vorhaben vor allem auf der politischen Schiene unter tatkräftiger Unterstützung vor allem von „grün-rot“ und entgegen eines großen Widerstands auf Besigheimer Seite (Husarenhof, Wartturm-Siedlung), aus Pleidelsheim und auch aus der eigenen Ingersheimer Bürgerschaft  -  die vor allem aus Gründen des Anstands und im Interesse bisheriger gut-nachbarschaftlicher Beziehungen zu Besigheim  -  gegen die Ingersheimer Windindustrieanlage votierten (History).

Letztlich waren alle Widerstände ergebnislos, die WKA wurde  -  entgegen allen Beteuerungen und im Widerspruch zu ersten Planungen, die den Besigheimer Bürgern nur „Sand in die Augen streuen“ sollten und einen Standort weiter weg vom Besigheimer Husarenhof bzw. näher an der Ingersheimer Bevölkerung vorsahen  -  erheblich näher an die Gemarkungsgrenze und daher deutlich näher an die Besigheimer Bürger geschoben, um größeren, sich abzeichnenden Ärger aus der eigenen Ingersheimer Bürgerschaft zu ersticken.

Diesem negativen „Vorbild“ entsprechend, plant der sich als Windkraft-Freund outende Waiblinger OB Andreas Hesky (Freie Wähler) einen aus 5 - 6 Windkraftanlagen bestehenden Windpark an einem ca. 6 km von der eigenen Waiblinger Bevölkerung entfernt liegenden, von Waiblingen aus nicht einsehbaren Standort inmitten eines ökologisch hochwertigen und von vielen Bürgern in der dortigen Gegend  -  vor allem aus Korb und Nachbar-Kommunen aus dem Remstal  -  regelmäßig besuchten Erholungswald (Stadtwald Waiblingen) in landschaftlich reizvoller Lage auf der Buocher Höhe.

Diese Landschaftsverschandelung und der durch großflächiges Abholzen von gerade dort im bevölkerungsdichten Stuttgarter Ballungsraum ökologisch wichtigem Wald verursachte Naturfrevel sehen die in Korb und Umgebung wohnenden Bürger als Affront an. Kein Wunder, daß von dort mehr als 2000 Bürger-Einwendungen bei der Verwaltung der Region Stuttgart eingegangen sind.

Einem ebenfalls unfreundlichen Akt sehen sich die Bürger von

·         Freudental (zugehörig zum Regionalverband Stuttgart), Cleebronn und Lauffen / N. (beide Regionalverband Heilbronn-Franken)

ausgesetzt, denn die zum Regionalverband Stuttgart gehörende Verwaltungsgemeinschaft Bönnigheim (bestehend aus Bönnigheim, Kirchheim / N. und Erligheim) plant

·         2 Bagatell-Windkraft-Standorte an jeweils raumbedeutsamer Stelle in

·         Kirchheim / N (Bürgermeister Uwe Seibold; LB 01 Haghof; Pläne der Kirchheimer Energie-Genossenschaft / Grüne zum Bau von 1 WKA), hart an der Gemarkungsgrenze zu Lauffen / N., von den eigenen Kirchheimer Bürgern ca. 2000 m entfernt und daher von Kirchheim / N aus nicht  -  wohl aber aus Lauffen / N.  -  einsehbar

·         und  Bönnigheim (Bürgermeister Kornelius Bamberger / Freie Wähler; LB X 03; Pläne der Bönnigheimer Energie-Genossenschaft zum Bau von 2 WKA’s an der Gemarkungsgrenze zu Freudental am Rotenberg / Großer Saukopf inmitten des Naturparks Stromberg-Heuchelberg = Landschafts-, Wasser-, Europäisches Vogelschutz-, Natura2000- und FFH-Gebiet).

Insbesondere die Bürgermeister der unmittelbar angrenzenden Nachbar-Kommunen von

·         Lauffen / N. (Klaus-Peter Waldenberger; Cleebronn (Thomas Vogl)  (Link)

·         und Freudental (Alexander Fleig;) (Link)

und deren Bürger  -  aber auch Bürger aus weiteren  Nachbar-Kommunen  und selbst aus den geplanten Standort-Kommunen Bönnigheim und Kirchheim / N.  -  „laufen Sturm“ gegen diese Pläne und kritisieren die Verwaltungsgemeinschaft Bönnigheim und ihren Chef Kornelius Bamberger (Freie Wähler) scharf.

Erschwerend kommt noch hinzu, daß es sich bei beiden geplanten Standorten in Bönnigheim 
(LB X 03) und Kirchheim / N. (LB 01) jeweils um Bagatell-Standorte mit nur einer (Kirchheim / N.) bzw. 2 (Bönnigheim) Windkraftanlagen handelt, die nach dem Wortlaut des BW-Windenergie-Erlasses von vornherein wegen je WKA viel zu umfangreichen und zu unverhältnismäßig großen Eingriffen in Landschaft und Natur führenden Infrastruktur-Maßnahmen nicht genehmigungsfähig sind, weshalb der Ausweis von Windvorrang-Gebieten an derartigen Bagatell-Standorten von vornherein obsolet ist… 

Auch der Chef des benachbarten Regionalverbands Heilbronn-Franken Klaus Mandel, zu dessen Verband die Kommunen Cleebronn und Lauffen / N. gehören  -  kritisiert diese Pläne seines Stuttgarter Kollegen Thomas Kiwitt scharf; … ein Beleg mehr für das offenkundige Planungs-Chaos und Versagen des vermutlich von „grün-rot“  sich getrieben fühlenden und daher unter Druck gesetzten Direktors des Regionalverbands Stuttgart, der wegen dieses Drucks offensichtlich „einknickt“ und sich augenscheinlich auch nicht zu schade ist, selbst die mit charakteristischen Landmarken wie dem Michelsberg  -  dem Jahrhunderte alten „Wächter des Zabergäus“, bisher als Tabu für Windkraft angesehen  -  versehene und relativ windarme Region Zabergäu –Stromberg-Heuchelberg auf dem Altar der Windkraft-Lobby zu opfern.

Die Kritik des Regionalverbands Heilbronn-Franken wurde mehrfach geäußert, bspw. bei einer Tagung in der Begegnungsstätte Michaelsberg, zu der auf der Homepage der CDU-Landtagsabgeordneten Friedlinde Gurr-Hirsch / MdL (Staatssekretärin a.D.) folgende Äußerungen ersichtlich sind:

„Gastreferent der gut besuchten Abendveranstaltung war der Direktor des Regionalverbands Heilbronn-Franken Klaus Mandel, der objektiv und kompetent die Gesamtsituation der Windkraft in Baden-Württemberg beleuchtete und dabei insbesondere auf die Ausbaumöglichkeiten in der Region Heilbronn-Franken einging. Hierfür wies der Regionalverband vor wenigen Wochen 26 Vorrangflächen aus. Dabei galt es neben der entsprechend notwendigen Windhöffigkeit zahlreiche weitere Faktoren zu berücksichtigen.

„Vor allem der Schutz der Bevölkerung vor Lärm und Schattenwurf, die Belange des Naturschutzes sowie die Beeinträchtigung von Wirtschaft und Tourismus durch Windkraftanlagen dürfen nicht vernachlässigt werden“, hob der Regionalverbandsdirektor hervor.



Kein Naturfrevel in Bönnigheim und Kirchheim / N.

Foto: Thomas Schöller

Nach Berücksichtigung dieser Kriterien gebe es im Zabergäu keine Vorrangflächen. „Auch einen möglichen Standort in der Nähe des Michaelsbergs beurteilen wir negativ. Dabei handelt es sich um ein regional bedeutsames Kulturdenkmal, das bewahrt werden muss“, so Klaus Mandel. Der Verband Region Stuttgart, zu dem auch die Kommunen des benachbarten Landkreises Ludwigsburg zählen, sieht das anders. Dieser prüft nur wenige Meter von der Kreisgrenze entfernt auf dem Gebiet der Stadt Bönnigheim die Ausweisung von Vorrangflächen. Dies hat auch damit zu tun, dass es in der Region Stuttgart durch eine dichte Besiedlung nur vergleichsweise wenige Freiflächen gibt, auf denen Windkraftanlagen zulässig sind. Damit drohe durch die unkoordinierte Vorgehensweise der Landesregierung laut Friedlinde Gurr-Hirsch ein neuer Riss zwischen ländlichen Räumen und Verdichtungsräumen.

Im Verlauf des Abends entbrannte eine engagierte und kontroverse, aber stets sachliche Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern der Windkraft. Dazu trugen auch Helmut Fischer vom Erlebnispark Tripsdrill sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Naturpark Stromberg-Heuchelberg e.V. bei, die sich insbesondere um die Zukunft des Naherholungsgebietes sowie um den alten Baumbestand, der für die Anlagen geopfert werden müsste, Sorgen machen. Der Vorsitzende der CDU Cleebronn, Bernd Schellenbauer, sprach sich ebenfalls vehement gegen die 140 Meter hohen Windkraftanlagen aus. „Dies wäre eine viel zu starke optische Beeinträchtigung unserer wertvollen Kulturlandschaft“, konstatierte Bernd Schellenbauer und erntete dafür viel Beifall von Seiten der anwesenden CDU-Gemeinderäte. „Ein Dreiergespräch mit dem Direktor des Regionalverbands Heilbronn-Franken Klaus Mandel, dem Planungsdirektor des Verbands Region Stuttgart Thomas Kiwitt sowie Bürgermeister Thomas Vogl wäre in dieser Sache sicherlich zielführend“, schlug Friedlinde Gurr-Hirsch abschließend vor.“

…ein Dreier-Gespräch, das bisher  -  zumindest offiziell  -  wohl noch nicht stattgefunden hat…

Insbesondere der Bürgermeister von Lauffen / N., Klaus-Peter Waldenberger, hat energisch und mit sehr großer Deutlichkeit seine Kritik (Berichte vom 16.8. und 14.8.) am Verhalten seiner Bürgermeister-Kollegen aus

·         Bönnigheim (Kornelius Bamberger / Freie Wähler) und

·         und Kirchheim / N. (Uwe Seibold)

mehrfach öffentlich, so bspw. beim Treffen von CDU-Regionalräten in Hohenhaslach und von FDP-Regionalräten in Freudental / Birkenwald, zum Ausdruck gebracht (https://www.youtube.com/watch?v=FWnoxU8sHg8).

Zu hoffen bleibt, daß die Vernunft letztlich doch noch siegt und die Bürgermeister Kornelius Bamberger (Freie Wähler, Bönnigheim) und Uwe Seibold (Kirchheim / N.) doch noch rechtzeitig „auf den Pfad der Tugend“ zurück kehren und erkennen, daß der Energiewende eher geschadet wird, wenn sie sich an relativ windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standorten vor den Karren weitgehend „grün angehauchter“, windkraft-ideologisierter Energie-Genossenschaften spannen lassen, denen es vorwiegend (wie In Ingersheim)  -  in der Nähe zu Neckarwestheim  -  um von der grünen Partei vorgegebenen Ideologie und um reine Symbol-Standorte und wegen Windschwäche ohne spürbaren Beitrag zur Energiewende / Klimaschutz  geht, verbunden mit einem Natur- und Landschaftsfrevel, der seinesgleichen sucht…  

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de

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FDP-Regionalrats-Fraktion: Kritik an Windkraft-Planungen des Regionalverbands Stuttgart

Windkrafttour der FDP-Regionalfraktion im Verband Region Stuttgart am 7.8.2015  -  Besuch von besonders kritischen Standorten im Großraum Stuttgart

  

(wm / 140815)  -  Die FDP-Regionalfraktion im Regionalverband Stuttgart hat am 7.8.2015 nach der Aussage ihres Fraktionsvorsitzenden Kai Buschmann  (Remseck / N.) geplante und „besonders windkraft-kritische“ Standorte im Großraum Stuttgart besucht, um sich vor Ort die Sorgen und Einwendungen der Bürger anzuhören. Während die CDU- und die FDP-Regionalfraktion sich den Fragen besorgter Bürger stellten, haben dies bis jetzt weder die Grünen, noch die Freien Wähler, die SPD und die Linke für nötig befunden.

Aus dem youtube-Beitrag gehen die wesentlichen von Bürgern vorgebrachten Einwendungen hervor.


LB X 03 Rotenberg / großer Saukopf / Naturpark Stromberg-Heuchelberg (Bönnigheim):

Den Anfang machte Freudental, wo sich die FDP-Regionalräte am Birkenwald den Fragen der Bürger zu den Standorten LB X 03 (Standort Stadtwald Bönnigheim / Rotenberg / Großer Saukopf inmitten des Naturparks Stromberg-Heuchelberg) und LB 01 (Kirchheim / Haghof) stellte.

Zu Beginn seiner Ausführungen hob Kai Buschmann hervor: „Wir sind hier im windschwächsten Regionalverband des windschwächsten Bundeslands.“

Der Geschäftsführer des vom Bönnigheimer Standort LB X 03 nur wenige Hundert Meter entfernt  -  aber auf Cleebronner Gemarkung  -  liegenden, im Jahr 1929  gegründeten und damit ältesten deutschen Erlebnisparks Tripsdrill („Altweibermühle“; https://tripsdrill.de/),  Helmut Fischer, brachte es auf den Punkt: Er sei kein Windkraft-Gegner, aber Windkraft habe im Naturpark Stromberg-Heuchelberg nichts verloren, denn der geplante Standort liege in Natura2000-, Wasserschutz-, FFH- und Europäische Vogelschutz-Gebieten.

Der Tierpark wurde 1957, das Wildparadies 1972 und der Streichelzoo wurde 1976 eröffnet. Insbesondere das nach ökologischen Grundsätzen ausgebaute Wildparadies im Natur-Resort mit einer Vielzahl von Tieren, einer Weißstorch-Station, Vogelschauen und Falkner-Greifvogel-Flugvorführungen etc. wurde in den letzten Jahren von den Besuchern aus nah und fern überdurchschnittlich, vor allem auch von Schulklassen und Kindergärten aus der näheren und weiteren Umgebung, stark frequentiert.

Befürchtet wird, daß die dort fliegenden und im Natur-Resort beheimateten Greifvögel sowie die frei fliegenden und dort recht zahlreich in der Natur lebenden Vögel sowie die täglich von Tripsdrill in ihrer Flug-Route über den Rotenberg / Großen Saukopf an den Hohenhaslacher See und zurück fliegenden Weißstörche durch Rotorschlag zu Tode kommen könnten.

Beim Ausbau des Natur-Resorts mit Übernachtungsmöglichkeiten in Schäferwagen, Blockhäusern und Holz-Hütten hat man mit dem Regierungspräsidium Stuttgart während einer längeren, ca. 5 Jahre dauernden Planungs- und Bauphase „Hand in Hand“ gearbeitet; dessen Vorgaben und Auflagen wurden unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Nachhaltigkeit sogar übererfüllt, wodurch sich die Fertigstellung  -  bewußt  -  um mehrere Monate verzögert hat und die Baukosten  -  geplant  -  wesentlich erhöht haben, so die Ausführungen von Geschäftsführer Helmut Fischer am Rande des Termins.

Im Falle der Windkraft-Realisierung würde das Natur-Resort / Wildpark nur wenige Hundert Meter entfernt von LB X 03 liegen. Nach den Angaben von Geschäftsführer Fischer sind besonders in diesen Bereichen Besucher-Einbrüche zu befürchten, weil bspw. die in der dortigen Natur jetzt noch vorherrschende absolute Nachtruhe künftig durch das von den Rotor-Drehungen ausgehende Geräusch nachts stärker gestört und von den sich „um die Nachtruhe gebracht“ fühlenden Übernachtungs-Gästen in den Blockhäusern und Schäferwagen wahrgenommen würde.

Im Nachgang zum offiziellen Freudentaler FDP-Termin wurden die rücksichtslosen Windkraft-Pläne der Bönnigheimer Grünen und das gegenüber diesen Plänen wohlwollende Verhalten der Stadtverwaltung Bönnigheim (Standort-Kommune) von einigen Bürgern als Frechheit bezeichnet, weil ein erfolgreiches, von den Bürgern aus nah und fern gerne angenommenes und auf den Grundsätzen der Nachhaltigkeit unter Übernahme eines erheblichen Unternehmer-Risikos errichtetes Natur-Resort mit Geschäfts-Einbrüchen aus dem Rückgang der Übernachtungs-Zahlen zu rechnen habe, wenn die Windkraft-Pläne in der Nähe realisiert würden.

Da die erheblichen in das Natur-Resort getätigten Investitionen viel früher und damit zeitlich weit vor den erst seit ca. 1 - 2  Jahren bekannt gewordenen Windkraft-Plänen realisiert worden seien, wurde ein Bestandsschutz und damit Vorrang für diese Investitionen gefordert, da sie im Vertrauen auf die damals (ohne Windkraft) bestehenden Rahmenbedingungen durchgeführt worden seien in der Annahme, daß die Rahmenbedingungen sich nicht verschlechtern würden.


LB 01 Haghof (Kirchheim / N):

Der eigens angereiste Lauffener und frühere Kirchheimer Bürgermeister Waldenberger ließ kein gutes Haar am Verhalten von Bönnigheim und Kirchheim / N und kritisierte die Bürgermeister Bamberger / Freie Wähler (Bönnigheim) und Seybold scharf. Falls eine Windkraftanlage in Kirchheim / N gebaut werde, fordert er einen Mindestabstand zu Lauffen / N. von 2000 m. Ihm sei unverständlich, wie man eine 200 m - 250 m hoch werdende Windkraftanlage auf die Gemarkungsgrenze zu Lauffen am Haghof setzen könne, an einer Stelle, die von den eigenen Bürgern in Kirchheim nicht gesehen werde, wohl aber voll im Sichtfeld von Lauffen sei. Weiterhin rügte er das Verhalten der Verwaltungsgemeinschaft Bönnigheim (Bönnigheim, Kirchheim / N., Erligheim), weil Lauffen seit dem Jahr 2012 bisher mit keiner Silbe über die Windkraft-Pläne der Nachbar-Kommune Kirchheim / N bzw. der Verwaltungsgemeinschaft Bönnigheim informiert worden sei.

Es ist zu vermuten, daß für den Ausweis des Standorts Haghof  -  aus Sicht von Kirchheim / N.  -  weniger wirtschaftliche Überlegungen, sondern vor allem, wie schon in Ingersheim, allein symbolische und ideologische Gesichtspunkte ausschlaggebend waren, denn man will wohl ein Symbol setzen, nachdem Neckarwestheim  in Sichtweite liegt…

 

 

LB 06 Ingersheim / 2. WKA-Standort

Trotz öffentlicher Einladung fand der Termin  -  allein dies sagt schon alles  -  ohne einen einzigen Bürger statt, aber unter Beobachtung des Rotmilans statt, der  -  im Film festgehalten  -  seine Kreise über der WKA zog… Neben den 4 FDP-Regionalräten waren nur noch der Ingersheimer Bürgermeister Godel (FDP) und die Haupt-Initiatorin Hanne Hallmann (Freie Wähler) anwesend. Entsprechend war der Termin auch schnell vorüber.

Bemerkenswert war das Eingeständnis der Ingersheimer Haupt-Initiatorin, wonach der Windertrag seit Inbetriebnahme „in den letzten 2 Jahren unter den Erwartungen“  -  besser: hinter den vollmundig viel zu optimistisch (zur Anleger-Gewinnung) hoch gerechneten Prognosen  -  geblieben sei, eine Kommentierung, die man vor allem in Baden-Württemberg an vielen anderen relativ windarmen Standorten von den Windkraft-Initiatoren in letzter Zeit oft zu hören bekommt und in den nächsten Jahren  -  auch in Ingersheim  -  verstärkt zu hören bekommen wird… Begründung der Haupt-Initiatorin: „…weil der Wind zu schwach gewesen sei…“. Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen…

Der Ingersheimer Bürgermeister hat bestätigt, daß die Entfernung zu Hessigheim nach derzeitiger Planung ca. 750 m betrage. Möglicherweise sei es möglich, die Entfernung zu Hessigheim durch Erweiterung des Windvorrang-Gebiets in Richtung „Hoher Markstein“ auf ca. 1000 m zu erhöhen.

Wegen der unbefriedigenden Windertrags-Ergebnisse im relativ windarmen Ingersheim verweisen wir auf unsere Homepage-Berichte (18.4.2015, 22.04.2015 und 29.04.2015).

 

S 02 Stuttgart Tauschwald

Dieser mit 2 WKA’s beplante Standort ist als reines Prestige-Objekt der Grünen und im Zusammenhan g zu sehen, daß Stuttgart einen „grünen“ Oberbürgermeister und das Land Baden-Württemberg eine grün-rot geführte Landesregierung mit meinem Ministerpräsidenten der Grünen hat. Aus Sicht der Grünen „gehört es sich“ wohl, daß man bei diesen parteipolitischen Rahmenbedingungen dann auch in der Landeshauptstadt Stuttgart einen Windkraft-Standort ausweist, auch wenn der geplante Standort selbst höchst ungeeignet ist, weil er

·         an einem relativ windarmen 

·         und an einem äußerst natursensiblen, für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtigen

Standort liegt, den sogar der BUND Stuttgart  -  sonst in treuer Gefolgschaft der Landes-Grünen  -  in seinem Grundsatz-Papier zur Windkraft im Tauschwald „ohne Wenn und Aber“ ablehnt.

Die Anwohner machen geltend, daß die Region in Feuerbach, Weilimdorf und Botnang seinerzeit von „Württemberg“ als Naherholungsgebiet ausgewiesen worden sei und jetzt als „grüne Lunge“ für ca. 70 000 Bürger diene , das jetzt zerstört werden solle. Außerdem wurde darauf hingewiesen, daß der Standort nach Windmessungen von 5,0 m / sek und selbst nach Hochrechnung auf 
5,2 m / sek als relativ windarm gilt und daher unter den selbst gesteckten Anforderungen der Windkraft-Initiatoren liege.


Überragend - aber nicht in der Leistung

 

© Hans-Jürgen Steinwedel

ES 04 Schurwald

Der BI-Vorsitzende von „Pro Schurwald“, Michael Haueis, wiers darauf hin, daß von 6000 beim 
VRS eingegangenen Einwendungen allein ca. 3000 Einwendungen von Bürgern kommen, die in der Nähe des Schurwalds wohnen.

Der geplante Windkraft-Standort liegt nur 450 m entfernt von einem Naturfreundehaus, einem Camping-Platz und einer Wochenend-Siedlung. Aus die4sem Grund wollte der Regionalverband den Stadort von sich aus bereits streichen. Dies unterblieb jedoch, nachdem es sich herausstellte, daß BW-Forst / Tübingen als Verwalter des landeseigenen Staatswaldes die betreffende Fläche bereits an den Windkraft-Investor „Windkraft Nord“ verpachtet, obwohl das Verfahren zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten beim VRS noch gar nicht abgeschlossen war.

Im übrigen wies der BI-Vorsitzende auf die Formulierung „substantieller Raum“ hin und stellte die Frage: „Was heißt eigentlich substantieller Raum ?“ …eine Frage, auf die die 4 FDP-Regionalräte keine zufriedenstellende Antwort wußten…, wobei der FDP-Fraktionsvorsitzende Kai Buschmann eine Eingrenzung versuchte.

Danach habe die FDP-Regionalrats-Fraktion beim VRS einen Antrag gestellt, was es denn bedeuten würde, wenn man die in Bayern geltende „10-H-Regel“ auch in Baden-Württemberg anwende, wonach der Mindest-Abstand angesichts der heutigen WKA-Höhen von ca. 200 m mit einem Faktor von 10 zu multiplizieren sei und dies zu einem Mindestabstand von ca. 2000 m führe. Wende man diese Regel an, könnte der VRS lediglich 4 Windvorrang-Gebiete ausweisen, nach Darstellung des VRS würde damit der Windkraft im Großraum Stuttgart kein substantieller Raum gegeben…

Bei der von der FDP erhobenen Forderung („…Mitte…“) von 1000 m Mindest-Abstand käme es zum Ausweis von 33 Windvorrang-Gebieten…

 

GP 03 Unterberken

Beim Vor-Ort-Termin bezeichneten die Bürger den Standort als unwirtschaftlich, außerdem liege er in der Einflugschneise zum Flughafen Leinfelden-Echterdingen. Er störe das „Funkfeuer“ und damit die Luftverkehrs-Sicherheit. Weiterhin wurden Gesundheitsrisiken wegen des vom Windkraft-Betrieb verursachten Infraschalls sowie drohende Wertverluste bei Immobilienwerten geltend gemacht. Eine Anwohnerin hat die Sorge, „…daß das ganze Geld in den Sand gesetzt wird…“.

 

WN 25 Buocher Höhe

Die Windkraft-planungen werden vor allem vom Waiblinger OB Andreas Hesky (Freie Wähler) betrieben. Der Standort liegt  -  ähnlich wie in Kirchheim / Lauffen oder in Ingersheim / Besigheim  -  weiter entfernt von der eigneen Bevölkerung (hier: ca. 6 km) und würde den Bürgern der Nachbar-Kommune Korb „direkt vor die Nase gesetzt“. Der Standort leigt ebenfalls in der Einflugschneise des Flughafens Leinfelden-Echterdingen, von den Bürgern sind ca. 2000 Einwendungen beim VRS eingegangen.

 

Zusammenfassung

Zu hoffen ist, daß die FDP-Regionalräte im Vergleich zu ihren früheren im Planungsausschuß abgegebenen Meinungsäußerungen nicht nur die jetzt bereisten, sondern jeden einzelnen der noch 70 „im Topf“ verbliebenen Standorte kritisch prüfen werden und daß sie auch dann nicht vor einer ablehnenden Entscheidung zurückschrecken, wenn dies den Planungsvorgaben der VRS-Verwaltung widersprechen sollte…

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de

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CDU- und FDP-Regionalräte des Regionalverbands Stuttgart (VRS) informieren sich an Windkraft-Brennpunkten

 

Meinungsumschwung von CDU und FDP hin zu windkraft-kritischer Haltung gerade noch rechtzeitig vor dem 16.9.2015, dem Tag der Entscheidung beim VRS

Bönnigheimer Bürgermeister Bamberger als Chef der VVG Bönnigheim von allen Seiten in der „Schußlinie“ / Lauffener Bürgermeister Waldenberger kritisiert VVG Bönnigheim wg. Windkraft-Plänen auf dem Haghof an Gemarkungsgrenze zu Lauffen / Freudentaler und Bönnigheimer Bürger nehmen Bürgermeister Bamberger wegen Windkraft-Unfug im Wald inmitten des Naturparks Stromberg-Heuchelberg am Rotenberg und Großen Saukopf „auf‘ s Korn“

Bönnigheimer Bürgermeister Bamberger lehnt sich an Praxis seines Bürgermeistert-Kollegen Godel in Ingersheim an und plant Windkraft-Standorte hart an der Gemarkungsgrenze

Wie entscheiden sich die Freien Wähler am 16.9. im VRS-Planungsausschuß?


(100815) - Während die in der Regionalversammlung Stuttgart sitzenden Grünen, die Freie Wählervereinigung, die SPD und DIE LINKE bisher im Vorfeld zur alles entscheidenden Sitzung des Planungsausschusses beim VRS sich nicht dazu durchringen konnten, sich den windkraft-kritischen Fragen besorgter Bürger vor Ort zu stellen, haben die Regionalräte der CDU und der FDP Ende Juli / Anfang August 2015 eine „Windkraft-Tour“ im Großraum Stuttgart durchgeführt. Diese Besuche haben sich aus der Sicht des geneigten Betrachters wohltuend von den üblichen Wahlkampf-Terminen unterschieden, denn neben den eigenen Parteigängern waren auch viele besorgte und kritische Fragen stellende Bürger (ohne Parteibuch) anwesend.

Rückwirkend betrachtet wären ähnliche Vor-Ort-Termine öfters zu empfehlen gewesen, denn diese hätten vermutlich dazu geführt, daß mancher ohne qualifizierte Diskussion am „Grünen Tisch“ in der Nähe der Stuttgarter Königstraße  -  also weitab vom Geschehen und damit realitätsfern  -  gefasste Beschluß, zumindest die Position und das Abstimmungsverhalten der FDP und CDU betreffend, nicht so getroffen worden wäre, wie er in den vergangenen 2 Jahren gefasst worden ist.

Die Lokalpresse berichtete ausführlich ( hier  und  hier ).

Beim zahlreich frequentierten CDU-Termin in Hohenhaslach und in Anwesenheit von Konrad Epple / MdL stand vor allem der von windkraft-ideologisierten und von ihren Ingersheimer „Brüdern im Geiste“ angesteckten Bönnigheimer grün „angehauchten“ Windkraft-Enthusiasten im Naturpark Stromberg-Heuchelberg inmitten des Bönnigheimer Stadtwalds geplante Windkraft-Standort am Rotenberg und Großen Saukopf in der Kritik, wo an landschafts- und natursensibler Stelle auf schwer zugänglichem Gebiet 2 bis zu 230 m hohe Windkraft-Monster errichtet werden sollen, jedes davon höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom und  -  im Falle der Realisierung  -  das neue und alles überragende Wahrzeichen des Zabergäus darstellend, damit den Michaelsberg verdrängend, der bisher als „Wächter des Zabergäus“ diese Stellung als weithin sichtbare Landmarke eingenommen hat.

Den Wind-Monstern am relativ windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standort müßten Waldflächen mit wertvollem und für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtigem Mischwald-Bestand in der Größe mehrerer Fußball-Felder weichen.

Cleebronner Bürger in Vertretung ihres Bürgermeisters und Bürger aus Hohenhaslach, Sachsenheim, Spielberg, Ochsenbach, Bönnigheim, Freudental, Sersheim und weiteren Stromberg-Kommunen schüttelten über das Verhalten des vor den Karren der Bönnigheimer Grünen sich spannen lassenden Bönnigheimer Bürgermeisters Bamberger (Freie Wähler) „nur noch den Kopf“, insbesondere auch deshalb, weil der Standort zwar weitab von den eigenen Bönnigheimer Bürgern, aber hart an der Gemarkungsgrenze zu Freudental und dessen neuen Wohngebiet liegt, das damit im direkten Wirkungskreis (Radius ca. 5 km ab WKA-Standort) der WKA‘ s läge. Ein erheblicher Wertverfall der Immobilien-Verkehrswerte wäre wohl die unmittelbare Folge, falls die Pläne realisiert würden, quasi einer „kalten Enteignung über Nacht gleichkommend“.

Ebenfalls im Zentrum der Kritik stand BM Bamberger als Chef der Verwaltungsgemeinschaft Bönnigheim / Kirchheim / Erligheim, als der eigens nach Hohenhaslach angereiste Lauffener Bürgermeister Waldenberger und Vertreter der IG Lauffen ins gleich Horn bliesen und ihm und dem Kirchheimer Bürgermeister Uwe Seybold vorwarfen, mit den Windkraft-Plänen auf dem Haghof hart an der Gemarkungsgrenze zu Lauffen das auch gegenüber Lauffener Bürgern bestehende Rücksichtnahme-Gebot grob zu mißachten.



Kein Windkraft-Unfug im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Foto: Thomas Schöller

Nach den Worten von BM Waldenberger habe es während seiner langjährigen Amtszeit als Bürgermeister in Kirchheim / N eine derartige, vom jetzigen Kirchheimer Bürgermeister Seybold zu vertretende  Brüskierung und Mißachtung nachbarschaftlicher Interessen nicht gegeben; völlig unverständlich wurde es empfunden, daß es bisher keinerlei Kontakte von Bönnigheimer / Kirchheimer Seite zur Unterrichtung über Windkraft-Pläne gegeben habe, was man wohl mindestens hätte erwarten können…

Beim CDU-Termin in Hessigheim (Aussiedlerhof Im Fetzer) ging es um ähnliche Windkraft-Sachverhalte.

Die FDP-Regionalräte sahen sich bei ihrem Termin am Birkenwald in Freudental mit fast identischen Punkten konfrontiert. Auch dort wiederholten der Lauffener Bürgermeister Waldenberger sowie Bürger von Lauffen, Freudental, Bönnigheim, Cleebronn, Löchgau  und anderen Stromberg-Orten ihre Kritik insbesondere an Bürgermeister Bamberger, dem sie vorwarfen, vor den windkraft-ideologisierten Grünen in Bönnigheim einzuknicken.

Kritische Bürger sahen das Verhalten der  Bürgermeister Bamberger / Bönnigheim und Seybold / Kirchheim als Methode. Sie stellten beide Bürgermeister als Nachahmer des Ingersheimer Bürgermeisters Volker Godel / FDP dar, der sich seinerzeit beim Bau des Ingersheimer Windrads vor den Karren der Ingersheimer CDU, Freien Wähler, Grünen und SPD habe spannen lassen und die zunächst arglosen Bürger auf Besigheimer Seite auf dem Husarenhof und in der Wartturm-Siedlung beim ersten Ausweis des Ingersheimer Windvorrang-Gebiets zunächst mit einem Windkraft-Standort getäuscht habe, der in der Erst-Planung deutlich weiter entfernt von Besigheimer Bürgern gelegen habe, der jedoch bei der endgültigen Planung um ca. 1000 m weiter weg von den eigenen Bürgern und damit in die Nähe zu Besigheimer Bürgern geschoben worden sei…

Grundsätzlich ist es zu begrüßen, daß Regional-Fraktionen CDU und FDP hinsichtlich ihrer Haltung zur Windkraft im Großraum Stuttgart einen Kehrt-Schwenk hin zu contra- Windkraft vollzogen haben. Dadurch hat zumindest bei diesen beiden Parteien die Vernunft gesiegt. Noch besser wäre es freilich gewesen, wenn beide Parteien schon viel früher diesen Meinungsumschwung herbei geführt hätten; die jetzt zum Meinungsumschwung führenden Argumente jedenfalls waren schon viel früher bekannt gewesen.

Vor allem die Besigheimer Bürger auf dem Husarenhof und in der Wartturm-Siedlung hätten es gerne gesehen, wenn die FDP-Regionalräte ihre Forderung

 

„Gleichbehandlung von Mensch und Rotmilan -
- 1000 m Mindestabstand von den Bürgern“

 

schon viel früher erhoben und diese Parole vor allem auch dem Ingersheimer FDP-Bürgermeister entgegen gehalten hätte, in der Hoffnung, daß dieser den Rat seiner Partei-Kollegen auch evtl. gegen die Haltung der Ingersheimer Freien Wähler, der SPD, der CDU und den Grünen erhört und durchgesetzt hätte… …denn bei einem Mindestabstand von 1000 m wäre die Ingersheimer Windindustrieanlage in 2011 / 2012 nicht  -  so wie jetzt  -  nur ca. 700 m entfernt vom Husarenhof gebaut worden…

Die Regional-Fraktionen Freien Wähler, Grüne, SPD und Linke haben es bisher nicht für nötig befunden, sich dem Bürger im Vorfeld der am 16.9. im VRS-Planungsausschuß zu treffenden Entscheidung zur Diskussion zu stellen. Sollten sie realitätsfern dem von der VRS-Verwaltung vorgelegten Windkraft-Unfug zustimmen, so werden wir alles daran setzen, daß es bei den nächsten Wahlen zur Abwahl dieser Natur- und Landschaftsfrevler kommt.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


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Rund-Mail an die in Baden-Württemberg, insbesondere im Großraum Stuttgart  residierenden Bürgerinitiativen

Regionalversammlung im Verband der Region Stuttgart trifft am 16.9.2015 seine Entscheidung zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten

 Aufruf zur Teilnahme !

 

Werte Mitstreiter + Unterstützer,

am 16.9.2015 trifft die Regionalversammlung beim Verband der Region Stuttgart (VRS) in öffentlicher Sitzung ihre Entscheidung zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten in der Region Stuttgart. Für die am 16.9. vom VRS auszuwählenden Windvorrang-Gebiete erfolgt am 30.9.2015 der Satzungsbeschluß durch den VRS, ebenfalls in öffentlicher Sitzung; dieser ist nach der Entscheidung am 16.9. dann nur noch Formsache.

Die weitgehend windkraft-ideologisierte Thomas Kiwitt (Verbandsdirektor) und der nicht minder windkraft-ideologisierte Verbandspräsident Thomas Bopp (CDU) stellen in einer in allen anderen 11 BW-Regionalverbänden so nicht praktizierten "M a x i m a l-Kulisse" insgesamt 77 (!!) Windvorrang-Gebiete zur Entscheidung, und dies in einer Region, die

·        einerseits europaweit eine der am dichtesten besiedelten (!!) Regionen ist und die

·        andererseits aufgrund ihrer topografischen und geo-physikalischen Lage eingebettet zwischen den Höhenrücken der Schwarzwald-Ausläufer, der Schwäbischen Alb und dem Mittleren Neckarraum eher großflächig windgeschützt liegt.

Ein weiteres von dem am 13.9. stattfindenen Verfahren abgekoppelten, im "Schweins-Galopp" durchgepeitschtes und zur weiteren Naturzerstörung und Landschaftsverschandelung führendes Verfahren wurde vor wenigen Tagen bereits beendet: Danach hat das LRA Göppingen als Genehmigungsbehörde den am Albaufstieg geplanten und mit 16 bis zu 200 m hohen WKA' s künftig größten Windpark in Lautertal genehmigt.

Der Großraum Stuttgart stellt daher von allen 12 BW-Regionalverbänden die mit am windschwächste Region dar. Sie ist deshalb höchst ungeeignet für dauerhaft wirtschaftlichen = kostendeckenden Windkraft-Betrieb.

Sollten die jetzt noch beim VRS "im Topf" befindlichen Windvorrang-Gebiete oder auch nur ein Bruchteil davon am 16.9. ausgewiesen und später mit Windparks bebaut werden, würde  -  basierend auf dem durch Langzeit-Real-Windmessungen (Ist) des Deutschen Wetterdiensts (DWD) und anderer Mess-Stellen im Bereich des VRS bekannten, geradezu erbärmlichen Windverhältnissen  -  rd. 80 % - 90 % dieser Windkraftanlagen schon vor dem ersten Spatenstich ein Millionengrab zu Lasten der Investoren darstellen, deren investiertes Eigenkapital im Zeitablauf mit jedem Wind-Verlustjahr pulverisiert und aufgezehrt würde...

...der in 2006 / 2007 mit 15 ca. 150 m hohen NORDEX-WKA' s in ca. 900 m über NN an für BW-Verhältnisse vermeintlich "windhöffiger" Stelle und bis jetzt auf den Höhen-Rücken des Nord-Schwarzwalds in Seewald / Nähe Freudenstadt / Kreis Calw installierte, in BW größte und von der damaligen BW-Umweltministerin Tanja Gönner / CDU eingeweihte BW-Windpark sollte warnendes Beispiel genug sein: Der unter viel Vorschuß-Lorbeeren vor allem von Landes- und Kommunal-Politikern der CDU und den Grünen bedachte und mit viel zu optimistischen Windertrags-Prognosen der Windkraft-Lobby hochgejubelte Windpark hat bisher gemäß Pflicht-Veröffentlichung seiner Jahresabschlüsse im Bundesanzeiger in allen 9 abgelaufenen Geschäftsjahren Jahr für Jahr zu Lasten seiner Investoren "tiefrote" Millionen-Verlust-Betriebsergebnisse  -  ohne Aussicht auf Besserung in den noch zur Verfügung stehenden Jahren der Rest-Laufzeit  -  erwirtschaftet; das investierte Eigenkapital ist durch die jährlich sich weiter erhöhenden Millionen-Verluste aufgezehrt und das Eigenkapital steht als Negativ-Posten auf der Aktiv-Seite der Bilanz...

...das Beispiel zeigt anschaulich, welches Schicksal gutgläubige aber oft blauäugige Kapitalanleger erleiden, wenn sie sich von weitgehend windkraft-ideologisierten Politikern  -  vorwiegend aus dem Lager der Grünen und der SPD  -  bewerben und sich auf waghalsige Windkraft-Investitonen im relativ windarmen BW einlassen (die insolvente PROKON läßt grüßen)... 

Nur am Rande sei noch erwähnt, daß mit der Entscheidung am 16.9. im Großraum Stuttgart einer der größten Landschafts- und Naturfrevel der Nachkriegsgeschichte unmittelbar bervorsteht, da die allermeisten Windkraft-Standorte an natursensiblen, raumbedeutsamen und für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtigen Wald-Standorten geplant werden, deren teilweise weit über 100 Jahre Mischwald-Bestände je WKA in einer Fläche zwischen 5 000 - 10 000 qm rigoros abgeholzt werden sollen, um Platz zu machen bzw.  -  in der Sprache der Landschafts- und Naturfrevler  -  um "substantiellen Raum zu schaffen" für windkraft-industriell inmitten von Wald anzulegende großflächige Windkraft-Gewerbe-Betriebe.

Wie unheilbar krank im Kopf müssen diese Regionalplaner und die sie tragenden Fraktionen in der Regionalversammlung Stuttgart sein ? ...insbesondere, wenn man sich vergegenwärtigt, daß z. Zt. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) mit einem prall gefüllten Koffer voll von deutschen Steuergeldern nach Brasilien reist und dort 500 Mio € an ein bis in die Regierung hinein zutiefst mafiös-korruptes System ausschüttet mit der Auflage,

·        dieses Geld zur Verhinderung weiterer, nicht genehmigter = illegaler und daher krimineller Abholzung des Regenwalds im Amazonas-Gebiet einzusetzen mit dem Ziel, dadurch die weltweite K l i m a erwärmung zu verlangsamen...

·        ...während die gleichen Politiker / Sonntagsredner / Klimaschutz-Schwafler / Windkraft-Fuzzies und nachgeordnete, in der 3. und 4. Reihe sitzende Chargen aller Parteien / Feierabend-Politiker vor der eigenen Haustür in BW schweigen, verschämt wegsehen und es zulassen,

·        daß der mindestens ebenso dem K l i m a s c h u t z dienende heimische Wald in Jahrhunderte alten Kulturlandschaften am Albaufstieg, im Schwäbisch-Fränkischen Wald, im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und allen anderen BW-Naturparks, an der Bergstraße, im Heilbronner Land, Hohenlohe, Main Tauber, auf der Ostalb, im Bodenseeraum / Oberschwaben / Hegau / Allgäu, Nord- und Süd-Schwarzwald und an anderen Orten irreparabel abgeholzt und dem Erdboden gleichgemacht wird, dem heimischen Natur-, Landschafts- und Artenschutz einen weiteren, dann wohl endgültigen "Schlag unter die Gürtellinie" versetzend..

In den vergangenen Tagen haben sich die im VRS vertretenen Fraktionen / Regionalräte der CDU, Freien Wähler, Grüne und FDP positioniert (vgl. Anhänge und Fundstellen im nachfolgenden Mail der BI "Pro Schurwald").

Dabei haben sich die CDU und die FDP die Meinung der Bevölkerung  -  mehrheitlich durch Bürgerinitiativen und windkraft-kritische Bürger repräsentiert  -  bei ihren Terminen vor Ort im Großraum Stuttgart angehört und sind auf die Sorgen der Bürger eingegangen.

Die Freien Wähler und die Grünen halten eine Inaugenscheinnahme vor Ort und den Kontakt zu den Bürgern wohl für überflüssig, sie haben sich  -  die windkraft-ideologisierten Grünen ohnehin  -  weitgehend (so wie immer) windkraft-freundlich am "Grünen Tisch" positioniert, ohne sich die Meinung der Bürger vor Ort anzuhören. So sieht die "von oben herab" verordnete "Politik des Gehörtwerdens" bei den Freien Wählern und den Grünen aus.... ...den Grünen, die sich vor nicht allzu langer Zeit aus Protest noch an Bäume gefesselt und Straßensperren errichtet haben und sich von der Polizei von ihren Straßenblockaden wegtragen ließen, als 2-3 Bäume gerodet werden sollten...

Von der SPD liegt  -  bisher zumindest  -  noch keine Positionierung vor. Im Hinblick darauf, daß die SPD in BW ohnehin nur noch als Junior-Partner am Gängelband der Grünen und sicherlich auch weiterhin fest in ihrem historischen Umfrage-Tief verankert agiert und die meisten SPD-Mandatsträger  -  sowohl auf Landes- als auch auf kommunaler Ebene  -  ebenfalls wie die Grünen weitgehend windkraft-ideologisiert sind, ist bzgl. der möglicherweise zur Windkraft im Großraum Stuttgart noch nachfolgenden Positionierung nicht viel mehr als ein "Abklatsch" der pro-Windkraft ausgefallenen Grünen-Positionierung zu erwarten.

Bei der CDU und der FDP ist gegenüber ihrer bei mehreren Sitzungen des VRS-Planungsausschusses innerhalb der vergangenen ca. 2 Jahre eingenommenen Haltung ein Meinungsumschwung hin zu einer eher windkraft-kritischen Haltung erkennbar.

Ob dies wohl dem näher rückenden Wahltermin zur BW-LTW am 13.3.2016 zu verdanken ist, bei der CDU + FDP ja den Machtwechsel anstreben ?

Oder haben die Parteistrategen der CDU erkannt, daß der sicherlich noch weiter stark  -  vor allem an Windpark-Brennpunkten  -  zunehmende, von unseren

·        BW-Bürgerinitiativen bzw.

·        von unserem "Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe"

flächendeckend organisierte Protest vor allem aus den Reihen des bürgerlichen Lagers, von Häusle-Bauern / Immobilien-Besitzern etc., also von ihrer eigenen Anhängerschaft kommt, bei der die Gefahr besteht, daß sie wegen einer allzu starken pro-Windkraft-Haltung der bürgerlichen Parteien "von den Fahnen geht" ?

Haben die CDU- und die FDP-Regionalräte im VRS etwa doch noch erkannt, daß das Nachahmen allzu "grüner" Windkraft-Positionen die eigenen Stamm-Wähler vergrault und letztlich kein zusätzliches Wähler-Potential aus dem Reservoir der anderen Parteien bringt, weil deren Wähler sich nicht für "dumm verkaufen" lassen, denn merke: Der (grüne) Wähler wählt i.d.R. immer das Original und im Zweifel keine Nachahmer, die nur aus kurzfristigen partei- und wahltaktischen Gründen eine "grün" angehauchte Position einnehmen...

Bei der alles entscheidenden Abstimmung am 16.9. beim VRS dürften die Freien Wähler das "Zünglein an der Waage" spielen ! Diese stehen zwar nicht wie alle anderen Parteien unter dem Wähler-Druck der ihre Schatten voraus werfenden BW-LTW am 13.3.2016, denn dort treten die Freien Wähler ja nicht an.

Wer bei den Freien Wählern jedoch glaubt, daß sie im Falle ihres am 16.9.2015 avisierten Abstimmens für die jetzt in ihrem Positions-Papier über ca. 50 (!!) allein im Bereich des VRS in Aussicht gestellten Windvorrang-Gebiete  -  zumeist an relativ windarmen, natursensiblen Standorten im Wald  -  bei den nächsten, in ca. 3,5 Jahren stattfindenden BW-Kommunalwahlen ungeschoren davon kommen, darf sich schon jetzt getäuscht fühlen... denn:

·       Erstens werden die Bürger = Wähler an durch pro-Windkraft-Entscheidung der Freien Wähler (und durch Grüne und SPD) realisierten Windkraft-Standorten bei der nächsten BW-Kommunalwahl mit Sicherheit nicht das Mäntelchen des Schweigens / Vergessens ausbreiten; dafür sorgt schon der dann sich bis zum Zeitpunkt der BW-Kommunalwahl sich hinziehende WKA-Baufortschritt und der dann Tag für Tag bis zur BW-Kommunalwahl ins Auge fallende Naturfrevel... Wir vom BW-Landesverband jedenfalls werden im Zeitraum bis zur nächsten BW-Kommunalwahl unablässig dafür sorgen, daß die für den dann entstehenden Naturfrevel und in der Regionalversammlung beim VRS und in den übrigen 11 BW-Regionalverbänden sitzenden Verantwortlichen spätestens bei den nächsten BW-Kommnalwahlen mit den dann für jeden Wähler sichtbaren, zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur sich einstellenden Windkraft-Nachteilen konfrontiert werden...

·        ...und zweitens haben einige schon jetzt besonders erfolgreiche BW-Bürgerinitiativen, beispielweise in Langenburg / Hohenlohe oder in Engelsbrand / Pforzheim, das Kunststück fertig gebracht und sind sehr erfolgreich bei der letzten BW-Kommunalwahl am 25.5.2014 mit eigenen, unabhängigen Listen angetreten; die dortigen Windkraft-Befürworter im Gemeinderat wurden regelrecht abgewählt, während die aus den beiden BI' s sich rekrutierenden Listen aus dem Stand heraus mit 4 oder sogar 6 Gemeinderäten gewählt wurden...eine Reihe weiterer Kandidaten wurde auf den Listen der etablierten Parteien an anderen Orten als Gemeinderat und mehrere BI-Vertreter wurden als Ortschaftsräte gewählt... ...wir werden alles tun, daß dieser Trend sich noch weiter bei der nächsten Kommunalwahl verstärkt und schon jetzt finden bei der einen oder anderen BI "hinter den Kulissen" Überlegungen zur Bildung weiterer unabhängiger Listen statt, die bei der nächsten BW-Kommunalwahl antreten wollen mit dem Ziel, daß dort Windkraft-Gemeinderäte abgewählt werden...

Hinsichtlich der am am 16.9.2015 beim VRS stattfindenden Sitzung empfehle ich jeder im Bereich des VRS residierenden BI die Teilnahme.

Weiterhin empfehle ich den entsprechenden BI-Mitgliedern, innerhalb der nächsten ca. 3 Wochen weiterhin auf die im Bereich des VRS verantwortlichen Mandats- und Entscheidungsträger zuzugehen, um sie vom an den allermeisten der geplanten Standorte bevorstehenden Windkraft-Unfug doch noch zu überzeugen, damit sie ihre Haltung noch überdenken können...

Nachfolgend die Positionierungen der  Freien Wähler , der  Grünen  und der  FDP .

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 

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        …Windkraft-Infraschall und kein Ende…          DIE WELT: …dänische Debatte…

 

Erhöhte Gesundheitsrisiken für im Wirkungskreis von Windkraft-Anlagen wohnende Bürger (Radius ca. 5 km)

Wie am Gängelband der Windkraft-Lobby hängende deutsche  -  insbesondere baden-württembergische  -  Behörden die Öffentlichkeit manipulieren und belügen…

 …es wird vertuscht und gelogen, „daß sich die Balken biegen…“

 …grüne Partei-Ideologen geben den Takt vor… Windkraft-ideologisch indoktrinierte Behörden „kuschen“ aufgrund von Vorgaben von Landesregierungen, an denen die Grünen beteiligt sind

Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“

 

Warum die Warnungen von unabhängigen Medizinern und Wissenschaftlern der Ä r z t e k a m m e r  Wien, von H N O-Experten der Ludwig-Maximilians-U n i v e r s i t ä t  München und von A k u s t i k e r n  der Bergischen Universität Wuppertal vor Infraschall-Gesundheitsrisiken glaubwürdiger sind als die leicht durchschaubaren Beschwichtigungsversuche des ausgebildeten Diplom-Verwaltungswirts Franz Untersteller / MdL ( Grüne; BW-Umweltminister), der vor allem die Partei-Vorgaben der Grünen umsetzen muß…


(wm / 310515) – Die Zeitung „DIE WELT“ hat mit ihrem Artikel vom  2.3.2015  „Macht der Infraschall krank ? Die dänische Debatte…“ nicht nur an Windkraft-Brennpunkten, sondern bundesweit für starkes, bis jetzt und vermutlich auch noch länger anhaltendes mediales Aufsehen gesorgt.

Darin wurde über ein bis zum Jahr 2017 verhängtes Baustopp-Moratorium der dänischen Regierung berichtet, nachdem Berichte in Dänemark publik wurden, wonach es auf einer Tierfarm in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem nur wenige 100 m entfernten Windpark zu einem eklatanten Anstieg von Tot-Geburten gekommen war und sich die Tiere regelmäßig bei aus einer bestimmten Richtung vom Windpark in Richtung Tierfarm wehenden Wind gegenseitig massakriert hatten ( siehe auch unser Bericht v. 20.04.2015 ).

Daraufhin eingeschaltete unabhängige Wissenschaftler stellten einen direkten Zusammenhang zu dem bei Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachten Infraschall her, den zuvor schon zahlreiche renommierte Forschungs-Institute im In- und Ausland  -  unterlegt durch zahlreiche empirische Feld-Untersuchungen  -  bestätigt hatten, u.a. auch vom Robert-Koch-Institut, Berlin, wohingegen die nicht unabhängigen, sondern unter dem Einfluß von Landesregierungen mit „grüner“ Regierungsbeteiligung und entsprechenden „pro-Windkraft“-Programmen bspw. in

·         Baden-Württemberg (Grüne-SPD-Landesregierung)

·         Rheinland-Pfalz (SPD-Grüne-Landesregierung)

·         Hessen (CDU-Grüne-Landesregierung) oder

·         NRW  (SPD-Grüne-Landesregierung)

stehenden staatlichen Behörden (so bspw. die LUBW, Karlsruhe) derartige Zusammenhänge aus leicht nachvollziehbaren Gründen immer noch leugnen, nach dem Motto „Was ich nicht weiß,  macht mich nicht heiß…“.

Kein Wunder, denn die offizielle  -  amtliche  -  Bestätigung der von Windkraft-Infraschall verursachten Gesundheitsrisiken würde auch in Deutschland  -  wie jetzt in Dänemark  -  zu einer sofortigen Stagnation des Windkraft-Milliardengeschäfts führen, das für die Windkraft-Lobby finanziell äußerst lukrativ ist, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Anschaffungskosten einer heute zum Einsatz kommenden 3 Megawatt-WKA ca. 5 Mio € kostet und allein die Pläne der BW-Landesregierung den Bau von ca. 1 200 neuen Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2020 vorsehen, von den übrigen windkraft-hörigen Bundesländern ganz zu schweigen…

Mit der Verteilung dieses Windkraft-Milliarden-Kuchens zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur und auf dem Rücken der Allgemeinheit wäre es unweigerlich vorbei und um dies zu vermeiden, setzt die BW-Landesregierung die eigene, vor allem im Wirkungskreis von Windparks lebende Bevölkerung weiteren Gesundheitsrisiken durch Windkraft-Infraschall aus.

Nach dem Publik-Werden dieser Nachrichten hat die dänische Regierung eine unabhängige und interdisziplinär mit hochkarätigen Wissenschaftlern besetzte Expertenkommission unter Leitung führender Krebsforscher und Neurologen eingesetzt, deren Abschlußbericht in ca. 3 Jahren, d.h. im Jahr 2017 erwartet wird.

Bis dahin werden in Dänemark  -  immerhin das weltweit führende Windkraft-Land, wo der Windkraft-Sektor immerhin 4 % zum Bruttosozialprodukt beisteuert und deshalb für Wachstum und Wohlstand sorgt  -  keine Windparks mehr an Land, sondern nur fernab von der Bevölkerung weit draußen im Meer („off-shore“)  -  d.h. in ausreichendem Sicherheitsabstand  -  gebaut. …So sieht in Dänemark verantwortungsvolle Regierungspolitik im Interesse der Bevölkerung aus…während es in Deutschland der übermächtigen und mit vielen, unter dem Einfluß von „grün“ stehenden Landesregierungen verfilzten Windkraft-Lobby bisher gelungen ist, die an sich von Amts wegen zur objektiven Untersuchung von Gesundheitsrisiken der Bürger verpflichteten Behörden „an die Kandarre zu nehmen…“.

Kein Wunder, daß die deutsche Windkraft-Lobby, angeführt von den Windkraft-Konzernen bis zu nahezu allen Landesregierungen mit „grüner“ Regierungsbeteiligung und entsprechend ehrgeizigen, jedoch die Gesundheit der deutschen Bevölkerung gefährdenden Windkraft-Ausbaupläne unmittelbar nach dem Bericht über die „Dänische Debatte“ in der DIE WELT ihren Propaganda-Apparat aktiviert hat, um gegenzusteuern und um der aufgeschreckten Bevölkerung weiterhin „Sand in die Augen zu streuen…“.  


Soweit darf es in Baden-Württemberg niemals kommen !

Alles dreht sich und bewegt sich : Blick aus dem “Weltnaturerbe” und Nationalpark Wattenmeer
auf die ostfriesische Küste, April 2015 Foto (C): Manfred Knake

Dabei sagt allein schon das Wort „Propaganda“, was von diesen einseitigen „pro-Windkraft-Parolen“ zu halten ist, nämlich nichts…

Mündige Bürger vertrauen lieber den seriös erstellten Expertisen von Wissenschaftlern und in der medizinischen Forschung tätigen Ärzten, die allesamt vor den durch Windkraft-Infraschall verursachten Gesundheitsrisiken warnen…

…so bspw.

·         die Ärztekammer Wien (hier)

·         Leitende Klinik-Direktoren von Rehabilitations-Kliniken, bspw. in Gailingen (Bodenseeraum) (hier), die einen deutlich größeren Sicherheitsabstand fordern oder in Beelitz (Brandenburg) (hier)

·         oder die Ärztekammer Niedersachsen vom 24.9.2014 zu Infraschall (hier)

um nur einige Beispiele zu nennen…

Die Bürger in Baden-Württemberg jedenfalls sind gut beraten, lieber diesen Expertisen unabhängiger Fachleute zu vertrauen als den eher windigen Aussagen des BW-Umweltministers Franz Untersteller / MdL (Grüne), der allein schon aufgrund seiner Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt sicherlich andere Kern-Kompetenzen aufzuweisen hat als qualifizierte Aussagen zu medizinischen Erkenntnissen bzgl. Windkraft-Infraschall-Untersuchungen bei im Wirkungskreis von Windkraftanlagen lebenden Bürgern (Radius ca. 5 km ab WKA-Standort) abgeben zu können…

Seine in letzter Zeit zum Thema „Gesundheitsrisiken von Windkraft-Infraschall“ vor allem vor „grünen“ Parteigängern abgegebenen Kommentare nähern sich immer mehr dem Niveau der Äußerungen an, die der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir  -  selbst ausgebildeter Erzieher und Sozialpädagoge  -  zum Thema „Windkraft“ vor laufenden Fernseh-Kameras abgegeben hat… (hier)

In der Propaganda-Kampagne gegen die in Dänemark festgestellten und möglicherweise von Windkraft-Betrieb verursachten Gesundheitsrisiken hat sich besonders Baden-Württemberg hervorgetan.

In ihrem Beitrag mit der zutreffenden Überschrift „Behörden reden mögliche Schall-Schäden klein“ vom 31.5.2015 entlarvt „Die WELT“ die allzu durchsichtigen, eher plumpen 
Beschwichtigungs- und Volksverdummungsversuche der ihre „Felle davon schwimmend“ sehenden Grünen-Politiker und ihrer Helfershelfer bei der Windkraft-Lobby.

Den gegen Windkraft-Unfug in Baden-Württemberg eintretenden Bürgerinitiativen sowie allen windkraft-kritischen und der grün-roten Propaganda-Maschinerie zu „Windkraft“ nicht „auf den Leim“ gehenden Bürgern wird empfohlen, sich auch weiterhin an der von der Zeitung „DIE WELT“ bundesweit ausgelösten Diskussion zur „Dänischen Debatte um von Windkraft verursachte Gesundheitsrisiken“ aktiv zu beteiligen !

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)
 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de

 

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Kleine Anfrage von Dr. Bernd Murschel / MdL (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) an die Landesregierung von Baden-Württemberg zum Thema„Bodenschutz bei Windenergieanlagen (WEA)“

Unqualifiziert, unter massiven Verstößen gegen zwingend einzuhaltende gesetzliche Bestimmungen und deshalb nicht ordnungsgemäß durchgeführte  B o d e n a r b e i t e n  im Zusammenhang mit dem Bau des Windparks-Klosterwald in

Creglingen / Main Tauber 

erreicht jetzt auch den 

Landtag von Baden-Württemberg

 

(wm / 140515) - Der unter gravierenden Verstößen gegen geltende Naturschutz-Gesetze und unter großem politischem Einfluß der baden-württembergischen Landesregierung im Creglinger Klosterwald  durchgezogene Windpark-Bau hat nun auch den Landtag von Baden-Württemberg erreicht.

In Unterstützung der Bürgerinitiative „Rettet den Klosterwald“, Creglingen, bringen wir nachfolgende Ausführungen.

Neben massiven Verstößen gegen

·         nationale und EU-Vorschriften zum Vogel- und Fledermausschutz

·         und gegen Bestimmungen des Landeswald-Gesetzes (LWaldG)

·         wurde auch in erheblichem Umfang gegen Vorschriften des Bundesbodenschutz-Gesetzes (BBodSchG) und gegen die von BW-Forst (Tübingen) als oberer Forstbehörde vorgegebene Waldumwandlungs-Vereinbarung

verstoßen, nachdem bei der Bauland-Freimachung im Creglinger Klosterwald im Rahmen der Arbeiten zur Zuwegung auf Waldwegen und beim Fundament-Aushub massive und sich wiederholende Verstöße gegen das Umwelt-Schutzgut „Boden“ festzustellen waren.

Zweck dieses Gesetzes ist es…

…den Boden als Naturkörper und Lebensgrundlage für Menschen und Tiere, insbesondere in seinen Funktionen als Lebensraum für Bodenorganismen, als Standort für die natürliche Vegetation und Standort für Kulturpflanzen, als Ausgleichskörper im Wasserkreislauf, als Filter und Puffer für Schadstoffe sowie als landschaftsgeschichtliche Urkunde zu erhalten und vor Belastungen zu schützen, eingetretene Belastungen zu beseitigen und ihre Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt zu verhindern oder zu vermindern.

Bodenbelastungen i.S.d. Gesetzes…

sind Veränderungen der physikalischen, chemischen oder biologischen Beschaffenheit des Bodens, bei denen die Besorgnis besteht, daß die oben  genannten Funktionen aufgehoben oder erheblich oder nachhaltig beeinträchtigt werden…

 
Zum Schutz des Bodens zu beachtende DIN-Vorschriften ergeben sich aus DIN 19731, betreffend „Ausbau, Trennung und Zwischenlagerung von Boden“:

Ober- und Unterboden sowie Bodenschichten unterschiedlicher Eignungsgruppen sind getrennt auszubauen und zu verwerten. Zuvor ist der Pflanzenaufwuchs auf der Fläche durch Roden oder Abmähen zu entfernen. Beim Ausbau ist der Feuchtezustand bzw. die Konsistenz des Bodens zu beachten. Nur Böden mit einer geeigneten Mindestfestigkeit dürfen ausgebaut werden. Nach nassen Witterungsperioden müssen die Böden daher ausreichend abgetrocknet sein. Anhaltspunkte für die Umlagerungseignung des Bodens gibt Tabelle 4. Der Unterboden sollte in einem Arbeitsgang ohne Zwischenbefahren (Verdichtungsgefahr) ausgebaut werden. Die Zwischenlagerung von Bodenmaterial erhöht das Risiko einer Qualitätsverschlechterung und ist möglichst zu vermeiden. Muss Bodenmaterial zwischengelagert werden, ist es vor Verdichtungen und Vernässungen zu schützen. Das Lager sollte nicht mit Radfahrzeugen (Lastkraftwagen, Radlader) befahren werden. Die Miete ist zu profilieren und zu glätten. Bei einer Lagerungsdauer über sechs Monate ist die Miete mit tiefwurzelnden, winterharten und stark wasserzehrenden Pflanzen (z. B. Luzerne, Waldstauden-Roggen, Lupine, Ölrettich) zu begrünen. Um die Verdichtung durch Auflast zu begrenzen, sollte die Mietenhöhe bei humosem Bodenmaterial höchstens 2 m betragen.

Auf Basis der Bestimmungen des Landeswald-Gesetzes Baden-Württemberg (LWaldG) hat BW-Forst / Tübingen mit den Investoren gemäß § 9 LWaldG mit Datum vom 18.8.2014 eine Waldumwandlungs-Vereinbarung abgeschlossen.

Darin wurden den Investoren unter Bezug auf § 9 LWaldG und § 11 LWaldG mit den Punkten 1 - 13 eine Reihe von Auflagen auferlegt.

Punkt 6 der Waldumwandlungsvereinbarung lautet:

„…und die Zwischenlagerung des Bauaushubs haben auf Flächen zu erfolgen, die innerhalb der Umwandlungsfläche liegen.“

In Punkt 7 der Waldumwandlungsvereinbarung heißt es:

„Das Oberbodenmaterial der Umwandlungsflächen ist vor Baubeginn in einer Mächtigkeit von ca. 0,3 - 0,5 m abzutragen und an geeigneten Stellen in Mieten von max. 2 m Höhe zwischen zu lagern. Das Stück- und Wurzelholz ist ordnungsgemäß auszubauen, ggfs. zu häckseln (thermische Verwertung) oder als Stubbenwall entlang der Umwandlungsfläche abzulagern…“

Punkt 9 lautet:

„Die Bodenarbeiten nach Ziff. 6 und 7 sind ausschließlich bei gefrorenem oder trockenem, max. mäßig feuchtem Boden zulässig. Der Einsatz radbetriebener Maschinen für Bodenarbeiten ist untersagt. Zulässig sind Raupen mit entsprechend breitem Laufwerk (Moorbänder) oder Bagger, sofern diese sowohl Waldboden als auch Rekultivierungsschicht nicht befahren, sondern ausschließlich von festgelegten Fahrtrassen aus arbeiten. (Zu Details der Bodenarbeiten und zulässiger Technik vergl. Schriftenreihe der Umweltberatung im ISTE, Band 3 „Forstliche Rekultivierung“ Stand 2011.

In Punkt 11 heißt es:

„Die Waldwege im Bereich der Baumaßnahme sind nach Abschluß der Arbeiten in den ordnungsgemäßen Zustand zurückzuversetzen.“

 

 

A       Gravierende Verstöße im einzelnen (Ausführungen im wesentlichen einer gutachterlichen Stellungnahme entnommen) :

Boden, der wieder verwertet werden soll, darf nur bei bestimmten Feuchten umgelagert werden. Maßgeblich in der Baupraxis bei Bodenrekultivierungen ist die Tabelle 4 in der DIN 19731. Diese legt die Umlagerungseignung (Mindestfestigkeit) von Böden in Abhängigkeit vom Feuchtezustand fest. Zur Bestimmung der Feuchte verweist die DIN 19731 bei bindigen Böden (Tongehalt >17%, solche Böden dominieren im Klosterwald) auf die Tabelle 1 in der DIN 19682-5.

Zwingendes Ergebnis aus beiden DIN-Vorschriften: Sehr feuchte und nasse Böden dürfen schlichtweg nicht umgelagert werden.

Ohne jeden Zweifel waren die Böden im Klosterwald im ganzen Februar 2015 viel zu feucht für eine Umlagerung:

·         Dies kann man eindeutig schon aus der Geologie des Klosterwalds ableiten, deren Kenntnis man bei den Genehmigungsbehörden als bekannt voraussetzen kann

·         Dies ergibt sich eindeutig aus den Fotos, die während des Erdbaues / Bodenarbeiten im Januar / Februar 2015 aufgenommen wurden

·         Dies zeigte sich eindeutig bei vielen mit Zeugen im Zeitraum Januar - April 2015 durchgeführten Besichtigungen der Baustelle. Diese Zeugen können jederzeit benannt werden.

Ein hinreichend tiefer Frost, an dem die Bodenarbeiten „gefahrlos“ in Beachtung der Auflagen hätten durchgeführt werden können, lag zu keinem Zeitpunkt im Januar - April 2015 vor und ist auch beim derzeitigen Klima im Wald überhaupt nicht zu erwarten (wegen dem Schirm der Bäume und der Laubauflage gefrieren bei uns Waldböden seltenst hinreichend tief für Baumaßnahmen) und kann daher auch nicht bei einer Genehmigung vorausgesetzt werden.

Auch diese völlige Fehleinschätzung deutet auf eine inkompetente Sachbearbeitung im Landratsamt Main Tauber (Kreisbauamt / Untere Naturschutzbehörde / Kreisforstamt) hin.

Das mehrfach im Frühjahr 2015 in Augenschein genommene Bodenlager bei WEBW 6 vestößt eindeutig gegen oben genannte Normen:

·         keine Trennung von Ober- und Unterboden

·         weder profiliert noch geglättet, daher haben sich Tümpel auf dem Bodenlager gebildet

·         Verbleib von großen Ästen und Wurzelstücken im Bodenlager.

Fazit:   Ein Lehrbuchbeispiel, wie man ein Bodenlager nicht anlegen darf ! Diese Verstöße zeigen ebenfalls die mangelnde Kompetenz innerhalb des Landratsamts Main Tauber (Kreisbauamt / Untere Naturschutzbehörde / Kreisforstamt).

 

 

B       Verstöße / Feststellungen zur Genehmigung des Landratsamts Main Tauber

Beim Klosterwald wurde die Baufeldfreimachung von der Genehmigungsbehörde (Landratsamt Main Tauber) wegen der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung aufgrund des Vorkommens von Amphibien auf den Zeitraum 1.10.2014 - 28.2.2015 begrenzt.

Dies geschah unter Bezugnahme auf die entsprechenden Ausführungen und Vorgaben im Kaminsky-Artenschutzgutachten (saP); vgl. Kaminsky, S. 10 / Vermeidungscode V 2 / Zeitlich beschränkte Baufeldfreimachung:

„Das Abschieben des Oberbodens (Kranstellflächen, Anlagenstandort und Wegebau) erfolgt außerhalb der Fortpflanzungszeit der potentiell betroffenen Arten (Frühjahr / Sommer), also in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 28. Februar.“

Ähnlicher Sachverhalt bei Kaminsky, S. 12, Vermeidungscode V 10 / „Keine Versiegelung der Zufahrtswege, Schotterung von Waldwegen im Herbst / Winter:

„Die Zufahrtswege werden nicht asphaltiert oder anderweitig versiegelt. Die Schotterung von Waldwegen und Kranstellflächen im Wald ist im Zeitraum 1. November bis 31. März außerhalb der Fortpflanzungszeit von Gelbbauchunken durchzuführen.“  

Entsprechend dieser Zeitvorgaben begannen die Rodungsarbeiten Anfang November 2014, die Erdarbeiten wurden vor allem Mitte / Ende Februar 2015 durchgeführt und erstreckten sich auch noch auf Anfang März 2015.

In einer gutachterlichen Stellungnahme (Bodengutachter) heißt es hierzu:

„Eine Beschränkung der Baufeldfreimachung im Klosterwald auf den Zeitraum Oktober 2014 bis Februar 2015 hat de Facto bedeutet  -  weil das Fällen des Laubbäume erst nach dem Laubfall erfolgt  -  dass die Erdarbeiten im Januar / Februar 2015 durchgeführt werden mußten; dies ist hinsichtlich „Bodenschutz“ einfach Wahnsinn, denn:

Der Bauausführende wird damit automatisch gezwungen, gegen das Bodenschutzgesetz zu verstoßen.

Schon bei hinsichtlich Bodenfeuchte besonders günstigen Böden (schnell dränende Böden auf Muschelkalk) ist eine solche Terminfestsetzung hinsichtlich Bodenschutz äußerst problematisch und hätte in keiner Genehmigung so stehen dürfen, denn vor allem im Winter sind auch schnell dränende Böden - in Abhängigkeit von der nicht prognostizierbaren Witterung - oft viel zu feucht für eine Bodenumlagerung“.

Auch diese von Kaminsky und Landratsamt Main Tauber bewußt  -  jedoch falsch  -  so vorgegebenen, und gegen zwingende Bestimmungen des BodSchG verstoßenden Zeitplan

ist ausschließlich den wirtschaftlichen Interessen der Initiatoren an einer Fertigstellung noch in 2015 geschuldet (20 Jahr lang höhere Einspeisevergütungen),

denn eine Beachtung der Bestimmungen des BodSchG und daraus folgend die Durchführung von Bodenarbeiten in einem späteren Zeitfenster, wenn die Bodennässe zurückgeht und trockenere Böden vorliegen, hätte bedeutet, daß der von den Initiatoren bis zur Inbetriebnahme noch im Jahr 2015 ins Auge gefasste Zeitplan gehörig „ins Rutschen“ gekommen wäre, mit der Folge, daß dann die später bei trockenen Böden durchzuführenden Bodenarbeiten zwar den Bestimmungen  des BodSchG entsprochen hätten.

In diesem Fall hätte der Windpark vermutlich jedoch erst nach dem 31.12.2015 in Betrieb gehen können. Dies hätte über die betriebsgewöhnliche Laufzeit von ca. 20 Jahren hinweg zu niedrigeren Einspeisevergütungen zu Lasten der Einspeiser geführt.

„Man kann eine Bodenumlagerung in diesem Zeitraum auch bei schnell dränenden Böden nur zulassen, wenn ein anerkannter Bodengutachter vor Ort für den Einzelfall festgestellt hat, dass der Boden hinreichend trocken ist“, so die Feststellung aus einer gutachterlichen Stellungnahme.

Ein anerkannter Bodengutachter wurde hier jedoch bewußt nicht eingeschaltet, (vgl. Genehmigungsbescheid / Genehmigungsunterlagen, wo sich keinerlei Hinweise / Auflagen zur Einschaltung eines Bodengutachters finden), denn dieser hätte niemals seine Zustimmung zu gesetzwidrigen Bodenarbeiten bei stark durchnässten Böden gegeben.

Der Sachverständige (Bodengutachter) weiter: „Bei Böden aus Lettenkeuper wie Im Klosterwald ist eine solche Terminfestsetzung aber schlichtweg eindeutig grober Unfug.

Lettenkeuperstandorte sind im Raum Creglingen in jedem Winter nass und unter Wald seltenst vor Ende Mai einigermaßen trocken. Um dies zu erkennen, sind auch keine besonderen bodenkundlichen Kenntnisse erforderlich“…

Daher verstößt eine solche Genehmigung und deren Umsetzung ganz eindeutig gegen das Bundesbodenschutzgesetz und auch in eklatanter Weise gegen den Windenergieerlaß  von Baden-Württemberg.

Im Windenergieerlass Baden-Württemberg (Gemeinsame Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur und des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft; vom 09. Mai 2012  – Az.: 64-4583/404) heißt es unter 4.2.9:

„Bei der Festlegung von Standorten für Windenergieanlagen in Regionalplänen oder bei der Planung in Bauleitplanverfahren sind die Belange des Bodenschutzes im Sinne der §§ 1 und 2 BBodSchG zu berücksichtigen. Öffentliche Planungsträger sind gemäß § 2 LBodSchAG bei eigenen Vorhaben verpflichtet, in besonderem Maße die Belange des Bodenschutzes nach § 1 BBodSchG und den sparsamen, schonenden und haushälterischen Umgang mit Boden zu berücksichtigen und zu prüfen, ob eine Inanspruchnahme weniger wertvoller Böden möglich ist.“

In Ziff. 5.6  des BW-Windenergieerlasses vom 9.5.2012 heißt es konkretisierend zum „Bodenschutz“ unter 5.6 „Zulässigkeitsvoraussetzungen“:

“5.6.4.3 Bodenschutz

Bei der Ausführung der Baumaßnahmen, die sowohl die Errichtung der Anlagen als auch die Zuwegung betreffen, sind die Belange des Bodenschutzes gemäß § 4 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 1 BBodSchG zu berücksichtigen. Es wird empfohlen, dass die Anlagen möglichst am Feldrand und nicht in der Feldmitte platziert werden. Damit könnte auch bei der Zuwegung regelmäßig auf bereits vorhandene Wege zurückgegriffen und diese ausgebaut werden und somit der Flächenentzug und der Eingriff in das Schutzgut Boden gering gehalten werden. Bei allen Bodenarbeiten, die der Sicherung, der Zwischenlagerung und der Wiederverwertung (einschließlich der Aufnahme aus der Zwischenlagerung) von Oberbodenmaterial dienen, sind die entsprechenden Vorgaben der DIN 18915 und der DIN 19731 (insbesondere Nr. 7.2 und 7.3) einzuhalten (vgl. § 12 BBodSchV).“

Der für uns tätige Sachverständige (Bodengutachter) kommt zu folgendem Ergebnis:

„Dass eine Genehmigungsbehörde (Landratsamt Main Tauber) diese offensichtliche Problematik als Folge der Terminfestsetzung nicht erkannt hat bzw. bewußt nicht erkennen wollte und mit der Freigabe dieses zu massiven Gesetzesbrüchen führenden Terminplans zur Durchführung der Bodenarbeiten hauptverantwortlich ist für diese Gesetzesverstöße, ist schon sehr unglaublich und disqualifiziert sie für den Genehmigungsprozess hinsichtlich des Schutzguts „Bodenschutz“ vollständig.“

Auch diese sehenden Auges vom Landratsamt Main Tauber zu verantwortenden Gesetzesbrüche weisen einmal mehr darauf hin, daß die Genehmigungsbehörde ihre Entscheidung zu Genehmigung und Sofort-Vollzug vor allem unter dem Einfluß der von den Initiatoren geltend gemachten „Wirtschaftlichkeit“ getroffen hat und weniger unter Beachtung zwingend zu beachtender gesetzlicher Bestimmungen.


Gesetzesverstöße beim Umwelt-Schutzgut "Boden

 

Foto: Petra Sendel

 

C        Verstöße: Feststellungen zur bodenschutz-konformen Vorgehensweise

Nachfolgende Ausführungen sind im wesentlichen ebenfalls der gutachterlichen Stellungnahme eines Sachverständigen (Bodengutachter) entnommen.

„Die Erdarbeiten hätte man ohne Verstoß gegen das Bodenschutzgesetz bei geeigneten Bodenfeuchten vermutlich ab dem Frühsommer  -  bei trockeneren Böden  -  durchführen können.

Vor einer Baufreigabe wäre allerdings eine Prüfung der Bodenfeuchte durch einen Bodengutachter notwendig gewesen. Auch wäre baubegleitend die Präsenz eines Bodengutachters erforderlich gewesen.

Die Baufelder hätte man vorher mit einem Amphibienzaun schützen können (CEF-Maßnahme) und die darin befindlichen Amphibien vorher absammeln können.“

CEF-Maßnahmen werden „zur Sicherung der kontinuierlichen ökologischen Funktionalität durchgeführt, um Gefährdungen lokaler Populationen zu vermeiden.“; Kaminsky, S. 12, Ziff. 3.2.

So wären sowohl Amphibien- als auch Bodenschutz möglich gewesen. Dies alles ist heute Stand der Technik, wird heutzutage praktiziert und wäre jederzeit zumutbar gewesen.

Bei fortgehenden Bauarbeiten fordern wir bis zur endgültigen Entscheidung der Streit-Sache, daß umgehend zum Schutz der Amphibien ein Amphibienzaun beidseitig am geschätzt ca. 1,8 m langen Waldwege- / Zuwege-Netz im Klosterwald angebracht wird, denn Laichzeit und Krötenwanderungszeitraum liegen im jetzt bevorstehenden Frühjahr / Sommer.

Diese für Amphibien (Gelbbauchunke, Molche etc.) überlebenswichtige Schutzmaßnahme ist heute geltender Stand der Technik und wird alljährlich von den Straßenbauverwaltungen in Land und Kreis bspw. zur Vermeidung des Tötungsrisikos durch Aufstellen von Amphibienzäunen an den Rändern an vor allem im Wald, an feuchten Wiesen und übrigen von Kröten bevorzugten Querungen befindlichen Straßen praktiziert.

Auch dieses durch planerische Fehlleistung von Behörden bewußt in Kauf genommene, jedoch ohne weiteres vermeidbare Tötungsrisiko von Amphibien deutet einmal mehr auf die fachliche Inkompetenz im Landratsamt Main Tauber (Kreisbauamt / Untere Naturschutzbehörde / Kreisforstamt) hin.

Ebenfalls zu kritisieren ist, daß diese der Beachtung des Tötungsverbots gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 5 BNatSchG dienende und heute übliche CEF-Maßnahme im Kaminsky-Gutachten nicht erwähnt wird; vgl. Kaminsky, S. 13 (Anl. 45). Auch dies deutet auf mangelnde Kompetenz des Büros Kaminsky hin.

 

 

D      Verstöße  gegen Auflagen gemäß Waldumwandlungsvereinbarung BW-Forst (Tübingen) vom 18.8.2014  -  Feststellungen: Unser Schreiben vom 29.3.2015

BW-Forst hat mit Waldumwandlungsvereinbarung vom 18.8.2014 (Aktenzeichen:  82/8604.11 – LK MTK / Windpark „Klosterwald Creglingen“, LK MTK) bezüglich des Klosterwalds Creglingen dessen dauerhafte Waldumwandlung nach § 9 LWaldG mit einer Fläche von ca. 4,2970 ha sowie dessen befristete Waldumwandlung nach § 11 LWaldG mit einer Fläche von ca. 1,592 ha genehmigt.

Die Genehmigung von BW-Forst wurde gemäß Schreiben vom 18.8.2014 mit folgenden Nebenbestimmungen erteilt:

·         Ziffer 7, Seite 3 der Genehmigung: „… Das Stock- und Wurzelholz ist ordnungsgemäß auszubauen, ggf. zu häckseln (thermische Verwertung) oder als Stubbenwall entlang der Umwandlungsfläche abzulagern…“

·         Ziffer9, Seite 4 der Genehmigung: „Die Bodenbearbeitung nach Ziffer 6 und 7 sind ausschließlich bei gefrorenem oder trockenem, max. mäßig feuchtem Boden zulässig. Der Einsatz radbetriebener Maschinen für die Bodenbearbeitung ist untersagt. Zulässig sind Raupen mit entsprechend breitem Laufwerk  (Moorbänder) oder Bagger, sofern diese sowohl Waldboden als auch Rekultivierungsschicht nicht befahren, sondern ausschließlich von festgelegten Fahrtrassen aus arbeiten. (Zu Details der Bodenbearbeitung und zulässigen Technik vergl. Schriftenreihe der Umweltberatung im ISTE, Band 3 „Forstliche Rekultivierung“, Stand 2011)”

Als Begründung zur Genehmigung ist außerdem angeführt  (Ziffer II. Seite 5), daß diese Auflagen notwendig seien, „…um …eine ordnungsgemäße Durchführung der Waldumwandlung sowie der Wiederaufforstung gemäß §11 (3) LWaldG sicherzustellen.“

Bei Inaugenscheinnahme durch unsere Gewährsleute vor Ort wurde festgestellt, daß gegen die in der Waldumwandlungsvereinbarung den Initiatoren WEBW, MVV, Wirthwein auferlegten Auflagen durchgehend grob verstoßen wurde, wie sich durch Fotoaufnahmen und Zeugenaussagen unschwer belegen läßt.

In unserem an BW-Forst gerichteten Schreiben vom 29.3.2015 haben wir wesentliche Verstöße aufgezeigt, die wir nachfolgend noch einmal anführen:

·         „Sämtliche Flächen waren für eine ordnungsgemäße Bodenbearbeitung zum Zeitpunkt der Bearbeitung , wie von Ihnen gefordert, weder gefroren noch höchstens mäßig feucht! Die Bodenbearbeitung fand  -  entgegen Ihren Auflagen  -  trotz nassem Boden statt !“

·         „Es wurden zur Bodenbearbeitung  -  entgegen Ihren Auflagen  -  radbetriebene Maschinen (Schweres Gerät) genutzt.“

·         „Das Stock- und Wurzelholz wurde  -  entgegen Ihren Auflagen  -  unsachgemäß ausgebaut (Stockfräse).“

·         „Die Rekultivierungsschicht wurde grundsätzlich  -  entgegen Ihren Auflagen  -   intensiv befahren.“

·         „Es wurde grundsätzlich  -  entgegen Ihren Auflagen  -  nicht mit Raupen mit entsprechend breitem Laufwerk gearbeitet, d.h. es erfolgte keine Verwendung sogenannter Moorbänder oder extrabreiter Ketten. Diese waren dort überhaupt nicht im Einsatz.“

·         „Der Oberboden wurde  -  entgegen Ihren Auflagen  -  viel zu nass und komplett verdichtet in den geforderten Mieten zwischengelagert, zudem auf mindesten 3 Standorten zersetzt mit zerfaserten Stock-und Wurzelholz!“

Die von uns mit Schreiben 29.3.2015 an die bei BW-Forst Verantwortlichen zu den Verstößen gerichteten Fragen blieben bis heute unbeantwortet.

Aus mehreren zu den Akten genommenen Bildern ist der Zustand der Waldwege / Zuwegung ersichtlich, so wie er vor den durch Erdarbeiten verursachten Zerstörungsaktionen bestanden hat.

 

 

E        Verstoß: Verbotener Einsatz von schwerem Gerät (Rad- und Kettenfahrzeuge)

Bei den Bodenarbeiten auf viel zu nassem Boden wurden entgegen den in der Waldumwandlungsvereinbarung enthaltenen Auflagen durchgehend schweres Gerät (Rad- und Kettenfahrzeuge) mit entsprechenden negativen Folgen für Boden / Untergrund eingesetzt.

Dies stellt einen Verstoß gegen § 9 LWaldG, § 12 LWaldG (pflegliche Behandlung) und § 14 (pflegliche Bewirtschaftung) sowie einen Verstoß gegen die unter E 4.1.1 zitierten Vorschriften des BodSchG dar,

·         wonach Bodenbelastungen unterbleiben müssen bzw. auf das unvermeidliche Maß zu begrenzen sind

·         und wonach bei Ausführung von Bodenarbeiten und Veränderungen der Erdoberfläche Belange des Bodenschutzes zu berücksichtigen sind

·         und auf einen sparsamen und schonenden Umgang mit dem Boden zu achten ist.

Der gesetzwidrige und in der Waldumwandlungsvereinbarung vom 18.8.2014 untersagte Einsatz von schwerem Gerät in Form von Rad- und Kettenfahrzeugen  -  wie bei den Bodenarbeiten im Klosterwald praktiziert  -  verstößt gegen die Vorschriften des

·         LWaldG

·         BBodSchG

·         und gegen die Auflagen der Waldumwandlungsvereinbarung.

 

 

F       Verstoß: Feststellungen zur Zementierung / Versiegelung / Betonierung bei Zuwegung / Waldwege  -  Verstoß gegen Auflagen im Kaminsky-Gutachten

Gemäß Vorgaben im artenschutzrechtlichen Gutachten / Kaminsky (saP), S. 12 zu Vermeidungsmaßnahmen zum Schutz von Amphibien, Vermeidungscode V 10, dürfen Zufahrtswege „nicht asphaltiert oder anderweitig versiegelt“ werden.

Die zu den einzelnen WKA-Standorten führende Zuwegung auf allen Waldwegen im Klosterwald beträgt nach grober Schätzung ca. 1,8 - 2 km.

Die entgegen allen Auflagen im Kaminsky-Gutachten sowie gegen die oben enthaltenen Gesetzesvorschriften verstoßende Zementierung / Versiegelung mit Beton / Zement bei den ca. 1,8 km – 2 km langen, ca. 5 m breiten  Zuwegungs-Waldwegen stellt einen weiteren eklatanten Verstoß gegen geltendes Naturschutzrecht (BBodSchG) dar, das in diesem schweren Fall ein weiteres Mal unter Wegsehen

·         der Unteren (Landratsamt Main Tauber)

·         und Oberen Naturschutzbehörden (Regierungspräsidium Stuttgart)

·         sowie von BW-Forst (Tübingen) bzw.

·         der  unteren Forstbehörde (Main Tauber)

festzustellen ist.

Bei der Zementierung / Betonierung der Zuwegung (Waldwege) ist die auf Fotos beweiskräftig festgehaltene Spezial-Maschine tagelang zum Einsatz gekommen, gemäß Bestimmungen des LWaldG und BodSchG einen Verbots-Tatbestand auslösend.

Dabei wurde über durch LKW angelieferten und in die Maschine eingebrachten Zement / Beton eine ca. 70 cm - 80 cm breite Beton- / Zementschicht aufgebracht, auf die in nassem Zustand die Beschotterungsschicht aufgebracht wurde, wohl deshalb, damit sich die darunterliegende Zement- / Betonschicht mit der darüber liegenden Schotterschicht beim Trocknen verbindet.

Aufgrund der sofort nach Zementierung / Betonisierung / Bodenversiegelung auf der noch nassen Beton-Unterschicht darüber angebrachten Schotterung und der danach beim Abtrocknen entstandenen Verbindung ist die durch die Schotter-Oberschicht verdeckte Beton-Unterschicht nach Schotterung nicht mehr erkennbar.

Nach Auskunft von Bausachverständigen, die diese verbotene Praxis und von Naturschutz-Verbrechern im Landratsamt Main Tauber, BW-Forst (Tübingen) und der Kreisforst-Behörde Main Tauber zu vertretenden Verstöße in Augenschein genommen haben,  geht durch diese Schicht „kein Tropfen Wasser mehr durch“, es bilden sich bzgl. der Qualität des Bodens nachteilige Bodenverdichtungen etc.

Diese Punkte stellen ebenfalls schwerwiegende Verstöße gegen das BodSchG dar, die bei sachgemäßer Durchführung (Bodenarbeiten bei trockeneren Böden im Frühjahr / Sommer) ohne weiteres hätten vermieden werden können.

Mehrere Bilder zeigen die Tiefe der auf den Waldwegen / Zuwegung angebrachten Beton- / Zementschicht, nachdem auf den Waldwegen die Erd-Oberschicht abgetragen wurde.

Weitere Bilder zeigen unzerstörte (Klein)Biotope links und rechts an den Waldwegen  / Zuwegungsrändern (vor Beginn der Zuwegungs- / Schotterungs-, Kalkungs- und Zementarbeiten etc.).

In Ziff. 11 der Waldumwandlungsvereinbarung vom 18.8.2014 / Auflagen heißt es: „Die Waldwege im Bereich der Gesamtbaumaßnahme sind nach Abschluß der Arbeiten in den ordnungsgemäßen Zustand zurückzuversetzen.“

Die Durchsetzung dieser Forderung, d.h. der Rückbau der gesetzwidrig unter massivem Verstoß gegen Bestimmungen des

·         LWaldG

·         BBodSchG

·         BNatSchG und der

·         Auf § 9 LWaldG basierenden Waldumwandlungsvereinbarung

auf den Waldwegen / Zuwegung unter der Schotterschicht aufgebrachten Zement- / Betonschicht wird im Rahmen dieses Verfahrens ebenfalls erhoben.

Soweit die Ausführungen der vor Ort im Klosterwald festgestellten und beweiskräftig dokumentierten Verstöße gegen die oben genannten Naturschutz-Bestimmungen.

 

 Gesetzesverstöße beim Umwelt-Schutzgut "Boden

 


G       Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Bernd Murschel (Grüne) im Landtag von Baden-Württemberg

Offensichtlich vor dem Hintergrund der hier bzgl. des Umwelt-Schutzguts „Boden“ aufgezeigten und beim Windpark-Bau im Klosterwald von Creglingen festgestellten  Gesetzesverstöße hat der Landtagsabgeordnete Dr. Bernd Murschel (Grüne), Leonberg, am 23.4.2015 eine aus 5 Fragen bestehende Kleine Anfrage zum Thema „Bodenschutz bei Windenergieanlagen (WEA)“ im BW-Landtag gestellt (Drucksache 15 /  6797; Eingang 27.4.2015;).

Der Homepage von Dr. Bernd Murschel / MdL ist u.a. zu entnehmen:

·         Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Hohenheim; Promotion im Fachbereich Bodenphysik

·         Mitglied im Ausschuss für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft, Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur, Ausschuss für Wissenschaft und Forschung, Ausschuss für Kultus, Jugend und Sport sowie im Petitionsausschuss und Europaausschuss.

·         Sprecher für Ländlichen Raum und Sprecher für Klimaschutz der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg

In seiner Begründung zur Kleinen Anfrage nimmt er ausdrücklich auf die objektiv festgestellten und beweissicher dokumentierten Gesetzesverstöße im Creglinger Klosterwald Bezug :

„Die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) hat Einfluss auf das Schutzgut Boden. Durch Abgrabungen, Bodenumlagerungen, Bodenauftrag, intensive Befahrungen oder stoffliche Wirkungen wird die Funktionsfähigkeit der Böden beeinflusst. Das Bodenschutzrecht zielt darauf ab, die Funktionen des Bodens nachhaltig zu sichern oder wiederherzustellen. Vielfach werden WEA auf besonders sensiblen Böden und im Bereich sensibler Nutzungen, wie der Land- und Forstwirtschaft, geplant und umgesetzt.

Als ein Beispiel wäre hier der Windenergiestandort Creglingen-Klosterwald zu nennen, bei dessen Bau dokumentierte Bodenveränderungen festzustellen waren.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt. Da im Land Baden-Württemberg die Planungen für WEA flächendeckend vorangebracht werden, ist die frühzeitige Einbindung bodenschutzrelevanter Fragestellungen unabdingbar und verhindert spätere Konfliktsituationen.“

Über die Antwort der BW-Landesregierung zur Kleinen Anfrage von Dr. Bernd Murschel / MdL (Grüne) werden wir in einem separaten Beitrag berichten, der in Kürze in unsere Homepage eingestellt wird.

Zum Thema „Bodenschutz bei Windenergie“ und „Windpark Klosterwald / Creglingen“ sind auf der Homepage von Dr. Bernd Murschel / MdL weitere Ausführungen und einige Bilder zu sehen, welche die in Creglingen festgestellten Verstöße beim Umwelt-Schutzgut „Boden“ verdeutlichen.

           

H         Ergebnis, Ausblick und Empfehlungen

Im Hinblick auf die beim Windpark-Bau in Creglingen bzgl. der von Behörden zu verantwortenden Verletzung des Umwelt-Schutzguts „Boden“ und der dabei objektiv festgestellten und beweissicher dokumentierten Gesetzesverstöße hat der Creglinger Klosterwald einen „zweifelhaften Ruhm“ erlangt.

Er kann  quasi als Modellvorhaben und Pilot-Projekt  -  um im Sprachgebrauch von BW-Forst etc. zu bleiben  -  zutreffender jedoch als abschreckendes Beispiel angesehen werden, wie Bodenarbeiten im Wald zur Windpark-Boden-Freimachung eben gerade nicht durchgeführt werden dürfen.

Die zuständige und hier im Bereich „Bodenschutz“ im Creglinger Klosterwald einmal mehr  -  neben ihrem Komplett-Versagen in anderen Teilbereichen  -  völlig versagende Genehmigungsbehörde (Landratsamt Main Tauber) hat durch ihr gesetzwidriges Verhalten deutlich bewiesen, daß sie mangels Kompetenz und unzureichendem Fachwissen auch nach Ansicht neutraler Beobachter nicht in der Lage ist, ein derart komplexes Verfahren unter Beachtung der Grundsätze der Sorgfalt, Neutralität, Unparteilichkeit, Ergebnisoffenheit des Verfahrens ordnungsgemäß durchzuführen…

Bei vielen laufenden und noch anstehenden BImSchG-Verfahren ist der Gesichtspunkt „Bodenschutz“ bisher deutlich vernachlässigt oder gar nicht mit der gebotenen Intensität abgeprüft worden.

Daher ist den an den jeweiligen Windkraft-Brennpunkten tätigen Lenkungsgruppen der Bürgerinitiativen dringend zu empfehlen, ihren Fokus ab sofort auch auf die von den Genehmigungsbehörden zu beachtenden Bestimmungen zum Umwelt-Schutzgut „Boden“ zu legen.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de

 

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