Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Politische Entwicklung -  Parteien, Politiker und Experten zur Energiefrage


Volksverdummung durch „100 %-Ö k o s t r o m“-Anbieter …Trickreicher CO2-Zertifikate-Schwindel…

 

…und wie vor allem G r ü n e n-Politiker und eine oft

unkritisch berichtende Regional- und Lokalpresse

reihenweise auf diesen Etiketten-Schwindel hereinfallen…

Haben G r ü n e n - P o l i t i k e r wie

Ministerpräsident Winfried Kretschmann / MdL

BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL

Bundesvorsitzender Cem Özdemir / MdB

Fritz Kuhn ( Oberbürgermeister Stuttgart) oder

Boris Palmer (Oberbürgermeister Tübingen) u.a.

in der Schule bei  N a t u r w i s s e n s c h a f t e n

(Physik, Chemie, Biologie) nichts gelernt ?

  

(wm / 120515)  -  Viele Strom-Erzeuger / -Händler haben im Zuge der Klimaschutz-Debatte daraus Kapital geschlagen und haben als „Ökostrom“-Anbieter flugs ein neues Geschäftsmodell gefunden, das sich gut und vor allem profitabel vermarkten läßt, weil es die vielerorts vorhandene Gutgläubigkeit der Bürger ausnützt, die sich von diesen neuen, selbst ernannten Heilsbringern angesichts ihres Energieverbrauchs ein schlechtes Gewissen haben einreden lassen, wonach der von ihnen bisher verursachte Energieverbrauch maßgeblich sei für die umweltschädliche und gegen Nachhaltigkeits-Grundsätze verstoßende Weltklima-Erwärmung.

Die so bei vielen Menschen im Unterbewußtsein erzeugten Schuldgefühle werden bewußt als Basis der „Ökostrom“-Geschäftsmodelle ins Kalkül einbezogen.

Schaut man sich vor diesem Hintergrund die Parteienlandschaft bzw. die Aussagen der Politiker zu diesen Diskussionen an, fällt auf, daß zwar Politiker aller Parteien diesen Gedankengängen nachhängen.

Besonders auffallend ist jedoch, daß vor allem Grünen-Politiker diese Sicht der Dinge sehr aktiv vertreten, obwohl sie aufgrund ihrer Berufe und später als Politiker getroffenen Aussagen sich nicht unbedingt als profunder  Kenner der Materie  erwiesen haben.

Behält man jedoch „kühlen Kopf“ und erinnert man sich an die früher in der Schule erlernten Grundkenntnisse in Physik, wird sehr schnell deutlich, daß die zur Ankurbelung des eigenen Geschäfts von den neuen Heilsbringern werbewirksamen getroffenen Aussagen vom Angebot eines „100 %-Ökostrom-Tarifs“  -  der natürlich aus Sicht der Anbieter etwas teurer sein muß, denn der von Schuldgefühlen wegen des Verbrauchs „schlechter“ Energie geplagte Bürger erkauft sich Absolution, und dies muß (versteht sich) ausgenutzt werden  -  in sich wie „Schall und Rauch“ zusammenfallen, wenn man den gesunden Menschenverstand einsetzt.

Als in der Schule das Thema „Strom“ abgehandelt wurde, wurde vom Lehrer in der ersten Physik-Stunde als charakteristisches Merkmal herausgestellt, daß Strom nicht großvolumig bzw. im industriell benötigten Umfang  speicherbar ist, sondern in der logischen Sekunde seiner Erzeugung

·        entweder ab Einspeisung ins Netz über Bedarf bei Wirtschaft und privaten Haushalten verbraucht wird

·        oder bei Nicht-Einspeisung ins Netz  -  z.B. wegen im Erzeugungszeitpunkt vorherrschendem Strom-Überangebot / geringem Strom-Bedarf  -  mangels Bedarf bzw. mangels Speicherfähigkeit

verfällt.

Auch wurde vom Lehrer sicherlich ausführlich dargestellt, daß es für den ab Übergabe-Station ins bundesweite Strom-Netz eingespeisten Strom  -  unabhängig aus welchen Strom-Quellen die Strom-Erzeugung (regenerativ oder nicht-regenerativ) auch immer stammen mag  -  nur ein 
e i n z i g e s, einheitliches Strom-Netz gibt.

M.a.W.,

·        bei dem aus Kohle-Kraftwerken erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung n i c h  t in ein separates Kohle-Stromnetz, sondern ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·      bei dem aus Gas-Kraftwerken erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung n i c h  t in 
ein separates Gas-Stromnetz, sondern ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·        bei dem aus Öl-Kraftwerken erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung n i c h t in ein separates Öl-Stromnetz, sondern ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·        bei dem aus Kernkraftwerken erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung n i c h t in ein separates Kernkraft-Stromnetz, sondern ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·        bei dem aus Sonne / Photovoltaik-Anlagen erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung
n i c h t in ein separates Sonnen-Stromnetz, sondern  ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·        bei dem aus Wind-Anlagen erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung n i c h t in ein separates Wind-Stromnetz, sondern  ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·        bei dem aus Wasserkraft-Anlagen erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung n i c  h t in ein separates Wasserkraft-Stromnetz, sondern ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·        bei dem aus Biogas-Anlagen erzeugten Strom erfolgt dessen Einspeisung n i c h t in ein separates Biogas-Stromnetz, sondern ins einheitliche bundesweite Netz ab dortiger lokaler Übergabe-Station, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

·        bei dem im Ausland  erzeugten, gekauften  Strom (Strom-Importe) erfolgt dessen Einspeisung n i c h t in ein separates Import-Stromnetz, sondern ins einheitliche bundesweite Netz ab Übergabe-Ort (Anbindung ans europäische Strom-Netz) aus dem ausländischen Netz, falls das Netz zur Einspeisung offen ist

D.h., es gibt für

·         Kohle-Kraftwerk-Strom

·         Gas-Kraftwerk-Strom

·         Öl-Kraftwerk-Strom

·         Kernkraft-Strom

·         Sonne / Photovoltaik-Strom

·         Wind-Strom

·         Wasserkraft-Strom

·         Biogas-Strom

nicht jeweils ein separates Kohlestrom-Netz / Gasstrom-Netz / Ölstrom-Netz / Kernkraftstrom-Netz / Sonnenstrom-Netz / Windstrom-Netz / Wasserkraftstrom-Netz oder Biogasstrom-Netz, sondern es gibt für den erzeugten Strom  -  unabhängig, über welche Art und Weise er erzeugt wird  - nur ein einziges einheitliches Stromnetz.



Was würde wohl Physik-Nobelpreisträger Albert Einstein zu den
mangelndenPhysik-Grund-Kenntnissen von Grünen-Politikern sagen ?
Albert Einstein - Caricature by DonkeyHotey, on Flickr

Logischerweise bedeutet dies jedoch, daß ab dem Zeitpunkt, in  welchem der wie auch immer erzeugte Strom ins einheitliche Stromnetz eingespeist wird,

·         es zu einer bzgl. seiner Erzeugungsquellen nicht mehr nachvollziehbaren Vermischung des aus verschiedenen Strom-Erzeugungsquellen stammenden Stroms kommt

·         demzufolge der im Netz zirkulierende Strom nicht mehr in seine Herkunfts- / Erzeugungsquellen aufgeteilt bzw. zugeordnet werden kann

·         und demzufolge es hinsichtlich des Verbrauchs beim Verlassen des einheitlichen Strom-Netzes an den Abgabe-Stationen (Übergabe-Punkt / Stromzähler / Wirtschaft + private Haushalte) logischerweise ebenfalls keine Zuordnung des aus dem einheitlichen Netz abfließenden Stroms in seine ursprüngliche Herkunft / Erzeugnisquellen geben kann, d.h., der am Übergabe-Punkt / Stromzähler nach dem Verlassen des Netzes den Bürgern / Wirtschaft zufließende Strom kann  -  trotz falscher, anderslautender Behauptungen physisch niemals in seine Herkunftsquellen  -  regenerativ oder nicht-regenerativ  -  aufgeteilt werden …Leute, die etwas Gegenteiliges behaupten, betreiben Etiketten-Schwindel und sind Scharlatane…

Diese Erkenntnisse kann man sich unter Einschaltung seines gesunden Menschenverstands jederzeit herleiten, und immer größer werdende Bevölkerungskreise können diese Überlegungen ohne weiteres nachvollziehen.

Eine exzellente, sehr verständlich zu lesende Abhandlung ergibt sich  hier .

Unter Partei-Ideologie stehende  Politiker  tun sich naturgemäß schwer, rationale und auf naturwissenschaftlichen Grundsätzen bestehende Fakten anzuerkennen, wenn diese ihrer Ideologie widersprechen.

Umso  mehr ist es wichtig, daß sich der aufgeklärte Bürger nicht mehr länger von hinsichtlich ihrer Aussagen zu physikalischen Grund-Kenntnissen als „Dünnbrett-Bohrer“ sich outenden Politikern an der Nase herumführen läßt…

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de

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Windkraft  -  ohne Speicher sinnlos !

 

Vortrag vor der C S U-Senioren-Union nennt Schwachpunkte einer auf Windkraft gestützten Energiewende

 

N a c h h i l f e  für

den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann / MdL (Grüne),

den BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne),

den Stuttgarter OB Fritz Kuhn (Grüne),

den Tübinger OB Boris Palmer (Grüne),

den Schwäbisch Haller OB Hermann-Josef Pelgrim (SPD),

den Esslinger OB Jürgen Zieger (SPD),

den Waiblinger OB Andreas Hesky (Freie Wähler),

den Bad Mergentheimer OB Udo Glatthaar (CDU)

und viele weitere auf dem Irrweg befindliche

Mandats- und kommunale Entscheidungsträger…

 

(wm / 110515) - Ein vor Mitgliedern der CSU-Senioren-Union in Bayern gezeigter Vortrag des Dipl.-Ing. Hans W. Häfner / VDI (Mitglied des SEN Landesvorstands der CSU) veranschaulicht an leicht verständlichen Schaubildern eindrucksvoll, warum eine vor allem auf Windkraft und Sonnen-Photovoltaik gebaute Energiewende zum Scheitern verurteilt ist, solange es keine groß-volumige und in industriellem Umfang vorhandenen Speichermöglichkeiten gibt.

Die oben genannte Aufzählung der in Sachen Energiepolitik auf dem Irrweg befindlichen Mandatsträger auf kommunaler, Landes- und Bundesebene und der kommunalen Entscheidungsträger ließe sich beliebig erweitern, beispielsweise um

·        die Bürgermeister Kornelius Bamberger (FWV; Bönnigheim), Volker Godel (FDP; (Ingersheim), Uwe Hehn (Creglingen), Klaus Kornberger (Weikersheim)  -  beide der CDU nahestehend  -  Wolfgang Claas (Langenburg), Harry Brunnet (FWV / FDP; Hardthausen), Ewald Wolpert (Königheim), Stefan Ohr (parteilos; Kirchberg / Jagst) und viele andere

·        Landräte wie Reinhard Frank (CDU), Landrat Main Tauber

·        neben den BW-Landtagsabgeordneten der Grünen und der SPD auch um Landtagsabgeordnete der CDU, wie bspw. Prof. Wolfgang Reinhart / MdL, CDU-Kreisvorsitzender Main Tauber und dort Wahlkreis-Landtagsabgeordneter

·       oder viele Mitglieder der Regionalversammlungen, beispielsweise der Region Stuttgart (VRS) oder Heilbronn-Franken und andere

·         sowie um den einen oder anderen Redakteur in den Regional- und Lokalzeitungen, die doch allzu oft ihre Berufsgrundsätze bzgl. eines kritisch recherchierenden und berichtenden, überparteilichen Journalismus verlassen und sich stattdessen von der Windkraft-Lobby korrumpieren lassen, indem über ein derart bei den Bürgern umstrittenes Thema im Wege der unkritischen Hofberichterstattung doch oft allzu einseitig „pro-Windkraft“ berichtet wird, damit den einen oder anderen noch uninformierten Bürger manipulierend

Während vor allem bei Mitgliedern der Grünen wegen deren oft zu beobachtenden ideologischen Verblendung kaum Hoffnung auf Einsicht besteht, bleibt bei vielen anderen Mandatsträgern doch noch eine „leise“ Hoffnung, daß sie ihren Irrweg erkennen und unter Zuhilfenahme ihres gesunden Menschenverstands bereit sind zur Umkehr, bevor es zu weiteren Fehl-Entscheidungen mit für Anleger und Standort-Kommune zu oft katastrophalen finanziellen Folgen und zu noch größerem Natur- und Landschaftsfrevel in dem von ihnen zu verantwortenden Bereich / Region kommt.

Insbesondere bei den nicht ideologisierten Entscheidungsträgern könnte die Lektüre des bei der CSU-Senioren-Union gehaltenen und leicht verständlichen Vortrags bewirken, daß dieser Personenkreis noch rechtzeitig „auf den Pfad der Tugend“ zurück kehrt.

 

Zum Vortrag hier klicken

 

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


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               Die geballte Kompetenz von führenden                                Grünen-Politikern,                                    wenn es um das Thema „W i n d k r a f t“ geht,                                         dargestellt am Beispiel von                                                            C e m   Ö z d e m i r                                   (Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen)

(wm / 020515) - Insbesondere Politiker der Grünen fühlen sich berufen, bei nahezu jeder sich bietenden  -  insbesondere aber auch bei jeder sich nicht bietenden  -  Gelegenheit zum Thema „Energiewende“ und dort besonders zum Reiz-Thema „Windkraft“ den „Mund auf zu machen“, um „ihren Senf zum besten geben“ zu können.

Ein besonders krasses Beispiel seiner ihn zum Thema „Energiewende / Windkraft“ auszeichnenden Inkompetenz hat Cem Özdemir / MdB (Bundesvorsitzender der Bündnis 90 / Die Grünen) in einem Interview geboten, das in einem ARD / Brennpunkt am 16.3.2011  -  also 4 Tage nach „Fukushima / Japan“  -  ausgestrahlt wurde.

Özdemir, nach seinem Realschul-Abschluß und einer Lehre als Erzieher und diesen Beruf auch einige Zeit ausübend, mußte als damals amtierender Innenpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion am 26.7.2002 notgedrungen von seinem Amt zurücktreten, als herausgekommen war,

·         daß er dienstlich erworbene Bonus-Flugmeilen privat verwendet hatte

·         und als  weiter herausgekommen war, daß er einen Privat-Kredit über 80 000 € von einem PR-Berater angenommen hatte und sich, so lauteten die damaligen Vorwürfe, korrumpieren ließ

Damals und bis heute ist er über seine innerhalb und außerhalb des Deutschen Bundestags abgegebenen Wortmeldungen nicht unbedingt dadurch besonders aufgefallen, daß er über profunde Grund-Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern verfügt, bspw. in Chemie, Physik, Biologie oder Mathematik, die ihn dazu prädestinieren könnten, über ideologisch geprägte,  von Partei-Funktionären entworfene Parteitags-Beschlüsse hinaus qualifizierte Beiträge zum Thema Energiewende / Windkraft abgeben zu können.

Derjenige, der sich jedoch  -  und dies gilt insbesondere für Politiker  -  berufen fühlt und meint, Kommentare über die Energiewende / Windkraft in der interessierten Öffentlichkeit abgeben zu können, verbunden mit dem Anspruch, einigermaßen „Ernst genommen“ zu werden, sollte zuvor  -  um sich nicht der Lächerlichkeit preiszugeben  -  sicherstellen, daß seine Wortmeldungen nicht ins Peinliche abgleiten mit dem Ergebnis, daß mit Sachkunde ausgestattete Bürger derartiges Politiker-Geschwafel  -  zu Recht  -  sehr schnell als Äußerungen eines „Dünnbrett-Bohrers“ abqualifizieren.



Keine Naturzerstörung durch Windkraft
Into the Green by broombesoom, on Flickr

Im oben zitierten Interview spricht Özdemir mehrmals von „Giga-Byte“  anstelle von „Gigawatt“.

Außerdem versteigt er sich zu der Behauptung „Wir produzieren 140 Giga-Byte“; zum damaligen Zeitpunkt (16.3.2011) wäre richtig gewesen „Wir haben 140 Gigawatt installierte, d.h. Nenn-Leistung“. Mit seinen Äußerungen dokumentiert er, daß er den Unterschied zwischen „installierter Nenn-Leistung“, d.h. nur „auf dem Papier“ (im Betriebshandbuch) stehender und tatsächlicher, durch Wind real erzeugter kwh-Stromleistung nicht kennt. Allein Letzteres ist maßgebend.

 

Heutzutage weiß jedes Kind, daß es für die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung mit bezahlbarer Energie und zu jedem Zeitpunkt schon gar nicht auf die nur „auf dem Papier“ stehende Nennleistung einer Windindustrieanlage ankommt, sondern ausschließlich und allein darauf, daß tags und nachts zu jeder Jahreszeit genügend Wind weht, um den Energiebedarf an jedem Ort in Deutschland decken zu können.

Gerade hieran hapert es, denn das Windaufkommen bzw. die Natur läßt sich nun einmal  -  auch nicht von Grünen-Politikern  -  nicht steuern.

Augenscheinlich wird dies vor allem in den Sommer-Monaten, wo vor allem in den Monaten Juli / August / September vielerorts in Deutschland tags und nachts eher ein „laues Lüftchen“ als eine „steife Brise“ weht, dazu führend, daß trotz jetzt bundesweit installierten ca. 25 000 WKA‘ s bzw. einer installierten Nennleistung von „140 Gigabytes“  -  um es einmal mit den Worten von 
Cem Özdemir auszudrücken  -  die Erzeugung von Windstrom „am Boden liegt“ und für die Versorgung von Bürgern und Wirtschaft nahezu komplett ausfällt. In diesen Zeiten hilft auch Photovoltaik nicht viel weiter (z.B. nachts, wenn die Sonne nicht scheint oder an sonnenarmen Tagen).

Für die Erzeugung von Windstrom kommt es weniger auf die Nennleistung als vielmehr auf die tatsächlich und real erzeugte Windstrom-Volumen an und dies ist nun einmal abhängig vom tatsächlichen Windaufkommen vor Ort.

Anders ausgedrückt: Zu den jetzt bundesweit ca. 25 000 installierten WKA‘ s könnten weitere 
100 000 WKA‘ s hinzukommen; wenn bundesweit tage- und nächtelang „Wind-Flaute“ herrscht, fallen 100 000 zusätzlich gebaute WKA‘ s genauso aus wie die bereits 25000 installierten WKA‘s… einziger Unterschied: An diesen Tagen und Nächten würden dann nicht nur 25 000 WKA‘ s , sondern 125 000 WKA‘ s mehr oder weniger trostlos vor sich hin dümpeln …und die Energieversorgung der Wirtschaft und Bürger müßte durch Hochfahren konventioneller, mit fossilen Brennstoffen (Öl, Kohle, Gas) betriebenen Kraftwerken oder mit KKW‘ s oder durch Zukauf von Energie aus dem Ausland erfolgen…
 



Die Speicherfrage bei der Windkraft scheint gelöst, dank Cem Özdemir

Mit derartigen Worthülsen zeigen Politiker wie er eindrucksvoll, daß es ihm an den elementarsten Grund-Kenntnissen -  zumindest in Sachen „Windkraft“  -  mangelt. Weitere in seinem ARD-Brennpunkt-Interview enthaltene Stilblüten sind im oben genannten you-tube-Video ersichtlich. Seine im ARD-Interview gezeigten, wesentlichen Falschaussagen sind nachfolgend zusammengestellt ( Kompetenz der Prominenz ).

Im zitierten ARD-Interview hat nur noch eine weitere Stilblüten-Aussage von Özdemir dergestalt gefehlt, nämlich die, wonach die produzierte Leistung einer Windindustrieanlage in „Kilogramm“ (und nicht in Kilowatt / kwh) gemessen werde… Aber keine Angst…dies dürfte irgendwann einmal noch nachfolgen…

Nicht mehr rekonstruieren läßt es sich auch, ob das am 16.3.2011 ausgestrahlte ARD-Interview von Özdemir als „Nachschlag“ zur damals ausklingenden Karnevalszeit  -  quasi als verspätete Büttenrede  -  gedacht war…

Auffallend ist, daß ähnliche Wortmeldungen ähnlichen Niveaus vor allem bei den Grünen auffallend häufig  anzutreffen sind…

Viele der in dieser Materie sattelfesten Bürger stellen sich angesichts derartig unqualifiziert geäußerter Meinungen die Frage, wie man Politikern dieses Kalibers die Sicherheit der Energieversorgung für Wirtschaft und Private und damit die Sicherung des Wohlstands der Bevölkerung an einem Hochtechnologie-Standort wie Deutschland anvertrauen kann…

Den in Sachen „Windkraft“ nicht ganz sattelfesten Grünen-Politikern wäre zu empfehlen, sich zuerst einmal „schlau“ zu machen, bevor sie mit ihren Äußerungen auf die Menschheit losgehen, oder den Mund zu halten, getreu dem altbekannten schwäbischen Motto „Schuster bleib‘ bei deinem Leisten…“

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

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Was hat das Wort „Lügenpresse“ mit „Windkraft“ zu tun ?

 

Hohenloher Tagblatt (HT) regt Diskussion zum Begriff „Lügenpresse“ 
in seiner Leserschaft an

 

Kritischer Leserbrief-Schreiber analysiert die Presse-Berichterstattung zum Thema „Windkraft“ und kommt zum Ergebnis: „Redakteure müssen Kritik einstecken können“

 

(wm / 270115) - Sprachwissenschaftler in Deutschland wählen jedes Jahr ein „Unwort“ aus. Für das Jahr 2014 wurde das Wort „Lügenpresse“ als Unwort ausgewählt. Kern der Begründung ist ihre Ansicht, wonach das Wort „Lügenpresse“ einen ganzen Berufsstand, nämlich

·         den Berufsstand der Journalisten, Redakteure und sonstiger Medienvertreter

mehr oder weniger pauschal verunglimpfe.

Brisant ist die Auswahl vor allem, weil das Unwort „Lügenpresse“ einerseits von Pediga („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) als Schlagwort benutzt wird, um die ihrer Meinung nach falsche, weil u.a. die zu den vor allem derzeit gesellschaftspolitisch relevanten Themen „Islamisierung“, „Zuwanderung“, „mangelnde Integration / Isolation von Ausländern in Deutschland“, „multikulturelle Gesellschaft“ etc. erfolgende Medienberichterstattung zu brandmarken, weil sie viele ihrer Meinung damit im Zusammenhang stehende Problembereiche nicht oder nur unzureichend aufgreife.

Als  „Pegida“  bezeichnet sich „eine Organisation in Dresden, die seit dem 20. Oktober 2014 wöchentliche Demonstrationen in Dresden gegen eine von ihr angenommene Islamisierung und eine aus ihrer Sicht verfehlte Migrations- und Asylpolitik Deutschlands und Europas veranstaltet“ und dies in den letzten Wochen mit immer größerem Zulauf.

Erst recht brisant ist die Auswahl dieses Unworts, weil die Nationalsozialisten seinerzeit vor allem diejenigen Teile der freien Presse als „Lügenpresse“ denunzierte, die gegenüber den Nationalsozialisten vor und nach deren Machtergreifung weiterhin kritisch berichtete. Die freie und kritisch gegenüber den Nationalsozialisten eingestellte Presse sollte bewußt  -  gesteuert durch das Reichspropaganda-
Ministerium  -  mit diesem Wort „Lügenpresse“ pauschal in den Augen der breiten Öffentlichkeit verunglimpft werden, um nach erfolgter Machtergreifung und  Übergang zur Diktatur die schon im Wort „Lügenpresse“ (= nicht wahrheitsgemäße Berichterstattung) liegende Begründung zur danach folgenden Ausschaltung der freien Presse zu liefern. Der Verlust der Pressefreiheit bzw. die Einführung der Zensur waren die Folge, einhergehend mit dem Verlust demokratischer Grundrechte.

Vor diesem Hintergrund der Wahl zum Unwort des Jahres 2014  hat sich das Hohenloher Tagblatt (HT) gegen eine seiner Meinung nach pauschale, durch das Unwort „Lügenpresse“ erfolgende Verunglimpfung der Medien gewehrt. Das HT hat seine Leser zu einer Diskussion angeregt.

Ein Leserbrief-Schreiber hat daraufhin in seinem unter dem 23.1.2015 veröffentlichten Leserbrief („Redakteure müssen Kritik einstecken können“) die Diskussion aufgegriffen. Er analysiert die bisher erfolgte Presse-Berichterstattung zum Thema „Windkraft“ unter der hehren, an die Medien gerichteten Zielvorgabe „einer wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit“. Dies könnte man im Klartext auch mit einer manipulationsfreien, die Bürger nicht falsch informierenden Berichterstattung gleichsetzen.

Der Leserbrief-Schreiber kommt zum Ergebnis, daß die bisher in vielen Medien zum Thema „Windkraft“ nur oberflächlich und einseitig erfolgte Berichterstattung keinesfalls „einer wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit“ entspricht; bspw. dann nicht, wenn bei jedem neu geplanten oder in Betrieb gesetzten Windindustrieanlage regelmäßig von teils angesichts der Komplexität der Materie oft überforderten Redakteuren darüber schwadroniert wird, wieviel Tausende von Bürgern durch die neue WKA ab jetzt mit Wind-Strom versorgt würden, obwohl doch bereits jeder „Erst-Klässler“ ganz genau weiß, daß Strom einerseits tags und nachts benötigt wird und daß andererseits bei Windschwäche bzw. monatelangem Rotor-Stillstand bei nur „lauen Lüftchen“ bspw. im Sommer Wochen und Monate lang so gut kein Privat-Haushalt  -  von der Wirtschaft ganz zu schweigen  -  mit Wind-Strom versorgt wird.

Insoweit und seinen weiteren Ausführungen entsprechend ist die Kritik des Leserbrief-Schreibers an einer leider allzuoft nicht immer „wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit“ durch Teile der Medien nachvollziehbar, insbesondere dann, wenn man die vielerorts zum Thema „Windkraft“ bisher erfolgte Medien-Berichterstattung Revue passieren läßt.

Nachfolgend der kürzlich im Hohenloher Tagblatt“ veröffentlichte Leserbrief:  


Leserbrief: "Redakteure müssen Kritik einstecken können"

 

"Liebes Redaktionsteam des HT, wie Andreas Harthan geschrieben hat, seid ihr der Wahrheit verpflichtet. Das Wort 'Lügenpresse' hat euch betroffen gemacht und ihr fühlt euch angesprochen", schreibt Guy Franquinet aus Crailsheim in seinem Leserbrief.

 

23.01.2015

 

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Wort „Lügenpresse“ wehtut, aber diskreditieren tut es erst, wenn es gar nicht zutreffen würde.

Viele Sachen haben mehrere Seiten und nicht nur Redakteure werden in ihrem Beruf kritisiert. Das „Totschlagargument“, dass das Wort „Lügenpresse“ in der Nazizeit verwendet wurde, ist natürlich eine schlechte Gegenwehr. Wenn man alle Redewendungen, die man typischerweise im Dritten Reich verwendet hat, verbannen wollte, wäre die deutsche Sprache sehr verarmt.

Wichtig ist die „wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit“. Wenn im HT zu lesen ist, dass ein Windrad zigtausend Haushalte mit Strom versorgt, fragt man sich natürlich, ist das nur die Unwahrheit oder schon Lüge? Denn jedes Kind weiß, dass man Strom Tag und Nacht braucht, und dass bei uns so wenig Wind weht, dass meistens damit kein Strom produziert wird und dementsprechend kein einziger Haushalt damit versorgt werden kann.

Ja die ganze Energiewende ist gescheitert: Die Worte von Patrick Graichen in „DER  ZEIT“, einem der Vordenker der Energiewende: Es ist ein Irrtum mit hässlichen Folgen. Die Energiewende, so wie sie jetzt angelegt ist, macht die Luft nicht sauberer, sondern dreckiger. Sie sorgt dafür, dass Deutschland die selbst gesetzten Klimaziele reißt. Denn die Energiewende fördert, unbeabsichtigt, die dreckigen Kohlekraftwerke und zerstört die relativ sauberen Gaskraftwerke.

„Im Nachhinein ist das alles logisch“, sagt Graichen. „Trotzdem hat hier vor drei, vier Jahren keiner diese Logik so durchschaut.“ Das heißt, dass jedes Windrad den Ausstoß von CO2 erhöht, statt dass dies es verringert und macht die Umwelt dreckiger.

Das Expertengremium des Bundestages und der Bundesrechnungshof haben sich ähnlich geäußert. Deswegen darf sich bei uns natürlich kein einziges Windrad mehr drehen oder noch gebaut werden. Wann konnte ich diese wichtigen Informationen im HT in den letzten Wochen lesen? Im Übrigen haben alle unabhängigen Experten das schon immer angeprangert. Die hat die Redaktion bisher nicht zu Wort kommen lassen. Ist das wahrhaftige Information? Also liebe Redaktion, wenn Leute mit Schildern mit „Lügenpresse“ demonstrieren, fällt das genauso unter die Meinungsfreiheit wie jede andere Aussage – auch, auch wenn's wehtut.

Laut Umfragen sollen ja 75 Prozent der Bürger durchaus Sympathien für die Forderungen der Pegida-Bewegung haben. Die Menschen, die für Pegida demonstrieren behaupten von sich selbst, dass sie nicht rassistisch sind und auch nicht gegen die Aufnahme von verfolgten Menschen. Da hat aber die Presse völlig anders berichtet, oder? Auch Andreas Harthan schreibt so, als wenn er wüsste, wie Pegida-Demonstranten denken.

Was diskreditiert schlimmer? Das Wort „Lügenpresse“ oder Demonstranten pauschal als Rassisten zu verurteilen? Die Presse hat zunächst falsch berichtet. Hätten die Medien über Pegida wahrhaftiger berichtet, wäre eine Morddrohung vielleicht unterblieben.

Ich wünsche mir, dass Redakteure nicht nur Wahrhaftiges berichten, sondern auch eine dickere Haut bekommen, um Kritik einstecken zu können. Denn es geht um viel mehr, auch um ihre Profession und darum, ob die Zeitungen auch künftig in der bisherigen Pluralität existieren können. Wer zu scharf und ungenau zurückschießt, sägt an seinem eigenen Ast.


Guy Franquinet, Crailsheim

 Ende des Leserbriefs im Hohenloher Tagblatt

 
 

 Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“ (v.i.S.d.P.;Ex.i.d.F.v.27.1.15)

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 

www.gegenwind-husarenhof.de



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Übergabe einer Resolution (2) an den
baden-württembergischen Umweltminister
Franz Untersteller / MdL
aus Anlaß seines Besuchs am Montag, den 21.7.2014 in
Bad Mergentheim
-       Übergabe durch Bürgerinitiativen -
 
Veranstaltung / Podiumsdiskussion des Kreis- und Ortsverbands von Bündnis 90 / Die Grünen
(MGH-Mittelstandszentrum)
 

  

Irrwege der BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beim Thema „Windkraft “ !


Windkraft versus K l i m a s c h u t z: Windkraft-Ausbau  -  dazu noch im windschwachen Binnenland  -  verstößt eklatant gegen Klimaschutzziele

 

(wm / 080714) - Die Grünen sind bekanntermaßen glühende Verfechter eines noch stärkeren Ausbaus der Windkraft, wobei sich die Grünen-Ortsverbände nun sogar im relativ windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen WKA-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland Baden-Württemberg für Windkraft-Forcierung stark machen.

Stellvertretend dafür steht der Grünen-OV Bad Mergentheim, der sich auch für Windkraft-Standorte im ökologisch hochsensiblen Wald wie bspw. im Creglinger Klosterwald, in den Wäldern von MGH-Apfelbach, MGH-Althausen, Boxberg oder Königheim einsetzt. Diese Forderungen des Grünen-OV Bad Mergentheim bzw. des BW-Landesverbands treffen bspw. auch  auf Langenburg (Brüchlinger Wald), Frankenhardt / Uhlberg (Schäferwald), Hardthäuser Wald, in Gaildorf, in den Limpurger Bergen, im Voralb-Gebiet, auf der Schwäbischen Alb, im Voralpen- / Bodenseeraum oder auf den Höhenlagen des Süd- und Nord-Schwarzwalds zu, um nur einige zu nennen.

Auf der Homepage des Ortsverbands 
(
http://www.gruene-main-tauber.de/Windkraft/articles/Windkraft.html  ) wird dies damit begründet, daß der Ausstoß klimaschädlicher CO2-Treibhausgase  reduziert werden soll, um zu einer Reduzierung des Temperaturanstiegs bzw. der Weltklima-Erwärmung zu kommen. Dieses Ziel ist vorbehaltslos zu begrüßen.

Wer allerdings denkt, daß dies mit dem weiteren, nur durch 20 Jahre lang garantierten und von den Stromkunden zu tragenden EEG-Milliarden-Subventionen verursachten WKA-Ausbau an zuvor großflächig abgeholzten Wald-Standorten erreicht wird, befindet sich gewaltig auf dem Irrweg.


Waldlichtung bei Werdeck 2013
Third dead oak tree by sualk61, on Flickr
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Denn: Jeder auch nur mittelmäßig begabte Schüler weiß schon nach der ersten Stunde Biologie-Unterricht, daß Wald und Bäume wichtig sind für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt, weil sie als Luftfilter Schadstoffe absorbieren, kühle Luft an angrenzende wärmere, waldfreie Regionen abgeben und so für das ökologische Gleichgewicht sorgen. Eindringlich hat darauf auch Dr. Till Backhaus (Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Mecklenburg-Vorpommern) aus Anlaß des Ende April 2014  begangenen „Tag des Baumes“ hingewiesen:

 

·         „Bäume produzieren wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. Eine 100jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 kg Sauerstoff frei und bindet 2,35 kg CO2; Durch die Verdunstung von Wasser tragen die Bäume erheblich zur Verbesserung des Klimas bei. Eine Eiche verdunstet an einem Sommertag durchschnittlich 43 Liter und kühlt damit die Umgebung; 100 m³ Holz schaffen bzw. erhalten einen Arbeitsplatz in der Forst- und Holzwirtschaft; Standortgerechte Gehölze schaffen den notwendigen Lebensraum und sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleintiere. In naturnahen Buchenwäldern leben beispielsweise bis zu 7.000 Tierarten.“

 
Diese Funktionen liegen allesamt auch bei den oben genannten und an allen übrigen Wald-Standorten vor, wie die vor kurzem von Förster Heisig im Beisein von rd. 300 Teilnehmern geleitete Klosterwald-Exkursion eindrucksvoll gezeigt hat und vor dessen zu Natur- und Landschaftsfrevel führenden Abholzung alle dort vor Ort berufsmäßig verkehrenden Fachleute eindringlich warnen.

Ganz auf dem Irrweg sind die Grünen mit ihren Ausführungen unter „Warum Windräder bei 
uns ?“, wenn sie suggerieren, daß Windkraft in Baden-Württemberg bisher von Vorgänger-Regierungen blockiert worden sein soll. Sie scheinen noch immer nicht zu wissen, daß das jahresdurchschnittliche Windaufkommen als wesentliche Einflußgröße für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb einem starken Nord-Süd-Gefälle unterliegt, wie alle seriös erhobenen Langzeit-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) der letzten 20 Jahre belegen.

Danach ist die „Windhöffigkeit“ in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands um ca. 2 - 3 Mal höher als im relativ windschwachen Baden-Württemberg. Dementsprechend sind von den bisher bundesweit bisher ca. 24 000 installierten WKA‘ s folgerichtig auch rd. 80 % im windstarken Norden und Osten Deutschlands konzentriert, während im windarmen BW gerade mal ca. 400 WKA‘ s stehen. Von diesen erwirtschaften wiederum ca. 80 % - 90 % Jahr für Jahr ununterbrochen seit ihrer Inbetriebnahme tiefrote Verlust-Betriebsergebnisse  -  auch in Main-Tauber  -  und ein Großteil der schon jetzt arg gebeutelten Kapitalanleger dürfte  -  wenn überhaupt -  nur noch einen Bruchteil ihres Eigenkapitals „am Ende des Tages“ wiedersehen, von Gewinnausschüttungen und Gewerbesteuer-Zahlungen an die Standort-Kommune ganz zu schweigen.  

Reinhold Messner (2002):  „Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“.

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ (Besigheim / Ingersheim); Berater der BI‘ s; v.i.S.d.P.; Ex.i.d.F.v. 8.7.2014

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektion Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund)

 

Bürgerinitiativen:

WindWahn Nein-Danke Bad Mergentheim e.V. (Althausen, Apfelbach)

„Rettet den Klosterwald, Creglingen“

„Keine Windkraft im Boxberger Wald“

BI Königheim

BBL Besorgte Bürger Langenburgs („Schützt den Brüchlinger Wald“)

IG Lebensqualität Blaufelden-Langenburg (Billingsbach)

IG Uhlberg und Umgebung

u.v.m.


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Übergabe einer Resolution (1) an den baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller / MdL aus Anlaß seines Besuchs am Montag, den 21.7.2014 in Bad Mergentheim
Veranstaltung / Podiumsdiskussion des Kreis- und Ortsverbands von Bündnis 90 / Die Grünen
(Mittelstandszentrum)

 Aufruf an alle Mitglieder des RegionalverbandsHeilbronn-Franken !

Forderungen der Gegenwind-Bürgerinitiativen

25.7.2014: Entscheidender B e s c h l u ß der Vollversammlung beim

Regionalverband H e i l b r o n n - F r a n k e n

über R e g i o n a l p l a n,

Teilfortschreibung W i n d k r a f t betreffend

 

Bevorstehender  W i n d k r a f t - B e s c h l u ß  beeinflußt die Zukunftsfähigkeit der geplanten Windkraft-Standorte

(Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund) existenziell

und wirkt sich auch negativ auf die nachfolgende Generation aus

 

Lassen sich die M i t g l i e d e r beim  R V  HN-Franken vor den „Karren der Windkraft-Lobby spannen“ und werden so zum Steigbügelhalter für einen unglaublichen und irreparablen Natur- und Landschaftsfrevel… ?

 

…noch dazu an Windkraft-Standorten, die wegen relativer Windarmut und daher viel zu geringem Windaufkommen völlig ungeeignet sind für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb !

 

Windkraft-Betrieb im viel zu windschwachen Baden-Württemberg / Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund führt zu viel zu vielen Nachteilen zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur, denen keine  -  bzw. wenn überhaupt, dann nur marginale  -  Vorteile gegenüberstehen !

 

Deshalb: A p p e l l an die M i t g l i e d e r der Vollversammlung im

Regionalverband HN-Franken am 25.7.2014:

Werden Sie Ihrer V e r a n t w o r t u n g für die gesamte Region gerecht und stimmen Sie „ohne Wenn und Aber“ mit einem klaren „N E I N“ gegen weiteren W i n d k r a f t - U n f u g im

Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund !

Die Bürger der Region + die nachfolgende Generation danken es Ihnen !


I        Sachverhalt

 

(wm / 260614) - Die Mitglieder des Regionalverbands Heilbronn-Franken (Vollversammlung) stehen am 25.7.2014 bei ihrer Sitzung in Tauberbischofsheim (Beginn 9.30 Uhr, Stadthalle TBB) vor einer richtungsweisenden Entscheidung, wenn die Beschlußvorlage des Verbandsdirektors Klaus Mandel zur Abstimmung ansteht, die Änderung des Regionalplans  -  Teilfortschreibung Windkraft  -  betreffend.

Ihre Entscheidung  -  zustimmend oder ablehnend  -  betrifft die Zukunftsfähigkeit (positiv oder negativ) an vielen geplanten Windkraft-Brennpunkten der ganzen Region.

Wie bekannt, sehen die Pläne der „Grün-Rot“ geführten BW-Landesregierung vor, zusätzlich zu den bereits ca. 400 „im Ländle“ bestehenden Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2020 noch weitere ca. 1200 Windindustrieanlagen zu bauen, die künftig bis zu 230 m hoch werden, damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom.

Den Plänen zufolge soll die im Regionalverband HN-Franken zusammengefasste Region den Löwenanteil von ca. 40 % - 50 % (= 480 - 600 WKA‘ s) dieser Ausbau-Pläne tragen, obwohl dort bereits an vielen Standorten schon jetzt eine Überfrachtung mit Windkraftanlagen bzw. von Anlagen der regenerativen Energieerzeugung besteht (Windkraft-, Photovoltaik-, Biogasanlagen). Die im Wirkungskreis der Anlagen dort lebenden Bürger können bzgl. der davon ausgehenden Belastungen „ein Lied davon singen“.

Selbst dann, wenn manche hochfliegenden Windkraft-Pläne wegen Verstoßes gegen Natur- und Landschaftsschutzgesetzen u. ä. (zunächst) nicht gebaut werden bzw. vor den Verwaltungsgerichten scheitern und der WKA-Ausbau nicht sofort „mit voller Wucht“ sondern eher „schleichend“ und daher zeitlich gestreckt  -  um die Bürger „ruhig zu stellen“ bzw. um sie daran zu gewöhnen  -  realisiert werden sollten, bliebe zu befürchten, daß die weitgehend ideologisch geprägten Ausbau-Pläne der BW-Landesregierung „nach und nach“ umgesetzt würden.


II     Aufruf an alle Mitglieder des Regionalverbands Heilbronn-Franken zum „Nein“ gegen weiteren Windkraft-Unfug im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund

 

Stimmen Sie bitte im Interesse von Mensch, Landschaft und Natur mit einem klaren „Nein“ gegen weiteren regierungsamtlich verordneten und ideologisch beeinflußten Windkraft-Unfug in Ihrer Heimat bzw. im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken 

Die Bürger und die nachfolgende Generation danken es Ihnen!

Nachfolgend genannte Mitglieder der Vollversammlung beim RV HN-Franken entscheiden am 25.7.2014, ob die Zukunftsfähigkeit einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund entlang von Tauber, Jagst und Kocher auch noch für die nachfolgende Generation gewahrt bleibt oder ob es zu einer weiteren „Ausräumung“ einer bisher dort noch weitgehend intakten Landschaft und Natur zu Lasten der Allgemeinheit und zugunsten einiger Profiteure kommt, dem ohnehin schon vielfach „am Boden liegenden“ Landschafts- und Naturschutz einen weiteren „Schlag unter die Gürtellinie“ versetzend…

Karl Alber / CDU; Erlenbach   Gerhard Bauer/CDU; Schwäbisch Hall   Alfred Beetz/CDU; Grünsfeld

Wolfgang Binnig / Die Freien, Rosengarten;   Helmut Bleher / CDU; Untermünkheim-Enslingen;

Dieter Böhringer / CDU; Pfaffenhofen   Dieter Bopp / FWV/FDP; Löwenstein

Karlheinz Börkel / CDU; Schöntal   Rüdiger Braun / FWV/FDP; Abstatt

Günter Breitenbacher/ SPD; Weikersheim   Harry Brunnet / FWV/FDP; Hardthausen

Florian Dollmann / FWV/FDP; Langenburg   Heiner Dörner / FWV/FDP; Heilbronn

Robert Fischer / Die Freien; Kreßberg   Reinhard Frank / CDU; Tauberbischofsheim

Timo Frey / CDU; Eberstadt;   Hanspeter Friede / SPD; Bad Friedrichshall

Harald Friese / SPD; Heilbronn   Dr. Michael Gantner / CDU; Talheim

Renate Gassert / SPD; Wertheim   Klaus Grabbe / SPD; Neckarsulm

Uwe Gysin / FWV/FDP; Forchtenberg   Hermann Harst / SPD; Beilstein

Andreas Heinrich / CDU; Heilbronn   Helmut Himmelsbach / CDU; Heilbronn

Heinz Hofmann / CDU; Freudenberg   Herbert Holl / CDU; Crailsheim;

Klemens Izsak / Die Freien; Schrozberg   Josip Juratovic / SPD (MdB); Heilbronn

Emil Kalmbach / Die Freien; Niedernhall   Klaus Kornberger / Die Freien; Weikersheim

Claudia Kern-Kalinke / Bündnis 90/Die Grünen-ÖDP-Die Linke; Ilshofen

Helmut Klöpfer / Bündnis90/Die Grünen-ÖDP-Die Linke; Bad Mergentheim

Christian Kremer / Die Freien; Boxberg   Artur Kübler / CDU; Heilbronn

Alfred Kulka / CDU; Flein   Herbert Kümmerle / SPD; Neuenstein-Kirchensall

Volker Lenz / Die Freien; Künzelsau   Bernhard Löffler / SPD; Heilbronn

Thomas Maertens / CDU; Lauda-Königshofen   Stefan Mikulicz / CDU; Wertheim

Johannes Müllerschön / Bündnis90/Die Grünen-ÖDP-Die Linke; Offenau

Karl-Eugen Graf von Neipperg / CDU; Schwaigern   Hermann Josef Pelgrim / SPD; Schwäbisch Hall

Detlef Piepenburg / CDU; Heilbronn   Erich Preetz / CDU; Eppingen

Wolfgang Rapp / SPD; Ellhofen   Ulrich Ruoff, CDU; Oedheim

Friederike Rust / SPD; Abstatt  Willi Schmitt / CDU; Dörzbach

Joachim Scholz / CDU; Neckarsulm   Klaus-Dieter Schumm / Die Freien; Gerabronn

Ralf Schukraft / Bündnis90/Die Grünen-ÖDP-Die Linke; Untergruppenbach

Ulrich Stammer / CDU; Möckmühl   Roland Stammler / SPD; Neckarsulm

Björn Steinbach / FWV/FDP; Lehrensteinsfeld   Ralf Steinbrenner /FWV/FDP; Leingarten

Christian Freiherr von Stetten / CDU; Schloß Stetten   Lothar Stockert / Die Freien; Krautheim

Werner Strack / Die Freien; Oberrot   Matthias Strobel / CDU; Stimpfach

Wolf Theilacker / Bündnis90/Die Grünen-ÖDP-Die Linke; Heilbronn

Wolfgang Vockel / CDU; Tauberbischofsheim   Wilhelm Wackler / CDU; Satteldorf

Armin Waldbüßer / Bündnis90/Die Grünen-ÖDP-Die Linke; Obersulm

Rolf Weibler / CDU; Bretzfeld-Siebeneich   Nico Weinmann / FWV/FDP; Heilbronn

Joachim Weller / FWV/FDP; Untergruppenbach   Timo Wolf / FWV/FDP; Gemmingen

Roland Wurmthaler / Die Freien; Ilshofen   Hans Zipperer / SPD; Rosengarten

Friedrich Zahn / Bündnis90/Die Grünen-ÖDP-Die Linke; Gaildorf

Nachrücker: Harry Mergel / SPD; Heilbronn (Oberbürgermeister Stadt Heilbronn)


Dieser Aufruf geht neben den Mitgliedern der  Vollversammlung beim RV HN-Franken auch z. Ktn. bzw. mit der Bitte um Unterstützung an die im Bereich des RV-HN-Franken

·        befindlichen Kreisgeschäftsstellen und Ortsverbände der Parteien

·         an die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region

·         Landes-Geschäftsstellen der Parteien und Fraktions-Vorsitzenden der im BW-Landtag vertretenen Parteien

·         Entscheidungsträger auf kommunaler und Landesebene, (Ober)Bürgermeister, Gemeinde- und Ortschaftsräte, Landräte / Landratsämter (Untere Naturschutzbehörden), Regierungspräsidium Stuttgart (Obere Naturschutzbehörde, Referate 55 und 56), Mitglieder der Kreistage, Einrichtungen des öffentlichen Lebens vor Ort, weitere Multiplikatoren vor Ort (u.a. Vereinsvorsitzende, Tourismus-Verbände, Gewerbetreibende / Selbständige / Freiberufler, Naturschutz-Organisationen vor Ort, dem Naturschutz nahestehende Vereine und Organisationen wie Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Ortsgruppen der Schwäbischen Albvereine, Schwäbischer Heimatbund (SHB) u.v.m.) 

·         sowie an die Medien


III      Windkraft-Forcierung: Nachteile für die ganze Region HN-Franken

 

1         Irreparable Natur- und Landschaftszerstörung

 

Die geplante Windkraft-Forcierung führt zu einer Natur- und visuellen Landschaftszerstörung in einem völlig unbekannten und bisher in der Region noch nie dagewesenen Ausmaß.

Erfahrungen an bereits realisierten WKA-Standorten in Rheinland-Pfalz (Soonwald / Hunsrück etc.) und anderswo zeigen klar, daß pro einzelner WKA eine Fläche von durchschnittlich ca. 7 000 qm - 10 000 qm benötigt wird. Diese wird versiegelt / zubetoniert. Dieser Raubbau an der Natur droht nun auch in BW bzw. an vielen geplanten Standorten im Bereich des RV HN-Franken. Je nach benötigter Infrastruktur (neues Straßen- und Feldwegenetz, Bau von Zu- und Ableitungen, Trafo- / Umspann-Stationen, Verbreiterung / Befestigung bestehender Straßen- und Feldwege zur Befahrung mit schwerem Gerät u.a.) ist der Flächenverbrauch je einzelner WKA noch größer.

Reinhold Messner (2002):  „Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“.

 

 

2      Verstoß gegen bestehende Naturschutzgesetze / Aushebelung und „Biegung“ von Natur-. Wasser- und Landschaftsschutzrichtlinien und -verordnungen

 

Zur Wahrung des Natur- und Landschaftsschutzes und im Interesse der Bürger hat der Gesetzgeber in der Vergangenheit und aus gutem Grund eine Reihe von Natur- und Landschaftsschutzgesetzen erlassen; Behörden haben darauf aufbauend konkrete Richtlinien etc. erstellt.

Zur mehr oder weniger rücksichtslosen Durchsetzung der von der BW-Landesregierung vorgegebenen und von der Windkraft-Lobby tatkräftig unterstützten Ausbauziele  -  auch an besonders sensiblen und für das ökologische Gleichgewicht der Region wichtigen Wald-Standorten und in Natur-, Wasser-, Landschafts-, (Europäischen) Vogelschutz-, Natura2000, FFH-Gebieten, Regionalen Grünzügen etc.  -  wird sehenden Auges immer stärker gegen bestehende Natur- und Landschaftsschutzgesetze verstoßen und die eigentlich von Amts wegen bzw. von ihrer Aufgabenstellung her zur Bekämpfung des Naturfrevels ins Leben gerufenen Oberen und Unteren Naturschutzbehörden schauen „auf Druck von oben“ verschämt weg bzw. werden von ihren Behördenleitern „an die Kandarre genommen“ bzw. „mit Maulkorb“ versehen und schweigen.

Bestehende Richtlinien und Verordnungen werden mit eindeutigen Absichten umgeschrieben, „gedehnt“ bzw. neu „interpretiert“ und oftmals wird die höchstrichterliche Rechtsprechung zum Natur-, insbesondere zum Vogelschutz (seltene Arten) nicht beachtet. Mitarbeiter dieser Pseudo-Naturschutz-Behörden und anderer Dienststellen werden auf Seminare geschickt, die von Windkraft-nahen Veranstaltern vor allem mit dem Ziel angeboten werden, behördlich geplante pro-Windkraft-Entscheidungen „am Natur- und Landschaftsschutz vorbei“ möglichst „geräuschlos in trockene Tücher zu bringen.“ Zu hoffen bleibt, daß derart gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßende Entscheidungen im Rechtsweg von unabhängigen Richtern an den  -  „Gott sei Dank“ nicht auch noch unter dem Einfluß der Windkraft-Lobby stehenden  -   Verwaltungsgerichten wieder „kassiert“ werden.  

 

 

3         Verstoß gegen Klimaschutzziele

 

Ein Großteil des WKA-Ausbaus ist an Wald-Standorten geplant. Für den Bau von Windparks im Wald müßten oft ein über 100 Jahre alter, gewachsener und für das ökologische Gleichgewicht der Umgebung wertvoller Baum-Bestand / Mischwald mit der Fläche mehrerer Fußballfelder großflächig abgeholzt werden.

Wald / Bäume sind Schattenspender, absorbieren das klimaschädliche CO2 und bauen es ab, filtern die Luft, sorgen für den Luftaustausch, produzieren kühlere Luft und geben sie an die wärmere waldfreie Umgebung ab. Wald / Bäume dienen daher den Klimaschutzzielen und verhindern deshalb den weiteren Anstieg der Klimaerwärmung.

Diese Ziele werden durch die an vielen Standorten unsinnigen und allein Profit-Interessen einzelner Personen dienende Waldabholzung konterkariert.

Der beste Klimaschutz besteht in der Aufrechterhaltung der Funktionen des Waldes und nicht in dessen großflächiger Abholzung. Wer gegen die aus reiner Profitgier erfolgende großflächige und die Lebensgrundlage der dort lebenden Bevölkerung zerstörende Abholzung des tropischen Regenwalds Zehntausende Kilometer entfernt von hier in Südamerika oder in Südostasien eintritt, macht sich völlig unglaubwürdig, wenn er vor der eigenen Haustür in Baden-Württemberg bzw. im Bereich des RV HN-Franken und anderswo der großflächigen Wald-Rodung für  -  i.d.R. dazu noch defizitäre  -  Windparks das Wort redet.  

 

 

4         Möglicherweise durch Windkraft-Betrieb verursachte Gesundheitsrisiken

 

Windkraft-Betrieb verursacht zweifelsfrei Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag und Infraschall, von denen insbesondere die im Wirkungskreis (Radius bis zu 5 km ab WKA-Standort) der WKA lebenden Bürger betroffen sind. Besonders dort und vor allem bei Menschen mit ohnehin schon angegriffenem Gesundheitszustand können diese Immissionen zu Gesundheitsrisiken (Langzeit-Effekt) führen, wie wissenschaftliche Untersuchungen renommierter Institute (bspw. Robert-Koch-Institut, Berlin) belegen.

Klinik-Direktoren und Chef-Ärzte verlangen daher für ihre bestehenden Kliniken  -  insbesondere bei Patienten, die vorwiegend altersbedingte Krankheitssymptome wie „Alsheimer“ / „Demenz“ o.ä. haben oder bei Reha-Kliniken, in denen neurologische Behandlungen durchgeführt werden  -  einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu neu geplanten Windparks von mindestens 5 000 m. Jedem kritischen Betrachter sollte es daher zu denken geben, wenn Ärztliche Direktoren im Interesse ihrer Patienten einen deutlich größeren Sicherheitsabstand fordern, als im BW-Windkraft-Erlass (700 m) vorgeschrieben… …denn es ist nicht auszuschließen, daß diese durch WKA-Betrieb verursachten Gesundheitsrisiken sich auch bei gesunden, im Wirkungskreis der Windindustrieanlagen lebenden Bürgern „über kurz oder lang“ niederschlagen…    

 

5      Kein ausreichender Sicherheitsabstand an vielen in BW geplanten WKA-Standorten  -  Deutliche Schlechterstellung im Vergleich zu anderen Bundesländern; Forderung: Deutliche Erhöhung des Mindest-Abstands  

 

Der vom BW-Windkraft-Erlass für BW vorgeschriebene Mindest-Abstand ist mit 700 m bei Wohngebieten (450 m bzw. 300 m bei Gewerbegebieten / Weilern, landwirtschaftlichen Anwesen, Aussiedlerhöfen etc.) deutlich zu niedrig. Er dient allein der Realisierung politischer Zielvorgaben der BW-Landesregierung zum Bau von ca.

1 200 neuen WKA‘ s und führt daher zum „Auspressen“ der verfügbaren BW-Landesfläche; jede   -  im Interesse von Mensch, Landschaft und Natur an sich sachlich gebotene  -  Vergrößerung der Mindest-Abstände führt zu einer Verringerung des zahlenmäßig angestrebten WKA-Ausbaus von ca. 1200 neuen WKA‘ s und würde daher die politischen Ziele von „Grün-Rot“ unterlaufen.

Im Gegensatz zu Baden-Württemberg bestehen in allen anderen Bundesländern seit längerem deutlich höhere Sicherheitsabstände, erst recht im Ausland.

Bundesrats-Initiativen der Bundesländer Bayern und Sachsen forderten eine Öffnungsklausel im Bundes-Baurecht, die es den Bundesländern erlaubt, im Interesse ihrer Landesbürger individuelle, größere Sicherheitsabstände festzulegen. MP Seehofer / CSU und die in Bayern amtierende CSU-Alleinregierung sind im Wege von Erlassen vorweg gegangen und haben einen Mindestanstand vom 10-fachen der Gesamthöhe der Windindustrieanlagen festgelegt (10-H-Regel, d.h. bei 200 m Gesamthöhe = Mindest-Abstand 2000 m).  Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, daß die 3. Generation der heute gebauten WKA‘ s mit Gesamthöhen von 200 m - 230 m um das ca. 3-fache höher sind als die vor ca. 30 Jahren noch mit einer Gesamthöhe von ca. 50 m - 70 m gebauten WKA‘ s. Es ist nicht einzusehen, weshalb in Baden-Württemberg und zum Nachteil seiner Bürger vorwiegend ideologisch beeinflußte, nur ein der Durchsetzung politischer Ziele geschuldeter und daher viel zu geringer Mindest-Abstand gelten soll.

Im Zuge der jetzt von der Bundesregierung vorgelegten, im Deutschen Bundestag verabschiedeten und im Bundesrat am 11.7.2014 ohne Anrufung des Vermittlungs-Ausschusses sowie von der EU vor wenigen Tagen abgesegneten und daher wie vorgesehen zum 1.8.2014 in Kraft tretenden EEG-Novellierung wurde diese Öffnungsklausel beschlossen. Damit kann jedes Bundesland  -  d.h. auch Baden-Württemberg  -  im Interesse und zum Schutz seiner Bürger individuelle = höhere Sicherheitsabstände definieren.

Wir fordern daher im Interesse aller baden-württembergischen Bürger  -  und insbesondere im Interesse der schon übermäßig mit Windkraft-Betrieb belasteten Bürger im Bereich des RV HN-Franken (Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund) unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungs-Grundsatzes  -  die sofortige Erhöhung des Mindest-Abstands auf das 10-fache der WKA-Gesamthöhe, so wie in Bayern bereits praktiziert.

Ohne gesetzliche Durchsetzung  -  jetzt via im Bundesrat am 11.7.2014 beschlossener Öffnungsklausel nun auch durch Ländergesetze möglich  -  eines deutlich vergrößerten Mindest-Abstands wie beschrieben darf keine Beschlußfassung in den BW-Regionalverbänden  -  auch nicht in HN-Franken  -  erfolgen ! 


Brunnen im Schlossgarten von Schloss Weikersheim

Brunnen by lessi2306, on Flickr
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6      Beeinträchtigung des an vielen Stellen im Aufwind befindlichen „sanften Tourismus“ durch Windkraft-verursachten Natur- und Landschaftsfrevel

 

An vielen Stellen im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund ist der „sanfte Tourismus“ (Wochenend-, Fahrrad-, Wander-, Natur-Tourismus etc.) stark im Aufwind; der Anstieg der aus den überfüllten, weitgehend „ausgeräumten“ und dichter besiedelten Anrainer-Ballungsräumen zuströmenden Gäste belegt diesen seit mehreren Jahren stabilen Trend.

Das zarte Pflänzchen des aufstrebenden „sanften Tourismus“ würde jedoch sehr schnell wieder zertreten, käme es auch nur annähernd zur Umsetzung der vom Regionalverband HN-Franken aufgrund Vorgaben der BW-Landesregierung erstellten Beschluß-Vorlage.

Alle Untersuchungen von Tourismus-Verbänden in allen Bundesländern und Aussagen der Tourismus-Manager an den Ständen der Tourismus-Messen belegen, daß das Tourismus-Potential  -  selbst bei Stammgästen  -  nach WKA-Bau verdrängt wird und sich in andere, windkraft-freie Regionen verlagert.

Regelmäßig und alljährlich bestätigt wird dies bspw. vom Stand-Personal aus allen Tourismus-Gebieten Deutschlands bei der im Januar in der Stuttgarter Messe stattfindenden Urlaubs- und Freizeit-Messe CMT, durch Aussagen des Schwarzwald-Tourismus, des Schwarzwald-Vereins oder des Pfälzer-Wald-Vereins u.v.m. und die Verlagerung des bundesdeutschen Tourismus-Potentials  -  auch aus dem Bereich des RV HN-Franken  -  in das vor allem seine Tourismus- / Naherholungs-Gebiete windkraft-frei haltende Bayern und anderswo dürfte noch weiter zunehmen, wenn es zur unsinnigen Windkraft-Forcierung nun  -  wie schon im Norden und Osten Deutschlands  -  auch in dieser Region käme…

 

 

7      Windkraft-Überfrachtung der im RV HN-Franken zusammen gefassten Region / „Sättigungsgrad“ zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur ist bereits weit überschritten

 

Die Region im Bereich des RV HN-Franken ist bereits jetzt schon mit einer Vielzahl regenerativen Strom erzeugender Anlagen überfrachtet.

Bereits jetzt produzieren Biogas-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen  -  wenn der Wind gerade mal weht oder die Sonne gerade mal scheint  -  weit über den Bedarf der Region hinausgehenden Strom, der mangels Speicherfähigkeit entweder im Zeitpunkt seiner Erzeugung wegen drohender Instabilität der Netze zur Einspeisung abgewiesen wird und so „umsonst“ verfällt oder an der Leipziger Strombörse wegen Strom-Überangebot und zu geringer Strom-Nachfrage zu weit unter den von uns allen über höhere Stromrechnungen zu bezahlenden, überhöhten und 20 Jahre garantierten  Einspeise-Vergütungen liegenden Dumping-Preisen regelrecht „verramscht“ oder sogar ins Ausland  -  oft noch unter Gewährung weiterer Zuschüsse  -  verschenkt wird, wo er bspw. in Österreich oder der Schweiz zum Hochpumpen des Wassers in höher gelegene Stauseen verwendet wird, das dann bei Strombedarf in Deutschland in den tiefer gelegenen See über Turbinenbetrieb zur Stromerzeugung abgelassen wird, damit der so im Ausland erzeugte Strom teuer nach Deutschland zurück importiert werden kann.

Insbesondere der Main-Tauber-Kreis / „Liebliches Taubertal“ ist jetzt schon mit Anlagen (Biogas, Photovoltaik, Windkraft) zur regenerativen Strom-Erzeugung deutlich und viel zu stark überfrachtet. So beträgt der Anteil der Gesamtfläche Main-Tauber an der Gesamtfläche Baden-Württembergs lediglich 3,2 %, während allein der Anteil der in Main-Tauber jetzt schon 82 stehenden Windkraftanlagen an den insgesamt in BW installierten 400 WKA‘ s bereits  20,5 % beträgt. Ähnlich sieht es in anderen Gebieten der Region HN-Franken aus. Daher lehnen immer mehr Bürger eine weitere Windkraft-Forcierung in ihrer Heimat ab.

 

 

8      Rotor-Drehungen führen jährlich zum Tod zig-Tausender Vögel und Fledermäuse

 

Die Evolution hat Vögel und Fledermäuse nicht auf die von Rotor-Drehungen ausgehenden Todesrisiken vorbereitet. Wissenschaftliche Untersuchungen von den Naturschutz-Organisationen nahe stehenden Instituten belegen, daß Vögel und Fledermäuse jährlich durch die mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 km / h – 400 km / h sich drehenden Rotor-Blätter getötet werden können, wenn diese sich  -  wenn gerade mal der Wind weht  -  mit entsprechender Wind-Geschwindigkeit drehen.

Repräsentativ über einen längeren Zeitraum durchgeführte Erhebungen zeigen, daß die jährliche Todesrate sowohl für Vögel als auch für Fledermäuse mit einem auf die Anzahl bestehender Windkraftanlagen zu multiplizierenden Faktor 10 ermittelt werden kann. Bei z. Zt. bundesweit in Betrieb befindlichen ca. 25 000 WKA‘ s beträgt die jährliche Todesrate demnach 250 000 Vögel und 250 000 Fledermäuse; Tendenz wegen des weiter forcierten WKA-Zubaus noch weiter ansteigend. Naturschützer weisen auf eine möglicherweise noch erheblich höhere Dunkelziffer hin, weil schon kurze Zeit nach WKA-Inbetriebnahme regelrechte, zum WKA-Standort führende „Fuchs-Pfade“ festgestellt wurden. Dies deutet darauf hin, daß sich Fuchs, Dachs, Marder, Iltis etc. die am Fuße der WKA nach Rotorschlag verendeten Tierkadaver oft nachts geholt haben, bevor später vorbeikommende Naturschützer diese durch Rotorschlag getöteten Tiere statistisch erfassen konnten. 

 

 

9     Wer trägt die Folgekosten ? Die Kommunen und damit der Bürger…

 

Nicht nur für die Windkraft-Anlagen selbst fallen Instandhaltungs- und Wartungskosten an, die im Zeitablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über 20 - 30 Jahre immer weiter ansteigen. Auch für die zum WKA-Standort führende Infrastruktur (Straßen, Feldwege, Standort, Depots, Leitungen etc.) fallen parallel zur WKA-Betriebslaufzeit weitere Unterhaltungskosten an, die an windschwachen Standorten im windarmen Binnenland wie Baden-Württemberg oft von der Standort-Kommune notgedrungen und entgegen den ursprünglichen Zusagen der Windkraft-Lobby übernommen werden müssen, weil die oft infolge Verlust-Betrieb chronisch unterfinanzierten Windkraft-Betriebs-Gesellschaften aufgrund des durch die Verluste bereits weitgehend aufgezehrten Anleger-Kapitals keine Liquiditäts-Reserven mehr haben, um derartige Infrastruktur-Instandhaltungsaufwendungen aus der eigenen Tasche finanzieren zu können. In diesen Fällen muß die Standort-Kommune und damit der Bürger in die Bresche springen, ohne daß der Standort-Kommune zuvor  -  wegen nachhaltigen Windkraft-Verlustbetriebs  -  auch nur „eine einzige Mark“ an Gewerbesteuer-Einnahmen zugeflossen wären…

 

 

10    Windkraft-V e r l u s t-Betrieb an den allermeisten Windkraft-Standorten in BW und insbesondere auch im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund  -  Jahresdurchschnittliches Windaufkommen ist wichtigste Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb

 

BW ist laut seriös und über Langzeit-Winddaten des Deutschen Wetterdiensts (DWD) erhobenen Windmessungen das mit Abstand windschwächste aller 16 Bundesländer und steht damit in der Tabelle zum durchschnittlichen Windaufkommen mit großem Abstand an letzter = 16. Stelle.

Das durchschnittliche Windaufkommen ist im windschwachen BW im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands um ca. 2 - 3 Mal geringer. Nicht zuletzt aus diesem Grund stehen ca. 80 % aller bisher in Deutschland rd. 25 000 WKA‘ s in diesen klassischen Windkraft-Bundesländern und eben nicht im relativ windschwachen BW.

Von den bisher rd. 400 in BW an vermeintlich windgünstigen Standorten installierten WKA‘ s erwirtschaften ca. 80 % - 90 % vom ersten Tag ihrer Inbetriebnahme an bis heute  -  ohne Aussicht auf Besserung  -  hochdefizitäre Verluste und „tiefrote“ Betriebsergebnisse, das Anlegerkapital Jahr für Jahr weiter aufzehrend und viele der gutgläubig und blauäugig aufgelegten Bürger-Windräder, Genossenschafts- oder KG-Modelle werden nach Aufzehrung des Anlegerkapitals durch jährliche Verluste geradewegs auf eine vorzeitige Insolvenz zusteuern, zu einem endgültigen Kapitalverzehr führend, von Gewinnausschüttungen / Verzinsungen an die Kapital-Anleger oder Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommune ganz zu schweigen…

… auch viele der im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund stehenden WKA‘ s liegen meilenweit unter den von der Windkraft-Lobby vollmundig versprochenen Prognosen und erwirtschaften bestenfalls „eine schwarze Null“ und viele der Standort-Kommunen wie bspw. Langenburg / Hohenlohe und anderswo warten nach den Aussagen ihrer Bürgermeister noch heute auf die versprochenen Gewerbsteuer-Einnahmen. Fazit: Die allermeisten der hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens von der Windkraft-Lobby und ihr nahe stehender Kreise mit eindeutiger Absicht viel zu optimistisch prognostizierten Windkraft-Standorte  -  vor allem auch die jetzt vom RV HN-Franken ausgewählten Standorte  -  entpuppen sich in schöner Regelmäßigkeit und sehr schnell als dauerhafte Windkraft-Verlust-Standorte. Um diesen „Erfolg“ zu erreichen, dürfen große Teile der Landschaft und Natur im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund nicht irreparabel ruiniert werden !

 

 

11    Oft vorzeitige Insolvenz des Windkraft-Betriebs an relativ windarmen Standorten ! Wer trägt die Folgekosten ? Den Letzten ( = die Standort-Kommune = der Bürger) „beißen die Hunde…“

 

In BW  -  auch im Bereich des RV HN-Franken  -  kommt es vermehrt zu vorzeitigen Liquidationen / Insolvenzen  bzw.  -  zu deren Vermeidung  -  zum vorzeitigen Abbau von WKA‘ s, um den vollständigen Kapitalverlust zu vermeiden.

In diesen Fällen bleiben die Standort-Kommunen oft auf den Rückbau-Kosten / Kosten der Entsorgung der WKA‘ s „sitzen“, weil die an einem windarmen Standort notleidend gewordene WKA-Betriebsgesellschaft keine ausreichenden finanziellen Mittel mehr hat, um diese Kosten finanzieren zu können. Dieses Schicksal droht auch vielen WKA-Standort-Kommunen, auf deren Gemarkung die vom Regionalverband HN-Franken auf Basis eines fehlerhaften  -  weil mit viel zu hohen = unrealistischen Prognosen zur Windgeschwindigkeit versehen  -  BW-Windatlas ausgesuchten Windvorrang-Gebiete stehen. 



Creglingen-Frauental Seehof und Weidenhof

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12       Windkraft versus Hochwasser-Schutz (vgl. Ziff. 1 und 3)

 

Der Bau von Windparks führt zur großflächigen Bodenversiegelung / Betonierung. Diese fällt an, wenn die für WKA-Standorte benötigte Infrastruktur (Standort / Fundamente, Neubau bzw. Ausbau vorhandener Straßen, Feldwege, Leitungsnetz, Umspann-Stationen etc.) gebaut wird. Durch den dabei anfallenden Flächenfraß geht wertvolles Ackerland oder Waldfläche endgültig verloren.

Infolge Windpark-Bau anfallende Bodenversiegelungen wirken sich auch konträr zum Ziel „Hochwasserschutz“ aus, denn vor allem Waldböden etc. wirken als Wasserspeicher, indem sie bei in kurzer Zeit stark anfallenden Niederschlägen / Schneeschmelzen etc. die Wassermasen im Boden wie ein Schwamm aufsaugen und diese nach Ende der Niederschläge nach und nach an die Vegetation abgeben. Durch diese Speicherung der Niederschlagsmenge wird verhindert, daß das Wasser zu schnell in die niederliegenden und oft schon bereits überfluteten Fließgewässer fließt, wodurch die Hochwasser-Gefahr in den Talauen noch verstärkt würde. 

Die Region Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund ist neben Kocher, Jagst und Tauber auch durch eine Vielzahl kleinerer Fließgewässer charakterisiert, die bei Hochwasser ebenfalls oft übertreten und mehr oder weniger große Schäden anrichten. Durch Bau von Windparks an dazu noch mangels Windaufkommen vielfach ungeeigneten Standorten und dabei entstehender Bodenversiegelung erhöhen sich die Hochwasser-Risiken zu Lasten der Bürger in den genannten Regionen.

 

 

13       Wertverluste Immobilien

 

Der in einem „klassischen“ Windkraft-Bundesland angesiedelte Landesverband von Haus & Grund in Schleswig-Holstein hat bereits in seiner Pressemitteilung vom 17.11.2011 (http://www.haus-und-grund-sh.de/presse_131.html) auf empfindliche Wertverluste von Immobilien hingewiesen, die bei Errichtung von WKA‘ s in der Nähe / Sichtweite von Wohn-Grundstücken entstünden. Dessen von Kredit-Abteilungen der Banken, Versicherungen, Bausparkassen, Immobilien-Maklern und Gutachter-Ausschüssen der Kommunen bestätigten Erkenntnissen zufolge durch Lärm, Schattenschlag, Eiswurf sowie durch die bedrängende Wirkung und durch die baunutzungsrechtlich in Baden-Württemberg viel zu geringen Mindest-Abstände kommt es durchschnittlich zu Wertminderungen von ca. 30 % der Immobilien-Verkehrswerte. Diese können im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit (100 % Wertminderung) gehen. Im Alter können oft Finanzierungslücken entstehen, wenn der dadurch gesunkene Immobilien-Wert beim späteren Verkauf nicht mehr ausreicht, um den Aufenthalt im Altenheim / Betreutes Wohnen / Pflegefall etc. zu finanzieren.

 

 

14    Jetzt endgültig beschlossene und zum 1.8.2014 in Kraft tretende 
E E G-Novellierung treibt die allermeisten der in BW bzw. in H N-Franken geplanten WKA-Standorte in eine noch größere Unwirtschaftlichkeit  -  Fehl-Investitionen zu Lasten der Kapital-Anleger sind vorprogrammiert 

 

Der Bundesrat hat der zuvor im Deutschen Bundestag beschlossenen EEG-Novellierung am 11.7.2014 ohne Anrufung des Vermittlungsausschusses zugestimmt; auch die EU akzeptiert die EEG-Reform. Damit kann die EEG-Novellierung wie geplant zum 1.8.2014 in Kraft treten.

Ziel der EEG-Novellierung war eine stärkere Marktnähe und die damit verbundene schrittweise Abkehr von einer Subventionspraxis, die wegen dadurch verursachter Fehlanreize zu jährlich steigenden Einspeisevergütungen = Subventionen und damit zu immer stärker steigenden Stromkosten geführt hat.

Die Stichtagsregelung bleibt bestehen. Danach besteht Bestandsschutz für alle bis zum 22.1.2014 genehmigten und bis zum 31.12.2014 gebauten Windkraftanlagen, die auch weiterhin die jetzt noch geltenden höheren Fördersätze / Subventionen erhalten.

Alle nach dem 22.1.2014 genehmigten Windkraftanlagen erhalten im Zeitablauf durchschnittlich niedrigere Fördersätze / Subventionen / Einspeisevergütungen, die sich im Interesse der Bremsung des Kostenanstiegs von durchschnittlich 17 Cent je kwh auf 12 Cent je kwh vermindern. Außerdem wird der ungeplante, allzu starke Zubau durch einen „atmenden Deckel“ begrenzt, wonach der jährlich einen Deckel von 2,5 Gigawatt Leistung (kwh) übersteigende Windkraft-Zubau „on-shore“ einen dann gekürzten Fördersatz über die Laufzeit von 20 Jahren erhält.

Um die Kosten auf möglichst viele Schultern zu verteilen, werden künftig auch alle Eigenversorger mit der EEG-Umlage belastet („Soli“). Sie werden ab Ende 2015 mit 30 %, ab Ende 2016 mit 35 % und schließlich ab Ende 2017 mit 40 % der regulären EEG-Umlage belastet. Für weiter unter Bestandsschutz stehende Alt-Anlagen wird wie bisher keine EEG-Umlage erhoben. Bisher konnten Öko-Stromerzeuger entscheiden, ob sie ihren regenerativ erzeugten Strom zu einem festen Preis an den örtlichen Stromhändler verkaufen oder ihn direkt vermarkten. Künftig werden größere Ökostrom-Erzeuger (Wind- und Solarparks) via Übergangsregelung zur Direktvermarktung verpflichtet.

Die jetzt für neue WKA‘ s beschlossene stärkere Heranführung an die Marktnähe / Wettbewerb und die schrittweise Abkehr von allzu üppigen Fördertöpfen soll zu einer höheren Effizienz neuer WKA‘ s und zu deutlich niedrigeren Stromkosten führen.

Für im windschwachen Binnenland Baden-Württemberg  -  auch im Bereich des RV HN-Franken  -  neu geplante Windkraft-Standorte führt die EEG-Novellierung dazu, daß sich die vielfach schon jetzt  -  d.h. selbst bei jetzt noch geltenden höheren Fördersätzen  -  zu erwartende Unwirtschaftlichkeit wegen künftig verminderter Subventionen zu Lasten der Kapital-Anleger noch einmal spürbar erhöht; weitere Windkraft-Verlust-Standorte sind vorprogrammiert; bei allen nach dem 22.1.2014 genehmigten WKA‘ s wird sich das Jahresergebnis gegenüber der ursprünglichen Planung noch einmal verschlechtern.

 

 

15    Ministerpräsident  Torsten Albig (SPD), Schleswig Holstein: Abqualifizierung baden-württembergischer Windkraft-Standorte wegen zu großer Ineffizienz

 

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig (SPD), hat bei den im Oktober / November 2013 in Berlin durchgeführten Koalitionsvereinbarungen zur Bildung der Großen Koalition bei der Diskussion zur Ausgestaltung der Energiewende laut Medienberichten unwidersprochen gegenüber seinem baden-württembergischen Ministerpräsidenten-Kollegen Winfried Kretschmann (Grüne) gesagt: „Der schlechteste Windkraft-Standort in Schleswig-Holstein ist bzgl. der Effizienz immer noch deutlich besser als der beste Windkraft-Standort in Baden-Württemberg.“ Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen.

 

 

16    Nord-Süd-Stromtrassen sind bereits seit ca. 3 Jahren endgültig gesetzlich geregelt und würden auch durch Dezentralisierung / Bau von Windparks an unwirtschaftlich zu betreibenden WKA-Standorten im relativ windarmen Südwesten nicht verhindert

 

Die Vorgänger-Bundesregierung hat bereits vor ca. 3 Jahren den Bau von Nord-Süd-Stromtrassen endgültig gesetzlich geregelt. Die neue Bundesregierung hat an diesen Gesetzen festgehalten. Sie sind notwendig, um den im Vergleich zum windarmen südlichen Binnenland wegen deutlich höherem Windaufkommen wirtschaftlicher erzeugbaren Windstrom vom bevölkerungs- und industrieärmeren Norden in den windärmeren, aber bevölkerungsdichteren und industriestärkeren Süden / Südwesten zu transportieren. Bei den jetzt in Bayern geführten Diskussionen geht es lediglich um eine Korrektur des Ausgangspunkts der Trassenführung vom Norden nach Bayern, der weiter weg vom Braunkohle-Abbau und näher an Windparks platziert werden soll. Die Nord-Süd-Trassen werden benötigt, um den in den mit zig Milliarden € neu gebauten Meeres-Windparks in der Nord- und Ostsee erzeugten Windstrom in den Südwesten / Süden durch zu leiten. Nach wie vor erfolgt der weitere Windkraft-Zubau wegen des deutlich höheren Wind-Volumens im Norden und Osten Deutschlands. Allein schon deshalb, d.h., weil die Nord-Süd-Trassen endgültig und unumkehrbar beschlossen sind, wären unter unglaublichem Natur- und Landschaftsfrevel an oft völlig unwirtschaftlichen Binnenland-Standorten geplante Windparks  -  auch im Bereich des RV HN-Franken  -  ohne weiteres verzichtbar, ohne daß die beschlossene Energiewende auch nur annähernd ernsthaft gefährdet wäre.  

 

 

17    Der mit der E E G-Novellierung angestrebten Zielsetzung „Höhere Effizienz“ von WKA-Standorten kann sich auch der RV H N-Franken bei seiner Beschlußfassung zum Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete nicht entziehen (Regionalplan-Änderung, Teilfortschreibung Windkraft

 

Hauptziel der jetzt beschlossenen EEG-Novellierung war eine stärkere Effizienz der neu „on-shore“ zu bauenden WKA‘ s; die Subventions-Ausschüttung nach dem „Gießkannen-Prinzip“ vor allem an windschwache und daher vielfach ineffiziente Binnenland-Standorte sollte deutlich zurückgefahren werden. Erreicht werden soll dies durch die Heraufsetzung des für Binnenland-Standorte geltenden Referenzertrags von 60 % auf künftig 75 % einer in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands stehenden WKA.

Dieser Zielsetzung kann sich auch der RV HN-Franken bei seiner jetzt am 25.7.2014 anstehenden Beschlußfassung nicht entziehen.

Waren die Auswahl-Kriterien des RV HN-Franken (Verwaltung) zur Findung geeigneter WKA-Standorte schon vor der jetzt beschlossenen EEG-Novellierung veraltet und führten zum Ausweis relativ windschwacher und für dauerhaft wirtschaftlichen WKA-Betrieb völlig ungeeigneter Windvorrang-Gebiete, so sind die von der RV-Verwaltung zur „Wirtschaftlichkeit“ gemäß BW-Windatlas unverändert zugrunde gelegten Kriterien nunmehr erst recht völlig überholt und würden bei weiterer Zugrundlegung zu einer möglicherweise gigantischen  Fehl-Investition von mehreren 100 Millionen € führen (Millionengrab zu Lasten der oft gutgläubigen, jedoch oft blauäugigen Klein-Kapitalanleger), falls WKA‘ s an den auf Basis des falschen BW-Windatlas vom RV HN-Franken ausgewählten Windvorrang-Gebieten realisiert würden..

 

 

18    Zur Identifizierung von Windvorrang-Gebieten bzw. zum Bau von WKA‘ s zugrundegelegter BW-Windatlas führt wegen falschen (weil überhöhten) Wind-Daten im Vergleich zu den real vor Ort  -  auch in der Region HN-Franken  -  deutlich niedrigeren  jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit zu Fehl-Investitionen in Millionenhöhe

 

Der vom RV HN-Franken zur Identifizierung wirtschaftlicher  -  d.h. mindestens kostendeckend  -  zu betreibenden Windkraft-Standorte zugrunde gelegte BW-Windatlas führt in nahezu allen Fällen zu Fehl-Entscheidungen beim Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete.

Die im BW-Windatlas in den Jahren 2010 / 2011 modellhaft durch Abstrahierung von der Realität zugrunde gelegten Winddaten wurden ohne eine einzige echte, real vor Ort erhobene Windmessung zugrundgelegt.

Das lediglich „am Grünen Tisch“ entwickelte Modell hatte zum Ziel, im Interesse des in BW geplanten Windkraft-Ausbaus und unter Berücksichtigung politischer Vorgaben möglichst viele in Frage kommende Standorte zu finden. Insoweit mußten die im BW-Windatlas enthaltenen und zur Findung von Windvorrang-Gebieten zugrunde gelegten Wind-Daten hoch und in jedem Fall höher als das in Wirklichkeit dort tatsächlich vorhandene Windaufkommen sein. Hätte man die vor Ort an den vermeintlich windgünstigsten Standorten real vorhandenen Winddaten zugrunde gelegt, wäre dieses Ziel niemals  -  wegen dann vorab festgestellter jahresdurchschnittlicher Windschwäche  -  erreicht worden. 

An nahezu allen bisher realisierten und auf Basis des BW-Windatlas umgesetzten Windkraft-Standorten beträgt die Soll-Ist-Abweichung bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens durchschnittlich ca. 30 % (im Einzelfall noch höher), m.a.W., das dort beim Windkraft-Echtbetrieb real vorgefundene jahresdurchschnittliche Windaufkommen weicht erheblich vom durch die Windkraft-Lobby / Projektierer etc. „am Grünen Tisch“ prognostizierten Windaufkommen nach unten ab. Entsprechend erwirtschaften die auf Basis des BW-Windatlas gefundenen WKA-Standorte in den allermeisten Fällen Jahr für Jahr Verlust-Betriebsergebnisse, die „meilenweit“ von den Prognosen nach unten abweichen.

An vielen in BW geplanten WKA-Standorten hat dies zur Folge, daß  -  wie bspw. an mehreren Orten in Südbaden und anderswo  -  millionenschwere Windkraft-Investitionen „auf Eis liegen“ und wohl auch nicht mehr realisiert werden, nachdem man in Südbaden bei den ersten auf Basis des BW-Windatlas definierten WKA-Standorten in Betrieb genommenen erhebliche Abweichungen festgestellt hatte. Immer mehr von der Windkraft-Lobby sich geprellt fühlende und mit Verlusten konfrontierte Windkraft-Kapitalanleger ziehen deshalb vor Gericht.

Nach bei öffentlichen Aussagen bspw. von BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne) oder von Dirk Güsewell (EnBW-Vorstand für Erneuerbare Energien) getroffenen Aussagen sollten Windkraft-Investitionen an den Orten unterbleiben, an denen die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit unter 6 m pro sek bleibt. In der Branche ist anerkannt, daß ein dauerhaft wirtschaftlicher = kostendeckender Windkraft-Geschäftsbetrieb erst bei einem Überschreiten dieser Untergrenze > 6 m / sek zur jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit im Echt-Betrieb erreicht wird.

Diese Voraussetzung liegt bei keinem einzigen der in den Planungs-Unterlagen des RV HN-Franken aufgeführten Windvorrang-Gebiete vor. Die dort aus dem BW-Windatlas übernommenen und lediglich „am Grünen Tisch“ modellhaft „schön gerechneten“ Daten zur jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit liegen schwerpunktmäßig zwischen 5 m / sek - 5,5 m / sek, im Einzelfall bei 
6 m / sek.

Damit ist klar, daß allein schon bei Zugrundelegung der Aussagen (jahresdurchschnittliches Überschreiten einer Untergrenze von > 6 m / sek notwendig !) von BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne) und des EnBW-Vorstands Dirk Güsewell nahezu alle vom RV HN-Franken in die engere Auswahl einbezogenen Windvorrang-Gebiete schon vor dem „ersten Spatenstich“ als ein Millionengrab zu Lasten der durch geschönte Prognosen getäuschten Kapital-Anleger zu charakterisieren sind, falls dort WKA gebaut würden.

Berücksichtigt man jetzt noch zusätzlich die an den allermeisten auf Basis des BW-Windatlas realisierten WKA-Standorten vorgefundene Abweichung von durchschnittlich ca. 30 % und wendet man diesen 30 %-Abschlag auf die völlig überhöhten, im BW-Windatlas zur Findung von geeigneten Windvorrang-Gebieten (zu hoch) zugrunde gelegten Windgeschwindigkeiten an, nähert man sich der tatsächlichen, vor Ort an den einzeln in der Beschluß-Vorlage aufgeführten Windvorrang-Gebieten real vorhandenen jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit, die tatsächlich und real vor Ort nur noch 3,5 m / sek – 3,85 m / sek, im Einzelfall nur noch 4,2 m / sek betragen und damit viel zu niedrig sind, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb zu gewährleisten.

Fazit:   Diese real gegenüber den in der Beschlußvorlage ausgewiesenen Windvorrang-Gebieten niedriger vorhandene jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeiten weichen meilenweit von der für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb zu überschreitenden Untergrenze von 
> 6 m / sek ab.

Im Hinblick auf die mit der EEG-Novellierung verbundenen Zielsetzung („höhere Effizienz“ etc.) und vor dem Hintergrund der jetzt an nahezu allen auf Basis des mit falschen Zahlen ausgestatteten BW-Windatlas realisierten Windkraft-Verlust-Standorten ist es geboten, daß dieser Sachverhalt zu einem klaren „Nein“ bei der am 25.7.2014 in TBB anstehenden Beschlußfassung führt.



Steinriegel am Kulturlandschaftspfad Creglingen

"Kulturlandcreg141011riegel" by Arnold Plesse - selbst fotografiert. Licensed under CC BY 3.0 

via Wikimedia Commons.  

 

19       Wertschöpfungs-Märchen

 

Windkraft-Protagonisten führen oftmals die angeblich durch Windkraft-Investitionen vor Ort entstehende Wertschöpfung als Vorteil an.

Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich diese Behauptung jedoch als Märchen, denn: Windkraft-Anlagen sind von der Technik her spezielle Investments, deshalb kommen hier ausschließlich vom WKA-Hersteller beauftragte Spezial-Firmen mit entsprechend geschulten Service-Technikern / Anlagenbauern zum Einsatz. Dies trifft auch auf Wartungsarbeiten zu. Allein schon aus Gründen des Versicherungsschutzes werden hier keine örtlichen Handwerker beauftragt. Dies trifft auch auf die Firmen zu, die Spezialkräne zum Auf- und Rückbau bereit stellen. Belegt wird dies an allen bisher realisierten Windkraft-Standorten.

Darüber hinaus kommt es durch laufenden Windkraft-Betrieb vor Ort nur dann zu Wertschöpfung, wenn Gewinne erzielt werden, die dann als Gewinne / Verzinsungen an die (örtlichen) Kapitalanleger ausgeschüttet werden bzw. die dann als Bemessungsgrundlage zur Festsetzung einer Gewerbesteuer führen, die dem kommunalen Haushalt der Standort-Kommune zufließt.

Dieser Sachverhalt trifft wegen des dort um ca. 2-3 Mal höheren Windaufkommens an vielen WKA-Standorten im Norden und Osten Deutschlands zu.

Im Gegensatz dazu werden wegen relativer Gewinnschwäche an ca. 80 % - 90 %  der in Baden-Württemberg in Betrieb befindlichen ca. 400 WKA-Standorten keine Gewinne, sondern dauerhafte Verluste erwirtschaftet. In Verlustfällen entsteht jedoch keine Wertschöpfung, sondern ein Wertverlust / Wertvernichtung, weil das eingesetzte Anlegerkapital durch Verluste aus dem Windkraft-Betrieb aufgezehrt und deshalb vernichtet wird.

Im übrigen ist das im Sektor „Erneuerbare Energien“ vorhandene Arbeitskräfte-Potential nicht im harten Wettbewerb, sondern ausschließlich durch jährliche Subventionen i.H.v. 23 Milliarden € (allein Jahr 2013) entstanden. Das dadurch in den letzten Jahren künstlich entstandene Strohfeuer ist bereits weitgehend wieder „gelöscht“, weil der am Markt durch Subventionen künstlich angeheizte Windkraft-Hype bereits wieder auf dem Rückzug ist und weil immer mehr Firmen aus dem Segment „Erneuerbare Energien“ mangels Nachfrage etc. sich endgültig zurückziehen.

So hat der Technologie-Weltmarktführer Robert Bosch seine Erneuerbare-Energien-Sparte mit ca. 3000 hochmodernen Arbeitsplätzen endgültig aufgegeben. Die Sparte wurde sogar noch unter Millionen-Zuschüssen an die bereits mehrfach in die Insolvenz gegangene Solarworld verschenkt. Aktuellen Wirtschafts-Informationen entsprechend sucht Robert Bosch für seinen bei seinem Maschinenbau-Unternehmen Rexroth in Lohr / Main (Tochtergesellschaft) angehängten Bereich „Windkraft-Steuerungsanlagen“ einen Käufer. Siemens mußte in den vergangenen Jahren insbesondere im Sektor Windkraft Sonder-Abschreibungen und Verluste in Milliardenhöhe verkraften bzw. „Gewinnwarnungen“ verkünden; im Segment „Windkraft“ wurden Tausende von Arbeitsplätzen endgültig abgebaut. Über ähnlich schlechte Zahlen im Windkraft-Geschäft haben unlängst auch der Getriebe-Hersteller ZF Friedrichshafen und andere Unternehmen berichtet.

Der  Windpark-Projektierer Windreich AG, Wolfschlugen, wurde im Herbst 2013 insolvent, nachdem er zur Finanzierung seiner Windpark-Bauten aufgenommene Anleihen i.H.v. 360 Millionen € nicht mehr bedienen konnte. In letzter Zeit spektakulärster Fall von Wertvernichtung im Sektor Windkraft war Prokon AG, Iztehoe. Nach kürzlicher Eröffnung des Insolvenz-Verfahrens verloren ca. 300 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und ca.

74 000 vorwiegend Kleinanleger müssen von ihren dort gutgläubig angelegten ca. 1,4 Milliarden € nach Auskünften des Insolvenzverwalters rd. 750 Millionen € endgültig „in den Wind schreiben“, d.h. abschreiben.  

Viele der mit großen Hoffnungen gestarteten und an der Börse gehandelten Windkraft-Firmen dümpeln als „penny-stocks“ und „junk-bonds“ mit Cent-Werten wegen nachhaltiger Verlust-Situation nur noch zu einem Bruchteil ihres einstigen Börsenkapitals vor sich hin und sind bestenfalls eine hochspekulative Anlage für Börsen-Zocker und viele in diesem Segment angetretene Mittelständler haben sich angesichts einbrechender Nachfrage nach WKA‘ s schnell wieder zurückgezogen.

Die einzigen, bei denen sich tatsächlich eine „Wertschöpfung“ einstellt, sind die Projektierer und Grundstücks-Verpächter, die über eine Vertragslaufzeit von i.d.R. 20 Jahre oder länger Pachterlöse für die Verpachtung ihrer Grundstücke bekommen, jedoch auch nur so lange, wie der Windkraft-Betrieb in der Lage ist, die Pachterlöse aus den durch Windstrom-Erzeugung zugeflossenen Erlösen zu bestreiten. Gerade an windschwachen Standorten im relativ windarmen Binnenland mehren sich jedoch die Informationen, wonach es wegen nachhaltiger Verlust-Situation zur vorzeitigen Liquidation bzw. zu einer weit vor Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer liegenden Insolvenz kommt. In diesen Fällen fallen Grundstücks-Pachterlöse aus und der Grundstücks-Verpächter muß  -  wenn es „schlecht läuft“  -  evtl. auch noch für den Rückbau der insolventen bzw. liquidierten Anlage aufkommen, wenn die Windkraft-Betriebsgesellschaft keine liquiden Mittel mehr hat und auch von den Kapitalanlegern „nichts mehr zu holen ist…“

So viel zum Märchen von der Wertschöpfung durch Windkraft. 

 

 

20    Mehrheitliche Ablehnung der Windkraft-Pläne durch S P D / Sitzung des RV HN-Franken (Planungs-Ausschuß) in Vellberg / Begründung der Ablehnung durch Fraktionssprecher Harald Friese / SPD (Heilbronn)

 

Die SPD-Fraktion hat bei der am 7.4.2014 erfolgten Sitzung des Regionalverbands (Planungsausschuß) die Vorschläge der Verwaltung nach überzeugender, nichts zu wünschen übrig lassender Begründung ihres Faktionssprechers Harald Friese mit großer Mehrheit abgelehnt.

Dies haben wir in unseren Netzwerken kommuniziert. Diese Haltung der SPD-Fraktion in der Regionalversammlung Heilbronn-Franken hat bei vielen unserer BI-Mitglieder einen nachhaltig positiven Eindruck hinterlassen. Auch bei den anderen Fraktionen kommt es nach unseren Wahrnehmungen verstärkt zu Diskussionen  -  Ausnahme: Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90 / Die Grünen - ÖDP - Die Linke  -  und in der BW-Parteienlandschaft nehmen windkraft-kritische Stimmen immer stärker zu; dies könnte der näher rückenden Landtagswahl 2016 geschuldet sein.

Wir hoffen, daß die hier aufgezeigten contra-Windkraft-Argumente bei allen Mitgliedern der Regionalversammlung HN-Franken dazu führen, daß es am 25.7.2014 im Interesse der dort lebenden Bürger zur Ablehnung der Beschlußvorlage kommt.

 

 

21    Verwaltung des RV HN-Franken bleibt bisher  -  entgegen der Versprechungen  -  Antworten auf Einwendungen der Bürger schuldig

 

Zwischenzeitlich hat die Verwaltung des RV HN-Franken zwei Anhörungsrunden (Anhörung Träger öffentlicher Belange / Private) durchgeführt, wovon die erste im Herbst 2013 und die zweite am 22.4.2014 abgeschlossen wurde. Bei beiden Anhörungsrunden haben viele im Bereich des RV HN-Franken und an Windkraft-Brennpunkten wohnende Bürger Einwendungen eingelegt.

Ursprünglich hat die Verwaltung bereits bei der ersten Anhörungsrunde versprochen, daß alle dort eingelegten Einwendungen der Bürger nach Abschluß der ersten Anhörungsrunde beantwortet würden. Dies ist bis jetzt unterblieben. Vielmehr wurde auf die zweite Anhörungsrunde vertröstet, wonach alle Einwendungen  -  auch die bei der ersten Anhörungsrunde eingelegten  -  im Rahmen der zweiten Anhörungsrunde beantwortet würden. Dies ist ebenfalls bis jetzt  -  entgegen der Versprechungen und ohne Angabe von Gründen  -  unterblieben.

Wir fordern die Verwaltung auf, zu ihrem Wort zu stehen und den Bürgern  -  wie versprochen  -  umgehend Antworten auf ihre Einwendungen zukommen zu lassen.

Sollte dies  -  wie jetzt zu befürchten  -  nicht mehr oder erst nach einer etwaigen Beschlußfassung, d.h. erst nach dem 25.7.2014 erfolgen,  sehen wir dies als einen eklatanten Verstoß gegen elementare Bürgerrechte an.   

 

 

22    BW-Landtagswahl 2016  -  Energiepolitik (Windkraft-Ausbau) wird wichtiges Wahlkampf-Thema  -  Große Erfolge von Kandidaten / Mitgliedern von Bürgerinitiativen bei den baden-württembergischen Kommunalwahlen am 25.5.2014

 

Unsere Bewegung erhält immer stärkeren Zulauf, sei es durch Gründung neuer Gegenwind-Bürgerinitiativen oder sei es durch neu eintretende Mitglieder. Die meisten BI‘ s werden durch Rechtsanwälte unterstützt.

Viele BI-Mitglieder haben bei den am 25.5.2014 in BW abgehaltenen Kommunalwahlen erstmals und erfolgreich auf den etablierten Listen kandidiert. Teilweise kam es sogar zur erstmaligen Aufstellung eigener Listen, die ebenfalls recht gute Ergebnisse erzielt haben und künftig am Ratstisch vertreten sind. Damit wird unsere Meinung an vielen Windkraft-Brennpunkten in BW auf kommunalpolitischer Ebene  -  aber auch auf Landes- und Bundesebene noch deutlich stärker als bisher wahrgenommen. Darüber hinaus sitzen nun auch in vielen Ortschaftsräten Mitglieder von Bürgerinitiativen bzw. haben dort die Stimmenmehrheit erreicht.

Wir werden diese Auseinandersetzung zumindest bis zur baden-württembergischen Landtagswahl 2016 mit noch verstärkter Intensität weiter fortsetzen. Es ist damit zu rechnen, daß die Auseinandersetzungen um die Windkraft-Pläne der „Grün-Rot“ geführten BW-Landesregierung in vielen Regionen in BW zum Wahlkampf-Thema werden.

 

 

IV    Abschließende Bemerkungen  -  Appell an die Mitglieder der Vollversammlung beim Regionalverband Heilbronn - Franken zum „NEIN“ bei der am 25.7.2014 erfolgenden Abstimmung

 

Wir bitten, unsere hier gegen den weiteren Windkraft-Ausbau an unsinnigen Windkraft-Standorten im Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund vorgebrachten Bedenken bei der Entscheidung zur Beschlußfassung am 25.7.2014 in Tauberbischofsheim zu berücksichtigen und appellieren an alle verantwortlich denkenden Mitglieder der Vollversammlung, bei der Abstimmung am 25.7.2014 mit einem klaren „NEIN“ zu stimmen, damit es zur Ablehnung der Beschlußvorlage kommt.

Zeigen Sie im Interesse eines Großteils der in dieser Region lebenden Bürger Charakter, Rückgrat und Zivilcourage und stimmen Sie bitte gegen den regionalplanerischen Ausweis weiterer Windvorrang-Gebiete im Bereich des Regionalverbands Heilbronn-Franken.

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ (Besigheim / Ingersheim); v.i.S.d.P.; Ex.i.d.F.v. 19.7.2014

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektion Heilbronner Land / Hohenlohe / Taubergrund)

Berater der BI‘ s

 

Bürgerinitiativen

WindWahn Nein-Danke Bad Mergentheim e.V. (Althausen, Apfelbach)

„Rettet den Klosterwald, Creglingen“

„Keine Windkraft im Boxberger Wald“

BI Königheim

BBL Besorgte Bürger Langenburgs („Schützt den Brüchlinger Wald“)

IG Lebensqualität Blaufelden-Langenburg (Billingsbach)

IG Uhlberg und Umgebung

Unterstützungsinitiative Niederstetten

u.v.m.


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Enoch zu Guttenberg: “Ich trete aus dem BUND aus”

„Vor 37 Jahren habe ich den BUND mitgegründet  -  für eine schönere, gesündere Welt. Das Ziel wurde verfehlt, es geht nicht mehr um die Natur und ihren Schutz…“

Mit diesen Worten beginnt die denkwürdige Erklärung von Enoch zu Guttenberg, mit der er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom 13.5.2012 seinen A u s t r i t t aus dem B U N D begründet…

 Schonungslose Abrechnung mit dem B U N D und dessen selbst ernannten, sogenannten und weitgehend ideologisierten „Naturschützern“

 „Bayern das erste Land mit rotierenden Gipfelkreuzen“

 „Ein erschütterndes Resultat“: Windkraftanlagen verursachen die „Entwaldung ganzer Höhenzüge“ und sind „hocheffiziente Geräte zur Vernichtung von Vögeln und Fledermäusen“

 „…Hier geht es möglicherweise schlicht um Geld…“

 Findet sein Appell doch noch  -  quasi „5 vor 12“  -  Gehör ?

 …wenn auch zunächst nur in B a y e r n (CSU-Landesregierung) und in
S a c h s e n (CDU / FDP-Landesregierung), während Baden-Württemberg (Grüne / SPD-Landesregierung) bei der physischen und visuellen Z e r s t ö r u n g seiner schönsten Landschaften den Gesinnungsgenossen in Rheinland-Pfalz (SPD / Grüne-Landesregierung), NRW (SPD / Grüne-Landesregierung), Niedersachsen (SPD / Grüne-Landesregierung) oder Brandenburg (SPD / Linke-Landesregierung) nacheifert… 

 Besucher der  V e r a n s t a l t u n g  am 16.1.2014 / 19.00 Uhr in Bad Mergentheim (Dorfgemeinschaftshaus Neunkirchen) dürfen sich auf eine interessante Veranstaltung freuen ! 


(wm / 030114) - Die FAZ hat in ihrem Beitrag vom 13.5.2012 die Erklärung von Enoch zu Guttenberg veröffentlicht, mit der er als BUND-Gründungsmitglied seinen Austritt aus dem BUND  -  nach 37-jähriger Zugehörigkeit  -  begründet. In einer schonungslosen Analyse rechnet er mit der hauptamtlichen, weitgehend ideologisierten und daher weit von ihrer Basis entfernten Funktionärs-Clique des BUND ab und stellt deren pro-Windkraft-Verlautbarungen in die „Nähe geistiger Verirrung“.

Besucher der von der mit uns befreundeten BI „WindWahn NEIN DANKE Bürgerinitiative Bad Mergentheim e.V.“ organisierten Veranstaltung am 16.1.2014 in Bad Mergentheim dürfen
vermutlich einen sehr aufschlußreichen Vortrag erwarten, bei dem Enoch zu Guttenberg zu Fehlentwicklungen bei Ausgestaltung der Energiewende als auch zur Haltung der weitgehend ideologisierten, von den ursprünglichen Zielen des Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutzes sich immer weiter entfernenden  Naturschutzverbänden sicherlich „kein Blatt vor den Mund nehmen“ wird.      

Als wesentliche Kritikpunkte einer durch das weitgehende Versagen von völlig inkompetenten, unter dem Einfluß der Windkraft-Lobby stehenden Politikern chaotisch verlaufenden Energiewende nennt er die landschaftszerstörerische Verspargelung Jahrhunderte alter 
K u l t u r l a n d s c h a f t e n
, wobei er als Beispiele für das in allen Tourismus-Statistiken führende Bayern

·         „den Oberpfälzer Wald, die Rhön, die Fränkische Alb, das Fichtelgebirge, den Frankenwald, den Bayerischen Wald sowie das gesamte Alpenvorland einschließlich der Bayerischen Alpen“

anführt.

Weiter kritisiert er die Preisgabe des  V o g e l s c h u t z e s  -  auch den Schutz seltenster, in ihrer Population gefährdeter und auf der „Roten“ EU-Artenschutzliste stehenden Vogelarten wie Schwarzstorch, Weißstorch, Baum- und Wanderfalke, Rot- und Schwarzmilan, Wespenbussard, Rohr- und Wiesenweihe, Uhu oder den Graureiher.

Wie krank müssen die Gehirne der hauptamtlich agierenden, von der Naturschutz-Realität völlig abgehobenen Funktionärskaste eigentlich sein, wenn den Befürchtungen Enoch zu Guttenbergs zum V o g e l-T o d durch Windindustrieanlagen und den landauf / landab besonders in der Nähe von WKA‘ s zu verzeichnenden Tot-Funden entgegen gehalten wird:

„Nach intensiver interner Diskussion im Bund Naturschutz und im Bundesverband BUND sind wir im Interessenskonflikt Energie - Wald - Artenschutz zu dem Schluss gekommen (. . .), dass es aktuell keine Daten gibt, die in Deutschland eine Gefährdung von Populationen von Tier- oder Pflanzenarten nahelegen oder belegen“

und dieser durch völlig anderslautende höchstrichterliche Rechtsprechung zum Vogelschutz oder durch  -  das Gegenteil beweisende  -  wissenschaftliche Untersuchungen des  Michael-Otto-Instituts  (dem NABU nahestehend) schon oft widerlegte Unsinn auch noch durch die lapidare Bemerkung „Die Mortalitäten im Straßenverkehr sind um den Faktor 1000 bis 10.000 höher“ versucht wird, 
zu rechtfertigen.



Windkraftfreies Bad Mergentheim  -  hoffentlich auch in Zukunft !

Mit Enoch zu Guttenberg kann man das auch als „Verrat an der Natur“ bzw. als „modernes Wegelagerertum“ zu charakterisierende Verhalten von sogenannten Naturschutz-Organisationen wie dem BUND nur noch als „Lachnummer“ bezeichnen, wenn er diesen gegenüber den 
„Verdacht der Käuflichkeit“  anführt, indem er Beispiele nennt, wo sich der BUND bzw. diesem zuzuordnende Vorschalt-Firmen / Stiftungen durch Geld-Zuwendungen in Millionenhöhe korrumpieren ließ, indem er n a c h Geld-Zusage von Windkraft-Firmen seine vor Gericht anhängigen Klagen prompt zurückgezogen hat, worauf die zuvor unter vielen Krokodilstränen noch bekämpften und die Natur zerstörenden Projekte von den Betreibern nach dem so quasi „gekauften“ Stillhalten des BUND durchgezogen werden konnten : 

·         „…Aber wurde nicht ausgerechnet die „Naturstrom AG“ als erstes unabhängiges Ökostrom-Handelsunternehmen Deutschlands 1998 vom BUND mitgegründet? Wirbt nicht der BUND selbst für dieses Unternehmen mit dem Argument, „dass man sich als Naturstrom-Kunde ganz automatisch an der Förderung von Neuanlagen beteiligt“. Kurz - ich kann mich des fatalen Eindrucks nicht erwehren: Hier geht es gar nicht um Natur und ihren Schutz. Hier geht es möglicherweise schlicht um Geld.

·         Und es ging um Geld, als der BUND im Jahr 2003 vor Gericht zog, um gegen den geplanten Windpark in Nordergründe am Wattenmeer zu klagen. Eine der wichtigsten europäischen Vogelrouten war höchst gefährdet. Aber weil es eben um Geld ging, um sehr viel Geld, zog der BUND gegen eine Zahlung von 800.000 Euro des Betreibers seine Klage zurück. Das Geld floss bei Baubeginn an eine Stiftung, die von BUND-Mitgliedern verwaltet wird (wegen geradezu marginaler Beiträge treten heute Bundespräsidenten zurück). Das gleiche Muster, nur mit abenteuerlicheren Beträgen gegen die Emsvertiefung: Klageverzicht des BUND, gütliche Einigung mit dem Betreiber, 9 Millionen Euro an eine Stiftung. So einfach ist das…”

Da passt es auch „ins Bild“, wenn der BUND  -  obwohl als „Träger öffentlicher Belange“ von den Behörden im vorgeschalteten Anhörungsverfahren oft zu Stellungnahmen beim Ausweis von Windvorrang-Gebieten aufgefordert und daher allein schon von der Intention eines  Anhörungsverfahrens vom Gesetzgeber her eigentlich als unbefangener (d.h. nicht durch Eigeninteressen „geblendeter“) Sachverständiger vorgesehen  -  wie beim Bau der Windindustrieanlage in Ingersheim geschehen, sich finanziell als „Energie-Genosse“ an der Ingersheimer Energie-Genossenschaft beteiligt, damit  zu einem „Befangenen“ werdend.

So verwerflich diese finanziellen und organisatorischen V e r f l e c h t u n g e n  mit Windkraft-Firmen und deren Lobby auch sein mögen, ein „Gutes“ haben sie allemal, denn: Nicht zuletzt durch Bekanntwerden dieser Beispiele und ähnlicher Machenschaften in der breiten Öffentlichkeit fliegt der „Windkraft-Schwindel“ aus Sicht vieler nur noch „den Kopf schüttelnden“ und mit einem gesunden Menschenverstand ausgestatteten Betrachter immer stärker auf, wie die Situation an vielen Windkraft-Brennpunkten vor Ort zeigt, wo „echte“, an der Basis ehrenamtlich arbeitende Naturschützer dem BUND scharenweise davonlaufen, ihren Austritt erklären bzw. ihr Amt ruhen lassen  und sich den Reihen der gegen flächendeckenden Windkraft-Unfug im vergleichsweise windarmen Binnenland und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standorten protestierenden Gegenwind-Bürgerinitiativen anschließen; vgl. statt vieler die Bürger-Proteste im Soonwald / Hunsrück (Ellern / Simmern, Rheinland-Pfalz.

Der bundesweite E n e r g i e v e r b r a u c h (= 100 %) teilt sich nach Angaben der Bundesregierung grob in ein Verhältnis von 60 % (Wirtschaft) und 40 % (privater Sektor) auf. Enoch zu Guttenberg  fordert  zuallererst, die durch das Fehlverhalten der Politik völlig chaotisch verlaufende Energiewende dahingehend auszurichten, daß das beim Energieverbrauch brachliegende Einsparpotential umgehend „gehoben“ wird; er nennt hierfür eine Reihe von Beispielen, deren Aufgreifen sehr schnell zu den gewünschten Einspar-Effekten führen würde.

Einige dieser Vorschläge, so bspw. die energetische Altbau-Sanierung etc., wurden bereits von der CDU / FDP-Vorgängerregierung in „fix und fertigen“ Gesetzesentwürfen Mitte des Jahres 2013 dem Bundestag vorgelegt, der sie mit CDU / FDP-Mehrheit auch beschlossen hat. Leider wurden diese sofort wirksamen Energie-Einsparungs-Maßnahmen allein aus wahltaktischen Gründen und den „Spielchen“ von SPD / Grünen geopfert, indem sie die im Bundesrat zustimmungspflichtigen Gesetze durch ihre Bundesrats-Mehrheit boykottierten. 

Wir schließen uns den Appell von Enoch zu Guttenberg an und fordern ebenfalls:

 

Ab sofort: Schluß mit unsinniger Energieverschwendung ! 

Mit allererster Priorität: Realisierung des gigantischen Energie-Einspar-Potentials ! 

Keine weitere Naturzerstörung durch Baumfäll-Aktionen und Waldrodungen !   

Keine Landschaftsverschandelungen Jahrhunderte alter Kulturlandschaften zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur durch Windkraft !

 

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“


www.gegenwind-husarenhof.de


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Kommunalwahlen 2014 in Baden-Württemberg kündigen sich an:

Regionalkonferenz der F r e i e n  W ä h l e r in Ingersheim

Schwerpunktthema: „Windkraft“  -  zunehmender Widerstand in der Bevölkerung und „Kritik aus den eigenen Reihen“ (LKZ)

LKZ / NEB: „Ja, aber zum weiteren Ausbau der Windenergie“

 Viele Mitglieder, Mandatsträger (Oberbürgermeister, Bürgermeister, Mitglieder der Regionalversammlung, Gemeinde- und Kreisräte) sowie kommunale Entscheidungsträger der Freien Wähler beschleicht „ein flaues Gefühl im Magen“ bzw. bekommen „kalte Füße“, wenn sie an allzu „nassforsche“  -  nach Meinung von Teilnehmern teilweise unüberlegte  -  „pro-Windkraft“-Aussagen ihres Waiblinger Oberbürgermeisters Andreas Hesky denken…

…dem ob seiner Windkraftpläne auf der „Buocher Höhe“ in Korb / Remshalden / Waiblingen immer mehr „Gegenwind ins Gesicht bläst“, und der  Mitte Dezember 2013 erneut für eine zweite OB-Amtszeit in Waiblingen sowie für eine Wiederwahl im Kreistag und in der Regionalversammlung am 25.5.2014 kandidiert…

Bönnigheimer pro-Windkraft eingestellter Bürgermeister Kornelius Bamberger (FW) fehlt bei FW-Regionalkonferenz in Ingersheim…


(wm / 021113) - Die am 25.5.2014 in Baden-Württemberg stattfindenden Kommunalwahlen werfen immer stärker ihre Schatten voraus: So haben die Freien Wähler am 15.10.2013 in Ingersheim eine in der SKV-Halle gut besuchte Regionalkonferenz abgehalten, bei der die beiden Schwerpunktthemen „Windkraft in der Region“ und der „Ausweis neuer Gewerbegebiete“ im Mittelpunkt standen.

Insbesondere das Thema „Windkraft“ nahm durch Referentenvorträge und in der anschließenden Diskussion breiten Raum ein, wobei der Ingersheimer pro-Windkraft-Bürgermeister Volker Godel (FDP) und seine die Bewirtung übernehmenden, „pro Windkraft“ eingestellten FW-Gemeinderatsmitglieder Hanne Hallmann, Jürgen Fleischmann, Karl Seitz u.a. nach dem Verlauf der äußerst windkraft-kritischen Diskussion insgeheim wohl froh gewesen sein dürften, daß ihnen in ihren Ingersheimer Gemeinderatssitzungen und Bürgerversammlungen  -  bei denen vom Bürgermeister schon länger ein Redeverbot für auswärtige, windkraft-kritische  Besucher verhängt wurde  -  durch die größtenteils von Personen aus dem Umkreis der Energiegenossenschaft eingeschüchterten und Repressalien fürchtenden  -  wie in dem einen oder anderen Fall „hinter vorgehaltener Hand“ geschildert, bezugnehmend auf die in der Planungsphase zur ersten Windindustrieanlage bekannt gewordenen Vorgänge   -  , wohl deshalb weitgehend „still“ bleibenden Ingersheimer Bürger kein derartiges Windkraft-Protestpotential entgegenschlägt, wie es bei der Regionalkonferenz der Freien Wähler in Ingersheim der Fall war, wo sich verschiedene windkraft-kritische Wortmeldungen gegen den Waiblinger OB Andreas Hesky, Dr. Martin Köppel (BUND-Referent) und Barbara Huber (Referentin Stadtwerke München) richteten.  

Die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) / Neckar- und Enzbote (NEB) berichteten in ihrer Ausgabe vom  16.10.2013  wie folgt: „Kritik aus den eigene Reihen: Bedenken und Widerstand gibt es nach wie vor, das zeigte auch die Aussprache, bei der sich vor allem die Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof zu Wort meldete, aber auch Mitglieder der Freien Wähler kritisch nachhakten.“

In seinem wohl als „Impuls-Referat“ in Sachen Windkraft angedachten, sehr impulsiven Beitrag sprach sich OB Andreas Hesky (Waiblingen) zwar für den weiteren Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg aus, wobei seine Wortwahl doch deutlich reservierter ausgefallen ist als in den Monaten zuvor, als er noch die  -  angeblichen  -  Vorzüge der Windkraft in Baden-Württemberg in Anlehnung an die in dieser Sache von den Grünen gebrauchten Wortwahl schwärmerisch „in den höchsten Tönen“ und „über den grünen Klee“ lobte.

Im Interview mit der Stuttgarter Zeitung vom  16.10.2013  nahm er  -  gegenüber seinen früheren Äußerungen schon etwas reservierter  -  wie folgt Stellung:

„Nicht nur Freunde haben Sie sich auch durch Ihr Engagement für Windkraft auf der Buocher Höhe gemacht. Ist das jetzt vorerst erlahmt? Böse Zungen behaupten, ein Windmessmast wird erst nach Ihrer OB-Wahl aufgestellt, obwohl er längst stehen könnte.

Der Waiblinger Gemeinderat hat bereits im März beschlossen, einen Messmast erst nach einer abschließenden Beurteilung des Standortes durch den Verband Region Stuttgart zu errichten. Wir haben damit auch auf eine sehr kritische Stellungnahme des Bundes der Steuerzahler reagiert, und wir haben so entschieden, weil der Widerstand gegen Windanlagen auf der Buocher Höhe momentan sehr groß ist. Mir ist auch unterstellt worden, das Aufstellen des Masts wäre eine Machtdemonstration. Ich wollte mir nicht vorwerfen lassen, ich hätte für nichts und wieder nichts 80 000 Euro ausgegeben, falls der Verband beschließen sollte, dass die Buocher Höhe als Standort herausfällt. Der Verband Region Stuttgart hat entgegen der ursprünglichen zeitlichen Planung immer noch nicht über die Standorte entschieden – deswegen steht der Windmessmast noch nicht.

Wie geht es also weiter?

Die Buocher Höhe läuft uns nicht davon und die Windenergie auch nicht. Insofern habe ich keine Schwierigkeit zu sagen: wir verschieben es und schauen, wie der Verband entscheidet.“

Insbesondere als er auf den Sachstand zu dem hauptsächlich von ihm initiierten und zusammen mit den Kommunen Waiblingen, Weinstadt, Korb und Remshalden geplanten, 15 künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  umfassenden Windpark auf der „Buocher Höhe“ an einem auf Waiblinger Gemarkung, im Erholungswald und Landschaftsschutzgebiet ca. 6 km von der Waiblinger Wohnbevölkerung entfernt liegenden, jedoch sehr nahe an der Wohnbevölkerung der Anrainerkommunen Korb / Remshalden belegenen Standort zu sprechen kam, wurden seine Ausführungen im Vergleich zu früher doch merklich zurückhaltender.



das Waldgebiet um die Buocher Höhe ist höchst sensibel

Foto: Thomas Schöller - August 2013-unweit der Windkraft Standorte Buocher Höhe

Ob diese Zurückhaltung…

·         …auf den großen Erfolg der mit ca. 500 Mitgliedern vor Ort tätigen Bürgerinitiative 
Schützt die Buocher Höhe e.V. zurückzuführen ist, die in kurzer Zeit ca. 2000 Unterschriften beim Verband der Region Stuttgart eingereicht hat und die angesichts der jetzt immer stärker zutage tretenden und zu Lasten der Bürger eintretenden Nachteile immer größeren Zulauf findet und die schon jetzt erreicht hat, daß die ursprünglichen Windkraft-Pläne erheblich „abgespeckt“ wurden

·         …oder auf die zwischenzeitlich vom Regierungspräsidium Stuttgart im Hinblick auf die Sicherheit des Flugverkehrs beim Stuttgarter Flughafen Leinfelden-Echterdingen als „erheblich“ eingestuften Sicherheitsbedenken (…Flugsicherheit geht vor Windkraft-Unfug…)

·         …oder auf die vor Ort verstärkt zunehmende Diskussion der Punkte „mangelnde Wirtschaftlichkeit wegen jahresdurchschnittlicher Windschwäche“ bzw. „Gesundheitsrisiken wegen zweifelsfrei vom Windkraft-Betrieb ausgehender Schad-Emissionen wie Schattenschlag, Lärm oder Infraschall“              

und im Zusammenhang hiermit…

·         …auf seine bei der in Mitte Dezember 2013 anstehenden OB-Wahl wegen seiner Windkraft-Pläne vor allem im „contra-Windkraft“ ausgerichteten bürgerlichen Lager möglicherweise sich verschlechternden Wiederwahl-Quote

zurückzuführen ist, blieb offen.

Bei aller Impulsivität dürfte ihm jedoch bei der anschließenden Diskussion sicher nicht entgangen sein, daß die weit überwiegende Mehrzahl der anwesenden FW-Mitglieder starke Bedenken gegen „pro-Windkraft-Aussagen“ im Wahlprogramm ihrer zur Wiederwahl kandidierenden Mandatsträger hat,…

·         …sei es aus rein sachlichen Gründen, wie von vielen FW-Mitgliedern in Ingersheim ins Feld angeführt

·         …oder sei es vor allem aus wahltaktischen Gründen, weil vor allem wahlstrategisch denkende FW-Mitglieder wissen, daß die Anhängerschaft / FW-Wählerpotential vor allem aus dem bürgerlichen Lager stammt und allzu starkes Eintreten für eine hauptsächlich von weitgehend ideologisierten Grünen gewollte Windkraft-Forcierung im „Ländle“ zu einer Verprellung von FW-Stammwählern führen könnte, ohne daß dieser Verlust durch Stimmengewinn aus dem Lager der Grünen oder der SPD kompensiert werden könnte, denn „alte Fuhrmänner“ und im politischen Geschäft Erfahrene wie der langjährige baden-württembergische FW-Landesvorsitzende Heinz Kälberer (Vaihingen / Enz) wissen, daß der Wähler niemals die „Kopie“, sondern immer das „Original“  -  in diesem Fall die „Grünen“ (und nicht die FW) wählt …

Diese eher windkraft-kritische Haltung eines großen Teils der FW-Mitglieder dürfte sich auch der Vaihinger OB Gerd Maisch (FW)  zu eigen gemacht haben, nachdem von ihm bei der Regionalkonferenz in Ingersheim keinerlei Aussagen zum Thema „Windkraft“ abgegeben wurden, wobei man in Vaihingen / Enz Berichten der Lokalpresse zufolge Windkraft-Plänen ohnehin eher reserviert gegenüber steht…  

Bei der anschließenden Diskussion meldeten sich Windkraft-Kritiker aus der ganzen Region  Stuttgart zu Wort.

Besonders kritisiert wurden Pläne der Stadt Stuttgart, über ihre Stadtwerke Windkraftanlagen im eher windschwachen, daher unrentablen, zu Verlusten in Millionenhöhe führenden und viel zu nah an der Bevölkerung liegenden Tauschwald in Stuttgart-Feuerbach zu planen, wobei diese Pläne  -  „koste es, was es wolle“  -  vor allem als Prestigeobjekt der Stadtwerke Stuttgart gesehen werden, nachdem man nun ja einen „grünen“ Oberbürgermeister habe, und angesichts dieser Konstellation  -  „grüner“ Ministerpräsident und „grüner“ OB  -  gehöre es schließlich einfach „zum guten Ton“, daß man das eine oder andere Windrad auf Stuttgarter Gemarkung vorzeigen könne, seien die Wind-Verhältnisse in Stuttgart „auch noch so schlecht“…



Schaukasten über die Fledermausarten auf der Buocher Höhe
Durch Windkraft-Unfug höchst gefährdet, nicht nur in diesem Gebiet

Foto: Thomas Schöller - August 2013 - Naherholungsgebiet Buocher Höhe

Wir selbst haben auf die landesweit im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands in Baden-Württemberg jahresdurchschnittlich gegebene und durch Langzeit-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD) belegte Windschwäche hingewiesen und u.a. ausgeführt, daß der Großteil aller bisher in BW installierten 395 Windindustrieanlagen Jahr für Jahr und ununterbrochen seit ihrer Inbetriebnahme Verlust-Ergebnisse erwirtschaftet, in vielen Fällen zu einem Totalverlust des Anlegerkapitals zu Lasten der Öko-Kapitalanleger führend, von Gewinnausschüttungen, Verzinsungen oder gar Gewerbesteuerzahlungen an die Standort-Kommunen ganz zu schweigen…

Harsche Kritik mußte sich auch Dr. Martin Köppel (BUND) gefallen lassen, dessen Hauptforderung gemäß LKZ-Bericht in der Aussage gipfelte: „Im Spannungsfeld mit dem Natur- und Artenschutz gab er die Leitlinie aus: Lieber mehr Abstand zur Natur als zur Wohnbevölkerung“.

Nahezu alle Kritiker sahen es genau umgekehrt: Sie kritisierten den ihrer Ansicht nach aufgrund politischer, „grün-roter“ Vorgaben viel zu geringen, im BW-Windkraft-Erlass enthaltenen Sicherheitsabstand von lediglich 700 m und verwiesen auf im Interesse der Bürger deutlich höhere Sicherheitsabstände in anderen Bundesländern und selbst in Baden-Württemberg sowie im Ausland (USA, Großbritannien). Vor allem wurde darauf hingewiesen, daß  -  bei aller Liebe zur Natur  -  zuallererst und immer der Mensch an erster Stelle stehen müsse.

Auch die von den Stadtwerken München entsandte Referentin Barbara Huber hatte eher einen schweren Stand. Auf Befragen mußte sie Stellung nehmen zu den seit Anfang Juli 2013 bekannt gewordenen Plänen des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU), der zusammen mit seinem sächsischen Ministerpräsidenten-Kollegen Stanislaw Tillich (CDU) im Rahmen einer von ihnen eingebrachten Bundesrats-Initiative eine Länderöffnungsklausel im Baugesetzbuch fordert, wonach es den Ländern vor dem Hintergrund der immer höher und voluminöser werdenden Windindustrieanlagen gestattet sein soll, die Mindestabstände zur Wohnbevölkerung auf das 10-fache der Gesamthöhe  -  bei einer WKA-Höhe von 200 m als auf 2000 m  -  zu erhöhen. Dem einen oder anderen FW-Wahlstrategen dürfte in diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund der am 25.5.2014 stattfindenden BW-Kommunalwahlen nicht entgangen sein, daß auch das in der Öffentlichkeit immer kontroverser diskutierte, von der CSU entsprechend reserviert behandelte Thema „Windkraft“ in Bayern mit zu einem überragenden CSU-Landtags-Wahlergebnis beigetragen hat…  

Auf Nachfragen mußte sie zugeben, daß die angesichts ihrer Forcierung regenerativer Energien gern als Vorbild dargestellte Stadt München keine einzige Windindustrieanlage auf eigener Gemarkung hat. Vielmehr beteiligen sich die Stadtwerke München vorwiegend an Windparks im windreicheren Norden und Osten Deutschlands in den „klassischen“ = windstarken Windkraft-Bundesländern. Nach dieser Aussage fühlten sich viele Fragesteller und FW-Mandatsträger in ihrer zuvor schon oft geäußerten Ansicht bestätigt, daß das im Vergleich zum Norden und Osten Deutschlands eher windarme Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) wegen jahresdurchschnittlich viel zu geringem Windaufkommen völlig ungeeignet ist für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb.



Wald sorgt für Klimaschutz - Waldrodungen wegen Windkraft sind klimaschädlich
und können zu einer Klimaerwärmung führen

Foto: Thomas Schöller - August 2013 Buocher Höhe

Angesichts der äußerst windkraft-kritischen Diskussion dürften die allermeisten FW-Mitglieder, vor allem jedoch die FW-Mandatsträger und die bei den baden-württembergischen Kommunalwahlen am 25.5.2014 antretenden Kandidaten sehr nachdenklich nach Hause gegangen sein, sich wohl sehr genau überlegend, welche Aussagen zum Thema „Windkraft“ vor Ort gemacht werden sollten, um die eigenen Wahl-Chancen nicht von vornherein zu vermindern…

Leider war der „pro-Windkraft“ in Bönnigheim eintretende Bönnigheimer Bürgermeister Kornelius Bamberger (FW) bei der Regionalkonferenz seiner eigenen Partei in Ingersheim nicht anwesend. Er hätte sich ein Stimmungsbild darüber verschaffen können, wie die weitaus überwiegende Mehrheit seiner FW-Parteikollegen zur Windkraft in Baden-Württemberg im allgemeinen und zu Windkraft-Plänen in Bönnigheim im besonderen steht… …vielleicht hätte ihm gutes Zureden seiner Parteioberen doch noch zur Umkehr von seinem Windkraft-Irrweg bewogen…  

Wie bekannt, spricht er sich  -  den Grünen und der SPD in Bönnigheim folgend  -  für den Bau von 2 - 3 künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen im Bönnigheimer Stadtwald am Rotenberg / Großer Saukopf im Naturpark „Stromberg-Heuchelberg“ inmitten eines Jahrzehnte alten Mischwalds, im Natur-, Europäischen Vogel-, Landschafts-, Wasserschutz-, FFH- und Natura 2000-Gebiet aus, bei dessen Umsetzung in einem dort noch weitgehend intakten Wald es infolge mehrerer Fußbalfeld-großer Baum-Abholzungen und daraus nachfolgender Umwandlung zu einem windkraft-industriellen Gewerbegebiet und zu einem Natur- und Landschaftsfrevel ungeahnten Ausmaßes zu Lasten von Mensch, Landschaft und Natur käme… …immer mehr Menschen vor allem auch in Bönnigheim fragen sich, wie krank müssen die Gehirne derjenigen sein, die einem derartigen Naturfrevel das Wort reden…

Er sollte sich ein Beispiel nehmen an seinem „Rückgrat“ und Zivilcourage besitzenden Gemeinderats-Mitglied Kurt Sartorius (CDU / FWV), der den dort geplanten Naturfrevel schon frühzeitig in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung im November 2012 mit folgenden Worten abgelehnt hat:

„Vor kurzem mußte eine Kinderschaukel an nahezu demselben Standort auf behördliche Anweisung wieder abgebaut werden und Landwirten, Wengertern oder Besitzern von Streuobstwiesen wird es verboten, auch nur eine kleinere Gerätehütte aufzustellen, und jetzt sollen bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen inmitten des Bönnigheimer Stadtwalds, an natur- und landschaftssensibler Stelle im Naturpark Stromberg-Heuchelberg, in einem Natur-, Landschafts-, Wasser-, Europäischem Vogelschutz-, Natura-2000 und FFH-Gebiet genehmigt werden ? Dies lehne ich ab !“  

  

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“




www.gegenwind-husarenhof.de


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        SPD-Ortsverein Bönnigheim - Erligheim - Kirchheim /N.:             NEB: „SPD für Windräder in der Region“

Zu Natur- und Landschaftsfrevel, zur Klimaerwärmung und daher zum Verstoß gegen Klimaschutzziele führende Windwahn-Pläne der Bönnigheimer Energiegenossen und von Bürgermeister Kornelius Bamberger (Freue Wähler) werden von SPD Bönnigheim unterstützt

…Denn sie wissen nicht, was sie tun…


(wm / 191013) - Einem Bericht des Neckar- und Enzboten (NEB) vom 16.10.2013 zufolge hat sich der SPD-Ortsverein Bönnigheim-Erligheim-Kirchheim / N. bei einem politischen Stammtisch am 10.10.2013 „für Windräder in der Region“ ausgesprochen. Gemäß NEB-Bericht gab es hierzu „nach ausgiebiger Diskussion eindeutige Aussagen“.

Im NEB-Bericht heißt es weiter: „Vor dem Hintergrund der Bemühungen im Bereich der Gemarkung Bönnigheim ein Windrad zu bauen, wurde die Grundsatzfrage angesprochen, wie eine künftige Energieversorgung aussehen müsse. Als wichtig wurde dabei angesehen, dass eine nachhaltige Stromerzeugung auf erneuerbaren Energien basieren und regional, dort wo der Strom gebraucht werde, stattfinden müsse. Also auch im Bereich der drei Kommunen. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Ortsvereins nach der Aussprache dafür aus, an dafür geeigneten Stellen im Bereich der Region und damit auch der drei Gemeinden Windkraft zu nutzen.“

Auch wenn es im NEB-Bericht diplomatisch verklausuliert formuliert wurde: Die SPD in Bönnigheim unterstützt damit faktisch die Aufstellung von 2 - 3 künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  am Rotenberg / Großer Saukopf auf Bönnigheimer Gemarkung im Naturpark Stromberg-Heuchelberg inmitten einer dort noch weitgehend intakten Natur im Wald und im Natur-, Vogel-, Landschafts- und Wasserschutzgebiet, das zugleich ein FFH-, Natura2000- und Europäisches Vogelschutzgebiet darstellt und deshalb unter besonderem Schutz steht, wobei der Wald bzw. -zig Jahre alte Bäume des dortigen Jahrzehnte alten Baumbestands in der Größe mehrerer Fußballfeld-großer Felder abgeholzt werden müßten und dessen dann freigewordene Fläche sich nach Durchführung von Windkraft-Infrastrukturmaßnahmen

wie der Anlage von festen Feldwegen / Straßen für den Transport durch schweres Gerät von am Standort zu montierenden Turmteilen, Gondel und Gehäuse und späteren Instandhaltung, Verlegung von Versorgungsleitungen, Bau von Trafo-Stationen und der Betonierung des ca. 20 m - 40 m tiefen Fundaments etc.

in ein windkraft-industrielles Gewerbegebiet mit allen Nachteilen für Mensch, Natur und Landschaft gewandelt hätte.      


Kein Windwahn am Rotenberg im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

martialische Eingriffe im Wald (Binselberg Odenwald)

Damit erhält der Bönnigheimer Bürgermeister Kornelius Bamberger Unterstützung bei seinen Plänen, an vergleichsweise windschwachem und deshalb für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standort eine schon vor dem 1. Spatenstich als Fehlinvestition feststehende Windkraft-Ruine zu platzieren, zu einem im ohnehin landesweit waldärmsten Landkreis Ludwigsburg weiteren Naturfrevel ohnegleichen führend.       

Wir haben bereits in mehreren windkraft-kritischen Beiträgen auf den an natur- und landschaftssensiblen Stelle jetzt durch ideologisch beeinflußte Bönnigheimer Windkraft-Fuzzies drohenden Naturfrevel hingewiesen. Wir werden auch weiterhin „unsere Hand in die Wunde legen“ und auf den dort geplanten, durch die Bönnigheimer Stadtverwaltung unterstützten Windwahn-Unfug hinweisen; unser nächster zu diesem Thema folgender Beitrag wird sich mit den finanziellen Risiken befassen, der im Falle der Windkraft-Realisierung auf den Bönnigheimer Kommunalhaushalt und damit auf die Bönnigheimer Bürgerschaft zukommt.   


Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



zum NEB-Bericht  hier klicken


www.gegenwind-husarenhof.de

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Ausgang der bayerischen L a n d t a g s w a h l  am 15.9.2013: Ergebnis führt zum Nachdenken über geplante Windkraft-Exzesse in vielen Regionen im windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland im Süden (Bayern) und Südwesten (Baden-Württemberg)

 

Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) zusammen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) vor der bayerischen Landtags-Wahl zum S c h u t z  von Mensch, Landschaft und Natur angestoßene Debatte zur Vergrößerung der Mindestabstände zwischen Wohnbevölkerung und Windkraft-Standort führt vielerorts in Bayern und Sachsen zur Revision allzu expansiver, völlig überzogener Windkraft-Planungen

Energiewende mit Augenmaß: Windkraft-Pläne n i c h t zu Lasten von M e n s c h, L a n d s c h a f t und N a t u r !

 Wann kommt es zur Anpassung der ebenfalls völlig überzogenen und an vielen Orten wegen relativer Windschwäche unhaltbaren Windkraft-Pläne in Baden-Württemberg ?


(wm / 180913) - Bei der bayerischen Landtagswahl am 15.9.2013 hat die im März 2011 nach „Fukushima“ / Japan ausgerufene E n e r g i e w e n d e sowie deren konkrete auf Mensch, Landschaft und Natur sich auswirkende Ausgestaltung einen breiten Raum eingenommen. Kaum eine Podiumsdiskussion der Kandidaten vor Ort oder im TV verging, ohne daß dieses Thema  - 
i n s b e s o n d e r e die immer stärkere Fahrt aufnehmenden P l ä n e  zur Forcierung des 
W i n d k r a f t-A u s b a u s
  -  ausgiebig diskutiert wurde. Insbesondere die weitere Ausgestaltung der Windkraft wurde zum Spitzenthema im Wahlkampf, nachdem der um die absolute Mehrheit kämpfende bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zusammen mit seinem sächsischen Ministerpräsidenten-Kollegen die Forderung nach einer Vergrößerung der Mindest- / Sicherheitsabstände zwischen Windkraft-Standort und Wohnbebauung erhob.

Danach sollen die Mindestabstände künftig das 10-fache der Gesamthöhe einer neu zu errichtenden Windindustrieanlage betragen. Bei künftig ca. 200 m hoch werdenden WKA‘ s müßte der Mindestabstand dann 2 0 0 0 m betragen.

Erreicht werden soll dies über eine Länderöffnungsklausel im Baurecht, wonach es den Bundesländern künftig gestattet werden soll, individuelle von der WKA-Gesamthöhe abhängige, länderspezifische Mindestabstände festzulegen. Zu diesem Zweck haben beide Bundesländer einer Bundesrats-Initiative eingeleitet.

Der Sachverhalt gewinnt aus mindestens 3 G r ü n d e n an Brisanz: E i n e r s e i t s wurden die jetzt zur Auslieferung kommenden Windindustrieanlagen der 3. G e n e r a t i o n eigens für das vergleichsweise w i n d s c h w a c h e  Binnenland mit Höhen ab 180 m und höher konstruiert, während durch das im Norden und Osten Deutschlands, also in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt), um ca. 2- 3 mal höhere jahresdurchschnittliche Windaufkommen es genügte, zur Gewinnung einer profitablen Windstrom-Ausbeute deutlich niedrigere und daher auch von den Anschaffungskosten her günstigere Windindustrieanlagen  -  und für die Bevölkerung weniger raumbedeutsam belastend  -  aufzustellen.


So weit darf es in Baden-Württemberg niemals kommen!!

Quelle:  Jägervereinigung Oberhessen e.V.

M e r k e: Die raumbedeutsame Negativ-Wirkung ist für den Bürger an seinem Wohnsitz als täglicher Betrachter einer Windindustrieanlage umso größer, je höher die Anlage und je näher diese Anlage an seinem Wohnsitz steht. 

Z w e i t e n s: Durch die im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern deutlich höheren, im windschwachen Binnenland aufzustellenden WKA’ s werden durch Windkraft-Betrieb an vergleichsweise windschwachen Binnenland-Standorten  -  wenn mal der Wind weht  -  deutlich h ö h e r e   S c h a d-I m m i s s i o n e n (Lärm, Schattenschlag, Infraschall) v e r u r s a c h t als bei kleineren Anlagen, wie sie im Norden und Osten Deutschlands stehen. Daher war es nur folgerichtig, vor allem zum Schutz der Wohnbevölkerung im Binnenland entsprechend größere Mindestabstände zu fordern.

D r i t t e n s: Daß L a n d s c h a f t  und  N a t u r gerade in den Bundesländern im Südwesten (Baden-Württemberg) bzw. im Süden (Bayern) Deutschlands bundesweit von den Bürgern als mit am schönsten und attraktivsten angesehen werden, ergibt sich Jahr für Jahr aus den einschlägigen Tourismus-Statistiken, wo vor allem Bayern bei nahezu allen Untersuchungs-Kriterien mit weitem Abstand führt und auch Baden-Württemberg immer in der Spitzengruppe der Beliebtheitsskala zu finden ist. Jährlich für beide Bundesländer überdurchschnittlich steigende Touriusmus-Zahlen belegen dies.

Die Bürger  -  vor allem in den weitgehend durch viel zu expansive Windkraft-Forcierung bereits irreparabel Windkraft-verschandelten Regionen im Norden und Osten Deutschlands  -  haben erkannt, daß Landschaft und Natur einer Region für die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung sowie als Einkunfts-Quelle und daher für den Wohlstand einer Region ein immer größer werdendes Kapital darstellen, das nicht leichtfertig  -  und schon gar nicht wegen „aus dem Ruder“ laufenden und für die Bürger an den betroffenen Orten mit viel zu vielen Nachteilen verbundenen Windkraft-Exzessen  -  aufs Spiel gesetzt werden sollte.

Bei der bayerischen Landtagswahl am 15.9.2013 hat der Wähler  -  auch zur künftigen Ausgestaltung der Energiepolitik, insbesondere zum geplanten weiteren A u s b a u  der Windkraft  -  ein k l a r  e s Wort gesprochen: Der für Windkraft-Pläne „mit Augenmaß“ und unter Berücksichtigung der Belange von Mensch, Landschaft und Natur eintretende bürgerliche, aus CSU (47,7 %), Freie Wähler (9,0 %) und die wegen Scheiterns an der 5 % - Hürde nicht mehr im bayerischen Landtag vertretene FDP (3,3 %) bestehende Mehrheit (insgesamt: 60,0 % der Stimmen) ist vom Wählervotum her mehr als doppelt so stark wie die SPD (20,6 %) und die Grünen (8,6 %), die zusammen nur auf 29,2 % gekommen sind. Diese mußten erkennen, daß ihre ihre vielfach völlig überzogenen, zu Lasten von Mensch, Natur und Landschaft sich auswirkenden Vorstellungen zur Energiepolitik  -  respektive zum Windkraft-Ausbau  -  letztlich nicht mehrheitsfähig waren. Das Wahlergebnis dürfte sich vermutlich auch in den künftigen Vorstellungen zur Energiepolitik bei der SPD und den Grünen in der einen oder anderen Form niederschlagen, damit künftig bessere Wahlchancen bestehen.


... und so erst recht nicht !!
Quelle:  Jägervereinigung Oberhessen e.V.

Zu erwarten bzw. zu hoffen bleibt zweierlei: Nach den jüngsten Umfragen der Wahlforscher ist zu erwarten, daß auch bei der am 22.9.2013 stattfindenden Bundestagswahl das bürgerliche und aus CDU / CSU, FDP und AfD bestehende Lager eine deutliche Mehrheit  -  in welcher Zusammensetzung auch immer  -  erreichen wird.

Falls dies einträfe, dürfte sich dies auch auf die künftige Ausgestaltung der Energiepolitik niederschlagen, insbesondere darauf, daß der künftige Ausbau der Windkraft im eher windschwächeren Binnenland in wieder geordneteren Bahnen und weit weniger ideologie-befrachtet abläuft als bisher, wobei vor allem zu hoffen bleibt, daß das wegen zu hoher und zu lange laufender Subventionen zu Fehlanreizen führende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) baldmöglich auf den Prüfstand kommt und  -  zum Vorteil der Bürger  -  schnellstmöglich reformiert wird.

Des weiteren bleibt zu hoffen, daß auch die baden-württembergische, „grün-rot“ geführte  Landesregierung bei der Ausgestaltung ihrer künftigen Energiepolitik  -  insbesondere den Ausbau der Windkraft betreffend  -  die Belange von Mensch, Landschaft und Natur wieder stärker berücksichtigt und sich am Wählerwillen der Bürger in Bayern ein Beispiel nimmt, der vermutlich ohne weiteres auch auf die Verhältnisse in Baden-Württemberg (zumindest Fragen zum weiteren Ausbau der Windkraft betreffend) übertragbar sein dürfte… …ein endgültiges Wähler-Votum hierzu ergibt sich voraussichtlich bei den BW-Kommunalwahlen am 25.5.2014 und bei der im Frühjahr 2016 stattfindenden BW-Landtagswahl…

 

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“


www.gegenwind-husarenhof.de

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D E R  S P I E G E L: “ Aufstand an der Rotorsteppe”
W i n d k r a f t im zumeist windschwachen Binnenland: Vernichtendes U r t e i l des „DER SPIEGEL“ zur Forcierung des Windkraft-Ausbaus in Baden-Württemberg, Bayern und in anderen windarmen B i n n e n l a n d-Regionen
Viel zu vielen Nachteilen zu Lasten von Bürgern, Landschaft und Natur stehen kaum Vorteile gegenüber
B ü r g e r w i n d r ä d e r  im windarmen Binnenland: Öko-Kleinanleger verlieren Geld in höchst unrentablen, weil dauerhaft unwirtschaftlichen Windkraft-Engagements
      Kommunale S t a d t w e r k e  im windschwachen Binnenland: Kommunen           „verbrennen“ reihenweise  G e l d  des B ü r g e r s  in fragwürdigen Windkraft-       F e h l i n v e s t i t i o n e n, die als solche schon weit  v o r  dem „ersten Spatenstich“ feststehen…
Wurde der windkraft-kritische S P I E G E L-Beitrag Nr. 27 / 2013 von den k o m m u n a l e n  E n t s c h e i d u n g s t r ä g e r n  im windarmen Landkreis Ludwigsburg (Bönnigheim / Freudental: Naturpark Stromberg-Heuchelberg, Rotenberg / Großer Saukopf), Ingersheim, Steinheim / Bottwartal (Grießberg), Sachsenheim (Salenhau, Schlierkopf, Hohe Reute, Baiselsberg, Kirchbachtal), Vaihingen/Enz, Eberdingen, Ensingen, Gündelbach u n d  in 
Esslingen / Aichwald (Schurwald), Göppingen / Kirchheim-Teck (Staufer-Region, Voralbgebiet), Schwäbisch-Hall / Michelbach (Limpurger Berge) / Gaildorf, Crailsheim / Creglingen (Klosterwald), Hardthausen (Harthäuser Wald) s o w i e in vielen anderen Orten bzw. von den R e g i o n a l p l a n e r n  in den 1 2 Regionalverbänden in B a d e n-W ü r t t e m b e r g  g e l e s e n ?

(wm / 030913) - In der Ausgabe Nr. 27 / 2013 von Europas führendem Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ vom 1.7.2013  berichtet der SPIEGEL-Journalist Matthias Schulz in einem äußerst windkraft-kritischen Beitrag über den bisher erreichten Stand und den künftig weiter geplanten Ausbau der Windkraft in Deutschland, der als Teil der vor dem Hintergrund von „Fukushima / Japan“ im März 2011 sich abspielenden Ereignisse von der Politik in Deutschland ausgerufenen Energiewende in Gang gesetzt wurde.

Dabei analysiert er schonungslos die in vielen Regionen bislang durch Windkraft-Fehlplanungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene schon zu Milliarden-Kosten zu Lasten von Bürgern, Landschaft und Natur irreparabel eingetretenen Exzesse. Wir haben bereits in unserem Homepage-Beitrag hierüber kurz berichtet.

Zu einem besonders vernichtenden U r t e i l kommt er hinsichtlich der Windkraft-Planungen im von allen Bundesländern w i n d s c h w ä c h s t e n  und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb v ö l l i g  u n g e e i g n e t e n  Baden-Württemberg, das bezüglich des jahresdurchschnittlichen W i n d a u f  k o m m e n s  -  =  w i c h t i g s t e 
Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb  -  an 16. Stelle und damit als Schlußlicht am  E n d e  a l l e r Bundesländer steht. 

Kein Wunder, denn  hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens existiert bundesweit ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle, wonach nach allen zuverlässigen und seriös erhobenen Langzeit-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts, Wetter-Stationen, Meteorologen etc. das jahresdurchschnittliche Windaufkommen in den Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, nördliche Teile von NRW und Hessen)  -  also in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern  - das jahresdurchschnittliche Windaufkommen ca. 2 - 3 Mal höher ist als im vergleichsweise windarmen Binnenland im Südwesten / Süden.

Nicht ohne Grund konzentrieren sich daher im Norden und Osten nach den eigenen Zahlen des Deutschen Windenergieverbands auch rd. 80 % - 85 % aller bisher in Deutschland ca. 25000 errichteten Windindustrieanlagen und aus diesem Grund wird ein Großteil der jetzt neu geplanten und künftig zu errichtenden WKA’ s eben dort und nicht im vergleichsweise windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland im Süden / Südwesten gebaut.


große Protestaktionen auch im Soonwald

M e r k e: Auch Öko-Kapitalanleger befolgen i.d.R. das „ökonomische Prinzip“, wonach sie ihr Öko-Eigenkapital zur Erzielung einer möglichst hohen Rendite vorzugsweise in „windhöffigen“ Windkraft-Standorten anlegen, und das sind eben jene im Norden und Osten Deutschlands, wo die Windkraft-Investments Jahr für Jahr ab Inbetriebnahme zufriedenstellende bis gute Windstrom-Erträge erwirtschaften, zu Gewinnausschüttungen / Verzinsungen zugunsten ihrer Investoren und zu stabilen Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommunen führend…

…während ca. 80 % der bisher in Baden-Württemberg selbst an den vermeintlich windhöffigsten Stellen auf der Schwäbischen Alb sowie auf den Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds  errichteten Windindustrieanlagen jährlich ab ihrer Inbetriebnahme „tiefrote“, desaströse Betriebsverluste / Jahresfehlbeträge erwirtschaften, zu Kapitalverzehr zu Lasten der Anleger führend, von Gewinnausschüttungen, Verzinsungen und Gewerbesteuer-Einnahmen ganz zu schweigen…

Denn m e r k e: Eine W e r t s c h ö p f u n g zugunsten der Windkraft-Kapitalanleger und der Standortkommune wird  n i c h t  an windschwachen Standorten erzielt (denn dort ergibt sich durch Windkraft-Betriebsverluste ein W e r t v e r z e h r), sondern nur dort, wo auskömmliches, jahresdurchschnittliches Windaufkommen zu stabilen Windstrom-Erträgen und entsprechenden Gewerbesteuer-Einnahmen für die Standort-Kommune führen…

Wie bekannt, sehen die politischen, vor allem ideologisch bedingten  Vorgaben der „grün-rot“ geführten baden-württembergischen Landesregierung vor, neben den bereits bestehenden 395 Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2020 weitere ca. 1200 dann bis zu 230 hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  zu bauen, teilweise auch im dann infolge Rodung seine Funktion zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts verlierenden Wald und oft allzu nah an der Wohnbevölkerung, die schon jetzt bundesweit an vielen Windkraft-Standorten durch Windkraft-Betrieb zweifelfrei verursachte Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag oder Infraschall leidet und deshalb eine Vielzahl von Nachteilen zu tragen hat…    

Wenn nicht alles täuscht, belegen die meisten Ende August / Anfang September 2013 repräsentativ erhobenen Analysen der Wahlforscher sowohl bei der bayerischen Landtagswahl am 15.9. als auch bei der eine Woche später stattfindenden Bundestagswahl am 22.9.2013 den Wahlsieg des bürgerlichen Lagers und eine herbe Wahlniederlage von SPD und Grünen, also den Parteien, die in ihren Wahlprogrammen  -  auch in Baden-Württemberg und Bayern  -  eine noch stärkere Forcierung des vielerorts von den Bürgern vor Ort kritisch betrachteten Windkraft-Ausbaus (auch an dafür nach Meinung der Bürgerschaft ungeeigneten Standorten) präferieren.


Der Horizont bei Nacht in Biebern / Hunsrück

Bild: Jörg Rehmann - Quelle:  www.soonwald.de 


Demgegenüber sind die bürgerlichen Parteien CDU / CSU, FDP sowie die in Bayern zur Landtagswahl antretenden Freien Wähler und auch die erstmals bei der Bundestagswahl auftretende AfD schon seit längerem auf kritische Distanz gegenüber überzogenen Windkraft-Plänen und daraus zu überwiegend zu Lasten der Bürgerschaft durch Windkraft-Betrieb führenden Nachteilen gegangen. Sie wehren sich in ihren Programmen, Wahlveranstaltungen etc. gegen unsinnige Windkraft-Vorhaben bspw. im dann abzuholzenden Wald oder in viel zu geringer Nähe zur Wohnbevölkerung und warnen vor allzu großen, durch Windkraft-Bau kaum wieder gutzumachenden Eingriffen in die Natur.

Sollten sich diese Wahl-Prognosen bestätigen und sich auch im Wahlergebnis entsprechend  niederschlagen, wäre im I n t e r e s s e  von B ü r g e r n, L a n d s c h a f t
und N a t u r  zu hoffen, daß manche von allzu oft überzogenen „grün-roten“ Windkraft-Vorstellungen beeinflußte Entscheidungsträger vorwiegend auf  k o m m u n a l e r Ebene „landauf - landab“ sich besinnen und „zur Räson kommen“, damit die bei Einschaltung des gesunden Menschenverstands für jedermann klar ersichtlichen, viel zu viele mangels Windaufkommen durch Windkraft-Betrieb verursachten Nachteile an der Bevölkerung endgültig vorüberziehen…           

Die SPIEGEL-Ausgabe Nr. 27 / 2013 vom 1.7.2013 war aufgrund seines „Windkraft-Beitrags“ an vielen Windkraft-Standorten bereits kurz nach Erscheinen restlos vergriffen. Aus diesem Grund und weil zwischenzeitlich die eine oder andere Windkraft-Entscheidung neu ansteht  -  so. bspw. im Bereich des Verbands der Region Stuttgart in Stuttgart selbst sowie Bönnigheim / Erligheim, Wendlingen oder Leonberg, aber auch in dem einen oder anderen BW-Regionalverband  -  bringen wir den SPIEGEL-Beitrag nochmals in unserer Homepage.

  

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“


www.gegenwind-husarenhof.de

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      Anfrage des B W-Landtagsabgeordneten Paul Nemeth / MdL (CDU)                                               an die B W-Landesregierung                                                     zum Ausbau der W i n d k r a f t  in B a d e n-W ü r t t e m b e r g            „Abstände von der Wohnbebauung flexibel gestalten“ 

Stellungnahme des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Landtagsdrucksache 15 / 3789 vom 15.7.2013

 In den Landtagen regt sich vor allem durch CDU, CSU und FDP artikulierter Widerstand gegen zu g e r i n g e Mindestabstände zwischen künftig bis zu 2 3 0 m hoch werdenden Windindustrieanlagen und Wohnbebauung


(wm / 290813) - Der CDU-Landtagsabgeordnete Paul Nemeth / MdL hat zusammen mit anderen CDU-Landtagsabgeordneten eine Anfrage an die von Grünen / SPD geführte Landesregierung zum weiteren Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg gestellt.

Hintergrund seiner Anfrage ist die kurz zuvor bekannt gewordene Bundesrats-Initiative des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (C S U) und des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (C D U), die für ihre Länder eine Länderöffnungsklausel im Baurecht fordern, derzufolge es den Ländern gestattet wäre, einen von der geplanten Höhe einer Windindustrieanlage abhängigen M i n d e s t- / S i c h e r h e i t s a b s t a n d festzulegen, wobei sich der Abstand künftig dergestalt ergeben soll, daß man die geplante Höhe mit einem Faktor von „1 0“ multipliziert.

Bei einer WKA-Höhe von rd. 200 m ergäbe sich ein Mindestabstand von 2000 m. Wie bekannt, sollen die eigens für das windschwache Binnenland entwickelten Windindustrieanlagen künftig bis zu 2 3 0 m (!!) hoch werden, höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom.

Die vor allem von den bürgerlichen Parteien im Interesse der Bürger ausgehenden Initiativen zur
V e r g r ö ß e r u n g des Mindestabstands basieren auf Erkenntnissen, wonach die zweifelsfrei von Windkraft-Betrieb ausgehenden S c h a d-I m m i s s i o n e n wie L ä r m, S c h a t t e n -
s c h l a g und I n f r a s c h a l l
nach insoweit eindeutigen Erkenntnissen renommierter Wissenschaftler (z.B. Robert-Koch-Institut, Berlin) zu G e s u n d h e i t s r i s i k e n bei im Umkreis (Radius ca. 5 Km ab WKA-Standort) zum Windkraft-Standort wohnenden Bürgern führen können.

Als weitere durch Windkraft-Betrieb v e r u r s a c h t e und zur Forderung nach höheren Mindestabständen führenden N a c h t e i l e werden genannt:

·         Verlust der Lebensqualität, vor allem im Alter / Ruhestand

·         Wertminderung bei den Verkehrswerten von Immobilien (Häuser, Wohnungen, Grundstücke)

·         massive Beeinträchtigung des Natur- und Umweltschutzes, insbesondere Vogelschutz betreffend

·         Weitere Bodenversiegelung / Erhöhung des Hochwasser-Risikos

·         Visuelle Zerstörung Jahrhunderte alter Kulturlandschaften / Landschaftsverschandelung

·         Einbruch / Verdrängung von Potential beim „sanften Tourismus“

·         vielerorts Verlust wertvollen Ackerlands u.v.m.

Die meisten der in der Begründung genannten und zur Forderung nach höheren Mindestabständen führenden Bedenken werden gemäß Stellungnahme von der BW-Landesregierung  -  wie vorherzusehen  -  nicht geteilt, da bei einer im Interesse der Bürger liegenden Erhöhung des Mindestabstands die von „Grün / Rot“ politisch vorgegebenen Ziele zum Bau neuer ca. 1200 Windindustrieanlagen  -  bis zum Jahr 2020 und zusätzlich zu den bereits bestehenden 395 WKA’ s  -  wegen dann reduzierter, noch für WKA-Bau zur Verfügung stehender Flächen nicht mehr zu realisieren wären.    

Interessant ist die zur Frage 1 gegebene Antwort, die eine Aufstellung nach WKA‘ s

·         mit Inbetriebnahme 2013

·         mit vorliegender Genehmigung 2013und mit

·         gestelltem Genehmigungsantrag 2013

enthält.

Danach ergibt sich folgendes Bild bzgl. des Jahres 2 0 1 3 (Stand Mitte 2013):

Anzahl WKA

Inbetriebnahme bis Mitte 2013:                                                                                  1

vorliegende Genehmigungen 2013:                                                                           14

gestellter Genehmigungsantrag / lfd Genehmigungsverfahren 2013:                   106

Nach Orten bzw. Landkreisen aufgeteilt ergeben sich im Jahr 2 0 1 3 folgende Schwerpunkte:

Landkreis / Ort          vorliegende Genehmigungen 2013   lfd Genehmigungsverfahren 2013

Main-Tauber

1

31

Heilbronn (Lkrs)

0

27

Schwäbisch Hall 

7

16

Ravensburg

0

13

Ostalbkreis 

0

6

Entsprechend sind diese Regionen auch S c h w e r p u n k t e bzgl. der G r ü n d u n g bzw. beim M i t g l i e d e r z u w a c h s neuer bzw. bestehender B ü r g e r i n i t i a t i v e n, da die dort von der gegen die Natur agierenden Windkraft-Lobby als WKA-Standorte ausgesuchten Flächen größtenteils im Wald, Naturparks, in Landschafts-, Natur- und Vogelschutz-, Natura 2000-, FFH-Gebieten, regionalen Grünzügen, Kulturlandschaften und anderer Gebiete liegen, die man seit Jahrzehnten und über Generationen hinweg in großem und gesellschaftsübergreifendem Konsens als schützens- und erhaltenswert angesehen hat und die von den Vorfahren zumeist durch Menschenhand gepflegt und zu dem gemacht wurden, was sie bis heute sind: 
Die H e i m a t der dort tief verwurzelten Bevölkerung !  

Die dort im Interesse der Bürger vor Ort tätigen Bürgerinitiativen / Personengruppierungen haben unsere allergrößte Sympathie und verdienen unsere uneingeschränkte Unterstützung !

Wir fordern daher alle vor Ort sich für Landschaft, Kultur, Umwelt und Natur sich einsetzenden Personen zu weiterem gewaltfreien, friedlichen Widerstand gegen gewissenlose, behördlich und regierungsamtlich unterstützte Naturfrevler / Windkraft-Lobbyisten und EEG-Profiteure auf !

Haltet durch ! Zeigt Rückgrat und Zivilcourage ! Laßt euch nicht unterkriegen ! Wir haben die besseren Argumente ! Die Tage der  A b r e c h n u n g  an der W a h l u r n e  nahen:

15.9.2013          bayerische Landtagswahl

22.9.2013         Bundestagswahl

25.5.2014         Kommunal- und Europawahlen in Baden-Württemberg

Frühjahr 2016 Landtagswahl Baden-Württemberg

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur - Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“

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Anfrage der F D P-L a n d t a g s f r a k t i o n zu “Windkraft-Planungen in Baden-Württemberg“

 

Stellungnahme der B W-Landesregierung / Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft / Ministerium für Verkehr und Infrastruktur / Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

B W - Landtagsdrucksache 15 / 3057 vom 13.2.2013

Die angesprochenen Punkte gewinnen in Baden-Württemberg zunehmend an Bedeutung

Haben G r ü n e und S P D bei der F D P-Anfrage und bei der Stellungnahme der L a n d e s r e g i e r u n g aufgepaßt ?

Was können K o m m u n a l p o l i t i k e r hieraus in Bad Mergentheim (Althausen / Apfelbach), Esslingen (Schurwald), Gaildorf (Schwäbisch-Fränkischer Wald), Michelbach (Limpurger Berge), Langenburg (Brüchlinger Wald), Bönnigheim / Freudental (Naturpark Stromberg-Heuchelberg), Ingersheim und an vielen anderen Orten auf der Schwäbischen Alb, Hohenlohe, Neckar-Odenwald, Voralpengebiet / Bodensee / Allgäu, Hoch-Rhein sowie im Nord- und Süd-Schwarzwald lernen ?


(wm / 150713) - Die F D P-Landtagsfraktion hat am 12.2.2013 im baden-württembergischen Landtag an die Landesregierung eine 10 Fragen umfassende A n f r a g e zur Situation des Windkraft-Ausbaus in Baden-Württemberg gestellt. Die dort angesprochenen Punkte sind mehr denn je relevant und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Für die BW-Landesregierung hat das

·         Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im Einvernehmen mit dem

·         Ministerium für Verkehr, und Infrastruktur sowie dem

·         Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

mit Schreiben vom 11.3.2013 eine Stellungnahme abgegeben.

Der Vorgang wurde in der  Landtagsdrucksache 15 / 3057  veröffentlicht  wesentliche Punkte hieraus stellen wir nachfolgend zusammengefasst dar.

Zur B e g r ü n d u n g ihrer A n f r a g e führt die F D P-Landtagsfraktion aus:

„Die Landesregierung will bis zum Jahre 2020 den Energieanteil in Baden-Württemberg aus Windkraft auf 10 Prozent erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist nach eigenen Angaben der Landesregierung der Bau von 1.200 Windkraftanlagen in Baden-Württemberg innerhalb der nächsten sieben Jahre erforderlich. Die Bundesregierung verlangt aufgrund des starken Ausbaus der erneuerbaren Energien eine Koordination über den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Peter Altmaier sehen dabei den Ausbau der Windkraft vornehmlich im Norden mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Windparks in der Nordsee; nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass ein Windrad an ausgewählten, küstennahen Standorten aufgrund der Windhöffigkeit deutlich mehr Energie liefert, als vergleichbare Windräder in Baden-Württemberg.

Es erscheint vor diesem Hintergrund ein wichtiger Aspekt, wie sich die wirtschaftliche Situation der bestehenden Windkraftanlagen darstellt. Problematisch im Hinblick auf die Akzeptanz des Windenergieausbaus in Baden-Württemberg erscheint der im Vergleich zu anderen Bundesländern geringe Mindestabstand von Windkraftanlagen zu Wohngebieten, die sich aus dem Sieben-Punkte-Programm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ergeben. Daraus ergeben sich zahlreiche Folgewirkungen (Lärmschutz, tieffrequente Geräusche, Infraschall-Emissionen, Verschattung, Artenschutz, Befeuerung, lärmmedizinische Aspekte), die wichtige Beurteilungskriterien für die Realisierbarkeit von Windkraftanlagen darstellen.“

Die Fragen 1 und 2 betreffen die derzeit in Baden-Württemberg zwischen Windkraft-Standort und Wohnbevölkerung geltenden M i n d e s t a b s t ä n d e, die der FDP  -  dies ist der Fragestellung zu entnehmen  -  auch im Vergleich zu EU-Ländern bzw. zu anderen Bundesländern, wo erheblich größere Mindestabstände gelten  -  als deutlich zu gering erscheinen; vgl. die in der Begründung genannten Risikofaktoren, die vom Windkraft-Betrieb zweifelsfrei ausgehen.  

Hintergrund der Frage 2 ist wohl die Erkenntnis, daß die in der Bevölkerung nach wie vor sehr geringe und mit dem forcierten Zubau mit WKA‘ s vermutlich noch weiter zurückgehende A k z e p t a n z von Windindustrieanlagen zu einem großen Teil auf den in Baden-Württemberg im Vergleich zu den übrigen Bundesländern sehr g e r i n g e n Mindest- / Sicherheitsabstand zurückzuführen ist, der von immer mehr Bürgern kritisiert wird, insbesondere von jenen, die im Umfeld bzw. im Wirkungskreis von künftig bis zu 230 m hoch werdenden Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  leben (müssen).

Viele Bürger befürchten, den von Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachten S c h a d-Immissionen wie

·         Lärm

·         Schattenschlag

·         Infraschall

etc. dauerhaft ausgesetzt zu werden, die…  

·         …im einen oder anderen Fall nach Forschungsergebnissen renommierter Wissenschaftler (z.B. Robert-Koch-Institut, Berlin) zu Gesundheitsrisiken (insbesondere bei Personen mit angegriffener Gesundheit)

·         …zu einem Verlust der Lebensqualität

·         …zu erheblichen materiellen Verlusten für Immobilien-Eigentümer aufgrund von Wertminderungen ihres Grundbesitzes (Häuser, Wohnungen, Bauplätze u.a.)

·         …zu weiterer Bodenversiegelung und Landschaftsverschandelung

·         …zu schweren Beeinträchtigungen beim Umwelt- und Naturschutz, insbesondere beim Vogelschutz u.v.m.

führen können. 

Der Fragestellung nach vermutet die FDP, daß die Akzeptanz für die Windkraft in der Bevölkerung steigt, 
wenn der M i n d e s t a b s t a n d zur Wohnbevölkerung auf 1500 m vergrößert werden würde.

Allerdings hätte dies dann wohl die Konsequenz, daß an den politischen Vorgaben der BW-Landesregierung, wonach bis zum Jahr 2020 neben den jetzt bereits bestehenden 395 WKA‘s weitere ca. 1200 WKA’ s gebaut werden sollen, erhebliche Abstriche gemacht werden müßten, da die dann noch für Windkraft-Ausbau zur Verfügung stehende Fläche verkleinert würde. Die BW-Landesregierung scheint der Vermutung der FDP zuzustimmen. Dies ergibt sich aus ihrer Antwort: „…Etwaige auf Immissionen beruhende Akzeptanzprobleme dürften sich mit wachsendem Abstand somit teilweise verringern.“ 

Wie bekannt, sehen die Bestimmungen des von „Grün-Rot“ in Kraft gesetzten BW-Windkraft-Erlasses als Mindestabstand zur Wohnbevölkerung 700 m, zu gemischt genutzten Grundstücken (Aussiedlerhöfe, landwirtschaftliche Anwesen, Weiler etc.) 400 m und zu Gewerbegebieten 300 m vor.

Fragen 3 und 4 befassen sich mit den wesentlichen Einwendungen der Bürger gegen Windkraft-Betrieb sowie damit, welche Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung bestehen und wie die Landesregierung Planungs- und Genehmigungsbehörden sowie Kommunen unter Berücksichtigung des Einbezugs der Öffentlichkeit unterstützen will.

Frage 5 hat die Anzahl der im 7-Jahres-Zeitraum 2006 - 2012 in Baden-Württemberg i n  B e t r i e b genommenen WKA’ s zum Hintergrund. Aus der Stellungnahme der BW-Landesregierung ergibt sich folgende Aufschlüsselung nach Jahren:

Jahr     Anzahl WKA

2006                11

2007                58

2008                  6

2009                18

2010                  3

2011                  9

2012                13   

Gesamt          118


Die Aufschlüsselung ist in zweierlei Hinsicht informativ.

Z u n ä c h s t widerlegt sie eindrucksvoll das vor allem von den Grünen / SPD aus durchsichtigen Gründen verbreitete und von einigen eher dem grün-roten Lager zuzurechnenden Medien weitgehend 
k r i t i k l o s übernommene Märchen, wonach die bis März 2011 im Amt befindlichen und CDU / FDP-geführten BW-Vorgänger-Landesregierungen den Ausbau der Windkraft in BW blockiert und zum Stillstand gebracht hätten.

Davon kann jedoch bei 1 1 8 im 7-Jahres-Zeitraum 2006 - 2012 (inkl. 13 im Jahr 2012 in Betrieb gegangenen WKA‘s, deren Planungs-, Genehmigungs- und Bauphase größtenteils noch in den Zeitraum der Vorgänger-Regierung gefallen ist) im relativ windarmen BW in Betrieb gegangenen Windindustrieanlagen wahrlich keine Rede sein, wenn man bedenkt, daß Baden-Württemberg bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens im Vergleich zu allen anderen Bundesländern schon immer an 1 6. und damit an l e t z t e r Stelle steht und BW schon allein deshalb für  d a u e r h a f t  
wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb
 v ö l l i g  u n g e e i g n e t ist.

Daher: Wenn BW bzgl. des Windkraft-Ausbaus an letzter Stelle steht, dann deshalb, weil es bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens  -  wichtigste Produktionsbedingung für Windstrom-Erzeugung und daher wichtigster Einflußfaktor für wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb  -  an letzter Stelle steht. Denn: Wie durch alle repräsentativen Langzeit-Windmessungen des deutschen Wetterdiensts (DWD) belegt, besteht hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens bundesweit ein starkes 
N o r d-S ü d-Gefälle, demzufolge in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, nördliche Teile von NRW und Hessen etc.) das jahresdurchschnittliche Windaufkommen um ca. 2 - 3 Mal größer ist als im vergleichsweise windarmen Südwesten (Baden-Württemberg).

Und: Nicht umsonst k o n z e n t r i e r e n sich rd. 8 5 % aller bisher bundesweit in Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen in den oben genannten „klassischen“ Windkraft-Bundesländern und eben nicht im windschwachen Südwesten und ebenfalls nicht umsonst erwirtschaften die m e i s t e n der d o r t aufgestellten WKA‘ s Jahr für Jahr zufriedenstellende Jahresergebnisse, zu Gewinnausschüttungen / Verzinsungen an die Investoren und zu jährlichen stabilen Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommunen führend…

…während rd. 8 0 % aller insgesamt 3 9 5 bisher in Baden-Württemberg selbst an vermeintlich windstarken Standorten

·         auf der Schwäbischen Alb oder

·         auf den Höhenrücken des Nord- und Südschwarzwalds

aufgestellten Windindustrieanlagen bereits vom ersten Jahr ihrer Inbetriebnahme an ununterbrochen bis zum heutigen Tage wegen Windmangel desaströse, „tiefrote“, zu Kapitalverzehr zu Lasten der Kapitalanleger führende und immer größer werdende Jahresfehlbeträge / Betriebsverluste erwirtschaften, die in den restlichen Jahren der Betriebslaufzeit niemals mehr aufgeholt werden können… …zu einem endgültigen und schmerzhaften Kapitalverlust vieler blauäugiger und vorschnell zeichnender Kapitalanleger führend….

W e i t e r h i n  geht aus dieser Aufstellung der BW-Landesregierung (vgl. oben genannte Fundstelle) hervor, daß bei einer Aufteilung aller 118 in den letzten 7 Jahren (2006 - 2012) in Betrieb gegangenen WKA’s nach O r t e n / R e g i o n e n / L a n d k r e i s e n  der in Baden-Württemberg als besonders  w i n d a r m  b e k a n n t e  L a n d k r e i s  L u d w i g s b u r g mit  n u r  1 (!!) in den letzten 7 Jahren in Betrieb gegangener Windindustrieanlage  -  die schon vor dem ersten Spatenstich als Fehlinvestition zu bezeichnende Windindustrieanlage im nur 298 m über NN liegenden Ingersheim betreffend  -  zusammen mit dem ebenfalls eher w i n d g e s c h ü t z t und daher für Windstrom-Erzeugung ungeeignet liegenden Reutlingen, Heilbronn und Waldshut am Schluß aller baden-württembergischen Regionen liegt… …keine guten Wind-Aussichten für eher durch Ideologie denn aus Wirtschaftlichkeitsgründen geleitete Windkraft-Enthusiasten im Landkreis Ludwigsburg, die bspw. in

·         Bönnigheim / Rotenberg (Naturpark Stromberg-Heuchelberg)

·         Steinheim (Bottwartal)

·         Sachsenheim (Kirbachtal u.a.)

·         oder Ingersheim

bis zu 230 m hohe Wind-Monster in die Landschaft bzw. in den zuvor abzuholzenden Wald stellen wollen, zu viel zu vielen Nachteilen zu Lasten der Bürger und der Natur führend…

Die nach Orten / Regionen / Landkreisen aufgegliederte Zusammenstellung ergibt folgendes Bild:


BW-Ort / Region / Lkrs                                           Anzahl neuer WKA’s in BW (2006 - 2012)

Alb-Donau                                                                           13

Breisgau-Hochschwarzwald                                                  2

Calw (Simmersfeld); größter BW-Windpark                      14

Emmendingen                                                                        1

Freudenstadt                                                                           4

Göppingen                                                                              3

Heidenheim                                                                            9

Heilbronn                                                                               1

Hohenlohe-Kreis                                                                    5

Ludwigsburg (Ingersheim)                                                     1

Main-Tauber                                                                          16

Neckar-Odenwald                                                                  12

Ortenaukreis                                                                            3

Ostalbkreis                                                                             22

Reutlingen                                                                                1

Schwäbisch Hall                                                                      9

Waldshut                                                                                  1

 
Gesamt 118
                                                                                 

Der bisher wohl größte, dazu noch regierungsamtlich verordnete W i n d k r a f t-F l o p aller Zeiten in Baden-Württemberg  -  mit der millionenschweren G e l d v e r n i c h t u n g der Anschaffungskosten von rd. 40 Millionen € schon vor dem 1. Spatenstich und zu Lasten der im Fonds „Breeze Two“ „bis zum bitteren Ende“ gebundenen Öko-Kapitalanleger  -  vollzog sich im ca. 900 m über NN und für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstark gelegenen Simmersfeld bei Calw / Seewald (Nähe Freudenstadt) im Nord-Schwarzwald, wo

·         …der nach wie vor bis heute größte, aus 14 Windindustrieanlagen bestehende baden-württembergische Windpark

·         …von einer weitgehend unkritischen Regional-Presse und noch unkritischeren Landes- und Kommunalpolitikern vorschnell als „Leuchtturm-Projekt“ hochstilisiert

·         …den zwar vollmundigen aber viel zu optimistischen Versprechungen der Windkraft-Lobby „auf den Leim“ gehend (wie schon oft vorher und erst recht danach)

im Jahr 2007 von der damaligen BW-Umweltministerin Tanja Gönner (CDU)  -  inzwischen längst abgewählt und nicht mehr auf der politischen Bühne unterwegs  -  mit salbungsvollen Worten eingeweiht wurde, trotz damals größter Bedenken von in der Fachwelt unumstrittenen Energie-Experten, die schon damals den in Simmersfeld verblendet agierenden Windkraft-Fabulierern wegen frühzeitig schon absehbarem Windmangel in kürzester Zeit einen Schiffbruch „par excellence“ vorhersagten…

…alle damals prophezeiten, schlimmsten und leichtfertig „in den Wind geschlagene“ Befürchtungen seröser Energie-Fachleute sind schon nach kurzer Zeit eingetreten bzw. wurden sogar zum Negativen hin noch übertroffen… …und die selbst ernannten Windkraft-Gurus „aller Herren Länder“ mußten sich zwangsläufig einmal mehr und sehr schnell als nur „dünne Bretter bohrende“ Weltklima-Verbesserer, Sektierer und Schwärmer outen…; vgl. hierzu Stuttgarter Nachrichten vom  14.6.2011  sowie unsere Homepage-Berichterstattung (  Bericht zu Simmersfeld  ).

Inzwischen dümpelt der aus vierzehn 170 m hohen Windindustrieanlagen bestehende Windpark  -  dem seinerzeit am Standort im Nord-Schwarzwald mehrere Fußballfeld-große Flächen Wald weichen mußten (allein dies ein Naturfrevel ohnegleichen darstellend)  -  meistens im Stillstand nur noch träge und trostlos vor sich hin, nach bisher jährlichen tiefroten Betriebsverlusten in Millionenhöhe auf ein Rekord-verdächtiges Finanz-Desaster zu Lasten der wieder einmal böse gebeutelten Öko-Kapitalanleger vermutlich auf eine vorzeitige Insolvenz mit Totalverlust des Anlegerkapitals zusteuernd, nachdem wohl angesichts weiterer Verlust-Finanzierung kaum frisches Kapital von außen zugeführt werden wird (Denn: …wer schmeißt schon dem „verbrannten“ schlechten Geld sein gutes Geld hinterher…).

Frage 6 betrifft die in Baden-Württemberg in den vergangenen Wind-Jahren realisierten Windvolllaststunden, die eine Aussage ermöglichen über die Kapazitätsauslastung einer Windindustrieanlage, sowie das Verhältnis der tatsächlich produzierten Windstrom-Leistung in kwh zur Nennleistung der Anlage in kwh.

Die BW-Landesregierung beziffert in ihrer Stellungnahme die durchschnittliche Volllaststundenzahl aller in 2011 in Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen auf 1210 Windvolllaststunden.

Des weiteren nennt sie eine im 7-Jahres-Zeitraum 2006 - 2011 als Bandbreite angefallene Volllaststundenzahl von 1158 - 1455 Volllaststunden, wobei sie allerdings verschweigt, daß aufgrund der im Zeitablauf wegen zunehmendem Windmangel im Binnenland immer geringer werdenden „Windhöffigkeit“ der Trend zu immer geringer werdenden Windvolllaststunden in geht: Keine rosigen Aussichten für Windkraft-Betriebe in Baden-Württemberg.

Mit diesen Zahlen bestätigt sie (wie schon aus unzähligen Windstrom-Statistiken zuvor bekannt), daß Baden-Württemberg im Vergleich aller 16 Bundesländer an 16. und damit als Schlußlicht an letzter Stelle bzgl. der Produktivität = Windstrom-Ausbeute je WKA steht, denn eine in BW installierte Windindustrieanlage liefert aufgrund des relativen Windmangels und der im Vergleich zu allen Bundesländern deshalb geringsten Zahl an Windvolllaststunden die geringste in kwh gemessene Windstrom-Ausbeute, da bei Windstille sich die Rotoren halt nicht drehen und deshalb auch kein Windstrom erzeugt werden kann…

Die repräsentativ erhobenen Windmessungen sprechen  -  aufgeteilt nach Bundesländern  -  eine mehr als deutliche Sprache:

  •  Bei einer theoretischen Maximalkapazität von 8760 Windvolllaststunden im Jahr (365 Tage im Jahr  x  24 Stunden je Tag  =  8760 Windvolllaststunden im Jahr  =  100 %)…

  •  …betragen die Windvolllaststunden in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im windstarken Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg) ca. 2500 Windvolllaststunden = 28,5 %

  • …betragen die Windvolllaststunden im Durchschnitt aller 16 Bundesländer ca. 
    1600 Windvolllaststunden = 18,3 %

  • …betragen die Windvolllaststunden in B a d e n-W ü r t t e m b e r g als windärmstem Bundesland = Schlußlicht aller Bundesländer nur 1210 Windvolllaststunden = 13,8 % 


 Es gilt die F a u s t r e g e l:  

Je mehr Windvolllaststunden am Windkraft-Standort in einem Jahr anfallen, umso stärker ist die Produktivität / Windstrom-Ausbeute je einzelner Windindustrieanlage

D.h., wenn bspw. in eine jeweils baugleiche Windindustrieanlage vom Typ  Enercon E 101 mit Anschaffungskosten von ca. 5 Mio € / Stück investiert werden soll, dann ist die Produktivität der kosten- und baugleichen WKA E 101 im Vergleich verschiedener Investitions-Standorte an demjenigen Investitions-Standort am höchsten, wo  -  bei gleichen Investitionskosten  -  die meisten Windvolllaststunden vorhanden sind und wo daher die vom Windstrom-Produktionsvolumen her höchste Windstrom-Ausbeute je WKA / E 101 erzielt werden kann !

Dies bedeutet: Aufgrund der mit ca. 2500 im Vergleich zu Baden-Württemberg (= 1210) um ca. mehr als doppelt so hohen Windvolllaststunden ist  -  bei jeweils gleichen Investitionskosten  -  die Windstrom-Ausbeute / Produktivität je Windindustrieanlage im Norden und Osten, d.h. in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern erheblich höher als im vergleichsweise windarmen Baden-Württemberg und deshalb stehen auch rd. 85 % aller bisher bundesweit ca. 25000 installierten WKA’s in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern und eben nicht im windschwachen BW.

Bei seiner weiteren Beantwortung zu Frage 6 irrt sich Ministerialdirektor Meinel allerdings, wenn er schreibt:

Die heutigen, für das Binnenland konzipierten Anlagentypen mit höheren Nabenhöhen und größeren Rotoren sowie eine sich eng an den Windverhältnissen orientierende Standortwahl sprechen dafür, dass die Vollaststundenzahl der zukünftig errichteten Windenergieanlagen deutlich höher ausfallen wird. Dies ist auch im Eigeninteresse der Betreiber, die einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb beabsichtigen.“.

Denn:  Zwar ist es richtig, daß die heute zur Auslieferung an windschwachen Windkraft-Standorten im Binnenland kommenden Windindustrieanlagen der 3. Generation mit bis zu 230 m Höhe rd. 3 M a l so hoch sind wie die im Vergleich mit 50 m - 70 m Höhe eher niedlich aussehenden WKA’s der hauptsächlich für die windstarken Bundesländer im Norden und Osten Deutschlands vor ca. 20 - 25 Jahren konstruierten Maschinen der 1. Generation.

Die Hoffnung jedoch, daß sich dadurch der Windstrom-Ertrag bzw. die Produktivität der Windstrom-Ausbeute aufgrund der eigens für das windschwache Binnenland konstruierten rd. 3 mal höheren Windindustrieanlagen in Verbindung mit einer „eng an den Windverhältnissen orientierenden Standortauswahl“ im „Eigeninteresse der Betreiber“ erhöhen wird, ist ein T r u g s c h l u ß der Ministerialbürokratie, denn:

Dort, wo jahresdurchschnittlich an vielen Tagen Windstillstand herrscht oder bestenfalls nur ein „laues Lüftchen“ weht, helfen auch 3 Mal höhere, daher auch entsprechend teurere Windindustrieanlagen nicht viel weiter, denn auch diese können „in höheren Sphären“ kein Windaufkommen abgreifen, wenn es dort gar nicht bzw. nicht in benötigtem Umfang vorhanden ist , oder mit anderen Worten: Zitrusfrüchte kann man in Baden-Württemberg mangels Klima und Bodenbeschaffenheit nicht ernten, sondern eher in Spanien oder Italien und auf einer Landstraße mit Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km / h kann ein Porsche seine tachomäßige Nennleistung von 340 km / h nicht abrufen, und zwar ebenso wenig, wie eine leistungsmäßig mit „auf dem Papier“ hoher Nennleistung ausgerüstete Windindustrieanlage diese Nennleistung ebenfalls nicht in der Realität abrufen kann, wenn das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im vergleichsweise windschwachen Binnenland zu wünschen übrig läßt… Merke: Auch bei der Windstrom-Erzeugung kommt es einzig und allein auf die Produktions- und Standortbedingungen  -  d.h. auf die Windverhältnisse am Windkraft-Standort  -  an !  

Und der Hinweis des Ministerialbeamten auf eine „eng an die Windverhältnisse orientierte Standortauswahl“ verpufft in den allermeisten Fällen, wenn man…

·         …e i n e r s e i t s die bisher in der Vergangenheit getroffene Standort-Auswahl sich vergegenwärtigt, wo bei den allermeisten der bisher 3 9 5 in BW investierten WKA’s nach den Empfehlungen der Windkraft-Lobby angebliche Filet-Standorte an den vermeintlich windhöffigsten Standorten ausgesucht wurden; wegen dauerhaftem Windmangel haben sich die allermeisten dieser Empfehlungen jedoch sehr schnell als zur Geldverbrennung führende Millionen-Flops zu Lasten der Kapitalanleger herausgestellt, so bspw. der vorschnell zum „Leuchtturm-Projekt“ und Vorzeigebetrieb hochstilisierte, 900 m über NN gelegene g r ö ß t e  B W-Windpark in S i m m e r s f e l d (vgl. oben) oder die bisher rund um F r e i b u r g / Br. gebauten Windindustrieanlagen, die wegen desolater Betriebsergebnisse meilenweit unter den vollmundigen Ertragsversprechen der Windkraft-Lobby geblieben sind und die jetzt zum Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen Projekt-Gesellschaft und erzürnten Kapitalanlegern wurden bzw. die auf dem I t t e n s c h w a n d e r  Horn In L ö r r a c h / Südbaden vor einigen Jahren errichteten Windindustrieanlagen, von denen eine schon ca. ein Jahr später schnell wieder abgebaut werden mußte, um eine wegen auch dort vorherrschendem Windmangel vorzeitig drohende Insolvenz zu vermeiden;  ähnliche Beispiele gibt es von vielen anderen Windindustrieanlagen auf der Schwäbischen Alb oder in Südbaden zu berichten…     

·      …und a n d e r e r s e i t s den nur „am grünen Tisch“ entstandenen BW-Windatlas betrachtet, dessen Werte nur „rechnerisch“ entstanden sind und viel zu optimistisch festgesetzt wurden, vor allem deshalb, um das politisch von „Grün-Rot“ vorgegebene Ziel zum Bau von ca. 1200 neuen Windindustrieanlagen „planerisch“ unterlegen zu können; tatsächlich jedoch ist kein einziges an den z. Zt. bestehenden 3 9 5 baden-württembergischen Windkraft-Standorten real erzieltes Ist-Windmess-Ergebnis bei der Aufstellung des BW-Windatlas berücksichtigt worden. Wären diese ernüchternden Windmess-Ergebnisse im BW-Windatlas berücksichtigt worden, wäre eine Reihe der wegen Windmangel vom Ist-Windaufkommen her ungeeigneten, aber im BW-Windatlas als WKA-Standort aus oben genannten Gründen enthaltenen Regionen erst gar nicht in den BW-Windatlas aufgenommen worden.

Aufgrund dieser fehlerhaften Werte zur Windgeschwindigkeit und daher zu Fehlentscheidungen führenden Daten im BW-Windatlas empfiehlt heute jeder der 12 für die Windkraft-Standorte zuständigen baden-württembergischen Regionalverbände allen potentiellen Windkraft-Investoren, 
i n d i v i d u e l l e Windmessungen d i r e k t am geplanten WKA-Standort durchzuführen und immer mehr Investoren, vor allem kommunale Stadtwerke, folgen dieser Empfehlung, um kostspielige, sich zu Lasten der Bürger niederschlagende Fehlinvestitionen zu vermeiden. So führen die Stadtwerke W a i b l i n g e n (Buocher Höhe) oder die Stadtwerke S t u t t g a r t im Tauschwald (Stuttgart-Feuerbach)  -  um nur zwei zu nennen  -  auf eigene Kosten Windmessungen durch.

Um ein korrekt ermitteltes Ergebnis zu erhalten, werden die Windmessungen vor Ort über 12 Monate  -  d.h. übers ganze Jahr hinweg  -  durchgeführt, damit ein repräsentatives, alle 4 Jahreszeiten mit jeweils unterschiedlichem Windaufkommen berücksichtigendes Windmess-Ergebnis als Basis für Windkraft-Investitionsentscheidungen zugrunde gelegt werden kann.

Frage 8 befaßt sich damit, „wie sich die Windkraftanlagen in Baden-Württemberg, insbesondere der Windpark Simmersfeld im Landkreis Calw unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten seit der Inbetriebnahme darstelle.“

Die BW-Landesregierung hat hierüber anscheinend keine Kenntnisse, wie aus ihrer Antwort hervorgeht: „Die Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen hängt von vielen Faktoren ab, z. B. der Windhöffigkeit, den Investitionskosten der Anlagen, der Nähe zum Leitungsnetz, den Pachtkosten und dem Zinsniveau. Informationen für eine fundierte Beurteilung, wie sich die Wirtschaftlichkeit der Windkraftanlagen einzelner Vorhaben im Allgemeinen oder im Windpark Simmersfeld im Speziellen aus Sicht der Betreiber darstellt, liegen der Landesregierung nicht vor.“

Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit von Windkraft-Betrieben in BW im allgemeinen und beim Windpark in Simmersfeld im besonderen verweisen wir auf unsere obigen Ausführungen sowie auf einen in Kürze in unsere homepage eingestellten Beitrag, der auf die Verlustsituation beim Windpark Simmersfeld im Deteil eingeht, wobei die als Pflichtveröffentlichung im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschlüsse des Simmersfeld-Windkraft-Fonds „Breeze Two“  kommentiert werden.

Bei Frage 9 geht es darum, wie die Landesregierung „die Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen in Baden-Württemberg im Verhältnis zu Windkraftanlagen an ausgewählten, küstennahen Standorten generell bewertet.“

In der Antwort hierauf heißt es: „Im Hinblick auf die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten herrschen an küstennahen Standorten zweifellos günstigere Verhältnisse für die Windenergienutzung als in weiten Teilen von Baden-Württemberg. Gleichwohl besteht auch in Baden-Württemberg ein ausreichend hohes Potenzial an Flächen und Standorten, die aus betriebswirtschaftlicher Perspektive einen auskömmlichen Betrieb von Windenergieanlagen in Aussicht stellen, dies belegt der Windatlas Baden-Württemberg.“ Zur Stellungnahme hinsichtlich des BW-Windatlas verweisen wir auf unsere obigen Ausführungen.

Zu hoffen bleibt, daß die BW-Landtagsfraktionen von Grünen, SPD und CDU die teilweise zur FDP-Anfrage doch sehr kritische Stellungnahme der „grün-rot“ geführten BW-Landesregierung zur Kenntnis nimmt und ihre Mandatsträger auf Landes-, Regional- und kommunaler Ebene diese auch berücksichtigt, wenn vor Ort grenzwertige Entscheidungen zum Windkraft-Bau an Standorten anstehen, an denen im Falle eines WKA-Baus  -  z.B. im Wald und / oder an relativ windschwachen Standorten  -  viel zu vielen Nachteilen so gut wie keine Vorteile gegenüberstehen…       

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“

www.gegenwind-husarenhof.de

 

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Bundesland S a c h s e n beschließt ab sofort Erhöhung des Mindest- / Sicherheitsabstands für Windindustrieanlagen auf einen Kilometer

 

Unabhängig davon läuft die von S a c h s e n mit B a y e r n eingeleitete B u n d e s r a t s-Initiative weiter, wonach die Bundesländer durch eine Länderöffnungsklausel im Baugesetzbuch eine E r h ö h u n g des S i c h e r h e i t s a b s t a n d s auf das 10-fache der H ö h e einer Windindustrieanlage - i.d.R. 2000 m - beschließen können !

Auch Rheinland-Pfalz führt eine h ö h e n a b h ä n g i g e Regelung zum Mindest- / Sicherheitsabstand zwischen Windkraft-Standort und Wohnbevölkerung ein

 Baden-Württemberg hat zum N a c h t e i l seiner B ü r g e r den geringsten Sicherheitsabstand aller Bundesländer !

 Baden-Württemberg / Forcierung der Windkraft: Programm der von Grünen / SPD geführten Landesregierung zum Bau von rd. 1200 neuen Windindustrieanlagen verhindert Gleichstellung mit anderen Bundesländern und führt zu Schlechterstellung der BW-Bevölkerung beim Sicherheitsabstand zu Windindustrieanlagen 

 B W-Energiepolitik: Reaktion des Bürgers an der Wahlurne             bei der Bundestagswahl am 22.9.2013, bei den                            B W-Kommunalwahlen 2014 und bei der                   B W-Landtagswahl 2015 ?

 

(wm / 030813) - Das Informationszentrum für die Landwirtschaft „proplanta“ hat in seiner Meldung vom  15.7.2013  über neue, größere und ab sofort im Bundesland Sachsen geltende Windkraft-Abstandsregelungen folgendes mitgeteilt:

Einen Kilometer Abstand für Windräder beschlossen

Dresden - Neue Windkrafträder in Sachsen müssen künftig in einem Abstand von mindestens 1.000 Metern zu Wohngebäuden errichtet werden. Wirtschafts- sowie Innenministerium haben am Freitag einen entsprechenden Erlass unterzeichnet. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gilt der Erlass ab sofort. Die Planungsverbände seien bereits informiert worden. (dpa/sn)“.

Unabhängig davon läuft die Bunderats-Initiative des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU), die für ihre Länder durch eine im Baurecht einzufügende Länderöffnungsklausel erreichen wollen, daß einzelne Länder ihre länderspezifischen Abstandsregelungen bezüglich Mindest- / Sicherheitsabständen zwischen Wohnbebauung und Windkraft-Standort auf das 10-fache der Gesamthöhe der Windindustrieanlage vergrößern dürfen ( Beitrag vom 10.7.2013 ).

Der Bundesrats-Initiative beider Länder liegt die Überlegung zugrunde, daß die bisher geltenden Abstandsregelungen noch aus einer Zeit stammen, wo die vor allem für die windstarken, „klassischen“ Windkraft-Bundesländer im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt etc.) konstruierten Windindustrieanlagen der damals 1. Generation vor ca. 15 - 20 Jahren  mit ca. 50 m - 70 m geradezu niedlich aussahen im Vergleich zu den heute eigens für das windschwache Binnenland im Süden / Südwesten konstruierten Baureihen, die künftig bis zu 230 m hoch werden, höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom…

Ziel der BR-Initiative beider Länder ist es, die Wohnbevölkerung in Bayern und Sachsen vor den zweifelsfrei von Windkraft-Betrieb ausgehenden Schad-Immissionen zu schützen.



Die Störung des Sichtfelds, die Raumbedeutsamkeit der WKA und die auf Mensch und Tier schädliche Auswirkung der von Windkraft-Betrieb zweifelsfrei ausgehenden Schad-Immissionen wie Schattenschlag, Lärm und Infraschall wirkt sich vor allem auf die im Wirkungskreis der WKA (Radius ca. 5 Km ab WKA) lebende Wohnbevölkerung aus. Aufgrund dieser Erkenntnisse haben die allermeisten Bundesländer ihre ursprünglichen Mindest- / Sicherheitsabstände neu überdacht und größere, der neuen Situation angepaßte Abstände zugrundegelegt.

Der in der Öffentlichkeit jetzt genannte, von Bayern und Sachsen im Interesse der Bevölkerung geforderte Mindestabstand von 2000 m ergibt sich durch Anwendung eines Faktors 10 auf die Gesamthöhe der jetzt zur Auslieferung kommenden ca. 200 m - 230 m hohen Windindustrieanlagen.

Aus einem online-Beitrag von proplanta vom  6.7.2013  wurde bekannt, daß die einige Tage zuvor von Bayern und Sachsen gestartete Bundesrats-Initiative vom Bundesrat an die zuständigen Ausschüsse zur weiteren Beratung verwiesen wurde. Auskunftsgemäß sei mit einer Entscheidung am 20.9.2013, also 2 Tage vor der Bundestagswahl, zu rechnen. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) betonte noch einmal: „Wir wollen eine Länderöffnungsklausel haben, damit jedes Land selbst entscheiden kann, wie groß der Mindestabstand ist… …Wir wollen dadurch die Akzeptanz der Bevölkerung erhöhen, weil die meisten Windräder im ländlichen Raum stehen“, so Tillich.      

Aus einem online-Beitrag der Schwäbischen Zeitung „Neuer Streit um Mindestabstände von Windkraftanlagen“ vom  21.8.2013  geht hervor, wie ernst es der bayerischen Landesregierung mit der Vergrößerung der Sicherheitsabstände ist, denn sie fordert, ab sofort bei noch nicht abgeschlossenen, d.h. noch laufenden Plan- und Genehmigungsverfahren die über die Bunderats-Initiative enthaltenen Forderungen zu berücksichtigen: „Die bayerische Staatsregierung hat nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch dazu aufgerufen, bei aktuellen Planungen für neue, hohe Windräder schon jetzt die von Bayern und Sachsen geforderten neuen Mindestabstände zu beachten.“, ein Aufruf, der von den Windkraft-Anhängern von „Rot / Grün“ und Windkraft-Lobbyverbänden als „Aufforderung zum Rechtsbruch“ gebrandmarkt wird. 

Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung fordert eine Neuregelung der Sicherheitsabstände; vgl.  hier  ; im Ministerialblatt vom 12.7.2013 heißt es hierzu unter D. Bauordnungsrecht, Seite 158, Ziff. 1 „Abstände nach der Landesbauordnung“ u.a.: „Bauliche Anlagen, von denen Wirkungen wie von oberirdischen Gebäuden ausgehen, müssen gemäß § 8 Abs. 8 LBauO wie Gebäude Abstandsflächen nach den Absätzen bis 7 einhalten. Dies gilt auch für Windenergieanlagen… …Die Abstandsfläche einer Windenergieanlage wird durch Projektion der bei der Drehung des Rotors um die eigene Achse des Mastes entstehenden Kugelform auf die Ge¬ ländeoberfläche ermittelt. Um den von der Projektion der Kugel gebildeten Kreis legt sich radial die Abstandsfläche, deren Tiefe sich aus der Höhe H der Windenergieanlage - das ist die Nabenhöhe der Anlage zuzüglich des Rotorradius multipliziert mit dem Faktor 0,464 - errechnet. Dabei sind die Auskragung der Gondel mit Rotor über den Mastmittelpunkt hinaus und eine betriebsbedingte Vergrößerung des Rotorradius (Biegung der Rotorblätter) zuberücksichtigen.“

Bei der hier zugrunde gelegten Formel gehen die Höhe der Windindustrieanlage und der Rotorradius als wesentliche Bestandteile in die Berechnung der Abstandsfläche ein, d.h. je höher die Windindustrieanlage und je größer der Rotorradius, umso größer muß der Mindest- / Sicherheitsabstand sein.


USA: Rotorblatt fällt auf Schule - zum Glück war gerade niemand im Gebäude

zuerst gesehen auf www.windwahn.de - Foto von Sherri Lange,  CEO NAPAW


Einzig Baden-Württemberg hebt sich als einziges Bundesland negativ vom Trend zu deutlich höheren Sicherheitsabständen ab. Die von der grün-roten BW-Landesregierung im Windkraft-Erlass neu gefaßten und gegenüber den anderen Bundesländern erheblich reduzierten Mindestabstände betragen zu Wohngebäuden lediglich 700 m, zu Mischgebieten (landwirtschaftliche Anwesen, Aussiedlerhöhe, Weiler u.a.) 400 m und zu Gewerbegebieten 
300 m.

Damit hat Baden-Württemberg zu Lasten seiner in der Nähe zu Windindustrieanlagen lebenden Bevölkerung die mit Abstand schlechteste Regelung. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß politische Vorgaben von „Grün / Rot“ vorsehen, bis zum Jahr 2020 neben den bereits in Betrieb befindlichen 395 Windkraftanlagen noch ca. 1200 neue Windindustrieanlagen zu bauen, ein Vorhaben, das gefährdet wäre, wenn die Mindestabstände  -  wie in allen anderen Bundesländern  -  zum Schutz der dort lebenden Bevölkerung auch in Baden-Württemberg erhöht und den Regelungen in anderen Bundesländern angeglichen würden.   

Vor dem Hintergrund, daß die Energiepolitik, respektive die Forcierung des Windkraft-Ausbaus im relativ windarmen südlichen / südwestlichen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland, im Wahlkampf vermutlich eine große, vielleicht sogar wahlentscheidende Rolle spielen wird und im Hinblick auf die bayerische Landtagswahl am 15.9.2013, die Bundestagswahl am 22.9.2013, die BW-Kommunalwahlen 2014 und die BW-Landtagswahl 2015 darf man auf das Votum des Wählers gespannt sein…

…Nicht wenige Auguren gehen davon aus, daß die vielfach  -  vor allem im windschwachen und dichtbesiedelten Baden-Württemberg und Bayern  -  aus vorwiegend ideologischen Gründen oft über’s Ziel hinausschießenden „Grünen“ und die SPD vom Wähler abgestraft und einen sich im Wahlergebnis niederschlagenden „Denkzettel“ erhalten werden, insbesondere bei der Bayern-Landtagswahl am 15.9.2013 und bei der Bundestagswahl am 22.9.2013… …allen an der weiteren Ausgestaltung der Energiepolitik Interessierten stehen spannende Wahltage bevor… …wie sagte doch ein bekannter Zeitgenosse: „…schaun mer mal…“    

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“


www.gegenwind-husarenhof.de

 

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Der frühere Präsident des baden-württembergischen Landkreistags, Helmut Jahn (CDU) hat kurz vor seinem Übergang in den Ruhestand der BW-Landespolitik  -  insbesondere der „Grün-Rot“ geführten baden-württembergischen Landesregierung  -  „die Leviten gelesen“

 

Hauptkritikpunkt: Kaum realisierbare Ziele beim Ausbau der Windkraft in BW  -  Vor allem der wegen angeblicher Genehmigungs-Blockade zum Rundumschlag gegen baden-württembergische Landräte ausholende SPD-Fraktionsvorsitzende im baden-württembergischen Landtag und Ex-Berufsschullehrer Claus Schmiedel / MdL (SPD) „bekommt sein Fett weg“

Stellvertretend für viele zu Unrecht von Claus Schmiedel (SPD) / MdL (Ludwigsburg) gescholtene Landräte wird Landrat Johannes Fuchs (Rems-Murr-Kreis) noch deutlicher: Er „nimmt kein Blatt vor den Mund“ und kritisiert ebenfalls politische, grün-rote und in der Genehmigungs-Praxis kaum umsetzbare, vor allem parteipolitisch und ideologisch motivierte Vorgaben beim von  „Rot-Grün“ allzuoft „mit der Brechstange“ geforderten Windkraft-Ausbau „im Ländle“

 Im Verwaltungsrecht - im Gegensatz zu Ex-Lehrer Schmiedel / MdL -  i.d.R. gut ausgebildete Landräte = Volljuristen verbitten sich unqualifizierte Kritik von Ex-Lehrer Schmiedel / MdL (SPD) an Windkraft-Genehmigungspraxis der Landratsämter und sehen sich an Jahrzehnte lang geltende, aus gutem Grund in der Vergangenheit rechtsstaatlich beschlossene Natur-, Vogel- und Landschaftsschutzgesetze und -Richtlinien sowie höchstrichterliche nationale und EU-Rechtsprechung gebunden

 Große Teile von SPD + Grünen in Baden-Württemberg sehen wohl  -  auch mangels einer völlig verfehlten Energiepolitik „im Ländle“  -  bei der Bundestagswahl am 22.9.2013 ihre „Felle davon schwimmen“ und versuchen, durch unqualifizierte Rundumschläge „zu retten, was noch zu retten ist"


(wm / 100713) - Der langjährige Landrat des Hohenlohekreises (Schwäbisch Hall) Helmut Jahn (CDU; Mundelsheim), sonst eher ein Vertreter der betont ruhigeren Art und bis zu seinem jüngst erfolgten altersbedingten Ausscheiden zugleich Präsident des baden-württembergischen Landkreistags, hat kurz vor seinem Übergang in den wohlverdienten Ruhestand seine Landratskollegen in Baden-Württemberg gegen allzu zu harsche Kritik des SPD-Fraktionsvorsitzenden Claus Schmiedel (Ex-Berufsschullehrer; jetzt SPD-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Ludwigsburg) in Schutz genommen.

Dieser hatte  -  oberlehrerhaft, wie es nun mal seine Art ist  - im Frühjahr 2013 in einem mehr oder weniger unqualifizierten Rundumschlag den baden-württembergischen Landräten eine Blockadehaltung beim Umsetzen der von „Grün-Rot“ vorgegebenen, vor allem parteipolitisch und ideologisch motivierten Pläne zum flächendeckenden Ausbau der Windkraft „im Ländle“ vorgeworfen und den für die Genehmigung von Windindustrieanlagen zuständigen Landratsämtern „als Wink mit dem Zaunpfahl“ und unterschwellig mit Kompetenzentzug gedroht, falls die politischen Vorgaben zum Windkraft-Ausbau im Genehmigungsverfahren nicht zügiger umgesetzt würden. 

Wie bekannt, sehen die Pläne der von Grüne / SPD geführten BW-Landeregierung  -  neben den bereits bestehenden rd. 400 Windindustrieanlagen  -  den Bau weiterer ca. 1200 dann bis zu 230 m hohen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  Windindustrieanlagen vor, zu deren Bau und gegen den Widerstand eines Großteils der Bevölkerung die jetzt „am Ruder“ Befindlichen auch  -  zumindest nach den bis jetzt bekannten Verlautbarungen und für jedermann ersichtlichen Bestrebungen, die keinen anderen Rückschluß zulassen  -  vor Rechtsbeugungen, Außerkraftsetzen und zielgerichteten Umdeutungen von aus gutem Grund in den vergangenen Jahrzehnten erlassenen, an sich zwingend einzuhaltenden Landschafts- und Naturschutzgesetzen nicht zurückgeschreckt wird… …unter bewußter Inkaufnahme von Verstößen gegen nationales und europäisches Naturschutzrecht und hierzu ergangener höchstrichterlicher Rechtsprechung.  

Der von „Rot / Grün“ seit den Landtagswahlen vom 27.3.2011 forciert geplante Windkraft-Ausbau kommt in BW vor allem deshalb nicht so recht „zum Laufen“, weil

 

·         viele zum Natur- und Landschaftsschutz aus gutem Grund beschlossene, in einem Rechtsstaat nicht so leicht zum Fall bringende Gesetze, Richtlinien und Behördenverfügungen

 

·         der Widerstand breiter Bevölkerungskreis und von dem Landschafts- und Naturschutz sich verpflichtet fühlenden Organisationen den flächendeckenden, „von oben herab“, entgegen allen Phrasen zum „Gehörtwerden“ und quasi „auf Knopfdruck“ nach Gutsherrenart befohlenen Windkraft-Ausbau

 

·         sowie die in der Bevölkerung immer stärker um sich greifende Einsicht, daß das relativ windschwache und hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens (= wichtigste Voraussetzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb) Baden-Württemberg mit lediglich ca. 1200 (= 13,7 %) von 8760 (= 100 %) maximal möglichen Wind-Volllaststunden im Bundesvergleich die „rote Laterne“ hält und nach allen einschlägigen, seriös in Langzeit-Windmess-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD) u.a. gewonnenen Daten am Schluß aller 16 Bundesländer steht,  

 

·         und Kompetenzgerangel / Planungs-Wirrwarr auf Seiten von 3 sich oft widersprechenden Landesministerien (Umwelt-, Verkehrs- und Landwirtschaftsministerium) 

einen vorwiegend durch Polit-Funktionäre und Parteien-Ideologie getriebenen Windkraft-Ausbau verhindern.

Ein Übriges zur Abschreckung dürften die jetzt für die Öffentlichkeit nun auch in Baden-Württemberg ersichtlichen Windkraft-Exzesse in anderen Bundesländern darstellen, wo unter Federführung von „Rot-Grün“ geführten Landesregerungen wie in NRW oder Rheinland-Pfalz sämtliche bisher noch hoch gehaltenen Grundsätze zum Landschafts- und Vogelschutz  -  vorwiegend ideologisch bedingt  - ohne viel Federlesens „über Bord geworfen“ wurden und zu einem flächendeckenden Landschafts- und Naturfrevel ohnegleichen geführt haben, versehen mit einer Reihe von Nachteilen zu Lasten der so geschundenen Bevölkerung.


Rotmilan-Population: Artenschutz darf wegen Windkraft nicht "unter den Tisch fallen"

Foto: Prof. Dr. Claus König


Nicht zuletzt die letzt genannten Fakten zum jahresdurchschnittlichen Windaufkommen  -  das in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, nördliche Teile von NRW) nach allen verläßlichen Windmess-Statistiken um ca. 2 – 3 Mal höher ist als im vergleichsweise windarmen Binnenland im Südwesten, weshalb es dort (und nicht im windschwachen Südwesten) zu jährlich stabilen Gewinnen / Gewerbeerträgen / Gewinnausschüttungen / Gewerbesteuerzahlungen zu Gunsten der Standort-Kommunen kommt  -  sind verantwortlich für ein bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens starkes Nord-Südgefälle und maßgebend dafür, daß rd. 85 % der rd. 27 000 bereits installierten und konkret in Planung befindlichen Windindustrieanlagen im Norden und Osten Deutschlands und eben nicht im relativ windschwachen Südwesten stehen.

Und die Jahr für Jahr aus den Pflichtveröffentlichungen und anderen Informationsquellen ersichtlichen Jahresergebnisse der rd. 400 jetzt in Baden-Württemberg in Betrieb befindlichen Windkraft-Betriebe  -  von denen rd. 80 % ununterbrochen von Beginn an desaströse, „tiefrote“ Betriebsergebnisse = Jahresverluste zum Nachteil ihrer Kapitalanleger erwirtschaften, die hilflos mit ansehen müssen, wie ihr investiertes Eigenkapital wegen Verlustfinanzierung ohne Aussicht auf Besserung wie Schnee in der Sonne zusammenschmilzt, auf einen Totalverlust ihres Eigenkapitals zusteuernd, von durch die Windkraft-Lobby unseriös versprochenen Gewinnausschüttungen und Verzinsungen ganz zu schweigen…  -  öffnen der immer stärker auf Distanz zur Windkraft gehenden Öffentlichkeit „im Ländle“ die Augen…          

In einem mit der Südwestpresse vom  23.6.2013  kurz vor seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst geführten Interview heißt es u.a.:

„Auch beim Ausbau der Windkraft im Südwesten dringt Jahn, der auch Landrat des Hohenlohekreises ist, auf eine Drosselung des Tempos. Er halte das Ziel der Landesregierung, bis 2020 landesweit 1000 Windräder aufzustellen, für „nicht realisierbar“ – auch „aus Gründen der Akzeptanz“. So seien in seinem Hohenlohekreis Windräder an vielen Ecken „unvorstellbar. Da würde es einen Bürgeraufstand geben“, warnte Jahn. Wer auf eine „Politik des Gehörtwerdens“ setze, müsse diese Stimmung ernst nehmen.”  


In einem aus gleichem Anlaß mit der Badischen Zeitung (BZ) am  25.6.2013   geführten Gespräch wird Jahn noch konkreter:

BZ: Zur Energiewende: Wie viele Windräder stehen in ihrem Hohenlohekreis?
Jahn: Immer noch wenige.
BZ: Und das ist gut so?
Jahn: Wenn man die Ziele der Landesregierung sieht, ist es natürlich nicht gut so.
BZ: Und abgesehen davon?
Jahn: Die Menschen sehen die Energiewende oft mit anderen Augen, wenn in ihrem Umfeld Windräder mit immer größeren Rotoren gebaut werden sollen. Bei mir gibt es Ortschaften, die in Befürworter und Gegner gespalten sind. Wer auf eine Politik des Gehörtwerdens setzt, muss diese Stimmung ernst nehmen.
BZ: Die Regierung will bis 2020 rund 1000 Windräder aufstellen.
Jahn: Ich halte das Ziel, bis 2020 landesweit 1000 Windräder aufzustellen, für nicht realisierbar – aus baurechtlichen und aus planerischen Gründen. Aber auch aus Gründen der Akzeptanz.
BZ: Oder weil, wie SPD-Fraktionschef Schmiedel mal gemeint hat, die Landräte blockieren?
Jahn: Diese Behauptung war falsch, das weiß Herr Schmiedel. Wir sind an Recht und Gesetz gebunden. Nur weil jetzt Windräder gefragt sind, können wir nicht plötzlich sagen: Der Landschafts-, der Tier- oder der Umweltschutz interessieren uns nicht mehr.”

Der Waiblinger Landrat Johannes Fuchs (Rems-Murr-Kreis) wird noch deutlicher. Gemäß einem in der Waiblinger Zeitung bereits am  2.3.2013  erschienen Beitrag kontert Landrat Fuchs die nach Ansicht vieler Landräte und Kommunalpolitiker völlig unsachgemäße Kritik Schmiedels:

„Eine „derartig deplatzierte Beschimpfung“ sei „wenig hilfreich“. Und der Landrat demonstriert en passant, dass er auch recht schnippisch werden kann: „Es ist sicher zutreffend, dass sich Grüne und SPD die Umsetzung der Energiewende und der Windkraft einfacher vorgestellt haben“ – aber die Schuld dafür anderen in die Schuhe zu schieben, findet Fuchs reichlich unfair. Denn „was uns in der Tagespraxis auffällt, ist, dass der Windenergieerlass und die Änderung des Landesplanungsgesetzes unvollständig sind“. Frei übersetzt: Die Landersregierung erledigt ihre eigenen Hausaufgaben nicht – und beschwert sich dann, wenn die Landratsämter nicht vorankommen, weil sie sich gesetzestreu an die aktuell noch geltenden und von der Regierung nicht ordentlich und komplett überarbeiteten Regeln halten.“

Während die angesichts ob dieser Pauschal-Rundumschläge vom SPD-Fraktionsvorsitzenden im BW-Landtag und Ex-Berufsschullehrer Claus Schmiedel / MdL (SPD) erstaunte Öffentlichkeit über dessen Motive noch rätselt, scheinen die Beweggründe für eine derart unsachgemäße, in letzter Zeit auch bei anderen Vertretern von Grünen bzw. SPD zu beobachtende und völlig überzogene Kritik aus Sicht vieler am politischen Geschehen Interessierter klar.


Rotmilan-Horst im Landkreis Ludwigsburg

Foto: Prof. Dr. Claus König


Denn: Nicht wenige Beobachter der politischen Szenerie vermuten, daß derart unqualifizierte Rundumschläge von den Parteistrategen bei SPD und Grünen im Südwesten als probates Mittel angesehen und bewußt gewählt werden, um die weitgehend schon resignierenden Wähler von „Grün-Rot“ noch einmal zu mobilisieren, um das Ergebnis der nach allen verläßlichen Umfragen der Meinungsforschungsinstitute mit großer Wahrscheinlichkeit jetzt schon für SPD / Grünen verlorenen Bundestagswahl am 22.9.2013  -  gerade in Baden-Württemberg, wo die „Grün-Rot“ geführte Landesregierung seit ihrem Antritt in 2011 (nicht nur auf dem Gebiet der Energiepolitik) sich einer verheerenden Kritik auf nahezu allen Politikfeldern ausgesetzt sieht, vermutlich mit entsprechendem Niederschlag bei Wahlen  -  in noch einigermaßen verträglichem Licht erscheinen zu lassen, nachdem der gemeinsame Kanzlerkandidat von „Rot-Grün“ ab Beginn seiner Nominierung kein „Fettnäpfchen“ zur „Vergraulung“ seiner immer weiter schwindenden Anhänger ausgelassen hat und das Wahl-Programm von SPD und Grünen in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde oder eher  -  wegen Ankündigung massiver Steuererhöhungen u. ä.  -   auf breite Ablehnung gestoßen ist…

Ob derartige Rundumschläge  -  wie vom SPD-Faktionsvorsitzenden im BW-Landtag Claus Schmiedel / MdL  praktiziert  -  allerdings zum gewünschten Erfolg

·         einerseits beim stockenden Windkraft-Ausbau in BW und

·         andererseits bei der Bundestagswahl am 22.9.2013

führt, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden…

 

Walter Müller/Pressewart Gegenwind Husarenhof

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Kultur- und Naturlandschaften e.V.

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