Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Politische Entwicklung -  Parteien, Politiker und Experten zur Energiefrage



„Klinik Löwenstein gGmbH“ und „Umwelt und Gesundheit e.V“.: Pro-Windkraft-Veranstaltung „Wind…Windräder…Windenergie“

Kritische Stellungnahme  g e g e n den Bau von  W i n d r ä d e r n  in der Nähe bzw. in unmittelbarer Nachbarschaft von K l i n i k e n und anderen  G e s u n d h e i t s e i n r i c h t u n g e n  wegen zu großer Gesundheitsrisiken

I   

Vorbemerkungen  -  Wird die sich abzeichnende „Windkraft-Blase“ im relativ windarmen Binnenland nun auch von  K l i n i k e n und anderen G e s u n d h e i t s e i n r i c h t u n g e n
noch weiter angeheizt ?

(wm / 210112) - Gemäß einem auf der Homepage der „Klinik Löwenstein gGmbH“ enthaltenen Veranstaltungshinweis plant die Klinik zusammen mit dem Verein „Umwelt und Gesundheit e.V.“  -  der seinen Sitz ebenfalls auf dem Gelände der „Klinik Löwenstein gGmbH“ hat  -  eine öffentliche Abend-Veranstaltung, die am 23.1.2012 im Festsaal der Klinik unter dem Titel „Wind…Windräder…Windenergie“ abgehalten werden soll.

Dem auf der Homepage der Löwensteiner Klinik unter Rubrik „Veranstaltungen“ enthaltenen Einladungsschreiben ist u.a. zu entnehmen, daß beide Ausrichter auf dem Gebiet der regenerativen Energie bereits zusammen arbeiten, nachdem die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Klinik gemeinsam betrieben wird. Es ist anzunehmen, daß beide Ausrichter personell miteinander verflochten sind, wobei einzelne Vereinsmitglieder bei der Klinik beschäftigt sind. Daraus ist ableitbar, daß auch die Interessenlage beider Ausrichter auf dem Gebiet regenerativer Energien gleichgerichtet ist.

Hintergrund der Klinik-Aktivitäten „pro Windkraft“ in Löwenstein und Umgebung sind wohl Pläne der grün-roten BW-Landesregierung, nach der  -  vor allem aufgrund des nach der am 12.3.2011 erfolgten KKW-Havarie in Japan und des danach in der deutschen Bevölkerung einsetzenden „Fukushima-Syndroms“  -  gewonnenen BW-Landtagswahl vom 27.3.2011 den Ausbau regenerativer Energien  -  insbesondere die Windkraft betreffend  -  im „Ländle“ stark zu forcieren.

So sehen die jüngst bekannt gewordenen Pläne des von „Grün“ geführten BW-Umweltministeriums vor, innerhalb der 5-Jahres-Legislaturperiode 2011 - 2015  -   zusätzlich zu den in BW bereits vorhandenen 381 Windindustrieanlagen  -  jährlich bis zu 150 neue Windindustrieanlagen zu bauen. Würden diese Pläne realisiert, wären am Ende dieser Legislaturperiode in BW im Jahr 2015 rd. 1132 zwischen jeweils 180 Meter und 230 Meter hohe Windindustrieanlagen installiert (382 bestehende + rd. 750 neu gebaute).

Bis zum Jahr 2020 soll gar  -  den Plänen von „grün / rot“ zufolge  -  die Zahl der installierten Windkraftanlagen von jetzt 381 auf rd. 1700 - 1800 gesteigert werden.

Angesichts dieser Pläne ist es nicht verwunderlich, wenn in den Augen vieler selbsternannter Welt-Klimaschützer nun auch im „Ländle“ immer stärker das „Dollar-Zeichen“ erscheint.

Dies ist besonders stark bei Grundstücksverpächtern  -  insbesondere Landwirten  -  zu erkennen, winken ihnen doch über die i.d.R. 20 Jahre lang betragende Laufzeit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Windrad-Betriebs (= Pachtzeit) fixe, d.h. gleichbleibend hohe bzw. sich ggfs im Zeitablauf durch variable Einnahmen gar noch steigernde, in jedem Fall aber risikolose Grundstücks-Pachterträge, die jährlich anfallen, unabhängig davon, ob die auf seinem Grundstück stehende Windkraftanlage tatsächlich Gewinne bzw. ausreichend hohe Windstrom-Erträge erwirtschaftet, m.a.W., diese Pachterträge fallen auch dann an, wenn infolge wochenlanger Windflauten / Windrad-Stillstand u.a.  -  so wie in den letzten Jahren (insbesondere auch im Jahr 2011) im südlichen, relativ windarmen Binnenland an vielen Windrad-Standorten verstärkt festzustellen  -  jährlich tiefrote Zahlen und im Zeitablauf sich weiter steigernde, den Kapitalverzehr forcierende Betriebsverluste anfallen.

Ebenfalls Profiteure dieses von den grün-roten Windkraft-Plänen im „Ländle“ ausgelösten und zur „Windkraft-Blase“ führenden „Hypes“ sind die…

  • …vorwiegend im Norden bzw. im Ausland (z.B. VESTAS / Dänemark, Gemesa / Spanien) ansässigen Windkraft-Konzerne, denen die Windkraft-Ausbaupläne der grün-roten BW-Landesregierung „gerade recht kommen“, müssen sie doch jährlich ihren Aktionären i.d.R. mindestens 2-stellige Steigerungsraten bei Umsatz und Dividenden-Ausschüttung vorweisen, ein Unterfangen, dessen Erreichen jährlich immer schwerer wird, weil selbst in den viel windstärkeren Regionen im Norden und Osten Deutschlands die Windrad-Sättigungsgrenze längst überschritten wurde und das Windkraft-Potential dort weitgehend „ausgemostet“ ist   -  rd. 75 % bis 80 % der bundesweit insgesamt ca. 22000 Windkraftanlagen stehen dort  -  und sich auch dort immer größer werdende Teile der Bevölkerung gegen die weitere Landschaftsverspargelung und gegen die Belastungen der Bürger durch Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall, Elektro-Smog sowie weiterer Nachteile wehren, wodurch „Markt und Absatzpotential wegbrechen“… sowie die
  • …Windkraft-Lobby und Vertriebs-Truppen der Windrad-Konzerne, wobei letztere nach dem Verkaufs-Abschluß und dem Verdienst ihrer Verkäufer-Provision sich relativ schnell „wieder vom Acker machen“, um neue Windrad-Verkaufspotentiale im relativ windarmen Binnenland zu erschließen, auf die möglichst lange Uneinsichtigkeit vieler Bürger hoffend…    

Allerdings verkennen viele der im vergleichsweise windarmen Binnenland blauäugig und unüberlegt auf den „Windrad-Hype“ aufspringenden Windkraft-Enthusiasten, daß die Rahmenbedingungen für eine dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Produktion im Binnenland an den allermeisten Windrad- 
Standorten fehlen, denn: Das „A und O“ einer dauerhaft wirtschaftlichen Windstrom-Produktion ist es, daß am Windrad-Standort eine ausreichende jahresdurchschnittliche „Windhöffigkeit“ vorherrscht, die notwendige Grundlage ist für wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung. Diese Voraussetzung fehlt an den allermeisten Windrad-Standorten in BW.

„Gelackmeierte“ des jetzt auch im relativ windarmen Binnenland beginnenden „Windrad-Hypes“ sind daher die jetzt unüberlegt auf den „Windwahn-Zug“ aufspringenden Windkraft-Enthusiasten = Kapitalanleger, die in nicht allzu ferner Zukunft zähneknirschend feststellen müssen, daß sie leeren Versprechungen und unseriösen, weil viel zu optimistischen Windertrags-Hochrechnungen der Windkraft-Lobby aufgesessen sind und sehenden Auges zusehen müssen, wie ihr eingesetztes Kapital „im Feuer ist“ bzw. „wie Schnee in der Sonne zusammenschmilzt“ und jahrelang zur Finanzierung einer Fehlinvestition herangezogen wird, ohne daß jemals Aussicht bestanden hätte, das eingesetzte Kapital  -  geschweige denn eine adäquate Kapitalverzinsung bzw. Gewinnausschüttung  -  jemals wieder zurückzuerhalten…

Im Binnenland wie in Baden-Württemberg oder Bayern ist das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Ländern wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen oder Brandenburg gemäß allen seriösen Statistiken jedoch um ca. 2 - 3 Mal niedriger, daher ist die Windstrom-Erzeugung eines baugleichen Windrad-Typs  -  bei identischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten  -  im vergleichsweise windarmen Binnenland an Standorten wie dem nur 298 m über Meereshöhe gelegenen Ingersheim (Kreis Ludwigsburg) oder auch in Löwenstein und Umgebung erheblich niedriger und eher unwirtschaftlich.

Nicht zuletzt deshalb stehen rd. 75 % - 80 % und damit ein Großteil aller bisher bundesweit installierten Windkraft-Anlagen in den genannten „klassischen“  -  weil windstärkeren  -   Windkraft-Bundesländern bzw. „off-shore“, d.h. im Meer. Parallel zum Windkraft-„Nord / Süd-Gefälle“ der Bundesländer  -  vom Ostfriesland-Niedersachsen bis zum südlichsten Zipfel Bayerns  -  geht auch das „Gefälle“ beim jahresdurchschnittlichen Windaufkommen einher und parallel dazu nimmt  -  logischerweise  -  auch die Anzahl der in den einzelnen Bundesländern installierten Windkraftanlagen ab, denn: „Welcher private Investor will  -  wenn er wirtschaftlich vorgeht und nicht unter dem Einfluß von Ideologie und Symbolik entscheidet  -  sein Geld von vornherein in den Sand setzen ?“

Nach übereinstimmender Meinung aller ernst zu nehmenden Fachleute muß jahresdurchschnittlich (d.h. nicht nur an einzelnen Tagen eines Jahres !!)  -  d.h. im Durchschnitt aller (!!) 365 Tage eines Jahres  -  in 100 m Höhe eines geplanten Windrad-Standorts eine Windgeschwindigkeit von mindestens (!!)

5,8 m je Sekunde bis 6,1 m je Sekunde (täglich) 

vorliegen, ab deren Überschreiten erst die wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung beginnt.

Würden diese Windgeschwindigkeits-Werte  -  z.B. (wie in BW oftmals gegeben) wegen wochenlanger Windflaute oder wegen tagelangem Windstillstand (z.B. im Juni / Juli / August)  -  unterschritten, müßte an entsprechend vielen Tagen eine über den oben genannten Werten entsprechend höhere Windgeschwindigkeit vorherrschen, um den an windschwachen Tagen ausfallenden Windstrom-Ertrag zusätzlich wieder erwirtschaften zu können, damit das Wirtschaftlichkeits-Kriterium im Geschäftsjahr insgesamt erreicht wird.

Diese Kompensation zwischen unterjährig verschieden hohem Windaufkommen ist im windstarken Norden + Osten wahrscheinlicher; im vergleichsweise windschwachen südlichen Binnenland ist dies eher unwahrscheinlich, wie viele negative Windstrom-Ergebnisse an südlichen Binnenland-Standorten jährlich belegen, zumal ab einer gewissen Windstärke sich die Windräder automatisch abschalten, um durch Windrad-Havarie drohende Schäden für Mensch, Tier und Umwelt zu vermeiden.

Diese für einen wirtschaftlichen Windrad-Geschäftsbetrieb benötigten Windgeschwindigkeits-Werte werden auch von unabhängigen Sachverständigen des TÜV Süd bestätigt.

Nach dem von ihnen im Oktober 2010 bzw. im Februar 2011 auf Basis objektiver Gutachten und Auswertung jahrelanger Windmess-Ergebnisse von Meteorologen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) für ganz Baden-Württemberg erstellten Windatlas kommt der TÜV Süd zum  -  nicht überraschenden  -  Ergebnis, daß im vergleichsweise windarmen Baden-Württemberg aufgrund topografischer Gegebenheiten bzw. wegen physikalischer Gesetzmäßigkeiten  -  d.h. wegen vergleichsweiser Windarmut  -  nur in wenigen Regionen ein Windaufkommen vorherrscht, das Grundlage für eine dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Produktion ist.

Aufgrund seiner Windmess-Ergebnisse empfiehlt der TÜV Süd daher Windrad-Standorte in den einzelnen Regionen des

•    Süd-Schwarzwalds (Höhenzüge)
•    Nord-Schwarzwalds (Höhenzüge)
•    Hohenlohe
•    Schwäbische Alb

und auch dort nur an ausgesuchten Standorten.

Eindrucksvoll bestätigt werden diese TÜV-Aussagen durch die in den letzten Jahren an Windrad-Standorten in Baden-Württemberg erzielten Ist-Ergebnisse, wobei selbst an vermeintlich windstarken Standorten  -  z.B. beim Windpark Simmersfeld / Freudenstadt (Nordschwarzwald) oder bei einzelnen Windparks auf der Schwäbischen Alb  -  (einschließlich der Ist-Zahlen des jetzt bekannten Windstrom-Geschäftsjahrs 2011) desaströse, „tiefrote“  Windstrom-Ergebnisse „eingefahren“ werden, die meilenweit negativ von den viel zu optimistischen Versprechungen der Windkraft-Lobby abweichen.

Standorte in Löwenstein und Umgebung, im Schwäbischen Wald um Welzheim, Gaildorf, Murrhardt oder Mainhardt u.a. gehören  -  mangels jahresdurchschnittlich nicht ausreichend vorhandenem Windaufkommen  -  nicht (!!) zu den im BW-Windatlas des TÜV Süd empfohlenen Windkraft-Standorten. Daher scheidet dort entgegen aller Versprechungen der Windkraft-Lobby ein wirtschaftlicher  -  d.h. mindestens kostendeckender  -  Windrad-Geschäftsbetrieb aus.

Abgesehen davon brächte der Bau von (nicht wirtschaftlich zu betreibenden) Windrädern bzw. Windparks in Löwenstein und Umgebung sowie im Schwäbischen Wald weitere irreparable Nachteile zum Nachteil der Bürger mit sich, so z.B….

  • …die Verschandelung der Landschaft und damit zusammenhängend
  • …schwere Beeinträchtigungen beim Tages-, Wochenend- und sanften Tourismus, für den die genannten Regionen um Löwenstein, Mainhardt, Murrhardt, Welzheim, Wüstenrot u.a. bekannt sind und die eine hohe Ausstrahlungskraft im Großraum Stuttgart sowie im weiteren Baden-Württemberg haben (denn: Wer will schon seinen Erholungs-Urlaub bzw. seine Freizeit im Angesicht sich notorisch drehender Windrotoren verbringen ?…
  • …die schwere Beeinträchtigung beim Natur- und Tierschutz, insbesondere Vogelschutz betreffend…

Daher ist es völlig unverständlich, weshalb  -  vor dem Hintergrund dieser Fakten  -  sich die Klinik Löwenstein als Vorreiter für den flächendeckenden Bau landschaftsverschandelnder Windräder / Windparks an landschaftssensibler und daher völlig ungeeigneter Stelle „quasi vor der eigenen Haustür“ hergibt.


II

Aus medizinischen Gründen: Kein Bau von Windindustrieanlagen im Umfeld von Kliniken bzw. Gesundheitseinrichtungen (Reha)

Noch viel unverständlicher ist das Verhalten der Löwensteiner Klinik für Lungenkranke, wenn man die sich in Deutschland weiter verstärkende medizinische Kritik zu gesundheits-
schädlichen Auswirkungen von durch Windrad-Betrieb verursachten Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall, Schattenschlag oder Elektro-Smog u.a. vergegenwärtigt.

Dem Vernehmen nach präferieren „Klinik Löwenstein gGmbH“ und „Umwelt und Gesundheit e.V.“ den Bau von Windrädern in unmittelbarer Nachbarschaft zur Klinik; die Entfernung zwischen Klinik-Standort und geplantem Windpark beträgt schätzungsweise ca. 1 - 2 km.

Damit läge die Klinik voll im durch einen Radius von ca. 5 km definierten Wirkungskreis des Schad-Immissionen verursachenden Windrad-Betriebs. Klinik-Patienten, aber auch im Windrad-Wirkungskreis wohnende Bürger sowie Erholungssuchende wären über die betriebsgewöhnliche Windrad-Nutzungsdauer von i.d.R. 20 Jahren den mit einem Gesundheitsrisiko behafteten Schad-Immissionen ausgesetzt.  

Zu denken geben sollte es vor allem, wenn sich  -  einem Bericht der Märkischen Allgemeine vom 16.11.2011 zufolge 

die  l e i t e n d e n  Ä r z t e  von  K l i n i k e n  für  P a r k i n s o n - P a t i e n t e n  in Potsdam (Brandenburg) unter der Überschrift


„Medizinische Aspekte zur Errichtung von Windkraftanlagen in Beelitz-Heilstätten“

an die Planer eines Windparks und an die Stadtverordneten der Standort-Gemeinde wenden, um  -  aus  m e d i z i n i s c h e r  Sicht  -  schwerwiegende  B e d e n k e n  gegen den ihrer Ansicht nach völlig  u n z u r e i c h e n d e n   S i c h e r h e i t s a b s t a n d  von nur  1 4 0 0  m  zwischen geplantem Windrad-Betrieb und Beelitz-Heilstätten anzumelden.  

Die von den leitenden Klinik-Ärzten der Heilstätte in Beelitz erhobenen Bedenken gegen den in nur 1400 m Entfernung geplanten Windrad-Betrieb waren offensichtlich so schwerwiegend, daß die Stadtverwaltung Beelitz ihren Entwurf eines Teilflächennutzungsplans „Flächen für Windenergie“  den Presseberichten zufolge  umgehend  (!!) zurückgezogen und überarbeitet hat.

Dabei wurde der S i c h e r h e i t s a b s t a n d  zwischen  W i n d r a d - B e t r i e b  und den         K l i n i k e n  in Übereinstimmung mit Planern und Investoren von 1 4 0 0  m deutlich auf jetzt           3 0 0 0  m erhöht !

Dem Zeitungsbericht zufolge wurden die  B e d e n k e n  der  C h e f - Ä r z t e  u.a. gegen den ihrer Ansicht mit  1 4 0 0  m  viel zu niedrigen  S i c h e r h e i t s a b s t a n d  wie folgt begründet:

„Die Mediziner warnen vor den Auswirkungen auf die jährlich mehr als 2500 stationären und 740 ambulanten Patienten, sollte der Windpark wie beabsichtigt errichtet werden…

Für die Parkinsonpatienten beispielsweise sind neue, unbekannte Reize, die von ihnen nicht beeinflusst werden können, besonders problematisch, sagen die Fachärzte. Darum würden solche Faktoren wie Infraschall, Schattenwurf und Stroboskopeffekte, die durch die Rotoren auftreten, stressverstärkend auf die Patienten einwirken.

Eine Umfrage unter diesen sowie unter Angehörigen und Besuchern habe ergeben, dass die Mehrheit im Falle eines nahen Windparks sich anderweitig orientieren und sogar weite Wege in Kauf nehmen würde. Die Klinikchefs weisen darauf hin, dass bei der heutigen Krankenhausfinanzierung ein Verlust von bereits fünf bis zehn Prozent der Patienten die Kliniken in ihrer Existenz gefährden….“.

Nun könnte man die Ansicht vertreten, was interessieren uns in Baden-Württemberg Streitigkeiten und ärztliche Bedenken über  zu geringe S i c h e r h e i t s a b s t ä n d e  zwischen Windrad-Betrieb und einer benachbarten Klinik für Parkinson-Patienten in Brandenburg…

Diese Fragen  -  insbesondere die vom Windrad-Betrieb verursachten und aufgrund seriöser medizinischer Langzeit-Untersuchungen heute  -  auch vor Gericht  -  nicht mehr bestrittenen Schad-Immissionen wie Infraschall u.a. und die daraus zu Lasten der Bürger entstehenden Gesundheitsrisiken  -  sind jedoch aus mehreren Gründen auch für bereits realisierte oder geplante Windrad-Standorte in Baden-Württemberg von allergrößter Bedeutung, zeigen sie doch einmal mehr, daß die von …

  • ...Windkraft-Lobby und Windrad-Herstellern
  • … Kapitalanlegern (Investoren, Kommanditisten, Genossen)
  • … selbst ernannten Umweltschützern und Klima-Weltverbesserern
  • … wegen fehlendem Know-How und aufgrund mangelhaftem Sachverstand oftmals „blauäugig“ und  -  aufgrund politischer Vorgaben  -  vor allem in Richtung „pro-Windkraft“ einseitig prüfenden Genehmigungsbehörden

in eindeutiger Absicht geäußerte Verharmlosung von gegen Windrad-Betrieb gerichteten medizinischen Bedenken fehl am Platze sind und  -  belegt durch eine immer größer werdende Anzahl von Kritik äußernden Medizinern (vgl. Such-Ergebnisse zu „Gesundheitsrisiken Windkraft“ bei Eingabe in google-Suchmaschine)   -  einen realen Hintergrund haben.

Die Mediziner-Kritik an aus Ärzte-Sicht zwischen Windrad-Standorten und Zivilbevölkerung oftmals  v ö l l i g   u n z u r e i c h e n d e n   S i c h e r h e i t s a b s t ä n d e n  dürfte vor allem im dichter besiedelten südlichen Binnenland an geplanten Windrad-Standorten in


•    Baden-Württemberg und
•    Bayern

weiter stark zunehmen, denn die jetzt bekannt gewordenen Änderungen der Landes-Planungsgesetze in BW oder Bayern sehen einen massiven Ausbau  -  vor allem auch an relativ windschwachen und daher für Windstrom-Erzeugung eigentlich völlig ungeeigneten Standorten  -  der Windkraft vor, der  -  wenn überhaupt  -  auch nur annähernd realisierbar wäre, wenn die  -  im Vergleich zu den eher agrarwirtschaftlich und daher für Windkraft-Nutzung „günstig“ strukturierten Bundesländern im Osten und Norden  -  im südlichen Binnenland (BW, Bayern) für Windkraft-Nutzung vorhandene und aufgrund relativer Windarmut noch zur Verfügung stehende kleinere Landschafts-Kapazität intensiver „ausgenutzt“  -  eine stärkere Landschafts-Verspargelung wäre die Folge  -  und die Windrad-

Standorte noch näher als bisher vorgesehen an die Zivilbevölkerung / Wohnbesiedelung herangeführt würden.

Letzteres steht wohl nach Bekanntwerden der jetzt geänderten Landesplanungsgesetze in Baden- 
Württemberg zu befürchten und hätte unweigerlich in vielen Regionen eine deutliche  K ü r z u n g  der zwischen Windrad-Standort und Wohnbevölkerung bisher geltenden Mindest- / Sicherheitsabstände zur Folge, d.h., Windräder würden noch näher als bisher an die Wohnsiedlungen  -  mit allen daraus entstehenden Nachteilen (vgl. oben)  -  heranreichen.

Ohnehin bestehen in Deutschland  -  je nach Bundesland  -  unterschiedliche Regelungen zur Festlegung von Sicherheitsabständen zwischen Windrad-Standort und Wohnbesiedelung:

Als Faustregel hierzu ist festzuhalten, daß die  -  zu Gunsten der im Wirkungskreis einer Windkraftanlage lebenden Bürger  -  bestehenden Bestimmungen und Empfehlungen in schwarz-gelb geführten Bundesländern (z.B. Hessen, Niedersachsen, Bayern, Schleswig-Holstein mit Sicherheitsabstand jeweils > 1000 m)  -  bisher zumindest  -  größere Sicherheitsabstände vorsehen als in rot-grün bzw. grün-rot geführten Bundesländern (z.B. NRW, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg), wo jüngst  - nach den Landtagswahlen 2010 (NRW) bzw. 2011 (BW,Rheinland-Pfalz) - neu ergangene Windkraft-Erlasse die bisherigen strengeren Bestimmungen auflockern und…

  • …die bisher geltenden Sicherheitsabstände reduzieren, damit Windrad-Standorte  -  bei gleichzeitigem Wegfall bisher teilweise für Windräder bestehender Höhenbegrenzung  -  noch näher an Wohngebiete heranrücken können
  • …die Windpark-Bebauung nun auch in Waldgebieten unter großflächiger Abholzung jahrzehntelang bestehender Wälder ermöglichen unter Aufhebung bisher für Windrad-Bebauung bestehender Tabu-Zonen
  • …die Windrad-Bebauung in bzw. in unmittelbarer Nähe zu Natur-, Landschafts- und Vogelschutzgebieten erlauben, um einen weiteren massiven Windkraft-Ausbau im vergleichsweise windarmen südlichen Binnenland zu erreichen

Interessant ist es zu wissen, daß die Weltgesundheitsorganisation WHO beim Windrad-Bau in den WHO-Mitgliedsländern aufgrund von durch Windrad-Betrieb möglicherweise eintretenden Gesundheitsrisiken einen Mindest- / Sicherheitsabstand von mindestens 2000 m empfiehlt.

In Großbritannien  -  das wegen seines deutlich höheren Jahres-Windaufkommens ein gegenüber dem windstarken Norden und Osten Deutschlands noch geeigneterer Windrad-Standort ist  -  befinden sich Anträge im Gesetzgebungs-Verfahren, die generell  -  im ganzen Land  -  wegen den als Gesundheitsrisiko eingestuften Infraschall-Immissionen einen Sicherheitsabstand von mindestens 3000 m zwischen Windrad-Standort und Wohnbesiedlung vorsehen, mindestens jedoch das 10-fache der Rotor-Höhe der geplanten Windkraft-Anlage. 

Die USA verlangen beim Bau neuer Windparks einen Sicherheitsabstand von 3 km zur Wohnbevölkerung.


III

Schlußbemerkungen

Das Eintreten der Löwensteiner Klinik für Lungenkranke für den Bau eines Windparks in geringer Entfernung und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Klinik ist völlig unverständlich, vor allem vor dem Hintergrund der immer umfangreicher werdenden medizinischen Diskussionen über durch Windrad-Betrieb ausgelöste Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall, Schattenschlag, Elektro-Smog u.a. und dadurch möglicherweise verursachte Gesundheitsrisiken zum Nachteil der im Windrad-Wirkungskreis wohnenden Bürger.

Erst recht unverständlich wird die Haltung der Klinik, wenn man sich die Kritik leitender Klinik-Ärzte am Sicherheitsabstand zum Klinik-Standort an anderen geplanten Windpark-Standorten vor Augen führt.

Sollte es tatsächlich zum von der Klinik empfohlenen Bau von Windrädern am ins Auge gefaßten Standort kommen, wären negative gesundheitliche Auswirkungen auf die stationär behandelten Klinik-Patienten nicht auszuschließen, weil die Klinik im unmittelbaren Wirkungskreis des geplanten Windparks läge.

Abgesehen davon würde Löwenstein und Umgebung wohl seinen weit über den Landkreis Heilbronn hinausgehenden exzellenten Ruf als Erholungsort ruinieren, mit allen dadurch absehbaren Risiken und wirtschaftlichen Nachteilen bezüglich der weiteren Entwicklung des sanften Tourismus.

Und nicht zuletzt käme es zu schweren, kaum mehr wieder gut zu machenden Beeinträchtigungen von Umwelt und Natur, vor allem den Tier- und Vogelschutz betreffend.

Die hier aufgezeigten Nachteile wiegen schwer. Die vergleichsweise  -  wenn überhaupt anfallenden  -  marginalen Vorteile aus einem mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nur unwirtschaftlich zu betreibenden Windrad-Betrieb können die aufgezeigten, durch Windrad-Betrieb in Löwenstein und Umgebung verursachten Nachteile auch nicht nur annähernd kompensieren, daher sollte vom Bau eines Windparks in Löwenstein und Umgebung  -  vor allem an einem Standort in unmittelbarer Nähe zur Klinik  -  Abstand genommen werden.

Wir stellen diesen Beitrag in unsere homepage ein und leiten ihn danach z. Ktn. an Klinik-Verantwortliche, Krankenhaus-Träger / Gesellschafter, SLK-Kliniken Heilbronn, Träger öffentlicher Belange, Kostenträger, Krankenkassen, Gemeindeverwaltungen und Gemeinderäte in Löwenstein und Umgebung, lokale Tourismus-Vereine sowie an die Lokalpresse weiter.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

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Vorbemerkungen zur Unterstützung der Bürgerinitiative Stauferland / Eislingen: Weiterleitung einer Stellungnahme an das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

(wm / 260112) - Nachfolgende Stellungnahme wurde von der Bürgerinitiative Stauferland aus Eislingen verfaßt und soll dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg zugeleitet werden. Hintergrund sind die Pläne der grün-roten BW-Landesregierung, in Baden-Württemberg im 5-Jahreszeitraum der Legislaturperiode 2011 - 2015 zusätzlich zu den bereits bestehenden 372 Windkraftanlagen jährlich (!!) bis zu 150 neue, bis zu 220 m (!!) hohe Windkraftanlagen zu bauen, insgesamt rd. 750 (!!) neue Windkraftanlagen. Bis zum Jahr 2020 sollen den Plänen zufolge gar 1700 - 1800 (!!) neue Windindustrieanlagen gebaut werden.

Bezüglich der praktischen Umsetzung dieser Pläne sieht sich die BW-Landesregierung vor große Hindernisse gestellt, die  -  aus ihrer Sicht  -  aus dem Weg geräumt werden müssen, denn: Um einen derart massiven Windkraft-Ausbau in BW zu gewährleisten, reicht das jetzt vorhandene gesetzliche Instrumentarium bei weitem nicht aus.

Daher soll das jetzt noch in Kraft befindliche Landesplanungsgesetz überarbeitet und weitgehend neu gefaßt werden, mit dem Ziel, zusätzliche BW-Regionen für den Windkraft-Ausbau freizugeben. Dies soll dadurch geschehen, daß viele der in jahrzehntelanger Verwaltungs-Praxis und in demokratischen Verfahren definierte Windkraft-Ausschlußgebiete möglichst umgehend ihren Status als „Ausschlußgebiet“ verlieren, um künftig als Windkraft-Standort zur Verfügung stehen zu können. Des weiteren sollen die bisher weitgehend allein verantwortlichen Regionalverbände in ihrer Entscheidungskompetenz beschnitten werden, indem durch dezentrale Entscheidungsabläufe die Kommunen vor Ort weitgehend selbständig über Windkraft-Standorte auf ihrem Gebiet entscheiden können.

Der Gesetzentwurf befindet sich im Anhörungsverfahren und wurde Institutionen, Regional- und  Interessenverbänden zur Anhörung zugeleitet.

Der zeitliche Ablauf sieht vor, daß Kommunen, die bisher entweder noch keine Windvorrang-Gebiete oder die bisher (nur) Windausschluß-Gebiete festgelegt haben, bis September 2012 Gelegenheit bekommen, über Fortschreibung ihrer Flächennutzungspläne Windvorrang-Gebiete auszuweisen.

Kommt es in diesem Zeitfenster nicht zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans bzw. unterbleibt der Ausweis von Windvorrang-Gebieten, könnte ein „Gewehr bei Fuß“ stehender Windkraft-Investor auf Basis des allgemeinen Baurechts einen Antrag auf Bau eines Windrads / Windparks stellen, der im Rahmen des üblichen Genehmigungsverfahrens von der Genehmigungsbehörde  -  i.d.R. das zuständige Landratsamt  -  zu prüfen wäre. Durch diesen Zeitdruck wird vielen Kommunen quasi „die Pistole auf die Brust gesetzt“, denn viele Kommunen wollen auch weiterhin „Herr im eigenen Haus bleiben“ und sehen sich daher zähneknirschend zur Fortschreibung ihres Flächennutzungsplans  -  auch wenn sie bisher hierfür keinen Anlaß gesehen haben  -  genötigt, mit der Gefahr, daß eigentlich  -  aus Gründen des Natur-, Tier-, insbesondere Vogelschutzes oder mangels Wirtschaftlichkeit bzw. wegen fehlendem Windaufkommen u.a.  -  für Windkraft-Betrieb völlig ungeeignete Standorte als Windvorrang-Gebiet ausgewiesen werden.

Wir unterstützen die Bürgerinitiative Stauferland aus Eislingen und empfehlen daher unseren Mitgliedern und Unterstützern, über Internet-Abstimmung die Stellungnahme der BI Stauferland zu unterstützen. Den Wortlaut der Stellungnahme finden Sie direkt auf der  Seite der Petition .  

Zur Internet-Abstimmung gelangen Sie über nachfolgend genannte Fundstelle. Bitte beachten sie das relativ kurze Zeitfenster: Da die Stellungnahme am 31.1.2012 an das Ministerium weitergeleitet werden soll, ist die Internet-Abstimmung nur bis zum 30.1.2012 geöffnet.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


zur Petition bei  openPetition  


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                Science Skeptical Blog  -  Wissenschaft kritisch hinterfragt                            Rudolf Kipp: „Aus grünen Fesseln befreien !“

Gastbeitrag von Holger Krahmer (MdEP) zum Themenkomplex        

   „Klimawandel und seine Ursachen“

(wm / 271111) - Rudolf Kipp vertritt die These, wonach „…die Ideologie von der Klimaerwärmung durch CO2 uns volkswirtschaftlich teuer zu stehen…“ komme. In diesem Zusammenhang wirft er der Politik  -  u.a. auch den Liberalen  -  vor, „…Liberale haben freiheitliche Grundsätze preisgegeben, als sie sich diesem Dogma gebeugt haben.“… Er stellt seine oben genannte Blog-Plattform in regelmäßigen Abständen kritischen Köpfen aus der Mitte der Gesellschaft zur Verfügung.

Nachfolgend nimmt Holger Krahmer (Mitglied des Europäischen Parlaments / FDP) zu diesen Thesen Stellung. In seiner Kernaussage bezweifelt er die vielfach und oft auch wider besseres Wissen erhobene Behauptung, der CO2-Ausstoß sei alleinverantwortlich für die Klimaerwärmung und versucht, diese Kernaussage durch neuere Forschungsergebnisse aus der Physik, Geologie und Astronomie sowie durch seit langem vorliegende Erkenntnisse aus der Erforschung der Jahrhunderte langen Veränderung des Weltklimas zu belegen.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


zum Gastbeitrag hier klicken


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TV-Kolumnist Peter Hahne in Bild-am-Sonntag: “Drei neue Wasserprediger beim Wein erwischt“ … 

Abgedroschene Phrasen und Empfehlungen von Klima-Weltverbesserern + Umweltschutz-Propagierern + pensionierten Politikern + Kirchenfürsten für das Volk und wie sie sich selbst „keinen Dreck darum kümmern….“

wm / 061111) - Der angesehene TV-Kolumnist Peter Hahne hat in seiner BILD am Sonntag-Kolumne vom 6.11.2011 „Drei neue Wasserprediger beim Wein erwischt“ und diese zu Recht mit klaren Worten angeprangert, also selbst ernannte „Gutmenschen“, die  -  wie viele andere Scheinheilige auch  -   gegenüber dem Bürger, d.h. in der Öffentlichkeit, „Wasser predigen“, während sie selbst sich nicht im geringsten an ihre eigene Sprüche halten, sondern  -  entgegen ihren eigenen Empfehlungen  -  „Wein trinken“, und dies „in vollen Zügen“….

Der von Peter Hahne angeprangerte Hans Eichel (SPD) war jahrelang  -  neben Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Außenminister Joschka Fischer (Bündnis 90 / Grüne)  -  wichtigster Repräsentant der ab 1998 bis 2005 amtierenden rot-grünen Bundesregierung und als Bundesfinanzminister war er derjenige, der den Bürgern

•    angesichts jahrelanger wirtschaftlicher Stagnation
•    sinkender Steuer-Einnahmen
•    damit einhergehender exorbitant ausufernder Verschuldung des Bundeshaushalts
•    einer im Jahr 2005 auf rd. 5 Millionen gestiegenen Rekord-Arbeitslosenstatistik
•    starker Jugendarbeitslosigkeit
•    Betriebs-Schließungen und anderer Hiobsbotschaften mitteilen mußte und

in mehreren Spar-Runden die Politik des „Gürtel-enger-Schnallens“ und massive finanzielle Opfer abverlangte, insbesondere den Rentnern, die mehrere „Nullrunden“  -  unter Berücksichtigung der Inflation mehrere Jahre lang sogar reale Kaufkraft-Verluste  -  bei ihren Rentenbezügen akzeptieren mußten.

In die Amtszeit der damaligen rot-grünen Bundesregierung fiel auch die Freigabe der Hedge-Fonds in Deutschland, die (trotz mangelnder Voraussetzungen) mehr oder weniger ungeprüft und unter bewußtem Wegsehen  -  d.h. „blind“  -  erfolgte Aufnahme Griechenlands in die €-Zone sowie das mehrfache Brechen der seinerzeit im Maastricht-Vertrag noch von der Vorgänger-Regierung aus gutem Grund festgelegten €-Stabilitätskriterien  -  jeweils mit den heute bekannten nachteiligen Folgen für die Allgemeinheit  -  sowie

  • das In-Kraft-Setzen des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG) nebst mehreren Novellierungen, das  -  wie wir heute sehen  -  zu einer gigantischen, milliardenschweren Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen geführt hat, wodurch bis zum Jahr 2010 wegen der bisher aufgelaufenen und von  a l l e n  privaten Stromkunden über entsprechend       h ö h e r e  Stromkosten zu finanzierenden und falsche Anreize setzenden Einspeisevergütungen = Subventionen i.H.v. ca. 65 Milliarden € (steigend wegen des weiter erfolgenden Zubaus) deutschlandweit zwar rd. 22000 Windindustrieanlagen (Stand September 2011) und unzählige Photovoltaik-Anlagen installiert wurden, jedoch  -  angesichts des unverändert lediglich ca. 2 % betragenden Anteils der regenerativen Energie (Wind + Sonne) am Gesamt-Stromverbrauch  -  nur mit bescheidenem Erfolg, vgl. unseren Homepage-Beitrag vom 2.4.2011 „Energiewende ins Nichts“ / Handelsblatt-Gastkommentar von Prof. Dr. Hans-Werner Sinn (Präsident des IFO-Instituts, München)

„Erkauft“ wurde diese beim Ausbau  der regenerativen Energie jetzt weltweit erreichte „Spitzenstellung“ Deutschlands mit den weltweit zweithöchsten  E n e r g i e k o s t e n, die im Hinblick auf die weltweite Wettbewerbssituation „Gift“ sind für ein rohstoffarmes Hochtechnologie-Land wie Deutschland. Heute versucht man  -  allerdings bisher vorerst nur zaghaft  -  den schlimmsten, von den damals amtierenden Politikern zu verantwortenden Fehlentwicklungen gegenzusteuern.

Die mehrfach während seiner Amtszeit als Bundesfinanzminister erhobenen Appelle zum „Gürtel-enger-Schnallen“ und die unter seiner Federführung zu Lasten der Bevölkerung initiierten Streichrunden („Wasser predigen“) hinderten den im Jahr 2005 abgewählten Hans Eichel (SPD) jedoch nicht daran, flugs  -  nach seiner Abwahl und zwangsweisen Verbannung auf das politische Altenteil  -  und unter Beschreitung des Klagewegs die Auszahlung einer von Kolumnist Peter Hahne als „Luxuspension“ charakterisierten Pension i.H.v. 14550 € (monatlich, versteht sich) zu verlangen, unter Kumulation seiner früheren Amtszeit als hessischer Ministerpräsident und Beamtenzeit als Lehrer und Kasseler OB. Nachdem schon einige Richter in den Vorinstanzen „in die Knie gegangen sind“ und zunächst zu Gunsten des von Peter Hahne so bezeichneten „Minister Nimmersatt“ geurteilt hatten, bleibt zu hoffen, daß das Bundesverwaltungsgericht nun in der letzten Instanz diesem  -  angesichts leerer Rentenkassen nach Meinung vieler Bürger  -  unverschämten Überversorgungs-Anspruchsdenken endgültig „einen Riegel vorschiebt“, damit man wenigstens in diesem Fall einmal von einem Urteil „im Namen des Volkes“ sprechen kann.

Nun ist dieses Phänomen (“Wasser predigen, Wein trinken“) sicherlich nicht neu, insbesondere dann nicht, wenn es sich um Personen handelt, deren politische Karriere zu Ende ist und die „ins Glied zurück treten“ mußten bzw. die sich in den Ruhestand verabschiedeten; Beispiele hierfür gibt es genug („…was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…“) und der aufgeweckte Bürger ordnet diese  -  nur noch peinlichen  -  Fälle zutreffend  -  gepaart mit einer gewissen Verachtung  -  in die Kategorie „Sprücheklopfer“ ein…

Eine andere Qualität haben jedoch die Fälle, in denen nach wie vor „in Amt und Würden“ agierende Persönlichkeiten ungehindert und vermutlich ohne große Skrupel ebenfalls nach dem Motto „Wasser predigen und selbst Wein trinken“ verfahren, wohl in der Hoffnung, dieser Widerspruch zum eigenen Handeln werde hoffentlich nicht publik werden…:  

Als mindestens genauso peinlich prangert Peter Hahne daher das Verhalten des neu gewählten, ersten grünen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann an, der sich  -  Klimaschutz-Ziele / CO2-Schadstoff-Immissionen hin oder her  -  als einziger (!!) von allen 16 Ministerpräsidenten zur kürzlich abgehaltenen Ministerpräsidenten-Konferenz in Lübeck im Hubschrauber einfliegen ließ und seine Dienstlimousine  -  Status muß ja sein  -  in einer von Stuttgart aus 730 Km langen „Leerfahrt“ nachkommen ließ, während alle übrigen (CDU- / SPD-) -Ministerpräsidenten  -  umweltbewußt  -  entweder via Linienflug  o d e r  in der Dienstlimousine anreisten; Kommentar von Peter Hahne: „…Die armselige Ausrede: Terminprobleme…“.

Dieses  -  gegen alle Umweltschutzvorstellungen des „normalen“ Bürgers verstoßende  -  und von Kolumnist Peter Hahne zu Recht angeprangerte Verhalten erinnert peinlich an die im September 2009 bei der Bundestagswahl abgewählte SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die nach Spanien in den Urlaub flog und die   -  Status und Bequemlichkeit muß ja auch im Urlaub sein  -  ihre Dienstlimousine (Klimaschutz-Ziele / CO2-Schadstoff-Immissionen hin oder her) nebst Fahrer mehrere Tausend Km (Hin und Zurück) quer durch Europa nachkommen ließ, versehen mit ein paar Akten und dem Plan zum Besuch eines Seniorenheims auf Mallorca, wohl  -  so wurde kolportiert  -  um den dienstlichen Bezug (= Dienstfahrt) herzustellen (was letztlich auch nach wochenlang in der Öffentlichkeit via Boulevard-Presse geführten Diskussion gelang und der Ministerin den Rücktritt ersparte….) …blöd nur, daß die ganze Sache aufflog, als die Dienstlimousine von Ganoven „geklaut“ wurde und erst einige Tage später wieder auftauchte….

Dieses Kapitel „…Wasser predigen und Wein trinken…“ könnte noch  -  neben weiteren, aus Platzgründen hier nicht mehr aufgeführten Fällen  -  ergänzt werden um den Bundesvorsitzenden Cem Özdemir (Bündnis 90 / Die Grünen), der  -  man stelle sich dies vor und „man kann es sich auf der Zunge zergehen lassen“  -  als Bundesvorsitzender der Öko-Partei Bündnis 90 / Die Grünen bei den Auseinandersetzungen um Stuttgart 21 von Berlin aus   -  was zunächst verschämt verschwiegen wurde und erst nach Presserecherchen aufflog  -  mit dem Hubschrauber einschwebte (Klimaschutz-Ziele / CO2-Schadstoff-Immissionen hin oder her), anstelle mit der umweltschonenden Deutschen Bundesbahn oder anderen klimaverträglicheren Verkehrsmitteln anzureisen.

„Den Vogel abgeschossen“ und von Peter Hahne als dritte Person ebenfalls zu Recht angeprangert wurde die Magdeburger Bischöfin Ilse Junkermann:

  • „Als jetzt die Deutsche Umwelthilfe die Dienstwagen der Bischöfe unter die Lupe nahm, stellte sich heraus: Die schrillsten Umweltaktivisten fahren die dicksten Dreckschleudern. Die Pole-Position der klimakillenden Kirchenführer-Karossen fährt ausgerechnet Ilse Junkermann, jene Magdeburger Bischöfin, die von Luthers Kanzel „Klimawandel ist Lebenswandel“ predigt. Begründung: Rückenprobleme, die eine besondere Pkw-Ausstattung erfordern. 

Hinsichtlich der abschließenden Würdigung des von Peter Hahne 3-fach angeprangerten Fehl-Verhaltens kann man sich dem Fazit des Kolumnisten nur anschließen (vgl. unten).

Zur Natur der Sache gehört es, daß den 3 angeprangerten und vermutlich vielen anderen „Wasserpredigern“ der Widerspruch

  • zwischen moralisierenden, ihrer Ansicht nach (nur) für die Allgemeinheit  -  jedoch nicht für sie selbst geltenden  -  eigenen Vorgaben („Moralpredigt“)
  • und ihrem eigenen Handeln

vermutlich nach wie vor nicht bewußt ist; insbesondere dürfte ihnen und vielen anderen „Wasserpredigern“ immer noch nicht klar sein, daß sie mit ihrem Fehlverhalten, vor allem aber mit ihren  -  für alle, nur nicht für sie selbst geltenden  -  „Moralpredigten“ Anstoß und maßgebend dafür sind, daß …

  • … die Politikverdrossenheit immer stärker um sich greift und ein Großteil der Bevölkerung sich ob des von vielen Politikern an den Tag gelegten Verhaltens nur noch angewidert abwendet, von Wahlen fernbleibt u.a. ….

  •  … den Kirchen ihre Mitglieder in Scharen davonlaufen, Gottesdienste größtenteils unbesucht bleiben …

Zu hoffen bleibt, daß der kritische Bürger und  -  vor allem  -  eine kritische Presse „Moralaposteln“ und „Wasserpredigern“ gegenüber frühzeitig und mit der gebotenen Distanz gegenüber treten, damit „Phrasendrescher“ möglichst rasch - in der Öffentlichkeit - als solche entlarvt werden….


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

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Bietigheimer Zeitung - Leserbrief vom 8.9.2011: „Taugt nicht als Vorzeigeobjekt für die Energiewende“

Vernichtender Leserbrief-Kommentar zum geplanten Windrad in Ingersheim


1         Grundsätzliches / Vorbemerkungen zum Leserbrief

(wm / 090911) - Wie bekannt, haben im Jahr 2010 veröffentlichte Pläne der alten CDU / FDP - geführten BW-Landesregierung vorgesehen, ca. 150 Windkraftanlagen im Zeitraum 2011  -  2015 zur Vermeidung einer flächendeckenden Landschaftsverspargelung konzentriert (nur) an solchen Standorten in Baden-Württemberg zu bauen, die im vom damals FDP-geführten BW-Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenen und vom TÜV Süd für ganz Baden-Württemberg erstellten Windatlas aufgrund objektiver Windmessungen empfohlen wurden.

Die von unabhängigen Sachverständigen des TÜV Süd gutachterlich aufgrund objektiver Windmess-Kriterien empfohlenen Windkraft-Standorte sollten sich  -  den Empfehlungen des BW-Windatlas entsprechend  -  aufgrund des für baden-württembergische Verhältnisse vergleichsweise stärkeren Windaufkommens in folgenden Regionen konzentrieren (wobei das jahresdurchschnittlich im Binnenland Baden-Württemberg zu verzeichnende Windaufkommen aufgrund topografischer Verhältnisse erheblich unter dem Windaufkommen in den Bundesländern im Norden und Osten liegt und Windkraft-Standorte in BW daher allein schon von den Standort-Bedingungen her gegenüber Standorten im Norden oder Osten Deutschlands bzw. gegenüber denen im Meer   -  „off-shore“  -  von vornherein benachteiligt sind):

  • Höhenrücken Süd-Schwarzwald
  • Höhenrücken Nord-Schwarzwald
  • Hohenlohe
  • Albaufstieg und Schwäbische Alb
Wie nach Erhebungen des BW-Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2010 bekannt, haben sich mehr als 30 % der bisher in den von den BW-Regionalverbänden festgelegten Windvorrang-Gebieten vorgesehenen Windkraft-Standorte mangels Windaufkommen als völlig ungeeignet herausgestellt und sind daher bis heute nicht investiert worden.

Und dort, wo Windkraft-Standorte weniger nach Wirtschaftlichkeits-Grundsätzen  -  das am Standort vorherrschende (nur spärliche) Windaufkommen blieb bei der Entscheidung in diesen Fällen weitgehend unberücksichtigt  -  sondern eher aufgrund einer durch Ideologie und Symbolik geprägten Sichtweise (wie in Ingersheim) ausgesucht wurden, hat sich ein Großteil der in Baden-Württemberg mit viel Vorschuß-Lorbeeren gestarteten Windkraft-Anlagen im nachhinein ebenfalls als Fehlinvestition dargestellt, nachdem diese Windräder mangels Windaufkommen „jahraus jahrein“  -  selbst an vermeintlich „guten“, ca. 600 m - 900 m über NN (der geplante Ingersheimer Standort liegt dagegen nur 298 m über NN !!) und damit relativ hoch gelegenen Standorten  -  auf der

•    Schwäbischen Alb
•    Süd-Schwarzwald
•    Nord-Schwarzwald

nur noch trostlos „vor sich hin dümpeln“, um einer Vielzahl von Investoren die traurige Gewissheit zu hinterlassen, daß zwar 
•    Windkraft-Hersteller
•    Provisionen kassierende Vertriebs-Profis
•    Grundstücks-Verpächter
•    „Gefälligkeits“-Gutachter und andere

oft prächtig verdient haben, während der Investor selbst (Kapital-Anleger, Genossenschafts-Mitglied) in vielen Fällen noch nicht einmal sein eingesetztes Kapital  -  geschweige denn die in Hochglanz- 
prospekten versprochene Gewinnausschüttungen  -  (zurück) erhält.

Nicht zuletzt diese für die Investoren in Baden-Württemberg vielfach enttäuschenden Stromertrags-Ergebnisse haben eine Reihe kommunaler BW-Stadtwerke in letzter Zeit veranlasst … 

Stadtwerke Fellbach enttäuscht vom Windpark auf der Schwäbischen Alb / ….wie heute vermeldet wurde, versprechen sich die Stadtwerke Fellbach mehr Stromerträge durch einen Offshore-Windpark in der Ostsee. Die vier WKA´s auf der Schwäbischen Alb, 7 km nordöstlich von Geislingen gelegen, haben laut  Aussagen der Stadtwerke Fellbach nicht die Erwartungen erfüllt;

… sich zusätzlich um neue Beteiligungen an windgünstigeren Standorten im Norden mit dort durchschnittlich 2 - 3 mal höherem Windaufkommen und deshalb deutlich höherem Stromertrag zu beteiligen und selbst an Standorten auf den für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstärkeren Standorten auf den Höhenrücken des Süd-Schwarzwalds wurden Windräder von den ob der ernüchternden Stromertragsausbeute enttäuschten Investoren  
f r e i w i l l i g  und weit vor Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (i.d.R. 20 Jahre) wieder abgebaut, um die Verluste und den Kapitalverzehr zu begrenzen, getreu dem Motto: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.“

Vgl. hierzu den in der Schweriner Volkszeitung vom 7.9.2009 zur Windrad-Verspargelung in Mecklenburg-Vorpommern abgedruckten  L e s e r b r i e f  von Helgo Bran, früherer
e n e r g i e p o l i t i s c h e r   S p r e c h e r  der  G r ü n e n  im  L a n d t a g  von Baden-Württemberg:   

HELGO BRAN 07.03.2009 19:50


Planung weiterer Windindustrieanlagen in Mecklenb.-Vorp.

Ihr Beitrag

Die Situation bei Ihnen vor Ort kenne ich nicht aus eigener Anschauung.

Erfahrungen mit den Scheinargumenten der zT als "Mafiosi" bezeichneten Projektdurchsetzer von Windindustrie-Anlagen (WIA) und deren leeren Versprechungen habe ich/haben wir nur mit denen hier im südlichen Hochschwarzwald:

Eine einzige der für alljährlich versprochenen "Gewinnausschüttungen"; eingestandenerweise ganz unbefriedigende Betriebsergebnisse; wegen Unrentierlichkeit Abbau von einer der beiden einzigen WIA im Landkreis Lörrach - OHNE die versprochene Beseitigung des Fundaments (Standortname: Fröhnd/Ittenschwander Horn, auf Rodungsflächen im weißtannenreichen Wald bei M+1000 m); Feriengäste am Schauinsland überwiegend ablehnend ggüb. den beiden Anlagen auf der Holzschlägermatte (n = 311 Befragte) uä.

Auf unserer Fahrt Ende Febr. an die Nordsee sahen wir erstmals große Windparks an vielen Stellen. Ich/wir können Euch verstehen und unterstützen Eure ablehnenden Bemühungen.

Völlig richtig ist der obige Hinweis, daß Errichtung und Betrieb von WIA nichts, aber auch GAR NICHTS mit "Klimaschutz" zu tun hat. Die "Klimaschutz"-Ideologie ist eh völlig unsinnig und gaunerisch-kontraproduktiv; vergl. unsere Argumente unter www.klimamanifest-von-heiligenroth.de

Wehrt Euch tüchtig und vernünftig gegen die Diktate -Ihr werdet nach all den üblen (auch Finanz-)Erfahrungen schon Erfolg haben!

Mit freundlichen Grüßen

Helgo BRAN, ehem. energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg


Waren die oben genannten Pläne der Vorgänger-Landesregierung (Bau von 150  Windrädern bis 2015) schon als „ehrgeizig“ anzusehen und gegen den immer stärker werdenden Widerstand der Bevölkerung vor Ort  -  trotz „Fukushima / Japan“  -  als kaum durchsetzbar einzustufen, so stellen die jüngst bekannt gewordenen Windkraft-Pläne der neuen grün / roten BW-Landesregierung noch eine ganz andere, für einen Großteil der Bevölkerung kaum vorstellbare Dimension dar und stellen die bisher bekannten Pläne „weit in den Schatten“:  

So sollen nach offiziellen Planungen in BW im 5-Jahreszeitraum der Legislaturperiode 2011 - 2015 rd. 150 Windindustrie-Anlagen  j ä h r l i c h  = 750 und  b i s  2020 insgesamt 1000 neue Windkraft-Anlagen gebaut werden ; neuerdings sollen gemäß neuesten Zeitungs- 
meldungen bis zum Jahr 2020 sogar 1600 neue Windräder in Baden-Württemberg gebaut werden.

Klar ist  -  und von regierungsamtlichen Stellen zwischenzeitlich insoweit auch mehrfach bestätigt  -  , daß die noch im Februar 2011 im BW-Windatlas enthaltene Empfehlung, zur Vermeidung einer übermäßigen, flächendeckenden Landschaftsverspargelung  -  „auf gut deutsch: Landschaftsverschandelung“  -  den Bau neuer Windräder an vergleichsweise windstarken Standorten zu konzentrieren, quasi „über Nacht“ „über Bord geworfen wurde“, denn die im BW-Windatlas empfohlenen Windkraft-Standorte (vgl. oben) reichen allein schon von der Standort-Kapazität her  -  abgesehen von dem ob dieser Pläne auch dort immer stärker werdendem Widerstrand großer Teile der Bevölkerung  -  bei weitem nicht aus, bis zum Jahr 2020 rd. 1000 neue Windräder aufzunehmen.

Im Klartext bedeutet dies, daß die dort allein schon von der verfügbaren Standort-Kapazität nicht platzierbaren Windkraft-Anlagen auf die übrigen, erheblich weniger windstarken Regionen (d.h. „auf dem flachen Land“) in Baden-Württemberg  -  vermutlich wie bisher nach dem „Gießkannen-Prinzip“  -  verteilt bzw. vom Staat zugewiesen (die Planwirtschaft läßt grüßen…) werden… Den Verlautbarungen des BW-Umweltministeriums zufolge wird an der Überarbeitung der hierfür zu ändernden Landesplanungsgesetze mit Hochdruck gearbeitet, die neuen Landesplanungsgesetze sollen im Frühjahr 2012 Gesetzeskraft erlangen…  Danach sollen die bisherigen Tabuzonen (Waldgebiete, Grünzüge, Landschaftsschutzgebiete u.a.)  -  auch an tiefer gelegenen und daher windschwächeren Gebieten bzw. unter großflächiger Abholzung von Wäldern  -  wegfallen und künftig als Windpark-Standorte zur Verfügung stehen…. 

Was dies für Landschafts-, Natur- und Umweltschutz  -  insbesondere den Tier- / Vogel- und Fledermausschutz („Fledermausfeinde…“ vom 8.9.2011)  -  und für die Lebensqualität der im Wirkungskreis negativ betroffenen Bevölkerung bedeutet, möge sich jeder selbst ausmalen…

Immer mehr angesichts der durch staatlich verordneten Windkraft-Unfug im relativ windschwachen Binnenland   -  und der dadurch zu Lasten der Bevölkerung entstehenden, mit großer Folgewirkung entstehenden  Nachteile  -  aufgeschreckte Bürger stellen diese Pläne angesichts der drohenden hemmungslosen Verspargelung und der damit einhergehenden Landschaftsverschandelung in Frage und machen ihrem Unmut in Leserbriefen „Luft“, engagieren sich in Bürgerinitiativen u.a.

Zu hoffen bleibt, daß dieser immer stärker werdende Widerstand der breiten Bevölkerung Erfolg hat, damit wenigstens die unsinnigen, dauerhaft nur unwirtschaftlich zu betreibenden und vor allem unter dem Gesichtspunkt von Ideologie und Symbolik ausgesuchten Windkraft-Standorte in niedriger gelegenen, relativ windschwachen und daher für Stromgewinnung über Windräder völlig ungeeigneten Regionen verhindert werden können zur Aufrechterhaltung

•    des Natur- und Umwelt-,  insbesondere des Tierschutzes und der

•    Lebensqualität der im Wirkungskreis lebenden Bevölkerung    


Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

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Verbandsgemeinde Rheinhessen-Nahe-Hunsrück / Rheinland-Pfalz:
„1500 Meter mit dem Zirkel und alle wären froh“
…auch in Ingersheim…

(wm / 230711) - Einen Vorgeschmack dessen, was viele in bereits ausgewiesenen bzw. in noch auszuweisenden Windvorrang-Gebieten oder in deren Nähe lebende Bürger in Baden-Württemberg aufgrund der von der seit 27.3.2011 neu amtierenden grün / roten BW-Landesregierung forcierten Windkraft-Plänen zu erwarten haben, können Interessierte einem am 18.7.2011 unter der oben zitierten Schlagzeile veröffentlichten Bericht der Rhein-Zeitung, Koblenz, (Regionalausgabe Bad Kreuznach) entnehmen, der die auch dort neu aufflammenden Bürgerproteste gegen die Vergrößerung bereits bestehender und immer näher an Wohngebiete heranrückender Windvorrang-Gebiete in der oben genannten rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde (VG) beschreibt. Wie bekannt, wurde bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz die bis zum 27.3.2011 bestehende SPD-Alleinherrschaft abgelöst und   -  trotz großer Stimmengewinne der CDU und bei herben SPD-Stimmenverlusten  -  durch eine SPD / Grüne geführte Landesregierung ersetzt, die den starken Ausbau  -  wie auch von der  grün / roten BW-Landesregierung angestrebt  -  „auf ihre Fahnen geschrieben hat“.

Bereits während der vorherigen und am 27.3.2011 endenden 5-jährigen SPD-Alleinherrschaft wurden die Windkraft-Pläne im eher beschaulichen, wein- und landwirtschaftlich geprägten Rheinland-Pfalz forciert, wobei oftmals die durch bekannte Weinanbau-Gebiete charakterisierte und aus Tourismus-Sicht wertvolles Vermarktungs-Kapital darstellende Landschaft durch Windrad-
Verspargelung großer (Nah)Erholungsgebiete unwiderruflich „unter die Räder“ kam.

Bereits unmittelbar nach der Landtags-Wahl am 27.3.2011 wurden Pläne der neu amtierenden stv Ministerpräsidentin und neuen rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis 90 / Grüne) bekannt, wonach die Windrad-Pläne flächendeckend innerhalb der nächsten 5 Jahre bis 2015 weiter forciert werden sollen.

Dabei wurden auch mehr oder weniger abstruse Vorstellungen bekannt, wonach die Akzeptanz der auch in Rheinland-Pfalz dem weiteren Ausbau der Windkraft angesichts der bisher gemachten negativen Erfahrungen äußerst reserviert gegenüber stehenden Bevölkerung dadurch gewonnen werden sollte, daß Windkraftanlagen an raumbedeutsamen Standorten mit Aussichtsplattformen  -  zur Generierung weiterer Tourismus-Einnahmen  -   versehen werden sollten, um die skeptische Bevölkerung doch noch von der Vorteilhaftigkeit landschaftsverschandelnder Windspargel überzeugen zu können. Ob dies gelingt, ist allerdings sehr fraglich und bisher sind noch keine Windkraft-Standorte bekannt, an denen dieses „revolutionäre“ Tourismus-Konzept erfolgreich  -  d.h. unter Anlockung größerer Tourismus-Ströme  -  umgesetzt worden wäre.

Vielleicht gelingt letzteres am vergleichsweise windarmen Ingersheimer Standort, falls die geplante und 180 m hohe landschaftsverschandelnde Windindustrieanlage Enercon E 82 an raumbedeutsamer Stelle tatsächlich gebaut wird…

Wenn schon  -  nach eigenem Bekunden der Ingersheimer Gemeindeverwaltung  -  aufgrund des nicht genügenden Windaufkommens keine Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten des kommunalen Haushalts zu erwarten sind, könnten womöglich aus ganz Deutschland herbeiströmende  -  und den Blick von einer 180 m hohen E 82 übers dann eventuell durch weitere Windräder verschandelte Land „genießende“  -  Tourismus-Karawanen die  -  wenn überhaupt anfallenden  -  spärlichen Stromertrags-Einnahmen der Kapitalanleger aufbessern und so doch noch die eine oder andere Gewerbesteuer-Einnahme zugunsten der ansonsten leer ausgehenden Gemeinde Ingersheim generieren…

Träfe dies ein, wäre der Gemeinde Ingersheim  -  neben der schon zu bundesweiter Aufmerksamkeit führenden Tatsache, daß sich tatsächlich rd. 350 größtenteils außerhalb Ingersheims wohnende Kapitalanleger als Gleichgesinnte  -  vom Ingersheimer Bürgermeister, seiner Bürgermeister- 
Stellvertreterin und Windrad-Hauptinitiatorin und der Mehrheit des Ingersheimer Gemeinderats noch unterstützt, allerdings gegen große Teile der Ingersheimer Bevölkerung  -   vor allem unter dem Aspekt von Symbolik und Ideologie und weniger unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten zusammenfinden, um ein rd. 3,7 Mio teures und von vornherein schon (d.h. vor dem ersten Spatenstich) wegen relativer Windarmut als Fehlinvestition feststehendes Windrad zu bauen  -  ein weiteres Mal bundesweite Aufmerksamkeit sicher….

Einen wesentlichen Unterschied zwischen den in Rheinland-Pfalz bisher ausgewiesenen bzw. neu auszuweisenden Windvorrang-Gebieten zu den in BW bestehenden bzw. noch vorgesehenen Windvorrang-Gebieten gibt es allerdings: Während in Rheinland-Pfalz viele Gemeinden aufgrund der eher landwirtschaftlich und weniger industriell geprägten und daher chronisch ertragsschwachen Wirtschaft nur vergleichsweise geringe Gewerbesteuer-Einnahmen realisieren  -  wie bekannt, ist Rheinland-Pfalz als ärmeres Bundesland Empfänger-Land beim bundesweiten Länderfinanzausgleich, in den die reicheren Bundesländer Bayern, BW und Hessen als Geber-Länder einzahlen  -  sind die Gemeinden in Baden-Württemberg aufgrund der stärkeren Industriedichte und der erheblich größeren Wirtschaftskraft der in BW zahlreich angesiedelten Betriebe sowie daraus entstehender, weitaus höherer Gewerbesteuer-Einnahmen finanziell deutlich besser gestellt.

Aufgrund dieser schlechteren finanziellen Rahmenbedingungen sind Kommunen in Rheinland-Pfalz in ihrer Haushaltssituation oftmals nachhaltig unterfinanziert bzw. überschuldet und greifen daher „nach jedem Strohhalm“ -  und sei er noch so brüchig  -  , um ihre finanzielle Lage  -  wenn auch nur marginal  -  aufzubessern.

Vor diesem Hintergrund ist es einerseits zu verstehen, wenn in Rheinland-Pfalz als im Vergleich zum Norden und Osten ebenfalls  -  wie BW oder Bayern  -  vergleichsweise windschwaches Binnenland auch dort ansässige Kommunen aufgrund chronischer Finanzknappheit den auch dort viel zu optimistischen Prognosen der Windkraft-Lobby „auf den Leim gehen“ und sich beim Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete „über den Tisch ziehen lassen“, in der trügerischen Hoffnung, durch (viel zu optimistische) Stromertragsprognosen zusätzliche Gewerbesteuer-Einnahmen zu generieren.

Allerdings platzen diese „Seifenblasen“ auch in Rheinland-Pfalz ebenfalls in schöner Regelmäßigkeit nach ca. 3 - 4 Jahren ab Inbetriebnahme (wenn sich den Versprechungen zufolge nach den ersten Verlustjahren die ersten prognostizierten Gewinnausschüttungen einstellen sollten), dann allerdings oftmals zu Zeitpunkten, an denen die Vertriebs-Profis der Windkraft-Lobby bereits wieder „über alle Berge sind“ und kaum mehr haftbar zu machen sind… Und viele mit  -  wie an vielen anderen Windkraft-Standorten auch  -  großen Vorschuß-Lorbeeren gestartete Windkraftanlagen dümpeln auch in Rheinland-Pfalz schon heute nur noch trostlos vor sich hin, ohne Aussicht auf verbesserte Windverhältnisse….

Die oftmals latent vorhandene Finanznot veranlaßt viele rheinland-pfälzische Kommunen daneben, gemeindeeigene Grundstücksflächen zur Erzielung von Pachteinnahmen an die Windanlagen-Betreiber zu verpachten, deren ohnehin aufgrund schwachem Windaufkommen hinter den Erwartungen zurückbleibender Stromertrag durch diesen i.d.R.  20 Jahre lang laufenden und von der Betreiber-Gesellschaft  -  d.h. den Kapitalanlegern  -  zu finanzierenden Fixkostenblock noch einmal empfindlich geschmälert bzw. vollständig aufgezehrt wird.

Ein besonders riskantes Spiel treibt  -  dem Zeitungsbericht zufolge  -  die VG Bad Kreuznach, deren Verantwortliche sich wohl vollständig von allzu vollmundigen Versprechungen der Windkraft-Lobby über dort angeblich zu erzielende 8 %-Renditen haben blenden lassen, denn im Hinblick auf diese für Binnenland-Standorte sehr ambitionierte Rendite-Prognosen soll ein Beteiligungs-Engagement der Verbandsgemeinde auf Kredit-Basis „in einer Art Bürgergesellschaft“ erfolgen, ein Modell, das von weitaus vorsichtiger agierenden Bürgermeistern aus der näheren Umgebung im Hinblick auf die ihrer Ansicht nach äußerst fragwürdig  -  weil viel zu hoch  -  prognostizierten Renditen von 8 % als nicht seriös kalkuliert eingestuft wird….

Im schlimmsten Fall  -  d.h. wegen Windschwäche entstehender Ertragslosigkeit würde nicht nur keine Rendite bzw. keine Gewinnausschüttungen anfallen, die Verbandsgemeinde müßte die je nach Kreditlaufzeit  -  unabhängig von der Ertragslage, d.h. auch bei Ertragslosigkeit  -  anfallenden Kreditzinsen auch noch aus eigenen Mitteln finanzieren….

Aus den bisher in den letzten Jahren veröffentlichten Jahresabschlüssen von im Binnenland bestehenden Windkraft-Betreibergesellschaften sind keine  -  auch nicht an relativ windstarken Binnenland-Standorten  -  derart hohen Renditen bekannt und selbst an den im Vergleich zum Binnenland erheblich windstärkeren Windrad-Standorten im Norden und Osten liegen die jährlichen Renditen lediglich zwischen 3 % - 5 %  -  Tendenz wegen im Zeitablauf steigender hoher Instandhaltungs- und Wartungskosten bzw. zurückgehendem Windaufkommen u.a. weiter sinkend  -  und damit deutlich unter 8 % !

Der Fall zeigt darüber hinaus weitere Parallelen zum geplanten Windkraft-Unfug in Ingersheim: Hier wie dort versucht eine Gemeinde, durch Standort-Verlegung in den äußersten Winkel  -  möglichst weit weg von der eigenen Gemeinde  -  die vom Windrad-Betrieb ausgehenden und möglicherweise zu Gesundheitsschäden führenden Schad-Immissionen wie

•    Infraschall
•    Lärm und
•    Schattenschlag

den Bürgern der Nachbargemeinde aufzulasten, wobei dies jedoch am Standort Ingersheim kaum gelingt, denn die dort bekannt gewordenen Entfernungen zur Ingersheimer Wohnbebauung sind  -  auch allein schon aufgrund der Hauptwindrichtung von West nach Ost  -  viel zu gering, um die neben Husarenhof oder Lerchenhof vor allem auf Klein- und Großingersheim gerichteten   -  je nach Windrichtung „streuenden“  -  Schad-Immissionen von den im direkten Wirkungskreis der 180 m hohen Enercon E 82 lebenden Klein- und Groß-Ingersheimer Bürgern abzuhalten… von den sich langsam in die Immobilien-Werte in Ingersheim einpreisenden Grundstücks-Wertminderungen ganz zu schwiegen…

Diese für die Ingersheimer Bevölkerung nachteilige Entwicklung dürfte sich stark verstärken, wenn neben dem geplanten noch weitere  -  dann noch näher an Ingersheimer Wohngebiete heranrückende  -  Windräder auf dem bereits dafür zur Verfügung stehenden Windvorrang-Gebiet gebaut werden sollten… Entsprechende Absichtserklärungen von SPD, Grüne und Linke liegen bereits vor und wurden in der Lokalpresse schon mehrmals dargestellt…

Auch in Rheinland-Pfalz nimmt   -  wie schon in BW  -  die Befürchtung weiter Bevölkerungskreise immer mehr zu, wonach nach dem rot / grünen Wahlsieg vom 27.3.2011 durch den geplanten massiv forcierten Ausbau der Windkraft-Standorte diese immer stärker an bestehende Wohngebiete heranrücken, Sicherheitsabstände und Mindestabstands-regelungen zu Lasten der Bevölkerung außer Kraft gesetzt werden sollen u.a. (vgl. nachstehenden Zeitungsbericht).

In diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund des geplanten Windkraft-Ausbaus auch im relativ windarmen Binnenland gewinnt die in unserer dem Petitionsausschuß beim Deutschen Bundestag zugeleiteten Petition enthaltene Forderung nach Erlaß eines Mindest- und Sicherheitsabstands von mindestens 1 500 m auch für Windkraft-Standorte  in Baden-Württemberg erhöhte Bedeutung.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


zum Zeitungsbericht hier klicken

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Deutsche Bahn kauft für über eine Milliarde Ökostrom von RWE

A l l e r d i n g s: DB kauft Ökostrom ausschließlich aus Wasserkraft, nicht aus unzuverlässiger Windkraft !

(wm / 260711) - Einer Meldung von dpa vom 25.7.2011 zufolge  -  veröffentlicht in den Stuttgarter Nachrichten, Süddeutschen Zeitung und Focus vom 26.7.2011  -  kauft Deutschlands größter Stromverbraucher, die Deutsche Bahn AG, vom Energiekonzern RWE in den nächsten Jahren für über 1,3 Mrd € umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft. Weiter heißt es: „RWE wird die Bahn von 2014 bis 2028 mit jährlich rund 900 Millionen Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft versorgen. Die Strommenge, die 14 Kraftwerke an Mosel, Saar, Rhein, Ruhr und Rur liefern sollen, reicht der Bahn zufolge aus, um rund ein Drittel der Fernverkehrszüge ein Jahr lang zu betreiben.“

Was sich seit dem 12.3.2011 (Fukushima / Japan) bzw. dem 27.3.2011 (Landtagswahl Baden-Württemberg)  und der 3 Monate später von der Bundesregierung  -  aufgrund der beiden genannten Ereignisse  -  vollzogenen Energiewende schon nach mehreren erfolgten Energieversorgungs-Abschlüssen zwischen Wirtschaft und Energieversorgungsunternehmen abgezeichnet hat, ist nun durch einen spektakulären, längerfristigen und bisher größten Deal zwischen der Deutschen Bahn AG  -  größter Stromverbraucher Deutschlands  -  und RWE  -  neben Eon, EnBW und Vattenfall einer der europaweit größten Energieversorger  -  eindrucksvoll bestätigt worden: Die Wirtschaft substituiert den wegfallenden Strom aus Kernkraftwerken (KKW) durch:

  • konventionell erzeugten Strom (Kohle, Gas) und
  • regenerative Energie, wobei bei der regenerativ erzeugten Energie deren Zuwachs nahezu ausschließlich auf  W a s s e r k r a f t   -  und eben nicht auf Windkraft  -  zurückzuführen ist.

So auch bei der Bahn: Wie bekannt, hat die DB bisher einen Großteil ihres Stroms für den Fernverkehr durch das jetzt vom Netz genommene EnBW-KKW Neckarwestheim I gedeckt. Dieses fällt nun als Stromlieferant für die DB aus. Mit der jetzt bei der DB vollzogenen Substitution steigt der Anteil des regenerativ erzeugten Stroms von 20 % auf 28 %, wobei der Zuwachs um 8 % den Angaben zufolge ausschließlich auf Strom aus  W a s s e r k r a f t  -  und eben nicht auf Strom aus Windkraft oder Sonne / Photovoltaik  -  entfällt.

Dies ist für mit wirtschaftlichen Abläufen Vertraute nicht weiter verwunderlich, dürfte jedoch den einen oder anderen  -  mit wirtschaftlichen Abläufen eher nicht vertrauten, sondern mehr der Symbolik und Ideologie zugeneigten   -  Windkraft-Fan, auch in Ingersheim, auf den Boden der Tatsachen zurückholen (vor allem die für den Bau einer 180 m hohen Enercon E 82 am relativ windschwachen Standort stimmenden Ingersheimer Bürgermeister und Gemeinderäte), zeigt der Vorgang doch eindrucksvoll einmal mehr, welche Voraussetzungen im Wirtschaftssektor einer industriell hoch entwickelten Volkswirtschaft bezüglich einer stabilen, zu  j e d e m  Zeitpunkt sicheren Energieversorgung vorliegen müssen, um das Bruttosozialprodukt  -  d.h. die bewertete Summe aller Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft  -  im Interesse des Lebensstandards der Bürger auf möglichst hohem Niveau zu halten bzw. weiter steigern zu können.

•    die Sicherheit der Energieversorgung sowie
•    der preisgünstige Bezug von Energie.

Letzteres ist vor allem für energieintensive Unternehmen besonders wichtig.

Beide Kriterien sind am Wirtschaftsstandort Deutschland schon seit längerem  -  sich jetzt jedoch verstärkend aufgrund geänderter politischer Rahmenbedingungen  -  „aus dem Ruder gelaufen“ und werden voraussichtlich noch weiter stark „aus dem Ruder laufen“, zumindest so lange, wie es nicht gelingt, regenerativ vor allem aus Sonne und Windkraft gewonnenen Strom industriell speicherfähig zu machen.

Trotz der von Propagandisten regenerativer Energie seit mehr als 30 Jahren gebetsmühlenhaft wiederholten und von mehrheitlich durch rot / grün besetzten Redaktionsstuben unkritisch  -  auch heute noch  -  unters Volk gebrachte Versprechen, wonach der Ausbau regenerativer Energien zur Kostensenkung  -  schließlich wehe der Wind bzw. scheine die Sonne „umsonst“, der kostenintensive Import von Öl, Gas bzw. der wegen hoher Kosten nicht mehr wettbewerbsfähige Abbau von Kohle könne daher entfallen  -  und damit zur Entlastung von privatem Sektor und Wirtschaft führe, ist bisher genau das Gegenteil der Versprechungen  -  diese können heute nur noch als Märchen bezeichnet werden  -  eingetreten:

Obwohl Deutschland durch den seit mehreren Jahren bundesweit mehr oder weniger unkontrolliert erfolgenden Zubau mit Windrädern (bisher sind rd. 22 000 Windräder installiert, Tendenz steigend) und unzähligen Photovoltaik-Anlagen (Tendenz ebenfalls steigend) einschlägigen Statistiken entsprechend sowohl von der absoluten Anzahl her als auch relativ  -  d.h. Anzahl der Anlagen bezogen je Bewohner  -  weltweit die größte Dichte und stärkste Steigerungsraten aufweist, sind die Energiepreise für Bürger als auch für die Wirtschaft  -  parallel zum Zubau und entgegen der Versprechungen / Prognosen (regenerativ erzeugter Strom = „kostenloser“ Strom) sogenannter, vorwiegend mit dem Lager der Wind- und Sonnenkraft sympathisierenden  „Energie-Experten“  -  jährlich oder oftmals gar unterjährig drastisch gestiegen und mittlerweile stehen die deutschen Energiepreise je bezogener Energieeinheit im internationalen Vergleich schon seit längerem mit Abstand an der Spitze: Bei offenen, miteinander im Kosten-Wettbewerb stehenden internationalen Standorten ist dies „Gift“ für deutsche Industrie-Standorte.

Während sich Bürger dieser für sie nachteiligen Entwicklung kaum  -  auch nicht durch Anbieterwechsel, da wie beim Tankstellennetz oligopolähnliche Strukturen herrschen und die Energie-Preiserhöhungen i.d.R. sich branchenweit niederschlagen  -  entziehen können, stellen vor allem energieintensive Unternehmen aufgrund der für sie am Wirtschaftsstandort Deutschland infolge hoher Energiekosten nachteiligen Wettbewerbsverzerrungen immer mehr Überlegungen an, Produktionsstandorte an energiekostengünstigere Standorte im Ausland zu verlagern, mit allen nachteiligen Konsequenzen für die Sicherheit der heimischen Arbeitsplätze, Sicherheit der Altersversorgungssysteme u.a. Diesbezügliche Überlegungen sind  -  vor allem bei größeren Unternehmen  -  schon aus dem „Sandkasten-Stadium“ heraus und werden bereits in einzelnen Vorstandsetagen  -  allein schon wegen der voraussichtlichen Langfristigkeit dieser negativen Entwicklung  -  unter strategischen Gesichtspunkten analysiert…

Neben dem durch Investitionsverlagerungen ins energiekostengünstigere Ausland hervorgerufenen Risiko von Arbeitsplatzverlusten werden nahezu alle Unternehmen versuchen, höhere Energie-Einstandskosten über dadurch ausgelöste Preiserhöhungen in den Absatzmärkten auf den Endverbraucher = Bürger weiter zu wälzen. Diese Preiserhöhungen sowie die direkt über die jährlich  höhere  Stromrechnung ausgelösten Preiserhöhungen führen zu künftig stark steigenden Belastungen des Bürgers. Der dadurch entstehende Kaufkraftverlust wirkt sich nachteilig auf das Konsumklima aus und führt  -  neben der oben beschriebenen Investitionsdämpfung  -  zu  Nachfragerückgängen beim Konsum, einem weiteren wichtigen Bestandteil des Bruttosozialprodukts…

Das 2. Kriterium „Sicherheit der Energieversorgung“, wonach die Belieferung der Wirtschaft und der Bürger mit Energie zu jedem Nachfragezeitpunkt und in Höhe des erforderlichen Bedarfs gewährleistet sein muß, stellt für die Energieversorgung durch Wind- oder Sonnenstrom bis auf weiteres das „KO-Kriterium“ bzw. ein unüberwindliches Hindernis dar, weil Wind- und Sonnenstrom unstetig  - d.h. aus Sicht der Wirtschaft und des privaten Verbrauchers hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Stromproduktion nicht planbar und daher unzuverlässig  -  anfällt und eine industrielle  -  d.h. in großen Volumina erforderliche  -  Speicherung regenerativ erzeugten Stroms bis auf weiteres nicht möglich ist.

Aus diesem Grund greift die DB beim Ersatz des KKW-Stroms durch regenerativen Strom ausschließlich auf Strom aus Wasserkraft  -  und nicht auf Strom aus Wind oder Sonne  -  zurück, denn der an DB-Fahrpläne und Uhrzeiten gebundene DB-Fernverkehr benötigt zur Einhaltung dieser DB-Fahrpläne und Uhrzeiten verläßliche Kalkulations- und Planungsgrundlagen, u.a. auch Informationen zur Bereitstellung von Energie zur Umsetzung der DB-Fahrpläne. Die Einhaltung dieser DB-Fahrpläne und Uhrzeiten können Wind- und Sonnenstrom nicht gewährleisten, denn  -  wie gesagt  -  „mal scheint die Sonne, mal scheint sie nicht (z. B. nachts)“ und „mal weht der Wind, mal weht er nicht“ und diese Unzuverlässigkeit hinsichtlich Zeitpunkt und Volumen der Stromerzeugung sind keine geeignete Grundlage für verläßliche und bundesweit gültige DB-Fahrpläne, die unabhängig von Temperatur-, Wetter-oder Klimaeinflüssen umgesetzt werden müssen.

Energie aus Wasserkraft ist für den industriellen Einsatz  -  z.B. bei der DB  -  deutlich besser planbar, da durch das Anstauen der Flüsse an den Wasserkraftwerken die Stromerzeugung besser  -  d.h. bedarfsgerechter  -   planbar ist als z.B. bei Wind und Sonne.

Ein weiteres Ziel, die Einhaltung ohnehin schon ehrgeizig formulierter Klimaschutzziele  -   CO2-Schadstoff-Immissionen betreffend  -  rückt mit der Energiewende in immer weitere, unerreichbare Ferne und lediglich Klimaschutz-Weltverbesserer und gänzlich abseits der Realität Stehende sehen die „Quadratur des Kreises“ auf dem Energiesektor noch als möglich an…

Denn: Schon jetzt werden Pläne forciert zum Ausbau bestehender und zum Bau neuer, CO2-Schadstoff verursachender Steinkohle- und Gas-Kraftwerke, nachdem immer mehr bekannt wird, daß importierter Atomstrom aus unsichereren KKW aus Nachbarländern (Frankreich, Tschechien) und regenerativ erzeugte Energie bei weitem nicht die durch den wegfallenden Atomstrom entstehende Energielücke ersetzen können… selbsternannte Natur- und Umweltschützer wie leitende BUND- oder NABU-Funktionäre schweigen ob dieser Entwicklung verschämt und schauen verlegen weg, wenn die dadurch gänzlich unerreichbar werdenden Klimaschutzziele in noch weitere Ferne rücken… 

...und erste Absichtserklärungen zum Aufbau von Joint-Ventures deutscher Energiekonzerne mit russischen Energie-Staatskonzernen  -  z.B. Abschlüsse zwischen RWE und Eon mit dem russischen Gas-Monopolisten Gazprom betreffend  -  zur Belieferung neu in Deutschland zu errichtender Gas-Kraftwerke mit russischem Erdgas wurden bereits unterschrieben, die aus strategischen Gründen eigentlich abzulehnende Versorgung-Abhängigkeit von ausländischer Energieversorgung noch erhöhend…

Ob die eher unter Symbolik und Ideologie als unter Wirtschaftlichkeits-Gesichtspunkten agierenden Ingersheimer Windkraft-Enthusiasten am geplanten, vergleichsweise windarmen Standort einer landschaftsverschandelnden und 180 m hohen E 82 dies alles bedacht haben…. ?


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“




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Schwarzwälder Bote vom 3.7.2011: Windpark hinter Erwartungen

Vorzeige-Windpark Simmersfeld (Nordschwarzwald) auch im 3. Jahr nacheinander mit desaströsen Jahres-Ergebnissen  -  Zeichner verlieren vermutlich große Teile ihres eingesetzten Eigenkapitals

Im Nordschwarzwald herrscht jetzt erst einmal Ruhe an der „Windkraftfront“

(wm / 040711)  -  Nachdem die Berichtssaison vieler Unternehmen für das zum 31.12.2010 abgelaufene Geschäftsjahr in vollem Gange ist und die Unternehmen nahezu aller Branchen wegen der guten konjunkturellen Situation Rekordzahlen zu Umsatz, Ertrag, Auftragseingang, Beschäftigung und glänzende Zukunftsaussichten melden, koppelt sich eine vor einigen Jahren  -  vor allem bei Grün / Rot  -  noch als leuchtender Stern am Konjunkturhimmel angesehene, mit unzähligen Subventions-Milliarden € zu Lasten der privaten Stromverbraucher aufgepäppelte, damit notdürftig „über Wasser gehaltene“ und mit vielen Vorschuß-Lorbeeren gestartete Windkraft-Branche mit umgekehrten  -  nämlich nachhaltig negativen  -  Vorzeichen von dieser positiven Entwicklung ab und es vergeht in den letzten Wochen und Monaten kaum ein Tag, an dem „windige“ Windrad-Betreibergesellschaften  -  vor allem im relativ windarmen Binnenland  -  nicht mit Horror-Jahresergebnissen (Ist) ihre oftmals blauäugig, enthusiastisch und vorschnell beigetretenen Zeichner und Kapitalanleger nun abrupt auf den Boden der Tatsachen zurückholen (müssen).

Ein besonders markantes Beispiel meldet der Schwarzwälder Bote in seiner Ausgabe vom 3.7.2011. Darin berichtet die „Arbeitsgemeinschaft für eine windradfreie Heimat“ (ArGe), daß der Ertrag des seinerzeit als Vorzeigeobjekt mit Modellcharakter und aus 14 Windrädern bestehenden Windparks in Simmersfeld (Kreis Freudenstadt / Nordschwarzwald) nun auch im 3. Jahr nacheinander im 3-Jahresdurchschnitt (!!) lediglich bei 1 334 Volllaststunden (Ist) gelegen habe, während seinerzeit den Zeichnern der Beitritt mit einem prognostizierten Windertrag auf Basis von 2 300 Volllaststunden (Prognose) schmackhaft gemacht wurde.

Auch in den Jahren  v o r  diesem desaströsen 3-Jahreszeitraum waren die erzielten Jahresergebnisse „unter ferner liefen“ und blieben insgesamt meilenweit hinter den von den Initiatoren seinerzeit vollmundig angekündigten Prophezeiungen zurück…

Im vergangenen 3-Jahresdurchschnitt ergibt sich damit beim Soll- / Ist-Vergleich eine negative jährliche Abweichung um - (minus) 966 Volllaststunden = - (minus) 42 % (!!), und die tatsächlich  -  mangels Windaufkommen weit geringer  -  erzielten Volllaststunden betragen lediglich 58 % (!!) der zuvor viel zu optimistisch in Hochglanzbroschüren  -  oftmals von den Windrad-Initiatoren über „gekaufte“ Wind-Gutachten von zweifelhaften, nicht unabhängigen bzw. nicht objektiven „Gutachtern“ aus dem Umfeld der Windkraft-Lobby bezogen, die i.d.R. nichts anderes tun, als die von den Initiatoren erwünschten Ergebnisse (natürlich gegen Geld) zu bestätigen  -  zum Windaufkommen suggerierten Zahlen, die oftmals nur den alleinigen Zweck haben, blauäugige und realitätsferne Kapitalanleger zum unüberlegten Beitritt zu bewegen.

In Simmersfeld sehen jetzt die so „über den Tisch gezogenen“ Anleger seit Bestehen des Windparks  -  in den ersten Jahren von den Initiatoren wegen mangelhafter Jahresergebnisse noch besänftigt und „ruhig gestellt“  -   und besonders augenscheinlich nunmehr bereits im 3. Jahr nacheinander, wie ihr investiertes Eigenkapital „wie Schnee in der Sonne zusammenschmilzt“, und die meisten der schmählich getäuschten Anleger müssen sich damit abfinden bzw. eingestehen, jemals weder eine jährliche Ausschüttung zu erzielen noch zu Lebzeiten den Rückfluß ihres eingesetzten Kapitals zu erleben…., sondern vor allem den

·         Initiatoren
·         Windrad-Herstellern und
·         Grundstücksverpächtern u.a.

mit ihrer Eigenkapital-Zahlung  -  die jetzt den Charakter einer noch nicht einmal steuerlich abzugsfähigen Spende hat  -  die Taschen gefüllt zu haben, während sie selbst  -  mangels ausreichendem Windaufkommen  -  so gut wie keinen laufenden jährlichen Ertrag erzielen und darüber hinaus auch noch ihren Kapitaleinsatz verlieren, denn: Noch nicht einmal die kühnsten Optimisten rechnen noch damit, daß sich dieser ab Inbetriebnahme einstellende und sich noch verschärfende Negativtrend noch einmal zum Besseren wendet.

Nun ist Simmersfeld nicht irgendein Windpark: Er wurde seinerzeit  -  mit viel „Brimborium“ versteht sich  -  eingeweiht und der von Anfang an skeptischen Bevölkerung aus nah und fern schlechthin als
d a s  Windkraft-Pilotprojekt in Baden-Württemberg usw. „verkauft“….

Die Windkraft-Protagonisten waren sich ihrer Sache vor allem auch deshalb so sicher, weil sich die als Standort ausgesuchte Fläche auf einem Hochplateau auf dem Höhenrücken des Nordschwarzwalds in der Nähe von Freudenstadt befindet, einem Gebiet also, das bisher als eine der windstärksten Regionen im ganzen Land galt und deshalb als Windkraft-Standort geradezu prädestiniert schien….

Nun muß sich die eine oder andere lokale „Politgröße“  -  Bürgermeister + Gemeinderäte u.a.  -  vor den jetzt bekannt gewordenen niederschmetternden Ergebnissen nur noch verständnislos mit dem „Kopf schüttelnden“ Bürger kleinlaut und verschämt eingestehen, Märchenerzählern und hinsichtlich des prognostizierten Windaufkommens „getürkten“ Gutachten aufgesessen zu sein… Ähnliches passiert in Ingersheim…

Nicht zuletzt der im März 2011 abschließend und für ganz Baden-Württemberg nach Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg von unabhängigen und objektiven Gutachtern des TÜV Süd erstellte Windatlas empfahl als künftige Windkraft-Standorte Regionen mit dem in Baden-Württemberg stärksten durchschnittlichen jährlichen Windaufkommen die Gebiete

•    Höhenrücken des Südschwarzwalds
•    Hohenlohe
•    Albaufstieg und Schwäbische Alb sowie den
•    Höhenrücken des Nordschwarzwalds (Gebiete um Freudenstadt, Simmersfeld u.a.)

während alle übrigen BW-Binnenland-Standorte wegen relativer Windarmut  -  die Küstenregionen im Norden bzw. im Osten Deutschlands sowie Standorte im Meer (off-shore) haben ein deutlich höheres Windaufkommen; nicht zuletzt deswegen konzentrieren sich die Windkraft-Investitionen auf diese windstarken Standorte  -  im Windatlas von Baden-Württemberg abgelehnt bzw. nicht empfohlen wurden, so auch der fragliche Standort in Ingersheim, der nur 298 m über Meereshöhe im eher windgeschützten Mittleren Neckarraum liegt und der gegenüber den oben aufgeführten und vom BW-Windatlas empfohlenen Windkraft-Standorten noch einmal um ca. 300 m - 500 m tiefer liegt und allein schon deshalb mangels Windaufkommen völlig ungeeignet ist für ein nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit zu betreibendes Windrad…. 

Mangelnde Wirtschaftlichkeit mußte auch der Ingersheimer Bürgermeister bereits bei seiner von der Gemeinde Ingersheim am 12.3.2010 durchgeführten Informationsveranstaltung eingestehen, als er auf Befragen einräumen mußte, daß die Gemeinde Ingersheim davon ausgehe, daß mit dem geplanten Windrad  -  falls es überhaupt je gebaut würde  -  mangels ausreichendem Windaufkommen keine nennenswerten Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielbar wären und daher auch keine daraus ableitbare Gewerbesteuer-Einnahme zugunsten des Ingersheimer Gemeindesäckels angesetzt werden könne….

Allen mit einem gesunden Menschenverstand Ausgestattete stellt sich daher die Frage:

Wenn es schon nicht gelingt, Windräder auf dem im Vergleich zu Ingersheim deutlich windstärkeren Höhenrücken des Nordschwarzwalds wirtschaftlich zu betreiben und sich die dortigen millionenschweren Investitionen auch im 6. bzw. 7. Jahr nach Inbetriebnahme für die Anleger als Fehlinvestition und Millionengrab nach dem Motto „Schrecken ohne Ende…“ herausstellt, durch welche „wundersamen“ Umstände soll es dann möglich sein, am vom Windaufkommen und von den Standortbedingungen her noch einmal deutlich schlechteren Ingersheimer Standort die ebenfalls  -  wie in Simmersfeld  -  bewußt (man will ja Anleger gewinnen) als viel zu optimistisch gehaltenen Prognosen der Ingersheimer Windrad-Apostel auch nur annäherungsweise zu erreichen ?

Nachdem sich die Methoden der Windkraft-Lobby auch immer mehr im windarmen Binnenland herumsprechen und sich immer größer werdende Bevölkerungskreise von der Windkraft-Lobby „kein X für ein U“ mehr vormachen lassen, nimmt der Widerstand vor Ort gegenüber den geplanten Windrad-Exzessen von Grün / Rot  -  nach deren Plänen sollen mindestens 150 Windräder pro Jahr in BW gebaut werden  -  immer weiter zu, denn jeder, der die  -  wenn überhaupt  -  nur marginalen Vorteile eines Windradbetriebs im windarmen Binnenland den dadurch entstehenden, weitaus größeren Nachteilen zu Lasten der Bevölkerung gegenüberstellt, wie z.B.

  • Vermutlich entstehenden Schadstoff-Immissionen (Lärm, Schattenschlag, Infraschall) und dadurch entstehende Gesundheitsrisiken)
  • Irreparable Landschaftsverschandelung
  • Schwere und kaum mehr wider gut zu machende Eingriffe in Natur und Umwelt, insbesondere Nachteile beim Vogelschutz
  • Einschränkung der Lebensqualität
  • Schwere Verluste und Wertminderungen beim Grundbesitz bis hin zur Unverkäuflichkeit
  • Verlust wertvollen Ackerlands durch Umwidmung bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen zu gewerblich genutzten Flächen
  • Beeinträchtigung der Zukunftsfähigkeit Ingersheims auf Jahrzehnte hinaus
  • Gefahr der Vernichtung bäuerlicher Existenzen u.a.

Kommt allein von sich aus zu einer Ablehnung von geplanten Windrad-Standorten im relativ windarmen Binnenland….


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



Zeitungsbericht ist nicht mehr Online

Nachtrag vom Webmaster


..Sie können den Artikel nicht abrufen? Das liegt nicht an Ihnen. Offensichtlich handelt es sich hier um eine dreiste Art der Zensur. Dieser Artikel wurde nach nicht einmal drei Tagen von der Redaktion des Schwarzwälder Boten gelöscht. Es kann darüber spekuliert werden, wer hinter dieser Löschaktion steckt. Fakt ist - der Inhalt des Artikels ist insgesamt brisant.

Für den Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg sind Artikel wie dieser natürlich mehr als schädlich. Wenn schon im Schwarzwald nichts läuft, wo sollen die Windspargel dann sonst errichtet werden? Aber was wohl ebenso nicht gefällt ist die Tatsache, dass die „Arbeitsgemeinschaft für eine windradfreie Heimat“ (ArGe) gute Kontakte zu anderen starken, bundesweit tätigen Organisationen hat. Unsere BI wird die ArGe auf diesen Fall ansprechen und ggfs. darüber berichten.

Es gibt zum Windpark Simmersfeld aber noch weitere aktuelle Berichte. Deshalb bitte nachfolgende Links beachten. Beeilen Sie sich, wer weiß wie lange die Berichte noch Online sind.




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WELT ONLINE: „Forscher fordern Stopp für Ökostrom“

Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ sieht sich in ihrer kritischen Haltung zur Überförderung regenerativer Energien zu Lasten der privaten Verbraucher bestätigt und fordert schnelle Kürzung des schon jetzt kaum mehr finanzierbaren milliardenschweren Subventions-Wildwuchses

(wm / 260611)  -  In einem im Online-Portal der WELT am SONNTAG vom 26.6.2011 veröffentlichten Beitrag fordern die beiden Journalisten Olaf Gersemann und Daniel Wetzel den Stopp für Ökostrom, weil die Förderung der ineffektiven Solarenergie so teuer sei, daß sie die gesamte Energiewende gefährde und der Nutzen des Ökostroms in krassem Mißverhältnis zu den hohen Kosten stehe.

Ihre Thesen belegen sie mit Empfehlungen renommierter Forschungsinstitute. So empfehle der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Christoph M. Schmidt, „die durch das EEG gewährten Förderanreize, insbesondere bei der Fotovoltaik, für mehrere Jahre auszusetzen.“

Wir selbst haben in mehreren in unsere Homepage veröffentlichten Beiträgen schon öfters und relativ frühzeitig  auf das krasse Mißverhältnis zwischen Höhe der Subventionen (= Einspeisevergütungen) für erneuerbare Energien einerseits und dem daraus entstehenden, nur bescheidenen Nutzen hingewiesen.

So betrugen die allein im Jahr 2010 die über Zwangsumlage allen privaten Stromkunden über ihre Stromrechnung belasteten Einspeisevergütungen brutto rd. 16 Mrd € bzw. netto rd. 12 Mrd €, davon rd. 8 Mrd € Fotovoltaik-Einspeisevergütungen und rd. 4 Mrd € Windkraft- 
Einspeisevergütungen betreffend;
Tendenz steigend, da der Zubau mit Fotoavoltaik-Anlagen und Windrädern unvermindert anhält, obwohl der dadurch regenerativ erzeugte Strom oftmals am Bedarf vorbei produziert und mangels Speicherfähigkeit an Abnehmer verschenkt bzw. unter Preiszugeständnissen abverkauft wird oder gar verfällt.

Ein ausführlicher Beitrag beider Autoren ist in der Print-Ausgabe der WELT am SONNTAG vom 26.6.2011 veröffentlicht.

Wir veröffentlichen in den nächsten Tagen einzelne Abschnitte hieraus als Fortsetzungs-Beiträge in unserer Homepage.

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


zum Beitrag in der WELT ONLINE



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