Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Pressemitteilungen Teil 1



15.12.2010 

Stellungnahme von Monika Chef / MdL (FDP)zum geplanten Standort einer Windkraftanlage in Ingersheim  -  Ablehnung des Standorts

Windkraft-Interessenten planen, auf Ingersheimer Gemarkung  in der Nähe des Besigheimer Weilers Husarenhof und des Lerchenhofs eine 180 m hohe Windkraftanlage zu bauen, nachdem ihre Anträge zum Bau eines lediglich rd. 60 m hohen Windrads auf Besigheimer Gemarkung in Vorjahren von den Behörden bereits einstimmig abgelehnt wurden.

Grundsätzlich unterstütze ich den weiteren Ausbau regenerativer Energieträger. Für den Bau von Windkraftanlagen in einem eher windschwächeren Binnenland wie Baden-Württemberg sollte jedoch eine Reihe von Voraussetzungen vorliegen.

Insbesondere sollte ein ausreichender Sicherheitsabstand zur Bevölkerung eingehalten werden, damit es zu keiner Absenkung der Lebensqualität von Bürgern kommt, die im Wirkungskreis der Anlage leben. Ausreichende Sicherheitsabstände sollten allein schon deshalb vorliegen, damit möglicherweise zu Lasten der Bevölkerung drohende Gesundheitsrisiken aufgrund der von Windkraftanlagen ausgehenden Immissionen (Infraschall, Lärm) von vornherein ausgeschlossen sind.

Ein Bau sollte dort unterbleiben, wo es an raumbedeutsamen Standorten zu dauerhaften landschaftsverschandelnden Eingriffen in das Landschaftsbild kommt.

Ebenso nicht zu akzeptieren wäre, wenn Grundstückseigentümer aufgrund des Windradbaus eine Wertminderung ihres Grund und Bodens sowie von Häusern und Wohnungen erleiden würden, wie dies bereits bei vielen Immobilien an anderen Windkraft-Standorten bzw. an Standorten in der Nähe von Windvorrang-Gebieten der Fall ist.

Im Übrigen befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft Landschafts- und Naturschutzgebiete (Besigheimer Neckarhäldenwald, Bietigheimer Forst) sowie das für seltene Vogelarten als Rückzugsgebiet dienende Pleidelsheimer Wiesental, das schon länger als FFH-Schutzgebiet ausgewiesen ist und das im Falle des Windrad-Baus mit großer Wahrscheinlichkeit einer langsamen Zerstörung ausgesetzt wäre.

Auch der jetzt vorliegende und vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg beim TÜV Süd in Auftrag gegebene Windatlas belegt, daß der im Vergleich zu Standorten im Norden und auch gegenüber anderen, deutlich besser geeigneten Standorten in Baden-Württemberg eher windarme und nur 298 m über Meereshöhe liegende Ingersheimer Standort aufgrund relativer Windarmut denkbar ungeeignet ist für einen Windrad-Standort.

Aufgrund dieser Punkte und mangels Voraussetzungen lehne ich den Bau eines Windrads am geplanten Ingersheimer Standort ab.



Gemmrigheim, im Dezember 2010



gez. Monika Chef / MdL (FDP)




        12.12.2010 

Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ übergibt rd. 1 500 Unterschriften an Landrat Dr. Haas

Übergabe am Montag, den 13.12.2010 im Landratsamt Ludwigsburg (17.30 Uhr) in Anwesenheit von Bürgermeister Steffen Bühler / CDU, einer Reihe von Gemeinderäten und weiteren Gegnern des geplanten Standorts



            

I        Vorbemerkungen

(wm / 101210) - Der seit Januar 2010 bestehenden, zur Verhinderung eines 180 m hohen Windrads auf Ingersheimer Gemarkung geplanten Windrads vom Typ Enercon E-82 gegründeten Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ sind bisher im wesentlichen parteiübergreifend rd. 80 Mitglieder beigetreten, die hauptsächlich aus Besigheim, Ingersheim und Pleidelsheim, aber auch aus anderen Orten im Kreis Ludwigsburg stammen.

Die Bürgerinitiative ist nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energien  -  insbesondere nicht gegen Windenergie  -  eingestellt.

Die Frage des Baus einer Windkraftanlage stellt immer eine individuell zu prüfende Einzelfallbetrachtung dar, bei der zur Beurteilung eine Vielzahl von Einflußfaktoren heranzuziehen ist.

Wesentlicher Faktor für den erfolgreichen Betrieb ist der Standort einer Anlage, denn: Das ggfs durch Windkraft erzeugbare Stromvolumen ist ausschließlich abhängig von einem durchschnittlich vorhandenen Windaufkommen, das über einen repräsentativen, über alle 4 Jahreszeiten hinweg reichenden Jahreszeitraum am Standort vorzufinden ist.

Notwendige Voraussetzung für den Betrieb einer Windkraft-Anlage ist aus unserer Sicht weiter, daß die im Umkreis einer geplanten Anlage lebende Bevölkerung  -  insbesondere in bevölkerungsreichen Gebieten im Einzugsgebiet von Großstädten  -  keine spürbare Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität oder weitere Nachteile wie beispielsweise drohende Gesundheitsrisiken (Lärm, Schattenschlag, Infraschall) oder die Wertminderung von (Wohn- und Freizeit-)Grundstücken und Gebäuden zu befürchten hat.

Diese zuletzt genannten Kriterien sind im Wesentlichen abhängig von der Entfernung des geplanten WKA-Standorts zur Zivilbevölkerung.

Diese Erkenntnisse setzen sich immer mehr durch, vor allem an Standorten in Norddeutschland oder in Hessen, an denen vor ca. 10 - 20 Jahren großflächig Windkraftanlagen der ersten Generation weitgehend „über die Köpfe der betroffenen Bevölkerung hinweg“ gebaut wurden., d.h., ohne daß die Zivilbevölkerung in den Entscheidungsprozess mit einbezogen wurde. Zwischenzeitlich ist die Stimmung in diesen bereits landschaftsverschandelten Gebieten weitgehend zu „contra Windkraft“ umgekippt (z.B. Anwohner im hessischen Vogelsberg sprechen schon vom „verhunzten“ Vogelsberg), und immer öfters wird damit begonnen, die gröbsten Bausünden der Vergangenheit durch den ersatzlosen Abbau ganzer Windparks bzw. deren Verlagerung hin zu off-shore-Standorten zu neutralisieren.

Die hier kurz und unter Ziff. II ausführlicher beschriebenen Voraussetzungen zum Bau einer Windkraftanlage liegen bei der auf Ingersheimer Gemarkung geplanten Anlage nicht vor.

Daher lehnt die Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ und mit ihr ein Großteil der im Wirkungskreis (Radius 5 km ab Standort) lebenden Bevölkerung den Bau einer Windkraftanlage auf Ingersheimer Gemarkung zwischen Husarenhof und Lerchenhof ab.

Ebenso fordert die Bürgerinitiative die Aufhebung des vom Verband der Region Stuttgart ausgewiesenen Windvorrang-Gebiets, nachdem der vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg beim TÜV Süd in Auftrag gegebene Windatlas für Baden-Württemberg nunmehr seit dem 8.12.2010 vorliegt, und daraus hervorgeht, daß der Standort in Ingersheim wegen relativer Windarmut nicht zum Bau eines Windrads oder eines Windparks geeignet ist (vgl. hierzu unsere Stellungnahme, die in den nächsten Tagen in unsere homepage eingestellt und als Pressemitteilung veröffentlicht wird).

Das mit Abstand größte Energieeinsparvolumen besteht nach wie vor bei der Durchführung von Maßnahmen zum sparsamen Energieverbrauch wie Wärmedämmung, Abschaltung des nicht notwendigen Stand-by-Betriebs elektrischer Anlagen im privaten und industriellen Bereich, Heizungssanierung, Einbau verbrauchsarmer Heizungssysteme u.a. Diese Bereiche sollten vom Staat bis auf weiteres weiter gefördert werden.


II       Übergabe der Unterschriften an Herrn Landrat Dr. Rainer Haas

Nachdem die Entscheidung des Landratsamts Ludwigsburg zum Antrag einer auf der Ingersheimer Höhe an der Gemarkungsgrenze zu Besigheim geplanten 180 m hohen und in der Öffentlichkeit heftig umstrittenen Windkraftanlage unmittelbar bevorsteht, übergibt eine Abordnung der Bürgerinitiative dem Ludwigsburger Landrat Dr. Rainer Haas am

 
Montag, den 13.12.2010 / 17.30 Uhr (LRA LB)

 

rd. 1 500 Unterschriften, die in den letzten rd. 5 Monaten gegen das Vorhaben einer Handvoll vorwiegend aus Ingersheim stammenden Windkraftanlagen-Initiatoren gesammelt wurden.

Unterstützt wird die Übergabe durch die Anwesenheit von Steffen Bühler / CDU (Bürgermeister Besigheim; Mitglied des Kreistags Ludwigsburg), Manfred List / CDU (Bietigheim-Bissingen; Mitglied des Kreistags Ludwigsburg, Mitglied im Verband der Region Stuttgart, Oberbürgermeister a.D. Bietigheim-Bissingen, Landtagsabgeordneter a.D.),  Adolf Eisenmann / Freie Wähler (Gemeinderat Besigheim; Vorsitzender der FWV-Gemeinderatsfraktion), Thomas Herbst / FDP (Gemeinderat Besigheim), Peter Bareiß / FWV (Ingersheim; langjähriger Gemeinderat), Edith Schembera / FWV (Ingersheim; langjährige Gemeinderätin), Wolfgang Huber (Ingersheim; BUND-Vorsitzender Ortsgruppe Ingersheim) und Conrad Fink (BUND-Vorsitzender Ortsgruppe Freiberg / Neckar).

Des weiteren wird unsere Position unterstützt von der Gemmrigheimer Bürgermeisterin und FDP-Landtagsabgeordneten Monika Chef / MdL (FDP; Landtagskandidatin im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen, BW-Landtagswahl März 2011), die sich seit Februar 2010 bereits mehrfach in der Öffentlichkeit gegen den Bau eines landschaftsverschandelnden Windrads an dieser exponierten Stelle ausgesprochen hat.

Der im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen bei der Landtagswahl im März 2011 für die FDP als Zweitkandidat antretende Dr. Dieter Baumgärtner (niedergelassener Arzt in Bietigheim-Bissingen; FDP-Gemeinderat Bietigheim-Bissingen) unterstützt unsere Position ebenso und spricht sich ebenfalls gegen den Bau eines Windrads an diesem Standort aus.

An dieser Stelle verweisen wir auf eine Aufzählung von Persönlichkeiten, die in Kürze in unsere Homepage unter Rubrik „Dank für Unterstützung“ eingestellt wird.

Die Übergabe der Unterschriften hat zwar keine rechtlich bindende Auswirkung auf die Entscheidung der Genehmigungsbehörde.

Sie stellt jedoch einen symbolischen Akt dar, der den gewaltlosen, parteiübergreifenden Widerstand vor allem des aus CDU, FDP, Freien Wählern, parteiunabhängigen Gruppierungen (z.B. Schwäbischer Heimatbund, Stuttgart; Stiftung NatureLife International von Claus-Peter Hutter, Präsident der Umweltakademie Baden-Württemberg; Flur und Verkehr e.V., Pleidelsheim u.a.) und parteilich nicht gebundenen Privatpersonen des bürgerlichen Lagers gegen das geplante Windrad dokumentieren soll.

Die Übergabe wendet sich gegen das teilweise rücksichtslose Vorgehen der von der SPD, Bündnis 90 / Grünen und der LINKE (vgl. Presseberichterstattung in den Lokalzeitungen der letzten Zeit) unterstützten Windkraft-Initiatoren, an einem raumbedeutsamen und weit über die Kreisgrenzen hinaus sichtbaren Standort eine gigantische und an dieser Stelle völlig überdimensionierte Industrieanlage auf wertvollem Ackerland und  in unmittelbarer Nachbarschaft zu Landschafts- und Vogelschutzgebieten  -  deren schleichende Zerstörung durch den WKA-Bau wahrscheinlich wäre  -  zu bauen, obwohl bereits vor dem ersten Spatenstich feststeht, daß es wegen relativer Windarmut an diesem lediglich ca. 300 m über Meeresspiegel liegenden Standort zu keiner nennenswerten, nachhaltig sicheren und dauerhaften Stromproduktion kommen kann.

Letzteres wurde bereits bestätigt durch die bei einer am 12.3.2010 von den Windkraft-Initiatoren abgehaltenen Veranstaltung in Ingersheim, bei der die für den Windrad-Standort eintretende Ingersheimer Gemeindeverwaltung notgedrungen einräumen mußte, daß man im Falle des Betriebs der Anlage keine zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen zu Gunsten des Ingersheimer Gemeindehaushalts erwarte, m.a.W.: Eine schöne Umschreibung für die mangels physikalischer Voraussetzungen zu erwartende weitgehende Ertragslosigkeit bzw. Unterverzinslichkeit der geplanten Windkraftanlage.

Der jetzt vorliegende, am 8.12.2010 veröffentlichte und vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg beim TÜV SÜD in Auftrag gegebene Windatlas bestätigt nunmehr „schwarz auf weiß“, daß der geplante Standort in Ingersheim wegen relativer Windarmut  -  im Vergleich zu weitaus geeigneteren und deutlich windstärkeren Standorten im Norden oder Osten Deutschlands, aber auch im Vergleich zu erheblich höher gelegenen und deshalb ebenfalls windstärkeren Standorten in Baden-Württemberg  -  völlig ungeeignet ist.

Daher würde der Bau lediglich einer von den WKA-Initiatoren angestrebten Symbolik dienen.

Der hierfür zu zahlende und zu Lasten der Allgemeinheit gehende Preis ist jedoch zu hoch und würde zu folgenden Nachteilen führen (vgl. auch Homepage der Bürgerinitiative unter „Nachteile Standort Ingersheim“):

  • Minderung der Lebensqualität der im unmittelbaren Wirkungskreis innerhalb von 5 Km ab geplantem Standort lebenden Bevölkerung wegen Lärm, Schattenschlag und Infraschall 
  • Drohende Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung) wegen Schadstoffimmissionen, insbesondere wegen Infraschall (vgl. medizinische Stellungnahmen neueren Datums zu Auswirkungen auf das Nervensystem und die Psyche der im unmittelbaren Wirkungskreis lebenden Bürger; aufgrund der Hauptwindrichtung von West nach Ost wären insbesondere Wohngebiete in Klein- und Großingersheim sowie Pleidelsheim negativ betroffen; nicht zuletzt deswegen wurde der Bau der Windkraftanlage von Dr. Jochen Rieth, CDU-Fraktionsvorsitzender im Besigheimer Gemeinderat, niedergelassener Arzt und von Dr. Dubravko Borcic, Zahnarzt, FWV-Gemeinderat in Ingersheim ebenfalls abgelehnt. 
  • Nach den Erfahrungen in Norddeutschland (Niedersachsen, Schleswig-Holstein) Brandenburg, NRW: Durchschnittliche Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden von 20 % - 30 % in Sichtweite zur geplanten Windkraft-Anlage bzw. im Radius von 5 Km ab Standort; (vgl. Fälle in Nord- und Ostdeutschland, NRW, Bayern); aufgrund der stärkeren Bevölkerungsdichte in südlichen Binnenländern und der deshalb durchschnittlich geringeren Abstände zu bereits realisierten und noch geplanten Windkraft-Standorten sind im Zeitablauf noch höhere Wertverluste zu erwarten, im Einzelfall bis hin zur Unverkäuflichkeit 
  • Verlust wertvollen Ackerlands 
  • Irreparable Landschaftsverschandelung / Verspargelung wegen geplantem Bau an raumbedeutsamer Stelle; weiterer Verlust als Naherholungsgebiet für Tageswanderer, Ausflügler aus dem Mittleren Neckarraum bzw. aus dem bevölkerungsreichen Großraum Stuttgart u.a. 
  • Drohende schleichende Zerstörung eines von der Bevölkerung bisher geschützten Landschafts- und Naturschutzgebiets sowie Rückzugsgebiets für die noch verbliebene Tierwelt (Pleidelsheimer Wiesental, Besigheimer Neckarhäldenwald, Bietigheimer Forst, Besigheimer Enzaue) 
  • Rückschlag des im Aufschwung befindlichen sanften und naturverträglichen Tourismus entlang von Neckar und Enz sowie im Stromberg / Zabergäu 
  • Anfall hoher Zusatzkosten für notwendig werdende Infrastrukturmaßnahmen auf Ingersheimer und Besigheimer Seite zu Lasten der Haushalte beider Gemeinden, z.B. für den zum Aufbau der Windkraft-Anlage (Fundament, Erdaushub u.a.) und des nach WKA-Inbetriebnahme  notwendig werdenden Ausbaus des Feldwegenetzes / Versorgungsleitungen bzw. (vorzeitigen) Rückbaus sowie wegen der Wiederholung dieser Infrastrukturmaßnahmen nach dem eventuell erfolgenden späteren Abbau, für die Durchführung von Reparatur- und Wartungsmaßnahmen oder dem Ersatz durch noch höhere Anlagen im Wege des „Repowering“; diese bisher unbekannt gebliebenen Kosten werden nicht von den Initiatoren des Windrads oder deren weitgehend ortsfremden Kapitalanlegern übernommen, da deren Übernahme die jetzt schon auf dem Papier sich abzeichnende relative Ertragslosigkeit des Windrads noch weiter in Richtung „Dauerverlust“ drücken würde. Diese Kosten müßten daher von den für das Standort-Feldwegenetz zuständigen Gemeinden Besigheim und Ingersheim übernommen werden. 
  • Beeinträchtigung der Zukunftsfähigkeit Ingersheims zu Lasten der nachfolgenden Generation: Zwar ist der Verkauf gemeindeeigener Grundstücke im Ingersheimer Neubaugebiet „Brühl“ abgeschlossen und weitere Neubaugebiete dürften in den nächsten Jahren kaum ausgewiesen werden. Der Bau einer Windkraftanlage und der ggfs nachfolgende Bau von 2 - 4 weiteren Windrädern im bereits großflächig ausgewiesenen Windvorrang-Gebiet schränkt die weitere Entwicklungsmöglichkeit Ingersheims massiv  -  vor allem zu Lasten der nachfolgenden Generation  -  ein, denn Umlage und Ausweis neuer Wohngebiete dürften angesichts der drohenden Ansiedlung eines oder mehrerer 180 m hoher und ggfs künftig noch höherer Windräder in den nächsten Jahrzehnten kaum mehr möglich sein, denn: Wer will schon seine Freizeit oder seinen Ruhestand angesichts rotierender Windmühlen (Lärm, Schattenschlag / „Diskoeffekt“, Infraschall) verbringen ? 
  • Drohender Verlust bäuerlicher Existenzen auf dem Husarenhof und Lerchenhof, die innerhalb von rd. 400 m - 600  m vom geplanten WKA-Standort angesiedelt sind

III     Abschließende Bemerkungen: Fortführung der Unterschriftenaktion zur Einleitung eines Petitionsverfahrens beim Landtag von Baden-Württemberg

Die Mitglieder der Bürgerinitiative haben bei ihrer letzten Sitzung beschlossen, die Unterschriftenaktion  -  je nach Ausgang des außergerichtlichen Verfahrens  -  bis auf weiteres fortzuführen. Des Weiteren wurde beschlossen, ein Petitionsverfahren vor dem Petitionsausschuß des baden-württembergischen Landtags einzuleiten mit dem Ziel, die deutlich zu geringen Sicherheitsabstände zwischen geplantem Standort und der Zivilbevölkerung zu vergrößern, falls es zum Bau käme. 

Wer stoppt diesen Unfug ?


Dipl.-Kfm. Walter Müller /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



 
23.06.2010  

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“
zur am 16.6.2010 erfolgten Abstimmung des Planungsausschusses beim Verband der Region Stuttgart (VRS)   -   Manfred List (CDU / Wahlkreis Bietigheim-Bissingen) spricht sich gegen den Bau einer „gigantischen“ Windkraftanlage auf der Ingersheimer Höhe aus

(wm/230610) - Wie von unserer Bürgerinitiative nicht anders erwartet, hat der Planungsausschuß beim VRS sich in seiner Sitzung vom 16.6.2010 in öffentlicher Abstimmung mehrheitlich noch einmal für den Bau einer Windkraftanlage (WKA) am Standort auf der Ingersheimer Höhe ausgesprochen, nachdem er bereits in seiner Sitzung am 24.2.2010 für den Standort votiert hatte.

Zwar haben nahezu alle das Wort ergreifenden Fraktionssprecher in ihren Statements ausgeführt, dass dem Planungsausschuß aus rechtlichen Gründen bei seiner Entscheidung gar nichts anderes übrig geblieben sei, als für den Standort zu stimmen, da die Ingersheimer Höhe (Holderweg) in einem in den Jahren 2003 ff. ebenfalls vom VRS-Planungsausschuß „rechtmäßig“ ausgewählten Wind-Vorranggebiet als Standort festgelegt und in seiner Sitzung am 24.2.2010 bestätigt worden sei.

Die meisten Redner zeigten sich daher stark verwundert darüber, dass dieses Thema   -  wohl auch entgegen seiner am 24.2.2010 gegebenen Ausführungen   -  vom Verbandsplaner Thomas Kiwitt noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt wurde, obwohl den Regionalräten aufgrund der seinerzeit durch das gleiche Gremium entschiedenen Vorfestlegungen bei der jetzt erfolgten Abstimmung faktisch keine andere Wahl bliebe, wollten sie nicht vollends „das Gesicht verlieren“.

Aus Sicht unserer BI und der im Wirkungskreis im Radius von ca. 5 km lebenden und negativ betroffenen Zivilbevölkerung läßt der Tenor der Aussprache dennoch aufhorchen und zeigt mehrerlei:

Die meisten Redner begründeten ihre noch einmal „pro-WKA-Standort Ingersheim“ getroffene Abstimmung nur noch formal und wiesen vor allem darauf hin, dass es aufgrund der in 2002 ff durch die Auswahl als Wind-Vorranggebiet und der am 24.2.2010 getroffenen Vorfestlegungen nun nicht mehr möglich sei, jetzt noch eine gegenteilige Entscheidung zu treffen.

Materielle Gesichtspunkte, die für diesen Standort sprechen würden, wurden von diesen Rednern kaum angeführt.

Dies mag auch damit zusammenhängen, dass die in Vorjahren ausgebrochene Euphorie für die Forcierung der regenerativen Windenergie vor allem in windarmen Binnenländern immer mehr einer realistischeren Betrachtung weicht, der sich wohl auch die Regionalräte im VRS-Planungsausschuß nicht mehr entziehen können.

Dies vor allem deshalb, wenn man weiß, dass es selbst durch Bau von ca. 400 zusätzlichen WKA  -  gestreut an verschiedenen Standorten in BW  -  nicht möglich würde, den Anteil der regenerativen Windenergie am Bruttostromverbrauch in BW von jetzt ca. 0,8 % auf   -  wenn überhaupt  -  1,7 % zu steigern.

Hauptgrund für die bestenfalls lediglich marginale Zunahme: Der mit Abstand wichtigste Produktionsfaktor für die Erzeugung von Strom aus Windkraft ist das Windaufkommen am Standort einer Windkraftanlage, denn: Bei „lauem Wind“ ist die Stromausbeute und der Ertrag der Anlage äußerst gering, der WKA-Bau an windarmen Standorten führt zwangsläufig und von vornherein zu einer Fehlinvestition.

Für die Erzeugung zusätzlichen Windstroms kommt es daher weniger auf die Anzahl installierter WKA’s als vielmehr auf das jährliche Windaufkommen am jeweiligen WKA-Standort an, und dieses ist in BW am lediglich 300 m über Meeresspiegel liegenden Standort Ingersheim noch einmal deutlich niedriger als z.B. an vielen höher gelegenen Standorten auf der Schwäbischen Alb, die ca. 800 m über Meereshöhe liegen und wo deshalb ein deutlich höheres Windaufkommen gegeben ist, von den Nord-Standorten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg oder im Meer (off-shore) ganz zu schweigen, bei denen das durchschnittliche jährliche Windaufkommen ca. 3 Mal so hoch ist wie das durchschnittliche Windaufkommen im eher windarmen Binnenland BW. Dies zeigen alle im vergangenen 10-Jahreszeitraum repräsentativ durch den Deutschen Wetterdienst erhobene Windmessungen.

Dieser Gesichtspunkt wurde auch von Regionalrat Bachofer deutlich herausgestellt, der diese Fakten aufgrund eigener Erfahrungen an seinem Zweitwohnsitz Fehmarn sehr eindrucksvoll bestätigen konnte.

Nicht nur bei den im Plenum anwesenden Mitgliedern der Bürgerinitiative wurde das Statement von Manfred List / CDU (langjähriger Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen und langjähriges Mitglied des Landtags von BW sowie Mitglied im Kreistag Ludwigsburg) sehr positiv aufgenommen, als er die negativen Folgen der Standortentscheidung aus Sicht der betroffenen Bevölkerung seines Wahlkreises Bietigheim-Bissingen eindrucksvoll aufzeigte, wobei er bei seiner Argumentation gegen den Standort Ingersheim die lediglich formale Sichtweise seiner Vorredner sehr schnell verließ.

Zunächst stellte er klar, dass er  -  wie auch die Mitglieder der Bürgerinitiative  -  grundsätzlich für den weiteren Ausbau regenerativer Energie sei, jedoch nur dort, wo es ökologisch und ökonomisch sinnvoll sei und wo die Gesundheit und Lebensqualität der im Wirkungskreis lebenden Zivilbevölkerung nicht beeinträchtigt werde.

Mit sehr deutlichen Worten wies er darauf hin, dass bei den seinerzeit in den Jahren 2002 ff  im VRS-Planungsausschuß diskutierten Beschlussvorlagen, die Grundlage zur Entscheidung für den Ausweis eines Wind-Vorranggebiets in Ingersheim gewesen seien, es für jeden Regionalrat unvorstellbar gewesen sei, dass jetzt   -  rd. 7 Jahre nach dem Ausweis der Ingersheimer Höhe als Wind-Vorranggebiet  -  eine 180 m hohe Windkraftanlage gebaut werden solle. Vielmehr sei man bei den damaligen Beratungen von der Höhe der damals bundesweit installierten 1. Generation von WKA ausgegangen, deren Höhe damals lediglich ca. 50 m - 60 m betragen habe. Nicht zuletzt sei dies auch die maximale Höhe der WKA gewesen, die seinerzeit von den Ingersheimer Initiatoren bei ihren ersten Anträgen für WKA-Standorte auf Besigheimer Gemarkung und  -  nach deren Ablehnung im Besigheimer Gemeinderat  -  auch beim zunächst ausgewählten Standort „Birkenhöfe“ zugrunde gelegt worden sei.

Aufgrund dieses Sachverhalts sprach er von einem Wegfall der Geschäftsgrundlage, die im Jahr der Genehmigung der Ingersheimer Höhe als Wind-Vorranggebiet Grundlage der Entscheidung des Planungsausschusses gewesen sei und deshalb zweifle er im Falle der Bau-Genehmigung die Rechtmäßigkeit des Baus einer mit 180 m Höhe „gigantischen“, deutschlandweit höchsten und aus seiner Sicht an diesem exponierten Standort völlig überdimensionierten, landschaftsverschandelnden WKA Enercon E-82 an. Der Planungsausschuß des VRS jedenfalls habe mit seiner damals erteilten Genehmigung zum Ausweis eines Wind-Vorranggebiets eindeutig keinen Blankoscheck zur unbegrenzten Höhensteigerung geplanter Windkraftanlagen ausgestellt.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen kritisierte Manfred List den im Fall des Baus eintretenden weiteren Verlust an Erholungsraum und von wertvollem Ackerland sowie den Verlust als Rückzugs- und Brutgebiet seltener und auf der FFH-Liste stehender Vogelarten (Rotmilan u.a.). Er wies auf mögliche Gesundheitsrisiken (Lärm, Infraschall) und andere Negativ-Faktoren wie Schattenschlag / „Diskoeffekt“ u.a. hin, die nach medizinischen Untersuchungen zu einer Beeinträchtigung der Gesundheit und der Lebensqualität der im Wirkungskreis lebenden Zivilbevölkerung führen könnten, an einem Standort im Großraum Stuttgart, der in Europa zu den bevölkerungsreichsten Räumen zähle. Sein Fazit: Die mit dem Bau zu Lasten der Bevölkerung entstehenden Nachteile überwiegen deutlich die  -  wenn überhaupt  -  nur marginal eintretenden Vorteile.

Abschließend verwahrte sich Manfred List dagegen, die Bewohner von Husarenhof, Lerchenhof, Besigheimer Wartturmsiedlung und von Ingersheim sowie der übrigen im Wirkungskreis lebenden Bürger (Landkreis Ludwigsburg, insbesondere Pleidelsheim, Bietigheim-Bissingen) in die gedankliche Nähe von Chaoten zu stellen und bat darum, die Sorgen und Nöte der betroffenen Bürger auch im weiteren Verlauf des Verfahrens ernst zu nehmen und zu respektieren.

Besigheim, den 23.6.2010

Dipl.-Kfm. Walter Müller / Pressewart der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“


 

Alle Infos: www.gegenwind-husarenhof.de





07.06.2010  

Infostand der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ bei Grill’s Husarenhof-Fest  –  Erlös aus Bewirtung mit Kaffee und Kuchen dient der Finanzierung weiterer Aktionen – Letztes Husarenhof-Fest mit „freiem Blick“ über die Ingersheimer Höhe ?

(wm / 070610) - Bei dem am Wochenende stattfindenden 2-tägigen „Grill’s Husarenhof-Fest“ ist die Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ am Sonntag, 13.6. mit einem eigenen Info-Stand vertreten. Die Verantwortlichen erhoffen sich einen starken Besuch, damit jetzt noch uninformierte und im geplanten Wirkungskreis lebende Bürger aus den hauptsächlich negativ betroffenen Gemeinden Besigheim, Ingersheim und Pleidelsheim sowie aus den übrigen Kreisgemeinden sich ein Bild machen können über die nachteiligen Folgen einer an der Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim in unmittelbarer Nähe des Husarenhofs / Lerchenhofs, der Wartturmsiedlung und des Neubaugebiets Ingersheim völlig überdimensionierten 180 m hohen, landschaftsverschandelnd wirkenden Windkraftanlage.

Wie in der Lokalpresse bereits berichtet, plant die immer stärker vom windstarken Norden in den eher windarmen Süden „durchsickernde“ Windkraft-Lobby weitere Standorte von Windkraftanlagen in einzelnen Kreisgemeinden, vorwiegend im nördlichen Kreisgebiet.

Am Informationsstand liegen Unterschriftslisten aus. Die Organisatoren hoffen, dass zu den jetzt schon vorhandenen und täglich weiter ansteigenden 1 100 Unterschriften möglichst viele dazu kommen, damit das Ziel von 2 000 Ablehnungs-Unterschriften zur Übergabe an Landrat Dr. Hass möglichst bald erreicht wird.

Der Erlös aus der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen kommt der Kasse der Bürgerinitiative zugute und dient der Finanzierung weiterer Aktionen. Am Sonntag, 13.6. beginnt der Festbetrieb bereits um 10.30 Uhr, ab dieser Uhrzeit ist auch der Info-Stand besetzt. Näheres unter:





  13.05.2010  

Pressemitteilung

Hubschrauber-Demo am geplanten Standort einer Windkraftanlage auf der Ingersheimer Höhe (Husarenhof / Lerchenhof)

(wm/130510) - Die mittlerweile 65 Mitglieder umfassende Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ hat eine Hubschrauber-Demonstration organisiert, die am Montag, den 17.5. um 18.00 Uhr an dem von einigen WKA-Befürwortern aus Ingersheim und Umgebung favorisierten Standort zum Bau einer 180 m hohen Enercon E-82 an der Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim stattfinden soll. Hintergrund der Demonstration ist ein nun schon seit rd. 10 Jahren bestehender Standortstreit über den Bau einer Windkraftanlage, der möglicherweise in den nächsten Monaten entschieden wird.

Wie bekannt, sind die Initiatoren in Vorjahren bei mehreren Anläufen gescheitert, auf Besigheimer Gemarkung in Ottmarsheim und in der Nähe des Neckarhäldenwalds / Kirschenanlage eine WKA zu errichten. Hauptsächliche und seinerzeit von der Stadt Besigheim, dem Landratsamt Ludwigsburg und dem Regierungspräsidium Stuttgart ausgesprochene Ablehnungsgründe waren mangelnde Wirtschaftlichkeit wegen zu geringem Windaufkommen sowie befürchtete schwerwiegende Eingriffe in die Natur in unmittelbarer Nachbarschaft eines Grünzugs, wo seltene und nach der FFH-Liste schützenswerte Vogelarten wie der Rotmilan ihr Brutgebiet haben.

Die sich schon damals in einer Bürgerinitiative organisierenden Besigheimer Husarenhof- Bewohner wehren sich damals wie heute gegen den Bau und befürchten drohende, durch Schattenschlag und Infraschall verursachte Langfrist-Gesundheitsrisiken im Wirkungskreis der Anlage, Vernichtung wirtschaftlicher Existenzen, spürbare Wertminderungen ihrer Grundstücke und Häuser bis hin zur Unverkäuflichkeit, Verlust wertvollen Ackerlands sowie den weiteren Verlust eines Erholungs- und Rückzugsgebiets für Mensch und Natur im ohnehin waldärmsten Landkreis der bevölkerungsreichen Region Stuttgart. Direkte Unterstützung erhielten die Husarenhof-Bewohner damals auch vom früheren Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Erwin Teufel, der sich demonstrativ zur Natur, Landschaft und seiner Heimat bekannte und der sich grundsätzlich und vehement gegen den Bau von Windkraftanlagen im windarmen Binnenland Baden-Württemberg aussprach und vor einer landschaftszerstörerischen „Verspargelung“ Jahrhunderte alter Kulturlandschaften warnte.

Unterstützt wird die Bürgerinitiative seit kurzem auch von „Flur und Verkehr Pleidelsheim Ingersheim Freiberg e.V.“ mit ihrem 1. Vorsitzenden Fritz Engel, Pleidelsheim sowie Mitgliedern von „WIR“, einer neu gegründeten unabhängigen Wählervereinigung, die bei den Kommunalwahlen am 7.6.2009 es auf Anhieb und mit großem Erfolg geschafft hat, in den Gemeinderat von Pleidelsheim und Ingersheim einzuziehen.

Nachdem die Planungshoheit für den Ausweis von Wind-Vorranggebieten zwischenzeitlich auf den Verband Region Stuttgart (VRS) überging, hat der VRS aufgrund objektiver eigener Windmessungen die Aufnahme des Gebiets auf der Ingersheimer Höhe in ein Vorranggebiet wegen mangelndem Windaufkommen erneut abgelehnt. Erst durch nachträgliche, von Ingersheims Bürgermeister Volker Godel ausgehenden Aktivitäten wurde der VRS entsprechend beeinflusst und hat daraufhin das Gebiet als Vorranggebiet in die Fortschreibung des Regionalplans aufgenommen, nachdem viele Gemeinden zuvor den Bau einer WKA auf ihrem Gemeindegebiet abgelehnt hatten.

Die Initiatoren werden vom Ingersheimer Bürgermeister Volker Godel und Teilen des Ingersheimer Gemeinderats unterstützt, während der Bürgermeister der Stadt Besigheim, Steffen Bühler, sich von Anfang an  -  ebenso wie ein Großteil des Besigheimer Gemeinderats  -  gegen den Bau der Anlage ausgesprochen hat. Nachdem der geplante Standort auf Ingersheimer Gemarkung liegt, ist die Stadt Besigheim Beteiligter im nachbarschaftlichen immissionsschutzrechtlichen Anhörungsverfahren. Im außergerichtlichen Verfahren ist Genehmigungsbehörde das Landratsamt Ludwigsburg, Widerspruchsbehörde ist das Regierungspräsidium Stuttgart. Beschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplans in Ingersheim und öffentliche Beratungen des Gemeinderats in Besigheim und Ingersheim haben dem Vernehmen nach noch nicht stattgefunden.

Eine 180 m hohe Windkraftanlage vom Typ Enercon E-82 wurde bisher in Deutschland erst 3 Mal in Betrieb genommen. Um sich einen Eindruck von der Dimension der Anlage zu verschaffen, hat die Bürgerinitiative Mitte April eine Besichtigungsfahrt nach Wilhermsdorf / Franken durchgeführt, wo 2 E-82 in Betrieb sind. Die Berichterstattung der Exkursionsteilnehmer war wohl so beeindruckend, dass daraufhin der Besigheimer Bürgermeister und weitere Besigheimer Bürger sowie Bürger aus den Nachbargemeinden ebenfalls nach Wilhermsdorf zur Besichtigung der Anlage gefahren sind. Dem Vernehmen nach hat der Ingersheimer Gemeinderat vor kurzem ebenfalls eine Fahrt nach Wilhermsdorf durchgeführt. Aufgrund des nach wie vor in der Bevölkerung beiderseits der Gemarkungsgrenze bestehenden großen Informationsdefizits hat sich die Bürgerinitiative entschlossen, am geplanten Standort selbst eine Demonstration zur geplanten Höhe der Anlage durchzuführen. Daher wird am Montag, 17.5., gegen 18.00 Uhr ein Hubschrauber exakt in 180 m über dem geplanten Standort „stehen“, damit jeder Interessierte sich selbst einmal ein eigenes Bild von der Höhe der geplanten Windkraftanlage machen kann. 

Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen. Interessenten treffen sich ab 17.15 Uhr am Husarenhof, wo Parkplätze zur Verfügung stehen. Mitglieder der Bürgerinitiative stehen Rede und Antwort. Ab 17.30 Uhr erfolgt der Fußmarsch zum wenige Meter entfernten Strandort, wo Mitglieder der Bürgerinitiative ebenfalls für Auskünfte zur Verfügung stehen. 


Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“





  25.03.2010  

Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ plant Busausfahrt nach Nürnberg zur Besichtigung von 2 WKA E-82

  - Vorschau -

(wm/250310) - Die Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zur Verhinderung einer Windkraftanlage am Standort Husarenhof / Lerchenhof (Besigheim / Ingersheim) plant am

 
Sonntag, den 18.4.2010 eine Busausfahrt in die Nähe von Nürnberg,

 
wo 2 Windkraftanlagen des Typs E-82 der Firma Enercon seit kurzem in Betrieb sind und die dort in Real-Betrieb besichtigt werden können. 2 weitere Anlagen sind an diesem Standort in Planung.

 
Eine Windkraftanlage dieses Typs soll nach dem Willen einer Handvoll vorwiegend in Ingersheim wohnenden WKA-Initiatoren und in Unterstützung durch den Ingersheimer Bürgermeister Volker Godel im Jahr 2010 / 2011 trotz beiderseits der Gemarkungsgrenze großen Protests der Bevölkerung auch an der Gemarkungsgrenze Besigheim / Husarenhof  -  Ingersheim / Lerchenhof aufgestellt werden.

Bei starkem Interesse lässt die Bürgerinitiative mehrere Busse laufen bzw. werden diese Ausfahrten zu einem späteren Zeitpunkt nochmals wiederholt.

 
Anmeldung ab sofort bei:    Martina Hitzker, 74354 Besigheim, Husarenhof 45;

Tel. 07143 / 960 6655

Anmeldeschluß:        Donnerstag, 1.4.2010

 
Es wird ein sozial gestaffelter Unkostenbeitrag erhoben.

Die Abfahrt am 18.4. erfolgt um 9.00 Uhr am Besigheimer Friedhof; Zusteigemöglichkeiten bestehen am Husarenhof sowie in Ingersheim (Bäckerei Heinrich). Rückkehr: ca. 17.00 Uhr.

Nach Ankunft gegen ca. 11.00 Uhr verbleiben ca. 2 - 3 Stunden zur ausgiebigen Besichtigung vor Ort, wobei versucht wird, auch mit der in direkter Umgebung wohnenden Bevölkerung in Kontakt zu treten, um durch ungefilterte Aussagen unmittelbar Betroffener realistische Eindrücke aus erster Hand zu bekommen, damit jeder Teilnehmer sich die Frage selbst beantworten kann, wie sich Bau und rd. 20 Jahre währender Betrieb dieser E-82-WKA auf die Lebensqualität der in unmittelbarer Nachbarschaft sowie im weiteren Umfeld lebenden Bevölkerung auswirkt, nachdem die Ingersheimer WKA-Initiatoren bisher durch eher bagatellisierende und verniedlichende Aussagen einen Großteil der übrigen Bevölkerung in Ingersheim und Besigheim (vor allem Wohngebiete Husarenhof, Wartturmsiedlung) von der wahren Dimension dieser WKA und deren Folgen auf Mensch und Tier abzulenken versucht haben.

Diese Ausfahrt ist nach Ansicht der Bürgerinitiative auch deshalb nötig, weil die vorwiegend aus Ingersheim stammenden WKA-Initiatoren Mitte Januar 2010 zwar auch die von Anfang an skeptischen Husarenhof-Bewohner zu einer Ausfahrt eingeladen hatten, allerdings zur Besichtigung einiger WKA, die in der Nähe von Bad Mergentheim / Boxberg von der Höhe her deutlich kleiner sind, im Vergleich zur E-82 verniedlichend aussehen und deshalb keinerlei Rückschlüsse auf die weit größere WKA des Typs E-82 zulassen, die an der Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim hochgezogen werden soll.

Dieselbe Anlage wie in Nürnberg solla in Kürze mit 180 m Höhe hoch über dem an dieser Stelle schönsten Teil des Enz- und Neckartals und weit über den Bietigheimer Forst hinausragend ohne Rücksicht auf die weit verbreitete Skepsis der eigenen Ingersheimer sowie der Besigheimer Bevölkerung  -  insbesondere ohne Rücksicht auf die im direkten Wirkungskreis der E-82 lebenden Bevölkerung des Besigheimer Husarenhofs und der Besigheimer Wartturmsiedlung, aber auch der Ingersheimer Bevölkerung  -  gebaut werden, mit der dann unausweichlichen Folge, dass ein weiteres charakteristisches Stück einer von den Vorfahren Jahrhunderte lang gehegten und gepflegten Kulturlandschaft ohne Not aufgegeben und irreparabel verschandelt, wertvolles Ackerland vernichtet, das ohnehin schon knappe Rückzugsgebiet für die immer spärlicher werdende Tierwelt noch weiter beschnitten wird und landwirtschaftliche Existenzen vernichtet werden, verbunden mit der Gefahr, dass heute nach wie vor noch unkalkulierbare Gesundheitsrisiken aufgrund des durch Rotorblätter bei Sonne verursachten Schattenschlags und des Infraschalls sowie erhebliche Wertverluste bis zur Unverkäuflichkeit von Gebäuden / Grund und Boden („Stückle“) im weiteren Umkreis der WKA eintreten können.

Die Veranstalter hoffen auf sonniges Wetter, damit der Schattenschlag in seiner vollen Breite durch die Teilnehmer begutachtet werden kann.

Eingeladen zur Busausfahrt sind auch Interessierte und WKA-Gegner außerhalb der Bürgerinitiative, die sich einmal mit eigenen Augen unabhängig und objektiv ein Bild verschaffen wollen von einem Monstrum, das in dieser Höhe „einzigartig“ in Baden-Württemberg und in Deutschland mit die größte WKA wäre und  -  falls sie gebaut würde  -  das neue „zweifelhafte“ Wahrzeichen einer bis jetzt immer noch sehr schönen Region an Neckar und Enz wäre…..

Schon jetzt werden Stimmen der WKA-Initiatoren sowie in deren kommunalpolitischem Umfeld (Grüne, SPD u.a.) laut, dass weitere WKA  -  diese Kreise sprechen in der Presse jetzt schon von 3 bis 4 wünschenswerten weiteren WKA an dieser Stelle, wobei dann die „Verspargelung“ dieser einzigartigen Kulturlandschaft im Sinne der vor 10 Jahren getroffenen düsteren Vorhersage des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) auch in dieser Region „perfekt“ wäre  -  gebaut werden sollen, wenn der „erste Dammbruch“ erst einmal erfolgt sei bzw. mit der ersten WKA auf Ingersheimer Gemarkung die „erste Bresche“ geschlagen sei…                              

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart Bürgerinitiative

Gegenwind-Husarenhof


 
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  21.03.2010  



BM Monika Chef / MdL (FDP) und BM Steffen Bühler, Besigheim (CDU)
klar gegen WKA an dieser Stelle
 

Geplante Windkraftanlage an Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim wird Thema bei der Landtagswahl im März 2011

Monika Chef / MdL (FDP) und Bürgermeister Bühler sprechen sich deutlich gegen WKA an diesem Standort aus

 

(wm/190310) - Die vor kurzem im Amt als Gemmrigheimer Bürgermeisterin bestätigte Monika Chef / MdL, die am 26.2. von ihren Parteimitgliedern mit sehr gutem Ergebnis auch erneut zur FDP-Kandidatin im Wahlkreis 14 (Bietigheim-Bissingen) gewählt wurde, hat in ihrem anlässlich des 2. kommunalpolitischen Stammtischs des FDP-Ortsvereins Besigheim und Umgebung e.V. im Restaurant Ortel abgegebenen Statements deutlich gemacht, dass sie sich nicht nur gegen den auf Ingersheimer Höhe geplanten Standort einer ihrer Ansicht nach mit 180 m völlig über- dimensionierten Windkraftanlage ausspreche, sondern im Interesse der breiten Bevölkerung auch dagegen sei, dass in Ballungsgebieten im sehr dicht besiedelten Mittleren Neckarraum in absehbarer Zukunft weitere Windkraftanlagen gebaut würden.

In Anwesenheit von Besigheims Bürgermeister und Kreistagsmitglied Steffen Bühler (CDU), von Bürgermeister-Stellvertreter und Stadtrat Adolf Eisenmann (FWV-Fraktionschef) sowie von Thomas Herbst (FDP-Gemeinderat) teilte sie mit, dass sie zwar grundsätzlich für regenerative Windkraft- energie sei. Allerdings sei es vom Standort her sinnvoller, derart große und durch staatlich garantierte Einspeisevergütungen hochsubventionierte Windkraftanlagen nur dort zu bauen, wo das durchschnittlich jährlich anfallende Windaufkommen deutlich höher sei als im doch vergleichsweise eher windarmen Mittleren Neckarraum. Sie verwies auf die östlichen Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie auf die nördlichen Bundesländer in Küstenregion, bei denen aufgrund des 2–3 Mal stärkeren Windaufkommens bei gleicher Investitionshöhe von rd. 3,7 Mio € eine deutlich höhere Stromproduktion gewährleistet sei.

Bezugnehmend auf die Situation in Baden-Württemberg hob sie hervor, dass der Bund wie die übrigen EU-Mitgliedsstaaten aufgrund von EU-Vorgaben seinen Anteil an regenerativer Energie innerhalb einer Übergangsphase von 5-6 Jahren erhöhen müsse. Diese EU-Vorgaben leite der Bund auf die einzelnen Bundesländer weiter und verpflichte diese zur Umsetzung.

Ob der Ausbau der regenerativen Energie jedoch über Photovoltaik, Wasserkraftwerke, Windkraft oder anderer regenerativer Energieträger bzw. über einen individuellen länderspezifischen Mix erfolge, bleibe jedem Bundesland letztlich selbst überlassen. Nach Informationen des BW-Wirtschaftsministeriums könne dies zwar im Extremfall für Baden-Württemberg bedeuten, dass in den nächsten Jahren ca. 400 neue Windkraftanlagen gebaut würden. Allerdings seien damit noch längst nicht die Standortfragen entschieden, denn es gebe auch in Baden-Württemberg noch genug Standorte, die außerhalb von Ballungsgebieten und mit deutlich höherem Windaufkommen versehen für den Bau von WKA infrage kämen, so z.B. in Autobahnnähe am Albaufstieg, in landwirtschaftlich und für die Besiedlung eher wertlosem Gelände in der Nähe von Autobahnen, Deponien und mit sehr großem Sicherheitsabstand zur Bevölkerung etc.

Bei ihrer Entscheidung gegen die WKA an diesem Standort habe sie letztlich eine Güterabwägung getroffen, wobei der Erhalt einer Jahrhunderte alten durch Wein- und Obstbau sowie Land- wirtschaft bestehenden Kulturlandschaft, die Vermeidung möglicher Gesundheitsbeeinträchtigungen  der im unmittelbaren WKA-Wirkungskreis lebenden Bevölkerung, die Aufrechterhaltung von Rückzugsgebieten für die Tierwelt sowie der Erhalt wertvollen Ackerlandes und die Vermeidung möglicher Wertminderungen von Grundstücken und Gebäuden ein deutlich höheres Gewicht habe als die lediglich auf Hochglanzpapier bestehenden Hochrechnungen der Initiatoren bezüglich einer doch eher geringen Stromproduktion in vergleichsweise windärmerem Gebiet.

Bürgermeister Bühler sprach sich ebenfalls noch einmal vehement gegen die geplante WKA auf Ingersheimer Seite aus, wies jedoch darauf hin, dass die Stadt Besigheim wohl am immissionsschutzrechtlichen Anhörungsverfahren beteiligt werde, die Entscheidung zum Bau aber auf Ingersheimer Seite getroffen werde und vermutlich letztlich der Genehmigung durch Landratsamt LB und Regierungspräsidium Stgt. vorbehalten sei. Im Fall des Baus werde er jedoch dem Besigheimer Gemeinderat empfehlen, die auf Besigheimer Gemarkung liegenden Feldwege für die von den Betreibern beim Aufbau der WKA benötigte Logistik zu sperren.

Er sicherte dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ und Husarenhof-Bewohner Peter Hitzker und den übrigen anwesenden Mitglieder der Bürgerinitiative sowie den ebenfalls sich gegen die WKA aussprechenden anwesenden FDP-Mitgliedern seine uneingeschränkte Unterstützung zu, ebenso wie FWV-Fraktionschef und Gemeinderat Adolf Eisenmann, der als offizieller Vertreter des Bürgermeisters bei der Informationsveranstaltung in Ingersheim anwesend war und hierüber berichtete. Zum Schluss wurden einige vertrauliche Informationen und Strategien diskutiert, die bei der weiteren Vorgehensweise zur Verhinderung der WKA eingeschlagen werden könnten.

Abschließend bedankte sich der Besigheimer FDP-Ortsvorsitzende und in Personalunion als Pressewart der Bürgerinitiative agierende Walter Müller bei allen Referenten für ihre Hilfe und bat um die weiterhin erfolgende und parteiübergreifende Unterstützung zur Verhinderung der WKA-Anlage an dieser Stelle.

 

Walter Müller  /  Pressewart Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“






  23.02.2010  


...über Republikaner

 

Pressemitteilung (4) der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof / Lerchenhof“ zur Verhinderung einer Windkraftanlage (WKA) auf Ingersheimer Gemarkung an der Gemarkungsgrenze zu Besigheim


I        Vorbemerkungen

(wm/230210) - Bei der letzten Versammlung der Bürgerinitiative auf dem Husarenhof, bei dem auch der Fraktions-Chef der FWV im Besigheimer Gemeinderat, Herr Adolf Eisenmann und Herr Bareiß (früherer FWV-Gemeinderat Ingersheim) anwesend waren, wurde der Vorschlag eines Mitglieds der Bürgerinitiative scharf und einstimmig abgelehnt, den für die Republikaner in der Regionalversammlung Stuttgart sitzenden Manfred Wirth aus Hessigheim bei der nächsten Versammlung einzuladen, um ihn um Mithilfe bei der Verhinderung des Baus der WKA in Ingersheim zu bitten.

Ich habe diesen Punkt in der Versammlung nochmals aufgegriffen und klar gemacht, dass ich im Falle einer Einladung von Herrn Wirth bzw. bei Zusammenarbeit mit Parteien außerhalb des demokratischen Spektrums mein Amt als Pressewart der Bürgerinitiative mit sofortiger Wirkung niederlegen würde. Des weiteren habe ich auf die zwangsläufigen negativen Konsequenzen hingewiesen, die sich bei einer Zusammenarbeit der Bürgerinitiative mit Vertretern einer radikalen Partei ergeben würden.

Am vergangenen Freitag, den 19.2.2010 erhielt ich den Anruf einer mir bis dahin nicht bekannten Person, die sich im Laufe des weiteren Telefongesprächs nach meiner Rückfrage als Manfred Wirth, Hessigheim, Mitglied der Republikaner und Mitglied der Regionalversammlung Stuttgart (Verband der Region Stuttgart = VRS) zu erkennen gab.

Nach meinem Gedächtnisprotokoll teilte er mit, dass er von dem geplanten Bau eines Windkraftrades an der Gemarkungsgrenze Ingersheim / Besigheim informiert bzw. über die Presseberichterstattung der vergangenen Tage aufmerksam geworden worden sei und er sich klar für den Schutz der Husarenhof-Bewohner und gegen den Bau der WKA einsetzen wolle. Er sei vor kurzem bei den Befürwortern der WKA (Birkenhof) gewesen und habe sich dort entsprechend geäußert, wobei sein Vorgehen mit Dr. Rolf Schlierer abgestimmt sei. Er werde als Mitglied entsprechende Anfragen in der Regional- versammlung beim VRS stellen und werde in Kürze den Husarenhof-Bewohnern einen Besuch abstatten, um nähere Einzelheiten zu erfahren.

Um die Auswirkungen des Schattenschlags zu erkunden, werde er einen Bekannten bitten, mit seinem Flugzeug in 180 m Höhe über dem geplanten Standort der WKA zu kreisen, wobei er von den Hessigheimer Felsengärten aus mit Fernglas die Höhe der WKA nachvollziehen und prüfen wolle, inwieweit sich der durch die WKA verursachte Schattenschlag bei Westwind an den Hessigheimer Felsengarten niederschlage.

Weiterhin hat er den Wunsch geäußert, von der Bürgerinitiative zu den weiteren Besprechungen auf den Husarenhof eingeladen zu werden.

Auf meine Frage, wie er zu meiner Telefonnummer gekommen sei, teilte er mit, dass diese ihm von den Befürwortern der WKA gegeben worden sei.
 

III     Sachverhalt

 Über das Telefonat habe ich den Vorsitzenden der Bürgerinitiative Peter Hitzker (Husarenhof Besigheim) am vergangenen Dienstag  nach dessen Rückkehr aus dem Kurzurlaub informiert. Ich habe gebeten, Nachforschungen bei den Husarenhof- Bewohnern anzustellen, ob und ggfs. auf wessen Anlass hin und ggfs. mit welchen Personen es zu Kontakten mit Herrn Wirth gekommen sei.

Diese Nachforschungen sind zurzeit noch nicht beendet. Bis zur Beendigung dieser Prüfungen werde ich meine Mitarbeit bei der Bürgerinitiative ruhen lassen, ein Ergebnis ist im Laufe dieser Woche zu erwarten. Die eigentlich für den vergangenen Samstag vorgesehene Verteilung von Info-Blättern wurde bis zur Klärung verschoben.

Zwischenzeitlich war festzustellen, dass Herr Wirth auch Hausbesuche bei Bewohnern der Wartturmsiedlung Besigheim durchgeführt hat, die gar nicht Mitglied der Bürgerinitiative sind.


Walter Müller   Pressewart der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zur Verhinderung einer Windkraftanlage in Ingersheim (Husarenhof / Lerchenhof)

                        Vorsitzender der FDP Besigheim und Umgebung e.V.

 
Alt:

Die bisher erfolgten Pressemitteilungen wurden- wenn überhaupt  - stark gekürzt in der Lokalpresse
veröffentlicht. Sie sind ungekürzt ab 21.1.2010 ff. unter  www.fdp-besigheim.de  unter „Presse“
ersichtlich und können als pdf-Datei heruntergeladen und ausgedruckt werden. Dort können Sie
auch noch von der Walheimer „Himmelsleiter“ aus  -  einen schönen und hoffentlich bleibenden Blick
über das noch unverschandelte Enztal mit Höhenkamm Enzhälde / „Deutels Stahl“ / Husarenhof /
Lerchenhof/Bietigheimer Forst  - der „grünen Lunge“ Besigheims  - werfen.

Neu:

Nachdem seit kurzem eine eigene Homepage der Bürgerinitiative freigeschaltet ist, ist diese und sind die übrigen Pressemitteilungen und Info-Blätter ab sofort unter www.gegenwind-husarenhof.de ersichtlich.
 





10.02.2010  



Bürgerinitiative wurde gegründet

Pressemitteilung über die Gründung einer Bürgerinitiative zur Verhinderung einer Windkraftanlage (WKA) in Ingersheim (Husarenhof / Lerchenhof)

 
(wm/100210) - Am gestrigen Mittwochabend war es endlich soweit: Mit rund zweiwöchiger Verzögerung wurde die seit einigen Wochen geplante Bürgerinitiative zur Verhinderung einer WKA  gegründet. Zur Verzögerung des Gründungsvorgangs war es gekommen, nachdem aus dem Kreis der Ingersheimer WKA-Befürworter in mehreren Telefonaten und einem Mail Störmanöver angekündigt waren, bei deren Realisierung die Bürgerinitiative zur Verhinderung der WKA von den WKA-Befürwortern unterwandert worden wäre.

Um dies zu verhindern und im Hinblick auf die zu wahrende Sicherheit der Gründungs-mitglieder wurde die Bürgerinitiative letztendlich in nichtöffentlicher Sitzung in der Besenwirtschaft von Ernst Grill auf dem Husarenhof gegründet, ein Begleitumstand, der vom Vorsitzenden der Bürgerinitiative Peter Hitzker einerseits bedauert wurde, da nach der bisherigen Resonanz zu urteilen sicherlich noch viele Interessierte an der Gründungs-versammlung gerne teilgenommen hätten. Andererseits wolle man so schnell wie möglich die bereits begonnene Aufklärungsarbeit weiter stark forcieren, daher hätte man weiteren potentiellen Störmanövern von vornherein den Wind aus den Segeln nehmen wollen.

Obwohl wegen dieser Begleitumstände die interessierte Öffentlichkeit nicht vorab via Presse informiert werden konnte und die Resonanz im Falle der Vorab-Information sicherlich noch besser gewesen wäre, fanden sich zur positiven Überraschung der Initiatoren immerhin 59 Gründungsmitglieder ein, wobei alle Bevölkerungsschichten gleichermaßen vertreten waren.

Besonders erfreut waren die Initiatoren, dass auch Ingersheimer Bürger unter den Gründungsmitgliedern sind. Dies führen die Initiatoren auf die seit ca. 3 Wochen laufende Aufklärungskampagne zurück, die konsequent fortgesetzt wird und deren Ziel es ist, die nach Ansicht vieler Ingersheimer Bürger noch immer größtenteils uninformierte Ingersheimer Bevölkerung mit weiteren Informationen zu versorgen, damit die Bürgerschaft sich ein eigenes Urteil über die mit rd. 180 m Höhe größte in Baden-Württemberg geplante WKA bilden kann. Der Beitritt weiterer Bürger aus Ingersheim steht unmittelbar bevor.

In harmonisch verlaufenen Wahlgängen wurden die Verantwortlichen für die Schlüssel-positionen einstimmig gewählt. Danach wird die Bürgerinitiative geführt von Peter Hitzker (Vorsitzender), Gerd Gottschalk (1. Stellvertreter), Martina Hitzker (Schatzmeisterin und Logistik) sowie Walter Müller (Öffentlichkeitsarbeit und Organisation). Da mit einem weiterhin starken Mitgliederzuwachs  -  auch aus umliegenden Gemeinden  -  zu rechnen ist, werden in einer der nächsten Sitzungen weitere Organisationseinheiten gebildet, deren Hauptaufgabe es ist, die Bevölkerung in Ingersheim und Besigheim sowie in den umliegenden Gemeinden wie Pleidelsheim, Freiberg oder Bietigheim durch flächendeckende Verteilung von Info-Blättern zu informieren.

Parallel hierzu läuft eine „Unterschriftenaktion zur Verhinderung einer WKA an dieser Stelle“ an, die bereits an den ersten Tagen in der Bevölkerung sehr gut aufgenommen wurde. Diese Unterschriftslisten werden jetzt schon an 4 Plätzen ausgelegt, nachdem Herr Bürgermeister Bühler es der Bürgerinitiative erlaubt hat, die Unterschriftsliste im Eingangsbereich des Rathauses von Besigheim auszulegen. Weitere Orte werden in Kürze dazukommen. Geplant ist, diese Unterschriften über die Kreistagsabgeordneten des Wahlkreises Besigheim an den Landrat Dr. Haas als Chef der Genehmigungsbehörde zu übergeben.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden Strategien und Aktionen dargestellt, die in nächster Zeit realisiert werden.

Abschließend bedankten sich die Initiatoren beim Besigheimer Bürgermeister Steffen Bühler (CDU), der von Anfang an ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinitiative hatte und der sich bereits bei einer voran gegangenen Bürgerfragestunde in konsequenter Fortführung seiner ablehnenden Haltung auch dieses Mal klar gegen den Bau einer WKA an dieser Stelle ausgesprochen hat, nachdem er und der Besigheimer Gemeinderat bereits früher entsprechende Anträge zum Bau einer WKA auf Besigheimer Gemarkung eindeutig abgelehnt haben.

Alt:     Nachdem die Bürgerinitiative keine eigene Homepage hat, können diese Pressemitteilung sowie die bisher von Seiten der Bürgerinitiative erstellten Verlautbarungen (Info-Blätter, Pressemitteilungen) unter  www.fdp-besigheim.de  „Presse“ eingesehen werden.

Neu:    Da die Bürgerinitiative zwischenzeitlich eine eigene Homepage hat, die unter 
www.gegenwind-husarenhof.de  freigeschaltet ist, kann diese Pressemitteilung und alle weiteren Pressemitteilungen sowie die zwischenzeitlich in einer Auflage von ca. je 7 000 – 8000 Stück verteilten Info-Blätter dort eingesehen und heruntergeladen werden.

 






20.01.2010  


Absage der Gründungsveranstaltung

Pressemitteilung über die Absage eines Termins (22.1.2010 / 19.00 Uhr)

zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Bau einer Windkraftanlage
wegen nicht gewährleisteter Sicherheit der Initiatoren einer Bürgerinitiative

A         Vorbemerkungen

(wm/200110) - Im wesentlichen direkt Betroffene  -  d.h. einige Husarenhof-Bewohner, an der Spitze Herr Peter Hitzker (74354 Besigheim, Husarenhof)  -  hatten zur Gründungs- versammlung einer Bürgerinitiative gegen den Bau eines Windkraftrades aufgerufen, das in der Nähe der Ingersheimer / Besigheimer Gemarkungsgrenze auf Ingersheimer Gemarkung errichtet werden soll.

Die Gründung sollte am Freitag, den 22.1.2010 ab 19.00 Uhr im Nebenzimmer der Husarenhof-Besenwirtschaft von Ernst Grill (Wengerter und Besenwirt) stattfinden; im einzelnen wird verwiesen auf die den Redaktionen von NEB / LKZ und Bietigheimer Zeitung vorliegende Pressemitteilung.

Aus der in der Pressemitteilung an NEB / LKZ und Bietigheimer Zeitung und im auf dem Husarenhof verteilten Info-Blatt, das beiden Redaktionen ebenfalls und zeitgleich zur Information zuging, geht vom Wortlaut her eindeutig hervor, dass nur Personen eingeladen sind, die unmittelbar betroffen sind (z. B. Husarenhof-Bewohner, Landwirte usw.) und die sich mit der Zielsetzung  -  nämlich der Ablehnung eines Windkraftrads an dieser Stelle  -  identifizieren können.

Im Umkehrschluss bedeutet dies im Klartext, dass Personen, die sich mit der genannten Zielsetzung nicht identifizieren (können), sondern vielmehr der Befürworterseite zum Bau eines Windkraftrades an dieser Stelle zuzurechnen sind, nicht bei der Gründungs- versammlung erwünscht sind, m.a.W., die Gegner eines Windkraftrades an dieser Stelle wollen nicht, dass ihre noch zu gründende Bürgerinitiative von den Befürwortern des Windkraftrades unterlaufen, sabotiert oder gar drangsaliert wird. Diese „Gefahr“ können die Befürworter der Bürgerinitiative zumindest nicht ausschließen, falls Befürworter des Windkraftrads anwesend wären.

Ziel der noch zu gründenden Bürgerinitiative ist es, zunächst eine Informationsplattform von Gegnern der Windkraftanlage herzustellen, um damit eine gewisse Chancengleichheit bzw. eine „Balance“ hinsichtlich von Informations-Recherchen zu erreichen, nachdem die Organisation der Befürworter der Windkraftanlage wohl schon seit längerer Zeit besteht, Kapitalanleger schon seit längerem bereit stehen, Windmessungen und Rendite- hochrechnungen usw. vorliegen und wohl schon genehmigungs-reife Pläne auf dem Tisch liegen bzw. das Genehmigungsverfahren wohl schon eingeleitet ist u.a.

Im Vergleich zum oben genannten Informationsstand der Befürworter des Windkraftrads haben die Windkraftgegner ein noch riesiges Informationsdefizit, da die Bürgerinitiative noch nicht einmal gegründet ist und das Researching erst noch am Anfang steht. Es ist ohnehin fraglich, ob dieser Informations-Rückstand in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit überhaupt noch aufgeholt werden kann.

Das gute Recht der Mitglieder einer noch zu gründenden Bürgerinitiative gegen den Bau des Windkraftrads ist es, dass sie ihre Informationen und Recherchen eigenverantwortlich, unabhängig und frei von irgendwelchen Vorgaben (vor allem nicht von Vorgaben der Gegenseite beeinflusst), unzensiert und ideologiefrei einholen können, dass alle Wege zur Erlangung von Informationen frei zur Verfügung stehen und dass eine Entscheidung jedes Einzelnen in freier Meinungsbildung erfolgen kann. Dieses Recht leiten die Befürworter der geplanten Bürgerinitiative aus den allgemeinen Rechtsgrundsätzen der Meinungs- und Informationsfreiheit  -  die jedem Bürger zustehen  -  ab.

Daher kommt es in diesem Stadium des Verfahrens für die Befürworter einer Bürgerinitiative zur Verhinderung eines Windkraftrades an der geplanten Stelle auch nicht in Frage, die Argumente, Beschreibungen usw. der Windkraftrad-Befürworter mehr oder weniger „1:1“ zu übernehmen, da zu befürchten ist, dass hier ausschließlich oder stark überwiegend nur „die eine Seite“ und damit einseitig  -  nämlich nur die Seite der Windkraftrad-Initiatoren  -  enthalten ist und in den schönsten Facetten kritikfrei beschrieben wird.

Wir wissen jedoch, dass es auch ernstzunehmende Gegenargumente gegen den Betrieb eines Windkraftrads gibt (vgl. statt vieler die am 20.1.2010 / 22.15 Uhr ausgestrahlte ZDF-Sendung „Abenteuer Wissen / Windkraftrad“;).

B         Absage des Termins zur Gründung einer Bürgerinitiative wegen befürchteter Störungen
 

Nach reiflicher Überlegung haben sich die Befürworter einer Bürgerinitiative entschlossen, den für Freitag, 22.1.2010 / 19.00 Uhr in der Husarenhof-Besenwirtschaft von Ernst Grill avisierten Termin zur Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Bau eines Windkraftrads abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Am 20.1.2010 erhielt ich von 2 Befürwortern des Windkraftrads Anrufe. In jeweils meiner Meinung nach relativ sachlich geführten Telefonaten wurden Argumente „Für und Wider“ ausgetauscht. Beiläufig wurde erwähnt, dass beim Termin am 22.1.2010 auch Personen und Gruppen anwesend sein könnten, die den Befürwortern des Windkraftrads nahestehen und der Verlauf der Veranstaltung eventuell „nicht wie von uns… (d.h. den Befürwortern einer Bürgerinitiative) geplant ablaufen könne“. Ich habe dies zur Kenntnis genommen und Herrn Hitzker als Ausrichter der Veranstaltung mitgeteilt.

Nachdem nun in einem gestern Abend an mich gerichteten Mail einer Befürworterin des Windkraftrads ebenfalls derartige Andeutungen enthalten waren, habe ich die Sicherheit der Teilnehmer der geplanten Veranstaltung als nicht mehr gewährleistet angesehen, zumal das Nebenzimmer der Husarenhof-Besenwirtschaft lediglich rd. 30 Plätze umfasst.

Nach reiflicher Überlegung hat Herr Peter Hitzker die Entscheidung getroffen, die Veranstaltung abzusagen. Grund hierfür sind  -  wie gesagt  -  die in einem Telefonat gefallenen und in einem Mail enthaltenen  -  jeweils vom 20.1.2010  -  Bemerkungen von Befürwortern der Windkraftanlage, wonach  -  entgegen dem Wortlaut meiner Pressemitteilung und des auf dem Husarenhof verteilten Info-Blatts  -  beim Gründungstermin am 22.1.2010 auch Gruppierungen mobilisiert und anwesend sein könnten, die den Befürwortern eines Windkraftrades nahestehen.

Aufgrund dieser Ankündigung sehen die Initiatoren zur Gründung einer Bürgerinitiative die Gefahr, dass die Sicherheit der Teilnehmer der Veranstaltung nicht mehr gewährleistet ist, für die die einladenden Mitglieder der noch zu gründenden Bürgerinitiative verantwortlich wären, falls die oben erwähnte Ankündigung wahr gemacht wird und im Wege ggfs. „hochkochender“ Emotionen unter Umständen eventuell auch gewalttätige Auseinandersetzungen zu nicht mehr auszuschließen wären.

Der Initiator der Bürgerinitiative zur Verhinderung eines Windkraftrades sieht diese angedeutete und im Bereich des Möglichen liegende Eskalation mit großem Bedauern und fühlt sich in seinem Recht auf freie Meinungsbildung eingeschränkt. Er appelliert an die Befürworter des Windkraftrads und an die dahinter stehenden Gruppen, das Recht der Andersdenkenden zu respektieren, von Störungen einer geplanten Gründungsversammlung einer sich konstituierenden Bürgerinitiative abzusehen und die hinter ihnen stehenden Gruppen in jedem Fall zu einer auf sachlicher Grundlage stattfindenden, gewaltfreien Diskussion anzuhalten.

Peter Hitzker (FDP-Mitglied), Husarenhof
Initiator der Bürgerinitiative

Ernst Grill, Husarenhof
(Wengerter und Besenwirt)

Dipl.-Kfm. Walter Müller, Pressearbeit
Vorsitzender FDP Besigheim und Umgeb.

(Stand: 20.02.10; v.i.S.d.P)






  18.01.2010  



Gründung einer Bürgerinitiative gegen geplante WKA
zwischen Lerchenhof und Husarenhof

 

Husarenhof-Bürgerinitiative zur Verhinderung eines Windkraftrades

Konstituierende Sitzung am kommenden Freitag in der Husarenhof-Besenwirtschaft

 

(wm/170110) - Husarenhof-Bewohner, Ingersheimer Landwirte sowie Teile der Besigheimer und Ingersheimer Bevölkerung wehren sich vehement gegen den Bau eines Windkraftrads, das auf Ingersheimer Gemarkung in unmittelbarer Nachbarschaft der Lerchenhof-Aussiedlerhöfe und hart an der Gemarkungsgrenze zu Besigheim auf bestem Ackerboden gebaut werden soll. Glaubt man den auf dem Husarenhof umlaufenden Gerüchten, soll das Windkraftrad 186 m hoch werden. Es wäre damit rund 5 bis 6 Mal so hoch wie der Bietigheimer Viadukt und fast so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm.

Befürchtet wird vor allem eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität der dort lebenden Bewohner wegen des bei Betrieb sehr starken Lärmpegels und des Schatten- schlags, der durch die sich drehenden Rotorblätter bei Sonnenlicht erzeugt werde. Das Robert-Koch-Institut warnt seit 2007 vor den  negativen Gesundheitsauswirkungen, die durch die entstehenden Infraschallwellen ausgelöst werden können. Daneben wird die irreparable Verschandelung einer Jahrhunderte alten, vorwiegend aus terrassieren Steillagen bestehende Kulturlandschaft an Enz und Neckar kritisiert, die ein Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere darstelle.

Sollten die Pläne mit derart massiven Eingriffen in die Natur umgesetzt werden, dürften auch die Tage des jetzt noch im angrenzenden Hardtwald brütenden Roten Milan und anderer Tiere endgültig gezählt sein, denn das Rückzugsgebiet der in dieser Region ohnehin nur noch spärlich vorkommenden Tiere würde weiter massiv beschnitten. Kritische Husarenhof-Bewohner befürchten, dass es für die an sich für Hege und Pflege von Tiere und Natur zuständigen Jäger und Förster bald nichts mehr zu hegen und zu pflegen gebe, wenn die Eingriffe in die Natur so weiter gingen wie bisher. Vor allem die Landwirte beklagen den weiteren Verlust wertvollen Ackerlands und die Bewohner des Husarenhofs und der Lerchenhof-Aussiedler befürchten einen starken Wertverlust ihrer Grundstücke und Gebäude.

Die Gegner führen daneben auch betriebswirtschaftliche Gründe gegen den Bau an, denn der Nutzungsgrad der Anlage sei völlig ungeeignet, weil Standorte z.B. in Nord- oder Ostdeutschland in Küstennähe oder im Meer bzw. vor der englischen Küste aufgrund des viel höheren und intensiveren Windaufkommens eine deutlich höhere Stromproduktion garantieren.

Letztlich könne die Anlage aufgrund der geringen Stromerzeugung nur durch staatliche Subventionen kostendeckend betrieben werden. Daher führe die jetzt schon im Planungsstadium sich abzeichnende Fehlinvestition nur zu einer weiteren Verschleuderung staatlicher Subventionsmittel, die durch die Allgemeinheit über noch höhere Strompreise finanziert werden müsse. Befürchtet wird außerdem, dass nach Auslaufen der Subventionen die dann unrentable Anlage nach dem Rückzug der Kapitalanleger eine stillstehende Industrieruine darstellt, die auf Kosten der Steuerzahler entsorgt werden müsse.

Auch das langfristig und auf Nachhaltigkeit angelegte, auf die Steigerung des sanften Tourismus abzielende 3 B-Konzept mit Bietigheim, Bönnigheim und Besigheim als bisher einzigem Erholungsort im Landkreis sowie die ebenfalls in diese Richtung zielende Vermarktungskonzepte der Felsengartenkellerei, der Strombergkellerei und der Mundelsheimer Wengerter könnten einen empfindlichen Dämpfer erhalten, wenn das als grüne Lunge anzusehende und von B 27 und Enz abgegrenzte Gebiet zwischen Besigheim und Kammgarnspinnerei künftig von einem alles überragenden Windkraftrad als neuem „Wahrzeichen“ geprägt werde.

Die Anträge zum Bau eines Windkraftrades auf Besigheimer Gemarkung sind bisher immer abgelehnt worden.

Der Gründer der Bürgerinitiative, Husarenhof-Bewohner Peter Hitzker, Mitglied bei der Besigheimer FDP, wird von Mitgliedern des FDP-Ortsvereins Besigheim und Umgebung e.V. unterstützt. Er legt jedoch Wert auf die Tatsache, dass es bei der Ablehnung des Windkraftrads um eine partei-übergreifende Initiative gehe und fordert die anderen im Besigheimer Gemeinderat vertretenen Parteien und die interessierte Bevölkerung zur aktiven Mitarbeit in der Bürgerinitiative auf, falls man sich mit dem Ziel der Ablehnung eines Windkraftrades identifizieren könne.

Die Bürgerinitiative trifft sich am kommenden Freitag, 22.1. um 19.00 Uhr im  Nebenzimmer der Husarenhof-Besenwirtschaft.

                                     

Walter Müller  /  Pressewart der Bürgerinitiative „Gegenwind-Husarenhof“




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