Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Vorbemerkungen


(wm/280310) - Bereits seit jetzt mehr als 10 Jahren versucht eine Gruppe von vorwiegend aus Ingersheim stammenden Befürwortern einer Windkraftanlage (WKA) unter Federführung von Hanne Hallmann (Gemeinderätin; Freie Wähler Ingersheim) und ihres Bruders Albert Krauter (Landwirt und Inhaber des Aussiedlerhofs Birkenhof)  -  der nach dem vorgesehenen Plan das ihm gehörende Ackerland als WKA-Standort an die in der Rechtsform einer Genossenschaft konzipierten Betreibergesellschaft verpachten soll  -  unter allen Umständen einen WKA-Standort entlang der Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim durchzusetzen (vgl. auch Ausführungen unter Homepage-Rubrik „History“). Ergänzt wird die Befürworter-Gruppe durch einige Geschäftsleute vorwiegend aus Ingersheim.

Auf der kommunalpolitischen Ebene wird das Vorhaben wohl unterstützt von Teilen des Ingersheimer Gemeinderats sowie durch Ingersheims Bürgermeister Volker Godel, der als starker Verfechter einer WKA entlang der Gemarkungsgrenze Besigheim / Ingersheim gilt.Hinsichtlich der genauen Haltung aller Mitglieder des seit dem 7.6.2009 neu gewählten Ingersheimer Gemeinderats sind seit den Kommunalwahlen keine offiziellen Aussagen bekannt, da das Windkraft-Thema bisher  -  soweit in der interessierten Öffentlichkeit nachvollziehbar  -  im Ingersheimer Gemeinderat seit dem 7.6.2009 nicht  -  zumindest nicht in einer öffentlichen Sitzung  -  behandelt wurde.

Seit ca. ein bis zwei Jahren ist festzustellen, dass Vertriebs-Teams großer WKA-Hersteller / Konzerne wie Enercon (Weltmarktführer mit Sitz in Aurich; ca. 3,5 Mrd € Umsatz / Jahr; in Deutschland Marktanteil von 50,3 % der in Deutschland jährlich installierten WKA-Leistung; vgl. Bundesverband WindEnergie e.V., Wind Energy Market 2009, 19. Aufl. der BWE-Marktübersicht, S. 14), Vestas, REpower, Nordex, Fuhrländer oder Gamesa verstärkt versuchen, sukzessive, systematisch und ausgehend von den Nord-Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein von Norden in Richtung Süden „durchzusickern“, um die Märkte nun auch im deutlich windärmeren Binnenland in der Mitte (Hessen, Thüringen, NRW) und im Süden (Bayern, BW) Deutschlands in ihrem Sinne zu bearbeiten.

Hintergrund dieser erst seit kurzem forcierten und vermutlich noch lange nicht abgeschlossenen Entwicklung ist die Tatsache, dass in den windstarken Nordländern an der Küste bzw. in Brandenburg die jährlichen Marktzuwächse dieser WKA-Konzerne immer geringer werden, weil dort nahezu alle freien Flächen in den letzten 10 – 15 Jahren weitestgehend mit Windparks „verspargelt“ wurden, weshalb die dadurch bereits großflächig verschandelte Landschaft keine nennenswerte „Reserveflächen“ mehr aufweisen, die für die WKA-Konzerne weiteres Markterschließungspotential darstellen könnten.

Dort, wo im Norden an sich noch freie Flächen zur Verfügung stünden, haben sich vor allem in letzter Zeit oft erfolgreich Bürgerinitiativen konstituiert, die auf kommunalpolischer Ebene noch zusätzlich durch weitere Allianzen im Gemeinderat und Kreistag über alle Parteigrenzen hinweg in ihrer ablehnenden Haltung unterstützt werden. Dies ist nur allzu verständlich, weil die Lebensqualität der dort lebenden Zivilbevölkerung trotz großen Protests und entgegen aller ursprünglichen Versprechen der Hersteller-Konzerne und der WKA-Initiatoren stark vermindert wurde, vor allem wegen den von den WKA ausgehenden Belästigungen (Schattenschlag, Infraschall, Lärm - vor allem bei Nacht, sinkender Erholungswert, irreparable Verschandelung der Landschaft u.a.; vgl. Rubrik „Info-Blätter“).

Daneben ist nicht auszuschließen, dass weitere, jedoch noch nicht abschließend erforschte Gesundheitsrisiken bestehen; dies führt ebenfalls zur weiter abnehmenden Akzeptanz von WKA in den nördlichen Bundesländern.

Überdies sind Wertminderungen bei den im Einzugsgebiet von Windkraftanlagen liegenden Immobilien (Grundstücke und Gebäude) eingetreten, die nach Maklerberichten durchschnittlich ca. 20 % - 30 % des Verkehrswerts betragen. In nicht wenigen Fällen betragen die Wertminderungen sogar bis zu 50 % des Verkehrswerts und teilweise wurden Immobilien sogar unverkäuflich, weil potentielle Käufer es verständlicherweise ablehnen, eine oftmals auch für die längerfristige Altersvorsorge vorgesehene Immobilien-Investition zu tätigen, deren Standort im Wirkungskreis bzw. in Sicht einer Windkraftanlage liegt.

Diese zunächst unterschätzten Negativ-Einflüsse haben in jüngster Zeit vor allem auch deshalb zugenommen, weil die in den 90-er Jahren zunächst großzügig bemessenen Sicherheitsabstände zur nächstgelegenen Besiedelung (Wohngebiete, Aussiedlerhöfe u.a.) ohne Rücksicht auf die Belange der Zivilbevölkerung immer mehr verkürzt wurden, wodurch die WKA immer näher an die Wohngebiete, Aussiedlerhöfe u.a. heran gerückt sind.

Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf das oftmals rücksichtslose „Auspressen“ der Landschaft und der dadurch immer dichter werdenden Bebauung mit Windkraftanlagen durch Windpark-Betreiber in Kooperation mit WKA-Herstellern wie Enercon und anderen Konzernen, die an der Börse notiert sind und dem Prinzip der Gewinnmaximierung unterliegen und die deshalb für ihre Aktionäre jährlich hohe Umsatz-Zuwächse realisieren müssen, damit die von den Anlegern (Aktionäre) jedes Jahr erwarteten Dividenden-Ausschüttungen tatsächlich auch erwirtschaftet werden können.

Im Klartext: Damit die ehrgeizigen und jährlich steigenden  -  i.d.R. zweistelligen  -  Umsatz- und Wachstumsziele dieser Konzerne auch nur annähernd erreicht werden können, müssen die Absatzzahlen aus dem Verkauf von Windkraftanlagen jedes Jahr steigen. Da die zur Verfügung stehende Landschaft „endlich“ und nicht beliebig vermehrbar ist, nahm die Dichte durch WKA-Bebauung im Zeitablauf immer weiter zu. Dieser überwiegend mit Nachteilen für die dort wohnende Zivilbevölkerung versehene Trend muss nun leider auch in den südlichen Binnenländern (Bayern, BW) befürchtet werden.

Deshalb im Interesse der Aufrechterhaltung unserer Lebensqualität im Mittleren Neckarraum und im Interesse des Schutzes unserer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft an Neckar, Enz und Stromberg der Rat an die wachsame Bevölkerung und an alle verantwortungsbewussten Politiker auf kommunaler Ebene, im Kreistag, Regionalversammlung, Landtag und im Bundestag: „Wehret den Anfängen“; lassen Sie sich nicht durch Vertriebs-Profis, sogenannte key-accounter und Lobbyisten der Windkraftbranche „über den Tisch ziehen“…

Daher wird verständlich, dass jetzt selbst in den windstarken Bundesländern im Norden „das Fass überläuft“ und die „Stimmung kippt“ und deshalb immer mehr Kommunalpolitiker die weitere Ausweisung von Windenergie-Eignungsflächen ablehnen.

Der Gemeinderat von Beringstedt (Schleswig-Holstein) beispielsweise ließ sich selbst durch eine im Falle des Baues von 4 WKA vom WKA-Hersteller Enercon zugesagte und 10 Jahre lang laufende Spende i.H.v. jährlich 5 000 € je WKA  x  4 WKA  =  20 000 € / Jahr  x 10 Jahre  =  200 000 € (= Gesamtsumme Spende) , die zur Förderung gemeinnütziger Zwecke hätte verwendet werden können, nicht mehr von seiner ablehnenden WKA-Haltung abbringen (vgl. statt vieler Schleswig-Holsteinische Landeszeitung 9 / 2009) und hat lieber auf diese Spende verzichtet.

Dieser Meinungsumschwung der kommunalen Entscheidungsträger kommt jedoch vielfach zu spät, da in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und in Niedersachsen die Landschaft mit Windkraftanlagen schon irreparabel verschandelt wurde.

Ein Rückbau ohne Neu-Aufstellung dürfte nach Ablauf der i.d.R. 20 Jahre dauernden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (Abschreibungsdauer) nur in den seltensten Fällen erfolgen. Vielmehr werden jetzt schon im Wege des sogenannten „Repowering“ die zu Beginn der 90-er Jahre aufgestellten WKA der ersten Generation (Nabenhöhe von ca. 30 m – 60 m; Gesamthöhe 40 m – 80 m) durch deutlich höhere WKA der zweiten Generation (Nabenhöhe 130 m – 180 m; Gesamthöhe 180 m – 230 m) ersetzt, die einerseits zwar leistungsstärker sind, bei denen aber andererseits die oben beschriebenen Beeinträchtigungen der Lebensqualität der Zivilbevölkerung ebenfalls zunehmen…

Zwar erschließt sich den WKA-Konzernen z. Zt. noch einmal ein größeres Marktpotential, weil mehrere große off-shore-Windparks (d.h. WKA-Standorte im Meer) mit jeweils 60 – 70 WKA in der Nordsee sowie vor der englischen Küste gebaut werden.

Hier haben es die WKA-Konzerne jedoch auf der Gegenseite mit noch „verhandlungshärteren“ Energiekonzernen und Quasi-Monopolisten mit entsprechender Marktmacht wie RWE, Eon, Vattenfall oder EnBW als Käufer der WKA und Betreiber dieser off-shore-Windparks zu tun. Diese Ausgangslage lässt darauf schließen, dass die noch auszuhandelnden Verkaufs-Abschlüsse zu deutlich geringeren Gewinnmargen je verkaufter WKA führen, wodurch sich die Ertragssituation der WKA-Konzerne in diesen Fällen deutlich verschlechtern dürfte.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum die WKA-Hersteller und die oben erwähnten Konzerne wie Enercon u.a. nunmehr verstärkt durch Marktbearbeitung auch in den im Vergleich zum Norden deutlich windärmeren Binnenländern im Süden „Fuß fassen“ wollen, nachdem im Norden in den nächsten Jahren keine nennenswerten Marktzuwächse bzw. keine weiteren Gewinnsteigerungspotentiale mehr zu erwarten sind.



II Vorgaben der EU: Verpflichtung zum Ausbau der regenerativen Energie sollte im südlichen Binnenland nur an „windhöffigen“ Standorten und durch weiteren Ausbau von Photovoltaik-Anlagen (Sonnenenergie) erfüllt werden

Zwar gibt es EU-Vorgaben, wonach der Anteil des aus regenerativer Energie gewonnenen Stroms in den nächsten 5 Jahren auch in Baden-Württemberg erhöht werden soll. Die EU hat jedoch bewusst offen gelassen, über welche Alternative diesem Erfordernis Rechung getragen werden soll (Windkraft, Wasserkraft, Sonne / Photovoltaik u.a.).

In einem eher windarmen Bundesland wie Baden-Württemberg macht es Sinn, wegen des infolge Windarmut deutlich geringeren Wirkungsgrades weniger auf Stromgewinnung aus Windkraftanlagen als vielmehr auf Stromgewinnung aus Photovoltaik-Anlagen (Sonne) und andere regenerative Energieträger zu setzen.

Im übrigen gibt es in Baden-Württemberg auch für Windkraftanlagen noch sehr viele Standorte

  • die weit weniger dicht besiedelt sind (z.B. Hohenlohe oder Schwäbische Alb jeweils entlang der Autobahn) als der Mittlere Neckarraum (Großraum Stuttgart / Landkreis Ludwigsburg): Da die Sicherheitsabstände in diesen weniger dicht besiedelten Gebieten deutlich größer sind, käme es bei diesen Standorten zu einem geringeren Verlust an Lebensqualität für die Zivilbevölkerung (geringere Beeinträchtigungen wegen Schattenschlag, Infraschall, Lärmbelästigung u.a.)
  • bei denen ein deutlich stärkeres Windaufkommen als an Standorten wie in Ingersheim im Mittleren Neckarraum vorliegt (Hohenlohe, Albaufstieg, Schwäbische Alb jeweils entlang der Autobahn): Standorte mit höherem Windaufkommen führen zu einer höheren Stromproduktion, daher ist der Wirkungsgrad einer WKA in diesen Fällen deutlich höher
  • bei denen es sich um nahezu wertloses, brach liegendes und i.d.R. ungenutztes und auch künftig nicht mehr nutzbares Gelände handelt (z.B. entlang von Autobahnen; aufgeschüttete Müll-Deponien wie „Grüner Heiner“ u.a.; Gebiete, die weit weg von der Zivilbevölkerung liegen): Bei diesen Standorten käme es zu keinen Wertverlusten von Grund und Boden / Gebäuden, da es sich um kein wertvolles Ackerland, Bauerwartungsland, Bauplätze, Wochenendgrundstücke, Streuobstwiesen usw. handelt, bei denen die Wertminderungen  -  im Gegensatz zum Standort Ingersheimer Höhe  -  eintreten würden

und die daher als Standorte für Windkraftanlagen weit eher geeignet wären als der jetzt ausgesuchte Standort Ingersheim.

Deshalb halten wir Standorte wie den jetzt in Ingersheim ausgesuchten für eine Fehlentscheidung, da die mit dem WKA-Bau eintretenden Nachteile deutlich überwiegen und irreparabel sind.



III Betrieb einer 180 m hohen Windkraftanlage an windarmen Binnenland-Standorten wie Ingersheim ist ökologischer und ökonomischer Unfug

Das durchschnittliche jährliche Windaufkommen im Norden oder in Brandenburg ist nach allen repräsentativen Windmessungen / Statistiken ca. 3 Mal höher als in den Binnenländern in der Mitte und im Süden Deutschlands. Wegen oftmaliger unterjähriger Windstille oder nur lauem Windaufkommen beträgt die Stromproduktion einer identischen WKA an einem Binnenland-Standort nur einen Bruchteil dessen, was an einem „windhöffigen“ Standort in Küstennähe oder in Brandenburg erzielt würde.

Dies trifft auch auf den Standort Ingersheim (Lerchenhof / Husarenhof) zu.

a)    Strom ist nicht speicherbar und lässt sich nicht auf Vorrat produzieren. Da ein konstanter Strombedarf bei Windstille oder bei nur geringer Windgeschwindigkeit  -  wie in südlichen Binnenländern und auch auf der Ingersheimer Höhe oftmals an der Tagesordnung  -  nicht durch regenerativ produzierten Strom aus Windkraftanlagen gedeckt werden kann, müssen konventionelle Kraftwerke (Öl-, Kohlebetrieb) als Schatten- bzw. Ersatzkraftwerke vorgehalten und in Teillast betrieben werden, um einen infolge von geringem Windaufkommen und deshalb geringerer Stromproduktion möglichen Spannungsabfall  -  der zu Produktionsausfällen in der Wirtschaft und zu kaum übersehbaren Einschränkungen im privaten Sektor führen würde  -  im Netz jederzeit auffangen zu können.

Nur in Teillast betriebene konventionelle (Schatten)Kraftwerke (Kohle, Öl) haben jedoch einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad: Durch den an sich überflüssigen Doppelbetrieb erhöhen sich die CO2-Schadstoffimmissionen. 

Dies unterläuft die ursprünglich mit dem Ausbau der Windkraft angestrebte Zielsetzung einer Verminderung der CO2-Schadstoffimmissionen und entgegen den anfänglichen Versprechungen der WKA-Befürworter ist bisher trotz der jetzt in Deutschland in Betrieb befindlichen rd. 22 000 Windkraftanlagen noch kein einziges konventionelles Kraftwerk abgeschaltet worden; im Gegenteil: Weitere konventionelle Kraftwerke (Kohle, Öl) werden wegen des notwendigen Doppelbetriebs benötigt und sind in der Bauphase bzw. befinden sich in Planung (vgl. Rubrik „Info-Blätter“, Info-Blatt 3).

Daher ist der Betrieb einer 180 m hohen Enercon E-82 an einem im Vergleich zum Norden windarmen Binnenland-Standort wie Ingersheim ein kaum mehr zu überbietender ökologischer Unfug (vgl. Rubrik „Info-Blätter“, Info-Blatt 3): Wegen des im Binnenland bzw. in Ingersheim deutlich schlechteren Wirkungsgrades einer Windkraftanlage würde sich das Ausmaß des ökologischen Unfugs beim Bau der E-82 weiter verschlimmern.

b)    Die jährlich zu zahlenden Einspeisevergütungen sind Subventionen und werden den WKA-Betreibern gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz-EEG i.d.F. vom 25. Oktober 2008  20 Jahre lang garantiert. Diese Subventionen betrugen in den letzten Jahren deutschlandweit jährlich zwischen ca. 3 - 4 Mrd € und werden mit jeder zusätzlich gebauten WKA weiter steigen, solange die Vergütungssätze konstant bleiben.

Diese Subventionen werden auf die Stromrechnungen der privaten Stromkunden umgelegt und sind daher von der Allgemeinheit  -  d.h. von uns allen  -  zu bezahlen. Auch in diesem Punkt sind die ursprünglichen Vorhersagen der WKA-Befürworter wie Seifenblasen geplatzt: Obwohl Windkraft im Gegensatz zu fossilen Energieträgern „kostenlos“ zur Verfügung steht, ist der aus regenerativer Windenergie gewonnene Strom für die Verbraucher entgegen den ursprünglichen Vorhersagen nicht billiger, sondern deutlich teurer als der aus konventionellen Energieträgern (Kohle, Öl) gewonnene Strom.

Auch dies verdeutlicht den ökonomischen Unfug, der vor allem durch den Betrieb von nicht dauerhaft ausgelasteten Windkraftanlagen an windarmen Binnenland-Standorten wie Ingersheim entsteht: Volkswirtschaftliche Ressourcen werden in großem Umfang verschleudert.



IV WKA-Standort Ingersheim  -  Welche Ziele hat die Bürgerinitiative 
„Gegenwind Husarenhof“ ?

Die Bürgerinitiative mit 59 Gründungsmitgliedern und jetzt ca. 700 Unterschriften wurde mit dem Ziel gegründet, den Bau einer 180 m hohe Windkraftanlage vom Typ Enercon E-82 an dem jetzt vorgesehenen Standort an der Gemarkungsgrenze Ingersheim / Besigheim (Lerchenhof / Husarenhof) zu verhindern. 

Zu den Gründen im einzelnen vgl. oben und Rubrik „Info-Blätter“.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind nicht grundsätzlich gegen regenerative Energie aus Windkraftanlagen.

Sie treten jedoch dafür ein, dass Windkrafträder ausschließlich dort erstellt werden sollten

  • wo ein deutlich höheres Windaufkommen gegeben ist 
  • wo keine Einschränkung der Lebensqualität der Zivilbevölkerung befürchtet werden muss
  • und wo aufgrund großer Sicherheitsabstände gesundheitliche Langzeit-Risiken eher ausgeschlossen werden können als bei nur geringfügigen Sicherheitsabständen 

Insgesamt geht es um eine Abwägung von Vor- und Nachteilen


  • aus der Sicht einzelner direkt betroffener Bevölkerungsteile (Husarenhof Besigheim / Lerchenhof Ingersheim und Bewohner der Besigheimer Wartturmsiedlung einerseits sowie WKA-Befürworter andererseits) 
  • sowie um die Belange der Allgemeinheit (im wesentlichen Bevölkerung von Besigheim und Ingersheim und aus dem Großraum Stuttgart)

Für die im unmittelbaren Wirkungskreis liegenden Höfe, landwirtschaftlichen Betriebe und Bewohner des Weilers Husarenhof und des Aussiedlerhofs Lerchenhof hätte der Bau einer 180 m hohen Enercon E-82 nur Nachteile:


  • Wegen des nur geringen Abstands (Husarenhof: 750 m; Lerchenhof: 350 m) würde die Lebensqualität der Bewohner beiderseits der Gemarkungsgrenze wegen Schattenschlag, Infraschall, Lärmbelästigung (vor allem in der Nacht) und wegen weiterer, noch nicht abschließend erforschter Gesundheitsrisiken rapide abnehmen.
  • Weiterhin würden die Verkehrswerte der im Wirkungskreis liegenden (bebauten und unbebauten) Grundstücke nach den Erfahrungen an anderen WKA-Standorten  -  bestätigt durch Maklerberichte  -  bis zu 50 % bzw. im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit (Verkehrswert: 0 %) sinken.
  • Der Inhaber des auf Ingersheimer Gemarkung liegenden und seit ca. 50 Jahre bestehenden Lerchenhofs, der dort Tierhaltung und eine Schweinemast betreibt, würde nach den in Schleswig-Holstein in vergleichbaren Fällen gemachten Erfahrungen vermutlich seine wirtschaftliche Existenzgrundlage verlieren.
  • Da die Hauptwindrichtung jährlich zu ca. 60 % - 70 % von West nach Ost verläuft, läge Kleiningersheim hinsichtlich des Infraschalls voll im Wirkungskreis der Enercon E-82. Damit sind gesundheitliche Langzeitrisiken vor allem zu Lasten der dort lebenden Bürger vorprogrammiert. Die oben zur Wertminderung von Grundstücken enthaltenen Ausführungen treffen vor allem auch auf Kleiningersheim zu.
  • Die hier geschilderten Nachteile betreffen auch die Bürger der Besigheimer Wartturmsiedlung und von Großingersheim, denn zu ca. 30 % - 40 % trifft die sich ändernde Windrichtung auch diese Gebiete.

  • Abgesehen davon führt die zunehmende Verschandelung einer dichter besiedelten Landschaft zur Minderung des Erholungswerts für die in diesem Einzugsgebiet lebenden Bürger und letztendlich würde der Bau eine weitere Reduzierung des ohnehin bereits an der kritischen Grenze angelangten Rückzugsgebiets für die Tierwelt bedeuten. 

Im übrigen wäre die weitere städtebauliche Entwicklung von Ingersheim (Erschließung von Baugebieten) vermutlich nicht nur im Bereich „Holderweg“ / „Brühl“ mittel- und längerfristig weitgehend blockiert, denn Käufer  -  vor allem junge Familien  -  machen nach den Erfahrungen von Maklern einen großen Bogen um Neubaugebiete bzw. um Gemeinden, die mit dem Makel „Windkraftanlage im Umfeld“ behaftet sind. Anfragen von Bauwilligen bei Behörden bzw. bei den Bauämtern vor Ort beziehen sich vereinzelt schon darauf, ob in absehbarer Zeit auf dem Gemeindegebiet mit dem Bau einer WKA zu rechnen sei….

Einzelne politische (Grüne, SPD, LINKE, Jusos, Junge Union im Kreis LB u.a.) und gesellschaftliche Gruppierungen (BUND, DGB) haben sich nach Zeitungsberichten für den Bau dieser WKA bzw. bereits dafür ausgesprochen, dass auf der Ingersheimer Höhe nach dem Bau der ersten E-82 weitere 2 - 3 Windkraftanlagen nachfolgen sollten. In diesem Fall würde das Ausmaß der oben geschilderten Nachteile noch einmal deutlich größer.

Allerdings regt sich angesichts der Dimension der Anlage und wegen des zunehmend stärker werdenden Widerstands in der Bevölkerung auch der Widerstand innerhalb der genannten Gruppierungen. Erste Minderheitsvoten sind bereits öffentlich bekannt. Es bleibt abzuwarten, wie der jetzt auf breiter Front in Gang gekommene Meinungsbildungsprozess sich auf das endgültige Votum der genannten Gruppierungen auswirkt.

Die hier beispielhaft geschilderten Nachteile sind schwerwiegender und überwiegen nach Meinung der unmittelbar Betroffenen sowie nach Meinung eines immer größeren werdenden Teils der Ingersheimer und Besigheimer Bevölkerung bei weitem die Vorteile, die vor allem Einzelne aus dem Betrieb einer Enercon E-82 erzielen würden (vgl. auch Beitrag „Gewinner und Verlierer“ auf unserer Homepage):


  • Hauptprofiteur wäre der Konzern Enercon (Windkraftanlagen-Hersteller). Enercon würde beim Verkauf einer E-82 vermutlich einen Umsatz von ca. 3,3 Mio €  - 3,7 Mio € erzielen. Daneben würde die Anlage ein Referenzobjekt für Enercon für weitere Verkäufe im windarmen Binnenländern darstellen, da eine WKA dieses Typs im Süden Deutschlands bisher lediglich 3 Mal verkauft wurde (2 Mal in Wilhermsdorf bei Ansbach, 1 Mal in der Nähe von Frankfurt / M.). 
  • Weiter profitieren würde auch der Eigentümer des Ackerlands. In der Windkraftbranche ist es üblich, dass das als WKA-Standort dienende Ackerland i.d.R. vom Eigentümer über 20 Jahre (übliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer = Abschreibungsdauer) an die Betreibergsellschaft (hier: Genossenschaft) zu einem individuell festgelegten Pachterlös verpachtet wird. Die Pachterlöse sind im Normalfall gestaffelt und beinhalten eine feste Grundvergütung (4%; eventuell indexiert auf Grundlage der Inflations-Entwicklung; = 15.000 € bis 20 000 pro Jahr; bei 20 Jahren: 300 000 € - 400 000 €) sowie zusätzlich eine variable Vergütung, die dann gezahlt wird, wenn das Windaufkommen (und damit der Ertrag der WKA) besser ist als ursprünglich kalkuliert. Die genaue Höhe der hier vereinbarten Pachterlöse ist uns unbekannt.
  • Ein weiterer Nutznießer wäre die beim Bau beauftragte Kranverleihfirma, die über eine Bauzeit von ca. 1 - 1,5 Jahren feste Mieteinnahmen aus dem Verleih ihres Maschinenparks erzielen könnte. 
  • Die den Versicherungsschutz übernehmende Versicherungsgesellschaft gehört ebenfalls zum Kreis der Gewinner, da über die kalkulierte Laufzeit von 20 Jahren jährlich stabile Versicherungsbeiträge erzielt würden. 
  • Die Gesamtkosten von ca. 3,7 Mio € (lt. Angaben der WKA-Initiatoren) sollen über Zeichnung von Genossenschaftsanteilen vorwiegend durch Bürger aufgebracht werden. Gerüchteweise wird gemunkelt, dass sich auch Firmen aus dem Lobby-Umfeld der Windkraftbranche (Kranverleih u.a.) oder auch die Hersteller-Firma finanziell beteiligen würden, vermutlich vor allem dann, wenn die Zeichnung durch Privatanleger nicht den gewünschten Erfolg bringen würde. 

Denkbar wäre auch, dass im Falle eines stockenden Vertriebs der Genossenschaftsanteile einzelne Personen aus dem Umfeld der WKA-Initiatoren größere Pakete übernehmen, die teilweise über Bankkredit finanziert werden könnten.

In diesem Fall würden die finanzierenden Banken über Zinserträge ebenfalls profitieren.Ob es darüber hinaus zu einer direkten Finanzierung über Banken kommt, ist uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Vermutlich dürfte dies davon abhängen, wie die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen verläuft. Sollte es allerdings zur Direktvergabe von Bankkrediten an die Genossenschaft kommen, dürfte die WKA als Sicherheitsobjekt zu Gunsten der Bank weitestgehend ausfallen, da die Wiederverwertung einer gebrauchten WKA  -  wenn überhaupt  -  nur unter Akzeptanz deutlicher Wertabschläge  -  realisiert werden könnte.

Zwar haben sich viele Banken im Zuge der ursprünglichen Windkraft-Euphorie vergangener Jahre  - vor allem in den nördlichen Bundesländern  -  an der Direktfinanzierung von WKA bzw. am Fondsvertrieb beteiligt, den Zeichnungs-Interessenten wurde jedoch - basierend auf Hochglanzprospekten der Initiatoren mit völlig unrealistischen Plan Erträgen - Wunschvorstellungen der Betreiber, als Realität suggeriert. Nachdem jedoch die ersten enttäuschenden Ergebnisse über die nur spärliche und im Vergleich zu anderen Anlagen äußerst bescheidene, nur unterdurchschnittliche Renditen bekannt wurden, hat sich ein Großteil der Banken aus diesem Geschäft zurückgezogen. Dieser Trend hält unvermindert an und heute haben sich die Banken zur Vermeidung der Prospekthaftung nahezu vollständig aus dem Vertrieb von Windkraftfonds zurückgezogen.

Vor allem im windarmen Binnenland dürfte die Mehrheit der Banken angesichts des schwächeren Windaufkommens und dadurch noch einmal schlechterer Ertragsaussichten keine Objektfinanzierung übernehmen, es sei denn, (staatliche oder private) Bürgschaften oder zusätzliche private Sicherheiten aus der Anlegerschaft würden gestellt.

Ebenfalls negativ dürfte sich die mangelnde Verkehrsfähigkeit der jetzt zur Zeichnung anstehenden Genossenschaftsanteile auswirken: Während beispielsweise Aktien oder Rentenpapiere (festverzinsliche Wertpapiere) an den weltweiten Börsen zum täglichen sich aus dem Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage sich ergebenden Kurswert (= Verkehrswert) verkauft oder gekauft werden können, besteht für die jetzt gezeichneten Genossenschaftsanteile einer WKA kein Markt (Börse), wo die Genossenschaftsanteile schon während der vorgesehenen Laufzeit von 20 Jahren  -  d.h. vorzeitig  -  verkauft werden könnten, z.B. wenn familiäre Notfälle eintreten und daher Kapitalbedarf entstehen würde. Ob die WKA-Initiatoren bzw. die Betreiber-Genossenschaft vorzeitig zur Rückgabe der in der ersten Euphorie gezeichneten Genossenschaftsanteile zum ursprünglichen Ausgabepreis (d.h. ohne Wertverlust) bereit ist, bleibt abzuwarten.


- Neben den direkt betroffenen Bewohnern (Husarenhof, Lerchenhof) zählt auch die Bevölkerung der Besigheimer Wartturmsiedlung sowie die Ingersheimer Bevölkerung  -  insbesondere die Bürger von Kleiningersheim  -  zu den Verlierern, da sich deren Lebensqualität vermutlich spürbar vermindert und  -  falls sie Grundstückseigentümer wären  -  eine deutliche Wertminderung ihres Grund und Bodens droht.
- Die Gemeinden Besigheim und Ingersheim sind ebenfalls Verlierer, da beim Bau ein Großteil der zur Logistik benötigten und zerstörten Feldwege anschließend wieder vermutlich auf Kosten der Gemeindefinanzen saniert werden müsste.
- Das Tourismuskonzept der Gemeinde Besigheim (Stichwort: einzige Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg mit Qualitätsbezeichnung „Erholungsort“) wäre negativ betroffen.
- Da die Anlage nach den jetzt bekannten Grunddaten wohl kaum eine nachhaltig stabile und positive Rendite erzielen dürfte, werden auch die Finanzen der Gemeinde Ingersheim kaum profitieren, denn Gewerbesteuer wird vermutlich wegen sehr langer Ertragslosigkeit nicht anfallen.
- Die Kleinanleger (Genossen) gehören vermutlich ebenfalls zu den Verlieren, denn wie bereits von den WKA-Initiatoren selbst avisiert, wird die Kapitalanlage  -  wenn überhaupt  -  erst nach sehr vielen Jahren eine dann immer noch nur sehr geringe Verzinsung auf das eingesetzte Kapital (Ausschüttung) abwerfen, da die Erträge aufgrund des eher geringen Windaufkommens wohl sehr bescheiden sind bzw. durch jährliche Abschreibungen, Rückstellungszuweisungen für späteren Rückbau-Aufwand, jährlichem Pachtzins für gepachtetes Ackerland (eventuell im Zeitablauf steigend wegen Berücksichtigung einer Inflations-Index-Klausel), ggfs vereinbarte Sondervergütungen und die übrigen anfallenden Verwaltungs- und Sachaufwendungen (Reparaturen, Instandhaltungsaufwand u.a.) weitgehend aufgezehrt werden.
- Im Falle des Baus muss überdies damit gerechnet werden, dass die unmittelbar im Wirkungskreis der Anlage lebenden Bewohner Rechtsmittel einlegen werden, falls es in der Nacht  -  wie bei vielen installierten WKA der Fall  -  zu nicht hinnehmbaren Lärmbelästigungen käme. Die in sehr vielen Fällen im Klageweg durch Bürger nachträglich erstrittene „Nachtruhe“ hat dazu geführt, dass die ohnehin nur dürftigen Erträge infolge der zusätzlichen Stillstandszeiten während der Nacht noch weiter reduziert wurden mit der Folge, dass spätestens dann die zuvor auf Hochglanzpapier hochgerechneten Plan-Erträge auf einen nur noch kümmerlichen Rest zusammengeschmolzen sind.

In diesen Fällen haben dann ausschließlich die oben genannten Einzelpersonen bzw. Firmen profitiert, während der Kleinanleger (hier: Genosse)  -  dem seine Anlage von den WKA-Initiatoren als Invest in ein umweltfreundliches und nachhaltiges, sogenanntes „Bürgerwindrad“ schmackhaft gemacht wurde  -  entweder Verluste erzielt oder im besten Falle 20 Jahre lang nur „Geld gewechselt“ hat.

Zuletzt: Ein Bau einer E-82 an dieser prägnanten Stelle wäre raumbedeutsam und führt zu einer dauerhaften Landschaftsverschandelung. Dieses „Opfer“ kann auch nicht mit Blick auf die zusätzliche  -  jedoch eher marginale  -  Stromerzeugung akzeptiert werden, denn das bei realistischer Betrachtung an diesem Standort nachhaltig zu erzielende Windaufkommen führt vermutlich  -  wenn überhaupt und trotz der Dimension der Anlage  -  zu einer zusätzlichen Stromversorgung von lediglich maximal ca. 100 -  200 Haushalten. 

Der von der E-82 in Ingersheim erzeugte Strom würde jedoch nicht durch einen im Mittleren Neckarraum ansässigen Stromversorger wie EnBW / SÜWAG / Bietigheimer Stadtwerke etc. abgenommen, die die Stromkunden im Landkreis Ludwigsburg lokal und damit auch in der Gemeinde Ingersheim versorgen. 

Vielmehr würde der in Ingersheim unter Entstehung vieler Nachteile (vgl. oben) erzeugte Strom im Netz weitergeleitet und durch einen lokalen Stromversorger in Südbaden (EWS Schönau) abgenommen, in dessen lokales Netz im Südschwarzwald / Südbaden er eingespeist würde.

Eine Versorgung einiger Ingersheimer Haushalte würde nur im äußerst unwahrscheinlichen Fall erfolgen, wenn Ingersheimer Haushalte ihren jetzt noch erfolgenden Strombezug bei ihrem bisherigen lokalen Stromversorger kündigen und sich stattdessen von „EWS Schönau“ beliefern lassen würden. Genau dieser Fall ist jedoch völlig unrealistisch, weil der aus regenerativer Windenergie gewonnene Strom teurer ist als der konventionell gewonnene Strom: Die Stromrechung für den von EWS Schönau bezogenen Strom wäre höher. Allein schon wegen des teureren WKA-Stroms dürfte kaum ein Anbieterwechsel erfolgen. 

Als Resultat bleibt daher festzuhalten: Der durch den Betrieb einer Enercon E-82 auf der Ingersheimer Höhe erzeugte Windkraft-Strom würde ins Netz eines lokalen Anbieters in Südbaden eingespeist und würde weitgehend auch dort  -  und eben nicht in Ingersheim  -  verbraucht. 

Spätestens an diesem Punkt würde eine Entscheidung des Ingersheimer Gemeinderats zum Bau einer E-82 auf der Ingersheimer Höhe zu einem auch überregional schnell bekannt werdenden Schildbürgerstreich par excellance werden, denn es ergäbe sich eine groteske Situation wie folgt:

Während der durch die E-82 regenerativ erzeugte Strom entgegen den seinerzeit (in den Jahren 2000 ff) gehegten „hehren“ Wunschvorstellungen der Befürworter nicht in Ingersheim / Kreis Ludwigsburg, sondern in Südbaden (EWS Schönau) verbraucht würde (die Region Südbaden profitiert vom regenerativ in Ingersheim erzeugten Strom), wäre durch eine entsprechende Entscheidung des Ingersheimer Gemeinderats pro WKA der Gesamtbevölkerung in der hiesigen Region neben den oben geschilderten Nachteilen wegen der irreparablen Verschandelung einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft ein dauerhaftes und nicht mehr in Zahlen greifbares Opfer auferlegt worden, nämlich: Der dauerhafte Verlust der Identität unserer heimischen Landschaft.



V Unterstützung der Bürgerinitiative

Sie können die Bürgerinitiative durch Beitritt (Beitrittsformular siehe Homepage) und / oder durch Eintragung in die Unterschriftenliste unterstützen. Diese wird nach Abschluss der Unterschriftenaktion dem Landratsamt Ludwigsburg als der für die Prüfung der Baugenehmigung zuständigen Behörde in einem symbolischen Akt übergeben. Die Orte, an denen Unterschriftslisten ausliegen, sind aus Info-Blatt 2 (siehe Homepage) ersichtlich und werden noch weiter ausgeweitet; Näheres hierzu in unserer Homepage. 

Sie können uns auch finanziell durch Gewährung einer Spende unterstützen (vgl. Homepage „Spendenkonto“). 

Falls Sie sich unserem Ziel der Verhinderung einer WKA / E-82 an diesem Standort anschließen, können Sie auch an unseren nächsten Versammlungen auf dem Husarenhof (Besenwirtschaft Ernst Grill) teilnehmen und bei uns einmal „reinschnuppern“, um uns näher kennenzulernen. 

Diskutieren Sie bitte die hier aufgezeigten Punkte in Ihrem Bekanntenkreis, verweisen Sie dort und bei Ihren Arbeitskollegen, in der Schule sowie im Verein auf unsere Homepage und empfehlen Sie diese bitte weiter. Anregungen nehmen wir gerne entgegen. 

Wir selbst stehen anderen Bürgerinitiativen, die sich ebenfalls gegen den Bau von Windkraftanlagen an unsinnigen windkraftarmen Standorten im Binnenland wehren, mit Rat und Tat zur Seite, falls gewünscht. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf. 

Falls Sie weitere Fragen haben, stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Besigheim, im März 2010


Peter Hitzker, Besigheim-Husarenhof

Vorsitzender der Bürgerinitiative
 „Gegenwind Husarenhof“               
Walter Müller

Pressewart der Bürgerinitiative
„Gegenwind Husarenhof“   



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