Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

 Wirtschaftlichkeit


Große Deckungslücke bei Finanzierung der Rückbaukosten von Windindustrieanlagen in Hessen

 

Kleine Anfrage des FDP-Landtagsabgeordneten Rock im hessischen Landtag bringt Licht ins Dunkel:

 Auf Grundstücksverpächter oder Standort-Kommunen in Hessen kommen große finanzielle Belastungen zu, falls private Windkraft-Betriebsgesellschaft insolvent wird oder wenn bis zur Aufgabe der Windkraft-Betriebstätigkeit im Jahresabschluß zu geringe Rückstellungen bzw. zu niedrige Rücklagen gebildet worden sind !

…und in B a d e n-W ü r t t e m b e r g…?

(Bönnigheim / Rotenberg / Großer Saukopf, , Backnang / Zollstock-Springstein, Bad Mergentheim, Boxberg, Marbach / Lauda-Königshofen, Creglingen, Krautheim / Dörzbach / Ailringen / Mulfingen, Neuenstetten, Dettingen / Ostalb, Löwenstein und anderswo)


(wm / 030515) - Eine  Kleine Anfrage  des FDP-Landtagsabgeordneten Rene Rock im hessischen Landtag hat „Licht ins Dunkel“ gebracht: Auf die

·         Grundstücksverpächter

·         und auf die Windkraft-Standort-Kommunen

kommen erhebliche finanzielle Belastungen zu, falls die Windkraft-Betriebsgesellschaft wegen relativem Windmangel, deshalb eintretender Verlust-Finanzierung und dadurch bedingtem Kapitalverzehr vorzeitig in die Insolvenz geht oder wenn bei regulärer Betriebsaufgabe am Schluß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von ca. 20 - 25 Jahren bis dahin keine Rückstellungen gebildet oder Rücklagen aufgebaut wurden, aus denen die betragsmäßig oft hohen WKA-Rückbaukosten finanziert werden können ( siehe Beitrag vom 7.5.2015 ).

Dieses Szenario stellt sich mit großer Wahrscheinlichkeit vor allem dort ein, wo die Windstrom-Erträge oft erheblich unter den von der Windkraft-Lobby in der Planungsphase zur Anlegergewinnung viel zu optimistisch abgegebenen Windertrags-Prognosen  -  wie bspw. in Ingersheim oder Bönnigheim ( Beitrag vom 18.4.2015 ) etc.  -  liegen, die oft bereits nach dem ersten Jahr Windkraft-Realbetrieb wie „Seifenblasen“ geplatzt sind und die i.d.R. durchschnittlich bis zu 30 % oder mehr unter den ebenfalls viel zu optimistisch schön gerechneten Zahlen des BW-Windatlas liegen.

In diesen Fällen  -  d.h. bei real erwirtschafteten und im Jahresabschluß ausgewiesenen Verlusten  -  wird mangels Jahresüberschuß / Bilanzgewinn von den WKA-Betrieben

·        keine Rückstellung für die später definitiv anfallenden Rückbaukosten gebildet (denn dann wäre das ausgewiesene Jahresergebnis / Jahresverlust noch einmal schlechter)

·        und kann keine Rücklage dotiert werden, die später aufgelöst und zur Finanzierung der teilweise immensen Rückbaukosten eingesetzt werden könnte

Laut Medieninformation Nr. 331 DR/NL vom 6.11.2014 fordert der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Rene Rock:

„Die FDP-Fraktion hält es für dringend notwendig, die Betreiber von Windkraftanlagen in Pflicht zu nehmen und nun einen Landes-Sicherungsfonds einzurichten, um entsprechende finanziellen Risiken abzusichern“

Er belegt seine in einer Kleinen Anfrage zum Ausdruck kommenden Befürchtungen mit einer 35 Seite umfassenden Aufstellung über alle derzeit in Hessen installierten Windkraftanlagen.

Danach bestanden im Dezember 2014 in Hessen 732 WKA‘ s. Davon liegen bei 528 WKA‘ s = 72 % keine Sicherheiten vor oder sind unbekannt, während bei lediglich 204 WKA‘ s Sicherheiten / Bürgschaften vorliegen.

Bei den 528 WKA‘ s ohne Sicherheiten oder bei denen Sicherheiten unbekannt sind, teilt sich die Anzahl auf in 411 WKA‘ s = 56 % ohne Bürgschaften und in 117 (16 %), bei denen keine Sicherheiten bekannt sind (insgesamt 528 WKA’s).

Weiter geht aus der Aufstellung folgendes hervor:

Bei 204 (28%) WKA‘ s mit Sicherheitsleistungen/Bürgschaften

·         beläuft sich die Bandbreite der Sicherheitsleistungen / Bürgschaften zwischen 5.100 € und 475.000 € (die Sicherheiten sind teilweise viel zu gering und decken die Rückbaukosten nicht ab)

·         bei 64 (von 204) Windrädern liegen die Bürgschaften unter 70.000 € (dieser Betrag ist angesichts der tatsächlichen Höhe der Rückbaukosten viel zu gering)

Lt. Kleiner Anfrage des hessischen FDP-Landtagsabgeordneten Rock betragen die Kosten für den WKA-Rückbau gemäß Kostengutachten des TÜV Süd bei einer modernen 3-MW-Anlage für Baustelleneinrichtung, Zuwege und Baunebentätigkeiten mehr als 500.000 € !

Die oben

·         spezifizierte Situation zu bestehenden Sicherheiten

·         sowie die nachfolgende Altersstruktur des WKA-Bestands

deutet im Hinblick auf die normalerweise kalkulierte betriebsgewöhnliche WKA-Nutzungsdauer von ca. 20 Jahren darauf hin, daß in nicht allzu ferner Zukunft

·         auf die hessischen Grundstücksverpächter bzw. Standort-Kommunen

·         mangels ausreichender Sicherheiten

eine millionenschwere Kostenlawine zurollt, falls in den Bilanzen der WKA-Betreiber keine bilanzielle Vorsorge (über Bildung von Rückstellung und Dotierung von Rücklagen) gebildet wurde und deshalb am Ende der Betriebstätigkeit kein ausreichend hoher Kapitalstock zur Verfügung steht, um die immensen Rückbaukosten finanzieren zu können.

 

Insolvente WKA  -  wer finanziert den Rückbau ?

Jon Coupland [CC BY-SA 2.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Gemäß der Altersstruktur des hessischen WKA-Bestands sind

·        36 Windräder (5 % des Bestandes) im Jahr 1994 oder früher in Betrieb gegangen (20 Jahre oder älter); bei diesen dürfte in Kürze wegen technischer Überalterung, Unwirtschaftlichkeit etc. die Betriebsaufgabe bevorstehen… … wobei sich die Frage der Finanzierung des Rückbaus stellt, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die EEG-Subventionen / Einspeisevergütungen nach 20 Jahren wegfallen…

·         418 Windräder (57%) im Jahr 2004 oder früher in Betrieb gegangen (10 Jahre oder älter)

d.h. bei 454 (62 %) WKA‘ s dürfte sich über kurz oder lang die Frage des Rückbaus und dessen Finanzierung stellen… … wobei die EEG-Subventionen nach 20 Jahren auslaufen…

 
Obwohl in Baden-Württemberg der WKA-Bestand mit z. Zt. rd. 400 installierten WKA‘ s deutlich unter den 732 in Hessen installierten WKA‘ s liegt, ist das hier angesprochene Problem der Finanzierung der WKA-Rückbaukosten identisch und vom Finanzierungsrisiko her in BW noch deutlich gravierender, denn:

Während die überwiegend im nördlichen Teil (Vogelsberg / Rhön u.a.) konzentrierten WKA‘ s in Regionen mit relativ konstantem und im Vergleich zu Baden-Württemberg deutlich besserem Windaufkommen stehen, ist BW vom jahresdurchschnittlichen Windaufkommen her das mit Abstand windschwächste Bundesland.

Dementsprechend erwirtschaftet schon jetzt ein Großteil der in BW installierten WKA‘ s herbe Betriebsverluste, so daß zu erwarten ist, daß diese relativ unrentablen WKA‘ s keine (bzw. nicht in ausreichendem Umfang) bilanzielle Vorsorge (Rückstellungen / Rücklagen)   bilden können.

Bestehen dann keine Sicherheiten oder sind diese zu gering, dürften auf die Grundstücksverpächter bzw. auf die Standort-Kommunen erhebliche finanzielle Belastungen wegen Finanzierung der Rückbaukosten zukommen.

Erst recht dürfte sich dieses Problem an denjenigen geplanten Standorten  -  wie bspw. in Ingersheim (2. geplante WKA) oder in Bönnigheim  -  stellen, also an Standorten, wo Ideologen und Symboliker Windindustrieanlagen unter großen Eingriffen in Landschaft und Natur planen an Stellen, die wegen relativer Windarmut niemals dauerhaft wirtschaftlich , d.h. kostendeckend, zu betreiben sind.

Die hier ersichtliche Aufstellung zeigt, daß die Bildung von Rückstellungen vor allem bei den schon länger installierten WKA‘ s vernachlässigt wurden. Die Aufstellung zeigt ferner, daß vor allem bei den WKA‘ s der 3. Generation und ab den Jahren 2010 ff.  installierten WKA‘ s i.d.R. Rückstellungen i.H.v. 150 000 € und höher gebildet wurden.

Um zu vermeiden, daß auf Grundstücksbesitzer und die Standort-Kommunen wegen Finanzierung von WKA-Rückbaukosten eine Kostenlawine größeren Umfangs zurollt, ist von der BW-Landesregierung als auch von den Genehmigungsbehörden (Landratsämter) zu fordern, daß ab sofort Verpflichtungserklärungen / Sicherheiten / Bürgschaften in ausreichendem Umfang von den WKA-Betreibern vor Genehmigung abverlangt werden, die den später einmal anfallenden tatsächliche Rückbaukosten entsprechen.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de



Windkraft: Rückbaukosten und kein Ende…

Kommt eine Kosten-Lawine auf die     Allgemeinheit Steuerzahler in B a d e n -        W ü r t t e m b e r g  zu ?

…150 000 € - 300 000 € Rückbaukosten je einzelner Windindustrieanlage sind kein Pappenstiel…

…vor allem dann, wenn zum Schluß das Eigenkapital der Anleger durch die Finanzierung des jährlich anfallenden Kostenblock weitgehend aufgezehrt ist…

Landtagsabgeordnete in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hessen legen „Finger in die Wunde“ und stellen Kleine Anfragen an ihre Landesregierungen…

 Wann reagiert man im Landtag von Baden - Württemberg und stellt ebenfalls eine Kleine Anfrage?

 …das dicke Ende kommt zum Schluß…

…oder: den Letzten beißen die Hunde…


(wm / 030515) -  Immer mehr Landtagsabgeordnete in den „klassischen“, d.h. vom jahresdurchschnittlichen Windaufkommen her relativ windstarken Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg oder auch Hessen / nördlicher Teil) stellen besorgt die Frage nach den Rückbaukosten einer Windindustrieanlage, die dann anfallen, wenn die WKA nach Ablauf der kalkulierten, betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (meist zwischen 20 und 30 Jahren) oder früher bei vorzeitiger Insolvenz vom Netz geht und dann zurückgebaut werden muß.

In den allermeisten Fällen haben die Genehmigungsbehörden (Landratsämter) den Betreibern vor Genehmigung gemäß Genehmigungsbescheid die Abgabe einer Verpflichtungserklärung abverlangt, wonach nach Einstellung des Windkraft-Betriebs der vollständige Rückbau / Entsorgung

·         der Anlage (Turm, Gondel, Nabe, Rotoren, Maschinen-Raum Generator etc.)

·         der Bodenversiegelung (Beseitigung des Fundaments)

·         einschließlich der Infrastruktur (Strom-Leitungen, Rückbau der Zuwegung / Feldwege etc.)

verlangt wird ( Beitrag vom 29.4.2015 ).

Da die Genehmigungsbehörden erkannt haben, daß viele der vorschnell und meist blauäugig geplanten Windparks wegen Windmangel und deshalb jährlich anfallender Verluste und des dadurch aufgezehrten Eigenkapitals der Anleger am Schluß bei Betriebsaufgabe nicht mehr in der Lage sein werden, den Rückbau „aus eigener Kraft“  -  d.h. aus den Windstrom-Erlösen  -  finanzieren zu können, haben sie sich zur Sicherung der Rückbauverpflichtung eine Sicherheit in Form einer jederzeit vollstreckbaren Bürgschaft ausbedungen, die dann verwertet wird, wenn die Windkraft-Betriebs-Gesellschaft den WKA-Rückbau nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren kann.

Oft reichen jedoch die von den Genehmigungsbehörden ausbedungenen Sicherheiten nicht aus, um im Verwertungsfall die Rückbaukosten finanzieren zu können; vgl. Windindustrieanlage Ingersheim, wo sich das Landratsamt Ludwigsburg im Genehmigungsbescheid vom 13.1.2011 eine Bürgschaft über 50 000 € hat ausstellen lassen, die jedoch auch nicht nur annähernd ausreichen dürfte, die Gesamt-Kosten des Rückbaus zu finanzieren… ( Beitrag v. 29.4.2015 ).

Diese je einzelner WKA anfallenden Rückbaukosten verschlingen größere Summen, wie man aus Fällen bereits erfolgter WKA-Rückbauten weiß. Die Höhe der Rückbaukosten ist abhängig von der Masse der zu entfernenden Teile (Anlagen-Typ, Höhe des Turms etc.) und vom Aufmaß / Kubatur des Fundaments ( Beitrag vom 22.4.2015 ).

Allein schon wegen der allgemeinen jährlichen Preis- und Kostensteigerung bzw. aufgrund der in der Baubranche jährlich zu verzeichnenden Kostensteigerungen steigen die Rückbaukosten im Zeitablauf jährlich kontinuierlich an.

Käme es nicht zu einem Rückbau durch die Windkraft-Betriebsgesellschaft,

 ·       würden die WKA‘ s als Windkraft-Industrieruinen  -  Landschaft und Natur auch weiterhin verschandelnd  -  bis auf weiteres stehenbleiben und verrotten

·       oder der Staat / Standort-Kommune und damit die Allgemeinheit / Bürgerschaft müßte 
einspringen und den Rückbau zu Lasten der Allgemeinheit aus Steuermitteln finanzieren

 Aus diesen Gründen ist es äußerst wichtig, daß die Windkraft-Betriebsgesellschaften

ab dem ersten Jahr ihres Betriebs an über ihre Jahresabschlüsse bilanzielle Vorsorge betreiben, indem sie bei ausgewiesenen Jahresüberschüssen / Bilanzgewinnen diese nicht an die Gesellschafter ausschütten, sondern vorab die gemäß Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) i.V.m. dem Genossenschaftsgesetz (GenG; fals es sich um eine Genossenschaft handelt, wie in Ingersheim) bzw. i.V.m. dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilmoG) in der Höhe der Rückbaukosten zwingend zu bildenden Rückstellungen bilden und danach den ggfs noch „übrig“ gebliebenen Bilanzgewinn zur Dotierung der Rücklagen verwenden, die dann später aufgelöst werden, wenn es zum Rückbau und dessen Finanzierung kommt.

Erst dann, wenn ermöglicht wäre, daß über eine so getroffene bilanzielle Vorsorge die Finanzierung der Rückbaukosten einigermaßen sichergestellt wäre, könnte dann, wenn der Windkraft-Betrieb bei Aufgabe seiner Tätigkeit keine ausreichenden Mittel mehr zur Finanzierung der Rückbaukosten mehr übrig hat, erreicht werden, daß die zwangsweise Verwertung der Sicherheit unterbleiben kann und die Allgemeinheit ebenfalls nicht herangezogen werden müßte…

Leider muß festgestellt werden, daß selbst in den relativ windstarken Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands bei weitem nicht alle Windkraft-Betriebsgesellschaften entsprechende bilanzielle Vorsorge treffen, denn auch dort kommt es relativ oft vor, daß die von der Windkraft-Lobby zur Anlegergewinnung viel zu optimistisch  -  weil viel zu hoch  -  versprochenen Windertrags-Prognosen oft meilenweit vom real erwirtschafteten Windstrom-Ertrag abweichen…

…jede bei aus Anlegersicht enttäuschendem Jahresergebnis dann noch zusätzlich in der Bilanz noch vorgenommene bilanzielle Vorsorge würde das ohnehin schon schlechte Jahresergebnis noch einmal entsprechend verschlechtern…

…daher schrecken viele Geschäftsführer / Vorstände  -  wie bspw. in Ingersheim (Jahresabschlüsse 2011 / 2012 / 2013)  -  davor zurück, bei entsprechend enttäuschenden Jahresergebnissen jetzt zur späteren Finanzierung der Rückbaukosten das ohnehin schon dürftige Jahresergebnis noch weiter zu verschlechtern und bilanzielle Vorsorge zu treffen, um Rückstellungen sowie Rücklagen zu bilden…

…lieber brüstet man sich damit, daß man eine  -  nicht aus realem Gewinn erwirtschaftete, sondern aus „Luft“ unter Nichtbeachtung gesetzlicher Bilanzierungs-Vorschriften  -  sich rein rechnerisch zurecht gelegte „Dividende“ von 1 % ausschütten könne, neben vorzeitigen Kapital-Rückzahlungen zu vorzeitigem Kapitalentzug durch Dividenden-Abfluß und Steuerzahlungen (wenn auch nur in marginaler Höhe) führend…Kapital, das später dringend benötigt würde zur Finanzierung der Rückbaukosten, das dann aber nicht mehr zur Verfügung steht…

Dieses aus Sicht der Allgemeinheit unter allen Umständen zu vermeidende Szenario haben verantwortungsvolle Landtagsabgeordnete im Blick, wenn sie über Kleine Anfragen in den Länderparlamenten entsprechende Auskünfte von ihren Landesregierungen verlangen.

In Niedersachsen bestanden Ende 2014 5616 Windindustrieanlagen, in Brandenburg waren es Ende 2014 ca. 3300  WKA’s , während in Schleswig-Holstein 3228 Wka‘ s (lt. Angaben BWE) und in Mecklenburg-Vorpommern 1742 WKA‘ s installiert waren.

Die „richtigen“ Fragen (Kleine Anfrage im jeweiligen Landtag) wurden bspw. gestellt von

·        Carsten-Peter Brodersen (FDP), Landtag Schleswig-Holstein, Drucksache 17 / 2484 vom 2.5.2012 („Rückstellungsbürgschaften beim Bau von Windkraftanlagen“)

·         Rene Rock (FDP, Landtag Hessen, Drucksache 19 / 762 vom 6.8.2014 „Rückstellungen für Rückbauten von Windkraftanlagen in Hessen“

·         Steeven Bretz (CDU), Landtag Brandenburg, Drucksache 5 / 3304 vom 15.4.2011 „Energiepolitik in Brandenburg“

·         Steeven Bretz (CDU), Landtag Brandenburg, Kleine Anfrage Nr. 65 vom 20.11.2014, „Rückbau von Windkraftanlagen in Brandenburg“


Wer trägt die Rückbaukosten ?

ANDY FISH [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)],
via Wikimedia Commons

Um welche Größen bzgl.

·         Kosten je einzelner Windindustrieanlage und

·         Kubatur / Abbau-Volumen

es geht, verdeutlich diese  Fundstelle :

Der hier angesprochene Sachverhalt ist besonders für Baden-Württemberg relevant. Daher wäre es dringend geboten, sehr zeitnah auch entsprechende Kleine Anfragen im Landtag von Baden-Württemberg zu stellen.

Denn einerseits forciert die BW-Landesregierung ihre Ziele zum Ausbau der Windkraft, wonach bis zum Jahr 2020 der Anteil der Windkraft an der gesamten Stromerzeugung von jetzt 1 % auf dann 10 % erhöht werden soll, was gleichbedeutend wäre mit dem Neubau weiterer ca. 1200 Windkraftanlagen zusätzlich zu den bereits 400 bestehenden WKA’ s.

Andererseits ist BW bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens (= wichtigste Voraussetzung für wirtschaftlichen, d.h. mindestens kostendeckenden Windkraft-Betrieb) nach den Langzeit-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD) das windschwächste aller Bundesländer und steht damit mit großem Abstand an letzter Stelle aller 16 Bundesländer. 
Ca. 80 % - 90 % aller bisher in BW ca. 400 Windkraft-Betriebe erwirtschaftet Jahr für Jahr „tiefrote“ Betriebsverluste, das Kapital der oft blauäugig investierenden Anleger vom ersten Jahr an aufzehrend und ohne Aussicht auf Besserung…

Trotz Kenntnis dieser äußerst ungünstigen Rahmenbedingungen hindert dies die BW-Landesregierung jedoch nicht daran, in Verfolgung ihres Regierungsprogramms auch weiterhin die oft blauäugigen Bürger dazu zu animieren, sich im Rahmen von Bürgerbeteiligungs-Modellen an derart bzgl. der Sicherheit des eingesetzten Anlegerkapitals hochriskanten „Bürgerwindrädern“ zu beteiligen.

Zwar „verbraten“ die in städtischer Regie über kommunale Eigenbetriebe betriebenen Verlust-Windpark-Gesellschaften ebenfalls das investierte Eigenkapital ihrer Anleger.

Im Gegensatz zu den von

·         Ministerpräsident Winfried Kretschmann / MdL (Grüne)

·         und BW-Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne)

über die Rechtsform der Genossenschaft empfohlenen Windkraft-Bürger-Beteiligungsmodellen verschleudern städtische Eigenbetriebe wie die Stadtwerke Stuttgart  -  bspw. bei ihrer angestrebten Investition im Stuttgarter Tauschwald / 2 WKA‘ s -  mangels Direkt-Investition von Bürgern zwar nicht das Geld von Kleinanlegern, sondern  -  natürlich nicht ihr eigenes / privates Geld, sondern „lediglich“ das Geld der Stromkunden  -  indem sie es in einen schon vor dem  „1. Spatenstich“ als Fehlinvestition / Millionengrab feststehenden und nur aufgrund geschönter Wirtschaftlichkeitsberechnungen bestätigten Verlust-Standort versenken (nachdem bereits ca. 200 000 € als Vorlaufkosten angefallen sind), unter Ausschaltung von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen und Verdrängung von Artenschutzgesichtspunkten einen „Windkraft-Symbol-Standort“ hochziehend… …man hat ja schließlich einen Grünen-OB und dies muß man unbedingt durch Umsetzung ideologisch geprägter Vorgaben unter allen Umständen umsetzen, koste es was es wolle…

…die auch dort nicht unerheblichen Rückbaukosten von (in 20 - 25 Jahren) geschätzt ca. 300 000 € x 2 = ca. 600 000 € tragen dort zwar auch nicht „über den Tisch gezogene“ Kleinanleger, sie sind jedoch von den Stadtwerken und damit von den Stromkunden der Stadtwerke Stuttgart zu finanzieren…

Im Gegensatz hierzu trifft die Finanzierung der Rückbaukosten die aufgrund der Empfehlung der BW-Landesregierung an Bürger-Beteiligungs-Gesellschaften (Genossenschaften) sich beteiligenden Kleinanleger direkt, falls ein Teil ihres Kapitals am Schluß bei Betriebsaufgabe noch vorhanden sein sollte…

Aufgrund der vom jahresdurchschnittlichen Windaufkommen her ungünstigen Rahmenbedingungen und der dadurch entstandenen nachhaltigen Verlust-Situation dürfte an vielen Windkraft-Standorten jedoch kein Anleger-Kapital mehr zur Verfügung stehen, um die Rückbau-Kosten finanzieren zu können…

Aufgrund dieser an vielen BW-Standorten wegen relativer Windarmut sich einstellenden Verlust-Situationen und im Vergleich zu windstärkeren Bundesländern ist es in BW als besonders dringend geboten

·        die Finanzierung der Rückbaukosten über Kleine Anfragen im BW-Landtag zu behandeln

·         und die Genehmigungsbehörden über Verordnungen / Erlasse eindringlich darauf hinzuweisen, bei anstehenden Genehmigungen von Windkraft-Standorten für ausreichend verwertbare Sicherheiten in Höhe der heute bekannten, seriös zu ermittelnden Rückbaukosten zu sorgen, damit die Allgemeinheit später (beim „bitteren Ende“) nicht zur Finanzierung der Rückbaukosten herangezogen werden muß…  

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de



Landratsamt Ludwigsburg (Genehmigungsbehörde): Falsch  -  weil viel zu niedrig  -  ermittelte  R ü c k b a u k o s t e n für Windindustrieanlage Ingersheim   i.H.v. 50 000 € sind völlig u n z u r e i c h e n d !

 Tatsächliche, in ca. 20 Jahren anfallende Rückbaukosten sind deutlich h ö h e r und liegen zwischen 100 000 € und 200 000 € oder noch darüber !

 Wer haftet ?

 …der Grundstücksverpächter, das Landratsamt Ludwigsburg oder die Standort-Kommune Ingersheim?

  

(wm / 290415) -  Das Landratsamt Ludwigsburg hat in seinem Genehmigungsbescheid (Az: 202 - 106.11 Hb) für die Windindustrieanlage Ingersheim vom 13.1.2011 unter Ziff. 2 Baurecht / 2.2. als Voraussetzung für die Aushändigung des Baufreigabescheins folgendes festgesetzt:

„2.2 Der Baufreigabeschein kann erst ausgehändigt werden, wenn …

·         „eine Verpflichtungserklärung abgegeben wurde, dass das Vorhaben nach dauerhafter Aufgabe der zulässigen Nutzung zurückgebaut und die Bodenversiegelung beseitigt wird (Rückbauverpflichtung)“,

·         „zur Sicherung der Rückbauverpflichtung eine Sicherheitsleistung von 50 000 €  in Form einer unbefristeten selbstschuldnerischen Bankbürgschaft vorgelegt wurde.“

Mit der Verpflichtung zur Stellung einer Sicherheit soll erreicht werden, daß der Rückbau der WKA nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und „Aufgabe der Nutzung“ auch für den Fall gesichert ist,

·         daß eine vorzeitige Insolvenz der Windkraft-Betriebsgesellschaft eintritt (Kapitalverzehr ist eingetreten; es ist kein Kapital mehr vorhanden, um die Rückbaukosten finanzieren zu können) oder

·         daß nach Ablauf der kalkulierten Laufzeit der durch jährliche Abschreibungen, Schuldzinsen und anderen jährlich anfallenden Aufwendungen verursachte  Kostenblock und der dadurch jährlich bei Finanzierung des Kostenblocks eingetretene Verzehr des durch die Anleger bereit gestellten Eigenkapitals höher ist als die durch Windkraft-Betrieb erzielten jährlich Einnahmen

In beiden Fällen steht das durch die Anleger bei ihrem Beitritt eingezahlte Eigenkapital wegen zwischenzeitlich zur Finanzierung der laufenden Kosten und wegen des deshalb eingetretenen Kapitalverzehrs am Schluß bei Betriebsaufgabe nicht mehr zur Verfügung, um die beim WKA-Rückbau anfallenden Kosten in vollem Umfang finanzieren zu können.

Der WKA-Rückbau stellt eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung dar, insbesondere dann, wenn im Genehmigungsbescheid die Abgabe einer Verpflichtungserklärung und die Stellung einer unbefristeten selbstschuldnerischen Bürgschaft als Voraussetzung für die Aushändigung des Baufreigabescheins verlangt wird, wie im Fall der Ingersheimer Windindustrieanlage.

Der im Genehmigungsbescheid des LRA LB vom 13.1.2011 für die Finanzierung der Rückbaukosten und für die Stellung einer selbstschuldnerischen Bürgschaft zugrunde gelegte Betrag von 50 000 € war schon am Datum des Genehmigungsbescheids (13.1.2011) viel zu niedrig. Der Betrag von 
50 000 € reicht niemals aus, um die WKA-Rückbaukosten in Ingersheim auch nur annähernd finanzieren zu können.

Dies ergibt sich allein schon im Vergleich zu anderen Windkraft-Standorten, wo die Genehmigungsbehörden in vergleichbaren Fällen je einzelner WKA bei jetzigem Kostenniveau von Rückbaukosten von 171 000 € (Creglingen / LRA Main Tauber), 295 000 € (Hardthäuser Wald / LRA Heilbronn) oder 150 000 € (Boxberg / ZEAG) ausgehen. Zeitungsberichte über Standorte in anderen Regionen berichten über Rückbaukosten in ähnlicher Höhe.

Selbst dann, wenn man zur Ermittlung der Rückbaukosten fälschlicherweise (wie vom LRA LB) einen Betrag von viel zu niedrigen 50 000 € auf Basis des heutigen Kostenniveaus zugrundelegt, wären die damit heute zu finanzierenden Leistungen in 20 Jahren nach Betriebsaufgabe nicht mehr finanzierbar, weil sich das Kostenniveau allein schon durch die jährliche Inflation weiter erhöht: 
Bei einer jährlichen durchschnittlichen Inflationsrate von 2,5 % p.a.

·         müßten bei meinem heutigen Kostenniveau von 50 000 €

·         in 20 Jahren (Jahr 2031) 82 000 € und

·         in 30 Jahren (Jahr 2041) 105 000 €

zur Verfügung stehen, um die zu einem heutigen Kostenniveau zu erbringenden Leistungen auch 
in 20 Jahren bzw. in 30 Jahren finanzieren zu können; zum Volumen des Rückbaus und zur Stellungnahme des BWE (Bundesverband Windenergie) vgl. unseren Homepage-Beitrag vom
 22.4.2015 .

Die Frage der Haftung stellt sich immer dann, wenn  der ursprünglich (zur Zahlung) Verpflichtete (wegen Zahlungsunfähigkeit) ausfällt, konkret im Fall von Ingersheim: Wer zahlt die Rückbaukosten, wenn das Eigenkapital der Anleger durch die Finanzierung der jährlich anfallenden Kosten aufgezehrt ist und daher nicht mehr zur Finanzierung zur Verfügung steht ?

Da der Rückbau einer Windindustrieanlage nach neuester, sich diesbezüglich weiter verschärfenden Naturschutz-Rechtsprechung einklagbar ist  -  manche in Ingersheim und im Weiler Husarenhof wohnende Bürger sollen darauf bereits warten  -  ist zu fragen, wer für den über 50 000 € hinausgehenden Teil der Rückbaukosten haftet, wenn die Energiegenossenschaft Ingersheim eG ausfallen sollte !

Die Energiegenossenschaft Ingersheim eG jedenfalls hat bisher kaum Anstalten gemacht, sich ihrer Verpflichtung zur Finanzierung der vermutlich ca. 200 000 € oder noch höher  betragenden Rückbaukosten zu stellen, wenn man die bisher veröffentlichten Jahresabschlüsse 2010 - 2013 heranzieht, um den Grad der bilanziellen Vorsorge zu ermitteln, die zur Finanzierung künftiger Kosten-Belastungen nötig wäre.

Vor dem Hintergrund dieser zwingenden Verpflichtung hätte die Energiegenossenschaft ab dem Jahr des WKA-Baubeginns  -  d.h. ab 2011, also dem Jahr, in welchem mit dem Bau der später zu beseitigenden WKA begonnen wurde  -  bilanzielle Vorsorge treffen müssen, indem man

·         eine gemäß Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) i.V.m. dem Genossenschaftsgesetz (GenG) und i.V.m. dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) zwingend in den Jahresabschlüssen ab 2011 ff.  zu bildende Rückstellung für Rückbaukosten in Höhe der zum jeweiligen Bilanzstichtag in tatsächlicher Höhe zu ermittelnden Rückbaukosten

·         nach Rückstellungsbildung bei einem danach noch vorbleibenden Bilanzgewinn mit diesem  -  zumindest teilweise  -  die Rücklagen dotiert, bis diese die Höhe des Betrags erreichen, der zur Finanzierung der Rückbaukosten benötigt wird   

Bis zur Durchführung dieser bilanziellen Vorsorge hätte es

·         nicht zur Ausschüttung eines wegen Verstoßes gegen zwingend einzuhaltende Bilanzierungsvorschriften nicht real erwirtschafteten, sondern nur wegen unberücksichtigt gebliebener bzw. viel zu niedrig ausgewiesener Rückstellung für Rückbaukosten „nur auf dem Papier“ ausgewiesenem Bilanzgewinns

·         und auch nicht zur vorzeitigen Kapitalrückzahlung i.H.v. 157 500 € im Jahr 2013 und in den Jahren davor kommen dürfen (link zu Beitrag vom 22.4.2015), auch wenn damit eine Kapitalrückzahlung an Finanzierungs-Hintermänner / Strohmänner erfolgt ist, die sich nicht dauerhaft an der Finanzierung einer auf „schwachem Fundament“ gebauten Ingersheimer WKA beteiligen wollten, sondern die allem Anschein nach vor allem als „Lockvogel“ bzw. vermutlich zum „pushen“ der eigenen Geschäfte gedient haben, um den unentschlossenen Klein-Anlegern die am Anfang stockende und nur zögerlich angelaufene Eigenkapital-Zeichnung doch noch schmackhaft machen zu können, indem man die zur Anleger-Gewinnung verbreitete story von der baldigen Schließung der Anlegerliste streuen konnte, mit der Absicht, bei den damals noch unentschlossenen Anleger eine „Torschluß-Panik-Stimmung“ auszulösen, in der Hoffnung, daß noch möglichst viele Kleinanlieger aufspringen würden … 

 

So hat die Energiegenossenschaft Ingersheim eG gemäß eigenen, im Bundesanzeiger bisher veröffentlichten Angaben zu den Jahresabschlüssen 2011 - 2013

·         im veröffentlichten Jahresabschluß  des Jahres 2011 (Bilanzstichtag 31.12.2011) den nach Verlustabdeckung aus dem Jahr 2010 noch verbliebenen „Bilanzgewinn“ von 16290,93 € mit 1 % = 162,91 € in die Rücklage (in 2012) eingestellt und den Rest von 16 128,02 € auf neue Rechnung vorgetragen.

Bei korrekter Bilanzierung hätten die zum 31.12.2011 auf Basis des damals vorherrschender Kostenniveaus zu ermittelnden Rückbaukosten von ca. 170 000 € als Rückstellung passiviert werden müssen. Dadurch wäre  -  korrekt  -  kein Bilanzgewinn, sondern ein Jahresfehlbetrag = Bilanzverlust ausgewiesen worden.

Eine Rücklage zum 31.12.2011 wurde nicht gebildet.

·         im veröffentlichten Jahresabschluß des Jahres 2012  (Bilanzstichtag 31.12.2012) den nach Gewinnvortrag aus dem Jahr 2011  sich ergebenden „Bilanzgewinn“ von 54543,49 € mit 
1 % = 545,43 € in die Rücklage (in 2013) eingestellt und einen Teilbetrag als Dividende von 
28 650 € ausgeschüttet, während der Rest von 25 348, 06 € auf neue Rechnung vorgetragen wurde.

Bei korrekter Bilanzierung hätten die zum 31.12.2012 auf Basis des damals vorherrschenden Kostenniveaus zu ermittelnden Rückbaukosten von ca. 175 000 € (Kostensteigerung ca. 2,5 % p.a.) als Rückstellung passiviert werden müssen.  Dadurch wäre  -  korrekt  -  kein Bilanzgewinn, sondern ein Jahresfehlbetrag = Bilanzverlust ausgewiesen worden.

Die zum 31.12.2012 mit 162,91 € dotierte Rücklage reicht nicht annähernd aus, um die Rückbaukosten von 175 000 € zu finanzieren.

·         im veröffentlichten Jahresabschluß des Jahres 2013 (Bilanzstichtag 31.12.2013) den nach Gewinnvortrag aus dem Jahr 2012 sich ergebenden „Bilanzgewinn“ von 67548,94 € mit 1 % = 675,49 € in die Rücklage (in 2014) eingestellt und einen Teilbetrag als Dividende von 42 975 € ausgeschüttet, während der Rest von 23 898,45 € auf neue Rechnung vorgetragen wurde.

Bei korrekter Bilanzierung hätten die zum 31.12.2013 auf Basis des damals vorherrschenden Kostenniveaus zu ermittelnden Rückbaukosten von ca. 179 500 € (Kostensteigerung ca. 
2,5 % p.a.) als Rückstellung passiviert werden müssen. Dadurch wäre  -  korrekt  -  kein Bilanzgewinn, sondern ein Jahresfehlbetrag = Bilanzverlust ausgewiesen worden.

Die zum 31.12.2013 mit 708,34 € dotierte Rücklage reicht nicht annähernd aus, um die Rückbaukosten von ca. 179 500 € zu finanzieren. 

Zum Bilanzstichtag 31.12.2013 besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft i.H.v. 50 000 €, die als Sicherheit gezogen würde, wenn die Energiegenossenschaft Ingersheim für die Finanzierung der Rückbaukosten ausfallen würde.

Unter Berücksichtigung der zum 31.12.2013 (letzter veröffentlichter Jahresabschluß) gegebenen Kostenverhältnisse und den im Vergleich zu anderen Windkraft-Standorten abgeleiteten Höhe der Rückbaukosten würde nach Verwertung der gestellten Bürgschaft von 50 000 € eine Kosten-Unterdeckung von 129 500 € verbleiben.

Diesbezüglich stellt sich die Frage, wer für die Finanzierung dieser ungedeckten Kosten aufkäme, falls die Energiegenossenschaft Ingersheim eG nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. nach Einstellung des Windkraft-Betriebs hierfür nicht in der Lage wäre, falls das Eigenkapital der Anleger wegen Finanzierung des jährlichen Kostenblocks weitgehend aufgezehrt sein würde.

Vor diesem Hintergrund wäre es keine allzu große Überraschung, wenn in den nächsten Jahren viele Kleinanleger „kalte Füße“ bekommen und dem Beispiel der beiden Groß-Kapitalzeichner aus dem Jahr 2013 zur vorzeitigen Kapital-Rückzahlung folgen würden, die sich ihr Kapital i.H.v. 
157 500 € im Jahr 2013 zurückzahlen ließen.

Steht dann

·         der Grundstücksverpächter

·         das Landratsamt Ludwigsburg oder

·         die Standort-Kommune Ingersheim

zur Finanzierung der Rückbaukosten Verfügung ?

Wer finanziert in Bönnigheim die Rückbaukosten für 2 Windindustrieanlagen am Rotenberg / großen Saukopf (Naturpark Stromberg-Heuchelberg), wenn die dortigen Windkraft-Enthusiasten den windigen Empfehlungen der Vorstände der Energiegenossenschaft Ingersheim folgen und am windschwachen Standort im Bönnigheimer Stadtwald das Eigenkapital gutgläubiger Anleger „in den Sand“ setzen ? 

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



www.gegenwind-husarenhof.de


„Windkraft-Invest nicht ohne Risiko“

 

Kreissparkassen-Chef in Fulda warnt vor hochriskanten Windkraft-Investments  -  Baden-württembergische Genossenschaftsbanken empfehlen ihren Kunden Windkraft-Kapitalanlagen ! Wer hat Recht ?


(wm / 180614) -  Immer mehr Experten warnen vor allem Kleinanleger vor hochriskanten Windkraft-Kapitalanlagen. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf mehrere in letzter Zeit erfolgte spektakuläre Zusammenbrüche von Windkraft-Betriebsgesellschaften, die  -  gestützt auf meist völlig überzogene, durch „gekaufte“ Gutachter aus der Windkraft-Lobby erstellte Gefälligkeitsgutachten  -  zur Anlegergewinnung viel zu optimistische Windstrom-Ertragsprognosen abgegeben haben.

In diesen Fällen müssen die so vielfach „über den Tisch gezogenen“ Kapitalanleger Jahr für Jahr mit ansehen, wie ihr „sauer verdientes“ Anlegerkapital wie „Schnee in der Sonne schmilzt“, vielfach auf einen Totalverlust und eine vorzeitige Insolvenz zusteuernd, von Gewinnausschüttungen und Verzinsungen ganz zu schweigen; auch die mit Gewerbesteuer-Einnahmen aus Windkraft-Betrieb geköderte Standort-Kommune guckt ebenfalls „in die Röhre“…

Verwunderlich ist, daß entgegen der Meinung des Fuldaer KSK-Chefs  -  dessen Warnungen vor hochriskanten Windkraft-Kapitalanlagen von vielen Fachleuten unterstützt werden  -  vor allem baden-württembergische Genossenschaftsbanken sich den eher ideologisch geprägten Empfehlungen der grün-rot geführten BW-Landesregierung anschließen und ihren Kunden Windkraft-Investments in BW empfehlen, obwohl doch eigentlich auch in Bankenkreisen bekannt sein müßte, daß das vergleichsweise windarme Binnenland Baden-Württemberg bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens nach den Langzeit-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) an 16. und damit an letzter Stelle aller 16 Bundesländer liegt und es daher an vielen geplanten Windkraft-Standorten in BW höchstwahrscheinlich zu Fehlinvestitionen zu Lasten der Anleger kommt, die  -  wieder einmal  -  ihr Kapital durch „Blauäugigkeit“ und naives Anlageverhalten verlieren werden…


Auch für Windkraft-Beteiligungen kann gelten: 

Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer

Nicht ohne Grund sind ca. 80 % aller bisher bundesweit 24 000 installierten Windkraftanlagen in den klassischen Windkraft-Bundesländern in Niedersachen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen bzw. in den nördlichen Teilen von NRW und Hessen installiert und eben nicht im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg; und auch in Bankenkreisen sollte es sich herum gesprochen haben, daß 80 % - 90 % der rd. 400 in BW an den vermeintlich windgünstigsten Standorten auf der Schwäbischen Alb, den Höhenrücken des Nord- und Süd-Schwarzwalds und in der Hohenloher Ebene in Betrieb befindlichen WKA‘ s Jahr für Jahr hochdefizitäre Verlust-Betriebsergebnisse erwirtschaften, das Kapital der Anleger aufzehrend und vermutlich vielfach auf eine vorzeitige Insolvenz zusteuernd… 

Statt vieler verweisen wir auf einen Bericht der Fuldaer Zeitung, in dem der dortige Kreissparkassen-Chef seine Kunden vor hochriskanten Windkraft-Investments warnt. Die Fuldaer Zeitung schreibt hierzu:

 

,,Windkraft-Invest nicht ohne Risiko"

 

Von Volker Nies, Kreis Fulda

 

Alois Früchtl, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Fulda, warnt vor der Annahme, ein Invest in Windkraftanlagen sei eine in jedem Fall lukrative Anlage. „Es gab gerade 2011 und 2012 eine Goldgräberstimmung, die durch die Fakten nicht gedeckt ist“,so der Sparkassenchef.

Viele Kunden, die Geld in Beteiligungen in Windanlagen steckten, hätten völlig falsche Vorstellungen von dieser Anlageform, sagt Früchtl: „Trotz der auf 20 Jahre garantierten Vergütung: Eine Anlage in Windkraft stellt immer ein nicht zu vernachlässigendes unternehmerisches Risiko dar.“ Wer heute Beteiligungen an Windrädern anbiete, verweise auf Gutachten über die am geplanten Standort gemessenen Winde. Die Studien seien aber oft in ungewöhnlich windreichen Jahren erhoben worden und damit nicht repräsentativ.

„Es ist nicht sicher, dass der gemessene Wind auch in Zukunft eintritt. Es kann gut sein, dass ein Windkraftfonds über Jahre keine Gewinne ausschüttet. Eine Finanzierung muss diese doppelte Flaute aushalten können“, erklärt Früchtl. Die Sparkasse Fulda gewähre  Anlegern auch weiter Finanzierungen für Windkraft-Investments. „Aber das machen wir nicht blindlings. Wir schauen uns jeden Einzelfall genau an. Nur wenn Eigenkapital als Sicherheit da ist, gewähren wir Darlehen für Windräder“, sagt der Vorstandschef.

Bei der  neuen, 200 Meter hohen  Generation von Windrädern wisse man überhaupt noch nicht, wie verschleißanfällig die neuen Anlagen sind. Hier liege ein weiteres Risiko für Anleger. Bedenken müsse man auch, dass die Umweltauflagen für Windräder höher  werden, was die Angelegenheit verteuert. Wegen dieser Gefahren verzichte die Sparkasse Fulda darauf, selbst in Windkraft zu investieren. „Bei den Eigenanlagen legen wir ja Kundengelder an. Da sind wir sehr vorsichtig“, erläutert Früchtl.

Eine weitere mögliche Belastung erwähnt Früchtl dabei noch gar nicht. Im Vogelsberg hat sich der Umweltverband Nabu den Verzicht auf eine Klage gegen einen Windkraftstandort finanziell vergüten lassen. Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel hatte der Nabu erreicht, dass fünf von sieben Anlagen in einem Windpark nach einem halben Jahr Betrieb stillgelegt wurden.  Die Betriebsführer des Windparks, die OVAG-Tochter Hessen-Energie, und eine Bürgergesellschaft zahlten 500 000 Euro in einen Naturschutzfonds ein.

Gegenüber der „Berliner Zeitung“ klagte Hessen-Energie-Geschäftsführer Horst Meixner über „Wegezoll für Windräder“, der Geschäftsführer von Westfalen-Wind, Johannes Lackmann, sprach gegenüber der Zeitung sogar vom „Einstieg des Nabu in die Schutzgeldbranche“. Allerdings räumt Meixner ein, dass die Zahlung an den Nabu das kleinere Übel gewesen sei. Schon der wenige Monate dauernde Stillstand der Windräder habe eine Million Euro gekostet. Durch diesen Stillstand, so berichtet Meixner, hätte einigen Anlegern und Investoren sogar die Privatinsolvenz gedroht.

Hohe finanzielle Verpflichtungen mit vollem Risiko – das ist genau das Verhalten, vor dem Alois Früchtl warnt. Vor dem Hintergrund, dass es Stimmen im Nabu gibt, die das Prinzip „Zustimmung gegen Windräder gegen Geld“ ausbauen wollen, scheinen Anlagen in Windkraft noch risikoreicher zu werden. Quelle: Bürgerliste Bad Arolsen 

Ende des Zeitungsberichts

 

Zu hoffen bleibt, daß baden-württembergische Kapitalanleger  -  gerade auch nach den im Bankensektor vorgekommenen Ereignissen in den letzten Jahren, zu Schieflagen in vielen Bank-Bilanzen führend  -  bei ihren Anlagenentscheidungen „kühlen Kopf“ bewahren und sich nicht von vollmundigen Versprechungen  -  egal, ob innerhalb oder außerhalb von Banken abgegeben  -  „über den Tisch ziehen“ lassen…

 

 

v.i.S.d.P.: Walter Müller, „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“ (Berater der BI‘ s)

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

(Ex.i.d.F.v. 18.6.2014)


Warnung an potentielle Windkraft-Kapitalanleger im relativ windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland: Hände weg von Verlust-Bürgerwindrädern im windarmen „Ländle“ !

 

STZ: “Razzia bei Windreich AG - Windige Geschäfte vermutet“

FAZ.net: „Windreich-Anleihen - Ein Windmüller ängstigt seine Geldgeber“ / Finanznachrichten: „Windparkentwickler Windreich verschiebt Börsengang“ auf unabsehbare Zeit…

Hoher Verschleiß an Finanzvorständen kratzt am Ruf des Windpark-Projektentwicklers Windreich AG, Wolfschlugen

Kann die E x-A R D-T a l k s h o w-M o d e r a t o r i n und zeitweilige Mit-Eigentümerin eines H u n d e s a l o n s in Berlin, Sabine Christiansen, als stv. Aufsichtsratsvorsitzende die F l a u t e  bei Windreich zähmen und für f r i s c h e n    W i n d (= frisches Kapital) zur Abwendung einer drohenden Insolvenz sorgen ?

 In 2010 und 2011 ausgegebene Windreich-Anleihen im Nominal- und Ausgabewert von 1 2 5 Millionen € (100 %) verzeichnen zwei-stellige Kursrückgänge, verlieren in den letzten Monaten dramatisch an Wert, müssen von der Börsenaufsicht zur Vermeidung weiteren Wertverfalls vom Handel ausgesetzt werden und valutieren im Frühjahr 2013 nur noch mit ca. 25 % = einem Viertel ihres Ausgabebetrags… …Durchsuchung von Geschäfts- und Privaträumen  -  Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen Bilanzfälschung

Katastrohale Kursentwicklung: Öko-Kapitalanlegern und Zeichnern von Windreich-Anleihen drohen große Verluste ihres finanziellen Engagements  -  Volle Rückzahlung des A n l e i h e k a p i t a l s an die Öko-Zeichner im Jahr 2 0 1 6 steht immer mehr in den Sternen…

4.7.2013: Wirtschaftswoche berichtet über Klageeingang beim Landgericht Regensburg  -  Sich geprellt fühlende Windkraft-Kapitalanleger fordern Rückabwicklung ihrer risikoreichen Windreich-Anleihekäufe…

„…und die Moral von der Geschicht…“


 

(wm / 140713) - Die Stuttgarter Zeitung (STZ) berichtet in ihrer Ausgabe vom 6.3.2013 zu einer von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beim in Wolfschlugen bei Esslingen ansässigen Windkraft-Projektentwickler W i n d r e i c h  AG durchgeführten Razzia wie folgt: „Völlig substanzlos kann es indes nicht gewesen sein, was ein anonymer Insider der Anklagebehörde gesteckt hatte. Sonst hätte diese wohl nicht so konsequent zugeschlagen: Vier Staatsanwälte und 35 Beamte des Landeskriminalamts durchsuchten am Dienstag die Windreich-Zentrale über einem Supermarkt in Wolfschlugen und vier Privatwohnungen von (Ex-)Managern. Ermittelt werde gegen fünf amtierende und ehemalige Vorstandsmitglieder „eines auf dem Sektor der regenerativen Energien tätigen Unternehmens“ wegen des Verdachts auf Bilanzmanipulation in Millionenhöhe, teilte die Staatsanwaltschaft mit: Durch die „Überbewertung von Vermögenspositionen“ sollen sie Jahres- und Konzernabschlüsse sowie Lageberichte „geschönt“ haben.

In den Jahren 2010 und 2011 seien Forderungen und Umsätze ausgewiesen worden, denen „keine effektiven Geschäfte zugrunde lagen“ oder nur solche mit einem deutlich niedrigeren Gegenwert, Lageberichte sowie Jahres- und Konzernabschlüsse seien „geschönt“ worden. Weitere Verdachtsmomente bestünden für Kapitalanlagebetrug, Marktpreismanipulation und Kreditbetrug. Man habe 1200 Aktenordner und große Mengen digitaler Daten sichergestellt, bilanzierten die Fahnder, die Auswertung werde dauern….”. Ins Visier der Ermittler war auch der frühere BW-Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP) geraten, der jedoch bereits im Sommer 2012  nach Tätigkeiten als Aufsichtsrat und Vorstand ausgeschieden war. ( Stgt. Zeitung v. 6.3.2013 )

Zwar hatte der Windreich-Alleinaktionär und schwäbische Selfmade-Unternehmer, Windkraft-Tüftler und gemäß Zeitungsberichten durch Projektierung und Vermarktung von Supermärkten schon früh zu Geld gekommene Willi Balz recht frühzeitig und schon lange vor Fukushima / Japan (März 2011) „die Nase richtig im Wind“, um die finanziell äußerst lukrativen Chancen für Windkraft-Investoren zu erkennen, die sich vor allem aus Windparks ergeben, die „off-shore“  -  also weit vor der Küste draußen im Meer  -  gebaut werden…

·         …wo die Produktions- und Standortbedingungen für Windstrom-Erzeugung aufgrund des im Vergleich zum eher windärmeren Binnenland jahresdurchschnittlich deutlich höheren Windaufkommens ausgezeichnet erschienen…

·         …wo keine renitenten Gegenwind-Bürgerinitiativen  -  wie „auf dem Land“, insbesondere im windschwächeren Binnenland wie bspw. in Baden-Württemberg, wo i.d.R. nur Windkraft-Verlust-Standorte entstehen, die keine Gewinnausschüttungen abwerfen und die wegen Dauer-Verlusten auch nicht zu Gewerbesteuer-Einnahmen der Standort-Kommune führen  -  gegen die durch Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachten Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag, Infraschall, Elektrosmog u.a. lautstark protestieren…

·         …wo keine fußballfeld-große Rodungen zig Jahre alter Bäume / Wälder nötig werden, bei einem verschämten Wegsehen von der Windkraft-Lobby sich oft korrumpieren lassenden Nachtwächter-Politkern auf der Bundes-, Landes- und kommunalen Ebene und von an sich mit Belangen des Naturschutzes von Amts wegen befaßten Behörden unter Zugrundelegung gekaufter, von der Windkraft-Lobby erstellten Gefälligkeitsgutachten zu einem Naturfrevel ohnegleichen führend bei weiterem Rückgang des Natur- und Artenschutzes, der bundesweit bereits jetzt schon vielfach „am Boden liegt“ und der im Begriff ist, einen weiteren, dann wohl zum endgültigen „KO“ führenden Schlag „unter die Gürtellinie“ zu bekommen…

·         …wo Windkraft-Betrieb nicht zu Immobilienverlusten und  -  quasi „über Nacht“  -  zu „kalter Enteignung“ aufgrund der Absenkung von Verkehrswerten von Grundstücken, Häusern und Wohnung (zu Lasten der Grundstücks-Eigentümer) führen, die in Sichtweite zu Windindustrieanlagen stehen und

·         …wo keine Beton-Infrastrukturmaßnahmen zur großflächigen Zerstörung bisher landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzter Flächen führen…

Aufgrund dieser an sich ausgezeichneten Rahmenbedingungen  -  so die Überlegung der offshore-Projektierer  -  war kaum Protest-Potential zu erwarten, das über Gerichtsauseinandersetzungen u.a.  -  wie oft im Binnenland  -  zur Verzögerung oder gar zum Fall ambitionierter Windkraft-Pläne führen könnte…

 


Das auf Projektierung und Realisierung von offshore-Windparks ausgelegte Geschäftsmodell der Windreich AG und anderer Projektoren, die ebenfalls auf diesen sehr schnell sich zum „Hype“ entwickelnden Zug aufsprangen, schien sich  -  insbesondere ab Fukushima / Japan (12.3.2011)  -  als nicht versiegende, aufgrund völlig überzogener, von den Stromverbrauchern / Allgemeinheit über höhere Stromrechnungen zu bezahlenden, durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) über 20 Jahre garantierten Subventionen (Einspeisevergütungen) mit staatlicher Lizenz versehene Gelddruckmaschine herauszustellen, von der zu erwarten war, daß den Windkraft-Projektoren und den sie finanzierenden Öko-Kapitalisten  -  quasi wie im Schlaraffenland, wo man im Märchen nur noch den Mund aufmachen mußte, um gebratene Tauben fangen zu können -  ganze Schwärme gutmeinender Öko-Kapitalanleger, Welt-Klimaverbesserer u.a.  -  als Zeichen der Gier das Dollar-Zeichen im Auge aufblitzen lassend  -  geradezu zugespült würden und man als Windkraft-Vertriebler zur Einstreichung einer gut bemessenen Provision eigentlich nur noch das Auftragsformular parat halten mußte, um den nervös und immer stärker drängelnden, in der Warteschlange zur Zeichnung anstehenden, bereits  -  in der Befürchtung, nicht mehr „zum Zuge zu kommen“  -  von Torschluß-Panik befallenen Öko-Kapitalisten die Hand zur Unterschrift zu führen…    

Das Geschäftsmodell der Windreich AG hatte jedoch  -  wie sich seit mehreren Monaten und vor allem jetzt herausstellte  -  nicht nur einen, sondern mehrere Haken…, denn: 

Der von Projektierer Willi Balz und seinen finanzierenden Öko-Kapitalanlegern (meist private Zeichner im Risiko-Mittelstands-Segment der Börsen) und Banken sehnsüchtig erwartete Geldregen kann nur einsetzen, wenn die projektierten Windparks planmäßig  -  d.h. unter Einhaltung einer akkurat betriebenen Zeitplanung und unter Einhaltung des projektierten Kostenbudgets  -  errichtet werden und „am Netz“ sind, d.h. wenn offshore-Windstrom ins Netz eingespeist wird… und der fertig gestellte Windpark  an ein Betreiber-Konsortium „zu Geld gemacht“ und meistbietend verkauft wird…

…dieser Zeitpunkt jedoch steht nach unerwarteten Verzögerungen beim Bau nach wie vor in den Sternen und führte schon seit einigen Monaten dazu, daß ob der Realitäten und Negativ-Schlagzeilen langsam erwachende Öko-Kapitalanleger und finanzierende Banken von Tag zu Tag nervöser wurden, „kalte Füße“ bekamen und zur Sicherung wenigstens eines Teils ihres investierten Kapitals  -  nach dem Motto: „…lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“ Anleihe-Verkaufsaufträge schrieben und Windreich-Anleihen in „rauen Mengen“ auf den Markt geworfen wurden, dadurch erst recht Kursabstürze des Anleihewerts verursachend…

Faz.net schreibt: „Das Problem hat einen Namen, im Bericht der Ratingagentur Creditreform findet es sich unter dem Punkt „Risiken“. Dort steht weit vorne das Stichwort: „Sicherstellung der Liquidität“. Vor allem mit diesem sperrigen Fachbegriff hat es zu tun, dass die Ratingagentur die Windreich-Anleihen lediglich zur Kategorie der hochspekulativen Papiere zählt. Denn der Bau eines Windparks auf hoher See kostet gewaltige Summen - Projektausgaben von 1,5 Milliarden Euro sind keine Seltenheit. Geld verdienen Projektentwickler wie Windreich aber erst, wenn der Windpark fertig und ans Stromnetz angeschlossen ist - dann nämlich können sie den Park verkaufen. In der Planungs- und Bauphase aber müssen die Windfirmen ständig frisches Geld nachschießen - nichts anderes ist mit Liquidität gemeint.“ ( Faz.net v. 18.2.2013 )

Aufgrund dieser Turbulenzen sind die Kurswerte der Windreich-Anleihen im Frühjahr 2013 auf rd. ein Fünftel = 20 % des Ausgabewerts gefallen, „der Markt rechnet mit Windreich-Ausfall“.
( Finance Magazin v. 20.3.2013 )

Bereits im Jahr 2012 hatten sich diese Finanz-Turbulenzen abgezeichnet und spätestens im Dezember 2012 konnten sie nicht weiter verheimlicht werden, als der geplante Windreich-Börsengang zwangsläufig verschoben werden mußte: Ein Alarmzeichen für die ohnehin schon hellhörig gewordene Finanzbranche und die um ihr in den Anleihen investiertes Kapital bangenden Anleger, deren Kurse teilweise im freien Fall abtrudelten und die deshalb an der Börse vom Markt ausgesetzt werden mußten. ( FinanzNachrichten.de v.  18.12.2012 )

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten bereits etliche Führungskräfte  -  oft nach nur kurzer Zeit, die jedoch wohl genügte, um sich anhand der internen Daten einen Überblick über das in Schieflage geratene Zahlenwerk verschaffen zu können  -  das ins Schlingern geratene Windreich-Schiff fluchtartig verlassen, so bspw. ein eigens von der Schweizer Hausbank geholter, nur kurz agierender Finanzvorstand oder der mit großen Vorschuß-Lorbeeren angetretene Ex-Telekom-Vorstand  -  die Telekom ist immerhin ein Dax-30-Unternehmen  -  Dr. Eick, der zunächst als Berater den geplanten Windreich-Börsengang begleiten und danach in den Vorstand wechseln sollte. ( Wirtschaftswoche v.  18.12.2012 )

Ob es unter diesen Voraussetzungen der anschließend als stellvertretende Aufsichtsrats-Chefin geholten Ex-ARD-Tagesthemen-Moderatorin und TV-Talkmasterin Sabine Christiansen gelingt, das schlingernde Windreich-Schiff wieder in ruhiges Gewässer zu steuern, wird von Kennern der Materie  - die bei der Verpflichtung der TV-Talkmasterin lediglich von einem Marketing-Gag ausgehen  -  mit Fug und Recht bezweifelt, da Sabine Christiansen bis dahin im Geschäftsleben nennenswert vor allem  -  zusammen mit dem Promi-Figaro Udo Walz  -  durch die Eröffnung eines Hunde-Salons aufgefallen war, so SPIEGEL-ONLINE vom  7.12.2004   , wo ab Januar 2005 als weitere Dienstleistung auch „ein Hunde-Verwöhnprogramm mit Massagen und Bachblüten-Therapie für den gestressten Vierbeiner im Angebot“ sein sollte. Ob sich diese Geschäftsidee der Hundesalon-Unternehmerin Sabine Christiansen mit Erfolg durchgesetzt hat, ist nicht weiter bekannt.


Hat er die Kurse der Kurse der beiden Windreich-Anleihen gesehen?
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Zwar reicht wegen weiter im offshore-Windpark-Geschäft anhaltender Turbulenzen die betriebliche Liquidität nach wie vor und wohl auch weiterhin nicht aus, um die jährlich im Juli eines jeden Jahres für die beiden mit insgesamt 125 Millionen € begebenen Windreich-Anleihen anfallenden Zinszahlungen von 6,5 % bzw. 6.75 % p.a. aufbringen zu können. Immerhin kam  es beim kürzlich im Juli 2013 fälligen Zinstermin nicht  -  wie beim letzten Zinstermin  -  zu einer Verzögerung, nachdem der Windreich-Eigentümer Willi Balz den an die Anleihe-Gläubiger auszuschüttenden Zinsbetrag jetzt aus seinem Privatvermögen bezahlt hat. (FINANCE v. 15.7.2013)

Nach Presseverlautbarungen sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Windreich wegen Bilanzverfälschung, Kapitalanlagebetrug u.a. noch nicht abgeschlossen.

Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche vom  4.7.2013  haben bei ihrem Windreich-Anleihekauf sich geprellt fühlende und jetzt auf teilweise immensen Kursverlusten sitzende Anleihe-Käufer eine Klage auf  Rückabwicklung des Anleihe-Kaufs beim Landgericht Regensburg eingereicht, das den Eingang der Klage bestätigt hat.

Und die Moral von der Geschicht‘: …im Interesse des Anlegerschutzes und des Kapitalerhalts Hände weg von oftmals viel zu riskanten Windkraft-Investments „auf hoher See“ und von Bürgerwindrädern im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg (Homepage-Beiträge vom 24.6. und vom 18.6.2013),

·         wo an den allermeisten der von der Windkraft-Lobby und ihrer Helfershelfer auf der politischen Bühne „ausgeguckten“ und oft auf Basis von Gefälligkeits-Gutachten gefundenen Standorte oftmals nur ein „laues Lüftchen“ weht oder totale Windflaute herrscht und wo der wegen Windrad-Stillstands  -  so wie im jetzigen Sommer 2013  -  in Ingersheim wegen Windrad-Stillstands mit vielen Unterbrechungen dort nur spärlich gewonnene Windstrom allenfalls ausreicht, um mit einem Schlagbohrer  -  wenn überhaupt  -  nur ganz dünne Bretter bohren zu können…       

·         es sei denn, der Öko-Kapitalanleger sieht seinen Windkraft-Kapitaleinsatz als Spielgeld an, möchte dieses sehenden Auges „verbrennen“ und will deshalb nicht ins Spiel-Casino gehen…

 

 
Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

 

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“




Bericht der Schwäbischen Zeitung über EnBW-Windsymposium: “Experte stellt Wirtschaftlichkeit in Zweifel“

Bürgermeister von Immendingen (Region Bodensee / Oberschwaben / Allgäu) beim EnBW-Windsymposium: Bürgerfrieden ist wichtiger als dezentrale Stromversorgung  -  Deshalb Verzicht auf Windkraftanlagen in Immendingen !

Wohl dem, der einen solchen Bürgermeister hat  -  Ingersheimer Bürger blicken neidvoll auf Immendingen

Ingersheimer Windkraft-Märchenerzähler geraten immer mehr in die Defensive..

 

(wm / 040513) - Einem Bericht in der online-Ausgabe der Schwäbischen Zeitung vom  17.4.2013  zufolge hat ein EnBW-Experte bei einem EnBW-Windsymposium in Messkirch klare und an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassende Aussagen über Wirtschaftlichkeitsgrenzen von Windkraft-Betrieb an Binnenland-Standorten getroffen, die an vielen umstrittenen Standorten im eher windarmen Baden-Württemberg auf „offene Ohren“ gestoßen sind und manchem bisherigen Windkraft-Befürworter auf Initiatoren-Seite als auch auf kommunaler bzw. Landesebene angesichts seiner bisher mehr oder weniger bedingungslosen pro-Windkraft-Haltung  -  „koste es, was es wolle“, so bspw. in Ingersheim / Landkreis Ludwigsburg  -  manche schlaflose Nacht bereitet haben dürfte.

Die Schwäbische Zeitung schreibt: „Eine Kernfrage ist, ob sich die Windkraft in der Region rechnet. Vom Potenzial her liegt das Gebiet Bodensee-Oberschwaben am unteren Ende im Land. Aus Sicht des ENBW-Experten Dirk Güsewell rechnen sich Anlagen erst ab einer Windstärke von sechs Metern pro Sekunde. Liege die Windstärke darunter, rät der Experte, das Projekt zurückzustellen. Technisch sei die Windkraft weit fortgeschritten, „ich erwarte da keine großen Sprünge mehr“.

Und die entscheidende Passage noch einmal „zum Mitschreiben“: „Aus Sicht des ENBW-Experten Dirk Güsewell rechnen sich Anlagen erst ab einer Windstärke von sechs Metern pro Sekunde. Liege die Windstärke darunter, rät der Experte, das Projekt zurückzustellen.“

Aufhorchen läßt, daß diese Aussage von einem Experten  -  und hier darf man wohl das Wort „Experte“ getrost in den Mund nehmen  -  des EnBW-Konzerns getroffen wurde, einem internationalen Energie-Konzern mit Sitz in Stuttgart, der an sich aus eigenem Interesse am Ausweis einer möglichst großen Anzahl von Windvorrang-Gebieten interessiert sein müßte, um gewinn- und umsatzsteigernd möglichst viele EnBW-Windparks realisieren zu können…


Ein Mann ein Wort  - oder nur ein Ablenkungsmanöver ?


In die gleiche Richtung gehen wohl auch die einer eher realistischeren Betrachtungsweise auf Seiten der BW-Landesregierung Platz machende Einschätzung, wenn sie in ihrer vor ca. 6 - 8 Wochen erschienenen Windkraft-Potentialanalyse davon spricht, daß Windkraft-Industrieanlagen zur Realisierung eines dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betriebs an Standorten gebaut werden sollten, an denen die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit 6 m / sek überschreitet…

Bisher wurde die  -  allerdings nur „auf dem Papier“ hoch gehaltene und fernab jeder Realität  -  „am Schreibtisch“ viel zu niedrig festgelegte und nicht anhand des tatsächlich am Standort vorhandenen Windaufkommens ermittelte Windgeschwindigkeit von 5,25 m / sek  -  noch einmal heruntergeschraubt auf eine lediglich 60 % betragende Wahrscheinlichkeitsquote  -  als Maß aller Dinge gesehen, um aus politischen, von der grün-roten BW-Landesregierung vorgegebenen  -  jedoch sehr durchsichtigen  -  Gründen möglichst viele Windkraft-Standorte auch im vergleichsweise windarmen Baden-Württemberg realisieren zu können.

Diese von der grün-roten BW-Landesregierung gewollte „Saat“ könnte zwar aufgehen, jedoch mit dem viel zu hohen Preis, daß die allermeisten der jetzt an relativ windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb in BW völlig ungeeigneten Standorten gebauten Windindustrieanlagen schon vor dem 1. Spatenstich Fehlinvestitionen gigantischen Ausmaßes darstellen, Natur-und Landschaft sowie Jahrhunderte alte, von den Vorfahren gepflegte Kulturlandschaften irreparabel verschandelnd und zu einer milliardenschweren Fehl-Allokation in Milliardenhöhe zu Lasten der deutschen Steuerzahler führend  -  wie die durch Armleuchter-Politiker zu verantwortende, jahrelange Subventionierung des Steinkohlebergbaus in den 60-er und 70-er Jahren oder die Subventionierung der völlig am Markt vorbei platzierten Bauherrenmodelle (heute durch die Abrißbirne entsorgt) in den 80-er Jahren  -  jeweils, versteht sich, zu Lasten des deutschen Steuerzahlers…

… und die allermeisten der vorschnell und blauäugig den viel zu optimistischen Verlockungen der Windkraft-Lobby erlegenen Öko-Kapitalanleger werden sich wohl darauf einstellen müssen, von ihrem gezeichneten Kapital  -  wenn überhaupt  -  nur noch einen Bruchteil wiedersehen zu können, von Gewinnausschüttungen bzw. Verzinsungen ganz zu schweigen…   


 Dank EEG und den neuen instabilen Energien sinkt die Kraftwerksauslastung


Auch mancher Banker hebt angesichts des völlig überzogenen Windkraft-Hypes im eher windschwachen Binnenland warnend seine Zeigefinger und weist auf unkalkulierbare Risiken bei Windkraft-Investitionen hin.

Ein weiteres „highlight“ des EnBW-Windsymposiums stellen die unmißverständlichen Äußerungen des Bürgermeisters von Immendingen dar, dem der Bürgerfrieden in seiner Gemeinde wichtiger ist als die dezentrale Stromversorgung, weshalb er auf den Bau von Windkraftanlagen in seiner Gemeinde verzichte.

Wohl dem, der einen solchen Bürgermeister in seiner Gemeinde hat, der sich nicht von windkraft-fanatisierten Gemeinderäten und von der Windkraft-Lobby  -  gegen seine eigene Gemeinde gerichtet, wie im nur 298 m über NN belegenen Ingersheim, wo die relative Windschwäche dazu führt, daß nach eigenem Bekunden der Gemeindeverwaltung noch nicht einmal Gewerbesteuereinnahmen zugunsten der Gemeinde anfallen werden   -  „um den Finger wickeln“ läßt, sondern zum Wohl der gesamten Gemeinde standhaft bleibt. 

Angesichts der vor dem Hintergrund neuer Pläne zum Bau weiterer Windkraftanlagen  -  noch näher an die eigene Wohnbevölkerung heran rückend, insbesondere in Kleiningersheim  -  sich häufenden „Eigentore“ der Ingersheimer Gemeindeverwaltung dürfte mancher Ingersheimer Bürger neidvoll zu Gemeinden wie Immendingen aufblicken, wo ein dem Gesamtwohl der Gemeinde und nicht nur sich Partikularinteressen verpflichtet fühlender Bürgermeister erfolgreich die Geschicke der Gemeinde lenkt… 

Dies trifft in ganz Baden-Württemberg überall dort zu, wo windkraft-begeisterte Bürgermeister und Gemeinderäte  -  teilweise bereits von der Windkraft-Lobby unterwandert  -  „drauf und dran“ sind, ihre größten Trümpfe  -  nämlich eine weitgehend noch unbehelligte Natur und Landschaft sowie ein noch intaktes, nicht durch Windkraftauseinandersetzungen zerrissenes Gemeindeleben  -  aufs Spiel zu setzen für viel zu optimistische Versprechungen der Windkraft-Lobby, die sich dann, wenn sich die oft bittere Realität später zeigt, bereits wieder in alle Winde zerstreut haben…  

  

Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Pressewart (kommissarisch) des Landesverbands baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften (i.Gr.)




„Windkraft-Invest nicht ohne Risiko“ 

Sparkassen-Banker warnt vor unkalkulierbaren Risiken bei Windkraft-Investitionen und möglicherweise drohendem Eigenkapital-Verlust oft blauäugiger Öko-Kapitalanleger, die sich von der Windkraft-Lobby allzuoft „über den Tisch ziehen“ lassen   

Beim Windwahn-Hype  -  vor allem im eher windschwachen Binnenland  -  verhält es sich so wie beim Platzen der Bauherrenmodell-Blase in den 80-er Jahren: Finanzielles Fiasko für Kapitalanleger und bitteres Ende folgen nach…

 Vor allem Volks- / Genossenschaftsbanken sollten sich beim Anpreisen von Genossenschaftsanteilen an sogenannten „Bürgerwindrädern“ im relativ windarmen Binnenland  -  zum Schutz ihrer Kunden vor Kapitalverlust  -  an der windkraft-kritischen Beurteilung des Sparkassen-Chefs ein Beispiel nehmen…

 …damit es am Schluß hinsichtlich des Eigenkapitals der Öko-Kapitalanleger        n i c h t heißt: „…Vom Winde verweht…“


(wm / 030513) - Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat Alois Früchtl, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Fulda, vor überzogenen Rendite-Erwartungen von Öko-Kapitalanlegern gewarnt, die oftmals euphorisiert, blindlings und vorschnell Windkraft-Geldanlagen auch im eher windschwächeren Binnenland vornehmen. In einem Bericht der Fuldaer Zeitung vom  9.3.2013  „warnt er vor der Annahme, ein Invest in Windkraftanlagen sei eine in jedem Fall lukrative Anlage. Es gab gerade 2011 und 2012 eine Goldgräberstimmung, die durch die Fakten nicht gedeckt ist“, so der Sparkassen-Banker warnend.

Er kritisiert, daß viele Kunden Geld in Beteiligungen in Windanlagen stecken, ohne sich vorher über das Risikoprofil dieser Geldanlage jemals Gedanken gemacht zu haben und viele Anleger hätten völlig falsche Vorstellungen über ihr Risk-Investment bei dieser Anlageform. Früchtl stellt fest: „Trotz der auf 20 Jahre garantierten Vergütung: Eine Anlage in Windkraft stellt immer ein nicht zu vernachlässigendes unternehmerisches Risiko dar.“ Wer heute Beteiligungen an Windrädern anbiete, verweise auf Gutachten über die am geplanten Standort gemessenen Winde. Die Studien seien aber oft in ungewöhnlich windreichen Jahren erhoben worden und damit nicht repräsentativ.“

Im Beitrag heißt es weiter: „Es ist nicht sicher, dass der gemessene Wind auch in Zukunft eintritt. Es kann gut sein, dass ein Windkraftfonds über Jahre keine Gewinne ausschüttet. Eine Finanzierung muss diese doppelte Flaute aushalten können“, erklärt Früchtl. Die Sparkasse Fulda gewähre  Anlegern auch weiter Finanzierungen für Windkraft-Investments. „Aber das machen wir nicht blindlings. Wir schauen uns jeden Einzelfall genau an. Nur wenn Eigenkapital als Sicherheit da ist, gewähren wir Darlehen für Windräder“, sagt der Vorstandschef.

Früchtl fährt fort: „Bei der  neuen, 200 Meter hohen Generation von Windrädern wisse man überhaupt noch nicht, wie verschleißanfällig die neuen Anlagen sind. Hier liege ein weiteres Risiko für Anleger. Bedenken müsse man auch, dass die Umweltauflagen für Windräder höher  werden, was die Angelegenheit verteuert. Wegen dieser Gefahren verzichte die Sparkasse Fulda darauf, selbst in Windkraft zu investieren. „Bei den Eigenanlagen legen wir ja Kundengelder an. Da sind wir sehr vorsichtig“, so Früchtl.

Mit diesen Worten weist er auf den Wartungs- und Instandhaltungsaufwand von WKA’s hin, der wie bei Industrieanlagen aufgrund des technischen Verschleißes im Zeitablauf steigt. Es ist wie beim Kauf eines neuen Autos: Im 1., 2. oder 3.  Jahr sind die Kosten der regelmäßigen Inspektionen / TÜV i.d.R. überschaubar bzw. eher gering. Mit zunehmendem Alter und aufgrund der (Ab)Nutzung steigt die Verschleißanfälligkeit einzelner Teile / Komponenten, der individuelle Fahrstil wirkt sich ebenfalls auf die Höhe des Instandhaltungsaufwands aus und bei LKW’ s ist der Grad der Abnutzung und damit der Instandhaltungsaufwand im Zeitablauf zusätzlich noch höher, wenn der LKW nicht nur im 1-Schichtbetrieb, sondern im 2-Schichtbetrieb oder gar „rund um die Uhr“ genutzt wird.


Quelle: Wilfried Heck

Während bei Autos oder Industriemaschinen der Instandhaltungsaufwand bzw. der Verlauf der Instandhaltungs-Kostenkurve bei i.d.R. 7 - 12 Jahren betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer einigermaßen bekannt ist und für Kalkulationszwecke mehr oder weniger verläßlich vorhergesagt werden kann, ist der jährliche Anstieg des Instandhaltungsaufwands bei Windindustrieanlagen bzw. deren Verschleißanfälligkeit aufgrund ihrer deutlich länger kalkulierten und tatsächlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer  -  die i.d.R. zwischen ca. 20 - 25 Jahren liegt  -  oft kaum vorhersehbar. Dies trifft vor allem auf den Zeitraum der letzten ca. 10 Jahre der bis zu 25 Jahren geplanten WKA-Laufzeit zu: Während sich die Instandhaltungskosten schon in den ersten Jahren der Nutzung nicht linear gleichverteilt verhalten, sondern im Normalfall eher moderat = proportional ansteigen, verläuft der Anstieg der Instandhaltungskosten-Kurve in den letzten Jahren eher exponential und daher deutlich stärker.

Dies trifft vor allem bei den jetzt neuen, technisch fortgeschrittenen und hauptsächlich fürs eher windschwächere Binnenland konstruierten, künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  der 3. Generation zu, die zwar wohl in der Testphase „im Laborstadium / Simulationsraum“ im Modellversuch, jedoch noch nicht in „realtime“ gelaufen sind, weshalb sich gerade bei dieser neuen Windräder-Baureihe für Öko-Anleger weitaus größere Kostenrisiken ergeben als bei den Baureihen der früher ausgelieferten Windmühlen und jedem Autofahrer ist bekannt, daß bei zunehmender Elektronik die Störanfälligkeit der Aggregate ansteigt… …entsprechend dürften die Reparaturzyklen  -  und damit die Stillstands-Zeiten und zu zusätzlichen „Leerkosten“ führenden Instandhaltungs-Intervalle  -  in denen bei weiterlaufenden Kosten kein Windstrom produziert und daher kein Ertrag erzielt wird  -  bei den im Binnenland ausgelieferten Windindustrieanlagen der neuen Generation deutlich zunehmen…  



Kleiner Scherz zum 1. Mai in Tutttlingen -Esslingen

Quelle: Bürgerinitiative aus Tuttlingen-Esslingen


Auch zeigt die Praxis in der Vergangenheit oftmals, daß beim Vergleich der vor dem Kauf der Windkraftanlage geplanten Instandhaltungskosten gegenüber den später im Echtbetrieb tatsächlich angefallenen Instandhaltungskosten erhebliche Divergenzen bestehen, weil die Vertriebsprofis der Windkraft-Konzerne bei ihren Vermarktungsstrategien  -  erst recht im relativ windarmen Binnenland im Süden (Bayern) bzw. Südwesten (Baden-Württemberg) Deutschlands , das an den allermeisten Stellen mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen völlig ungeeignet ist für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb und wo bei den ohnehin eher „schwachbrüstigen“ Ertragsversprechungen jeder zusätzliche Kostenblock das ganze, ohnehin auf „wackeligen Beinen“ stehende Finanz-Gebilde wie ein Kartenhaus zum Einsturz bringen kann und daher unerwünscht ist  -  viel zu hohe Windstrom-Ertragsprognosen, Verzinsungen, Gewinnausschüttungen etc. prophezeien, die u.a. auch deshalb (aber „nur auf dem Papier“) in der Vorhersage zustande kommen, weil der geplante, in die viel zu optimistische Ertrags-Hochrechnung (wenn überhaupt) einbezogene Instandhaltungsaufwand gegenüber dem später ab Inbetriebnahme tatsächlich eintretenden Instandhaltungsaufwand viel zu gering ist, m.a.W., die Vertriebsprofis der Windkraft-Lobby lassen bei ihren meist viel zu optimistischen Ertragsvorhersagen oft einen Teil der später anfallenden Kostenarten einfach „unter den Tisch fallen…“, um ihre Rechnungen zu „schönen“…



Neues Ortsausgangsschild der zukünftigen Windkraft-Gemeinden ?

 

Quelle: Bürgerinitiative aus Tuttlingen-Esslingen


…und bilden entweder gar keine oder meist viel zu geringe  -  weil die Kosten-Kalkulation sprengende  -  
Rückstellungen für Instandhaltungsaufwendungen, Rückbaumaßnahmen, Renaturierungskosten, Sondermüll-Entsorgung u.ä., mit der Folge, daß das „böse Erwachen“ für die wieder einmal „über den Tisch gezogenen“ Öko-Kapitalanleger „am bitteren Ende“ erst noch bevorsteht, zu einem Zeitpunkt, an dem die windigen Vertriebs-Profis sich schon längst verabschiedet und „in alle Winde“ zerstreut haben…  

Bei den Windkraft-Konzernen und im Umfeld der Windkraft-Lobby blickt man mit Sorge auf Hiobsbotschaften,

·         die in letzter Zeit verstärkt auf die Windkraft-Branche zu rollen

·         und die ihr das Leben schwer machen könnte

weil das jetzt aus ihrer Sicht auch angesichts von durch „grün-rot“ in Baden-Württemberg erledigter „Hausaufgaben“ zur Beseitigung von Windkraft-Hemmnissen in den Bereichen…

·         …Natur- und Landschaftsschutz (die Außerkraftsetzung von bisher bestehenden Natur- und Landschaftsschutzgesetzen und -richtlinien zur „Schleifung“ von Natur und Landschaft unter verschämtem Wegsehen der selbst ernannten, aber total versagenden, sogenannten Naturschutzorganisationen ist in vollem Gange)

·          …Verhinderung von EEG-Subventionskürzungen (die grün-rot geführte BW-Landesregierung hat durch ihre Blockade zusammen mit der Bundesratsmehrheit dafür gesorgt, daß die von der Bundesregierung vorgeschlagene und im Deutschen Bundestag mehrheitlich beschlossene, schon längst überfällige Kürzung des milliardenschweren EEG-Subventionsunfugs (Reduzierung der Einspeisevergütungen) blockiert und bis auf weiteres „auf Eis gelegt“ wird, obwohl diese von den Stromverbrauchewrn über höhere Stromrechnungen zu bezahlenden EEG-Subventionen allein im Jahr 2012 rd. 20 Milliarden € betrugen  -  Tendenz weiter stark steigend  -  und die in Kürze wohl die Schallmauer von 100 Milliarden € übersteigen werden…

·         …Reduzierung von Sicherheits- / Mindestabständen zu Lasten der Bevölkerung (die BW-Landesregierung hat zur Durchsetzung ihres Programms zum Bau weiterer ca. 1200 Windindustrieanlagen bis 2020 mit 700 m (Wohngebiete) bzw. 300 m (Mischgebiete) die im Vergleich zu allen 16 Bundesländern die niedrigsten Sicherheits- / Mindestabstände beschlossen, die im Einzelfall sogar noch unterschritten werden können und die eklatant gegen die Empfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) verstoßen, die ihren Mitgliedern einen Sicherheitsabstand von 2000 m empfiehlt

schon sicher geglaubte Milliarden-Geschäft und die gedanklich wohl schon vollzogene Zerlegung des milliardenschweren Windkraft-Kuchens herbe Einbußen erleiden könnte, wenn…

·         …aufgeschreckte private Öko-Kapitalanleger oder

·         …die das Geld der Bürger riskierenden Stadtwerke, kommunale Versorgungsunternehmen etc.

·         …bzw. die Spareinlagen ihrer Kunden (Spareinlagen) aufs Spiel setzende Banken

sich eventuell bei Beteiligung und Finanzierung von Windindustrieanlagen zurückhalten, weil allzu stark in der dann windkraft-sensibilisierten, aufgeschreckten  Öffentlichkeit bekannt wird, daß bspw. der Windkraft-Weltmarktführer VESTAS mit „Fundamentschäden kämpft“, wie es in den VDI-Nachrichten / INGENIEUR.de vom  6.2.2009  heißt, wo unter der Schlagzeile „Weltmarktführer kämpft mit Fundamentschäden“ wie folgt berichtet wird:

“Anlagen, die wie alte Zähne im Fundament wackeln, schrecken die Windbranche auf. Betroffen ist beispielsweise der Weltmarktführer Vestas. Der Bundesverband Windenergie hat eine Fragebogenaktion gestartet. Hersteller Vestas zeigt sich kulant. VDI nachrichten, Düsseldorf, 6. 2. 09, mg … …So mancher Betreiber von Windkraftanlagen fragt sich inzwischen, ob die Fundamente, auf denen die teuren Anlagen 20 Jahre stehen sollen, auch so lange halten werden. Jetzt könnte eine Schadenswelle auf die Branche zurollen.“

Nicht zuletzt meint der Sparkassenchef auch solche über jedem Windkraft-Investment latent schwebende Risiken, die jetzt am Standort S i m m e r s f e l d (Nähe Freudenstadt / Kreis Calw) tatsächlich zu Lasten der Anleger beim nach wie vor größten baden-württembergischen Windpark eingetreten sind und die bisher zu Millionenverlusten, künftig sicherlich noch weiter steigend, geführt haben.


Quelle: Wilfried Heck

Der dort in 2006 / 2007 mit „großem Brimborium“ unter Anwesenheit der damaligen BW-Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) unter Anwesenheit von zahlreicher Lokalprominenz und vieler selbst ernannter, sich auf die eigenen Schultern klopfenden, aber weitgehend von der Windkraft-Lobby unterwanderten  -  und den eigentlichen, immer mehr „unter die Räder“ kommenden Naturschutz schon längst verratend  -  Naturschutzorganisationen eröffnete, als „Leuchtturm-Projekt“ für ganz Baden-Württemberg hochstilisierte und aus 14 bis zu ca. 150 m hohen Windindustrieanlagen bestehende Windpark schreibt ununterbrochen seit Inbetriebnahme nun auch im 7. Jahr seines Bestehens unverändert „tiefrote“ Betriebsergebnisse, das Anlegerkapital Jahr für Jahr weiter aufzehrend und die ob dieser Entwicklung regelrecht geschockten, in geschlossenen Fonds „gefangenen“ Öko-Kapitalisten müssen zähneknirschend, offenen Auges aber mit gebundenen Händen mit ansehen, wie ihr sauer verdientes Eigenkapital weiter wie „Schnee in der Sonne“ zusammenschmilzt, auf einen Totalverlust ihres einst gutgläubig, aber  blauäugig investierten Eigenkapitals zusteuernd und mancher der so gebeutelten Öko-Kapitalanleger dürfte sich lieber „ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ herbeisehnen und auf eine vorzeitige Insolvenz hoffen, um so wenigstens einen Teil des jetzt wegen Verlustaufzehrung nur noch spärlich vorhandenen Eigenkapitals eventuell retten zu können… …nachdem angesichts dieses aufgrund viel zu schwachen jahresdurchschnittlichen Windaufkommens eingetretenen Windkraft-Finanz-Desasters am vermeintlich für baden-württembergische („windhöffig“) bestens geeigneten, rd. 900 m hoch inmitten des Nord-Schwarzwalds gelegenen Simmersfeld wohl kein frischer Investor aufzutreiben sein wird, der dem bisher auf „Nimmerwiedersehen“ verbrannten Geld noch weiteres frisches Kapital hinterher wirft…

Im Beitrag der diesbezüglich recherchierenden Stuttgarter Nachrichten („Laues Lüftchen statt steifer Brise“) vom  14.6.2011  heißt es zur Verlustsituation und der immer dünner werdenden Kapitaldecke u.a. zutreffend: „Es werde "aber bedenklich", sollte der Trend die nächsten Jahren anhalten. Allein, dem Projektentwickler sind die Hände gebunden. "Gegen das Klima und den lieben Herrgott kommen wir nun mal nicht an", meint Henigin ironisch.“

Diese tiefschürfende Erkenntnis des für den Millionen-Flopp-Windpark in Simmersfeld zuständigen Projektentwicklers dürfte sich in den nächsten Jahren angesichts des jetzt bevorstehenden, von der grün-roten BW-Landesregierung zusammen mit der Windkraft-Lobby zusätzlich noch angeheizten Windkraft-Hypes an den allermeisten, mangels jahresdurchschnittlich benötigtem Windaufkommen für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb weitgehend ungeeigneten WKA-Standorten noch öfter wiederholen…

·         …u.a. in der nur 298 m hoch gelegenen Windkraft-Gemeinde Ingersheim, wo weitere WKA’s geplant werden und an den übrigen im relativ windschwachen Landkreis Ludwigsburg von vom Windwahn benebelten Öko-Fuzzies  geplanten Standorten (bspw. in Bönnigheim oder im Bottwartal…) sowie…

·         … in den BW-Regionen Hohenlohe, Bergstraße, Odenwald, Schurwald, Voralb-Gebiet / Schwäbische Alb, auf den Höhenrücken des Süd- und Nord-Schwarzwalds, im Bodenseeraum, Oberschwaben und im württembergischen Teil des Allgäu (Isny), in Regionen also, in denen dem weitgehend ungezügelt und fehlgeplant verlaufenden Windkraft-Hype Wald, Natur, Landschaft und Umwelt  -  zu einem Naturfrevel ohnegleichen führend  -  geopfert würden, unter Vorgabe bzw. Umsetzung des politischen Programms der BW-Landesregierung bzw. in Vollzug gesetzt durch überforderte und „an die Kandarre“ genommener Unterer und Oberer Naturschutzbehörden in den Landratsämtern bzw. Regierungspräsidien sowie unter verschämtem Wegsehen der diesbezüglich wieder einmal völlig versagenden Naturschutzorganisationen…

 

Deshalb unser Aufruf an die Bevölkerung in Baden-Württemberg:

Kein Naturfrevel in Baden-Württemberg wegen Windkraft !

Wehret den Anfängen !

Bürger: Nicht wegsehen ! - Friedlicher Protest mit Argumenten !

Herr, erleuchte die Verantwortlichen in Politik und Behörden

 und schmeiß Hirn ra…

 

 

Walter Müller  /         Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

Pressewart (kommissarisch) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften (i.Gr.)

  

www.gegenwind-husarenhof.de

                                                                                              

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