Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

 Wirtschaftlichkeit - Teil 1

                             

eine Windräder bei Burg Dauseck

Oberriexingen (Landkreis Ludwigsburg) lehnt Windradanträge ab

(wm / 280511) - Mit dieser Schlagzeile wartete die Bietigheimer Zeitung (BZ) in ihrer Ausgabe vom 28.5.2011 auf, die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) bzw. der Neckar- und Enzbote (NEB) sowie die Marbacher Zeitung berichteten ebenfalls. Letztere berichtete gar über „hauptsächlich kritische Stimmen von Bürgern“, die den Oberriexinger Bürgermeister schon im Vorfeld der Gemeinderatssitzung erreicht hätten.

Offensichtlich will man auch in Oberriexingen nichts vom „wind of change“ und weiteren Weltklima-Verbesserern wissen, der, ließe man ihn gewähren, den Oberriexingern 2 jeweils rd. 145 m hohe Windindustrieanlagen an raumbedeutsamer Stelle durch einen privaten Investor bescheren würde, an einem relativ windarmen und daher ebenfalls ungeeigneten Standort, der ebenfalls zu einer irreparablen Landschafts-Verschandelung auch in Oberriexingen führen würde….

Mit dem insoweit einstimmigen, auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung erfolgten Beschluß des Oberriexinger Gemeinderats bleiben die Bürger der Stadt Oberriexingen und die im Umkreis wohnende Bevölkerung bis auf weiteres von einem ähnlichen Unfug verschont, wie er auf die Ingersheimer Bevölkerung und auf die dort im Umkreis wohnende Bevölkerung vor allem in Besigheim und Pleidelsheim mit allen zwischenzeitlich bekannt gewordenen Nachteilen zukommen könnte, wenn das gegen die dort geplante, 180 m hohe Windindustrieanlage gerichtete Landtags-Petitionsverfahren und das außergerichtliche bzw. das gerichtliche Rechtsbehelfsverfahren aus Sicht der negativ betroffenen Bürger erfolglos bleiben würde, wovon die angesichts der für Baden-Württemberg jetzt bekannt gewordenen Pläne von Grün / Rot immer stärkeren Zuspruch findende Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ jedoch nicht ausgeht.

Wäre der Oberriexinger Bürgermeister auf den im Rathaus eingegangenen Antrag zum Windrad-Bau einer GmbH i. G. (in Gründung)  privater Investoren so vorgegangen wie seinerzeit der Ingersheimer Bürgermeister, wäre er zum händeringend nach Windkraft-Standorten in der windarmen Region StuttgartWindatlas für ganz Baden-Württemberg für

suchenden Verband der Region Stuttgart (VRS) gefahren und hätte diesen  -  trotz im

·      die Region Stgt bzw.

·        für den Mittleren Neckarraum

wegen  r e l a t i v e r  W i n d a r m u t   n i c h t  enthaltener Empfehlungen  -  ebenfalls zu überreden versucht, auf Oberriexinger Gemarkung an raumbedeutsamer Stelle  -  trotz infolge unzureichenden Windaufkommens ungenügender  S t a n d o r t b e d i n g u n g e n   -  ein Windvorrang-Gebiet auszuweisen.

Wie allgemein bekannt, hatte der VRS in den Jahren 2001 ff nach objektiver Prüfung von rd. 20 im Kreis Ludwigsburg in der Auswahl zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets befindlichen Standorten ausnahmslos alle geprüften Standorte  -  unter ihnen auch die Gemarkung Ingersheim  -  wegen unzureichenden Windaufkommens „ohne Wenn und Aber“ abgelehnt.

Während alle betroffenen Gemeinden und ihre Bürgermeister angesichts der mit dem Ausweis eines Windvorrang-Gebiets bzw. wegen der mit dem Bau von Windrädern verursachten Nachteile nach Bekanntwerden des VRS-Ablehnungsbescheids erleichtert aufatmeten, hat Ingersheim noch einmal in einem 2. Anlauf von sich aus die Initiative ergriffen und den VRS gebeten, trotz zuvor wegen Windarmut erfolgter VRS-Ablehnung (!!) ein Windvorrang-Gebiet auf Ingersheimer Gemarkung auszuweisen.

Diesem Gesuch des Ingersheimer Bürgermeisters hat der VRS  -  trotz zuvor in objektiver Prüfung wegen Windarmut bestätigter Ablehnung  -  schließlich nachgegeben.

Da das damals bereits für den wirtschaftlichen Betrieb einer Windindustrieanlage auf Ingersheimer Gemarkung ungenügende und zur Ablehnung führende Windaufkommen sich in den letzten Jahren auf Basis objektiver Windmessungen noch einmal spürbar verschlechtert hat, wurde mit der seinerzeitigen Entscheidung zum Ausweis eines Windvorrang-Gebiets auf Ingersheimer Gemarkung das Fundament für eine  -  im Falle des Baus  -  schon von Beginn an mit sehr großer Wahrscheinlichkeit feststehende Fehlinvestition gelegt und die Zeichnung von Kapitalanteilen am Ingersheimer Windrad rückt in die Nähe von Spenden, wobei hier jedoch  -  im Gegensatz zu gemeinnützigen Spenden  -  keine steuerliche Abzugsfähigkeit gegeben ist, d.h. die Ingersheimer „Spender“ tragen den höchstwahrscheinlichen Verlust ihrer Kapitalanteile in vollem Umfang selbst….

Vor diesem Hintergrund ist es wohltuend zu wissen, daß es  -  insbesondere im Kreis Ludwigsburg  -  im Gegensatz zum Ingersheimer Bürgermeister und dessen Gemeinderats-Mehrheit genügend und mehrheitlich andersdenkende Gemeindeverwaltungen und Gemeinderäte „mit Rückgrat“ gibt, die angesichts der im ganzen Kreis Ludwigsburg für den wirtschaftlichen Windrad-Betrieb ungenügenden Windverhältnisse weniger nach ideologischen und an der Symbolik ausgerichteten Gesichtspunkten als vielmehr unter Wirtschaftlichkeits-Überlegungen entscheiden und daher den Bau gigantischer, völlig überdimensionierter  Windindustrieanlagen auf ihrer Gemarkung  -  gestützt auf ihre Gemeinderäte  -  bis auf weiteres ablehnen.

Die vom Oberriexinger Bürgermeister gegebenen Ablehnungsgründe (vgl. unten) wie

  • Beeinträchtigung von Umwelt und Natur des in einem Landschaftsschutzgebiet und in einem regionalen Grünzug liegenden vorgesehenen Standorts
  • möglicher Verstoß gegen städtebauliche Aspekte (Landschaftsverschandelung)
  • zu geringer Mindestabstand zur Wohnbebauung, der hier mit sehr großer Wahrscheinlichkeit  -  wie an vielen Standorten zuvor, an denen Windräder gebaut wurden  -  ebenfalls zu fallenden Immobilienpreisen und daher zu einem Wertverlust bei Grund und Boden sowie Häusern und Wohnungen privater Grundstücks-eigentümer geführt hätte
  • zu befürchtender Schattenschlag u.a.

hätte seinerzeit ein Großteil der jetzt  -  im Falle des Baus  -  vielen Nachteilen ausgesetzten  Ingersheimer Bürger sicherlich auch von ihrem Bürgermeister gerne gehört….

Abschließend noch einmal zur  W i r t s c h a f t l i c h k e i t: Der BZ-Bericht (vl. unten) schließt mit dem bezüglich das Vorliegen des Wirtschaftlichkeitskriteriums bezeichnenden und insoweit eindeutigen Satz:

„Was übrigens die Windgeschwindigkeit über dem Gewann Dauseck anbelangt, liegt diese laut Windatlas lediglich bei 4,75 bis 5 Meter pro Sekunde.“

Neben der doch recht bescheidenen Windgeschwindigkeit, die von Fachleuten für den wirtschaftlichen Betrieb eines Windrads als nicht ausreichend angesehen wird, liegt die Betonung auf dem Wort „lediglich“….

Damit liegt sie  -  ebenfalls wie am geplanten Standort Ingersheim  -  außerhalb der im Windatlas für ganz Baden-Württemberg enthaltenen Standort-Empfehlungen und außerhalb des für einen wirtschaftlichen Windrad-Betrieb als Mindestvoraussetzung geeigneten Empfehlungs-Korridors…

….aber keine Angst, es würde sich sicherlich auch hier ein mit eindeutigen Absichten agierender „Gutachter“ für die Erstellung eines „gekauften“ und „mit heißer Nadel gestrickten“ Gutachtens finden, der die vom Auftraggeber hinsichtlich Windaufkommen gewünschten Ergebnisse  -  gegen „gutes Geld natürlich“  -  nachträglich und auch gegen die anderslautenden, nach objektiven Kriterien gegebenen Empfehlungen des BW-Windatlas  -   bestätigt…

…eines hat die  -  angesichts dieser relativ bescheidenen und für den wirtschaftlichen Betrieb einer Windindustrieanlage völlig unzureichende Windgeschwindigkeit  -  unter keinen günstigen Vorzeichen stehende Antragstellung in Oberriexingen schon jetzt gezeigt: Wie schon vom Ingersheimer Bürgermeister in einer am 12.3.2010 abgehaltenen Veranstaltung für Ingersheim eingestanden, muß sich auch die Stadt Oberriexingen keinerlei Gedanken über die Verwendung von Gewerbesteuer- 
Einnahmen
machen….

Denn: Mangels Wirtschaftlichkeit, fehlendem Windaufkommen und daher ausbleibendem Stromertrag entsteht kein Gewerbeertrag = Gewinn und deshalb fallen  -  wie auch schon in Ingersheim  -  keine Gewerbesteuer-Einnahmen an… während andererseits  -  im Falle des Baus  -  wohl zu Lasten des kommunalen Haushalts zu finanzierende Ausgaben für die Aufbereitung und Instandhaltung des mindestens 20 Jahre zu unterhaltenden Windrad-Standorts sowie für die Logistik (Feldwege u.a.) entstehen werden….   

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“




Handelsblatt: Dänischer Windkraft-Konzern und Weltmarktführer Vestas macht im Geschäftsjahr 2010  85 Millionen Euro Verlust

(wm / 070511) - Einem Beitrag im Handelsblatt  -  Deutschlands führender Wirtschaftszeitung und Pflichtblatt an allen deutschen Börsen  -  vom 4.5.2011 zufolge hat der dänische Windkraft-Konzern und Weltmarktführer Vestas im zum 31.12. endenden Geschäftsjahr 2010 einen Rekordverlust von 85 Mio € eingefahren. Gegenüber dem schon schlechten und ebenfalls mit Verlust abschließenden Geschäftsjahr 2009 hat sich damit der Verlust mehr als verdoppelt.

Auch im 1. Quartal 2011 (1.1. - 31.3.2011) hat sich die Lage dem HB-Bericht zufolge noch weiter verschlechtert, denn das ebenfalls mit Verlust abschließende operative Ergebnis  -  d.h. das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit  -  hat sich gegenüber dem 1. Quartal 2009 noch einmal um 30 Mio € auf 69 Mio € deutlich verschlechtert.

Vestas  -  neben den immer stärker werdenden Windkraft- und Photovoltaik-Konzernen aus Asien Hauptkonkurrent der im Norden ansässigen deutschen Windkraftkonzerne Enercon, Nordex und Repower  -  konnte gemäß den auf einer Analystenkonferenz am 4.5.2011 in Kopenhagen abgegebenen Kommentaren  -  zumindest bisher  -  von einer möglichen Energiewende  -  wie die ganze Windkraftbranche  -  nicht profitieren, denn beim als Frühindikator dienenden Auftragseingang war auch ab dem 11.3.2011 (Tag der Havarie in Fukushima / Japan) bis Anfang Mai wohl keine signifikante Erhöhung zu verspüren.

Die jetzt schon länger und vermutlich auch künftig anhaltende Verlustsituation  -  die neben der Windkraft- auch die Photovoltaik-Branche betrifft  -  hat mehrere Ursachen.

Dem HB-Bericht zufolge „leidet derzeit die gesamte Branche unter einer allgemeinen Auftragsflaute, von einem Aufschwung ist bislang wenig zu spüren. Im Gegenteil: Angesichts der prekären Haushaltslage in den USA“  -  wo die regierenden Demokraten unter einem starken Druck der Republikaner zur Haushaltskonsolidierung = Ausgabenbegrenzung stehen, um die weiter ungezügelt ansteigende Staatsverschuldung zur Verhinderung eines Staats-Bankrotts zu stoppen  -  „und vielen europäischen Staaten stellt Vestas eine größere Zurückhaltung bei Klimaschutz-Investitionen fest.“

Auch die mit finanziellen Schieflagen in ihren Staatshaushalten kämpfenden europäischen Staaten wie
S p a n i e n  und  I t a l i e n  sowie  T s c h e c h i e n  haben die finanziell ausufernde und völlig u n e f f e k t i v  nach dem  G i e ß k a n n e n p r i n z i p  und zu Lasten des Staatshaushalts erfolgende S u b v e n t i o n i e r u n g  von Windkraft- und Photovoltaik-Investitionen ersatzlos gestoppt, wofür neben der prekären Haushaltslage vor allem die wegen der nach wie vor nicht gelösten Speicherfähigkeit regenerativ erzeugten Stroms entstehende Ineffizienz bzgl. (unsicherer) Stromversorgung und (mangelnder) Energiesicherheit auch fehlende Planungssicherheit verantwortlich ist, weil

  • die aus Wind und Sonne generierte Stromproduktion sich nicht am oftmals schwankenden tatsächlichen Bedarf im Wirtschafts- und privaten Sektor orientiert, sondern weitgehend dem Zufallsprinzip unterworfen ist:

Aus Sonne und Wind regenerativ gewonnener Strom wird ausschließlich dann erzeugt, wenn „die Sonne scheint“ und „der Wind weht“. Diese Wetter-Zeiten sind  -  Gott sei Dank  -  ausschließlich von der Natur abhängig und daher vom Menschen nicht steuerbar. 

a)      Demgegenüber kann gerade während dieser Sonnenschein-Perioden oder in windstarken Zeiten der dadurch regenerativ erzeugbare Strom nicht bzw. nicht in vollem Umfang benötigt  -  d.h. es gibt keine Abnehmer / Kunden  -  werden, weil im Wirtschaftssektor oder privaten Sektor gerade zu diesem Zeitpunkt der regenerativen Strom-Überschußproduktion kein oder nur geringer Strom-Bedarf vorliegt:

Mangels Speicherfähigkeit wird der  a m  B e d a r f  v o r b e i  regenerativ erzeugte Strom oftmals  -  für den insgesamt allein im Jahr 2010 brutto 16 Milliarden € / netto rd. 12 Milliarden € als Einspeisevergütung = Subvention an Windrad- und Photovoltaik- 

Anlagenbetreiber zu Lasten  a l l e r   p r i v a t e n  Stromverbraucher (denen zuvor dieses Geld über höhere Strompreise aus der Tasche gezogen wurde) gezahlt wurden  -  zu Schleuderpreisen (d.h.  subventioniert) an ausländische Stromabnehmer „verscherbelt“ oder gar verschenkt.

Diese  S u b v e n t i o n e n  werden den  W i n d r a d- und P h o t o v o l t a i k - 
Anlagenbetreibern 20 Jahre lang über das Energie-Einspeise-Gesetz (EE) garantiert
, und zwar u n a b h ä n g i g  (!!) davon, ob der regenerativ erzeugte Strom 

-          regulär verkauft,
-          „verscherbelt“
-          oder gar verschenkt wird…. 

 ...zu hoffen bleibt, daß der eine oder andere Politiker diesen Unfug in nächster Zeit doch noch  durchschaut und der Gesetzgeber  -  im Interesse der Allgemeinheit bzw. im Interesse aller  privaten Stromkunden  -  dringend erforderliche Maßnahmen ergreift, damit dieser Schwindel  möglichst bald abgestellt wird…

 

b)      Andererseits könnte es sein, daß an sonnenarmen oder windschwachen Tagen  -  wenn also kaum regenerativ erzeugter Strom zur Verfügung steht  -  gerade zu diesem Zeitpunkt großer Strombedarf in der Wirtschaft oder im privaten Sektor besteht, der mangels regenerativ vorhandenem Strom dann aus konventionell (Öl, Gas, Kohle) betriebenen Kraftwerken oder durch KKW gedeckt werden müßte…

Da für regenerativ erzeugten Strom ein Einspeisevorrangzur Einspeisung ins Netz besteht, wird die Leistungsstufe (Kapazitätsauslastung) der  -  in dieser Zeit nicht benötigten  - konventionell betriebenen Kraftwerke „heruntergefahren“, der Betrieb läuft als  „Notfallreserve“ nur in angedrosseltem Zustand (stand-by) als „Ersatz- / Schattenkraftwerk“ weiter und wird dann mit seiner Leistung wieder „hochgefahren“, wenn steigender Strombedarf nicht durch  -  wegen Wetterunregelmäßigkeiten  -  nur spärlich vorhandenem regenerativ erzeugten Strom gedeckt werden kann.

Jeder einigermaßen mit technischen Grundkenntnissen ausgestattete Sachkundige weiß        jedoch, daß ein nicht konstanter, sondern in ihrer Leistungsstufe durch „Hoch-“ und
„Herunterfahren“ unregelmäßig erfolgender konventioneller Kraftwerksbetrieb (Öl, Kohle, Gas) erheblich höhere CO2-Schadstoff-Immissionen je erzeugter Stromeinheit verursacht als dies bei konstantem Kraftwerksbetrieb der Fall wäre.

Damit verstößt die aufgrund unregelmäßigen Wetters hinsichtlich Zeitpunkt und Volumen nur unregelmäßig und daher unzuverlässig erfolgende regenerative Stromproduktion gegen

Klimaschutzziele, da die Unregelmäßigkeit des Wetters zur Unregelmäßigkeit

regenerativen Stromerzeugung führt, die sich über den Einspeisevorrang regenerativen Stroms in unregelmäßigen Kapazitätsauslastungen konventionell  -  d.h. mit Öl, Gas oder Kohle  -  betriebener Kraftwerke niederschlägt, die dann letztendlich zum Verstoß gegen Klimaschutzziele  führen.

Die oben erwähnten Ursachen  -  Schieflagen öffentlicher Haushalte vieler Staaten und dadurch bedingte Sparzwänge bei Klimaschutz-Investitionen sowie die vor allem in Deutschland längst überbordende und „aus dem Ruder laufende“ Subventionierung von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung  -  führen auf den hart umkämpften Weltmärkten immer stärker zu einem Verlust von Marktanteilen europäischer  -  vorwiegend deutscher  -  Windkraft- bzw. Photovoltaik-Konzerne, weil europäische  -  insbesondere deutsche  -  Konzerne im Vergleich zu regelmäßig mit Dumping-Löhnen in Asien und daher kostengünstiger produzierenden Konzernen ein viel zu hohes Personalkosten-Niveau haben, das zu deutlich höheren Herstellungskosten bzw. höheren Angebotspreisen der in Europa produzierten Anlagen führt, die bei offenen Märkten  -  auf denen kostengünstigere Angebote aus Asien auf kostenhöhere Angebote aus Europa treffen  -   und im harten Wettbewerb mit asiatischen Herstellern  -  vorzugsweise aus China und Indien  -  immer öfter bei Ausschreibungen verlieren, bei denen die Produktionsbedingungen

oftmals durch

·         Produktion rund um die Uhr (Mehrschichtbetrieb)
·         14-Std-Arbeitstag
·         7-Tage-Betrieb
·         Kinderarbeit
·         keine Urlaubs- oder Feiertage
·         fehlende Sozialversicherungssysteme
·         fehlende Arbeitssicherheits- oder Umweltschutzgesetze u.a.

und dadurch deutlich niedrigerer Herstellungskosten gekennzeichnet sind.

Verstärkt wird diese zu Arbeitsplatzverlusten in Europa  -  insbesondere in Deutschland  -  führende Tendenz noch dadurch, daß die von allen privaten deutschen Stromkunden mit rd. 12 Milliarden € netto je Jahr (Einspeisevergütung für Investoren, die Windräder und Photovoltaik-Anlagen betreiben) aufgebrachten Subventionen in immer größerem Umfang nicht (!!) in den Kauf von in  D e u t s c h l a n d  produzierten Anlagen (M e r k e: Auch bei deutschen Windrad- und Photovoltaik- 
Anlagenbetreibern und deren Kapitalanlegern gilt: „Geiz ist geil“), sondern in die Finanzierung zur Anschaffung von in  A s i e n  erheblich kosten- und preisgünstiger hergestellten Anlagen fließen: ein Verdrängungswettbewerb zu Lasten europäischer  -  vorwiegend deutscher  -  Windrad- und Photovoltaik-Konzerne mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Sicherheit der Arbeitsplätze ist die Folge….

Angesichts dieser für die deutsche Wirtschaft durch die überbordende Subventionierung eintretenden Nachteile stellt sich die Frage:

·         Ist die deutsche Politik überfordert ?

·         Wann wachen die deutschen Politiker auf ?

Von Rot / Grün jedenfalls ist   -  vorwiegend aus ideologischen Gründen bzw. aus Gründen der Symbolik und weil dort weniger Wirtschaftlichkeitsüberlegungen im Vordergrund stehen  -  keine Änderung dieses die Allgemeinheit belastenden Subventions-Unfugs zu erwarten….

Im Gegenteil, durch den jetzt in Ländern wie

·         Rheinland-Pfalz oder

·         Baden-Württemberg

vermutlich weiter forcierten Zubau mit Windindustrie- und Photovoltaik- Anlagen und der dadurch noch weiter zu Lasten aller privaten Stromkunden zunehmenden Subventionierung dürften die Subventionen von jetzt brutto jährlichen16 Mrd € / netto 12 Mrd € in nicht allzu weiter Ferne auf 20 Mrd. € / 16 Mrd. € steigen  -  natürlich wieder zu Lasten der Allgemeinheit bzw. zu Lasten des privaten Stromkunden, der diese Subventionen durch Zwangs-Umlage über seine dadurch höhere Stromrechnung bezahlen muß  -  und der diesen Subventions-Unfug je Anlage 20 Jahre lang in die Taschen der oftmals am Strombedarf vorbei produzierenden Investoren, Kapitalanleger, Grundstücksverpächter u.a. zu zahlen hat  -  denen seinerzeit Rot / Grün durch Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eine staatliche Lizenz für den Betrieb einer Gelddruck-Maschine erteilt hat, der gegenüber den in der Vergangenheit ebenfalls durch Gewährung staatlicher  -  ebenfalls von der Allgemeinheit finanzierter  -  Subventionen bis zum Exzess und am Marktbedarf vorbei betriebenen

·         Bauherrenmodelle

·         Leasing-Modelle zur Finanzierung von Flugzeuge

·         Finanzierung von Film-Fonds usw.

zu deutlich höheren Subventionsbeträgen führt  -  die „Schallmauer“ von 100 Milliarden € dürfte wegen des je Anlage 20 Jahre laufenden Subventionszeitraums und wegen des weiter forciert und unkontrolliert erfolgenden Zubaus mit Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen bald erreicht werden  -  wobei letztere genannten und volkswirtschaftlich ebenfalls schädlichen Subventionen im Vergleich nur als „peanuts“ anzusehen sind…     

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de




Schweriner Volkszeitung: Wind sorgt für Wirbelsturm  -  „Windkraft hat prinzipiell nichts mit Klimaschutz zu tun, sondern in erster Linie mit Profit“

Helgo Bran (ehemaliger energiepolitischer Sprecher der Grünen in Landtag von Baden-Württemberg): „Die Klimaschutz-Ideologie ist eh völlig unsinnig und gaunerisch-kontraproduktiv“ 

(wm / 020411) - Nachfolgend die Fundstelle zu einigen Leserbriefen in der Schweriner Volkszeitung (SVZ) aus dem März 2009, die sehr eindrucksvoll die Vorgehensweise der teilweise als „Mafiosi“ bezeichneten Vertreter der Windkraft-Lobby beschreiben. Oftmals wird der Vorwurf erhoben, wonach neben der zu Verlusten im Tourismus führenden

·         Landschaftsverschandelung

·         Immobilien in der Umgebung von Windrädern vollständig ihren Wert verloren                        hätten…

Nach den hier erfolgten Schilderungen wird für viele aus der Ferne zusehende Betrachter im noch weitgehend von Windindustrieanlagen (WIA) verschonten, beschaulichen Süden und Südwesten klar, warum die Stimmung in der Bevölkerung in dem von Windmühlen schon größtenteils verschandelten Norden und Osten Deutschlands von anfänglich „pro Windkraft“ in „contra Windkraft“ gekippt ist, immer mehr Gerichtsentscheidungen zugunsten betroffener Bürger ausgehen und Bürgerinitiativen zur Verhinderung weiterer WIA immer stärkeren Zulauf haben.

Besonders eindrucksvoll ist der Leserbrief (vgl. unten) von Helgo Bran,  e h e m a l i g e r
energiepolitscher  S p r e c h e r  der G r ü n e n  im  L a n d t a g  von Baden-Württemberg, der eine vernichtende Bilanz von in Südbaden / Lörrach bzw. von inmitten eines Tourismusgebiets am Schauinsland / Freiburg i. Br. auf den Höhenrücken des Hochschwarzwalds aufgestellten WIA zieht.

Seinen Ausführungen zufolge konnten entgegen den großspurigen Versprechungen der Windkraft-Lobby in  a l l  den Jahren  n a c h  Inbetriebnahme  -  bis auf 1 Jahr  -  m a n g e l s Windaufkommen bzw. mangels Stromertrag  k e i n e r l e i  (!!) Ergebnisausschüttungen vorgenommen werden und die  A n l a g e n b e t r e i b e r  sprechen selbst (!!) von völlig u n b e f r i e d i g e n d e n  (!!) Betriebsergebnissen, die dazu führten, daß eine von zwei nahe Lörrach aufgestellte Windindustrieanlagen wegen U n r e n t i e r l i c h k e i t  vorzeitig (Motto: …lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…) und freiwillig wieder abgebaut wurden, „ohne die versprochene Beseitigung des Fundaments“ (Standort: Fröhnd / Ittenschwander Horn).

…wie man hört, sollen die damals vielfach ebenfalls enthusiastisch, unüberlegt und vorschnell beigetretenen Anteilszeichner aufgrund der wegen nachhaltiger Ertragslosigkeit und dadurch entstandener Verlustsituation viel Geld verloren und nur noch  -  wenn überhaupt  -  einen Bruchteil ihres eingesetzten Kapitals zurück erhalten haben…. in der Öffentlichkeit hat sich dem Vernehmen nach keiner der „auf die Nase gefallenen“ Windrad-Enthusiasten geoutet; wer gibt schon gerne sein Versagen zu bzw. die Tatsache, daß er Lehrgeld zahlen mußte…

…und dieses Fiasko an einem Standort, der auf dem Höhenrücken des Südschwarzwalds liegt, also dort, wo nach den Empfehlungen des vom Tüv Süd aufgestellten Windatlas neben 3 weiteren empfohlenen Standorten in Baden-Württemberg  -  zu denen jedoch der nur 298 m über Meereshöhe liegende und deshalb wegen relativer Windarmut eher ungeeignete Standort Ingersheim im vergleichsweise windarmen Mittleren Neckarraum definitiv nicht gehört  -  eigentlich eine Konzentration von Windindustrieanlagen erfolgen sollte…

Nachdem zwischenzeitlich Fälle bekannt wurden (vl. oben), wonach das Fundament nach dem Abbau der Windraftanlage entgegen ursprünglich gegebenen Zusagen  -  wohl wegen infolge von Verlusten aufgezehrten Kapitals bzw. angesichts der immensen Rückbaukosten  -  doch nicht zurückgebaut (entsorgt) wurde, seien in diesem Zusammenhang folgende Fragen an den nachfolgend genannten Adressatenkreis

•    Ingersheimer Windkraft-Initiatoren

•    an den Grundstücksverpächter

•    an die Ingersheimer Gemeindeverwaltung oder

•    an das Landratsamt Ludwigsburg

zum weiteren  S c h i c k s a l  des  F u n d a m e n t s  am geplanten Standort Ingersheim erlaubt:

  • Was passiert im Falle des Windrad-Baus mit dem mehr als rd. 3 000 to wiegenden und aus Beton bestehenden Fundament nach Ablauf der auf 20 Jahre angelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ? Gibt es hierzu verbindliche Aussagen der Windrad-Initiatoren und von den Betreibern / Zeichnern der Anteile ? Wird das Fundament wieder beseitigt ? 

  • Falls es Zusagen zur Beseitigung gäbe: Wer haftet dafür, falls diese Zusagen nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer  -  z.B. bei aufgezehrtem Kapital  -   nicht eingehalten werden ? Tritt in diesem Fall die Gemeinde Ingersheim ein und finanziert die Rückbaukosten ? 

  • Wie sehen die Pläne hierzu aus ? 

  • Was wurde vom Landratsamt Ludwigsburg diesbezüglich genehmigt bzw. welche Auflagen wurden auferlegt ? 

  • Falls keine Auflagen auferlegt wurden: Welche Auflagen wird das Regierungspräsidium Stuttgart (Widerspruchsinstanz) oder ggfs  -  später  -  das Verwaltungsgericht Stuttgart (Klageweg) erlassen, damit es nicht wie in Fröhnd / Ittenschwander Horn  -  siehe oben  -  dazu kommen soll, daß ein derartiger Betonklotz dauerhaft im Grund und Boden verbleibt ?) 

  • Gibt es gesetzliche Regelungen hierzu und wenn ja, was besagen diese ?

Jedem mit einigermaßen gesundem Menschenverstand Ausgestatteten müßte es danach eigentlich zu denken geben, wenn selbst an Standorten wie z.B. dem Südschwarzwald  -  die im vom Tüv Süd für ganz Baden-Württemberg nach objektiven Kriterien aufgestellten Windatlas als Windrad-Standort empfohlen werden  -  aufgrund mangelhaften Windaufkommens ungenügende Stromerträge und deshalb keine jährlichen Gewinnausschüttungen erzielt werden, wodurch schon in den ersten Jahren nach Inbetriebnahme ein Teil des von den Anlegern und Betreibern eingesetzten Kapitals  „pulverisiert“ wurde und unwiderruflich verloren ist (…the way of no return…) …

Den Windkraft-Konzernen und ihren auf Provisionsbasis (neudeutsch: „..erfolgsbezogen…“) arbeitenden Vertriebstruppen ist dieses vernichtende, vom ursprünglich den gutgläubigen Zeichnern suggerierte und jetzt stark abweichende Ist-Ergebnis vermutlich egal, denn der Umsatz wurde getätigt, die Vertriebsprovision wurde kassiert und die Vertriebstruppen sind längst weitergezogen…  

Wann geht die immer noch zur bequemen Hofberichterstattung neigende Lokalpresse zu kritischem Journalismus über und stellt die für die interessierte Öffentlichkeit relevanten Fragen, bevor es zu spät 
ist ?

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



Leserkommentare

 

BERND GREINERT 06.03.2009 06:52

Täuschen + Tricksen

In Dargelütz hat man einen "Windpark" gebaut. Die Immobilien haben ihren Wert verloren, teilweise bedeutet das einen einzelnen Vermögensschaden von mehreren hunderttausend Euro.

Erst hieß es es kommen 11 Windanlagen, jetzt sind es 15 und in Kürze über 30. Die Bewohner werden permanent konsequent gegeneinander ausgespielt. Immobilienbesitzer haben einen ruinösen Schaden, Totalverlust von bis einer Million Euro, die Besitzer von Agrarflächen haben eine ständige Einnahme. Die Solidarität der Einwohner endete dort, wo man Agrarflächenbesitzer die meist nicht vermögend waren mit Geld gekauft hat.

Mit Geld kann man jeden Dreck in unbegrenzter Menge hinsetzen, egal ob Berge von Altreifen oder Windräder.

Dias Landschaftsbild und die Immobilienwerte sind zerstört.

Die Windpark Dargelützt GmbH Hat ihren Sitz übrigens in München.


LEMBCKE 06.03.2009 11:59

windkraft

mit staatlichen subventionen, die umgebung verschandeln, dann gewinne an der börse erzielen, und der strompreis wird immer höher. das ist die auferzwungene demokratie.

ein einheitliches grundgesetz gibt es bis heute noch nicht, nur ein aufgezwungenes.


NORBERT HEIN 06.03.2009 12:50

Windkraft in MV und anderswo
Ich kenne diese Problematik seit einigen Jahren.

Meine generelle Erkenntnis als Bürger ist:
- Windkraft hat in der Praxis prinzipiell nichts mit Klimaschutz zu tun,
sondern in erster Linie mit Profit,
- wobei die Bürger in MV die Lasten tragen,
den Nutzen haben die vor allem auswärtigen Investoren und Landbesitzer,

- dazu wurden entsprechende Bundesgesetze geschaffen
und den Bundesländern 'übergestülpt' ( siehe Privilegierung der Windkraft )
Richtlinien zum zb. Lärmschutz oder Abstand sind von den Betroffenheiten
der Anwohner weit entfernt und schützen eher die Investoren vor allzu hohen Auflagen
als der Bürger Gesundheit

- Industrie und Investoren üben mit diesem Hintergrund
Druck auf die Regierungsstellen in Schwerin aus, möglichst viele Eignungsflächen
zur Verfügung zu stellen

- somit hat man in den zuständigen Regierungsverwaltungen
eher Angst vor Klagen der Industrie als vor Protesten betroffener Bürger,

- ich habe Ministerialbeamte erlebt, für die es sichtlich
lästig war ,in einer Versammlung eines Kreistages Stellung zu Problemen der Windkraft
zu nehmen, da es doch viel wichtiger war, die Interessen der täglich anfragenden
Investoren zu regeln.

- ich habe andererseits engagierte Leute in den Verwaltungen erlebt, die sich
für einen wirklichen Schutz der Bürger und Natur einsetzten, und ich habe erlebt,
wie diesen Steine in den Weg gelegt oder Sie kalt gestellt wurden,

- der Staat als 'Machtinstrument der herrschenden Klasse' klingt zwar
ziemlich ideologisch, ist aber einfach und wahr
egal ob rot, rotrot oder gelb und schwarz oder gar grün

- die Gesetze, auf die sich immer berufen wird,
sind ebend NICHT für die Bürger gemacht, sondern genau für die o.a. Interessenlage

- da hilft nur viel öffentliches und geballtes Bürgerengagement,
mit viel viel Zeit und fachlicher rechtlicher Untersetzung
und manchmal auch List ;-)


HELGO BRAN 07.03.2009 19:50

Planung weiterer Windindustrieanlagen in Mecklenb.-Vorp.

Ihr Beitrag

Die Situation bei Ihnen vor Ort kenne ich nicht aus eigener Anschauung. Erfahrungen mit den Scheinargumenten der zT als "Mafiosi" bezeichneten Projektdurchsetzer von Windindustrie-Anlagen (WIA) und deren leeren Versprechungen habe ich/haben wir nur mit denen hier im südlichen Hochschwarzwald: Eine einzige der für alljährlich versprochenen "Gewinnausschüttungen"; eingestandenerweise ganz unbefriedigende Betriebsergebnisse; wegen Unrentierlichkeit Abbau von einer der beiden einzigen WIA im Landkreis Lörrach - OHNE die versprochene Beseitigung des Fundaments (Standortname: Fröhnd/Ittenschwander Horn, auf Rodungsflächen im weißtannenreichen Wald bei M+1000 m); Feriengäste am Schauinsland überwiegend ablehnend ggüb. den beiden Anlagen auf der Holzschlägermatte (n = 311 Befragte) uä. Auf unserer Fahrt Ende Febr. an die Nordsee sahen wir erstmals große Windparks an vielen Stellen. Ich/wir können Euch verstehen und unterstützen Eure ablehnenden Bemühungen.

Völlig richtig ist der obige Hinweis, daß Errichtung und Betrieb von WIA nichts, aber auch GAR NICHTS mit "Klimaschutz" zu tun hat. Die "Klimaschutz"-Ideologie ist eh völlig unsinnig und gaunerisch-kontraproduktiv; vergl. unsere Argumente unter www.klimamanifest-von-heiligenroth.de

Wehrt Euch tüchtig und vernünftig gegen die Diktate -Ihr werdet nach all den üblen (auch Finanz-)Erfahrungen schon Erfolg haben!

Mit freundlichen Grüßen

Helgo BRAN, ehem. energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg

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Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



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Geldanlage-Flops mit alternativen Energien

(wm / 110411) - In der deutschen Wirtschaftspresse nehmen in der letzten Zeit Warnmeldungen über nachhaltige Verlustsituationen regenerativer Geldanlagen zu. Hintergrund ist, daß in den letzten Jahren ein massiver, unkontrolliert großflächig erfolgender Zubau mit Solar- und Windkraftanlagen erfolgte und die anfängliche von den Marketing-Abteilungen der Hersteller-Konzerne in Hochglanzbroschüren verbreitete Euphorie über sichere, hohe Renditen oftmals wie Seifenblasen zerplatzte, nachdem es vor allem an den windschwachen Binnenland-Standorten zu oftmals zweistelligen Minus-Abweichungen zwischen vor Zeichnung versprochener Soll-Ausschüttung und anschließend nach Inbetriebnahme tatsächlich erzielter Ist-Einnahme gekommen ist.

Einer Meldung der Wirtschaftswoche  -  führendes deutsches Wirtschaftsmagazin und Pflichtlektüre an allen deutschen Börsen  -  vom 11.4.2011 zufolge mit dem Titel „Erneuerbare Energien  -  Subvention fällt, Prognose falsch“ 1) steckten Anleger im Jahr 2010 rd. 921 Mio € in Erneuerbare-Energien-Fonds (davon ca. 81 % in Solar-Parks, der Rest überwiegend in Windparks), insgesamt haben die Fonds bisher rd. 5,1 Mrd. € eingesammelt.

Unter dem Abschnitt „Probleme“ heißt es: “Subventionskürzungen gehören zu den größten Risiken für Anleger, die auf erneuerbare Energien setzen. Hinzu kommen Bauverzögerungen wegen langer Genehmigungsverfahren sowie bei Windparks falsche Windprognosen 1). Neue Biogasanlagen stoßen auf Widerstand, weil sie Nahrungsmittel in Energie umwandeln.“

Unter dem gerade für Windkraft-Anlagen wichtigen Absatz „Geld zurück ?“ heißt es weiter: „Anleger sollten prüfen, welche Förderung dem Fonds zusteht  -  und ob die wasserdicht ist. So strich das Finanzamt nachträglich Steuervorteile des von der Deutschen Bank vertriebenen Windpark-Fonds Heede-Wiesmoor. Der Prüfer entlarvte die Windparks als Abschreibungsmodelle, weil prognostizierte Windprognosen überhöht waren 1). Wegen Flaute und Getriebeschäden machten die Parks Verluste. Die Bank einigte sich außergerichtlich mit den Anlegern.“

Unter dem Absatz „Fazit“ kommt die Wirtschaftswoche zu dem Schluß: „Lieber in Alt-Anlagen als in neue Projekte investieren, weil es da schon Daten gibt.“

Der Wiwo-Artikel hatte begonnen wie folgt: „ Spanien macht kurzen Prozess und senkt die Solarförderung  -  rückwirkend 1). Bei deutschen Fonds können Ausschüttungen ausfallen. Investoren wollen ein internationales Schiedsverfahren.“

Wie seit dem letzten Jahr bekannt, fordern vorwiegend Städte und Gemeinden in der Nähe großer Windparks im Norden und Osten Deutschlands eine zusätzliche, ausschließlich den betroffenen Kommunen im Einzugsgebiet von Windrädern zustehende „Windrad-Steuer“, die zur Finanzierung der erheblichen Kosten für Infrastrukturmaßnahmen (Ausbau und Instandhaltung des Feldwegenetzes u.a.) am Windrad-Standort eingesetzt werden sollen, damit der kommunale Haushalt von derartigen kostenintensiven Dauerausgaben verschont bleibt.

Sollte eine „Windrad-Steuer“ oder eine entsprechende Abgabe Realität werden, hätte diese aus der Sicht der Allgemeinheit den Vorteil, daß die Steuer ausschließlich durch die Windrad-Betreibergesellschaft und deren Anteilseignern  -  und zwar unabhängig davon, ob tatsächlich ein Stromertrag entsteht oder nicht, also auch im Verlustfall  -  aufgebracht werden müßte und nicht von der Allgemeinheit. Dies wäre folgerichtig, da die doch teilweise erheblichen Zusatzkosten, die für Ausbau, Instandhaltung und späteren Rückbau der Infrastruktur (Feldwegeausbau u.a.) notwendig sind, ausschließlich den Windrad-Investoren zugute kämen.

Die von der Wirtschaftswoche zitierten Risiken treffen insbesondere auch für den geplanten Windrad-Standort Ingersheim zu, da dieser nur 298 m über Meereshöhe liegende Standort im Mittleren Neckarraum auch nach den insoweit eindeutigen Feststellungen und Empfehlungen des für ganz Baden-Württemberg nach objektiven Kriterien und durch unabhängige und neutrale Gutachter des TÜV SÜD erstellten Windatlas als Windrad-Standort nicht empfohlen wird, sondern vielmehr die Konzentration von Windrädern am

·         Albaufstieg

·         Hohenlohe

·         auf der Schwäbischen Alb und

·         auf den Höhenrücken des Südschwarzwalds

und eben nicht im deutlich tiefer gelegenen, relativ windarmen Mittleren Neckarraum empfiehlt.

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

1 ) Hervorhebung der Passagen durch den Verfasser dieses Beitrags

 

   

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