Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

 Wirtschaftlichkeit - Teil 3

Schwere Gewitterwolken entladen sich über deutschen Solar-, Photovoltaik- und Windkraftfirmen und führen zu Insolvenzen, „Pleiten, Pech und Pannen“  -  Keine Aussicht auf Besserung…

Verschärfter weltweiter Wettbewerb, falsche Rahmenbedingungen der deutschen Energiepolitik und haarsträubende Fehlentscheidungen der durch „Wind + Sonne“ euphorisierten Unternehmensleitungen führen zu schmerzhaftem Schrumpfungsprozess         der deutschen regenerativen Energie-Branche unter endgültigem Verlust vieler                  A r b e i t s p l ä t z e  und Unternehmensverlagerungen nach  A s i e n  u.a….

       Millionenschwere  W e r b e b u d g e t s  der Solar-Branche u.a. mit Lukas Podolski          (1. FC Köln, 95-facher DFB-Fußball-Nationalspieler), Larry Hagman alias J.R.Ewing („Dallas - Das Ekel“) lassen Stromverbraucher in Deutschland „kalt“ und  v e r p u f f e n  wirkungslos…

Desaströse Subventions-Förderbilanz: Obwohl rd.  5 0  % (!!) der jährlichen Subventions-Förderung in Milliardenhöhe „Jahr für Jahr“ zu  L a s t e n  der     S t r o m v e r b r a u c h e r  in die  S o l a r-Branche  g e p u m p t  wird und an die  E i n s p e i s e r  fließt,  beträgt der                 Solarstrom- A n t e i l  am  G e s a m t-Stromverbrauch gerade einmal                                          l ä c h e r l i c h e  3 % (!!) ...

Deutsche Nachtwächter-Politiker reagieren wieder einmal zu  s p ä t  und kürzen zu Recht  -  wenn auch verspätet  -  Photovoltaik-Subventions-Überförderung zum 9.3./1.4.2012 !

(wm / 080312) - Es hätte alles so schön werden können: Nach der  -  unter aktiver Mithilfe eines Großteils der schreibenden Zunft durch einseitige Berichterstattung sogar den Ausgang der Landtagswahlen 
(27.3.2011) in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz entscheidenden  -  K K W-H a v a r i e  in Fukushima / Japan am 12.3.2011
und der daraufhin von der in Schock-Starre gefallenen deutschen Politik mehr oder weniger kopflos und abrupt eingeleiteten  E n e r g i e w e n d e   k n a l l t e n 
deutschland weit  in vielen  C h e f-Etagen von Unternehmen der  r e g e n e r a t i v e n  
E n e r g i e - Branche die  S e k t k o r k e n
 und viele Firmen-Lenker sahen schon ein goldenes Zeitalter anbrechen mit atemberaubenden dauerhaften jährlichen Zuwachsraten, einem Schlaraffenland gleichend, wo einem  -  wie im Märchen  -  auf der „faulen Haut liegend“ gebratene Tauben „ins Maul fliegen“, ohne hierfür etwas tun zu müssen.

Jetzt, nach nur einem Jahr  -  am 1. Jahrestag (= 12.3.2012) der Fukushima-Katastrophe  - ist von dieser Euphorie in der regenerativen Energie-Branche nicht viel mehr als „Schall und Rauch“ übrig geblieben. Im Gegenteil: Ernüchterung ist eingekehrt und die insbesondere in der  S o l a r-Branche  -  aber auch bei den W i n d k r a f t-Konzernen  -  sowie von deren Fußtruppen „landauf landab“ zunächst verbreitete Goldgräber-Stimmung ist angesichts von

·         herben Auftragseinbrüchen

·         Insolvenzen, mit Totalverlusten des von den Kapitalgebern eingesetzten Eigenkapitals

·         Aktien-Sturzflügen ins Bodenlose auf „penny-stock-Niveau“ / „Ramsch-Werte“ (seit September / Oktober 2011; das Milliardenvermögen unzähliger Kapitalanleger vernichtend)

·         Unternehmens-Ausverkauf nach Asien u.a.

·         Kurzarbeit

·         Massenentlassungen und schmerzhaften Arbeitsplatz-Verlusten

einem „Katzenjammer“ gewichen.

Selbst an den beiden deutschen, weltweit in der Elektronik-Technologie führenden „big playern“  Robert
B o s c h  GmbH (Stuttgart)
und  S i e m e n s  AG (München) ist der mit „Windstärke 11“ über die Solar- und Windkraft-Branche hinwegbrausende Orkan nicht spurlos vorübergegangen.

Beide wurden „gerupft“. Sie müssen künftig in ihren „grünen“ Geschäftszweigen gehörig abspecken und ebenfalls „kleinere Brötchen backen“: So verschiebt Bosch in letzter Minute und kurz vor dem Bau-Startschuß die schon fertig geplante Errichtung einer  S o l a r f a b r i k  in  M a l a y s i a  bis auf weiteres und wegen heftiger Preiseinbrüche in der Solarbranche und dadurch entstandener Verluste mußten Aufwendungen aus  S o n d e r a b s c h r e i b u n g e n  i.H.v.  5 0 0  Millionen € (!!)  e r g e b n i s v e r s c h l e c h t e r n d  verkraftet werden und auch Siemens meldet im Windkraft-Segment Quartals-V e r l u s t e  in Millionenhöhe

Zwar sind Bosch und Siemens ausreichend kapitalisiert und verfügen über milliardenschwere Rücklagen.

Auch ist ihr „grüner“ Geschäftszweig Solar + Windkraft nur eine  -  zudem auch noch kleinere  -  Sparte von mehreren, ungleich größeren, nachhaltig stabilen und wirtschaftlicheren Sparten wie Automobilzulieferung, Verpackungsmaschinen, Haus- und Elektrotechnik, Kraftwerksbau, Medizintechnik, Automatisierung, Industrieanlagen oder Kommunikationstechnologie u.a., und beide Konzerne haben Jahrzehnte lange stabile Marktanteile in über 150 Ländern der Welt, so daß die jetzt bei W i n d k r a f t- und S o l a r a n l a g e n  anfallenden  V e r l u s t e  zwar schmerzhaft, aber nicht existenzgefährdend für beide „mit spitzem Bleistift“ rechnenden Konzerne sind. Allerdings führen die jetzt in ihren „grünen“ Geschäftszweigen realisierten Verluste dazu, daß auch in diesen Konzernen in diesem Segment Investitionen gestrichen oder gestreckt werden und Arbeitsplätze wegfallen.

Bedeutend schlimmer hat es den dänischen  W i n d k r a f t-Weltmarktführer  V e s t a s (Aarborg / Dänemark) erwischt, der  -  im Gegensatz zu den viel breiter aufgestellten Konzernen Bosch und Siemens -
mit der Windkraft nur  e i n  Segment besetzt, das in Zeiten nachhaltiger Verluste  -  wie jetzt eingetreten  -  n i c h t  durch andere profitable Standbeine gestützt werden kann:

A u f t r a g s r ü c k g ä n g e, U m s a t z e i n b r ü c h e auf den Weltmärkten, aufgrund des Konkurrenzdrucks aus Asien einsetzender  P r e i s- und E r l ö s v e r f a l l  und im Überschwang nach „Fukushima / Japan“  v o r s c h n e l l  aufgebaute, zu in der Krise jetzt nicht schnell abbaubaren Fixkosten führende  Ü b e r k a p a z i t ä t e n  -  die jetzt wegen Auftragsrückgängen nicht mehr ausgelastet werden können  -  führten zu einer bedrohlichen  V e r l u s t s i t u a t i o n  und daraus folgend zum Ausfall von Dividenden-Ausschüttungen bzw. zur  A u f z e h r u n g  von Rücklagen und Eigenkapital, was den Vestas-Aufsichtsrat vor kurzem dazu veranlaßt hat, trotz Personalentlassungen und damit einhergehender Reduzierung des Kostenblocks die „Reißleine zu ziehen“ und den Vorstand quasi „über Nacht“ hinaus zu werfen.

Am  s c h l i m m s t e n  hat es jedoch  -  vor allem die deutschen  -  M i t t e l s t ä n d l e r  im regenerativen Energiesektor getroffen, denn auch sie können sich in der Windkraft- und Photovoltaik-Krise wegen ihrer „Ein-Produkt-Strategie“  n i c h t  wie die großen Konzerne auf ein 2. oder 3. „Standbein“ stützen und sind daher  -  bei weltweit  o f f e n e n, dem Wettbewerb unterliegenden  Märkten  -  bei Windkraft und Solar einem oft ruinösen, g n a d e n l o s e n  W e t t b e w e r b  vor allem aus  A s i e n ausgesetzt, der den einen oder anderen der meist unterkapitalisierten Windkraft-und-Photovoltaik-Mittelständler endgültig und für alle Zeiten aus dem Markt fegen dürfte… im Fach-Jargon spricht man hierbei von „Marktbereinigung“…

Von den einstmals auf den Weltmärkten  d o m i n i e r e n d e n  deutschen Windkraft- und Solar-Konzernen ist nicht mehr viel übrig geblieben: Während noch vor 10 Jahren die Solarbranche weltweit von der  I n n o v a t i o n s k r a f t  deutscher Firmen dominiert wurde, ist im Jahr 2011 / 2012 unter den 10 w e l t w e i t  führenden  S o l a r-Konzernen  nach für deutsche Firmen sich länger hinziehendem Siechtum mit  S o l a r w o r l d  (Bonn) gerade einmal noch ein deutscher  -  ebenfalls in existenzbedrohender finanzieller Schieflage befindlicher  -  Konzern übrig geblieben, denn die Marktführer kommen seit einigen Jahren aus den USA und  -   v e r s t ä r k t   -  aus  A s i e n (vgl. Wirtschaftswoche: 
„Solarindustrie: Die Absahner aus Fernost“).

In der  W i n d k r a f t-Branche sieht es noch düsterer aus, denn eine Reihe deutscher, hinsichtlich der Innovationskraft einstmals führender  Windkraft-Konzerne mußte angesichts der dauerhaft ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und kurz vor der Insolvenz seine Selbständigkeit aufgeben und flüchtete  -  bei Sitzverlagerung ins Ausland  -  unter das Dach größerer und kapitalkräftigerer ausländischer Konzerne aus den  U S A,  I n d i e n  und  C h i n a. 

Vor allem  a s i a t i s c h e (vorwiegend chinesische), staatlich gelenkte  Windkraft+Solar-Konzerne  -  die ihre vom Staat nahezu  u n b e g r e n z t  zur Verfügung gestellte Kapitalkraft der  s t a a t l i c h    v e r o r d n e t e n  A u s b e u t u n g  ihrer  zig-millionenfach zu Dumping-Löhnen und bei schlechtesten Arbeitsbedingungen malochenden Arbeiterschaft (unter der eine im Vergleich zu anderen Ländern angesichts dieser trostlosen Bedingungen exorbitant hohe Selbstmord-Rate in den letzten Monaten bekannt wurde…) zu verdanken haben  -  rollen mit atemberaubenden,  z w e i s t e l l i g e n  U m s a t z - Z u w ä c h s e n  die  W e l t m ä r k t e  auf.

Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn die  a s i a t i s c h e n  Windkraft- und Solarkonzerne produzieren mit erheblich  g ü n s t i g e r e n  K o s t e n s t r u k t u r e n  als ihre westliche Konkurrenz, insbesondere mit deutlich niedrigeren  P e r s o n a l k o s t e n, denn: Es gibt dort…

 ·         …so gut wie keine (kostenintensiven) Arbeitsschutz-Gesetze

·         …keine Arbeitnehmer-Mitbestimmung, keine betriebliche Altersversorgung

·         …Kinderarbeit ist an der Tagesordnung und

·         …Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Früh-Verrentungen, bezahlte Feiertage und einen 7,5-Stunden-Arbeitstag etc.

kennen die chinesischen Arbeiter noch nicht einmal vom Hörensagen, denn…

 ·         …Mehrschicht-Betrieb (Produktion „rund um die Uhr“)

·         …7-Tage- / Wochenend-Arbeit und

·         …ein 12 - 16-Stunden-Arbeitstag

ist dort eher die Normalität…und die trotz schlechtester Arbeits-Bedingungen weiterhin vom Land in die Wirtschafts- und Industriezentren drängende Landbevölkerung ist ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an billigen, der weiteren Ausbeutung unterliegenden Arbeitskräften…

Diese  K o s t e n v o r t e i l e  führen zu deutlich 
n i e d r i g e r e n  A n g e b o t s p r e i s e n gegenüber den  w e s t l i c h e n  Wettbewerbern. Außerdem besitzt China als Quasi-Monpolist den für die Steuerung der Windkraft-Generatoren benötigten Rohstoff „Seltene Erden“…

Dazu stehen diesen, in Asien (China) weitgehend unter staatlicher „Kuratel“ stehenden Firmen staatliche Budgets in nahezu unbegrenzter Höhe zur Verfügung, die durch die gigantisch hohen und jährlich mit ca. 8 % - 10 % weiter stark wachsenden chinesischen  E x p o r t -
Ü b e r s c h ü s s e
 dauerhaft gespeist werden.

Daneben werden diese Staats-Konzerne  a k t i v  von der chinesischen  (Außen) P o l i t i k  unterstützt, indem sich diese vor allem in den mit  jährlich  z w e i s t e l l i g e n  Z u w a c h s r a t e n boomenden
S c h w e l l e n-L ä n d e r n (= Märkte von morgen…)
als „T ü r ö f f n e r“  betätigt, wodurch sich die chinesischen Staats-Konzerne in schöner Regelmäßigkeit viele der dort zu vergebenden lukrativen Aufträge „unter den Nagel reißen“, während westliche (Windkraft- und Solaranlagen-)Anbieter das Nachsehen haben (…außer Spesen nichts gewesen…)…

Als Resultat dieser Malaise hat z. B. der US-Solaranlagen-Konzern  F i r s t  S o l a r  jetzt für ca. 6 Monate Kurzarbeit und eine weltweite Kapazitätsreduzierung auf nur noch  8 0  % der jetzt noch bestehenden Produktionskapazität angekündigt, und dies, nachdem erst Ende 2011 ein zweites, mit neuester Produktionstechnik ausgestattetes Werk in Frankfurt / Oder hochgefahren worden war. Von der ab März 2012 beginnenden Kurzarbeit sind rd. 1200 Mitarbeiter am Standort  Frankfurt / Oder  betroffen, Entlassungen sind nicht auszuschließen.

Schlimmer sieht es bei  C e n t r o t h e r m  in Blaubeuren (BW) aus, wo einem Teil der Belegschaft bereits gekündigt wurde. Unternehmensbereiche werden stillgelegt und ein Teil der Produktion wird an
k o s t e n g ü n s t i g e r e  Standorte in Asien verlegt; rd.
 400 Mitarbeiter sind betroffen.

4 deutsche Töchter (Sitz: Gelsenkirchen) des niederländischen  Solar-Unternehmens 
S c h e u t e n  S o l a r  sind zahlungsunfähig und mußten am 29.2.2012 beim Amtsgericht Essen Insolvenz beantragen. Auch hier wurden Arbeitsplätze vernichtet.

Das  einstige d e u t s c h e  Vorzeige-Solar-Unternehmen  S o l o n  mit Sitz in Berlin hatte Ende Dezember 2011 Insolvenz  anmelden müssen; die Nachrichten-Sender n-tv und dpa hatten bereits am 14.12.2011 gemeldet:

“Die Revolution frisst ihre Kinder: Viele hatten es schon erwartet, trotzdem schlug die Nachricht von der Insolvenz des Solarunternehmens Solon  an der Frankfurter Börse ein wie eine Bombe. Mit den Berlinern geht das erste der einstigen deutschen Vorzeige-unternehmen der Photovoltaikbranche pleite. Experten erwarten weitere Insolvenzen. Vor allem um die ehemaligen Solarstars Q-Cells und Conergy sorgen sie sich. Alle Firmen kämpfen mit wegbrechenden Märkten, starkem Preisdruck und einer heftigen Billigkonkurrenz aus China. Dazu baut die Bundesregierung Druck auf.

Die  Aktie von Solon  brach zeitweise um mehr als 60 Prozent ein, und schloss am Ende 46 Prozent tiefer. Die Finanzierung war bei dem 1997 gegründeten Unternehmen schon oft problematisch, 2010 erhielt es eine Bürgschaft über 146 Mio. Euro vom Bund und den Ländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Doch jetzt stand den Berlinern das Wasser bis zum Hals: Solon konnte sich mit Banken, Bürgen und Investoren trotz intensiver Gespräche nicht auf eine Restrukturierung seines verlustreichen Geschäfts einigen. Es blieb nur der Gang in die Insolvenz. Für gut 800 Mitarbeiter ist die Zukunft ungewiss.”

Einer Meldung von n-tv / dpa vom 6.3.2012 zufolge wurden das operative Geschäft und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vom i n d i s c h-a r a b i s c h e n Mit-Konkurrenten  M i c r o s o l   -  der sich dadurch Marktanteile und FuE-Know-How gesichert hat  -  in letzter Minute aus der insolventen Solon heraus gekauft. Der Großteil der Solon-Mitarbeiter wird übernommen, während der Standort Greifswald und einige Auslandstöchter  -  unter Verlust von Arbeitsplätzen  -  s t i l l g e l e g t  werden.

Bei dieser Rettung „in letzter Minute“ gingen die meist grünen Aktionäre = Eigenkapitalgeber „leer“ aus, d.h. die Solon-K a p i t a l a n l e g e r  müssen einen herben und  e n d g ü l t i g e n  T o t a l v e r l u s t  ihres investierten  K a p i t a l s  hinnehmen; wie von uns bereits mehrfach in unseren homepage-Beiträgen prognostiziert, wird dieses Fiasko vielen der jetzt blauäugig, unüberlegt, „blind wie Lemminge in den finanziellen Abgrund hinterher stürzenden“ und noch auf den fahrenden Windkraft-Zug aufspringenden, von der Windkraft-Lobby und von Windkraft-Aposteln  v o r  O r t  verführten Windkraft-Klima-Weltverbesserern ebenfalls  -  auch an vergleichsweise windschwachen Binnenland-Standorten wie im nur 298 m über Meereshöhe liegenden Ingersheim (Kreis Ludwigsburg)  -  noch bevorstehen…; 

Eine weitere Meldung von n-tv vom 4.1.2012 unter dem Titel „China: Fluch oder Segen ? Solarbranche im Umbruch“ schildert  M a r k t b e r e i n i g u n g  und Konzentrationsprozesse zu 
L  a  s  t e n  der   d e u t s c h e n Solar-Unternehmen 
: „Die Preise für Solarzellen brechen ein. Allein 2011 fallen sie um bis zu 50 Prozent. Das Resultat: Der weltweite Konkurrenzkampf wächst - und deutsche Unternehmen haben immer mehr das Nachsehen. Solon ist pleite, Sunways bald in chinesischer Hand. Weitere Kooperationen sind denkbar. Aber sind sie auch die Lösung des Problems?

Für die einen ist es ein Fluch, für einige andere ein Segen: Die Stärke der chinesischen Solarunternehmen bereitet vielen hiesigen Branchenvertretern arge Probleme. Die Hersteller aus China drängen dank staatlicher Unterstützung mit Billigangeboten in den ohnehin schwachen Markt und sorgen für Preiseinbrüche. Für Solarzellen fielen sie laut Experten 2011 um bis zu 50 Prozent. Einigen deutschen Vertretern kommen die Chinesen aber wie gerufen. Jüngstes Beispiel: Die chinesische LDK Solar will die süddeutsche Sunways übernehmen.

 Der Einstieg von LDK Solar als einer der umsatzstärksten Photovoltaik-Konzerne der  Welt kommt Sunways gelegen. Das Unternehmen aus Konstanz, das unter anderem  Photovoltaik-Installationen für Gebäudefassaden baut, schrieb in den ersten neun  Monaten 2011 einen Verlust von 8,7 Mio. Euro. Den Chinesen geht es um die  Marke. Eine Investition in ein deutsches Unternehmen erleichtert den Markteintritt hierzulande. Auch andere deutsche Vertreter - etwa Wackelkandidat Conergy - können sich eine Kooperation mit Chinesen vorstellen.”, so die n-tv-Meldung. Zwischenzeitlich ist der Einstieg der C h i n e s e n  bei S u n w a y s (Konstanz) perfekt.

Weitere Hiobsbotschaften betreffen die deutschen Firmen  S o l a r  M i l l e n n i u m (Erlangen; „Solar-Millennium stürzt um fast 60 % ab“) und Q-C e l l s („Q-Cells verliert Millionen und seinen Finanzvorstand“),

Die hier aufgezeigten, für deutsche Solar- und Windanlagen-Hersteller in den letzten Jahren immer  
u n g ü n s t i g e r  gewordenen  w i r t s c h a f t l i c h e n  R a h m e n b e d i n g u n g e n
sind zwar ein
w e s e n t l i c h e r, jedoch  n i c h t  a l l e i n  entscheidender  G r u n d  für deren in den letzten Jahren sich  b e s c h l e u n i g e n d e n  Niedergang.

Ein weiterer, noch  w e s e n t l i c h e r e r  Grund ist die mit Einführung des  E E G (Erneuerbare-Energien-Gesetz) seit 2000 ff erfolgende  S u b v e n t i o n s-Ü b e r f ö r d e r u n g, denn:

Das  E E G  gewährt seit 2000 ff  a l l e n  Netz- E i n s p e i s e r n  regenerativ erzeugter Energie (Sonne, Wasser- und Windkraft, Biomasse, Geothermie)  -  die zudem noch gegenüber der konventionell erzeugten Energie (KKW, Öl, Kohle, Gas)  E i n s p e i s e p r i o r i t ä t  genießt  -  ab Inbetriebnahme  
2 0  Jahre  l a n g  laufende, g a r a n t i e r t e  Einspeisevergütungen, die vom  
S t r o m v e r b r a u c h e r  ü b e r  U m l a g e n  durch  E r h ö h u n g  seiner  S t r o m r e c h n u n g  zu tragen sind.

Nicht zuletzt diese von den  S t r o m v e r b r a u c h e r n  zu  b e z a h l e n d e Subventions-Überförderung sowie die wegen aus  S o n n e  (…mal scheint die  S o n ne, mal scheint sie nicht = z.B. nachts…) und  W i n d  (…mal weht der  W i n d, mal weht er nicht = z.B. bei Windflauten... oder auch, wenn einmal keine Sonne scheint) hinsichtlich

·          Z e i t p u n k t  und 
·          S t r o m v o l u m e n

und  d a r a u s  resultierend  -  wegen  m a n g e l n d e r  Grundlast-Fähigkeit - h ö c h s t u n s i c h e r e Stromerzeugung sind der  G r u n d  dafür, daß  k o n v e n t i o n e l le  (Schatten- / Ersatz-) Kraftwerke (KKW, Öl, Gas, Kohle) bis jetzt und auch weiterhin im „stand-by“-Betrieb notgedrungen   d o p p e l t  -  und daher  k o s t e n t i n t e n s i v  -  vorgehalten werden müssen, damit sie bei Bedarf (wenn die Sonne nicht scheint und / oder der Wind nicht weht) quasi „auf Knopfdruck hoch gefahren“ werden können, um  j e d e r z e i t  (!!)  -  d.h. auch an Tagen + Nächten, an denen
w e d e r  die  S o n n e  s c h e i n t  n o ch der  W i n d  w e h t  und daher k e i n regenerativ zu erzeugender Strom zur Verfügung steht  -  den bei B ü r g e r n  +  W i r t s c h a f t  bestehenden Strombedarf  d e c k e n  zu können, der bei Windflauten oder ausbleibendem Sonnenschein 
n i c ht  durch regenerativen Strom gedeckt werden kann !

Im Gegensatz zu den meist  i d e o l o g i s c h  verblendeten  -  und angesichts dieser wirtschaftlichen  Zusammenhänge nur „blöd“ dreinschauenden  -  Windkraft-Fuzzies weiß heutzutage jedes „M i l c h m ä d c h e n“, daß  parallel  =  d o p p e l t  vorzuhaltende Strukturen auch  d o p p e l t e  (eigentlich „überflüssige“) Kostenstrukturen  v e r u r s a c h e n.

Auch weiß jedes „Milchmädchen“  -  ebenfalls im Gegensatz zu den meist verblendeten Windkraft-Fuzzies  -  , daß doppelte  -  d.h.  d o p p e l t  vorzuhaltende (eigentlich „überflüssige“)  -  Kostenstrukturen  auch „doppelt“ (von allen Stromverbrauchern in Deutschland, von wem auch sonst…) f i n a n z i e r t  werden müssen.        

Diese von den Stromverbrauchern  v i a  erhöhter  S t r o m r e c h n u n g  ab den Jahren 2001 ff. durch die Stromanbieter abkassierten und  i n  die  T a s c h e n  der  E i n s p e i s e r  weiter geleiteten  U m l a g e n = E i n s p e i s e v e r g ü t u n g e n  betragen bis heute kumuliert rd.  7 8 
Milliarden €  (!!) und werden in nicht allzu ferner Zukunft  -  schätzungsweise in 2015 / 2016  -  wegen des in den letzten Jahren erfolgten und weiter jährlich erfolgenden  Z u b a u s  regenerativer Stromanlagen (vor allem Windkraft + Solar) und wegen der  2 0-jährigen Laufzeit die  S c h a l l m a u e r  der 1 0 0  Milliarden €-S c h w e l l e  (!!) übersteigen.

Allein im Jahr  2 0 1 1  (!!)  -  d.h. in 1 (in Worten: einem) Jahr  -  betrugen die in Deutschland  a n die 
E i n s p e i s e r  überwiesenen und  z u v o r  von den  S t r o m k u n d e n   a b k a s s i e r t e n  E E G - S u b v e n t i o n e n  brutto rd.  1 3  Milliarden € (nach Verrechnung mit den an der Leipziger Strombörse erzielten Einnahmen: netto ca.  8  Milliarden € !!). Einen derartigen, kostenintensiven Subventions-Überförderungs-U n f u g  leistet sich  -  a u ß e r  Deutschland  -  w e l t w e i t kein anderer Staat, erst Recht keine im weltweiten Wettbewerb stehende Industrienation …

Ein besonders  k r a s s e s  M i ß v e r h ä l t n i s  zwischen  S t r o m e r z e u g u n g  und Subventions-F ö r d e r u n g  ergibt sich bei  S o n n e  =  P h o t o v o l t a i k:  Von der EEG- 
Subventions-Förderung entfällt der  L ö w e n a n t e i l  von rd. 5 0 % (!!) auf  S o n n e = P h o t o v o l t a i k,
obwohl der  daraus gewonnene Strom aus  S o n n e n k r a f t lediglich  k ü m m e r l i c h e
3 %  (!!) des  G e s a m t-Stromverbrauchs ausmacht.

Kein Wunder, denn aufgrund der in Deutschland gegenüber südlicheren, sonnenstärkeren Ländern (Italien, Spanien etc.)  u n g ü n s t i g e r e n  k l i m a t i s c h e n  Verhältnisse (= deutlich weniger Sonnentage) beläuft sich der  U m f a n g  der von Meteorologen festgestellten Sonnenscheinzeit  -  während der durch  S o n n e n s c h e i n  überhaupt erst  S o n n e n s t r o m  e r z e u g t  werden kann  -  lediglich auf ca.  9 6 0  (!!) S o n n e n s t u n d e n  pro Jahr, was bei einer Gesamt-Jahreszeit -
zu der „Tag und Nacht“ Strombedarf herrscht  -  von insgesamt  3 6 5  Tagen = 8 7 6 0  Stunden (24 Std pro Tag x 365 Tage pro Jahr = 8760 Stunden)
lediglich einem Anteil von  g e r a d e  einmal rund
11 % (!!) entspricht.

Dieser kümmerliche und mangels Sonnentagen nicht mehr steigerungsfähige Anteil von lediglich 11 % führt gerade einmal zu einem blamablen, durch Sonnenstrahlung erzeugten Stromvolumen von rd. 3 %, und dies, obwohl jährlich allein 50 % (brutto / Jahr: rd. 6 Milliarden € / netto / Jahr: rd. 4 Milliarden €) der von allen Stromverbrauchern an die Einspeiser zu zahlenden EEG-Subventionen auf die (Über)-Förderung von Sonnenstrom = Photovoltaik entfällt !  

M.a.W., der Stromerzeugung durch Sonne = Photovoltaik sind aufgrund  w i t t e r u n g s b e d i n g t er
Gesetzmäßigkeiten
enge Grenzen gesetzt, denn von der jährlichen Gesamtzeit von 8760 Stunden, zu der Strombedarf besteht, kann  S o n n e n s t r o m  über  P h o t o v o l t a i k  nur an  9 6 0  Stunden  -  in denen die Sonne mehr oder weniger stark scheint  -   (11 % Anteil an der Gesamtzeit pro Jahr, wo Strombedarf vorliegt) erzeugt werden.

A l l e i n  schon aufgrund dieses  k r a s s e n  Mißverhältnisses war die  l ä n g s t  überfällige  K ü r z u n g  der EEG-Einspeisevergütung für  a b  1.4.2012  n e u  installierte, regenerativen Strom erzeugende Anlagen - zur  E n t l a s t u n g  der Stromverbraucher in Deutschland - gerechtfertigt !  

Darüber kann auch der vehemente, im Vermittlungsausschuß des Bundesrats erfolgte Einsatz des bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Horst Seehofer für ein späteres In-Kraft-Treten der Förderungskürzung bzw. für die Förderung aller noch bis zum 23.2.2012 getätigten Solaranlagen-Bestellungen nicht hinwegtäuschen, wenn man weiß, daß…

·          einerseits das sonnenreichste Bundesland  B a y e r n  die  m e i s t e n  Solar-Dächer aufweist (pro qm-Voltaik-Dachanlage führt der durch Sonne erzeugte Strom in Bayern im Vergleich zu den übrigen Bundesländern zum besten Ergebnis) und demzufolge am  s t ä r k s t e n  von der Solar-Ü b e r-Förderung profitiert und

 ·          andererseits bald Landtagswahlen in Bayern anstehen und es  -  Stand heute  -  keineswegs sicher ist, ob die CSU weiterhin Regierungsmacht in Bayern ausübt…   

F a z i t  und  a b s c h l i e ß e n d e  B e m e r k u n g e n:          Das von der früheren rot-grünen Bundesregierung unter dem damaligen  B u n d e s k a n z l e r  Schröder seinerzeit eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat in den Jahren 2001 ff. zu einer - politisch 
b e a b s i c h t i g t e n -  s t a r k e n  S u b v e n t i o n i e r u n g  der damals noch „in den Kinderschuhen“ steckenden regenerativen Energie-Branche (Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft, Biomasse, Geothermie) geführt.

S u b v e n t i o n e n  werden  -  im wesentlichen  -  aus volkswirtschaftlichen Gründen zu Lasten der A l l g e m e i n h e i t  finanziert, sei es über von der Allgemeinheit aufzubringende  
S t e u e r n oder durch Direktbelastung der Bürger über  U m l a g e n  (wie beim EEG: höhere Strompreise…).

S u b v e n t i o n e n  haben ausschließlich den  Z w e c k,  d a u e r h a f t  n e u e…

  • …Geschäftszweige
  • …Firmen
  • …Innovationen
  • …Technologien und  -  damit verbunden  - 
  • …neue, dauerhafte Arbeitsplätze (= Steuerzahler) etc.

zu  s c h a f f e n  und über einen  ü b e r s c h a u b a r e n (!!)  Z e i t r a u m  hinweg via  (aus mehreren Quellen sprudelnder) A n s c h u b-Finanzierung zu unterstützen, um zu erreichen, daß  i n n e r h a l b  (!!) dieses Zeitraums die  M a r k t r e i f e  und W e t t b e w e r b s f ä h i g k e i t  des Produkts erreicht wird und das Produkt  d a n a c h  -  d.h.  n a c h  dem  A u s l a u f e n  der Subventionen  -  in der Lage ist, sich  nach Erreichen der Serienreife und größerer Stückzahlen  s e l b s t ä n d i g  in weltweit  o f f e n e n  Märkten gegen Wettbewerber erfolgreich zu behaupten.

O h n e  diese via Subventionen erfolgende Anschub-Finanzierung hätte sich vermutlich kein privates Risiko-Kapital gefunden, die Realisierung der neuen Technologien / Innovationen etc. wäre vermutlich nicht erfolgt.

Andererseits bedeutet dies jedoch auch, daß die via Gesetz zu  L a s t e n  der Allgemeinheit an  E i n - 
s p e i s e r / Unternehmen (z.B. Windkraft- bzw. Solaranlagen-Konzerne) / Unternehmensgründer
etc. ausgeschütteten Subventionen zur Vermeidung „eines Fasses ohne Boden“ spätestens dann  e i n g e s t e l l t werden müssen, wenn sich  h e r a u s s t e l l t, daß das Produkt / Innovation etc. auf  
D a u e r  -  z.B. wegen gegenüber Konkurrenz-Produkten viel zu hohen (Herstellungs)Kosten  -  im Wettbewerb mit anderen Anbietern und bei offenen Märkten nicht konkurrenzfähig ist.

In der Solar- und Windkraftbranche waren die deutschen Unternehmen aufgrund der EEG-Subventionen und dem dadurch in Deutschland ausgelösten Nachfrage-Boom im Zeitraum 2001 - 2008 in Deutschland und auf den Weltmärkten  -  auch innovativ  -  führend. Ab den Jahren 2008 / 2009 setzte jedoch  -  zunächst vereinzelt und zunächst kaum wahrnehmbar  -  der  N i e d e r g a n g  der  d e u t s c h e n
Windkraft- und Solaranlagenfirmen
ein mit dem jetzt bekannten Resultat, der seinen vorläufigen Höhepunkt mit der jetzt rollenden Pleite- und Insolvenzwelle gefunden hat.

Aufgrund der durch von „rot / grün“ durchgesetzten gesetzlichen Nachbesserungen ab 2001 ff. zu Lasten der Stromverbraucher immer noch h ö h e r  werdenden Subventionen und dadurch erzielter starker  -  fast „von selbst“ sich einstellender  -  Umsatz-Zuwachsraten wurden viele einstmals innovative Unternehmen der regenerativen Energie-Branche in Deutschland „satt“, das Innovations t e m p o  ließ merklich nach; sie wurden hinsichtlich der  I n n o v a t i o n s k r a f t  vor allem von
a s i a t i s c h e n Konkurrenten überholt, die ebenfalls von den auch ihnen zu Gute kommenden deutschen EEG-Solar- + Windkraft-Subventionen profitierten und die zusätzlich wegen erheblich kostengünstigerer Produktionsbedingungen ihre deutschen Mit-Konkurrenten zurück drängten.

D e n n: Immer mehr Einspeiser regenerativ erzeugter Energie in Deutschland bestellten ab 2008 ff. ihre Solaranlagen nicht mehr bei den  k o s t e n h ö h e r e n  d e u t s c h e n Anbietern, sondern bei den deutlich  k o s t e n g ü n s t i g e r e n, qualitativ vergleichbaren a u s l ä n d i s c  h e n 
Wettbewerbern.

Faktisch wurden durch die deutsche, von „rot / grün“  z u  L a s t e n  der Stromverbraucher forcierte Solar-Subventions-Ü b e r f ö r d e r u n g   a u s l ä n d i s c h e  Arbeitsplätze gefördert, während  d e u t s c h e  Arbeitsplätze der regenerativen Energie-Branche vernichtet wurden: …wieder einmal ein klassisches  E i g e n t o r  deutscher Industrie-Subventions-Förderung zu Lasten der deutschen Bevölkerung, die diese  D u m m h e i t e n  fachlich inkompetenter deutscher Nachtwächter-Politiker durch Verlust deutscher Arbeitsplätze und durch weiter steigende Strompreise bezahlen muß…   

Eine EEG-Subventionierung allein der deutschen Unternehmen  -  zu deren Stützung  -  ist nicht möglich, weil dies sofort Bumerang-Effekte der USA, Indien, China etc. in anderen Industrie-Segmenten auslösen würde. Diese Länder würden als Reaktion ihre Einfuhren aus Deutschland mit Schutzzöllen belasten, was letztlich zu Einbußen der deutschen Exporte in für Wachstum und Wohlstand wichtigen deutschen Wirtschafts-Segmenten (Automobil, Chemie, Elektrotechnik, Maschinenbau usw.) führen würde.     

Rotstift angesetzt  - Foto: Paolo Neo

Der wegen EEG-Subventions-Überförderung durch die deutsche Politik eingeleitete und daher zum großen Teil  s e l b s t  v e r s c h u l d e t e  R ü c k g a n g  der deutschen Windkraft- und Solaranlagen-Industrie wurde durch unternehmerische Fehl-Entscheidungen nach dem 12.3.2011 (Fukushima / Japan) noch verstärkt, z.B. durch viel zu große Überkapazitäten...

Der aufgrund dieser „hausgemachten“ Fehler jetzt sich vollziehende Anpassungs- / Schrumpfungs-Prozess mit entsprechenden Arbeitsplatz-Verlusten ist zwar  -  vor allem aus Sicht der betroffenen Arbeitnehmer  -  schmerzhaft und bedauerlich, jedoch wohl unvermeidbar und die nicht zu rechtfertigende Aufrechterhaltung der milliardenschweren Subventions-Überförderung zu Lasten aller privaten Stromverbraucher würde zu weiter exorbitant steigenden Strompreisen führen.

Überdies würde im Falle der Aufrechterhaltung der Subventions-Überförderung im bisherigen Umfang der jetzt sich vollziehende Anpassungsprozess nicht aufgehoben, sondern nur „auf später“ mit noch viel nachteiligeren Folgen verschoben, wie alle Anpassungsprozesse zeigen, die durch staatliche Subventions-Überförderung und dadurch ausgelöster Überproduktionen und Fehlentwicklungen bei künstlich erzeugten „Blasen“ zwangsweise ausgelöst werden, wie z.B. bei der…

·          …Bauherren-Modell-Krise Mitte der 80-er Jahre (am Bedarf vorbei getätigter Bau von überteuerten, unverkäuflichen Wohnungen minderer Qualität und in schlechter Lage, ausgelöst durch Versprechen von Steuerspar-Möglichkeiten, die später rückwirkend vom Finanzamt gestrichen wurden…); ein Großteil dieser Schrott-Immobilien mußte  -  bei Total-Verlust des Eigenkapitals der Kapitalanleger  -  durch die Abriß-Birne „entsorgt“ werden…

 ·          …Wohnungsbau-Immobilien-Krise vor und nach dem Fall der Mauer 1989 ff., wo überteuerte Wohnungen „auf Halde“ ebenfalls am Bedarf vorbei erstellt wurden, ausgelöst durch (Grenzland-) Sonderabschreibungen / staatliche Investitionszuschüsse / von den Initiatoren versprochene, später vom Finanzamt jedoch nicht anerkannte Steuerspar-Effekte u.a., wobei die größtenteils unverkäuflichen Wohnungen später ebenfalls durch die Abriß-Birne entsorgt wurden…   

 ·          …Krise des deutschen Steinkohle-Untertage-Abbaus in NRW, wo aus politischen Gründen Jahrzehnte lang Hunderte von DM-Milliarden an  S u b v e n t i o n e n  zu  L a s t e n  des deutschen  S t e u e r z a h l e r s  „zum Fenster hinaus geworfen“ und in eine dauerhaft nicht mehr wettbewerbsfähige Branche gepumpt wurde, wobei letztlich der gewünschte Zweck  -  die wettbewerbsfähige Aufrechterhaltung des Kohle-Untertage-Abbaus in NRW  -  nicht erreicht wurde, und  -  noch schlimmer  -  die Innovationsfähigkeit = Zukunftsfähigkeit eines ganzen Bundeslandes wegen dadurch fehlender Finanzmittel in anderen zukunftsfähigen Segmenten um zig Jahre blockiert und hinaus geschoben wurde…

 …was letztlich zu Problemen geführt hat, unter denen das mit rd. 18 Millionen Bundesbürgern bevölkerungsreichste Bundesland NRW trotz der für Arbeitnehmer günstigen Ansiedlung der meisten DAX-Konzerne noch heute leidet, wie anhand des über den  L ä n d e r f i n a n z a u s g l e i c h  seit Jahren unverändert als Nehmerland am „finanziellen Tropf hängende“ und von den Geberländern Hessen, Baden-Württemberg und Bayern mit jährlichen €-Milliarden-Zahlungen = großzügigen Unterstützungen ohne weiteres ableitbar…    

Schon jetzt hat die jährliche, zu  L a s t e n  der  S t r o m v e r b r a u c h e r  erfolgende und noch weiter ansteigende  S u b v e n t i o n i e r u n g  jedes in der regenerativen Energie-Branche vorhandenen  A r b e i t s p l a t z e s  die Dimension der früher im NRW-Kohle-Untertage-Abbau je Arbeitsplatz von jährlich 250 000 DM betragende Subevention ü b e r s c h r i t t e n…

Daher war die jetzt von der CDU / FDP-Bundesregierung  g e g e n  den Widerstand von „rot / grün“ beschlossene  K ü r z u n g  der Subventions-Überförderung schon  l ä n g s t  ü b e r f ä l l i g.

Ob der jetzt sich vollziehende  N i e d e r g a n g  der deutschen Windkraft- und Photovoltaik-Branche durch den von einigen beamteten, jedoch fachlich meist inkompetenten Entscheidungsträgern genehmigten Bau einiger im relativ windschwachen Binnenland  -  wie Bayern oder BW, wo das jahresdurchschnittlich vorhandene Windaufkommen im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Ländern im Norden + Osten Deutschlands 2 - 3 Mal geringer ist  -  nur  u n w i r t s c h a f t l i c h  zu betreibenden Windrädern aufgehalten werden kann, darf „mit Fug und Recht“ bezweifelt werden, denn auch hier gilt, daß sich  -  zumindest „auf längere Sicht“  -  die Gesetze der  W i r t s c h a f t l i c h k e i t
und des  M a r k t e s  durchsetzen werden
, und spätestens dann, wenn die ersten ernüchternden Windstrom-Ist-Ergebnisse „tiefrote Zahlen“ und immer größer werdende Betriebsverluste ausweisen, das investierte Anlegerkapital „wie Schnee in der Sonne schmilzt“ und Jahr für Jahr mit jedem Jahresabschluß geringer wird, wird die jetzt in manchen Gegenden noch vorherrschende Windkraft-Euphorie einer realistischeren Betrachtung weichen, die dann zur (vielleicht zu späten) Erkenntnis führt, daß „noch so hohe“  W i n d k r a f t-M o n s t e r  im relativ windschwachen Binnenland zwar  -  neben weiteren Nachteilen vor Ort und  o h n e Gewerbesteuer-Einnahmen zu erzeugen  -  zu

·          einer schweren Beeinträchtigung des Umwelt- und Naturschutzes (insbesondere Vogelschutz betreffend) und zur Verspargelung Jahrhunderte alter Kulturlandschaften führt mit zu befürchtenden schweren Einbrüchen im Tourismus

 ·          wegen oft viel zu geringer Abstände zu Wohnsiedlungen möglicherweise zu Langzeit-Gesundheitsschäden (Lärm, Infraschall u.a.)

 ·         und  -  je nach Entfernung und Sichtweite  -  zu spürbaren Wertverlusten bei Haus- und Grundbesitz zu Lasten von Immobilien-Eigentümern, Mietern und Vermietern u.a.

führt, diese jedoch völlig ungeeignet sind, Bürger und Wirtschaft an einem Hochtechnologie-Standort wie Baden-Württemberg  d a u e r h a f t  und zu  j e d e m  Zeitpunkt  s i c h e r  und in 
a u s r e i c h e n d e m  Umfang mit  k o s t e n g ü n s t i g e r  Energie zu versorgen.
  

Hinsichtlich der millionenschweren  W e r b e-K a m p a g n e  der Solaranlagen- und Windkraft-Konzerne gilt folgendes:

Dem für  S o l a r w o r l d  werbenden DFB-Fußball-Nationalspieler Lukas  P o d o l s k i  ist zu empfehlen, daß er sich zur Vermeidung des Bundesligaabstiegs seines 1. FC Köln und für die im Sommer stattfindende Fußball-EM sowie bezüglich seines in Kürze anstehenden Wechsels zum FC Arsenal London voll und ganz auf seine fußballerischen Begabungen konzentriert, denn: Als Werbeträger für die regenerative Energie bzw. als für die Anregung zur Energieeinsparung gedachte Identifikationsfigur ist er u.a. angesichts der „im wahren Leben“ erfolgenden Nutzung stark PS-aufgemotzter Kfz-CO2-immissions-Dreckschleudern gänzlich ungeeignet und Stromverbraucher, die trotz dieser Diskrepanz durch den Podolski-Werbespot sich zum Kauf einer Solarworld-Anlage hinreißen lassen, dürften „an einer Hand abzählbar“ sein.

Ähnliches gilt für „Dallas-Ekel“ Larry  H a g m a n  alias J.R. Ewing, der ebenfalls für Solarworld wirbt: Ihm wäre zu empfehlen, daß er zuallererst seine bisher wenig energiesparbewußten US-Landsleute zur konsequenten Energieeinsparung anhält, bevor er der energiesparbewußteren deutschen Bevölkerung  -  gegen „klingende Münze“, versteht sich  -  unglaubwürdige Solarworld-Kaufempfehlungen gibt, denn Bürger + Wirtschaft der USA sind pro Kopf der Bevölkerung nach wie vor und mit weitem Abstand neben China, Indien, Rußland und einigen Schwellenländern mit die größten Energieverschwender und CO2-Schadstoff-Verursacher und vielen an der Energieeinsparung interessierten Zeitgenossen ist die blamable und klimaschädliche Einstellung der US-Regierung in Erinnerung, die bisher bei allen Weltklima-Konferenzen  -  zum Schutz der eigenen Wirtschaft  -  regelmäßig Beschlüsse zur verbindlichen Festlegung einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes blockiert…  

  

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Zu den Pressebeiträgen hier:

 Centrotherm baut 400 Stellen ab

 Deutsche Tochter von Scheuten Solar insolvent 

 Solon Pleite erst der Anfang

 Solarbranche im Umbruch 

 Auch Solarhybrid ist jetzt pleite



STZ / dpa: „Wind  -  Kurseinbruch bei Windriese Vestas“
Von den großen Zielen des Windanlagenbauers  und dänischen Weltmarktführers  V e s t a s  ist nicht mehr viel übrig…

S p e k u l a t i v  erzeugte G o l d g r ä b e r - S t i m m u n g  
unter den Windrad-Herstellern verpufft rapide und  E r n ü c h t e r u n g 
tritt bei vielen enttäuschten Kapitalanlegern ein  - 
Viele Windrad-Hersteller haben viel zu große  Ü b e r k a p a z i t ä t e n  aufgebaut

…sind  S a n i e r u n g s f ä l l e  und stehen jetzt vor dem
finanziellen  „A u s“…mit  h e r b e n Verlusten für Kapitalanleger…


(wm / 110212) - In der  W i n d a n l a g e n b r a n c h e  häufen sich in der letzten Zeit die Hiobs-Botschaften. So berichtete die Stuttgarter Zeitung / dpa vom 4.1.2012: „Aarhus / Hamburg - …Quer durch die Branche der alternativen Energien häufen sich die schlechten Nachrichten: Ein schwächerer Ausblick beim weltgrößten Windanlagenbauer Vestas hat den Aktienkurs des dänischen Unternehmens am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Zeitweise gaben die Papiere um 20 Prozent nach, am Mittag lag das Minus bei 17,79 Prozent auf 7,76 Euro. Vestas machte in einer Mitteilung für die erneute Senkung der Prognose für 2011 Verzögerungen bei Projektabschlüssen vor allem in Europa verantwortlich.“

Und weiter: „…Vestas erwartet nun 6 statt bisher 6,4 Milliarden Euro Umsatz. Mit einem Gewinn rechnet das Unternehmen nicht mehr. Bisher hatte die Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 255 Millionen Euro gelegen. Ein Händler kommentierte, dies seien "extrem negative" Neuigkeiten aus dem Sektor, da Überkapazitäten neuen Druck auf Preise und Margen auslösen würden. Auch in der Solarbranche ist die Lage angespannt, einige prominente Firmen mussten bereits Insolvenz anmelden. Dort macht zudem die Konkurrenz aus China den deutschen Herstellern Probleme. Auch das deutsche Windkraft-Unternehmen Nordex hat mit dem Preisdruck in der Branche zu kämpfen. Um Kosten zu sparen, streichen die Hamburger 260 der insgesamt 2700 Arbeitsplätze….“

 Am 9.2.2012 meldet WELT- ONLINE im Wirtschaftsteil unter der Schlagzeile: „Bent Erik Carlsen - Gewinnwarnung bei Vestas: Vorstand gibt auf

Angesichts schlechter Bilanzen für 2011 und einer erneuten Gewinnwarnung für 2012 stellt sich der Vorstand des weltgrößten Windturbinenherstellers Vestas nicht zur Wiederwahl. Das teilte Vorstandschef Bent Erik Carlsen im dänischen Fernsehen mit. Zusammen mit seinem Stellvertreter Torsten Erik Rasmussen werde er sich im kommenden Monat nicht zur Wiederwahl stellen. Für 2011 meldete Vestas Einnahmen von 5,8 Mrd. Euro und blieb 1,2 Mrd. Euro hinter den Erwartungen zurück. Finanzvorstand Henrik Noerremark trat bereits am Dienstag zurück.”…

Diese und eine Reihe weiterer in der Wirtschaftswoche, Handelsblatt, Der Spiegel, Manager-Magazin, Die Welt usw. verbreiteter Hiobs-Botschaften aus der W i n d k r a f t -  u n d  S o l a r e n e r g i e -  B r a n c h e  belegen: Die kurz nach „Fukushima / Japan“ ab Ende M ä r z  2 0 1 1 ausgelöste, von der   
P o l i t i k
 durch eine ohne Konzept, unüberlegt, überstürzt und daher vorschnell beschlossene Energiewende  -  ohne die dadurch ausgelösten Folgewirkungen in die Überlegungen mit einzubeziehen  -  noch verstärkte hochspekulative „G o l d g r ä b e r-Stimmung“ im „g r ü n e n“ Kapitalanlagespektrum ist merklich  a b g e k ü h l t  und die dort bei Kapital-Anlagen auf dem regenerativen Energiesektor sich bisher aufschaukelnde „Blasen-Bildung“ ist mit lautem Knall geplatzt, wie weltweit schon jede Blasen-Bildung in spekulativ überhitzten Kapitalanlage-Märkten zuvor, wie z.B….

·          …bei der „Internet-Blase“ um die Jahrtausendwende, als im Zuge des sich schnell ausbreitenden Internets jede neu gegründete Internet-Hinterhof-Firma „blind“ mit astronomischen, spekulativ hochgetriebenen Werten bewertet und demzufolge von ebenfalls das Dollar-Zeichen im Auge tragenden, aber den gesunden Menschenverstand außer Acht lassenden Kapitalanlegern  -  total überteuert  -  gekauft wurde… 2 - 3 Jahre danach war der Traum ausgeräumt und die unvorsichtigen Anleger standen vor dem Totalverlust ihrer unüberlegt getätigten Anlagen…

 ·          …bei der „Bauherrenmodell-Blase“ in den 80-iger-Jahren, als völlig überteuerte Bauherrenmodelle mit total unrealistischen Versprechungen über Steuer-Ersparnisse auf den Markt kamen und vor allem gut verdienende Freiberufler zu Fehl-Investitionen in Milliardenhöhe animierten, einen Boom für letztlich unvermietbare, an den Marktbedürfnissen vorbei produzierten Wohnungen minderer Qualität hinterlassend, die in den Jahren danach vielfach der Abrißbirne zum Opfer fielen…

·          …bei der „Immobilien-Blase“ in den Neuen Bundeländern in den Jahren nach dem Mauerfall 1989, als vorwiegend Immobilien-Spekulanten das „große Geschäft“ auf dem ostdeutschen Grundstückmarkt witterten und explodierende Grundstückspreise prognostizierten, jedoch  -  ebenfalls bei Außerachtlassung ihres gesunden Menschenverstands  -  nicht registrierend, daß von der Wende nur Filet-Grundstücke im Berliner Regierungsviertel oder in sonstigen exponierten Lagen profitierten, jedoch keinesfalls Grund und Boden auf dem „flachen Land“… Milliarden-Verluste bei den „über den Tisch gezogenen“ Kapitalanlegern waren die Folge; noch heute zeugen Bauruinen von dieser Kapitalvernichtung, ein Großteil der am Markt vorbei produzierten Immobilien fiel inzwischen ebenfalls der Abrißbirne zum Opfer und mancher spekulative Anleger zahlt heute noch seinen Immobilien-Kredit ab, obwohl die Immobilie gar nicht mehr existiert…

 ·          …oder bei anderen „Blasen“ an „spekulativ“ überhitzten Kapitalmärkten in den letzten Jahren…

Obwohl die  Ü b e r h i t z u n g  bei den „grünen“ Kapitalanlagen anhand der zunehmend spekulativen Elemente für Insider schon lange vorhersehbar war, kam für die  M a s s e  der  K l e i n - A n l e g e r
der K n a l l  der im Januar / Februar 2012   z e r p l a t z e n d e n „Blase“ viel zu schnell, als daß sie noch rechtzeitig  -  d.h. vor dem Platzen der Spekulations-Blase  -  hätten reagieren und aus ihren spekulativ hochgetriebenen, viel zu hoch bewerteten Kapitalanlagen rechtzeitig hätten aussteigen können, um ihr Geld in Sicherheit zu bringen…

Nun stehen diese meist aus dem „g r ü n e n“ Spektrum stammenden Kapitalanleger vor dem  S c h e r b e n h a u f e n  ihrer Anlagen, denn viele haben nicht nur jahrelang…

·         …w e d e r  die versprochenen  G e w i n n a u s s c h ü t t u n g e n
·          …n o c h  eine  a d ä q u a t e  V e r z i n s u n g  ihres investierten Kapitals erhalten

…die allermeisten haben - und dies wiegt wohl am schwersten - nun auch noch einen  T o t a l v e r l u s t
ihres  e i n g e s e t z t e n  K a p i t a l s
 erlitten, als sie  -  den Kurssturz durch ihren Verkaufsauftrag noch beschleunigend  -  beim schnellen, jede Minute an den Börsen-Charts mit eigenen Augen nachvollziehbaren Absturz der Kurse ins Bodenlose noch schnell, („um zu retten, was noch zu retten ist“)  -  aber zu spät  -  ihre Kapitalanlagen verkaufen wollten…

Diejenigen, die noch „in“ ihren jetzt rapide abgestürzten grünen Kapitalanlagen geblieben sind, müssen mit ansehen, wie die Kurs-Werte ihrer Anlagen auf „R a m s c h-Niveau“ bzw. auf dem Niveau von „p e n n y-s t o c k s“ vor sich hin dümpeln und dort wohl noch lange verharren, ohne daß in den  n ä c h s t e n Jahren Aussicht auf  B e s s e r u n g  in der Branche und damit Hoffnung auf Kursgewinne bestünde…

Nun wäre ein Kurssturz von Kapitalanlagen nichts Ungewöhnliches, da ein Kursrückgang ebenso wie ein Kursgewinn zum alltäglichen Geschäft an der Börse gehört, wo Nachrichten  -  insbesondere die  E r w a r t u n g e n  in der  Z u k u n f t  -   gehandelt werden und sich dies ggfs durch Kauf oder Verkauf von Kapitalanlagen in Kursentwicklungen niederschlagt…

Bemerkenswert und  ä u ß e r s t  b e d e n k l i c h  am  K u r s s t u r z  der im deutschen „Tec-Dax“ notierenden „grünen“ Kapitalanlagen -  insbesondere W i n d k r a f t-Hersteller und S o l a r-Firmen betreffend  -  ist jedoch vor allem, daß dieser Kurssturz  e n t g e g e n (!)  dem aufwärts gerichteten,  a l l g e m e i n e n  Trend an den weltweiten und nationalen Aktienmärkten eingetreten ist: So ist die Entwicklung an den welt- oder europaweiten Aktienmärkten seit dem Jahreswechsel 2011 / 2012 kontinuierlich nach oben gerichtet, der Dax hat z.B. bis Ende Februar 2012 rd. 15 % an Wert gewonnen…

 Diese vom allgemeinen Trend sich abkoppelnde, schon länger  anhaltende und abwärts gerichtete Sonder-Entwicklung ist es,  die vermutlich auch weiterhin dafür sorgt, daß „grüne“  Kapitalanleger auch künftig dieses Anlagesegment „in hellen  Scharen“ verlassen werden und Grund dafür ist, daß  potentielle  Kapitalanleger bis auf weiteres einen „weiten Bogen“  um diesen  Sektor machen…

 Aus dieser Sonder-Entwicklung ergibt sich, daß für die  Kursverluste im „Tec-Dax“  -  und insbesondere im  S e g m e n t
 der „grünen Kapitalanlagen“
im Bereich der regenerativen  Energie  -  vor allem  s t r u k t u r e l l e  und daher  vermutlich
 l
ä n g e r   a n h a l t e n d e   N e g a t i v-Effekte
 verantwortlich sind.

Wesentliche Gründe sind vor allem kurz nach „Fukushima“ ab Ende März 2011 aufgelegte, jedoch viel zu optimistische, vielfach realitätsferne Planungen von Windparks, die  -  wie sich jetzt herausgestellt hat  -  Grundlage war für viele Fehl-Entscheidungen von Firmen, die im „grünen“ Segment tätig sind.

Viele dieser Projekte wurden zwischenzeitlich ganz oder teilweise „zu den Akten gelegt“ oder auf einen Bruchteil der ursprünglichen Planung „zurecht gestutzt“, sei es…

·         …daß viele „off-shore“-Windkraft-Projekte wegen  t e c h n i s c h e r Schwierigkeiten entweder ganz gestrichen, verkleinert oder zeitlich gestreckt werden mußten…

·         …daß vielen potentiellen Anlegern das  A n l a g e - R i s i k o  (bis hin zum Totalverlust des gezeichneten Kapitals) wegen viel zu optimistischer Rendite-Hochrechnungen, Unseriösität bzw. wegen wahrscheinlicher Unwirtschaftlichkeit viel zu  h o c h erscheint…

·         …daß viele blauäugig geplante Projekte wegen  V e r s t o ß e s  gegen Genehmigungsvorschriften (zu geringer Abstand zur Wohn-Besiedelung, Beachtung naturschutzrechtlicher Belange u.a.) von Anfang an gar nicht realisierbar waren…

·         …daß viele Projekte durch  B ü r g e r p r o t e s t e / -i n i t i a t i v e n  und immer stärker werdenden Widerstand in breiten Kreisen der Bevölkerung gänzlich zu Fall gebracht wurden oder zu teilweise sehr langen Verzögerungen führen bzw. erheblich „abgespeckt“ werden mußten…

          …daß viele Windkraft-Projekte von den negativ betroffenen Bürgern auf den R e c h t s w e g 
gebracht werden
; dabei ist festzustellen, daß  die  Verwaltungsgerichte in den einzelnen Bundesländern in immer stärkerem Umfang den gegen Windrad-Betrieb klagenden Bürgern Recht geben… immer mehr Bürger gehen auch gegen bereits  i n  B e t r i e b  befindliche Windräder vor und erhalten vor Gericht Recht, weil z.B. die Grenzwerte des vom Windrad ausgehenden Lärms  -  vor allem während der Nachtruhe  -  zum Teil erheblich überschritten werden u.a….

·         …daß in vielen Regionen Deutschlands  -  insbesondere im Norden und Osten - die S ä t t i g u n g s g r e n z e  mit Windindustrieanlagen bereits  ü b e r s c h r i t t e n ist und sich die Stimmung in weiten Kreisen der Bevölkerung immer stärker „contra-Windkraft“ richtet… und diese Stimmung nun auch immer stärker in die südlicheren, relativ windarmen und daher vielfach völlig Windstrom-ungeeigneten Regionen überschwappt, dort vermehrt zu Bürgerprotesten  -  wie in Ingersheim (Kreis Ludwigsburg) führend…

·         u.v.m….

Verstärken dürfte sich dieser  A b w ä r t s t r e n d  im „grünen“ Kapitalanlage-Sektor auch noch aus 2 weiteren Gründen:

Einerseits wird die jetzt von der B u n d e s r e g i e r u n g  mit Wirkung zum 9.3.2012 zu Recht beschlossene, wegen S u b v e n t i o n s - Ü b e r f ö r d e r u n g  von  S o l a r-Anlagen längst ü b e r
f ä l l i g e  R e d u z i e r u n g  der  S o l a r-F ö r d e r u n g
  einen die Nachfrage nach Solaranlagen dämpfenden Effekt haben.

Diese Förderungs-Reduzierung war nötig, weil es der  A l l g e m e i n h e i t  -  d.h.  a l l e n 
Stromverbrauchern
in Deutschland  -  schön längst nicht mehr vermittelbar war, daß bei einem insgesamt 20 % am  g e s a m t e n  S t r o m-Verbrauch betragenden  A n t e i l  der regenerativen Energie und davon mit lediglich 3 % auf  S o l a r-Strom entfallenden Anteil  a l l e i n  50 % (!!) -  Tendenz weiter steigend wegen des weiteren Zubaus  -   der Brutto-Förderung von jährlich rd. 12 Milliarden €  -  netto rd. 8 Milliarden €  -  für den Bau von Solaranlagen ausgeschüttet wird, während alle deutschen Stromkunden diese Subventions- Überförderung über Sonder-Umlagen durch Erhöhung ihrer privaten Stromrechnung „Jahr für Jahr“ 20 Jahre lang zu zahlen haben, weil diese Subventionen den Einspeisern regenerativ erzeugten Stroms über das EEG (ErneuerbareEnergienGesetz) 20 Jahre lang garantiert sind.

Nicht zuletzt deshalb sind die deutschen Strompreise die  w e l t w e i t  z w e i t h ö c h s t e n, und dies, obwohl der Ausbau der regenerativen Energie in Deutschland am weitesten f o r t g e s c h r i t t e n  ist und obwohl der regenerativ erzeugte Strom nach den ursprünglich erhobenen Parolen seiner Verfechter doch „rund um die Uhr“  a n g e b l i c h „umsonst = kostenlos“ erzeugt wird (Sonne scheint umsonst / Wind weht umsonst)….  

Des weiteren dürfte sich eine  w e i t e r e  E r n ü c h t e r u n g  vor allem in der Windkraft-Branche dann einstellen, wenn vor allem im südlichen relativ  w i n d a r m e n  Binnenland sich die Erkenntnis herumspricht, daß die   -  von der Windkraft-Lobby zur Steigerung der eigenen Umsätze und Vertriebs-Provisionen und daher aus durchsichtigen Gründen verbreiteten  -  unseriösen und viel zu optimistischen Windstrom-Ertragsprognosen völlig unzutreffend sind, weil an vielen jetzt noch optimistisch geplanten Windkraft-Standorten wegen mangelndem Windaufkommen  k e i n e  d a u e r h a f t  w i r t s c h a f t l i c h e  Windstrom-Produktion möglich ist.  Wie bekannt, ist das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im Norden + Osten Deutschlands ca. 2 - 3 mal  h ö h e r  als im vergleichsweise  w i n d a r m e n  südlichen Binnenland…

Belegt wird dies schon jetzt anhand der jährlich nach Abschluß des Geschäftsjahrs veröffentlichten  J a h r e s a b s c h l ü s s e  der Windkraft-Betriebsgesellschaften, die Jahr für Jahr  -  entgegen aller vollmundiger Prognosen der Windkraft-Lobby  -  mit „tiefroten Zahlen“ =  B e t r i e b s v e r l u s t e n .

Eines ist  a l l e n  an den Kapitalmärkten  g e p l a t z t e n 
„Blasen“ gemein
: Während die Hersteller der Schrott-Immobilien, die Gründer von Anfang an maroder Internet-Firmen und die Windkraft- und Solaranlagen-Konzerne i.d.R. beim Verkauf ihrer Produkte ihren „Reibach“ gemacht und die Verkäufer-Truppen ihre Provisionen eingestrichen haben, sind die  H a u p t-L e i d t r a g e n d e n dieser geplatzten „Blasen“ vor allem  K l e i n-Kapitalanleger, die in ihrer Blauäugigkeit viel zu hohen, unseriösen Renditeversprechen der Vertriebs-Profis, Kapitalanlage-Berater usw. aufgesessen sind, wobei letztere jedoch bei ihren Verkaufsgesprächen nur eines  -  aus ihrer Sicht verständlich  -  im Sinn hatten, nämlich die Maximierung ihrer beim Verkauf zu erzielenden möglichst hohen Verkaufs-Prämien, Umsatz-Bonis usw. zur Steigerung des eigenen Einkommens…

Andererseits gibt es jedoch hinsichtlich der  B e s e i t i g u n g  von    A u s w i r k u n g e n dieser „Blasen“ auch Unterschiede:

So wurden die aus Bauherrenmodellen und dem Immobilien-Boom ab der Wende entstandenen Wohnungs-Halden weitgehend zeitnah durch die Abrißbirne entsorgt…

Bei den jetzt in die Landschaft gestellten Windindustrieanlagen und Windparks sind jedoch irreparable 
N a c h t e i l e
 zu befürchten, weil sie i.d.R. 20 Jahre lang  -  auch bei Unwirtschaftlichkeit des Windrad-Betriebs, da sie über den Verzehr des von den Anlegern eingebrachten Kapitals finanziert werden  -  landschaftsverspargelnd stehen bleiben und es danach  -  entgegen den Versprechungen der Windrad-Initiatoren  -  keinesfalls sicher ist, daß die Windspargel auf Kosten der Windkraft-Anleger tatsächlich auch entsorgt werden, vor allem auch deshalb, weil jetzt schon abzusehen ist, daß die jetzt für das Recycling ggfs eingestellten Rückstellungsbeträge entweder für andere Zwecke verbraucht wurden (z.B. für nicht kalkulierte Instandhaltungsmaßnahmen u.a.) bzw. von der Höhe her nicht ausreichen, um die jährlich  s t e i g e n d e n  Kosten der  E n t s o r g u n g  nach 20 - 25 Jahren laufender  B e t r i e b s  z e i t vollständig zu finanzieren…

 Auch hinsichtlich der Kaptalanleger „grüner“ Investments sind 2 Gruppen zu unterscheiden:

Einerseits können Anleger, die Aktien eines Solar- oder Windkraftkonzerns an der Börse kaufen, den aus täglichem Angebot und Nachfrage sich ergebenden Kurswert ihrer Anteile täglich sehen, so auch die jetzt abgestürzten Kurswerte der von ihnen an der Börse investierten Firmen… Diese Gruppe von Anlegern ist täglich über den Wert ihrer Anteile informiert…

Die Anleger hingegen, die „grüne“ Investments nicht über die Börse, sondern in geschlossenen  F o n d s der durch Beteiligung an einer  G e n o s s e n s c h a f t  -  wie in Ingersheim  -  tätigen (d.h. nicht über den nicht möglichen täglichen Kauf oder Verkauf von Anteilen an der Börse) können die Wertentwicklung ihres Anteils nicht täglich nachvollziehen. Sie erfahren den Wert ihrer Anteile entweder 
e r s t  beim Jahresabschluß zum Schluß des Geschäftsjahrs  -  in der Hoffnung, daß dieser richtig und nicht „geschönt“ (wie vielfach schon geschehen) erstellt wurde  -  oder erst bei der Liquidation der Gesellschaft (Genossenschaft) nach dem  E n d e  der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer… wobei dann für viele erst die „S t u n d e  d e r  W a h r h e i t“ kommt, wenn man erkennen muß, daß vom eingezahlten Eigenkapital nichts mehr übrig geblieben ist…  


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 



                                                                                                                  

Templates