Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Berichte der Bürgerinitiative:


“Energiewende sollte auch anders gehen”
Leserbrief zum von Windkraft-Enthusiasten im Rotenberg / Saukopf im windschwachen
B ö n n i g h e i m inmitten des Naturparks Stromberg - Heuchelberg geplanten und von der Stadt Bönnigheim tolerierten N a t u r f r e v e l, der durch großflächige Waldrodungen entstünde, wenn dort 2 künftig bis zu 2 3 0 m hohe Windindustrieanlagen gebaut würden…

Bleiben Landratsamt Ludwigsburg (= Genehmigungsbehörde) und Regierungspräsidium Stuttgart standhaft oder knicken sie, wenn es um Belange des N a t u r s c h u t z e s geht, ein weiteres Mal ein ?

(wm / 110513) - Die Bietigheimer Zeitung bringt in ihrer Ausgabe vom 4.5.2013 einen windkraft-kritischen Leserbrief, der sich g e g e n den von einigen Windkraft-Enthusiasten in Bönnigheim, zu einem großen Teil jedoch außerhalb Bönnigheims  -  wie schon in Ingersheim, wo ein Großteil der WKA-Genossen gar nicht aus Ingersheim kommt  -  ansässigen Windkraft-Initiatoren geplanten Bau zweier bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  wendet, dessen geplanter Standort nach eigener Aussage des Hauptamtleiters der Stadtverwaltung Bönnigheim i n m i t t e n…

·         …eines Naturschutzgebiets

·         …eines Landschaftsschutzgebiets

·         …eines als „grüne Lunge“ dienenden und zum ökologischen Gleichgewicht dieser Region beitragenden Waldes im Naturpark Stromberg - Heuchelberg im ohnehin schon in Baden-Württemberg waldärmsten Landkreis Ludwigsburg

·         …eines Wasserschutzgebiets

·         …eines FFH-Gebiets

·         …europäischen Vogelschutzgebiets    

liegt, und gegen dessen Bebauung  -  zudem noch durch gigantisch hohe Windindustrieanlagen  -  eine Reihe zwingend einzuhaltender und in langen Vorjahren aus gutem Grund durch Gesetzgeber und Behörden erlassene Natur- und Landschaftsschutzgesetze, - richtlinien und -Erlasse sowie zum Naturschutz ergangene höchstrichterliche nationale und europäische Rechtsprechung sprechen.

Um eine Bebauung dennoch  -  mit „aller Gewalt“, so der zumindest für Außenstehende entstehende Eindruck  -  durchzusetzen, sind Bestrebungen der WKA-Initiatoren unter Federführung zweier pensionierter Lehrer (wie könnte es auch anders sein…) und unter wohlwollender Duldung der diesbezüglich angesichts des durch Windkraft-Bau dort verursachten Naturfrevels vermutlich „von allen guten Geistern“ verlassenen Stadtverwaltung Bönnigheim im Gange, die oben zitierten, dort gegen jegliche Bebauung bestehenden Gesetze „auszuhebeln“, wobei offensichtlich auch nicht davor zurückgeschreckt wird, einen „Persilschein“ zur WKA-Bebauung durch ein von den WKA-Initiatoren beauftragtes und von ihnen bezahltes Gutachten einzukaufen, hinsichtlich dessen Aussage bezüglich Natur- und Artenschutz etc. man schon jetzt getrost davon ausgehen kann, daß  -  wie immer, wenn gekaufte Gefälligkeits-Gutachten von sogenannten „Gutachtern“ aus dem Dunstkreis der Windkraft-Lobby nach den gewünschten Ergebnissen der Auftraggeber erstellt werden  -  keinerlei Verstöße gegen Natur- und Artenschutz erkennbar wären und demzufolge einer WKA-Bebauung mit künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen inmitten des Naturparks Stromberg-Heuchelberg nichts entgegen stünde.

In diesem Kontext wäre auch einmal kritisch zu hinterfragen, wie lange eigentlich noch  -  der Einhaltung von Gesetz und Rechtsprechung verpflichtete  -  Genehmigungsbehörden sich einen derartigen Gefälligkeits-Gutachten-Unfug als Grundlage für ihre Genehmigungs-Entscheidungen gefallen lassen. Vergleiche mit sogenannten „Bananenrepubliken“ sind in diesem Zusammenhang jedoch rein zufällig…


Windpark Eisabwurf by pobre.ch, on Flickr
Creative Commons Attribution 2.0 Generic License  by  pobre.ch

Zu hoffen bleibt, daß spätestens die nicht politischen Vorgaben  -  wie Landratsamt (Genehmigungsbehörde), Regierungspräsidium (Widerspruchsbehörde) oder Regionalverband   -  verpflichteten, sondern sich dem Grundsatz der Unabhängigkeit der Justiz verpflichtet fühlenden Verwaltungsgerichte einen derartigen, gegen zwingend einzuhaltende Naturschutzgesetze behördlich verordneten Windkraft-Unfug wieder kassieren, um dafür zu sorgen, daß der zwar in vielen Sonntags- und Feiertagsreden „über Alles“ gepriesene, in Wahrheit jedoch und bei genauerem Hinsehen ohnehin schon vielfach „böse unter die Räder gekommene“ Naturschutz wenigstens nicht durch weitere, gekaufte Gefälligkeits-Gutachten noch stärker als bisher schon malträtiert und „mit Füßen getreten“ wird… 

Käme es im Rotenberg / Saukopf zum Bau von 2 bis zu 230 m hohen WKA, müßten für den Transport von Beton-Fundament, vor Ort zu montierender Turm-Teile, Rotor und Gehäuse, zum Aufstellen entsprechend hoher Spezial-Kräne, zur Verlegung von Versorgungsleitungen und zum Befahren mit schwerem Gerät (9-Achser etc. ) u.a. die dorthin führende Straßen- und Feldwegeinfrastruktur kostenintensiv vollständig neu gestaltet werden und das bisher als Naturpark genutzte Waldgebiet verlöre endgültig und irreparabel seinen Charakter und würde umgewandelt in ein windkraft-gewerbliches Industriegebiet; vgl. hierzu

 Ein Fundament für 7000 Tonnen Gesamtgewicht 

 Grenzenlose Windkraft?

Wie von vielen anderen WKA-Standorten im Wald bekannt, fallen dem Bau einer einzigen (!!) Windindustrieanlage eine ca. 10 000 qm große Waldfläche mit durchschnittlich 500 zu fällenden, zig Jahre alten Bäumen zum Opfer; jedermann, der auch nur „auf 5“ zählen kann, kann sich selbst ausmalen, welcher  -  angesichts der Dimension kaum noch in Worte zu fassende  -  Naturfrevel bei 2 (!!) bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen in Bönnigheim…

·         …unter dem  -  wie so oft  -  verschämten Wegsehen der von der Windkraft-Lobby bereits oftmals unterwanderten Leitungsebene der dort agierenden, weitgehend ideologisierten und hauptamtlich tätigen Funktionärsclique in den nur noch als „sogenannt“ zu bezeichnenden Naturschutzorganisationen BUND und NABU   

·         …unter „Abnicken“ einer diesbezüglich völlig versagenden, nicht mehr uneingeschränkt dem Gemeinwohl und den Interessen der Allgemeinheit aller Bönnigheimer Bürger, sondern vor allem den Partikularinteressen einer Gruppe windkraft-enthusiastischer Initiatoren  -  meist gar nicht in Bönnigheim wohnend, sondern aus dem Großraum Stuttgart / Heilbronn kommend  -  sich verpflichtet fühlende Stadtverwaltung

·         …und unter dem „Wegducken“ der durch politische Vorgaben unter Druck gesetzten Unteren (bei den Landratsämtern) und Oberen (bei den Regierungspräsidien) Naturschutzbehörde, die von ihren Vorgesetzten „an die Kandarre genommen“, „auf Linie gebracht“ werden und die sehenden Auges den sich hier landauf / landab durch Windkraft-Forcierung inflationiert sich entwickelnden Naturfrevel  -  selbst für kleine Kinder ohne weiteres wahrnehmbar  -  „per ordre de mufti“ absegnen müssen, ihr „Rückgrat“ angesichts der dadurch sanktionierten Verstöße gegen den Naturschutz verlierend, während sie an anderer Stelle sich „kleinkariert“  -  anders ist diese Haltung nicht mehr zu bezeichnen  -  dazu berufen fühlen, gegen den Bau kleinerer Geräteschuppen in Streuobstwiesen, Umsetzung / Instandsetzung von Trocken-Mauern im Steillagenweinbau etc. rigide vorzugehen… …wie „krank“ müssen diese sogenannte Naturschutz-Behörden „von innen heraus“ sein, damit man derart „zweierlei“ Maß beim Behördenverhalten praktizieren kann…

Der Bönnigheimer CDU / FWV - Gemeinderat Kurt Sartorius hat den auf Bönnigheimer Gemarkung sich eventuell ergebenden Windwahn-Unfug sofort erkannt, als er bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung gegen diese Windkraft-Pläne votierte und als Begründung zutreffend zu Protokoll gab, daß vor wenigen Wochen an nahezu derselben Stelle der Bau einer Kinderschaukel aus Gründen des Naturschutzes rigide abgelehnt worden wäre, man jetzt aber den zu viel größeren Verstößen gegen den Naturschutz führenden Bau von 2 bis zu 230 m hohen Wind-Ungetümen im Naturpark genehmigen wolle… . Zum in Bönnigheim sich eventuell abzeichnenden Naturfrevel haben wir in mehreren Beiträgen berichtet (26.10, 28.10., 18.11., 25.11.2012 und 15.1., 11.1., 4.1. und 3.1.2013), die wir Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen.



Genau der richtige Weg für einen Waldspaziergang / Waldrodung für WKAs

Bild: alanka / photobucket

Nur noch mit dem Kopf schütteln kann man, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Windstrom-Ausbeute am Wald-Standort in Bönnigheim äußerst marginal wäre und  -  selbst auf Basis des aus durchsichtigen Gründen noch geschönten baden-württembergischen Windatlas, der den Landkreis Ludwigsburg als relativ windschwach und daher als nicht geeignet für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb beurteilt  -  und zu keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten des kommunalen Haushalts führen würde, wie schon in Ingersheim, als der ebenfalls windkraft-enthusiastische Bürgermeister bei einer öffentlichen Veranstaltung auf Befragen einräumen mußte, daß man (wegen relativer Windarmut) mit keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen rechne… …von den übrigen, zu Lasten der Bürger durch Windkraft-Betrieb verursachte Nachteile wie

·         Lärm

·         Schattenschlag

·         Infraschall, der möglicherweise zu Gesundheitsrisiken bei Menschen mit angegriffenem Gesundheitszustand führt

·         Wertminderung beim Grundbeseitz (Häuser, Wohnungen, Grund und Boden) oder

·         zu Einbrüchen bzw. Verdrängungen beim Tourismus

ganz zu schweigen.     

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, außer daß auch hier  -  wie in Ingersheim, im Bottwartal und anderswo im vergleichbar windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Baden-Württemberg, wo durch Windkraft-Forcierung Naturfrevel und Raubbau an der Natur eintritt  -  gilt:

…Herr, schmeiß Hirn ra…

 

Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 
Pressewart (kommissarisch) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften (i.Gr.) 

 

zum Leserbrief hier klicken



www.gegenwind-husarenhof.de

Bericht 

zur 

Gründung eines Landesverbands baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften


(wm / 060513) - Vertreter von 21 in Baden-Württemberg bereits aktiven bzw. von neuen und z. Zt. im Gründungsstadium befindlichen und über das ganze Land verteilten Bürgerinitiativen haben bei ihrer zweiten vorbereitenden Sitzung in Karlsruhe einstimmig die Gründung eines als Dachverband fungierenden Landesverbands baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen beschlossen.

Die Versammlung fand am 5.5.2013 in Karlsruhe statt. Eine erste vorbereitende Sitzung hat am 21.4.2013 ebenfalls in Karlsruhe stattgefunden.

Der neu gegründete Landesverband tritt unter dem Namen

 
Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen

Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften

auf.

Die im BW-Landesverband zusammen geschlossenen Bürgerinitiativen stehen zur Energiewende, allerdings treten sie für deren sinnvolle Ausgestaltung ein. In diesem Zusammenhang wird bspw. kritisiert, daß mit hohem Energie-Einsparpotential versehene, jederzeit und auch kurzfristig mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz  -  z.B. bei der energetischen Altbau-Sanierung u.ä.  -  auf der politischen Plattform nicht umgesetzt werden.

Wie schon aus dem Namen hervorgeht, sind sie nicht grundsätzlich gegen regenerative Energieerzeugung bzw. nicht gegen Windenergie.

Abgelehnt wird jedoch der Bau nicht sinnvoller Windindustrieanlagen (zu Details hierzu vgl.  Ausführungen weiter unten) beispielsweise an Standorten…

·      …die in Baden-Württemberg in vielen Fällen  -  im Gegensatz zu nahezu allen Bundesländern, in denen deutlich größere Sicherheitsabstände gelten  -  viel zu nah an der Bevölkerung liegen

·     …oder bei denen es zu großen, irreparablen  Beeinträchtigungen beim Naturschutz käme

·     …bzw. die im eher windschwachen Binnenland liegen, an denen es mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen auf Dauer keine wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung geben kann

Nach Abschluß des mit dem Eintrag ins Vereinsregister beim zuständigen Amtsgericht endenden Gründungsvorgangs trägt der Verein als dann eingetragener Verein den Zusatz „e.V.“, bis dahin erfolgen Verlautbarungen mit dem Zusatz „i.G.“ (in Gründung).    

Hauptsächliches Motiv für die Gründung ist die Erkenntnis, daß durch Bündelung aller in den einzelnen über ganz Baden-Württemberg verteilten Bürgerinitiativen vorhandenen Kräfte und des dort zu einzelnen Fragestellungen vorhandenen know-how sich die Argumentationskraft der dort zusammengeschlossenen Mitglieder deutlich erhöht. Nach wie vor soll die vom Landesverband durch Beratung unterstützte Hauptarbeit bezüglich Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit etc. durch die vor Ort tätigen und in der Bevölkerung bestens verankerten  Bürgerinitiativen erfolgen.


Der neue Horizont - wollen Sie da nur in 700 Metern Entfernung wohnen ?

Ziel ist es, den trotz mangelndem jahresdurchschnittlichem Windaufkommen im vergleichsweise windschwachen  und deshalb für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb weitgehend ungeeigneten Baden-Württemberg vor allem aufgrund politischer Vorgaben sich jetzt anbahnenden Wildwuchs von künftig bis zu 230 m hohen Windkraftanlagen  -  nach den Plänen der BW-Landesregierung sollen bis zum Jahr 2020 neben den jetzt schon installierten 391 Windkraftanlagen zusätzlich weitere ca. 1200 Windindustrieanlagen landesweit und flächendeckend errichtet werden  -  an Standorten zu verhindern,

·    …deren Sicherheitsabstand zur Bevölkerung zu gering ist und wo deshalb vom Windkraft-Betrieb zu Lasten der Bürger durch Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall, Schattenschlag nach Meinung ernst zu nehmender Experten zweifelsfrei verursachte Gesundheitsrisiken auf Basis wissenschaftlicher Expertisen nicht ausgeschlossen werden können

·          …bei deren Bebauung es zu einer unverhältnismäßig starken und daher von den Bürgern nicht hinnehmbaren Beeinträchtigung des Umwelt- und Naturschutzes (z.B. bei großflächigen Waldrodungen)  -  insbesondere des Vogelschutzes  -  in ihrer Heimat käme; der neu gegründete Landesverband wendet sich insbesondere gegen den Bau von Windindustrieanlagen in Natur-, Landschafts-, Vogel- und Wasserschutzgebieten, Naturparks und in natura 2000-, FFH-Gebieten sowie in regionalen Grünzügen, die bei Windkraft-Betrieb allesamt unweigerlich und irreparabel zerstört würden und die in langen Vorjahren aus gutem Grund vom Gesetzgeber und Behörden als Schutzgebiete ausgewiesen wurden. Der Landesverband verurteilt die in diesem Zusammenhang geplante Änderung bzw. Aufhebung von Natur- und Landschaftsschutz-Gesetzen und die Aufweichung entsprechender Richtlinien oder Bestimmungen sowie die Nichtbeachtung nationaler höchstrichterlicher Rechtsprechung bzw. von EuGH-Urteilen, deren Außerkraftsetzung, Umgestaltung bzw. Auflockerung eine WKA-Bebauung der genannten Gebiete erst möglich machen würde. Ebenso wendet sich der Landesverband gegen großflächige Waldrodungen und Baumfäll-Aktionen zugunsten von WKA-Standorten, nach deren Rodung „zig“ Jahre alter Bäume das ökologische Gleichgewicht in der Region empfindlich gestört würde und wobei der ohnehin schon oft „am Boden liegende“ Naturschutz ein weiteres Mal „böse unter die Räder“ käme. Kritisiert wird der Zeitdruck, unter dem die politischen Vorgaben regelrecht „durchgepeitscht“ werden sollen, ohne die Untersuchungsergebnisse der jetzt erst am Anfang stehenden Prüfungen  -  z.B. die wissenschaftliche Ermittlung von Flugkorridoren der Vögel durch Ornithologen oder die Stellungnahmen von Landschaftsschutzverbänden etc.  -  abzuwarten.   

·        …damit es zu keiner visuellen Zerstörung Jahrhunderte alter Kulturlandschaften in Baden-Württemberg kommt

·     …an denen ein WKA-Betrieb wegen jahresdurchschnittlich zu schwachem Windaufkommen dauerhaft nicht wirtschaftlich geführt werden kann

Weiterhin tritt der Landesverband gegen WKA-Bebauung an Standorten ein…

·         …die in Sichtweite bzw. in der engeren Umgebung von Wohnungen, Häusern, Grund und Boden liegen und bei deren Bebauung mit Windindustrieanlagen / Windparks es quasi über Nacht  -  wie schon an vielen Windkraft-Standorten zuvor (vor allem belegt in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg etc.)  -  zu erheblichen Wertminderungen beim Grundbesitz zu Lasten der Grundstücks-Eigentümer käme, einer „kalten Enteignung“ gleichkommend; verwiesen wird hier auf die einschlägigen Stellungnahmen der Haus- und Grundbesitzerverbände, z.B. von Haus & Grund Schleswig-Holstein vom  

·        …und die zum Rückgang bzw. zur Verdrängung des gerade in vielen Regionen Baden-Württembergs im Aufwind befindlichen Tourismus  -  insbesondere beim „sanften“ Tourismus  -  führen würde; davon wären insbesondere die attraktiven, weit über die Landesgrenzen ihre Anziehungskraft ausstrahlenden Regionen im Allgäu / Voralpenland, Bodenseegebiet / Oberschwaben, Süd- und Nordbaden (insbesondere Höhenzüge des Schwarzwalds betreffend), Voralb-Gebiet / Schwäbische Alb, Hohenlohe (Schwäbisch / Fränkischer Wald) u. ä. negativ betroffen 

Der Landesverband fordert überdies…

 ·   ...eine möglichst kurzfristige Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das in seiner jetzigen Ausprägung durch seine Fehlanreize zu einer aus Sicht großer Teile der Bevölkerung nicht mehr weiter tolerierbaren Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen in Milliardenhöhe führt. Allein im Jahr 2012 wurden Subventionen als Einspeisevergütungen an die Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms i.H.v. rd. 20 Milliarden € ausgeschüttet; Tendenz wegen des weiter ungezügelt stattfindenden Zubaus und wegen der ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang garantierten Förderung auch künftig stark steigend. In Kürze wird die „Schallmauer“ von 100 Milliarden € von nach dem „Gießkannen-Prinzip“ an die Einspeiser ausgezahlten Subventionen = Einspeisevergütungen überschritten. Diese werden von den Stromunternehmen von den Stromverbrauchern eingefordert, deren Stromrechnungen sich daher Jahr für Jahr meist mit zweistelligen Steigerungsraten erhöhen. Ein Großteil dieser Subventionen entfällt neben der Förderung von Photovoltaik- auf Windkraftanlagen. Im Interesse der Stromverbraucher wird die möglichst kurzfristig zu realisierende Kürzung der garantierten Förderlaufzeit sowie eine spürbare Absenkung der Fördersätze gefordert. 

Die Ziele sollen auch durch Einflußnahme auf die am Entscheidungsprozess beteiligten politischen Parteien und auf die gesellschaftlich relevanten Gruppen erreicht werden. Je nach Situation vor Ort ergeben sich unterschiedliche Prioritäten bezüglich der von den Bürgerinitiativen verfolgten Ziele. Die hier aufgeführten Ziele ergeben sich aus Wortmeldungen und Meinungsbeiträgen der bei den Zusammenkünften in Karlsruhe anwesenden Vertreter der Bürgerinitiativen.



Diese Forderung hat nach wie vor Bestand


Bei der Gründungsversammlung wurden von den Bürgerinitiativen im einzelnen folgende Aufgaben als wesentlich erachtet:

·         Bündelung der Öffentlichkeitsarbeit

·         Informationsaustausch

·         Vermittlung von Referenten / Rednern / Spezialisten etc., z.B. bei der Erstellung von Gutachten u.ä.

·         Argumentenkatalog

·         Bildung von Fach- / Spezialistengruppen

·         gemeinsames Logo / gemeinsame Homepage / Internetauftritt

·         Konzentration auf Baden-Württemberg, eventuell spätere Verlinkung / Vernetzung bundesweit

·         Sponsorensuche u.v.m.

Bis zum mit dem Eintrag ins Vereinsregister endenden Abschluß des Gründungsvorgangs sind Vorstandmitglieder und Pressewart kommissarisch gewählt. Z. Zt. wird eine Satzung ausgearbeitet und ein Homepage-Auftritt erstellt; erste gemeinsame Aktionen sind in Planung.

Kommissarisch gewählt sind die Vertreter nachfolgend genannter Bürgerinitiativen:

·         Sabine Lampe, 1. Kommissarischer Vorstand;  www.pronaturraum.de

·         Christiane Berberich, 2. Kommissarischer Vorstand; Bürgerinitiative in Gründung

·         Matthias Kraus, 3. Kommissarischer Vorstand;  www.gegenwind-weinheim.de

·         Walter Müller, kommissarischer Pressewart;  www.gegenwind-husarenhof.de

Weitere Konkretisierungen sollen bei der nächsten Zusammenkunft am 23.6.2013 in Karlsruhe erfolgen.

  

Walter Müller

 

Pressewart      „Gegenwind Husarenhof“

 Pressewart     (kommissarisch) des Landesverbands baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften 


www.gegenwind-husarenhof.de



Bericht über die am 24.4.2013 abgehaltene, gut besuchte  Mitgliederversammlung von „Gegenwind Husarenhof“

Vorstellung der Schwerpunkte des Jahresprogramms 2 0 1 3:

Bus-Ausfahrt in den Soonwald zur Besichtigung des dortigen von der SPD / Grünen - Landesregierung Rheinland-Pfalz angerichteten Naturfrevels…, Grillfest…, Flugblattaktionen u.a….

Sollen weitere beitrittswillige Mitglieder vor allem aus Ingersheim vor dem Hintergrund dort kursierender neuer, von Bürgermeister und Gemeinderat zu Lasten der Bürger betriebener Windkraft-Pläne aufgenommen werden ?

Mitglieder sprechen sich einstimmig zum Beitritt in den als Dachverband geführten Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen aus

  

(wm / 260413) - Die 2. Mitgliederversammlung im Jahr 2013 fand am Mittwoch, 24.4.2013 im Nebenzimmer-Ingersheimer-Windkraftstüble des „Husarenhof-Besens“ auf dem Husarenhof statt. Trotz des an diesem Abend im free-tv direkt übertragenen Champions-League-Spiels „Borussia Dortmund - Real Madrid“ war die Mitgliederversammlung mit ca. 35 anwesenden Mitgliedern wie immer gut besucht.

Nach der Begrüßung stellte Vorstand Peter Hitzker zunächst wesentliche Punkte des zuvor in kleinem Kreis diskutierten J a h r e s p r o g r a m m s vor.

Danach ist am S a m s t a g, 8.6.2013 eine B u s-Ausfahrt in den S o o n w a l d bei Ellern (Rheinland-Pfalz) geplant, die auch Nicht-Mitgliedern offen steht.

Wie kaum ein zweiter Windkraft-Standort ist der Soonwald in R h e i n l a n d-P f a l z in den Mittelpunkt des  ö f f e n t l i c h e n  I n t e r e s s e s  gerückt, gilt er doch mittlerweile bundesweit als negatives Anschauungsbeispiel dafür, wie ein als N a t u r p a r k vorgesehenes, bisher weithin  i n t a k t e s  
W a l d g e b i e t
aufgrund ideologisierter politischer Vorgaben der von SPD / Grünen geführten Landesregierung von Rheinland-Pfalz unter „über Nacht“ still und heimlich durchgeführter Rodung Hunderter, zig Jahre alter Bäume durch Umwidmung in ein windkraft-industrielles Gewerbegebiet sehenden Auges und bewußt  „geschleift“ wurde, um dadurch seinen ursprünglichen Charakter und seine Naherholungsfunktion zu Lasten der einheimischen Bevölkerung endgültig und irreparabel zu verlieren, der Natur und Umwelt von der Politik wieder einmal einen schweren Schlag „unter die Gürtellinie“ versetzend, wobei dieser nur noch als Naturfrevel bei Brechung von Naturschutzgesetzen zu bezeichnende Vorgang  unter kommentarlosem Vollzug der auch hier wie schon oft anderswo (z.B. bei Genehmigung der Ingersheimer Windindustrieanlage  im Landkreis Ludwigsburg / Landratsamt Ludwigsburg = Genehmigungsbehörde / Regierungspräsidium Stuttgart = Widerspruchsbehörde) „an die Kandarre genommenen“ Unteren und Oberen Naturschutzbehörden erfolgte, die eigentlich zum Schutz und im Interesse der Natur eingerichtet wurden.


Urlaubsgrüße aus dem Soonwald


…Vom  -  wie schon oft  -  beschämenden Wegsehen der selbst ernannten, weitgehend ideologisierten „Naturschützer“ in den Leitungsorgangen von B U N D und N A B U ganz zu schweigen, die angesichts dieser Windwahn-Exzesse und ihres Verrats an der Natur nicht mehr „ernst“ genommen werden können und denen vor Ort die ehrenamtlich an der Basis tätigen „echten“ Naturschützer / Mitglieder in „großen Scharen“ davon laufen, um sich in die Reihen der dort vor Ort zum Schutz von Natur und Umwelt gegründeten Gegenwind- / pro Natur -  Bürgerinitiativen einzubringen.

Da ein ähnlicher, zum Naturfrevel führender Windwahn-Unfug angesichts der von der Grünen / SPD geführten BW-Landesregierung vorgegebenen Pläne zum flächendeckenden, landesweiten Bau weiterer rd. 1 2 0 0 Windindustrieanlagen nun auch im relativ windschwachen, für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb weitgehend ungeeigneten Baden-Württemberg droht, ist die Bus-Ausfahrt als Exkursion mit abschreckender Wirkung gedacht und soll die Teilnehmer zum Nachdenken anregen nach dem mahnenden Motto:

 Wehret den Anfängen !

Aufwachen, bevor es zu spät ist !

 
Im Rahmen des Jahresprogramms ist ein G r i l l f e s t geplant, das nach den Sommerferien und vor dem Herbst bei gutem Wetter auf dem Husarenhof durchgeführt werden soll.  

Anschließend gab Peter Hitzker einen Überblick zum Stand des vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart  
a n h ä n g i g e n  Verfahrens
, wobei er darüber informierte, daß das Verwaltungsgericht Mitte Juli einen Vor-Ort-Termin in Ingersheim terminiert hat.

Weiterhin wurde darüber diskutiert, ob im Vorfeld zur B u n d e s t a g s w a h l  am 22.9.2013  -  bei der die Energiepolitik vor allem auch in Baden-Württemberg sicherlich einen breiten Raum einnehmen wird  -  die eine oder andere Informations-Veranstaltung zum Thema „Auswirkungen und Nachteile eines Windkraft-Betriebs an windschwachen Standorten im Binnenland“ abgehalten werden soll. Eine Entscheidung dazu soll bei der nächsten Mitgliederversammlung getroffen werden.

Angesichts der jetzt in I n g e r s h e i m verstärkt kursierenden  -  durch Berichterstattung lokaler Zeitungen zwischenzeitlich bestätigt  -  Gerüchte über B e s t r e b u n g e n, wonach Bürgermeister und Gemeinderat  b e a b s i c h t i g e n, w e i t e r e, dann möglicherweise bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  auf Ingersheimer G e m a r k u n g im Gewann „Saalen“ und damit noch n ä h e r  an die  e i g e n e  
B e v ö l k e r u n g  in Ingersheim / Kleiningersheim  h e r a n r ü c k e n d, bauen zu wollen,
wurden Wünsche einzelner beitrittswilliger Bürger  -  vor allem in Ingersheim  -  an uns herangetragen, wonach man Mitglied bei unserer Bürgerinitiative werden möchte. Eine Entscheidung hierüber soll in Kürze bei einer der nächsten Vorstandssitzungen getroffen werden, die dann der nächsten Mitgliederversammlung zur Beschlußfassung vorgelegt werden soll. 



... und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange

In diesem Zusammenhang und um die Ingersheimer Bürger von den durch weiteren Windkraft-Betrieb zu Lasten der Z u k u n f t s f ä h i g k e i t  von Ingersheim zusätzlich entstehenden Nachteilen rechtzeitig zu informieren, wurde die W i e d e r h o l u n g der seinerzeit in Ingersheim und Umgebung mit sehr großem Erfolg durchgeführten F l u g b l a t t-A k t i o n e n beschlossen, bei der Flugblätter in den Briefkasten nahezu jeden Haushalts geworfen wurden,  wobei die auf die Ingersheimer Bürger zukommenden 
N a c h t e i l e  -  durch Inbetriebnahme der ersten WKA vollauf bestätigt  -   hinsichtlich…

·         …vom Windkraft-Betrieb ausgehenden S c h a d-I m m i s s i o n e n wie Lärm, Schattenschlag oder Infraschall und der dadurch zu Lasten der Bevölkerung möglicherweise entstehenden 
G e s u n d h e i t s r i s i k e n

·         …der durch Windkraft-Betrieb verursachten W e r t m i n d e r u n g e n bei den Verkehrswerten beim Grund und Boden, Häusern, Wohnungen unter Zitierung der von Haus- und Grundbesitzervereinen erhobenen Forderungen zum Ersatz von Vermögensverlusten bei Grundstückseigentümern, die bundesweit durch Verfall von Verkehrswerten bei Immobilien eintreten, in deren Nähe Windkraft-Betrieb beginnt bzw. weiter forciert wird…

·           …der  U m w a n d l u n g  bisher landwirtschaftlich genutzter Ackerflächen, Streuobstwiesen u.a. in windkraft-industrielles Gewerbegebiet und dadurch erfolgender Zerstörung regionaler Grünzüge, deren Ausweis durch Politik und Behörden, Gesetze, Erlasse, Richtlinien u.a. nicht zuletzt deshalb erfolgte, um für das ökologische Gleichgewicht in dieser Region zu sorgen… 

·         …wobei es auch beim Bau weiterer, noch höherer Windindustrieanlagen infolge mangelndem jahresdurchschnittlichem Windaufkommen im nur 298 m über NN relativ windschwach gelegenen Ingersheim  -  wie schon bei der ersten Windindustrieanlage in der Nähe des Husarenhofs  -  ebenfalls zu  k e i n e r l e i Gewerbesteuer-E i n n a h m e n  aus Windkraft-Betrieb zugunsten des Ingersheimer Kommunalhaushalts kommen wird… 

exemplarisch und für die Bevölkerung leicht verständlich dargestellt werden sollen, damit sich jeder Bürger rechtzeitig ein eigenes Bild auch von der Kehrseite der Windkraft-Medaille verschaffen kann.

Weiterhin wurde über Pläne zur G r ü n d u n g eines  a l s  D a c h v e r b a n d  fungierenden 
L a n d e s v e r b a n d s baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft-Betrieb an unsinnigen Standorten
berichtet, um die in den einzelnen Bürgerinitiativen vorhandenen Ressourcen zu bündeln und um Einfluß auf die politischen Parteien und auf die gesellschaftlich relevanten Kräfte geltend machen zu können.  

Eine aus 5 Personen bestehende Abordnung unserer BI hat an der ersten vorbereitenden Sitzung am 21.4.2013 in Karlsruhe teilgenommen. Der Beschluß der Mitgliederversammlung unserer BI zum Beitritt erfolgte einstimmig, weil jedem Mitglied klar wurde, daß angesichts der jetzt auf dem Tisch liegenden Pläne der durch Grüne / SPD - geführten BW-Landesregierung zum Bau weiterer ca. 1200 dann bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen es zu viel zu vielen Nachteilen zu Lasten der Bevölkerung kommen wird, denen an den allermeisten Standorten aufgrund des jahresdurchschnittlich viel zu geringen Windaufkommens keine  -  oder nur marginale  -  Vorteile gegenüberstehen, wobei durch nachhaltigen Windkraft-Verlust-Betrieb noch nicht einmal Gewerbesteuer-Einnahmen bei vielen Standort-Kommunen anfallen werden. Auf die nachfolgende Berichterstattung in unserer homepage wird verwiesen.           

Des weiteren wurde über unsere Teilnahme an Veranstaltungen und Demonstrationen bei befreundeten Bürgerinitiativen berichtet, so z.B. in Gaildorf, Michelbach (Limpurger Berge) oder Korb / Waiblingen (Buocher Höhe) u.a., wo ebenfalls  -  wie in Ingersheim, Bönnigheim oder im Bottwartal (jeweils Landkreis Ludwigsburg)  - ideologisierte Windkraft-Initiatoren „mit aller Macht“ beabsichtigen, an relativ windschwachen und daher für Windkraft-Beitrieb ungeeigneten Standorten  -  teilweise unter großflächiger Abholzung ausgedehnter Waldflächen und damit zu einem Naturfrevel ungeahnten Ausmaßes führend  -  künftig bis zu 230 m hohe, dauerhaft landschaftsverschandelnde Windindustrieanlagen „mitten in die Landschaft“ zu stellen, mit viel zu vielen Nachteilen für die Bürger und ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit.    

Nachdem die Tagesordnung in 90 Minuten zügig abgearbeitet wurde, schloß der Vorsitzende eine insgesamt harmonisch verlaufende Versammlung.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de

Deutschlandfunk (D L F) am 5.12.2012: „Bischöfe bevorzugen schnelle Dienstwagen“

    Bilanz für das Jahr 2012: Deutsche Umwelthilfe e.V. (D U H) untersucht            b i s c h ö f l i c h e n  F u h r p a r k  und prangert mit Blick auf die überdurchschnittlich spritfressenden Dienst-Limousinen fehlendes Umweltbewußtsein vieler deutscher Bischöfe an, weil die meisten Dienst-Limousinen übermotorisiert und „Spritfresser“ seien und wegen viel zu hoher CO2-Schadstoff-Immissionen gegen geltende EU-Richtlinien verstießen…

D L F: „In der Sonntagspredigt ist der Schutz der Schöpfung vielen offenbar wichtiger als auf der Autobahn ?“   

 Wie halten es die K i r c h e n mit dem Umweltschutz ?


(wm / 240313) - Die Osterfeiertage sind neben Weihnachten  -  nicht nur im Christentum  -  die höchsten kirchlichen Feiertage im Kalenderjahr. Alljährlich wenden sich die Oberhirten der beiden großen Konfessionen in Deutschland „landauf landab“ zu Ostern mediengerecht und zur besten Sendezeit an ihre Schäfchen, das interessierte TV-Millionen-Publikum sitzt „in der ersten Reihe“, die Kirchen sind an den Oster-Gottesdiensten stärker besucht als an den übrigen Tagen des Kirchenjahres, und in ihren Predigten mahnen die geistlichen Würdenträger die Beachtung der im Evangelium zum Ausdruck kommenden Botschaften im täglichen Leben der Menschen an.

Schon immer  -  und in den letzten Jahren zu recht verstärkt  -  stand auch der N a t u r- und 
U m w e l t s c h u t z, d.h. der im Sinne der Nachhaltigkeit ressourcenschonende Umgang mit Natur und Umwelt  -  im  M i t t e l p u n k t der kirchlichen Botschaften. 

Ab und zu klafft jedoch auch hinsichtlich der im täglichen Leben der Kirchenfürsten zu beobachtenden Gepflogenheiten eine große Kluft, wenn man den mit hohem moralischem Sendungsbewußtsein verkündeten Anspruch zum ressourcenschonenden Umgang mit der Natur einerseits und die Wirklichkeit des im täglichen Leben zu beobachtenden eigenen Verhaltens  -  die eine oder andere Annehmlichkeit betreffend  -  der Kirchenfürsten andererseits einander gegenüber stellt.       

So hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. in ihrer  Pressemitteilung  vom 5.12.2012 für das Jahr 2012 Bilanz gezogen und eine A u s w e r t u n g  zum  F u h r p a r k   -  insbesondere zum Spritverbrauch  der Dienst-Limousinen der Bischöfe und zur Einhaltung von CO2-Immissions-Schadstoff-Grenzwerten   -  der bischöflichen Ordinariate durchgeführt.

Dabei trifft die Deutsche Umwelthilfe e.V.  -  der DLF spricht gar von einem  „traurigen Ergebnis“ 

  -  folgende F e s t s t e l l u n g e n:

„Von allen befragten Landesbischöfen halten nur fünf den seit 2012 geltenden CO2-Grenzwert von 130 g pro Kilometer ein. 19 Geistliche erhalten die gelbe Karte für positive, aber insgesamt nicht ausreichende Bemühungen, den CO2-Ausstoß ihrer Dienstfahrzeuge zu senken. 23 Bischöfe sahen die „Rote Karte“, weil sie mit ihren Limousinen den geltenden Emissionswert um 20 bis zu 71 Prozent überschreiten oder die Auskunft verweigerten.“

Der DUH zufolge sind vor allem die katholischen Bischöfe besonders negativ aufgefallen; Näheres hierzu vgl. angegebene Fundstellen.



zugepflasteter Höhenzug in Südkalifornien - keine Bewahrung der Schöpfung,
aber es läßt die Kassen klingeln.
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Bereits am  6.11.2011  hatte Peter Hahne in seiner „Bild am Sonntag“-K o l u m n e „Drei neue Wasserprediger beim Wein erwischt“ hinsichtlich der eigenen Beachtung des von ihnen moralisierend in der Öffentlichkeit verkündeten Umweltschutzgedankens ein besonders schwerwiegendes Fehlverhalten  -  gemessen an der eigenen, oft salbungsvoll zelebrierten Botschaft  -   von drei an herausragender Stelle im täglichen Leben stehenden Persönlichkeiten aufgedeckt

Einleitend bemerkt er: „Wirklich wütend machen mich aber jene Gutmenschen, die Wasser predigen und Wein trinken, die andere zu Umkehr und Opfer mahnen, sich selbst jedoch einen Dreck darum scheren.“

Daß ein derart zu den selbst oft moralisierend verkündeten Botschaften in eklatantem Widerspruch stehendes eigenes Verhalten oft bei Politikern aller Coleur anzutreffen ist, verwundert schon niemand mehr. Wenn jedoch ein erstmals „grün“ gewählter Ministerpräsident bezüglich umweltgerechtem Verhalten ein eigenes, derart in krassem Widerspruch zu seinen zuvor lauthals verkündeten Öko-Botschaften stehendes Verhalten an den Tag legt, ist die täglich steigende Politikverdrossenheit geradezu vorprogrammiert…



Den Vogel  -  eine nochmalige „Steigerung“ menschlichen Fehlverhaltens darstellend, gemessen an der eigenen Botschaft  -  hat freilich die Magdeburger Bischöfin Ilse Junkermann abgeschossen, „die von Luthers Kanzel „Klimawandel ist Lebenswandel“ predigt“, selbst aber unter fadenscheinigen Begründungen die größte „klimakillende“ Dienst-Limousine  -  zumindest in 2011  -  gefahren hat.       

Peter Hahne in seiner Bild-Kolumne:

“Da ist Hans Eichel, jener Obersparkommissar aus rot-grünen Regierungsjahren, ein Meister im Fach „Gürtel enger schnallen“, der vor dem Bundesverwaltungsgericht auf eine Fast-Verdoppelung ­seiner Pension klagt. Satte 14 550 Euro stünden ihm zu, schließlich sei er auch mal OB von Kassel gewesen. Das Gerede von sozialer Gerechtigkeit gerät zur hohlen Phrase, wenn Minister Nimmersatt auf seine Art die Mindestlohn­debatte befeuert.

Oder Winfried Kretschmann, erster Regierungschef der Öko-Grünen. Er schwebt mit dem Hubschrauber zur Ministerpräsidentenkonferenz in Lübeck ein und lässt die Dienstlimousine die 730 Kilometer von Stuttgart hinterherfahren. Seine Kollegen kommen per Pkw oder Linienflug. Die armselige Ausrede: Terminprobleme.

Als jetzt (Anm. des Verf: Jahr 2011) die Deutsche Umwelthilfe die Dienstwagen der Bischöfe unter die Lupe nahm, stellte sich heraus: Die schrillsten Umweltaktivisten fahren die dicksten Dreckschleudern. Die Pole-Position der klima­killenden Kirchenführer-Karossen fährt ausgerechnet Ilse Junkermann, jene Magdeburger Bischöfin, die von Luthers Kanzel „Klimawandel ist Lebenswandel“ predigt. Begründung: Rücken­probleme, die eine besondere Pkw-Ausstattung erfordern.

Ich gönne Herrn Eichel sein gutes Recht, Herrn Kretschmann seine zeitsparende Reiseplanung und Frau Junkermann ihr rückenschonendes Dienstauto. Aber die Herrschaften sollen mich doch bitteschön mit ihren „Wasser-Predigten“ in Ruhe lassen.”

so Peter Hahne in seiner Kolumne weiter.

Diesem Fazit ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen… …auch wir gönnen Herrn Ministerpräsident Kretschmann seine zeitsparende  -  allerdings umweltschädliche  -   Reiseplanung und der Magdeburger Bischöfin Frau Junkermann ihr „rückenschonendes Dienstauto“… …aber auch uns sollen die Herrschaften doch bitteschön mit ihren „Wasser-Predigten“ und ihrem darauf aufbauenden Gefasel künftig in Ruhe lassen… 

Ob der jüngst neu gewählte, bei seinen ersten Amtshandlungen auffallend mit großer Bescheidenheit auftretende Papst mit seinem von vielen Gläubigen begrüßten Verhalten auch die deutschen, insbesondere katholischen  Bischöfe hinsichtlich ihres Umgangs mit dem eigenen Fuhrpark zu neuer Bescheidenheit  -  insbesondere die Drosselung des Spritverbrauchs und die Vermeidung von CO2-Schadstoff-Ausstoß betreffend  -  inspiriert,  bleibt abzuwarten… 

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de




Handelsblatt vom 11.3.2013: “Billigstromanbieter: Wirtschaftsprüfer distanziert sich von Flexstrom”

 Lockvogel-Tarife der Billigstromanbieter sind oft nur „heiße Luft“…

 Billigstromanbieter = Strom-Zwischenhändler sind häufig unterkapitalisiert, werben oft  -  wahrheitswidrig  -  mit    angeblich besonders günstigen Ö k o s t r o m-T a r i f e n  -                 und kämpfen vielfach m a n g e l s ausreichender             F i n a n z-und E r t r a g s l a g e „ums nackte Überleben“…


(wm / 190313) - Die täglich erscheinende Wirtschaftszeitung Handelsblatt (HB) schreibt in ihrem Berichteinleitend:  „Der Billigstromanbieter Flexstrom gibt Rätsel auf . Tausende von Kunden beschweren sich, Verbraucherzentralen warnen. Jetzt verwirren Angaben aus einer Buchprüfung, die nie zu Ende geführt wurde.“ Hintergrund des HB-Artikels ist eine durch eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag eines Dritten vorgenommene Buchprüfung (due dilligence), die jedoch nicht beendet wurde und für die es dem HB-Bericht zufolge auch keinen Abschluß-Bericht gab.

Due dilligence-Prüfungen werden als Sonder- oder Zwischenprüfungen z. B. vor allem dann durchgeführt, wenn ein Unternehmen Gegenstand von Kauf- / Verkaufsverhandlungen ist und u.a. ein angemessener Kaufpreis gefunden werden soll oder wenn im Zuge der Beschaffung von Eigen- (z.B. Ausgabe neuer Aktien über die Börse) oder Fremdkapital (z.B. Begebung von Anleihen durch Banken oder private Institutionen) die Profitabilität des Unternehmens als Voraussetzung für die Finanzinvestoren zur Geldanlage in dieses Unternehmen durch unabhängige, objektiv urteilende WP-Gesellschaften ermittelt bzw. bestätigt werden soll. Im vorliegenden Fall stand die due dilligence-Prüfung wohl im Zusammenhang mit der für kurze Zeit später geplanten Ausgabe einer Anleihe (Beschaffung von Fremdkapital) durch Flexstrom.

Flexstrom begründet die von den Wirtschaftsprüfern abgebrochene und nicht mit einem Schlußbericht beendete due dilligence damit, daß die geplante Ausgabe einer Anleihe kurzfristig abgeblasen worden und deshalb die Voraussetzung für die due dilligence weggefallen sei. Daß in diesem Fall die due dilligence abrupt abgebrochen und ohne WP-Schlußbericht blieb, ist eigentlich schon ungewöhnlich genug.   

Noch ungewöhlicher und nicht von großer Seriosität zeugend ist jedoch, daß das zu prüfende Unternehmen  -  in diesem Fall Flexstrom  -  mit einem nicht von den Wirtschaftsprüfern authorisierten Bericht  -  nicht den gar nicht vorhandenen Schlußbericht, sondern nur einen Bericht im Entwurfsstadium betreffend -  an die Öffentlichkeit geht, um mit den darin enthaltenen vorläufigen Zahlen eine (angebliche) Profitabilität von Flexstrom zu suggerieren, vermutlich wohl deshalb, um die bezüglich der Finanz- und Ertragslage von Flexstrom Schlimmeres fürchtenden Finanzinvestoren zu beruhigen… …ein „Schuß“, der wohl  -  nach den verheerenden Reaktionen der Wirtschaftspresse zu urteilen  -  komplett „nach hinten“ losging… 

…denn das Handelsblatt schreibt zu der von Flexstrom wohl in Umlauf gebrachten Behauptung, wonach „Im Zuge eines ausführlichen Stresstests … …auch die Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner im Herbst 2012 feststellten, dass Flexstrom mit seinen Tarifen profitabel arbeitet und sehr gute Aussichten auf dem Markt hat….“ abschließend: „Nach Recherchen des Handelsblatts aber trifft auch dies nicht zu. Mit der Due Diligence vertraute Experten erklärten, diese enthalte keinen „Stresstest“ oder vergleichbare Szenarien — auch nicht im Entwurfsstadium.“


Verwandte der Lockvögel ?
トノサマ�ッタ (Migratory locust) by Dakiny, on Flickr
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Und in einem weiteren  Artikel  („Zahlungsverzug - Flexstrom auf der Strafbank“) vom 9.1./ aktualisiert am 19.1.2013 berichtet Handelsblatt: „Der Billigstromanbieter Flexstrom beliefert seine Stromkunden meist gegen Vorkasse. Doch nun muss das Unternehmen selbst vorab zahlen. Die Gläubiger haben die Geduld verloren.“

Das HB weiter: „Berlin: Die Situation des Berliner Billigstromanbieters Flexstrom hat sich zum Jahreswechsel verschärft. Nach Recherchen des Handelsblattes haben sich inzwischen mehr als 50 Netzbetreiber über die schleppende Bezahlung durch Flexstrom beklagt. Zahlreiche Geschäftspartner forderten Sicherheitsleistungen. Bei Nichterfüllung ihrer Zwangsauflagen drohten die Netzbetreiber mit der Abschaltung vom Netz.“ …zum Nachteil der Strom-Endkunden, die dann  wohl  -  zumindest kurzfristig  -  ohne Stromversorger dastehen würden…

Der Fall ist symptomatisch für viele wegen nachhaltiger Verlustsituation ums nackte Überleben kämpfende Billigstromanbieter, von denen viele bewußt sich das   -  vor allem bei „grün“ angehauchten Kundenschichten, Weltklima-Verbesserern u.a. als Grund für den Wechsel zum Ökostromanbieter dienend -  Ökostrom-Mäntelchen überziehen, in der Hoffnung, sich so auf dem hart umkämpften privaten Stromkunden-Markt größere Marktanteile  -  insbesondere im Segment „grüner“ Stromkunden  -  erschließen zu können.  

Untersuchungen von Verbraucherschutzverbänden belegen jedoch häufig, daß oftmals in den von Billigstromanbietern als besonders preisgünstig angebotenen Ökostrom-Tarifen kaum regenerativ erzeugter Strom, sondern konventionell aus fossilen Energieträgern (Öl, Kohle u.a.) gewonnener und die CO2-Bilanz verschlimmernder Strom oder gar Atomstrom enthalten ist und bezüglich der mit besonders günstigen Öko-Tarifen werbenden Ökostrom-Anbieter („…die Sonne weht und der Wind bläst umsonst…“) weiß mittlerweile „fast jedes Kind“, daß genau das Gegenteil der Fall ist, denn der Stromverbraucher und damit die Allgemeinheit zahlen die durch völlig überhöhte, 20 Jahre lang die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantierten Einspeisevergütungen = Subventionen erhöhten Stromrechnungen der Stromanbieter und Deutschland hat mittlerweile  -  trotz Rekord-Ausbaus der vermeintlich kostengünstigen regenerativen Stromerzeugung  -  die zweithöchsten Energiepreise der Welt… …Tendenz weiter stark steigend wegen des weiter anhaltenden Zubaus mit Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung…

…und nicht umsonst werden z.Zt. von der CDU / FDP-geführten Bundesregierung gegen den Widerstand von SPD / Grüne und zur Entlastung der Stromkunden = Allgemeinheit eine…

·         …noch schärfere Kürzung der Einspeisevergütung = Subventionen

·         …Besteuerung der Erträge aus regenerativ erzeugter Stromgewinnung (vor allem die windertragsstarken Bundesländer im Norden und Osten  -  weniger die windschwächeren südlichen Bundesländer  -  betreffend)

·         d.h. die Einführung einer „Strompreisbremse“

diskutiert…     

Und die meisten der mit besonders preisgünstigen Ökostrom-Tarifen = Lockvogelangeboten werbenden Billigstromanbieter gehen nach darauf „hereingefallenen“, oft „grünen“ Kunden meist nach kurzer Zeit dazu über, von ihren Kunden V o r a u s k a s s e zu verlangen… … weil ihnen selbst aufgrund viel zu niedrig kalkulierter „Kampfpreise“ finanziell oft das „Wasser bis zum Hals steht“, auf einem Haufen unbezahlter Stromrechnungen ihrer Netzbetreiber sitzend, die damit drohen, bei Nichtbezahlung oder weiterhin erheblich verspätet eingehender Zahlung, die Strombelieferung einzustellen…, wodurch der Strom-Endkunde wieder einmal „in die Röhre gucken“ würde… 


Welcher Strom fließt hier? - erneuerbarer oder konventioneller Strom, wer weiß das schon

Vielen dürfte noch das Schicksal des 2012 in P l e i t e  g e g a n g e n e n Billigstromanbieters 
T e l d a f a x in Erinnerung sein. Teldafax  -  mehrere Bundesliga-Spielzeiten Trikot-Sponsor des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, dort jetzt aber nach der Teldafax-Insolvenz nicht mehr auf den Trikots werbend  -  hat jahrelang mit äußerst aggressiven Lockvogel-Angeboten (auch mit angeblich besonders günstigen Ökostrom-Tarifen) Kunden zum Stromanbieter-Wechsel geködert.

Das Ende vom Lied: Wegen chronischen Liquiditätsmangels bei Teldafax mußten die mit Lockvogel-Angeboten zum Wechsel geköderten Kunden für ihren Teldafax-Strombezug Vorauskasse in nicht unerheblichem Umfang zahlen, und nach der spektakulären Teldafax-Insolvenz waren die von den Teldafax-Kunden blauäugig vorausbezahlten Vorauskasse-Beträge im Sumpf der Teldadax-Insolvenz-Masse verschwunden, ohne daß die so gelackmeierten Strom-Endkunden vom zwischenzeitlich von der Stromversorgung durch die auf offenen Rechnungen sitzen gebliebenen Netzbetreiber abgeklemmte Teldafax Stromlieferungen an ihre Kunden bewerkstelligen konnte.

Und nicht nur dies: Der Tagesspiegel berichtet in einem am  10.12.2012  erschienenen Beitrag („Teldafax bittet zur Kasse  -  Der Insolvenzverwalter macht Ernst“): „Nach der Pleite des Energieversorgers treiben jetzt Inkassounternehmen offene Rechnungen ein – auch bei Kunden, denen die Firma noch Geld schuldet. Der Insolvenzverwalter des Pleiteversorgers Teldafax macht Ernst. Biner Bähr lässt offene Rechnungen von Exkunden durch Inkassounternehmen eintreiben. Und zwar auch dann, wenn die Verbraucher unterm Strich noch Geld vom insolventen Versorger verlangen können.“

Und „die Moral von der Geschicht“:


·         Auch beim (Öko-)Strombezug kommt es vor allem darauf an, „was tatsächlich im Strombezugs-Paket drin steckt und weniger, was auf der Mogel-Verpackung drauf steht…“    

 ·         Und  die auf Lockvogel-Angebote preisaggressiver Billigstromanbieter nach dem Motto „Geiz ist geil“ hereingefallenen Schnäppchenpreis-Stromkunden dürfen sich nicht wundern, wenn ihnen als Schlußrechnung letztlich „unter dem Strich“ eine Rechnung präsentiert wird, die deutlich höher ist als Stromrechnungen seriös kalkulierender, schon lange Zeit am Strommarkt tätiger Stromunternehmen… …wobei diese wieder einmal hereingefallenen Stromkunden in einer Reihe stehen mit denen, die für ihre tägliche Nahrung / Lebensmittelkäufe etc. zwar hochwertige Lebensmittel kaufen, aber nur den niedrigen Preis für Hundefutter zahlen wollen und die sich dann auch nicht wundern dürfen, wenn ihnen im Supermarkt tatsächlich auch (nur schön verpacktes) Hundefutter zur Nahrungsmittelaufnahme verkauft wird…

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de



Film-Team der Universität Heidelberg dreht Dokumentarfilm über Ingersheimer Windkraftanlage

 

Abschluß der Dreharbeiten auf dem Husarenhof und Lerchenhof

Dokumentationsfilm soll auch auf dem Husarenhof gezeigt werden

 

(wm / 250213) - Ein aus 3 Studenten / Innen bestehendes Film-Team der Universität Heidelberg hat am 23.2.2013 auf dem Husarenhof, Lerchenhof und im weiteren Umfeld der Ingersheimer Windindustrieanlage einen Dokumentarfilm gedreht, der im Rahmen des Master-Studiums im Fach Geografie angefertigt wurde. Zu Wort kamen negativ betroffene und im direkten Umfeld zur WKA lebende Bürger, die auf dem Husarenhof (Besigheim), der Besigheimer Wartturmsiedlung, auf dem Lerchenhof und in Groß- bzw. Kleiningersheim wohnen.

Dabei schilderten 10 Personen  -  aufgeteilt über insgesamt 7 unterschiedliche Aspekte umfassende Sequenzen  -  sehr authentisch Nachteile und Beeinträchtigungen, die durch die von der WKA verursachten Schad-Immissionen entstanden sind und die seit der WKA-Inbetriebnahme im April 2012 von im Umfeld der WKA lebenden Bürgern mehr oder weniger intensiv  -  je nach Windrichtung, Jahreszeit, Windintensität und abhängig von der Tages- oder Nachtzeit  -  wahrgenommen werden.

Das Film-Team plant, den Dokumentationsfilm auch in öffentlichen Kinos in Heidelberg und Umgebung zu zeigen, nachdem das Prüfverfahren an der Uni Heidelberg abgeschlossen ist. Es ist vorgesehen, daß „Gegenwind Husarenhof“ ein Exemplar des Dokumentationsfilms erhält, der dann im Rahmen einer Mitgliederversammlung im Windrad-Stüble des Husarenhof-Besens gezeigt werden wird.

Bereits vor den jetzt durchgeführten Aufnahmen waren die vom Windkraft-Betrieb in Ingersheim verursachten Schad-Immissionen Gegenstand mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen.

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de


Mitgliederversammlung „Gegenwind Husarenhof“

 E r g ä n z u n g e n

 Ging es bei der vom Landratsamt Ludwigsburg im Januar 2011 erteilten G e n e h m i g u n g der Ingersheimer Windindustrieanlage „mit rechten Dingen“ zu ?

(wm / 050313) - Am Rande der am 27.2. abgehaltenen Mitgliederversammlung wurde bekannt, daß der eine oder andere Wengerter aus umliegenden Gemeinden (z.B. aus Bönnigheim) bei Wengertern und Landwirten auf dem Husarenhof angerufen hat, um sich aus erster Hand ein Bild verschaffen zu können über in Lokalzeitungen enthaltene Berichte bzw. zu in Wengerter-Kreisen anscheinend kursierenden Gerüchten über die vom Ingersheimer Windkraft-Betrieb ausgehenden Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag, Infraschall etc.

Wie bekannt und in unserer Homepage mehrfach berichtet, planen Windkraft-Initiatoren in Bönnigheim mit Unterstützung der Stadtverwaltung den Bau von 2 bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen im Gewann „Rotenberg / Saukopf“ inmitten eines Wald-, FFH-, Natura 2000- und Vogelschutzgebiets im Naturpark „Stromberg-Heuchelberg“, bei dessen Realisierung wegen Infrastrukturmaßnahmen am geplanten Standort und wegen des Schlagens von Schneisen zur Befahrung mit schwerem Gerät mehrere fußballfeld-große Flächen zig Jahre alter Bäume abgeholzt werden müßten. Andere Windkraft-Standorte auf Bönnigheimer Gemarkung im bisher landwirtschaftlich genutzten Gebiet oder in der Nähe von Weinbergen sind ebenfalls im Gespräch.

Ebenfalls am Rande der Mitgliederversammlung wurden Befürchtungen von Husarenhof-Bewohnern laut, wonach es bei der durch das Landratsamt Ludwigsburg im Januar 2011 ausgesprochenen Genehmigung der Windindustrieanlage Ingersheim womöglich „nicht mit rechten Dingen“ zugegangen sein könnte.

Hintergrund dieser Befürchtungen sind im Februar 2013 in der Lokalpresse erschienene Berichte, wonach eine in Kleinsachsenheim nach Genehmigung des Landratsamts Ludwigsburg vor Jahren in Betrieb gegangene Biogasanlage nach einem jüngst ergangenen Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart keine rechtskräftige Betriebsgenehmigung besitzt, weil ein klagender und dort seit etlichen Jahren wohnender Nachbar „schädlichen Umwelteinwirkungen ausgesetzt“ ist, weshalb die vom Landratsamt Ludwigsburg seinerzeit fälschlicherweise erteilte immissionsschutzrechtliche Genehmigung durch das Verwaltungsgericht Stuttgart kürzlich k a s s i e r t wurde.


nach wie vor im Gespräch: Windkraftanlage in Ingersheim 

© Thomas Schöller

In einem am 19.2.2013 in der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) / Neckar- und Enzbote (NEB) unter der Überschrift „Konflikt um Biogasanlage nimmt weiter an Schärfe zu“ veröffentlichten Beitrag heißt es u.a.:

„Für eine Behörde ist der Richterspruch besonders peinlich - und zwar für das Ludwigsburger Kreishaus. Die Richter schreiben dem Landratsamt ins Stammbuch, daß „eine grundlegende Änderung der Anlage erforderlich ist und sich die Genehmigungsfrage neu stellt“. Derzeit sieht sich das Kreishaus mit einer weiteren Klage konfrontiert, wonach das Landratsamt gerichtlich verpflichtet werden soll, „die Betriebsgenehmigung der Biogasanlage sofort zu untersagen.“

Und weiter heißt es im LKZ-Bericht:

„Und was macht das Kreishaus ? Es untersucht, warum zwei Gutachten in Sachen Geruch (eines vom Landratsamt, eines vom Gericht in Auftrag gegeben) so weit auseinander liegen.“

Bezüglich dieser Frage kann den Verwaltungsjuristen im Ludwigsburger Kreishaus geholfen werden: Nachdem die Richter am Verwaltungsgericht Stuttgart die Betriebsgenehmigung des Landratsamts Ludwigsburg  -  sicherlich nach sehr ausführlicher Prüfung des Sachverhalts durch das Verwaltungsgericht -  kassiert haben, muß davon ausgegangen werden, daß das (früher erstellte) für die Biogasanlagen-Betreiber sprechende Gutachten des Landratsamts Ludwigsburgs hinsichtlich des Immissionsschutzes in Sachen „Geruch“ von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen ist bzw. weil falsche  -  weil viel zu niedrige „Grenzwerte“ (die jedoch als Ist-Werte tatsächlich lt. Gerichtsgutachten erheblich höher sind)  -  als Basis für die vom LRA LB erteilte Betriebsgenehmigung zugrunde gelegt wurden.

Im Klartext: Aufgrund der im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart im Vergleich beider Gutachten hinsichtlich des Immissions-Kriteriums „Geruch“ festgestellten Diskrepanzen könnte vermutet werden, daß das vom Landratsamt Ludwigsburg zur Untermauerung der von ihm erteilten Biogasanlage-Betriebsgenehmigung in Auftrag gegebene Gutachten nicht auf Basis von seriös und repräsentativ durchgeführten Mess-Erhebungen „im Feld“  -  d.h. vor Ort  -  sondern eher „am Grünen Tisch“ erstellt wurde bzw., falls Mess-Erhebungen vor Ort tatsächlich durchgeführt worden sein sollten, diese hauptsächlich an eher windstillen Tagen oder an Tagen vorgenommen wurden, an denen die dabei vorherrschende Windrichtung die von der Biogasanlage ausgehenden Geruch-Immissionen entgegengesetzt zum Anwesen des klagenden Anwohners „weg geweht“ haben, so daß durch eine möglicherweise am Anwesen des Klägers entgegen der Windrichtung mobil platzierte Messstation keine Geruch-Immissionen feststellen konnte…

…weitere Gründe für derart große Diskrepanzen könnten darin liegen, daß beim Gutachten des Landratsamts Ludwigsburg veraltete, zwischenzeitlich “überholte“ und wegen eines zu großen Ungenauigkeitsgrads zu anzweifelbaren Ergebnissen führende Meß-Methoden angewendet wurden… …ein weiterer Grund für die Abweichungen zwischen beiden Gutachten könnte darin bestehen, daß beim vom Landratsamt Ludwigsburg zur Legitimation seiner Betriebsgenehmigung zeitlich vermutlich weit früher eingeholten Gutachten Messungen durchgeführt wurden in einer Betriebsphase, in der die Biogasanlage noch nicht auf die betriebsübliche Maximal-Kapazität hochgefahren wurde, wodurch erklärbar wäre, daß weniger starke, unter den Immissionsschutz-Grenzwerten liegende Geruchs-Belästigungen festgestellt wurden…         


Keine gute Aussichten für die Natur im Gewann „Rotenberg / Saukopf“

© Thomas Schöller

Unabhängig davon bleibt festzuhalten: In derartigen Streitfällen  -  d.h. bei konträr sich vor Gericht gegenüber stehenden Gutachten bzw. in Fällen, wo ein vom Gericht bestelltes Gutachten vorliegt  -  kann in den allermeisten Fällen davon ausgegangen werden, daß hinsichtlich des von einem unabhängigen, objektiv urteilenden Gericht bei einem vereidigten, ebenfalls neutral und überparteilich urteilenden Sachverständigen in Auftrag gegebenes Gerichts-Gutachten bezüglich des darin enthaltenen Sachverständigen-Urteils von einem „höheren“ W a h r h e i t s g e h a l t auszugehen ist als bei einem Gutachten, das von einem parteilichen Antragsteller oder von einer Verwaltungsbehörde in Auftrag gegeben wurde…

…Zahlreiche Fälle belegen, daß gerade in einem Bereich, bei dem z. B. für die „Windkraft“ neue Märkte im eher windschwächeren Binnenland erschlossen werden sollen und wo milliardenschwere U m s ä t z e  -  wegen dichterer Besiedelung und daraus entstehenden Ablehnungsgründen  -  und

·         deshalb dort von den Bürgern verstärkt wahrgenommenen Nachteilen,

·         oder an Stellen, wo WKA-Standorte aufgrund zwingender Naturschutzgesetze gesetzlich „ohne Wenn und Aber“ ausgeschlossen sind  - 

„auf dem S p i e l stehen“, es nicht selten sondern eher an der Tagesordnung ist, daß vom Windkraft-Initiator als Auftraggeber s o g e n a n n t e „Gutachten“ bei s o g e n a n n t e n „Gutachtern“  -  in vielen Fällen im Umfeld der Windkraft-Lobby angesiedelt und daher schon von vornherein parteilich  -  in Auftrag gegeben werden, bei denen es sich im nachhinein sehr schnell herausstellt, daß es sich um vom Auftraggeber „g e k a u f t e“ „Gefälligkeits“-Gutachten gehandelt hat, die ein bei Auftragserteilung vom WKA-Antragsteller und Auftraggeber g e w ü n s c h t e s Ergebnis  -  gegen Zahlung von Geld, versteht sich  -  gutachterlich bescheinigen… …sei es, daß „gutachterlich“ 
k e i n e r l e i  Verstöße

·         gegen Immissionsschutzauflagen / -Grenzwerte

·         oder gegen Landschafts-, Naturschutz-, insbesondere Vogelschutzbestimmungen festgestellt werden, obwohl der geplante WKA-Standort inmitten von Naturparks, Natur-, Wasser-, Vogel- und Landschaftsschutzgebieten liegt…  

Derartige Gefälligkeits-Gutachten im Bereich der Windkraft-Genehmigungen werden i.d.R. immer dann publik, wenn im Nachhinein relativ große  D i s k r e p a n z e n festzustellen sind,

·         die sich aus der Gegenüberstellung / Vergleich der vom Windkraft-Initiator für die WKA-Genehmigung über ein „Gutachten“ beizubringende Immissions-Werte mit den aufgrund des 
I s t-Betriebs t a t s ä c h l i c h ermittelten Werten oder

·         die sich bei Soll- / Ist-Vergleich der durch „Gutachten“ unterlegten, jedoch nur auf dem P a p i e r zur Anlegergewinnung hochgerechneten Windstrom-Ertragswerte mit den später tatsächlich im Real-Betrieb erwirtschafteten, entsprechend niedrigeren Windstrom-Ertragswerten

ergeben und bei denen sich oft Abweichungen von 30 % und mehr  -  nach „unten“  -  einstellen…

Die hier beschriebenen, zwischen zwei Gutachten bestehenden Diskrepanzen und ähnliche Unwägbarkeiten könnten  -  so die Befürchtung einiger Husarenhof-Bewohner  -  bei den von den Ingersheimer Windkraft-Initiatoren zur Erteilung der Betriebs-Genehmigung seinerzeit beigebrachten Gutachten ebenfalls vorliegen…

Vor dem hier beschriebenen Hintergrund äußerten die anwesenden Mitglieder  -  vor allem die am stärksten vom Ingersheimer Windkraft-Betrieb betroffenen Husarenhof-Bewohner  -  die Hoffnung, daß das Verwaltungsgericht Stuttgart im Rahmen des zur Ingersheimer Windindustrieanlage anhängigen Gerichtsverfahrens die vom Landratsamt Ludwigsburg im Januar 2011 erteilte, einigen Beobachtern aufgrund der jetzt im Fall einer Kleinsachsenheimer Biogasanlage bekannt gewordenen, beim LRA LB praktizierten Arbeitsweise als suspekt erscheinende WKA-Betriebsgenehmigung auch dahingehend überprüft, ob die von den Ingersheimer WKA-Antragsstellern beauftragten, beigebrachten  -  möglicherweise ebenfalls als „gekaufte Gefälligkeits-Gutachten“ einzustufende  -  Gutachten einer gerichtlichen Überprüfung standhalten…       

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de


                                        "Gegenwind Husarenhof“                                      Kurzbericht über erste Mitgliederversammlung im Jahr 2013

(wm / 280213) - Angesichts eines im free-TV live übertragenen Fußball-Champions-League-Abends war die erste Mitgliederversammlung von „Gegenwind Husarenhof“ im Jahr 2013 am Mittwoch, 27.2. mit 28 im Ingersheimer „Windkraft-Stüble“ des Husarenhof-Besens anwesenden Mitgliedern relativ gut besucht. Die erste Mitgliederversammlung im neuen Jahr war eigentlich zeitlich schon etwas früher als „Glühwein- / Grillabend“ vorgesehen, wurde jedoch von den Verantwortlichen wegen „Blitzeis“ bzw. wegen Faschingsferien u.ä. auf Wunsch einiger Mitglieder noch einmal kurzfristig verschoben.   

Im Mittelpunkt standen Anregungen für das Jahresprogramm 2013 sowie die Information über einzelne im Jahr 2013 geplante Aktionen.

Hervorzuheben ist eine für Mitte Mai 2013 bei gutem Wetter geplante Wochenend-Busausfahrt nach Rheinland-Pfalz in den „Soonwald“, bei der die Exkursions-Teilnehmer mit eigenen Augen  -  als abschreckendes Beispiel  -  den durch Windpark-Bau im Wald und damit zusammenhängende Infrastrukturmaßnahmen wie…

·         …Abholzung mehrerer fußballfeld-großer Waldflächen für die Standorte der Windindustrieanlagen

·         …Schlagen von 9 m - 12 m breiten Waldschneisen / Anlage befestigter, betonierter Straßen und Feldwege u.a. für Transport und Montage von Beton-Turmteilen, Montagestücken, Rotorblättern, Gehäuse und Generatoren durch schweres Gerät (LKW-9-Achser, Spezialkräne u.a.), Versorgungsleitungen u.ä.    

zu Lasten der dort lebenden Bevölkerung verursachten Naturfrevel  -  zu einem irreparablen Schaden des ohnehin schon am Boden liegenden Natur- und Umweltschutzes (insbesondere den Vogelschutz betreffend) führend  -   begutachten können.

Der völlig überdimensionierte Windpark im „Soonwald“ ist nach wie vor und stärker denn je in der Bevölkerung von Rheinland-Pfalz und Hessen heftig umstritten und wird dort durch die gegen den durch Windkraft-Ausbau verursachten Naturfrevel vorgehenden Gegenwind-Bürgerinitiativen und durch weitere Vereine und Organisationen  -  wie z.B. dem rd. 30 000 Mitglieder umfassenden, mehr als 100 Jahre alten und in rd. 230 selbständigen über ganz Rheinland-Pfalz verteilten Ortsgruppen  organisierten „Pfälzerwald-Verein“  -  stark bekämpft.

Windpark in den Pyrenaen

Diese Gegenwind-Organisationen erhalten  -  nicht nur im „Soonwald“  -  immer mehr Zulauf

·         durch angesichts des vor Ort ersichtlichen Naturfrevels entsetzte Bürger

·         und schon längst auch mit Unterstützung vieler an der Naturschutz-Basis tätigen Mitgliedern von BUND, NABU und vielen anderen Naturschützern, die sich schon seit langem losgesagt haben von den weitgehend ideologisierten, angesichts des durch hemmungslosen Windkraft-Ausbaus entstehenden Naturfrevels immer noch nur verschämt wegsehenden hauptamtlichen, diesbezüglich völlig versagenden Funktionären von BUND, NABU…    

Auf besonderen Wunsch eines Mitglieds sollen dieses Mal Vorkehrungen getroffen werden, daß bei dieser Ausfahrt nicht noch einmal ein Mitglied / Sympathisant der Ingersheimer Wind-Genossen  -  wie bei der im Frühjahr 2010 zur Besichtigung zweier Enercon-WKA durchgeführten Bus-Ausfahrt nach Wilhermsdorf / Ansbach  -  als „blinder Passagier“ an Bord ist, das über Handy aus dem Bus heraus vor Ort ansässige Wilhermsdorfer Wind-Genossen mobilisierte, die dann (natürlich) „rein zufällig“ minutengenau beim Eintreffen des „Gegenwind Husarenhof“-Busses am Standort der Windindustrieanlagen als „Empfangskomitee“ bereit standen, um anschließend zu versuchen, die Besigheimer / Ingersheimer / Pleidelsheimer Exkursionsteilnehmer durch völlig einseitige pro-Windkraft-Sachverhaltsdarstellung  -  die Nachteile verniedlichend bzw. bewußt verschweigend  -  in ihrem Urteil zu beeinflußen…



Container mitten im Hardtwald am geplanten Standort Grießberg - werden da jetzt schon (unerlaubt) Fakten geschaffen ?

© Thomas Schöller

…so, wie heute die Ingersheimer Wind-Genossen versuchen, die meist an einer objektiven Darstellung interessierten Ausflügler und Bus-Exkursionsteilnehmer am WKA-Standort Ingersheim durch völlig einseitige Windkraft-Propaganda-Vorträge an der „Würstchen- und Glühwein-Bude“ zu beeinflußen… … in den meisten Fällen jedoch nicht von Erfolg gekrönt, weil die so „bearbeiteten“ Ausflügler sehr schnell merken, daß „zu dick“ aufgetragen wird und von denen sich viele im Anschluß daran bei auf dem Husarenhof wohnenden Mitgliedern von „Gegenwind Husarenhof“ objektiv und „aus erster Hand“ auch über durch Windkraft-Betrieb verursachte Nachteile informieren, so wie es die an der Ausfahrt nach Wilhermsdorf / Ansbach teilnehmenden BI-Mitglieder seinerzeit ebenfalls praktiziert haben…

Weiterhin wurde die Frage (noch nicht abschließend) diskutiert, ob die an sich geschlossene Mitgliederliste von „Gegenwind Husarenhof“ für neue Mitglieder erneut geöffnet werden soll, nach den jetzt auch offiziell bekannt gewordenen Plänen der Ingersheimer Gemeindeverwaltung zum Bau einer zweiten Windindustrieanlage und den in diesem Zusammenhang gestellten Anfragen einiger besorgter, in Ingersheim ansässiger Bürger…    

Anschließend wurde über zunehmende Anfragen von in Gründung befindlichen Gegenwind-Bürgerinitiativen aus ganz Baden-Württemberg berichtet, die sich „aus erster Hand“ über durch Windkraft-Betrieb verursachte Nachteile bei Husarenhof-Bewohnern informieren möchten, nachdem wohl jeweils vor Ort Pläne zum Windkraft-Bau bekannt wurden. Diesbezüglich wurde die Bereitschaft bekräftigt, für Auskünfte und Informationen  -  vorwiegend an Wochenenden  -  zur Verfügung zu stehen.    

Weiterhin wurde über den Stand des nach wie vor vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart anhängigen Gerichtsverfahrens informiert.


Der Wald wird ausgeräumt - Hackschnitzel jetzt direkt ab Werk

© Thomas Schöller

Im übrigen wurde ein Überblick über in Baden-Württemberg bestehende und neu gegründete Gegenwind-Bürgerinitiativen gegeben, wobei auch über Pläne berichtet wurde, baldmöglichst einen Dachverband baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen zu gründen, um zu einer strafferen Organisation der bisher ausschließlich ehrenamtlich vor Ort durchgeführten Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen…

·         …im Hinblick auf den politischen, von SPD / Grüne in Baden-Württemberg angesichts stockendem Windkraft-Ausbau zunehmend ausgehenden Druck zur Forcierung des Windkraft-Baus und wegen damit zusammenhängender Bestrebungen von „Rot / Grün“, den ohnehin schon eingeschränkten und immer mehr „unter die Räder“ kommenden Landschafts- und Naturschutz noch weiter zurück zu drängen bzw. durch Gesetze, Richtlinien und Erlasse gänzlich „auszuhebeln…“

·         … auch vor dem Hintergrund, daß die pro-Windkraft-Gegenseite vor Ort bei Planung und Bau von Windkraft-Konzernen und Windkraft-Lobby durch deren Public-Relations-Abteilungen mit Millionenaufwand unterstützt wird…

·         …und angesichts der Tatsache, daß die Fragen zur Energiepolitik  -  insbesondere zur weiteren Ausgestaltung der sogenannten „Energiewende“  -  künftig gerade auch in Baden-Württemberg und im Vorfeld der in 2013 / 2014 / 2015 stattfindenden Bundestags-, Kommunal- und Landtagswahlen in der Öffentlichkeit zunehmend diskutiert und einen breiten Raum einnehmen werden…

Nach der Bekanntgabe des Termins für die zweite, Ende April 2013 stattfindende Mitgliederversammlung wurde die erste im Jahr 2013 abgehaltene und harmonisch verlaufene Mitgliederversammlung geschlossen und zum gemütlichen Teil im Husarenhof-Besen übergegangen.   

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

LKZ / NEB vom 5.12.2012: „Was sagen die Nachbarn ?“

L a u f f e n / N. und B r a c k e n h e i m (Region Franken) haben schwere B e d e n k e n und erheben im Verfahren zur Einholung des nachbarschaftlichen Einverständnisses E i n s p r u c h gegen extensive Windkraft-Pläne und WKA-Standorte in B ö n n i g h e i m und K i r c h h e i m / N. (Region Stuttgart)

 

(wm / 151212) - Einem Beitrag der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ), Regionalausgabe NEB (Neckar- und Enzbote) vom 5.12.2012 zufolge erheben die Kommunen B r a c k e n h e i m und L a u f f e n (beide Region Franken) E i n s p r u c h gegen die von ihren Nachbar-Kommunen B ö n n i g h e i m und 
K i r c h h e i m / N.
(beide Verband Region Stuttgart = VRS; Gemeindeverwaltungsverband = GVV Bönnigheim) ins Auge gefaßten Windkraft-Standorte.

Nach einem früheren Bericht des NEB vom 26.5.2012 hat das kommunale Planungsbüro KMB auf 
K i r c h h e i m e r  Gemarkung insgesamt 3 (!!) Standorte identifiziert, auf denen bis zu 7 (!!) künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  errichtet werden könnten. Die Kirchheimer Standorte liegen

·         beim Kaywald

·         Richtung Walheim im Gewann „Loch“

·         und an der Gemarkungsgrenze zu Lauffen / N.

Obwohl einige Gemeinderäte von Anfang an Bedenken  -  vor allem wegen ihrer Ansicht nach viel zu geringem jahresdurchschnittlichem Windaufkommen  -  gegen die möglichen WKA-Standorte in 
K i r c h h e i m / N. geäußert hatten und auch der Kirchheimer Bürgermeister Uwe Seibold gemäß NEB-Bericht vom 26.5.2012 davon ausgeht, daß in Kirchheim / N. keine 7 Windindustrieanlagen gebaut werden, wurden mit Beschluß des Kirchheimer Gemeinderats und mit gegen Ende des Jahres 2012 erfolgtem Beschluß des GVV Bönnigheim alle 3 WKA-Standorte in die endgültigen Planungen zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  aufgenommen.

Auch in B ö n n i g h e i m sehen die ebenfalls eher extensiven Pläne der Stadtverwaltung mehrere Standorte auf dem

·         Lauffener Feld

·         an der Gemarkungsgrenze zu Bönnigheim-Hofen / Walheim

·         sowie in Richtung Brackenheim / Meimsheim

vor, auf denen ebenfalls mehrere entsprechend hohe Windindustrieanlagen gebaut werden könnten, falls natur- und immissionsschutzrechtliche Belange dem nicht entgegenstünden.

Nach ersten durchgesickerten Informationen gehen die Nachbar-Kommunen gemäß NEB vom 5.12.2012 davon aus, daß vor allem die Planungen des VRS an den Kirchheimer Standorten (LB 01 Haghof) relevant werden könnten.  

Nachdem bis zur 1. Runde des nachbarschaftlichen Anhörungsverfahrens der zwischenzeitlich von Stadtverwaltung Bönnigheim und vom GVV Bönnigheim später  nachgeschobene, vor allem Cleebronn tangierende Standort „Rotenberg - Saukopf“ noch nicht in der Beschlußvorlage enthalten war, hat Cleebronn zunächst keine Bedenken angemeldet, wohl aber Brackenheim und Lauffen.

Gemäß NEB vom 5.12.2012 wünscht sich Lauffen „…eine Reduzierung der Standorte, um eine Konfliktsituation zu vermeiden. Lauffen sieht die Standorte südlich der Kreisstraße lieber als diejenigen nördlich der Kreisstraße. Brackenheim befürchtet Beeinträchtigungen durch Windkraftanlagen, weil sie zu nahe an den Siedlungsflächen des Stadtteils Meinsheim liegen.“ Auch Brackenheim hat daher Einspruch erhoben.

Im NEB-Bericht heißt es abschließend: „Wie sagte der Bönnigheimer Ruhestandslehrer Hermann Lang bei einer Info-Veranstaltung zum Bürgerwindrad auf dem Rotenberg: „Dies ist nicht nur der wirtschaftlichste Standort, sondern auch der Platz, der den Menschen am wenigsten stört.“ Der Naturschutz ist da aber anderer Meinung.“ (=Schlußsatz des NEB-Beitrags).


Wind Farm by Sam Howzit, on Flickr

Wie zwischenzeitlich konkretisiert und in der Lokalpresse berichtet, versuchen einige Bönnigheimer Windkraft-Initiatoren unter tatkräftiger Unterstützung vieler auswärtiger, gar nicht in Bönnigheim, sondern im Großraum Stuttgart wohnender Windkraft-Enthusiasten, unter ihnen auch Mitglieder der wiederum in vorderster Front agierenden Ingersheimer Energie-Genossenschaft, im Gewann „Rotenberg-Saukopf“, 2 künftig möglicherweise bis zu 230 m hoch werdende Windindustrieanlagen zu errichten.

Zum Erstaunen vieler zwischenzeitlich aufgeschreckter Bönnigheimer Bürger erfolgt dies mit ausdrücklicher Unterstützung

·         der Bönnigheimer Stadtverwaltung / Bürgermeister Kornelius Bamberger und

·         mit im November 2012 gefaßtem Mehrheitsbeschluß des Bönnigheimer Gemeinderats (Ausnahme Kurt Sartorius, CDU / FWV, der sich deutlich gegen diesen Windkraft-Unfug an natursensibler Stelle ausgesprochen hat),

obwohl eigentlich jedem vor Ort bekannt ist, daß ein derartiges naturschädliches WKA-Bauvorhaben an 
l a n d s c h a f t s- und n a t u r s e n s i b l e r  S t e l l e einen kaum mehr zu überbietenden 
N a t u r f r e v e l darstellt, liegt der geplante Standort doch inmitten eines Landschafts-, Vogelschutz- und Naturschutzgebiets (FFH- / Natura 2000-Gebiet) am Fuße des S t r o m b e r g s 
und am Eingang zum N a t u r p a r k „Stromberg - Heuchelberg“,
an einer Stelle also, die bisher als absolute und auch nicht durch gekaufte Gefälligkeitsgutachten umzustoßende Tabuzone anzusehen war… …entsprechend hat auch der ansonsten eher windkraft-freundliche Ludwigsburger Landrat Dr. Haas seine Bedenken als Chef der Genehmigungsbehörde (Landratsamt Ludwigsburg) geäußert… 

In unserem Homepage-Beitrag vom  27.12.2012  haben wir ausgeführt: „Lediglich der im Gegensatz zur Bönnigheimer Stadtverwaltung und dem übrigen Gemeinderat mit „R ü c k g r a t“ versehene, die Interessen der Bönnigheimer Bevölkerung und das Gemeinwohl der Bürger  -  nicht den Eigennutz von Partikular-Interessen, wie z.B. der Erzielung von Pachterlösen von Windkraft-Grundstücksverpächtern  -  im Auge behaltende Gemeinderat K u r t  S a r t o r i u s (FWV / CDU) machte keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen den jetzt auch im vergleichsweise windschwachen Bönnigheim behördlich geplanten Windwahn-Unfug, indem er gemäß dem NEB / LKZ vom 12.11.2012 (Lokalteil „Besigheim & Umgebung“, Seite 7: „Beifall für die Gemeinderäte“) folgerichtig ausführte:

„…Sartorius begründete seine Ablehnung damit, dass bisher im Landschaftsschutzgebiet nicht einmal eine Kinderschaukel habe aufgestellt werden dürfen und jetzt soll plötzlich so ein Windrad dort gebaut werden….“ 

Wir haben bereits mehrfach auf die im relativ windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standorte in Bönnigheim und Kirchheim / N. hingewiesen.

Zu hoffen bleibt, daß aufgrund des nun auch in der Bürgerschaft von Bönnigheim und Kirchheim / N. ob dieser unsinnigen, auf ihrer Gemarkung drohenden Windkraft-Pläne immer stärker werdenden Drucks doch noch Vernunft bei Kommunalverwaltung und Gemeinderat in Bönnigheim und Kirchheim / N. einkehrt und die Pläne letztlich nicht genehmigt werden, zumal neben vielen, zu Lasten der Bürger entstehenden Nachteilen und wegen Windmangel entstehendem dauerhaftem Windkraft-Verlustbetrieb noch nicht einmal Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten des Gemeindesäckels erwirtschaftet werden würden…

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

Immer m e h r Kommunen im vergleichsweise windarmen Landkreis Ludwigsburg lehnen Ausweis von Windkraft-Standorten ab !

Auch R e m s e c k / N e c k a r spricht sich wegen als bedenklich  -  weil zu gering  -   einzustufender Vorsorgeabständen gegen Windkraft-Standorte auf eigener Gemarkung aus

 Stellungnahme der Stadtverwaltung R e m s e c k / N. berücksichtigt Interessen von A u s s i e d l e r h ö f e n  -  Keine Schlechterstellung von l a n d w i r t s c h a f t l i c h e n Anwesen gegenüber Bürgern in anderen Wohngebieten

 Einmal mehr: Anschauungsunterricht für Kommunalverwaltungen und Gemeinderäte in Bönnigheim, Kirchheim / N. und Ingersheim, wie man die Interessen der eigenen Bevölkerung vertritt…

  

(wm / 111212) - Wie zuvor schon die größeren Städte Ludwigsburg, Kornwestheim, Freiberg / N 
Marbach / N. und eine Reihe weiterer Kommunen im relativ windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg wie z.B. Affalterbach, Benningen, Erdmannhausen, Erligheim, Freudental, Löchgau, Murr, Pleidelsheim u.a. hat nun auch die
Große Kreisstadt Remseck / N. den Ausweis von Windkraft-Standorten auf eigener Gemarkung 
a b g e l e h n t.

In der Sitzungsvorlage 146/2012 vom  7.11.2012 , TOP 5 für die öffentliche Gemeinderatssitzung vom 20.11.2012 wird die Ablehnung in der Beschlußvorlage wie folgt begründet: „Der in der Teilfortschreibung des Regionalplans ausgewiesene Standort WN-23 wird hinsichtlich der Vorsorgeabstände zur Aussiedlungsbebauung Rötelbrunnen im Ortsteil Neckarrems als bedenklich gewertet. Die Verwaltung wird beauftragt, eine entsprechende Stellungnahme an den Verband Region Stuttgart abzugeben.“

In der Sachdarstellung heißt es weiter: „Die insbesonders landwirtschftlich genutzte Fläche befindet sich südwestlich von Bittenfeld sowie im Grenzbereich zu Hochberg bzw. Neckarrems. Die grob geschätzte Entfernung zur Ortslage Hochberg beträgt ca. 1,1 km Luftlinie, zur Ortslage Neckarrems ca. 1,4 km Luftlinie, zur vorhandenen Aussiedlungs-bebauung Rötelbrunnen ca. 740 m Luftlinie und zur potentiellen Aussiedlungsfläche Rötelbrunnen (Baugesuch vorliegend!) ca. 550 m Luftlinie. Die Vorsorgeabstände liegen gemäß Windenergieerlass zwar bei ca. 300 m bis 500 m, jedoch erscheint nach derzeitiger Planungslage fragwürdig, ob die grob ermittelten Abstände (ca. 550 m bzw. ca. 740 m) als ausreichend anzusehen sind.“   

Gemäß Ergebnisprotokoll zur GR-Sitzung vom 20.11.2012 wurde die Beschlußvorlage der Stadtverwaltung vom 26 Mitglieder umfassenden Gemeinderat bei 6 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen angenommen.

Mit der Stellungnahme berücksichtigt die Stadtverwaltung Remseck / N. neben den Interessen der Wohnbevölkerung vor allem die Belange von Aussiedlerhöfen, die im von der grün-roten BW-Landesregierung neu gefaßten und am 9.5.2012 im BW-Landtag beschlossenen Landesplanungsgesetz im Vergleich zur allgemeinen Wohnbevölkerung deutlich schlechter gestellt werden. So beträgt die im Vergleich zu anderen Bundesländern und selbst im Vergleich zu von anderen Regionalverbänden in Baden-Württemberg als Sicherheits-, Mindest- und Vorsorgeabstand für die Wohnbevölkerung im Hinblick auf möglicherweise durch W i n d k r a f t - B e t r i e b  v e r u r s a c h t e  
G e s u n d h e i t s r i s i k e n
ohnehin zu gering festgelegte Mindest-Entfernung 700 m, während demgegenüber für Weiler, landwirtschaftliche Anwesen, Aussiedlerhöfe und die dort lebenden Bürger nur noch ca. 300 m - 500 m als Vorsorgeabstand gelten sollen.

Die von der grün-rot geführten BW-Landesregierung hinsichtlich eines geringeren Vorsorgeabstands bewußt herbeigeführte Schlechterstellung von Bürgern in landwirtschaftlichen Anwesen, Weilern u.a. stellt einen Verstoß gegen den im Grundgesetz festgelegten Gleichheitsgrundsatz dar.

Nicht zuletzt deshalb gehen immer mehr Kommunen in Baden-Württemberg in ihren Flächennutzungsplänen  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  von dieser von „grün-rot“ erlassenen Ungleichbehandlung ab und legen einheitliche, für alle Bürger gleichermaßen geltende Vorsorgeabstände  -  unabhängig davon, ob sie in „normalen“ Wohngebieten oder in landwirtschaftlichen Anwesen wohnen  -  fest, so z.B. in Besigheim, wo Bürgermeister Steffen Bühler den im Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Besigheim zusammengeschlossenen 8 Kommunen einen für alle Bürger  -  auch für die in landwirtschaftlichen Anwesen außerhalb der „normalen“ Wohngebiete wohnenden Bürger  -  einheitlich geltenden Vorsorgeabstand von mindestens 700 m empfohlen hat.

Zur Erinnerung: Die Weltgesundheitsorganisation (W H O) empfiehlt ihren Mitgliedsstaaten zur Minimierung von durch Windkraft-Betrieb zweifelsfrei ausgehenden Gesundheitsrisiken einen Mindest- / Sicherheits- / Vorsorgeabstand von mindestens 2000 m und das renommierte Robert-Koch-Institut (Berlin) weist in mehreren Studien auf die durch von Windkraft-Betrieb verursachten Immissionen  -  insbesondere Infraschall  -  hin, die vor allem bei Personen mit labilem Gesundheitszustand möglicherweise Gesundheitsrisiken (Langzeitwirkung) verursachen könnten. In G r o ß b r i t a n n i e n sieht ein aktueller, im Gesetzgebungsverfahren in der 2. Lesung befindlicher Antrag ("Bill and Legislation") zum Schutz der Bevölkerung ebenfalls deutlich höhere Sicherheitsabstände vor, nämlich 3000 m ab Standort einer WKA, mindestens jedoch das 10-fache der Nabenhöhe...    

      In krassem Gegensatz hierzu steht die Haltung der Kommunen in Ingersheim, Bönnigheim und 
Kirchheim /
N., die auf ihrer ebenfalls relativ windschwachen und daher mangels jahresdurchschnittlich benötigtem Windaufkommen für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Gemarkung und unter dem Protest ihrer Nachbarkommunen Lauffen / N., Brackenheim und Cleebronn eine extensive  -  um nicht zu sagen exzessive  -  Windkraft-Planung  -  zum N a c h t e i l der eigenen, im Wirkungskreis der Windindustrieanlagen (ca. 5 Km Radius ab Standort der WKA) lebenden Bevölkerung  -  betreiben, bei deren  R e a l i s i e r u n g…
 

  • …regionale Grünzüge, Landschafts-, Natur-, Wasser- und Vogelschutzgebiete irreparabel zerstört würden

  • …wertvolles Ackerland durch Umwidmung in windkraft-industrielles Gewerbegebiet verloren würden

  • …Verkehrswerte von in Sichtweite zur Windindustrieanlage liegenden Immobilien (Grundstücke, Gebäude, Wohnungen) erheblich sinken würden

  • Waldgebiete von der Größe mehrerer Fußballfelder gerodet und zig Jahre alte Bäume im in Baden-Württemberg ohnehin bereits waldärmsten Landkreis Ludwigsburg abgeholzt werden müßten

Zu hoffen bleibt, daß es den bisher noch weitgehend uninformierten, jetzt jedoch angesichts der von ihren Kommunalverwaltungen zum Nachteil der Bürgerschaft in Ingersheim, Bönnigheim und Kirchheim / N. forcierten Windkraft-Pläne langsam „aufwachenden“ und teilweise aufgeschreckten Bürgern gelingt, Bürgermeister und Gemeinderäte in den genannten Kommunen von weiterem Windkraft-Unfug auf windkraft-ungeeigneter Gemarkung abzuhalten.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

„Offener Brief“ an die Bürger in Kirchheim / N. zu Windkraft-Plänen der Gemeindeverwaltung Kirchheim / N. und im GVV Bönnigheim (Bönnigheim, Kirchheim / N. und Erligheim)

(wm / 160213)  -  Während die ebenfalls zum Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Bönnigheim gehörende Gemeinde Erligheim sowie die Nachbargemeinde Freudental (GVV Besigheim) aufgrund naturschutzrechtlicher Bestimmungen  -  insbesondere den Vogelschutz betreffend  -  keine eigenen Windkraft-Pläne auf ihrer Gemarkung verfolgen, betreiben Bönnigheim und Kirchheim / N. eine eher extensive Windkraft-Planung auf ihren Gemarkungen, obwohl die Standort-, Produktions- und weitere Rahmenbedingungen dort äußerst ungeeignet sind, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb gewährleisten zu können. Viel zu vielen  -  zu Lasten der dortigen Bevölkerung eintretende  -  Nachteile stehen keinerlei Vorteile gegenüber, aufgrund der relativen Windarmut werden noch nicht einmal Gewerbesteuereinnahmen zugunsten des Kirchheimer Gemeindesäckels erwirtschaftet.

Wir sind angesichts dieser Pläne von einigen beunruhigten Bürgern aus dem Bereich des GVV Bönnigheim angerufen und um Rat gefragt worden. Wir haben zugesagt, die Pläne einer windkraft-kritischen Stellungnahme zu unterziehen und darüber in unserer Homepage zu berichten. Nachfolgender Wortlaut ist via Mail Mitte Februar 2013 der Gemeindeverwaltung Kirchheim / N., dem Gemeinderat und weiteren Kirchheimer Bürgern zugegangen.



Sehr geehrte Damen und Herren,

die Gemeindeverwaltung Kirchheim plant mit Mehrheit im Gemeinderat Berichten der lokalen Presse zufolge (z.B. Neckar- und Enzbote vom 26.5.2012, 20.10.2012 u.a.) an 3 (!!) verschiedenen Standorten

·         Kaywald

·         Gewann "Loch" Gemarkungsgrenze zu Walheim und

·         an der Gemarkungsgrenze zu Lauffen

den Ausweis von Windvorrang-Gebieten, auf denen Presseberichten zufolge bis zu 7 (!!) künftig bis zu 
2 3 0 m hohe Windindustrieanlagen 
-  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  gebaut werden könnten, obwohl die Planer /  Sachverständigen des Verbands der Region Stuttgart (VRS) lediglich  -  und dies auch nur unter Vorbehalt  -  maximal einen Standort vorgeschlagen haben.

Eine derart extensive Windkraft-Planung auf Kirchheimer Gemarkung würde  -  falls realisiert bzw. in der Fortschreibung des Flächennutzungsplans erlaubt  -  zu einer regelrechten Windkraft-Umzingelung Kirchheims führen und wäre mit viel zu vielen Nachteilen zu Lasten der Kirchheimer Bürger verbunden, denen wegen des jahresdurchschnittlich viel zu geringen Windaufkommens keine nennenswerte Vorteile gegenüber stünden, schon gar n i c h t (!!)  -  wegen des aufgrund Windmangels dauerhaften, jahrelangen Windkraft-Verlustbetriebs  -  Windkraft-Erträge oder Gewerbesteuer-Einnahmen für den kommunalen Haushalt.

Abgesehen vom durch jährliche V e r l u s t e verursachten K a p i t a l v e r l u s t  der privaten Anleger entstehen gravierende Nachteile durch die vom Windkraft-Betrieb im Wirkungskreis (Radius ca. 5 Km ab Windkraft-Standort) zweifelsfrei verursachten Schad-Immissionen wie

·         Lärm

·         Infraschall

·         Schattenschlag u.a.,

die vor allem wegen den viel zu geringen Sicherheits- / Mindest- / Vorsorgeabständen zur Wohnbevölkerung entstehen. Darauf weisen medizinische Forschungsergebnisse sowie z.B. Studien (zu Windkraft-Risiken aufgrund Infraschall u.a.) des renommierten Robert-Koch-Instituts (Berlin) hin.

Weitere Nachteile entstehen durch die

·         irreparable Landschaftsverschandelung

·         ggfs Rodung größerer Waldflächen, ggfs Abholzung zig Jahre alter Bäume

·         Verlust wertvollen Ackerlands

·         schweren Beeinträchtigungen beim Natur- und Landschaftsschutz oder

·         durch Wertminderungen der Verkehrswerte beim Grundbesitz (Grund und Boden, Häuser, Eigentumswohnungen), so wie bundesweit an nahezu allen Windkraft-Standorten zuvor, an denen Windindustrieanlagen / Windparks gebaut wurden.

Diesen schwerwiegenden Nachteilen stehen im windschwachen Binnenland (so auch in Kirchheim / N. und Bönnigheim)  -  wenn überhaupt  -  nur marginale Vorteile gegenüber.

Wir haben einigen ob dieser Entwicklung besorgten Bürgern in Bönnigheim, Kichheim und Umgebung  -  die uns angerufen haben  -  zugesagt, das Thema aufzugreifen und die einzelnen Themenbereiche als windkraft-kritische Homepage-Beiträge in unsere Homepage unter

www.gegenwind-husarenhof.de

einzustellen, deren Beiträge vom 15.1., 11.1., 5.1., 4.1. und 3.1.2013 und vom November und Dezember 2012 wir ihrer geschätzten Aufmerksamkeit empfehlen (vgl. Homepage-Rubrik "Aktuelles").

Der eine oder andere Beitrag wird in Kürze ebenfalls noch in unsere Homepage eingestellt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Walter Müller  /  Pressewart "Gegenwind Husarenhof"


www.gegenwind-husarenhof.de

Nachlese zu Rosenmontagsumzügen 2013

“Windkraft” häufiges Thema bei Rosenmontags-Umzügen in den Karnevals-und Fasnets-Hochburgen an Rhein, in Hessen, Südbaden und anderswo…

 Narren schauen dem „Volk auf‘s Maul“ und glossieren Bürokraten und Politiker auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene

 Windrad-Motive als Vorlage für künftige Rosenmontagsumzüge in Ingersheim, Bönnigheim, Kirchheim / N., vor dem Landratsamt Ludwigsburg und am Sitz der Regionalversammlung Stuttgart (Verband der Region Stuttgart / VRS) ?

 

(wm / 120213) - Narren landauf / landab  -  vor allem aber in den Karnevals- und Fasnets-Hochburgen in Rheinland-Pfalz, NRW, Hessen und in Südbaden  -  haben auch wie schon im Vorjahr  -  und wie zuvor schon bei vielen Büttenreden  -  bei den wiederum farbenprächtigen Rosenmontagsumzügen am 11.2.2013 einmal mehr dem Volk, insbesondere aber den Politikern „auf’s Maul geschaut“ und mit Motiven zur in vielen Regionen bundesweit nur noch als blamabel betriebenen Energiewende im allgemeinen bzw. vielerorts nur noch als stümperhaft zu bezeichnenden Windkraft-Planung den z. Zt. vor Ort vorherrschenden Zustand glossifiziert.

Wir haben bereits im Vorjahr ausführlich über die Rosenmontagsumzüge berichtet, bei denen das Motiv „Windkraft“ im Vordergrund stand. In diesem Jahr hat das von den Narren glossierte Thema eher noch zugenommen, wie viele Bilderstrecken und Berichte der Lokalzeitungen vor Ort belegen.

So beschreibt die Frankfurter Rundschau (FR) in ihrer online-Vorschau vom 6.2.2013 unter dem Titel „Fastnachtumzug Frankfurt: Wenn Merkel gegen das Windrad kämpft“. Die FR weiter: „…Und natürlich belustigen sich die Karnevalisten dann an der Bundes- und Kommunalpolitik. Monatelang hat sich der Große Rat Gedanken gemacht, wie sich Angela Merkel in diesem Jahr am besten verulken lässt. "Die Angela muss immer dabei sein“, sagt Lothar Kilian, und was Lothar Kilian sagt, das ist Gesetz in der Frankfurter Fassenacht, weil Lothar Kilian Zugmarschall ist und somit die Verantwortung trägt für den Umzug am Sonntag, den Höhepunkt des Karnevals am Main. Die Angela also – gemeint ist natürlich die Bundeskanzlerin – muss dabei sein, und deshalb haben sich die kreativen Köpfe vom Großen Rat der Frankfurter Karnevalvereine in den vergangenen Monaten ihre Gedanken gemacht, wie sich Merkel in diesem Jahr am besten verulken lässt. Herausgekommen ist ein Motivwagen, auf dem die Kanzlerin vor einem Windrad steht und bläst und bläst. Trotzdem wird es nichts mit der Energiewende, denn das Windrad ist gar nicht ans Stromnetz angeschlossen…“.

Auch in der Region Trier war das Thema „Windkraft“ attraktiv. Die Trierer Zeitung schreibt in ihrer online-Ausgabe vom 11.2.2013 unter der Überschrift „Rübennasen und Windräder ziehen durch Ehrang“
“Trotz der Minustemperaturen feierten einige Hundert Narren an der Strecke mit. Sie schunkelten sich zur Musik aus den Lautsprechern warm und staunten über die kreativen Verkleidungen der Zugteilnehmer. Besonderer Hingucker war eine Fußgruppe aus Ehrang/Quint: Mit weißen Rotorblättern auf der Brust gingen sie als Windräder und riefen den Jecken ihr "Ehrik Helau" zu….”

Die online-Ausgabe der Fuldaer Zeitung vom 11.2.2013 bringt unter der Überschrift „Von Knipsern, Tieren und Windrädern“ die Meinung der Bürger treffend zum Ausdruck: „Kritisch setzten sich die Dammersbacher mit den Plänen für Windkraft auseinander. Etwas kryptisch formulierten sie: „Windräder sind für Dammersbach nicht klug, ein paar Bürger machen Wind genug.“

Und die faznet  -  online-Ausgabe der FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung  - vom 11.2.2013 nimmt Bundesumweltminister Peter Altmeier aufs Korn : „…Kampf gegen Windräder 
Umweltminister Peter Altmaier kämpft in Mainz mit den widerspenstigen Windrädern für faire Strompreise. Der Wagen mit Altmaier ist einer von insgesamt 15 Motivwagen beim Karnevalsumzug in Mainz…”

Die online-Ausgabe vom 11.2.2013 der Badischen Zeitung (Schönau) berichtet vom Schönauer Rosenmontagsumzug -  der Heimat der Schönauer Strom-Rebellen  -  treffend: „Die Narren machen kräftig Wind - Beim Schönauer Umzug sorgt der Wind-Fun-Park für Aufsehen – aber auch andere lokale Begebenheiten wurden trefflich glossiert…“… „SCHÖNAU. Klein aber fein – so lässt sich der Rosenmontagsumzug beschreiben. Lediglich 24 Gruppen zogen durch die Stadt... Bewundern konnten die Zuschauer auch vier Wagen, die in die Wertung eingingen. Die Nase vorne hatten in diesem Jahr die Belchengeister aus Böllen mit ihrem Wind-Fun-Park. "Des Böllner Windrad, des macht Sinn, do mache mir de doppelt Gwinn", erhofften sich die Narren. Sie bauten kurzerhand ein Windrad auf ihren Wagen, das praktischerweise auch noch als eine Art Karussell genutzt werden konnte. Bei fünf Euro Eintritt pro Fahrt in der Tat eine rentable Angelegenheit…”

Bereits im Vorjahr stand das Thema „Windkraft“ im Mittelpunkt vieler Rosenmontagsumzüge, wie der Bericht der Trierer Zeitung (online-Ausgabe vom 20.2.2012 zeigt: „Windräder machen die Gemeinde froh: 
Beim Rosenmontagszug in Osann geht es trotz Sonnenscheins stürmisch zu. Dafür sorgen unter anderem Windkraftanlagen, Stewardessen und Boxer…“ Und weiter: „Osann-Monzel. Was macht die Gemeinde Osann-Monzel mit den Millionen, die nach dem Bau einer Windkraftanlage erwartet werden? Sie könnte einen neuen Dorfarzt mit einem fürstlichen Gehalt locken oder einen Landeplatz bauen, auf dem die Piloten und Stewardessen der neuen "Hüttenkopf-Airline" landen. Drei Fußgruppen machen sich beim Rosenmontagszug dazu ihre Gedanken. Die Windkraft-Darsteller haben auch durchaus ernsthaft gemeinte Vorschläge. Straßensanierung, Spielplätze, Lärmschutz und/oder einen Jugendraum….“

Nach diesen von den Narren nur gut gemeinten Ratschlägen wäre es überlegenswert, daß man sich eventuell auch

·         bei den  -  trotz Windmangel auf den jeweiligen Gemarkungen  -  windkraft-begeisterten Kommunalverwaltungen in Ingersheim, Bönnigheim und Kirchheim / N. und im für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb wegen jahresdurchschnittlicher Windschwäche oder wegen Verstößen gegen Landschafts- und Naturschutz ebenfalls völlig ungeeigneten Bottwartal, Sachsenheim, Waiblingen oder am Albtrauf / Stauferland u.a.  

·         sowie beim Landratsamt Ludwigsburg (Genehmigungsbehörde) und beim Verband der Region Stuttgart (VRS)


The Witches in the Donaueschingen Childr by krossbow, on Flickr
Creative Commons Attribution 2.0 Generic License  by  krossbow

Gedanken macht über im nächsten Jahr in den genannten Orten / Regionen möglicherweise stattfindende Rosenmontagsumzüge, die beim Publikum am Straßenrand sicher starken Zulauf finden würde, wenn man sich M o t i v w a g e n vorstellt, die

  • …in Ingersheim, Bönnigheim und Kirchheim / N. und anderswo windkraft-begeisterte, mit Pappnasen ausgestattete Bürgermeister, Gemeinde-, Kreis- und Regionalräte und WKA-Initiatoren zeigen, wie sie verzweifelt am windgeschützt und nur ca. 200 m - 300 m über Meereshöhe und deshalb völlig ungeeignet liegenden WKA-Standort „aus voller Lunge“  -  aber langsamer werdend und „mit immer schwächer werdender Puste“  -  in Richtung „still und stumm“ stehendes Windrad blasen, in der Hoffnung, daß sich am Windrad wenigstens ein bißchen etwas bewegt…und die letztlich aber einsehen müssen, daß der von für Landschafts-, Natur- und insbesondere für Vogelschutz eintretenden Bürgern entfachte Gegenwind weitaus stärker ist… … als Motivvorlage könnte der Rosenmontagsumzug in Frankfurt / M. dienen, wo es selbst unsere gut meinende Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht schafft, angesichts des von inkompetenten Planern,  „hoffnungslos“ überforderten kommunalen Entscheidungsträgern u.a. zu verantwortendem Kompetenz-Wirrwarr, das Windrad in Gang zu setzen…

  • … im Landratsamt Ludwigsburg einen vor sich hin sinnierenden Landrat Dr. Haas zeigt, wie er schon tage- und wochenlang verzweifelt  -  aber ergebnislos, da sich in freier Wildbahn lebende Raubvögel nicht zu einem anderen (zahmen) Verhalten dressieren lassen, sondern die ihr Jagdrevier verteidigen wollen  -  versucht, unter dem besonderen Artenschutz („Rote Liste“) stehende seltene, in ihrer Population stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte (Raub)Vögel  -  wie den RotMilan  -  mit kleinen Fleischstückchen als Köder den auf der Ingersheimer Höhe in seinem Jagdrevier kreisenden und nach Nahrung suchenden RotMilan vom Windkraft-Standort und seinen für viele Vögel  -  viele Beispiele von anderen WKA-Standorten zeigen es  -  den Tod bringenden Rotorblättern wegzulocken… …bei ob solchem Dilletantismus und beim LRA LB in Sachen „Vogelschutz“ vorhandener Unkenntnis nur ungläubig und staunend den Kopf schüttelnden Ornithologen…     

  • …unseren Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis 90 / Die Grünen) zeigen, wie er  -  den Bürgern gegenüber eine Fahne mit der Parole „Umwelt- und Naturschutz geht uns alle an   -   nur mich nicht…“  -  mit dem Hubschrauber zu einer Ministerpräsidenten-Konferenz von Stuttgart nach Lübeck geflogen ist und gleichzeitig seinen „Sprit fressenden“ Dienstwagen zu einer 730 km langen (einfache Entfernung) Leerfahrt ebenfalls zum Tagungsort in Marsch gesetzt hat, um am Boden repräsentativ und standesgemäß  -  versteht sich  -  zur Tagungsstätte und „um die Tagungsstätte herum“ befördert werden zu können, …man gönnt sich ja sonst nichts… …während seine Ministerpräsident-Kollegen aus CDU, SPD (umweltbewußt) mit Dienstwagen oder Linienflug angereist sind ...

  • …den Verbandsplaner beim VRS -  Herrn Thomas Kiwitt  -  zeigen, wie er versucht, zwischen 2 Mühlsteinen nicht erdrückt zu werden, wobei das eine Mühlrad den Druck darstellen soll, der  -  quasi „von oben herab“  -  von der mit Zuständigkeits-Entzug drohenden BW-Landesregierung ausgeht, damit der VRS  -  zur Befolgung der von SPD und Grünen ausgegebenen politischen Programme zum Bau von 1200 bis zu 230 m hoch werdenden Windindustrieanlagen  -  möglichst viele Windkraft-Standorte flächendeckend  -  und seien sie noch so windarm und daher ungeeignet  -  ausweist, während das andere Mühlrad die Mehrzahl der vor Ort für Landschafts-, Natur- und Vogelschutz eintretenden Bürger darstellen soll, die nun  -  nachdem die eigentlich dafür zuständigen Organisationen und deren selbst ernannte, jedoch weitgehend windkraft-ideologisierte und daher untätige Naturschützer in BUND, NABU etc. ausgefallen sind und die Ziele des Naturschutzes unter verschämtem Wegsehen verraten haben -  die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes jetzt selbst in die Hand nehmen und die sich immer mehr und verstärkt in Bürgerinitiativen gegen Windwahn-Unfug im vergleichsweise windarmen südlichen  Binnenland (Bayern, Baden-Württemberg) zusammen schließen… 

  •  …den Ingersheimer Bürgermeister zeigt, wie er, assistiert durch die Ingersheimer Gemeinderäte  -  wie beim Rosenmontagszug in Schönau  -  angesichts eines leeren Ingersheimer Gemeindesäckels, wegen künftig überbordender kommunaler Verschuldung und wegen Windarmut am WKA-Standort und dadurch dauerhaft entstehendem Windkraft-Verlustbetrieb ausbleibenden Gewerbesteuer-Einnahmen als Turmwächter versucht, an der bereits bestehenden und an der künftig noch zu bauenden, zweiten, nur ca. 400 m - 500 m von der Ingersheimer Wohnbevölkerung entfernten  -  beide zur Erzielung von Zusatzeinnahmen jetzt mit Aussichtsplattformen versehenen  -  bzw. als Kinderkarussell umfunktionierten Windindustrieanlage durch Eintrittsgelder zusätzliche Einnahmen zugunsten des künftig immer stärker schwindsüchtigen Gemeindesäckels zu erzielen…

  •  …die alle Ingersheimer Gemeinderäte zeigt, wie sie nachts  -  bei absoluter und nicht durch Verkehrslärm beeinträchtigter Nachtruhe  -  auf Horchposten an verschiedenen Stellen auf Ingersheimer Gemarkung selbst bei Eiseskälte und bei geöffnetem Fenster in ihrem Auto auf Horchposten sitzen, um sich selbst „mit eigenen Ohren“ von dem je nach Windrichtung und Windintensität von dem durch die WKA verursachten Lärm zu überzeugen, der die Bewohner auf dem Husarenhof und Lerchenhof  -  aber auch in den übrigen Wohngebieten in Ingersheim  -  stört…

 

 Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de


LKZ / NEB: “Keine Chance für Windkraft in Ludwigsburg”

BZ: „Windkraft: Standortsuche erfolglos  -  Untersuchung im Stadtgebiet von Ludwigsburg läuft ins Leere“

Gutachter: Größte Stadt im windarmen Landkreis Ludwigsburg als Windkraft-Standort ungeeignet

 Ingenieurbüro Fichtner zieht Bilanz: „Auf der Gemarkung Ludwigsburg sind derzeit keine geeigneten Standorte für einen wirtschaftlichen Betrieb großer Windkraftanlagen vorhanden.“

(wm / 030213) - Sowohl die Bietigheimer Zeitung (BZ) als auch die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) / Neckar- und Enzbote (NEB) berichten in ihren Ausgaben vom 23.1. bzw. 30.1.2013 über die ergebnislose Suche nach Windkraft-Standorten auf Gemarkung der Stadt Ludwigsburg. Grund seien vor allem die geringen Windgeschwindigkeiten auf der „windabgewandten Seite des Schwarzwalds“. Hinzu käme die dichte Besiedlung. Neben weiteren Kommunen bleibt damit auch die größte Stadt im Landkreis Ludwigsburg windkraftfrei. Als Alternative wird eine Beteiligung der Stadtwerke an einem Windpark im Schwarzwald genannt.

In einer ersten Stufe hat das Ingenieurbüro Fichtner der LKZ zufolge zunächst zwar 3 Standort-Flächen ermittelt, und zwar Flächen…

·         …im Süden der Stadt (Karlshöhe, Salonwald, nördlich Sonnenberg und Grünbühl, Oßweiler Höhe)

·         …westlich und nördlich von Pflugfelden sowie

·         …am Lemberg,

an denen gemäß Windatlas Baden-Württemberg als Untergrenze = Voraussetzung für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb eine jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von mindestens 
5,25 m je Sekunde angeblich überschritten werde.

Allerdings ist diese Aussage nur mit allergrößter Vorsicht zu betrachten, denn: Das Ingenieurbüro Fichtner hat keinerlei reale, repräsentative und über einen längeren Zeitraum  -  dies wäre jedoch notwendig, da das jeweilige Windaufkommen gerade im ohnehin windschwächeren Binnenland je nach Jahreszeit sehr stark schwankt  -  sich erstreckende Ist-Wind-Messungen auf Ludwigsburger Gemarkung durchgeführt, anhand derer allein eine zuverlässige Aussage über das am geplanten Windkraft-Standort möglicherweise vorhandene jahresdurchschnittliche Windaufkommen möglich wäre.

Die Zahlen des Windatlas Baden-Württemberg jedenfalls sind als Entscheidungsgrundlage für private Kapitalanleger zur Durchführung millionenschwerer Investitionen völlig ungeeignet, weil es sich hierbei um „geglättete“, auf dem Papier mit eindeutiger Absicht „schön gerechnete“ und aus selbst für einen sachkundigen Betrachter mangels Transparenz nicht nachvollziehbaren Durchschnittswerten mehrerer Gebiete abgeleitete Angaben handelt, die hinsichtlich ihrer Topografie und den geo-physikalischen Gegebenheiten jeweils völlig unterschiedlich sind und die daher mit den realen Gegebenheiten vor Ort  -  d.h. dem real am geplanten WKA-Standort tatsächlich vorhandenen jahresdurchschnittlichen Windaufkommen  -  nichts Gemeinsames haben.  

Hinsichtlich der weiteren Auswertung bleibt dieser Sachverhalt ohnehin irrelevant, da in einer zweiten Stufe die theoretisch ins Auge gefaßten Flächen wegen

·         einer zu dichten Besiedlung und daraus resultierender viel zu geringer Sicherheits- / Mindestanstände zur Wohnbevölkerung sowie

·         der Beachtung zwingend einzuhaltender Naturschutzbestimmungen als WKA-Standort abzulehnen waren; geschützte Biotope, regionale Grünzüge, Landschaftsschutzgebiete und Naturdenkmäler waren KO-Kriterium

Mit dieser contra-Windkraft-Entscheidung hat sich auch in Ludwigsburg letztendlich die Vernunft durchgesetzt, wie SPD-Stadtrat Dieter Juranek („Wer pragmatisch gedacht hat, konnte das bereits voraussehen“) und Baubürgermeister Hans Schmid („Auch eine längere Diskussion wird in Ludwigsburg keine höhere Windgeschwindigkeit ergeben“) zutreffend resümierten und die beide vom Ergebnis der Untersuchung wenig überrascht waren.

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“





www.gegenwind-husarenhof.de



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