Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

  Berichte der Bürgerinitiative:



Genehmigungsbescheid des Landratsamts Ludwigsburg vom 13.11.2011 zum Bau der Windindustrieanlage Ingersheim: R ü c k b a u k o s t e n

Prüfung der Einhaltung von Auflagen des Landratsamts LB:

Sicherheitsleistung in Form einer selbstschuldnerischen Bürgschaft i.H.v. 50 000 €  n i e m a l s  ausreichend für Finanzierung der Ingersheimer Rückbaukosten !

Kostenniveau in 20 - 30 Jahren deutlich höher als heute !

Muß eventuell der Grundstücksverpächter, das Landratsamt Ludwigsburg oder die notorisch klamme Standort-Kommune Ingersheim und damit der Bürger bzw. die Allgemeinheit für die Kosten des späteren  W K A-R ü c k b a u s  aufkommen ?

Wer finanziert im windarmen und daher für Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten, von vornherein feststehenden  Verlust-Standort B ö n n i g h e i m  die immensen, s p ä t e r anfallenden  R ü c k b a u-K o s t e n, falls es zum B a u von 2 Wind-Monstern in deutlich schwierigerem,       h ö h e r e Rückbau-Kosten verursachenden Gelände an Wald-Standorten (Rotenberg / Großer Saukopf) inmitten  des   N a t u r p a r k s  S t r o m b e r g-H e u c h e l b e r g käme…?


(160415) - Das Landratsamt Ludwigsburg hat den Betreibern der Ingersheimer Windindustrieanlage in seinem Genehmigungsbescheid vom 13.11.2011 einige Auflagen auferlegt, so bspw. eine Rückbauverpflichtung, die dem Betreiber, der Energiegenossenschaft Ingersheim eG, den Rückbau der Anlage auf eigene Kosten nach Aufgabe des Windkraft-Betriebs vorschreibt.

Zur Absicherung der Rückbauverpflichtung mußten die Betreiber eine selbstschuldnerische Bürgschaft i.H.v. 50 000 € hinterlegen.

Diese würde vom Landratsamt Ludwigsburg gezogen, wenn die Energiegenossenschaft Ingersheim eG nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von ca. 20 Jahren nicht in der Lage wäre, während der ca. 20-jährigen WKA-Laufzeit in ausreichendem Maße Jahresüberschüsse = Gewinne zu erwirtschaften, die jedoch nicht  -  wie bisher  - (wenn auch in nur spärlichem Umfang) an die Genossen ausgeschüttet, sondern durch Gewinn-Thesaurierung und Rücklagen-Bildung 20 Jahre lang in der Genossenschaft angesammelt werden müßten, um die später definitiv anfallenden Rückbau-Kosten tatsächlich auch finanzieren zu können.

Auf der Homepage des BWE  (Bundesverband Windenergie; vgl. unten) heißt es hierzu:

„Die Kosten des Abbaus sollten in der Laufzeit der Anlage eingespart werden, um den Rückbau zu sichern.“

Gelänge dies nicht, müßte die Sicherheitsleistung (selbstschuldnerische Bürgschaft) zur Finanzierung der Rückbau-Kosten verwertet werden.

In diesem Zusammenhang lauten die beiden alles entscheidenden Gretchenfragen:


A        Wie hoch sind die voraussichtlichen Rückbaukosten in Ingersheim nach Aufgabe des Windkraft-Betriebs, bspw. nach Ablauf einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 20 / 25 oder 30 Jahren ?

B        Wer trägt die Kosten, wenn die Rückbaukosten höher sind als die auf Veranlassung des Landratsamts in Form einer selbstschuldnerischen Bürgschaft hinterlegte Sicherheit von 50 000 € ?

 

Zu A

 

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtung und behördlicher Auflagen (Genehmigungsbescheid) sind die Windkraftanlagen nach Betriebsaufgabe zurückzubauen.

Hierzu heißt es auf der Homepage des BWE (Bundesverband Windenergie) wie folgt:

„Rückbau

Eine Windenergieanlage hat eine geplante Einsatzzeit von rund 20 Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit muss die Anlage abgebaut, entsorgt und das Grundstück in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden. Die Kosten des Abbaus sollten in der Laufzeit der Anlage eingespart werden, um den Rückbau zu sichern. Diese Bedingungen werden in der Regel in der Baugenehmigung erwähnt. In manchen Bundesländern müssen die Rückbaukosten bereits bei Projektbeginn durch eine Bürgschaft abgesichert werden. Oft ist es rentabel eine Windenergieanlage vor ihrer Ablaufzeit abzubauen, und durch eine neue, größere Anlage zu ersetzen (so genanntes Repowering). Die alte Anlage kann dann wohlmöglich sogar wiederverkauft und weiterhin genutzt werden. Die Windenergieanlage wird mit Hilfe eines Kranes Stück für Stück demontiert und abtransportiert. Zuerst werden die Blätter von der Nabe abgetrennt, anschließend werden die Nabe und die Gondel demontiert. Der Turm wird dann abgeschraubt. Die Schaltanlage und die Übergabestation (Trafo) werden abgebaut und die Kabel werden ausgegraben. Das Fundament muss entfernt werden, eventuell aber nur so tief, dass eine landwirtschaftliche Nutzung wieder möglich ist.”

Gemäß Genehmigungsbescheid vom 13.11.2011, Ziff. 2 / Baurecht, Punkt 2.2 beinhaltet die Verpflichtungserklärung zum Rückbau konkret, „daß das Vorhaben nach dauerhafter Aufgabe der zulässigen Nutzung zurückgebaut und die Bodenversiegelung beseitigt wird (Rückbauverpflichtung).“

Lt. Wikipedia ist die Ingersheimer WKA durch folgende technische Daten charakterisiert:


„Die Anlage vom Typ Enercon E-82, mit 138,6 m Nabenhöhe und einer Gesamthöhe von 179,6 m, verfügt über eine elektrische Leistung von 2 MW.[5] Anlagen dieses Typs zählen zu den derzeit am häufigsten aufgestellten Windkraftanlagen in Deutschland. Die Anlage gründet auf einem Stahlbetonfundament von 19,6 m Durchmesser und 3,45 m Tiefe. Der Hybridturm, der im unteren Bereich aus Stahlbeton-Fertigteilen und im oberen Bereich aus Stahl besteht, hat eine Masse von rund 1.650 t. Die Masse des Maschinenhauses beträgt 120,4 t. Die Anlage ist Stand April 2012 das fünfthöchste Bauwerk in der Region Stuttgart…“.

Aus diesen Angaben geht das Volumen der nach Betriebsaufgabe in Ingersheim zu beseitigenden Teile etc. hervor. Im Klartext: Der Rückbau umfaßt

Rotorblätter, Nabe, Gondel, Turm, Schaltanlage, Übergabestation, das Ausgraben der Kabel, das Verschreddern und Recyceln der Teile, der Rückbau der Zuwegung (Feldwege etc.) und die Entfernung des Fundaments. Hierzu ist  -  wie beim Aufbau  -   der Einsatz eines Spezialkrans nötig.

Man braucht kein Bau-Sachverständiger zu sein, um zu erkennen, daß für die Finanzierung dieses Rückbau-Volumens ein vom Landratsamt Ludwigsburg fälschlicherweise viel zu niedrig kalkulierter Betrag von lediglich 50 000 € niemals auch nur annähernd ausreichend sein wird, um den Ingersheimer WKA-Rückbau voll umfänglich finanzieren zu können.

Dies ergibt sich bei Einschaltung des gesunden Menschenverstands allein schon deshalb, weil jeder, der „auf 5 zählen kann“ weiß, daß eine am 1.1.01 eines Jahres zu einem Preis von 100 € bezogene Ware oder Dienstleistung ein Jahr später, d.h. am 1.1.02 i.d.R. nicht mehr wie ein Jahr zuvor nur 100 € kostet, sondern aufgrund der sich auch auf Material- und Lohnkosten niederschlagenden allgemeinen Preissteigerung (bei gleichem Warenkorb-Inhalt) nur zu einem erhöhten Preis von 102 € / 103 € (Inflation 2 % / 3 %) zu beziehen ist.


 By Mussklprozz (Own work)
 [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Wendet man daher auf die vom Landratsamt Ludwigsburg zum Kostenniveau vom Dezember 2010 / Januar 2011 (Genehmigungsbescheid datiert vom 13.1.2011)

•    kalkulierten Rückbau-Kosten von 50 000 € (abgesichert durch eine selbstschuldnerische 
     Bürgschaft)

•    eine jährliche durchschnittliche Preis- / Kostensteigerung von 2,5 % p.a. an,

•    wären die im Jahr 2011 für 50 000 € für den Rückbau erhältlichen Leistungen

•    nach 20 Jahren, d.h. im Jahr 2031 nur zu höheren Kosten von rd. 82 000 € (gegenüber 
     50 000 €: Erhöhung um 32 000 €) und

•    nach 30 Jahren, d.h. im Jahr 2041 nur zu höheren Kosten von rd. 105 000 € (gegenüber 
     50 000 €: Erhöhung um 55 000 €)

erhältlich.

Anders als andere Landratsämter bei den dort ausgesprochenen Genehmigungen, hat es das Landratsamt Ludwigsburg bei seiner ersten, „Neuland“ darstellenden Genehmigung versäumt, eine Index-Klausel in die Rückbauverpflichtung einzubauen, bspw. dergestalt, daß jeweils nach 5 Jahren eine Indexierung des der Rückbauverpflichtung zugrunde liegenden Betrags unter Anwendung einer allgemeinen Inflationsrate oder einer für das Baugewerbe zutreffenden branchen-spezifischen Preissteigerungsrate vorzunehmen wäre.

Unabhängig von der fälschlicherweise vom Landratsamt Ludwigsburg nicht vorgenommenen  Kosten-Indexierung ist ein für Rückbau-Kosten einer Windindustrieanlage Enercon E-82 (2 MW Nennleistung, Nabenhöhe 138,38 m, Rotordurchmesser 82 m, Gesamthöhe 179,38 m) kalkulierter Betrag von 50 000 € deutlich zu niedrig, wenn man Vergleiche nahezu anlagengleicher WKA’ s gemäß Genehmigungsbescheiden anderer Landratsämter in Baden-Württemberg heranzieht.

So hat bspw. das Landratsamt Main Tauber im Genehmigungsbescheid vom 12.8.2014 bei Genehmigung von 10 Windindustrieanlagen des Typs GE 2.5-120 im Klosterwald / Creglingen je einzelner WKA Rückbaukosten kalkuliert, die zu einer Rückbauverpflichtung i.H.v. 171 000 € je WKA geführt haben (2,53 MW Nennleistung, Nabenhöhe 139 m, Rotordurchmesser 120 m, 
Gesamthöhe 199 m).

Gemäß Genehmigungsbescheid des Landratsamts Heilbronn vom 16.12.2014 für den Windpark „Windenergieanlagen Harthäuser Wald“ wurden für den Rückbau von 5 Enercon E-101 Rückbaukosten je einzelner WKA i.H.v. 213 971,50 € kalkuliert, die mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 1,91 % p.a. über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 20 Jahren indexiert wurden, wodurch die kalkulierten Rückbaukosten in 20 Jahren 294 499,77 € je E-101 und bei 5 E-101 insgesamt 1 472 499 € betragen.

Gemäß Bericht der Fränkischen Nachrichten vom 16.10.2013 kalkuliert der Heilbronner Energieversorge3r ZEAG bei seinem im Boxberger Wald geplanten und aus 12 Enercon E-115 bestehenden Windpark mit Rückbaukosten von ca. 150 000 € je einzelner E-115 (Kostenbasis Jahr 2012 / 2013).

Aus dem Internet-Beitrag „Windräder: Schrecken mit teurem Ende“ zur Höhe der Rückbau-Kosten ist zu entnehmen:

„Geködert von hohen jährlichen Pachtzahlungen von 15.000 Euro und mehr je Windrad, haben Landwirte landauf, landab bereitwillig Äcker und Wiesen für den Bau der Flügel-Monster zur Verfügung gestellt und dabei nicht selten die Kosten der eventuell notwendigen Demontage 
der Anlage auf die leichte Schulter genommen. Dabei sind Pleiten von WKA-Betreibern beileibe keine Seltenheit. Denn vor allem an Mittelgebirgsstandorten bleiben die Erträge oft hinter den optimistischen Ertragsschätzungen in Gefälligkeitsgutachten zurück. Im Falle einer Insolvenz der WKA-Betreiber bleiben aber an den Landbesitzer auf diesen Kosten sitzen. Um die Landwirte zu beruhigen, boten ihnen die Windmüller zunächst Rückstellungen in Höhe von 25.000 Euro je Windrad an und stellten ihnen daneben einen unrealistisch hohen Wiederverkaufswert der WKA in Aussicht. Es stellte sich aber bald heraus, dass die tatsächlichen Rückbaukosten ein Vielfaches davon betragen.

Der Agraringenieur Tilman Kluge hat im Auftrag des hessischen Main-Taunus-Kreises ermittelt, dass mindestens fünf Prozent der Investitionssumme einer WKA für die Rückbaukosten angesetzt werden müssen. Bei den verbreiteten WKA-Modellen E 70 und E 82 des größten deutschen Herstellers Enercon, die jeweils über drei Millionen Euro kosten, wären das mindestens 150.000 Euro. Bei den größeren Modellen E 112 und E 126 entsprechend mehr.

Man muss sich vor Augen halten, um welche Betonmassen es hier geht: Die E 112 steht auf einem Stahlbeton-Fundament mit einem Volumen von 1.200 Kubikmetern. Die modernere 
E 126, die eine Gesamthöhe von fast 200 Metern erreicht, benötigt ein Fundament von 1.500 Kubikmetern Beton, der mit 180 Tonnen Stahl armiert ist. Auf dem runden Fundament, das 3.500 Tonnen wiegt, steht der Turm aus konischen Stahlbeton-Segmenten, der 2.800 Tonnen auf die Waage bringt. Das auf dem Turm sitzende Maschinenhaus mit Generator wiegt 340 Tonnen, die Nabe mit den Rotorflügeln aus glasfaserverstärktem Kunststoff noch einmal 
320 Tonnen. Damit der Boden das Gesamtgewicht von über 7.000 Tonnen tragen kann, muss er zuvor mithilfe von Schottergranulat, das in 30 Meter tiefe Bohrlöcher gepresst wird, verdichtet werden. Dadurch kommt es zu Beeinträchtigungen des lokalen Wasserhaushalts. Ohne die aufwändige Entfernung des Fundaments ist deshalb die Rückkehr zu einer normalen landwirtschaftlichen Nutzung der aufgegebenen WKA-Standorte nicht möglich. Inzwischen gehen die Kostenschätzungen für den Rückbau von Windkraftanlagen weit über den Ansatz Tilmann Kluges hinaus…“

Und in einem Bericht der Nürnberger Zeitung / Nürnberger Nachrichten  vom 10.11.2013
(„Rückbau von Windrädern finanziell riskant“) heißt es:

„Die in dem konkreten Fall geforderten 77000 Euro sind ziemlich genau der Mittelwert der Bürgschaften, die nach Angaben von Jürgen Schreiner vom Landratsamt gewöhnlich zwischen 50000 und 100000 Euro liegen. Doch könnte ein solcher Betrag für einen vollständigen Rückbau ausreichen? Denn nach einer Schätzung von Michael Vogel, Vorstand der Bürgergenossenschaft Jurenergie (Windrad Pöfersdorf, künftiger Windparkbetreiber), liegen die Kosten je nach Bauart immerhin zwischen 75000 Euro und 200000 Euro…

…Doch wie viel für die irgendwann anstehende Beseitigung des Windrades zurückgelegt wird, ist aus Investorensicht ein sensibles Thema, weil der Betrag die Gewinne einer Anlage schmälert, auf Kosten der Rendite geht und Aufschluss über die Kalkulation gibt. Jurenergie-Vormann Vogel verweist denn auch auf das „Betriebsgeheimnis“. „Das sind sehr sensible Betreiberdaten“, bedauert auch Johannes Ehbauer. Der Windpower-Sprecher versichert aber: „Wir kalkulieren sehr konservativ, lieber zu viel als zu wenig.“

Nach Darstellung des Landratsamtes ist dieses Verhalten bei den Rückstellungen für den Abbau nicht bei allen Investoren gegeben: „Zum Teil werden die Rückbaukosten zu niedrig angesetzt“, berichtet Jürgen Schreiner. Doch die Genehmigungsbehörde lässt sich nicht hinters Licht führen. Die Antragsteller stützen sich bei den Berechnungen zwar auf die „Vorgaben der Hersteller“, wie Christoph Markl-Meider von der Firma Ostwind erklärt. Aber die Bauämter der Stadt Neumarkt oder des Landratsamtes schauen genau hin, ob die Rückbau-Kalkulation tatsächlich stimmig ist — bevor der Bürgschaftsbetrag festgesetzt wird…“, so der Artikel in der Nürnberger Zeitung.

Aus diesem Bericht der Nürnberger Zeitung geht hervor, daß nach Feststellungen des dortigen Landratsamtes eine vorsichtige Kalkulation der Rückbaukosten (d.h. „…eher zu viel als zu wenig…“) nicht bei allen Investoren gegeben ist. Dem Artikel ist weiter zu entnehmen, daß die Genehmigungsbehörde in Neumarkt / Oberpfalz „sich nicht hinters Licht führen“ läßt und genau hinschaut, „ob die Rückbau-Kalkulation tatsächlich stimmig ist.“

Im Gegensatz  zur Genehmigungsbehörde in Neumarkt scheint das Landratsamt Ludwigsburg bei der Kalkulation der Rückbau-Kosten in Ingersheim doch etwas überfordert gewesen zu sein bzw. doch nicht so genau hingeschaut zu haben, denn nach den in der Windkraft-Branche bekannten Daten zu Rückbaukosten liegt der im Genehmigungsbescheid des LRA LB vom 13.1.2011 kalkulierte Betrag von 50 000 € „jenseits von gut und böse“ am untersten Ende und dürfe niemals ausreichend sein, um die in ca. 20 Jahren anfallenden Rückbau-Kosten auch nur annähernd finanzieren zu können… …wobei man dem LRA LB jedoch mildernde Umstände zubilligen muß, denn das Genehmigungsverfahren zur Ingersheimer WKA war ja Neuland für die Behörde… …beim nächsten Genehmigungsverfahren wird hoffentlich vieles besser…



Zu B

Die Rückbaukosten in Ingersheim dürften erheblich über dem vom Landratsamt Ludwigsburg im Genehmigungsbescheid vom 13.1.2011 kalkulierten Betrag von 50000 € und eher zwischen ca. 100 000 € und 200 000 € liegen

Aufgrund der in der Windkraft-Branche bekannten Details zu Rückbaukosten kann als gesichert gelten, daß die Rückbaukosten in Ingersheim in ca. 20 Jahren deutlich höher sein werden, als der vom Landratsamt Ludwigsburg kalkulierte Betrag von 50 000 €.

Erwirtschaftet die Energiegenossenschaft Ingersheim keine Gewinne und bildet sie wie bisher keine oder keine ausreichenden Rückstellungen bzw. können mangels Windaufkommen keine ausreichenden Gewinne zur Dotierung der Rücklagen in ausreichendem Umfang gebildet werden, die für die spätere Finanzierung der Rückbaukosten benötigt werden, steht für die Finanzierung der Rückbaukosten die Verwertung der als Sicherheit hinterlegten Bürgschaft i.H.v. 50 000 € zur Verfügung.

Soll die Verwertung der Sicherheit / Bürgschaft jedoch vermieden werden, müßten ab sofort im Wege der bilanziellen Vorsorge Rückstellungen für Rückbaukosten in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme (zwischen 100 000 € und 200 000 €) sowie aus einem ggfs. jährlich erwirtschaftenden Gewinn ratierlich jedes Jahr eine Dotierung der Rücklagen erfolgen.

Beides hätte allerdings zur Konsequenz, daß bei Bildung einer Rückstellung für Rückbaukosten in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme kein Gewinn, sondern ein Verlust erwirtschaftet würde, mit der Folge, daß bis auf weiteres bzw. bis zur Dotierung der Rücklagen in der für die Finanzierung der Rückbaukosten benötigten Höhe keine Gewinnausschüttungen mehr vorgenommen werden könnten. 

Beides wurde bisher bei den im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschlüssen 2010 - 2013 sträflich versäumt.

So ist die im Jahresabschluß zum 31.12.2013 gebildete Rückstellung von ca. 17 000 € (geschätzt) falsch bilanziert, da bei weitem zu niedrig. (Insoweit liegt ein Verstoß gegen  -  auch für Windkraft-Genossenschaften  -  nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), Genossenschaftsgesetz (GenG) und Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (Bilmog) zwingend anzuwendende Bilanzierungsvorschriften vor.)

Ebenso verhält es sich mit der Rücklage, der zum Bilanzstichtag 31.12.2013 lediglich ein Betrag von 675,49 € zugeführt wurde und die zum 31.12.2013 lediglich i.H.v. 708,34 € valutierte.

Wie angesichts dieser desaströsen Zahlen zu bisher bilanziell gebildeten Rücklagen und Rückstellungen für Rückbaukosten ein für die Finanzierung im Wege der bilanziellen Vorsorge benötigter Betrag zwischen 100 000 € und 200 000 € in den restlichen ca. 15 Jahren der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erwirtschaftet werden soll, bleibt der interessierten Öffentlichkeit und selbst sachkundigen Dritten gänzlich verschlossen…

Werden auch weiterhin weder Rückstellungen für Rückbaukosten noch Rücklagen zur Finanzierung der Rückbaukosten „aus eigener Kraft“ gebildet, müßten neben der Verwertung der Sicherheit von 50 000 € die bei Einstellung des Windkraft-Betriebs noch vorhandenen Genossen im Wege der „freiwilligen Selbstverpflichtung“ via freiwilligem Nachschuß einspringen.

Gelänge dies nicht, wäre nach geltendem Recht der Grundstücksverpächter an der Reihe, der den Rückbau aus eigener Tasche finanzieren müßte. Fällt auch der Grundstücksverpächter aus, müßte die Standort-Kommune Ingersheim einspringen… Man sieht, in Ingersheim stehen spannende Zeiten  bevor…

Ob man im Bönnigheimer Rathaus auch schon so weit denkt und bereits Rücklagen-Dotierungen bzw. eine Subventionierung der Windindustrieanlagen am Rotenberg / Großer Saukopf über niedrige Pacht-Beträge aus der Verpachtung der Fläche im Stadtwald ins Auge fasst…?



Walter Müller    / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de



Mitgliederversammlung der BI „Gegenwind Husarenhof“ diskutiert weiteres Vorgehen gegen Maximal-Unfug des VRS-Verbandsdirektors Thomas Kiwitt und kündigt weiteren Widerstand gegen Windkraft-Unsinn in Ingersheim an

 

„Gegenwind Husarenhof“ fordert sofortige Ablösung von Verbandsdirektor Thomas Kiwitt, falls es im März 2016 bei der baden-württembergischen Landtagswahl zum Machtwechsel kommt

 Windkraft-ideologisierte, vorwiegend von Partei-Funktionären der Grünen und der SPD  indoktrinierte Windkraft-Regionalplanung muß umgehend abgelöst werden durch „sinnvolle“ und ihren Namen künftig wieder verdienende Regionalplanung, die Mensch, Landschaft und Natur wieder in den Mittelpunkt stellt

 Widerstand gegen weiteren Windkraft-Unsinn in Ingersheim

 

(wm / 150415) - Bei der BI-Mitgliederversammlung am 15.4.2015 im Höhengasthof Schreyerhof in Hessigheim wurden weitere Aktionen und die Forcierung des schon lange anhaltenden Protests gegen die Pläne des Verbands der Region Stuttgart (VRS) und seines Regionaldirektors Thomas Kiwitt beschlossen, der im Großraum Stuttgart quasi als verlängerte Hand der  Windkraft-ideologisierten Grünen eine „Maximal-Planung“ mit insgesamt 85 (!!) Windkraft-Standorten vorsieht, obwohl

·     der Ballungsraum Stuttgart eine der am dichtesten besiedelten Großräume Europas und 
allein schon deshalb völlig ungeeignet ist für jeden weiteren ideologisierten Windkraft-Unfug

·      und andererseits die eher windgeschützte und daher relativ windschwache Region völlig ungeeignet ist für den Bau auch nur einer einzigen weiteren Windindustrieanlage, nachdem alle in dieser Region bisher installierten Windindustrieanlagen  -  wie von allen Kritikern seit langem vorhergesagt  -  meilenweite hinter den von der Windkraft-Lobby früher vollmundig verkündeten Windstrom-Prognosen und ebenso meilenweit hinter den völlig falsch (weil nur am „Grünen Tisch“ und ohne eine einzige Ist-Windemssung) ermittelten, auf politischem Wunschdenken fußenden und „schön gerechneten“  Zahlen des baden-württembergischen Windatlas liegen

Die zeitliche Planung des VRS sieht vor, daß zunächst im Mai 2015 in öffentlicher Sitzung Beratungen im VRS-Planungsausschuß erfolgen; im Sommer soll dann  die VRS-Vollversammlung über die von der VRS-Verwaltung vorgelegte „Maximal-Planung“ endgültig abstimmen.


Wollen wir das in Baden-Württemberg ?

Blick von Norderney auf das Festland
Foto: Niels Miller


            

Hiergegen kündigt die BI „Gegenwind-Husarenhof“ schon jetzt  -  zusammen mit vielen anderen Bürgerinitiativen aus der gesamten Region  -  entschiedenen Protest an, der durch geeignete Aktionen vor Ort unterstützt werden wird; Näheres entnehmen Sie bitte in den nächsten Tagen unserer Homepage.

Obwohl man in Ingersheim angesichts der gegenüber den vor Realisierung zur Anleger-Gewinnung vollmundig viel zu optimistisch abgegebenen Prognosen und der jetzt nach 3 Jahres-Real-Betrieb enttäuschenden Windstrom-Ergebnisse ernüchtert ist, versuchen unverbesserliche und die Realität verdrängende Ideologen weiterhin, im Rahmen des vom VRS veranstalteten „Maximal-Unsinns“ eine 2., und ebenfalls wie die erste unwirtschaftliche WKA gegen jeden gesunden Menschenverstand, durchzudrücken, dieses Mal nicht gegen die im Weiler Husarenhof lebenden Besigheimer Bürger, sondern vor allem zum Nachteil der Bürger von Kleiningersheim und von Hessigheim.

Damit wird sich der Schwertpunkt der BI-Aktivitäten auch mehr nach Ingersheim / Kleiningersheim verlagern. In diesem Zusammenhang wurde vor allem von den Ingersheimer BI-Mitgliedern angeregt, die nächste Versammlung als Informationsversammlung in Ingersheim / Kleiningersheim abzuhalten.

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

      

www.gegenwind-husarenhof.de


BI-Mitgliederversammlung  „Gegenwind Husarenhof“ am Mittwoch, 15.4.2015 / 19.30 Uhr im Schreyerhof befasst sich mit Maximal-Planung des VRS

 

(wm / 090415) - Bei der am Mi, 15.4.2015 im Schreyerhof stattfindenden Mitgliederversammlung steht die Diskussion über den kürzlich via Presse bekannt gewordenen „Fahrplan des Verbands der Region Stuttgart“ (VRS) zum Ausweis neuer, auf Basis einer „Maximal-Planung“ im bevölkerungsdichten und windschwachen Großraum Stuttgart ausgesuchten 85 Windvorrang-Gebiete im Mittelpunkt.

Im Landkreis Ludwigsburg betreffen dies mögliche Standorte für eine 2. WKA in Ingersheim, sowie 2 WKA-Standorte inmitten eines ökologisch wichtigen Waldgebiets inmitten des Naturparks Stromberg-Heuchelberg auf Bönnigheimer Gemarkung und Windkraft-Pläne im Bottwartal in Steinheim / Murr („Griesberg“).

Allen Standorten im relativ windarmen Landkreis Ludwigsburg ist gemein, daß sie von weitgehend ideologisierten Symbolikern, Weltklima-Verbesserern, Sektierern und Schwärmern jeweils an vergleichsweise windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten (Wald-)Standorten ohne Rücksicht auf die dadurch verursachte Natur- und Landschaftszerstörung geplant werden.

Gespannt sein darf man, ob die nach Bekanntwerden ihrer Pläne ihre Berufsbezeichnung „Regionalplaner“ beim VRS völlig zu Unrecht führenden Bediensteten angesichts der bei Vollzug ihrer Maximal-Planung zweifelsfrei verursachten und zum Nachteil von Mensch, Landschaft und Natur führenden Exzesse auch gegenüber den Windwahn-Initiatoren im Landkreis Ludwigsburg „in die Knie gehen“.

Genauso gespannt sein darf man, ob der schon bei der Genehmigung der 1. Ingersheimer Windindustrieanlage bereits eine unrühmliche Rolle spielende Ludwigsburger Landrat Dr. Haas ebenfalls und möglicherweise ein zweites Mal „in die Knie geht“ und umfällt, wenn ihm die Windwahn-Baupläne der auf einem windigen Irrweg befindlichen und von den Bürgermeistern in Ingersheim und Bönnigheim auch noch unterstützten Initiatoren vorliegen und die Pläne „ohne viel Federlesens“ durchwinkt an von vornherein schon vor dem 1. Spatenstich feststehenden Verlust-Standorten in dem landesweit waldärmsten und gleichzeitig mit am dichtesten besiedelten Landkreis.

In Bayern würde ein aus dem Fußball-Sport bekannter Zeitgenosse sagen „Schaun mer Mal“, im Landkreis Ludwigsburg sagen manche schon „Heutzutag isch alles möglich…“….

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

                      


www.gegenwind-husarenhof.de



Windkraft-Planungen im NaturparkSchwäbisch Fränkischer Wald(Zollstock-Springstein / Murrhardt und anderswo im Bereich der VvG Backnang):

 

Haftungs-Fallstricke für Gemeinderäte ?

Gesundheitsrisiken wegen durch W K A-Betrieb verursachtem Infraschall !

Juristisches Gutachten: S t a d t r ä t e  sind bei zu Unrecht „p r o-Windkraft“ getroffenen Entscheidungen h a f t b a r und haften mit ihrem P r i v a t v e r m ö g e n !

 

Verteilung an kommunale Entscheidungsträger im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft (VvG) Backnang

 

(wm / 291214) - Eine neueste, unter dem 30.11.2014 veröffentlichte und im Auftrag des Deutschen Arbeitgeberverbands erstellte juristische Abhandlung kommt zum Ergebnis, daß

·         Stadträte und andere

·         kommunale Entscheidungsträger

mit ihrem P r i v a t v e r m ö g e n  h a f t b a r sind, wenn durch ihre pro-Windkraft-Entscheidung auf Gemarkung der Kommune zu Unrecht Windkraft-Betrieb ermöglicht wird, der wegen Schad-Immissionen wie Infraschall etc. zu Gesundheits-Einschränkungen von Bürgern führt.

Die Stellungnahme könnte auch für kommunale Entscheidungsträger im Bereich der VvG Backnang im Hinblick auf anstehende bzw. auf bereits getroffene Entscheidungen zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten relevant sein, insbesondere im Bereich „Zollstock-Springstein“ und in Murrhardt. Die juristische Stellungnahme ist auch anderen Windkraft-Standorten von Bedeutung, wo pro-Windkraft-Entscheidungen durch kommunale Entscheidungsträger (Bürgermeister, Gemeinderäte) herbeigeführt werden.

  

Walter Müller (v.i.S.d.P.); Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen

gegen Windkraft an unsinnigen BW-Standorten

(Sektion Heilbronn-Franken: Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber

Sektion: Verband Region Stuttgart)

 

Pressewart „Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Berater der Bürgerinitiativen


Die voreilige Begeisterung für Windkraft kann auch schnell in der Pleite münden 

umfairteilen_13-04-14_11 by campact, on Flickr
Creative Commons Creative Commons Attribution-Noncommercial 2.0 Generic License   by  campact


Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut:

Fundstelle:

Deutscher Arbeitgeberverband

Prof. Michael Elicker / Andreas Langenbahn

(beide Universität des Saarlandes, Saarbrücken)

Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Großwindanlagen

Schutzpflicht des Staates - Infraschall als pars pro toto -

 Persönliche Haftung von Stadtratsmitgliedern


Aus dem verfassungsrechtlichen Schutzauftrag aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes ergibt sich für den Staat die Pflicht, "das Leben und die körperliche Unversehrtheit des Einzelnen zu schützen, d.h. vor allem auch vor rechtswidrigen Eingriffen von Seiten anderer zu bewahren" (z.B. Bundesverfassungsgericht, BVerfGE 115, 320/346). Die Verletzung dieser Schutzpflicht kann von allen Grundrechtsträgern geltend gemacht werden, "auch von besonders empfindlichen Personen" (Jarass in Jarass/Pieroth, Grundgesetz-Kommentar, 13. Auflage 2014, Art. 2 GG Rn. 91 f.). Selbst dann also, wenn die These zutrifft, dass nur ein bestimmter Ausschnitt aus der Bevölkerung eine Anfälligkeit für die Gesundheitsgefahren des Infraschalls zeige, führte dies somit nicht zu einer anderen rechtlichen Bewertung: Lässt der Staat (in diesem Sinne umfasst der Begriff auch die Kommunen) es zu, dass Großwindanlagen in einem völlig unzureichenden Abstand von teilweise nur wenigen 100 Metern zu menschlichen Wohnungen errichtet werden, verletzt er seinen staatlichen Schutzauftrag und kann für die gesundheitlichen Folgen haftbar gemacht werden.

Vor diesem Hintergrund birgt es große Gefahren auch für Kommunen und ihre Akteure, wenn diese bei ihrer Planung von sog. "Windkraft-Vorrangflächen" bereitwillig den "Abwägungsvorschlägen" der beauftragten Planungsfirmen folgen, die meist zum - dieser Begriff ist wohl inzwischen angemessen - ökologisch-industriellen Komplex gehören. Diese unseriöse Vorgehensweise bringt nicht nur für die Gebietskörperschaften, sondern vor allem auch für die Stadtratsmitglieder persönlich eine Reihe von schwerwiegenden Haftungsrisiken mit sich, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Gesundheitsgefahren für den Menschen.

So sind die Dinge leider - nur ein Beispiel von vielen - auch in Ottweiler abgelaufen, einer altehrwürdigen nassauischen Residenz und preußischen Kreisstadt, in der Marschall Blücher sich in seiner berühmten Ansprache an die Bevölkerung wandte, bevor er Wellington nach Waterloo zu Hilfe eilte, um Napoleon endgültig zu schlagen. Trotz ihrer großen Tradition hat die Stadt Ottweiler heute keinen Verwaltungsjuristen mehr, da zu viele Personalmittel durch Parteigänger ohne besondere Befähigung gebunden sind (leider kein Einzelfall in deutschen Kommunen). Das machte anfällig dafür, den "Abwägungsvorschlägen" der planenden Drittfirma geradezu blind zu folgen und diese uno actu ohne Einzelprüfungen in den Flächennutzungsplan zu übernehmen. Damit übernahm die Stadt auch haftungsträchtige Fehler der Planungsvorschläge, was hier für den praktisch wichtigen Fall der Gesundheitsproblematik von Großwindanlagen in Form des Infraschalls gezeigt werden soll: Bei seiner ersten Offenlage enthielt der Entwurf zur Teiländerung des Flächennutzungsplans noch gar keine Einbeziehung des Infraschalls in die Planabwägung. Bei einer zweiten Offenlage wurde dies nachgeholt, aber äußerst mangelhaft - unter Missachtung der Reichweite der Ermittlungspflichten der planenden Gemeinde.

So heißt es: "Schädliche Umweltwirkungen durch Infraschall, der von Windenergieanlagen ausgeht, konnten bisher durch wissenschaftliche Studien nicht belegt werden." (SR/002/2014 v. 10.4.2014, S. 25 Mitte). Diese Aussage ist schlicht falsch und außerdem wird verkannt, dass die staatliche Schutzpflicht für Leib und Leben des Menschen nicht erst dann einsetzt, wenn eine Gefahr endgültig nachgewiesen ist.

Mit bemerkenswerter Ignoranz wird in der Vorlage postuliert, dass in Siedlungen, die 400m (!) von einer Großwindanlage entfernt sind, deren Infraschall zu keinen erheblichen Belastungen der menschlichen Gesundheit führen könne (SR/002/2014 v. 10.4.2014, S. 25 Mitte). Mit keiner Silbe gewürdigt werden z.B. die wichtigen Erkenntnisse zum Infraschall, die bereits in DIN 45680 zusammengefasst waren: "Bei der Ausbreitung der Schallwellen im Freien bewirken Luft- und Bodenabsorption eine erhebliche Pegelabnahme des hochfrequenten Schalls in großen Entfernungen von der Schallquelle. Geräusche bei tiefen Frequenzen können sich jedoch auch über große Entfernungen kilometerweit nahezu ungehindert ausbreiten. Hindernisse, die klein sind gegenüber der Wellenlänge (entspricht beim Infaschall einer Wellenlänge von 17m und mehr), können Schallwellen nicht wirkungsvoll abschirmen. Je größer die Wellenlänge und je kleiner das Hindernis desto geringer ist dessen abschirmende Wirkung." Die Auswirkungen des Infraschalls reichen daher weit über die nach der TA Lärm für höherfrequenten Schall zu ermittelnden Abstände hinaus. Leicht nachvollziehbar ist dieser Effekt, wenn man von der Musik des Nachbarn nur einen besonders unangenehmen "Beat" aus tiefen Tönen und Bässen hört. Entsprechend heißt es in DIN 45680 zum Infraschall weiter:


"Wahrnehmungen und Wirkungen

Tieffrequente Geräuschemissionen führen in der Nachbarschaft vielfach auch dann zu Klagen und Beschwerden, wenn die anzuwendenden Beurteilungskriterien nach den eingeführten Regelwerken (z.B. TA Lärm) eingehalten sind.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wahrnehmung und Wirkung tieffrequenter Geräusche deutlich von der Wahrnehmung mittel- oder hochfrequenter, schmal- oder breitbandiger Geräusche abweichen.

Im Frequenzbereich unter 20 Hz (Infraschall) besteht keine ausgeprägte Hörempfindung mehr, weil die Tonhöhenempfindung fehlt. Jedoch ist Infraschall - im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung - nicht prinzipiell unhörbar! Die Hörschwelle wurde bis herab zu etwa 1 Hz gemessen. Überschwellige Immissionen werden überwiegend als Pulsationen und Vibrationen wahrgenommen.

Die Betroffenen spüren einen Ohrendruck und klagen vielfach über Unsicherheits- und Angstgefühle. Als spezielle Wirkung ist bei Infraschall eine Herabsetzung der Atemfrequenz bekannt." (Hervorhebungen im Originaltext).

Das Bundesamt für Umwelt hat nun in seiner sog. "Machbarkeitsstudie zur Wirkung von Infraschall" (2014) den Wissensstand über Infraschallauswirkungen aufbereitet: "Die Belästigungen und Störungen durch Infraschall und - erweitert - tieffrequenten Schall führen oftmals zu Lärmbeschwerden. Dabei werden Angstgefühle, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit und Depressionen genannt. ... Während auf diesem Gebiet noch ein beträchtlicher Forschungsbedarf besteht, gibt es ein breites, abgesichertes Wissen über die aurale Wirkung von Infraschall und tieffrequentem Schall auf den Menschen." (S. 44) Und weiter: "Konzentrationstests bei Beschallung mit tieffrequentem Schall zeigten bei den Probanden eine Leistungsminderung. Dies lässt auf eine direkte mentale Wirkung des tieffrequenten Schalls schließen und weist auf die Beeinflussung von physiologischen Prozessen im Gehirn hin ... Nur in vereinzelten Veröffentlichungen ... wird kein signifikanter Einfluss festgestellt, was – wie darin selbst festgestellt wird – auch mit der Auswahl der Probanden zusammenhängen kann." (S. 46).

An im Labor oder auch im Langzeitversuch Infraschall ausgesetzten Probanden wurden folgende krankhafte Veränderungen festgestellt: vertikaler Nystagmus (unkontrolliertes Zucken der Augen), Müdigkeit, Benommenheit, Apathie, Depressionen, Konzentrationseinbußen und Schwingungen der inneren Organe, Verringerung der Leistung der Herzmuskelkontraktion, Modulation der Stimme, Gefühl der Schwingung des Körpers, Anstieg des Blutdrucks, Herzratenveränderung, Veränderung der Atemfrequenz, Erhöhung der Adrenalinausschüttung, veränderte Gerinnungsfähigkeit des Blutes, veränderter Sauerstoffgehalt des Blutes, starke Veränderung des Blutdrucksystems, Absenkung der Herzfrequenz, Verminderung der Aufmerksamkeit und der Reaktionsfähigkeit, Sinken der elektrischen Leitfähigkeit der peripheren Gefäße, Absinken der Hauttemperatur, Abfall der Leistung bei der Lösung serieller Wahlreaktionsaufgaben, Schwindelanfälle, Schlafstörungen, Schmerzen in der Herzgegend und Atembeschwerden, signifikante Verschlechterung des Hörvermögens, signifikante Auswirkungen auf subjektive Wahrnehmungen.

Besonders beunruhigend ist, dass viele dieser gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen sich bei den Probanden auch längere Zeit nach Ende der Exposition noch nicht normalisiert hatten (S. 59 ff.).


Das Bundesamt für Umwelt fasst zusammen:

"Betrachtet man die exemplarisch aufgeführten Untersuchungsergebnisse, wird deutlich, dass Infraschall ab gewissen Pegelhöhen vielfältige negative Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele der negativen Auswirkungen von Infraschalleinwirkungen die Bereiche Herz-Kreislaufsystem, Konzentration und Reaktionszeit, Gleichgewichtsorgane, das Nervensystem und die auditiven Sinnesorgane betreffen. Probanden klagten häufig über Schwindel- und Unbehaglichkeitsempfindungen bei Infraschallexposition ... Vergleicht man die Untrsuchungsergebnisse, wird deutlich, dass negative Auswirkungen von Infraschall im Frequenzbereich unter 10 Hz auch bei Schalldruckpegeln unterhalb der Hörschwelle nicht ausgeschlossen sind." (S. 62).

Somit verkannte in unserem Beispielsfall der Stadtrat den Stand der Wissenschaft mit einer in mehrfacher Hinsicht falschen, dümmlich-naiven Laienwertung, wenn behauptet wird, die selbst in nur 400 m (!) Entfernung zu einer Großwindanlage existenten Infraschallpegel lägen "...weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Menschen und können demzufolge ... zu keinen erheblichen Belastungen der menschlichen Gesundheit führen." (SR/002/2014 v. 10.4.2014, S. 25 Mitte).

Entsprechend wurden in Ottweiler die Vorrangflächen z.T. auf 400 m an menschliche Wohnungen herangeführt.

In Großbritannien hingegen wird ein Mindestabstand von 3.000 m zu menschlichen Behausungen praktiziert. Dieses Land ist Deutschland mit fast der doppelten Anzahl wissenschaftlicher Studien zum Infraschall weit voraus.

Der im Bereich der Windkraft-Planung in Deutschland verbreitete Umgang mit der Gesundheit der eigenen Bevölkerung nach Gutsherrenart könnte für einige Akteure zu einem bösen Erwachen führen, so auch in Ottweiler. Denn da hier die Pflicht zur planerischen Konfliktbewältigung nicht in rechtmäßiger Weise wahrgenommen wurde und dies zu Lasten der Gesundheit der Bürger ausschlägt, kann sich hieraus, wenn entsprechende Gesundheitsschäden bei Betroffenen auftreten, sogar die persönliche Haftung (!) der dies ermöglichenden Stadtratsmitglieder mit ihrem Privatvermögen ergeben. Die parlamentarische Indemnität steht nur den Mitgliedern der staatlichen Parlamente, nicht aber den Mitgliedern der sog. "Kommunalparlamente" zu. Das ist eine Tatsache, die wohl bisher noch nie in ihrer ungeheuren Tragweite durchdacht wurde.


Prof. Dr. Michael Elicker ist Staatsrechtslehrer

an der Universität des Saarlandes

und Rechtsanwalt in Luxemburg


Andreas Langenbahn ist Rechtsanwalt und

Doktorand bei Professor Elicker zum

Thema "Offene Rechtsschutzfragen bei

Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen"

30. November 2014

Ende der juristischen Stellungnahme

 

„Eiskalte Regeln für Windräder“  -  „Angst vor tödlichen Geschossen aus der Luft“  -  „Brocken am Windrad geben Rätsel auf“

 

(wm / 020215) - Mit diesen und ähnlichen Schlagzeilen haben Regionalzeitungen in letzter Zeit öfters berichtet, die in der Umgebung von Windparks ihre Leserschaft haben, so bspw. die Frankfurter Neue Presse / Ausgabe Bad Vilbel vom 30.1.2015 bzw. die FNP / Ausgabe Hochtaunus / Usinger Land ebenfalls vom 30.1.2015 oder die Rhein-Zeitung / Region Nahe vom 6.1.2014.

Diese und ähnliche Berichte wiederholen sich in schöner Regelmäßigkeit jährlich immer in der kalten Jahreszeit, und zwar dann, wenn die Temperaturen in der Umgebung von Windparks unter den Gefrierpunkt sinken.

Ebenso regelmäßig wie Zeitungen über durch Eiswurf an Windparks bestehende Gefahrenherde berichten, dementieren bzw. verniedlichen Windpark-Betreiber bzw. die Windkraft-Konzerne mögliche durch Eiswurf bzw. durch Abgang von Eisbrocken von Rotorblättern für Leib und Leben von Personen verursachte Gefahrenherde.


Quelle: http://nature2010.tripod.com/Eiswurf.htm


Ihren Auskünften nach könne es i.d.R. nicht zu Eiswurf durch sich drehende Rotorblätter kommen, weil die Rotorblätter an den Anlagen der neueren Generation beheizt seien und die Heizung der Rotorblätter sich automatisch einschalte, wenn durch Sensoren ermittelt worden sei, daß die Temperatur einen bestimmten Wert unterschreite. Andere Betreiber wiederum berichteten, daß ein Eiserkennungssystem eine Abschaltautomatik aktiviere, die ab Unterschreiten eines bestimmten Temperaturwert dazu führe, daß der Windkraft-Betrieb automatisch eingestellt werde, sich somit die Rotoren nicht mehr drehten und es daher auch nicht zu einem durch Rotordrehungen ausgelösten Eiswurf kommen könne.

Den Beschwichtigungsversuchen der Windkraft-Betreiber und der -Konzerne scheint man jedoch nicht unbedingt zu vertrauen, denn in den oben zitierten Zeitungsberichten heißt es u.a.:

 

„Allerdings stünden die Warnhinweise auch nicht umsonst am Boden vor den Windrädern. Um auf Nummer sicher zu gehen, schreibt das Gesetz vor, beim Bau je nach Höhe der Windräder einen bestimmten Abstand zur Straße einzuhalten, meist um die 150 Meter. Sollte die Anlage einmal nicht automatisch stehen bleiben, wäre laut Betreiber immer noch genug Abstand, dass eventuell geschleuderte Eisstücke innerhalb dieser Sicherheitszone blieben. „Bei den Anlagen handelt es sich um hohe Bauwerke, und selbst, wenn sie stehen, kann es passieren, dass sich ein Eiszapfen löst und herunterfällt“, so Morber. Deshalb müssten auch Fußgänger, die auf eventuell näher vorbeiführenden Feldwegen unterwegs seien, daran denken, im Winter einen Sicherheitsabstand zu den Windrädern einzuhalten – darauf weisen auch die Schilder hin. „Wer das ignoriert und trotzdem nah heran geht, tut das auf eigene Verantwortung“, warnt Morber. Er empfiehlt, in der Nähe der Anlagen generell Vorsicht und Sorgfalt walten zu lassen, genau hinzuhören und sich unbedingt an den Sicherheitsabstand zu halten, um kein Risiko einzugehen.”

 

300 m Sicherheitsabstand zu Wanderwegen und Sportplätzen etc.

Quelle: www.windland.ch


Aufgrund der weiteren Forcierung des Windkraft-Zubaus dürften derartige Berichte in der kalten Jahreszeit künftig weiter zunehmen und allen Passanten ist zu raten, ab Gefrierpunkt im Interesse der eigenen Sicherheit sich nur in gebührendem Abstand zu den Windindustrieanlagen aufzuhalten, es sei denn, daß die Rotorblätter mangels Windaufkommen  -  wie überwiegend im relativ windarmen Baden-Württemberg  -  still stehen oder sich nur im „Kriechgang“ drehen, wodurch sich zwar Eis an den Rotorblättern bilden könnte. In diesem Fall wäre jedoch ein Eiswurf eher unwahrscheinlich, weil dieser nur bei starker Rotorkraft durch sich mit relativ schneller Geschwindigkeit drehende Rotorblätter ausgelöst werden kann.

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe


www.gegenwind-husarenhof.de


SCHEUERLE-Spezialfahrzeuge ermöglichen den Bau von Europas höchster  W i n d k r a f t a n l a g e  in der Schweiz
O d e r: Was kommt auf die windkraft-geschundenen, von unfähigen kommunalen Entscheidungsträgern an die Windkraft-Lobby „verkauften“ Wald-Standorte in Baden-Württemberg zu, wenn die 1 2-A c h s e r  T i e f l a d e r und weiteres Schweres Gerät zur Montage von bis zu 2 3 0 m hohen W i n d-M o n s t e r n nun auch „im Ländle“ anrücken ?

(wm / 120115) - Einen eindrucksvollen Vorgeschmack dessen, was auf die zum Natur- und Landschaftsfrevel von hoffnungslos überforderten kommunalen Entscheidungsträgern „zum Abschuß“ durch zumindest in Baden-Württemberg weitgehend unproduktive Windkraft frei-gegebenen, Jahrhunderte alten Kulturlandschaften zukommt, liefert ein bisher bereits ca. 138 500 Mal aufgerufenes, ca. 12-minütiges  you-tube-video ( https://www.youtube.com/watch?v=318aFwmV_TY ).

Es zeigt einen Spezial-Transport, wie ein Rotor-Blatt einer Windindustrieanlage durch fahrerische Meister-Leistung über die sich am Berg hoch schlängelnden Serpentinen an seinen Bestimmungs-Ort hoch über den Schweizer Alpen transportiert wird, wo es als Bestandteil einer ca. 200 m hohen Windindustrieanlage  -  quasi als neues Wahrzeichen einiger Schweizer Berge und gewissermaßen als modernes Symbol die traditionellen Gipfelkreuze aus den Zeiten alter Bergsteiger-Romantik eines Luis Trenker u.a. ersetzend  - zur Montage angeliefert wird.


Der Horkenberg bei Löwenstein - Vergangenheit !!

Foto: Thomas Schöller



... und so sieht die Stelle jetzt aus und das ist dort die eher  harmlose Variante


Foto: Armin Schumm


Zwar dürfte sich aus deutscher Sicht mangels Inaugenscheinnahme die Entrüstung über einen derartigen Natur- und Landschaftsfrevel bis auf weiteres noch in Grenzen halten, denn die jüngst von der Schweizer Notenbank durchgeführte Entkopplung des überaus starken Schweizer Franken vom durch reform-unfähige EU-Südstaaten wie Italien, Griechenland, Spanien, Frankreich und Zypern äußerst schwindsüchtig gewordenen und vermutlich vor einem weiteren Verfall stehenden Euro führt für viele Bundesbürger (Urlauber) wegen des aus deutscher Sicht sich über Nacht erheblich verschlechternden Wechselkurses des Euro zum Schweizer Franken zu einem künftig nahezu unbezahlbaren Schweiz-Urlaub, so daß die jetzt dort auf einigen Schweizer Alpen-Gipfeln sich durch Windkraft vollziehende Natur-Verschandelung den meisten Deutschen mangels Inaugenscheinnahme vorerst verborgen bleiben dürfte.

Obwohl der Widerstand in Baden-Württemberg angesichts des für jedermann ersichtlichen, durch Windkraft-Unfug im Norden und Osten Deutschlands sowie auch in Rheinland-Pfalz (bspw. Soonwald / Ellern / Simmern) verursachten Naturfrevels immer stärker wird und die mittlerweile mehr als 100 Bürgerinitiativen in BW weiterhin starken Zulauf erhalten, stehen derartige Exzesse an der Natur an einigen natur- und landschaftssensiblen Stellen nun auch in Baden-Württemberg unmittelbar bevor.

Unmittelbar verantwortlich hierfür ist

·         die baden-württembergische Landesregierung, die zur Umsetzung ihrer vorwiegend ideologisch motivierten Ziele zum Bau von ca. 1 000 – 1 200 neuen Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2020 sich über bestehendes nationales und internationales Naturschutzrecht hinwegsetzt und von den Vorgänger-Regierungen aus gutem Grund erlassene Natur-, Landschafts- und Vogelschutz-Verordnungen dehnt, aushebelt bzw. „uminterpretiert“ oder außer Kraft setzt und darüber hinaus die bisher als absolute Tabu-Zonen angesehenen

»  Regionalen Grünzüge

»  ökologisch wertvolle Wald-Gebiete

»  und Naturparks wie den Schwäbisch Fränkischen Wald oder den Naturpark Stromberg

     Heuchelberg u.a.

freigibt zum durch Windkraft-Unfug infolge Umwandlung in windkraft-industrielle Gewerbe-Gebiete verursachten Landschafts- und Naturfrevel.

Ebenfalls unmittelbar verantwortlich sind

·         schlafmützige, verantwortungslos handelnde und von der Windkraft-Lobby einmal mehr „sich über den Tisch ziehen“ lassende kommunale Entscheidungsträger (Oberbürgermeister, Bürgermeister, Gemeinderäte, Kreisräte, Mitglieder der Regionalversammlungen)

·         und  überforderte Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker jeder Coleur

·         bzw. die oft selbst ernannten, angeblichen Naturschützer vorwiegend auf der hauptberuflich tätigen Funktionärs-Führungsebene des BUND und NABU, denen angesichts des auch von ihnen zu verantwortenden Naturfrevels die echten, an der Basis vor Ort ehrenamtlich arbeitenden Naturschützer in Scharen davonlaufen

·         sowie die von ihren Vorgesetzten mit Maulkorb versehenen und „an die Kandarre“ genommenen Unteren und Oberen Naturschutzbehörden, die zum Nichtstun bzw. zum Schweigen verdammt sind und denen angesichts des vor ihrer Haustür infolge Windkraft-Unfugs sich vollziehenden Natur- und Landschaftsfrevels nur noch übrig bleibt, verschämt wegsehen    

Mittelbar verantwortlich ist oftmals auch die lokale und regionale Presse, die angesichts der Komplexität der Materie hinsichtlich ihrer Berichterstattung oft hoffnungslos überfordert ist und die sich bzgl. der auf lokaler Ebene für den Natur- und Landschafts-Frevel Verantwortlichen in Kommunalverwaltung und Gemeinderat faktisch teilweise in einem Abhängigkeitsverhältnis befindet, wodurch deren klarer Blick oft getrübt wird mit der Folge, daß eine aufgrund aufgeschreckter Bürger an sich gebotene kritische, objektive, unabhängige und Mißstände aufgreifende sowie auch die Nachteile der Windkraft-Forcierung ausgewogen schildernde Presseberichterstattung leider allzu oft unterbleibt…



Sieht es so bald auch an WKA-Standorten in BW aus ?

Quelle: Ralf Grusa - http://www.bi.gonbach.de/


Insbesondere die Bürger in den natur- und landschaftssensiblen Regionen in den Naturparks, Natur- und Vogelschutz-Gebieten, Regionalen Grünzügen u.a. im / in

·         Schwäbisch Fränkischen Wald in Murrhardt, Spiegelberg, Backnager Bucht, Weissacher Tal, Oppenweiler, Auenwald, Rudersberg, Welzheim etc.

·         Naturpark Stromberg-Heuchelberg (Bönnigheim, Freudental, Cleebronn, Sternenfels u.a.)

·         Limpurger Berge / Michelbach a.d.B

·         Langenburg / Billingsbach (Brüchlinger Wald) / Brausnbach, Blaufelden, Rot am See  (Hohenlohe)

·         Main Tauber / Liebliches Taubertal (Bad Mergentheim/Apfelbach/Althausen, Creglingen / Klosterwald, Boxberg, Hardheim, Wertheim, Bremen u.a.)

·         Hardthäuser Wald,  Widdern, Jagsthausen, Möckmühl, Forchtenberg

·         Kirchberg / Jagst

·         Remstal (Remshalden / Buocher Höhe u.a.)

·         Voralb-Gebiet / Biosphären-Gebiet

·         Im Bereich des Schurwald (Esslingen, Aichschieß, Baltmannsweiler)

·         Waiblingen, Schorndorf und anderswo

müssen damit rechnen, daß ihnen ihre seit Jahrhunderten von allen Generationen gepflegte Kulturlandschaft auf Betreiben Ideologie-behafteter Weltklima-Retter durch Windkraft-Unfug „genommen“ wird, obwohl mittlerweile bekannt ist, daß Baden-Württemberg aufgrund relativer Windarmut und daher schlechter Standort-Faktoren völlig ungeeignet ist für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb… …nicht zuletzt aus diesem Grund steht Baden-Württemberg bzgl. der Windkraft-Standorte unter allen  Bundesländern mit weitem Abstand an letzter Stelle, nachdem es sich herum gesprochen hat, daß die allermeisten der bisher rd. 400 in BW installierten WKA-Betriebe Jahr für Jahr „tiefrote“ Verlust-Betriebsergebnisse erwirtschaften, das investierte Eigenkapital der arg gebeutelten Anleger aufzehrend…

Zu hoffen bleibt, daß der eine oder andere kommunale Entscheidungsträger angesichts der jetzt auch in BW durch Windkraft verursachten Natur-Zerstörungen  -  auch auf Druck der betroffenen Bürger  -  die Augen geöffnet bekommt und noch rechtzeitig auf den „Pfad der Tugend“ zurückkehrt… …allen durch Windkraft geschädigten Bürgern in Baden-Württemberg  -  insbesondere an den Windkraft-Brennpunkten  -  sei jetzt schon empfohlen, bei der im Frühjahr 2016 stattfindenden Landtagswahl an die Wahlurne zu gehen, um ihr Kreuzchen „an der richtigen Stelle“ zu machen…

  

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“ (v.i.S.d.P.; Ex.i.d.F.v.19.1.15)

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe

 

www.gegenwind-husarenhof.de


Überbordende W i n d k r a f t-Pläne der baden-württembergischen, „Grün-Rot“ geführten L a n d e s r e g i e r u n g mindern die Attraktivität des Naherholungs-Tourismus in der Umgebung der Windkraft-Standort-Kommunen im S ü d w e s t e n
Weitere Forcierung der Windkraft im S ü d w e s t e n ist Gift und hemmt den Ausbau des „sanften Tourismus“ im L ä n d l e
Tourismus-Verbände, Gaststätten, Hotellerie und Freizeit-Einrichtungen wie Deutschlands         ältester Freizeit- und Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn (Lkrs Heilbronn) befürchten       G e s c h ä f t s e i n b r ü c h e  und  V e r d r ä n g u n g von T o u r i s m u s - P o t e n t i a l in Windkraft - f r e i e Regionen
V e r t e i l u n g  am 24. / 25.1.2015 auf der C M T  2 0 1 5 an Stand-Betreiber baden-württembergischer Tourismus-Regionen und an CMT-Besucher

  
(wm / 100115) - Wie bekannt, sehen Pläne der seit März 2011 in Baden-Württemberg amtierenden und von „Grün-Rot“ geführten Landesregierung den massiven Ausbau der Windkraft im Südwesten vor. Nachdem bisher wegen relativer Windarmut im windschwächsten aller Bundesländer lediglich knapp 1 % des Stromverbauchs im Südwesten durch die jetzt bereits installierten 4 0 0 Windindustrieanlagen erzeugt werden, soll sich der Anteil des durch Windstrom erzeugten Strom-Verbrauchs am Gesamt-Strom-Verbrauch bis zum Jahr 2020 auf 1 0 % erhöhen und damit verzehnfachen, wodurch nach den Angaben der Landesregierung zu den bereits bestehenden 400 ca. 1 200 neue WKA‘ s in Betrieb gehen müssten.

Skeptiker haben diese Zahlen von Anfang an als nicht umsetzbare Milchmädchen-Rechnung kritisiert.

Sie gehen davon aus, daß zur Erreichung des  -  mangels topografischer und geo-physikalischer Voraus-setzungen  -  ohnehin fraglichen 1 0 %-Windstrom-Anteils in BW realistisch gesehen ca. 
3 000 - 4 000 neue Windindustrieanlagen flächendeckend benötigt würden, und damit eine Anzahl, die vor dem Hintergrund des  jetzt schon flächendeckend starken und immer stärker werdenden Bürgerprotests  -  meist organisiert durch die weiterhin wie Pilze aus dem Boden schießenden und mit großem Zulauf versehenen Bürgerinitiativen  -  politisch kaum durchsetzbar sei.

Und selbst bei Realisierung dieses Wunschdenkens einiger Klima-Weltverbesserer würden die Haupt-Nachteile der regenerativen Strom-Erzeugung durch Wind  im ohnehin viel zu windschwachen BW und anderswo unverändert bestehen bleiben, nämlich

·         die nach wie vor im benötigten großen Umfang bis auf weiteres nicht mögliche Speicher-Fähigkeit von Strom

·         aufgrund der nicht vorhersehbaren und daher nicht verlässlich planbaren Gezeiten / Wetter-Einflüsse etc. mangelnde und zu Lasten von Bürgern und Wirtschaft unsichere und daher unkalkulierbare Stromversorgung / mangelnde Versorgungssicherheit 

Auch bei Umsetzung der politisch avisierten, weitgehend ideologisch durch Partei-Programme von „Grün-Rot“ unterlegten und von nicht durch die Bevölkerung gewählten Partei-Funktionären oft entgegen Bürger‘ s Meinung vertretenen Plänen von im Ländle „nur“ 1 000 - 1 200 neu zu errichtenden WKA’ s stoßen die Vorhaben zur Windkraft-Forcierung landauf landab und bundesweit auf breite Ablehnung in der Tourismus-Branche.  

So heißt es in einer von DIE Welt und dpa am 7.7.2014 unter dem Titel „Deutsche Urlauber tolerieren Windräder nur bedingt“ veröffentlichten Studie u.a.:

„Der Bau von Windkraftanlagen in der Nähe von Ferienorten ist einer Studie zufolge mit erheblichen Risiken für den Tourismus verbunden. Jeder zehnte deutsche Urlauber fühlt sich demnach durch Autobahnen, Hochhäuser, Solarpaneele oder Windräder im Urlaub gestört - die Hälfte davon durch Bauten zur Gewinnung erneuerbaren Energien. Der Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hatte die Studie beim Kieler NIT-Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa in Auftrag gegeben. 6070 Personen wurden befragt, wie der Verband am Montag in Rostock mitteilte. Die Studie sei für die deutsche Bevölkerung repräsentativ.”

Die Badische Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 26.10.2011 über die bei einem Energiekongress des Schwarzwaldvereins geäußerten Befürchtungen:

"Diese Landschaft droht technisch überformt zu werden und unwiederbringlich verlorenzugehen", warnte Chistopher Krull, Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH. Er legte Zahlen vor, wonach 93 Prozent der Touristen "die schöne Landschaft" als Hauptmotiv ihres Besuchs nennen, und zeigte abschreckende Computerbilder, etwa von einem Dreisamtal voller Rotoren. "Wenn sich überall alles dreht und bewegt", so Krull, würden Touristen ausbleiben, das werde die Branche treffen.“ 

Und auch im „hohen Norden“ in den wegen ca. 2 - 3 Mal höherem Windstrom-Aufkommen gegenüber dem windarmen Binnenland mit deutlich besseren Windstrom-Produktionsbedingungen ausgestatteten klassischen Windkraft-Bundesländern rumort es schon seit längerem, obwohl im industriearmen Norden „Windkraft“ einen Haupt-Zweig in der Wirtschaft darstellt. So berichten bspw. die Norddeutschen Neuesten Nachrichten in ihrer Ausgabe vom 4.9.2014 („Windräder vor Rostocks Haustür ?“:

„…Um den Belangen der Tourismuswirtschaft gerecht zu werden, sei ein pauschaler Sechs-Kilometer-Abstand von Windenergieanlagen zur Küste festgelegt worden. Zu wenig, sagt die Rostocker Verwaltung in ihrer Stellungnahme zu den Plänen. Vom Strand aus sichtbare Windmühlen schadeten der Attraktivität und damit dem Tourismus – mit fast 500 Millionen Euro Bruttoumsatz jährlich und mehr als 14 000 direkt und indirekt Beschäftigten ein Rückgrat der Rostocker Wirtschaft. Die Verwaltung fordert die Rückkehr zum bisherigen Leitsatz, dass der freie Blick auf das Meer und den unverbauten Horizont weitgehend als Landschaftserlebnis erhalten bleiben soll. Und sie führt weitere gewichtige Argumente gegen die marinen Vorranggebiete an.”


Blick aus Richtung Gagernberg zum Stocksberg (Schwäbisch-Fränkischer Wald) 

Hoffentlich bleibt es so

Bild: Thomas Schöller


Bestätigt werden diese Warnungen regelmäßig auch vom Stand-Personal nahezu aller deutschen Ferien- und Urlaubsgebiete, die alljährlich auf der im Januar in der Landes-Messe Stuttgart durchgeführten CMT  -  Europas größter Freizeit- und Urlaubsmesse  -  vertreten sind, so auch im Januar 2015.

Diese Befürchtungen sind daher repräsentativ für die Meinung führender Vertreter in der Tourismus-Branche.

Hingegen nicht repräsentativ ist die in einem Interview geäußerte und von den Bürgern bzw. von der Realität weit entfernte Einzel- Meinung („Schöne Windräder als Aussichtspunkte“) von

Eveline Lemke (Bündnis 90 / Die Grünen; stv. Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz) in der Frankfurter Rundschau vom 6.5.2011die allen Ernstes für Windräder als Tourismus-Attraktionen wirbt („Man kann Burgen und Türme besteigen, warum nicht auch Windanlagen ?“). Dumm nur, daß bisher keine einzige Windindustrieanlage mit einer für Touristen vorgesehenen Aussichts-Plattform konzipiert bzw. ausgeliefert wurde und mancher hält diese Aussage der Grünen-Ministerin für einen zu spät gekommenen „Bütt“-Auftritt in der Karnevals-Hochburg Mainz / Rheinland-Pfalz.  

Zu hoffen bleibt, daß diese Warnungen noch rechtzeitig auf „offene Ohren“ stoßen und sich der gesunde Menschenverstand doch noch  -  bevor es zu spät ist  -  bei dem einen oder anderen, jetzt noch weitgehend windkraft-ideologisierten Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker und kommunalen Entscheidungsträger durchsetzt, damit Jahrhunderte alte Kultur-Landschaften in ihrem jetzigen Zustand erhalten bleiben und nicht durch Umwandlung in Windkraft-industriell geprägte Gewerbe-Gebiete nachhaltig und irreparabel verschandelt werden.     

 

 Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“ (v.i.S.d.P.;Ex.i.d.F.v.16.1.15)

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe




Narren stellen W i n d k r a f t-U n f u g in den Mittelpunkt ihrer Kampagne  -  Närrisches Treiben steuert auch „im Ländle“ auf seinen Höhepunkt zu

 

Hält T i l l  E u l e n s p i e g e l  den oft vom Windwahn verblendeten Oberbürgermeistern, Bürgermeistern, Gemeinderäten, Landräten und Kommunal-Politikern in Auenwald, Backnang, Buchen, Bad Mergentheim, Boxberg, Bönnigheim, Braunsbach, Crailsheim, Creglingen, Esslingen, Forchtenberg, Gaildorf, Jagsthausen, Kirchberg / Jagst, Kochersteinsfeld, Langenburg, Löwenstein, Michelbach,  Möckmühl, Murrhardt, Schorndorf, Schwäbisch Hall,    Tauberbischofsheim, Waiblingen, Widdern und anderswo seinen          N a r r e n-S p i e g e l vor die Nase ?


(wm / 230115) - Wie schon in den Vorjahren dürfte auch in diesem Jahr die „Windkraft“ bevorzugtes Thema bei mancher närrischen Kampagne in der jetzt auf ihren Höhepunkt zusteuernden „fünften Jahreszeit“ sein, um von der Windkraft-Lobby böse in die Irre geleitete Kommunal-Politiker sowie weitgehend ideologisierte Landes- und Bundespolitiker  -  deren  Ausführungen zum Thema Windkraft allemal gute Chancen für eine mit Bestnoten prämierte Büttenrede hätten  -  zu glossieren und unter dem Gelächter der Narrenschar „durch den Kakao zu ziehen“.

So enthält bspw. der Narrhalla-Orden 2015 in Boxberg ein  Windkraft-Motiv , nachdem dort und im übrigen Main-Tauber / Lieblichen Taubertal die Windkraft-Wogen besonders hoch gehen. 



Bereits in den Vorjahren war die „Windkraft“ das oft alles beherrschende Thema bei den Prunksitzungen und in den Karnevalshochburgen Mainz, Köln und Düsseldorf waren die mit originellen Windkraft-Themen versehenen Motiv-Wagen die „Hingucker“ schlechthin). Parallel zur weiteren Steigerung des Windwahn-Unfugs dürfte die „Windkraft“ in diesem Jahr noch stärker 

im Mittelpunkt des närrischen Treibens stehen. Dies vor allem auch in Baden-Württemberg, wo der Windwahn trotz relativer Windarmut an vielen geplanten Standorten vor allem aus ideologischen und den gesunden Menschenverstand ausschaltenden Motiven ins Laufen kommt.

Zu hoffen bleibt, daß mancher als Windwahn-Narr in seiner Narrenkutte umher laufende kommunale Entscheidungsträger sowie die einmal mehr bei diesem Thema völlig versagenden Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker noch rechtzeitig „auf den Pfad der Tugend“ zurückfinden, wenn ihnen der Till seinen Spiegel lange genug vor die Nase hält…, denn: Die Hoffnung stirbt zuletzt !

  

Walter Müller Pressewart „Gegenwind Husarenhof Besigheim / Ingersheim“

 

Arbeitsgemeinschaft baden-württembergischer BI‘ s gegen unsinnige Windkraft-Standorte in BW (Sektionen Heilbronner Land / Hohenlohe / Main Tauber sowie Großraum Stuttgart)

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe



Der grüne Heiner glänzt in 2013 mit desaströsen Zahlen

WKA fährt das schlechteste Ergebnis 

seit Beginn der Einspeisung im Jahr 2000 ein

(ts/140314) Die auf einem 395 Meter über NN hohen Schuttberg errichtete Enercon E-40 mit 
einer Nennleistung von 500 KW und einer Gesamthöhe von 66 Metern, hat 2013 mit 
540.534 Kilowattstunden die auch schon in den vergangenen Jahren schlechten Ergebnisse nochmals getoppt.  

Auf diese Zahlen musste man allerdings lange warten, denn das Ergebnis für Dezember wurde erst in den letzten Tagen veröffentlicht. Saß der Frust über das schlechte Ergebnis so tief, dass man so lange mit der Veröffentlichung gewartet hat?

Was wurde diese WKA, wie auch Windkraftanlagen an anderen Standorten (z.B. in Simmersfeld), mit Vorschusslorbeeren überhäuft. Ertragswerte von bis zu 871.000 Kilowattstunden wurden seitens des Betreibers der Gedea–EnergieMix GmbH aus Murrhardt in den Raum gestellt. Nur in dem vergleichsweise sehr guten Windjahr 2007 konnte die WKA mit 818.176 Kilowattstunden halbwegs überzeugen.


dunkle Wolken über der Windkraft, nicht nur beim grünen Heiner

© Thomas Schöller


Damit liegt der grüne Heiner mit gut 24 Prozent unter den seinerzeit aufgestellten Prognosen. Das entspricht übrigens in etwa auch den Werten der Ingersheimer WKA. Wir erinnern uns, der Grüne Heiner wurde von den Windkraft-Betreibern aus Ingersheim und deren bestellten Windgutachtern als Referenzanlage für die Windprognosen benutzt. Die damals schon festzustellende Differenz zu den Soll und Ist-Werten wurde anscheinend ignoriert. Klar, bei mehr Vorsicht in der Prognose-Rechnung, hätte das Projekt sehr wahrscheinlich dann auch endgültig keine Chance mehr für eine Realisierung gehabt.

Nun müssen es halt die Anteilseigner der Ingersheimer Energiegenossenschaft  „ausbaden“, dass auch hier die Ergebnisse in den ersten beiden Jahren weit unter den Prognosen liegen.

Im Sommer 2011 kam von verschiedenen Seiten der Vorschlag auf, dass Windrad auf dem grünen Heiner durch ein neues und höheres Windrad zu ersetzen. Der Geschäftsführer der Gedea, Herr Dieter Schäfer winkte aber ab. Derzeit würde es keine Bestrebungen geben, diese Anlage durch eine neue WKA zu ersetzen.

Meine Güte, wir vermissen da aber schon den Pioniergeist, immerhin wird das Risiko doch durch eine staatlich garantierte Vergütung erheblich reduziert. Welcher Pionier der Vergangenheit hatte schon dieses Privileg?

Die älteren von Ihnen werden sich sicher noch an die Erstbesteigung des grünen Heiner erinnern. Sehen Sie hier die wagemutigen Vorbilder, und das ohne großes Budget und Sauerstoffmasken:






G e f a h r e n  durch  E i s w u r f an der Ingersheimer Windindustrieanlage

  

(wm / 050114) -  Daß das am Fuße der Ingersheimer Windindustrieanlage zur Warnung auf Gefahren durch von den Rotorblättern abgehendem E i s w u r f stehende Hinweisschild zu Recht hinweist, belegen Fotoaufnahmen, die von gerade zufällig in der Gegend weilenden Passanten am 14.12.2013 gegen „12.00 Uhr mittags“ an der Ingersheimer Windindustrieanlage aufgenommen und die uns via Mail zugesendet wurden.

Ihren Wahrnehmungen zufolge lagen mehrere Eisbrocken verstreut in einem Radius von ca. 100 m ab WKA-Standort auf dem Boden; vor den Gefahren durch Eiswurf warnt das in der Nähe des WKA-Standorts angebrachte Hinweisschild. Nach den Schilderungen der Passanten  -  und von Husarenhof-Bewohnern bestätigt  -  herrschten zu der fraglichen Zeit Temperaturen von ca. 0 Grad (= für Eisbildung am Boden viel zu warm), im Zeitverlauf nachmittags weiter ansteigend. Die Passanten hatten weiter beobachtet, daß am Turm kleine „Sturzbächlein“ herunterschossen; ein Indiz dafür, daß die in Nabenhöhe tagsüber wärmeren Temperaturen die am oberen Teil der Anlage nachts bei kälteren Temperaturen entstandene Eisbildung zum Schmelzen gebracht haben. 



Eiswurf auf den Feldern um die Ingersheimer WKA (auch im Hintergrund sichtbar)


Aufgrund der äußeren Rahmenbedingungen konnten die dort herumliegenden „Eisbatzen“ nur vom wohl Stunden zuvor erfolgten Eiswurf durch die Rotorenblätter der WKA entstanden sein, zumal aus den Fotos ersichtlich ist, daß auf der übrigen Fläche  -  angesichts der vergleichsweise milden Temperaturen  -  keinerlei Schnee, Eisbildung oder Bodenfrost zu sehen waren. Die fotographisch aufgenommenen „Eisbatzen“ waren wohl Stunden zuvor in größeren Volumina wegen steigender Temperaturen von den Rotorblättern abgegangen und schmolzen vermutlich angesichts weiter steigender Temperaturen im Tagesverlauf weiter.



Daß durch Windindustrieanlagen verursachter Eiswurf eine latente Gefahr darstellt, zeigen auch Berichte von anderen WKA-Standorten siehe u.a.  hier ). Daß diese Gefahren trotz weiter fortgeschrittener Technik auch weiterhin bestehen, belegen viele Eiswurf-Vorkommnisse, die sich in den letzten Jahren regelmäßig in der Winterzeit an WKA-Standorten zugetragen haben.

   

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



www.gegenwind-husarenhof.de


LKZ / NEB: „Windkraftstandorte: Kritik an Region und Land“

 

Wie baden-württembergische Kommunen durch die ihnen von der „grün-roten“ BW-Landesregierung gesetzlich aufoktroyierten Windkraft-Standort-Suche auf wegen relativer Windarmut von vornherein für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Gemarkungen faktisch g e z w u n g e n werden, „Bürger’s Geld“ in Millionenhöhe durch Beauftragung  -  überflüssiger  -  Gutachter „zum Fenster hinauszuwerfen“

Nicht koordinierte, ungeplante und chaotische Vorgehensweise von BW-Landesregierung und BW-Regionalverbänden bei meist erfolgloser Suche geeigneter „windhöffiger“ Windkraft-Standorte

 

 

(wm / 051013) -  Wie bekannt, zwingt das am 9.5.2012 mit grün-roter Mehrheit im BW-Landtag verabschiedete Landesplanungsgesetz die baden-württembergischen Kommunen dazu, auf ihren Gemarkungen für Windkraft-Betrieb geeignete, „windhöffige“ Windvorrang-Gebiete auszusuchen bzw. auszuweisen. Tun sie dies nicht, so die Intention des Gesetzes, verlieren sie bezüglich ihrer kommunalen Planungshoheit auf ihrer eigenen Gemarkung das „Gesetz des Handelns“, weil dann ein „x-beliebiger“ Windkraft-Investor vorbehaltlich der Findung von und der Einigung mit privaten Grundstücksverpächtern (meist Landwirte) künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Freiburger Dom  -  an dann unter Umgehung der Kommune ausgesuchten Stellen vorbehaltlich der Einhaltung der übrigen Voraussetzungen (u.a. naturschutzrechtliche Prüfung etc.) errichten könnte.

Zwischenzeitlich bezweifeln jedoch immer mehr Juristen die Verfassungsmäßigkeit und Bestandskraft des Gesetzes, weil den Kommunen mit der neuen Regelung das vom Gesetzgeber ihnen allein zugewiesene, ihnen als „Königsrecht“ zustehende Privileg der kommunalen Planungshoheit faktisch aus der Hand genommen werde und sie quasi zur Aufrechterhaltung ihrer kommunalen Planungs- und Gestaltungshoheit durch staatliche „Erpressung“ gezwungen würden, auch auf insgesamt relativ windarmer und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneter Gemarkung Windvorrang-Gebiete auszuweisen, um sicher zu sein, daß Windkraft-Investoren nicht an ihnen vorbei nach Einigung mit privaten Grundstücks-Eigentümern und ohne Zustimmung der Kommune Windindustrieanlagen bauen können. Dem Vernehmen nach sind Klagen gegen diese nach Ansicht unter im öffentlichen Recht bewanderten Juristen strittigen Gesetze in Vorbereitung.        

Zwar könnte man eigentlich davon ausgehen, daß ökonomisch denkende und mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattete Windkraft-Investoren ihr Geld ausschließlich an „windhöffigen“ Standorten investieren, um dort dauerhaft eine positive, möglichst hohe  Rendite auf ihr eingesetztes Kapital bei höchstmöglicher Sicherheit der „in Windkraft“ angelegten Gelder zu erzielen.

Das Beispiel Ingersheim zeigt jedoch, daß bspw. vorwiegend ideologisch beeinflußte Weltklima-Aktivisten, noch dazu mit Unterstützung selbst ernannter, die eigentlichen Ziele des Naturschutzes jedoch oftmals „verratender“ Naturschutz-Organisationen wie dem BUND, sich nicht nur in Einzelfällen „vor den Karren“ der Windkraft-Lobby spannen lassend  -  auch unter tatkräftiger Unterstützung der Gemeindeverwaltung und der evangelischen Kirchengemeinde  -  vor allem unter vermeintlich „symbolischen“ Gesichtspunkten nicht davor zurückschrecken, an einem nur 298 m über NN vergleichsweise windschwach gelegenen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten, die Zukunftsfähigkeit der Kommune beeinträchtigenden Standort Geld zu investieren, der mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bei den Geschäftsjahres-Abschlüssen bestenfalls  -  wenn überhaupt  -  mit einer „schwarzen Null“, wahrscheinlicher jedoch mit Verlust abschließt.

Die jedenfalls in der WKA-Planungsphase in den Jahren 2010 / 2011 zur Anlegergewinnung von den Ingersheimer Windkraft-Initiatoren gemäß Presseberichterstattung noch vollmundig in Aussicht gestellten Windertrags-Prognosen von jährlich rund 4,2 Millionen kwh wurden in „weiser Voraussicht“  -  die eher windige Windertrags-Prophezeiung verlassend und einer eher realistischeren Betrachtung folgend  -  sukzessive zurückgezogen und mittlerweise dürfte man bei den mit kirchlichem Segen versehenen Ingersheimer Windkraft-Enthusiasten insgeheim froh sein, wenn man wenigstens mit 3 Millionen kwh pro Jahr oder knapp darunter abschließt.

Der auf einer Info-Tafel nach Bau-Fertigstellung demonstrativ als „Erwartung“ angebrachte Hinweis auf jährlich zu erwartende 3,9 Millionen kwh oder gar die in der  -  wieder einmal windkraft-unkritischen  -  Presse seinerzeit großspurig prognostizierten 4,2 Millionen kwh jedenfalls dürften  -  einer bereits im „Wind-Nirwana“ aufgelösten und in alle Winde verstreuten „Fata Morgana“ gleichkommend  -  jenseits „von gut und böse“ liegen.   

Im Hinblick auf die Vorgaben des Landesplanungsgesetzes und mangels konkreter Vorgaben der BW-Landesregierung oder des Verbands der Region Stuttgart (VRS) sahen sich die Kommunen landesweit gezwungen, auf „eigene Faust“  -  via Beauftragung kommunaler Planungsbüros / Gutachter  -  eigene Ermittlungen anzustellen, um potentiell geeignete „windhöffige“ Standorte auf ihrer Gemarkung zu identifizieren.

Vor allem kleinere Kommunen weisen so in dem einen oder anderen Fall  -  in krassem Widerspruch zur Intention des BW-Landesplanungsgesetzes  -  sogenannte Bagatell- / Klein-Standorte aus, nur um dem gesetzlichen Druck zum Ausweis eines  -  wenn auch ungeeigneten  -  Windvorrang-Gebiets nachzukommen, obwohl selbst die eigentlich an einem umfangreichen Standort-Ausweis interessierte „grün-rote“ Landesregierung Bagatell-Standorte wegen ihrer negativen Auswirkung auf das Landschaftsbild  -  Verhinderung einer „Landschaftsverspargelung“  -  ablehnt. Bagatell-Standorte sind solche, an denen weniger als 3 Windindustrieanlagen gebaut werden sollen und wo die zum WKA-Bau vorgesehene Fläche < 20 ha beträgt.    

So weist die eine oder andere zum Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Besigheim gehörende Kommune (Besigheim, Freudental, Gemmrigheim, Hessigheim, Löchgau, Mundelsheim, Walheim) gezwungenermaßen ebenfalls Bagatell-Standorte aus. Zu deren Identifikation wurde im Jahr 2012 das kommunale Planungsbüro KMB, Ludwigsburg, beauftragt.

Während Besigheim, Gemmrigheim, Walheim und Hessigheim Bagatell-Standorte ausgewiesen haben, die entweder mit einem hohen ökologischen Konfliktpotential versehen sind (z.B. Besigheimer Windvorrang-Gebiet / Waldgebiet „Rossert“ / = Waldrodung) oder selbst nach dem viel zu optimistischen baden-württembergischen Windatlas eine viel zu geringe „Windhöffigkeit“ aufweisen, weisen Löchgau und Freudental wegen Unterschreitung des Mindestabstands zu Aussiedlerhöfen / Weilern bzw. wegen eines den Großteil der Gemarkung überdeckenden Europäischen Vogelschutzgebiets keine Windvorrang-Gebiete aus.

Für die Beauftragung des kommunalen Planungsbüros KMB sind im GVV Besigheim dem Vernehmen nach Gutachterkosten i.H.v. 21000 € angefallen, Kosten, die man jetzt als „vergebliche Planungskosten“ getrost „in den Schornstein“ hochjagen kann, denn die im GVV Besigheim identifizierten Windvorrang-Gebiete sind mittlerweile aus verschiedenen Gründen  -  vor allem jedoch wegen desaströser „Windhöffigkeit“ allesamt beim für die Fortschreibung des Regionalplans  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  zuständigen Verband der Region Stuttgart (VRS) „durch den Rost“ gefallen und wurden dort „ohne wenn und aber“ und ohne viel Federlesens „beerdigt“, sie werden nicht mehr weiter verfolgt. 

Entsprechend groß ist der Ärger bei den Verantwortlichen im GVV Besigheim. Der Beitrag der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) / Neckar- und Enzbote (NEB) vom 24.7.2013 schildert zutreffend die Stimmung der kommunalen Verantwortlichen bei der GVV-Sitzung:

„Für die Planungsbüros landauf landab war’s ein gutes Geschäft, für die Kommunen eine teure Investition, die nichts gebracht hat  -  das ist das Fazit des Besigheimer Gemeindeverwaltungsverbands in Sachen Windkraft.  „Viel Lärm um nichts“, so fasste der Verbandsvorsitzende und Besigheimer Bürgermeister Steffen Bühler am Montagabend zusammen, was die zurückliegenden Monate gewesen sind. Die Gemeinden seien gedrängt worden, auf ihrer Gemarkung „mit massivstem Aufwand“ nach potenziellen Standorten für Windkraftanlagen zu suchen. „Wahrscheinlich sind Hunderte Planungsbüros in ganz Baden-Württemberg beauftragt worden. Mittlerweile kommt raus, daß das alles gar nichts bringt.“

Weiteres Geld zu noch tiefer gehenden Untersuchungen jedenfalls will der GVV Besigheim nicht mehr locker machen. Der NEB hierzu: „Wir wollen nicht noch mal Zehntausende Euro den bisher gezahlten hinterherwerfen“, betonte Bühler  -  zumal angesichts der Schwierigkeiten, die Region und Land verursacht haben.“

Der NEB weiter: „Bühlers Amtskollege Holger Haist aus Mundelsheim zeigte sich vor allem darüber verärgert, dass die Verbandskommunen selbst alle ihre Hausaufgaben erledigt haben und die Planung dennoch „ins Leere läuft“, weil das Land zwar die Gesetzgebung geändert und Kommunen die Zuständigkeit übertragen hat. Gleichwohl ist aber auch der Regionalplan entscheidend für die Frage, wo Standorte ausgewiesen sind. Eigene Überlegungen und Regionalplanung sind allerdings nicht miteinander abgestimmt. Schlimmer noch: „Sie passen nicht zusammen“, sagte Haust.“

Und zu den Planungen im GVV Besigheim schreibt der NEB: „Der Verband der Region Stuttgart allerdings sieht das ganz anders, so das Ergebnis des Planungsausschusses, der vor zwei Wochen getagt hat. Die Region will im Raum Besigheim keine Konzentrationszonen ausweisen, weil die Windgeschwindigkeiten zu gering sind.“

Zur Wiederholung für alle Windkraft-Enthusiasten in Besigheim und Umgebung noch einmal die Erkenntnis des VRS in fetter Schrift: „Die Region will im Raum Besigheim keine Konzentrationszonen ausweisen, weil die Windgeschwindigkeiten zu g e r i n g sind“, wobei die tiefschürfende Erkenntnis des VRS außerdem noch  -  ein weiteres Manko  -  auf dem viel zu optimistischen BW-Windatlas fußt, von dem mittlerweile alle Welt weiß, daß dessen nur „am grünen Tisch“  -  ohne Berücksichtigung auch nur einer einzigen realen Windmessung  -  gemäß politischen Vorgaben „schön“ gerechneten Werte zur angeblich vor Ort vorhandenen Windgeschwindigkeit „hoffnungslos“ überhöht und damit Grundlage weiterer Fehlentscheidungen bei der Auswahl von Windvorrang-Gebieten sind, wie alle zwischenzeitlich in Baden-Württemberg über Ist-Wind-Messung über eigens dafür aufgestellte Wind-Mess-Masten belegen.       

Genau dies wußte der sich bei seinen Erkenntnissen auf den baden-württembergischen Windatlas stützende VRS jedoch schon zwei Jahre vorher, nachdem der BW-Windatlas bereits im Jahr 2011 veröffentlicht und seither unverändert bestanden hat. Die dort enthaltenen Windgeschwindigkeiten sind seit seiner Veröffentlichung Februar / März 2011 bekannt.

Hätte der VRS daher vorher die Prüfung potentieller Windvorrang-Gebiete gemäß BW-Windatlas unter Zugrundelegung der dort ohnehin weit überhöhten Windgeschwindigkeiten  -  aber für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb selbst dann nicht ausreichenden wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb  -  durchgeführt und hätte er allen im Bereich des VRS (Großraum Stuttgart) liegenden Kommunen, die gemäß BW-Windatlas für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb auf ihrer Gemarkung eine zu geringe „Windhöffigkeit“ aufweisen, mitgeteilt, daß aus Sicht des VRS ein Windkraft-Standort dort nicht in Frage komme, hätten diese aus Sicht des VRS windschwachen Kommunen keine kostspieligen, jetzt zur Standortsuche als überflüssig sich herausstellenden Gutachten in Auftrag gegeben, mit der Folge, daß allein im Großraum Stuttgart  -  d.h. im Bereich des VRS  -  den Kommunen  vermutlich mehrere Millionen vergeblicher, „zum Fenster hinausgeworfener“ (externer) Planungs-und Gutachterkosten erspart geblieben wären… …von den internen Zusatzkosten in den Verwaltungen der Kommunen ganz zu schweigen…      

Da dieser Planungs-Unfug nicht nur im Bereich des Verbands der Region Stuttgart, sondern auch im Bereich der übrigen 11 Regionalverbände in ganz Baden-Württemberg „gang und gebe“ war, läßt sich unschwer erraten, daß dieser durch die Inkompetenz der Regionalverbände verursachte  Planungs-Unfug wieder einmal zu einem „vergeblichen“ = nutzlosen Millionenaufwand zu Lasten der Allgemeinheit  = der Steuerzahler geführt hat.

Das Ergebnis, daß BW kein geeignetes Windkraft-Bundesland ist, hätte man durch Zugrundelegung der beim Deutschen Wetterdienst (DWD) vorhandenen Langzeit-Windmessungen schneller und zutreffender haben können.

Denn daraus ergibt sich, daß Baden-Württemberg bei Betrachtung des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens im Vergleich aller 16 Bundesländer am Schluß aller Bundesländer steht, denn das jahresdurchschnittliche Windaufkommen  -  hauptsächlicher Einflußfaktor für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb  -  ist im „Ländle“ im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, nördliches NRW und Hessen) um ca. 2 - 3 Mal niedriger und nicht zuletzt deshalb stehen rd. 80 % aller bisher ca. 24000 bundesweit installierten Windkraftanlagen im Norden und Osten Deutschlands, wo sie aufgrund des guten und stabilen Windaufkommens zu jährlichen Gewinnausschüttungen, Verzinsungen und Gewerbesteuereinnahmen zugunsten der Standort-Kommunen führen, während ca. 80 % - 90 % der bisher 395 in BW an vermeintlich für baden-württembergische Windverhältnisse guten Wind-Standorten in Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen vom ersten Tag ihrer Inbetriebnahme an „tiefrote“ =  Verlust-Betriebsergebnisse erwirtschaften, ohne Gewinnausschüttungen oder Verzinsungen das Anlegerkapital aufzehrend und zu keinerlei Gewerbesteuereinnahmen bei der Standort-Kommune führend… 

Bei den allermeisten der 39 Kommunen im äußerst windschwachen Landkreis Ludwigsburg  -  darunter die größten Städte Ludwigsburg, Kornwestheim, Remseck oder Marbach u.a.  -  haben die kommunalen Wind-Gutachter in 2012 das bestätigt, was zuvor schon gemäß BW-Windatlas seit Februar / März 2011 bereits bekannt war, daß nämlich auf deren Gemarkungen die für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb notwendige „Windhöffigkeit“ viel zu gering ist.

Als Windvorrang-Gebiet im Landkreis Ludwigsburg  -  obwohl dort die „Windhöffigkeit“ ebenfalls bestenfalls „bescheiden“ ist  -  in der Diskussion sind nur noch Möglingen / Schwieberdingen, sowie die von ihrer Kommunalverwaltung her weitgehend windkraft-ideologisierten Kommunen

·         Sachsenheim (Kirbachtal)

·         Steinheim (Grießberg / Bottwartal)

·         Bönnigheim (Naturpark Stromberg-Heuchelberg, Rotenberg / Großer Saukopf)

·         und  -  in dieser Aufzählung darf die Gemeinde natürlich nicht fehlen  -  Ingersheim…

…allerdings besteht Hoffnung, daß sich evtl auch dort noch die ökonomische Vernunft und der gesunde Menschenverstand  -  spätestens ggfs. im Rahmen des Genehmigungsverfahrens beim Landratsamt Ludwigsburg  -  bei dem einen oder anderen kommunalen Entscheidungsträger doch noch durchsetzt, denn neben fehlender „Windhöffigkeit“ besteht an den dort ausgesuchten Standorten hohes Konfliktpotential, sei es wegen…

·         …Fußballfeld-großer Abholzung von Wald

·         …selbst vom BW-Landesplanungsgesetz nicht gewünschter Bagatell-Standorte

·         …Naturschutz- und Landschaftsschutzrechtlicher Belange / Hinderungsgründe…  

  

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“

 



www.gegenwind-husarenhof.de


zum LKZ/NEB-Bericht  hier klicken 




Dubioser, von E n e r c o n (Aurich / Niedersachsen) gebauter Windpark in Süd-Italien unter Kontrolle der Mafia ? Spuren der Ermittler führen nach Niedersachsen, Hamburg und Kiel…

 

S P I E G E L-online: “Geldwäsche-Verdacht: Polizei durchsucht Räume der HSH-Nordbank”

NOZ: „Spur führt ins Emsland: Der Wind, die Mafia, die Millionen“

„Mit Strom aus Windkraft sollen drei deutsche Geschäftsmänner der M a f i a geholfen haben, schmutzige Gewinne aus Drogenhandel und Erpressung zu waschen. Die HSH Nordbank finanzierte das Investment“  -  Polizei durchsucht Geschäftsräume der Bank und beschlagnahmt Unterlagen  

Schwerer Verdacht der G e l d w ä s c h e über einen vom deutschen Windkraft-Konzern E n e r c o n / Aurich (Niedersachsen) im Jahr 2009 an der Sohle des italienischen Stiefels errichteten Windpark „Capo Rizzuto“ durch die süditalienische M a f i a-Organisation Ndrangheta…


(wm / 221113)  -  In einer groß angelegten Aktion hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück, unterstützt durch das Bundeskriminalamt, die Landeskriminalämter Bayern und Niedersachsen sowie durch die Zentrale Polizeidirektion Hannover mit rd. 200 Beamten Mitte November 2013 Geschäftsräume der finanziell schwer angeschlagenen HSH-Nordbank in Hamburg und Kiel sowie Wohnungen von Verdächtigen in insgesamt 6 Bundesländern im Zuge europaweiter Ermittlungen durchsucht.

Über die spektakuläre Aktion, die Zeitungsberichten zufolge wochenlang durch verdeckte Ermittlungen vorbereitet wurde, haben mehrere Lokal- und Regionalzeitungen sowie Nachrichtenmagazine umfangreich und ausführlich in ihren Ausgaben vom 19. / 20.11.2013 ff. berichtet-

SPIEGEL-online zitiert den Osnabrücker Oberstaatsanwalts Alexander Retemeyer wie folgt: „Ermittelt wird wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Unterstützung einer ausländischen kriminellen Vereinigung. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, mittels ihrer Firmen in Deutschland, Italien, San Marino und der Schweiz inkriminierte Gelder einer 'Ndrangheta-Gruppierung gewaschen zu haben. Außerdem sollen sie Gesellschaftsanteile an der Betreibergesellschaft eines Windparks für diese kriminelle Vereinigung übernommen haben, um so deren Beteiligung zu verschleiern".

SPIEGEL-online weiter über den in der Nähe des Küstenorts Isola di Capo Rizzuto vom niedersächsischen Windkraft-Konzern Enercon / Aurich in 2009 errichteten Windpark: „Der Windpark Capo Rizzuto ist einer der größten Europas. Laut der Staatsanwaltschaft Osnabrück hat die Anlage drei deutschen Geschäftsmännern vor allem dazu gedient, schmutzige Gelder aus Drogenhandel und Erpressung der süditalienischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta zu waschen. Die angeschlagene HSH Nordbank finanzierte den Park mit 225 Millionen Euro.“

Gemäß Hamburger Abendblatt vom  20.11.2013  wurde der aus 48 Windindustrieanlagen bestehende Windpark vor 16 Monaten von den italienischen Behörden beschlagnahmt. Der HSH-Bank „droht nun der Verlust von Kreditraten und Sicherheiten in dreistelliger Millionenhöhe.“

Nachdem die Kieler Staatsanwaltschaft auf das Rechtshilfeersuchen der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft in Rom  vor 2 Jahren sich offenkundig wenig kooperativ gezeigt hat und lediglich 2 Aktenordner mit Vertragsunterlagen übersendet habe, „seien die Ermittlungen durch die Anzeige eines niedersächsischen Finanzamts bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück“ ins Rollen gekommen, „diese habe dann das BKA eingeschaltet“, so das Hamburger Abendblatt weiter.



Die Hamburger Morgenpost vom  19.11.2013  berichtet außerdem: „Auch beim Windanlagen-Hersteller Enercon in Aurich wurde Beweismaterial sichergestellt. Im Fokus der Ermittler: drei deutsche Geschäftsleute, für deren Windparkprojekt in Italien die HSH-Nordbank einen Kredit gab. Offenbar ein Fehler. Laut Staatsanwaltschaft Osnabrück stehen die Männer im Verdacht, "mittels ihrer Firmen in Deutschland, Italien, San Marino und der Schweiz" schmutziges Geld einer "’Ndrangheta-Gruppierung gewaschen zu haben". Außerdem sollen sie versucht haben, die Beteiligung des Mafia-Clans am Windpark zu verschleiern. Harter Tobak. Die kriminelle Organisation ’Ndrangheta agiert in ganz Europa, Amerika, Russland und Australien, kassiert Gelder durch Drogenhandel und Erpressung – und soll von der Finanz-Spritze der Nordbank profitiert haben. Die steckte 225 Millionen Euro in das Wind-Projekt.”

Zwar kooperiere die HSH-Bank mit den Behörden. Sie kommt aber trotzdem nicht zur Ruhe, so die Hamburger Morgenpost weiter,

·         …weil sie in Vorjahren durch riskante Finanzgeschäfte und daraus resultierenden Millionenverlusten in eine dramatische Schieflage geraten war, aus der sie nur mit erheblichen Millionen staatlicher, aus Steuergeldern zu Lasten der Allgemeinheit finanzierter Finanzspritzen „über Wasser gehalten“ werden konnte

·         …und deshalb schon monatelange Prozesse gegen dafür verantwortliche Vorstandsmitglieder vor Gericht anhängig sind

·         …wozu jetzt weitere „negative Publizität“ hinzukommt, nachdem jetzt durch den drohenden Ausfall von 225 Millionen € Windkraft-Krediten zur Finanzierung des von der italienischen Mafia über „Strohmänner“ kontrollierten Windparks ein weiteres erhebliches Millionenloch in die ohnehin nur dürftige Eigenkapitalstruktur der HSH-Bank gerissen werden dürfte…

Fazit der Hamburger Morgenpost: „Die Wind-Anlage kann übrigens---“  -  angeblich  -  „… jährlich Strom im Wert von rund 30 Millionen Euro produzieren  -   Geld fließt aber nicht an die Hamburger Bank. Die Anlage wurde beschlagnahmt.“

Die mit den örtlichen Wind-Verhältnissen im Emsland / Aurich / Niedersachsen vermutlich sehr gut vertraute Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) schreibt in ihrem Bericht vom  20.11.2013 
„Fast 100 Meter ragen die Windmühlen aus Aurich über die Küste von Kalabrien. Hier, im Südosten Italiens, weht ununterbrochen der Wind. „Wunderbare Verhältnisse“, lobte 2009 ein Verantwortlicher der HSH Nordbank, die gerade 225 Millionen Euro in dieses Projekt eines emsländischen Unternehmens investiert hatte. Gemeint waren die idealen Bedingungen für die Produktion grünen Stroms. Aber auch zum Waschen von Mafia-Geld? Diesen Verdacht hegen Ermittler in Italien und Deutschland.

Mehr als 2000 Kilometer sind es von den Windmühlen in Kalabrien bis in die emsländische Ortschaft Twist. In unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze hat die „Ventuno Design“ ihren Sitz. Unter gleicher Adresse betreibt Ludwig Nyhuis sein Versicherungsbüro. Am Dienstagmorgen klingelte die Polizei. Hier und an 19 weiteren Wohn- und Geschäftshäusern in insgesamt sechs Bundesländern. 200 Beamte waren an der Aktion beteiligt.”

Und weiter: “Im Oktober 2009 nahm der Park mit 48 Windmühlen vom Hersteller Enercon mit Sitz in Aurich den Betrieb auf einer Gesamtfläche von 1400 Hektar auf. Die Ermittler in Italien waren da längst argwöhnisch geworden. Glaubt man ihnen und ihren deutschen Kollegen, dann stimmt nicht viel von dem, was Nyhuis erzählt. Das Firmengeflecht sei nur dazu da gewesen, die Beteiligung der Mafia zu vertuschen. Der Windpark habe nicht nur Strom produziert, sondern auch Geld rein gewaschen. Um das zu verhindern, sind die Windräder derzeit beschlagnahmt. Kein ökologisch produzierter Cent fließt in die Kassen der emsländischen Projektentwickler. Aus Sicht der Ermittler: Möglicherweise in die Taschen der Mafia. Die organisierte Kriminalität trägt in Kalabrien den Namen Arena. Wie der „ Spiegel “ berichtet, sitzt Oberhaupt Nicola Arena derzeit im Gefängnis. Sein Neffe aber sei weiter im Geschäft und unter anderem an dem Windpark beteiligt gewesen.”, so die NOZ weiter.

Ähnlich berichtet die taz“: Die Beschuldigten sollen über ihre Firmen im In- und Ausland Gelder aus den kriminellen Geschäften einer 'Ndrangheta-Gruppierung in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust sowie für diese Anteile an einem Windpark übernommen haben…“.

Nach der Lektüre dieser äußerst spannenden Story über Windkraft-Wirtschaftskriminalität millionenschweren Ausmaßes stellen sich viele Fragen, unter anderem folgende:

·       Presseberichten zufolge hat die HSH den vom niedersächsischen Windkraft-Konzern Enercon / Aurich gebauten Windpark mit 225 Millionen € zu 100 % fremdfinanziert.

Warum wird eine erwiesenermaßen weitgehend erfolglose und ertragsschwache, nachhaltig Verlust produzierende und seit längerem zum finanziellen „Überleben“ nur noch am staatlichen Tropf hängende Regionalbank wie die in Hamburg und Kiel ansässige HSH, deren Geschäftsmodell wie schon in der Vergangenheit   -  Presseverlautbarungen zufolge  -  sich weniger auf redliche, seriöse Geschäfte, sondern  -  nicht nur nach diesem jetzt erneut bekannt gewordenen und im Dunstkreis der Mafia sich abspielenden Finanzdesaster  -  auf eher „windige“ Geschäfte konzentriert, weiterhin durch staatliche Hilfen in Milliardenhöhe am Leben gehalten ?  

Die  -  wenn überhaupt  -  nur regional in Hamburg und Kiel bedeutende HSH ist aus deutscher Sicht bzw. aus Sicht der EU niemals „systemrelevant“, d.h. die Kappung staatlicher Millionenhilfen und das dadurch wahrscheinliche Abgleiten in die geordnete Insolvenz hätte vermutlich keinerlei nachteilige Folgen für die Geldversorgung des privaten Sektors und der Wirtschaft im EU-Raum. Ein derartiger Schritt führt jedoch zur (gewollten) Abschreckung im Bankensektor mit der Botschaft, daß „spielende“ und mit dem Geld ihrer Kunden spekulierende Bankvorstände nicht mehr ohne weiteres darauf hoffen können, daß ihr durch Verstoß gegen bankübliche, im KWG ihnen auferlegte Sorgfaltspflichten und durch eigenes Versagen in finanzielle Schieflage geratenes Institut durch den Unterschlupf unter staatliche Rettungsschirme gerettet wird.

Diese Punkte sollten im übrigen auch bei der Kreditgewährung an Beteiligungen / Windkraft-Genossenschaften / Bürgerwindräder etc.  -  vor allem  -  im windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Binnenland in Baden-Württemberg gelten, das hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens nach allen verlässlichen Langzeit-Windmess-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD) am Schluß aller 16 Bundesländer steht und wo rd. 80 % aller  -  an vermeintlich für baden-württembergische Verhältnisse windgünstigen Standorten  -  in Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen ununterbrochen Jahr für Jahr „tiefrote“ = Verlustbetriebsergebnisse zu Lasten ihrer Kapitalanleger erwirtschaften, das investierte Kapital aufzehrend, auf einen (Total)Verlust der Kapitalanlage am Ende der WKA-Laufzeit zusteuernd, von Gewinnausschüttungen / Verzinsungen / Gewerbesteuerzahlungen zugunsten der Standort-Kommunen ganz zu schweigen…

  ·   Nachdem der niedersächsische Windkraft-Konzern Enercon ebenfalls in den oben beschriebenen Finanzierungsskandal verwickelt sein könnte  -  Pressemitteilungen zufolge wurden bei Enercon ebenfalls Räume durchsucht und Akten beschlagnahmt (vgl. oben) -  stellt sich auch an anderen Binnenland-Standorten wie bspw. in Ingersheim die Frage, ob bei Bau und Finanzierung „alles mit richtigen Dingen“ zugegangen ist, insbesondere vor dem Hintergrund der in Ingersheim umlaufenden Gerüchte, wonach sich angeblich auch bewußt im Hintergrund bleibende Geldgeber (Strohmänner ?) aus dem Ausland / Schweiz mit Einzelbeträgen bis zu 80000 € an der von Enercon gebauten, mit großer Wahrscheinlichkeit bestenfalls  -  wenn überhaupt  -  mit einer „Schwarzen Null“ als Jahresergebnis abschließenden Windindustrieanlage beteiligt haben…            

  

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW



www.gegenwind-husarenhof.de


Fragen Ingersheimer B ü r g e r an Bürgermeister Volker Godel

  

I        Vorbemerkungen

(wm  / 121113) - Nachfolgende Fragen wurden von einer Gruppe windkraft-kritischer, vorwiegend in Ingersheim wohnender Bürger zusammen getragen. Ursprünglich war vorgesehen, diese Fragen u.a. auch bei den einer öffentlichen Gemeinderatssitzung vorgeschalteten Bürgerfragestunden zu stellen.

Angesichts der in der Planungsphase zur 1. Windindustrieanlage gemachten Erfahrungen und der dabei bekannt gewordenen Repressalien übelster Art, geschürt auch aus den der evangelischen Kirchengemeinde Ingersheim nahestehenden Kreisen und ausgehend vom Umfeld der Windkraft-Initiatoren, hat sich jedoch kein Ingersheimer Bürger bereit gefunden, diese Fragen „offen“ zu stellen, da ihrer Meinung nach das hier geschilderte „System Ingersheim“ weiter „intakt“ ist und aus Sicht der schweigenden Mehrheit zu befürchten ist, daß von diesen Kreisen, ausgestattet mit „kirchlichem Segen“ und unter dem „Schutz“ der Ingersheimer Gemeindeverwaltung derartige Vorgänge weiterhin „an der Tagesordnung“ sind, möglicherweise zu Nachteilen für die Fragesteller führend, wenn sich in Ingersheim kritische Bürger erheben und angesichts der dort  -  nicht nur im Bereich der Windkraft-Diskussion  -  herrschenden Mißstände kritische, „auf den Punkt“ zielende Fragen stellen.        

Zum Schutz und im Interesse dieser Bürger haben wir uns daher entschlossen, diese Fragen in unserer Homepage zu übernehmen, auch in der Hoffnung, daß ein Großteil der schweigenden Mehrheit und wegen relativer Windarmut und daraus entstehender Unwirtschaftlichkeit 
g e g e n Windkraft-Betrieb  am dafür völlig ungeeigneten Standort eingestellten Ingersheimer Bürger angesichts der dort zu Lasten Ingersheims und seiner Zukunftsfähigkeit jetzt sich einstellenden Nachteile sich seine eigenen Gedanken macht, wenn schon der in dieser Angelegenheit zu nahezu 100 %  -  und damit eher dem Zentralkomitee längst untergegangener Einheitsparteien gleichend, ebenfalls um den Bürgerwillen sich „einen Dreck“ scherend  -  für diesen Windkraft-Unfug stimmende Gemeinderat einmal mehr offenkundig versagt, diesbezüglich niemals ein repräsentatives Spiegelbild der Ingersheimer Bürgerschaft darstellend …      



Wird die Kleiningersheimer Kirche bei einer zweiten Windkraftanlage
noch schöner ?

© Hans-Jürgen Steinwedel


II       Fragen

 

1       Aufforderung zur Beendigung der „Vetterleswirtschaft“

Wir prangern die von Bürgermeister Godel und seinem Gemeinderat wie schon bei der 1. WKA an den Tag gelegte „Vetterleswirtschaft“ auch hier  -  d.h. bei der geplanten 2. und jeder weiteren geplanten Windindustrieanlage  -  an, nachdem vorgesehen ist bzw. dem Vernehmen nach seit längerem „ausgekungelt“ wurde, daß der Standort auf einem Acker von Karl Seitz (Gemeinderat, 1. stv Bürgermeister, Landwirt) liegen soll. Wie bekannt, wurde bei der 1. WKA Albert Krauter, Bruder der Gemeinderätin Hanne Hallmann, deren Mann Geschäftsführer der Energiegenossenschaft Ingersheim ist, „bedient“. Wir fordern Sie auf, den Ingersheimer „Klüngel“ und die in Hinterzimmer-Entscheidungen am Bürger vorbei ausbaldowerte „Vetterleswirtschaft“ in Ingersheim ab sofort zu beenden !

 

2       Forderung: Höhere Sicherheitsabstände

Der Abstand von nur 450 m zum Salenhof ist viel zu gering. Nehmen Sie sich ein Beispiel am Besigheimer Bürgermeister Bühler, der für Suche und Ausweis von Windkraft-Standorten im Interesse seiner Bürger keine Unterschiede zwischen Wohngebieten, Mischgebieten und Gewerbegebieten gemacht hat. In Sachsen + Bayern legen die Ministerpräsidenten den Sicherheitsabstand auf das 10-fache der Gesamthöhe, d.h. bei 200 m hohen Windindustrieanlagen auf 2000 m fest. Andere Bundesländer haben Mindestabstände von 1500 m und mehr. Auch in Baden-Württemberg selbst weichen immer mehr Kommunen im Interesse ihrer Bürger von den Mindest-Angaben des BW-Windkraft-Erlasses ab und vergrößern von sich aus die Sicherheitsabstände auf 1200 m und mehr ! In Großbritannien sieht ein bei der zweiten Kammer zur endgültigen Beschlußfassung liegender Gesetzesantrag einen Sicherheitsabstand von 3000 m, jedoch mindestens das 10-fache der Gesamthöhe vor und in den USA betragen die Sicherheitsabstände 3000 m.  

 

Wir fordern ebenfalls einen Sicherheitsabstand von mindestens 1500 m  ! 

 

3       Aufrechterhaltung der Zukunftsfähigkeit von Ingersheim auch für die nachfolgende Generation

Der Ausweis weiterer Windvorrang-Gebiete und der Bau weiterer WKA’ s auf viel zu windschwacher Ingersheimer Gemarkung beschneidet die Zukunftsfähigkeit von Ingersheim zu Lasten der nachfolgenden Generation.

Im Interesse der nachfolgenden Generation fordern wir Sie auf, den Windkraft-Unfug in Ingersheim sofort zu unterbinden !

4       Wie groß ist die Fläche des bereits jetzt ausgewiesenen ersten Ingersheimer Windvorrang-Gebiets in ha / qm ?

5       Wie viele Windindustrieanlagen vom Typ der jetzt gebauten Enercon E 82 passen nach Ihren Kenntnissen oder Schätzungen in das erste Ingersheimer Windvorrang-Gebiet ? Kennen Sie die Fragestellungen der beisitzenden Richterin bei der Verhandlung im Ingersheimer Rathaus vom 22.7.2013, wo Sie leider nicht anwesend waren und wo von insgesamt 7 möglichen, also jetzt noch weiteren 6  Windindustrieanlagen die Rede war ?  

6       Die jetzt gebaute WKA befindet sich von Ingersheim aus gesehen an der äußersten Gemarkungsgrenze zum Husarenhof / Besigheim. Wo verläuft die Grenze dieses ersten Ingersheimer Windvorrang-Gebiets auf der anderen Seite, d.h. auf der Ingersheim zugewandten Seite und wie groß ist die Entfernung zu Wohngebieten an dieser seitlichen Grenze des ersten Ingersheimer Windvorrang-Gebiets  ?

  

7       Wie groß ist die Fläche des jetzt von Ihnen gewünschten, geplanten  z w e i t e n  Ingersheimer Windvorrang-Gebiets in 
ha / qm ?    

  

8       Wie viele Windindustrieanlagen vom Kaliber der jetzt gebauten 
E 82 passen nach Ihren Kenntnissen oder Schätzungen in dieses z w e i t e Ingersheimer Windvorrang-Gebiet ?

  

9       Wir fordern die Abhaltung einer Bürgerversammlung und Durchführung eines Bürgerentscheids in geheimer Wahl, und zwar rechtzeitig vor den am 25.5.2014 stattfindenden Kommunalwahlen !

 

10     Sind die Nachbar-Gemeinden Pleidelsheim, Hessigheim und Mundelsheim in die Ingersheimer Windkraft-Pläne einbezogen worden ? Wenn ja, auf welche Art und Weise ? Wenn ja, liegen die Stellungnahmen dieser Gemeinden bereits vor ?

 

Allein schon die Auswahl des Standorts in nur ca. 700 m Entfernung zur dadurch sehr belasteten Gemeinde Hessigheim stellt für sich genommen schon eine bodenlose Frechheit  -  ausgehend von Ingersheim  -  dar und ist sofort zu korrigieren.

  

11     Der Ausweis eines weiteren Windvorrang-Gebiets bzw. der Bau einer 2. Windindustrieanlage gefährdet den dort jagenden und in der Nähe (Neckarhäldenwald) brütenden Rotmilan ! Dies wurde auch bereits im Genehmigungsverfahren für die 1. WKA vom Landratsamt Ludwigsburg festgestellt.

  

12     Bei den innerhalb des Windkraft-Wirkungskreises liegenden Immobilien (Grundstücke, Häuser, Wohnungen) ist mit einer Wertminderung bei den Verkehrswerten von durchschnittlich ca. 30 % zu rechnen, im Einzelfall reicht die Wertminderung sogar bis zur Unverkäuflichkeit, so die Angaben von Immobilienmaklern, Bausparkassen, Versicherungsvertretern, Bankauskünften bei Ermittlung von Beleihungswerten, Gutachterausschüssen von Gemeinden, wissenschaftlichen Untersuchungen an Lehrstühlen von Universitäten mit Schwerpunkt Wohnungswirtschaft (z.B. Uni Frankfurt / M, Prof. Dr. Haase) !

  

13     Ist Ihnen die Stellungnahme / Pressemitteilung des Haus- und Grundbesitzerverbands Schleswig-Holstein vom 17.11.2011 bekannt, der durchschnittliche Wertminderungen von 30 %  -  im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit  -  bei Immobilien festgestellt hat, die im Umkreis (Radius ca. 5 Km / Sichtweite) neu errichteter Windkraft-Anlagen bzw. neu ausgewiesener Windvorrang-Gebiete liegen ? 

14     Falls es zum Ausweis eines zweiten Windvorrang-Gebiets in der von Ihnen geplanten Form käme: Wo könnte Ihrer Ansicht nach ein neues Wohngebiet für die Ingersheimer Bevölkerung für nachfolgende Generationen ausgewiesen werden ?

15     Forderung zur Aufstellung von Messmasten zur Windmessung über einen repräsentativen Zeitraum hinweg !



Hoffentlich kein Vogelschlag in Ingersheim

Foto:  Prof Dr. Claus König



In BW werden z. Zt. keine Windindustrieanlagen mehr gebaut, ohne daß nicht vorher am konkret geplanten Standort ein Wind-Messmast über einen längeren, repräsentativen Zeitraum aufgestellt worden wäre ! Grund: Der baden-württembergische Windatlas wurde ohne Berücksichtigung realer Wind-Daten am „grünen Tisch“ allein aufgrund poltischer, aus Parteiprogrammen  
abgeleiteten Vorgaben ermittelt, seine Ergebnisse weichen in schöner Regelmäßigkeit um durchschnittlich ca. 30 % von den tatsächlichen Ergebnissen bei Ist-Windmessungen ab; an vielen Standorten kam es deswegen in den allermeisten Fällen zu nachhaltigen Verlust-Situationen und zu Fehlinvestitionen zu Lasten der Anleger ! 80 % aller bisher 395 in BW installierten Windindustrieanlagen sind wegen chronischem Windmangel dauerhafte Verlust-Standorte und weisen Jahr für Jahr „tiefrote“ Betriebsergebnisse zu Lasten ihrer Anleger aus, die entweder den Großteil ihres eingesetzten Eigenkapitals oder zumindest große Teile davon verlieren, von Gewinnausschüttungen bzw. Verzinsungen ganz zu schweigen !

Wir fordern daher vor allen weiteren Planungsschritten die Aufstellung eines Windmessmasts und die Durchführung seriöser, repräsentativer Windmessungen ohne manipulierende Einflußnahme der Ingersheimer Windkraft-Initiatoren sowie deren zeitnahe Veröffentlichung !

  

16     Kein Windkraft-Bau im Wasserschutz-Gebiet und in Regionalen Grünzügen !

Der vorgesehene neue Standort liegt im Wasserschutz- / Quellgebiet und in einem Regionalen Grünzug. Wir fordern allein schon aus diesem Grund die Ablehnung des Standorts.

 

17     Das neue Landesplanungsgesetz empfiehlt, zur Vermeidung einer Landschaftsverspargelung keine Windkraft-Bagatell-Standorte einzurichten

Das neue Landesplanungsgesetz empfiehlt zur Vermeidung einer Landschaftsverspargelung, Windindustrieanlagen nur in Konzentrationsflächen auszuweisen. Damit sollen klein- / Bagatell-Standorte vermieden werden. Davon spricht man, wenn an einem Windvorrang-Gebiet weniger als 3 WKA‘ s geplant / gebaut werden.

Um den Empfehlungen der gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen, ist der geplante Standort umgehend „ad acta“ zu legen !

 

18     Wie hoch wären die erwarteten Gewerbesteuer-Einnahmen bei einer weiteren Windkraftanlage auf Ingersheimer Gemarkung ? 

 

 

Ingersheim, im November 2013

 

Walter Müller/Pressewart                                                   Thomas Schöller/Webmaster

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



www.gegenwind-husarenhof.de


 

11.11.11 Uhr 11…

 Nun beginnt sie wieder, die 5. und närrische Jahreszeit…

  Windkraft-Bürgermeister in Bönnigheim und Ingersheim steigen „in die Bütt“ und treiben windigen Unfug, flankiert vom „Elferrat“  -  und die holde Narrenschar hofft, daß am Aschermittwoch wieder alles vorbei ist…

…erstmals Rosenmontagsumzüge in Bönnigheim und Ingersheim ?

 

 

(wm / 11.11 elf Uhr elf) -  Pünktlich am 11.11. elf Uhr elf wurde die 5. Jahreszeit  -  vor allem in den rheinischen Karnevalshochburgen in Mainz, Köln und Düsseldorf  -  wieder gestartet.

Obwohl im eher geruhsamen Schwabenland die Fasnets-Wogen bei weitem nicht so flächendeckend wie im Rheinland hoch gehen, schicken sich nun auch mit Bönnigheim und Ingersheim erstmals zwei Kommunen im eher windschwachen Kreis Ludwigsburg an, vor allem karnevalistisch für „viel Wind“ zu sorgen, nachdem beide dort ihr Windkraft-Unwesen treibende Sitzungs-Präsidenten ihr Narrenkostüm angezogen haben und unter den Klängen des Narrhalla-Marsches „in die Bütt“ gestiegen sind, um dafür zu werben, daß der bisher problemlos aus der Steckdose gekommene Strom dezentral bspw. durch Abholzen von Bäumen und Aufstellen von bis zu 230 m hohen Windmonstern an weitgehend windstillen Standorten erzeugt wird, sich damit ein Vorbild-Motiv aus Schilda und den dort in geraumer Vorzeit sich zutragenden Schildbürgerstreichen nehmend, wo seinerzeit ebenfalls weitgehend ideologisierte (Zeit)Genossen das Dach des Rathauses abgedeckt hatten, um Licht herein zu lassen, nachdem sie zuvor ihr Rathaus ohne Fenster/Lichtquelle hochmauerten…          

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen  der beiden Festkomitees sickerte durch, daß man in Ingersheim und Bönnigheim unter der künstlerischen Oberleitung der Grünen und der SPD neuerdings sogar an einen Rosenmontagszug denkt, bei dem zentrales Motiv die vermutlich vom Windkraft-Konzern Enercon gesponserten, von Eseln und Ochsen gezogenen beiden Wagen an der Umzugsspitze

·         „Der Wind, der Wind  -  das himmlische Kind…“ und

·         „Ich kann blasen wie ich will, das Windrad - das steht still…“

sein soll, wobei das letztgenannte Motiv beide Bürgermeister und die pro-Windkraft eingestellten Mitglieder des Elferrats mit hochrotem Kopf zeigen, wie ihnen schon kurz nach dem Start nach nur 200 m  -  exakt der Höhe der in Ingersheim und Bönnigheim geplanten Windindustrieanlagen  -  der Atem immer schwerer fällt und ihnen  -  nach Luft japsend  -   die Puste ausgeht…

Dem Vernehmen nach wird über die Motivfolge beim 3. und 4. Wagen z. Zt. noch gestritten. Da die Grünen bei der letzten baden-württembergischen Landtagswahl im März 2011 knapp die Nase vorn hatten gegenüber der in Baden-Württemberg und anderswo mangels „Rückenwind“ nur noch vor sich hin dümpelnden SPD, erhalten die Grünen das Vorschlagsrecht für das Motiv des 3. Wagens, der unter dem Motto steht „Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat so viel Pinke, Pinke…“. Auf dem Wagen sollen die ortsansässigen Grünen sowie größtenteils nicht vor Ort wohnende, sondern aus dem Großraum Stuttgart und „aller Herren Länder“  stammende Abordnungen und mit ihnen sympathisierende Weltklima-Verbesserer, Sektierer und Schwärmer sein.

Das Bild zeigt, wie Bürgern und (Klein)Firmen als Stromkunden vor einem mangels Wind still stehenden Windpark im windschwachen Großraum Stuttgart von den Grünen wegen der viel zu hohen und weiterhin explodierenden Stromkosten das „Geld aus der Tasche gezogen“ wird, verursacht durch die weiter ansteigenden, in die Strompreise einkalkulierten und von allen Bürgern zu zahlenden EEG-Subventionen.    

Schließlich zeigt das 4. bis jetzt feststehende und von der SPD ausgesuchte Motiv die Ingersheimer Windindustrieanlage, wobei im ersten Bildabschnitt die Handwerker des Ingersheimer Bauhofs angesichts des nur spärlichen jahresdurchschnittlichen Windaufkommens im nur 298 über NN liegenden Ingersheim notgedrungen  -  kartenspielend  -  stundenlange Pausen einlegen müssen, weil sie mit ihrem Bosch-Schlagbohrer angesichts der ausbleibenden bzw. viel zu geringen Windstrom-Leistung noch nicht einmal „dünne Bretter“ bohren können…

…der zweite Bildabschnitt zeigt, wie die Ingersheimer Hausfrauen zu Herbstbeginn nachts gegen 24.00 Uhr durch ein kurz zuvor in der Gemeinde kostenintensiv installiertes Windstrom-Frühwarn-Informationssystem über den jetzt zu nachtschlafender Zeit leicht aufkommenden West-Wind und die darauf  -  wenn auch spärlich  -  am Windrad einsetzende Windstrom-Erzeugung informiert werden und schnell  -  man weiß ja nicht, ob es sich wie schon so oft im Sommer, nach wochenlanger Flaute nur wieder um ein „laues Lüftchen“ oder doch um eine „steife Brise“ handelt  -  aus dem Bett springen, um die sich zu Bergen auftürmende, mangels Windstrom und deshalb nicht laufender Waschmaschine bisher ungewaschen „liegen gebliebene“ Wäsche waschen zu können, nachdem die  -  im Gegensatz zu den übrigen Kreis-Kommunen, die nichts vom unsicheren Windstrom wissen wollen und die deshalb zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher mit Strom versorgt werden  -  allein am Windstrom-Tropf hängende Ingersheimer Bevölkerung wochenlang mangels Wind und deshalb ausbleibendem Windstrom zwangsweise mit ungewaschenen Kleidern vorlieb nehmen mußte, nachts ohne Heizung und ohne TV beim Spiel „Mensch ärgere Dich nicht…“ im Kerzenlicht bibbernd…

Der dritte Bildanschnitt des 4. Wagens zeigt anschaulich, wie hoheitliche Aufgaben nicht mehr zuverlässig ausgeführt werden können, wenn die Energieversorgung nicht gewährleistet ist. So muß die bei Brand alarmierte Feuerwehr mangels Sprit und leeren Tanks im Depot bleiben, weil aus den elektrisch betriebenen Zapfsäulen an den Tankstellen mangels Wind und deshalb ausbleibendem Windstrom „kein Tropfen“ Sprit mehr herauszukriegen ist.

Aus demselben Grund kann auch die wegen Verkehrsdelikten oder zur Verbrechensbekämpfung alarmierte Polizei wegen leerer Tanks der Streifenwagen nicht mehr ausrücken; dasselbe Schicksal ereilt den wegen eines in 20 km Entfernung eingetretenen Notfalls alarmierten Notarzt und die Intensiv-Stationen der Krankenhäuser evakuieren mangels Stromversorgung ihre Intensiv-Stationen. Doch Halt, eine Lösung der Politik ist in Sicht, denn: Auf dem hinteren Teil des Motivwagens wird  -  versteckt, damit es nicht zu einer Beunruhigung der immer windkraft-kritischer werdenden Öffentlichkeit kommt  -  gezeigt, wie die dort im Innenministerium tagende Expertenrunde beschließt, mit Millionen-Aufwand sämtliche Tankstellen im Land mit Diesel-Notstrom-Aggregaten auszurüsten, um wenigstens durch eine durch einen Tankstellen-Notbetrieb in der windschwachen Zeit rationierte Spritabgabe die öffentliche Ordnung wieder aufrecht erhalten zu können.         

Weitere Anregungen können sich die Motiv-Planer der beiden Rosenmontagsumzüge in Ingersheim und Bönnigheim von den anderen Karnevalshochburgen holen. So berichtet die Frankfurter Rundschau vom  8.2.2013 : “Herausgekommen ist ein Motivwagen, auf dem die Kanzlerin vor einem Windrad steht und bläst und bläst. Trotzdem wird es nichts mit der Energiewende, denn das Windrad ist gar nicht ans Stromnetz angeschlossen.“

Auch das Landratsamt Ludwigsburg als Genehmigungsbehörde könnte durch das närrische Treiben anderswo zu allerlei Windkraft-Unfug inspiriert werden, wie ein Beitrag des Rhein-Sieg-Anzeigers vom  6.2.2013  belegt: „Landrat Frithjof Kühn zeigte sich entzückt über so viel Zuspruch. „Sogar ein paar Bürgermeister sind mitgekommen – als Fußvolk“, flachste Kühn in Richtung des Sankt Augustiner Bürgermeisters Klaus Schumacher, der mit „seinen“ Tollitäten“ ganz vorne stand. Der Angesprochene, in Zivil unterwegs, grinste nur gutmütig. Den Preis für das originellste Kostüm dürfte wohl Umweltdezernent Christoph Schwarz für sich beanspruchen: Ganz in Grün gewandet, hatte er sich ein kleines Windrad auf den Kopf montiert. Das Wunderwerk der Technik bewegte auf Knopfdruck sogar seine Rotorblätter. Ob mit Ökostrom betrieben, ist bislang nicht bekannt. Ein Kostüm mit Hintergrund: Schwarz hatte im Herbst eine Planungshilfe für Windenergieanlagen erstellt.“

…und in Köln erschien ein  online-Lokalblatt  mit folgender Meldung: „Rheinenergie demontiert „Kölns erstes Windrad“: „Köln | Vom Ehrenfeldgürtel aus sah man die weiße Windmühle immer deutlich. Jetzt nach 25 Jahren Dienstbetrieb, wie die Rheinenergie mitteilte, wird das erste Windrad Kölns demontiert. Es habe bei Vollbetrieb lediglich 15 Bügeleisen gleichzeitig erwärmen können, sei aber für Versuchszwecke zur Energieeinspeisung in die Netze wichtig gewesen. Die Anlage war vom Bundesforschungsministerium gefördert worden. Die Kölner gaben im Rahmen eines Wettbewerbes der Anlage den Namen „Flatterpitter“.

Laut Westfälischen Nachrichtgen vom  20.1.2013  trieb es der Elferrat im Münsterland/Kreis Steinfurt besonders toll. Im Bericht heißt es: „Elferrat besteht aus Windrädern Frauenkarneval unter Öko-Strom  - Frauenpower aus erneuerbaren Quellen: Der neue Elferrat des Saerbecker Frauenkarnevals geht als Windräder aus dem Bioenergiepark.

Am Freitagabend eröffnete die Frauengemeinschaft den Reigen der närrischen Sitzungen in Saerbeck, und ihr Elferrat stürmte als Windräder in Hövels Festhalle. 250 bunt kostümierte Frauen bejubelten diesen Einfall. Für alle, die die Wörter Bioenergiepark und Klimakommune nicht mehr hören können, wird es jetzt wohl eine ganz harte Session. Am Freitagabend eröffnete nämlich die Frauengemeinschaft den Reigen der närrischen Sitzungen, und ihr Elferrat stürmte als Windräder in Hövels Festhalle. 250 bunt kostümierte Frauen bejubelten diesen Einfall.

Was der Bekanntenkreis aus dem Gospelchor unter seinem Motto „Frauenpower“ versteht, sang er gleich zur Melodie von „We will rock you“ vor. „Wir stehen auf dem Feld und drehen uns im Wind. Sammeln Energie, weil wir so riesig sind. Haben große Flügel, trotzen jedem Sturm. Die Energie ist sauber, ein Hoch auf jeden Turm.“ Als Erkennungslied gab´s dazu Cliff Richards „Power to all our friends“, vielleicht als vorweg genommene Hymne auf die demnächst eigenständige Stromversorgung im Dorf. Erneuerbare Energie im Elferrat, unendlich verfügbar: Was für Aussichten bis Aschermittwoch.“, so die Westfälischen Nachrichten.

Selbst an eine Prunksitzung denkt man in Bönnigheim, insbesondere, nachdem man in Kurt Sartorius (FWV/CDU) einen windkraft-kritischen Büttenredner „par excellence“ gefunden hat, der mehrfach „Rückgrat“ und Zivilcourage bewiesen und sich gegen Windwahn auf Bönnigheimer Gemarkung ausgesprochen hat. Er hat dem windkraft-ablehnenden Narrenvolk „auf’s Maul geschaut“ und Volkes Urteil als „Till“ seinem Sitzungspräsidenten  -  den „Spiegel“ vorhaltend  -  schon bei einer im Vorjahr abgehaltenen, vorbereitenden Narrensitzung mitgeteilt, als er seine Windkraft-Ablehnung am Rotenberg / Großer Saukopf sinngemäß mit folgender Begründung zu Protokoll gab:

„Vor kurzem mußte eine Kinderschaukel an nahezu demselben Standort auf behördliche Anweisung wieder abgebaut werden und Landwirten, Wengertern oder Besitzern von Streuobstwiesen wird es verboten, auch nur eine kleinere Gerätehütte aufzustellen, und jetzt sollen bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen inmitten des Bönnigheimer Stadtwalds, an natur- und landschaftssensibler Stelle im Naturpark Stromberg-Heuchelberg, in einem Natur-, Landschafts-, Wasser-, Europäischem Vogelschutz-, Natura-2000 und FFH-Gebiet genehmigt werden ? Dies lehne ich ab !“   

In diesem Sinne an „alle holden Närrinnen und Narrhalesen“: „Helau und Alaaf!“

 

Walter Müller/Pressewart “Gegenwind Husarenhof”

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen 
gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften e.V.

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  - 
Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“

 


www.gegenwind-husarenhof.de

 





Templates