Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Politische Entwicklung -  Parteien, Politiker und Experten zur Energiefrage


„Stadt Simmern verzichtet weiter auf Windkraft“

„…Wir sollten nicht mehr jeden Mist mitmachen…“

„…Der Hunsrück hat schon lange seine Seele verkauft…“

…ebenso wie Ingersheim…

…und Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Bönnigheim, Kirchheim/N., Hessigheim, Sachsenheim und Walheim sind ebenfalls im Begriff, ihre Seele zu verkaufen…

N a c h h i l f e-Unterricht für Ludwigsburger Landrat Dr. Haas in Sachen Vogelschutz (…kritische Rotmilan-Population…)…

N a c h h i l f e-Unterricht für Verband der Region Stuttgart (VRS)…

N a c h h i l f e-Unterricht für einige Windkraft-Bürgermeister, Kreisräte, Stadt- und Gemeinderäte im Großraum Stuttgart…

(wm / 290712) - Mit dieser Schlagzeile (1. Überschriftszeile) vom 30.6.2012 informierte die Rhein-Hunsrück-Zeitung (Koblenz, Regionalausgabe Simmern) ihre Leser in Rheinland-Pfalz über den  
V e r z i c h t  der Kreisstadt Simmern (Sitz der Verbands-Gemeinden = VG Simmern), Windräder auf ihrer Gemarkung aufzustellen. Der Beschluß der kreisstädtischen Kommunalpolitiker im Simmerner  
S t a d t r a t  erfolgte  e i n s t i m m i g  über alle Parteigrenzen hinweg. Damit bleibt die Gemarkung der Kreisstadt Simmern bis auf weiteres  w i n d k r a f t f r e i.

In den Jahren zuvor hatte der Simmerner Stadtrat verschiedene Windkraft-Beschlüsse unterschiedlicher Ausrichtung gefaßt.

Zunächst wehrte man sich lange Zeit gegen eine landschaftsverschandelnde Verspargelung der Landschaft durch bis zu 200 m hohe Windkraft-Monster, wobei dabei sicherlich die Tatsache eine Rolle spielte, daß das eher agrar- bzw. weinwirtschaftlich und durch geringe Industriedichte geprägte Bundesland entlang von Rhein, Mosel und Ahr wirtschaftlich nach wie vor stark vom Weinbau / Wein-Tourismus abhängt und man  -  wie zuvor schon in vielen Tourismus-Gebieten im In- und Ausland  -  sicherlich zutreffend  -  zu der Erkenntnis kam, daß eine Verspargelung der Weinanbau-Landschaft an Rhein und im Hunsrück durch bis zu 230 m hohe Windkraft-Ungetüme  -  und damit noch höher als das Ulmer Münster, Kölner Dom oder Stuttgarter Fernsehturm  -  sich negativ auf den in Rheinland-Pfalz im Vergleich zu anderen Bundesländern stärker prosperierenden Tourismus auswirken würde, der dort in vielen Regionen die Haupt-Einnahmequelle der Bevölkerung und Kommunen darstellt.

Da jedoch der zunächst bis März 2011 von der rheinland-pfälzischen SPD-Alleinregierung entfachte, eher SPD-Parteiprogrammen, SPD-Funktionären, selbst ernannten Weltklima-Verbesserern u. ä.   -   angesichts des erschreckenden Ausmaßes der durch Windkraftanlagen verursachten Natur-Schäden jedoch weniger dem oft  c o n t r a - W i n d k r a f t eingestellten B ü r g e r w i l l e n  -  folgende und ab der Landtagswahl im März 2011 von der rot-grünen Landesregierung in Rheinland-Pfalz  -  ähnlich dem seit der Parallel-Landtagswahl im März 2011 in Baden-Württemberg von „Grün-Rot“ praktizierten Strickmuster  -  aufrecht erhaltene  p o l i t i s c h e  D r u c k  zum  forcierten   A u s b a u  der  W i n d k r a f t  -  auch an im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt) eher windarmen und daher für wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb ungeeigneten Binnenland-Standorten  -  immer stärker wurde, sollten nach dem Stadtrats-Beschluß vom Dezember 2011 nun auch auf Simmerner Gemarkung  2 voluminöse Windindustrieanlagen gebaut werden.

Diesen Plänen machte jedoch der dort in der Nähe zum ausgesuchten Windkraft-Standort im Horst brütende  R o t m i l a n  „einen Strich durch die Rechnung“.


Turbinenlandschaft bei Heide ©Dr. J. Musehold

Die kreisstädtischen Simmerner Kommunalpolitiker r e s p e k t i e r t e n  den  P r i m a t  des  N a t u r - u n d  V o g e l s c h u t z e s, der in höchstrichterlicher Rechtsprechung in nahezu identischen Fällen vor dem Europäischen Gerichtshof und deutschen Oberverwaltungsgerichten mehrfach bestätigt und wo festgehalten wurde, daß vom Windkraft-Betrieb Gefahr für „Leib und Leben“ von Vögeln, Fledermäusen ausgehe und deshalb der Bestandsschutz seltener, auf allen Schutzlisten stehender Arten höher zu bewerten sei als das Profitinteresse einzelner, am Windkraft-Betrieb beteiligten Kapitalanleger bzw. Grundstücksverpächter:

Sie  k a s s i e r t e n  ihren im Dezember 2011 gefaßten Windkraft-Beschluß zum geplanten Standort im  I n t e r e s s e  des B e s t a n d s s c h u t z e s  der vom Aussterben bedrohten  R o t m i l a n - 
P o p u l a t i o n.

Zwar wäre an einem Ersatz-Standort der Bau einer Windindustrieanlage möglich gewesen, die Windrad-Projektgesellschaft zeigte starkes Interesse. Die Simmerner Stadträte erteilten jedoch allen Windkraft-Plänen eine  A b f u h r  und lehnten  -  wiederum parteiübergreifend einstimmig  -  selbst den Bau nur einer einzigen Windindustrieanlage auf Simmerner Gemarkung ab.

Hauptgrund der wiederum  e i n s t i m m i g e n  (die Rhein-Hunsrück-Zeitung hat in ihrem Bericht hinter dem Wort „einstimmig“ ein Ausrufezeichen = „!“ gesetzt) A b l e h n u n g  war wohl das zwischenzeitlich angesichts des im Gebiet des VG Simmern realisierten Baufortschritts im Juni 2012 für jedermann visuell wahrnehmbare Ausmaß der bisher schon durch Windkraft-Monster eingetretenen Landschaftsverschandelung und der völlig „unter die Räder“ gekommene Naturschutz sowie der angesichts der bereits genehmigten, noch nicht gebauten Windindustrieanlagen in Kürze erreichte, weiter durch forcierten Windkraft-Ausbau negativ gesteigerte, für ca. 20 - 30 Jahre lang irreparable Verschandelungsgrad in einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft im Hunsrück. 

Die bemerkenswerten  -  windkraft-ablehnenden  -  K o m m e n t a r e  der Simmerner Stadträte zur künftig windrad-freien Zone in Simmern zitiert die Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 30.6.2012  -  vor dem Hintergrund des jetzt im Gebiet des VG Simmern zu Lasten der Bevölkerung durch Windkraft-Unfug schon angerichteten Scherbenhaufens  -  zutreffend wie folgt:

„Ein einzelnes Windrad erschien dem Stadtrat als „zu markant“, so Thomas Klemm, vor allem sei die Anlage am avisierten Platz von der Simmerbachaue aus „voll einsehbar“. Der CDU-Fraktionssprecher monierte die zunehmende Verspargelung rund um Simmern. „Werden die derzeit beantragten Anlagen genehmigt, dann stehen allein in der VG Simmern 113 Windräder.“ Diese Entwicklung sei nicht mehr hinnehmbar.

Ins gleiche Horn stieß Eckhard Gallo (FDP). „Ich frage mich wirklich: Was tun wir uns hier eigentlich an? Aus Traumschleifen werden Albtraumschleifen, das nächtliche Blinken lässt ein überdimensionales Rotlichtmilieu vermuten, wir schädigen unsere Naturlandschaft, die wir eigentlich schützen und für nachfolgende Generationen erhalten sollen.“

Dieser Haltung schlossen sich auch Michael Boos (SPD), Stefan Wickert und Peter Mumbauer (beide aSL) sowie Friedhelm Schüler (SPD) an. Dieter Langkammerer (aSL) unterstrich: „Wir sollten nicht mehr jeden Mist mitmachen.“

Die Bündnisgrüne Irene Theiß brach zwar eine Lanze für die Windkraft, gab aber auch zu, „dass diese Masse an Windrädern der Bevölkerung nicht mehr zu vermitteln“ sei.

„Der Hunsrück hat schon lange seine Seele verkauft“, befand Stadtbürgermeister Andreas Nikolay, „es wäre wünschenswert gewesen, wenn sich andere Ortsgemeinden vorher auch etwas mehr Gedanken gemacht hätten.“

Um bei den Worten und der Empfehlung des Stadtbürgermeisters zu bleiben: Ingersheim hat  -  zu Lasten seiner Bürger  -  mit dem Bau eines rd. 180 m hohen Windkraft-Ungetüms an landschaftssensibler, vergleichsweise windarmer, nur 298 m über Meereshöhe liegenden und daher für wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb ungeeigneten Stelle und den Plänen zum Bau weiterer Windindustrieanlagen im Quellwassergebiet, im bisher ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Gebiet inmitten eines regionalen Grünzugs, in unmittelbarer Nähe zum Neckarhäldenwald und direkt über dem Neckartal ebenfalls bereits „seine Seele verkauft“, nachdem dort die schleichende Umwidmung zu einem windkraft-industriellem Gewerbegebiet nun vonstatten geht.

Bietigheim-Bissingen, Besigheim, Bönnigheim, Kirchheim / N., Löwenstein, Sachsenheim und Walheim bzw. ggfs Hessigheim (vorbehaltlich der in Kürze anstehenden Beschlußfassung im Gemeinderat) sowie eine Reihe weiterer Städte und Gemeinden im Großraum Stuttgart  -  neben Stuttgart z.B. auch Böblingen, Esslingen, Fellbach, Leonberg, Waiblingen u.a.  -  sind „auf dem besten Wege“, mit ihren Beschlüssen zum Ausweis von Windkraft-Standorten ebenfalls „ihre Seele zu verkaufen“.

Den Entscheidungsträgern (Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, Kreisräte) der genannten Kommunen und dort, wo entsprechende Entscheidungen unmittelbar bevorstehen, sei die intensive Lektüre des Berichts der Rhein-Hunsrück-Zeitung „ans Herz gelegt“, damit der eine oder andere noch nicht „windkraft-ideologisierte“ kommunale Entscheidungsträger nach dem kritischen „Blick über den Tellerrand“  -  d.h. nach dem Blick in andere, bereits windkraft-geschädigte Regionen / Bundesländer  -  bei weiteren Windkraft-Entscheidungen im vergleichsweise windarmen Binnenland doch noch seinen gesunden Menschenverstand einschaltet.

Kleiningersheim  mit Windkraftanlage und eine Kirche gibt es auch noch

 © Foto: Hans-Jürgen Steinwedel

...auch Ingersheim hat seine Seele bereits verkauft...

Welche Stilblüten ein in die Sackgasse führender Windkraft-Ausbau an falschen, weil vergleichsweise windarmen Standorten im Binnenland treibt, zeigt der ernstgemeinte, außerhalb der Fasnets-Periode gemachte Vorschlag der rheinland-pfälzischen stv. Ministerpräsidentin / Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis 90 / Die Grünen), die allen Ernstes vorgeschlagen hat, künftig zur Akzeptanz von Windindustrieanlagen bei den oft ablehnenden Bürgern an landschaftssensibler Stelle Windräder mit Aussichtsplattformen zu bauen, um damit den Tourismus in Rheinland-Pfalz anzukurbeln…

(Frage Frankfurter Rundschau vom 6.5.2011: „…Überall, wo ein Windpark gebaut werden soll, entstehen Bürgerinitiativen. Und die Tourismusverbände legen sich auch quer.

Antwort Eveline Lemke: Die Verbände sagen: Windanlagen sind hässlich. Hier muss ein Umdenken erfolgen. Ich schlage vor, schöne Windräder als Aussichtspunkte einzurichten. Als Touristenattraktion. Man kann Burgen und Türme besteigen, warum nicht auch Windanlagen?)

Derartige Pläne zur Ankurbelung des Tourismus haben sich bisher als Schwachsinn herausgestellt; sie wurden daher bis jetzt von in Deutschland bisher rd. 23000 installierten Windindustrieanlagen  -  soweit bekannt  -  nur an 2 (in Worten: zwei) und Windkraft-Standorten (nicht in Rheinland-Pfalz, sondern in Aachen und in Westerholt) mit nur je einer (!!), jeweils erheblich kleineren Anlage (lediglich ca. 60 m hoch) umgesetzt. Ob künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen mit Aussichts-Plattformen versehen werden könnten, ist nach Expertenansicht technisch  -  wegen Problemen mit der Statik u.a.  -  fraglich und wohl kaum möglich. Nach Auskunft von Experten setzen sich Windindustrieanlagen mit für Zwecke des Tages-Tourismus versehenen Aussichtsplattformen jedoch vor allem schon aus wirtschaftlichen Gründen deshalb nicht durch, weil die Windindustrieanlage  -  allein schon aus Gründen des Versicherungsschutzes  -  nach den Sicherheitsvorschriften der Windkraftanlagen-Hersteller beim Besteigen innerhalb des Turms durch Besucher zwingend abgeschaltet werden muß. Dies führt jedoch  -  zusätzlich zu den bereits infolge Flaute und Windmangel schon relativ hohen Stillstandszeiten, währenddessen ohnehin schon kein Windstrom erzeugt werden kann  -  zu weiteren erheblichen „Leerkosten“, die dazu führen würden,

 ·         daß die in den „klassischen“ = windstarken Bundesländern im Norden (an der Küste) und Osten bisher wegen des dort jahresdurchschnittlich höheren Windaufkommens meist wirtschaftlich arbeitenden Windindustrieanlagen Gewinneinbrüche bzw. erhöhte Verluste in Kauf zu nehmen hätten bzw.

 ·         daß die in den im Vergleich hierzu deutlich windärmeren, südlich gelegenen Binnenland-Standorten (z.B. in Bayern, Baden-Württemberg)  -  wo das Windaufkommen nach allen verfügbaren Statistiken von Meteorologen, Wetterstationen u.a. jahresdurchschnittlich um ca. 2 - 3 Mal niedriger (!!) ist als in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern und daher nahezu alle bisher installierten Windindustrieanlagen  -  selbst an den ca. 600 m - 900 m über Meereshöhe gelegenen und deshalb vermeintlich windstärkeren Binnenland-Standorten auf den Höhenrücken des Süd- und Nord-Schwarzwalds oder auf der Schwäbischen Alb  -  vom ersten Jahr an hochdefizitär sind, jedes weitere Jahr wegen relativer Windarmut mit „rot“ abgeschlossenem Betriebsergebnis mit Riesenschritten auf einen (Total)Verlust der oft von blauäugigen Kapitalanlegern aufgebrachten Kapitalanlage zusteuernd… weitere Stillstandszeiten und der dadurch zu verzeichnende Rückgang der ohnehin schon kärglichen Windstrom-Erzeugung würde das jetzt schon große Fiasko der bisher schon arg gebeutelten Windkraft-Kapitalanleger an nahezu allen Binnenland-Standorten noch einmal empfindlich vergrößern…        

Obwohl die gegen den Zeitgeist gerichtete Windkraft-Ablehnung der Stadt Simmern in Rheinland-Pfalz in der Öffentlichkeit große Beachtung gefunden hat, gab es vonseiten der „rot-grünen“ rheinland-pfälzischen Landesregierung keine offiziellen Meinungsäußerungen hierzu.

Dies mag daran liegen, daß die rheinland-pfälzische Landesregierung z. Zt. mit Negativ-Propaganda in ganz anderer Dimension wegen der von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD)  -  schon als SPD-Bundesvorsitzender kläglich gescheitert  -  politisch zu verantwortenden Nürburg-Ring-Pleite und einem daraus aus Steuermitteln bzw. über den Länderfinanzausgleich zu Lasten der Bevölkerung in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg (Geberländer) zu finanzierenden Schaden von rd. 350 Millionen € zu kämpfen hat, nachdem die bis März 2011 allein regierende SPD-Landesregierung von Rheinland-Pfalz mafiösem Geschäftsgebaren von aus dem Ausland agierenden Betrügern aufgesessen ist…

Abschließend empfehlen wir dem Ludwigsburger Landrat Dr. Haas und dem Regierungspräsidium Stuttgart die Lektüre der Ablehnungsgründe des Simmerner Stadtrats, insbesondere die Passagen, die den  
S c h u t z  des in der Nähe brütenden  R o t m i l a n s  zum Gegenstand haben.

Wie bekannt, hat das Ludwigsburger Landratsamt als Genehmigungsbehörde am 12.1.2011 die Genehmigung zum Bau der Ingersheimer Windindustrieanlage erteilt, obwohl bekannt war, daß in der Nähe der Rotmilan seit Jahren seinen Horst hat.

In unserem Bericht vom 13.8.2011 heißt es: „…Alle  diese aus Sicht des Vogelschutzes gegen  den Windrad-Standort Ingersheim sprechenden Punkte waren dem Landratsamt Ludwigsburg im Rahmen des Genehmigungsverfahrens bekannt bzw. sind ihm während des anschließenden Widerspruchsverfahrens bekannt geworden.

Insbesondere waren dem Landratsamt Ludwigsburg seine  e i g e n e n, in seiner Eigenschaft als  
G e n e h m i g u n g s b e h ö r d e  formulierten Ablehnungsgründe aus dem Jahr 2001 bekannt, die sich  g e g e n  den im Jahr 2001 ebenfalls in der Nähe des Husarenhofs geplanten Bau einer damals  n u r  rd. 60 m hohen Windkraftanlage an einem vom jetzt geplanten nur ca. 200 m entfernt gelegenen Standort  -  ebenfalls auf der Ingersheimer Höhe  -  richteten und die seinerzeit  -  u.a. auch mit Schwerpunkt „Vogelschutz“  -  zur  A b l e h n u n g  des Bau-Antrags sowie zur 
V e r s a g u n g  der  G e n e h m i g u n g  durch das Landratsamt Ludwigsburg führten.

Die  A b l e h n u n g  des Windrad-Bauantrags hat das Landratsamt Ludwigsburg  -  seinerzeit überzeugend begründet  -  mit seinem Schreiben vom 16.3.2001 wie folgt formuliert: „… Gerade der Rote Milan ist gemäß der Roten Liste eine bedrohte Art, die stark gefährdet ist. Laut der EU-Vogelschutz-Richtlinie von 1979, Art.4, Abs. 1 ist der Rote Milan eine Vogelart, auf dessen Lebensräume besondere Schutzmaßnahmen anzuwenden sind. Aufgrund der o.g. Gründe kann dem geplanten Standort nicht zugestimmt werden. Es wird angeregt, nach einem Alternativstandort zu suchen.“, so der Ablehnungsbescheid des LRA LB vom 16.3.2001.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat am 4.4.2001 diese Ablehnung in vollem Umfang
b e s t ä t i g t.

Gegenüber dem damaligen Zeitpunkt, als der Erstantrag zum Bau einer Windkraftanlage aus Gründen des Rotmilan-Schutzes vom Landratsamt LB und Regierungspräsidium Stuttgart abgelehnt wurde, ist die Rotmilan-Population heute nach allen Aussagen führender Ornithologen noch stärker gefährdet als damals und andererseits gehen von einem gegenüber der damals beantragten Windkraftanlage ca. 3 Mal höheren, rd. 180 m hohen  Windrad erheblich größere Gefahren für „Leib und Leben“ des in der Nähe brütenden Rotmilans aus…

Das bei der Genehmigung der Ingersheimer Windkraftanlage durch Landratsamt Ludwigsburg und Regierungspräsidium „an den Tag gelegte“ Verhalten in  2010 / 2011 zeigt, daß zumindest in diesem Fall „Recht und Gesetz“  -  nämlich zwingend anzuwendende Natur- und Vogelschutzgesetze und -richtlinien  -  nach Meinung Vieler unbeachtet blieben bzw. aufgrund politischer, von „Grün-Rot“ vorgegebener Vorlagen untergeordnet geblieben sind bzw. „unter den Teppich gekehrt“ gekehrt wurden…. …Zu hoffen bleibt, daß dieser nach Ansicht vieler Beobachter nur noch als glatter Gesetzesverstoß zu bezeichnende Sachverhalt beim vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart anhängigen Verfahren aufgegriffen und korrigiert wird…     

Diesen Homepage-Bericht leiten wir auch der Pressestelle des Verwaltungsgerichts Stuttgart zu.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“




www.gegenwind-husarenhof.de

Seitenanfang

BI-Reihe:  Kommunalverwaltungen, Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker mit  Z i v i l c o u r a g e  und  R ü c k g r a t  gegen Windkraft-U n f u g  an völlig ungeeigneten Binnenland-Standorten

Wie  v e r a n t w o r t l i c h  und zum  W o h l e  ihrer Bürger handelnde Kommunen sowie Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker ihre Bürger vor unwirtschaftlichem 
 W i n d k r a f t- U n f u g  im windschwachen und daher für Windkraft-Betrieb ungeeigneten Binnenland schützen

A l l g ä u e r  Zeitung: „Ronsberg lehnt Windräder ab“

 Bürger, Bürgermeister und Markträte im Markt Ronsberg / Allgäu: Windindustrieanlagen schrecken Neubürger ab…

 Wie hätten wohl die Bürgermeister von Ingersheim, Bönnigheim und Kirchheim sowie das Landratsamt Ludwigsburg entschieden bzw. was können diese Bürgermeister, ihre Gemeinderäte und das Landratsamt Ludwigsburg vom Bürger-Votum in Ronsberg und Umgebung lernen ?


I           Vorbemerkungen

 

(wm / 140712) - Nachdem nun auch der Windkraft-Unfug im vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten südlichen Binnenland  -  insbesondere in Baden-Württemberg  -  verstärkt „Fahrt aufnimmt“  -  genötigt durch nach Meinung vieler Fachleute völlig unsinnige, seit dem 9.5.2012 nach den mit „grün-roter“ Mehrheit im Landtag von Baden-Württemberg beschlossenen Planungsvorgaben der „grün-roten“ Landesregierung  -  häufen sich die Fälle, in denen Kommunalverwaltungen an vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten, zugleich jedoch meist landschaftssensiblen Standorten „zivilen Ungehorsam“ ankündigen und sich dem staatlich bzw. durch grün-rote Parteiprogramme verordneten Windkraft-Unfug entgegen stellen.

Diese in vielen Orten zu verzeichnende kommunale Protesthaltung schlägt sich immer stärker in Gemeinderatsbeschlüssen u.ä. nieder, deren Ziel es u.a. ist, die vielerorts durch völlig aus dem Ruder laufende Windkraft-Exzesse benachteiligten Bürger der betreffenden Kommunen vor den gröbsten Windkraft-Nachteilen zu schützen.

Unterstützt werden diese Kommunen und ihre Bürger von einer auch immer stärker werdenden Anzahl von Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern, denen es verstärkt „dämmert“, daß durch den jetzt im Wege der grün-roten Polit-Propaganda unkoordiniert gestarteten Windkraft-Unfug  -  vor allem an landschaftssensiblen Stellen  -  k e i n e r l e i  Vorteile aus der mit erbärmlichen und blamablen Zahlen zur Windstrom-Erzeugung aufwartenden Entwicklung entstehen, sondern  -  zu Lasten der Bevölkerung  -  viel zu viele Nachteile, die an den allermeisten Windkraft-Standorten  -  wie z.B. in Ingersheim / Landkreis Ludwigsburg  -  noch nicht einmal durch Gewerbesteuer-Einnahmen ein wenig „versüßt“ werden…


Panorama von Ronsberg - Idylle pur

 

Foto: Heidi Sanz  -  weitere schöne Bilder auf der Homepage von Frau Sanz

II         „Ronsberg lehnt Windräder ab“  -  „Ronsberg sonst umzingelt“  -  „Wohnqualität leidet“…     


Mit diesen Schlagzeilen informierte die Allgäuer Zeitung am 17.2.2012 ihre Leser über eine  v o r  den kommunalen Windkraft-Entscheidungen einberufene außerordentliche Bürgerversammlung, zu der rd. 200 Bürger aus Ronsberg und den umliegenden Gemeinden (Unterallgäu / Ostallgäu) gekommen waren, um im Rahmen des informellen Anhörungsverfahrens zur Fortschreibung des Kapitels „Windkraft“ die Pläne des Regionalverbands Donau-Iller zu diskutieren.  

Das Landratsamt Ostallgäu, das zu den Plänen des Regionalverbands eine Stellungnahme abgeben sollte, wollte  v o r h e r  (!!, …wie es sich gehört…: Nachhilfe für Ingersheim…) die Meinung des Gemeinderats  u n d  der  B ü r g e r  (!!) hören.

Laut Allgäuer Zeitung überwog die  A b l e h n u n g  der  B ü r g e r, die sich mehrheitlich  g e g e n  
die Windkraft-Pläne des Regionalverbands aussprachen.

Der lokalen Presseberichterstattung zufolge waren wesentliche Ablehnungsgründe:

  • zu  g e r i n g e, zu  G e r ä u s c h b e l ä s t i g u n g e n  der Bevölkerung (wie in Ingersheim) führende  A b s t a n d s r e g e l u n g e n  sowie

  •   irreparable  v i s u e l l e  Beeinträchtigungen an äußerst landschaftssensiblen Stellen im  Unterallgäu / Ostallgäu

Demokratischen Gepflogenheiten entsprechend machte sich der Ronsberger  M a r k t r a t  nach intensiver Beratung die bei der zuvor abgehaltenen außerordentlichen Bürgerversammlung  mit deutlicher Mehrheit geäußerten  A b l e h n u n g s g r ü n d e  der B ü r g e r  zu eigen und votierte ebenfalls  g e g e n  die weitere Aufstellung von Windindustrieanlagen im Umfeld von Ronsfeld…

 …ein  L e h r b e i s p i e l  für  I n g e r s h e i m, wo Bürgermeister und die Mehrheit des Gemeinderats  -  jeweils vom Windwahn besessen  -  vor ihrer pro-Windkraft-Entscheidung bewußt  k e i n  Votum der Bürgerschaft einholten, denn die Ingersheimer Bürger hätten dem Windkraft-Unfug auf Ingersheimer Boden  - der den Ingersheimer Bürgern  n u r  Nachteile und  
k e i n e n  e i n z i g e n  V o r t e i l  (wegen des dauerhaft unwirtschaftlichen Windkraft-Betriebs noch nicht einmal Gewerbesteuer-Einnahmen) bringt  -  wohl ebenfalls (wie in Ronsberg) mit „Glanz und Gloria“ eine  A b f u h r  erteilt, wie es das für den Amtsinhaber blamable Ergebnis der im Frühjahr 2012 abgehaltenen Ingersheimer Bürgermeisterwahl angedeutet hat…

Nach den Worten des Ronsfelder Marktrates solle eine „Umzingelung“ durch zwischen 130 m und 210 m hohen „raumbedeutsamen Windenergieanlagen“ vermieden werden, so die Begründung für das ablehnende Votum. Da nach den bisher bekannten Verlautbarungen davon auszugehen sei, daß der Regionalverband und / oder Nachbarkreise weitere Windkraft-Standorte suchen würden, „entstehe für den Markt Ronsberg ein Gefühl, schier „erdrückt“ zu werden“.


Achtung Widerstand auch im Allgäu  -  Das wird Franz Untersteller nicht gefallen

Und weiter: „Der Markt Ronsberg bemängelte, so das Schreiben ans Landratsamt, dass die Regierung die geforderten Stückzahlen verwirklichen möchte - ohne generelles Energiekonzept für erneuerbare Energien und anscheinend ohne angemessene Würdigung von Lebensräumen für Mensch und Natur. Die Errichtung von Windkraftanlagen im „Holzerwald“ zerstöre nachhaltig das Landschaftsbild des Günztales, das zum einen der Bevölkerung als Erholungsgebiet und zum anderen dem Urlaubsstandort Allgäu als wertvolle Gebietskulisse dient.“

Der Bericht in der Allgäuer Zeitung endet wie folgt: „ In der Debatte zuvor waren ebenfalls der zu geringe Abstand zu Wohngebäuden und die Höhe der Windräder angesprochen worden, die damit weithin zu sehen seien. Dadurch leide die Wohnqualität im Günztal und schrecke Neubürger ab. Zuvor hatte schon der Gemeinderat von Markt Rettenbach in einem Fünf-Punkte-Programm mit 14:1-Stimmen das Projekt zum Bau von Windrädern im „Holzerwald“ abgelehnt.“

Was zeigt der Vergleich der 

  •  c o n t r a-Windkraft-Entscheidungen von Ronsberg, Rettenbach und Umgebung im Ost- / Unterallgäu mit den 
  • p r o-Windkraft-Entscheidungen von Bürgermeister und Gemeinderat in Ingersheim, Bönnigheim, Kirchheim sowie im Landratsamt Ludwigsburg ? 

Zunächst sind  G e m e i n s a m k e i t e n   -  in der  L a n d e s p o l i t i k  -  hervorzuheben:

Sowohl die von CSU und FDP geführte bayerische Staatsregierung  -  in Bayern sind in wenigen Monaten Landtagswahlen  -  als auch die seit dem 21.3.2011 grün-rot geführte Landesregierung von Baden-Württemberg haben Pläne verabschiedet, denen zufolge das jeweilige Bundesland flächendeckend mit einem „Teppich“ von bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen (höher als der Stuttgarter Fernsehturm) überzogen werden sollen, und zwar auch

  •  an landschaftssensiblen = raumbedeutsamen Stellen (eine irreparable Landschaftsverschandelung  ist die Folge)

  •  im Wald und in bzw. in der Nähe von Landschafts-, Naturschutz-und Vogelschutzgebieten (der  Naturschutz kommt noch einmal stärker „unter die Räder“)

  •  sowie in geringster Nähe (bei noch einmal verkürzten Sicherheits- / Mindestabständen) zur  Wohnbevölkerung bzw. zur noch näheren Bevölkerung in Aussiedlerhöfen, Weilern,  landwirtschaftlichen Gehöften (Folge: verstärkte Gesundheitsrisiken, verminderte Lebensqualität  der im Windkraft-Wirkungskreis lebenden Bürger, quasi „über Nacht“ sinkende Verkehrswerte von  Grundstücken und Gebäuden u.a.) … 

Die Pläne der bayerischen, von CSU / FDP-geführten Staatsregierung sehen vor, in den nächsten ca. 5 Jahren  -  auch an landschaftssensiblen, vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Stellen  -  ca. 1500 neue Windindustrieanlagen zu bauen, während nach den Plänen der grün-roten BW-Landesregierung zusätzlich zu den in BW bereits bestehenden 385 Windindustrieanlagen jährlich bis zu 150 neue Windkraftanlagen gebaut werden sollen; bis zum Jahr 2020 sollen rd. 1200 neue Windindustrieanlagen „im Ländle“ in Betrieb gehen, und zwar ebenfalls  -  wie in Bayern  -  oftmals an landschaftssensiblen, zugleich relativ windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb ebenfalls völlig ungeeigneten Stellen.  

 

Auf der  k o m m u n a l e n  Ebene hingegen ergeben sich jedoch gravierende Unterschiede:

 

1          In Ronsberg und Umgebung haben Markträte und zuständiges Landratsamt (Genehmigungsbehörde)  v o r  (!!...alle Achtung… Nachhilfe für Ingersheim…) ihren Windkraft-Entscheidungen die Bürger in außerordentlichen Bürgerversammlungen angehört. Bei diesem Verfahrensablauf war  -  im Interesse des Bürgers  -  von Anfang an größtmögliche Transparenz gegeben, im Gegensatz beispielsweise zu Ingersheim, wo Bürgermeister und Gemeinderat ihre pro-Windkraft-Entscheidung bzw. den Ausweis von Windvorrang-Gebieten ohne zuvor erfolgte Bürgerbefragung und ohne Einholung des Bürgerwillens  -  intransparent und „im Hinterzimmer“  -  „ausgekungelt“ haben, stark beeinflußt durch eine „Handvoll“ Windkraft-Ideologen um die Gemeinderätin Hanne Hallmann (stv. Bürgermeisterin)… 

 

2          Kommunalverwaltungen, Markträte und Landratsamt haben sich bei ihren contra-Windkraft-Entscheidungen auf das  contra-Windkraft gerichtete M e h r h e i t s-V o t u m  
der Bürgerschaft
von Ronsberg und Umgebung gestützt, getreu dem Motto: Der Wille des Bürgers = Souverän soll entscheiden…

Da das Mehrheits-Votum der Bürger deutlich  c o n t r a-Windkraft ausfiel, haben  -  darauf aufbauend  -  Bürgermeister, Markträte und Landratsamt (Genehmigungsbehörde) bei ihren Entscheidungen Windkraft-Pläne zum Bau von Windindustrieanlagen in Ronsberg und Umgebung abgelehnt.

Das contra-Windkraft-Votum der Gemeinden Ronsberg und Umgebung und des zuständigen Landratsamts stellt beileibe keinen Einzelfall von „spinnerten“ Kommunalpolitikern mehr dar  -  im Gegenteil: Immer mehr Kommunalpolitiker, Kommunalverwaltungen, Genehmigungs-behörden, Landes- und Bundespolitiker zeigen „Rückgrat“ und schalten angesichts des jetzt verstärkt zutage tretenden, politisch verordneten Windkraft-Unfugs ihren gesunden Menschenverstand ein stellen sich  -  vor Ort gestützt auf die Windkraft-Ablehnung der immer größer werdenden Bürger-Mehrheit  -  gegen den grün-roten Zeitgeist und dessen Auswüchse  -  insbesondere beim Versuch, den Windkraft-Unfug flächendeckend (auch an landschaftssensiblen Standorten) im wegen                      Foto: Heidi Sanz
relativer Windarmut für Windkraft-Betrieb gänzlich ungeeigneten südlichen Binnenland zu forcieren…

Wir werden künftig über ähnliche Sachverhalte verstärkt berichten und weitere Beiträge in unsere Homepage einstellen, die  -  zum  W o h l  d e r  B ü r g e r  -  k o m m u n a l e  contra-
Windkraft-Entscheidungen zum Gegenstand haben…    

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 




Seitenanfang


Newsletter August 2012 der FDP Baden-Württemberg zur Energiepolitik der Landesregierung:

„Landesregierung setzt zu einseitig auf Windkraft“

(wm / 060812) - Unter unserer Homepage-Rubrik „Politische Entwicklung“ bringen wir in unregelmäßigen Abständen Beiträge zur aktuellen politischen Entwicklung im Bereich der Energiepolitik, die sich sowohl auf der kommunalen Ebene als auch in der Landes- oder Bundespolitik niederschlägt.

Seit dem im Zuge der dramatischen Ereignisse in Fukushima / Japan durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erfolgten Ausruf der Energiewende prallen Insbesondere in Baden-Württemberg die unterschiedlichen Ansichten zur Energieversorgung der am 27.3.2011 neu gewählten, „grün-rot“ geführten Landesregierung und der Opposition von CDU und FDP aufeinander.

Wie bekannt, sehen die Pläne der „grün-rot“ geführten Landesregierung von Baden-Württemberg vor, zusätzlich zu den bereits im „Ländle“ bestehenden 385 Windindustrieanlagen jährlich bis zu 150 weitere Windkraftanlagen zu installieren. Bis zum Jahr 2020 sollen so zu den jetzt bereits 385 bestehenden Windmühlen insgesamt rd. 1200 neue, dann bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen gebaut werden.

Abgesehen von der Tatsache, daß immer mehr Energie-Fachleute die politische Zielsetzung der durch regenerative Energie künftig zu liefernden Bedarfsdeckung in Frage stellen  -  der künftig benötigte Strom soll in Zukunft immerhin zu 35 % durch regenerative Energie (Sonne / Photovoltaik, Wind, Biogas, Geothermie, Wasserkraft) erzeugt werden  -  regt sich bei den Bürgern vor Ort angesichts der auf die Bevölkerung vor allem durch den Windkraft-Ausbau zukommenden Nachteile immer größerer Widerstand, nachdem klar wird, daß nach den Plänen von „grün-rot“ der Hauptanteil des regenerativen Energieausbaus vor allem auf Windkraft entfallen soll.

„Knackpunkt“ ist, daß die von unabhängigen Sachverständigen des TÜV Süd im für ganz Baden-Württemberg geltenden Windatlas als vermeintlich besonders windstark geltenden Standorte

·         auf den Höhenrücken des Südschwarzwalds

·         auf den Höhenrücken des Nordschwarzwalds

·         auf der Schwäbischen Alb und

·         auf der Hohenloher Ebene

durch einen Großteil der jetzt schon bestehenden 385 Windindustrieanlagen belegt sind und die dort noch vorhandene Restflächen-Kapazität bei weitem nicht ausreicht, um noch weitere 1200 Windkraftanlagen aufnehmen zu können.  

Landschaftsschutz Ebersberger Land e.V.Konsequenz: Sollen die „grün-roten“ Pläne tatsächlich umgesetzt werden, führt dies unweigerlich dazu, daß künftig in verstärktem Umfang bis zu 230 m hohe  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm  -  Windindustrieanlagen an landschaftssensiblen Stellen auch auf dem  -  windschwachen  -  „flachen Land“ gebaut werden und damit  -  wie z.B. im nur 298 m über Meereshöhe und damit relativ windschwach gelegenen Ingersheim  -  an Standorten, die wegen relativer Windarmut nicht geeignet sind für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb, denn:

Fachleute und insbesondere Meteorologen wissen, daß hinsichtlich des  jahresdurchschnittlichen bundesdeutschen
W i n d a u f k o m m e n s  ein  s t a r k e s  N o r d - S ü d - Gefälle besteht.

So belegen alle im Langzeit-Vergleich durch unabhängige Meteorologen erhobenen Windmess-Statistiken, daß das jahresdurchschnittliche Windaufkommen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt) um ca. 2 - 3 Mal  h ö h e r  ist wie im vergleichsweise windarmen Süden (Bayern) bzw. Südwesten (Baden-Württemberg).

Folgerichtig und unter Einschaltung des gesunden Menschenverstands auch für „Normalbürger“ jederzeit nachvollziehbar ist es daher,

·         daß rd. 85 % aller bisher bundesweit rd. 22700 gebauten  Windindustrieanlagen in den genannten „klassischen“  -  = w i n d s t a r k e n  -  Windkraft-Bundesländern und eben  n i c h t  im eher windschwachen Süden bzw. Südwesten errichtet wurden

·         und ebenso folgerichtig ist es, daß aufgrund der im Norden und Osten günstigeren Produktions- und Standortbedingungen  -  das jahresdurchschnittlich an einem Windkraft-Standort sich einstellende Windaufkommen ist Haupteinfluß-Faktor für einen dauerhaft wirtschaftlichen, profitablen Windkraft-Betrieb  -  die meisten der dort in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen je Anlage einen zufriedenstellenden bis guten Windstrom-Ertrag abwerfen, der zu  G e w e r b e
e r t r ä g e n  bei den Investoren und daher zu  G e w e r b e s t e u e r-E i n n a h m e n  bei der Windkraft-Standort-K o m m u n e  führt,

·         …während die meisten der im vergleichsweise windarmen Süden (Bayern) bzw. Südwesten (Baden-Württemberg) betriebenen Windräder wegen wochenlanger Windstille und „lauer Lüftchen“ nur trostlos vor sich  h i n d ü m p e l n, mit jedem Tag  -  zu Lasten der investierten und von der Windkraft-Lobby durch unrealistische Windertrags-Prognosen „über den Tisch gezogenen“ Kapitalanleger  -  den bisher schon aufgelaufenen Windrad-Betriebsverlust noch weiter erhöhend und ohne Aussicht auf die Rückzahlung des investierten Anleger-Kapitals….

·         weshalb es  -  wie in Ingersheim, wo der Bürgermeister auf Befragen von Bürgern am 12.3.2010 in der SKV-Halle kleinlaut eingestehen mußte, daß die Gemeinde keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen aus dem Windrad-Betrieb erwarte  -   bei nahezu allen Windkraft-Standort-Gemeinden im Süden (Bayern) bzw. im Südwesten (Baden-Württemberg) wegen aufgrund Windarmut eingetretener Betriebsverluste Jahr für Jahr zu  k e i n e r l e i  Gewerbesteuer-Einnahmen kommt…     

Im baden-württembergischen Landtag sind bereits mehrfach die unterschiedlichen Ansichten von Regierung und Opposition auf dem Gebiet der Energiepolitik aufeinander geprallt.

Nachfolgend bringen wir einen Beitrag des FDP-Landtagsabgeordneten Alois Glück / MdL (Energie- und Umweltpolitischer Sprecher der FDP / DVP - Landtagsfraktion) zur Energiepolitik der Landesregierung, der im Newsletter August 2012 der FDP Baden-Württemberg veröffentlicht wurde.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“







Seitenanfang

          Stellungnahme der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“         zum Vorschlag der Stadtverwaltung Besigheim, bei der Gemeinderatssitzung am 24.7.2012 für den Vorschlag zu stimmen, auf Besigheimer Gemarkung  im Waldgebiet „Rossert“ für den Ausweis von Windindustrie-Standorten zu stimmen

Ablehnung von Windkraft-Standorten in Besigheim

Vorbemerkungen

 
Nachfolgende Stellungnahme wird im Rahmen der Bürgerfragestunde vorgetragen, die der Sitzung des Besigheimer Gemeinderats am 24.7.2012 vorgeschaltet ist.

 

I           Ablehnung von Windkraft-Standorten in Besigheim

 
Die BI wendet sich  -  auch auf Wunsch und Empfehlung von Bürgern, bei uns in den letzten Tagen nach der Veröffentlichung der Tagesordnungspunkte eingegangenen Anrufen u.a.  -  entschieden gegen die an den GR gerichtete Empfehlung der Stadtverwaltung Besigheim, im „Rossert“ Standorte für künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen auszuweisen.

 

II         Begründung

 a)    Die Entscheidung ist von der chronologischen Zeitfolge und von der jetzt gegebenen Sachlage her nicht nachvollziehbar

 
In den Jahren 2000 ff hat die Stadtverwaltung Besigheim zusammen mit dem GR mehrfach Windkraft-Standorte auf Besigheimer Gemarkung abgelehnt, so z.B. am Häckselplatz auf dem Husarenhof oder auf der Ottmarsheimer Höhe. Als Gründe wurden angeführt

·         Vogelschutz
·         mangelnde Wirtschaftlichkeit wegen zu geringen Windaufkommens
·         Landschaftsverschandelung
·         Beeinträchtigung der auf dem Husarenhof lebenden Bürger wegen Schad-Emissionen (Lärm,               Infraschall u.a.)
·         Risiken hinsichtlich der Übernahme von Entsorgungskosten u.a.

Bei der Durchführung des Verfahrens zur nachbarschaftlichen Abstimmung im Jahr 2010 hat die Stadtverwaltung gegenüber dem Windkraft-Standort auf Gemarkung Ingersheim zunächst ebenfalls eine ablehnende Haltung eingenommen, die jedoch durch Intervention der GR-Fraktionen von BMU und SPD und gegen den Willen des Bürgermeisters, der Zählgemeinschaft Freie Wähler / FDP und der CDU in eine „Enthaltung“ transformiert wurde.

Bei der letzten zum Thema „Windkraft“ erfolgten GR-Sitzung im  M a i  2012 wurden via KMB-Gutachten 4 nach Ansicht von KMB mögliche Standorte auf Besigheimer Gemarkung vorgestellt.

3 davon  -  u.a.  a u c h  der potentielle Windkraft-Standort „Rossert“  -  sollten nach der Empfehlung der Stadtverwaltung aus einleuchtenden und leicht nachvollziehbaren Gründen „n i c h t  w e i t e r 
verfolgt“
(wörtliches Zitat des Bürgermeisters) werden, dagegen sollte der 4. mögliche Standort „Brachberg“ näher als für Windkraft infrage kommender Standort untersucht werden.

Schon im Rahmen dieser im Mai 2012 abgehaltenen GR-Sitzung wurden durch Stadtrat Gerstetter (CDU) Gründe geäußert, die eine Realisierung des Standorts „Brachberg“ zweifelhaft erscheinen ließen, so z.B.

  • „Wasser-, bzw. Quellgebiet“

  • zu geringer Abstand zur Wohnbevölkerung in der Kammgarn-Spinnerei bzw. zu einzelnen Wohnhäusern an der Bahnlinie und an der B 27 Richtung Bietigheim

Hinsichtlich des Kriteriums „Abstand zur Wohnbebauung“ hat sich der Gemeinderat auf Empfehlung des Bürgermeisters zur Vermeidung einer Schlechterstellung (Zweiteilung der Bürger / keine Bürger 2. Klasse) bewußt selbst eine Restriktion auferlegt, wonach als Mindestabstand zwischen Windkraft-Standort und Bürgern eine Entfernung von mindestens 700 Metern einzuhalten ist, unabhängig davon , ob die Bürger in „normalen“ Wohngebieten oder in Aussiedlerhöfen, Mischgebieten u.a.  -  für die nach den „grün-roten“ Planungsvorgaben nur noch eine Mindestentfernung von 300 m - 500 m gelten soll  -  wohnen.

Der von Bürgermeister Bühler empfohlene und vom GR einstimmig beschlossene Mindestabstand von 700 m sollte  -  bewußt und im Gegensatz zur vom Ingersheimer Bürgermeister und dessen Gemeinderat praktizierten Vorgehensweise  -  auch gegenüber den Bürgern von Nachbarkommunen gelten, damit es nicht zu derartigen Benachteiligungen von Bürgern kommt, wie sie jetzt durch die Vorgehensweise des Ingersheimer Bürgermeisters und seines Gemeinderats beim Bau des Ingersheimer Windrads aufgetreten sind, nachdem als Windkraft-Standort ein Standort ausgewählt wurde, der  -  zu Lasten dieser Bürger  -  entgegen den ursprünglichen Planungen < als 700 m, nämlich nur noch ca. 650 m zum Husarenhof bzw. nur noch 450 m zum Lerchenhof, beträgt…  

Diese schon in der GR-Sitzung im Mai 2012 von Gemeinderat Gerstetter (CDU) gegenüber dem Standort „Brachberg“ geäußerten Zweifel haben sich nun wohl bestätigt. 

Nach der  z u v o r  erfolgten und logisch begründeten   A b l e h n u n g  der anderen 3 Standorte  -  auch die  e i n s t i m m i g e  A b l e h n u n g  des Standorts „Rossert“ auf Empfehlung des  
B ü r g e r m e i s t e r s  betreffend  -  wäre nun die  e i n z i g  l o g i s c h e  Folge gewesen, nun auch den 4. untersuchten Standort „Brachberg“ (d.h. inkl. „Brachberg“ + „Rossert“) und damit  a l l e  4  in den  E n t s c h e i d u n g s p ro z e ß  einbezogenen Standorte  a b z u l e h n e n.

Dies ist aus uns  n i c h t  nachvollziehbaren Gründen  n i c h t  geschehen, wie die Beschlußvorlage der Stadtverwaltung  zur am 24.7.2012 terminierten GR-Sitzung aufzeigt.

So ..... (dauerhafte Zuwegung für Windindustrieanlagen)



Bild: Mathias Kreh / Quelle: www.windland.ch


oder so ... (intakter lebendiger Wald)



Foto: Thomas Schöller -

 b)    Keine Notwendigkeit des Ausweise von Windkraft-Standorten auf Besigheimer Gemarkung wegen befreiender Wirkung von GR-Beschlüssen in Walheim und Gemmrigheim


Anhand der im GVV-Verbandsgebiet sich jetzt darstellenden Situation wäre eine Ablehnung von Windkraft-Standorten auf Besigheimer Gemarkung ohne weiteres möglich gewesen, und zwar gänzlich ohne nachteilige Folgen für Besigheim, insbesondere ohne befürchten zu müssen, ein x-beliebiger Investor könne „an der Stadt vorbei“ nach Einigung mit einem Grundstücksverpächter Windräder bauen, denn:

Bisher haben die zum GVV gehörenden Gemeinden Walheim und Gemmrigheim entsprechende Beschlüsse zum Ausweis von Windkraft-Standorten auf deren Gemarkungen gefaßt.

Diese GR-Beschlüsse hätten für alle übrigen bzw. für die restlichen 5 im GVV Besigheim zusammen geschlossenen Kommunen befreiende Wirkung von der Verpflichtung gehabt, auf eigener Gemarkung eigene Windkraft-Standorte auszuweisen.

Denn: Derartige Regelungen sind gerade Sinn und Zweck von Gemeindeverwaltungsverbänden; zu erinnern ist an ähnliche Sachverhalte wie z.B. Ausgleichsmaßnahmen des Industriezweckverbands Besigheim (Ottmarsheimer Höhe) im Walheimer Baumbachtal auf Walheimer Gemarkung, die wegen Bau- / Infrastrukturmaßnahmen auf der Ottmarsheimer Höhe durchgeführt werden müssen. usw.

Dies hätte auch Sinn und Wortlaut der am 9.5.2012 mit grün-roter Mehrheit im Landtag beschlossenen Änderung der Landesplanungsgesetze entsprochen, die  -  trotz politischer Vorgaben, bis 2020 ca. 1200 neue Windindustrieanlagen in BW zu bauen  -  u.a. auch zum Ziel haben, durch Konzentration an vermeintlich besonders windstarken Standorten eine aus Sicht des Landschaftsschutzes (insbesondere an besonders landschaftssensiblen Stellen) abzulehnende übermäßige Verspargelung durch Windindustrieanlagen zu verhindern, die unweigerlich dann eintritt, wenn jetzt jede einzelne Kommune ihren eigenen Windkraft-Standort ausweisen würde.


c)        Sachliche Gründe gegen Windindustrieanlagen im „Rossert“: Naturschutzgründe

 
Der jetzt von der Stadtverwaltung Besigheim empfohlene Standort ist der denkbar schlechteste aller Standorte, denn er zerstört ein weitgehend noch intaktes, unberührtes Waldgebiet abseits der Wohnbevölkerung, mit der  F o l g e, daß beim Bau von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen (höher als der Stuttgarter Fernsehturm) durch dann durchzuführende Infrastrukturmaßnahmen wie

·         Feldwegeaus- und -neubau

·         Verlegung von Leitungen zur nächsten Sammelstation

·         Bau von Versorgungsstationen u.a.

durch das Schlagen großflächiger  S c h n e i s e n  große Teile des ohnehin nicht großen Waldgebiets abgeholzt werden müssen, denn die  M o n ta g e  einer Windindustrieanlage erfolgt immer vor Ort durch Spezialkräne und die Einzelteile werden durch schweres Gerät wie 9-Achser-LKWs u.a. zum Standort gebracht, wie es die Vorgehensweise beim Bau der Ingersheimer Windindustrieanlage überdeutlich gemacht hat…

Was dies für den jetzt noch bestehenden Wald im „Rossert“, insbesondere für die wieder einmal „böse unter die Räder kommende Natur“ bedeutet, braucht an dieser Stelle nicht noch einmal gesondert betont zu werden…

…und dies alles für Windindustrieanlagen, die an einem relativ windarmen, in nur ca. 300 m über Meereshöhe liegenden Standort keinerlei Vorteile für die Besigheimer Bevölkerung, sondern nur zu Nachteilen wie in Ingersheim führt, geschweige denn zu Gewerbesteuer-Einnahmen, die mangels dauerhaft wirtschaftlichem Windkraft-Geschäftsbetrieb auch in Besigheim nicht anfallen würde…



Windkraftanlage Ingersheim - Fundament im Bau

Bild:  Zonk 43 / Creative Commons  CCO 1.0)

 

d)        Widerspruch zu den Bemühungen Besigheims, im Bereich des „sanften Tourismus“ Zuwächse zu erzielen…

 
Besigheim führt als einziger Ort im Landkreis LB das Attribut „Erholungsort“, es wurde als „schönster Weinort“ vom MDR ausgezeichnet und seit kurzem gibt es in Walheim die vom Deutschen Weininstitut verliehene Auszeichnung „schönste Weinaussicht“ auf Deutschlands „schönsten Weinort“…

Der Enzhäldenweg wird z. Zt. mit Zehntausenden von € aus kommunalen Mitteln und über Fördergelder saniert und instandgesetzt, nicht zuletzt führt dies auch zu einer weiteren touristischen Aufwertung gerade dieses Gebiets mit traumhaftem Ausblick übers Enztal Richtung Brachberg, Rossert, Stromberg usw.

Der Bau von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm  -  würde diesen Blick irreparabel verschandeln und würde den touristischen Bemühungen der Stadt, ihrer Bewohner und den vom „sanften Tourismus“ profierenden Bürgern, Genossenschaften, Gastronomie u.a. einen schweren, kaum mehr wieder gut zu machenden Schlag versetzen…

Damit diese Nachteile nicht zu Lasten der Weinregion Besigheims, ihrer Bürger und der Umgebung eintreten, bitten wir den Gemeinderat der Stadt Besigheim bei der GR-Sitzung am 24.7.2012 um Ablehnung der von der Stadtverwaltung Besigheim eingebrachten Empfehlung.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


www.gegenwind-husarenhof.de

Seitenanfang

Neckar- und Enzbote (NEB): Lokale Presse-Berichterstattung zum Bau von Windindustrieanlagen in Löchgau

Löchgauer CDU und Freie Wähler äußern sich skeptisch zum Ausweis von Windkraft-Standorten auf Löchgauer Gemarkung

Löchgauer CDU: „Windkraft nur in Einklang mit Mensch und Natur“
FW: „Windkraft: Freie Wähler wollen keinen Wildwuchs“  

  

(wm / 120512) - Der  N E B  berichtete im Lokalteil seiner Ausgaben vom 28.4. bzw. 30.4.2012 über Arbeitssitzungen der F r e i e n  W ä h l e r  und der  C D U  in L ö c h g a u, in denen es u.a. auch um die Meinungsbildung zu den im Mai / Juni / Juli anstehenden Entscheidungen zum  A u s w e i s  von  
W i n d k r a f t-S t a n d o r t e n  auf Löchgauer Gemarkung
ging.

Hintergrund der jetzt auch vor Ort verstärkt geführten Diskussionen ist das  P r o g r a m m  der  g r ü n
-r o t e n  Landesregierung, in Baden-Württemberg  z u s ä t z l i c h  zu den bereits rd.  3 8 0
vorhandenen  j ä h r l i c h  bis zu  1 5 0  weitere Windindustrieanlagen zu bauen;
im 5-Jahres- 
zeitraum der Legislaturperiode 2011 - 2015 sollen so  -  flächendeckend in BW  -  bis zu ca. 7 5 0  w e i t e r e  Windindustrieanlagen hinzukommen, die im Einzelfall nach dem bisher erreichten Stand der Technik bis zu 2 3 0  m  h o c h  oder noch höher werden können. Bis zum Jahr 2020 sollen zu den bereits vorhandenen  3 8 0  Windmühlen gar bis zu rd. 1200  n e u e  Windindustrieanlagen gebaut werden.

Zum Vergleich: Das jetzt fertiggestellte Ingersheimer Windrad vom Typ Enercon 82 bringt es als Windkraftanlage der 2. Generation immerhin schon auf rd. 180 m. Es ist damit die höchste bisher in Baden-Württemberg gebaute Windindustrieanlage; sie ist damit höher als das Ulmer oder Freiburger oder das Straßburger Münster und es ist annähernd so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm.

Die für Windstrom-Erzeugung  i d e a l e n  Standort-Bedingungen befinden sich jedoch hauptsächlich in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im  N o r d e n  und  O s t e n  Deutschlands (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg,  Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, mit Abstrichen: nördliches NRW + Hessen).

So ist nach allen Statistiken das  j a h r e s d u r c h s c h n i t t l i c h e  Windaufkommen  -  = Haupteinflußgröße für einen  d a u e r h a f t  -  und  n i c h t  nur tageweisen  -   wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb  -  im  N o r d e n  und  O s t e n  um ca. 2 - 3 mal  h ö h e r (!!) als im vergleichsweise  e h e r  w i n d s c h w a c h e n  S ü d e n / Südwesten Deutschlands (Baden-Württemberg, Bayern);

…m.a.W., eine Investition in eine rd. 3,6 Millionen  -  wie in Ingersheim  -  teure Windkraftanlage erwirtschaftet an den wegen besserem Windaufkommen idealeren Windstrom-Produktions-Standorten im Norden + Osten Deutschlands eine erheblich bessere Windstrom-Ausbeute (= Rentabilität) als an südlichen Standorten wie z.B. im nur 298 m über Meereshöhe liegenden Ingersheim oder in Löchgau, wo das Jahr über doch oftmals völlige Windstille herrscht oder bestenfalls nur „ein laues Lüftchen“ weht, zum wochenlangen Windrad-Stillstand führend, währenddessen kein Windstrom-Ertrag  -  sondern nur Betriebsverluste  -  anfallen…

…die dortigen Standorte im Norden und Osten sind daher weitaus rentabler als die meisten im südlichen, eher windschwach liegenden Standorte, an denen die meisten der bisher in Baden-Württemberg in Betrieb gegangenen Windkraft-Anlagen Jahr für Jahr zu Lasten der Kapitalanleger nur „tiefrote“ Betriebsergebnisse produzieren  -  auf einen Totalverlust des eingesetzten Anleger-Kapitals zusteuernd  -  und an denen „keinerlei Hoffnung auf Besserung“  -  d.h. dauerhaft stärkeren Wind  -  besteht…

Das deutlich  b e s s e r e  Windaufkommen ist der  H a u p t g r u n d, warum ca. 85 % aller bisher in Deutschland installierten Windindustrieanlagen in den genannten Bundesländern im Norden und Osten bzw. off-shore  -  d.h. vor der Küste im Meer  -  und eben  n i c h t  im vergleichsweise eher windarmen Süden gebaut wurden… 

Darüberhinaus besteht in den eher agrarwirtschaftlich strukturierten „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten eine geringere Bevölkerungsdichte als im stärker industriell durchsetzten Süden oder Westen, die es erlaubt, Windkraftanlagen in größerer Entfernung bzw. g r ö ß e r e m  Sicherheitsabstand zur  W o h n b e v ö l k e r u n g  zu bauen, um die  B ü r g e r  vor den von Windindustrieanlagen unzweifelhaft ausgehenden  S c h a d-I m m i s s i o n e n  wie

·         Lärm

·         Schattenschlag

·         oder den möglicherweise Gesundheitsrisiken (Langzeiteffekte) auslösenden Infraschall u.a.

·         Wertminderung vom Grundstücken und Gebäuden im Wirkungskreis bzw. Sichtweite der Windindustrieanlage (Radius rd. 5 Km)

zu  s c h ü t z e n.

Nachdem in den Vorjahren ca. bis zum Jahr 2005 in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands noch eine „pro-Windkraft-Stimmung“ zu verzeichnen war, ist diese in den letzten Jahren immer stärker in eine „c o n t r a-Windkraft-Stimmung“  u m g e s c h l a g e n, weil auch in diesen im Vergleich zum bevölkerungsreicheren Westen und Süden eher bevölkerungsärmeren Regionen durch den weiter forcierten Windkraft-Ausbau die  S ä t t i g u n g s g r e n z e  erreicht wurde. So war es nicht verwunderlich, daß immer größere werdende Bevölkerungsteile ihrem Ärger „Luft machten“ und Bürgerinitiativen gründeten, Protestaktionen durchführten, vor Gerichte zogen etc….

Mittlerweile ist die Windkraft-Durchsetzung in den windstärkeren „klassischen“ Windkraft- 
Bundesländern aus  
S i c h t  der Windkraft-Konzerne nahezu optimiert.

Aus diesem Grund und wegen der Erschließung neuer Märkte gehen die vor allem in Norddeutschland  -  wie z.B. Enercon in Aurich / Niedersachsen  -  angesiedelten Windkraft-Konzerne verstärkt dazu über, jetzt auch den bisher „brach liegenden“ Markt im eher windschwächeren Süden zu bearbeiten, unter tatkräftiger  M i t h i l f e  rot-grüner (z.B. NRW, Rheinland-Pfalz) bzw. grün-roter (Baden-Württemberg) Landesregierungen, mit allen  N a c h t e i l e n  für die bisher im Süden weitgehend noch ahnungslose Bevölkerung (vgl. hierzu unsere Beiträge in den Rubriken unserer homepage).

Da das Windaufkommen hier ca. 2 - 3 mal niedriger ist, wird versucht, diesen zur Unwirtschaftlichkeit des Windkraft-Standorts führenden S t a n d o r t-N a c h t e i l  von Anfang an durch  n o c h  
h ö h e r e  Windindustrieanlagen
auszugleichen, ohne Rücksicht auf die damit zwangsweise einhergehende Landschaftsverschandelung und Windrad-Verspargelung an landschaftssensiblen Regionen innerhalb einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft.

Dies ist jedoch eine „Milchmädchenrechnung“, weil in größerer Höhe im Normalfall zwar (geringfügig) höhere Windgeschwindigkeiten vorherrschen… doch selbst dies dürfte am insgesamt eher windschwachen südlichen Binnenland bei weitem nicht ausreichen (wie viele nur noch trostlos „vor sich hin dümpelnde“ Windräder in BW zeigen…), um einen wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Im übrigen steigen die Anschaffungskosten sowie der in höheren Abschreibungen sich niederschlagende Kapitalverzehr und damit das zur Finanzierung einzusetzende Eigen- oder Fremdkapital, je höher und voluminöser die Windkraftanlagen werden…  

Freie Wähler und CDU in Löchgau hatten vermutlich diese Kritikpunkte „im Kopf“, als sie sich Ende April 2012 überaus  s k e p t i s c h  zu  W i n d k r a f t-S t a n d o r t e n  auf Löchgauer  G e m a r k u n g  äußerten.

Im NEB-Bericht zu den CDU-Überlegungen vom 28.4.2012 heißt es weiter: „…Allerdings müsse ein wichtiges Kriterium bei der Standortsuche die Verträglichkeit für die Landschaft sein. Unabdingbar sei aus Lärmschutzgründen auch ein Mindestabstand von 700 Metern nicht nur zu Wohngebieten, sondern auch zu Aussiedlerhöfen, wo nur 300 bis 500 Meter vorgesehen werden. Es sei nicht hinnehmbar, den Bewohnern von Aussiedlerhöfen eine höhere Lärmbelastung zuzumuten, als den Bewohnern von Wohngebieten. Einig war sich die CDU auch, daß mit der Windkraft allein die Energiefrage nicht gelöst werden kann. Dazu müßten auch noch andere Energiequellen angezapft sowie die Reserven beim Verbrauch genutzt werden“.

Der NEB vom 30.4.2012 schreibt zur Sitzung der Löchgauer Freien Wähler: „…Bei der öffentlichen Sitzung der Freien Wähler Löchgau haben sich die Teilnehmer auch mit der Windkraft beschäftigt. Wie berichtet, soll der Flächennutzungsplan des Gemeindeverwaltungsverbands Besigheim geändert werden. Die FWL-Gemeinderäte Birgit Griesinger und Thomas Scheuler wollen den Wildwuchs an Standorten für Windkraftanlagen verhindern. Gemeinsam wurden mögliche Flächen erörtert. Aufgrund des geringen Windaufkommens sei nach Meinung der Arbeitssitzungsteilnehmer kein lukrativer Standort auf Löchgauer Gemarkung auszuweisen. Um jedoch regulierend einzugreifen, um Bürger und Landschaftsbild zu schützen, wollten die FWL-Gemeinderäte im Rahmen der Planungshoheit der Gemeinde die Suche nach möglichen Standorten unterstützen…“, so der NEB-Bericht weiter.

Die Stellungnahmen von CDU und Freien Wählern zur Windkraft in Löchgau zeugen von einem großen  V e r a n t w o r t u n g s b e w u ß t s e i n  für die  B e l a n g e  -  insbesondere für die Zukunftsfähigkeit  -  von L ö c h g a u.

Es bleibt abzuwarten, ob und inwieweit diese Stellungnahmen in die weiteren Beratungen und Beschlußfassungen zur  F o r t s c h r e i b u n g  des Flächennutzungsplans im Bereich des Gemeindeverwaltungsverband Besigheim Eingang findet.  

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de


Seitenanfang

Die Übertragung der Steuerung zum Ausweis von geeigneten Flächen für Windkraftanlagen auf die einzelnen Gemeinden verspricht Planungssicherheit die es nicht gibt

Der Windenergieerlass Baden-Württemberg hat seine Tücken und Fallstricke

( ts / 270512 )  -  Mit dem geplanten »Windenergieerlass« wird die bisherige Rechtslage verdreht. 
Ausschlussgebiete soll es nun nicht mehr geben, künftig soll der Bau von Windkraftanlagen im Außenbereich allgemein zulässig sein, sofern keine öffentlichen Belange entgegenstehen. Um zu verhindern, dass an allen Ecken und Enden Windkraftanlagen beantragt werden, werden den Gemeinden Steuerungsmöglichkeiten an die Hand gegeben. Wenn die Kommunen steuernd eingreifen wollen, müssen sie nun ihren Flächennutzungsplan dahingehend ändern, dass sie Flächen für die Aufstellung von Windkraftanlagen benennen, obwohl ihnen ein notwendiges Wissen über die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Windkraft  f e h l t, noch eine Vorstellung vorhanden ist, welche Auswirkungen Windparks und Einzelanlagen auf das Wohnumfeld, die Natur und das Landschaftsbild haben.

Sie können nun in ihrer Flächennutzungsplanung Standorte (sogenannte »Konzentrationszonen«) für Windkraftanlagen vor Ort festlegen. Andere Flächen sind dann ausgeschlossen, so die gängige Meinung. Auch auf der letzten Gemeinderatssitzung in Ingersheim am 24. April 2012, vertrat der dortige Bürgermeister Volker Godel die Ansicht, dass durch die geplante Flächenausweisung (möglicher weiterer Standort in Ingersheim ist die Markung Hoher Markstein/Salen) weitere Windräder auf anderen Arealen automatisch ausgeschlossen wären und somit auch der befürchtete Wildwuchs nicht stattfinden würde. Doch ist dem tatsächlich so? 

Die mit unserer Bürgerinitiative in engem Kontakt stehende  BI-Stauferland , hat schon vor Wochen davor gewarnt, dass es trotz Festlegung von diesen Konzentrationszonen möglich wäre, weitere Windkraftanlagen an anderen Stellen zu bauen.

Sie schreibt dazu:         Den Regionalverbänden fällt dabei die Aufgabe zu, die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Windkraft festzuschreiben. Sollte dies nicht bis zum 31. Dezember 2012 möglich sein, greift das Bundesbaugesetz. Die Gemeinde muß sich bei der Bauabsicht eines Investors einem Bauleitverfahren stellen, dessen Ausgang durch die Privilegierung der eE im Baugesetz, der Gleichstellung von Klimaschutz und Naturschutz im Naturschutzgesetz
und in der Rechtsvorgabe des Windenergieerlasses zu Gunsten des Investors vorgezeichnet ist. 

Um eine gewisse Rechtssicherheit in den Planungen zur Ausweisung von Windkraftstandorte zu erhalten, sind die Gemeinden gehalten, ihre Änderung des Flächennutzungsplanes dem Regionalverband frühzeitig vorzulegen. Dieser stellt durch Suchläufe sicher, daß die Kriterien des Naturschutz, des Landschaftsschutzes und der Abstände zu Bebauung und Infrastruktur für die Erstellung von WKA eingehalten werden. Hierbei werden sogenannte harte Kriterien wie die Abstandsregelung zur Wohnbebauung und zu Naturschutzgebiete angewendet. Hinzu kommen dann die weichen Kriterien zur Abwägung im Bezug auf Landschaftsschutz und Tourismus.

Zusätzlich können die Gemeinden auch weitergehend Konzentrationsgebiete oder auch Vorbehaltsgebiete für Windkraftanlagen im Flächennutzungsplan zuweisen. Hierbei ist jedoch die Gemeinde in der Pflicht, die Einhaltung der Kriterien für Tabuzonen in eigens erstellten Gutachten zu belegen. Da diese Aufwendungen bescheiden ausfallen, gegenüber den Kosten der Aufstellung und des Betriebes einer WKA, bieten die Investoren in der Regel an, sie zu übernehmen.

Ob diese Rechtssicherheit allerdings garantiert werden kann, ist fraglich. Nach den Aussagen des Rechtsanwalt Dr. Markus Edelbluth aus Freiburg bei einem Hearing der Architektenkammer Baden-Württemberg zum Thema "Windkraft und Landschaft" ist die Rechtslage folgende: Die Kommunen sind über den Windenergieerlass angehalten eine sogenannte Positivplanung zu führen. Das bedeutet, dass ein Abwägen der Belange aufgrund des Landschaftsschutzes oder des Naturschutzes, die zu einem Ausschluß der Bebauung von Windkraftanlagen führt, ohne eine städtebauliche Begründung nicht möglich ist. Diese hat jedoch keine rechtliche Durchsetzungschance, da die Regelmechanismen zur Abwägung weder in der Bewertung der Argumente, noch im Verfahren rechtssicher definiert sind. Für den Anlagenbetreiber besteht ein Genehmigungsanspruch nach erfolgter Abarbeitung der notwendigen Gutachten. Zitat:

"Die Beeinträchtigung des Landschaftsbilds durch Windkraftanlagen spielt bei der Konzentrationszonenplanung auf der Ebene der Abwägung eine Rolle, ohne dass dem Landschaftsbild ein abstrakter Vorrang vor anderen Belangen zukommt."

Aus diesem Grund besteht auch für die außerhalb der in den Flächennutzungsplänen ausgewiesenen Gebieten für Windkraftnutzung liegende Flächen kein Rechtsanspruch auf Ausschluss zum Bau von WKA. Dies wurde uns auch von Gemeinden bestätigt.

und weiter:

Die bisher gesetzlich vorgegebenen Ausschlussgebiete werden mit der Änderung des Landesplanungsgesetzes aufgehoben. Aufgrund der undefinierten Rechtslage in der Bewertung und den Verfahren zur Bewertung der Gebiete kann ein Rechtsanspruch zum Bau einer WKA allein aus dem Einhalten der Bauordnung und des Baugesetzes mit der Beibringung von Gutachten abgeleitet werden. Hier Einspruch geltend zu machen ist fast unmöglich.

Was dies bedeuten kann, ist in einem Artikel im "Spiegel" beschrieben: "Bürger scheitern mit Klagen gegen Windräder". (*1)

Die Steuerung der Gemeinden bleibt darauf beschränkt, die Gebiete zusammen zu fassen, um eine Konzentration der Flächen zu erhalten. Es ist kaum durchsetzbar, Flächen abzulehnen. Ein Schutz vor Bebauung mit WKA außerhalb der ausgewiesenen Flächen ist durch die herrschende Gesetzeslage nicht gewährleistet. Rückstellungsmöglichkeiten und Veränderungssperren müssen begründet werden und sind im Verfahren von Baumaßnahmen für WKA nicht rechtlich haltbar, auch Freihaltebebauungspläne greifen nicht. Siehe auch Manuskript "Planungsverfahren..." (*2) von Rechtsanwalt Dr. Markus Edelbluth zum Hearing der Architektenkammer.

Soweit die Bi-Stauferland. Rückendeckung für die hier vorgebrachte Einschätzung kam dann von Ralf Heineken, Sprecher des Umweltministeriums in Stuttgart.  Er bestätigte die Befürchtungen der BI: "Ausschlussgebiete gibt es künftig nicht mehr."

Herr Heineken bestätigt das erneut in einem weiteren Artikel vom 26. April 2012 in der Stuttgarter Zeitung (*3), dort steht zu lesen:

"Allerdings:  jede Gemeinde außerhalb der künftigen Vorranggebiete darf trotzdem eine Windkraftanlage bauen, sofern diese den sonstigen regionalplanerischen Bestimmungen nicht zuwiderläuft."

Der Sprecher des Umweltministeriums vertritt allerdings die Ansicht, dass es dennoch keinen Wildwuchs in der Region geben wird. Es werde, so seine Meinung, in der Praxis kaum dazu kommen, dass Windkraftbetreiber sich auf eigene Faust Standorte heraussuchten. Es werde ein Verfahren eingeführt, das der Branche willkommen sei:  Die Kommunen bieten Vorranggebiete an, die nutzbar seien. In jedem anderen Fall müsse sich ein Betreiber durch das Dickicht von Immissionschutzrecht, Naturschutzrecht und anderen Rechtsfeldern schlagen, um zum Ziel zu kommen. Davor scheuten Investoren zurück. Der Erfolg sei unsicher, der Aufwand hoch. "Eine Fledermaus kann das schon verhindern", merkt Heineken an. Auch der Ertrag sei ein Risiko und er vermutet, dass es kaum solche Fälle geben werde.

Gruß aus Schleswig-Holstein - Windräder bei Langenhorn

Wenn er sich da mal nicht täuscht. Die Vorgänge um die (erste) Windkraftanlage in Ingersheim haben gezeigt, dass es einigen Initiatoren und wohl auch Investoren w e n i g e r um die Wirtschaftlichkeit geht, sondern der Wunsch nach einer Windkraftanlage oft auf rein i d e o l o g i s c h e r Basis erfolgt.

So bemerkte die Bietigheimer Zeitung am 9. Mai 2012 in einem Artikel zum Genossenschaftsmodell

 „… in der Genossenschaft versammeln sich Idealisten, die mit ihrem Geld ein ökologisches Zeichen setzen wollen und weniger auf die Rendite abzielen."

und Heinrich Blasenbrei-Wurtz, Aufsichtsratsvorsitzender der Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung, bemerkte im gleichen Artikel dazu:

"Vielen unserer Mitglieder genügt es, wenn am Ende eine schwarze Null herauskommt. Das nimmt uns natürlich viel Druck weg".

Ob die über 360 Mitglieder der Genossenschaft das auch so sehen, ist nicht überliefert.

Jedenfalls wird auf diese Art und Weise die von vielen gefürchtete Verspargelung der Landschaft auf jeden Fall stattfinden. In der Regel handelt es sich bei diesen sogenannten Bürgerwindrädern in den meisten Fällen immer um einzelne Windkraftanlagen, da eine Investitionssumme von 3,5 – 5 Millionen Euro, je nach Anlagentyp, erst einmal eingesammelt sein will.

„Man wird das Land nicht wiedererkennen“, so lautete am 23. Mai 2012 die Schlagzeile der Stuttgarter Zeitung (*4), zum geforderten einjährigen Windmoratorium des Nachhaltigkeitsbeirats von Baden-Württemberg und das war seitens des Nachhaltigkeitsrats n i c h t im positiven Sinne gemeint.

Deshalb:  helfen Sie gemeinsam mit der Bürgerinitiative Gegenwind-Husarenhof und den immer zahlreicher werdenden weiteren Bürgerinitiativen im Land mit, diesen Windkraft-Wahnsinn zu stoppen. Die Bi-Stauferland bietet hierzu schon eine Möglichkeit in Form einer  Petition  gegen Windräder in der Region Stuttgart und  im Voralbgebiet an.


Thomas Schöller

Webmaster der Bürgerinitiative


weiterführende Links:

www.gegenwind-husarenhof.de

Seitenanfang


Topagrar online: Ifo-Präsident Sinn kritisiert EU-Klimapolitik

 Nachhilfe-Unterricht für ideologisierte Weltklima-Verbesserer , Windkraft-Apostel, Sonnenschein-Anbeter und dem grün-roten Energiewende-Zeitgeist oftmals „blind“ und unkritisch „hinterher rennende“ Lokal-Redakteure…

(280212 / wm) - Mit an nichts zu wünschen übrig lassender Deutlichkeit hat Deutschlands renommiertester Nationalökonom Prof. Dr. Hans-Werner Sinn,  P r ä s i d e n t  des angesehenen Münchener  I f o-I n s t i t u t s, die  E U-K l i m a p o l i t i k  kritisiert.  

Laut  t o p a g r a r-o n l i n e  vom 27.2.2012 zufolge erklärte er in einem Referat an der Universität Düsseldorf, „…die deutsche Umweltpolitik möge gut gemeint sein, sei jedoch voller Paradoxien. Hierzulande gebe es die meisten Windflügel, Solarzellen und den meisten Biodiesel auf der Welt; das Klima könne damit aber nicht gerettet werden. Selbst wenn der Strombedarf mit Windkraft und Solarzellen gedeckt werde, würde dadurch keine Tonne weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen, betonte Sinn. Der europäische CO2-Ausstoß sei über den internationalen Emissionshandel fixiert. Je mehr man hierzulande auf erneuerbare Energien setze, desto mehr Emissionsrechte würden frei. Was an Kohlenstoff eingespart werde, verbrauchten dadurch andere.

Bei einem weiteren Vortrag führte er gemäß  F A Z-Berichterstattung aus, daß  n i c h t deutsche oder europäische  P o l i t i k e r  die Emissionsmenge  -  und damit den Umfang des  k l i m a s c h ä d l i c h e n  CO2-Schadstoff-Ausstosses  -  bestimmten, sondern vor allem „arabische Ölscheichs, russische Gaspotentaten und Kohlebarone“. Denn: „Ihr Angebot lege den Weltverbrauch fest, nicht umgekehrt. Wenn diese steigende Steuern erwarteten, würden sie den Abbau fossiler Energieträger beschleunigen.“

Dem  B e r l i n e r  T a g e s s p i e g e l  zufolge empfiehlt Sinn der Bundesregierung, „…das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) abzuschaffen.“ Denn: „Unterm Strich hätten Verbraucher hierzulande allein im vergangenen Jahr rund 12 Mrd. Euro für die Förderung von Ökostrom aufgebracht. Zugleich würden hochinteressante Projekte wie der Fusionsreaktor in Greifswald gerade mal mit 200 Mio. Euro gefördert. Außerdem könne man die Zahl der „angeblich 300 000 Jobs, die hierzulande bei den Herstellern von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung entstanden“ seien, nicht einfach gelten lassen. Um diese zu finanzieren, werde allen Bürgern das Geld aus der Tasche gezogen“.

Die oftmals zitierten, angeblich in der regenerativen Energie-Branche vorhandenen  „300000 Arbeitsplätze“ entstammen  k e i n e r  offiziellen, amtlichen Arbeitsplatz-Statistik.

Diese Zahlen stammen von den Interessensverbänden der Solar- und Windkraft-Industrie bzw. aus deren Umfeld, werden von deren Public-Relations-Abteilungen mit eindeutiger Absicht veröffentlicht, um die Bedeutung dieser Branche in der oft uninformierten Öffentlichkeit zu suggerieren und „hoch zu stilisieren“.

Sie sind daher nur mit größter Vorsicht „zu genießen“, da vor dem Hintergrund dieser Interessen-Gemengelage eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, derartige Zahlen „schön zu rechnen“, wie viele Zahlen und Hochrechnungen, die aus dem Umfeld der Solar- und Windkraft-Lobby kommen, und die vornehmlich den Zweck haben, blauäugige Behördenvertreter und uninformierte Kapitalanleger zu vorschnellen und unüberlegten Schritten zu animieren…

…Man denke nur einmal an die in schöner Regelmäßigkeit von „gekauften“ Wind-Gutachtern  -  vor allem für relativ windschwache Standorte im Binnenland  -  geschönten, viel zu optimistischen Hochrechungs-Prognosen hinsichtlich des voraussichtlichen Windstrom-Ertrags, die bisher in kaum einem Fall in der Realität nach Inbetriebnahme des Windrads eingetroffen sind… Vielmehr klaffen in nahezu allen Fällen von Windrad-Inbetriebnahmen im windschwachen Binnenland zwischen Prognose-Versprechen und Ist-Ergebnis größere Diskrepanzen, bei denen die tatsächlich erzeugte Windstrom-Menge nach den bisher bekannt gewordenen Ergebnissen durchschnittlich um rd. 40 %  -  in Einzelfällen sogar noch höher  -  „nach unten“, d.h. ins Negative abweichen…

Darüber hinaus dürften die in dieser Branche jetzt noch vorhandenen Beschäftigtenzahlen nach dem sich jetzt durch Personalfreisetzung vollziehenden  s t r u k t u r e l l e n  Anpassungsprozess innerhalb der letzten Monate deutlich „nach unten“ entwickelt haben…(Beitrag vom 15.3.2012) und die sich weiter nach unten entwickelnden Beschäftigtenzahlen werden jährlich mit rd.  1 2  Milliarden € zu  
L a s t e n höherer Stromrechnungen der  S t r o m v e r b r a u c h e r  s u b v e n t i o n i e r t
, was dazu geführt hat, daß Deutschland  -  t r o t z  Spitzenstellung beim Ausbau der Windkraft- (rd. 22500 Windkraftanlagen sind bundesweit bereits installiert) und Solaranlagen  -  weltweit die zweithöchsten Strompreise zum Nachteil seiner privaten Verbraucher und der Wirtschaft hat; eine nachteilige Entwicklung, die längst noch nicht abgeschlossen ist, wie die jährlich weiter steigenden Energiepreise zeigen…

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


 


Seitenanfang


              Bürgermeisterwahl am 12.2.2012 in Ingersheim  =                                         “D e n k z e t t e l w a h l“                                 Ingersheimer  W i n d r a d  beeinflußt Bürgermeisterwahl  

 

„Abstimmung mit Füßen“ des Ingersheimer Souveräns  -  Ingersheimer Bürger sorgen für denkbar schlechtes Wahlergebnis -  Wahlausgang zeigt einmal mehr nun auch im windärmeren Süden die Sprengkraft auf, die falsche und am Bürgerwillen vorbei getroffene „pro-Windkraft“-Entscheidungen auslösen können…

 Das vom Bürgermeister avisierte 2. Windrad und die Suche nach weiteren Windkraft-Standorten auf relativ windarmer und daher eher windkraft-ungeeigneter Gemarkung in Ingersheim vertieft den bestehenden, mitten durch die Bürgerschaft gehenden Riss und sorgt für weiteren Zündstoff, der sich spätestens bei den kommenden Wahlen entladen könnte…

Mehrheit der Ingersheimer Bürger wollen keine Umzingelung mit weiteren, ggfs bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen…

Wo finden die nächsten Denkzettel-Wahlen statt ?

(wm / 150212) - Die Vorberichterstattung in der Lokalpresse hatte es schon angedeutet, daß die Bürgermeisterwahl am 12.2.2012 in Ingersheim für den bisherigen Amtsinhaber zu einer Denkzettelwahl werden könnte, obwohl die Voraussetzungen für eine weitere 8-Jahres-Amtszeit auf Basis eines mit breiter Mehrheit der Wahlberechtigten erzielten Wahlergebnisses nach 2 Amtsperioden „im Normalfall“ eigentlich nicht besser hätten sein können, denn neben dem normalerweise zu Gunsten des wieder antretenden Amtsinhabers ins Gewicht fallenden Amtsbonus fand sich auch kein Gegenkandidat für die Wahl am 12.2.2012.  

 Alles Routine also oder  -  auf „gut schwäbisch“  -  „…a g’mäht’s Wiesle…“? Weit gefehlt, denn eine      W a h l b e t e i l i g u n g  von lediglich rd. 29,5 % bzw.  -  unter Berücksichtigung der nach amtlichem Endergebnis ungültigen (58) oder auf andere Personen (76) entfallenden Stimmen  -   ein  E r g e b n i s (1236 Stimmen = Zustimmung)  von lediglich 26,69 % (!!) der wahlberechtigten Ingersheimer Bürger  -  sich stark negativ abhebend von Bürgermeister-Wahlen mit ähnlicher Ausgangssituation, d.h. bei erneuter Kandidatur des bisherigen Amtsinhabers ohne Antritt eines Gegenkandidaten  -  deutet doch stark darauf hin, daß die Vorbehalte zu den in der Vorberichterstattung durch die Lokalpresse erwähnten und von den dort durch einzelne Bürger kritisierten Sachverhalten doch wohl in der  g e s a m t e n  Ingersheimer Bürgerschaft  t i e f e r  sitzen als bisher angenommen und einen realen Hintergrund haben.

 Wenn rd. 73 % (!!) der Ingersheimer Wahlberechtigten (= 4631) ihrem nach 2 Amtsperioden  -  d.h. nach 16 Jahren  -  erneut und ohne Gegenkandidat kandidierenden Bürgermeister die Gefolgschaft verweigern, „mit Füßen gegen ihn abstimmen“ und

 ·          entweder erst gar nicht zur Wahlurne schreiten (= 3261),

 ·          ihren Stimmzettel ungültig machen (= 58) oder

 ·          andere, gar nicht zur Wahl anstehende Personen (= 76) angeben,

 kann dies auch nicht mit der lapidaren Begründung einer allgemeinen Politikverdrossenheit oder der Kritik, es handele sich ja um keine „richtige“ Wahl und der einzige Kandidat habe ja schon von vornherein gewonnen, abgetan werden, denn hierfür ist  -  im Vergleich zu ähnlichen Fällen an anderen Orten (= erneute Kandidatur des bisherigen Amtsinhabers ohne Gegenkandidaten)  -  die Wahlenthaltung mit rd. 70 % (!!) viel zu groß als daß nicht auch andere Gründe bestünden, die mit ursächlich dafür sind, daß noch nicht einmal jeder 3. Wahlberechtigte gewählt hat, trotz zuvor erfolgter eindringlicher Appelle, doch im Interesse einer für weitere 8 Jahre ausreichenden stabilen, durch den Ingersheimer Souverän auszusprechenden Legitimation des erneut zu wählenden Amtsinhabers am 12.2. zur Wahl zu gehen.       

 So wurde gemäß Bietigheimer Zeitung (BZ) vom 4.2.2012 „die Bürgerbeteiligung im Ort“ kritisiert:

 Danach würden „…die Ingersheimer über das, was in der Gemeinde vor sich geht, nicht ausreichend informiert. Über vieles werde nicht öffentlich gesprochen, und der Gemeinderat segne manche bedeutsamen Vorhaben in Stille und einhelliger Harmonie ab.“

 Und weiter heißt es in der BZ: „…wünscht sich eine offenere Diskussionskultur im Gemeinderat und im Ort und fordert von Bürgermeister Godel, den Dialog inklusive konträrer Meinungen verschiedener Gruppen mehr zu fördern. Dies sind die Zeichen der Zeit und die Forderungen einer selbstbewussten Bürgerschaft an die Gemeindeverwaltung."

 …alles Kritikpunkte, die ohne weiteres und nahezu „1 zu 1“ auf das Verhalten des Bürgermeisters und der beim Windrad-Thema unter dem Einfluß einer Gemeinderätin stehenden Mehrheit des Gemeinderats zum Thema „Ingersheimer Windrad“ übertragen werden können, wenn man sich die eher unter dem Diktum der Verschwiegenheit und des „die Bürger vor vollendete Tatsachen stellens“ denn unter dem Gebot möglichst frühzeitiger Bürgerinformation bzw. dem Gebot der Mitwirkung möglichst aller Bürger an einem Entscheidungsprozess von derartiger Tragweite stehenden Abläufe in den Jahren zuvor vergegenwärtigt, so z.B.…

·          …beim Ausweis des Ingersheimer Windvorrang-Gebiets in den Jahren 2000 ff., als das Gebiet trotz schon damals bestehendem mangelhaftem Windaufkommen und deshalb zuvor  -  nach objektiver Prüfung  -  durch den Verband der Region Stuttgart (VRS) erfolgten Ablehnung unter äußerst fragwürdigen Umständen  -  ohne Bürgerbeteiligung bzw. -anhörung  -  auf Initiative des Bürgermeisters und einer die Mehrheit des Gemeinderates beeinflußenden Gemeinderätin letztlich  -  zum Nachteil vieler Ingersheimer Bürger, wie sich jetzt herausstellt  -  „durchgeboxt“ wurde…

 ·          …dessen (Nicht-)Behandlung im Ingersheimer Gemeinderat, respektive der Nicht-Behandlung in  ö f f e n t l i c h e n  Gemeinderats-Sitzungen mit Bürger-Fragerecht… oder

 ·         …beim pro-Windrad-Beschluß des Ingersheimer Gemeinderats im Juni 2010 (ohne Fragerecht der anwesenden Ingersheimer Bürger und ohne eine zuvor jemals zu diesem Thema durchgeführte Bürgerversammlung / Bürgerentscheid…)… u.a.

Daß das „Ingersheimer Windrad“ einen wohl nicht unerheblichen Einfluß auf das für den Amtsinhaber  -  gemäß lokaler Presseberichterstattung auch nach dessen eigenen Worten  -  enttäuschende Wahl-Ergebnis und die desaströse Wahl-Beteiligung gehabt hat, geht aus der ebenfalls in der BZ vom 4.2.2012 zitierten Stellungnahme des Ingersheimer Alt-Bürgermeisters und von 1964 - 1996 insgesamt 32 Jahre amtierenden Amtsvorgängers Martin Maier  -  ansonsten voll des Lobes über seinen Amtsnachfolger  -  hervor: 

  ·     „Glücklich ist Maier auch mit einer weiteren Sache nicht, das will er nicht verhehlen, nämlich mit dem Windrad, das derzeit in der Nähe des Husarenhofs installiert wird. Zwar nehme er zur Kenntnis, dass die Entscheidung pro Windrad gefallen ist und dass es zwangsläufig jetzt auch gebaut wird, dennoch zweifle er nach wie vor daran, dass ein solches Bauwerk im Landkreis Ludwigsburg hätte sein müssen - in puncto Ertrag und in puncto Abstand zur Wohnbebauung. Zum Wunsch Godels, auch künftig nach neuen Standorten für weitere Windräder zu suchen, sagt Maier: "Das wird man erst in ein paar Jahren wissen. Wenn es Rendite erzielt, werden sicher weitere kommen."

Des Alt-Bürgermeisters Wunsch nach einer möglichst hohen Wahlbeteiligung  -  nach seinen Worten den Grad der Zufriedenheit der Bürger mit den Amtsgeschäften eines Bürgermeisters ausdrückend  -  ist die Ingersheimer Bürgerschaft allerdings nicht nachgekommen….

…und in einem Kommentar der BZ zur Nachbetrachtung der Ingersheimer BM-Wahl spricht der Kommentator im Zusammenhang mit der Windrad-Diskussion in Ingersheim sinngemäß von einem tiefen, durch die gesamte Gemeinde gehenden Graben, der wohl nicht mehr zugeschüttet werden könne…

Auch die Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) hat in ihrer Vorberichterstattung unter den Schlagzeilen „Godel möchte zweites Windrad“ und „Was den Schultes Stimmen kosten könnte“  k r i t i s c h berichtet, so in ihrer Ausgabe vom 9.2.2012, wo das jetzt gebaute Windrad sowie der nach Meinung des Bürgermeisters wünschenswerte Bau weiterer Windräder auf Ingersheimer Gemarkung Schwerpunktthemen waren.

So schreibt die LKZ: „…Volker Godel, einziger Bewerber um den Schultes-Sessel, hofft auf noch mehr Rückenwind: Bei der Kandidatenvorstellung…sprach sich der Amtsinhaber vor knapp 60 Besuchern für eine weitere Windkraftanlage im Ort aus.“

Und weiter: „…Ein geeignetes Areal Richtung Kleiningersheim hat der bekennende Windkraftbefürworter schon im Visier. Es müsse nun entschieden werden, ob die Ausweisung einer weiteren Fläche kommunalpolitisch gewollt sei, so der Schultes,… Bekanntlich wird derzeit beim Husarenhof ein 190 m hohes Windrad erstellt…“

Und in einem weiteren LKZ-Artikel vom 9.2.2012 heißt es: „…Man könnte meinen, die Bürgermeisterwahl am kommenden Sonntag ist eine Harmonieveranstaltung. Im Gemeinderat herrscht Kuschelstimmung, und Volker Godel gilt als unumstrittenes Oberhaupt der Gemeinde. Doch das ist bei weitem nicht so…. … Die Windrad-Diskussion werde ihn wohl einige Stimmen kosten, räumt der Amtsinhaber und einzige Kandidat…ein. Hintergrund: Das Windrad, das derzeit auf der Anhöhe Richtung Besigheim erstellt wird, hat auch etliche Gegner im Ort. Bei Bürgerversammlungen im Vorfeld des Projekts war sehr emotional und kontrovers diskutiert worden. Godel hatte sich früh als Windkraftbefürworter positioniert und sich damit Sympathien bei den Gegnern verspielt. Der Schultes sieht das aber sportlich: Kommunalpolitische Entscheidungen gefielen eben nicht jedem…“.

Das Windkraft-Thema dürfte in der Ingersheimer Bürgerschaft noch längere Zeit kontrovers diskutiert werden, vor allem dann, wenn  -  den Absichten des neu gewählten Amtsinhabers entsprechend  -  weitere, der neueren technischen Entwicklung entsprechend ggfs bis zu 230 m hohe Windkraftanlagen auf Ingersheimer Gemarkung  -  an die Wohngebiete in Klein- und Großingersheim sowie in Pleidelsheim noch näher heran rückend  -  gebaut werden sollten.

Schon jetzt sorgt der mit ca. 108 m Höhe aufgestellte und immer weiter in die Höhe wachsende Baukran für erhebliche  I r r i t a t i o n e n  im Ort, die sicherlich noch weiter zunehmen werden, wenn den Ingersheimer Bürgern die gigantischen Höhen-Dimensionen des Baukrans und des mit rd. 180 m Höhe noch weiter in den Himmel wachsenden Windrads Enercon 82 sowie die langsame, s c h l e i c h e n d e
Umwandlung zum Gewerbegebiet einer bisher ausschließlich  l a n d w i r t s c h a f t l i c h  genutzten Fläche durch den  t ä g l i c h e n  B a u f o r t s c h r i t t  vor Augen geführt werden und ein schon jetzt immer größer werdender Bevölkerungskreis das  u n g l e i c h e  V e r h ä l t n i s  aus…

·          relativ marginalem  -  wenn überhaupt anfallenden  -  Nutzen (falls anfallend: dann vorwiegend zu Gunsten des Grundstücks-Verpächters und zu Gunsten einer Gruppe von rd. 360, vorwiegend außerhalb Ingersheims wohnender Kapitalanlegern) aus einer nur spärlichen, nach eigenem Bekunden der Ingersheimer Gemeindeverwaltung (wegen relativer Windarmut) noch nicht einmal zu Gewerbesteuer-Einnahmen in Ingersheim führenden Windstrom-Gewinnung an einem vergleichsweise windarmen  -  weil nur 298 m über Meereshöhe gelegenen Standort…  

 …g e g e n ü b e r s t e l l t…

 ·          mit den viel zu  g r o ß e n  N a c h t e i l e n (Schad-Immissionen u.a.), die vorwiegend auf die Bürgerschaft in Groß- und Kleiningersheim abstrahlen (wegen der Hauptwindrichtung von West nach Ost)   -  und die auch in den Nachbarorten wie Besigheim und Pleidelsheim  -  auf die Bürger zukommen…

wie z.B. die / den…

» …Verspargelung weiter landschaftssensibler Stellen…

» …Beeinträchtigung von Umwelt und Natur, den Tier-, insbesondere beim Vogelschutz; diesen immer weiter zurückdrängend durch Landschafts-Versiegelung, hervorgerufen auch durch unsinnigen Windrad-Bau und dadurch notwendigen Infrastruktur-Maßnahmen an unwirtschaftlichen, wegen relativer Windarmut eher ungeeigneten Windrad-Standorten …

» ...Verlust wertvoller, bisher landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzter Flächen…

» …die Wertminderung von Immobilien, insbesondere in den Neubau-Gebieten Brühl I + II sowie Holder…

» …den Gesundheitszustand  -  je nach individueller Konstitution und Alter  -  der im Windkraft-Wirkungskreis (Radius ca. 5 Km ab Windrad-Standort) lebenden  Bevölkerung (Vermeidung von Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall, Schattenschlag u.a.)

» …die Blockierung der weiteren gemeindlichen Entwicklung Ingersheims und die Beschneidung der Zukunftsfähigkeit der Gemeinde und ihrer Bürger  -  vor allem die nachfolgende Generation betreffend  -  auf „zig Jahre“ hinaus…

» …u.v.m. (vgl. hierzu die Beiträge unter den Rubriken unserer homepage sowie unsere letzten, unter Rubrik „Aktuelles“ eingestellte Beiträge)

betreffend.

Angesichts der hier skizzierten und im Rathaus in Ingersheim jetzt auch  o f f i z i e l l vorherrschenden Ansicht, auf Ingersheimer Gemarkung…

·          …im jetzt schon bestehenden Windvorrang-Gebiet in Richtung Kleiningersheim noch  w e i t e r e  und (!!)  

 ·          …unter Änderung des Ingersheimer Flächennutzungsplans  d a r ü b e r  h i n a u s  noch  z u s ä t z l i c h e  (!!) Windindustrieanlagen bauen zu wollen,

 dürfte auch in den nächsten Jahren für ausreichend Gesprächsstoff zum „Windkraft-Thema“ „in und um Ingersheim herum“ gesorgt sein, und alles deutet jetzt schon darauf hin, daß dieses Thema sowohl

 ·          im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 (Wahlkreis Neckar-Zaaber)

 ·          als auch bei den Kommunalwahlen 2014 (Gemeinderat + Kreistag)

 verstärkt in Ingersheim und in den Nachbarorten diskutiert werden wird, nachdem die grün-rot geführte Landesregierung von Baden-Württemberg im 5-Jahreszeitraum der Legislaturperiode 2011 - 2015 jährlich bis zu 150 neue Windindustrieanlagen  -  insgesamt also rd. 750  -  errichten will, und dies auch  -  vor allem in Befolgung grün-roter Parteiprogramme ideologisch bedingt und oft entgegen dem sich vor Ort artikulierenden Bürgerwillen   -  in Gebieten bzw. an Standorten, die wegen relativer Windarmut (wie in Ingersheim) und wegen dort jahresdurchschnittlich nach offiziellen, repräsentativen Wind-Messergebnissen nicht erreichter, zur Erzielung einer dauerhaften Wirtschaftlichkeit jedoch  u n b e d i n g t  benötigter  W i n d g e s c h w i n d i g k e i t

 von 5,8 m / Sek bis 6,1 m / Sek

von unabhängigen Sachverständigen des  TÜV Süd im für ganz Baden-Württemberg erstellten Windatlas als für Windstrom-Erzeugung unwirtschaftlich eingestuft und daher als in Frage kommende Windrad-Standorte nicht empfohlen und daher verworfen worden sind.

Nachdem die Sättigungsgrenze in den an sich klassischen und für Windstrom-Erzeugung wegen des 2 - 3 Mal gegenüber dem südlichen Binnenland höheren jahresdurchschnittlichen Windaufkommen eigentlich geeigneteren Standorten im Norden und Osten Deutschlands schon seit einiger Zeit überschritten wurde, die Stimmung in vielen Gebieten in „contra-Windkraft“ gekippt ist und sich dort schon in der Vergangenheit zahlreiche Bürgerinitiativen gegen den weiteren Windkraft-Ausbau gerichtet haben, hat sich dies vor allem in letzter Zeit nun auch in den Wahlergebnissen einer Reihe von Kommunalwahlen im Norden und in den Neuen Bundesländern niedergeschlagen, wobei oftmals die o h n e  Bürgerbefragung und am Bürgerwillen  v o r b e i  eingenommene „pro-Windkraft-Haltung“ von Gemeindeverwaltung und Gemeinderat aus Sicht der erneut zum Wahlgang angetretenen Alt-Kandidaten zu deren Abwahl bzw. zu mehr oder weniger desaströsen Wahlergebnissen geführt haben; wir haben in mehreren Beiträgen berichtet, vgl. diverse Beiträge in unseren homepage-Rubriken.

 In einzelnen Orten  -  so z.B. in Brandenburg  -  haben sich vor allem unter der Losung „contra weiterer Windkraft-Ausbau“ parteipolitisch unabhängige, parteiübergreifende  Wählerlisten konstituiert, die mit teilweise überraschenden, zu ihren Gunsten ausgegangenen Wahlerfolgen für eine „Aufmischung“ der etablierten Parteien und Wählergruppierungen auf kommunaler Ebene gesorgt haben und dafür eintreten, daß die schlimmsten, vor allem ideologisch bedingten „Windkraft-Exzesse“ einiger durch die Windkraft-Lobby beeinflußter Schreibtisch-Planer im Interesse der Wohnbevölkerung vermieden oder zumindest erheblich abgemildert werden konnten.

 Falls die Programme der BW-Landesregierung tatsächlich im geplanten Umfang durchgesetzt und deren Realisierung auch an für Windstrom-Erzeugung in Baden-Württemberg ungeeigneten, weil unwirtschaftlichen Standorten  -  vor Ort unterstützt durch eher ideologisch beeinflußte denn unter Wirtschaftlichkeitsaspekten oder durch den gesunden Menschenverstand sich leiten lassende Amtsträger, Kandidaten, Windkraft-Initiatoren u.ä.  -  dem Bürgerwillen widersprechend „durchgeboxt“ werden sollte, sind ähnliche Entwicklungen in nächster Zeit -  zumindest auf kommunalpolitischer Ebene  -  auch in südlicheren Gefilden nicht von der Hand zu weisen…

Die Zukunft wird es zeigen, warten wir‘ s mal ab…        

  

Dipl.-Kfm. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 



Seitenanfang

„Weder sinnvoll noch notwendig…“
Mangelnde Wirtschaftlichkeit von Windmühlen in Baden-Württemberg wegen vergleichsweise schwachem Windaufkommen  -  Bei Einschaltung des gesunden Menschenverstands: Sandkasten-Spielchen ideologisierter Öko-Fuzzies platzen schon vor dem ersten Spatenstich wie Seifenblasen !
G o l d gräber-Stimmung bei baden-württembergischen Landwirten und „grünen“ Kapitalanlegern  -  Der „Wilde Westen“ (Jahre 1860 ff) läßt grüßen: Gemeinsamkeiten der Windkraft-Kapitalanleger mit den  G o l d s u c h e r n in Sacramento / Kalifornien und am Yukon / Alaska…

Die Standort-Frage: Wo stecken Goldsucher ihre „claims“ ab…  

(wm / 080112) -  Bei vielen Landwirten in Baden-Württemberg und im übrigen Bundesgebiet verdrängt eine einzige Frage  immer mehr die Routine-Diskussionen über Zuckerrüben-Ernte, über die Preisentwicklung bei Weizen, Gerste, Ferkel, Rind und Federvieh, bei der Milch, ausbleibendem Regen oder über Maßnahmen der EU etc.: Es ist die Frage nach geeigneten Standorten für Windkraftanlagen…

 ·          …im Wald  -  bei deren Errichtung i.d.R. Hunderte „zig“ Jahre alter Bäume zu roden wären  -  und

·          …auf bisher ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Flächen,

 nachdem Vertriebs-Profis der großen Windkraft-Konzerne wie

  • Enercon (Aurich / Niedersachsen)

  • VESTAS (Dänemark) oder

  • Gemesa (Spanien) u.a.

 rudelweise nun auch im vergleichsweise eher windarmen südlichen Bundesland  -  vor allem in ländlichen Gebieten  -  einfallen, sich in kurzen zeitlichen Abständen die Tür-Klinke auf den Bauernhöfen in die Hand gebend, bei den Gastgebern und anderen potentiellen Kapitalanlegern aus dem vorwiegend „grünen“ Spektrum das Dollar-Zeichen in den Augen hinterlassend und systematisch nach Marktanteilen suchend, an das schlechte Gewissen der Bevölkerung über die angeblich hauptsächlich von ihr verursachte und vermeintlich immer näher rückende Welt-Klima-Katastrophe appellierend und gleichzeitig die Segnungen von Windparks (auch im eher „windlauen“ und daher ungeeigneten Binnenland) anpreisend, bestehend aus bis zu 230 m gigantisch  -  der technische Fortschritt kennt auch künftig noch keine Grenze  -  hohen Beton-Ungetümen mit bis zu 150 m breitem Rotor-Durchmesser, von denen in Baden-Württemberg im 5-Jahreszeitraum der Legislaturperiode 2011 - 2015 jährlich rd. 150 neue Windmonster (insgesamt rd. 750 neue) errichtet werden sollen, rücksichtslos auch an teilweise höchst landschaftssensiblen Standorten und denen gegenüber

            ·          der Stuttgarter Fernsehturm,
·          das Ulmer oder Freiburger Münster oder
·          der Kölner Dom,

die bisher in den einzelnen Bundesländern die höchsten Bauwerke waren, im Vergleich geradezu niedlich erscheinend…

Derlei Windkraft-Anpreisung führt bei vielen Grundstücksbesitzern zunächst zu nachdenklichem, bei manchem Zeitgenossen immer mehr den gesunden Menschenverstand ausschaltendem Grübeln…

Parallel dazu entdecken viele  -  vor allem selbst ernannte  -  Öko-Gurus sowie (überwiegend ideologisierte + dogmatisierte) meist weniger an der Basis arbeitende denn am Schreibtisch sinnierende Funktionärs-Umwelt- und Möchtegern-Naturschützer ihren Hang zu angeblich „grünen“ Kapitalanlagen, auf den jetzt „richtig“ anfahrenden Windkraft-Spekulations-Zug aufspringend, vermeintlich gegenüber konventionellen Kapitalanlagen auf einer moralisch höheren Stufe stehend, wobei dann  -  das eigene Gewissen beruhigend  -  mit dem Zeigefinger der linken Hand immer noch moralisierend und anklagend auf die täglich mehrere Quadrat-Kilometer umfassende Abholzung in den tropischen Regenwäldern zeigend, jedoch  -  mit dem Zeigefinger der anderen Hand  - intensiv den vom TÜV Süd auf Basis objektiv ermittelter Windmessungen erstellten Windatlas für Baden-Württemberg studierend, um  -  im gleichen Atemzug  -  Windpark-Standorte zu suchen…

  • …im ohnehin bisher schon durch „Flächenfraß“ und Beton-Landschaftsversiegelung schon arg gefrevelten  W a l d  oder in bzw. in der  N ä h e  von Landschafts- und Naturschutzgebieten, stillschweigend und skrupellos über die Beeinträchtigung der dadurch auch in der Natur verstärkt eingeleiteten und immer schneller vorwärts schreitenden Windkraft-Industrialisierung hinwegsehend, die zu verheerenden und irreparablen Folgen für Umwelt und Natur, den Tier-, insbesondere den Vogelschutz betreffend, führt…
  •  …in  immer  n ä h e r  an die Wohnbevölkerung heranrückenden  -  oft relativ windarmen und daher für Windstrom-Erzeugung völlig ungeeigneten  -  Gebieten, die zweifelsfrei durch Windkraft-Betrieb ausgehenden Schad-Immissionen wie Infraschall, Schattenschlag, Lärm etc. und deren möglicherweise bei der im Wirkungskreis lebenden Bevölkerung  -  je nach individueller Konstitution und Alter  -  zu Langzeit-Gesundheitsrisiken führend, vernachlässigend und teilweise erhebliche Wertminderungen beim Grundbesitz (vor allem im dichter besiedelten Süden bei hier gegenüber dem Norden + Osten deutlich höheren Grundstückspreisen) verursachend…    

Selbst dann, wenn durch die jetzt in vielen Bundesländern durch Zeitgeist und grün-roter bzw. rot-grüner Parteiprogramme  -  eher Ideologie und Symbolik denn Wirtschaftlichkeitsüberlegungen folgend  -  flächendeckend forcierte Windpark-Industrialisierung eine spürbare Entlastung in der nationalen Energiebilanz eintreten würde, wären derart große, mit der 2. Welle einer bundesdeutschen Windkraft-Industrialisierung parallel eintretende  -  oben geschilderte  -  Nachteile  n i e m a l s  zu rechtfertigen.

Eine weitere Windkraft-Welle wäre (mit Abstrichen) allenfalls  - und  n u r  dort  -  zu akzeptieren, wo eine…

·          1.wirtschaftliche  -  auf Basis  o b j e k t i v  gewonnener Windmess-Ergebnisse  -  Windstrom-Produktion dauerhaft möglich ist (notwendige Bedingung für jede Standort-Auswahl) und

 ·        2.…wo gleichzeitig die oben geschilderten Nachteile weitgehend  v e r m i e d e n werden können…

Das 2. genannte Kriterium, d.h. die weitgehende  V e r m e i d u n g  von üblicherweise durch Windrad-Bau verursachten  N a c h t e i l e n, könnte ohne weiteres eingehalten werden, wenn der Bau von Windindustrieanlagen  -  neben dem immer stärker zunehmenden Bau von Windparks „off-shore“, d.h. weit vor der Küste  -   k o n z e n t r i e r t  würde auf bereits  -   v o r  (!!) dem Windrad-Bau  -  lärmbelastete Standorte, d.h. an Stellen, wo wegen ohnehin schon bestehender Lärmquellen i.d.R. 
k e i n e in der Nähe befindliche Wohnbebauung vorhanden ist
, z.B.  -  jeweils in ausreichendem Sicherheitsabstand und unter Wahrung von Sicherheitsbelangen  -  ….

·          …entlang von Autobahnen (jedoch nicht in Landschafts- bzw. Naturschutzgebieten oder an landschaftssensiblen Stellen)…

 ·          …entlang von Eisenbahn-Strecken

 ·          ...in der Nähe von Güterbahnhöfen, Eisenbahn-Verkehrsknotenpunkten, Speditions-Lagern…

 ·          …nach der endgültigen und dauerhaften Einstellung des Braunkohle-Untertage-Abbaus: …Verwendung der qm-großen Flächen der stillgelegten Braunkohle-Reviere in NRW, Saarland als Windkraft-Standorte…

 ·          …an Wasserstraßen bzw. in Binnenhäfen / Industriebrachen / in oder in der Nähe von Gewerbegebieten

 ·          …in der Nähe von (Militär-)Flughäfen, Flugplätzen…

 ·          …in der Nähe von Landesmessen…auf dem Messegelände, wie z.B. Messe Stuttgart, Hannover-Messe, Messe Nürnberg u.a.

 ·          …in der Nähe bzw. auf dem Areal  e n e r g i e i n t e n s i v e r  Gewerbestandorte wie Zementwerke, Aluminium-Werke, Stahl- und Chemie-Werke, Öl-Raffinerien  u.a….

 ·          …auf dem Areal bzw. in der Nähe von Öl-, Kohle- oder Gaskraftwerken sowie in der Nähe zu bereits vom Netz gegangenen bzw. noch laufenden KKW; dies hätte den (kostenmäßigen) Vorteil, daß die Infrastruktur zur Einspeisung von Strom in die Stromnetze bereits weitgehend vorhanden ist (Leitungen, Umspannwerke u.a.)  

 ·          …also dort, wo Energie täglich in großem Volumen benötigt wird (Vermeidung überflüssiger Leitungs-Infrastruktur-Maßnahmen)….

 ·          …und weiterem, wertlosem weil nicht mehr anderweitig nutzbarem Gelände, wie z.B. auf oder in der Nähe stillgelegter Müll-Deponien, „Schutt“-Plätzen oder am Alb-Aufstieg entlang der BAB Stuttgart - München…

Bei Priorisierung dieser Standorte  -  zu deutlich geringerem Konfliktpotential mit den (dort nicht wohnenden) Bürgern führend  -  könnten die mit dem Windrad-Bau im Normalfall entstehenden Nachteile weitgehend  v e r m i e d e n  werden:

 So gäbe es keine oder  -  wenn überhaupt  -  nur eine äußerst spärliche Wohnbesiedlung in der Nähe dieser Standorte, die vom Windrad-Betrieb verursachten Schad-Immissionen blieben der Wohn-Bevölkerung weitgehend erspart, Streitigkeiten wegen Nachtruhe-Störungen genervter Windkraft-Anwohner würden minimiert und die Immobilienwerte der privaten Grundstücks-Eigentümer  -  da in diesem Fall nicht im Windrad-Wirkungskreis gelegen  -  würden keinen Einbruch erleiden. Das zur Einspeisung benötigte Leitungs- und Versorgungsnetz wäre bereits weitgehend vorhanden, die Gewerbebetriebe in der Nähe könnten direkt an den Windpark angeschlossen werden…

 Beim Umwelt- und Naturschutz, insbesondere beim Vogelschutz könnten die jetzt eintretenden Nachteile ebenfalls weitgehend vermieden werden, da die genannten Standorte sich im Normalfall  n i c h t  im Wald oder in der Nähe von Landschafts- oder Naturschutzgebieten bzw. Vogelflug-Korridoren, Flug-Routen oder Nahrungsmittel-Arealen der Tiere befinden und der immer stärker Fahrt aufnehmenden Industrialisierung der Natur  -  zum Verlust von Naherholungsgebieten führend  -  könnte Einhalt geboten werden; wertvolle und bisher land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen blieben im  S i n n e  der       N a c h h a l t i g k e i t auch für nachfolgende Generationen erhalten… 

 Hinsichtlich des 1.genannten Kriteriums „Wirtschaftlichkeit“ kommen vor allem Standorte in Betracht, an denen das jahresdurchschnittliche Windaufkommen  -  bestätigt durch repräsentativ von unabhängigen Sachverständigen und nicht durch gekaufte „Gutachter“ aus dem Einflußbereich der Windkraft-Lobby  -  erhobene Windmessungen für alle 4 Jahreszeiten, d.h. an allen 365 Tagen eines Jahres  -  dauerhaft und jahresdurchschnittlich (und nicht nur an einigen windstärkeren Tagen) die Schwelle von

5,8 m / sek - 6,1 m / sek

überschreitet. Nur bei Vorliegen dieser Bedingung ist  -  auch nach Aussagen des TÜV Süd  -  die dauerhafte Wirtschaftlichkeit einer Windkraftanlage gegeben.

 Diese Bedingung liegt jedoch an den allermeisten  -  ca. 70 % - 80 %  -  der Windkraft-Binnenland-Standorte  -  so auch in Baden-Württemberg  -   eben gerade  n i c h t  (!!) vor, wie die jährlich „tiefrote Zahlen“ (=Betriebsverlust) zeigende, erwirtschafteten Ist-Ergebnisse der BW-Windparks nach Ablauf des Geschäftsjahrs  -  so auch im Geschäftsjahr 2011  -  regelmäßig „schwarz auf weiß“ belegen.

Wesentliche  P r o f i t e u r e   -  und aus der Goldgräber-Stimmung clever „Kapital schlagend“  -  einer Windkraft-Fehlinvestition sind i.d.R….

·          …der die Grundstückspacht über 20 Jahre einstreichende  G r u n d s t ü c k s v e r p ä c h t e r, der seinen fixen Obulus zu Lasten des von den oft irregeleiteten Kapitalanlegern eingesetzten Eigenkapitals oder aus dem von den Anlegern aufgenommenen Fremdkapital  -  und nicht aus dem mangels Wind oftmals ausbleibenden Ertrag  -  auch dann erhält, wenn wochenlang „geschäftsschädigende“ Windstille herrscht

 ·          …die ihre Verkäufer-Provision einstreichenden  V e r t r i e b s - T r u p p e n  der Windkraft-Konzerne, die sich nach getaner Arbeit  -  d.h. nach Vertragsunterschrift  -  alsbald „wieder vom Acker machen“, um sich weiteren Markt-Potentialen zuzuwenden…

·          …i.d.R. von den Windkraft-Initiatoren beauftragte (= gekaufte) „G u t a c h t e r“ aus dem Einflußbereich der Windkraft-Lobby, mit schöner Regelmäßigkeit dafür sorgend, daß auch an für Windrad-Betrieb völlig ungeeigneten Standorten (Gefälligkeits)-“Gutachten“ angefertigt werden, deren alleiniger Zweck es ist, die oftmals ahnungslosen, blauäugigen und insofern leicht „über den Tisch zu ziehenden“ Kapitalanleger dazu zu animieren, auf Basis viel zu hoher Gewinnversprechungen  -  die oft nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen  -  ihre Unterschrift zu leisten, dazu führend, daß die Zeichner i.d.R. 20 Jahre lang  -  wie „Fliegen am Fliegenfänger“ zappelnd  -  mangels Marktgängigkeit ihrer Anlage nicht mehr von ihrer Verlust-Beteiligung loskommen, auch dann nicht, wenn sie ab dem ersten Tag mit ansehen müssen, wie die Verluste größer werden und es finanziell „nur noch Berg abwärts geht“ …

·          …die  S t a n d o r t - K o m m u n e n, die auf Basis des durch Windkraft-Betrieb erwirtschafteten Gewerbeertrags Gewerbesteuer zu Gunsten des kommunalen Haushalts einnehmen, jedoch nur dann, wenn das am Standort jahresdurchschnittlich vorhandene Windaufkommen  -  wie im i.d.R. deutlich windstärkeren Norden + Osten  -  tatsächlich auch zu einem  I s t - Gewerbeertrag führt; gerade dies ist am Windkraft-Standort  I n g e r s h e i m  nicht der Fall, denn die Gemeindeverwaltung Ingersheim geht  -  nach eigenem Bekunden des Bürgermeisters  -  n i c h t   (!!) davon aus, daß am Windkraft-Standort Ingersheim ein zu Gewerbesteuer-Einnahmen führender Windkraft-Gewerbeertrag erwirtschaftet wird; allein dies sagt schon „Alles“ aus über die wegen mangelhaftem Windaufkommen ausbleibende Wirtschaftlichkeit des von Anfang an als Fehlinvestition einzustufenden Windkraft-Vorhabens in Ingersheim…

Zur  E r i n n e r u n g:          Alle seriös auf Basis langjähriger Wind-Messungen (z.B. des DWD = Deutscher Wetterdienst) belegen, daß im Norden (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen) + Osten (Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen) im Jahresdurchschnitt ein ca. 2 - 3 Mal höheres Windaufkommen vorherrscht als im vergleichsweise windarmen südlichen Binnenland bzw. in Ingersheim…

·          …die den Kaufpreis finanzierenden Kreditinstitute und Versicherungsgesellschaften, Service-Gesellschaften wie Steuerberater, Wartungsgesellschaften, „Hausmeister“, Abbruch-Firmen etc. sowie

·          …und „last - but not least“: Zuallererst die  W i n d k r a f t - K o n z e r n e  selbst, die u.a. mit geschicktem Marketing ihre Verkaufserfolge auch im eher nicht geeigneten, weil vergleichsweise windarmen Binnenland „landen“; schließlich müssen jährliche, von den Aktionären erwartete und mindestens 2-stellige Zuwachsraten bei Absatz, Umsatz und Gewinn als Grundlage für die Dividenden-Ausschüttung erwirtschaftet werden und zur Erreichung dieser ambitionierten Ziele kommen den mit allen „Marketing-Wassern gewaschenen“ Verkaufs-Profis der Windkraft-Konzerne die eher blauäugigen, im „grünen“ Mäntelchen im Binnenland umherlaufenden und mit den Vertriebs-Facetten der Windkraft-Konzerne noch nicht vertrauten Öko-Anhänger sowie einige beamtete, ohne „Rückgrat“ agierende, opportunistisch den Wendungen des Zeitgeists folgende und den Verkäufern der Windkraft-Konzerne ebenfalls nichtsahnend „auf den Leim gehende“ Behördenleiter „gerade recht“…  

Demgegenüber besteht das „Heer der  V e r l i e r e r“  -  auch am völlig ungeeigneten, relativ windarm und nur 298 m über Meereshöhe liegenden Standort Ingersheim  -  vor allem aus…

·          …den sich „im Nachhinein“ oft „geprellt“ fühlenden  K a p i t a l a n l e g e r n, wenn sie  -  vor allem an für Windrad-Betrieb eher ungeeigneten Standorten im vergleichsweise windarmen Binnenland  -  „am eigenen Leib“ erfahren müssen, viel zu optimistischen Versprechungen windiger Vertriebs-Truppen der Windkraft-Lobby aufgesessen zu sein und  -  mit gebundenen Händen, zähneknirschend und sehenden Auges  -  täglich zusehen müssen, wie ihr „sauer verdientes“ Eigenkapital von Jahr zu Jahr oft bis zum Totalverlust „wie Schnee in der Sonne zusammenschmilzt“, ohne daß jemals realistische Aussicht auf Gewinnausschüttung oder adäquate Verzinsung bestanden hätte…

 ·          …einem Großteil der  B e v ö l k e r u n g, insbesondere den Bürgern, die im Wirkungskreis der Windindustrieanlage (Radius ca. 5 km ab Windrad) bzw. in Sichtweite leben und die verstärkt den vom Windrad-Betrieb ausgehenden Schad-Immissionen  -  Lärm, Infraschall, Schattenschlag  -  ausgesetzt sind, die möglicherweise  -  je nach individueller Konstitution und Alter  -  zu Langzeit-Gesundheitsrisiken bei den Bürgern führen…

 ·          N a t u r l i e b h a b e r n  und  E r h o l u n g s s u c h e n d e n, denen  -  vor allem in Ballungsgebieten und im Einzugsbereich der größeren Städte  -  durch die großflächige Rodung von Wald und dem Eindringen in Landschafts-, Natur- und Vogelschutzgebiete beliebte Naherholungsräume entzogen werden…

 ·          …den  I m m o b i l i e n - E i g e n t ü m e r n, die in Sichtweite bzw. im Wirkungskreis der Windkraft-Anlage leben und nun  -  wie in Ingersheim  -  miterleben müssen, wie der Wert ihres Bauplatzes, Wohnung, EFH / ZFH / MFH oder Freizeit-Grundstücks  -  je nach Entfernung zum Windrad  -  mehr oder weniger stark und quasi „über Nacht“  -  teilweise bis zur Unverkäuflichkeit  -  an Wert verliert, das dort über Jahre zusammengesparte und in der Immobilie investierte Eigenkapital „zusammenschmilzt“, ggfs später eine Finanzierungslücke verursachend, wenn der gedachte Verkaufserlös der bis zu einem gewissen Alter selbst bewohnten Immobilie bei Verkauf nicht mehr ausreicht, um sich im Ruhestand ins Altersheim / Betreutes Wohnen u.a. einkaufen zu können (finanzielle Schäden bei der privaten Altersvorsorge)…

 ·          …dem  N a t u r -, T i e r- und  V o g e l s c h u t z, bei dem es durch die Windkraft-Industrialisierung und Betonierung von bisher ausschließlich land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen zu unabsehbaren, irreparablen Beeinträchtigungen kommt, unter verschämtem Wegsehen völlig inkompetenter, meist selbst ernannter und ideologisierter Schreibtisch-Funktionäre von BUND, NABU und weiteren inkompetenten Seilschaften ähnlicher Coleur…

Zwischen den jeweils von windigen Geschäftemachern angelockten

 ·          Heerscharen von Goldsuchern im „Wilden Westen“ und

 ·          den durch Windkraft-Industrialisierung  -  auch im eher windarmen Binnenland  -  ca. 160 Jahre später in Goldgräber-Stimmung gebrachten Heerscharen von Windkraft-Kapitalanlegern (Kommanditisten, Gesellschafter, Genossen)

gibt es sowohl einige Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede.

So ist der Kreis der durch den Goldrausch profitierenden Geschäftemacher =  P r o f i t e u r e (vgl. Aufzählung oben) -  wie beim „Windkraft-Hype“  -  relativ klein und überschaubar, während die große Heerschar der zunächst noch euphorisierten Verlierer  -  zu Beginn des „Runs“ im Herdentrieb „blind“ den Marktschreiern folgend  -  ungleich größer ist.

 Während beim echten „Wild-West“-Goldrausch viele „Goldsucher“ erfolglos blieben und ihr gesamtes „Hab und Gut“  -  teilweise sogar ihr Leben  -  verloren haben, haben jetzt schon viele Windkraft-Kapitalanleger  -  vor allem im relativ windarmen Binnenland  -  mehr oder weniger größere und nicht mehr zu revidierende finanzielle Verluste erlitten (Verlust ihres eingesetzten Eigenkapitals + ausbleibende Gewinnausschüttungen oder Kapitalverzinsungen wegen dauerhafter Verlustsituation infolge fehlendem Windaufkommen); weitere Windkraft-„Looser“ werden  -  vor allem bei Investments an relativ windarmen Binnenland-Standorten  -  mit ähnlicher Konsequenz zu Tausenden nachfolgen.

 Der große Unterschied ist jedoch folgender: Während beim „echten“ Goldrausch viele Goldsucher ernüchtert aufgegeben und  -  angesichts ihres „Pechs“ immer mehr zur Besinnung kommend  -  dem „Wilden Westen“ resignierend den Rücken gekehrt haben, nachdem sie zum wiederholten Male auf ihren letztlich wertlosen „claims“ anstatt auf Gold wieder nur auf unergiebiges „taubes Gestein“ gestoßen waren, blieb die Allgemeinheit damals vom persönlichen Mißerfolg weitgehend unbehelligt und mußte vom persönlichen Mißgeschick des Einzelnen i.d.R.  k e i n e  N a c h t e i l e  erleiden.

Im Gegensatz dazu ist es beim heute sich abspielenden Windkraft-Goldrausch und letztlich ebenfalls „zum Platzen einer Blase“ führenden Windkraft-Hype so, daß zwar   -  schon jetzt  -  ebenfalls viele „Looser“ (vorwiegend ihren Einsatz verlierende Kapitalanleger) feststehen (Tendenz stark steigend), wobei jedoch die Allgemeinheit   -   und  d i e s  i s t  d e r  g r o ß e U n t e r s c h i e d  zu früher  -  durch den jetzt noch durch unfähige Nachwächter-Politiker via völlig „aus dem Ruder“ laufender EEG(ErneuerbareEnergienGesetz)-Subventions-Förderung  angeheizten Windkraft-Unfug  s c h w e r e   
N a c h t e i l e  zu erleiden hat
, wie…

·        …möglicherweise durch Windrad-Betrieb verursachte Gesundheitsrisiken

·         …schwere Beeinträchtigungen beim Umwelt- und Naturschutz, insbesondere den Vogelschutz betreffend

·         …Wertminderungen beim Grundbesitz

·         …u.v.m. (vgl. oben)

Wohltuend ist es jedoch, zu wissen, daß immer mehr  M e d i e n, insbesondere die schon seit längerem äußerst kritisch über die Fehlentwicklungen bei der regenerativen Energie, insbesondere der Windkraft-Scharlatanerie und generell auf intellektuell relativ hohem Niveau berichtende und überwiegend selbst recherchierende überregionale Presse wie

·        DER SPIEGEL  DIE WELT  FAZ

·         HANDELSBLATT oder DIE WIRTSCHAFTSWOCHE u.a.

immer öfter über den jetzt über Deutschland hereinbrechenden Windkraft-Unfug informiert, während die Lokal-Presse  -  bisher zumindest  -  überwiegend einseitig und eher aus einer unkritischen Hofberichterstatter-Stellung berichtet , die Nachteile dieser Entwicklung oft verschweigend…

Ausnahmen bestätigen die Regel: So nimmt die in Ulm erscheinende Südwestpresse (SWP) in ihrer Regionalausgabe Gaildorf (Schwäbischer Wald) vom 7.12.2011 kritisch Stellung zum Windkraft-Ausbau in Baden-Württemberg und verdeutlicht ihre Kritik, indem sie sehr detailliert auf ein geplantes, völlig überdimensioniertes Windpark-Vorhaben in Gaildorf eingeht, das bei seiner Verwirklichung zu schweren irreparablen ökologischen Schäden führen würde, ohne daß die viel zu ambitionierten  -  weil zu hoch gesteckten  -  Ziele auch nur annähernd erreicht würden; 

Die  S W P  schreibt am 7.12.2011: „Baden-Württemberg ist das windschwächste Land der Bundesrepublik. Die Tatsache, dass das Land bei der Anzahl von Windkraftanlagen bislang hinter anderen Bundesländern zurücksteht, hat also handfeste ökonomische Gründe. Von 381 Anlagen (Stand 30.10.2011) in Baden-Württemberg haben laut Betreiber Daten Basis (BDB) 2010 nur fünf die Mindestanzahl von 2000 Volllaststunden, die für einen wirtschaftlichen Betrieb erforderlich sind, erreicht. Selbst in den windhöffigsten Hochlagen im Schwarzwald erfüllen sich die meist viel zu hoch gesteckten Prognosen nicht.

Auch bei hoher Nabenhöhe und einer sehr großen Ausführung des Rotors der geplanten Windräder lässt sich die Natur des Windes und die Berechnungsformel für die Windradleistung nicht überlisten. Dabei ist zu beachten, dass im Mittelgebirge die Turbulenzintensität ungleich höher ist als im Flachland.

Daneben legt der Projektbetreiber bei seiner Kalkulation eine zu hohe Anzahl an erreichbaren Volllaststunden zugrunde. Kalkuliert wird mit 2222 Volllaststunden, während der Bundesdurchschnitt gerade einmal bei 1574 Volllaststunden liegt, einschließlich der sehr windstarken Gebiete in Norddeutschland. In Baden Württemberg werden im Schnitt etwa 1200 Volllaststunden erreicht (DEWI).

Ein Beispiel aus Simmersfeld im Nordschwarzwald: "Der seinerzeit als das Vorzeige-Pilotprojekt für Windkraft in Baden-Württemberg angepriesene, aus 14 Windrädern bestehende Windpark Simmersfeld vermeldet im Drei-Jahresdurchschnitt eine jährliche Abweichung bei den prognostizierten Volllaststunden von minus 42 Prozent (1334 statt 2300) im Vergleich zu den viel zu optimistischen Prognosen. In Simmersfeld sehen jetzt die so über den Tisch gezogenen Anleger nunmehr im dritten Jahr nacheinander, wie ihr investiertes Eigenkapital wie Schnee in der Sonne zusammenschmilzt, und die meisten der schmählich getäuschten Anleger müssen sich damit abfinden, jemals weder eine jährliche Ausschüttung zu erzielen, noch den Rückfluss ihres eingesetzten Kapitals zu erleben, sondern vor allem den Initiatoren, Windrad-Herstellern und Grundstücksverpächtern die Taschen gefüllt zu haben" (Schwarzwälder Bote vom 3. 7. 2011).“  

Dem ist nichts mehr hinzufügen…

 
Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

  www.gegenwind-husarenhof.de



Seitenanfang


Petitionsergebnis: Die Petition ist beendet. Es wurden 364 Unterschriften gesammelt. Die Zeichnungsfrist ist beendet; große Resonanz der Stellungnahme.

Gegen die Änderung des Landesplanungsgesetzes zur Aufhebung der Ausschlussgebiete für WEA

(wm / 300112) - Mit Ablauf des 30.1.2012 wurde die Zeichnungsfrist zur Stellungnahme der Bürgerinitiative Stauferland (Eislingen) beendet, die sich „gegen die Änderung des Landesplanungsgesetzes zur Aufhebung der Ausschlußgebiete für WEA“ richtet. Angesichts der Tatsache, daß die effektive Zeichnungsfrist via Internet nur ca. 4 - 5 Tage bestanden hat, sind 364 in relativ kurzer Zeit gesammelte Unterschriften als großer Erfolg zu werten. 

Betrachtet man sich die Orte der gezeichneten Unterschriften, ist festzustellen, daß  -  wie  beabsichtigt  -  eine große Streuung erfolgt ist, denn die Unterzeichner der Stellungnahme teilen sich auf insgesamt 128 verschiedene Orte  -  größtenteils aus Baden-Württemberg und verteilt übers ganze „Ländle“  -  auf, wobei einzelne Orte verständlicherweise stärker gewichtet sind, weil dort z. Zt. stark in der Öffentlichkeit ausgetragene Auseinandersetzungen zum Thema „Windrad- / Windpark-Bau“ ablaufen.

Durch die starke, sich auf 128 Orte verteilende Streuung ist gewährleistet, daß die Ziele der Stellungnahme, nämlich

die Aufhebung der in der Vergangenheit festgelegten Windkraft-Ausschlußgebiete über eine von der BW-Landesregierung betriebene Änderung des Landesplanungsgesetzes zu erreichen,

flächendeckend in ganz Baden-Württemberg in der breiten Öffentlichkeit bekannt werden, wobei den jetzt ihre Unterschrift leistenden Personen bei der weiteren, flächendeckenden  Verbreitung der Stellungnahme  -  sowie dem Presseverteiler  -  eine Schlüsselposition zukommt.

Unsere BI „Gegenwind Husarenhof“ hat die Stellungnahme der BI Stauferland (Eislingen) von Anfang an unterstützt, indem wir deren Text am 25.1.2012 in unsere homepage übernommen haben.

Ergänzend zu den in der Stellungnahme genannten Zielen haben wir unsere Mitglieder und Unterstützer via Mail mit folgenden Argumenten zur Zeichnung aufgefordert:


Aufruf

Werte Mitglieder und Unterstützer unserer Bürgerinitiative "Gegenwind Husarenhof",

...wie Sie wissen, plant die grün-rote BW-Landesregierung unter Federführung des BW-Umweltministeriums eine massive Forcierung des Windkraft-Ausbaus in BW. So sollen im 5-Jahreszeitraum 2011 - 2015 jährlich rd. 150 neue, i.d.R. zwischen 180 m - 220 m hohe Windräder installiert werden, insgesamt also rd. 750 Windräder.

Klar ist, daß dieses Neu-Volumen von den bisher für baden-württembergische Verhältnisse als vermeintlich windstark eingestuften Regionen

•    Nord- und Südschwarzwald,

•    Hohenlohe und

•    Schwäbische Alb

bei weitem nicht aufgenommen werden kann, weil diese Standorte durch den Großteil der jetzt schon in BW installierten 381 Windräder belegt sind, Landschafts-Kapazitäten dort im benötigten Umfang für Windparks nicht mehr zur Verfügung stehen und sich in diesen Regionen immer stärker werdender Widerstand gegen eine weitere dortige Windrad-Konzentration  -  auch wegen zu befürchtender touristischer Nachteile und wegen Beeinträchtigungen beim Naturschutz u.a.  -  regt.

Dies hat  -  aus Sicht der BW-Landesregierung  -  zur Folge, daß neue Windkraft-Regionen festgelegt werden müssen und damit Standorte auch in Regionen, die deshalb nicht im BW-Windatlas des TÜV Süd empfohlen werden, weil sie als nicht besonders windstark gelten. Konsequenz: Es besteht die Gefahr, daß Windräder / Windparks  -  an neuen, noch windärmeren oder bereits bestehenden („Verdichtung“) Standorten  -  noch näher als bisher an die Wohnbesiedlung heranrücken.

Ohnehin herrscht selbst an den vermeintlich windstarken BW-Standorten im Vergleich zum Norden + Osten Deutschlands ein ca. 2-3 Mal niedrigeres Windaufkommen, das alljährlich in schöner Regelmäßigkeit nach Abschluß des Windkraft-Geschäftsjahrs zum 31.12. zu Betriebsverlusten und tiefroten Zahlen in den Jahresabschlüssen der Windrad-Gesellschaften führt, so vielerorts auch wieder für das Geschäftsjahr 2011, das zum 31.12.2011 geendet hat (siehe unsere homepage-Beiträge).

Obwohl daher mit fast jedem neuen Jahresabschluß eines neu installierten Windrads "schwarz auf weiß" belegt wird, daß Standorte im relativ windarmen Binnenland wegen fehlendem Windaufkommen höchst ungeeignet sind für eine dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Produktion, geht der Windrad-Unfug unter verschämtem Wegsehen von BUND, NABU, irregeleiteter Öffentlichkeit u.a. unvermindert weiter.

Allerdings stellt das jetzt noch in Kraft befindliche (alte) BW-Landesplanungsgesetz aus Sicht von grün / rot ein (noch) großes Hindernis dar, das die ehrgeizigen Windrad-Ausbau-Pläne (noch) stark einschränkt. Insbesondere bestätigt es die bisher von den BW-Regionalverbänden festgelegten Wind-Ausschlußgebiete, also Gebiete, die nach bisher geltender Gesetzeslage nicht für Windkraft-Ausbau zur Verfügung standen, sei es, wegen zu geringen Sicherheitsabständen zu Wohnbevölkerung oder wegen vorrangiger Bestimmungen zum Landschafts-, Natur- und Umweltschutz (insbesondere Vogelschutz) u.a.

Daher hat grün / rot ein neues Landesplanungsgesetz entworfen, das z. Zt. im Anhörungsstadium ist und in Kürze im BW-Landtag beschlossen werden soll. Es soll zum September 2012 in Kraft treten.

Sollte das Gesetz in der jetzt vorliegenden Fassung "durchgewunken" werden, hat dies folgende  -  aus unserer Sicht  -  negative Konsequenzen, wodurch viele, größtenteils irreparable Nachteile entstehen :

  • …erheblich verkürztes, "typisierendes" Prüf- und Genehmigungsverfahren (max. 3 - 4             Monate); Durchführung eines deutlich verkürzten „Zielabweichungsverfahrens“ in             Anlehnung an das Erstverfahren: Die Gefahr besteht, daß der (hoch zu bewertende)             allgemeine „Grundsatz des rechtlichen Gehörs“ zu Lasten der im Wirkungskreis lebenden             Bürger und negativ betroffenen Windkraft-Gegner erheblich eingeschränkt wird…  
  • …viele der jetzt noch zum Schutz von Bevölkerung, Landschaft und Natur bestehenden Wind-    Ausschlußgebiete sollen wegfallen und deren Fläche soll künftig für neue Windkraft-              Standorte geopfert werden…
  • …Windrad-Neuanträge können auf bereits vorliegende (ggfs. veraltete) Gutachten für             bestehende Windräder in der Nähe gestützt werden (Gefahr: zwischenzeitlich             eingetretene Negativ-Entwicklungen werden nicht berücksichtigt; fehlerhafte             Berechnungen aus dem Alt-Gutachten werden übernommen u.a.)
  • …viel zu starke Verringerung der in BW ohnehin schon viel zu niedrigen Sicherheits- /       Mindestabstände zur Wohnbesiedlung bzw. zur gemischten Besiedelung (Wohnungen,          Gewerbe) mit allen Nachteilen bzgl. Gesundheitsrisiken, Lärm, Verfall von Immobilienwerten u.a.     zu Lasten der Bürger …
  • …schwere Beeinträchtigung des Natur-, Tier-, insbesondere des Vogelschutzes …
  • …großflächige Verindustrialisierung / Landschaftsversiegelung bisher ausschließlich land- und forstwirtschaftlich genutzter Gebiete; weitere Verluste an hochwertigem Ackerland…
  • …Wegfall bisher bestehender Tabu-Zonen, d.h. Windpark-Erstellung in Wäldern und      Staatsforsten, in bzw. in der Nähe von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, großflächige Baumrodungen u.a. …
  • …keine Höhenbeschränkung, wie noch an vielen bisher durch die Regionalverbände
  • beschlossenen Windvorrang-Gebieten; wegen relativer Windarmut müssen Windräder im Binnenland deutlich höher werden; z. Zt. werden Windräder bereits mit einer Höhe von 220 m - 240 m gebaut; damit würden diese Windindustrieanlagen die höchsten Gebilde in Baden-Württemberg und würden Stuttgarter Fernsehturm, Ulmer Münster u.a. noch überragen…
  • …massive Landschaftsverspargelung / -verschandelung…

u.v.m.

Um diesen Unfug nicht wie vom BW-Umweltministerium geplant, in Kraft treten zu lassen, regt sich in vielen Teilen Baden-Württembergs immer stärker werdender Widerstand. So hat die BI Stauferland (Eislingen / Fils) eine Stellungnahme gegen den jetzt vorliegenden Entwurf des neuen BW-Landesplanungsgesetzes beschlossen, der am 31.1.2012 dem BW-Umweltministerium zugeleitet werden soll.

Die BI Stauferland hat zur Internet-Unterschrift zur Unterstützung der Stellungnahme gegen das neue Landesplanungsgesetz aufgerufen. Wir unterstützen diese Stellungnahme vorbehaltslos, da sie unseren Zielen in vollem Umfang entspricht.

Wir bitten daher unsere Mitglieder und Unterstützer, die BI Stauferland in ihrem Bemühen gegen das neue Landesplanungsgesetz zu unterstützen und bitten Sie daher, Ihre Internet-Unterschrift zu leisten. …


Mit freundlichen Grüßen


Walter Müller  /  Pressewart "Gegenwind Husarenhof"


Ende des Aufrufs


Gemäß Mitteilung der BI Stauferland (Eislingen) wird die Stellungnahme nun mit Unterschriften dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg zur Berücksichtigung im Anhörungsverfahren übergeben.


Seitenanfang

Templates