Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

Politische Entwicklung -  Parteien, Politiker und Experten zur Energiefrage


Ministerpräsidenten der Bundesländer  B a y e r n  und  S a c h s e n  -  Horst Seehofer (CSU) und Stanislaw Tillich (CDU)  -  starten Bundesratsinitiative und fordern zum S c h u t z ihrer Bürger und zur Vermeidung von Nachteilen deutlich  h ö h e r e  Mindestabstände

 

Unterstützung durch CDU und FDP

Aufgeheul bei Windkraft-Lobby, Bündnis 90 / Die Grünen und SPD

Bürger in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz wären gegenüber den Bürgern in Bayern und Sachsen klar benachteiligt, falls es die „Grün / Rot“ bzw. „Rot / Grün“ geführten Landesregierungen bei den ohnehin viel zu geringen Mindestanständen belassen !

Bayerische Landtagswahl am 15.9.2013, hessische Landtagswahl und Bundestagswahl jeweils am 22.9.2013:

 Wähler entscheiden über sinnvolle Ausgestaltung der künftigen Energiepolitik im Bund und Bundesländern !

 
 

(wm / 080713) - Im September 2013 stehen mit der Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Bayern und Hessen wichtige Wahlen an, die für die künftige Politik und damit für die Zukunft und den Wohlstand der Bürger in Bund und Bundesländern wichtige Weichenstellungen darstellen.

Ein zumindest in den windschwachen Bundesländern im Süden bzw. Südwesten  -  Bayern und Baden-Württemberg  -  wahlentscheidendes Thema dürfte die künftige Ausgestaltung der Energiepolitik sein, nachdem die im März 2011 nach Fukushima / Japan überstürzt, ohne Konzept und daher mehr oder weniger nur noch als chaotisch zu charakterisierende Energiewende in Bund und Ländern auf vielen Teilgebieten ins Stocken geraten ist bzw. in die Sackgasse geführt hat.

Seit längerem hat sich herausgestellt, daß das in den Jahren 2002 ff. von der damaligen SPD / Grüne geführten Bundesregierung Schröder / Fischer verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dessen fehlerhafte Ausgestaltung im Lauf der Jahre zu seit längerem kaum mehr hinnehmbaren Fehlentwicklungen auf dem Energiesektor geführt hat, die sich Jahr für Jahr noch weiter verschlimmern, hinsichtlich der Sicherheit von Arbeitsplätzen und der Leistungsfähigkeit der Sozialsysteme „Gift“ für einen im weltweiten Wettbewerb stehenden Hochtechnologie-Standort Deutschland darstellen und die sich letztlich  -  zu Lasten von Verbrauchern und Wirtschaft  -  in

·         jährlich explosionsartig  -  auch künftig  -  steigenden Energiekosten,

·         jährlich explosionsartig steigenden, über 20 Jahre zugunsten der Einspeiser garantierten  -  aber von der Allgemeinheit über höhere Stromrechnungen zu bezahlenden -  Subventionen / Einspeisevergütungen

·         wegen des durch falsche, zugunsten der regenerativen Energie festgelegten, 20 Jahre lang garantierten Subventionsanreize überhöht und am Bedarf vorbei produzierten Stroms, des damit verbundenen Strom-Überangebots, das wegen mangelnder Speicherfähigkeit verfällt oder   -  unter Verlust  -  verschenkt bzw. „unter Preis“ verscherbelt wird, ohne daß die hierfür anfallenden Einspeisevergütungen  -  da (ohne Risiko für den Einspeiser) 20 Jahre zu Lasten der Allgemeinheit garantiert sind  -  gestrichen werden

·         es wegen des Einspeise-Vorrangs regenerativ erzeugten Stroms und dem dadurch verursachten, bevorstehenden Abschalten modernster Gas- und mit Milliardenaufwand modernisierter Kohlekraftwerke kommt  -  nachdem der dort konventionell erzeugte Strom wegen des durch irrsinnige Subventionsanreize erzeugten Überangebots an regenerativ erzeugtem Strom nicht mehr benötigt wird  -  dessen Stillstandskosten ebenfalls von den Stromkunden über höhere Stromrechnungen zu bezahlen sind

Zu fordern ist daher baldmöglichst  -  d.h. unmittelbar nach den BTW am 22.9.2013  -  eine grundlegende Reform des EEG, wobei

·         sowohl die viel zu hohen Einspeisesätze / kwh

·         als auch die garantierte, viel zu lange Subventionslaufzeit

radikal verkürzt werden müssen, damit der durch das EEG entstandene, von der Allgemeinheit über höhere Stromrechnungen zu bezahlende Subventions-Unfug ein für alle Mal ein Ende hat, und um zu gewährleisten, daß die jetzt noch EEG-systembedingt hervorgerufene Produktion eines mangels Speicherfähigkeit nicht verwendbaren Überangebots regenerativ erzeugten Stroms umgehend unterbleibt.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2012 wurden rd. 20  Miliarden € an Einspeisevergütungen = Subventionen an die Einspeiser regenerativ erzeugten Stroms zu Lasten der Allgemeinheit ausgezahlt, unabhängig davon, ob der regenerativ erzeugte Strom tatsächlich auch ins Netz  eingespeist wurde oder  -  mangels nicht verwendbarem = nicht speicherfähigen Überangebot  -  verfallen ist. Demgegenüber standen lediglich rd. 3 Milliarden € Stromerlöse aus dem Verkauf regenerativ Stroms an der Leipziger Strombörse, sodaß allein im Jahr 2012 Netto-Subventionen i.H.v. rd. 
17 Mrd € zu Lasten der Allgemeinheit angefallen sind.


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Kumuliert sind im Zeitraum 2001 -  2012 (also während des bestehenden EEG-Zeitraums) ca. 80 Mrd. € an von den Stromkunden / Allgemeinheit aufzubringenden Einspeisevergütungen = Subventionen angefallen; die Schallmauer von 100 Mrd. € dürfte wegen der ab Inbetriebnahme 20 Jahre lang garantierten Subventionslaufzeit und wegen des nach wie vor forciert realisierten Zubaus spätestens im Jahr 2014 überschritten werden. Damit hat der EEG-Subventions-Unfug längst die in den Jahren 1960 ff. auf Betreiben vorwiegend von NRW ausgeschütteten Subventionen im Steinkohle-Bergbau überschritten… …Subventionen, die letztlich den Niedergang des Untertage-Kohleabbaus nur zeitlich verzögert  -  jedoch nicht verhindert  -  haben…

Neben diesen grundlegenden, vor allem von der FDP zur EEG-Reform erhobenen Forderung hat sich der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in mehreren von dpa, Bayerischem Rundfunk, Abendzeitung u.a. verbreiteten Stellungnahmen im Juni und Juli 2013 hinsichtlich der weiteren Ausgestaltung der Energiepolitik in Bayern für eine deutliche  E r h ö h u n g  der Mindestabstände zwischen Windkraft-Standort und Wohnbevölkerung stark gemacht.

Seine leicht nachvollziehbare Begründung: Im Vergleich zu den seinerzeit in den Jahren 1980 ff. für Standorte im windstärkeren Norden und Osten Deutschlands hergestellten Windrädern der 1. und 2. Generation mit einer durchschnittlichen Gesamthöhe von lediglich 50 m - 70 m sind die eigens für das vergleichsweise windschwache Binnenland (Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz u.a.) entwickelten Windindustrieanlagen der 3. Generation künftig bis zu 230 m  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  hoch.

Daher müßten die im Hinblick auf die damals deutlich niedrigeren Windräder zum Schutz der Bevölkerung (niedriger) festgesetzten Mindest- / Sicherheitsabstände vor dem Hintergrund der jetzt erheblich höheren Windindustrieanlagen entsprechend erhöht werden. Als Richtschnur wurde das 10-fache der Gesamthöhe verlangt. Bei einer Gesamthöhe von 200 m würde der künftige Mindestabstand 2000 m betragen.

Die CDU im Deutschen Bundestag und die FDP-Bayern  -  so der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP)  -  unterstützen Seehofers Forderungen.

In einem  Beitrag vom 19.6.2013  heißt es u.a.:

„Der bayerische Ministerpräsident will die Abstandsflächen beim Windkraftausbau erhöhen. Jetzt stärkt ihm die CDU den Rücken.

Die Union steckt jetzt bereits die „Claims” ab für die nächste Legislaturperiode. Vergangene Woche äußerte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bei Gesprächen in Unterfranken die Notwendigkeit von größeren Mindestabständen beim Ausbau der Windkraft in Bayern. Für 200 m große Windräder brauche man andere Mindestabstände zur Wohnbebauung als bei 100-Meter-Anlagen, so Seehofer. Damit komme er den Vorschlägen der Bevölkerung entgegen, da sich gegen Erneuerbare-Energien-Projekte zunehmend Widerstand bilde. Derzeit betrage der Mindestabstand 800 m. Für Abstände bis zu 2000 m müsste das Bundesrecht geändert werden.

Nun stärkt ihm der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christian Ruck, den Rücken:  „Landschaft ist Heimat – dies gilt insbesondere im dicht besiedelten Industrieland Deutschland. Der erforderliche Umbau unserer Energieversorgung hin zu den erneuerbaren Energien darf nicht auf Kosten des Natur- und Landschaftschutzes gehen. Deshalb ist es richtig, wenn der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer darauf hinweist, dass der Ausbau der Erneuerbaren auch Rücksicht auf das Landschaftsbild nehmen muss. Wir müssen daher die von ihm angestoßene Diskussion über die erforderlichen Abstandsflächen zur Wohnbebauung für besonders hohe Windräder der neuesten Generation führen.”

Bei einer Anfang Juli 2013 in Oberschleißheim nahe München abgehaltenen Sitzung der Landesregierungen des Freistaats Bayern und des Freistaats Sachsen haben die beiden Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und Stansislaw Tillich (CDU) eine gemeinsame Bundesratsinitiative angekündigt, wonach der Mindestabstand zwischen Wohnhäusern und Windkraft-Standort künftig mindestens das 10-fache der Gesamthöhe der Windindustrieanlage betragen solle.

Hierzu soll im Baugesetzbuch eine Länderöffnungsklausel eingefügt werden, derzufolge es einzelnen Bundesländern gestattet werden solle, eine länderspezifische Abstandsregelung festzulegen; vgl. hierzu u.a. folgende Fundstellen: 

Link 1

Obwohl beide Staatsregierungen ausdrücklich betont haben, daß mit der im Interesse der breiten Wohnbevölkerung zu fordernden Erhöhung der Mindestabstände keine Abkehr von den Zielen der Energiewende verbunden  sei, haben die Interessenverbände der Windkraft-Branche und die Windkraft-Lobby sich  -  vor allem in Bayern  -  lautstark zu Wort gemeldet und die Beibehaltung der nach Ansicht eines Großteils der Öffentlichkeit viel zu geringen Mindestabstände gefordert, die jetzt in Bayern und Sachsen erhöht werden sollen.

Nach allen verläßlichen und seriös bisher erhobenen Wahlprognosen dürfte das Wahlergebnis

·         sowohl in Bayern (am 15.9.2013 / LTW bzw. am 22.9.2013 / BTW)

·         als auch in Sachsen (22.9.2013 / BTW)

bei der anstehenden Landtags- / Bundestagswahl so ausfallen, daß beide Staatsregierungen hieraus eine Legitimation ihrer über ihre Bundesratsinitiative initiierte Änderung des Baugesetzbuchs zur Erhöhung des Mindestabstands zwischen Wohnhäusern und Windkraft-Standort ableiten können.


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Im Gegensatz zu Bayern und Sachsen dürfte die „Grün / Rot“ geführte Landesregierung im windarmen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb völlig ungeeigneten Baden-Württemberg von sich aus keine Anstalten machen, Abstriche an den in großen Teilen der Bevölkerung nach den jüngst bekannt gewordenen höchst umstrittenen und überwiegend ideologisch beeinflußten Plänen zum Windkraft-Ausbau vorzunehmen geschwiege denn eine Erhöhung des Mindestabstands zwischen Wohnhäusern und Windkraft-Anlage zu empfehlen, denn dies hätte wohl unweigerlich Abstriche bei der Anzahl der geplanten Windindustrieanlagen zur Folge, wonach bis zum Jahr 2020 zusätzlich zu den bereits bestehenden ca. 400 weitere ca. 1200 Windindustrieanlagen hinzukommen sollen.

Daher ist dem baden-württembergischen Wähler  -  vor allem im Umkreis und Einzugsgebiet der jetzt bekannt gewordenen Windvorrang-Gebiete in Hohenlohe etc., insbesondere jedoch im Bereich des Verbands der Region Stuttgart (VRS), wo im dicht besiedelten Großraum Stuttgart an meist windschwachen und daher völlig ungeeigneten Standorten in den Landkreisen Ludwigsburg, Waiblingen, Esslingen, Böblingen und Göppingen 76 Windvorrang-Gebiete ausgewiesen wurden, bei deren Realisierung die allermeisten Projekte wegen jahresdurchschnittlichem dauerhaftem Windmangel schon vor dem 1. Spatenstich als millionenschwere Fehlinvestition zu Lasten der betroffenen Region und der meist blauäugigen, von der Windkraft-Lobby „über den Tisch gezogenen“ Öko-Kapitalanleger einzustufen sind  -  zu empfehlen, sein Kreuzchen am 22.9.2013 in der Wahlkabine „an der richtigen Stelle“ zu machen, damit vom Votum des baden-württembergischen Wählers ein Signal an die für planerischen Windkraft-Unfug „im Ländle“ auf der politischen Plattform und für Vollzug bzw. Genehmigung Verantwortlichen ausgeht…   

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“ 

 



www.gegenwind-husarenhof.de


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Vorschau auf Sitzung des Verbands Region Stuttgart (VRS) am 10.7.2013: Spekulationen um Ausweis von unwirtschaftlichen Windkraft-Standorten im windschwachen Landkreis Ludwigsburg

 

VRS will windschwache Windkraft-Standorte im für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg beschließen: Fehl-Investitionen vorprogrammiert !

Falsche, am „Grünen Tisch“, fernab der energiewirtschaftlichen Realität und nur auf politischen, durch BW-Landesregierung / Grüne / SPD inszenierten Druck durchgeführte Windkraft-Regionalplanung ist Grundlage für dauerhaft unwirtschaftlichen Windkraft-Betrieb vielerorts in Baden-Württemberg = Startschuß für „millionenschwere“ Fehl-Investitionen zu Lasten oft blauäugiger Öko-Kapitalanleger, die (wie im übrigen Bundesgebiet) oft auf unseriöse Versprechungen der Windkraft-Lobby hereinfallen werden und mit hoher Wahrscheinlichkeit einen großen Teil ihres Windkraft-Investments „auf Nimmer-Wiedersehen“ buchstäblich „in den Wind schreiben“ müssen…

Von Grünen / SPD trotz relativer Windarmut angepriesene Bürger-Windräder im relativ windschwachen Binnenland Baden-Württemberg als Milliarden-Grab zu Lasten vieler Öko-Anleger…

 

 

(wm / 080713) - Mehrere lokale Tageszeitungen berichten vorab über die am 10.7.2013 anstehende Windkraft-Sitzung des Planungsausschusses beim Verband der Region Stuttgart (VRS), bei der die VRS-Regionalplaner zum Stand der Planung beim Ausbau der Windkraft im Großraum Stuttgart Stellung nehmen werden. Einem Vorab-Bericht der  Marbacher Zeitung vom 4.7.2013  zufolge sind von ursprünglich 95 untersuchten Standorten 25 „ausgesiebt“ worden; 6 neue Standorte sind hinzu gekommen, sodaß beim VRS-Planungsausschuß wohl 76 Windkraft-Standorte zur Beschlußfassung anstehen und als Grundlage für die weitere Planung vorgelegt werden.

Einerseits können Kommunen wie Besigheim, Mundelsheim, Hessigheim, Walheim, Kirchheim oder Bönnigheim und weitere potentielle, jedoch ebenfalls relativ windschwache Standorte im ohnehin windarmen und daher für eine dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg und die dort wohnenden Bürger aufatmen, bleiben sie doch von einer durch Windkraft-Gewerbegebiete verursachten Natur- und Landschaftszerstörung und dem damit verbundenen Naturfrevel endgültig verschont, nachdem der in weiten Teilen der Bevölkerung ungeliebte Windkraft-Kelch gemäß vorab in der Öffentlichkeit durchgesickerter VRS-Planungen wohl an ihnen vorüberziehen wird.

Weiterhin müssen Planungen windkraft-fanatisierter Windkraft-Ideologen in ebenfalls vor unsinnigem Windkraft-Unfug schützenswerten Gebieten wie dem Bottwartal wohl gehörig abgespeckt werden.

Grund für den Wegfall ist dem Bericht der Marbacher Zeitung zufolge die wohl beim VRS zwischenzeitlich gewonnene Erkenntnis, daß windschwache Standorte im bevölkerungsdichteren Großraum Stuttgart keine geeignete Basis für das Gelingen der Energiewende ist.

Auch dürfte der Bau von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  an raumbedeutsamer Stelle in unmittelbarer Nähe zu als schützenswerten Landmarken  charakterisierten, landschaftsprägend herausragenden und immer mehr vom „sanften Tourismus“ frequentierten Standorten in einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft in der Bürgerschaft eher zu einer noch stärkeren Ablehnung des von Grüne / SPD vorwiegend aus ideologischen Gründen gewünschten Windkraft-Ausbaus führen.   

  
   ein trauriges Bild - alles andere als eine zuverlässige Stromerzeugung und Stromversorgung

Quelle: Wilfried Heck

Andererseits sollen dem Bericht der Marbacher Zeitung zufolge wohl 9 mögliche Windkraft-Standorte in Sachsenheim, Oberstenfeld u.a. im Landkreis Ludwigsburg weiter verfolgt werden. Von 39 Kommunen im Landkreis Ludwigsburg bleiben damit  -  nach den Plänen des VRS  -  30 Kommunen windkraft-frei.

Weshalb jedoch 9 Standorte in windarmen Landkreis Ludwigsburg regionalplanerisch weiter verfolgt werden sollen, bleibt rätselhaft, denn auch für diese Standorte treffen dieselben Ablehnungsgründe wie „Windarmut“, „visuelle Zerstörung von Landmarken“, „Naturfrevel“ u.a. zu, die für die übrigen, jetzt wohl vom VRS planerisch nicht weiter verfolgten Standorte zur Ablehnung geführt haben.

Nach wie vor nimmt der allein politischen Vorgaben von „Grün / Rot“ befolgende VRS nicht zur Kenntnis, daß es bezüglich des für dauerhaft wirtschaftlichen Windstrom-Erzeugung allein maßgeblichen Kriteriums  -  nämlich dem Vorliegen eines ausreichenden jahresdurchschnittlichen Windaufkommens, zu dessen Realisierung eine jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von mindestens 6 m je sek vorliegen muß  -  ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle gibt,  wonach das jahresdurchschnittliche Windaufkommen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands nach allen seriös über Langzeit-Auswertung geführten Windmess-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD) um ca. 2 - 3 Mal höher ist als im vergleichsweise windarmen Südwesten / Süden.

Bei einem im April 2013 abgehaltenen Windkraft-Symposium in Messkirch hat der bei der EnBW für das Windkraft-Geschäft zuständige Experte zur Frage der Wirtschaftlichkeit eines Windkraft-Betriebs im windschwachen Baden-Württemberg unmißverständlich ausgeführt, daß hierfür bzgl. der Windgeschwindigkeit als Mindestvoraussetzung das Überschreiten einer Untergrenze von 
6 m / sek gegeben sein müsse, ansonsten solle man von Windkraft-Investitionen wegen Unrentabilität Abstand nehmen… (Beitrag vom 30.5.2013
 „Experte stellt Wirtschaftlichkeit in Zweifel“ .)  

Demzufolge befindet sich Baden-Württemberg bezüglich der jährlich realisierten Wind-Volllast-Stunden im Vergleich aller 16 Bundesländer an 16. Stelle und damit am Schluß aller Bundesländer: Bei maximal jährlich möglichen 8760 Wind-Volllast-Stunden (365 Tage / Jahr  x  24 Stunden je Tag = 8760 Wind-Volllast-Stunden) liegen die jahresdurchschnittlich realisierten Windvolllast-Stunden im Norden und Osten bei ca. 2400 Windvolllast-Stunden. Der Durchschnitt aller 16 Bundesländer liegt bei ca. 1500 Windvolllast-Stunden, während es das vergleichsweise windarme Baden-Württemberg als Schlußlicht gerade einmal auf lediglich ca. 1100 Wind-Volllast-Stunden / Jahr bringt… …denkbar schlechte Voraussetzungen für eine dauerhaft wirtschaftliche Windstrom-Erzeugung…     

Allein dies ist der Grund, weshalb  -  bestätigt durch Statistiken des Deutschen Windenergieverbands  -  ca. 85 % aller bisher in Deutschland installierten rd. 27 000 Windindustrieanlagen im windstarken Norden und Osten (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt u.a.) und eben nicht im vergleichsweise windschwachen Südwesten / Süden stehen, denn merke: Auch Öko- / Windkraft-Kapitalanleger handeln  -  soweit sie nicht, wie z.B. in Ingersheim, ideologisiert sind  -  nach dem ökonomischen Prinzip der Gewinnmaximierung und wollen nicht „sehenden Auges“ ihr Geld im relativ windschwachen, für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Südwesten / Süden „verbrennen“.


Der neue Wald


Aufgrund des jahresdurchschnittlich viel stärkeren Windaufkommens erwirtschaften Windkraft-Betriebe in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands jährlich stabile Gewerbeerträge, die zu Gewerbesteuer-Zahlungen an die Standort-Kommunen und zu Gewinnausschüttungen / Verzinsungen zu Gunsten der Anleger führen, wobei das von den Öko-Anlegern über 20 – 25 Jahre investierte Eigenkapital relativ sicher ist und für die spätere Rückzahlung an die Investoren zur Verfügung steht.

Demgegenüber befinden sich rd. 80 % aller bisher ca. 400 im windschwachen Baden-Württemberg bisher installierten Windindustrieanlagen wegen Windschwäche in einer nachhaltigen Verlust-Situation und schreiben vom Jahr ihrer Inbetriebnahme an ununterbrochen Jahr für Jahr „tiefrote“, verheerende Betriebsergebnisse und zehren das Eigenkapital der leidgeprüften Öko-Kapitalanleger auf, die jährlich mit ansehen müssen, wie ihr „sauer verdientes“ Eigenkapital mit jedem weiteren Verlustabschluß weiter aufgezehrt wird, von Gewinnausschüttungen und Verzinsungen ganz zu schweigen…

... und mancher in seiner Windkraft-Kapitalanlage in einem 20 - 25 Jahre geschlossenen, d.h. unverkäuflichen Fonds wie eine Fliege am Fliegenfänger zappelnde und durch vollmundige Versprechungen der Windkraft-Lobby „über den Tisch gezogene“ Öko-Kapitalanleger sehnt ein vorzeitiges Ende durch schnelle Insolvenz herbei nach dem Motto: „…lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“ 

Für den Fall, daß am 10.7.2013 tatsächlich 9 Windvorrang-Gebiete im vergleichsweise windschwachen Landkreis Ludwigsburg durch den VRS ausgewiesen werden, sichern wir den dort betroffenen Bürgern schon jetzt unsere Unterstützung zu bei ihren Bestrebungen, unsinnige Windkraft-Standorte zu Fall zu bringen. 

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



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“Sparkurs  -  Paris schaltet nachts die Lichter aus”

 

Frankreichs sozialistische Regierung unter Staatspräsident Francois Hollande muß sparen  -  sie ist weit davon entfernt, das von der EU auferlegte Defizitziel von 3 % zu erreichen

 

(wm / 040713) - Parallelen zur Situation in der Bundesrepublik Deutschland unter der seinerzeit von SPD / Grünen geführten Bundesregierung Schröder / Fischer: So wie damals Deutschland wegen exorbitanter Schuldenmacherei und ausufernder Staatsschulden mehrere Jahre hintereinander gegen die im Vertrag von Maastricht festgelegten Stabilitätskriterien verstoßen hat, so verstößt nun Frankreichs Regierung unter dem sozialistischen Staatspräsidenten Francois Hollande ebenfalls gegen die von der EU auferlegte 3 %-Defizitgrenze. 

Angesichts stark steigender Arbeitslosenzahlen, zurück gehendem Wirtschaftswachstums und vor dem Hintergrund weiterhin sich rückläufig entwickelnder Indikatoren, die eine weitere Abkühlung der französischen Wirtschaft vorhersagen, muß Frankreich eisern sparen.    

Nachdem wohl einige Sozialleistungen eingeschränkt werden, soll auch die Energieversorgung ihren Beitrag leisten. Einem Bericht der Deutschen Wirtschafts Nachrichten vom  2.7.2013  zufolge gehen in Paris nachts seit kurzem die Lichter aus: „Von ein Uhr nachts bis sieben Uhr morgens dürfen beispielsweise keine Werbeflächen, Büros und Schaufenster mehr aufleuchten. Selbst die über 300 öffentlichen Gebäude dürfen nicht mehr angestrahlt werden. Wer sich nicht daran hält, muss ein Bußgeld von 750 Euro bezahlen – eine gute Einnahmequelle für die Stadt. Insgesamt sollen so bei der jährlichen Stromrechnung Frankreichs etwa 200 Millionen Euro eingespart werden.“

In Anbetracht der Entwicklung in Frankreich behaupten nun schon einige „böse Zungen“ bereits, daß angesichts des auf dem Gebiet der Energiepolitik in Deutschland ab März 2011 eingetretenen Chaos  -  Stichwort: Energiewende / Fukushima (Japan)  -  der Tag in Deutschland nicht mehr fern sei, an dem auch bei uns einmal „die Lichter ausgehen“ könnten… 

  

Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften i. Gr.

 

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



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        DER SPIEGEL: “Aufstand in der Rotorsteppe“            Ausgabe 27 vom 1.7.2013

 

DER SPIEGEL: Vernichtende Bilanz des Hamburger Nachrichtenmagazins zum mangels Windaufkommen vielerorts erfolglosen Windkraft-Ausbau im relativ windschwachen Binnenland Baden-Württemberg

 

(wm / 020713) - Das Hamburger Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ zieht in seinem in der Ausgabe 27 vom 1.7.2013 (Seite 100 ff.) erschienenen Beitrag „Aufstand in der Rotorsteppe“ eine vernichtende Bilanz zum Windkraft-Ausbau in den vergleichsweise windschwachen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten  südlichen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Was sich bereits unmittelbar nach den am 27.3.2011 abgehaltenen Landtagswahlen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und den dabei zustande gekommenen Wahlsiegen von „Grün-Rot“(BW) bzw. von „Rot-Grün“ (RhlPf) bezüglich der Ausgestaltung der sogenannten Energiewende abzeichnete, bekommt nun die angesichts der immer mehr unter politischer Vorgabe bzw. unter weitgehender behördlicher Duldung landauf / landab sich ausbreitenden Windkraft-Exzessen aufgeschreckte Bevölkerung „am eigenen Leib“ zu spüren.

Obwohl durch Langzeit-Auswertungen von objektiv erhobenen Windmess-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD), der deutschen Flugsicherung bzw. von seriösen Meteorologen belegt ist, daß hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens ein starkes Nord-Süd-Gefälle besteht, demzufolge das Windaufkommen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg etc.) um ca. 2 - 3 Mal höher ist als in den demgegenüber vergleichsweise windschwachen, fernab von der (windstarken) Küste gelegenen und daher für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Bundesländern im Südwesten Deutschlands, unternehmen beide Landesregierungen  -  vor allem durch eher ideologisch beeinflußte, von realitätsfernen Partei-Funktionären entworfenen Parteiprogrammen gesteuert  -  „alles“, um ihrem Land und ihrer Bevölkerung trotz mangelnder Voraussetzungen rücksichtslos und „koste es, was es wolle“ völlig überzogene Windkraft-Forcierungen überzustülpen, die an vielen Stellen

·         zu einer Landschaftsverschandelung immer größeren Ausmaßes,

·         zu einem Naturfrevel ohnegleichen und zu einer weiteren schweren Beeinträchtigung des ohnehin vielerorts bereits „am Boden liegenden“ Natur- und Umweltschutzes  -  insbesondere Vogelschutz betreffend  -  führend

·         wegen durch Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachter Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag und Infraschall und dadurch vielerorts bei Personen mit ohnehin schon angeschlagener Gesundheit verstärkt eintretenden Gesundheitsrisiken führen (Langzeit-Auswirkung)

·         zu Verlagerungen insbesondere beim „sanften Tourismus“

·         zu teilweise erheblichen Wertminderungen bei den Verkehrswerten von Immobilien zu Lasten der Grundstückseigentümer

·         wegen Bodenversiegelungen zum Verlust wertvollen Ackerlands / Waldflächen und zu einer schweren Beeinträchtigung des ökologischen Gelichgewichts mit negativen Auswirkungen auf die Klimaschutzziele        

und weiteren Nachteilen führen bzw. bereits geführt haben, wobei diesen Nachteilen keinerlei nennenswerte Vorteile, z.B. aus „Wertschöpfung“, Gewerbesteuer-Einnahmen bei den Windkraft-Kommunen etc. anfallen, weil jährliche, durch Windmangel verursachte  Windkraft-Betriebsverluste logischerweise zu keinerlei „Wertschöpfung“ (diese entsteht nur bei Windkraft-Gewinnbetrieb) und daher auch zu keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen bei den Windkraft-Kommunen führen, denn Gewerbesteuer-Einnahmen fallen nur an, wenn ein Gewerbeertrag (= Gewinn aus Windkraft-Betrieb) erzielt wird.

Windkraft-Gewerbeverluste im windarmen Binnenland führen jedoch zu keinen Gewerbesteuerzahlungen… …im Gegensatz zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten, wo das jahresdurchschnittlich um 2 - 3 Mal höhere Windaufkommen zu stabilen Gewerbeerträgen und daher zu Gewerbesteuer-Einnahmen zu Gunsten der Windkraft-Standort-Kommunen führt… …und nicht umsonst stehen aus diesen Gründen und nach den Angaben des Deutschen Windenergie-Verbands rd. 85 % aller bisher bundesweit rd. 27 000 Windindustrieanlagen im deutlich windstärkeren Norden und Osten und eben nicht im windschwächeren Südwesten / Süden Deutschlands…

Die BW-Landesregierung plant den Bau weiterer rd. 1200 bis zu 230 m hoch  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  werdender Windindustrieanlagen.

Und dies, obwohl der baden-württembergischen Finanzverwaltung und damit dem BW-Finanzministerium über die jährliche, durch die Betriebsstätten-Finanzämter erfolgende Veranlagung zur Einkommen-, Körperschafts- und Gewerbesteuer die finanzielle und wirtschaftliche Situation aller bisher knapp 400 Windindustrieanlagen in BW in Betrieb befindlichen Windindustrieanlagen bestens bekannt ist, von denen ca. 80 % = rd. 320 mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen Jahr für Jahr mit desaströsen Jahresverlusten = Verlust-Betriebsergebnissen abschließen, zu einem endgültigen  Verzehr des von den Kapitalanlegern allzu leichtfertig gezeichneten Kapitals führend, von Gewinnausschüttungen bzw. Verzinsungen ganz zu schweigen…  

  

Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Mitglied im Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften i. Gr.

 

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur“  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“      

        

 zum Spiegel-Bericht in Ausg. 27 v. 1.7.2013  



www.gegenwind-husarenhof.de

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„Offener Brief“

an die baden-württembergischen Ministerien

für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

für ländlichen Raum und Verbraucherschutz

 
sowie an diverse Landratsämter

und Regionalverbände in Baden-Württemberg

 

Wie groß sind die W a l d-Flächen, die nach der von der baden-württembergischen Landesregierung veranlaßten Änderung des BW-Landesplanungsgesetzes und des BW-Windkraft-Erlasses flächendeckenden Waldrodungen zum Opfer fallen, damit im Wald groß dimensionierte Windparks errichtet werden können ?


Werden Waldrodungen für die Errichtung von Windparks in großem Stil realisiert, versagt der Hochwasser-S c h u t z ein weiteres Mal und die nächste, noch schlimmere 
Hochwasser-K a t a s t r o p h e ist vorprogrammiert !


Haben Landespolitik und Behörden nichts dazu gelernt ?



I        Vorbemerkungen

 

(260613) - Obwohl das seit vielen Jahren schlimmste Hochwasser  -  viele sprechen von einem „Jahrhundert-Hochwasser“  -  seit mehreren Tagen wieder abgeklungen ist, stehen viele gewerblich und privat, vor allem aber landwirtschaftlich genutzte Flächen noch immer unter Wasser und viele der Betroffenen stehen wohl trotz staatlicher finanzieller Hilfe vor dem endgültigen finanziellen Ruin. Daran ändert auch die staatlich zugesagte Hilfe i.H.v. 8 Milliarden € nichts, denn die Milliardenschäden dürften weit im 2-stelligen Bereich liegen und viele jetzt vor „dem Nichts“ stehende Betroffene sind ohne Versicherungsschutz, weil Versicherungen i.d.R. im Hochwasser-Gefahrenbereich liegende Objekte nicht versichern.

Vor dem Hintergrund der jetzt infolge Hochwasser eingetretenen Milliarden-Schäden erhält die von der baden-württembergischen, von den Grünen / SPD geführten Landesregierung nach Änderung des Landesplanungsgesetzes bzw. BW-Windkraft-Erlasses getroffene Entscheidung erhöhtes Gewicht, wonach für den Bau weiterer 1 000 - 1 200 und künftig bis zu 230 m hoch werdender Windindustrieanlagen auch großflächige Baumbestände in Wäldern  -  dem Staat, der Kirche oder Privaten gehörend  -  gerodet werden sollen.

Würden diese Waldrodungen  -  überwiegend auch an nicht “windhöffigen“ Standorten, d.h. auch dort, wo das jahresdurchschnittlich vorhandene Windaufkommen viel zu gering ist, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb zu generieren  -  tatsächlich realisiert, würde der durch den Wald garantierte bestehende „natürliche“ Hochwasserschutz weitgehend und  irreparabel zerstört, mit der Folge, daß in nachfolgenden Jahren weitere Hochwasser-Katastrophen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geradezu vorprogrammiert wären, mit vermutlich noch höheren Schäden als bisher eingetreten.         

II       Forderung

 

A         Wir fordern die vollständige Überarbeitung der bisher vorliegenden bzw. der noch in Arbeit befindlichen Regionalplanung bei allen 12 Regionalverbänden  -  die Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  und den Einbezug des Punktes „Waldrodung - Hochwasserschutz“. Wir sind der Ansicht, daß unter Berücksichtigung dieses Punktes die meisten jetzt im Wald vorgesehenen Windvorrang-Gebiete wegfallen werden.

B          Weiterhin fordern wir Informationen darüber, wie hoch je BW-Regionalverband der Anteil (in % und absolut) der für Windparks im Wald vorgesehenen Fläche ist, die gerodet werden müßte, gemessen an der Gesamtfläche der nach dem Vorschlag der Regionalverbände auszuweisenden Windvorrang-Gebiete.

C          Des weiteren fordern wir den Bau zusätzlicher Windindustrieanlagen solange zu untersagen, bis das nach Ansicht von Fachleuten nach wie vor bestehende immense und ca. 
15 % - 20 % des Gesamt-Stromverbrauchs betragende Einspar-Potential  -  bspw. bei der energetischen Altbau-Sanierung  -  „gehoben“ ist. Die Bundesregierung hat hierzu vor ca. 2 Monaten entsprechende Gesetzesentwürfe im Deutschen Bundestag eingebracht, die mit Stimmenmehrheit von CDU / FDP beschlossen wurden. Es handelt sich jedoch um im Bundesrat zustimmungspflichtige Gesetze, die mit Stimmenmehrheit von SPD / Grüne im Bundesrat  -  vermutlich aus wahltaktischen Gründen  -  blockiert wurden.       

 

 

III      Begründung

 

Nach Ansicht der meisten Experten wurden die in immer kürzeren Abständen eintretenden Hochwasser-Katastrophen weitgehend durch Fehlplanungen in der Vergangenheit  -  also durch Menschenhand  -  verursacht, indem Flussläufe begradigt bzw. kanalisiert wurden, wodurch den Gewässern ihre früher vorhandenen, bei Überschwemmungen als Wasserspeicher-Fläche genutzten Auslaufzonen genommen wurden.

Festzustellen ist daher, daß der Themenbereich „Zunahme der Hochwassergefahr durch Flächenversiegelung“ vor dem Hintergrund der gerade jetzt eingetretenen Hochwasser-Katastrophe ein zentrales, von Landespolitik und Behörden mit Milliarden-Aufwand zu lösendes Anliegen bleiben wird, falls es überhaupt  -  wegen der schon sehr weit fortgeschrittenen Flächenversiegelung  -  noch lösbar ist.

In vielen noch weitgehend naturbelassenen Regionen erfüllt vor allem der Wald die Funktion eines Wasserspeichers, indem er die bei starken und länger andauernden Niederschlägen anfallenden Wassermassen im Boden  -  quasi wie ein Schwamm  -  aufsaugt bzw. speichert und so verhindert, daß Wasserläufe  -  zum Schaden der Allgemeinheit  -  bereits frühzeitig über ihre Ufer treten.

Diese aus gutem Grund willkommene Puffer-Funktion des Waldes dürfte in der Vergangenheit schon des öfteren dafür gesorgt haben, daß stärkere und länger anhaltende Niederschläge für die in der Nähe von Wasserläufen wohnende Bevölkerung doch noch einigermaßen glimpflich  -  d.h. ohne Hochwasserschäden  -  vorübergegangen sind…  

Der Wald würde jedoch einen wesentlichen Teil seiner dem Hochwasser-Schutz dienenden Speicherfunktion verlieren, wenn rd. 40 %  -  wie von einzelnen Regionalverbänden mitgeteilt  -  der für Windparks in BW vorgesehenen Fläche, die dann zu roden wäre  -  aus Wald bestünde, der dann einer weiteren Bodenversiegelung und Betonisierung der Landschaft zum Opfer fiele.

Hieraus würden sich bzgl. des  -  dann noch weiter zurück gedrängten  -  Hochwasserschutzes gravierende, heute noch gar nicht übersehbare, geradezu vorprogrammierte Nachteile ergeben, zu exorbitant hohen Milliardenschäden führend, deren Beseitigung einmal mehr aus Steuermitteln zu Lasten der Allgemeinheit zu finanzieren wäre…

Die 12 Regionalverbände in Baden-Württemberg wurden von der baden-württembergischen Landesregierung mit Umsetzung der politischen Vorgabe zum Bau weiterer 1200 Windindustrieanlagen unter Androhung des Zuständigkeitsentzugs dermaßen unter Druck gesetzt, daß sie  -  aus ihrer Sicht nachvollziehbar  -  dieses Phänomen bei ihren bereits weitgehend abgeschlossenen Windkraft-Planungen bisher  -  bewußt oder unbewußt  -  völlig außer Acht gelassen haben und die hinsichtlich dieses Sachverhalts mit weit weniger Fach-Kompetenz ausgestatteten Kommunen haben diesen Sachverhalt bei Fortschreibung ihrer Flächennutzungspläne  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  bisher ebenfalls nicht untersucht, weil dort bzgl. des Themas „Hochwasserschutz“ i.d.R. keinerlei know-how  vorherrscht.

Auch wurden zum Themenbereich „Hochwasserschutz des Waldes“ bisher keinerlei Expertisen eingeholt, weder bei Wasserwirtschafts- bzw. Forstämtern noch bspw. bei forstwissenschaftlichen Instituten an den im Fachbereich „Wald- und Forstwirtschaft“ führenden Universitäten in Freiburg, Göttingen, Dresden oder München.    

In vielen „Feiertags-Reden“ treten deutsche Politiker  -  insbesondere aus SPD und Bündnis 90 / Die Grünen  -  für ein Verbot von Waldrodungen im allerdings weit entfernten Regenwald ein. Begründet wird dies mit Klimaschutzzielen, Vermeidung von Treibhausgasen, Störung des ökologischen Gleichgewichts etc.

Nahezu die gleichen „Sonntags-Redner“ treten nun  -  weitgehend aus ideologischen Gründen  -  für eine mehr oder weniger ungezügelte großflächige  Waldrodung und Baumfäll-Aktionen „vor der eigenen Haustür“ ein, um den Bau von Windparks im Wald zu ermöglichen.

Einzelne Regionalverbände gehen auskunftsgemäß davon aus, daß von den insgesamt für Windkraft auszuweisenden Flächen rd. 40 % (!!)  -  teilweise mehr, wie z.B. im Hochschwarzwald  -  auf Waldflächen entfallen, die gerodet werden müßten.

Damit käme es in vielen BW-Regionen, insbesondere in Hohenlohe, im Schwäbisch-Fränkischen Wald oder im Schwarzwald etc. zu großflächigen Waldrodungen, die den ohnehin schon vielfach „am Boden liegenden Naturschutz“ noch einmal stark zurückdrängen würden und der Wald verlöre ein weiteres Mal seine Funktion zur Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts (Wasserspeicher / Hochwasserschutz /  Abschwächung der Klimaerwärmung etc.) wenn man berücksichtigt, daß bei den bisher für die Anlage von Windparks bzw. für die Durchführung zusätzlicher Infrastrukturmaßnahmen durchgeführten Rodungen für jedes einzelne (!!) Windrad durchschnittlich zwischen 0,5 ha - 1 ha Waldfläche gerodet werden mußte.

Schwerpunkt des von der BW-Landesregierung forcierten Windkraft-Ausbaus soll die Region Hohenlohe / Taubergrund mit den Landkreisen Schwäbisch Hall, Künzelsau und Tauberbischofsheim / Bad Mergentheim sein, für die regionalplanerische Umsetzung ist der Regionalverband Heilbronn-Franken zuständig.

Vor dem Hintergrund der infolge von Rodung von Wäldern und  -  daraus resultierend  -  der regionalplanerisch vorgesehenen Vernichtung (!!) natürlicher Wasserspeicher im Rahmen des Zubaus von Windkraftanlagen entlang der Fließgewässer bspw. des Flusssystems Tauber, müßte man eigentlich annehmen, daß die Landesregierung, Abgeordnete und Parteien, das Regierungspräsidium, Landratsämter sowie Kommunen und das LUBW in den nächsten Monaten besonders gefordert sein werden, wobei jedoch böse Zungen bereits behaupten, daß die genannten Instanzen angesichts der von der Landesregierung gesetzten politischen Vorgaben zum Bau weiterer 1200 Windindustrieanlagen überfordert seien, denn die Aufgabe schon geplanter Wald-Standorten für Windparks hätte zur Folge, daß deutlich weniger als die von „Grün / Rot“ vorgegebenen 1200 Windindustrieanlagen gebaut werden könnten...

Dieser für den Schutz der Bevölkerung bedeutende Gesichtspunkt „Hochwasserschutz“ scheint  -  den uns erteilten Auskünften zufolge  -  bei den bisherigen Planungen keine oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt zu haben. Daher zeichnet sich diesbezüglich ein deutlicher Nachholbedarf / Handlungsbedarf vonseiten der zuständigen Entscheidungsträger ab.

Im Detail und geschildert am Beispiel der Tauber: Die Tauber hat auf ihrer Gesamtlänge von 
130,6 km 94 direkte Zuflüsse und 81 indirekte Zuflüsse.


Im Main-Tauber-Kreis (Tauberbischfsheim / Bad Mergentheim) sollen ca. 40 Prozent der Windkraftanlagen in Wäldern gebaut werden (vgl. unsere homepage-Beiträge unter www.gegenwind-husarenhof.de unter Rubrik „Aktuelles“ vom 25., 24., 18., 6., 4., 3. und 2.6.2013). Umfangreiche Waldrodungen  -  zu einem Naturfrevel ungeahnten Ausmaßes  führend  -  werden die Folge sein.

Der natürliche Rückhalt des Niederschlags, also der "vorbeugende Hochwasserschutz" im und auf den Hochflächen des Taubertals wird dadurch erheblich reduziert. Mit seinem Speichervermögen dämpft aber gerade der Wald die Hochwasserspitzen und verhindert oder mindert die katastrophalen Auswirkungen eines Hochwassers nach Langzeit- und / oder Starkregen.

Ähnliche Sachverhalte ergeben sich im Einzugsgebiet nahezu aller Fließgewässer in Baden-Württemberg wie Neckar, Enz, Fils, Kocher, Jagst, Kinzig, Argen, Rems, Metter, Murr u.v.m.

Würde der wie hier skizzenhaft dargestellte „natürliche Hochwasserschutz“  -  wie von der BW-Landesregierung geplant  -  durch Freigabe des Waldes zur großflächigen Rodung zugunsten von Windparks  -  weiter zurückgedrängt, käme dem "technischen  Hochwasserschutz" erhöhte Bedeutung zu, die dieser jedoch, allein schon aus finanziellen Gründen, kaum erfüllen könnte.

Der „technische Hochwasserschutz“  -  also die Revidierung der durch Menschenhand in der Vergangenheit verursachten Fehlplanungen wie bspw. die Renaturierung der Flußläufe, Anlegung von Flußauen, Anlage neuer bzw. die Stabilisierung bestehender Deiche u.a.  -  würde immense Milliardenbeträge verschlingen, er wäre angesichts der Kassenlage in Bund, Ländern und Gemeinden von der Höhe und / oder vom zeitlichen Ablauf her wohl kaum finanzierbar.  

Der hier beschriebene Sachverhalt belegt einmal mehr, wie vorwiegend auf Ideologie basierende politische Vorgaben  -  hier der Bau von rd. 1200 zusätzlichen Windindustrieanlagen an wegen relativer Windarmut für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Standorten in BW, teilweise auch im Wald  -  im Falle der Umsetzung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu erheblichen finanziellen Schäden zu Lasten der Allgemeinheit führen, nämlich dann, wenn wegen dem Bau von Windparks in Wäldern großflächige Waldrodungen durchgeführt werden, wodurch die bisher bestehende, dem Hochwasserschutz dienende Speicherfunktion des Waldbodens nach stärkeren und länger anhaltenden Niederschlägen eliminiert würde mit der Folge, daß die Niederschläge in erheblich stärkerem Umfang und sehr viel schneller als bisher zu Überschwemmungen führen…

Im Interesse der Allgemeinheit sollten eben auch Ideologen ab und zu einmal den gesunden Menschenverstand einsetzen…    

  

Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 
Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“


www.gegenwind-husarenhof.de



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Resolution
 „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur - Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“
Forderungen der Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen
 Übergabe an alle Abgeordneten der BW-Landtagsfraktionen von CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, SPD und FDP, an die baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten aller Parteien, an BW-Landesministerien (Umwelt-, Finanz- und Landwirtschaftsministerium), an die 12 Regionalverbände (Verwaltung und Mitglieder der Regionalversammlungen), Städte, Gemeinden und Landratsämter sowie an die Presse

I        Vorbemerkungen

 

(wm / 220613) - Politische Vorgaben der von Bündnis 90 / Die Grünen und SPD geführten baden-württembergischen Landesregierung sehen vor, den Anteil des in BW erzeugten Windstroms an der gesamten Stromproduktion in BW von jetzt ca. 1 %  -  erzeugt durch die z. Zt. in Betrieb befindlichen 391 Windindustrieanlagen  -  bis zum Jahr 2020 auf 10 % zu erhöhen.

Um diese Ziele zu erreichen, sollen bis zum Jahr 2020 neben den bereits bestehenden zusätzliche, ca. 
1 000 - 1 200 neue, dann bis zu 230 m hohe  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  und eigens für das relativ windschwache Binnenland entwickelte Windindustrieanlagen der 3. Generation mehr oder weniger flächendeckend errichtet werden.

Die bisherige, nach altem Planungsrecht für Windkraft-Investitionen in BW landesweit zur Verfügung stehende Flächenkapazität reicht bei weitem nicht aus, um die Masse der jetzt neu geplanten Windindustrieanlagen auch nur annähernd aufnehmen zu können.

Daher hat die BW-Landesregierung das Landesplanungsgesetz am 9.5.2012 mit ihrer Mehrheit im BW-Landtag mit Wirkung zum 1.1.2013 geändert, mit dem Ziel, einen deutlich höheren Anteil der für Windkraft-Investitionen bisher aus gutem Grund nicht zur Verfügung stehenden Landesfläche auszuweisen.

Konkret soll es nunmehr möglich sein, kurzerhand durch „Aushebelung“ von aus gutem Grund seit Jahren und Jahrzehnten bestehenden Natur- und Landschaftsschutzgesetzen sowie durch Außerkraftsetzung der zum Natur-, Arten- bzw. zum Landschaftsschutz ergangenen höchstrichterlichen Rechtsprechung Windvorrang-Gebiete künftig auch an solchen Standorten  -  bspw. im Wald  -  auszuweisen, die bisher für Gewerbe-industrielle Windkraft-Nutzung „Tabu“ waren.      

Um dies zu erreichen, wurden den 12 BW-Regionalverbänden ihre bisher bestehenden Kompetenzen zum Ausweis von Windkraft-Ausschlussgebieten genommen; sie können künftig nur noch neue Windvorrang-Gebiete ausweisen. Dies tun sie auch unter dem auf sie jetzt von der Landespolitik ausgeübten Druck.

Gleichzeitig wurden den Kommunen und Gemeindeverwaltungsverbänden neue Kompetenzen zugeteilt; diese haben jetzt ebenfalls die Möglichkeit, im Rahmen der Fortschreibung ihrer Flächennutzungspläne neue Windvorrang-Gebiete auf ihren Gemarkungen auszuweisen, die jedoch mit den Plänen der Regionalverbände nicht übereinstimmen müssen.

Fachleute befürchten, daß damit dem Windkraft-Wildwuchs in BW „Tür und Tor“ geöffnet wird, der  -  zur Vermeidung der drohenden Landschaftsverspargelung  -  den Ausweis von eigentlich gewünschten WKA-Konzentrationsflächen verhindert und der jetzt vermutlich öfters zum Ausweis von Windvorrang-Gebieten mit nur einem oder zwei Windindustrieanlagen („Bagatell-Standorten“) führt. Dies sollte jedoch nach dem neuen Landesplanungsgesetz zur „visuellen“ Schonung der Landschaft ausdrücklich verhindert werden.

Die für das Planungs- und Genehmigungsverfahren zuständigen Behörden (Landratsämter, Obere und Untere Naturschutzbehörden, Regionalverbände u.a.) kritisieren, daß es bisher keinerlei Richtlinien zur planerischen Umsetzung der politischen Vorgaben gibt.

Dementsprechend ist zu Natur- und Landschaftsfrevel führender Windkraft-Wildwuchs fast zwangsläufig vorprogrammiert.

Die ersten zum Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete bekannt gewordenen Ergebnisse belegen denn auch, daß es beim Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete aufgrund des von der Landesregierung und der sie tragenden Parteien entfachten Drucks und des dadurch ausgelösten Aktionismus 
(   Leserbrief Markus Nessler vom 16.6.2013   ) vielfach zu einer mehr oder weniger chaotischen Planung auf allen Ebenen der Planungs- und Genehmigungsinstanzen gekommen ist, die aus Sicht eines Großteils der Bevölkerung zu einer weiteren schweren Beeinträchtigung des ohnehin schon in vielen Regionen bereits „am Boden liegenden“ Natur- und Landschaftsschutzes führen wird.

Hauptsächlich davon negativ betroffene Zonen sind die Jahrhunderte alten Natur- und Kulturlandschaften und vielfach als Natur-, Landschafts-, Vogel- und Fledermaus-, Wasserschutzgebiete, regionale Grünzüge, Naturparks, Natura 2000- und FFH-Gebiete durch Gesetz bzw. nationaler und europäischer Rechtsprechung vor großflächiger Windkraft-industrieller Nutzung bisher geschützte Regionen in

•    Hohenlohe, Heilbronn-Franken, Taubergrund, Odenwald, Bergstraße

•    Remstal, Schurwald, Schwäbisch-Fränkischer Wald / Naturpark, Bergstraße

•    Schwäbische Alb (Biodiversität)

•    Oberschwaben, Bodenseeraum, Voralpenraum / Allgäu, Bad Wurzacher Becken u.a.

•    Hochschwarzwald (Süd- und Nord-Schwarzwald), Naturpark Schwarzwald-Mitte / Nord, Enzkreis

•    Teile von Südbaden / Markgräfler Land, Kaiserstuhl, Freiburg / i.Br. bzw. Nordbaden

•    oder die Regionen am Hoch-, Ober- und Mittelrhein

Insbesondere dort organisieren sich die Bürger und nicht von ungefähr sprießen gerade in diesen Regionen contra-windkraft-Bürgerinitiativen „wie Pilze aus dem Boden“.

 

So darf es in BW in Hohenlohe, im Schwarzwald, im Allgäu, am Bodensee / Oberschwaben oder auf der Schwäbischen Alb niemals aussehen 

Quelle: Gegenwind an der Oste

II       Forderung

 

Zum Schutz von Mensch, Landschaft und Natur vor weiteren Windkraft-Exzessen bzw. zur Vermeidung irreparabler nachteiliger Folgen und mangels eines in sich geschlossenen Planungs-Konzepts zur Energiewende  - insbesondere zum Ausbau regenerativer Energien  -  fordern wir…

·         …den vorläufigen Stopp aller weiteren Windkraft-Planungen

·         …keinen Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete

·         …kein Bau neuer Windindustrieanlagen zu Lasten der Bevölkerung

in Baden-Württemberg s o  l a n g e, bis im Interesse der Allgemeinheit verlässliche und weniger an  -  ideologisch geprägten  -  Partei-Programmen orientierte Planungs-Richtlinien vorliegen.

 
 

III      Begründung

 

Die in der BW-Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen stehen zu einer sinnvollen Ausgestaltung der Energiewende. Insbesondere treten sie für einen sinnvollen  -  die Betonung liegt auf dem Wort „sinnvoll“  -  Ausbau der Windenergie ein.

Allerdings kann man angesichts der jetzt landauf / landab zutage tretenden Entwicklung nicht von einem sinnvollen Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg sprechen.



A        Mangelndes jahresdurchschnittliches Windaufkommen  -  Baden-Württemberg:    Fehlende Voraussetzung für einen flächendeckend dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb

 

Das jahresdurchschnittliche, flächendeckend vorhandene Windaufkommen in Baden-Württemberg ist an vielen jetzt von den Regionalverbänden und / oder einzelnen Kommunen ausgesuchten Standorten viel zu schwach, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb gewährleisten zu können ( Bericht vom  30.5.2013 „Experte stellt Wirtschaftlichkeit in Zweifel“  und vom  9..5.2013 „Windkraft-Invest nicht ohne Risiko“  ).

Hinsichtlich des Windaufkommens besteht  -  unbestritten  -  bundesweit ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Danach ist das jahresdurchschnittlich im Norden (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) bzw. im Osten Deutschlands (Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt) vorhandene Windaufkommen nach seriösen Langzeit-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD), der Deutschen Flugsicherung, Meteorologen etc. um ca. 2 - 3 Mal höher als im vergleichsweise windarmen Südwesten / BW.

Daher  -  d.h. allein aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen  -  stehen nicht ohne Grund nach den Angaben des deutschen Windenergieverbands rd. 85 % aller bisher ca. 27 000 in Deutschland gebauten Windkraftanlagen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern und eben nicht im relativ windschwachen Binnenland im Süden / Südwesten. An dieser Quote dürfte sich auch künftig nichts ändern, weil der Schwerpunkt der bundesweit jetzt in Planung befindlichen WKA’s wegen besserer Standort- und Produktionsbedingungen sich auch künftig auf die „klassischen“ Windkraft-Bundesländer im Norden und Osten konzentriert.

Während im Norden und Osten i.d.R. durch Windkraft-Betrieb erzielte und zu Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommune führende Gewinne erwirtschaftet werden, sind ca. 80 % - 90 % der für baden-württembergische Verhältnisse an vermeintlich „windhöffigen“ Standorten konzentrierten WKA hochdefizitär und schreiben Jahr für Jahr seit ihrer Inbetriebnahme  -  entgegen den vollmundigen Versprechungen der Windkraft-Lobby  -  blamable und „tiefrote“ Betriebsergebnisse, die bisher schon einen großen Teil des von den Anlegern investierten Eigenkapitals aufgezehrt haben, von Gewinnausschüttungen und Verzinsungen ganz zu schweigen, und ein Großteil der zwangsweise über 20 - 25 Jahre lang investierten, an ihre Beteiligung in geschlossenen Windkraft-Fonds gebundenen Öko-Kapitalanleger dürfte einen erheblichen Teil ihres Eigenkapitals verlieren ( STN vom 14.6.2011 „Laues Lüftchen statt steifer Brise“ ),



B         Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen in Milliardenhöhe  -  Verluste von Öko-Kapitalanlegern in Bürger-Windrädern oder geschlossenen WKA-Beteiligungsfonds sind vorprogrammiert



Die BW-Landesregierung empfiehlt privaten Öko-Kapitalanlegern, zur Finanzierung des Windkraft-Ausbaus sich an sogenannten Bürger-Windrädern finanziell zu beteiligen. Begründet wird dies damit, daß die durch Windkraft-Betrieb entstehende „Wertschöpfung“ bei den Bürgern vor Ort verbleiben solle ( siehe auch  Pressemitteilung lange und kurze Version vom  18.6.  +  24.6.  ).

Allerdings ist zu beachten, daß eine „Wertschöpfung“ erst bei rentablem Windkraft-Betrieb anfällt, d.h. erst wenn Jahres-Gewinne entstehen kann es zu einer Wertschöpfung und zu Gewinnausschüttungen bzw. Verzinsungen kommen. Jahres-Gewinne entstehen, wenn die durch Windstrom-Produktion erwirtschafteten Jahreserlöse höher als die durch Windkraft-Betrieb anfallenden Aufwendungen sind.

Entstehen hingegen mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen  -  wie an den meisten der baden-württembergischen Windkraft-Standorten bisher  -  dauerhaft Jahresverluste, kommt es nicht zu einer „Wertschöpfung“, sondern zu Wertverlusten und endgültiger Kapitalvernichtung zu Lasten der Anleger.

Das von der BW-Landesregierung vorgegebene Programm zum Bau neuer 1 000 - 1 200 Windkraftanlagen führt  -  falls es umgesetzt wird  -  in den allermeisten Fällen mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen zu einer milliardenschweren Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen und damit zu einer entsprechend hohen Kapitalvernichtung aufseiten der Öko-Kapitalanleger, unabhängig davon, ob das Eigenkapital in Bürger-Windrädern oder in geschlossenen Windkraft-Beteiligungsfonds investiert wird.   


... und so erst recht nicht !!
 
Foto (C): Eilert Voß/Wattenrat
 
 

C         wie B): Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen in Milliardenhöhe  -  bei Beteiligung von Stadtwerken, kommunalen Windkraft-Gesellschaften, Investoren etc. an Windkraft-Standorten im vergleichsweise windarmen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern)

 

Verweis auf B); beteiligen sich Stadtwerle, kommunale Versorgungsunternehmen etc. an Windkraft-Projekten im vergleichsweise windarmen Binnenland, entstehen mit hoher Wahrscheinlichkeit dieselben negativen Folgen wie unter B) beschrieben.

Einziger Unterschied: Es wird nicht das Geld von Privatanlegern vernichtet, sondern es wird „Bürger’s Geld verbrannt“, weil die zur Finanzierung von Windkraft-Projekten durch kommunale Unternehmen eingesetzten Finanzmittel aus Rücklagen, Beiträgen, Gebühren-Einnahmen, Steuerzuweisungen etc. stammen, die zuvor vom Bürger aufgebracht wurden.  

 
 

D        Der baden-württembergische Windatlas ist ungeeignet für die Auswahl von Windkraft-Standorten  -  Wird er für die WKA-Standortfindung zugrunde gelegt, führt dies zu Fehlinvestitionen zu Lasten der Investoren schon „vor dem ersten Spatenstich“

 

Die Regionalverbände legen zur Findung wirtschaftlicher WKA-Standorte den in Vorjahren vom TÜV Süd für ganz BW erstellten Windatlas zugrunde. Dieser ist jedoch -  selbst nach zwischenzeitlicher Erkenntnis einiger Regionalverbände  -  ungeeignet zur Identifikation „windhöffiger“ Standorte, an denen ein dauerhaft wirtschaftlicher Windkraft-Betrieb möglich wäre.

Denn: Er wurde nicht aufgrund der jahresdurchschnittlich real vorhandenen, durch repräsentativ über alle 4 Jahreszeiten (12 Monate / 365 Tage eines Jahres) durchgeführte Ist-Windmessungen belegten Wind-Geschwindigkeiten aufgestellt. Vielmehr wurde er lediglich abstrahierend auf Basis modellhaft „am Grünen Tisch“ (!!) teilweise „schön gerechneter“ Annahmen erstellt, bei denen der „politische Wunsch“ nach Ausweis möglichst vieler angeblich „windhöffiger“ Standorte mehr oder weniger „Vater des Gedankens“ war.

Der eigentlich gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in 100 m Höhe als Voraussetzung zum Erhalt von Einspeisevergütungen mindestens zu erreichende Referenzertrag im relativ windschwachen BW ist  -  weil zu hoch  -  mangels Windaufkommen an nur wenigen Standorten erzielbar. Bei dessen Zugrundelegung wäre daher nur ein Bruchteil der politisch von „Grün / Rot“  gewünschten 1 000 - 1 200 WKA‘ s realisierbar.   

Um dennoch zur politisch gewünschten Anzahl von neu zu bauenden 1 000 - 1 200 WKA‘ s zu kommen, wurde die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit „am Grünen Tisch“  -  d.h. (nur) auf dem Papier  -  auf nur noch 60 % des am Referenzstandort gemäß EEG zu erzielenden Referenzertrags „herunter gerechnet“ (= „schön gerechnet“).            

Allerdings hat sich durch diese durch politische Vorgaben geförderten  Rechen-Manipulationen an der tatsächlich am geplanten WKA-Standort real vorhandenen  -  oft viel zu geringen  -  jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit nichts geändert.

Falls sich private Öko-Kapitalanleger oder kommunale Versorgungsunternehmen daher von der lediglich „am Grünen Tisch“ festgelegten, durch „schön Rechnen“ herunter geschraubten Untergrenze der jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit blenden lassen und eine Kapitalanlege-Entscheidung zur Beteiligung an einer Windkraft-Investition treffen, ist ihr Investment mit einem relativ hohen Ausfall-Risiko behaftet.

 
 

E         Forderung an das BW-Finanzministerium: Offenlegung der Jahresergebnisse aller baden-württembergischen Windkraft-Betriebsgesellschaften in anonymisierter Form

 

Alle ca. 400 baden-württembergischen Windkraft-Betriebsgesellschaften müssen jährliche Steuererklärungen abgeben. Sie werden von den für sie zuständigen Betriebsstätten-Finanzämtern steuerlich zur Einkommens-, / Körperschafts- und Gewerbesteuer veranlagt.

Anhand der Steuererklärungen ist ersichtlich, ob Jahresüberschüsse / Gewinne oder Jahresfehlbeträge / Verluste erwirtschaftet werden. Einkommens- bzw. Ertragssteuern werden nur festgesetzt, wenn Jahresüberschüsse / Gewinne erwirtschaftet werden.

Fallen diese in mehreren Jahren nacheinander an, wäre dies ein Indiz für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb in der betreffenden Region.

Würden jedoch mehrere Jahre nacheinander Verluste anfallen bzw. würde bestenfalls eine „schwarze Null“ erwirtschaftet oder gehen die in Vorjahren leicht positiven Jahresergebnisse im Trend der letzten Jahre zurück und wandeln sich in Jahresfehlbeträge (z.B. wegen immer schwächer werdendem jahresdurchschnittlichem Windaufkommen, wie vielerorts im Zeitablauf zu beobachten), so spräche dies für eine unwirtschaftliche, mit einem hohen Kapitalausfall-Risiko behaftete Standort-Region und potentielle Windkraft-Kapitalanleger sollten sich im Interesse des Kapitalerhalts hüten, dort in Windkraft zu investieren.

Aufgrund der jährlichen Steuer-Veranlagung kennt die baden-württembergische Finanzverwaltung und damit das BW-Finanzministerium die wirtschaftliche, finanzielle und Ertragssituation jedes einzelnen Windkraft-Standorts.

Deren auf Basis eines Real-Betriebs sich ergebende Gewinn- oder Verlustsituation würde eine verlässliche Information für jeden potentiellen Öko-Kapitalanleger darstellen, denn sie erlaubt Rückschlüsse darüber, ob am fraglichen WKA-Windvorrang-Gebiet dauerhaft wirtschaftlicher Windkraft-Geschäftsbetrieb möglich wäre.   

Unter Wahrung des Steuergeheimnisses könnten die Jahres-Betriebsergebnisse von Windkraftanlagen einer BW-Region anonymisiert zusammen gefaßt und als Durchschnittswert je WKA einer Region vom BW-Finanzministerium veröffentlicht werden.

Ebenfalls könnten die aus Windkraft-Betrieb in BW erzielten und beim BW-Finanzministerium insgesamt und je WKA-Standort bekannten Gewerbesteuer-Einnahmen als Indiz für die Wirtschaftlichkeit eines WKA-Investments heran gezogen werden: Sind die aus Windkraft-Betrieb jährlich anfallenden Gewerbesteuereinnahmen gering, spräche dies dafür, daß ein relativ geringes jahresdurchschnittliches Windaufkommen vorliegt; wären sie hoch, spräche dies dafür, daß dauerhaft wirtschaftlicher Windkraft-Betrieb möglich wäre.

Im Interesse des Anlegerschutzes und vor allem zugunsten von Kleinanlegern fordern wir daher den baden-württembergischen Finanzminister Nils Schmid (SPD) zur Offenlegung der Zahlen in beschriebenem Sinne  -  d.h. in anonymisierter Form  -  auf, damit potentiellen Kapitalanlegern von vornherein  -  d.h. vor der Zeichnung  -  bekannt ist, daß ihr geplantes Windkraft-Investment eventuell mit einem höherem Anlagerisiko behaftet ist ( nochmals hier vom  18.6.  und  24.6.2013  ).

Unterbliebe dies, macht sich die baden-württembergische Landesregierung mit schuldig, wenn bspw. Tausende von Öko-Kleinanlegern den viel zu optimistischen Verlockungen der Windkraft-Lobby glauben und sich mit fadenscheinigen Versprechungen einmal mehr  -  wie schon an vielen Windkraft-Standorten in Baden-Württemberg zuvor  -  „über den Tisch ziehen lassen“, um Jahr für Jahr mit ansehen zu müssen, wie ihr investiertes Eigenkapital „wie Schnee in der Sonne zusammen schmilzt“, in vielen Fällen auf den Totalverlust ihrer Einlage zusteuernd           

 
 

F         Keine Kartierungen von Flächen hinsichtlich Vogelschutz / Vogelzug-Korridoren, Fledermausschutz

 

Gemäß Auskünften der Regionalverbände gibt es bisher keine von Ornithologen etc. anzufertigenden Kartierungen von Vogelschutz-Zonen bzw. Vogelzugs-Korridoren. Die Arbeiten hierzu stehen erst am Anfang und dürften sich auskunftsgemäß noch längere Zeit hinziehen.  

Ungeachtet dessen werden bereits jetzt von den Regionalverbänden und einzelnen Kommunen Windvorrang-Gebiete ausgewiesen.

Wir fordern daher entweder den sofortigen Stopp bis die Kartierungsaktionen abgeschlossen sind oder den Ausweis ausdrücklich unter Vorbehalt des sich aus noch anzufertigenden Kartierungen ergebenden Datenmaterials.



Kein Waldrevel durch Windkraft im Schwarzwald, Hohenlohe und anderswo in BW

 

Bild: alanka - photobucket.com

 

G        Keine Baumfäll-Aktionen zum Bau von Windparks, bevor nicht das immense, durch energetische Sanierungen realisierbare Energie-Einsparpotential gehoben wurde  

 

Verläßliche Statistiken belegen, daß bei Durchführung energetischer Sanierungen im Altgebäude-Bestand ca. 15 % - 20 % des Energieverbrauchs eingespart werden könnte. Bspw. wurden viele Altbauten in den 50-er / 60-er Jahren gebaut, zu Zeiten, in denen Baustoffe und -technik bei weitem nicht den heute gängigen Standards hinsichtlich Wärmedämmung / sparsamer Energieverbrauch etc. entsprochen haben. 

Bedauerlicherweise wurden die von der CDU / FDP - Bundesregierung im Deutschen Bundestag vorgestellten und von der Bundestagsmehrheit vor wenigen Monaten verabschiedeten Pläne von der durch „Rot / Grün“ bestehenden Bundesratsmehrheit im Hinblick auf die kommende BTW (22.9.2013) aus vorwiegend wahltaktischen Gründen blockiert.

Wir fordern: Bevor es im Zusammenhang mit dem Bau von Windparks auch  nur zu einer einzigen Baum-Fällung kommt, muß das jetzt nach wie vor  vorhandene Einspar-Potential bspw. bei der energetischen Sanierung realisiert werden.

 
 

H        Geändertes Landesplanungsgesetz läßt künftig für den Bau von Windkraftanlagen (bisher verbotene) Waldrodungen in großem Umfang zu  -  Verlust des ökologischen Gleichgewichts mit für die Bevölkerung unabsehbaren Folgen

 

In vielen „Feiertags-Reden“ treten deutsche Politiker  -  insbesondere aus SPD und Bündnis 90 / Die Grünen  -  für ein Verbot von Waldrodungen im allerdings weit entfernten Regenwald ein. Begründet wird dies mit Klimaschutzzielen, Vermeidung von Treibhausgasen etc.

Nahezu die gleichen „Sonntags-Redner“ treten nun  -  weitgehend aus ideologischen Gründen  -  für eine mehr oder weniger ungezügelte großflächige  Waldrodung und Baumfäll-Aktionen „vor der eigenen Haustür“ ein, um den Bau von Windparks im Wald zu ermöglichen.

Einzelne Regionalverbände gehen auskunftsgemäß davon aus, daß von den insgesamt für Windkraft auszuweisenden Flächen rd. 40 % (!!)  -  teilweise mehr, wie z.B. im Hochschwarzwald  -  auf Waldflächen entfallen, die gerodet werden müßten.

Damit käme es in vielen BW-Regionen, insbesondere in Hohenlohe, im Schwäbisch-Fränkischen Wald oder im Schwarzwald etc. zu großflächigen Waldrodungen, die den ohnehin schon vielfach „am Boden liegenden Naturschutz“ noch einmal stark zurückdrängen würden und der Wald verlöre ein weiteres Mal seine Funktion zur Bewahrung des ökologischen Gleichgewichts, wenn man berücksichtigt, daß bei den bisher für die Anlage von Windparks bzw. für die Durchführung zusätzlicher Infrastrukturmaßnahmen durchgeführten Rodungen für jedes einzelne Windrad durchschnittlich zwischen 0,5 ha - 1 ha Waldfläche gerodet werden müßte  3.6. „Adel verpflichtet…“  und vom 2.6. „An Bürgermeister und Gemeinderäte… ).     

 
 

I          Aus aktuellem Anlaß: Durch großflächige, für den Bau von Windparks durchgeführte Waldrodungen wird der Hochwasserschutz in vielen Regionen noch weiter zurückgedrängt  -  Die Auswirkungen von infolge Windkraft-Ausbau durchgeführten Waldrodungen auf den Hochwasser-Schutz wurden bisher weder regionalplanerisch noch von den Kommunen im Rahmen der Fortschreibung ihrer Flächennutzungspläne  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  untersucht

 

Nach Ansicht der meisten Experten wurden die in immer kürzeren Abständen eintretenden Hochwasser-Katastrophen weitgehend durch Fehlplanungen in der Vergangenheit  -  also durch Menschenhand  -  verursacht, indem Flussläufe begradigt bzw. kanalisiert wurden, wodurch den Gewässern ihre früher vorhandenen, bei Überschwemmungen als Wasserspeicher-Fläche genutzten Auslaufzonen genommen wurden etc.

In vielen noch weitgehend naturbelassenen Regionen erfüllt vor allem der Wald die Funktion eines Wasserspeichers, indem er die bei starken und länger andauernden Niederschlägen anfallenden Wassermassen im Boden aufsaugt bzw. speichert und so verhindert, daß Wasserläufe bereits frühzeitig über ihre Ufer treten.

Der Wald würde einen wesentlichen Teil seiner dem Hochwasser-Schutz dienenden Speicherfunktion verlieren, wenn rd. 40 % der für Windparks in BW vorgesehenen Fläche aus Wald bestünde, der dann einer weiteren Bodenversiegelung zum Opfer fiele.

Hieraus würden sich bzgl. des  -  dann noch weiter zurück gedrängten  -  Hochwasserschutzes gravierende, heute noch gar nicht übersehbare Nachteile ergeben; aus Steuermitteln zu finanzierende und daher einmal mehr zu Lasten der Allgemeinheit anfallende Milliardenschäden wären geradezu vorprogrammiert.

Die Regionalverbände haben dieses Phänomen bei ihren bereits weitgehend abgeschlossenen Windkraft-Planungen bisher völlig außer Acht gelassen und die Kommunen haben diesen Sachverhalt bei Fortschreibung ihrer Flächennutzungspläne bisher ebenfalls nicht untersucht, weil dort i.d.R. keinerlei Fachkenntnisse vorherrschen.  

 
 

J         Windkraft-Ausbau: Arbeitsplatzrisiken und schwere Einbrüche in 
Tourismus-Gebieten zu befürchten

 

Der Tourismus ist in vielen Gebieten, so z.B. im Hochschwarzwald, Bodenseeraum / Oberschwaben / Allgäu, Hohenlohe (Taubergrund, bspw. Kur- und Bäderstadt Bad Mergentheim u.a.) etc. eine der Haupterwerbsquellen für die Bevölkerung und damit Basis für den Wohlstand in der Region. Auch im Mittleren Neckarraum entlang von Neckar und Enz sowie im Bottwartal oder im Remstal in den Jahrhunderte alten, durch Steillagen-Weinbau charakterisierten Kulturlandschaften ist der „sanfte Tourismus“ stark im Aufwind.

Falls es in diesen vergleichsweise windschwachen und daher für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Gebieten zu einer Windkraft-Forcierung käme, würde dies vermutlich zu herben Einbrüchen bzw. zu einer Verdrängung des Tourismus-Aufkommens  -  wie andernorts zu beobachten, wo Windkraft-Ausbau ebenfalls zu einer Verdrängung bzw. zu einem Rückgang des Tourismus-Aufkommens geführt hat -  führen, verbunden mit Risiken hinsichtlich der Sicherheit von Arbeitsplätzen.

Dies bestätigen jedenfalls Untersuchungen der Tourismus-Verbände und die in Nord- und Ostdeutschland nach dem Bau von großflächigen Windparks gemachten Erfahrungen. Auf diesen Sachverhalt haben in letzter Zeit insbesondere

Dieser Gesichtspunkt wurde bei den bisher vorliegenden Plänen zum Ausweis zusätzlicher Windvorrang-Gebiete weitgehend vernachlässigt, und zwar sowohl von den Regionalverbänden als auch von den Kommunen. 


Das Grauen von Nauen, so der Titel dieses Fotos von der Plattform www.vernunftkraft.de

Foto: Vernunftkraft.de / Helga Ehresmann


K         Keine ausreichenden Sicherheits- / Mindestabstände  -  Forderung: Mindestens Angleichung an die in anderen Bundesländern geltende Regelung

 

Die in BW vom Landesplanungsgesetz bzw. Windkraft-Erlass vorgesehenen Sicherheitsabstände von 
700 m (Wohngebiete), 450 m (Mischgebiete) und 300 m (Gewerbegebiete) werden selbst innerhalb von BW bei den einzelnen Regionalverbänden unterschiedlich angewandt.

Mit diesen nach Ansicht von Fachleuten  -  vor allem aus medizinischer Sicht (vgl. Homepage-Berichte unter www.gegenwind-husarenhof.de Rubrik „WKA belastete Standorte“, Stichwort: „Gesundheit“; insbesondere Beitrag vom  4.6. „Bad Mergentheim…“  )  -  viel zu geringen Sicherheitsabständen ist Baden-Württemberg Schlußlicht aller Bundesländer.

Dies zeigt einmal mehr, daß die gegenüber anderen Bundesländern im dicht besiedelten Baden-Württemberg zum Nachteil der Bürger vorgenommene Reduzierung von Sicherheitsabständen vor allem deshalb vorgenommen wurde, um dadurch ausreichend Flächenkapazität für den Bau der politisch vorgegebenen 1 000 - 1 200 Windindustrieanlagen schaffen zu können.   

Selbst bei den Regionalverbänden innerhalb von BW gelten unterschiedliche Mindestabstände: Während die oben genannten Sicherheitsabstände bspw. im Bereich des Regionalverbands Stuttgart gelten, haben andere Regionalverbände, z.B. der RV Donau-Iller, im Interesse der Bürger größere Sicherheitsabstände zugrundgelegt, ebenso bspw. der eine oder andere Gemeindeverwaltungsverband im RV Heilbronn-Franken.

Andere Bundesländer legen als Mindestabstand 1000 m oder noch höhere Abstände fest.

Auch im Ausland, z.B. in Großbritannien, werden größere Mindestabstände (10-faches der Nabenhöhe, mindestens jedoch 3000 m; z. Zt. laufendes Gesetzgebungsverfahren) zugrunde gelegt und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ihren Mitgliedern sinngemäß einen Sicherheitsabstand von 2000 m.

Wir fordern für den Ausweis von Windvorrang-Gebieten in BW, daß als Sicherheitsabstand generell mindestens  -  auch aus Gleichbehandlungsgründen  -  ein Abstand in Höhe des in anderen Bundesländern zugrunde gelegten, höheren Abstands festgelegt wird.

 
einfach zu nahe an den Menschen - der Blick aus 700 Meter Entfernung / WKA Ingersheim

 

© Thomas Schöller


L        Verhinderung von Wertverlusten bei den Verkehrswerten von Immobilien

 

Untersuchungen des Haus- und Grundbesitzervereins Schleswig-Holstein kommen zum Ergebnis, daß die Verkehrswerte von Immobilien (Häuser, Eigentumswohnungen, Grundstücke) durchschnittlich um ca. 30 %  -  im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit  -  sinken, wenn in der Nähe bzw. in Sichtweite Windindustrieanlagen gebaut werden; vgl. Pressemitteilung vom  17.11.2011  .

Angesichts der jetzt auch in BW bevorstehenden Entwicklung äußern nun auch baden-württembergische  Haus- und Grundbesitzervereine  ähnliche Befürchtungen.

Bliebe es bspw. im Vergleich zu Schleswig-Holstein bei den in BW niedrigeren Mindestabständen, werden die Wertverluste bei Immobilien in BW gegenüber Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg um ein Vielfaches höher sein, auch schon deshalb, weil in BW an raumbedeutsamer Stelle künftig mit bis zu 230 m Höhe deutlich höhere Windkraftanlagen als in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern gebaut würden und weil die Verkehrswerte von Immobilien in BW deutlich höher sind als in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg.

Wir fordern daher deutlich höhere Abstände von Wohngebieten, um zu Lasten von Grundstückseigentümern durch Windkraft-Bau eintretende Immobilien-Wertverluste erst gar nicht eintreten zu lassen.    

 
 

IV         Abschließende Bemerkungen

 

Die in BW beim Ausbau der Windkraft bisher weitgehend ungeplant und chaotisch anmutende Vorgehensweise führt zu viel zu vielen Nachteilen zu Lasten der Bevölkerung, Landschaft und Natur. In vielen Regionen mit Windkraft-Standorten bereits eingetretene, jetzt bereits sichtbare Nachteile sind weitaus größer als die durch Windkraft-Nutzung  -  wenn überhaupt  -  eintretenden Vorteile.

Es wird immer mehr ersichtlich, daß die jetzt von Regionalverbänden, einzelnen Landratsämtern, Städten und Gemeinden „an den Tag gelegte“ Vorgehensweise eher an den von „Grün-Rot“ verkündeten politischen Vorgaben orientiert ist als an eigentlich gebotenen sachlogischen Grundsätzen.

Entsprechend droht vielen, jetzt noch weitgehend unberührten, naturbelassenen Standorten in Baden-Württemberg das gleiche Schicksal wie in Nord- und Ostdeutschland, wo weite Gebiete durch ungezügelte Windkraft-Forcierung schon  -  zu Lasten der Bewohner  -  weitgehend „umgekippt“ sind.   

Daher sollten die hier beschriebenen Sachverhalte bei einer umgehend durchzuführenden Überprüfung der bisher zum Ausweis zusätzlicher Windvorrang-Gebiete und zum Bau neuer Windindustrieanlagen bekannt gewordenen Pläne berücksichtigt und einbezogen werden, auch mit der Konsequenz, daß einzelne regionalplanerische Konzepte der Regionalverbands-Verwaltungen und / oder die Fortschreibung einzelner Flächennutzungspläne bei den Kommunen  -  die Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  noch einmal auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls revidiert werden.

Unseren am Schutz der Bevölkerung und von Landschaft und Natur interessierten Mitgliedern empfehlen wir schon jetzt und falls nötig, zur Durchsetzung ihrer  -  wie beschriebenen Sichtweise  -  auch den Gang vor die Verwaltungsgerichte keinesfalls zu scheuen.   

  

 gez. Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Arbeitsgemeinschaft (Arge) baden-württembergischer Gegenwind-Bürgerinitiativen „Für Mensch, Natur, Landschaft und Kultur  -  Keine Windkraft an unsinnigen Standorten in BW“



www.gegenwind-husarenhof.de



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Pressemitteilung (lang)

 

Aufforderung an den Finanzminister des Landes Baden-Württemberg, Nils Schmid (SPD):

Offenlegung der Jahresergebnisse aller baden-württembergischen Windkraft-Gesellschaften in anonymisierter Form

Wie hoch sind die Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der Standort-Kommunen aus Windkraft-Betrieb in den Jahren 2010, 2011 und 2012 ?

Drohende Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen in Milliardenhöhe bei Windkraft-Investitionen im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg

Vielen unüberlegt und vorschnell zeichnenden Öko-Kleinanlegern droht der Verlust ihres Eigenkapitals wegen nachhaltiger Windkraft-Verlust-Finanzierung bei Bürger-Windrädern

 

(wm / 180613) - Wir fordern den baden-württembergischen Finanzminister Nils Schmid (SPD) auf, die Jahresergebnisse aller baden-württembergischen Windkraft-Betriebsgesellschaften in anonymisierter Form offenzulegen, um künftigen Schaden von Öko-Kapitalanlegern durch vorschnelle und unüberlegte Kapital-Zeichnung abzuhalten.

In Baden-Württemberg sind z. Zt. rd. 400 Windkraft-Betriebsgesellschaften in Betrieb. Nach uns gemäß Presseberichten, Veröffentlichung im Bundesanzeiger, Mitteilungen von an Windkraft-Betriebsgesellschaften beteiligten Kapitalanlegern u.a. vorliegenden Jahresergebnissen schreiben viele dieser bisher in BW in Betrieb befindlichen Windkraft-Betriebsgesellschaften ab ihrer Inbetriebnahme Jahr für Jahr „tiefrote“, teils desaströse Jahresergebnisse, die sich im Zeitablauf zu immer höheren Verlusten kumuliert haben, wobei das von den Anlegern investierte Eigenkapital durch die dauerhafte Verlust-Finanzierung bereits erheblich aufgezehrt wurde.

Ein Großteil der mit ihrer Anlage über eine Laufzeit von 20 - 25 Jahren gebundenen Kapitalanleger wird  -  wenn überhaupt  -  nur noch einen Bruchteil des investierten Eigenkapitals zurück erhalten, von Gewinnausschüttungen oder Verzinsungen ganz zu schweigen.

Verwiesen wird bspw. auf die Berichte der Lokalpresse in Freiburg / Br., wonach die im Raum Freiburg bzw. in Südbaden installierten Windkraftanlagen nach teilweise herben Jahresverlusten jahrelang stark unter den von der Windkraft-Lobby viel zu optimistisch prognostizierten Ergebnissen  -  ohne Aussicht auf künftige Besserung  -  geblieben sind, weshalb der Streit von erbosten Anlegern vor Gericht gebracht wurde. ( siehe hier: Link 1, Link 2, Link 3 )

Immer mehr Finanzexperten, so zuletzt der Vorstand der Sparkasse Fulda (  Bericht v. 9.5.2013 ), warnen vor den über einen Anlagezeitraum von 20 - 25 Jahren kaum übersehbaren finanziellen Risiken einer Kapitalanlage in Windkraft-Gesellschaften, insbesondere an Standorten im vergleichsweise windärmeren Binnenland, wo künftig die neue Generation von bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen gebaut werden soll.

Paradebeispiel für das „Verbrennen von Eigenkapital in Millionenhöhe“ ist der im Jahr 2006 / 2007 mit viel Vorschuß-Lorbeeren unter Anwesenheit der damaligen BW-Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) eingeweihte, als „Leuchtturm-“ und Pilot-Projekt hochstilisierte, mit 14 Windkraftanlagen nach wie vor größte baden-württembergische Windpark in Simmersfeld (Kreis Calw, nahe Freudenstadt), mit rd. 900 m über NN vermeintlich windgünstig gelegen und nach Ansicht seinerzeit von der Windkraft-Lobby viel zu optimistisch geäußerten Einschätzungen geradezu prädestiniert für dauerhaft rentablen Windkraft-Geschäftsbetrieb… …eine haarsträubende Fehleinschätzung, wie sich heute herausstellt… (  Bericht v. 3.8.2011  )

Dumm nur, daß aufgrund des selbst dort viel zu schwachen Windaufkommens in einer ursprünglich für baden-württembergische Verhältnisse als „Filet-Standort“ bezeichneten Region bisher mangels Windaufkommen auch im 7. Jahr nach Inbetriebnahme ununterbrochen herbe Jahresverluste in Millionenhöhe eingefahren wurden, ohne daß künftig Aussicht auf Besserung besteht und manche Beobachter gehen bereits davon aus, daß es nach dem Verzehr eines Großteils des investierten Kapitals und bei weiter andauernder Verlust-Finanzierung in Simmersfeld zu einer vorzeitigen Insolvenz kommen könnte, wenn nicht bald „frisches Kapital“ von außen zugeführt wird… …eine Möglichkeit, deren Eintrittswahrscheinlichkeit angesichts weiterhin ungünstiger Rahmenbedingungen „gegen Null“ tendieren dürfte…  

Grund für die nachhaltige Verlustsituation vieler Windkraft-Betriebe ist das vergleichsweise schwache jahresdurchschnittliche Windaufkommen in südlichen Binnenländern wie Baden-Württemberg oder Bayern.

Nach verläßlichen, seriös über längere Zeiträume geführten Windmess-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts u.a. besteht bundesweit hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens ein erhebliches Nord-Süd-Gefälle, demzufolge das Windaufkommen in den Bundesländern im Norden (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) oder im Osten (Brandenburg, Sachsen-Anhalt) um rd. 2 - 3 mal höher ist als im vergleichsweise windärmeren Süden / Südwesten.

So betragen die jahresdurchschnittlichen Volllast-Stunden im 9-Jahresvergleich im Zeitraum 2004 - 2012 nach seriös geführten Statistiken bundesweit 1547 Stunden, während im gleichen Zeitraum in Baden-Württemberg lediglich 1080 Volllast-Stunden angefallen sind.

Damit steht Baden-Württemberg hinsichtlich des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens am Schluß aller Bundesländer. Allein diese für Windkraft-Betrieb in Baden-Württemberg äußerst ungünstigen Rahmenbedingungen belegen die Unwirtschaftlichkeit eines großflächigen Windkraft-Betriebs in Baden-Württemberg.

Nicht ohne Grund konzentrieren sich nach den Statistiken des deutschen Windenergieverbands rd. 85 % der bisher in Deutschland installierten rd. 27 000 Windkraftanlagen auf die „klassischen“ Windkraft-Bundesländer im Norden und Osten Deutschlands.

Nach den Plänen der baden-württembergischen „grün-rot“ geführten Landesregierung sollen bis zum Jahr 2020 neben den bereits bestehenden rd. 400 Windindustrieanlagen ca. 1000 - 1200 neue Windmühlen gebaut werden, um den Anteil des Windstroms am Gesamt-Stromverbrauch von jetzt 1 % auf 10 % zu steigern.

Von der BW-Landesregierung zur Finanzierung als Modell empfohlen wird die Beteiligung an Bürgerwindrädern, u.a. auch deshalb  -  so die Begründung  -  damit die „Wertschöpfung“ vor Ort bleibt. Problematisch wird dies jedoch dann, wenn es  -  wie bisher an sehr vielen Windkraft-Standorten in Baden-Württemberg  -  nicht zu Gewinnen und daher zu keiner „Wertschöpfung“, sondern zu Verlusten und damit zu Kapitalverzehr zu Lasten der Anleger kommt.

Ein Großteil der in BW geplanten Bürger-Windräder stellt mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen schon jetzt „vor dem ersten Spatenstich“ eine Fehlinvestition in Millionenhöhe dar und führt  -  bei Realisierung  -  zu einer milliardenschweren Fehl-Allokation volkswirtschaftlicher Ressourcen dar.

Öko-Kapitalanleger benötigen vor Zeichnung ihrer Kapitalanlage verläßliche Informationen zur finanziellen Situation und zur Ertragskraft bezüglich ihres geplanten Investments.

Im Fall der Beteiligung an von der BW-Landesregierung empfohlenen Bürger-Windrädern stellen die bisher jährlich erwirtschafteten Betriebsergebnisse der baden-württembergischen Windkraft-Betriebsgesellschaften eine sehr verläßliche Informationsquelle hinsichtlich Ertragskraft und Sicherheit der geplanten Kapitalanlage dar.

Die Jahresergebnisse aller baden-württembergischen Windkraft-Betriebsgesellschaften sind der baden-württembergischen Finanzverwaltung und damit dem BW-Finanzministerium bekannt, denn es handelt sich dabei um Gewerbebetriebe, die von den jeweiligen Betriebsstätten-Finanzämtern aufgrund ihrer Jahressteuer-Erklärung steuerlich veranlagt werden. 

Um das Steuergeheimnis zu wahren, könnten die Jahresergebnisse der rd. 400 in Betrieb befindlichen Windkraft-Betriebe nach Regionen anonymisiert zusammengefaßt werden, z.B. nach WKA-Standort-Region Schwäbische Alb, Nord- bzw. Süd-Schwarzwald oder Nordbaden / Südbaden, Hohenlohe, Oberschwaben etc.

Der dadurch  -  je Region als Durchschnitt je Windkraftanlage  -  ermittelbare Wert zum Jahresergebnis in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012 sowie das insgesamt aus Windkraft-Betrieb in Baden-Württemberg angefallene Gewerbesteuer-Aufkommen stellen verläßliche Grundlagen für Investitionsentscheidungen von Öko-Kapitalanlegern dar und könnten dazu führen, daß manchem Kleinanleger das Risiko seiner geplanten Windkraft-Kapitalanlage vor Augen geführt wird. Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten von Kommunen fallen nur an, wenn ein Gewerbebetrieb Gewinne erwirtschaftet; bei Verlustbetrieb fällt keine Gewerbesteuer an. 

Allerdings könnte die Veröffentlichung dieser sicherlich ernüchternden Zahlen zu einer merklichen Abkühlung hinsichtlich der bisher recht ambitionierten Windkraft-Ausbaupläne führen, dann nämlich, wenn viele potentielle, jetzt noch euphorisierte Öko-Kapitalanleger „kalte Füße“ bekommen, wenn das Zeichnungskapital überwiesen werden soll…   

Wir fordern daher die baden-württembergische Landesregierung, insbesondere den baden-württembergischen Finanzminister Nils Schmid (SPD) zur Offenlegung der Zahlen  -  wie dargelegt  -  auf, damit potentielle Öko-Kapitalanleger  -  insbesondere Kleinanleger  -  hinsichtlich der Risiken ihrer Windkraft-Kapitalanlage sensibilisiert und im Interesse des Anlegerschutzes besser aufgeklärt werden.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de



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Schwarzwälder Bote: „Titisee-Neustadt  -  FDP kündigt den Windrädern Gegenwind an”

F D P-Kreisverband Titisee-Neustadt und Ernst Burgbacher / MdB (Bundestags-Wahlkreisabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie sowie Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus) g e g e n künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen im H o c h s c h w a r z w a l d

Parteien positionieren sich

„Nachdem die heulenden Windräder den Tourismus an den Küsten geschädigt haben, erobern die Betonriesen auch die Mittelgebirge, den Schwarzwald und das Voralpenland, bedrohen die letzten Idyllen“


(wm / 110513) - Im Zuge des zur Bundestagswahl am 22.9.2013 bevorstehenden Wahlkampfs  -  bei dem die Energiepolitik vermutlich (insbesondere in Baden-Württemberg) eine zentrale Rolle spielen wird  -  und vor dem Hintergrund der wohl in Kürze in manchem Regionalverband in Baden-Württemberg anstehenden Entscheidungen zum Ausweis neuer Windvorrang-Flächen kristallisiert sich auch immer deutlicher die Haltung der Parteien zum weiteren Ausbau der Windkraft im eher windarmen und daher an sich für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Baden-Württemberg heraus.

Ohnehin hat bisher schon eine Reihe von Kommunen in Baden-Württemberg landauf / landab von sich aus  -  insbesondere in besonders windschwachen Landkreisen wie z.B. im Landkreis Ludwigsburg, wo die größten Kommunen wie Ludwigsburg, Kornwestheim, Marbach / N., Freiberg / N., Remseck / N. sowie die meisten mittelgroßen oder kleineren Kommunen wie Affalterbach, Benningen, Erdmannhausen, Freudental, Löchgau, Murr, Pleidelsheim, Schwieberdingen, um nur einige zu nennen, vom Ausweis von Windvorrang-Gebieten aus verschiedensten Gründen abgesehen und auf den Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete verzichtet, sei es

·         wegen mangelnder „Windhöffigkeit“

·         wegen zu geringem Abstand zu Wohngebieten

·         oder wegen zwingend einzuhaltender Naturschutz-Bestimmungen o.ä.  -  

Eine Reihe weiterer Kommunen steht ebenfalls vor Ablehnungs-Entscheidungen und wird wohl nachfolgen.

Auch die Haltung der Parteien zur Windkraft im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg kristallisiert sich immer stärker heraus.

So sehen die politischen Vorgaben der grün-rot geführten baden-württembergischen Landesregierung vor, in BW bis zum Jahr 2020 neben den bisher 391 bereits bestehenden zusätzlich bis zu  1200 neue, künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  zu bauen, wobei der WKA-Bau flächendeckend auch auf dem besonders ungeeigneten „flachen Land“ und  -  wegen Verstößen gegen Natur-, Umwelt- und Landschaftsschutzbestimmungen besonders verwerflich  -  in bestehenden regionalen Grünzügen, Natur-, Landschafts-, Wasser- oder Vogelschutz-, Natura 2000-, FFH- und europäischen Vogelschutzgebieten bzw. in Naturparks wie z.B. im

·         Schwäbisch-Fränkischen Wald

·         Stromberg-Heuchelberg

·         Schwarzwald (Mitte / Nord)

erfolgen soll, wobei der dabei verursachte schlimme Naturfrevel durch…

·         …von den Windkraft-Initiatoren bei sogenannten, im Umfeld der Windkraft-Lobby angesiedelten „Gutachtern“ gekaufte Gefälligkeits-Gutachten

·         …Aushebelung von Gesetzen und Richtlinien, die für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes in langen Vorjahren aus gutem Grund erlassen wurden

·         …und „an die Kandarre genommenen“ und „zum Schweigen“ befohlenen Unteren und Oberen Naturschutzbehörden

·         …und bei verschämtem Wegsehen der nur noch als „sogenannt“ zu bezeichnenden Naturschutz-Organisationen von BUND und NABU

notdürftig kaschiert werden soll.

Von der CDU-Landtagsfraktion sind Pläne bekannt, wonach man sich vorstellen kann, daß in Baden-Württemberg maximal 600 Windindustrieanlagen neu gebaut werden könnten.

Auch die Freien Wähler, bei der BTW am 22.9.2013 in Baden-Württemberg allerdings nicht antretend, gehen auf Distanz, so jüngsten Meldungen zufolge im Taubergrund, bspw. in Bad Mergentheim bzw. an anderen Orten in Hohenlohe und anderswo in BW.


Über allen Gipfeln, Ist Ruh, In allen Wipfeln, Spürest du, Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch.
Windrad im Feld - wind engine by tuxdriver, on Flickr
Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 Generic License  by  tuxdriver

Den vermutlich restriktivsten Kurs zur ungezügelten und oftmals chaotisch verlaufenden Windkraft-Forcierung „im Ländle“ fährt wohl die FDP:  Eine Reihe von FDP-Kreisverbänden in BW lehnt den Bau von Windparks im Wald und erst recht in Naturparks, Naturschutzgebieten etc.  -  wobei je Windkraftanlage 1 ha Waldfläche = bis zu 500 Bäume geopfert werden müßten  -   kategorisch ab. Weitere FDP-Ortsverbände fordern gegenüber der von der BW-Landesregierung in den geänderten Landesplanungsgesetzen festgelegten Abstände von lediglich 700 m (Wohngebiete) bzw. 300 m (Mischgebieten) die Erhöhung der Sicherheits- / Mindestabstände zur Wohnbevölkerung auf mindestens 1000 m sowie Höhenbegrenzungen.  

So hat sich bspw. die FDP Titisee-Neustadt / Hochschwarzwald einem Bericht des Schwarzwälder Boten vom 23.4.2013 zufolge gegen Windindustrieanlagen / Windparks im Hochschwarzwald ausgesprochen.

Zu einer am 26.4.2013 mit Ernst Burgbacher / MdB durchgeführten Veranstaltung enthält das Einladungsschreiben dem Zeitungsbericht zufolge folgenden Hinweis: „Nachdem die heulenden Windräder den Tourismus an den Küsten geschädigt haben, erobern die Betonriesen auch die Mittelgebirge, den Schwarzwald und das Voralpenland, bedrohen die letzten Idyllen“. Ernst Burgbacher / MdB muß es wissen, denn er ist als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie zugleich auch Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus. In dieser Funktion weiß er sehr genau, zu welchen Beeinträchtigungen zu Lasten der Bevölkerung der forcierte Windkraft-Ausbau in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und im nördlichen Teil von NRW oder Hessen  -  wo rd. 85 % der bisher bundesweit installierten rd. 27000 Windindustrieanlagen stehen  -  geführt hat…

Auch der für den BW-Landtags-Wahlkreis Horb / N. und Umgebung zuständige FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Tim Kern / MdL lehnt nach einer Ende April 2013 zusammen mit der Bürgerinitiative „Waldjuwel Horb“ vor Ort durchgeführten Besichtigung angesichts des dort durch Windkraft inmitten des Naturparks „Schwarzwald Mitte / Nord“ verursachten Naturfrevel entschieden ab, der entstehen würde, falls die Pläne der Stadtverwaltung Horb / N. realisiert würden (vgl. www.waldjuwel-horb.de Rubrik „Aktuelles“ vom 27.4.2013). 

Und in anderen Bundesländern macht die FDP ebenfalls „Front“ gegen allzu großen Naturfrevel und ungezügelte Landschaftsverschandelung infolge Windkraft. So hat sich bspw. der FDP-Landesverband Sachsen bereits mehrfach gegen durch Windkraft verursachte Landschaftsverspargelung und Naturfrevel im Erzgebirge und an der Grenze zu Tschechien ausgesprochen (Berichte vom 21.3., 12.3. und 20.2.2013).

  

Walter Müller/Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

Pressewart (kommissarisch) baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen in Natur- und Kulturlandschaften (i.Gr.)





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SPIEGEL/RTL-TV (2009): „Das Märchen von der sauberen Windkraft“
Die Lügen der Windkraft-Lobby…

ORF-TV / ECO (2011): „So (un)wirtschaftlich ist die Windkraft“
…Bauer sucht Wind…

SWR / Odysso vom 19.11.2009: „Irrweg Windenergie“

A p p e l l  an die Bevölkerung in Baden-Württemberg:
W e h r e t  d e n  A n f ä n g e n !
A u f w a c h e n  b e v o r  e s  z u  s p ä t  i s t !


(wm / 230413) - Die Kurzbeiträge der oben genannten Sender betreffen Windkraft-Recherchen kritischer, unabhängiger Journalisten, die sich nicht von der Windkraft-Lobby „Sand in die Augen streuen lassen“. Die Beiträge stammen aus den Jahren 2009 und 2011. Stellt man die heutigen, durch Windkraft-Ausbau bundesweit bisher eingetretenen Nachteile den in den Beiträgen realitätsnah geschilderten Zuständen und Prognosen gegenüber, ist festzustellen, daß sich die bisher eingetretenen Zustände  -  vor allem in den gegenüber den südlichen, eher windärmeren Bundesländern beim Windkraft-Ausbau mit einem zeitlichen Vorsprung von ca. 10 - 15 Jahren früher gestarteten „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie im nördlichen Teil von NRW oder Hessen und nach den letzten Windwahn-Exzessen (Soonwald) jetzt auch in Rheinland-Pfalz  -  zu Lasten der Bevölkerung eher noch verschlimmert haben.  

Aufgrund relativer Windarmut stehen in Baden-Württemberg bisher verständlicherweise nur 391 Windindustrieanlagen, von denen die allermeisten seit ihrer Inbetriebnahme Jahr für Jahr „tiefrote“ und zu einem erheblichen Kapitalverlust zu Lasten der Öko-Kapitalzeichner führende Betriebsergebnisse produzieren, obwohl die meisten davon an den für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windgünstigen, zwischen 700 m - 1000 m hoch gelegenen Standorten

·         auf der Schwäbischen Alb

·         den Höhenrücken des Süd-und Nordschwarzwalds

·         oder in der Hohenloher Ebene

liegen.

Hauptgrund für die desaströsen, gegenüber den vollmundigen Versprechungen der Windkraft-Lobby erheblich ins Negative abweichenden, jährlich kumuliert immer höher werdenden B e t r i e b s-V e r l u s t e der Windkraftanlagen in B a d e n-W ü r t t e m b e r g ist das v i e l  z u g e r i n g e  j a h r e s d u r c h s c h n i t t l i c h e  W i n d a u f k o m m e n, das im Gegensatz zu den deutlich windstärkeren Standorten im Norden und Osten Deutschlands viel zu gering ist, um einen d a u e r h a f t wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb in BW gewährleisten zu können.

Wie fast schon jedem „Erstklässler“ bekannt, der mit seinen Eltern wegen „der frischen Luft“ bzw. wegen der „steifen Brise“  -  insbesondere wenn eine Asthma- / Lungen-Krankheit / Krankheit der Atemwege vorliegt  -  trotz dort immer weiter um sich greifender Windkraft-Exzessen in den Ferien in die nördlichen Bundesländer fährt, besteht hinsichtlich des bundesweiten jahresdurchschnittlichen Windaufkommens ein erhebliches N o r d-S ü d-Gefälle, denn das jahresdurchschnittliche Windaufkommen ist im Norden und Osten nach allen seriös über längere Zeiträume von Meteorologen bzw. vom Deutschen Wetterdienst (DWD) u.a. geführten W i n d m e s s-S t a t i s t i k e n um ca. 2 - 3 Mal h ö h e r als in den windschwächeren Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg im Süden / Südwesten.

Aus diesem Grund sind rd. 8 5 % aller bisher rd. 27 000 bundesweit installierten Windindustrieanlagen an Standorten im N o r d e n und O s t e n konzentriert, wo durch jährliche Windkraft-
Betriebsgewinne i.d.R. konstante jährliche Gewerbesteuer-Einnahmen zugunsten der kommunalen Haushalte bei den Standort-Kommunen anfallen,
während es aufgrund der jährlichen Windkraft-
B e t r i e b s v e r l u s t e an den allermeisten WKA-Standorten im Südwesten und bei einem Großteil der jetzt neu geplanten zu k e i n e r l e i  G e w e r b e s t e u e r-Einnahmen kommt,
wie z.B. der Ingersheimer Bürgermeister auf Befragen bei einer öffentlichen Veranstaltung am 10.3.2010 bei Vorstellung seiner Windwahn-Pläne gegenüber seiner darob vielfach nur noch „den Kopf schüttelnden“ Bürgerschaft eher kleinlaut eingestehen mußte.    


Windenergie in Eemshaven/NL

Quelle: www.wattenrat.de

P a r a d e b e i s p i e l  -  und die relative Windarmut als Nachteil für Windkraft-Betrieb charakteristisch in Baden-Württemberg darstellend  -   für die ununterbrochen von Beginn an mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen dauerhafte und jährlich durch Kumulation der bisher aufgelaufenen Jahresfehlbeträge sich noch verschlimmernde Verlustsituation ist der nach wie vor mit 1 4 bis zu 160 m hohen Windindustrieanlagen in 2006 / 2007 eingeweihte, g r ö ß t e baden-württembergische, ca. 900 m hoch auf den Höhenrücken des N o r d s c h w a r z w a l d s in 
S i m m e r s f e l d (bei Freudenstadt, Kreis Calw) gelegene, als „L e u c h t t u r m-P r o j e k t“ für 
g a n z Baden-Württemberg hochstilisierte W i n d p a r k, der von der Landes- und Kommunalpolitik seinerzeit mit großem „Brimborium“ und unter  -  wie es bei derartigen Anlässen wohl üblich ist  -  salbungsvollen Worten in Anwesenheit der damals noch amtierenden B W-U m w e l t m i n i s t e r i n Tanja Gönner / CDU  -  zwischenzeitlich längst abgewählt  -  eingeweiht wurde und der nun auch im 7. 
J a h r (!!) seit seiner Inbetriebnahme ununterbrochen erhebliche, kumuliert weiter steigende  
J a h r e s f e h l b e t r ä g e  erwirtschaftet,
die bisher schon zu einem großen Verzehr des eingesetzten Eigenkapitals der Öko-Fondsanleger geführt haben, der wohl angesichts der auch künftig vorherrschenden Windflaute sich weiter erhöhen dürfte, von einer Gewinnausschüttung oder Verzinsung zugunsten der arg gebeutelten Kapitalanleger ganz zu schweigen und mancher der dort finanziell stark „unter die Räder gekommenen“ Öko-Fondsanleger dürfte eher „ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende …“ herbei sehnen
; vgl. Beitrag vom 3.8.2011  „Laues Lüftchen statt steifer Brise“ .


a)        SPIEGEL / RTL-TV (2009): „Das Märchen von der sauberen Windkraft“  -  Die Lügen der Windkraft-Lobby…

 

Die Anmoderation der in den beiden nachfolgenden youtube-Videos (Teil 1 + Teil 2; jeweils ca. 7 Minuten) gezeigten SPIEGEL / RTL-Beiträge aus dem Jahr 2009  beginnt wie folgt: „…Doch mittlerweile bläst der Wind aus einer anderen Richtung. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Windenergie als Pustekuchen. Umweltfreundlich erscheint nur das Grinsen in den Gesichtern der Betreiber, die sich mit den steuerlich geförderten Riesenrädern eine goldene Nase verdienen…“.

In 2009 amtierte noch die von SPD / Grünen geführte und bei der Bundestagswahl 2010 abgewählte Bundesregierung unter Schröder / Fischer, entsprechend heißt es im SPIEGEL/RTV-Beitrag weiter: „…Sicher ist: Die Windkraft-Lobby sitzt in der Regierung, heißt Trittin und spielt mit unserer Zukunft…“.

Nach der Abwahl von Rot / Grün bei der BTW 2010 haben sich die Gewichte in der politischen Landschaft verschoben: Während die CDU / FDP - geführte Bundesregierung seither versucht, die schlimmsten, von Rot / Grün verursachten Windkraft-Exzesse durch Reform des längst hinsichtlich seiner jährlich explosionsartig zu Lasten der Stromverbraucher steigenden Einspeisevergütungen  -  die diesen Subventionsunfug über entsprechend höhere, zweistellig prozentual steigende Stromrechnungen zu bezahlen haben  -  aus den Fugen geratenen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abzumildern, blockieren Rot / Grün - geführte Landesregierungen aus durchsichtigen wahltaktischen Gründen diese längst überfälligen Reformen des EEG durch ihre Mehrheit im Bundesrat. Zu hoffen bleibt, daß der Wähler diese zu seinem Nachteil von Rot / Grün betriebenen Spielchen durchschaut und am 22.9.2013 bei der Bundestagswahl sein Kreuzchen an der richtigen Stelle macht…   

In den beiden Beiträgen werden 5 gängige Behauptungen der Windkraft-Konzerne wie Enercon u.a. nach fundierten Recherchen der SPIEGEL-Journalisten als Lügen der Windkraft-Lobby überführt. Nach den Feststellungen des SPIEGEL handelt es sich hierbei um folgende Lügen:

Lüge 1:                       „Windkraft ist ökologisch“ („Die Mär von der sauberen Windenergie“)

Lüge 2:                        „Windkraft ist billig“

Lüge 3:                        „Windkraft wird nicht subventioniert“

Lüge 4:                        „Windkraft sichert Arbeitsplätze“

Lüge 5:                       „Windkraft ist eine Investition für die Zukunft“

 

zu den beiden SPIEGEL / RTV-Beiträgen hier klicken

http://www.youtube.com/watch?v=ek_2Ewo9F88

http://www.youtube.com/watch?v=9qPI7ebdaMU


b)        ORF / ECO (2011) in Österreich: So (un)wirtschaftlich ist die Windkraft“  -  …doch anstelle energieautarker Landwirtschaft ist Ernüchterung eingekehrt: „Bauer sucht Wind“

 

Auch in Ö s t e r r e i c h gilt: „…Windkraft ist schlecht für den Wald, ist schlecht für die Tiere,
schlecht für die Menschen und den Dorffrieden…“ und: Auch Windkraft in Österreich kann sich finanziell dauerhaft nicht selbst tragen und braucht Millionen-Zuschüsse, die zu höheren Stromrechnungen der Verbraucher führen !

zum youtube-Video (7 Min) der ORF-Sendung klicken

http://www.youtube.com/watch?v=yQVmWWou3w4

 

So sieht aus, wenn man einen kleinen lausigen Messmast im Wald aufstellt - ein kleiner Vorgeschmack 

Bild: Messmast oberhalb Gaildorfs für das geplante Naturspeicherprojekt mit 4 WKA, jede 244 Meter  hoch.

Quelle: www.pro-limpurger-berge.de

c)        SWR 4 / Odysso vom 19.11.2009: “Irrweg Windenergie”

 

In einem vielbeachteten, am 19.11.2009  erstmals ausgestrahlten TV-Beitrag hat der S W R 4 auf die 
G e s u n d h e i t s r i s i k e n und weitere N a c h t e i l e hingewiesen, die bei Menschen entstehen, wenn Windindustrieanlagen allzu nahe an den Wohnungen der Menschen gebaut werden. Die Nachteile werden exemplarisch am Beispiel der Familie Potowski aus Wernitz in Brandenburg geschildert: „2000 hatten wir gebaut, Ende 2000 sind wir eingezogen…“ 2003 war das Haus der Familie im Dorf Wernitz von Windindustrieanlagen regelrecht umzingelt, über die Windkraft-Planungen wurde die Familie weder von den Baubehörden noch von der Gemeindeverwaltung unterrichtet, obwohl dort die Windkraft-Planungen schon sehr frühzeitig bekannt waren, die jedoch (wohl mit eindeutiger Absicht) so lange wie möglich zurück gehalten wurden. 

Durch eine in 2007 veröffentlichte Studie des R o b e r t-K o c h-I n s t i t u t s, Berlin, wurde die Familie, die zum damaligen Zeitpunkt ihr 3. Kind erwartete, auf durch Windkraft-Betrieb verursachten
I n f r a s c h a l l
 aufmerksam, der möglicherweise zu G e s u n d h e i t s r i s i k e n insbesondere bei Schwangeren und Personen mit angegriffenem Gesundheitszustand führt.

Die Familie wäre lieber gestern als heute umgezogen, für einen Wohnortwechsel in eine windkraft-freie Umgebung ist es jedoch zu spät : „…Wir würden gerne weg ziehen… Aber an Verkaufen ist wohl nicht zu denken… …Wer zieht denn freiwillig in einen Windpark ?“ Das Haus der Familie wurde infolge Windkraft-Betriebs in der Nähe u n v e r k ä u f l i c h, wie bundesweit an vielen anderen WKA-Standorten ebenso, wo es ebenfalls zu erheblichen Wertminderungen bei den V e r k e h r s w e r t e n / Marktpreisen von 
I m m o b i l i e n
(Grundstücke, Häuser, Wohnungen u.a.) gekommen ist, wie von Immobilienmaklern, Banken, Bausparkassen, Gutachter-Ausschüssen der Kommunen bestätigt und aus Immobilien-Verkaufsanzeigen in Lokalzeitungen hervorgehend. Nicht zuletzt deshalb fordern immer mehr Haus- und Grundbesitzervereine in den betroffenen Bundesländern eine finanzielle Entschädigung der quasi „über Nacht“ infolge Windkraft-Betriebs „kalt enteigneten“ Grundstücks-Eigentümer, so z.B. Haus & Grund Schleswig-Holstein in seiner an die Landesregierung Schleswig-Holstein gerichteten Pressemitteilung vom 17.11.2011:

http://www.haus-und-grund-sh.de/presse_131.html

Daneben wartete der Leiter der Vogelschutzwarte Brandenburg mit beschämenden Zahlen zum V o g e l
s c h l a g auf; durch Statistik-Zahlen in Stichproben belegt, geht die Vogelschutzwarte Brandenburg davon aus, daß jährlich z e h n t a u s e n d e von V ö g e l n und F l e d e r m ä u s e n, darunter vom Aussterben bedrohte und auf der „Roten Artenschutzliste“ stehende Arten wie Seeadler und Rotmilane, durch V o g e l s c h l a g  zu Tode kommen.

Informieren Sie sich im nachfolgend zitierten youtube-Video über das, was nach dem Willen grün / roter Polit-Funktionäre jetzt auch in Baden-Württemberg auf die B e v ö l k e r u n g zukommen soll, wenn zu den jetzt schon 3 9 1 im „Ländle“  installierten Windindustrieanlagen bis zum Jahr 2 0 2 0 weitere  -  wie von der Grünen / SPD - geführten BW-Landesregierung geplant und bekanntgegeben  -  rd. 1 200 (!!) neue und künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  gebaut werden.

Damit es den Bürgern in Baden-Württemberg nicht so ergeht wie in den Bürgern in den zum großen Teil schon erheblich windkraft-verspargelten Windwahn-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands, gilt:

 Wehret den Anfängen !

Aufwachen bevor es zu spät ist !

 
zum youtube-Video (ca. 7 Min) des SWR 4-Beitrags hier klicken

http://www.youtube.com/watch?v=RNvxgtMDuNE

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de


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Dunkelziffer t o t e r Vögel, Fledermäuse und Insekten durch Windkraft-Betrieb:

„Grüner Umwelt-Minister will Windräder abschalten“

Die E v o l u t i o n hat Vögel, Fledermäuse und Insekten nicht auf die Todesgefahr durch Windkraft-Betrieb vorbereitet

„Tierschützer sorgen sich um das Leben von Vögeln, Fledermäusen und Insekten  -  sie werden in einer Höhe von 150 m regelrecht geschredert !“

Nachdem schon die leitenden, von der Naturschutz-Basis schon weit entfernten, größtenteils ideologisierten Funktionäre der selbst ernannten Umweltschutz-Organisationen BUND / NABU angesichts des bundesweiten Windkraft-Naturfrevels verschämt wegsehen:

 Warum schweigt die K i r c h e zum massenhaften, künftig wegen weiterem Windkraft-Zubau und dadurch intensiviertem industriellen Windkraft-Betrieb  -  vor allem im Binnenland  -  noch stärker ansteigenden Tod von Vögeln, Fledermäusen und Insekten ?


(wm / 220313) - Einer Meldung der B I L D-Regionalausgabe Niedersachsen vom 18.3.2013 zufolge plant der neue, erst seit kurzem im Amt befindliche niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) die A b s c h a l t u n g von Windrädern, nachdem vor allem in den klassischen Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands wegen des nach wie vor stark zunehmenden Zubaus mit Windindustrieanlagen  -  parallel hierzu  -  auch immer stärker ansteigende Zahlen von durch Windkraft-Betrieb zu Tode gekommenen Vögeln und Fledermäusen festzustellen sind.

Die Liste der getöteten Vögel ist lang: Darunter befinden sich vor allem Stockenten, Möwen, Mäusebussards, Rotmilane und Wildgänse. Statistiken zu den durch Windkraft-Betrieb zu Tode gekommenen Insekten sind wegen der schwierigen Meßbarkeit  -  zumindest offiziell  -  nicht bekannt.

Schon die „offiziell“ bekannten Zahlen belegen den durch Windkraft-Betrieb verursachten Naturfrevel; die Dunkelziffer der durch Windkraft-Betrieb getöteten Tiere ist jedoch vielfach höher, so die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg, die bundesweit durch Windkraft-Rotorblätter zu Tode gekommene Vögel in die Statistiken einpflegt. Die einschließlich der Dunkelziffern hochgerechneten, tatsächlichen Todeszahlen werden nicht ohne Grund vor der Öffentlichkeit  -  bewußt  -  unter Verschluß gehalten… …auch diesbezüglich hat die Windkraft-Mafia vorgesorgt, denn derart alarmierende Zahlen passen nicht ins Konzept, weil bei Veröffentlichung der eine oder andere jetzt noch „schlafende“ Natur- und Vogelschützer „aufwachen“ und „renitent“ werden könnte, wodurch das jetzt anstehende milliardenschwere Windkraft-Geschäft im an sich wegen relativer Windarmut im ohnehin ungeeigneten südlichen Binnenland eingeschränkt werden könnte…  

An den Windkraft-Standorten in Brandenburg z. B. wurden nach Windkraft-Inbetriebnahmen regelrechte Fuchs-Pfade gesichtet… …danach ist der Fuchs und anderes nach Nahrung am Boden suchendes Getier i.d.R. schneller und holt sich die Kadaver der durch Windkraft-Rotorblätter getöteten und am Boden elend verendeten Vögel und Fledermäuse, noch ehe Tage später am WKA-Standort vorbeischauende Statistiker die zu durch AKA-Betrieb zu Tode gekommenen Tiere statistisch erfassen können…     

 B I L D weiter: „Jetzt droht den Riesen-Windmühlen das zeitweilige Aus: Niedersachsens neuer Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) will die Anlagen temporär abschalten!” Unter der Zwischenüberschrift „Vogel-Killer Windrad“ wird eine Fledermaus-Expertin zitiert wie folgt: „Die Tiere jagen in der Höhe oder werden vom Luftdruck hochgezogen. Dann werden sie von den Rotorblättern erschlagen.“



Agave desmettiana hat Besuch von einer Fledermaus

Der „grüne“ niedersächsische Umweltminister zieht aufgrund der alarmierenden Entwicklung eine zeitweilige Windrad-Abschaltung in Betracht, nachdem wissenschaftlich festgestellt wurde, daß Fledermäuse und Vögel i.d.R. nicht bei stärkerem Wind, sondern eher bei schwächerem Windaufkommen jagen. Zum Überlebens-Schutz der Tiere wäre daher eine Windrad-Abschaltung nur bei schwächeren Winden notwendig. „Auch die Ertragseinbußen für die Betreiber lägen auf moderatem Niveau“, so BILD bzw. der grüne Umweltminister.

Dies sieht die profitgierige und sich über die durch Windkraft-Betrieb für Vögel, Fledermäuse und Insekten verursachten Todes-Risiken skrupellos hinwegsetzende Windkraft-Lobby natürlich ganz anders, wie BILD abschließend ausführt: „Der Bundesverband WindEnergie hält von einer Abschaltung der Windräder nichts… …Man kann nicht einfach genehmigte Kraftwerke abschalten ! Schließlich stehen Windräder nicht in Vogelschutzgebieten.“

…wobei aus letzter Aussage sich die Empfehlung für die Genehmigungsbehörden in Baden-Württemberg (Landratsämter, Regierungspräsidien) ableitet, wenigstens bei Bauanträgen für die WKA-Errichtung im Wald, Naturschutzgebieten und regionalen Grünzügen standhaft zu bleiben und auch bei immer stärker werdender Einflußnahme der Windkraft-Mafia nicht umzuknicken…

Der BILD-Bericht und die dabei getroffenen Feststellungen werfen mindestens 2 Fragen auf:

a)         Könnte es sein, daß der

·         baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller / MdL (Grüne)  

·         und BW-Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (Grüne)

angesichts der alarmierenden Zahlen von durch Windkraft-Betrieb zu Tode gekommenen Vögeln und Fledermäusen sich die Überlegungen ihres „grünen“ Ministerkollegen Stefan Wenzel in Niedersachsen zur zeitweiligen WKA-Abschaltung zu Herzen nehmen, im führenden Windkraft-Bundesland Niedersachsen in „Nachhilfe“ gehen (schließlich stehen mit ca. 6000 Windindustrieanlagen die meisten WKA je Bundesland dort) und ebenfalls ein zeitweiliges Abschalten von Windindustrieanlagen an WKA-Standorten in Baden-Württemberg planen ?


Bulldoggfledermäuse verlassen die Bracken Bat Höhle in Mexiko

Die Antwort dürfte wohl so sein, daß derartige Überlegungen  -  zunächst  -  kategorisch abgelehnt werden, weil dadurch meist „grüne“  -  oftmals jedoch hinsichtlich ihrer Öko-Kapitalanlagen meist „blauäugige“  -  Kapitalanleger von vornherein von ohnehin wegen relativer Windarmut im windschwächeren Baden-Württemberg ungeeigneten WKA-Investments weg „verscheucht“ würden, damit die politisch von „grün-rot“ unter allen Umständen gewollte Windkraft-Forcierung in BW in Frage stellend…

…nachdem institutionelle Öko-Anleger um die meist jahresdurchschnittlich vergleichsweise windschwachen WKA-Standorte in BW eher einen großen Bogen machen und zur Finanzierung des WKA-Ausbaus unbedingt die meist blauäugigen, uninformierten Privatanleger herhalten müssen, will man diese natürlich nicht schon von vornherein verprellen… …obwohl die politisch Verantwortlichen von „grün-rot“ schon längst insgeheim wissen, wie der Windwahn-Schwindel in den vergleichsweise windschwächeren südlichen Bundesländern für die meist blauäugigen privaten Öko-Kapitalanleger ausgehen wird…

…erst dann, wenn der politisch von „grün-rot“ gewollte Windwahn im ohnehin windschwächeren BW zu Lasten von Mensch und Umwelt und zu Lasten der privaten Kapitalanleger  -  die einen Großteil ihres Kapitals mit großer Wahrscheinlichkeit verlieren werden  -  weitgehend vollendet ist, erst dann dürfte man  -  unter dem Vorwand der jetzt noch „still haltenden“, dann von „grünen“, selbst ernannten Naturschutz-Fuzzies scheinheilig geltend gemachten Bedenken, man müsse ja den Natur- und Artenschutz beachten  -  ebenfalls Überlegungen zur zeitweiligen WKA-Abschaltung anstellen… …man ist ja schließlich „Grüner“ und will sich schließlich vom politischen Gegner nicht die weiter in die Höhe schnellenden Zahlen über vom WKA-Betrieb getöteten Vögel und Fledermäuse anhängen lassen… 

b)        Das S c h w e i g e n der K i r c h e… Warum schweigt die K i r c h e angesichts der durch Windkraft-Betrieb jetzt schon eingetretenen und künftig wegen des weiter anhaltenden WKA-Zubaus weiter steigenden Zahlen der durch Rotorblätter zu Tode gekommenen Vögel, Fledermäuse und Insekten, die von der Evolution nicht auf die vom WKA-Betrieb ausgehenden Todesrisiken vorbereitet worden 
sind ?

Der geneigte Betrachter darf auf die Antworten  -  falls es welche gibt  -  gespannt sein…

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“    





www.gegenwind-husarenhof.de

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Blick über den Tellerrand: „Sächsische FDP gegen Verdoppelung der Flächen für Windkraftanlagen und für niedrigere Stromsteuer“

F D P-Sachsen immer mehr in Vorreiterrolle f ü r bezahlbare Energie und g e g e n massive Ausweitung der Flächen für Windkraftanlagen

FDP-Sachsen auf dem Gebiet der Energiepolitik der politischen Entwicklung um ein Jahr voraus

 

(wm / 020313) - Auf ihrem im März 2012 in Mittweida abgehaltenen 38. Landesparteitag hat sich die FDP-Sachsen mit ungewöhnlich scharfen Worten gegen eine vor allem von SPD und Grünen geforderte massive Ausweitung von Windkraftanlagen im Freistaat Sachsen ausgesprochen. In ihrem Beschluß bekennt sich die Sachsen-FDP zwar zum moderaten Ausbau regenerativer Energien ebenso wie zur Braunkohle in der Lausitz. Sie lehnt jedoch einen massiven Ausbau von Windkraftanlagen  -  wie vom politischen Gegner gefordert  -  entschieden ab und hält nichts davon, Kommunen dazu zu zwingen, „in jeder der 5 Planungsregionen Sachsens potenzielle Windkraftflächen im Umfang von mindestens 0,5 Prozent statt derzeit 0,2 Prozent der jeweiligen Fläche auszuweisen.“

Der Generalsekretär der Sachsen-FDP, Torsten Herbst, erklärt: „Der Ausbau regenerativer Energien muß mit Augenmaß erfolgen - und auf keinen Fall auf dem Rücken der Bevölkerung   … …Wir wollen unsere regionalen Kultur- und Landschaftsräume schützen, sie dürfen nicht einseitig den Ausbauzielen für erneuerbare Energien geopfert werden. Weithin sichtbare Windkraftanlagen beeinträchtigen die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen vor Ort. Sie stehen dem Schutz von Natur und Tieren entgegen und schaden der touristischen Attraktivität sächsischer Regionen“, so Herbst.


Strom für alle zu bezahlbaren Preisen
Holiday Fire Safety - Overloaded electri by State Farm, on Flickr

In der Berichterstattung über den Beschluß zur Senkung der Stromsteuer für Privathaushalte und Unternehmen heißt es weiter: „Außerdem setzen sich die Freidemokraten für eine Senkung der Stromsteuer ein, um die privaten Haushalte und Unternehmen zu entlasten… Für die sächsische FDP sind Bezahlbarkeit, Sicherheit und Umweltverträglichkeit gleichrangige Ziele der Energiepolitik. Energiekosten dürfen für die Bürger nicht zur sozialen Frage werden. Wir müssen zudem verhindern, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes gefährdet wird", so der Beschluss.

Und weiter: "Als führende Industrie- und Exportnation können wir es uns nicht leisten, energiepolitische Experimente einzugehen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit gefährden", erläutert Herbst. Deshalb müsse die Politik die Produktionskosten der Unternehmen, aber auch die finanzielle Belastung der Privathaushalte im Auge behalten. "Die Mehrbelastung durch die Förderung erneuerbarer Energien und den Netzausbau sollte durch die erhebliche Absenkung der Stromsteuer bis auf das europäische Mindeststeuerniveau abgemildert werden".

Mit ihren auf ihrem 38. Landesparteitag im März 2012 in Mittweida getroffenen Beschlüssen

·         gegen die weitere ungezügelte Forcierung des Ausbaus regenerativer Energien, insbesondere gegen die massive Ausweitung von Windkraft-Flächen

·         zum Schutz regionaler Kultur- und Lebensräume, die nicht einseitig den Ausbauzielen der regenerativen Energie geopfert werden dürften

·         zur Sicherheit und Umweltverträglichkeit bei der Energiegewinnung

·         dem Vorrang des Schutzes von Natur und Tieren

·         und insbesondere für eine auch weiterhin durch Bürger und Wirtschaft bezahlbare Energie, die nicht zur sozialen Frage werden dürfe  

hat sich die FDP-Sachsen auf dem Gebiet der Energiepolitik seit März 2012 auch bundesweit in eine Vorreiterrolle begeben, denn die meisten der schon auf ihrem im März 2012 verabschiedeten energiepolitischen Beschlüsse finden sich mehr oder weniger gleichlautend in den jüngst im Februar / März 2013 getroffenen Beschlüssen der CDU / FDP-geführten Bundesregierung zur Energiepolitik wieder: … vgl. Stichworte:

·         „Strompreisbremse“, Kürzung der aus dem Ruder laufenden Einspeisevergütungen  = Subventionen

·         kein ungezügelter Ausbau der Windkraft, 

·         Bezahlbarkeit der Energie sowohl für private Verbraucher als auch für die Wirtschaft u.a…. 

Bedauerlich ist, daß die zum Vorteil aller Stromverbraucher bzw. zugunsten der Allgemeinheit von der CDU / FDP-geführten Bundesregierung gefaßten Beschlüsse von der SPD / Grüne-Opposition im Bundestag über ihre Bundesratsmehrheit in schönster Lafontaine‘ scher Blockadehaltung zu Lasten der Bevölkerung torpediert werden… …zu hoffen bleibt, daß der Souverän = Wähler im September 2013 bei der Bundestagswahl auf seinem Stimmzettel entscheidet, wie die Energiepolitik für die Bevölkerung künftig aussehen soll…  

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“






www.gegenwind-husarenhof.de

 

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Blick über den Tellerrand  -  Bild.de: “Zoff um Windräder  -  Sachsen-FDP gegen Windkraft-Verschandelung beliebter Tourismus-Gebiete“

FDP-Chef in S a c h s e n Holger Zastrow will „zügelloser Verspargelung kostbarer Wälder und Auen Einhalt gebieten…“:

„…Windkraftanlagen sind durch die Abnahmegarantie reine Gelddruckmaschinen für ihre Besitzer. Auch die regenerativen Energien müssen sich endlich am Markt beweisen“


(wm / 251112) - Die online-Ausgabe der Bild-Zeitung, Bild.de, berichtet in ihrer Regionalausgabe Sachsen vom 30.10.2012 vom W i d e r s t a n d  der  S a c h s e n-F D P gegen Pläne zur zunehmenden 
V e r s p a r g e l u n g  ganzer Landstriche im Freistaat  S a c h s e n, die auch vor den nachhaltig im Aufwind befindlichen Tourismusgebieten im E r z g e b i r g e  sowie in den an der G r e n z e  zu  
T s c h e c h i e n liegenden N a t u r p a r k s nicht Halt machten.

Bei deren Realisierung würde es  -  so die einheimische Tourismusbranche  -  vermutlich zu schweren Einbrüchen bzw. Verdrängungen beim nach längerer Anlaufzeit jetzt im Aufwind befindlichen „sanften“, naturverträglichen Tourismus kommen, der gerade in den neuen Bundesländern wie Sachsen und in den dortigen struktur- und wirtschaftsschwachen Regionen entlang der Grenze zu Tschechien und Polen zu einer Haupteinnahmequelle für die dort vom Schicksal aufgrund der neueren deutschen Geschichte ab 1945 besonders belasteten Bevölkerung geworden ist.

Nach Ansicht der F D P  in S a c h s e n sind Windindustrieanlagen an windstärkeren („windhöffigen“) Standorten  -  wo aufgrund des jahresdurchschnittlich vorhandenen stärkeren Windaufkommens ein dauerhaft wirtschaftlicher Windkraft-Betrieb zu erwarten ist  -  aufgrund der Strom-Abnahmegarantie zu reinen  -  risikolosen  -  G e l d d r u c k m a s c h i n e n  für ihre Besitzer geworden. Dies könne nicht mehr länger akzeptiert werden.

Die Sachsen-FDP weiter: „Auch die regenerativen Energien müssen sich endlich am Markt beweisen…“; die überdies und  z u s ä t z l i c h zur A b n a h m e g a r a n t i e  -  die zur Vergütung regenerativ erzeugten Stroms auch dann führt, wenn bei Bürgern und Wirtschaft gar kein Strombedarf vorherrscht und der am Bedarf vorbei erzeugte Wind- oder Sonnenstrom mangels Nachfrage und mangels Speicherfähigkeit verfällt oder an Abnehmer verschenkt wird  -   noch über 2 0 Jahre lang durch 
g e s e t z l i c h  g a  r a n t i e r t e n
, von der früheren SPD / Grünen-geführten Bundesregierung unter Schröder / Fischer viel zu  h o c h  festgesetzten Einspeisevergütungen = S u b v e n t i o n e n profitieren, während auf der anderen Seite die S t r o m k u n d e n diese Einspeisevergütungen = Subventionen über ihnen gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von den Strom-Konzernen 
b e l a s t e t e  U m l a g e n, die sich zu Lasten der Allgemeinheit in h ö h e r e n  S t r o m - 
r e c h n u n g e n
niederschlagen, zu tragen haben.

Zu hoffen bleibt, daß der auf der politischen Bühne in Sachsen von der FDP im Interesse der Bürger angeführte Widerstand gegen irreparable Landschaftsverspargelung und übermäßige, zu Lasten der Stromverbraucher in höheren Stromrechnungen sich niederschlagende EEG-Subventions-Abzocke erfolgreich ist und immer mehr Bürger sich ebenfalls gegen diese durch Windkraft-Betrieb in ihrer Heimat entstehenden Nachteile aussprechen…

             

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“






www.gegenwind-husarenhof.de

 

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