Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
Keine Windkraftanlage zwischen Ingersheim und Husarenhof

 Pressemitteilungen Teil 2




Pressemitteilung (kurz)

 

Aufforderung an den baden-württembergischen Finanzminister Nils Schmid (SPD):

Offenlegung der Jahresergebnisse aller bisher in Betrieb befindlichen baden-württembergischen Windkraft-Gesellschaften in  a n o n y m i s i e r t e r  Form

Bei Beteiligung an Bürger-Windrädern drohen den Öko-Kapitalanlegern im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg   -  insbesondere den K l e i n a n l e g e r n  -  mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen herbe Kapitalverluste

Verlust-Jahresabschlüsse der allermeisten Windkraft-Gesellschaften in B W belegen dauerhaft unwirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb

 

(wm / 240613) - Die allermeisten der bisher rd. 400 in Baden-Württemberg installierten Windkraft-Gesellschaften erwirtschaften Jahr für Jahr ununterbrochen seit ihrer Inbetriebnahme „tiefrote“, mit herben Verlusten abschließende Jahresergebnisse und an vielen Windkraft-Standorten ist das Eigenkapital der Öko-Kapitalanleger schon zum großen Teil aufgezehrt.

Die dort beteiligten Anleger haben sich durch viel zu optimistische Versprechungen von der Windkraft-Lobby zu einer Zeichnung für eine „geschlossene“ Beteiligung überreden lassen, in der sie nun ca. 20 - 25 Jahre festhängen und mit ansehen müssen, wie ihre Einlage jährlich „wie Schnee in der Sonne zusammen schmilzt“, ohne Aussicht auf Besserung und viele werden nur einen Bruchteil ihres investierten Kapitals  -  wenn überhaupt  -  zurückerhalten, von Gewinnausschüttungen bzw. Verzinsungen ganz zu schweigen.

Grund hierfür ist das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im Südwesten, das in vielen Regionen viel zu schwach ist, um einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb zu gewährleisten.

Die baden-württembergische Landesregierung propagiert eine Beteiligung privater Kapitalanleger an sogenannten Bürger-Windrädern. Sie begründet dies damit, daß die durch Windkraft-Betrieb erwirtschaftete „Wertschöpfung“ bei den Bürgern vor Ort bleiben solle.

Sie verkennt jedoch, daß eine Wertschöpfung nur dann entsteht, wenn der Windkraft-Geschäftsbetrieb dauerhaft profitabel ist, d.h. Gewinne erwirtschaftet. Diese werden jedoch nur dann erzielt, wenn das am Standort vorhandene jahresdurchschnittliche Windaufkommen dazu führt, daß die erzielten Erlöse dauerhaft höher sind als die durch den Windkraft-Betrieb verursachten Aufwendungen.

Werden jedoch (bspw. wegen Windmangel) keine Gewinne, sondern jährliche Verluste  -  wie an den meisten Windkraft-Standorten im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg  -  erzielt, kommt es logischerweise nicht zu einer „Wertschöpfung“, sondern zu einem Wertverlust, d.h. zu einem Kapitalverzehr zu Lasten der Anleger.

Angesichts wegen Windschwäche ungenügender Voraussetzungen für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb in Baden-Württemberg und angesichts eines an vielen Standorten in BW schon jetzt dauerhaft eingetretenen Verlust-Betriebs ist die Empfehlung der baden-württembergischen Landesregierung zur Beteiligung an Bürger-Windrädern geradezu  unverantwortlich, denn: Sie wird  -  bei Befolgung  -  zu herben Verlusten aufseiten derjenigen Kapitalanleger führen, die sich von dieser Empfehlung und von den viel zu optimistischen Versprechungen der Windkraft-Lobby zur Zeichnung verleiten lassen.

Zur Aufklärung potenzieller Windkraft-Anteilzeichner und zur Verminderung des Kapitalausfall-Risikos fordern wir den baden-württembergischen Finanzminister Nils Schmid (SPD)  -  unter Wahrung des Steuergeheimnisses  -  zur anonymisierten Offenlegung der Jahresabschlüsse aller derzeit in BW in Betrieb befindlichen Windkraft-Gesellschaften auf, damit mögliche Kapitalzeichner vor ihrer Unterschrift  -  im Interesse des Anlegerschutzes  -  auf die Kapitalanlage-Risiken bei einer Windkraft-Beteiligung im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg informiert werden. Die anonymisierte Offenlegung  wird die Verlust-Situation bei den allermeisten in BW in Betrieb befindlichen Windkraft-Betriebe bestätigen.

Eine anonymisierte Offenlegung wäre ohne weiteres möglich, da alle Windkraft-Betriebe aufgrund steuerlicher Vorschriften zur Abgabe jährlicher Steuererklärungen bei ihren zuständigen Betriebsstätten-Finanzämtern verpflichtet sind, die eine Steuerveranlagung zur Einkommen-, Körperschafts- oder Gewerbesteuer durchführen, wobei es zu einer Festsetzung von Ertragssteuern jedoch erst dann kommt,  wenn Gewinne  -  und keine Verluste  -  erwirtschaftet werden. Damit ist der baden-württembergischen Finanzverwaltung die wirtschaftliche und finanzielle Situation jeder einzelnen Windkraft-Gesellschaft bekannt.

Zur ausführlichen Begründung verweisen wir auf unseren homepage-Beitrag / Pressemitteilung vom 18.6.2013 unter www.gegenwind-husarenhof.de (Rubrik „Aktuelles“).

 

 
Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de

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Pressemitteilung

„Offener Brief“ zum Thema: „Windkraft in Bönnigheim“

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bürgermeister und Gemeinderat von Bönnigheim haben den Plänen einiger einheimischer und auswärtiger Windkraft-Initiatoren zugestimmt, an mehreren Stellen auf Bönnigheimer Gemarkung Windvorrang-Gebiete zum Bau von Windindustrieanlagen auszuweisen, die im Fall der Baugenehmigung 230 m hoch oder gar noch höher werden.

Lediglich der Gemeinderat Kurt Sartorius (FWV / CDU) hat gegen diese Pläne gestimmt.

Zwar hat das Landratsamt Ludwigsburg als Genehmigungsbehörde gemäß Lokalpresse schon durchblicken lassen, die Pläne  -  vor allem den Standort „Rotenberg / Saukopf“ betreffend  -  wegen Verstoßes gegen zwingend einzuhaltende Naturschutzbestimmungen nicht zu genehmigen.

Sollten die Pläne jedoch wider Erwarten realisiert werden, würde Bönnigheim im schlimmsten Fall  -  bei Bau an mehreren Standorten innerhalb der Windvorrang-Gebiete  -  durch 230 m hohe Windindustrieanlagen  -  höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom  -  regelrecht umzingelt.

Besonders schwerwiegend und für die Zukunftsfähigkeit von Bönnigheim mit irreparablen Nachteilen verbunden wäre es, wenn am "Rotenberg / Saukopf"

·         im Wald

·         am Eingang zum Naturpark Stromberg - Heuchelberg

·         und inmitten eines durch Europäisches Recht bisher geschützten Landschafts-, Natur- und Vogelschutzgebiets

Zwei ca. 230 m hohe Windindustrieanlagen an landschaftssensibler Stelle gebaut würden, denn wegen der dann durch Transport von ca. 6000 to - 9000 to Beton je WKA für das Fundament und Montage von Türmen, Rotorblättern u.a. notwendig werdenden Infrastrukturmaßnahmen müßte das vorhandene, jedoch für Befahren durch schweres Gerät völlig ungeeignete Straßen- und Feldwegenetz stark ausgebaut werden... ...und größere, fußballfeld-große Waldflächen müßten abgeholzt werden...

Immer mehr ob dieses "vor ihrer Haustür" geplanten Naturfrevels besorgte Bönnigheimer Bürger haben sich innerhalb der letzten Wochen ratsuchend an uns gewandt, nachdem sie selbst erkannt haben, daß vielen durch Windkraft-Betrieb verursachten Nachteilen zu Lasten der Bevölkerung in Bönnigheim keinerlei Vorteile gegenüberstehen, da die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit im vergleichsweise windarmen Bönnigheim viel zu gering ist und niemals ausreichen wird, um einen dauerhaft wirtschaftlichen  -  d.h. kostendeckenden  -   Windkraft-Betrieb zu gewährleisten: Wegen dauerhaftem Verlustbetrieb würden  -  wie in Ingersheim  -  noch nicht einmal Gewerbesteuereinnahmen zu Gunsten der Kommune anfallen und private, gutmeinende Kapitalanleger würden  -  ein weiteres Mal und wie schon oft zuvor von Vertretern der Windkraft-Lobby für Zwecke der Anlegergewinnung durch viel zu optimistische Windstrom-Prognosen geblendet  -  wohl einen Großteil ihres investierten Eigenkapitals verlieren.

Die Bürgerschaft wurde bisher nach Meinung Bönnigheimer Bürger nicht ausreichend in den Meinungsbildungsprozeß einbezogen, sie wurde bisher mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt. Bei Windkraft-Werbeveranstaltungen wurde völlig einseitig berichtet, durch Windkraft-Betrieb verursachte Nachteile wurden nicht angesprochen. Entsprechend stark nimmt die contra-Windkraft-Stimmung in der Bönnigheimer Bevölkerung zu; die Ablehnung der Windkraft-Pläne wird weiter zunehmen, je stärker die zu Lasten der Bönnigheimer Bevölkerung durch Windkraft-Betrieb verursachten Nachteile in der breiten Öffentlichkeit bekannt werden.

Da es sich um eine Frage mit erheblicher Tragweite für die Zukunftsfähigkeit von Bönnigheim handelt, sollte nach Ansicht einiger Bönnigheimer Bürger allein der S o u v e r ä n  -  d.h. der Bönnigheimer Bürger  -  in freier und geheimer Abstimmung durch B ü r g e r e n t s c h e i d das "letzte Wort" zum Thema "Windkraft in Bönnigheim" haben.

Wir haben die Details zum Thema "Windkraft in Bönnigheim" im November / Dezember / Januar in mehreren Homepage-Beiträgen dargestellt, auf die wir verweisen und die wir Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen. Sie sind unter

www.gegenwind-husarenhof.de

einsehbar. Im einzelnen handelt es sich um Beiträge, die unter dem 18.11., 25.11., 27.11.2012 (Rubrik „Aktuelles“ / schwarzer Balken: 4. Quartal 2012) und unter dem 3.1., 4.1.und 5.1.2013 in unsere Homepage eingestellt wurden.

Dieses Mail leiten wir der Stadtverwaltung Bönnigheim, dem Gemeinderat, Bönnigheimer Bürgern und Bürgern aus der Umgebung, Kommunalverwaltungen aus der Umgebung, dem Landratsamt Ludwigsburg, dem Regierungspräsidium Stuttgart, dem Verband der Region Stuttgart (VRS) und den Medien zu. Es wurde als "Offener Brief" am 5.1.2013 in unsere Homepage eingestellt. 

Walter Müller  /  Pressewart "Gegenwind Husarenhof"

 

 

www.gegenwind-husarenhof.de



            

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P r e s s e m i t t e i l u n g / Stellungnahme zur Verschonung der Bürger vor Windkraft-Nachteilen

 Kein Windwahn-Unfug im windschwachen B o t t w a r t a l und in  E r d m a n n h a u s e n  -  k e i n e  2 3 0 m hohen Windindustrieanlagen in Waldgebieten !


F a k t  A)      Windindustrieanlagen im vergleichsweise windarmen Binnenland werden künftig rd. 2 3 0 m (!!) hoch und damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom. Sie führen zur „Verspargelung“ der Landschaft und  -  nicht nur an landschaftssensibler Stelle  -  zur visuellen, irreparablen  Z e r s t ö r u n g  einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft inmitten von „Wald, Obst- + Landwirtschaft und Reben“ im Bottwartal / Erdmannhausen, die von vielen Bürgern aus dem bevölkerungsreichen Großraum Stuttgart  -  zu Gunsten der Bottwartal-Kommunen („sanfter“ Tourismus, bessere Vermarktung des Weinbaus u.a.)  -  als Naherholungsraum angenommen wird. Der Bau von 2 3 0  m hohen Wind-Monstern führt  -  wie in vielen Tourismus-Gebieten zuvor eingetreten  -  zu Einbußen beim „sanften“ Tourismus und zu dessen Verlagerung in windkraft-freie Regionen ! Denn…wer will schon seine Freizeit oder seinen Ruhestand im Angesicht von 2 3 0  m hohen Windkraft-Ungetümen verbringen…

 

F a k t  B)      Bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens (wesentliche Voraus-setzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen = mindestens kostendeckenden Windkraft-Geschäftsbetrieb) herrscht in Deutschland ein starkes N o r d / S ü d-
Gefälle: Nach allen seriösen, langjährig geführten Wetterstatistiken und Ist-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts und der Deutschen Flugsicherung ist das jahresdurchschnittliche Wind-aufkommen im südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) um ca. 2 - 3 (!!) Mal n i e d r i g e r  als in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im N o r d e n (Küste) + O s t e n  Deutschlands; aus diesem Grund stehen rd. 8 5 % (!!) aller bisher rd. 24 000 in Deutschland in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen im Norden + Osten, entsprechend schreibt ein Großteil der bisher im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg installierten ca. 3 8 5  Windräder Jahr für Jahr „tiefrote“ Zahlen und steuert  -  zu Lasten der Kapitalanleger  -  auf einen (Total)V e r l u s t  des Anlegerkapitals zu, von Gewinn-Ausschüttungen bzw. Verzinsungen ganz zu schweigen… …exemplarisches Negativ-Beispiel hierfür ist der in 2 0 0 7 in Betrieb gegangene, als Vorzeigeobjekt gefeierte, in ca. 850 m über Meereshöhe vermeintlich windstark gelegene und aus 1 4 Windkraftanlagen bestehende, g r ö ß t e  baden-württembergische W i n d p a r k in Simmersfeld bei Freudenstadt (Nord-Schwarzwald), der Jahr für Jahr (!!) und nun schon im 6. Jahr wegen  W i n d m a n g e l s  erhebliche Millionen-Defizite schreibt… F a z i t + L e h r e hieraus: Der Bau von Windindustrieanlagen im B o t t w a r t a l  und Umgebung stellt schon v o r dem „1. Spatenstich“ eine zur „V e r b r e n n u n g“ von Anlagekapital führende F e h l i n v e s t i t i o n  dar und würde  -  zu  L a s t e n  der Bürger  -  zu erheblichen Nachteilen führen !

 

F a k t  C)      Die von seriösen F a c h l e u t e n  -  nicht von der i.d.R. manipulierenden, befangenen Windkraft-Lobby  -  vorgenommene Auswertung von Windkraft-Standorten belegt, daß als Voraussetzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäfts-Betrieb eine jahresdurchschnittliche (!!) Windgeschwindigkeit (d.h. nicht nur an einzelnen Tagen, sondern im Durchschnitt a l l e r  3 6 5  Tage eines Jahres) von mindestens 6 m / Sek (!!) vorliegen muß, ab deren Überschreiten eine Windkraftanlage erst wirtschaftlich ist. Diese Voraussetzung liegt an den wenigsten Standorten in Baden-Württemberg vor, das deshalb als flächendeckender Windkraft-Standort mangels geo-physikalischer und topografischer Voraussetzungen völlig ungeeignet ist; selbst an den für baden-württem-bergische Verhältnisse vermeintlich windstarken, ca. 500 m - 900 m über Meereshöhe gelegenen Standorten auf der Schwäbischen Alb oder auf den Höhenrücken des Nord- bzw. Süd-Schwarzwalds liegen diese Voraussetzungen oft nicht vor: Erhebliche jährliche Betriebs-Defizite sind dort nicht die Ausnahme, sondern die Regel !  F o l g e: Einige Windkraftanlagen wurden „heimlich, still und leise“ (welcher Wind-Kapitalanleger will seine Fehlentscheidung schon öffentlich eingestehen…)  -  zur Vermeidung einer Insolvenz  -  vorzeitig und bald nach Inbetriebnahme wieder abgebaut, getreu dem Motto: „…lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“ viele hochfliegende Windkraft-Pläne euphorisierter Windkraft-Enthusiasten wurden angesichts dieser ernüchternden Zahlen wieder „eingestampft“ …und ein Großteil der übrigen Windmühlen in BW dümpelt nur noch  t r o s t l o s  vor sich hin, auf einen  V e r l u s t  des  K a p i t a l s  zusteuernd…

Die jetzt mit eindeutiger A b s i c h t  landauf landab von sogenannten „Gutachtern“, Planungsbüros oder dem Verband der Region Stuttgart (VRS) u.a. „in die Welt gesetzten“ Zahlen zum Windaufkommen sind allein den von „Grün-Rot“ vorgegebenen politischen Vorgaben geschuldet, basieren auf „Sandkastenspielchen“ bzw. manipulierten Hoch-rechnungen (…der Wunsch ist Vater des Gedankens…). Sie wurden bisher in k e i n e m einzigen Fall durch  t a t s ä c h l i c h  am vorgesehenen Standort durchgeführte Ist-Wind-Messungen nachgewiesen. V i e l m e h r:  Die von der Windkraft-Lobby zur Gewinnung von Anlegern „in die Welt“ gesetzten Zahlen sind regelmäßig f a l s c h  weil viel zu hoch. Sie weichen i.d.R. um ca. 3 0 % - 5 0 % von den tatsächlich später erzielten, erheblich niedrigeren Zahlen zum Windstrom-Ertrag ab ! Merke: Nur dann, wenn repräsentative Ist-Windmessungen tatsächlich über alle 4 (!!) Jahreszeiten hinweg erfolgen, ist eine v e r l ä ß l i c h e A u s s a g e  über  w i r t s c h a f t l i c h e n  Windkraft-Geschäftsbetrieb möglich. 

 

F a k t  D:      Selbst von den Windkraft-Befürwortern wird heute nicht mehr ernsthaft bestritten, daß vom Windkraft-Betrieb dauerhaft nachteilige S c h a d-Immissionen wie L ä r m (…die Bewohner des Besigheimer Husarenhofs können vor allem nachts „ein Lied davon singen“…), S c h a t t e n s c h l a g, E l e k t r o s m o g und (niederfrequenter)  I n f r a s c h a l l  u.a. ausgehen, die sich vor allem im Wirkungskreis der Anlage (Radius ca. 5 Km ab Windkraft-Standort) zu Lasten der dort lebenden Bürger niederschlagen und vor allem bei Personen mit angegriffenem Gesundheitszustand zu Gesundheitsrisiken mit Langzeit-Wirkung führen können. Untersuchungen im Umfeld von Windkraftanlagen sowie Forschungen des renommierten Robert-Koch-Instituts (Berlin) zu Risiken des von Windkraftanlagen ausgehenden I n f r a s c h a l l s bestätigen dies und nicht ohne Grund verlangen andere Bundesländer einen Mindest- / Sicherheitsabstand zur Bevölkerung von mindestens 
1 0 0 0 m bzw. 1 5 0 0 m; in England verlangt das Gesetz einen Sicherheits-abstand vom 1 0-fachen der Gesamthöhe der Anlage, mindestens jedoch 3 0 0 0 m und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ihren Mitgliedern nicht ohne Grund einen Sicherheitsabstand von 2 0 0 0 m ! Vor diesem Hintergrund erscheint der von der baden-württembergischen Landesregierung vorgegebene Sicherheitsabstand von nur 700 m zur Wohnbevölkerung und nur 4 0 0 m - 5 0 0 m zu Aussiedlerhöfen, Weilern, landwirt-schaftlichen Betrieben u.a.  -  in Ausnahmefällen sogar noch weniger - als grob fahrlässig !
 

 

F a k t  E:       Kaum G e w e r b e s t e u e r-Einnahmen an baden-württembergischen Windkraft-Standorten ! Diese fallen vor allem in den „klassischen“ Windkraft-Bundes-ländern an, wo das jahresdurchschnittliche Windaufkommen i.d.R. 2 - 3 Mal höher ist als im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg. Die Gemeinde -
verwaltung im nur 2 9 8 m über Meereshöhe vergleichsweise windschwach gelegenen Windkraft-Stand-ort  I n g e r s h e i m  mußte in öffentlicher Veranstaltung auf Befragung einräumen, daß man durch den Windkraft-Betrieb mit  k e i n e r l e i  Gewerbesteuer-Einnahmen im kommunalen Haushalt der Gemeinde rechne. Aufgrund der an vielen baden-württem-bergischen Windkraft-Standorten vorherrschenden 
W i n d a r m u t  schreiben die meisten Windmühlen Jahr für Jahr „t i e f r o t e“ Zahlen. Dort und an den wenigen Stand-orten, wo bestenfalls noch „eine schwarze Null“ geschrieben wird, wird  k e i n  Gewerbe-ertrag und daher k e i n e
Gewerbesteuer-Einnahme erwirtschaftet ! Dies trifft auch auf das vergleichsweise 
w i n d a r m e  B o t t w a r t a l  und U m g e b u n g  zu.

 

F a k t  F:       Nach den Erfahrungen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern kommt es regelmäßig zu  W e r t m i n d e r u n g e n  von  I m m o b i l i e n (Grund + Boden, Häuser, Wohnungen, Freizeit-„Stückle“ u.a.) bzw. zu einer Senkung der Beleihungswerte, wenn in der  N ä h e  Windkraftanlagen gebaut werden. Dies belegen Aussagen von Immobilienverkäufern und Feststellungen von Immobilienmaklern, Bausparkassen-Beratern, Banken, Auswertungen von Immobilienanzeigen, Schriftverkehr mit Finanzbehörden u.a. in den windkraft-betroffenen Gebieten. Bestätigt wird dies durch wissenschaftliche Untersuchungen von „Immobilien- / Wohnungswirtschaft-Lehrstühlen“ an Universitäten und Fachhochschulen, wonach  -  quasi „über Nacht“  -  von einer durchschnittlichen W e r t m i n d e r u n g  der Immobilien-V e r k e h r s w e r t e von ca. 3 0 % auszugehen ist; im Einzelfall beträgt die Wertminderung sogar bis zu  1 0 0 %, z.B. bei Unverkäuflichkeit der Immobilie infolge Windkraft-Standorten in der Nähe. Falls es zum Ausweis von Windkraft-Standorten bzw. zum Bau von Windindustrieanlagen im B o t t w a r t a l  und Umgebung kommt, dürfte sich dies dort auch bei den  V e r k e h r s w e r t e n  der Immobilien n e g a t i v auswirken.

 

F a k t  G:      Ausweis + Bau von 230 m hohen Windindustrieanlagen im B o t t w a r t a l
und Umgebung würden die  Z u k u n f t s f ä h i g k e i t  der betroffenen Kommunen und der nachfolgenden Generation erheblich einschränken, da eine Windindustrieanlage eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer = Laufzeit von ca. 20 - 25 Jahren hat, falls es zu keinem vorzeitigen Abbau infolge drohender Insolvenz o.ä. kommt.

 

F a k t  H:      Zu weiteren N a c h t e i l e n  -  z.B. beim Landschafts- und Naturschutz (insbesondere Vogelschutz betreffend)  -  vgl. die einzelnen Rubriken in unserer Homepage unter:           www.gegenwind-husarenhof.de

 

F a z i t:         Bei im vergleichsweise  w i n d s c h w a c h e n  Binnenland errichteten Wind-Industrieanlagen profitieren Service-Gesellschaften, Versicherungen oder die finanzierende Bank  -  falls es überhaupt zur Kreditgewährung kommt  -  und vor allem der  G r u n d s t ü c k s v e r p ä c h t e r, der bei Verpachten seines Grundstücks über ca. 20 - 25 Jahre nach inoffiziellen Informationen mit jährlichen P a c h t e r l ö s e n von ca. 15 000 €  -  20 000 € / Jahr rechnen kann.

 

Allerdings ergeben sich nun auch für den Grundstücksverpächter erhebliche Fallstricke, weil seither davon ausgegangen wurde, daß die Rückbauverpflichtung nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nur den oberhalb des Erdbodens befindlichen Turm der Windkraftanlage betrifft. Nach neuester, sich abzeichnender Rechtsprechung und auf Basis des einen  -  zu Recht  -  immer höheren Stellenwert einnehmenden  N a t u r- und Umweltschutzes ist damit zu rechnen, daß nicht nur die oberhalb der Erdoberfläche befindliche Anlage auf Kosten der Betreiber bzw. auf Kosten des Grundstücksverpächters zu entsorgen ist, sondern auch das 
6 0 0 0 to - 9 0 0 0 to umfassende  B e t o n-Fundament im E r d b o d e n ! Hieraus 
d r o h e n  zusätzliche  f i n a n z i e l l e  L a s t e n  in 2 0 - 3 0 Jahren über mehrere Hunderttausend € !

 

Aufgrund der langen Laufzeiten der Windkraftanlagen gibt es bisher noch keine auf dem Klageweg abschließend entschiedenen Präzedenzfälle zur Entsorgung des Fundaments. Käme es jedoch dazu und würden die Betreiber  -  z.B. wegen Insolvenz oder Liquidation der Windkraft-Betreiber-Gesellschaft oder wegen anderer Gründe  -  oder der Grundstücksverpächter ausfallen, kämen wohl auf die S t a n d o r t-K o m m u n en (= B o t t w a r t a l, E r d m a n n h a u s e n) erhebliche finanzielle 
B e l a s t u n g e n zu, falls sie „als Letzter in der Reihe“ zur  E n t s o r g u n g  von Windkraft-Anlage (Turm) und Fundament verpflichtet würde…
 

 

Da es für die im Wirkungskreis der Windindustrieanlage in relativ windschwachen Gebieten lebenden B ü r g e r  zu  k e i n e r l e i  Vorteilen, sondern nur zu erheblichen Nachteilen kommt, rufen wir die von den  N a c h t e i l e n  betroffenen Bürger und ihre Vertreter im Gemeinderat auf, sich argumentativ g e g e n  Standorte + Bau von künftig bis zu 2 3 0 m hohen Windindustrieanlagen auf ihrer Gemarkung auszusprechen.

 

Diese Stellungnahme stellen wir in unsere homepage ein. Sie wird auch im Bereich der Gemeindeverwaltungsverbände (GVV) M a r b a c h und G r o ß b o t t w a r sowie in Haushalten von Großbottwar, Erdmannhausen + Umgebung verteilt und den Gemeindeverwaltungen Erdmannhausen, Großbottwar + Steinheim, den via mail erreichbaren Gemeinderäten und der Presse zugeleitet.

 

W e i t e r e Einzelheiten unter:        www.gegenwind-husarenhof 

 

v.i.S.d.P.:  Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

                                               (im Dezember 2012, aktualisiert i.d.F. vom 12.12.2012)                   


www.gegenwind-husarenhof.de

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P r e s s e m i t t e i l u n g / Stellungnahme zur Verschonung der Bürger vor Windkraft-Nachteilen

Kein Windwahn-Unfug im windschwachen B ö n n i g h e i m und im  
N a t u r p a r k  Stromberg / Heuchelberg  -  k e i n e  
Windindustrieanlagen in B ö n n i g h e i m und Umgebung !


F a k t  A)      Windindustrieanlagen im vergleichsweise windarmen Binnenland werden künftig rd. 2 3 0 m (!!) hoch und damit höher als der Stuttgarter Fernsehturm, das Ulmer Münster oder der Kölner Dom. Sie führen zur „Verspargelung“ der Landschaft und  -  nicht nur an landschaftssensibler Stelle  -  zur visuellen, irreparablen  Z e r s t ö r u n g  einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft inmitten von „Wald, Obst- + Landwirtschaft und Reben“ am Fuße des Naturparks Stromberg / Heuchelberg, der von vielen Bürgern aus dem bevölkerungsreichen Großraum Stuttgart  -  zu Gunsten der Stromberg-Kommunen („sanfter“ Tourismus, bessere Vermarktung des Weinbaus u.a.)  -  als Naherholungsraum angenommen wird. Der Bau von 2 3 0  m hohen Wind-Monstern führt  -  wie in vielen Tourismus-Gebieten zuvor eingetreten  -  zu Einbußen beim „sanften“ Tourismus und zu dessen Verlagerung in windkraft-freie Regionen ! Denn…wer will schon seine Freizeit oder seinen Ruhestand im Angesicht von 2 3 0  m hohen Windkraft-Ungetümen verbringen…

 

F a k t  B)      Bzgl. des jahresdurchschnittlichen Windaufkommens (wesentliche Voraus-setzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen = mindestens kostendeckenden Windkraft-Geschäftsbetrieb) herrscht in Deutschland ein starkes N o r d / S ü d-Gefälle: Nach allen seriösen, langjährig geführten Wetterstatistiken und Ist-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts und der Deutschen Flugsicherung ist das jahresdurchschnittliche Wind-aufkommen im südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) um ca. 2 - 3 (!!) Mal n i e d r i g e r  als in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im N o r d e n (Küste) +  O s t e n  
Deutschlands; aus diesem Grund stehen rd. 8 5 % (!!) aller bisher rd. 24 000 in Deutschland in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen im Norden + Osten, entsprechend schreibt ein Großteil der bisher im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg installierten ca. 3 8 5  Windräder Jahr für Jahr „tiefrote“ Zahlen und steuert  -  zu Lasten der Kapitalanleger  -  auf einen (Total)V e r l u s t  des Anlegerkapitals zu, von Gewinn-Ausschüttungen bzw. Verzinsungen ganz zu schweigen… …exemplarisches Negativ-Beispiel hierfür ist der in 2 0 0 7 in Betrieb gegangene, als Vorzeigeobjekt gefeierte, in ca. 850 m über Meereshöhe vermeintlich windstark gelegene und aus 1 4 Windkraftanlagen bestehende, g r ö ß t e  baden-württembergische W i n d p a r k in Simmersfeld bei Freudenstadt (Nord-Schwarzwald), der Jahr für Jahr (!!) und nun schon im 6. Jahr wegen  W i n d m a n g e l s  erhebliche Millionen-Defizite schreibt… F a z i t + L e h r e hieraus: Der Bau von Windindustrieanlagen in B ö n n i g h e i m  und Umgebung stellt schon v o r dem 
„1. Spatenstich“ eine zur „V e r b r e n n u n g“ von Anlagekapital führende F e h l i n v e s t i t i o n  dar und würde  -  zu  L a s t e n  der Bürger  -  zu erheblichen Nachteilen führen !

 

F a k t  C)      Die von seriösen F a c h l e u t e n  -  nicht von der i.d.R. manipulierenden, befangenen Windkraft-Lobby  -  vorgenommene Auswertung von Windkraft-Standorten belegt, daß als Voraussetzung für einen dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäfts-Betrieb eine jahresdurchschnittliche (!!) Windgeschwindigkeit (d.h. nicht nur an einzelnen Tagen, sondern im Durchschnitt a l l e r  3 6 5  Tage eines Jahres) von mindestens 6 m / Sek (!!) vorliegen muß, ab deren Überschreiten eine Windkraftanlage erst wirtschaftlich ist. Diese Voraussetzung liegt an den wenigsten Standorten in Baden-Württemberg vor, das deshalb als flächendeckender Windkraft-Standort mangels physikalischer und topografischer Voraussetzungen völlig ungeeignet ist; selbst an den für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstarken, ca. 500 m - 900 m über Meereshöhe gelegenen Standorten auf der Schwäbischen Alb oder auf den Höhenrücken des Nord- bzw. Süd-Schwarzwalds liegen diese Voraussetzungen oft nicht vor: Erhebliche jährliche Betriebs-Defizite sind dort nicht die Ausnahme, sondern die Regel !  F o l g e: Einige Windkraftanlagen wurden „heimlich, still und leise“ (welcher Wind-Kapitalanleger will seine Fehlentscheidung schon öffentlich eingestehen…)  -  zur Vermeidung einer Insolvenz  -  vorzeitig und bald nach Inbetriebnahme wieder abgebaut, getreu dem Motto: „…lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende…“ viele hochfliegende Windkraft-Pläne euphorisierter Windkraft-Enthusiasten wurden angesichts dieser ernüchternden Zahlen wieder „eingestampft“ …und ein Großteil der übrigen Windmühlen in BW dümpelt nur noch  t r o s t l o s  vor sich hin, auf einen  V e r l u s t  des  K a p i t a l s 
zusteuernd…

Die jetzt mit eindeutiger A b s i c h t  landauf landab von sogenannten „Gutachtern“, Planungsbüros oder dem Verband der Region Stuttgart (VRS) u.a. „in die Welt gesetzten“ Zahlen zum Windaufkommen sind allein den von „Grün-Rot“ vorgegebenen politischen Vorgaben geschuldet, basieren auf „Sandkastenspielchen“ bzw. manipulierten Hoch-rechnungen (…der Wunsch ist Vater des Gedankens…). Sie wurden bisher in k e i n e m einzigen Fall durch  t a t s ä c h l i c h  am vorgesehenen Standort durchgeführte Ist-Wind-Messungen nachgewiesen. V i e l m e h r:  Die von der Windkraft-Lobby zur Gewinnung von Anlegern „in die Welt“ gesetzten Zahlen sind regelmäßig f a l s c h  weil viel zu hoch. Sie weichen i.d.R. um ca. 3 0 % - 5 0 % von den tatsächlich später erzielten, erheblich niedrigeren Zahlen zum Windstrom-Ertrag ab ! Merke: Nur dann, wenn repräsentative Ist-Windmessungen tatsächlich über alle 4 (!!) Jahreszeiten hinweg erfolgen, ist eine v e r l ä ß l i c h e A u s s a g e  über  w i r t s c h a f t l i c h e n  Windkraft-Geschäftsbetrieb möglich.  

 

F a k t  D:      Selbst von den Windkraft-Befürwortern wird heute nicht mehr ernsthaft bestritten, daß vom Windkraft-Betrieb dauerhaft nachteilige S c h a d-Immissionen wie L ä r m (…die Bewohner des Besigheimer Husarenhofs können vor allem nachts „ein Lied davon singen“…), S c h a t t e n s c h l a g, E l e k t r o s m o g und (niederfrequenter) I n f r a s c h a l l  u.a. ausgehen, die sich vor allem im Wirkungskreis der Anlage (Radius ca. 5 Km ab Windkraft-Standort) zu Lasten der dort lebenden Bürger niederschlagen und vor allem bei Personen mit angegriffenem Gesundheitszustand zu Gesundheitsrisiken mit Langzeit-Wirkung führen können. Untersuchungen im Umfeld von Windkraftanlagen sowie Forschungen des renommierten Robert-Koch-Instituts (Berlin) zu Risiken des von Windkraftanlagen ausgehenden I n f r a s c h a l l s bestätigen dies und nicht ohne Grund verlangen andere Bundesländer einen Mindest- / Sicherheitsabstand zur Bevölkerung von mindestens 
1 0 0 0 m bzw. 1 5 0 0 m; in England verlangt das Gesetz einen Sicherheits-abstand vom 1 0-fachen der Gesamthöhe der Anlage, mindestens jedoch 3 0 0 0 m und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt ihren Mitgliedern nicht ohne Grund einen Sicherheitsabstand von 2 0 0 0 m ! Vor diesem Hintergrund erscheint der von der baden-württembergischen Landesregierung vorgegebene Sicherheitsabstand von nur 700 m zur Wohnbevölkerung und nur 4 0 0 m - 5 0 0 m zu Aussiedlerhöfen, Weilern, landwirt-schaftlichen Betrieben u.a.  -  in Ausnahmefällen sogar noch weniger - als grob fahrlässig !
 

 

F a k t  E:       Kaum G e w e r b e s t e u e r-Einnahmen an baden-württembergischen Windkraft-Standorten ! Diese fallen vor allem in den „klassischen“ Windkraft-Bundes-ländern an, wo das jahresdurchschnittliche Windaufkommen i.d.R. 2 - 3 Mal höher ist als im vergleichsweise windschwachen Baden-Württemberg. Die Gemeinde-
verwaltung im nur 2 9 8 m über Meereshöhe vergleichsweise windschwach gelegenen Windkraft-Standort  I n g e r s h e i m  mußte in öffentlicher Veranstaltung auf Befragung einräumen, daß man durch den Windkraft-Betrieb mit  k e i n e r l e i  
Gewerbesteuer-Einnahmen im kommunalen Haushalt der Gemeinde rechne. Aufgrund der an vielen baden-württembergischen Windkraft-Standorten vorherrschenden 
W i n d a r m u t  schreiben die meisten Windmühlen Jahr für Jahr „t i e f r o t e“ Zahlen. Dort und an den wenigen Standorten, wo bestenfalls noch „eine schwarze Null“ geschrieben wird, wird  k e i n  Gewerbeertrag und daher k e i n e Gewerbesteuer-Einnahme erwirtschaftet ! Dies trifft auch auf das 
vergleichsweise  w i n d a r m e  B ö n n i g h e i m zu.

 

F a k t  F:       Nach den Erfahrungen in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern kommt es regelmäßig zu  W e r t m i n d e r u n g e n  von  I m m o b i l i e n (Grund + Boden, Häuser, Wohnungen, Freizeit-„Stückle“ u.a.) bzw. zu einer Senkung der Beleihungswerte, wenn in der  N ä h e  Windkraftanlagen gebaut werden. Dies belegen Aussagen von Immobilienverkäufern und Feststellungen von Immobilienmaklern, Bausparkassenvertretern, Banken, Auswertungen von Immobilienanzeigen, Schriftverkehr mit Finanzbehörden u.a. in den windkraft-betroffenen Gebieten. Bestätigt wird dies durch wissenschaftliche Untersuchungen von „Immobilien- / Wohnungswirtschaft-Lehrstühlen“ an Universitäten und Fachhochschulen, wonach  -  quasi „über Nacht“  -  von einer durchschnittlichen W e r t m i n d e r u n g  der Immobilien-V e r k e h r s w e r t e von ca. 3 0 % auszugehen ist; im Einzelfall beträgt die Wertminderung sogar bis zu  1 0 0 %, z.B. bei Unverkäuflichkeit der Immobilie infolge Windkraft-Standorten in der Nähe. Falls es zum Ausweis von Windkraft-Standorten bzw. zum Bau von Windindustrieanlagen in B ö n n i g h e i m  und Umgebung kommt, dürfte sich dies dort auch bei den  V e r k e h r s w e r t e n  der Immobilien n e g a t i v auswirken.

 

F a k t  G:      Ausweis + Bau von 230 m hohen Windindustrieanlagen in B ö n n i g h e i m
und Umgebung würden die  Z u k u n f t s f ä h i g k e i t  der betroffenen Kommunen und der nachfolgenden Generation erheblich einschränken, da eine Windindustrieanlage eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer = Laufzeit von ca. 20 - 25 Jahren hat, falls es zu keinem vorzeitigen Abbau infolge drohender Insolvenz o.ä. kommt.

 

F a k t  H:      Zu weiteren N a c h t e i l e n  -  z.B. beim Landschafts- und Naturschutz (insbesondere Vogelschutz betreffend)  -  vgl. die einzelnen Rubriken in unserer homepage unter:           www.gegenwind-husarenhof.de

 

F a z i t:         Bei im vergleichsweise  w i n d s c h w a c h e n  Binnenland errichteten Wind-Industrieanlagen profitieren Service-Gesellschaften, Versicherungen oder die finanzierende Bank  -  falls es überhaupt zur Kreditgewährung kommt  -  und vor allem der  G r u n d s t ü c k s v e r p ä c h t e r, der bei Verpachten seines Grundstücks über ca. 20 - 25 Jahre nach inoffiziellen Informationen mit jährlichen P a c h t e r l ö s e n von ca. 15 000 €  -  20 000 € / Jahr rechnen kann.

Allerdings ergeben sich nun auch für den Grundstücksverpächter erhebliche Fallstricke, weil seither davon ausgegangen wurde, daß die Rückbauverpflichtung nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nur den oberhalb des Erdbodens befindlichen Turm der Windkraftanlage betrifft. Nach neuester, sich abzeichnender Rechtsprechung und auf Basis des einen  -  zu Recht  -  immer höheren Stellenwert einnehmenden  N a t u r- und Umweltschutzes ist damit zu rechnen, daß nicht nur die oberhalb der Erdoberfläche befindliche Anlage auf Kosten der Betreiber bzw. auf Kosten des Grundstücksverpächters zu entsorgen ist, sondern auch das 
6 0 0 0 to - 9 0 0 0 to umfassende  B e t o n-Fundament im E r d b o d e n ! Hieraus  
d r o h e n  zusätzliche  f i n a n z i e l l e  L a s t e n  in 2 0 - 3 0 Jahren über mehrere Hunderttausend € !

Aufgrund der langen Laufzeiten der Windkraftanlagen gibt es bisher noch keine auf dem Klageweg abschließend entschiedenen Präzedenzfälle zur Entsorgung des Fundaments. Käme es jedoch dazu und würden die Betreiber  -  z.B. wegen Insolvenz oder Liquidation der Windkraft-Betreiber-Gesellschaft oder wegen anderer Gründe  -  oder der Grundstücksverpächter ausfallen, kämen wohl auf die S t a n d o r t-K o m m u n e (= Bönnigheim) erhebliche finanzielle B e l a s t u n g e n zu, falls sie „als Letzter in der Reihe“ zur  E n t s o r g u n g  von Windkraft-Anlage (Turm) und Fundament verpflichtet würde… 

Da es für die im Wirkungskreis der Windindustrieanlage in relativ windschwachen Gebieten lebenden B ü r g e r  zu  k e i n e r l e i  Vorteilen, sondern nur zu erheblichen Nachteilen kommt, rufen wir die von den  N a c h t e i l e n  betroffenen Bürger und ihre Vertreter im Gemeinderat auf, sich argumentativ g e g e n  Standorte + Bau von künftig bis zu 2 3 0 m hohen Windindustrieanlagen auf ihrer Gemarkung auszusprechen.

Diese Stellungnahme stellen wir in unsere homepage ein. Sie wird auch im Bereich des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Bönnigheim sowie in Haushalten von Bönnigheim und Umgebung verteilt und der Stadtverwaltung Bönnigheim, den via mail erreichbaren Gemeinderäten und der Presse zugeleitet.

W e i t e r e Einzelheiten unter:          www.gegenwind-husarenhof  

 
v.i.S.d.P.:  Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

    (im Oktober / November 2012, aktualisiert i.d.F. vom 27.11.2012)   
 

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Pressemitteilung

Kein staatlich verordneter, vom VRS behördlich verfügter  Windwahn-Unfug an für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb mangels jahresdurchschnittlichem Windaufkommen völlig ungeeigneten Standorten

Keine Landschaftsverschandelung durch 230 m hohe Windindustrieanlagen im vergleichsweise windarmen BW-Binnenland(WKA-Verlust-Betriebe)


Fakt A)                        Nach seriösen  -  d.h. nicht von der Windkraft-Lobby  -  von Fachleuten erhobenen Untersuchungen muß an Windkraft-Standorten eine jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von mindestens 6 m / sek vorliegen, damit ein dauerhaft wirtschaftlicher Windkraft-Geschäftsbetrieb gewährleistet ist. Diese Windgeschwindigkeit muß nicht nur an einzelnen Tagen eines Jahres, sondern im Jahresmittel  -  d.h. über alle 4 Jahreszeiten hinweg als Durchschnitt  -  vorliegen ! M.a.W.: Windflauten bzw. Windstille an den meisten Tagen im Sommer + Winter müssen durch entsprechend höhere Windgeschwindigkeiten im Herbst + Frühjahr (dort müßte die Windgeschwindigkeit dann 8, 9,10 m / sek oder mehr betragen; dies ist völlig unrealistisch) überkompensiert werden, um auf ein Jahresmittel von mindestens 6 m / sek zu kommen.


Fakt B)                        Diese Voraussetzung liegt an den allermeisten Standorten im südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, Bayern) nicht vor, denn: Nach allen Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD), der Deutschen Flugsicherung und aller Wetterstationen liegt hinsichtlich des Windaufkommens in einzelnen Bundesländern ein starkes Nord-Süd-Gefälle vor, wonach im Zehn-Jahres-Vergleichs-Zeitraum das jahresdurchschnittliche Windaufkommen im südlichen Binnenland ca. 2 - 3 mal niedriger ist als in den klassischen Windkraft-Bundesländern im Norden + Osten Deutschlands. Entsprechend konzentrieren sich daher auch rd. 85 % aller bisher in Deutschland rd. 24 000 installierten Windkraftanlagen (WKA) im Norden (wo „eine steife Brise“ weht) + Osten und eben nicht im vergleichsweise windschwachen südlichen Binnenland (Baden-Württemberg, …ein laues Lüftchen weht).

 

Fakt C)                        Entsprechend schreiben die allermeisten der bisher ca. 385 in Baden-Württemberg auf den Höhenrücken des Nord- und Süd-Schwarzwalds, der Hohenloher Ebene und auf der Schwäbischen Alb gelegenen WKA seit Inbetriebnahme Jahr für Jahr „tiefrote“ Zahlen, das Anlegerkapital aufzehrend und auf einen (Total)Verlust des Anlagekapitals zusteuernd, von jährlichen Verzinsungen und Gewinnausschüttungen ganz zu schweigen… Selbst der als Vorzeigeobjekt hochstilisierte, 2007 eingeweihte und ca. 850 m hoch und deshalb für baden-württembergische Verhältnisse vermeintlich windstark in Simmersfeld (bei Freudenstadt / Nord-Schwarzwald) gelegene und mit 14 WKA größte Windpark Baden-Württembergs schreibt vom 1. Jahr an ununterbrochen nun auch im 6. Jahr „tiefrote“ Betriebsergebnisse = jährliche Millionen-Verluste. Die dort engagierten und von der Windkraft-Lobby mit unseriösen, weil viel zu optimistischen Windertrags-Hochrechnungen „über den Tisch gezogene“ Anleger werden einen Großteil ihres „in ein Faß ohne Boden“ investierten Kapitals nicht mehr wiedersehen… = eine Fehlinvestition vom 1. Spatenstich an… Nach kürzlich erhobenen Auswertungen bzw. Soll- / Ist-Vergleichen betragen die Abweichungen zwischen tatsächlichem Windertrag zu den von der Windkraft-Lobby in der Zeichnungsphase abgegebenen Hochrechnungen ca. 30 % - 40 %, im Einzelfall noch höher. Aufgrund dieser Verlust-Betriebe fallen bei den allermeisten BW-Windkraft-Kommunen keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen an.

 

Fakt D)                        Die vom VRS „in die Welt gesetzten“ Zahlen zur Windgeschwindigkeit entspringen allein politischen = grün-roten Vorgaben, um die ausgerufenen Ziele der Energiewende erreichen zu können, wonach der jetzt gegebene Windkraft-Anteil von knapp 1 % (erwirtschaftet von rd. 385 WKA) am gesamten Energiebedarf auf 10 % gesteigert werden soll. Hierzu würden mindestens ca. 4000 - 5000 WKA in ganz BW benötigt. Da die vermeintlich windstarken „Filet-Standorte“ (vgl. oben) durch die höher gelegenen, bereits belegten Flächen vergeben sind und weil dort nur noch eine kleine Rest-Standort-Kapazität verfügbar ist, müssen nun auch WKA-Standorte „auf dem flachen (=windärmeren) Land“ festgelegt werden, um die politisch vorgegebenen Ziele auch nur annähernd erreichen zu können. Die vom VRS der WKA-Standort-Findung zugrunde gelegten Zahlen, wonach ein dauerhaft wirtschaftlicher Windkraft-Geschäftsbetrieb bereits ab einer jahresdurchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,3 m / sek erreicht werde, ist grober Unfug und widerspricht allen realen Gegebenheiten an den BW-WKA-Standorten. Jede < 6 m / sek liegende jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit führt zu dauerhaften Verlusten und zum Verlust des Kapitals, wie an den meisten BW-WKA-Standorten bestätigt. Die VRS-Zahlen entsprechen „Wunschdenken“ und stellen „geschönte“, von politischer Seite und der Windkraft-Lobby am „grünen Tisch“ durch „Sandkastenspielchen“ und „Milchmädchenrechnungen“ „herunter“ manipulierte Planzahlen dar, die bisher noch an keinem einzigen WKA-Standort durch eine repräsentative  -  d.h. über alle 4 Jahreszeiten bzw. über alle 365 Tage eines Jahres  -  Ist-Windmessung verifiziert wurden. Wäre dies nämlich erfolgt, hätten die blamablen Ist-Zahlen zum tatsächlich am Standort vorherrschenden Windaufkommen bei einem Großteil der jetzt in BW im Verlust-Betrieb befindlichen WKA dazu geführt, daß der Bau einer WKA unterblieben wäre. …Als ob das tatsächlich am potentiellen WKA-Standort vorhandene Windaufkommen (allein dies ist maßgeblich) durch Herabsetzen von Windgeschwindigkeitszahlen des VRS beeinflußt werden könnte… …auf diese Idee können nur weltfremde und außerhalb der Realität „vor sich hin“ planende Bürokraten des VRS kommen…

 

Fakt E)                        Ein an vergleichsweise windschwachen Binnenland-Standorten mangels Windaufkommen dauerhaft unwirtschaftlicher Windkraft-Geschäftsbetrieb führt zu keinerlei Vorteilen der Bürger oder der Standort-Kommune (keine Gewerbesteuer-Einnahmen), sondern nur zu Nachteilen zu Lasten der im Wirkungskreis lebenden Bürger (Radius ca. 5 km ab WKA-Standort):

·          Schad-Emissionen wie Lärm, Schattenschlag, Elektrosmog, Infraschall und daraus möglicherweise verursachte Langzeit-Gesundheitsrisiken vor allem bei Menschen mit labilem Gesundheitszustand, wie z.B. vom Robert-Koch-Institut (Berlin) in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt

·          Verlust wertvollen Ackerlands bzw. Waldflächen wegen Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen (Anlage von Wegen, Leitungsanschlüsse, Schlagen von Schneisen im Wald für den Transport der Montage-Einzelteile durch schweres Gerät) u.a.

·          Schwere Beeinträchtigung des Landschafts-, Natur- und Umweltschutzes (insbesondere Vogelschutz betreffend)

·          Gem. Auskünften von Banken, Versicherungen, Bausparkassen, Immobilien-Maklern, Immobilien-Verkaufsanzeigen in Zeitungen, Schriftverkehr mit Finanzbehörden, wissenschaftlichen Untersuchungen von Immobilien- / Wohnungswirtschafts-Lehrstühlen an Universitäten / Fachhochschulen u.a.: Wertminderung von Immobilien (Grund + Boden, Bauplätze, Häuser, Wohnungen, Freizeit-Stückle u.a.) durch Senkung der Verkehrswerte von durchschnittlich ca. 30 %, im Einzelfall bis zu 100 % bei Unverkäuflichkeit, wenn in der Nähe (Sichtweite) bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen gebaut werden

·          Erhebliche Einbrüche / Verdrängung beim „sanften Tourismus“ / Wochenend-Tourismus / Fahrrad-Tourismus u.a., denn: …wer will schon seine Freizeit / Urlaub / Ruhestand im Angesicht von 230 m hohen WKA verbringen…

 

Zu weiteren Einzelheiten vgl.:            www.gegenwind-husarenhof.de

 

v.I.S.d.P:    Walter Müller /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“  (im November 2012)



www.gegenwind-husarenhof.de

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Pressemitteilung zum Ausweis von Windkraft-Standorten im Bereich des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Bönnigheim 

(wm / 261012) - Im Hinblick auf die in Kürze im Gemeinderat von Bönnigheim bzw. im GVV (Bönnigheim, Kirchheim / N, Erligheim) anstehende Entscheidung zum Ausweis von Windkraft-Standorten  -  Teilfortschreibung des Flächennutzungsplans „Windkraft“ betreffend  -  haben wir  -  auch nach Anrufen besorgter Bürger aus Bönnigheim und Umgebung  -  eine Stellungnahme verfaßt, die den möglichen Ausweis und  den Bau von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen im vergleichsweise windarmen Bönnigheim und Umgebung von mehreren Seiten beleuchtet.

Diese Stellungnahme geht der Stadtverwaltung Bönnigheim, den Gemeinderäten und weiteren Persönlichkeiten in Bönnigheim und Umgebung sowie der Presse via mail zu.

Sie wird von uns auch in hard-copy an nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Haushalte in Bönnigheim und Umgebung verteilt und in unsere Homepage unter www.gegenwind-husarenhof.de eingestellt.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“




Pressemitteilung

Verliert auch Hessigheim  -  wie schon Ingersheim zuvor  -  seine Seele ?

Strittige und mehrfach verschobene Entscheidung zu Windkraft-Standorten in Hessigheim steht unmittelbar bevor.

Setzt sich Hessigheim über die Empfehlungen des Vorsitzenden des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Besigheim, Bürgermeister Steffen Bühler, zum Schutze der Bevölkerung einen Mindestabstand von 700 m einzuhalten, hinweg ?

Heilloses Durcheinander zwischen den sich widersprechenden Empfehlungen des Verbands Region Stuttgart (VRS), des kommunalen Gutachter-Planungsbüros KMB (Ludwigsburg), politischen Vorgaben der grün-roten Landesregierung von Baden-Württemberg, des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Besigheim und der potentiellen Windkraft-Standort-Gemeinde Hessigheim…


(wm / 071012) - Nachdem die endgültige Entscheidung zum Ausweis potentieller Windkraft-Standorte und zur Fortschreibung des Teilflächennutzungsplans „Windkraft“ im Bereich des GVV Besigheim, zu dem neben

·         Besigheim noch die 6 Gemeinden

·         Freudental,  Gemmrigheim, Hessigheim, Löchgau, Mundelsheim, Walheim

gehören, vom Vorsitzenden des GVV Besigheim, Besigheims Bürgermeister Steffen Bühler, für Mitte November 2012 terminiert wurde, steht die bereits mehrfach wegen der an den ursprünglichen Standort-Vorschlägen geäußerte Kritik betroffener Anrainer und Bürger verschobene Entscheidung des Hessigheimer Gemeinderats nun unmittelbar bevor.

Hinsichtlich der Frage, ob überhaupt und ggfs wo in Hessigheim nach den politischen Vorgaben  -  in den geänderten Landesplanungsgesetzen von 9.5.2012 festgelegt  -  der grün-roten BW-Landesregierung geeignete Windkraft-Standorte zu finden seien, hat sich mittlerweile in vielen Regionen des Landes Baden-Württemberg ein heilloses, kaum mehr entwirrbares Durcheinander ergeben  -  auch im Bereich des VRS Stuttgart, im Landkreis Ludwigsburg und im Bereich des GVV Besigheim, geschuldet dem Motto: „Viele Köche verderben den Brei…“ bzw. „5 Experten = 6 Meinungen…“.

Ob das auch durch Kompetenz-Wirrwarr u.ä. entstandene Chaos  -  im Fall der Gemeinde Hessigheim  - zum Wohl der Haupt-Betroffenen, nämlich der Gemeinde Hessigheim und ihrer Bürger, in diesem fortgeschrittenen Meinungsbildungs-Stadium überhaupt noch zufriedenstellend gelöst werden kann, bleibt fraglich…

P o l i t i s c h e s  Z i e l  der am 27.3.2011 neu gewählten  B W-L a n d e s r e g i e r u n g  ist es, den 
A n t e i l  d e r  W i n d k r a f t  an der gesamten Stromproduktion im Jahr 2020 von jetzt rd. 1 % auf dann rd. 10 % zu erhöhen.

Soll dies auch nur annähernd realisiert werden, müssen im 5-Jahreszeitraum der Legislaturperiode 2011 - 2015 jährlich  -  zu den jetzt in BW bereits bestehenden 385 Windindustrieanlagen  -  bis zu 150 neue Windmühlen hinzukommen, insgesamt bis 2015 rd. 750.

Um den Anteil von 10 % Windstrom  b i s  2020 realisieren zu können, wären zusätzlich zu den jetzt schon bestehenden 385  -  so die Hochrechnungen des BW-Umweltministeriums  -  weitere rd. 1200 neue, bis zu 230 m hohe Windindustrieanlagen nötig. Die politischen Vorgaben lassen jedoch offen, wie die Verteilung der rd. 1200 neu zu planenden Windkraftanlagen auf die 12 Regionen des Landes Baden-Württemberg  -  von denen eine die Region Stuttgart bzw. den Verband der Region Stuttgart (VRS) betrifft  -  aussehen soll.

Nach den Plänen der Landesregierung soll bei der Auswahl und Festlegung der Windkraft-Standorte bewußt  -  wie sonst bei staatlichen bzw. behördlichen Entscheidungen oftmals üblich  -  gerade  n i c h t  mit dem  G i e ß k a n n e n p r i n z i p  vorgegangen werden, wonach jede Region wohl landesweit und flächendeckend eine gleichmäßige Windkraft-Belastung zu akzeptieren hätte, was wohl eine landesweit wahrnehmbare Verspargelung bzw. eine visuell landschaftszerstörerische, irreparable und mindestens ca. 20 - 30 Jahre (= betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Windindustrieanlagen) dauernde  
Verschandelung oft Jahrhunderte alter Kulturlandschaften zur Folge gehabt hätte.

Zur Vermeidung einer flächendeckenden Verspargelung sollen vielmehr  -  so die Vorstellungen der „grün-roten“ BW-Landesregierung  -  K o n z e n t r a t i o n s f l ä c h e n  identifiziert werden, an denen

·          einerseits eine  j a h r e s d u r c h s c h n i t t l i c h e  (!!, d.h. nicht nur an einzelnen Tagen oder Wochen, sondern an 365 Tagen eines Jahres über alle Jahreszeiten hinweg)  W i n d  -
g e s c h w i n d i g k e i t  von mindestens 6 m / Sek (zu überschreitende  U n t e r g r e n z e) als M i n d e s t-V o r a u s s e t z u n g  für einen  d a u e r h a f t wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb vorherrscht und

·          andererseits ausreichende  M i n d e s t- / S i c h e r h e i t s a b s t ä n d e  zum Schutz der im Wirkungskreis der Windkraftanlage (Radius ca. 5 km ab Windkraft-Standort) lebenden Bevölkerung vor Schad-Emissionen wie Lärm, Schattenschlag, Infraschall und möglicherweise daraus entstehender Gesundheitsrisiken u.a. festgelegt werden und wo es  -  so die Idealvorstellungen  -  überdies zu keinen Nachteilen bzw. Konfliktpotential bzgl. Landschafts-, Natur-, insbesondere Vogelschutzbestimmungen, Tourismuszielen / Einschränkung des Naherholungspotentials der Bürger u.a. kommt…   

Vor Ort umgesetzt werden sollen die Windkraft-Pläne u.a. dadurch, daß Kommunen ab 2013 keine  -  wie bisher noch  -  Windkraft-Ausschluß-Gebiete bzw. Windvorrang-Gebiete in ihren Flächennutzungsplänen mehr ausweisen dürfen.

Vielmehr ist es den Kommunen in BW auferlegt, ab 2013 in ihren Flächennutzungsplänen für Windkraft geeignete Standorte auszuweisen, wo potentielle Investoren nach zuvor erfolgter Einigung mit dem Grundstückseigentümer Windkraftanlagen aufstellen dürfen. Weist eine Kommune bis 2013 keine Windkraft-Standorte in ihren Flächennutzungspläne aus, steht es einem Investor frei, unter Umgehung der Standort-Kommune sich mit einem Grundstückseigentümer bzgl. eines Windkraft-Standorts zu einigen; selbst dann, wenn dem Windkraft-Standort städtebauliche Gesichtspunkte der Kommune entgegenstünden, könnten dann an dieser Stelle Windkraftanlagen gebaut werden, falls dem keine im Naturschutz, Bauvorschriften u.ä. liegenden Gründe entgegenstünden, denn nach der Änderung der Gesetzeslage hätte die Standort-Kommune kein Vetorecht mehr.

Da diese Gesetzesänderung letztlich die Aufgabe der Planungshoheit und den Verlust der Einflußnahme der Kommune auf städtebauliche Planungen bedeutet, hat dies dazu geführt, daß die Mehrzahl der Kommunen landauf landab Windkraft-Standorte  -  teilweise auch an den unsinnigsten und für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb völlig ungeeigneten Standorten, teilweise auch im Wald bzw. in Landschafts-, Natur- und Vogelschutzgebieten ausgewiesen haben bzw. noch ausweisen werden…

Für die Umsetzung dieser politischen Vorgaben in den 12 Regionen von BW ist der zuständige Verband, im Fall der Region Stuttgart der Verband der Region Stuttgart (VRS) zuständig.

Nach dem Bericht der Bietigheimer Zeitung (BZ) vom 17.7.2012 hat der VRS mittlerweile in der Region Stuttgart 96 Standorte identifiziert, an denen der Bau von 300 - 400 Windindustrieanlagen möglich sein soll; die Planung des VRS wurde am 25.7.2012 vom Planungsausschuß der VRS-Regionalversammlung abgesegnet.

In der BZ vom 17.7.2012 heißt es: In puncto Landschafts- und Naturschutz hat der VRS begleitend zu den Planungen einen Umweltbericht erstellt, in dem auch 33 Landmarken aufgeführt werden, an denen möglichst keine Windräder gebaut werden sollen. Gemeint sind damit Orte oder Gebiete, die durch ihre Schönheit oder Einzigartigkeit besonders prägend für die Landschaft sind. Im Landkreis Ludwigsburg gehören dazu der Hohenasperg, die Neckarschleife in Hessigheim, die Hessigheimer Felsengärten sowie der Wunnenstein im Oberen Bottwartal.“

Vor dem Hintergrund dieser Gesetzeslage hat der GVV Besigheim bzw. die einzelnen darin zusammengeschlossenen Kommunen das kommunale Planungsbüro KMB, Ludwigsburg, mit der Suche nach geeigneten Windkraft-Standorten auf Gemarkung der Verbands-Kommunen beauftragt.

Nachfolgende Passagen haben wir unserem Homepage-Beitrag vom 23.6.2012 entnommen:

Das KMB-Gutachten identifiziert  4  m ö g l i c h e  Windkraft-Standorte auf Hessigheimer Gemarkung:

a)         Standort 1 im Weinanbau-Gebiet „W u r m b e r g“ / Hessigheimer Felsengärten; hier würde dem KMB-Gutachten zufolge die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit lediglich 4,75 m - 5,0 m je Sekunde betragen und läge damit  u n t e r  den Werten des vom TÜV Süd für ganz Baden-Württemberg erstellten  W i n d a t l a s, der als zu überschreitende Untergrenze für eine dauerhafte Wirtschaftlichkeit eine jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von mindestens 5,8 m je Sekunde - 6,1 m je Sekunde fordert. Würde der Standort realisiert, würde das Bauvorhaben schon  v o r
dem 1. Spatenstich wegen Windarmut und Unwirtschaftlichkeit als  F e h l  i n v e s t i t i o n  feststehen.

Abgesehen davon käme diese Standort-Auswahl einem Schildbürgerstreich gleich, da eine bis zu 230 m 
h o h e
 Windindustrieanlage an dieser l a n d s c h a f t s s e n s i b l e n  Stelle alle bisher in Wein- / Tourismuskalendern enthaltenen Postkartenmotive von den Hessigheimer Felsengärten vermutlich zum Streichen brächte und die oben genannten Bemühungen Hessigheims zur Steigerung des „sanften Tourismus“ konterkarieren würde…

b)        Standort 2 im Weinanbau-Gebiet „Käsberg“ / Hessigheimer Weinbau-Steilllagen; hier würde dem KMB-Gutachte zufolge angeblich eine jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit von lediglich 5,0 - 5,25 m je Sekunde herrschen. Hinsichtlich dieses Standorts bestehen die gleichen  
E i n w e n d u n g e n  wie unter a).

c)         2 Standorte links und rechts des Hessigheimer Fasanenhofs entlang der K 1115 von Besigheim nach Ottmarsheim; Standorte auf der Ottmarsheimer Höhe inmitten bisher ausschließlich landwirtschaftlich genutztem Gelände… Dem KMB-Gutachten zufolge würde an beiden Standorten die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit 4,75 m - 5,25 m je Sekunde betragen, sie läge damit deutlich unterhalb der vom BW-Windatlas zum Erreichen der Wirtschaftlichkeit empfohlenen  

U n t e r g r e n  z e  von mindestens 5,8 m - 6,1 m je Sekunde. Auch bezüglich dieses Standorts bestehen die gleichen  E i n w e n d u n g e n  wie unter a).                                        
  Rathaus Hessigheim        

Die unter c) enthaltenen Standorte lägen auskunftsgemäß zwar (geringfügig) außerhalb des für Aussiedlerhöfe, Weiler, landwirtschaftliche Gehöfte u.a. geltenden Mindestabstands von 300 m - 500 m (gemäß den am 9.5.2012 von der BW-Landesregierung mit grün-roter Mehrheit beschlossenen Abstandsentfernungen).

Beide Standorte lägen jedoch  i n n e r h a l b  der für Wohngebiete geltenden 700 m Mindest-Abstandsregelung.

Sollten die beiden unter c) beschriebenen Standorte vom Bürgermeister und Gemeinderat vorgeschlagen bzw. realisiert werden, hätte der Hessigheimer Gemeinderat einer Zweiteilung seiner Bürger bzw. eine 
S c h le c h t e r s t e l l u n g  der in den Aussiedlerhöfen
                                              Quelle: Felsengartenkellerei Fasanenhof / Im Fetzer lebenden Bewohner  z u g e s t i m m t, weil diese den 
Schad-Emmissionen des Windkraft-Geschäftsbetriebs aufgrund des nur geringfügig außerhalb von 300 m - 500 m betragenden Abstands sehr viel  s t ä r k e r  ausgesetzt sind als die in reinen  
W o h n g e b i e t e n lebenden Bürger, bei denen der Mindestabstand zum Schutze ihrer Gesundheit  m i n d e s t e n s  700 m beträgt.

Diese Entscheidung würde auch von der vom Besigheimer Bürgermeister Steffen Bühler für die Gemeinden des GVV Besigheim abgegebenen E m p f e h l u n g  abweichen, derzufolge es gegenüber Bürgern in reinen Wohngebieten  k e i n e  Schlechterstellung von auf Aussiedlerhöfen, Weilern u.a. lebenden Bürgern geben sollte, weswegen als einheitliche Mindestabstandsregelung für alle Bürger im Bereich des GVV Besigheim 700 m zugrunde gelegt werden sollte.

Diese Empfehlung des GVV-Vorsitzenden wurde in den übrigen Gemeinden des GVV Besigheim  -  soweit „Windkraft“ bisher im Gemeinderat behandelt  -  u m g e s e t z t.  

Bei der am 28.6.2012 abgehaltenen Gemeinderats-Sitzung wurde das Thema wieder von der Tagesordnung genommen und auf einen Termin bis nach der Sommerpause vertagt.

Hintergrund dabei ist, daß der von der Verwaltung vorgeschlagene Windkraft-Standort nur ca. 
300 m vom Aussiedler- / Fasanenhof der Familie Schnurr entfernt und damit viel zu nah läge. Gegen diesen Vorschlag haben sich die Aussiedler  -  unterstützt von einzelnen Gemeinderats-Mitgliedern  -  organisiert, wobei sie in einem an den Bürgermeister gerichteten Protest-Brief ihrem Unmut „Luft machten“. 

Nach unseren Informationen hat die Gemeindeverwaltung daraufhin diesen ursprünglichen Standort-Vorschlag verworfen.

Nun soll bei der am Donnerstag, 25.10.2012 terminierten GR-Sitzung der einzig noch verbliebene Standort rechts der von Besigheim nach Ottmarsheim führenden K 1115 bestimmt werden, der jedoch nur maximal 500 m (Richtung Besigheim-Ottmarsheim) vom Aussiedlerhof der Familie Nägele (Im Fetzer) läge, die damit die Hauptlast der vom Windkraft-Betrieb ausgehenden Nachteile zu tragen hätte.

Eine derartige Standort-Entscheidung käme einer Brüskierung des Besigheimer Bürgermeisters Steffen Bühler gleich, der als GVV-Vorsitzender schon in der GVV-Auftaktsitzung aus Gleichbehandlungsgründen aller Bürger einen einheitlichen Mindest- / Sicherheitsabstand von 
700 m empfohlen hatte, unabhängig davon, ob in der Nähe zum vorgesehenen Windkraft-Standort „normale“ Wohnbebauung besteht oder sich Aussiedlerhöhe u.a. befinden.

Im übrigen läge der Standort in unmittelbarer Nähe zu beiden Kreiseln bzw. zum Autobahnzubringer (Anschlußstelle Mundelsheim) Gemmrigheim - Mundelsheim.

Eine dort platzierte, künftig bis zu 230 m hohe Windindustrieanlage läge vor der „Haustür“ von Ottmarsheim in unmittelbarer Nachbarschaft bzw. in nur geringer Entfernung zur Wohnbebauung „Kreuzäcker“, deren Bewohner neben dem Aussiedlerhof „Im Fetzer“ zu den Hauptleidtragenden dieser Standort-Entscheidung zählen würden, von den dadurch „über Nacht“  -  wie an vielen anderen Windkraft-Standorten ersichtlich  -  eintretenden Wertverlusten ihrer Immobilien ganz zu schweigen… 

Festzuhalten ist überdies, daß alle 4 von KMB auf Hessigheimer Gemarkung empfohlenen Standorte noch n i c h t  einmal bei 100 % des vom BW-Windatlas  -  als Voraussetzung für das Vorliegen eines dauerhaft wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs  -  empfohlenen Referenzertrags zur Wirtschaftlichkeit führen.

Diese würde  -  allerdings nur rein rechnerisch, d.h. nur „auf dem Papier“, das immer dann herangezogen wird, wenn die Realität  a n d e r s  aussieht  -  dem KMB-Gutachten zufolge  e r s t  
erreicht, wenn  n u r  60 % des vom BW-Windatlas geforderten Referenzertrags erreicht würde.


Hessigheimer Felsengärten

Foto: Sven Mörtel -  CC Bay-SA 3.0


Vor dem Hintergrund des gerade im Mittleren Neckarraum tatsächlich jahresdurchschnittlich  -  im Vergleich zu den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands  -  doch eher s c h w ä c h e r e n  Windaufkommens (durch Ist-Windmessungen des Deutschen Wetterdiensts = DWD, anerkannten Meteorologen, übers ganze Land verstreute Wetterstationen bzw. nach Auswertungen der BW-Flugsicherung / Flughäfen u.a. belegt) ist festzuhalten,

·         daß selbst die nach „Herunter-Manipulieren“ von 100 %-Referenz-Windertrag auf nur noch 60 %-Referenz-Windertrag „rechnerisch“ zusätzlich gefundenen Windkraft-Standorte auf Hessigheimer Gemarkung zu  k e i n e m  dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetrieb führen.

Konsequenz eines nur  u n w i r t s c h a f t i c h  zu betreibenden Windkraft-Standorts auf Hessigheimer Gemarkung: Viele  -  voraussichtlich viele der oft der Materie nicht gewachsenen Kleinanleger  -  würden den oft unseriösen Versprechungen der Windkraft-Lobby erliegen und angesichts dauerhaft unwirtschaftlichen Windkraft-Geschäftsbetriebs einen Großteil ihres eingesetzten Kapitals  
v e r l i e r e n
, von Gewinnausschüttungen und Zinserträgen ganz zu schweigen… 

Abschließend auch an dieser Stelle die in der Windkraft-Gemeinde  I n g e r s h e i m  und bundesweit an nahezu allen Windkraft-Standort-Gemeinden  z u  L a s t e n  d e r  B e v ö l k e r u n g  schon eingetretenen bzw. noch eintretenden N a c h t e i l e, von denen Hessigheimer und Ottmarsheimer Bürger im Falle des Windrad-Baus am jetzt von der Gemeindeverwaltung Hessigheim empfohlenen Standort ebenfalls nicht verschont blieben: 


Spargel aus Langenhorn  -  Langenhorn früher und heute

Quelle: www.gegenwind-sh.de

Dem - wenn überhaupt  -  nur  m a r g i n a l e n  Windkraft-Nutzen (wegen relativer unterjähriger Windarmut am lediglich 298 m über Meereshöhe liegenden Ingersheim nur kümmerliches Windstrom-Volumen, das niemals in Ingersheim ankommt, sondern im Strom-Nirwana der bundesdeutschen, ca. 44 Mio Haushalte versinkt bzw. an Strom-Abnehmer ins Ausland verschenkt wird, wenn ein zu hohes Windstrom-Angebot exisitiert) stehen  -   z u  L a s t e n  der am windschwachen Windrad-Standort lebenden Bürger  -  viel zu viele  N a c h t e i l e  gegenüber, wie z.B.

·         Irreparable Verschandelung einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft (Wein-, Obst- und Landwirtschaft) durch künftig bis zu 230 m hohe Wind-Spargel

·         Weitere schwere Beeinträchtigung des ohnehin durch ungezügelte Boden-Versiegelung u.a. bisher schon arg „unter die Räder“ gekommenen Umwelt- und Naturschutzes, insbesondere des Vogel- und Fledermausschutzes (Gefahr für die Artenvielfalt)  

·         Durch frevelhafte Abholzung großflächiger, zig-Jahre alter Wälder für Windparks irreparable Störung des ökologischen Gleichgewichts in der Natur

·         Verlust wertvollen Ackerlands durch weitere Boden-Versiegelung und Umwidmung in windkraft-dominiertes Gewerbegebiet 

·         Wegen dauerhaft negativer, desaströser Betriebsergebnisse keine Erzielung von Gewerbesteuer-Einnahmen für die Standort-Kommunen (Hessigheim) 

·         Spürbare Wertminderung von durchschnittlich 30 % und mehr  -  bis zur Unverkäuflichkeit  -  beim Grundbesitz in der Nähe von Windindustrieanlagen (wie bisher an nahezu allen Windkraft-Standorten), hier Hessigheim und Ottmarsheim betreffend

·         Verdrängung des gerade im ländlichen Raum im Aufschwung befindlichen „sanften Tourismus“

·         verminderte Lebensqualität der im Windkraft-Wirkungskreis bzw. in Sichtweite lebenden Bürger 

·         Erzeugung von Schad-Immissionen  -  insbesondere bei zu geringen Sicherheitsabständen zur Wohnbevölkerung von < 1500 m  -  wie S c h a t t e n s c h l a g, L ä r m  oder  I n f r a s c h a l l im Wirkungskreis von ca. 5 km ab Windrad-Standort, wobei letzterer nach Studien des Robert-Koch-Instituts (Berlin), Forschungs-Ergebnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und aktuellen Aussagen von Medizinern zu nachhaltigen Gesundheitsrisiken führen kann (insbesondere bei Personen mit angegriffener Gesundheit); nicht umsonst fordert die WHO  -  im Interesse der Gesundheit der Bürger  -  Mindest- / Sicherheitsabstände von 2000 m und ebenfalls nicht ohne Grund verlangen neue Gesetze in Großbritannien einen Sicherheitsabstand von Windparks in Höhe des 10-fachen der Gesamt-Höhe, mindestens jedoch 3000 m ! (in Ingersheim wären dies:  Gesamthöhe 179 m x Faktor 10 = 1790 m; tatsächlich: ca. 600 m zum Husarenhof, ca. 400m - 500 m zu Aussiedlerhöfen, ca. 1000 m nach Klein- bzw. Großingersheim)

·         Keine Benachteiligung von Bewohnern von Weilern, Aussiedlerhöfen u.a. durch weitere Auflockerung von Gesetzen und nochmalige Verkürzung auf 400 m - 500 m der in Deutschland bzw. in BW ohnehin viel zu kurzen Sicherheitsabstände von jetzt nur noch 700 m ! Die dort lebenden Bewohner sind gegenüber Bürgern in Städten + Gemeinden keinesfalls Bürger 2. Klasse, denen man nicht derartige Nachteile + Risiken zu Gunsten einiger weniger Windkraft-Profiteure + Grundstücks-Verpächter aufladen kann !



Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



www.gegenwind-husarenhof.de

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Pressemitteilung

L ö c h g a u: Gemeinderat lehnt Windindustrieanlagen auf 
Löchgauer Gemarkung ab

 

I        Vorbemerkungen

(wm / 250612) - Der Löchgauer Gemeinderat hat auf Vorschlag von Bürgermeister Möhrer einstimmig  -  bei einer Enthaltung  -  Windkraft-Industrieanlagen auf Löchgauer Gemarkung abgelehnt.

Löchgau gehört zum Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Besigheim, der neben Besigheim die 6 Weinbau-Gemeinden Freudental, Gemmrigheim, Hessigheim, Löchgau, Mundelsheim und Walheim umfaßt. 

Bei der den Einzelberatungen in den Gemeinderäten der GVV-Gemeinden am 16.5.2012 vorangegangenen GVV-Sitzung und bei den informellen Abstimmungen danach hatte Besigheims Bürgermeister Bühler als GVV-Verbandschef, den Berichten der Lokalpresse zufolge  -  und unter Hervorhebung der Souveränität des Gemeinderats der einzelnen GVV-Gemeinden  -  die Empfehlung abgegeben, auf den Gemarkungen des GVV Besigheim keine zu einer Diskriminierung führende Ungleichbehandlung von Bürgern zuzulassen, die auf Aussiedlerhöfen, landwirtschaftlichen Gehöften, Weilern etc. wohnen.

Hintergrund dieser Empfehlung sind vermutlich die Zustände, die in der Besigheimer Windkraft-Nachbargemeinde Ingersheim herrschen, wo ein tiefer, kaum mehr zu schließender Riss durch die Bürgerschaft geht, nachdem der Ingersheimer Bürgermeister und Gemeinderat in Vorjahren am Bürgerwillen vorbei  - ohne Durchführung einer Bürgerbefragung bzw. eines Bürgerentscheids  -  in für Bürger intransparenten „Hinterzimmer-Entscheidungen“ und unter mehr oder weniger offenem „Beifallklatschen“ von SPD und Grüne für den Bau einer rd. 180 m hohen Windindustrieanlage votiert haben, deren Standort im nur 298 m über NN vergleichsweise windarm gelegenen Ingersheim nicht im von neutralen Sachverständigen des TÜV Süd für ganz Baden-Württemberg erstellten Windatlas empfohlen wurde und der angesichts der vom Windkraft-Betrieb zweifelsfrei verursachten und im Radius von ca. 5 Km sich negativ auswirkenden Schad-Emissionen viel zu nah am Lerchenhof (ca. 450 m entfernt), Husarenhof (ca. 600 m entfernt) und Ingersheim (ca. 1000 m entfernt) liegt.

Der in Ingersheim sich offen artikulierende Protest aus der Bürgerschaft wird immer größer, nachdem den Bürgern ab Inbetriebnahme im April 2012 immer stärker bewußt wird, daß für die Ingersheimer Bevölkerung durch den Windkraft-Betrieb keinerlei Vorteile  -  aufgrund des Verlust-Betriebs noch nicht einmal Gewerbesteuer-Einnahmen  -  sondern viel zu viele, die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde und des einzelnen Bürgers einschränkende Nachteile entstehen.

Am 9.5.2012 hat der baden-württembergische Landtag mit grün-roter Mehrheit gegen die Stimmen von CDU und FDP die Änderung der Landesplanungsgesetze beschlossen.

Zur Umsetzung der in den Parteiprogrammen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und von SPD enthaltenen Ziele zur massiven Forcierung des flächendeckenden Windkraft-Ausbaus auch im gegenüber den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands vergleichsweise windarmen und daher für wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb eher ungeeigneten Baden-Württemberg rücken die Windkraft-Standorte nun durch Reduzierung von Mindest- / Sicherheitsabständen noch näher als bisher an die Bürger heran.

So sind als Mindest- / Sicherheitsabstand bei „normalen“ Wohngebieten nur noch 700 m vorgesehen, während für Bürger auf Aussiedlerhöfen, landwirtschaftlichen Gehöften, Weilern bzw. in Mischgebieten ein demgegenüber nochmals reduzierter Mindest- / Sicherheitsabstand von nur noch 300 m - 500 m gelten soll.

Diese von „grün-rot“ zur Realisierung politischer Zielvorgaben bewußt herbeigeführte Zweiteilung von Bürgern  -  je nachdem, wo sie wohnen  -  führt für die außerhalb von „normalen“ Wohngebieten auf Aussiedlerhöfen etc. lebenden Bürger zu einer Ungleichbehandlung / Schlechterstellung / Diskriminierung, denn aufgrund des noch einmal reduzierten Sicherheitsabstands zu den künftig bis zu 230 m hoch werdenden Windindustrieanlagen sind diese Bürger noch stärker als bisher den vom Windkraft-Betrieb ausgehenden Schad-Emissionen ausgesetzt, von der Einschränkung ihrer Lebensqualität ganz zu schweigen.           

 

II       L ö c h g a u: Chance genutzt  -  Windkraft-Nein richtig

Kein Windkraft-Unfug auf Löchgauer Gemarkung


„Bürgermeister und Gemeinderat sind keine Idioten“: In Anlehnung an den legendären, bereits zu Kultstatus gelangten Ausspruch von Ex-Bayern-Trainer Trappatoni ist festzuhalten, daß nach NEB-Berichten Gemeinderat sowie CDU, FWV und wohl auch die anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien sich im Mai/Juni in mehreren Arbeitssitzungen intensiv über Details zu Windkraft-Standorten auf Löchgauer Gemarkung informiert haben.

Die bei einer Enthaltung einstimmig beschlossene  -  wie zuvor schon in Freudental und Erligheim  -  Ablehnung von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen bedeutet, daß Löchgauer Bürger  -  im Gegensatz z. B. zur Ingersheimer Bevölkerung  -  unzweifelhaft vom Windkraft-Betrieb ausgehenden und im Wirkungskreis von bis zu ca. 5 Km sich zum Nachteil der Bürger niederschlagenden Schad-Emissionen wie Lärm (Husarenhof-Bewohner können vor allem nachts „ein Lied davon singen“), Schattenschlag (Ingersheimer Bürger und Bewohner der Ingersheimer Aussiedlerhöfe können ebenfalls „ein Lied davon singen“) oder vom nach Forschungen des Berliner Robert-Koch-Instituts und nach Ansicht von Umwelt-Medizinern möglicherweise zu Gesundheitsrisiken führenden Infraschall u.a. verschont bleiben. Nicht ohne Grund empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Sicherheitsabstände von 2000 m und in Großbritannien verlangen die Gesetze einen Mindestabstand von 3000 m, mindestens jedoch das 10-fache der Windrad-Gesamthöhe.

Durch die weise und die Zukunftsfähigkeit Löchgaus berücksichtigende Entscheidung bleiben den Löchgauer Grundbesitzern gravierende, durchschnittlich 30 % betragende und im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit gehende Wertminderungen der Verkehrswerte von Häusern, Grund und Boden („Stückle“) erspart („kalte Enteignung“), die nach Berichten von Haus- und Grundbesitzervereinen, Bausparkassenvertretern, Immobilienmaklern u.a. bundesweit quasi „über Nacht“ überall dort eintreten, wo Windindustrieanlagen/Windparks in Sichtweite gebaut werden. Von den negativen Auswirkungen von Windkraft-Bauten auf Natur und Umwelt  -  vor allem den Vogelschutz betreffend  -  ganz zu schweigen… Last but not least bleibt der in der Natur Erholung suchenden Bevölkerung eine irreparable Verschandelung und visuelle Zerstörung Jahrhunderte alter, durch Landwirtschaft, Wein- und Obstanbau charakterisierter Kulturlandschaften durch  -  vor allem im windschwachen Binnenland  -  im Zuge des technischen Fortschritts immer höher werdende Windspargel erspart.

Ob der NEB-Redakteurin bei Abfassung ihres Kommentars bekannt war, daß das jahresdurchschnittliche Windaufkommen  -  = Haupt-Einflußgröße für dauerhaft wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb  -  nach allen seriösen Mehrjahres-Statistiken des Deutschen Wetterdiensts (DWD) etc. in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands aufgrund topografischer Bedingungen um ca. 2 - 3 Mal höher ist als im vergleichsweise windschwachen und daher für wirtschaftlichen Windkraft-Betrieb völlig ungeeigneten Landkreis Ludwigsburg, wo oft wochenlang Windflaute herrscht und allzuoft nur „ein laues Lüftchen“ weht ? Und: Schon jedes Kind weiß, daß Ananaszucht in Alaska mangels geeigneter Standort- und Produktionsbedingungen  -  wirtschaftlich gesehen  -  Unfug ist.

Hätte die NEB-Redakteurin recherchiert, wäre sie mit Sicherheit auf den größten, aus 14 bis zu 140 m hohen Windmühlen bestehenden Windpark Baden-Württembergs im rd. 800 m - 900 m über Meereshöhe vermeintlich windstark  -  auf den Höhenrücken des Nord-Schwarzwalds  -  liegenden Simmersfeld (Nähe Freudenstadt) gestoßen, der bei der Eröffnung 2006/2007 von Landes- und Kommunalpolitik, Windkraft-Lobby und unkritischer Presse zum „Leuchtturm-Projekt“ für ganz Baden-Württemberg hochstilisiert wurde.

Die Realität: Bis heute schreibt der baden-württembergische Vorzeige-Windpark Jahr für Jahr blamable „tiefrote“, jährlich größer werdende Betriebsverluste, meilenweit von den vollmundigen und viel zu optimistischen Prognosen der Windkraft-Lobby abweichend und das Kapital der Anleger schmilzt jedes Jahr weiter zusammen, auf einen Totalverlust des Kapitals zusteuernd, von Gewinnausschüttungen bzw. Zinserträgen ganz zu schweigen… 

All dies mag in Löchgau nur am Rande eine Rolle gespielt haben: „KO“-Kriterium für die Windkraft-Ablehnung war die von der grün-roten BW-Landesregierung zur Umsetzung politischer Zielvorgaben bewußt vorgenommene Schlechterstellung von auf Aussiedlerhöfen etc. wohnenden Bürgern („= Bürger 2. Klasse“), für die seit 9.5.2012 mit lediglich 300 m - 500 m weit geringere Sicherheitsabstände gelten als für die „normale“ Wohnbevölkerung, wo der Sicherheitsabstand zur Windindustrieanlage mindestens 700 m betragen soll. Dem Löchgauer Bürgermeister und Gemeinderat ist es hoch anzurechnen, daß sie diese zur Diskriminierung von auf Aussiedlerhöfen, Weilern,  etc. führende Ungleichbehandlung von Bürgern auf Löchgauer Gemarkung nicht zugelassen und Windkraft-Standorte daher abgelehnt haben.

Wenn schon von den beiden Landtagsabgeordneten Daniel Renkonen (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Thomas Reusch-Frey (SPD) bezüglich dieser Diskriminierung bisher in der Öffentlichkeit kein Wort des Bedauerns zu vernehmen war, hätte man spätestens bei diesem Punkt erwarten können, daß eine sachlich, neutral und objektiv recherchierende NEB-Redakteurin diese Ungleichbehandlung aufgreift… Als langjähriger NEB-Leser bleibt nur die Feststellung übrig: …Das waren noch Zeiten, als im NEB unter dem Synonym „uhu“ „mit spitzer Feder“ recherchierte Beiträge erschienen, Mißstände anprangernd und  -  nicht jedem Zeitgeist folgend  -  „auf den Punkt bringend…“.

 

Walter Müller / Pressewart „Gegenwind Husarenhof“   


 zum NEB-Bericht über die Windrad-Ablehnung des Löchgauer Gemeinderats 

 zum Kommentar der NEB-Redakteurin Christina Kehl 



www.gegenwind-husarenhof.de

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                                           R e s o l u t i o n                                                                 der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zu den                         G e m e i n d e r a t s s i t z u n g e n  in
B e s i g h e i m am 22.5.2012

B ö n n i g h e i m am 25.5.2012

E r l i g h e i m  am 12.6.2012

F r e u d e n t a l am 16.5.2012

G e m m r i g h e i m am 14.5.2012

H e s s i g h e i m 28.6.2012 (= voraussichtlicher Termin)

K i r c h h e i m am 24.5.2012

L ö c h g a u am 12.6.2012

M u n d e l s h e i m (Terminierung noch offen)

W a l h e i m am 13.6.2012


über die anstehenden Erst- und Folgeberatungen zum Tagesordnungspunkt:

Standorte für Windkraftanlagen auf den Gemarkungen der genannten Gemeinden  -  Teilfortschreibung Windkraft betreffend  -  

   Beratung der Standort-Gutachten zur Identifizierung von Windkraft-Standorten auf Gemarkung der Gemeinden  

P r e s s e m i t t e i l u n g

(wm / 050612) - Die BI „Gegenwind Husarenhof“ veröffentlicht aus oben genanntem Anlaß nachfolgende Resolution, die in abgewandelter Form bereits bei der Beratung des Besigheimer Gemeinderats am 22.5.2012 als hand-out verteilt und in unsere Homepage eingestellt wurde. Die wesentlichen Punkte wurden bei der am 22.5.2012 in Besigheim abgehaltenen Gemeinderatssitzung in der zuvor absolvierten Bürgerfragestunde vorgetragen, sind in unserer homepage ersichtlich und waren Bestandteil der unter TOP 3 im Besigheimer Gemeinderat erfolgten öffentlichen Diskussion.

Vor dem Hintergrund der jetzt in einzelnen Gemeinden beginnenden Beratungen zu möglichen Windkraft-Standorten auf Gemeinde-Gemarkungen und Im Hinblick auf die in letzter Zeit verstärkt bei uns eingegangenen Anfragen nach Informationen und Unterstützung besorgter, die Windkraft-Nachteile kennenden Bürger aus dem Kreisgebiet  -  insbesondere auch aus den  oben genannten Gemeinden  -  haben wir uns kurzfristig entschlossen, eine weitere, auf die Belange der genannten Gemeinden zugeschnittene Fassung dieser Resolution zu entwerfen, die wir hiermit ebenfalls in unsere Homepage einstellen.

Diesbezüglich werden wir die Gemeindeverwaltungen sowie die via Mail bzw. über Telefon erreichbaren Gemeinderats-Mitglieder und die Presse informieren.


I           Vorbemerkungen

Unsere Bürgerinitiative respektiert den Handlungsdruck, der auf die Gemeinden im Zuge der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende bzw. aufgrund der am 9.5.2012 im Landtag von Baden-Württemberg mit Mehrheit von „grün-rot“ beschlossenen Änderungen der Landesplanungsgesetze zukommt.

Wir akzeptieren grundsätzlich die auf Basis der Standortfindungs-Gutachten und auf Basis der in den Landesplanungsgesetzen enthaltenen Vorgaben von den Gemeinden gewählte Vorgehensweise  -  auch soweit in den öffentlichen Vor-Beratungen der Gemeindeverwaltungsverbände (GVV) Besigheim bzw. Bönnigheim ausführlich dargestellt  -  und begrüßen ausdrücklich die in den jeweiligen (öffentlich einsehbaren) Gemeinderats-Beschlußvorlagen enthaltenen Beschluß-Empfehlungen.

In die Beschluß-Empfehlungen dürften auch die Zielsetzungen einzelner Gemeinden eingeflossen sein, das zweifellos jeweils vor Ort bestehende große Potential zu „heben“, das sich Weinbau-Gemeinden an Neckar und  Enz und am Fuße bzw. Eingang zum Naturpark Stromberg / Heuchelberg / Zabergäu sowie
sowie in der Nähe von Landschafts- und Naturschutzgebieten erschließt. Hieraus ergeben sich einzelne Restriktionen bzgl. der Standortfindung.  


II         Empfehlungen und Ergänzungen unserer Bürgerinitiative 


Wir bitten, bei den nachfolgenden Beratungen und bei endgültiger Beschlußfassung zur Teilfortschreibung „Windkraft“ nachfolgend genannte Punkte zu berücksichtigen.


a)        Vergrößerung der Mindest-Abstände  -  Keine Benachteiligung bzw. Schlechterstellung von in landwirtschaftlichen Gehöften, Weilern, Aussiedlerhöfen u.a. lebenden Bürgern (keine Abqualifizierung in Bürger 2. Klasse)

Die Windkraft-Standort-Gutachten definieren in Anlehnung an politische Vorgaben Windkraft-Standorte, die

·         in 700 m Mindest-Abstand zu Wohngebieten und

·          mit noch geringeren Abständen (nur 300 m - 500 m) zu Mischgebieten, landwirtschaftlichen Gehöften (wie z.B. der Husarenhof)

gekennzeichnet sind.

Im Hinblick darauf, daß es sich hier um  -  gemäß in den geänderten Landesplanungsgesetzen enthaltene  -  M i n d e s t-Abstände handelt, bitten wir um Erhöhung dieser Mindest-Abstände auf  
e i n h e i t l i c h  m i n d e s t e n s  1200 m  -  o h n e  Unterschied, ob es sich um reine Wohngebiete oder landwirtschaftliche Gehöfte, Weiler etc. handelt.

Die mit Mehrheit von „grün / rot“ im baden-württembergischen Landtag beschlossene Änderung der Landesplanungsgesetze und die dort enthaltene  U n t e r s c h r e i t u n g  des Mindest-Abstands von 700 m bei Mischgebieten, Weilern, landwirtschaftlichen Gehöften u.a. stellt eine  V e r s c h l e c h t e r u n g  der  L e b e n s q u a l i t ä t  der dort lebenden Bürger dar, weil bei einem nochmals reduzierten Mindest-Abstand auf dann nur noch ca. 300 m - 500 m sich die Lebensqualität der im Wirkungskreis der Windindustrieanlage (Radius ca. 5 Km ab Windrad-Standort) lebenden Bürger weiter vermindert, je geringer der Abstand zur Windkraftanlage ist, wie nachfolgend genannte Indikatoren verdeutlichen.

In diesem Zusammenhang sei erinnert an die vom Ingersheimer Windkraft-Betrieb schon jetzt  -  d.h. bereits nach wenigen Tagen ab Inbetriebnahme  -  ausgehenden, objektiv wahrnehmbaren Schad-Immissionen, wie z.B.

·          L ä r m b e l ä s t i g u n g e n; diese werden schon jetzt  -  je nach Windrichtung  -  von nahezu allen Bürgern des Husarenhofs (ca. 600 m Entfernung), des Lerchenhofs (ca. 450 m Entfernung) u.a. und in einzelnen Wohngebieten in Groß- und Kleiningersheim (ca. 1000 m 1500 m entfernt)
-  vor allem nachts  -  wahrgenommen

 ·          S c h a t t e n s c h l a g; je nach Stand und Lauf der Sonne sind die Bürger des Husarenhofs, Lerchenhofs u.a. sowie die Bürger insbesondere von Kleiningersheim (ca. 1000 m - 1500 m entfernt; nach den uns von dort zugetragenen Wahrnehmungen) durch Schattenschlag betroffen sowie

 ·          I n f r a s c h a l l; selbst von den Windkraft-Befürwortern wird nicht mehr bestritten, daß vom Windkraft-Betrieb Infraschall verursacht wird (Wirkungskreis der WKA: RAdius ca. 5 kmab WKA-Standort). Dieser kann möglicherweise   -  nach neuesten medizinischen Erkenntnissen und gemäß Forschungsergebnissen des Robert-Koch-Instituts (Berlin) u.a.  -  zu Gesundheitsrisiken (Langzeit-Wirkungen) führen. 

Eine Zweiteilung der Bürger  -  d.h. eine Schlechterstellung eines Teils davon (die außerhalb von „normalen“ Wohngebieten in Weilern, Mischgebieten, landwirtschaftlichen Gehöften, Aussiedlerhöfen etc. mit noch kürzerem Abstand zum Windrad leben)  -  ist nicht gerechtfertigt.

Nach den bisher vor allem in den „klassischen“ Windkraft-Bundesländern im Norden und Osten Deutschlands vorliegenden Erfahrungen  s i n k e n  die Verkehrswerte / Beleihungswerte von  I m m o b i l i e n  durchschnittlich um ca. 30 %, im Einzelfall bis zur Unverkäuflichkeit, nachdem in der Nähe bzw. in Sichtweite Windindustrieanlagen gebaut wurden, deren  W i r k u n g s k r e i s  einen Radius von ca. bis zu 5 Km umfaßt.

Abgesehen von den oben genannten Nachteilen würde auf die dort wohnenden Grundstücks-Eigentümer wegen der sich infolge Windkraft-Bau ergebenden Wertverluste beim Grund und Boden eine  w e i t e r e   -  noch  s t ä r k e r  sich niederschlagende  -  Benachteiligung hinzukommen, weil sich die Verkehrswerte ihrer Grundstücke, Häuser, Wohnungen etc. wegen des mit  l e d i g l i c h  300 m - 500 m extrem niedrigen Abstands zur Windindustrieanlage noch einmal stärker vermindern als die  e b e n f a l l s  sinkenden Verkehrswerte von Immobilien, die zwar ebenfalls im Wirkungskreis der Windindustrieanlage, aber außerhalb der für Mischgebiete, landwirtschaftliche Gehöfte, Aussiedlerhöfe u.a. geltenden Entfernung von 300 m - 500 m liegen. 

Derartige, vom Mindestabstand zum Schutz der eigenen Bevölkerung abweichende größere Mindest-Entfernungen wurden in letzter Zeit von mehreren Gemeinden durch Gemeinderats-Beschlüsse in ihren Flächennutzungsplänen festgelegt.

Dabei sollten auch internationale Bestimmungen berücksichtigt werden, so z.B. die Empfehlung der Weltgesundheitsorgansisation (WHO), die ihren Mitgliedsländern einen Mindestabstand von 2000 m empfiehlt, oder die Gesetzes-Regelung in Großbritannien, die einen Mindestabstand von 3000 m  -  mindestens jedoch das 10-fache der Gesamthöhe  -  vorsieht (bei der WKA Ingersheim wären dies 
1790 m).

Hintergrund dieser Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen sind die  -  auch in anderen Ländern  -  von WKA‘s unbestritten ausgehende Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall u.a., wobei besonders auf die in der Bevölkerung Ingersheims (vgl. Wortmeldungen betroffener Ingersheimer Bürger bei der Ingersheimer GR-Sitzung am 24.4.2012) und auf dem Husarenhof vor allem nachts jetzt schon  -  d.h. noch nicht einmal bei Volllast-Betrieb  -  festzustellenden Lärm-Immissionen hinzuweisen ist. Diesbezüglich hat die Lokalpresse bereits berichtet.

Bisher gab es in Baden-Württemberg noch keine Erfahrungswerte mit Windkraftanlagen der 2. Generation, die 180 m hoch sind. Die WKA in Ingersheim mit rd. 180 m Gesamthöhe ist die erste Windindustrieanlage der 2. Generation im Großraum Stuttgart bzw. in Baden-Württemberg. Auf die jetzt schon nach Inbetriebnahme ab Anfang April 2012 bekannten Erfahrungen hinsichtlich Schad-Immissionen wie Lärm, Schattenschlag, Infraschall o.ä. kann man sich bei den jetzt im Gemeinderat anstehenden Windkraft-Beratungen stützen.   


b)        Einführung einer Höhen-Begrenzung auf 100 m

Das Standort-Gutachten und die Stellungnahmen der Gemeindeverwaltungen sehen bis jetzt keine Höhenbegrenzung vor.

Vor dem Hintergrund der eingangs erwähnten Zielsetzung (Stichwort: Weiterentwicklung des Tourismus-Konzepte, „sanfter Tourismus“ u.a.) und der jetzt schon objektiv wahrnehmbaren  -  von der Ingersheimer Windkraftanlage verursachten  -  Schad-Immissionen erscheint die Einführung einer  H ö h e n b e g r e n z u n g  bei künftigen, auf Gemarkung der einzelnen Gemeinden geplanten Windindustrieanlagen auf  m a x i m a l  100 m dringend erforderlich.

Zur Begründung ist festzuhalten, daß die vom Windkraft-Betrieb verursachten Schad-Immissionen umso geringer sind, je niedriger die Anlage bzw. je kleiner der Wirkungskreis einer Windindustrieanlage ist.

Des weiteren handelt es sich im Falle der genannten Gemeinden im wesentlichen um im historischen Ortskern durch Fachwerkhäuser, mittelalterliche und teilweise unter Denkmalschutz stehende Anlagen u.a. geprägte Orte mit Tourismus-exponiertem Standort entlang von Neckar und Enz bzw. an deren Zusammenfluß, am Naturpark Stromberg   -  inmitten von terrassierten Steillagen-Weinbergen, Wald u.a.  -  die sich als schon Jahrhunderte bestehende Kulturlandschaften vor allem im Hinblick auf den weiteren Ausbau des „sanften Tourismus“ zunehmend einer immer stärker wahrnehmbaren Aufmerksamkeit in Baden-Württemberg und darüber hinaus erfreuen. Weitere, zu Gunsten der Wertschöpfung in den einzelnen Orten überdurchschnittlich stark zunehmende Besucher- und Übernachtungszahlen in der Region u.a. sind Indikatoren hierfür.

In und um die Gemeinden herum gibt es aus Sicht von touristisch noch zu erschließendem Potential vielfach einzigartige und äußerst landschaftssensible Aussichts-Standorte, wie z.B. den erst kürzlich vom württembergischen Weinbau-Verband prämierten „schönsten Ausblick“ auf die Besigheimer Steillagen-Weinberge von der Walheimer Himmelsleiter aus u.a. Die weitere Forcierung des touristisch noch zu „hebenden“ Potentials rund um die Bereiche „Wein“, „Neckar und Enz“, „Naturpark Stromberg“ u.a. dürfte zu einer weiteren Steigerung der jetzt eingeleiteten positiven Entwicklung führen.

Teilweise ist der Ausblick von den vorhandenen landschaftssensiblen Stellen aus im Bereich der GVV Besigheim und Bönnigheim bereits jetzt durch die Ingersheimer Windkraftanlage visuell verschandelt. Davon kann sich jedermann durch Begehung dieser landschaftssensiblen Aussichtsorte (z.B. Mundelsheimer Neckarschleife / Käsberg, Hessigheimer Felsengärten, Besigheim: Panoramaweg / Niedernberg, Schochenturm, Waldhornturm, Walheimer „Himmelsleiter“, Wein- und Obstbauanlagen in Erligheim und Bönnigheim Richtung Stromberg / Cleebronn, Freudental / Birkenwald u.a., um nur einige zu nennen) selbst überzeugen.

 Künftig in unbegrenzter Höhe zu bauende, zwischen 180 m - 230 m hohe oder noch höhere 
Windindustrieanlagen der 2. und 3. Generation an landschaftssensiblen Standorten auf Gemarkung der GVV Besigheim oder Bönnigheim würden die jetzt eingeleiteten, zu einem Aufschwung des sanften Tourismus führenden Maßnahmen konterkarieren.

Zum Beweis empfehlen wir, einmal die genannten Orte bzw. Aussichts-Stellen aufzusuchen.

Dort wird jedermann sehen, welche visuell landschaftszerstörende Auswirkungen schon jetzt vom erst kürzlich in Betrieb genommenen und weit über die Kreisgrenzen hinaus  sichtbaren Ingersheimer Windrad ausgehen. Würden weitere Windkraftanlagen mit unbegrenzter Höhe auf Gemarkung der GVV Besigheim und Bönnigheim  gebaut, nähme der Grad der jetzt schon durch die Ingersheimer Windindustrieanlage realisierten visuellen Landschaftsverschandelung noch weiter zu, mit allen nachteiligen Konsequenzen für den wie „ein zartes Pflänzchen“ in den genannten Orten aufkeimenden „sanften Tourismus“… 


c)         Keine Windindustrieanlagen im Wald  -  Aufrechterhaltung der Tabuzone „Wald“

Bisher bestanden hinsichtlich der Errichtung von WKA’s vor allem zum  S c h u t z  von Natur und Umwelt  -  aber auch zur Naherholung der Bevölkerung  -  T a b u z o n e n  im Wald, Naherholungs- und Landschaftsschutzgebieten u.a.

Nach Berechnungen der Gemeindeverwaltung Ingersheim und anderen Erhebungen muß bei einer im Wald zu errichtenden WKA (Infrastrukturmaßnahmen wie Wege, Zu- und Ableitungen, Zugang für Brandschutzmaßnahmen u.a.) von einer Fläche von 0,7 ha - 1 ha ausgegangen werden, an welcher die Rodung „zig Jahre“ alter Bäume erfolgen müßte. Was dies für die Natur  -  insbesondere für die Tier- und 
Vogelwelt bedeuten würde, abgesehen von den durch WKA’s dauerhaft verursachten Lärm-Immissionen
 -  braucht eigentlich nicht mehr gesondert dargestellt zu werden.

Darüber hinaus würden kostenintensive, an anderen Stellen durchzuführende Ausgleichsmaßnahmen anfallen.

Der Jagd-Verband hat erst kürzlich eine äußerst kritische Stellungnahme zur geplanten Freigabe des Walds für den Bau von Windindustrieanlagen abgegeben.

Der Wald  a b s o r b i e r t  einen nicht unerheblichen Teil der von Wirtschaft und Bürger trotz Technik-Fortschritte jährlich verursachten CO2-Schadstoff-Immissionen, die als eine von mehreren Ursachen für die weltweite  K l i m a-Erwärmung angesehen werden. Eine großflächige Abholzung qkm-großer Waldflächen würde die internationalen und nationalen Klimaschutzziele unterlaufen und würde zu einer nachhaltigen, irreparablen Störung des ökologischen Gleichgewichts in Natur und Umwelt führen.

Abgesehen davon kann man unserer Ansicht nach nicht ruhigen Gewissens  -  fernab der „eigenen Haustür“  -  gegen klimaschädliche Abholzungen des Regenwalds eintreten, um dann  -  vor der „eigenen Haustür“  -   für eine Abholzung der eigenen Wälder zu Gunsten von künftig bis zu 230 m hohen Windindustrieanlagen einzutreten.

Im übrigen ist der Landkreis Ludwigsburg nach den verfügbaren Statistiken der waldärmste Landkreis in Baden-Württemberg. Allein schon deshalb und um zu vermeiden, daß Natur und Umwelt noch weiter 
„unter die Räder kommen“, sollte von ohnehin relativ windarmen  -  und daher nur unwirtschaftlich zu betreibenden  -  Windkraft-Standorten im Wald auf Gemarkung der GVV Besigheim oder Bönnigheim abgesehen werden.


III        Zusammenfassung

Der noch von der CDU / FDP geführten Vorgänger-Regierung in Auftrag gegebene Windatlas für  g a n z  
Baden-Württemberg empfiehlt  -  zur Verhinderung einer flächendeckenden Landschaftsverschandelung durch Windkraft-Spargel  -  die  K o n z e n t r a t i o n  von Windkraft-Standorten

·         auf den Höhenrücken des Südschwarzwalds (ca. 700 m - 900 m über Meeresspiegel)

·         auf den Höhenrücken des Nordschwarzwalds (ca. 700 m - 900 m über Meeresspiegel)

·         auf der Schwäbischen Alb (ca. 600 m - 900 m über Meeresspiegel) und

·         auf der Hohenloher Ebene

weil dort  -  und  n u r  dort  -  nach den insoweit eindeutigen, repräsentativ über alle 4 Jahreszeiten durch objektiv urteilende, neutrale Sachverständige des TÜV Süd durchgeführten Windmess-Ergebnissen die für die Durchführung eines dauerhaft  w i r t s c h a f t l i c h e n  Windkraft-Betriebs notwendige  
j a h r e s d u r c h s c h n i t t l i c h e  W i n d g e s c h w i n d i g k e i t
 von  

 m i n d e s t e n s  ca. 5,8 m je Sek - 6,1 m je Sek

(= Überschreiten der Wirtschaftlichkeitsgrenze) erreicht wird.

Dieses Wirtschaftlichkeitskriterium liegt bei  a l l e n  untersuchten Standorten im Landkreis Ludwigsburg und in den angrenzenden Nachbarkreisen  -  d.h. im gesamten Großraum Stuttgart  -  n i c h t  vor.

Es liegt ebenfalls n i c h t  am nur 298 m über Meereshöhe liegenden Ingersheimer Windkraft-Standort vor, dessen Betrieb  -  nach den eigenen Bekundungen der Ingersheimer Gemeindeverwaltung  -  keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen zu Gunsten von Ingersheim abwirft.

Standorte, bei denen dieses Wirtschaftlichkeitskriterium  n i c h t  vorliegt und bei denen es trotzdem  -  wie in Ingersheim  -  zu einem Windkraft-Bau kommt, stellen von Anfang an eine millionenschwere Fehl-Investition (dauerhafter Verlust-Betrieb) dar, bei der

·          die Kapitalanleger mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen Großteil ihres eingesetzten Kapitals verlieren und keinerlei Kapital-Verzinsung oder Gewinnausschüttungen erzielen

·          die im Wirkungskreis lebenden Bürger viel zu viele Nachteile zu tragen haben (vgl. oben)

·          und die Standort-Gemeinde  -  neben der Realisierung vieler Nachteile  -  keinerlei Gewerbesteuer-Einnahmen erzielen wird   

Wir bitten daher, aus diesen Gründen auf den Ausweis von für die Windstrom-Erzeugung völlig ungeeigneten Standorten auf Gemeindemarkung zu verzichten bzw.  -  im Fall des Ausweises  -  zum Schutz der Bürger und der Natur und im Interesse einer gedeihlichen Fortentwicklung der Zukunftsfähigkeit der Gemeinde  -  die von uns unter Punkt II vorgebrachten Einwendungen bei der abschließenden Beratung zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans  -  Teilfortschreibung Windkraft Gemarkungen GVV  Besigheim und Bönnigheim betreffend  -  zu berücksichtigen.

  

Besigheim, im Mai / Juni 2012

 

Peter Hitzker (Vorstand BI)                         Sylvia Fellmeth (stv Vorstand BI)

Thomas Schöller (webmaster)

 Walter Müller (Pressewart „Gegenwind Husarenhof“, v.i.S.d.P.)

 

www.gegenwind-husarenhof.de

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Resolution der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zur Sitzung des Gemeinderats Besigheim am 22.5.2012 über die Beratung zum TOP 3:

Standorte für Windkraftanlagen auf der Gemarkung Besigheim Teilfortschreibung Windkraft   -   Beratung des KMB-Gutachtens


 Pressemitteilung

(wm / 170512) - Die BI „Gegenwind Husarenhof“ veröffentlicht aus oben genanntem Anlaß nachfolgende Resolution, die mit einem gegenüber der Fassung vom 22.5.2012 leicht überarbeiteten Wortlaut in unsere Homepage eingestellt wird. Ein hand-out der Resolution wurde vor Beginn der Sitzung an Bürgermeister Bühler und an die 18 Gemeinderäte sowie an die Vertreter der Lokalpresse verteilt. Die wesentlichen Punkte wurden bei der am 22.5.2012 abgehaltenen Gemeinderatssitzung in der zuvor absolvierten Bürgerfragestunde vorgetragen und waren Bestandteil der unter TOP 3 im Gemeinderat erfolgten öffentlichen Diskussion.

I           Vorbemerkungen

Die BI erkennt die auf Basis des am 16.4.2012 im Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Besigheim vorgestellten KMB-Gutachtens von der Stadtverwaltung Besigheim gewählte, auf Vorgaben der grün-roten Landesregierung zustande gekommene Vorgehensweise grundsätzlich an und begrüßt die Empfehlungen hinsichtlich des gemäß GR-Beratungsunterlagen eher restriktiven Ausweises potentieller Windkraft-Standorte auf Besigheimer Gemarkung, die die Stadtverwaltung wohl auch im Hinblick auf die weitere touristische Entwicklung Besigheims als Erholungsort, Weinort (Deutschlands schönster Weinort) u.a. und die in diesem Zusammenhang eingeleitete Entwicklung abgegeben hat.
  

II         Empfehlungen und Ergänzungen unserer BI  

Wir bitten, bei den nachfolgenden Beratungen und bei endgültiger Beschlußfassung um Berücksichtigung nachfolgend genannter Sachverhalte.
  

a)        Vergrößerung Mindest-Abstände  -  Keine Benachteiligung von in landwirtschaftlichen Gehöften, Weilern, Aussiedlerhöfen u.a. lebenden Bürgern

Das KMB-Gutachten definiert Windkraft-Standorte, die in 700 m Mindest-Abstand zu Wohngebieten und mit noch geringeren Abständen zu Mischgebieten, landwirtschaftlichen Gehöften (wie z.B. der Husarenhof) gekennzeichnet sind.

Im Hinblick darauf, daß es sich hier um  -  gemäß in den geänderten Landesplanungsgesetzen enthaltene  -  M i n d e s t-Abstände handelt, bitten wir um Erhöhung dieser Mindest-Abstände auf  
e i n h e i t l i c h  m i n d e s t e n s  1200 m  -  o h n e  Unterschied, ob es sich um reine Wohngebiete oder landwirtschaftliche Gehöfte, Weiler etc. handelt.

Die mit Mehrheit von „grün / rot“ im BW-Landtag beschlossene Änderung der Landesplanungsgesetze und die dort enthaltene  U n t e r s c h r e i t u n g  des Mindest-Abstands von 700 m bei Mischgebieten, Weilern, landwirtschaftlichen Gehöften u.a. stellt eine  V e r s c h l e c h t e r u n g  der  L e b e n s q u a l i t ä t  der dort lebenden Bürger dar, weil bei einem nochmals reduzierten Mindest-Abstand auf dann nur noch ca. 300 m - 400 m sich die Lebensqualität der im Wirkungskreis der Windindustrieanlage (Radius ca. 5 Km ab Windrad-Standort) lebenden Bürger weiter vermindert, je geringer der Abstand zur Windkraftanlage ist, wie nachfolgend genannte Indikatoren verdeutlichen.

In diesem Zusammenhang sei erinnert an die vom Ingersheimer Windkraft-Betrieb schon jetzt  -  d.h. bereits nach wenigen Tagen ab Inbetriebnahme  -  ausgehenden, objektiv wahrnehmbaren Schad-Immissionen, wie z.B.

·          L ä r m b e l ä s t i g u n g e n; diese werden schon jetzt  -  je nach Windrichtung  -  von nahezu allen Bürgern des Husarenhofs (ca. 600 m Entfernung), des Lerchenhofs (ca. 450 m Entfernung) u.a. und in einzelnen Wohngebieten in Groß- und Kleiningersheim  -  vor allem nachts  -  wahrgenommen

·          S c h a t t e n s c h l a g; je nach Stand und Lauf der Sonne sind die Bürger des Husarenhofs, Lerchenhofs u.a. sowie die Bürger insbesondere von Kleiningersheim (nach den uns von dort zugetragenen Wahrnehmungen) durch Schattenschlag betroffen sowie

·          I n f r a s c h a l l; selbst von den Windkraft-Befürwortern wird nicht mehr bestritten, daß vom Windkraft-Betrieb Infraschall verursacht wird. Dieser kann  -  nach neuesten medizinischen Erkenntnissen und gemäß Forschungsergebnissen des Robert-Koch-Instituts (Berlin) u.a.  -  zu Gesundheitsrisiken (Langzeit-Wirkungen) führen.  

Eine Zweiteilung der Bürger  -  d.h. eine Schlechterstellung eines Teils davon  -  ist nicht gerechtfertigt.

Derartige, vom Mindestabstand zum Schutz der eigenen Bevölkerung abweichende größere Mindest-Entfernungen wurden in letzter Zeit von mehreren Gemeinden durch Gemeinderats-Beschlüsse in ihren Flächennutzungsplänen festgelegt.

Dabei sollten auch internationale Bestimmungen berücksichtigt werden, so z.B. die Empfehlung der Weltgesundheitsorgansisation (WHO), die ihren Mitgliedsländern einen Mindestabstand von 2000 m empfiehlt, oder die Gesetzes-Regelung in Großbritannien, die einen Mindestabstand von 3000 m  -  mindestens jedoch das 10-fache der Gesamthöhe  -  vorsieht (bei der WKA Ingersheim wären dies 
1790 m).

Hintergrund dieser Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen sind die  -  auch in anderen Ländern  -  von WKA‘s unbestritten ausgehende Schad-Immissionen wie Lärm, Infraschall u.a., wobei besonders auf die in der Bevölkerung Ingersheims (vgl. Wortmeldungen betroffener Ingersheimer Bürger bei der Ingersheimer GR-Sitzung am 24.4.2012) und auf dem Husarenhof vor allem nachts jetzt schon  -  d.h. noch nicht einmal bei Volllast-Betrieb  -  festzustellenden Lärm-Immissionen hinzuweisen ist. 


b)        Einführung einer Höhen-Begrenzung auf 100 m

Das KMB-Gutachten und die Stellungnahme der Stadtverwaltung sehen bis jetzt keine Höhenbegrenzung vor.

Vor dem Hintergrund der eingangs erwähnten Zielsetzung (Stichwort: Weiterentwicklung des erfolgreichen Tourismus-Konzepts) und der jetzt schon objektiv wahrnehmbaren  -  von der Ingersheimer Windkraftanlage verursachten  -  Schad-Immissionen erscheint die Einführung einer  H ö h e n b e g r e n z u n g  bei künftigen, auf Besigheimer Gemarkung  geplanten Windindustrieanlagen auf  m a x i m a l  100 m dringend erforderlich.

Zur Begründung ist festzuhalten, daß die vom Windkraft-Betrieb verursachten Schad-Immissionen umso geringer sind, je niedriger die Anlage bzw. je kleiner der Wirkungskreis einer Windindustrieanlage ist.

Des weiteren handelt es sich im Falle von Besigheim um eine im historischen Stadtkern mittelalterlich geprägte Stadt mit Tourismus-exponiertem Standort am Zusammenfluß von Neckar und Enz, die sich zunehmend einer immer stärker wahrnehmbaren Aufmerksamkeit in Baden-Württemberg und darüber hinaus erfreut. Weitere, überdurchschnittlich stark zunehmende Übernachtungszahlen, Stadtführungen u.a. sind Indikatoren hierfür.

In und um Besigheim herum gibt es aus Sicht von touristisch noch zu erschließendem Potential vielfach einzigartige und äußerst landschaftssensible Aussichts-Standorte wie Waldhornturm, Schochenturm, „Hörnle“, Enzhäldenweg, Panoramaweg (Froschberg, Niedernberg), „Himmelsleiter“, Walheimer Ausblick auf Besigheim und Steillagenweinberge (Himmelsleiter), Felsengärten, um nur einige zu nennen. Die weitere Forcierung des touristisch noch zu „hebenden“ Potentials rund um die Bereiche „Wein“, „Neckar und Enz“ u.a. dürfte zu einer weiteren Steigerung der jetzt eingeleiteten positiven Entwicklung führen.

Teilweise ist der Ausblick von den genannten landschaftssensiblen Stellen aus bereits jetzt durch die Ingersheimer Windkraftanlage verschandelt. Künftig in unbegrenzter Höhe zu bauende, zwischen 180 m - 230 m hohe  Windindustrieanlagen an landschaftssensiblen Standorten auf Besigheimer Gemarkung würden die jetzt eingeleiteten, zu einem Aufschwung des sanften Tourismus führenden Maßnahmen konterkarieren.

Zum Beweis empfehlen wir, einmal die genannten Orte aufzusuchen. Dort wird jedermann sehen, welche landschaftszerstörende Auswirkungen schon jetzt vom erst kürzlich in Betrieb genommenen Ingersheimer Windrad ausgehen. Würden weitere Windkraftanlagen mit unbegrenzter Höhe auf Besigheimer Gemarkung gebaut, nähme der Grad der jetzt schon durch die Ingersheimer Windindustrieanlage realisierten Landschaftsverschandelung noch weiter zu, mit allen nachteiligen Konsequenzen für den wie „ein zartes Pflänzchen“ aufkeimenden „sanften Tourismus“…


c)         Keine Windindustrieanlagen im Wald

Bisher bestanden hinsichtlich der Errichtung von WKA’s vor allem zum  S c h u t z  von Natur und Umwelt  -  aber auch zur Naherholung der Bevölkerung  -  T a b u z o n e n  im Wald, Naherholungs- und Landschaftsschutzgebieten u.a.

Nach Berechnungen der Gemeindeverwaltung Ingersheim und anderen Erhebungen muß bei einer im Wald zu errichtenden WKA (Infrastrukturmaßnahmen wie Wege, Zu- und Ableitungen u.a.) von einer Fläche von 0,7 ha - 1 ha ausgegangen werden, an welcher die Rodung „zig Jahre“ alter Bäume erfolgen müßte. Was dies für die Natur  -  insbesondere für die Tier- und Vogelwelt bedeuten würde, abgesehen von den durch WKA’s dauerhaft verursachten Lärm-Immissionen  -  braucht eigentlich nicht mehr gesondert dargestellt zu werden.

Darüber hinaus würden kostenintensive, an anderen Stellen durchzuführende Ausgleichsmaßnahmen anfallen.

Der Wald  a b s o r b i e r t  einen nicht unerheblichen Teil der von Wirtschaft und Bürger trotz Technik-Fortschritte jährlich verursachten CO2-Schadstoff-Immissionen, die als eine von mehreren Ursachen für die weltweite  K l i m a-Erwärmung angesehen werden. Eine großflächige Abholzung qkm-großer Waldflächen würde die internationalen und nationalen Klimaschutzziele unterlaufen und würde zu einer nachhaltigen, irreparablen Störung des ökologischen Gleichgewichts in Natur und Umwelt führen.

Im übrigen ist der Landkreis Ludwigsburg nach den verfügbaren Statistiken der waldärmste Landkreis in BW. Allein schon deshalb und um zu vermeiden, daß Natur und Umwelt noch weiter unter die Räder kommen, sollte von ohnehin relativ windarmen  -  und daher nur unwirtschaftlich zu betreibenden  -  Windkraft-Standorten im Wald auf Besigheimer Gemarkung abgesehen werden.

 

III        Zusammenfassung

Wir bitten, die von uns unter Punkt II vorgebrachten Einwendungen bei der abschließenden Beratung zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans  -  Teilfortschreibung Windkraft Gemarkung Besigheim betreffend  -  zu berücksichtigen.


Besigheim, im Mai 2012


Peter Hitzker (Vorstand BI)                         Sylvia Fellmeth (stv Vorstand BI)

Thomas Schöller (webmaster)

Walter Müller (Pressewart „Gegenwind Husarenhof“, v.i.S.d.P.)


www.gegenwind-husarenhof.de

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Pressemitteilung

Spontane  S t r a ß e n - P l a k a t i e r u n g s a k t i o n

als “stiller Protest” der den

W i n d i n d u s t r i e a n l a g e n - I m m i s s i o n e n

der Enercon E 82  s c h u t z l o s  ausgesetzten

 B e s i g h e i m e r  H u s a r e n h o f - B e w o h n e r

(wm / 160412) - Einige der besonders stark von den Schadstoff-Immissionen der kürzlich

·     unter vermutlich verlegenem Wegsehen von  B U N D, N A B U  und deren weitgehend  i d e o l o g i s i e r t e n  -  dem neuen grün-roten Zeitgeist huldigenden  -  Fußtruppen eingeweihten…

·     …vom  L a n d r a t s a m t  L u d w i g s b u r g  mit Genehmigungs-Bescheid vom 11.1.2012 genehmigten…

(unter „Ü b e r-B o r d-W e r f e n“ sämtlicher bei seiner mit Ablehnungs-Bescheid vom 16.3.2001 (bestätigt durch das Regierungspräsidium Stuttgart mit Bescheid vom 4.4.2001) entschiedenen Ablehnung eines damals geplanten, nur ca. 60 m hohen Windrads an nahezu derselben Stelle und dabei geltend gemachter, bisher noch aufrecht erhaltener Ablehnungsgründe, in typischer Wendehals-Manier (Motto: „…was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…“) und in vorausschauendem Gehorsam  -  im Gegensatz zu vielen anderen, vor nahezu derselben Situation stehenden und „Rückgrat zeigenden“ Landratsämtern in Baden-Württemberg  -  dem neuen grün-roten Zeitgeist bereitwillig folgend), und durch die

·     …180 m hohe, nur noch als Schandfleck an landschaftssensibler Stelle und

·     …als Frevel an der Natur zu bezeichnenden Windindustrieanlage Enercon E 82…

betroffenen  H u s a r e n h o f-B e w o h n e r  haben spontan  -  und gut ersichtlich vom Straßenverkehr  - auf der von Ingersheim nach Besigheim an der Windindustrieanlage bzw. am dort beginnenden Ingersheimer Windvorrang-Gebiet vorbei und mitten durch den Besigheimer Weiler Husarenhof führenden Landesstraße L 1113 eine zeitlich unbefristete Straßen-Plakatierungsaktion gestartet.

Auf einigen Privat-Grundstücken / Häusern des Weilers Husarenhof prangen seit Montag, 16.4.2012 in beiden Richtungen  -  obwohl vom Straßenrand aufgrund von Straßenverkehrsvorschriften etwas zurückgesetzt  -  gut lesbare Parolen wie

 ·         „Roter Milan, Fledermaus + Co wollen auch hier leben“

·         „Naturschutz sieht anders aus“

·         „Windrad zu nah an Bürgern - Gesundheitsabstand 1500 m“ u.a.

Weitere Plakataufhängungen und Aktionen dürften folgen.

Daß die Plakatierungsaktion an der vor allem im täglichen Berufsverkehr stark befahrenen Straße bei den aufgrund der geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung dort mit angepasster Geschwindigkeit passierenden Autofahrern die von den Husarenhof-Bewohnern angestrebte Aufmerksamkeit erlangt, ergibt sich schon allein daraus, daß bereits in den ersten Tagen mancher Autofahrer angehalten hat, um sich nach genaueren Hintergründen der Plakatierungs-Aktion zu erkundigen.

 

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

www.gegenwind-husarenhof.de

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Pressemitteilung der BI „Gegenwind Husarenhof“ zur Entscheidung der 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart über den von Betroffenen gestellten Eilantrag zur Verhinderung des Windrad-Baus in Ingersheim 

(wm / 091111) – Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat den von Betroffenen zur Verhinderung des Windrad-Baus gestellten Eilantrag abgelehnt. Das Hauptsache-Verfahren wird durch diese Entscheidung nicht berührt, es wird von den Klägern bis zur Verkündung des Urteils und ggfs in der Berufung bis zur Verkündung der letztinstanzlichen Entscheidung weiter aufrecht erhalten. 

Über die Entscheidung zum Eilantrag haben Lokalpresse und der SWR berichtet.

Die Entscheidungsgründe des Verwaltungsgerichts werden von uns z. Zt. analysiert. Eine detaillierte Stellungnahme hierzu werden wir in den nächsten Tagen in unsere Homepage einstellen.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


lokale Presseberichterstattung



Pressemitteilung über Beschreitung des Klagewegs zur Verhinderung eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim

(wm / 010811) - Wie bekannt, hat das Landratsamt Ludwigsburg mit Genehmigungsbescheid vom 12.1.2011 dem Antrag der Ingersheimer Antragsteller auf Bau einer 180 m hohen Enercon E 82 auf Ingersheimer Gemarkung entsprochen. Hiergegen haben einzelne Mitglieder der Bürgerinitiative als Betroffene innerhalb der Widerspruchsfrist im Laufe des Januar / Februar 2011 Widerspruch beim Regierungspräsidium Stuttgart eingelegt.

Parallel hierzu haben einzelne Betroffene zur Verhinderung des Windrads ein Petitionsverfahren beim Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg eingeleitet. Dieser am 14.3.2011 dem Petitionsausschuss des BW-Landtags zugegangene Antrag wurde jedoch im Hinblick auf die am 27.3.2011 anstehende Landtagswahl bis zum 27.3.2011 nicht mehr behandelt.

Die neue grün / rot geführte BW-Landesregierung hat sich mit der Wahl des Ministerpräsidenten Anfang Mai 2011 konstituiert. Danach folgte  -  im Verlauf des Mai 2011  -  die Auswahl und Vorstellung der Regierungsmitglieder sowie die Benennung der Mitglieder der Landtagsausschüsse.

Die konstituierende Sitzung des Landtags-Petitionsausschusses war am 8.6.2011, zum Ausschussvorsitzenden wurde Werner Wölfle / MdL (Bündnis 90 / Grüne) gewählt. Aufgrund seiner kürzlich erfolgten Wahl zum Sozialbürgermeister der Stadt Stuttgart und seiner zuvor erfolgten Ankündigung, im Falle seiner Wahl sein Landtagsmandat niederlegen zu wollen, ist davon auszugehen, daß wohl in Kürze ein(e) andere(r) Abgeordnete (r) aus der Bündnis 90 / Grüne - Fraktion den Vorsitz des Petitionsausschusses übernehmen wird, nachdem diese Fraktion das Vorschlagsrecht hat. 

Der Landtags-Petitionsausschuss hat in seiner Sitzung am 13.7.2011 die Ablehnung des Anfang März 2011 ihm zugegangenen Petitionsantrags zur Verhinderung des Windrads mit der Stimmenmehrheit von Grün / Rot beschlossen, nachdem Pressemitteilungen zufolge das für die Energiewirtschaft zuständige BW-Umweltministerium und das für den Naturschutz zuständige BW-Landwirtschaftsministerium wenige Tage zuvor dem Petitionsausschuss gegenüber in einer „gemeinsamen Empfehlung“ die Ablehnung des Petitionsantrags empfohlen haben. Vor dem 13.7.2011 wurde das Thema im Petitionsausschuss angabegemäß nicht behandelt.

Auskunftsgemäß haben sich hinsichtlich der Terminierung dieser Sitzung im Petitionsausschuss einige Verzögerungen ergeben, weil einige im Petitionsantrag genannte Gründe den Natur- und Umweltschutz  -  insbesondere den Natur- und Vogelschutz  -  betrafen und dieser Aspekt innerhalb der neuen Landesregierung nicht mehr im Umwelt- sondern im BW-Landwirtschaftsministerium angesiedelt wurde, während alle mit dem Windrad-Ausbau zusammenhängenden Fragen  -  da die Energiewirtschaft betreffend  -  federführend beim BW-Umweltministerium angesiedelt sind.

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat Pressemitteilungen zufolge das seit Januar / Februar 2011 anhängige Widerspruchsverfahren  im Hinblick auf das laufende beim Petitionsausschuss eingeleitete Petitionsverfahren ausgesetzt, um die Entscheidung des BW-Petitionsausschusses abzuwarten.

Nach der am 13.7.2011 getroffenen Entscheidung des BW-Petitionsausschusses, die Petition abzulehnen, hat das Regierungspräsidium Stuttgart die dort seit Januar / Februar 2011 eingereichten und bis zur Entscheidung des BW-Petitionsausschusses dort ruhenden Widersprüche abgelehnt. An die Widerspruchsführer wurden die Ablehnungsbescheide in der 2. Julihälfte 2011 versendet.

Daraufhin haben die Windrad-Antragsteller den Sofort-Vollzug der Baugenehmigung beantragt, die daraufhin vom Landratsamt Ludwigsburg erteilt wurde. Die Stadt Bietigheim-Bissingen hat daran anschließend Presseberichten zufolge  -  in der 2. Julihälfte 2011  -  den „Roten Punkt“, d.h. die Baufreigabe erteilt.

Hiergegen bzw. gegen den vom Landratsamt Ludwigsburg erteilten Sofortvollzug der Bau-Genehmigung haben einzelne Betroffene  -  wie schon seit langem angekündigt und auf unserer Homepage kommuniziert -  Klage beim Verwaltungsgericht Stuttgart eingereicht.


Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“



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Pressemitteilung der Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof zu Meldungen über Windrad-Standorte in Ludwigsburg

Kein Windrad-Standort auf dem Lemberg möglich wegen bestehender Flugsicherungsanlage in Affalterbach bzw. wegen zu geringer Entfernung zu Wohngebieten und nicht stabilem Untergrund

(wm / 120411) - Einem Artikel der Ludwigsburger Kreiszeitung (LKZ) mit der Überschrift „Windrad auf dem Lemberg als Zukunftsprojekt ?“ vom 12.4.2011 zufolge soll der in der Nähe von Affalterbach gelegene Lemberg als  möglicher Windrad-Standort ins Auge gefaßt werden.

Dieser Standort kann wohl getrost wieder zu den Akten gelegt werden, da sich kurz hinter dem Ortsende von Affalterbach in Richtung Winnenden eine Anlage zur Flugsicherung des Stuttgarter Flughafens Leinfelden-Echterdingen befindet. Der nach wie vor bestehende Anlagenschutzbereich betrifft ein Gebiet im Radius von 3 Km (Luftlinie), gerechnet von dem Standort der Flugsicherungsanlage aus.

Der vorgesehene Standort Lemberg liegt innerhalb des 3 Km-Korridors und dürfte daher als Windrad-Standort ausscheiden.

Deshalb hat die Deutsche Flugsicherung GmbH mit Sitz in Offenbach / Main bereits mit an die Gemeinde Affalterbach gerichteten Schreiben vom 8.10.2001 und vom 14.1.2002 das schon damals als Windvorrang-Gebiet ins Auge gefaßte Eignungsgebiet Affalterbach mit Bezug auf § 18 a Luftverkehrsgesetz abgelehnt.

An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert.

Selbst dann, wenn auf dem Lemberg ein Standort gefunden würde, der eine Mindest-Entfernung von 3 Km zum Standort der Flugsicherungsanlage einhält, ist fraglich, ob der Untergrund einer Deponie von der Standfestigkeit her geeignet wäre, eine Tonnage von rd. 7000 to Gesamtgewicht dauerhaft bei „Wind und Wetter“ stabil zu halten.

Mit dieser Tonnage wäre zu rechnen, wenn beispielsweise eine Anlage  -  wie in der Nähe des Besigheimer Husarenhofs auf Ingersheimer Gemarkung vorgesehen  -  vom Typ Enercon E 82 (Nabenhöhe: 138 m; Gesamthöhe: rd. 180 m) oder E 126 geplant würde (vgl. unsere Homepage www.gegenwind-husarenhof.de Rubrik„Nachteile für Ingersheim“:  „Ein Fundament für 7 000 Tonnen Gesamtgewicht  am geplanten Standort Ingersheim.

Bei einem nicht stabilen (weichen) Untergrund  -  z.B. wegen Deponie-Standort  -  dürfte die Tonnage für das Fundament noch höher sein. Angesichts eines derart instabilen Untergrunds und damit latent vorhandener Risiken dürfte keine seriöse Versicherungsgesellschaft bereit sein, 20 Jahre (Laufzeit von 20 Jahren = i.d.R. betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer) lang Versicherungsschutz zu gewährleisten.

Darüber hinaus läge der Standort auf dem Lemberg mit lediglich ca. 500 m - 600 m Entfernung in der Nähe eines Wohngebiets, dessen Wohnwert  -  in Sichtweite zum Windrad  -   deutlich fallen würde, um dann vermutlich eine spürbare Wertminderung bis hin zur Unverkäuflichkeit von Grundstücken und Gebäuden nach sich zu ziehen, so wie es fast überall der Fall war, wo Windräder in Sichtweite bzw. im Umkreis von Wohngebieten erstellt wurden (vgl. Eingabe in Google-Suchmaschine, Suchbegriff: „Windrad Wertminderung“ o.ä.; Resultat: ca. 43 000 Ergebnisse in 0,22 Sek. !).

Nicht umsonst wird in anderen Bundesländern ein Sicherheitsabstand von mindestens 1500 m gefordert, um möglicherweise durch schädliche Immissionen (Lärm, Infraschall, Schattenschlag) hervorgerufene gesundheitliche Risiken (Langzeitwirkung) zu vermeiden.

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“




Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zur Situation nach der Landtagswahl Baden-Württemberg vom 27.3.2011

(wm / 060411)  -  Die Landtagswahl in Baden-Württemberg wurde  -  wesentlich beeinflußt durch die unmittelbar zuvor eingetretenen Ereignisse in Japan  -  von Grün / Rot gewonnen.

Im Hinblick auf den Themenbereich „Energieversorgung und -sicherheit am Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg / Regenerative Energie / Geplanter Ausbau der Windkraft im windschwächeren Binnenland BW“ ist zu erwarten, daß es  -  den Wahlaussagen von Grün / Rot entsprechend  -  zu einer Forcierung des Ausbaus regenerativer Energien, respektive der Windkraft, in Baden-Württemberg kommt.

Voraussetzung für Auswahl und Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete ist eine Änderung des Landesplanungsgesetzes, mit der nach Abschluß der Koalitionsverhandlungen sehr bald zu rechnen sein dürfte. Ziel hierbei dürfte es sein, die Entscheidungskompetenz zum Ausweis neuer Windvorrang-Gebiete vom Verband Region Stuttgart (VRS) auf die einzelnen Kommunen zu übertragen.

Im Hinblick auf die Ziele der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ (vgl. Ziff. II) hat der Wahlausgang keine unmittelbaren Folgen, da das geplante Standortgebiet in Ingersheim schon in Vorjahren vom VRS als Windvorrang-Gebiet ausgewiesen wurde und das Antragsverfahren nach der durch das Landratsamt Ludwigsburg im Januar 2011 erfolgten Genehmigung im Stadium des Widerspruchs ist, der vom Regierungspräsidium Stuttgart zu entscheiden ist (schwebendes Verfahren).

Bedeutung könnte der Ausgang der BW-Landtagswahl allerdings dann erhalten, wenn neben dem jetzt geplanten noch weitere Windräder im Ingersheimer Windvorrang-Gebiet beantragt werden sollten, wie von den Grünen und der SPD in Kreisparteitagsbeschlüssen bereits angekündigt.

Je nach Ausgang des jetzt laufenden Verfahrens ist damit zu rechnen, daß einzelne Mitglieder der Bürgerinitiative sowie ggfs Außenstehende  -  die im Fall des Baus „Betroffene“ wären  -  den Klageweg vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart beschreiten.


II         Grundsatz


Unsere Bürgerinitiative wendet sich nicht grundsätzlich gegen den Ausbau regenerativer Energien, respektive der Windenergie. Dies haben wir seit Gründung unserer BI im Januar 2010 mehrfach betont (vgl. unsere in 2010 verteilten Informationsblätter Nr. 1 ff).

Sie wendet sich jedoch gegen Standorte, bei denen die Nachteile gegenüber oftmals nur marginal vorhandenen Vorteilen deutlich überwiegen, wie dies beim geplanten Windrad in Ingersheim der Fall ist (vgl. unten).

Beim Windrad-Standort Ingersheim käme es nach offiziellen, am 12.3.2010 getroffenen Aussagen der Gemeindeverwaltung Ingersheim zu keinen Gewerbesteuereinnahmen zu Gunsten der Kommune. Daraus ist abzuleiten, daß aufgrund der dort vorhandenen relativen Windarmut nur eine „bescheidene“ Stromproduktion möglich wäre.

Aus wirtschaftlichen Gründen wäre es daher sinnvoller, eine Investitionssumme von rd. 3,7 Mio € dort zu investieren, wo die nachfolgend geschilderten Nachteile nicht eintreten und wo aufgrund besserer Standortbedingungen ein deutlich höheres durchschnittliches Windaufkommen  -  auch im Interesse der Nachhaltigkeit  -  gegeben ist.

Hierzu wird verwiesen auf den seit kurzem vorliegenden Windatlas für Baden-Württemberg, der als optimale Windkraft-Standorte die Konzentration auf

  • den Albaufstieg
  • die Schwäbische Alb
  • Hohenlohe und
  • die Höhenrücken des Südschwarzwalds

empfiehlt.


III        Ziele der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“


Ziel der Bürgerinitiative ist es nach wie vor, den Bau eines 180 m hohen Windrads vom Typ Enercon E 82 am geplanten Standort Ingersheim  -  gewaltlos  -  über den Rechtsweg und über öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zu verhindern, um die mit dem Bau zu Lasten der betroffenen Bevölkerung verbundenen Nachteile  -  die die zu Gunsten Einzelner vorhandenen marginalen Vorteile deutlich überwiegen  -   zu vermeiden (vgl. Ziff. IV und Rubrik „Nachteile in Ingersheim“ auf unserer Homepage:  www.gegenwind-husarenhof.de).


IV        Wesentliche Nachteile


 a)  Vermeidung schädlicher und ggfs gesundheitsgefährdender Immissionen (Langzeitwirkung)  wie Infraschall / Elektrosmog, Lärm, Schattenschlag, die zu Gesundheitsrisiken führen  können

 b)  Dauerhafte Beeinträchtigung der in unmittelbarer Nähe zum geplanten Standort Ingersheim  ausgewiesenen Natur- und Landschaftsschutzgebiete / FFH-Gebiete (Bietigheimer Forst,  Besigheimer Neckarhäldenwald, Besigheimer Enzaue, Pleidelsheimer Wiesental u.a.)

 c)  Verlust wertvollen Ackerlands

 d)  Drohende Wertminderung von Grundstücken und Gebäuden, die im Umfeld bzw. in  Sichtweite zum geplanten Standort liegen

 e)  Vermeidung einer dauerhaft irreparablen Landschaftsverschandelung

 f)   Drohender Verlust bäuerlicher Existenzen

 g)  Beeinträchtigung der Zukunftsfähigkeit Ingersheims

 h)  Einschränkung des in der Gegend gerade im Aufwind befindlichen „sanften Tourismus“

 i)   Aufrechterhaltung der Lebensqualität der im Umkreis zum geplanten Standort betroffenen  Bürger, da die Abstände zu Wohngebieten  -  auch im Vergleich zu Regelungen und  Empfehlungen in anderen Bundesländern  -  deutlich zu gering sind


Besigheim, im April 2011

 

Peter Hitzker, Vorstand         Sylvia Fellmeth, stv Vorstand            Walter Müller, Pressewart


www.gegenwind-husarenhof.de



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Pressemitteilung
zur jetzt verfügten Stillegung von Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim  -  Rückwirkung auf den geplanten Bau eines 180 m hohen Windrads in Ingersheim ?

(wm  / 180311) -  Im Zuge der in Japan eingetretenen furchtbaren und für die dortige Bevölkerung bedauernswerten Ereignisse ist die Stillegung des Blocks I des Kernkraftwerks Neckarwestheim von der baden-württembergischen Landesregierung angeordnet und von der EnBW mittlerweile vollzogen worden. Nach Lage der Dinge wird es vermutlich dabei bleiben, auch wenn sich die allgemeine und von

·         SPD

·         Grüne und

·         Linke

aus durchsichtigen politischen Interessen in der Bevölkerung (d.h. beim Wähler) bewußt und vermeintlich zu ihren Gunsten geschürte Hysterie  -  am 27.3.2011 sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg und nach mehr als 50 Jahren besteht nach Meinung von SPD, Grüne und Linke die aus ihrer Sicht einmalige Chance, die CDU / FDP-geführte Landesregierung abzulösen  -  im Lauf der Zeit wieder gelegt haben wird.

Andererseits ist das von den größtenteils ideologisierten Ingersheimer Windrad-Enthusiasten erklärte und aus Gründen der Symbolik über alles stehendem Ziel jetzt unerwartet schnell erreicht worden. Wie aus vielen in der Tagespresse und sonstigen Verlautbarungen bekannt, war es das allen anderen Absichten mit dem Bau eines 180 m hohen Windrads übergeordnete Ziel, unter bewußter Akzeptanz des landschaftsverschandelnden Eingriffs aus Gründen der Symbolik ein Zeichen zu setzen gegen Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim, um eine dadurch bedingte schnellere Abschaltung zu erreichen. Dieses Ziel ist  -  wenn auch nicht durch die Aktivitäten der ideologisierten Ingerheimer Windkraft-Apostel, sondern durch die furchtbaren Ereignisse in Japan  -  nun realisiert.

Nachdem schon zuvor eine objektiv erfolgende Gegenüberstellung aller Vor- und Nachteile klar ergeben hat, daß die Nachteile an diesem im Vergleich zu anderen Standorten im Norden und Osten  -  aber auch im Vergleich zu anderen Standorten im eher windschwachen Binnenland Baden-Württemberg zu Lasten der Allgemeinheit deutlich überwiegen  -  bleibt zu hoffen, daß  -  nachdem nun die „politische“ Zielsetzung „Abschaltung von Block I“ erreicht und damit der nach eigenem Bekunden hauptsächliche Grund für den Bau eines Windrads weggefallen ist  -  auch die Mehrheit der Kapital-Anleger in der Windrad-Genossenschaft zur Besinnung kommen und umdenken zu Gunsten eines von der Zivilbevölkerung weiter entfernten Standorts mit deutlich höherem Windaufkommen. Allen Kapitalanleger-Genossen sei zur Standort-Suche das intensive Studium des vom TÜV SÜD nach objektiven Kriterien erstellten Windatlas Baden-Württemberg empfohlen.

Sollte es allerdings trotz jetzt erfolgter Stillegung von Block I doch bei der Aufrechterhaltung der Bauabsichten zum Bau eines 180 m hohen Windrads an landschaftsmarkanter Stelle auf der Ingersheimer Höhe bleiben, so wäre damit endgültig und für alle Zweifler augenscheinlich bewiesen, daß es die Bevölkerung hier mit orthodoxen, ideologisch verblendeten, keinen rationalen Gegenargumenten mehr zugänglichen und letztlich rücksichtslosen Windkraft-Enthusiasten zu tun hat, die bei Beharren auf dem Bau eines die Landschaft dauerhaft schändenden Windrads trotz jetzt realisierter Zielsetzung  -  Stillegung von Block I  -  in der Öffentlichkeit endgültig den letzten Funken an noch verbliebener Glaubwürdigkeit verloren hat.

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“

 

www.gegenwind-husarenhof.de



Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Gegenwind Husarenhof“ zur Genehmigung des Windrads in Ingersheim durch das Landratsamt Ludwigsburg 

 Einlegung von Rechtsbehelfen

(wm / 190111) - In einer am Mittwoch, den 19.1.2011 auf dem Husarenhof abgehaltenen Versammlung hat die Bürgerinitiative das weitere Vorgehen diskutiert, nachdem das Landratsamt Ludwigsburg am Donnerstag, den 13.1.2011 dem Antrag auf Bau eines 180 m hohen Windrads stattgegeben hat.

Nach einer ersten Analyse der Entscheidungsbegründung des Landratsamts sieht die Bürgerinitiative genügend Anhaltspunkte, gegen die Entscheidung weiter vorzugehen.

Vor allem durch die Mess-Ergebnisse des seit dem 8.12.2010 des für ganz Baden-Württemberg vorliegenden und vom TÜV Süd Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums gutachterlich erstellten Windatlas sieht sich die Bürgerinitiative bestätigt. Danach wird der Bau weiterer Windräder am Albaufstieg, auf der Schwäbischen Alb, in Hohenlohe / Franken und auf den Höhenrücken des Südschwarzwalds aufgrund des dort deutlich höheren Windaufkommens empfohlen, während der Bau von Windrädern im vergleichsweise windschwachen Mittleren Neckarraum  -  zu dem der lediglich 298 m über Meereshöhe liegende Ingersheimer Standort gehört  -  abgelehnt wird.

Auch der Artenschutz seltener und am Standort nachgewiesener Vogelarten, die ihre Habitatgebiete im unmittelbar angrenzenden Neckarhäldenwald, Bietigheimer Haardtwald, der Besigheimer / Bietigheimer Enzaue, dem Neckarlauf sowie im Natur- und Vogelschutzgebiet „Wiesental“ und „Altneckar“ in Pleidelsheim haben, wurde nach Ansicht des weit über die Region hinaus bekannten Ornithologen Professor Dr. Claus König (früherer Leiter der Vogelschutzwarte Ludwigsburg und des Naturkundemuseums Stuttgart sowie langjähriger NABU-Bundesvorsitzender) keinesfalls berücksichtigt.

Es wurde daher einstimmig beschlossen, gegen die Entscheidung des Landratsamts Ludwigsburg zunächst im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren vorzugehen und Widerspruch beim Regierungspräsidium Stuttgart einzulegen, um dann  -  bei aus Sicht der Bürgerinitiative ungünstigem Ausgang  -  den Klageweg einzuschlagen.

Für die Einlegung des Widerspruchs besteht eine Frist von einem Monat.

Nachdem sich vor allem in Ingersheim, aber auch in Pleidelsheim, Freiberg / N. und Besigheim weiterer Widerstand gegen die jetzt erteilte Genehmigung gebildet hat und wir um Unterstützung bei der Abfassung der Widerspruchsschreiben gebeten wurden, werden wir in den nächsten Tagen ein Musterschreiben zur Einlegung des Widerspruchs in unsere Homepage einstellen. In Einzelfällen stehen wir bzw. unser Anwalt für Auskünfte zur Verfügung.

Nachdem SPD, Grüne und die Linke sich in Kreisparteitagsbeschlüssen, Pressemitteilungen und sonstigen Verlautbarungen mehr oder weniger eindeutig für den Bau des Windrads und für den Bau weiterer Windräder auf dem Ingersheimer Windvorrang-Gebiet ausgesprochen haben, wird die Bürgerinitiative im ganzen demokratischen Parteienspektrum  -  vor allem im bürgerlichen Lager  -  für weitere Unterstützung zur Verhinderung des Windrads werben.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie den unter www.gegenwind-husarenhof.de eingestellten Berichten sowie den Beiträgen, die in den nächsten Tagen in unsere Homepage eingestellt werden.

  

Walter Müller  /  Pressewart „Gegenwind Husarenhof“


 

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